Das Tribunal


Angesichts des wohl anstehenden größeren Angriffs auf den Donbass ist es unerlässlich zu ergründen, warum – und ob – Russland  anscheinend ungerührt zusieht, wie nebenan haufenweise Russen abgeschlachtet werden.

Ich beginne mit der Hoffnung. Analitik brachte unlängst einen Artikel, der weitenteils „nur“ aus einer Stellungnahme des russischen Verteidigungsministeriums bestand sowie aus einem von Analitik klug herausgepickten und aufgegriffenen Detail, dem nämlich, dass die Verlautbarung wie die Ankündigung eines Tribunals klinge. Ich stimme ihm nicht nur zu, sondern führe weiter aus, dass es bereits die zweite solche Äusserung aus Russland ist und dass dies ein Alarmsignal von erheblicher Bedeutung ist. Mehr noch, es scheint sogar geboten. eine neue Deutungsalternative für die derzeitigen erheblichen nato-Truppenbewegungen Richtung russischer Grenze zu sehen. Die nämlich, dass das schlicht eine plärrend and anschuldigend getarnte *tatsächliche* Abwehrvorbereitung ist (neben der Option, die Möglichkeit zu „Missverständnissen“ zu schaffen).
Man stelle sich nur einmal vor, Russland würde morgen früh tatsächlich zu einem dringend nötigen vorgezogenen Frühjahrsputz in ukrostan einrücken. Dabei ist es für unsere Betrachtung ziemlich egal, ob sie an den westlichen Grenzen der Oblaste Donetsk und Lugansk stehen bleiben oder aber bis nach nazigrad (vormals „kiew“) oder gar bis in die westlichen Gebiete fahren würden, zumal dort ja Nazi-Hochburgen sind.
Die Panik und das ängstliche Gekreisch gewisser eu-ropäischer nato-Mitglieder wie polen und balten wäre gewaltig. obwohl  – oder weil? – die genau wissen, dass völlig gleich, was Russland mit ihnen anzustellen beliebt, das jedenfalls berechtigt und verdient wäre; und eigentlich unausweichlich, auch wenn sie das dämlich dreist ausblendeten.

So eine Aktion Russlands wäre zwar kein Angriff auf die nato, aber es würde die nato in ein akutes Empfinden von unmittelbarer Bedrohung stürzen, angesichts des Umstandes, dass Russland diese ganzen Köterländer mal eben im Vorbeigehen kaputt machen könnte, auch nicht leicht durch ein paar politiker-Erklärungen zu beruhigen wäre.
Noch  verschärft würde das Problem durch den Umstand, dass die nato rein gar nichts von Signifikanz unternehmen könnte. Man hat viele, viele Jahre gepokert, gelogen, betrogen und Show gemacht; man hat Billionen verschwendet für allerlei „Überlegenheits“ Systeme, hat in Broschüren und 3D Animationen der Waffenkonzerne und Militärs von Luftüberlegenheits Szenarien phantasiert und sich mit allerlei Märchen sowohl in der hollywood wie auch in der „Nachrichten“ Variante auf die Brust getrommelt. Und das funktionierte, weil und solange Russland halb zerbrochen in den Trümmern lag, in die man es in einer der infamsten und bösartigsten Operationen der Weltgeschichte zerschlagen hatte; und es funktionierte, als, weil und solange Russland zwar wieder erstarkt war aber bis ins idiotisch Anmutende gutmütig friedensbemüht war. Kurz, es funktionierte, den großen Macker zu machen, solange keinerlei tatsächlicher Gegner vorhanden oder zu befürchten war.

Diese für die nato vitale und bequeme Konstellation allerdings würde überraschend von einem Tag zum nächsten drastisch verändert, wenn Russlands Panzer in ukrostan wären. Dabei ist auch zu sehen, dass eine solche Aktion ja kein Angriff auf ein nato-Land wäre; ukrostan machte zwar allerlei Lärm in diese Richtung, aber die ebenfalls lärmende nato war dann doch klug genug, es mit Lärm bewenden und ukrostan draussen zu lassen.

Tatsächlich kann die nato einen Krieg gegen Russland keinesfalls gewinnen; es gibt für sie nur ein vorstellbares Ergebnis, nämlich die unvermeidliche Niederlage. Mit Fahrzeugen, die statt Kanonen nur über angemalte Besenstiele verfügen kann es kein anderes Ergebnis geben. Und auch die atomare Option ist eine rein theoretische; die Realität sieht so aus, dass diese unausweichlich zur garantierten völligen Vernichtung sämtlicher nato Mitglieder führen würde.

Und noch ein Punkt würde dann sichtbar und sehr wesentlich: Das gesamte nato Spielchen ist komplett verlogen. Man plappert von Verteidigungsgemeinschaft, die Wahrheit und Realität aber ist die, dass es sich um ein „Gemeinschafts“-Konstrukt des Ex-Hegemons usppa (gängige aber falsche Bezeichnung „usa“) handelt, der so die Streitkräfte seiner Vasallen sich selbst unterstellte und im Gegenzug „Schutz“ bot. Der deal war äusserst attraktiv für die usppa, denn die Schutznotwendigkeit ergab sich aus ihrer Sicht ohnehin, da sie diese Vasallen doch als zu ihr gehörend betrachtete und so gewissermaßen lediglich anbot, Gebiete, die sie ohnehin aus Eigeninteresse schützen musste, „für die ‚Gemeinschaft’“ zu schützen. Ganz nebenbei konnten die usppa auch die weitgehende Kontrolle und Hoheit über die Vasallenstreitkräfte übernehmen und halten und deren Einrichtungen und Basen nutzen.

Dieser Punkt wird üblicherweise nur auf der politischen Ebene gesehen, aber er bekommt plötzlich ein anderes und erschreckendes Gewicht, wenn es tatsächlich zum Kriegsfall kommt oder zu kommen droht. Warum? Weil sämtliche Vasallen ausser den derzeit usppa-hörigen polen und den briten zum einen lächerliche Verteidigungsbudgets haben und zum anderen ein nur sehr geringes Interesse am ja tatsächlich nicht wirklich eigenen Militär. Wozu auch? Der wirkliche deal heisst doch, dass die amis ihre Vasallen aus Eigeninteresse ohnehin schützen werden und müssen. Das „eigene“ Militär wird mehr als eine Art möglichst zu minimierender Tributleistung verstanden (die dann ja auch gelegentlich und weitgehend nach Belieben von den amis für diverse „Koalitionen“ abverlangt und erfüllt wird).

In dem Moment aber, wo wirkliche und funktionierende und zuverlässige Waffensysteme und wirklich leistungsfähige, gut koordinierte und kompatible Streitkräfte gegen einen nicht kleinen und ausgehungerten schwachen Gegner gebraucht werden, wird das gesamte Kartenhaus nato einstürzen.

Was wiederum bedeutet, dass die amis im wesentlichen zwei tatsächliche Interessen und Aufgaben für den Fall eines russischen Einmarsches in ukrostan sehen: 1) Den (völlig falschen) *Eindruck* von Sicherheit, Schutz und Präsenz zu erwecken und 2) einen Puffer zu schaffen, um ihre Kerninteressen und Gebiete zu schützen. Keines von beidem ist übrigens neu. Ersteres wäre nur eine etwas aufgepeppte Version des Gängigen und Letzteres war schon in Zeiten des kalten Krieges das Konzept der amis – nur dass damals wir, die brd, als Pufferzone vorgesehen waren, insbesondere auch  für den Nuklearfall.

Das Konzept ist simpel: Die Pufferzone geht drauf und verbrennt, indem möglichst der gesamte Krieg sich auf sie konzentriert und beschränkt, während die wirklich wichtigen Vasallengebiete als Hinterland und Versorgungsquelle für die Front dienen und selbst weitgehend unbeschadet überleben. Seinerzeit war der Befehl der, die WP Streitkräfte möglichst lange am Eindringen zu hindern, wohlbemerkt nicht zum Wohle Deutschlands, sondern aus rein taktischem Kalkül und eventuell doch eindringende WP Kräfte um absolut jeden Preis östlich des Rheins zu halten. Dass unser Land dabei komplett zerstört würde und riesige Mengen an deutschen Leichen anfallen würden, war eingeplant und vorgesehen. Würde es nicht so undemokratisch wirken, hätte man wohl erwartet, dass die Deutschen sich gefälligst zum Sterben versammeln, um so als Wall aus Leichen ein letztes Mal nützlich zu sein,

Genau das ist nun für polen und die balten vorgesehen. Die dorthin geschickten ami Truppen und Waffen sind gerade genug, um den Eindruck „wir beschützen euch“ aufrecht zu erhalten, zugleich aber so niedrig, dass es im Ernstfall verschmerzbar ist. Auch ist ja zu sehen, dass die ami Truppen stets als „Herrenrasse“ und Einschwörer und Befehlsgeber auftreten („Instruktoren“ und „Berater“) und im wesentlichen die Aufgabe haben zu erzwingen, dass die Opferländer der Pufferzone auch wirklich bis zum letzten Mann den ami Interessen dienen.

Einen Unterschied allerdings gibt es. Wir waren damals als ernstgemeinte Barriere gedacht, die heutigen Pufferstaaten nicht. Die sind vor allem erst mal als Verhandlungschip gedacht und um den Preis und die Hemmschwelle für Russland zu erhöhen. Gerade die balten sind den usppa völlig egal. Zu diesen gibt es nur zwei Punkte zu wissen: Erstens könnten sie dazu taugen, Kaliningrad beschäftigt und unter Druck zu halten und zweitens taugen sie dazu, einen eventuellen Konflikt zu begrenzen, indem man die baltenländer zu guter Letzt, wenn sie vielleicht schon kaputt sind, den Russen anbietet. Das ist auch kein schlechter Verhandlungschip; Russland hat null Interesse, in eu-ropa einzufallen, aber ein starkes Interesse, sich zu schützen. Hierbei spielen die balten schlicht die Rolle, dass sie hässlich nahe an St. Petersburg liegen, dass sie die Zufahrt zu Kaliningrad behindern und erschweren und dass sie Kaliningrad bedrohen können.
Es sei erinnernd angemerkt, dass ich hier die ja noch wie vor sich auswirkende politik der ziocon Regime in washington beschreibe, die sich vermutlich mit Trump ändern wird, aber auch das nicht von heute auf morgen.

polen wiederum will keiner wirklich haben (ausser der dämlichen eu). Es bietet sich für beide Seiten geradezu an, um als neutrale, oder, sollte es ernst werden, als Pufferzone zu dienen.

