29 indianische Weisheiten über Leben und Tod


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Die Weisheit der Indianer ist unbegrenzt und ungeheuer kraftvoll, genug um das menschliche Bewusstsein zu verwandeln und uns zu helfen, ein friedliches, naturbezogenes und mitfühlendes Leben zu führen.

Unten sind 31 handverlesene indianische-Weisheiten über das Leben und den Tod.

1. “Was ist Leben? Es ist das Blinken eines Glühwürmchens in der Nacht. Es ist der Atem eines Büffels im Winter. Es ist der kleine Schatten, der über das Gras rennt und sich im Sonnenuntergang verliert. ” – Crowfoot

2. “Habe keine Angst zu weinen. Es wird deinen Geist von traurigen Gedanken befreien.” – Hopi

3. “Tag und Nacht können nicht zusammen wohnen.” – Duwamish

4. ‘’Es ist besser, weniger Donner im Mund zu haben und mehr Blitze in der Hand.” – Apache

5. “Diejenigen, die in den Herzen leben, die sie hinterlassen haben, sind nicht tot.” – Tuscarora

6.”Alle Pflanzen sind unsere Brüder und Schwestern. Sie sprechen zu uns und wenn wir zuhören, können wir sie hören.” – Arapaho

7. ‘Erzähle es mir und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich kann mich vielleicht nicht erinnern. Beteilige mich, und ich werde verstehen.” – Tribe Unknown

8. “Wenn wir unseren Respekt für andere Lebewesen zeigen, reagieren sie mit Respekt zu uns.” – Arapaho

9. “Wenn wir uns oft fragen, wird das Geschenk des Wissens kommen.” – Arapaho

10. “Die meisten von uns sehen nicht so schön aus zu anderen, wie wir zu uns selbst tun.” – Assiniboine

11. “Als du geboren wurdest, weintest du und die Welt freute sich. Lebe dein Leben so, dass wenn du stirbst, die Welt weint und du dich freust.” – Cherokee

12. “Diejenigen, die einen Fuss im Kanu haben, und einen Fuss im Boot, werden in den Fluss fallen.” – Tuscarora

13. “Die Schwäche des Feindes macht unsere Stärke.” – Cherokee

14. “Wenn der weisse Mann dieses Land entdeckte, wurde es von Indianern geführt. Keine Steuern, keine Schulden, Frauen machten die ganze Arbeit. Der weisse Mann dachte, er könnte an diesem System etwas verbessern.” – Cherokee

15. “Ein guter Soldat ist ein schlachter Pfadfinder.” – Cheyenne

16. “Wir werden immer bekannt sein für die Spuren, die wir hinterlassen.” – Dakota

17. “Beurteile deinen Nachbar nicht, bis du zwei Monde in seinen Mokassins gelaufen bist.” – Cheyenne

18. “Es ist nichts so beredt wie der Schwanz einer Klapperschlange.” – Navajo

19. “Zwinge, egal wie verborgen, zeugt Beständigkeit.” – Lakota

20. “Unser erster Lehrer ist unser eigenes Herz.” – Cheyenne

21. “Jeder der erfolgreich ist, muss von etwas geträumt haben.” – Maricopa

22. “Alle die gestorben sind, sind gleich.” – Comanche

23. “Was die Menschen glauben ist wahr.” – Anishinabe

24. “Du kannst keine Person aufwecken, die so tut, als würde sie schlafen.” – Navajo

25. “Hüte dich vor dem Mann, der nicht spricht, und dem Hund, der nicht bellt.” – Cheyenne

26. “Der, der grosse Dinge tun würde, sollte nicht versuchen, sie alleine zu tun.” – Seneca

27. “Wenn ein Mann so weise wie eine Schlage ist, kann er sich es leisten, so harmlos zu sein wie eine Taube
.” – Cheyenne

28. “Ein mutiger Mann stirbt, aber einmal, ein Feigling oft.” – Iowa

29. “Wenn ein Mensch sich von der Natur wegbewegt wird sein Herz hart.” – Lakota

Quelle:http://www.erhoehtesbewusstsein.de/29-nativ-amerikanische-zitate-uber-leben-und-tod/

