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Quelle: http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_16/LP16916_021216.pdf
Gruß an die Erkennenden
TA KI
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Quelle: http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_16/LP16916_021216.pdf
Gruß an die Erkennenden
TA KI
Eine Gruppe Demonstranten hatte in Essen laut „WAZ“ mit „Jesus ist kein Fußabtreter“-Transparenten verhindern wollen, dass Passanten weiterhin buchstäblich auf dem Gottessohn herumtrampeln können. In Bochum gab es laut Bahn eine Unterschriftenaktion. Die Ruhrtriennale teilte mit, weder mit dem Motiv noch mit der Platzierung zu Füßen der Reisenden habe man religiöse Gefühle verletzen wollen. Mit dem Plakat wirbt das Festival für ein gesellschaftskritisches Musiktheaterstück mit Passionsbezügen.
Gruß an die Ungläubigen
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Die Deutsche Bahn geht juristisch gegen den Streik der Lokführer vor. Es werde eine einstweilige Verfügung beim Amtsgericht Frankfurt beantragt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Man nehme mit großem Unverständnis zur Kenntnis, dass die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) das Bahn-Angebot für eine Schlichtung abgelehnt habe. Um dennoch großen Schaden von den „Kunden, dem Unternehmen sowie dem Wirtschaftsstandort Deutschland abzuwenden“, habe sich der Bahn-Vorstand entschieden, gegen den angelaufenen Rekordstreik der GDL den Erlass einer einstweiligen Verfügung zu beantragen. Das Frankfurter Arbeitsgericht will noch am Donnerstag darüber entscheiden, ob der Lokführerstreik bei der Deutschen Bahn untersagt werden kann. Über den Antrag des Unternehmens auf eine einstweilige Verfügung solle um 16.30 Uhr mündlich verhandelt werden, teilte das Gericht mit.
Die Logistikbranche rechnet angesichts des Rekordstreiks bei der Bahn mit Engpässen bei der Kraftstoffversorgung und Produktionsausfällen in der Auto-, Stahl-, und Chemiebranche. Bei der Kraftstoffversorgung „wird es aus meiner Sicht auf jeden Fall Engpässe geben, zumal ja auch das Aufkommen im Individualverkehr erhöht sein wird“, sagte Gunnar Gburek vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik dem Sender MDR Info. Raffinerien hätten Probleme, die Tankstellen zu beliefern. Gburek rechne mit Engpässen „spätestens Sonntag oder Montag“.
Besonders hart werde der Ausstand die Auto-, Stahl-, und Chemiebranche treffen. Es werde „auf jeden Fall Produktionsausfälle“ geben. Wenn die Logistikkette ins Stocken gerate, werde es bis Mitte der kommenden Woche dauern, bis sich die Abläufe wieder normalisiert hätten, betonte Gburek.
Der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, sieht seine Privatsphäre bedroht. „Ich bin auch bisher immer auf Bahnhöfen gewesen und werde das auch weiter tun. Ich habe allerdings gestern Abend die Polizei verständigt, weil es hier in einer unglaublichen, nennen wir es einfach Verletzung meiner Privatsphäre, nicht mehr um die Sache geht“, sagte Weselsky am Donnerstag im ARD-„Morgenmagazin“. Für Personenschutz habe er bislang aber „keine Notwendigkeit gesehen“.
Der Deutsche Beamtenbund (DBB) hat das kompromisslose Vorgehen der Lokführergewerkschaft GDL im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn kritisiert. Die GDL habe die Schlichtung mit der Bahn abgelehnt, „das war nicht abgestimmt mit uns“, sagte DBB-Chef Klaus Dauderstädt am Donnerstag im ARD-„Morgenmagazin“. „Ich hätte der GDL empfohlen, sich auf eine Schlichtung einzulassen.“ Der Beamtenbund steht bislang hinter der GDL und unterstützt deren Streik finanziell.
Reisende in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen müssen sich ab Donnerstag auf massive Zugausfälle einstellen. 80 Prozent der Nahverkehrszüge fielen aus, sagte ein Bahnsprecher am Morgen. Im Fernverkehr sei die Lücke noch größer. Ein Ersatzfahrplan sei eingerichtet und stabil angelaufen.
