Schwächster Börsenstart seit 1988- Dax sackt um 400 Punkte ab


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Der Auftakt ins neue Jahr droht am deutschen Aktienmarkt deutlich nach hinten loszugehen. Statt steigender Kurse geben die Notierungen auf breiter Front nach. Der Grund des Übels: China.

Die ersten fünf Handelstage geben statistisch gesehen die Richtung für das Gesamtjahr am Aktienmarkt vor. Nach dieser Börsenregel können sich die Anleger hierzulande bereits am ersten Handelstag des Jahres warm anziehen – der Dax sackt in der Spitze um 3,8 Prozent ab. Das ist der schwächste Börsenstart seit 1988. Er reißt zudem eine wichtige charttechnische Marke. Der Grund für den Kursrutsch liegt in China.

Der Dax, mit einem Stand von 10.743 Punkten aus dem Jahr gegangen, fällt bis auf ein Tagestief von 10.330 Punkten, und pendelt sich dann um die Marke von 10.390 Zähler an. Das ist ein Abschlag von rund 350 Stellen oder 3,2 Prozent. Am 30. Dezember, dem letzten Handelstag 2015, hatte er 1,1 Prozent oder fast 120 Stellen niedriger geschlossen. Der MDax präsentiert sich ebenfalls mit deutlichen Abschlägen und sackt 2,5 Prozent auf 20.253 Punkte ab. Der TecDax büßt 2,4 Prozent auf 1786 Stellen ein.

Charttechnisch ist der Dax damit wieder angeschlagen. Die Unterstützung bei 10.500 Punkten ist dahin. Kurse um 10.100 liegen im Bereich des Möglichen und auch ein Fall unter die 10.000er Marke ist nicht mehr ausgeschlossen. Für den Leitindex gilt es nun, die 10.500er Marke möglichst noch im weiteren Tagesverlauf zurückzuerobern.

Asien: Chinas stoppt Aktienhandel

In China ist der Leitindex Shanghai Composite um fast 7 Prozent eingebrochen. Der Handel wurde deswegen – den erst vor kurzem eingeführten neuen Regeln entsprechend – für den Handelstag vorzeitig beendet, um weitere Verluste zu vermeiden. Ausschlaggebend für den Kursrutsch sind erneut Sorgen, dass das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt einen erheblichen Dämpfer versetzt bekommt: Der Caixin-Einkaufsmanagerindex ist im Dezember zum zehnten Mal in Folge gesunken und liegt unter der Expansionschwelle von 50. Zudem fiel er schlechter aus als von Experten vorhergesagt.

„Damit zerschlägt sich nicht nur die Hoffnung auf eine Erholung, sondern die Sorge vor einer Beschleunigung der Abschwächung kommt auf“, schätzt ein Händler ein. Das Thema könne die Märkte noch lange beschäftigen.

Eine Rolle spielte ferner der bevorstehende Ablauf eines Aktien-Verkaufsverbots für Großaktionäre, das im Zuge von Chinas Börsencrashs im Sommer eingeführt wurde. Viele Anleger trennten sich von ihren Papieren, weil sie davon ausgingen, dass die Großinvestoren dies nach Fristende ebenfalls tun.

Auch an anderen asiatischen Börsen ging es steil bergab: Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans verlor 2,5 Prozent. Der japanische Nikkei-Index brach um 3,1 Prozent auf 18 451Zähler ein. Damit sackte er auf den tiefsten Stand seit fast zehn Wochen. Der breiter gefasste Topix büßte 2,4 Prozent auf 1510 Punkte ein. „Sichere Häfen sind gefragt“, sagt n-tv-Börsenexpertin Sabrina Marggraf. Euro, Yen und Gold zählten dazu.

Bange Blicke Richtung Wall Street

In den USA hatte bereits am Donnerstag der Chicago-Einkaufsmanagerindex stark enttäuscht. Mit Bangen blicken Marktteilnehmer daher nun auf den ISM-Index für die US-Industrie. Er wird am Nachmittag veröffentlicht. Kaum stützend auf das Sentiment wirken die gemischt ausgefallenen Einkaufsmanager-Daten aus Europa. Insgesamt fiel der Index für die Eurozone mit 53,2 einen Tick besser aus als erwartet.