Gruß an die letzten Indianer

TA KI

Kraft der Liebe


Der Friedenshäuptling der Dakota und viele Initiativen rufen zu weltweit koordinierten Friedensgebeten und -meditationen auf. Am 21. Juni sollen sich „alle Stämme der Erde“ spirituell verbinden

Von Ulrich Arndt

„Die Menschheit muß sich jetzt für das Spirituelle ihres Wesens entscheiden. Menschen aller Nationen der Erde müssen sich spirituell verbinden und für den Frieden einstehen; auch dann, wenn viele den Weg einer spirituellen Bewußtwerdung und Heilung nicht nachvollziehen können und sogar ablehnen. Wir haben immer noch eine Chance, einen Wandel zu bewirken.“ Mit dieser dringlichen Bitte und Mahnung trat Ende März Arvol Looking Horse, Häuptling der Lakota-, Dakota- und Nakota-Nation an die Öffentlichkeit.

Über ganz Amerika wurde ein riesiges Medizinrad installiert

Arvol Looking Horse
„Black Elk" „White Buffalo Galf Pipe"
Friedenssymbol: „White Buffalo Galf Pipe“ (ob.: eine Replik im Indianermuseum Zürich) symbolisiert die Verantwortung ihrer Hüter – zu ihnen gehörte der berühmte „Black Elk“ (li.), heute ist es Arvol Looking Horse (ganz ob.) – für die Erhaltung des Friedens

Der Hüter der bei den nordamerikanischen Stämmen hochverehrten Heiligen Friedenspfeife „White Buffalo Calf Pipe“ und damit traditionell auch „Hüter des Friedens“ beließ es aber nicht bei düsteren Vorahnungen und Mahnungen. Zugleich stellte er zwei konkrete „spirituelle Hilfsprojekte für Mutter Erde“ vor. Deren positive Energie soll helfen, die derzeitige Krisenzeit – in den indianischen Prophezeiungen als ein Kreuzungspunkt der Menschheit, bedeutungsvoller als jede andere Geschichtsepoche beschrieben – und insbesondere die Kämpfe, Vertreibungen und die unglaubliche Brutalität in Restjugoslawien zu überwinden: Am 21. Juni wird ein höchst ungewöhnliches, drei Jahre umfassendes Friedensprojekt beendet sein: die Erschaffung eines riesigen imaginären Medizinrades über ganz Nord- und Mittelamerika. 1996 hatten Vertreter der First Nation People, wie die Ureinwohner Nordamerikas sich nennen, am „Grey Horn Butte“ in Wyoming mit der Erschaffung dieses traditionellen kreisförmigen Symbols der elementaren Energien von Universum, Erde und Mensch begonnen. Nachdem das Medizinrad im Westen seinen Ausgang genommen hatte, fand 1997 eine große Zeremonie im Norden, in der „Joseph Big Head“-Reservation der Cree, und 1998 dann im Osten, bei den „Sacred Pipestone Quarries“, statt. In diesem Jahr soll das Medizinrad nun im Süden, in Costa Rica, vollendet werden. Zu dem großen Abschlußritual des überdimensionalen Medizinrades lädt er Vertreter aller Nationen, „alle Eingeborenen“ der Welt“ nach Costa Rica ein. Zahlreiche Stämme Nord- und Südamerikas haben ihre Teilnahme bereits zugesagt. „Wem die Reise nicht möglich ist, der sollte einen Heiligen Ort in seiner Heimat aufsuchen und sich mit uns verbinden“, bittet der „Hüter der Friedenspfeife“ eindringlich. Denn dieser Tag sei gemäß indianischem Sternenwissen dazu bestimmt, daß sich alle Stämme der Erde miteinander verbinden. „Wir haben nur diese eine Chance, uns spirituell zu vereinigen. Unsere Vision und die unserer Vorfahren ist, daß alle Völker aller Kulturen und Glaubensrichtungen zusammenkommen und für Frieden und globale Heilung beten. Nur durch diese spirituelle Verbindung aller Völker, so unsere Prophezeiungen, kann der Frieden bewahrt werden“, betont er. Aus diesem Grund ruft er dazu auf, den 21. Juni zum Weltgebets- und Meditationstag für den Frieden zu erklären.
Bereits zu Beginn des Krieges im Kosovo forderte der „Friedens-Häuptling“ die Menschen weltweit auf, täglich zum gleichen Zeitpunkt gemeinsam für den Frieden zu beten – in Deutschland um 11.00 Uhr.
Neueren Forschungsergebnissen nach (s. Kasten rechts) wäre es zumindest theoretisch denkbar, daß weltweite Meditationen, bei denen positive Energien ausgesendet werden, tatsächlich einen ordnenden und das natürliche Feld der Erde verstärkenden Einfluß ausüben können. Ob das allerdings tatsächlich zu einem friedfertigeren Verhalten von Menschen – vor allem in Kriegsgebieten wie Restjugoslawien – führen könnte, ist ebenso wenig geklärt wie die Frage, welche Anzahl von Menschen nötig wäre, um eine solche Entwicklung in Gang zu setzen.