Ähnlich, das nur am Rande, ist es auch mit rumänien. An denen ist brüssel (und dem größenwahnsinnigen berlin) weitaus mehr gelegen als den amis. Die amis glauben nicht mehr ernsthaft, noch irgendeine wesentliche Geige am schwarzen Meer spielen zu können. Aber rumänien eignet sich wunderbar für ähnliche Zwecke wie polen und balten und es bietet die zusätzliche attraktive Option, sowohl am Bosporus wie auch auf dem Balkan Ärger machen zu können. Wenn es dabei draufgeht, ist das den amis egal.

Nun zum Tribunal, das nun bereits zum zweiten mal an höchster Stelle erwähnt wurde. Die erste Erwähnung war hauptsächlich zu verstehen als „diese extrem illegalen und schweinischen Aktionen des westens verärgern uns sehr. Rechnet damit, dass wir nicht endlos friedlich stillhalten werden. Irgendwann, wenn auch vielleicht erst in etlichen Jahren, werden wir das auf den Tisch legen“, hochwahrscheinlich im Rahmen einer mächtigen BRICS.
Die erneute und zweite Erwähnung allerdings hat ein sehr deutliches Knurren in sich. Man bemerke auch, woher sie kommt: Vom Militär, vom Verteidigungsministerium. Anders als bei „unseren“ polit- Plapperfritzen kommt es bei Russen nämlich durchaus darauf an, wer etwas sagt.
Die beiden „Tribunal“ Erwähnungen erinnern in ihrer Reihenfolge sehr an „Wer nicht auf Lawrow hört, der wird von Schoigu hören“.

Dazu ist der Begriff Tribunal wichtig und auch der Umstand, dass im Zusammenhang mit ukrostan zunehmend häufig der Begriff „Nürnberg“ und „(Hitler) Nazis“ verwendet wurde. Hier im westen weitgehend vergessen, ist die Nazizeit und der WK2 in Russland keineswegs vergessen. Wenn man im Kreml oder im Wolkenkratzer des Aussenministeriums immer mal wieder von Faschismus und Nazis sprach im Zusammenhang mit ukrostan, dann meinte man damit präzise den Hitlerfaschismus – und eben diesem sind wesentliche Nazikräfte in ukrostan ja unmittelbar verbunden und daraus hervorgegangen. Diese Komponente wird hier im westen kaum gesehen, in Russland allerdings ist sie sehr schmerzhaft und hässlich assoziert und man sollte dringend davon ausgehen, dass das in Russland der eine Punkt ist, der den sonst so maßlos friedliebenden Bären einen Krieg zumindest erwägen und gedanklich planen lässt. Oder anders ausgedrückt: Russland ist der eine große und zuverlässige Feind, den Nazis überall haben. Der russische Präsident, der seinem Volk – auch ohne unmittelbare Bedrohung des eigenen Staatsgebietes – erklärt, dass es wieder mal an der Zeit ist, Nazis abzuräumen, der kann mit einem weitgehend automatischen „Ja“ rechnen.

„Tribunal“ ist für Russen also ziemlich direkt mit Nürnberg verknüpft. Das heisst auch, dass hier nicht das wikiblödia Erklär-Geplapper maßgeblich ist, sondern ein Tribunal ist eine formal juristische Einrichtung einer obsiegenden Macht, um die Untaten von besiegten Schwerstverbrechern aufzuklären und zu ahnden – und zwar nach Kriegsrecht oder nach kriegsnahem Recht.

*Das* ist, was der russische Bär zunehmend deutlich knurrt.

An dieser Stelle möchte ich noch ein oberflächlich lustiges Beispiel geben, wie Russland kommunikativ in manchen Punkten tickt. In einer Fernsehshow befragt, ob sie manchmal flucht oder grob schimpft, erklärt die Sacharowa (Kontext ist usppa/kerry), man teile lediglich seine Weltsicht im Hinblick auf manches mit (aber höflich). Direkt zuvor auf genau dieselbe Frage aber auf Lawrow bezogen, gab sie wörtlich die gleiche Antwort.
Die gängige und niedliche Umschreibung hierfür ist die, dass man in Russland sehr höflich ist und keinesfalls grob oder gar vulgär. Eine andere – und sehr bedenkenswerte Erklärung, die ich westlichen politikern dringlich anempfehlen möchte – ist die, dass der Umstand, dass ein Russe höflich spricht, keineswegs heisst, dass er nicht kotzesauer ist und einem nicht zwei Minuten später die Faust rein schlägt.
Bei uns ist üblich, sich von oberflächlicher Höflichkeit zunehmend in Richtung Deutlichkeit und nötigenfalls auch grober Deutlichkeit zu bewegen; die sprachliche Ebene dient auch als Warnung oder Drohung und man kann recht gut abschätzen, in welcher Phase man sich gerade befindet und „wie heiss der Topf ist“. Das ist bei den Russen nicht so, bzw nicht für uns wahrnehmbar so.

Die Sacharowa hat in der erwähnten Sendung im Grunde – mal ins Deutsche übersetzt – gesagt, dass kerry ein lächerlicher Hanswurst und Hampelmann ist, dessen Geplapper nichts zu heissen hat, selbst wenn er es ausnahmsweise mal gut und ernst meinen sollte, weil das Irrenhaus in washington so beherrscht ist von durch und durch inkompetenten und bösartigen Kriminellen, dass die amis weder zu Vernunft noch zu Aufrichtigkeit oder Zuverlässigkeit befähigt sind.
Versteht man nicht russisch (und ich meine nicht die Sprache sondern das o.a. Phänomen), so wird man diese Passage ahnungslos als freundlich charmantes Plaudern missverstehen.

Und diese Leute, bei denen es auch durchaus wichtig ist und Bedeutung trägt, wer etwas sagt, lassen nun ihr Militär von Tribunal und von „sich verantworten müssen“ sprechen! Ich bitte zu bemerken, dass ein Tribunal zwar vielleicht formal von politikern eingerichtet wird, aber mit dem Militär direkt hinter sich und zwar einem, das gesiegt und die faktische Macht hat.

Auch der Zeitpunkt ist interessant. Er liegt nämlich ziemlich zeitgleich mit den erneuten heftigeren ukro-Angriffen mit Artillerie und Grad. Russland macht die Äusserung auch unmittelbar nachdem – vom westen komplett vertuscht – die osze immer offener als Verbrecher-Komplizen erkennbar wurden und mittlerweile nachgewiesen nicht nur grundsätzlich ukro-Verbände mit schweren Waffen in der neutralen Zone decken und leugnen, sondern, das war der neue Gipfel, dies tun während wenige Meter entfernt von ihnen ukro Panzer in der neutralen Zone stehen! Mehr noch, es gibt glaubwürdige Gerüchte, denen zufolge einige Gruppen der osze Verbrecher den ukros sogar osze Fahrzeuge zur Verfügung stellen, um zu spionieren und Saboteure in die Donetsker und wohl auch Lugansker Gebiete einzuschleusen.

Wenn das russische Verteidigungsministerium nun von Tribunalen spricht, dann bezieht sich das zwar primär aber keineswegs nur auf nazigrad. Es ist durchaus damit zu rechnen, dass es auch für diverse Mittäter in der einen oder anderen Form Prügel setzen wird.

Und es gibt einen weiteren Punkt, der in diesem Kontext angesprochen werden muss. In den usppa spricht man zunehmend darüber, dass Trump einen deal mit Putin vorhabe, bei dem Trump den Russen grünes Licht für ukrostan gibt im Gegenzug für grünes Licht gegen den Iran. Ich halte das für möglich, aber für unrealistisch, alleine schon weil Putin keiner ist, der mal eben ein freundlich gesonnenes Land ausverkauft; nebenbei ist der Iran als Freund ein recht bequemer Zugang zum arabisch/indischen Meer und ein bewährter Verbündeter.

Warum aber spricht man darüber und warum sollte Trump überhaupt die Hetze gegen den Iran betreiben, die derzeit läuft? Ein Krieg mit dem Iran wäre für die usppa verheerend und selbst wenn sie ihn, was keineswegs wahrscheinlich ist, gewinnen würden, wäre er derart horrend teuer – auch im Sinne von toten amis – das er jedenfalls die usppa in den Abgrund reissen würde.

Überhaupt ist ein Krieg für die usppa für zumindest eine ganze Weile äusserst unattraktiv. Sie haben nicht das nötige Geld, nicht die nötigen Waffen und keine brauchbaren Streitkräfte.

Ich vermute, dass es dabei um etwas ganz anderes geht, insbesondere um zwei Faktoren. Der eine ist der, dass man – ungeachtet des Lärms, den die amis machen – eben *keinen* Krieg gegen China will. Andererseits aber brauchen die amis es fürs Selbstwertgefühl, sich martialisch zu geben. Mehr noch: Würde Trump das Militär de fakto beschneiden oder gar verkleinern wollen, so müsste er erst recht martialischen Lärm machen, um genau das, was er vorhat und tut, als geradezu undenkbar erscheinen zu lassen und auch, um das Militär nicht gegen sich aufzubringen.
Zum anderen und vielleicht noch wichtiger werden sich die amis entweder freiwillig weitgehend aus dem Nahen Osten zurückziehen oder man wird sie vertreiben. Auch hier gilt bei den amis, die, man vergesse das nie, ja extrem Wert auf Anschein legen, dass sie das nur laut lärmend und sich als Sieger, wenn auch neuerdings als friedliebende, zurückziehen können, weil sie ja „gewonnen“ haben.

Der Kern liegt mAn im Irak. Die amis haben dort erbärmlich versagt, was angesichts der russischen Erfolge nebenan umso offensichtlicher und peinlicher ist. Sie brauchen also jedenfalls irgendeine Art Sieg oder zumindest eine Situation, die man halbwegs als solchen verkaufen kann. Die mächtigste Fraktion im Irak sind die Shiiten und die sind eng mit dem Iran verbunden und werden von dort auch unterstützt. Zweitens bräuchten die amis einen Grund, um nochmal größere Kontigente in den Irak zu verlegen. Der Vorwand „Der Irak ist ideal, um von dort aus den bösen, bösen Iran in Schach zu halten“ bietet sich da förmlich an. So können die amis, verkleidet als „Vorspiel eines Krieges gegen den bösen Iran“ oder auch als „Friedenskräfte, die die diversen Fraktionen, u.a. die bösen Iranfreunde, trennen und auseinander halten müssen“ mehr Präsenz im Irak zeigen und reichlich wichtigtuerisch lärmen ohne viele Risiko und Tote. Und zugleich können sie Druck auf die dortige schwache, ziemlich zerstrittene und wacklige Regierung machen.
Allerdings braucht man dazu einen diskreten deal mit dem Iran und das kriegen die amis absolut nicht hin. Die Iraner nennen die amis „den Satan“ und haben sicher keine Angst vor ihnen. Die Russen allerdings können mit den Iranern. Die könnten die Iraner dazu bringen, diese für die amis so wichtige Scharade mitzuspielen und ab und an mal empört „Aua“ zu schreien; vor allem wenn sie mit den Iranern dringend benötigte Geschäfte machen und zugleich zusichern, sie für den Fall, dass die amis betrügen, zu beschützen und/oder Waffen zu liefern.
Im Gegenzug würden die amis dann auch nur reichlich Geschrei, aber nicht wirklich etwas ernsthaftes machen, wenn die Russen in ukrostan aufräumen.
Alternativ wäre möglich, dass Trump die ukros am ausgestreckten Arm verhungern lässt und zugleich diskret mitteilt, dass Minsk2 umgesetzt wird aber ernsthaft und pronto. Allerdings müsste er dazu erst mal sicherstellen, dass die cia nicht quer schießt.
Ganz nebenbei könnte Trump so auch gleich noch das Thema eu-ropa, insbesondere auch in Sachen nato angehen.