 

Dax: Alle 30 Werte im Minus

Am Vormittag notieren alle 30 Dax-Werte mit Abschlägen. Am deutlichsten geht es dabei für RWE nach unten. Die Titel verlieren rund 6 Prozent. Auch Eon büßen mit mehr als 4 Prozent überdurchschnittlich ein. Am letzten Handelstag 2015 waren die beiden Papuere noch die einzigen Gewinner im Leitindex. Auf Jahressicht wiesen sie jedoch die stärksten Verluste auf. Die geringsten Abgaben weisen  Lufthansa auf. Hier geht es knapp 1 Prozent abwärts.

Interviews der Vorstände von Adidas und Continental zum Jahreswechsel verpuffen angesichts des starken Abgabedrucks nahezu wirkungslos am Markt. „Unsere Orderbücher für das erste Halbjahr 2016 sind voll. Als Konzern planen wir wieder ein deutliches Plus bei Umsatz und Gewinn“, sagt Adidas-Chef Herbert Hainer der „Süddeutschen Zeitung“. Adidas waren mit mehr als 60 Prozent Kursgewinn der Dax-Topwert 2015, nun geht es 2,5 Prozent abwärts.

Continental-Chef Elmar Degenhart erklärte der „Börsen-Zeitung“, sollte VW wegen des Skandals Diesel-Marktanteile in Europa verlieren, so würde dies auch Umsatzeinbußen bei Continental zur Folge haben. Continental geben 3,5 Prozent ab.

Auch die anderen Autowerte im Dax sacken ab: Daimler verlieren rund 3,5 Prozent, VW ebenso. BMW sacken sogar etwa 4 Prozent ab.  Auf den zweiten Blick besser machen es – außerhalb des Dax – die Fiat-Chrysler-Titel: Der Kurs bricht zwar optisch um fast ein Drittel ein. Am Sonntag wurde aber die Abspaltung der Tochter Ferrari vollzogen, weshalb Fiat-Aktien nun ohne den Wert der Beteiligung gehandelt werden. Bereinigt notieren Fiat 0,4 Prozent höher. Aktionäre von Fiat Chrysler haben für 10 Stammaktien eine neue Stammaktie von Ferrari erhalten. Die Ferrari-Aktie startet mit 43 Euro, steigt im Hoch auf 43,24 Euro und pendelt dann um 42,50 Euro.

Devisen: Euro und Yen im Aufwind

Der Euro legt am Vormittag zu. Mit 1,0926 Dollar liegt er rund ein halbes Prozent über dem Stand vom Donnerstag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zum Ende des vergangenen Jahres auf 1,0887 Dollar festgesetzt. Stützend wirkt Händlern zufolge unter anderem, dass Goldman Sachs mit seiner Kursprognose zurückgerudert ist. Noch vor wenigen Wochen hatte die US-Großbank einen Absturz des Euro bis auf 80 US-Cent vorausgesagt, nun erwartet Europa-Chefvolkswirt Huw Pill im Jahresverlauf 2016 nur noch die Parität zum Dollar.

Gesucht ist auch der Yen. Angesichts der Lage im Nahen Osten profitiert er von seinem Ruf als sicherer Hafen und legt auf 119,28 je Dollar zu. Auch zum Euro zieht er an. Im Fokus steht aber auch der chinesische Yuan. Die Zentralbank in Peking hat den Referenzkurs über der Marke von 6,50 Dollar festgesetzt. Damit ist der Yuan so schwach wie zuletzt im Mai 2011.

Rohstoffe: Ölpreis dreht nach unten

Der Anstieg des Ölpreises von mehr als 2 Prozent wegen der politischen und diplomatischen Krise zwischen dem Iran und Saudi Arabien hält nur kurz an. Bereits am Montagvormittag notiert die Nordseesorte Brent wieder im Minus: 0,5 Prozent bei 37,42 Dollar. WTI präsentiert sich noch nahezu unverändert bei 37,11 Dollar. Beide Ölsorten können die 37-Dollar-Marke damit vorerst halten. . Insgesamt liegen die Ölpreise weiter auf einem sehr niedrigen Niveau. Im Laufe des vergangenen Jahres waren sie für beide Ölsorten um etwa ein Drittel abgesackt.