AUS DER WISSENSCHAFT

WIE GLOBALE GEBETE TATSÄCHLICH WIRKEN KÖNNEN

Neue wissenschaftliche Forschungsergebnisse legen nahe, daß der Mensch durch global koordinierte Gebete und Meditationen tatsächlich weltweit Einfluß nehmen kann. Bei einer großen Anzahl von Teilnehmern könnten daher die Friedensgebete und Friedensmeditationen wirklich mehr sein als fromme Wünsche.
Psi-Forscher wie Roger Nelson, Pionier der Erforschung sogenannter „Feldbewußtseinseffekte“ und Kopf des PEAR-Forschungslabors, New Jersey/USA, stellten mit Hilfe elektronischer Zufallsgeneratoren fest, daß die auf dasselbe Ziel gerichtete Aufmerksamkeit vieler Menschen im Zufallsgenerator eine größere Ordnung erzeugt – selbst wenn die Geräte auf einem ganz anderen Kontinent stehen. Das konnte sowohl bei Oscar-Preisverleihungen und dem Endspiel der amerikanischen Football-Liga als auch bei der Beerdigung von Lady Diana und Mutter Theresa gezeigt werden. In gleicher Weise reagierten die Zufallsgeräte auch bei einer weltweiten Meditation am 23. Januar 1997 um 18.30 Uhr, die von der Gruppe „Gaia-Mind Project“ organisiert worden war (s. esotera 7/98, „Die neue Psi-Forschung„, Teil 5). Auch hierbei nahm die Ordnung zu. Je größer die innere Übereinstimmung der Menschen ist, die dieses Aufmerksamkeitsfeld erzeugen, um so ausgeprägter ist nach Nelsons Erkenntnissen auch die dadurch erzeugte ordnende Kraft.
Eine Vorstellung von der effektivsten inneren Einstellung für eine gezielte globale Friedensmeditation geben die Forschungen am amerikanischen „Institute of HeartMath“ („IHM“). Eigentlich untersuchen die Forscher um Rollin McCarty und Doc Lew Childre den Einfluß von Emotionen auf Herz und Hirn. Dabei fanden sie heraus, daß das Herz im Zustand der Liebe besonders „musikalisch harmonisch“ schlägt – sichtbar gemacht durch spezielle mathematische Bearbeitungen, sogenannte Fast-Fourier-Analysen, des normalen Elektrokardiogramms. Zudem entdeckten sie, daß dabei die elektromagnetischen Impulse bei etwa 8 Hz (Schwingungen pro Sekunde) liegen. Das entspricht erstaunlicherweise der Hauptresonanzfrequenz der Erde, der sogenannten Schumann-Welle, und zugleich den Alpha-Wellen des menschlichen Gehirns. Letztere herrschen in einem Zustand entspannter Wachheit und beginnender veränderter Bewußtseinszustände vor. Ein liebendes Herz, ein entspannter Geist und das elektromagnetische Schwingungssystem der Erde liegen also wortwörtlich „auf einer Wellenlänge“.
In Zusammenarbeit mit dem Psychophysiologen Daniel Winter gelang dem IHM noch eine weitere sensationelle Entdeckung: Strahlt ein Mensch „Liebe“ in Form dieses 8-Hz-Signals aus, wird auch die natürliche 8-Hz-Welle des Erdfeldes meßbar verstärkt. Das heißt, die heute überall vorhanden technischen Frequenzen aus Radio, Telefonfunkmasten und Elektrosmog, die das natürliche Feld der Erde überlagern, werden durch die „Liebes-Schwingung“ gewissermaßen neutralisiert. Noch in einem Umkreis von 12 Metern ist dieser ordnende und harmonisierende Einfluß eines einzelnen Menschen auf das Feld der Erde spürbar. Bisher wußte man nur, daß die Erdresonanzfrequenzen einen wichtigen Einfluß auf das menschliche Gehirn haben und wesentliche Steuerimpulse für das Hormonsystem liefern. Die Messungen am IHM legen nun nahe, daß auch ein umgekehrter Einfluß möglich sein könnte.

