Pflanzenfarbstoff Lutein hemmt Entzündungen


Eine pflanzenbasierte Ernährung gilt generell als entzündungshemmend und gesundheitsfördernd. Viele tierische Lebensmittel hingegen können Entzündungen und damit auch viele chronische Krankheiten fördern und verstärken. Doch welche Stoffe sind es konkret, die in Obst und Gemüse stecken und derart positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben? Lutein ist einer dieser Stoffe. Es ist ein Carotinoid, das sich in Studien bereits als hilfreich in der Prävention der Makuladegeneration erwiesen hat. Im Juli 2017 schrieben Forscher über das entzündungshemmende Potential der Substanz bei der koronaren Herzerkrankung.

Lutein – Ein entzündungshemmender Stoff aus Gemüse

Lutein ist ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Carotinoide und gehört damit zur selben Familie wie Beta-Carotin aus z. B. Karotten, Astaxanthin aus bestimmten Algen, Lycopin aus Tomaten oder auch Crocin und Crocetin aus dem Safran. Lutein ist ein gelborangener Farbstoff in z. B. gelber Paprika, orangenen Kürbissen oder goldenem Mais. Allerdings ist Lutein auch in dunkelgrünem Blattgemüse oder in Algen (z. B. Chlorella und Spirulina) enthalten. In diesen Gemüsen ist jedoch das grüne Chlorophyll so dominant, dass das gelbe Lutein nicht sichtbar ist.

Lutein nun hat eine entzündungshemmende Wirkung – wie eine Studie der schwedischen Linkoping University zeigte. Veröffentlicht wurde die Untersuchung im Juli 2017 im Fachjournal Atherosclerosis. Dort war zu lesen, dass Lutein bei Menschen mit der koronaren Herzkrankheit chronische Entzündungszustände bessern kann.

Chronische Entzündungen sind weitverbreitet – trotz bester medizinischer Therapie

Chronische Entzündungen sind bei vielen chronischen Erkrankungen vorhanden (z. B. bei Diabetes, Autoimmunerkrankungen, selbst bei Bluthochdruck). Bei der koronaren Herzerkrankung sind chronische Entzündungen gar ein Schlüsselfaktor für Herzinfarkte. Es gilt: Je stärker das Entzündungsgeschehen im Körper, umso höher die Infarktgefahr.

Viele Patienten, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben, leiden nach wie vor an unmerklichen, jedoch chronischen Entzündungen, auch dann, wenn sie eine entsprechende Behandlung zur Wiederherstellung der Blutgefässe (z. B. Stent, Bypass o. ä.) erhalten haben, auch dann, wenn sie Medikamente nehmen und gewisse Änderungen ihres Lebensstils vornehmen. Wir wissen, dass chronische Entzündungen mit einer schlechteren Prognose in Verbindung stehen“, sagt Kardiologin und Studienleiterin Lena Jonasson, Professorin am Department of Medical and Health Sciences der Linkoping Unversity.

Je höher der Carotinoidspiegel im Blut, umso geringer die Entzündungen

Frühere Studien zeigten bereits, dass unsere Ernährung bzw. bestimmte Stoffe in unseren Lebensmitteln entzündliche Prozesse im Körper beeinflussen. Manche Lebensmittel fördern chronische Entzündungen, andere hemmen diese Entzündungen und lindern sie. Zur Gruppe der letzteren gehören nun jene Lebensmittel, die reich an den oben genannten Carotinoiden – dem Lutein – sind.

Lutein ist – wie alle Carotinoide – ein fettlöslicher Pflanzenstoff. In einigen früheren Untersuchungen zeigte sich folgender Zusammenhang: Je höher der Carotinoidspiegel im Blut, umso niedriger die Entzündungswerte und umgekehrt: Je niedriger der Carotinoidspiegel im Blut, umso höher die Entzündungswerte.

Daraufhin stellte sich die Frage, ob es die Carotinoide selbst sind, die zu dieser beobachteten entzündungshemmenden Wirkung führen oder ob hier noch andere, bislang unbekannte, Faktoren mitspielen.