Die fundamentalen Aussichten für das Öl seien weiter negativ, heißt es mit Blick unter anderem auf die neuerlich eher enttäuschenden Konjunkturdaten aus China. Der Sektor leidet unter Überkapazitäten und nur schwachen Wachstumsaussichten. Eine Eintrübung der ohnehin nur geringen Erwartungen an das globale Wachstum könnte einen erneuten Schub nach unten auslösen.

Saudi-Arabien hatte am Sonntag nach einem Angriff auf die saudische Botschaft im Teheran angekündigt, seine diplomatischen Beziehungen zum Iran abzubrechen. Hintergrund des Angriffs auf die Botschaft waren Proteste gegen die Hinrichtung eines schiitischen Geistlichen in Saudi-Arabien gewesen. Das hatte den Ölpreis zunächst klettern lassen.

Gold gefragt, Industriemetalle nicht

Während der Goldpreis leicht steigt, setzen die China-Probleme dem Kupferpreis deutlich zu, denn das Reich der Mitte ist der globale Top-Rohstoff-Konsument. Das Industriemetall verbilligt sich in der Spitze um 1,5 Prozent auf 4635 Dollar je Tonne. Anleger fürchten seit Monaten, dass auf die – nach den USA – zweitgrößte Volkswirtschaft eine deutliche Wachstumsschwäche zukommt.

Solange die Anleger wegen der Sorgen um China vorsichtig blieben, dürfte der Druck auf die Metallpreise anhalten, sagt Dominic Schnider von UBS Wealth Management. Er sieht den Kupferpreis in drei Monaten nur noch bei 4200 Dollar je Tonne. Im vergangenen Jahr ist der Preis um gut 25 Prozent eingebrochen.

Quelle:http://www.n-tv.de/wirtschaft/marktberichte/Dax-sackt-um-400-Punkte-ab-article16683391.html

Gruß an die weniger Überraschten

TA KI

Ölpreisabsturz löst weltweit Verunsicherung aus


Die Talfahrt des Ölpreises setzt sich erbarmungslos fort. Inzwischen kostet das Fass der Sorte WTI weniger als 50 Dollar. Grund ist die zunehmende Sorge vor einer globalen Wachstumspause.

Die Talfahrt der Ölpreise nimmt kein Ende: Angesichts eines weltweiten Überangebots bei gleichzeitig schwächelnder Nachfrage liegt der Preis für die US-Ölsorte WTI inzwischen unter der Marke von 50 Dollar je Fass. Das Nordseeöl Brent notierte am Dienstag mit 51,60 Dollar nur knapp darüber. So billig war der Rohstoff zuletzt im Jahr 2009.

Viele Investoren sähen den Ölpreisverfall als Krisenindikator für die angeschlagene Weltwirtschaft, sagt NordLB-Analyst Tobias Basse. Entsprechend nach unten ging es für die Aktienmärkte: Der Dax verlor in der Spitze ein Prozent auf 9382 Zähler, seit Jahresbeginn summiert sich das Minus bereits auf 3,4 Prozent.

Für Bauchschmerzen sorgt derzeit vor allem die Konjunktur in der Euro-Zone und in China. Die Länder der Währungsunion arbeiten sich nur mühsam aus der Krise – laut dem Markit-Institut habe die Wirtschaft im Schlussquartal wohl höchstens um „magere 0,1 Prozent“ zugelegt.

Alle warten auf ein Signal der Opec

In der Volksrepublik fallen die jüngsten Schätzungen ebenfalls enttäuschend aus – zumindest für chinesische Verhältnisse: Das Wirtschaftswachstum dürfte sich nach Angaben eines staatlichen Forschungsinstituts im kommenden Jahr auf sieben Prozent verlangsamen. Für 2014 wird ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 7,3 Prozent erwartet.

