Der Samstagsfilm


Drei Türken und ein Baby

Das ist die irrste WG von ganz Frankfurt: Obwohl sie längst erwachsen sind, haben es die drei deutsch-türkischen Brüder Celal, Sami und Mesut immer noch nicht auf die Reihe gebracht, aus der Wohnung ihrer Eltern auszuziehen. Tagsüber kümmern sie sich um das Brautmodengeschäft, das sie von ihren Eltern geerbt haben. Mehr schlecht als recht: Der Vermieter droht mit Zwangsräumung, wenn sie die nötige Kohle nicht aufbringen. Blöderweise aber verzockt Celal das letzte bisschen ihres gemeinsamen Erbes und versucht nun verzweifelt, Geld aufzutreiben. Was schwieriger ist als gedacht, weil er sich völlig unerwartet auch noch um das süße Baby seiner Ex Anna kümmern muss, die nach einem Unfall im Krankenhaus gelandet ist. Seine Brüder sind ihm auch keine große Hilfe: Vom Windeln wechseln und Kleinkinder füttern hat keiner der drei Chaoten einen blassen Schimmer. Celal, Sami und Mesut brauchen dringend eine zündende Idee. Sonst läuft ihr Leben am Ende noch vollends aus dem Ruder…

Gruß an die Sehenden

 

TA KI

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Der Samstagsfilm: Einmal keine Sorgen haben


Hans Moser als vazierender Hausknecht Melchior in einer seiner legendären Theaterrollen, allerdings in einer Verfilmung, deren Komik insgesamt etwas zu verkrampft ausgefallen ist.

Theater im Film steht schon am Beginn: eine Vorstellung von Einen Jux will er sich machen. Walter Müller erklärt dem Publikum, dass Wenzel Scholz und Johann Nestroy heute nicht spielen werden, dafür aber Hans Moser und ein gewisser Walter Müller. „Nestroy“ bekommt das Publikum später zu sehen, gespielt von Heinz Conrads, der ihn in der von Abbildungen her bekannten Rolle als Sansquartier darstellt.
In seinem dritten Kinofilm spielt Helmut Qualtinger bereits eine etwas längere Rolle, er verkörpert einen Charakter der Rahmenhandlung, den ehemaligen Hausdiener Kraps, der entlassen wird und einen Wachsabdruck des Hausschlüssels machen lässt, um den Hausherrn (Fritz Imhoff) zu bestehlen. Ein Amateurkrimineller, im Grunde ein Tollpatsch und Angsthase, der, als der Einbruch schief geht, nach der Polizei ruft und schließlich ein ehrlicher Mann werden will. In einer Szene wird er von Walter Müller parodiert; als er Qualtingers Verkleidung – und damit Gehaben – übernimmt, spielt er jenen Part, über den der neue Hausdiener Melchior (Hans Moser) meint: „Der Klane, das ist eine Beschtie.“

Text: http://www.film.at/einmal_keine_sorgen_haben_einen_jux_will_er/

Gruß an die Sorglosen

TA KI