Dennoch hoffen neben Arvol Looking Horse auch andere Initiativen auf einen solchen Effekt des „gerichteten Gruppenbewußtseins“. Bekannt geworden sind die großen Gemeinschafts-Meditationen der von Jose Arguelles initiierten „Harmonischen Konvergenz“ und später das „Gaia-Mind Project“ und „The Great Experiment“. Zur Zeit setzt sich das Netzwerk für globale Meditationen „Gaia-NET“ für ein weiteres weltweites Projekt ein: die Initiative „Light-Shift 2000″. Dabei sollen sich die Teilnehmer täglich um 12.12 Uhr Ortszeit mit positiven Gefühlen aufladen und die Affirmation „Friede sei auf Erden“ in eine kurze Meditation oder ein Gebet einbeziehen. So soll die positive Energie quasi wie eine Welle die gesamte Erde umströmen und erfassen. Jeweils am Ersten jeden Monats um 12.12 Uhr Ortszeit wird diese Friedensmeditation auf 15 Minuten ausgedehnt und intensiviert.

Ein Weitfriedens-Gebetstag zur Jahrtausendwende

Ihren Höhepunkt finden diese Aktionen am 1. Januar 2000 und am 1. Januar 2001. Dann sollen sich -jeweils um 0.12 Uhr – Millionen Menschen in einer einstündigen Meditation spirituell verbinden und positive Energien und den Wunsch nach Frieden um die Welt schicken. Einzelne Staatschefs haben bereits ihre Unterstützung zugesagt, diese beiden Tage zu einem Weltfriedenstag zu erklären – so zum Beispiel der Bundespräsident der Schweiz Arnold Koller, der Präsident von Zypern Glafos Clerides, der Premierminister Grenadas Keith C. Mitthell und der Präsident von Guyana Samuel Hinds. Der Kabinettschef des Königsreichs Kambodscha Ly Thuch versicherte, daß „an diesem Tag alle Kambodschaner für die Sache des Friedens beten werden“. Auch der Dalai Lama sagte seine Unterstützung durch „Gebete und gute Wünsche“ zu.

Einer der über 100 000 FriedenspfähleEiner der über 100 000 Friedenspfähle, die bereits in mehr als 160 Ländern aufgestellt wurden

Begleitend zur Initiative „Light- Shift 2000″ organisiert die „World Peace Prayer Societa“ („Welt-Friedensgebets-Vereinigung“) zur Zeit das Aufstellen von FriedensPfählen mit der Affirmation „Friede sei auf Erden“ in mehreren Sprachen. Über 100 000 Friedens- Pfähle sollen bereits in mehr als 160 Ländern der Erde stehen. Neben der symbolischen Bedeutung würden die Obelisken auch eine Art „planetare Akupunktur“ darstellen, mit deren Hilfe die positiven Energien verstärkt werden sollen. In ähnlicher Weise plazieren auch indianische Initiativen weltweit spezielle Medizinbeutel an ausgewählten Plätzen. „Mutter Erde braucht unsere Hilfe“, betont Friedens-Häuptling Arvol Looking Horse und fährt fort: „Wir müssen erkennen, daß die Ignoranz der gegenwärtigen Lage unseres Planeten und speziell der Situation in Jugoslawien uns blind macht gegenüber unseren eigenen Stärken und Möglichkeiten, einen positiven Wandel auch für die kommenden Generationen zu ermöglichen. Es ist an der Zeit, daß wir uns endlich weltweit spirituell verbinden.“