An den Ölmärkten ist die Angst vor einem deutlichen Nachfrageeinbruch des Topkonsumenten Chinas seit Monaten spürbar. Seit Sommer 2014 sind die Ölpreise um rund die Hälfte eingebrochen. Brent und WTI notieren mit 51,60 Dollar und 48,67 Dollar je Fass auf dem niedrigsten Stand seit Frühjahr 2009. Viele Händler warten nun auf ein Zeichen des Ölkartells Opec, die Fördermenge langfristig zu senken, um den rasanten Preisverfall zu stoppen. Bei einem Treffen Ende November hatte sich die Opec noch dagegen entschieden.

Unter den Einzelwerten stachen an den europäischen Aktienmärkten vor allem die Energiewerte ins Auge: Der entsprechende Branchenindex fiel zeitweise 1,8 Prozent auf ein Drei-Wochen-Tief von 265,97 Punkten. Royal Dutch Shell oder BP gaben 2,2 und 1,4 Prozent nach.

Kurseinbruch in Moskau

Bergab ging es auch für den russischen Aktienmarkt: Der Leitindex notierte in der Spitze 4,6 Prozent im Minus. Auch die russische Landeswährung, die im vergangenen Jahr bereits 70 Prozent zum Dollar eingebüßt hatte, verlor weiter an Wert: Der Greenback stieg um bis zu 5,8 Prozent auf 63,90 Rubel.

Anleger fürchten einen deutlichen Einbruch der russischen Konjunktur – wegen der wegbrechenden Einnahmen aus Rohstoffexporten und der westlichen Wirtschaftssanktionen schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt im November im Vergleich zum Vorjahresmonat bereits um 0,5 Prozent. Das war der erste Rückgang seit Oktober 2009.

Auch der Notenbank sind inzwischen die Hände gebunden. Selbst die radikalen Leitzinserhöhungen der vergangenen Monate auf inzwischen 17 Prozent sind verpufft.

Quelle: http://www.welt.de/finanzen/boerse/article136069401/Oelpreisabsturz-loest-weltweit-Verunsicherung-aus.html

Gruß an die Planer dieser Szenarien

TA KI

Dax rutscht wieder ins Minus


Von wegen ErholungskursDax rutscht wieder ins Minus

Die Stimmung an der Börse ist angeknackst, die Verunsicherung groß: Der „Grexit“ ist Thema Nummer eins und drückt Anlegern ebenso aufs Gemüt wie die anhaltende Talfahrt der Ölpreise. Der Dax setzt seine Talfahrt am Dienstag fort.

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Weiter nach unten geht es am Dienstag mit dem Handel am deutschen Aktienmarkt – bereits am Montag hatte der deutsche Leitindex rund drei Prozent verloren. Die Verunsicherung der Anleger hält weiter an, der Dax dreht nach stabilem Auftakt am Morgen in die Verlustzone und verliert aktuell 0,8 Prozent auf 9400 Punkten. Der Index der Nebenwerte MDax büßt leicht um 0,4 Prozent ein auf 16.643 Zähler, der TecDax verliert 0,6 Prozent auf 1364 Punkte.

Die Nachrichtenlage rund um Griechenland – etwa die Debatte um den „Grexit“, also den möglichen Austritt Griechenlands aus dem Euro – wie der erneute Preisverfall beim Ölpreis sorgen weiter für schlechte Stimmung: Die US-Ölsorte WTI wurde mit 49,45 Dollar je Fass 1,2 Prozent billiger gehandelt. Hinzu kommt der Einbruch des New Yorker Dow Jones am Vorabend sowie schwache Werte von den japanischen Börsen.

Viele Euro-Börsen geschlossen

Des Weiteren stehen heute einige Konjunkturdaten im Fokus, darunter die Ergebnisse der Umfragen des Markitinstituts vom Dezember für die Eurozone. Darüber hinaus steht in den USA die November-Statistik zu den Auftragseingängen der Industrie auf der Agenda und der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im Dezember.

Für etwas Unterstützung könnten gute Wirtschaftsdaten aus China sorgen: Der dortige Dienstleistungssektor hat sich zum Jahresende robust gezeigt, der von HSBC ermittelte Einkaufsmanagerindex stieg im Dezember auf 53,4.