Ich möchte deutlich davor warnen, das hier als Fahrplan zu lesen. Die ganze Situation ist noch ziemlich wabernd und unklar, aber es muss etwas passieren, nicht nur wegen der ukrostanischen Mörderaktionen sondern auch wegen anderer Krisen und Gefahren. Trump hat verdammt genug Probleme, Feinde und Ratten im eigenen Land (und im „befreundeten“ eu-ropa …) und das letzte, was er braucht, wäre ein ernsthafter Konflikt mit Russland. Andererseits kann er aber den amis auf keinen Fall sagen, dass man die Russen ab sofort O.K. findet; nein, da muss ein vermutlich recht langer Weg gegangen werden, von „total böse und fies“ über „na ja, eigentlich gar nicht so schlimm“ hin zu „neutral mit leichten positiven Tendenzen“. Und eines halte ich für klar: Die usppa können sich keinen weiteren Krieg erlauben; nicht gegen den Iran und schon gar nicht gegen China, geschweige denn gegen Russland. Lärm allerdings werden sie wohl weiterhin machen; sind ja nun mal amis.

Den Menschen im Donbass wünsche ich viel Glück und, sollte ein weiterer Krieg unvermeidlich sein, einen Sieg mit möglichst wenig Toten auf ihrer Seite; was ukros angeht, so sollten sie nicht mit Kugeln sparen.

Quelle: http://vineyardsaker.de/2017/02/07/das-tribunal/

Danke an Elisabeth

Gruß an die Klardenker

TA KI

50’000 Soldaten an der Grenze- Poroschenko warnt vor Gefahr russischen Einmarsches


50’000 Soldaten an der Grenze

Poroschenko warnt vor Gefahr russischen Einmarsches

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat zum Tag der Unabhängigkeit der früheren Sowjetrepublik eindringlich vor der Gefahr eines russischen Einmarsches gewarnt. Der Feind verfolge weiter die Idee eines direkten Angriffs auf die Ukraine, sagte Poroschenko auf dem Maidan in Kiew.

Russland habe an der Grenze zur Ukraine mehr als 50’000 Soldaten stationiert, im Kriegsgebiet Donbass seien 40’000 Kämpfer im Einsatz, darunter 9000 aktive russische Militärangehörige, behauptete Poroschenko. Russland weist solche Vorwürfe zurück.

«Moskau hat den Kämpfern bis zu 500 Panzer, 400 Artilleriesysteme und 950 Schützenpanzer geliefert. Allein in dieser Woche haben drei grosse Kolonnen unsere Grenze in Richtung Luhansk, Donezk und Debalzewe überschritten», sagte Poroschenko. Er kündigte eine weitere Stärkung des Militärs an. Auf dem Maidan marschierten mehr als 2000 Soldaten von der ostukrainischen Kriegsfront.

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Quelle: http://www.nzz.ch/newsticker/50000-soldaten-an-der-grenze-poroschenko-warnt-vor-gefahr-russischen-einmarsches-1.18600957

Gruß an die Russen

TA KI

Die USA bilden zusätzliche Militärkräfte in der Ukraine aus


usaAmerikanische und litauische Soldaten bei einer Übung in der Ukraine

– Die USA weiten ihren militärischen Ausbildungseinsatz in der Ukraine aus.

Nach Mitgliedern der Nationalgarde sollten ab Herbst auch dem Verteidigungsministerium unterstehende Soldaten geschult werden, teilte der Sprecher des US-Außenministeriums, Mark Toner, am Freitag in Washington mit. Die Ausbildung erfolge im Westen des Landes, nahe der Grenze zu Polen. Wieviele Kräfte das zusätzliche Programm umfassen soll, wurde nicht genannt.

Russland ist gegen den Einsatz von US-Militärausbildern in der Ukraine. Die Regierung in Moskau wirft der Ukraine vor, eine Offensive im Donbass vorzubereiten.

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Quelle: http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/286883-usa-bilden-zus%C3%A4tzliche-milit%C3%A4rkr%C3%A4fte-in-der-ukraine-aus

Gruß nach Russland

TA KI

Ukraine: „Rechnen jeden Tag mit Angriff auf Mariupol“


Außenminister Pawlo Klimkin möchte bei dem EU-Gipfel in Riga die Anerkennung der Ukraine „als europäischer Staat“ erreichen. Mariupol hält er für besonders gefährdet. Aus strategischen Gründen.

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Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die meisten Staats- und Regierungschefs der EU kommen am Donnerstag in Lettlands Hauptstadt Riga zu einem Gipfel der Östlichen Partnerschaft zusammen. Deren Mitglieder sind die Ukraine, Weißrussland, Armenien, Aserbaidschan, die Republik Moldau und Georgien. Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin benennt die Erwartungen seines Landes an das Treffen.

Die Welt: Minister Klimkin, was soll der Gipfel zwischen der EU und den Ländern der Östlichen Partnerschaft, an dem auch Bundeskanzlerin Merkel teilnimmt, bringen?

Ich kann Ihnen versichern, dass die Visafreiheit nicht zu einer Migrationswelle in die Europäische Union führen wird

Pawlo Klimkin: Mein Land erwartet von dem Gipfeltreffen in Riga die Anerkennung als europäischer Staat. Wir möchten jetzt in Riga die konkrete Zusicherung erhalten, dass die Ukraine für eine künftige Mitgliedschaft in der Europäischen Union geeignet ist und die Chance hat, in Zukunft ein Beitrittskandidat zu werden. Wir möchten Licht am Ende des Tunnels sehen, wir brauchen dringend eine europäische Perspektive. Das würde der Stimmung und dem Reformprozess in der Ukraine einen unglaublichen Schub verleihen.

Die Welt: Was ist Ihnen noch wichtig?

Klimkin: Wir erwarten von dem Gipfeltreffen auch die Zusage, dass die Ukraine im kommenden Jahr Visumfreiheit erhält und ukrainische Bürger damit problemlos in die EU einreisen können. Wir wissen, dass wir dafür noch einige Reformen durchführen müssen, aber die EU kann zuversichtlich sein, dass uns das gelingen wird.

Die Welt: Wird es dann nicht einen Massenexodus aus der Ukraine geben?

Klimkin: Ich kann Ihnen versichern, dass die Visumfreiheit nicht zu einer Migrationswelle in die Europäische Union führen wird. Wir haben damit erste Erfahrungen im kleinen Grenzverkehr an bestimmten Orten gemacht. Der freie Personenverkehr wird aber den Ukrainern das Gefühl geben, dass sie Teil Europas sind. Und die biometrischen Pässe werden höchste Sicherheit gewährleisten, die Bewegungen der Reisenden werden jederzeit nachverfolgbar sein.

(…)

Die Welt: In Riga wird es auch um eine neue Zusammenarbeit zwischen Kiew und Brüssel gehen.

Klimkin: Das stimmt. Deswegen brauchen wir die Ratifizierung des gesamten Assoziierungsabkommens zwischen der EU und der Ukraine in allen Mitgliedsländern, damit das Abkommen schnellstmöglich implementiert werden kann. Das gilt natürlich auch für die Assoziierungsabkommen, die Georgien und Moldau mit der EU abgeschlossen haben. Das ist wichtig, weil wir die volle Integration in die EU anstreben. Das Assoziierungsabkommen ist ein zentrales Instrument, um unsere Gesetze und Normen in allen Bereichen an die EU-Standards, also den „acquis communautaire“, anzupassen.

Die Welt: Das Vertrauen der EU in Präsident Poroschenko und die Koalitionsregierung in der Ukraine hat gelitten, weil Reformen ausbleiben. Erwartet der Westen zu viel von Kiew?

Klimkin: Nein. Wir haben keine Ausreden. Wir können nicht sagen: Der russische Aggressor sitzt uns im Nacken, und deswegen müssen wir das Reformtempo verlangsamen. Wir wollen liefern. Wir wissen, dass Reformen der einzige Weg sind, unser Land stabiler und widerstandsfähiger gegen Russland zu machen.

Die Welt: Das sind schöne Worte …

Klimkin: Ich bitte Sie! Wir haben in den vergangenen Monaten mehr geschafft als in zehn Jahren zuvor. Das soll keine pathetische Phrase sein, das ist so. Polizei- und Justizreform, Deregulierung. Wir haben eine Menge geleistet, und wir packen noch mehr an. Wir werden jetzt eine Verfassungsreform machen mit einem klaren Fokus auf Dezentralisierung. Wir wollen den Regionen und Kommunen mehr Rechte geben. Und wir werden Ende Oktober 2015 freie und faire Regionalwahlen unter internationaler Aufsicht durchführen. Je nachdem, wie diese Wahlen ausgehen, kann man dann auch über einen Sonderstatus für die heutigen Separatistengebiete sprechen.

Die Welt: Können die Separatistenführer bei diesen Wahlen auch kandidieren?

Klimkin: Wir haben Arbeitsgruppen eingerichtet, die über solche Verfahrensfragen entscheiden. Ich kann Ihnen das noch nicht sagen.

Die Welt: Sie haben Friedenstruppen für die Ukraine gefordert. Warum?

Klimkin: Ich weiß, wir haben die OSZE. Sie ist wichtig für die Beobachtung und Deeskalation. Aber die OSZE reicht auf die Dauer nicht. Wir brauchen dringend eine EU-Mission in der Ukraine, die Präsenz zeigt und Verantwortung übernimmt. Sie kann uns helfen, rechtsstaatliche Strukturen aufzubauen, Stabilität im Land zu sichern, freie Wahlen durchzuführen und die Kontrolle der Grenzen zu Russland zu verbessern. Das kann eine rein zivile Mission sein oder aber eine zivil-militärische EU-Mission aus Polizisten, Justizpersonal und Soldaten.