FÜR DIE PRAXIS

GLOBALE FRIEDENSGEBETE UND MEDITATIONEN

  • Initiative von Häuptling Arvol Looking Horse:
    -täglich 10.00 Uhr GMT (Greenwich-Zeit) bzw. 11.00 MEZ für Deutschland, Österreich und die Schweiz
    -am Montag, den 21. Juni, Welt-Friedens-Gebets-Tag, an heiligen Plätzen der Erde zum gleichen Zeitpunkt
  • Initiative „LightShift 2000″:
    täglich 12.12 Uhr Ortszeit mit der Affirmation: „Friede sei auf Erden“
    -jeweils am Ersten jeden Monats um 12.12 Uhr Ortszeit oder synchron mit dem Westen der USA um 21.12 Uhr eine 15minütige Friedensmeditation -am 1. Januar 2000 und 2001 jeweils um 0.12 Uhr eine einstündige Meditation
  • Nähere Infos im Internet unter: www.gaianet-2012.de
    oder bei:
    Gaia-NET – Netzwerk für Globale Meditation, Tramstraße 105, CH-8707 Uetikon am See, Tel. 0041/1/7901689, Fax 0041/1/ 9204072. Hier können auch kostenlose deutschsprachige Flugblätter bestellt werden.

Bildquellen: ©Verlag Hermann Bauer

Quelle: http://www.horusmedia.de/1999-liebe/liebe.php

Gruß an die,  die wissen, daß sie mehr als Verstand und Körper sind..

TA KI

John Fire Lame Deer – ein wicasa wakan und die 10 indianischen Gebote


lame-deerICH BIN EIN MEDIZINMANN – ein wicasa wakan

Gesprochen hat die Worte John Fire Lame Deer , oder Tahca Ushte(*1890- 1974),  Vater von Archi Fire Lame Deer (* 1935 – † 2001) er , wie auch später sein Sohn, war Medizinmann der Dakotas, einem Unterstamm der Sioux Indianer

Medizinmann das ist ein Wort, das die Weißen erfunden haben.

Ich wünschte, es gäbe ein besseres Wort, um auszudrücken, was „Medizinmann“ für uns bedeutet, aber ich finde keines und du auch nicht, und so müssen wir uns wohl damit zufrieden geben. Ein wicasa wakan muss viel und oft mit sich allein sein. Er will weg von der Menge, weg von den kleinen, alltäglichen Dingen. Er liebt es zu meditieren, sich an einen Baum oder an einen Felsen zu lehnen und zu fühlen, wie sich die Erde unter ihm bewegt, und wie über ihm das Gewicht des weiten flammenden Himmels lastet. Auf diese Weise lernt er zu verstehen. Er schließt die Augen und beginnt klarer zu sehen. Was du mit geschlossenen Augen siehst, das zählt. Der wicasa wakan liebt die Stille, er hüllt sich in sie ein, wie in eine Decke – eine Stille, die nicht schweigt, die ihn mit ihrer donnergleichen Stimme vieles lehrt. Solch ein Mann liebt es, an einem Ort zu sein, wo er nur das Summen der Insekten hört. Er sitzt, das Gesicht gegen Westen, und bittet um Beistand. Er redet mit den Pflanzen, und sie antworten ihm. Er lauscht den Stimmen der wama kaskan – der Tiere. Er wird einer von ihnen. Von allen Lebewesen fließt etwas in ihn ein, und auch von ihm strömt etwas aus. Ich weiß nicht, was und wie, aber es ist so. Ich habe es erlebt. Ein Medizinmann muss der Erde angehören, muss die Natur lesen können wie ein weißer Mann ein Buch.