Der Feiertag „Heilige Drei Könige“ dürfte dazu führen, dass das Handelsvolumen dünner als üblich ausfällt. Das spricht dafür, dass die Volatilität, die zum Wochenstart bereits kräftig in die Höhe sprang, weiter hoch bleibt. Am Optionsmarkt wird für Dienstag eine Schwankung des Dax von 300 Punkten zwischen 9300 und 9600 Punkten bereits eingepreist. In Europa bleiben die Börsen in Österreich, Griechenland, Finnland und Schweden geschlossen. An den Börsen in Mailand und Madrid wird trotz des Feiertages gehandelt.

Anleger zieht es zu defensiven Werten

Bei den Einzelwerten ist die Zahl der Gewinner überschaubar: An der Spitze des Dax stehen Fresenius SE mit einem Plus von 0,2 Prozent, dahinter Deutsche Post mit einem Mini-Gewinn von 0,1 Prozent. BMW notieren nahezu unverändert, aber leicht im Plus.

Auf der Verliererseite steht der große Rest: Ganz hinten die Titel von SAP, die um 2,0 Prozent nachgeben. Auch Lanxess büßen erneut ein und verlieren 1,6 Prozent, nachdem Goldman Sachs laut Händlern den Titel auf „Neutral“ von „Kaufen“ abgestuft hat.

Im MDax setzen sich am Vormittag Aurubis an die Spitze mit einem Plus von 1,6 Prozent. Nach einer Herunterstufung rutschen Kuka ans Ende des MDax. Die Aktien verlieren in der Spitze 2,4 Prozent auf 57,72 Euro. Equinet-Analyst Holger Schmidt setzt die Titel auf „Reduce“ von „Accumulate“ und begründete diesen Schritt mit der zuletzt starken Entwicklung der Aktien. Kuka hatten im vergangenen Jahr 74 Prozent zugelegt, sie waren damit Spitzenreiter im MDax.

Quelle: http://www.n-tv.de/wirtschaft/marktberichte/Dax-rutscht-wieder-ins-Minus-article14261771.html

Gruß an die „Schönschreiber“

TA KI

Dax stürzt unter die 8400


Vielen Akteuren steckt der Schreck vom "schwarzen Mittwoch" noch in den Gliedern.

Dax stürzt unter die 8400

Aufholjagd an der Börse? Von wegen – der Dax schaltet erneut in den Sturzflug-Modus und ist in der Verlustzone angekommen. Das Resultat sind neue Rekord-Tiefstände für dieses Jahr. Zu groß sind offenbar die Sorgen der Anleger um die konjunkturelle Entwicklung.

Die Angst vor einer weltweiten Konjunktureintrübung hat die europäischen Aktienmärkte fest im Griff und lässt auch nach dem Ausverkauf am Mittwoch keine wirkliche Erholung zu. Im Gegenteil: Nach einem kurzen Aufbäumen am Morgen steht der Dax gegen Mittag wieder tief im Minus, durchbricht nach der 8500- sogar die 8400-Punkte-Marke und markiert ein neues Jahrestief bei 8355 Zählern. Aktuell steht er mit einem Minus von 1,8 Prozent bei 8420 Punkten.

Vielen Akteuren steckt der Schreck vom Vortag noch in den Gliedern, als die Verkäufe an den internationalen Aktienmärkte teilweise panikartige Züge annahmen. „Die Investoren fahren ihre Risiken zurück“, sagt Conall Mac Coille von Davy Research mit Blick auch auf die weiter schwächelnden Ölpreise. „Es ist vielleicht noch zu früh zu behaupten, die US-Wirtschaft schwäche sich auch ab, aber die gestrigen Daten waren alles andere als ermutigend“, merkt Jonathan Sudaria von Capital Spreads an.

Der MDax fällt um 1,9 Prozent auf 14.478 Punkte, der TecDax notiert mit minus 2,2 Prozent bei 1096 Zählern.