Lutein unterdrückt Entzündungen bei koronorer Herzerkrankung

Da die bisherigen Studien zumeist an Tieren oder gesunden Testpersonen durchgeführt wurden, waren dringend Untersuchungen an entsprechend erkrankten Menschen erforderlich. Denn bei kranken Menschen, also bei Menschen, die bereits an chronischen Entzündungen leiden, sind die Zellen des Immunsystems deutlich empfindsamer und reaktiver. Es könnte also durchaus sein, dass diese Zellen bei kranken Menschen anders reagieren als bei gesunden, so dass die früheren Untersuchungsergebnisse u. U. gar nicht auf kranke Menschen übertragbar sein könnten.

Die schwedische Studie widmete sich daher der möglichen entzündungshemmenden Wirkung des Luteins bei Menschen mit koronarer Herzerkrankung.

Unsere Studie bestätigt, dass Lutein chronische Entzündungen bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung unterdrücken kann. Wir konnten ebenfalls zeigen, dass Lutein resorbiert und in den Immunzellen des Blutes gespeichert wird“, sagt Dr. Rosanna Chung, ebenfalls vom Department of Medical and Health Sciences der Linkoping University.

Je mehr Lutein im Blut, umso niedriger die Entzündungswerte

Chung und Jonasson untersuchten bei ihren 193 Patienten zunächst die Höhe der Carotinoidspiegel im Blut. Sie massen dabei die sechs bekanntesten Carotinoide. Gleichzeitig wurden die Entzündungswerte (Interleukin-6, IL-6) des Blutes bestimmt. Lutein war das einzige Carotinoid, das mit den Entzündungswerten in Korrelation stand. Je höher die Luteinspiegel im Blut waren, umso niedriger waren die IL-6-Werte.

Die Patienten hatten die beste uns derzeit mögliche Therapie zur Behandlung der koronaren Herzerkrankung erhalten. Dennoch blieben die Entzündungswerte bei vielen stets erhöht“, sagt Lena Jonasson.

Lutein könnte hierbei künftig helfen, die Therapie noch weiter zu optimieren, um die chronischen Entzündungen zu reduzieren und damit die Prognose der Betroffenen deutlich zu verbessern.

Daraufhin testeten die Forscher die Reaktion von isolierten Immunzellen kranker Menschen, wenn diese mit Lutein in Kontakt kamen. Die Entzündungsreaktionen dieser Zellen sank signifikant, sobald sie unter dem Einfluss des Luteins standen. Derzeit ist nun eine Studie in Planung, in deren Verlauf getestet werden soll, ob auch einfach nur der Verzehr luteinreicher Lebensmittel eine positive Wirkung auf das Immunsystem herzkranker Menschen hat.

Wenn Sie Ihre Ernährung bereits entsprechend anpassen und ab sofort mehr luteinreiche Lebensmittel in Ihren Speiseplan einbauen möchten, finden Sie nachfolgend eine Liste mit den luteinreichsten Lebensmitteln:

Lebensmittel mit Lutein – Die Liste

Besonders reich an Lutein sind die nachfolgenden Lebensmittel:

  • Mais
  • Kiwi
  • Rote Trauben
  • Rote und gelbe Kürbisse
  • Orangefarbene Paprika
  • Spirulina, Chlorella
  • Kräuter
  • Wirsing, Grünkohl
  • Spinat, Mangold
  • Gurken
  • Erbsen
  • Grüne Paprika
  • Staudensellerie
  • Rosenkohl
  • Grüne Trauben
  • Grüne Bohnen
  • Brokkoli
  • Äpfel
  • Orangensaft

Lutein für die Augen

Lutein hilft jedoch nicht nur dem Herzen, den Gefässen und somit der Herz-Kreislauf-Gesundheit, sondern auch ganz konkret den Augen: Wir hatten schon hier (Makuladegeneration – Ganzheitliche Massnahmen) und hier (Nährstoffe für die Augen) erklärt, wie wichtig Lutein für die Augen ist. Der Stoff wirkt als starkes Antioxidans im Auge und schützt es gegen Angriffe von freien Radikalen.

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Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/lutein-gegen-entzuendungen.html

Gruß an die Besseresser

TA KI

Fünf ätherische Öle gegen chronische Entzündungen


Chronische Entzündungen schwelen lange unbemerkt im Körper, versetzen das Immunsystem in permanente Alarmbereitschaft und schwächen dieses enorm. Chronische Entzündungen gehen mit nahezu jeder chronischen Erkrankung einher – ob Rheuma, Tinnitus, Arteriosklerose, Schuppenflechte, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Autoimmunerkrankungen (z. B. Multiple Sklerose, Morbus Crohn) oder Allergien. Zur Linderung chronischer Entzündungen stehen viele ganzheitliche Massnahmen zur Verfügung – u. a. bestimmte ätherische Öle – die stark entzündungshemmend wirken. Wir stellen Ihnen die besten antientzündlichen ätherischen Öle vor.