Das Minsker Abkommen ist der einzige Weg, um die Probleme der Ukraine zu lösen. Es ist ohne Alternative

Die Welt: Wie soll das gehen, Moskau wird dies im UN-Sicherheitsrat blockieren?

Klimkin: Für eine zivile Mission ist ein UN-Mandat nicht notwendig. Die Mitgliedsstaaten müssen aber selber entscheiden, ob sie für die Entsendung von so einer Mission ein UN-Mandat benötigen. Es geht auch ohne, das hat die EU auf dem Westbalkan ja gezeigt.

Die Welt: Der Friedensprozess stockt, das Minsker Abkommen vom Februar 2015 dürfte bis Jahresende, wenn überhaupt, nur sehr unvollständig umgesetzt werden. Ist das Abkommen tot?

Klimkin: Das sehe ich nicht so. Das Minsker Abkommen ist der einzige Weg, um die Probleme der Ukraine zu lösen. Es ist ohne Alternative. Es beinhaltet Deeskalation, Stabilisierung und klare Regeln für die Zukunft des Donbass. Die Ukraine wird Punkt für Punkt dieses Abkommens umsetzen. An uns wird das Minsker Abkommen nicht scheitern.

Die Welt: Aber warum überweist Kiew dann nicht Renten an die Bevölkerung in den von den Separatisten besetzten Gebieten? Das widerspricht dem Minsker Abkommen.

Klimkin: Wir überweisen das Geld doch. Es gibt im Donbass offiziell 1,25 Millionen Menschen mit Rentenansprüchen. Wir zahlen Renten an etwa 950.000 Personen. Den Rest erreichen wir nicht, weil das Bankensystem im Donbass nicht funktioniert. Wir suchen aber nach einer Lösung dafür.

Die Welt: Kann Russisch jemals nach Ukrainisch zweite offizielle Amtssprache in Ihrem Land werden?

Klimkin: Jede Bevölkerungsgruppe in der Ukraine soll künftig frei entscheiden können, in welcher Sprache sie untereinander sprechen und mit den lokalen Behörden kommunizieren will. Wer Russisch sprechen möchte, kann das tun. Wer Griechisch oder Ungarisch sprechen will, kann das ebenfalls tun. Wir wollen dezentrale Lösungen. Aber Ukrainisch bleibt überall die offizielle Amtssprache.

Die Welt: Neben ungelösten politischen Problemen hat die Ukraine noch ein ganz anderes Problem: anhaltende Gewalt. Die Front ist nur noch zehn Kilometer von der Hafenstadt Mariupol entfernt.

Klimkin: Wir registrieren im Donbass, dass die Terroristen kontinuierlich Logistikstützpunkte und Trainingscamps aufbauen. Sie erhalten nach wie vor Munition und Waffen aus Russland. Tausende russische Soldaten befinden sich auf dem Gebiet der Ukraine, vor wenigen Tagen konnten wir zwei von ihnen festnehmen. Die Russen haben versucht, sie zu ermorden, nachdem wir sie gefangen genommen hatten.

Die Welt: Und was passiert mit Mariupol?

Klimkin: Mariupol ist ein wichtiges strategisches Ziel für die Terroristen, weil die Stadt einen Landweg Richtung Krim sichern kann. Wir rechnen jeden Tag mit einem Angriff, das kann jederzeit passieren, aber die ukrainischen Truppen sind darauf vorbereitet. Die Bevölkerung in Mariupol ist proukrainisch, sie ist tapfer, das ist beeindruckend. Aber es geht nicht nur um Mariupol. Es gibt an vielen Stellen im Donbass die Gefahr, dass Gewalt sich weiter ausbreitet.

Die Welt: Die EU muss im Juni über die Verlängerung von Wirtschaftssanktionen gegen Russland entscheiden. Was erwarten Sie?

Klimkin: Die Ukraine rechnet fest damit, dass die EU volle Solidarität zeigt und die Sanktionen gegen Russland im Juni verlängern wird. Es gibt ja auch überhaupt keinen Grund, dies nicht zu tun. Die russische Aggression hält unvermindert an. Moskau hat die internationalen Regeln gebrochen. Es geht Russland nicht nur um den Donbass, sondern um die ganze Ukraine, es geht um Einflusssphären, es geht um ein anderes Europa.

Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/article141237464/Rechnen-jeden-Tag-mit-Angriff-auf-Mariupol.html

Gruß nach Russland

TA KI

Donezk nennt NATO-Appell nach Feuereinstellung „Heuchelei“


302259959Der jüngste Appell der NATO, das Feuer in der umkämpften Donbass-Region einzustellen, ist aus Sicht der selbst ernannten Volksrepublik Donezk eine „Heuchelei“. Das erklärte der Donezker Vize-Volksratschef Denis Puschilin am Montag.

„Die Allianz unterstützt allseitig die Kiewer Machthaber. Wir sind mit beiden Händen für die Feuereinstellung. Wir lassen OSZE-Beobachter überall durch, die sich über die Situation auch in besonders komplizierten Gebieten informieren können. Dagegen tut die Ukraine nichts. Nach uns vorliegenden Angaben werden Truppen und Technik schon wieder umdisloziert und (zur Trennlinie) verlegt“, kritisierte Puschilin.Am Montag hatte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg die beiden Konfliktseiten in der Ukraine aufgerufen, das Regime der Feuereinstellung strikt einzuhalten.

Gruß nach Donezk
TA KI

Lawrow: Ankunft von US-Militärs in der Ukraine verstößt gegen Minsk-2


302034283Die Ankunft von US-Militärs in der Westukraine und der mögliche Einsatz einer privaten US-Sicherheit- und Militärfirma im Donbass verstoßen gegen die von Kiew übernommenen Verpflichtungen. Das erklärte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch in einem Telefonat mit seinem US-Kollegen John Kerry.

„Lawrow machte Kerry darauf aufmerksam, dass die Ankunft von US-Soldaten der 173. Luftlandebrigade auf dem Testgelände Jaworow bei Lwow (Lemberg) und Angaben über die Entsendung von Personal der US-Militärfirma Academy in die Donbass-Region ein krasser Verstoß gegen das Minsker Abkommen sind“, teilte das russische Außenamt nach dem Telefongespräch mit. Laut Minsk-2 hatte sich Kiew verpflichtet, alle ausländischen Formationen, Kampftechnik und Söldner vom Territorium der Ukraine abzuziehen.

Lawrow habe ferner die Notwendigkeit hervorgehoben, die Realisierung des am 12. Februar ausgehandelten Minsker Abkommens durchzusetzen, hieß es.

Die beiden Minister erörterten auch einige aktuelle Probleme der bilateralen Beziehungen, darunter einen Terminplan ihrer weiteren Kontakte. „Russland bleibt offen zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit den USA auf der Grundlage der Gleichberechtigung, der Achtung der Interessen Russlands und des völligen Verzichts auf Versuche, Druck auf Moskau auszuüben“, erklärte Lawrow.

 

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Gruß nach Russland
TA KI

Poroschenko lässt Befestigungsanlagen im Donbass bauen


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Auf Beschluss des ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko sollen in der ostukrainischen Region Donbass Befestigungsanlagen entstehen.

Wie die Webseite des Präsidenten mitteilt, hat Poroschenko ein Gesetz herausgegeben, das es örtlichen Verwaltungsbehörden ermöglicht, zeitgemäß Waren oder Dienstleistungen für den Bau der Anlagen zu kaufen, die „die Verteidigungsfähigkeit des Staates festigen sollen“.

Poroschenko hatte schon im Herbst 2014 bekanntgegeben, dass im Donbass Befestigungsanlagen gebaut würden und das betreffende Gelände entsprechend den Forderungen des Generalstabs eingerichtet werde. Diese Anlagen sollen eine zuverlässige Verteidigung gewährleisten und das Behaupten der jeweiligen Position ermöglichen, so der ukrainische Staatschef.

Im März hat Poroschenko nach eigenen Worten den Plan zum fortgesetzten Bau von Befestigungsanlagen im Donbass bestätigt.

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Gruß nach Donbass
TA KI

Kiew vertuscht Wahrheit über Blutbad auf dem Maidan – Zeitung


301736889Bei der Aufklärung des Blutbads auf dem Maidan hat Kiew keinen großen Eifer an den Tag gelegt, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Mittwochausgabe.

Als sich die Morde an proeuropäischen Demonstranten, verübt von Heckenschützen, Ende Februar zum ersten Mal jährten, konnte die Justiz in Kiew noch immer keine Ergebnisse vorweisen, heißt es in einem Kommentar von Ann-Dorit Boy, Redakteurin im Politikressort der Zeitung.

Es sei zweifellos schwierig, eine unabhängige Untersuchung vorzunehmen. „Aber man muss es wenigstens versuchen. Doch genau das scheint Kiew nicht getan zu haben.“Stattdessen sollten Innenministerium und Geheimdienst die Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft systematisch behindert haben. Die Vorwürfe, die eine vom Europarat eingesetzte internationale Beratergruppe nun gegen die ukrainische Regierung erhoben habe, seien bestürzend.

Auch die schweren Kämpfe im Donbass gegen von russischem Militär gestärkte Separatisten rechtfertigen kein solches Vorgehen, so die Autorin weiter.

„Die Aufklärung der Verbrechen, die Ukrainer an Ukrainern verübt haben – auf dem Majdan, im Gewerkschaftshaus von Odessa, im Donbass und überall im Land – und die Bestrafung der Täter sind Voraussetzung dafür, dass die ukrainische Gesellschaft heilen und wieder zusammenwachsen kann.“

Transparente Aufklärung sei auch die wirksamste Waffe gegen das Gift der Verschwörungstheorien, wird abschließend im Kommentar hervorgehoben. Die Regierung in Kiew müsse nicht nur um das Territorium kämpfen, sondern vor allem um das Vertrauen der Bürger.

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Gruß an die Opfer
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Lugansker Zivilschutz: Letzte Bahnbrücke zur übrigen Ukraine gesprengt


301412728Laut dem Zivilschutzministerium der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk ist die bisher letzte Eisenbahnbrücke, die die LVR mit dem übrigen Territorium der Ukraine verbunden hatte, in die Luft gesprengt worden.

„An der Bahnstrecke zwischen Sentanowka und Schipilowo beim 51 Kilometer, acht Kilometer vom Bahnhof Schipilowo entfernt, wurde eine Eisenbahnbrücke durch Sprengung zerstört“, zitiert das Lugansker Informationszentrum den Zivilschutzminister der LVR, Sergej Iwanuschkin.

Dem Minister zufolge ist der Zugverkehr zwischen Rodakowo und Krasny Liman nach dem Sprengstoffanschlag lahmgelegt. „Auf dieser Eisenbahn hätten auch heute noch Kohlen in die Ukraine transportiert werden können“, so Iwanuschkin.