Der Fern- und Regionalverkehr ist nach dem Streikstart im Personenverkehr am Donnerstagmorgen laut Bahn „ausgedünnt, aber weitgehend stabil“ angerollt. Für Donnerstag und Freitag sind die Ersatzfahrpläne bereits öffentlich. Für Samstag stünden ab 12 Uhr Informationen online bereit, für Sonntag sei die Veröffentlichung am Freitagmittag vorgesehen.
Im Regionalverkehr sind die Streikauswirkungen laut Bahn unterschiedlich spürbar. In West- und Norddeutschland stünden über 30 Prozent des üblichen Zugangebotes zur Verfügung. In Süddeutschland verkehrten etwa 40 Prozent der Züge. In Ostdeutschland stünden 15 bis 30 Prozent des üblichen Zugangebots zur Verfügung. Für die S-Bahnen in München, Nürnberg, Stuttgart und Rhein-Main werde ein Stundentakt angeboten. In Berlin und Hamburg fahren einige Linien auch alle 20 Minuten.
In Berlin bedient die S-Bahn ein knappes Drittel ihres Netzes, die Regionalbahnen nach Angaben der Deutschen Bahn etwa ein Fünftel. Da es immer wieder Abweichungen von den Notfahrplänen geben könne, bittet die Bahn ihre Fahrgäste, sich jeweils vor Fahrtantritt zu informieren. Bei der Berliner S-Bahn wird der Ring mit den Linien S41, S42, S45 und S47 nicht bedient. Die S46 fährt alle 20 Minuten zwischen Königs Wusterhausen und Südkreuz. Zwischen Oranienburg und Potsdam Hauptbahnhof soll die S1 alle 20 Minuten fahren. Die S7 ist nur auf der Strecke zwischen Friedrichstraße und Strausberg im Einsatz. Die S5 verkehrt auf der Teilstrecke zwischen Alexanderplatz und Marzahn, die S3 zwischen Erkner und Ostkreuz.
Als Reaktion auf den Rekordstreik bei der Bahn bringen Niedersachsens Metallarbeitgeber ein einmaliges Aussetzen des Sonntagsfahrverbots für Lkw ins Spiel. „Wenn man hier schnell zu einer bundesweiten Lösung käme, könnte die Gefahr von Produktionsausfällen zumindest teilweise abgeschwächt werden“, sagte NiedersachsenMetall-Chef Volker Schmidt. „Das wäre eine unkonventionelle, vor allem aber eine pragmatische Antwort auf das unverantwortliche Treiben der GDL im aktuellen Tarifstreit mit der Deutschen Bahn.“
Die Logistikbranche rechnet angesichts des Rekordstreiks bei der Bahn mit Engpässen bei der Kraftstoffversorgung und Produktionsausfällen in der Auto-, Stahl-, und Chemiebranche. Bei der Kraftstoffversorgung „wird es aus meiner Sicht auf jeden Fall Engpässe geben, zumal ja auch das Aufkommen im Individualverkehr erhöht sein wird“, sagte Gunnar Gburek vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik dem Sender MDR Info. Raffinerien hätten Probleme, die Tankstellen zu beliefern. Gburek rechne mit Engpässen „spätestens Sonntag oder Montag“.
Besonders hart werde der Ausstand die Auto-, Stahl-, und Chemiebranche treffen. Es werde „auf jeden Fall Produktionsausfälle“ geben. Wenn die Logistikkette ins Stocken gerate, werde es bis Mitte der kommenden Woche dauern, bis sich die Abläufe wieder normalisiert hätten, betonte Gburek.
Die Deutsche Bahn erwartet, dass etwa jeder dritte Zug trotz des Streiks fahren kann. Der Nahverkehr auf den Strecken Kiel-Hamburg, Lübeck-Hamburg und Lübeck-Kiel soll von Donnerstag bis Sonntag im Stundentakt bedient werden, die Verbindungen Kiel-Flensburg, Neumünster-Flensburg und Kiel-Husum alle zwei Stunden. Die Hamburger S-Bahn fahre auf den Linien S1, S3, S21 und S31 alle 20 Minuten.
Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert an das Verantwortungsbewusstsein aller Parteien im Tarifstreit bei der Bahn. Es müssten Lösungen gefunden werden, „die auch für uns als Land einen möglichst geringen Schaden haben“, sagt sie. „Streiks sind eine Möglichkeit der tariflichen Auseinandersetzung, sie haben aber immer die Verantwortung auch verhältnismäßig zu sein.“ Merkel betont, dass ein Streik bei der Bahn Millionen Bürger und auch die Wirtschaft treffe. „Es gibt eine Gesamtverantwortung“, sagt die CDU-Chefin. Sie verweist auf die Möglichkeit einer Schlichtung. „Natürlich wäre es wünschenswert, wenn Wege gesucht werden, die die Verhältnismäßigkeit möglichst gut wahren“, sagt sie.
Zusätzlich zur allgemeinen, gebührenpflichtigen Servicenummer 0180-6996633 schaltet die Deutsche Bahn ab Dienstagabend unter der Telefonnummer 08000-996633 eine kostenlose Hotline. Außerdem können sich Bahnreisende auf der Internetseite unter www.bahn.de/aktuell informieren. Dort sowie über die Smartphone-App DB Navigator ist der Ersatzfahrplan für Donnerstag, den ersten Streiktag, ab Dienstagabend um 19.00 Uhr einsehbar. Der Ersatzfahrplan für Freitag und die weiteren Streiktage soll laut Bahn ab Mittwochabend um 18.00 Uhr abrufbar sein.
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Der Streik der Lokführer fällt mit den Berliner Feierlichkeiten zum Mauerfall-Jubiläum zusammen. Touristen werden schlecht per Zug zu den Feiern zum Fall der Mauer vor 25 Jahren in die Hauptstadt kommen. In Berlin selbst wird der S-Bahn-Verkehr von dem insgesamt mehr als viertägigen Streik betroffen sein.
Es ist der sechste Streik im laufenden Tarifkonflikt und der längste seit Gründung der Deutschen Bahn AG im Jahr 1994. Betroffen sind auch die Feiern zum 25. Jahrestag des Mauerfalls am Wochenende in Berlin, wo bislang Hunderttausende Gäste erwartet wurden. Die Tourismusbranche in der Hauptstadt sprach von einer „egoistischen Entscheidung von einigen Wenigen auf Kosten sehr Vieler“.
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) begründete die Aktion mit der Weigerung der Bahn, über einen eigenständigen Tarifvertrag auch für Berufsgruppen zu verhandeln, die nicht Lokführer sind. Ein Einigungsversuch beider Seiten war am Sonntag gescheitert. Dabei ging es um Spielregeln für die künftige Zusammenarbeit zwischen der Bahn, der GDL sowie der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG).
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Der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner griff Weselsky an. „Er schadet nicht nur der Bahn, er schadet der Gewerkschaftsbewegung, weil er eine andere Gewerkschaftslandschaft haben will“, sagte Kirchner im Hessischen Rundfunk. Die EVG sieht aber auch ein von der Bundesregierung geplantes Gesetz zur Tarifeinheit kritisch. „Es mag Bereiche und Branchen geben, wo das Gesetz hilft, Konflikte zu befrieden, bei der Eisenbahn wird das nicht der Fall sein“, sagte Kirchner am Dienstag bei einem Kleinen Gewerkschaftstag in Fulda.
In dem Tarifkonflikt bei der Bahn geht es auch um mehr Geld für die Beschäftigten. Die GDL fordert fünf Prozent mehr Lohn und zwei Stunden weniger Wochenarbeitszeit. „Es muss Schluss damit sein, dass die Kollegen wegen maßloser Überstunden schon im September ihre Jahresarbeitszeit erfüllt haben und ihnen zustehende Freizeit dauerhaft entzogen wird“, sagte Weselsky.
Die Busunternehmer reagierten erfreut auf die Streik-Ankündigung. Sie bereiteten sich auf einen Ansturm der Reisenden vor, wie der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer mitteilte. Einzelne Fernbus-Betreiber kündigten schon zusätzliche Fahrten an.
Notfallnummer, Ersatzfahrplan, Entschädigung: Alles was Sie zum Bahnstreik wissen müssen, finden Sie hier.
Quelle: http://www.welt.de/wirtschaft/article133982806/Rund-zwei-Drittel-aller-Zuege-fallen-aus.html
Gruß an die, die die Zeichen der Zeit erkennen und vorgesorgt haben
TA KI