Chronische Entzündungen mit ätherischen Ölen bekämpfen

 

Chronische Entzündungen – Ätherische Öle helfen

Im Gegensatz zur akuten Entzündung läuft eine chronische Entzündung oft unbemerkt im Körper ab. Sie bleibt relativ symptomlos, der Betroffene spürt sie zunächst nicht, und die Entzündung kann sich ungehindert ausbreiten. Oft entwickelt sich daraus erst viele Jahre oder Jahrzehnte später eine chronische Krankheit. Krebs gehört dazu oder auch Diabetes.

In manchen Fällen lassen sich chronische Entzündungen durch eine einfache Blutuntersuchung aufdecken: So sind bei Entzündungen etwa der CRP-Wert (steht für C-Reaktive Proteine) oder die Leukozytenzahl (weisse Blutkörperchen) erhöht. Bei chronischen Entzündungen können viele naturheilkundliche und ganzheitliche Massnahmen eingesetzt werden:

Schon allein die richtige Ernährung mit vielen Antioxidantien, eine Nahrungsergänzung mit Kurkuma und Magnesium oder eine Darmsanierung können Wunder bewirken. Aber auch mit ätherischen Ölen kann man chronische Entzündungen beheben oder lindern und so das Immunsystem gezielt stärken.

Ätherische Öle mit entzündungshemmender Wirkung

Ätherische Öle enthalten die Inhaltsstoffe der Pflanzen in konzentrierter Form, weshalb bereits geringe Mengen eine grosse Wirkung haben können. Benutzt man ätherische Öle von Pflanzen, die stark entzündungshemmend wirken (z. B. Weihrauch, Copaiba), dann können die ätherischen Öle Entzündungen äusserst wirksam bekämpfen.

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Öle, die man zur Eindämmung von chronischen Entzündungen anwenden kann. Einige Öle wirken vorbeugend, indem sie uns mit wertvollen Antioxidantien versorgen oder stark entgiftend wirken, was wiederum die Entstehung von chronischen Entzündungen minimiert. Andere Öle wirken hingegen direkt und gezielt gegen bereits vorhandene Entzündungen.

Fünf ätherische Öle gegen chronische Entzündungen

Nachfolgend stellen wir Ihnen fünf ätherische Öle vor, mit denen Sie gezielt Entzündungsprozesse im Körper minimieren und oft sogar ganz unterbinden können.

1. Ätherisches Weihrauchöl bei chronischen Entzündungen

Weihrauch wird bereits seit mindestens 5.000 Jahren im Ayurveda – der traditionellen indischen Heilkunst – zu Heilzwecken eingesetzt. Das ätherische Öl wird aus dem Harz des Weihrauchbaumes gewonnen und wirkt stark entzündungshemmend, wie in einer Metastudie aus dem Jahr 2011 belegt wurde. Es gilt als äusserst mild und hautpflegend und kann deshalb auch direkt auf die Haut aufgebracht werden.

2. Ätherisches Copaibaöl bei chronischen Entzündungen

Der Copaiba-Baum wächst hauptsächlich in den Regenwäldern des Amazonas und gilt in seiner Heimat als Allheilmittel. Das ätherische Öl wird aus dem Harz des Baumes destilliert. Es gilt als äusserst entzündungshemmend und konnte in einer kleinen Studie sogar schulmedizinische Medikamente (z. B. Diclofenac-Natrium) in den Schatten stellen.

Der Stoff Beta-Carophyllen macht über 50 Prozent der Inhaltsstoffe des ätherischen Copaibaöls aus. In einer Studie konnte gezeigt werden, dass Beta-Carophyllen unter anderem stark entzündungshemmend wirkt. Auch das ätherische Copaibaöl gilt als sehr mild und hautfreundlich kann deshalb gut in hoher Konzentration verwendet werden.