Einem Sprecher der LVR zufolge befindet sich die Eisenbahnbrücke auf dem von Kiew kontrollierten Territorium unweit der Stadt Gorsk. Die Explosionsfolgen hat ein Lokomotivführer entdeckt, dessen Zug die Brücke überqueren sollte.

Die Teilnehmer der Minsker Verhandlungen über die Ukraine-Regelung hatten sich Mitte Februar auf ein Maßnahmenpaket geeinigt, das unter anderem die die Feuereinstellung und den Abzug schwerer Waffen vorsieht. Kurz nach dem Inkrafttreten des Waffenstillstandsabkommens kam es im Donbass erneut zu Schusswechseln. Die Konfliktseiten werfen einander vor, gegen den Waffenstillstand zu verstoßen, und behaupten, sie seien gezwungen, Erwiderungsfeuer zu eröffnen.

Quelle: http://de.sputniknews.com/politik/20150309/301412635.html

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Gruß an die Völker
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Russland sieht sich im Ukraine-Konflikt vom Westen zunehmend provoziert.


Moskau schlägt Alarm

US-Soldaten in der Ukraine?

die-uss-truxtun-nimmt-an-einem-nato-grossmanoever-im-schwarzen-meer-teil-Schwere Vorwürfe aus Moskau: US-Soldaten sollen als Ausbilder für das ukrainische Militär in das krisengeschüttelte Land gereist sein. Gleichzeitig startet die Nato ein Großmanöver im Schwarzen Meer. Droht die ohnehin angespannte Situation zwischen Russland und den USA zu eskalieren?

Nato-Schiffe im Schwarzen Meer und US-Soldaten in Reichweite des Kriegsgebiets Donbass – Russland sieht sich im Ukraine-Konflikt vom Westen zunehmend provoziert. Zwar ist unklar, ob im Westen der Ukraine tatsächlich schon die ersten von 300 bestellten US-Militärausbildern angekommen sind. Kiew dementiert halbherzig, Washington gibt sich schmallippig. Doch Moskau ist überzeugt von der Truppenpräsenz und schlägt Alarm.

Waffenlieferungen bedeuten „kolossalen Schaden“

Die militärischen Drohgebärden des Westens und die in den USA diskutierten Waffenlieferungen für die Ukraine seien eine Gefahr für den Friedensprozess, warnt Russland. Wenn die Bevölkerung im Donbass von US-Waffen getötet werde, dann entstünde ein „kolossaler Schaden“ für das Verhältnis zwischen Moskau und Washington, donnert das russische Außenamt.

Es gibt kaum Zweifel, dass die Russen bei der Ankunft von Ausbildern aus den USA und Großbritannien auch ihren Einsatz in dem Konflikt erhöhen. Von Waffenlieferungen ganz zu schweigen. Russland fühlt sich längst auch durch die verstärkte Aktivität der Nato im Baltikum unter Druck. Wohl auch deshalb beginnen nun neue Militärmanöver in mehreren Teilen des Riesenreiches. Und auch die vom Kreml gesteuerten Medien sind im Grunde seit Monaten im Kampfmodus.

Lässt sich Obama weiter vorführen?

Das Pentagon gibt sich zunächst bedeckt. Vor zwei Wochen waren die Vorbereitungen der Ausbildungsmission für ukrainische Kampftruppen vorübergehend gestoppt worden, hatte der Kommandeur der US-Truppen in Europa, Generalleutnant Ben Hodges, eben noch in Berlin erklärt. Damit sollte dem Friedensabkommen von Minsk eine Chance gegeben werden.

Schon beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Weißen Haus wurde aber deutlich, dass die Geduld der Amerikaner mit Blick auf die zäh ausgehandelte Waffenruhe in der Ukraine nicht endlos sein würde. US-Präsident Barack Obama, der bis heute auf einen außenpolitischen Coup wartet, will nicht schon wieder als Zauderer dastehen. Seit Monaten werfen ihm seine Gegner im Kongress vor, sich vom russischen Präsidenten Wladimir Putin im Ukraine-Konflikt an der Nase herumführen zu lassen.

Der Kremlchef weist zum Beispiel immer wieder Vorwürfe zurück, reguläre russische Soldaten kämpften an der Seite der Separatisten im Kriegsgebiet Donbass. Moskau legt Wert auf den Unterschied, dass zwar Russen dort freiwillig im Einsatz sein könnten, aber es keinen Marschbefehl gebe.

Putin besteht auf Minsker Abkommen

Wohl auch mit Blick auf diese russische Schützenhilfe wird die Diskussion um die Lieferung defensiver Waffen in Washington immer lauter geführt. Diese Woche sprach sich Martin Dempsey, ranghöchster General des US-Militärs, in deutlichen Tönen dafür aus. Die Regierung solle „unbedingt“ darüber nachdenken, empfahl der Generalstabschef. Denn letztlich sei Putins Ziel, das Nato-Bündnis zu schwächen.

„Das stärkste, was wir nun tun können, ist Kiew mit defensiven Waffen auszustatten“, sagte zuletzt auch der Demokrat Eliot Engel, ranghohes Mitglied im auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses. Ob das Außenministerium das ähnlich sieht, verrät die dortige Europa-Beauftragte Victoria Nuland bislang nicht. Das State Department habe seine Empfehlung an das Weiße Haus aber bereits abgegeben. Das letzte Wort hat Obama – doch hält er sich eine Entscheidung nach wie vor offen.

Vor neuen Gesprächen über den in Minsk vereinbarten Friedensprozess an diesem Freitag in Berlin pocht Putin darauf, dass das Abkommen vom 12. Februar punktgenau umgesetzt wird. Doch die Waffenruhe bleibt brüchig, die Stimmung in der Ukraine aufgeheizt.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat nun angeordnet, die Armee um ein Drittel auf 250.000 Mann aufzustocken. Immerhin hat er nicht nur einmal versprochen, abtrünnige Gebiete wieder unter ukrainische Kontrolle bringen zu wollen. Wohl auch deshalb lässt er nun Schattenbehörden mit Zivilisten und Militärs gründen. Sie sollen im Fall eines militärischen Erfolges dann die Führung in den Regionen Donezk und Luhansk übernehmen. Die Russen warnen nun erneut davor, den Konflikt mit Gewalt lösen zu wollen. Sie sehen offiziell nur einen Weg – und der heißt: Dialog der Konfliktparteien.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_73161276/moskau-schlaegt-alarm-us-soldaten-in-der-ukraine-.html

Gruß an die, die sich nicht provozieren lassen

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Großbritannien schickt Ausbilder in die Ukraine


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Mit einem Ausbildungseinsatz will der britische Premierminister Cameron den ukrainischen Regierungstruppen unter die Arme greifen. Russland müsse Einhalt geboten werden, mahnt er. US-Außenminister Kerry geht Moskau hart an.

Zur Ausbildung der Regierungstruppen will Großbritannien Militärberater in die Ukraine schicken. Das Kontingent solle in den nächsten Wochen entsandt werden, wie Premierminister David Cameron in London bekanntgab.

„Eine bestimmte Anzahl britischer Kräfte wird involviert sein; sie werden nicht in der Kampfzone sein, aber ich denke, das ist es, womit wir helfen sollten.“

Waffenlieferungen schloss Cameron nicht grundsätzlich aus, er betonte aber: „Wir glauben im Grunde nicht, dass es eine militärische Lösung hierfür gibt. Es muss eine diplomatische Lösung geben.“ Laut britischer Nachrichtenagentur PA sollen bis zu 75 Soldaten und Militärangehörige in die frühere Sowjetrepublik geschickt werden.

Eine vor anderthalb Wochen für die Ostukraine vereinbarte Waffenruhe erweist sich als brüchig. Regierungstruppen und prorussische Aufständische werfen sich gegenseitig Verstöße vor. Auch der Streit um den Abzug schwerer Waffen aus dem Kriegsgebiet Donbass dauert an.

Die Außenminister aus Frankreich, Deutschland, Russland und der Ukraine verständigten sich am Dienstag bei einem Krisentreffen in Paris darauf, dass wegen der ständigen Waffenstillstandsverletzungen die internationale Beobachtermission deutlich verstärkt werden soll. Die Minister riefen zugleich zur Umsetzung der Mitte Februar in der weißrussischen Hauptstadt Minsk getroffenen Vereinbarungen auf. Dazu zähle insbesondere die Einhaltung der Feuerpause und der komplette Abzug schwerer Waffen, sagte Frankreichs Ressortchef Laurent Fabius.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) kann einen angeblichen Abzug schwerer Waffen indessen weiter nicht bestätigen. Bisher gebe es nur Hinweise, dass Kriegsgerät „bewegt“ werde, teilte OSZE-Missionschef Ertugrul Apakan am Mittwoch mit. „Dass Waffen abgezogen und sicher gelagert wurden, sind vorerst Behauptungen“, meinte er.

Die proeuropäische Führung der Ukraine und auch der Westen werfen Russland vor, die Separatisten in dem Unruhegebiet unter anderem mit Waffen zu unterstützen. Der Kreml weist die Anschuldigungen zurück.

Cameron warnte, Russlands Präsident Wladimir Putin könnte seine Aggression künftig auch gegen baltische Staaten oder gegen Moldau richten, wenn ihm jetzt nicht Einhalt geboten werde. Das Waffenstillstandsabkommen wirke nicht. Es wäre „wundersam“, wenn die Vereinbarungen in vollem Umfang eingehalten würden, sagte Cameron.

US-Außenminister John Kerry attackierte die Regierung in Moskau scharf. Er hielt Russland vor, die „umfangreichste Propaganda-Übung“ zu betreiben, die er seit dem Höhepunkt des Kalten Krieges beobachtet habe. Kerry warf der russischen Regierung vor, wiederholt über ihr Handeln in der Ostukraine gelogen zu haben.

Indessen ist der Mindestlohn in der krisengeschüttelten Ukraine nach einem massiven Wertverlust der Landeswährung Griwna unter den Wert von Armutsstaaten etwa in Afrika oder Asien gefallen. Ein Arbeiter in der Ukraine habe derzeit noch Anspruch auf umgerechnet 42,9 US-Dollar (1218 Griwna) im Monat, berichtete der Fernsehsender Ukraina.

Zum Vergleich: Menschen in Bangladesch, Ghana oder Sambia verdienen mit 46,6 US-Dollar derzeit statistisch mehr als die Einwohner des zweitgrößten Landes in Europa.