ALLES, WAS IHR ESST,

wird in eine Plastikhülle gepackt, ist sauber zerteilt und vorbereitet für die Pfanne, hat keinen Geschmack und erweckt in euch keine Schuldgefühle. Wenn ihr eure Pelz- oder Ledermäntel tragt, wollt ihr nicht daran erinnert werden, wie viel Blut und Schmerz sie gekostet haben. Wenn wir einen Büffel töteten, dann wussten wir, was wir taten. Wir baten seinen Geist um Vergebung und sagten ihm, warum wir es tun mussten. Wir ehrten mit einem Gebet die Gebeine derer, die uns ihr Fleisch als Nahrung gaben, wir beteten, dass sie wiederkommen sollten, wir beteten für das Leben unserer Brüder, des Büffelvolkes, genauso wie für unser eigenes Volk. Für uns ist alles Leben heilig. Der Staat Dakota hat eigene Beamte für die Schädlingsbekämpfung. Sie setzen sich in ein Flugzeug und erschießen die Kojoten von der Luft aus. Sie führen Buch darüber, jeder tote Kojote wird in ihr Notizheft eingetragen. Die Vieh- und Schafzüchter bezahlen sie dafür. Kojoten ernähren sich von Nagetieren, von Feldmäusen und anderem kleinem Getier. Gelegentlich fressen sie ein Schaf, das sich verlaufen hat. Sie sind die natürlichen Abfallverwerter, sie säubern das Land von allem, was faulig ist und stinkt. Wer sich die Mühe macht und sie zähmt, für den sind sie gute Spielgefährten. Doch wenn sie am Leben bleiben, haben einige Leute Angst, ein paar Cent zu verlieren – und deshalb tötet man sie vom Flugzeug aus. Die Kojoten waren in diesem Land, bevor die Schafe hierher kamen, aber sie sind euch im Weg, denn ihr könnt aus ihnen keinen Profit schlagen. Mehr und mehr Tiere sterben aus. Die Tiere, die der Große Geist in dieses Land gesetzt hat, müssen fort. Nur die Haustiere, nur die vom Menschen gezüchteten Tiere dürfen leben – zumindest so lange, bis man sie in den Schlachthof treibt. Dieser entsetzliche Hochmut des weißen Menschen, der sich anmaßt, mehr als Gott zu sein, mehr als die Natur! Der Weiße sagt: „Ich lasse dieses Tier leben, denn es bringt mir Geld“; und er sagt: „Jenes Tier muss sterben, ich kann an ihm nichts verdienen, den Platz, den es braucht, kann ich besser verwenden. Nur ein toter Kojote ist ein guter Kojote“. Die Weißen behandeln die Kojoten fast so schlimm wie sie einst uns Indianer behandelt haben.

ICH HABE DEN EINDRUCK,

die weißen Menschen fürchten sich so sehr vor der Welt, die sie selbst geschaffen haben, dass sie diese nicht mehr sehen, fühlen, riechen oder hören wollen. Regen und Schnee auf dem Gesicht zu spüren, von einem eisigen Wind wie erstarrt zu sein, und an einem rauchenden Feuer wieder aufzutauen, aus einer heißen Schwitzhütte zu kommen, und in einen kalten Fluss zu tauchen – diese Erfahrungen zeigen dir, dass du lebst. Aber ihr wollt das gar nicht mehr empfinden. Ihr wohnt in Kästen, die Sommerhitze und Winterkälte aussperren, ihr lebt in einem Körper, der seinen Geruch verloren hat, ihr hört den Lärm aus der Hi-Fi-Anlage anstatt den Klängen der Natur zu lauschen, ihr seht den Schauspielern im Fernsehen zu, die euch Erlebnisse vorgaukeln, euch, die ihr längst verlernt habt, irgendetwas selbst zu erleben. Ihr esst Speisen, die nach nichts schmecken. Das ist euer Weg. Er ist nicht gut.

BEVOR UNSERE WEISSEN BRÜDER KAMEN,

um zivilisierte Menschen aus uns zu machen, hatten wir keine Gefängnisse. Aus diesem Grund hatten wir auch keine Verbrecher. Ohne ein Gefängnis kann es keine Verbrecher geben. Wir hatten weder Schlösser noch Schlüssel und deshalb gab es bei uns keine Diebe. Wenn jemand so arm war, dass er kein Pferd besaß, kein Zelt oder keine Decke, so bekam er all dies geschenkt. Wir waren viel zu unzivilisiert, um großen Wert auf persönlichen Besitz zu legen. Wir strebten Besitz nur an, um ihn weitergeben zu können. Wir kannten kein Geld und daher wurde der Wert eines Menschen nicht nach seinem Reichtum bemessen. Wir hatten keine schriftlich niedergelegten Gesetze, keine Rechtsanwälte und Politiker, daher konnten wir einander nicht betrügen. Es stand wirklich schlecht um uns, bevor die Weißen kamen, und ich kann es mir nicht erklären, wie wir ohne die grundlegenden Dinge auskommen konnten, die – wie man uns sagt – für eine zivilisierte Gesellschaft so notwendig sind.