3. Ätherisches blaues Kamillenöl bei chronischen Entzündungen

Das ätherische Öl der deutschen Kamille ist wohl eines der bekanntesten ätherischen Öle. Über 60 Prozent des ätherischen Kamillenöls bestehen aus sogenanntem Chamazulen, das dem Öl auch seine wunderbar blaue Farbe gibt und gleichzeitig für seine entzündungshemmende Wirkung verantwortlich ist.

In einer wissenschaftlichen Studie aus dem Jahr 2013 konnte gezeigt werden, dass eine Mischung aus Myrrhe, Kamille und Aktivkohle bei der Behandlung von Colitis Ulcerosa – einer chronischen Dickdarmentzündung – dem schulmedizinischen Standardmittel Mesalazin ebenbürtig ist. Zudem verfügt das ätherische Öl über einen hohen Gehalt an Antioxidantien (ORAC 218.600 μTE/100g), was wiederum die Entstehung von Entzündungen verhindern kann.

4. Ätherisches Immortellenöl bei chronischen Entzündungen

Die Immortelle – oder italienische Strohblume, wie sie auch genannt wird – ist im Mittelmeerraum zu Hause. Sie verfügt ebenfalls über stark entzündungshemmende Eigenschaften, wie in vielen wissenschaftlichen Studien inzwischen nachgewiesen wurde. Darum sollte das ätherische Immortellenöl in keiner entzündungshemmenden Ätherisch-Öl-Mischung fehlen.

5. Ätherisches Gewürznelkenöl bei chronischen Entzündungen

Die Gewürznelke ist die Frucht eines aus den Philippinen stammenden Baumes – dem Gewürznelkenbaum. Ätherisches Gewürznelkenöl verfügt mit 1.078.700 μTE/100g über ein unglaubliches antioxidatives Potential und kann so verhindern, dass Entzündungen überhaupt entstehen. Hauptbestandteil des Öls ist mit über 70 Prozent der Stoff Eugenol, der stark entzündungshemmend wirkt, wie verschiedene wissenschaftliche Studien nahelegen.

Rezept: Ätherisch-Öl-Mischung gegen Entzündungen

Nachfolgend finden Sie ein Rezept für eine Mischung aus entzündungshemmenden ätherischen Ölen. Drei bis fünf Tropfen der Mischung kann man zur Vorbeugung täglich auf die Innenseite der Unterarme auftragen. Hier ist die Haut besonders dünn und durchlässig, sodass die Wirkstoffe rasch aufgenommen werden. Leidet man bereits an einer chronischen Entzündung sollte man die Mischung zusätzlich zwei- bis dreimal täglich an den Fusssohlen auftragen.

Zutaten:

    • 12 Tropfen ätherisches Weihrauchöl

 

    • 12 Tropfen ätherisches Copaibaöl

 

    • 10 Tropfen ätherisches blaues Kamillenöl

 

    • 5 Tropfen ätherisches Immortellenöl

 

    • 5 Tropfen ätherisches Gewürznelkenöl

 

 

    • 30 ml Kokosöl (durch Erwärmen auf 30° C wird dieses flüssig)

 

  • 40 ml Johanniskrautöl (auch Rotöl genannt)

 

Zubereitung: Vermischen Sie Olivenöl, Kokosöl und Johanniskrautöl mit den ätherischen Ölen in einer kleinen Glasflasche und schütteln Sie diese Mischung, sodass sich alle Bestandteile gut verbinden.

 

Johanniskrautöl erhöht die Sonnenempfindlichkeit der Haut. Deswegen sollte man die Mischung nicht auf Stellen geben, die direkt der Sonne ausgesetzt sind.

Ätherische Öle bekämpfen chronische Entzündungen

Bei einer chronischen Entzündung kann man also sehr gut auf ätherische Öle zurückgreifen und so die Mit-Ursache vieler schwerer Krankheiten eliminieren. Ätherische Öle enthalten – wie erklärt – die Inhaltsstoffe der Pflanze hochkonzentriert. Nachdem auch mögliche schädliche Inhaltsstoffe der Pflanze im ätherischen Öl ebenfalls in hoher Konzentration vertreten sein könnten (z. B. Herbizide, Pestizide, usw.), sollten Sie nur ätherische Öle aus kontrolliert biologischem Anbau verwenden.

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Quellen:

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Gruß an die „Selbermacher“
TA KI