Seit dem Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch nach prowestlichen Massenprotesten vor einem Jahr hat die Landeswährung über 70 Prozent an Wert verloren. Zu Sowjetzeiten galt die Ukraine als eine der wohlhabendsten Regionen der dann 1991 zerfallenen UdSSR. Das Land war damals vor allem ein Zentrum des Maschinenbaus und eine Kornkammer.

Anastasia Vlasova

(dpa)
Quelle:http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article205181905/Grossbritannien-schickt-Ausbilder-in-die-Ukraine.html

Gruß an die Völker

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Ukraine fordert Schadenersatz von Russland


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Russland müsse nach den Worten des  ukrainischen Ministerpräsidenten, Arsenij Jazenjuk,  wegen Zerstörungen  in der Ostukraine Schadenersatz zahlen.
Jazenjuk twitterte am Sonntag: Die Ukraine muss für den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete in Donbass (die Provinzen Donezk und Lugansk) von Russland Schadenersatz verlangen. Als Reaktion auf diese Aussagen sagte der Vizevorsitzende des DumaVerteidigungsausschusses Franz Klinzewitsch: Diese Aussage bedeutet, dass die ukrainische Regierung nicht vorhat, die Region Donbass, die von der ukrainischen Armee zerstört wurde, aufzubauen. Weiterhin bezeichnete er die Aussagen des ukrainischen Ministerpräsidenten als zu profitgierig und unverschämt, und fügte hinzu: Jazenjuk gibt wie immer unprofessionelle Aussagen von sich. In den vergangenen acht Monaten sind die Städte in den Regionen Donezk und Lugansk wegen monatelangern Gefechten  zwischen der Armee und Wolhswehr  stark zerstört, wodurch über eineinhalb Millionen Menschen obdachlos wurden.
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Gruß nach Rußland
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Droht ein großer Krieg in Europa?


wie-stehen-die-chancen-fuer-einen-loesung-der-ukraine-krise-Von möglichen Friedensgesprächen im Ukraine-Konflikt sprechen die verfeindeten Lager kaum noch. Kiew ordnete Rund-um-die-Uhr-Schichten in Rüstungsbetrieben an. Zudem läuft eine Mobilmachung, bei der mehr als 100.000 Ukrainer bewaffnet werden. Die prorussischen Separatisten stellen sich auf schwere Kämpfe ein – und setzen dabei weiter auf die Rückendeckung Moskaus.

Welche Lösung im Ukraine-Konflikt ist denkbar?

Der Streit in der ukrainischen Regierung dreht sich darum, ob militärisches oder politisch-diplomatisches Vorgehen am ehesten zu einer Lösung führen kann. Einflussreiche Kräfte in der prowestlichen Führung in Kiew sprechen sich für einen Krieg aus.

Der Präsident Petro Poroschenko hatte nach mehreren Auslandsreisen betont, dass westliche Staaten zur Militärhilfe bereit seien. Auch wenn die erhofften Waffenlieferungen aus den USA vorerst ausbleiben. Die US-Regierung will „in der nahen Zukunft“ keine Waffen an das Militär der krisengeschüttelten Ukraine liefern. Das sagte Präsident Barack Obamas Sicherheitsberater Ben Rhodes in einem CNN-Interview. Einen Bericht der „New York Times“, nach dem konkret die USA über Waffenlieferungen nachdenken, wies Rhodes allerdings nicht direkt zurück.

Separatistenführer Alexander Sachartschenko hatte sich zuletzt bereit erklärt mit Poroschenko über eine Lösung zu verhandeln. Der regierungstreue Vizegouverneur Gennadi Korban in der unter ukrainischer Kontrolle stehenden Industriestadt Dnjepropetrowsk sagte nun in einem Interview: „Die ukrainischen Politiker müssen begreifen: Wenn ihnen kein Blitzkrieg gelingt, dann muss die Krone abgenommen und sich geeinigt werden – so wie das unter Geschäftsleuten gemacht wird.“

Ist eine friedliche Lösung des Konflikts überhaupt noch denkbar?

Beobachter halten einen Kompromiss für möglich, wonach die umkämpfte russischsprachige Region Donbass im Zuge einer Föderalisierung künftig mit weitgehenden Sonderrechten eines Autonomiegebietes ausgestattet würde. Dabei müssten sowohl die Separatisten zurückstecken, die eine Unabhängigkeit anstreben, als auch die ukrainische Führung, die eine Föderalisierung wegen eines befürchteten Zerfalls des Landes stets ausgeschlossen hatte.´

Wie wahrscheinlich ist ein großer Krieg?

Nach der ukrainischen Regierung hat nun auch die Separatistenführung eine Mobilmachung angeordnet. Beide Seiten rüsten auf. Das Komitee der russischen Soldatenmütter in St. Petersburg befürchtet, dass Militärangehörige zum Einsatz im Donbass gedrängt werden könnten.

Im August hatte der Separatistenführer Sachartschenko von 3000 bis 4000 Russen an der Seite der Aufständischen gesprochen – viele von ihnen angeblich beurlaubte Militärangehörige.

Kremlchef Wladimir Putin hatte zuletzt begrüßt, dass Russen ihrem Herzen folgen würden und im Donbass kämpften. Offiziell bestreitet Russland allerdings weiter eine direkte militärische Hilfe. Experten meinen, dass Russland im Fall eines Einsatzes von Nato-Truppen von einer verdeckten Militärhilfe zum direkten Krieg übergehen könnte.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_72747958/ukraine-krise-droht-europa-ein-grosser-krieg-.html

Gruß nach Russland

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Der Moment, an dem es heißt: Es ist Zeit


Geopolitische Analyse von Alexander Sachartschenko, Ministerpräsident der Volksrepublik Donezk

Zuerst erschienen am 27.01.2015 auf http://russkiy-malchik.livejournal.com/574917.html  (via infopolk.ru)
Für FortRuss aus dem Russischen von J. Hawk
Aus dem Englischen von James B.

Ohne Betrachtung der geopolitischen Komplexität und ihrer Feinheiten ist die Situation extrem überschaubar.  Dies ist eine Schlacht um den Kontinent, um das internationale System und um die eigene Taiga [bezieht sich auf Putins Rede, indem er Rußland als Bär skizzierte, der seine Taiga verteidigt, d. Ü.]. Verzweifelt greifen sie uns an, sie wollen uns zügig vernichten. Sie greifen auf alle verfügbaren Mittel zurück, abgesehen von einer direkten militärischen Intervention auf russischem Territorium.  Sie vernichten Russen außerhalb ihrer Grenzen und züchten fremde Legionen, um in das Land einzumarschieren.  Der Westen beabsichtigt unsere Vernichtung, um seine eigene Vernichtung abzuwenden.  Wesentliche Faktoren dabei sind die Zerstörung der Wirtschaft und politischer Führungspersonen Rußlands.

Der wesentliche Faktor, dies zu erreichen, ist der Zerfall innerhalb Rußlands, ein Bruch innerhalb der russischen Regierung, die Verbreitung von Haß unter dem Volk.  Darin liegen die Ursachen der andauernden Provokationen und der Politik im Geiste von »Teile und herrsche«: zwischen-ethnische Animositäten, Haß gegenüber dem Staat, gegen das (prorussische) Großkapital, gegen die Orthodoxe Kirche, gegen sein eigenes Volk und alles drum herum.  All das wird getan, um die Zerstörung Rußlands von innen heraus zu erreichen.  Aber genau das geschieht nicht.  Alles zerschellt an der Einheit der Regierung, die sich auf den Rückhalt ihres Volkes stützt, das sich wiederum fühlt, als befinde es sich zusammen mit seinen Führern in einer belagerten Festung.  Sogar Kapitalisten wie Usmanow, Wekselberg und andere, die sich für den Westen entschieden hatten, holen ihre Vermögen von Offshore-Konten heim nach Rußland.  Sogar Schuwalow schwor Putin in Davos seine Treue.  Ganz zu schweigen von den Normalsterblichen.  Ganz egal, was über »Putin der Milliardär« oder der Käuflichkeit der Regierung gesagt wird, angesichts aller Probleme und der sich verschlechternden Finanzlage schwindet die Solidarität mit dem Präsidenten nicht, sondern sie wird stärker.  Obendrein wollen die Leute sogar, daß er handfester agiert und mit dem Westen keinerlei Kompromisse eingeht, koste es, was es wolle.

Darüber ärgert sich der Westen schwarz. Er versucht in Rußland die Zersetzung und das Chaos, aber erreicht das Gegenteil.  Der einzig verbleibende Weg ist der Versuch, die russische Wirtschaft zu vernichten, ihren Zugriff auf den US-Dollar zu unterbinden (was für den Westen wiederum einem Harakiri gleichkäme), oder die Russen davon zu überzeugen, daß Putin ihr Feind ist, um ihm so des Rückhalts zu berauben.  Genau, der sogenannte vaterländische Maidan.  Hier gibt’s eine Chance, eine kleine.  Und sie hängt eng zusammen mit dem Wohl und Wehe der Lage im Donbass.  Die einfache Rechnung sieht so aus: Behaupte lauthals: »Der Donbass sei aufgegeben!«, »Nur Idioten im Kreml!«, »Surkow am Ende!« und ähnliches — Putin wäre zwar zunächst aus der Schußlinie und der mediale Fokus läge auf einer Palastrevolte: Putin sei verraten worden.  Aber zugleich würden sie die Linie fahren, wonach Putin tatsächlich den Donbass aufgegeben hätte, und früher oder später würde jemand rufen: »Wir haben keinen Zar!« oder »Nieder mit dem Zar!«.  So etwas könnte in der Gemengelage mit dem Konflikt mit dem Westen sehr wohl zu einem Putsch gegen das »Putin-Regime« führen.  Damit wird der Donbass zu einem Hebel, der die Unzufriedenheit des Volkes mit dem Kreml stärkt: Schickst Du reguläre russische Kräfte, wirst Du zum internationalen Paria und zum neuen Hitler (was er ohnehin schon mehr oder weniger ist) — unterläßt Du es, bist Du ein Verräter.

Moskau entschied sich für einen mittleren Ansatz, die westliche Aggression einzudämmen (bis zur X-Hour*) neben indirekter militärischer Unterstützung auf ukrainischem Territorium. [* X-Hour: Nato-Jargon, Zeitpunkt einer Warnung an den Gegner vor Beginn der N-Hour Sequence — siehe auch, d. Ü.] 