Mini-Inflation verursacht Angst vor neuer Krise

Für die Abgaben am Markt sorgen vor allem Inflationsdaten aus Europa. Die finalen Daten aus der Eurozone bestätigen mit 0,3 Prozent zwar die erste Schätzung für September. Einige Marktteilnehmer blicken aber auch auf die Daten für die gesamte EU. Hier betrug die Teuerung 0,4 Prozent nach noch 0,5 Prozent im August. Beide Inflationsdaten notieren damit auf dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Acht der 28 Mitgliedsländer verzeichneten dabei weiter fallende Preistendenzen.

„Das Thema einer drohenden Deflation in Europa wird damit von ausländischen Anlegern weiter gespielt werden“, befürchtet ein Händler. Die Verkaufswelle an Europas Aktienmärkten könne damit weitergehen. „Mit Ebola und globaler Konjunkturabschwächung gab es bereits genügend belastende Themen“, sagt ein Händler: „Niemand will da wieder etwas von Griechenland, Italien und einer Rückkehr der europäischen Finanzkrise hören“.

Das am Vorabend veröffentlichte „Beige Book“ der US-Notenbank hatte zwar einen leicht positiven Tenor gehabt und im späten US-Handel für Aktienkäufe gesorgt. Dies kann an den europäischen Börsen erneute Kursverluste jedoch nicht verhindern. Noch heftiger erwischt es nämlich die Börsen in der Euro-Peripherie. In Paris, Mailand und Lissabon ging es in der Spitze um deutlich über 4 Prozent nach unten.

Nur Verlierer am Mittag

Die Zahl der Verlierer unter den Dax-Werten steigt bereits am Vormittag zusehends: Die rote Laterne haben am Mittag Aktien der Deutschen Bank, die um 4,8 Prozent abgeben. RWE büßen 4,2 Prozent ein und stehen damit auf dem vorletzten Platz – Die britische Regierung blockiert einer Zeitung zufolge den milliardenschweren Verkauf der Tochter Dea an eine Investorengruppe um den russischen Oligarchen Michail Fridman. Auch Eon und Commerzbank leiden unter satten Verlusten von jeweils 3,3 Prozent.

Die Liste der Gewinner? Es gibt keine. Gegen Mittag macht keine Aktie ein Plus – die der Deutschen Börse steht mit einem Minus von 0,4 Prozent noch ganz oben im Dax. Continental sind mit minus 0,9 Prozent auf Platz drei, dazwischen Volkswagen mit 0,5 Prozent weniger.

Druck auf Jenoptik erwarten Händler angesichts der Umsatzwarnung. „Das ist zwar nur eine kleine Gewinnwarnung, in diesem Marktumfeld will so etwas aber keiner hören“, sagt ein Händler. Der Umsatz soll nur noch auf Vorjahresniveau liegen anstatt um 5 Prozent zu wachsen. „Wirklich belastend daran ist aber die Begründung“, sagt ein anderer Händler. Jenoptik habe auf eine Nachfrageabschwächung aus Maschinenbau-, Halbleiterausrüstungs- und Autoindustrie hingewiesen. „Das wäre ein sehr schlechter Indikator für den Gesamtmarkt“. Am Mittag notiert die TecDax-Aktie 3,1 Prozent schwächer.

Quelle: http://www.n-tv.de/wirtschaft/marktberichte/Dax-stuerzt-unter-die-8400-article13789831.html

Gruß an die, die es kommen sehen

TA KI

Crash-Warnung: EZB fordert Banken und Investoren auf, sich zu schützen


Wenige Tage nach der EU-Wahl meldet sich Mario Draghi mit einer spektakulären Crash-Warnung. In der Sprache der Zentralbanker heißt das, es bestehe die „Möglichkeit eines scharfen und ungeordneten Abbaus der jüngsten Kapitalflüsse“. Die EZB, die ja durch den Stresstest Einblick in die Bücher der Banken hat, ahnt offenbar Schlimmes – und rät Banken und Investoren dringend, Vorsorge zu treffen.

Drachen Mario

(…)

Die Warnung kommt von der Europäischen Zentralbank (EZB).

Und sie hat es in sich.