AUCH DER MENSCH BESTEHT AUS VIELERLEI.

Woraus immer die Luft ist, die Erde, die Kräuter, die Steine, all das ist auch Teil unserer Körper. Wir müssen wieder lernen, wir selber zu sein und die Vielfalt in uns zu fühlen und zu entdecken. Wakan Tanka, das Große Geheimnis, lehrt Tiere und Pflanzen, was sie tun sollen. In der Natur gleicht nichts dem anderen. Wie verschiedenartig sind die Vögel! Einige bauen Nester, andere nicht. Manche Tiere leben in Erdlöchern, andere in Höhlen, andere in Büschen. Wieder andere kommen überhaupt ohne Behausung aus. Sogar Tiere derselben Art – zwei Hirsche, zwei Eulen – verhalten sich unterschiedlich. Ich habe viele Pflanzen aufmerksam betrachtet. Von den Blättern einer Pflanze, die alle auf demselben Stängel wachsen, ist keines ganz wie das andere. Auf der ganzen Erde gibt es keine zwei Blätter, die einander völlig gleichen. Der Große Geist hat es so gewollt. Für alle Geschöpfe auf der Erde hat er den Lebenspfad bloß im Großen vorgezeichnet; er zeigt ihnen die Richtung und das Ziel, lässt sie aber ihren eigenen Weg dorthin finden. Er will, dass sie selbständig handeln, ihrem Wesen gemäß und ihren inneren
Kräften gehorchend. Wenn nun Wakan Tanka will, dass Pflanzen, Tiere, sogar die kleinen Mäuse und Käfer, auf diese Weise leben – um wie viel mehr werden ihm Menschen, die alle dasselbe tun, ein Gräuel sein: Menschen, die zur selben Zeit aufstehen, die gleichen im Kaufhaus erstandenen Kleider anziehen und dieselbe U-Bahn benützen, die im selben Büro sitzen, die gleiche Arbeit verrichten, auf ein und dieselbe Uhr starren und – was am schlimmsten ist – deren Gedanken einander zum Verwechseln ähnlich sind. Alle Geschöpfe leben auf ein Ziel hin. Selbst eine Ameise kennt dieses Ziel – nicht mit dem Verstand, aber irgendwie kennt sie es. Nur die Menschen sind so weit gekommen, dass sie nicht mehr wissen, warum sie leben. Sie benützen ihren Verstand nicht mehr und sie haben längst vergessen, welche geheime Botschaft ihr Körper hat, was ihnen ihre Sinne und ihre Träume sagen. Sie gebrauchen das Wissen nicht, das der Große Geist jedem von uns geschenkt hat, sie sind sich dessen nicht einmal mehr bewusst, und so stolpern sie blindlings auf der Straße dahin, die nach Nirgendwo führt – auf einer gut gepflasterten Autobahn, die sie
selber ausbauen, schnurgerade und eben, damit sie umso schneller zu dem großen leeren Loch kommen, das sie am Ende erwartet, um sie zu verschlingen.“
Quelle: http://www.platinnetz.de/artikel/ich-bin-ein-medizinmann-ein-wicasa-wakan-4619
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Die 10 indianischen Gebote

  • Behandel die Erde und alles was drauf lebt mit Respekt
  • Bleiben in der Nähe des Großen Geistes.
  • Zeige großen Respekt für deine Mitmenschen.
  • Gemeinsam für das Wohl der ganzen Menschheit.
  • Hilfestellung und Güte (Freundlichkeit) geben, wo nötig.
  • Tu, was du für dich richtig hälst.
  • Kümmern dich um das Wohlbefinden von Körper und Geist.
  • Widmen einen Teil deiner Bemühungen zum Wohle aller.
  • Sei zu allen Zeiten ehrlich und aufrichtig.
  • Übernehmen die volle Verantwortung für dein Handeln.

 

Gruß an die Aufmerksamen

TA KI