Ja, aus Sicht der Donbass-Bewohner ist das nicht die beste Variante.  Vielmehr ist sie eine Strategie, die den derzeitigen Realitäten geschuldet ist: Rußlands Kräfte reichen nicht für einen schnellen Sieg gegen die konsolidierten westliche Kräfte, die trotz riesiger tönerner Füße nach wie vor die dominierende Kraft der Welt sind.  Als Teil dieser Strategie für die Zeit nach der Krim unternimmt Rußland Schritte, die zwar alles andere als offensichtlich sind, ihm aber dennoch eine Abwehr der Aggressionen gestatten.  Ja, die Haltung der ewigen Kritiker, die nach einer ›großen Lösung‹ der ukrainischen Frage rufen und damit argumentieren, sie werde früher oder später ohnehin fällig, mag angemessen und sogar anziehend sein, gerade für patriotisch gesinnte Leute, die unter dem Anblick der toten Donbass-Bewohner leiden.  Aber diese Kritiker sehen nicht, daß sie mit ihrem Ruf nach einem finalen Schlag (am besten hier und jetzt) ausgerechnet dem Westen helfen würden.  Denn der Kreml wäre gezwungen, dann zuzuschlagen, wo der Westen noch genug Kraft hat.  Aber die Uhr läuft gegen Washington.  Obwohl es fremde Legionen gegen Rußland einsetzt und jeden Tag russisches Leben nimmt, erreicht es mitnichten sein eigenes Ziel, Rußland in den nächsten paar Monaten zu vernichten; es als singuläre politische Einheit von der Weltkarte zu tilgen; es als Organismus zu zerteilen.  Kurz: Willst Du den Kampf früher aufnehmen, kann es passieren, später nicht mehr in Rußland zu leben.

Wenn die Mehrheit von uns dies mit Herz und Verstand verinnerlicht, wird der Sieg letztlich derjenige Rußlands sein.  Wenn wir aber von diesem Pfad abweichen, selbst mit guten Absichten und der Hoffnung, das Problem hier und jetzt zu lösen, werden wir verlieren.  Jedermanns Pflicht in diesem Augenblick ist Hilfe für den Donbass, jeder so gut er kann, und nicht Gefühlsregungen nachzugeben, selbst wenn sie ehrlich oder kämpferisch sind.  Seid höchst bereit für den Moment, an dem es heißen wird: »Es ist Zeit!«

 

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Bemerkung des Primär-Übersetzers aus dem Russischen ins Englische: Sachartschenko ist ohne geringstem Zweifel einer der profiliertesten russischen Führer unserer Zeit.  Er zeigte nicht nur Geschick als Kommandeur in der Donezker Volksrepublik, sondern auch Gespür für das Big Picture, das Gesamtbild.  Als Teil dessen unterliegt der Westen zur Zeit einer schweren systemischen Krise, die vergleichbar mit der Great Depression ist und die mit Hilfe politischer und wirtschaftlicher Expansion abzuwenden versucht wird.  Ergo die neuerlichen Regime Changes im Nahen Osten und sonstwo, ergo Maidan.  Die EU und die USA müssen neue Märkte finden, andernfalls drohen ihnen durch das interne Dogma der Sparpolitik die Vernichtung der eigenen Wirtschaft.  Das muß keinesfalls sein: Die Wahlen in Griechenland zeitigen einen Hoffnungsschimmer, daß die Institutionen des Westens doch noch reformiert werden können.  Aber man sollte nicht zu viele Hoffnungen an das kleine Griechenland heften, sich allein gegen Deutschland und seine Mittäter in der EU-Bürokratur zu stellen.  Die heutigen Ereignisse in der Ukraine sind das Äquivalent zum spanischen Bürgerkrieg.  Auch damals stellte sich die UdSSR alleine gegen den Faschismus, in der Hoffnung, auf Unterstützung durch gleichgesinnte Bürger in ganz Europa zu stoßen und eine Botschaft an die Aggressoren zu richten.  Wäre der Krieg anders ausgegangen, wären uns bestimmt zehn Millionen Tote im Zweiten Weltkrieg erspart geblieben.  Heute ist das Risiko genau so groß.  Rußlands Haltung richtet sich an den ermutigenden Widerstand innerhalb der EU (Griechenland legt schon eine gewisse Wirkung nahe) und versucht gleichzeitig, potentielle Aggressoren davon zu überzeugen, daß die Kosten einer solchen Aggression zu hoch wären.  Was damals, 1938 in Spanien auf dem Spiel stand, steht heute einmal mehr auf dem Spiel — im Donbass.

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Bemerkung des Saker: Falls jemand noch nichts von FortRuss gehört hat, besucht bitte die Website:  http://fortruss.blogspot.com/ — Dort findet Ihr eine Menge interessanter Nachrichten.

Gruß an die Russen

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Antirussische Sanktionen werden immer unmoralischer – Dumachef Naryschkin


300683358Die gegen Russland verhängten Sanktionen werden vor dem Hintergrund der neuerlichen Offensive Kiews gegen Donbass immer unmoralischer, wie der Vorsitzende der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus), Sergej Naryschkin, am Dienstag bei der Eröffnung der Frühjahrstagung der Staatsduma sagte.

Die Intensität der Feuerangriffe in dieser ostukrainischen Region hat ab dem 9. Januar zugenommen. Auch Wohnviertel von Donezk werden beschossen.
Laut Naryschkin bleibt die vom Westen zugesagte bedeutende Wirtschaftshilfe für die Ukraine eine bloße Versprechung. Zugleich würden in Kiew Aufrufe zu einer neuen Offensive gegen Donbass laut.

„Umso unmoralischer werden die gegen Russland verhängten Sanktionen, die in Verletzung aller Grundsätze und Normen des Völkerrechts weiter gelten. Wir haben es dabei mit keinem Irrtum, sondern mit dem Versuch zu tun, zielgerichtet den russlandfeindlichen politischen Kurs zu etablieren“, so Naryschkin.

Im Interesse gefährlicher Illusionen und völlig unnatürlicher Aufgaben, würden die Behörden der EU-Länder seit Monaten ihre eigene Wirtschaft zum Opfer bringen und ihre Bürger belügen, so der Dumachef.

Trotz der zügellosen Propaganda nimmt die Zahl derjenigen zu, die die wahre Lage der Dinge erkennen“, so Naryschkin.

Quelle: http://de.sputniknews.com/politik/20150120/300682968.html

Gruß an die, die des Pudels Kern erkennen

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Lawrow: Donezk und Lugansk in Prozess der politischen Regelung einbeziehen


300369783Die politische Regelung in der Ukraine kann nach Ansicht des russischen Außenministers Sergej Lawrow nur bei einem direkten Dialog zwischen Kiew und den selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk erfolgreich sein.

Das betonte er am Montagabend, nach Abschluss des Treffens der Außenminister Russlands, der Ukraine, Deutschlands und Frankreichs in Berlin.

Donezk und Lugansk „müssen sich als vollwertig in diesen Prozess einbezogene gleichberechtigte Partner fühlen“, so Lawrow.

Seiner Auffassung nach nimmt bei allen Teilnehmern des Vierertreffens „die Einsicht zu, dass es kompliziert werden wird, Vereinbarungen zu einzelnen Fragen zu erzielen, solange kein allseitiger verfassungsmäßiger Prozess begonnen hat, an dem alle Regionen und politischen Kräfte der Ukraine teilnehmen müssen“.

Dieser Prozess „muss den Rahmen schaffen, der die Möglichkeit bieten wird, alle Aufgaben bei der Umsetzung eines jeden Punktes der Minsker Vereinbarungen in den richtigen Kontext zu  bringen, einschließlich der Waffenruhe, des Abzugs der schweren Kampftechnik, einer effektiveren Lieferung von Hilfsgütern, der Freilassung der Geiseln, der Gewährleistung des Sonderstatus der Volksrepubliken Donezk und Lugansk und der Regelung der Probleme der wirtschaftlichen Wiederherstellung der Region Donbass“, betonte

Quelle: http://de.sputniknews.com/politik/20150113/300554831.html

Gruß an die Russen

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Donezk: Ukrainisches Militär bricht Waffenruhe mehr als 80 Mal


Die ukrainische Artillerie hat in den vergangenen 24 Stunden die Waffenruhe im Donbass 82 Mal gebrochen, unter den Zivilisten gibt es Tote und Verletzte, wie das Verteidigungsministerium der selbsterklärten Volksrepublik Donezk mitteilte.

„Die ukrainischen Regierungstruppen haben die Waffenruhe 82 Mal gebrochen. Sechs Zivilisten sind betroffen, darunter zwei Tote und ein verletztes Kind von 14 Jahren“, sagte ein Vertreter des Verteidigungsministeriums der Volksrepublik Donezk  der Nachrichtenagentur RIA Novosti. Nach seinen Worten wurden Wohnhäuser in Donezk in den vergangenen 24 Stunden 62 Mal von Artilleriegeschossen getroffen. Dem Vertreter des Verteidigungsministeriums zufolge hat das ukrainische Militär Rohr- und reaktive Artillerie eingesetzt. Seit dem 3. Januar seien in Donezk drei Zivilisten getötet und weitere 17 verletzt worden, teilt die Stadtverwaltung von Donezk mit. Außerdem verweist ein Sprecher der Verwaltung darauf, dass die Stadt seit dem 7. Januar mit zunehmender Intensität beschossen werde.
Der Stab der Volksrepublik Donezk berichtet inzwischen, dass die Regierungstruppen die Waffenruhe in den vergangenen 24 Stunden 50 Mal gebrochen haben. „Die ukrainische Seite beschoss systematisch Stellungen der Volksmilizen und Objekte der zivilen Infrastruktur und hat damit die Vereinbarungen über die Feuereinstellung verletzt. Mindestens  47 Einsätze von Waffen sind festgestellt worden“, sagte ein Vertreter des Stabs. In der vergangenen Nacht haben Regierungstruppen Siedlungen um Donezk mehr als 20 Mal beschossen. Es seien „Artillerie- und Panzergeschütze, Granatenwerfer und Schusswaffen eingesetzt worden.“
Die ukrainischen Regierungstruppen berichten ihrerseits, dass ihre Stellungen innerhalb der vergangenen 24 Stunden 63 Mal beschossen worden seien. „In den vergangenen 24 Stunden haben illegale bewaffnete Formierungen Stellungen unserer Soldaten insgesamt 63 Mal beschossen. Dabei muss angemerkt werden, dass von 1 Uhr nachts bis zum frühen Morgen eine Waffenstille zu beobachten war. Innerhalb dieser wenigen Stunden war kein einziger Schuss zu hören“, äußerte Leonid Matjuchin, offizieller Vertreter der Sonderoperation der ukrainischen Regierungstruppen, am Montag.

Prosit Neujahr für Kiew: NATO-Waffen nach Nazi-Aufmarsch


300508720Markige Worte des prowestlichen Präsidenten der Ukraine: Pjotr Poroschenko setzt auf einen neuen Feldzug statt auf Frieden in der Osten seines Landes. »Ich bin überzeugt, dass 2015 das Jahr unseres Sieges wird. Dazu brauchen wir eine starke, patriotische und gut ausgerüstete Armee«, tönt er bei der Übergabe neuer Waffen an die Armee.