Die EZB warnt angesichts der Rekordjagd an den Börsen vor einem Kurseinbruch an den Börsen. Wegen der Suche der Investoren nach Rendite stiegen die Risiken für die Finanzstabilität. Dies könnte die „Möglichkeit eines scharfen und ungeordneten Abbaus der jüngsten Kapitalflüsse“ auslösen, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Finanzstabilitätsbericht der Notenbank.

Von einem „scharfen und ungeordneten Abbaus der jüngsten Kapitalflüsse“ hat seit langem keine Zentralbank mehr gesprochen.

Und ausgerechnet der Landsmann von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der portugiesische Notenbank-Chef, macht die Öffentlichkeit darauf aufmerksam, dass es sich hier offenbar nicht um ein theoretisches Gedankenspiel, sondern um eine reale Gefahr handelt.

EZB-Vizepräsident Vitor Constancio sagte der Nachrichtenagentur Reuters: „Ich habe keine Empfehlung für die Investoren, aber sie sollten sich dieser Risiken bewusst sein und versuchen, sich zu schützen.“ Die Krise in der Ukraine zum Beispiel könnte die gute Stimmung kippen. „Die Banken sollten darauf vorbereitet sein“, warnte Constancio.

Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, dass die Zentralbanken vor dem Crash warnen: Sie haben durch die globale Politik des Geldes die Vermögensblasen angefacht, insbesondere jene an den Börsen. Noch am Mittwoch fieberten die Ahnungslosen Börsianer dem Durchbrechen der 10.000er Marke des DAX entgegen. Der Deutschlandfunk konnte in seiner mittäglichen Wirtschaftssendung kaum an sich halten und meinte, dass das Durchbrechen der „historischen“ Marke auch zu einer großen Schlagzeile bei der „Zeitung mit den vier Buchstaben“ führen werde, was die Privatanleger animieren sollte, einzusteigen. Ein Analyst goß noch Öl ins Feuer uns sagte, das Kursziel sein 10.500 und die werde der DAX noch in diesem Jahr erreichen.

Doch die EZB muss es besser wissen – schließlich hat sie das Geld in den Markt gepumpt und weiß im Zuge des Stresstests, wie es bei den Banken wirklich aussieht.

Ihre Crash-Warnung kommt nicht aus dem Bauch.

Sie speist sich aus den Büchern der Banken.

Daher ist es nur logisch, dass sich die Währungshüter in dem Bericht besorgt über die nach wie vor geringe Profitabilität vieler Banken äußern. Auch fänden sich in den Bilanzen der Geldhäuser immer noch zu viele faule Kredite. „Bislang scheint hier der Wendepunkt noch nicht erreicht“, hieß es. Zudem hätten mehr als die Hälfte aller Großbanken in der Euro-Zone im zweiten Halbjahr 2013 Verluste geschrieben. Wegen der unsicheren konjunkturellen Perspektiven bestehe darüber hinaus ein „signifikantes Risiko, dass sich die Kreditqualität weiter verschlechtert“.

Erst am Dienstag hat IWF-Chefin Christine Lagarde kritisiert, dass die Großbanken keine Reformen durchgeführt haben (mehr hier).

Gefahren für den Bankensektor gingen darüber hinaus von der nach wie vor engen Verflechtung der Institute mit den Staaten aus. Sollte es zu dem befürchteten Crash an den Märkten und im Zuge dessen zu einem kräftigeren Anstieg der Renditen für Staatsanleihen kommen, bedeute dies nicht nur Belastungen für die Regierungen, sondern auch Verluste für die Institute, heißt es in dem Bericht. Deshalb sei es wichtig, die Aufsicht über die Banken zu stärken. Dies gelte auch für den wachsenden Schattenbankensektor und die Derivatemärkte.

Fazit: Alles, was vor der EU-Wahl als harmlos dargestellt wurde, blubbert nun an die Oberfläche. Es ist bezeichnend, dass die EZB nicht die Bürger oder den Mittelstand, warnt, sondern die Banken.

 

(…)

Lesen Sie den ganzen Artikel hier :http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/05/29/crash-warnung-ezb-fordert-banken-und-investoren-auf-sich-zu-schuetzen-2/

Gruß an die Crasher

TA KI