Das moderne Kriegsgerät hat Kiew mutmaßlich auch aus NATO-Ländern erhalten – und das nur wenige Tage, nachdem in der ukrainischen Hauptstadt Tausende dem Hitler-Kollaborateur Stepan Bandera gehuldigt hatten.

Am 15. Januar will der ukrainische Staatschef Pjotr Poroschenko in der kasachischen Hauptstadt Astana mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie seinen französischen und russischen Amtskollegen François Hollande und Wladimir Putin auf einem Friedensgipfel die Beilegung des Konflikts im Donbass beraten. Sagt der Kiewer Regent zumindest. Doch just, als sich in Berlin Spitzendiplomaten aus den vier Ländern zur Vorbereitung der Gespräche treffen, übergibt Poroschenko in Schitomir im Norden der Ukraine seinen Militärs weiteres schweres Kriegsgerät, darunter Haubitzen, Schützenpanzer und Kampfjets, zur Niederringung der abtrünnigen »Volksrepubliken« im Osten. Die Armee sei jetzt wieder zu Hundert Prozent einsatzfähig, nicht zuletzt dank »internationaler Partner«, schwärmt der Präsident. Namentlich genannt werden die NATO-Staaten Kanada, Litauen und Polen.

Die Aufrüstung der prowestlichen Regenten erfolgt vier Tage nach einem gespenstischen Aufmarsch in der ukrainischen Kapitale. Am Neujahrstag hatten Tausende Anhänger der Swoboda-Partei und des »Rechten Sektors« den 106. Geburtstag des Nazikollaborateurs Stepan Bandera mit einem Fackelzug durch Kiew gefeiert. Swoboda-Chef Oleg Tjagnibok forderte dazu auf, Bandera zum »Helden der Ukraine« zu erklären.

Keiner der politisch Verantwortlichen in der Ukraine, die ihr Land lieber heute als morgen in der EU sehen wollen, ist auf die Idee gekommen, den braunen Spuk zu unterbinden oder auch nur zu kritisieren. Warum auch? Bis vor kurzem waren Swoboda und »Rechter Sektor« Teil der vom Westen gestützten Kiewer Putschregierung. Und in der Europäischen Union hat sich – vom tschechischen Präsidenten Milos Zeman einmal abgesehen – eh keiner über den Faschistenmarsch aufgeregt. Auch nicht darüber, dass einmal mehr russische Journalisten attackiert ein ukrainischer TV-Sender überfallen und ein nicht genehmer Schriftsteller terrorisiert werden.

Das Gros der Medien in Deutschland schweigt die rechte Machtdemonstration lieber tot – getreu der seit einem Jahr ausgegebenen Maxime: In Kiew gibt es keine Faschisten, sondern nur fröhliche Maidan-Revolutionäre.

»Spiegel online« sorgt sich, der Fackelmarsch für den »umstrittenen Nationalisten« sei eine »Steilvorlage für Moskau«, wo doch Russland die Ukraine »auf den Spuren der Nazis« wähne. Dafür fällt die jüngste NATO-Waffenhilfe unter den Tisch.

»Bild«, sonst allzeit bereit, Israel-Kritiker als Antisemiten an den Pranger zu stellen, ist die rechte Demonstration zum Jahreswechsel keine Zeile wert. Das letzte Mal, dass Stepan Bandera in dem auflagenstarken Boulevardblatt erwähnt worden ist, war nach der Verwüstung seiner letzten Ruhestätte in München im vergangenen August. Dass der gute Mann während des Zweiten Weltkriegs Hitler-Kollaborateur war, haben die Springer-Kollegen geflissentlich zu erwähnen vergessen, ihre Sorge galt seinerzeit geklauter Graberde und dem umgestürzten Grabstein des »prominenten ukrainischen Politikers«.

Am Donnerstag kommt der ukrainische Regierungschef und Faschisten-Tolerierer Arseni Jazenjuk, von Washington liebevoll »Jaz« genannt, zu Besuch nach Berlin. Er wird von Kanzlerin Angela Merkel und von Bundespräsident Joachim Gauck höchstpersönlich empfangen. Wäre es nicht ein klares Bekenntnis gegen rechts, Kanzleramt und Schloss Bellevue würden mal kurz das Licht ausmachen?

Quelle: http://de.sputniknews.com/meinungen/20150106/300507994.html

Gruß an die, die verstehen wo, und WER hier die NAZIs sind

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USA verlassen Afghanistan und haben alle Fehler der UdSSR wiederholt.


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Die Militärstreitkräfte der NATO und der USA haben ihre Kampfmission in Afghanistan beendet. Der dreizehnjährige Krieg ist für beendet erklärt worden. Erstaunlich aber die westliche Allianz hat es irgendwie geschafft alle Fehler der UdSSR in den Jahren 1979-1989 zu kopieren. Es ist nicht auszuschließen, dass die Nuss namens Afghanistan, so wichtig aus der Perspektive des „Großen Spiels“, überhaupt von niemanden geknackt werden kann und die Geschichte dieses Landes sich schon bald wiederholt.

Der Kampfmission der NATO in Afghanistan ist offiziell beendet: am Montag haben die letzten westlichen Truppenteile, die an Kampfhandlungen teilgenommen haben, das Territorium der islamischen Republik verlassen. „Der längste Krieg in der Geschichte Amerikas ist beendet“, sagte Barak Obama. Klar ist, in Afghanistan verbleiben unzählige Militärberater, die eigentlich selbst eine kleine Armee darstellen könnten. Dabei wurden keinerlei politische Ergebnisse durch „den längsten Krieg Amerikas“ erzielt, die NATO ist es weder gelungen sich in Afghanistan festzusetzen, noch ein neues Machtsystem zu etablieren, noch nicht einmal die Regierbarkeit der Provinzen zu erhöhen. Die Allianz erlitt Verluste, die denen der sowjetischen Streitkräften entsprechen, hat aber keine eigene Taktik entwickelt, sondern die sowjetische kopiert mit all den positiven und negativen Merkmalen. Manchmal kam es einem sogar vor, als ob die Führung der NATO bei ihren Handlungen eine Kopie des Politbüros der ZK d. KPSU (Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, Anm. d. Ü.) in ihrem „gerontologischen Stadium“ (altersschwachen, Anm. d. Ü.) war.

In den 80ern waren die Kampfhandlungen zwischen der sowjetischen Armee und den Mudschahidin in Ihrer Intensität um Größenordnungen kleiner als z.B. die heutige auf dem Donbass oder vor nicht allzu langer Zeit in Jugoslawien. Mudschahidin haben nie über Luftwaffe, Panzer und Schwerartillerie verfügt und konnten, einfach aufgrund der ethnischen, religiösen und politischen Unterschiede, ihre Kampfhandlungen nie über das ganze Land koordinieren. Der Großteil der Verluste des „begrenzten Kontingents“ (d. russ. Armee, Anm. d. Ü.) kam nicht durch offene Kampfhandlungen mit dem Gegner, sondern durch Hinterhalte und Angriffe auf isolierte Basislager und Vorposten.

Seitens der UdSSR gab es auch Großoffensiven, viele davon erfolgreich und im Wesentlichen für die Verluste auf Seiten der Mudschahidin, die offensichtlich nicht auf die Initiative der „Shuravi“ (Sowjets, Anm. d. Ü.) vorbereitet waren, verantwortlich. Die erste Hälfte der 80er hat die Afghanen gelehrt, dass die sowjetische Armee in ihren Garnisonen sitzt und bemüht ist die Vorposten entlang der ausschweifenden Kommunikationslinien möglichst eng zu platzieren. Sie waren gewohnt Hinterhalte und Angriffe zu organisieren, bei derer Vorbereitung sie sich über Wochen hinweg auf einen Punkt konzentrieren konnten, dabei eine um das Vielfache höhere zahlenmäßige Überlegenheit herstellen und den Überraschungseffekt für sich nutzen. Aber sobald in der einen oder anderen Region ein fähiger sowjetischer Kommandant auftauchte, brauchte es (wenn es denn einen politischen Willen gab) keine Woche, um diesen ganzen Pöbel mit minimalen Verlusten auseinander zu jagen.

Überhaupt das Vorhanden des politischen Willens nicht nur auf Seiten der sowjetischen Führung, sondern auch auf Seiten der afghanischen, war eine Schlüsselvoraussetzung. Aber den Großteil jenes Krieges hat die afghanische Führung gar nichts unternommen. Sowohl Barak Karmal (durch UdSSR eingesetzter afghanischer Präsident, Anm. d. Ü.) als auch der durchaus engagierterer und kühner Nadschibullāh (Nachfolger von Karmal, Anm. .d. Ü.) haben sich immer, überall und zu jedem Anlass hinter den „Shuravi“ versteckt. Das eigentliche Ziel des Krieges – Hilfeleistung der afghanischen Führung und Ordnung – war durch die Afghanen selbst torpediert worden. Niemand hat auch nur versucht „Ordnung“ zu schaffen oder gar „Stabilität“ herzustellen. Das offizielle Kabul hat sich weiter mit Intrigen und kleinlichen Streitereien beschäftigt, während die sowjetischen Truppen gezwungen waren die zivile Regierung ganzer Provinzen zu übernehmen.

Nach so langer Zeit ist die Versuchung groß sich vorzustellen, dass die Geschichte eine andere Wendung hätte nehmen können, wenn denn die afghanische Regierung nicht so derart kurzsichtig in ihrer Weltsicht gewesen wäre. Die Versuche der Kommunikation mit dem Volk – wo 99% weder schreiben noch lesen konnten – mit pseudomarxistischen Phrasen konnten zu nichts außer Niedergang führen. Natürlich wurde diese Praxis durch die sowjetischen Ideologen bei den Truppen unterstützt, aber letztlich wurde die „Praxis des Lebens“ auf die Schultern der Militärs gehievt. Mit der Zeit wurden die afghanischen Beamten gänzlich ignoriert, da eine Auseinandersetzung mit ihnen völlig sinnlos oder gar gefährlich war: ihnen unterstehende Truppen und republikanische Miliz waren entweder desertiert oder haben Befehle sabotiert oder sind zu Mudschahidin übergelaufen. Natürlich nicht alle. Aber im Großen und Ganzen haben die Offiziere der mittleren Dienstgrade die militärische und alltägliche Versorgung übernehmen müssen, so wurden sie zu dem „Salz“ dieses Krieges.

Etwas Ähnliches ist auch den Truppen der NATO wiederfahren. Sogar das militärische Ziel, das Ihnen gestellt wurde, „dem afghanischen Volke bei der Herstellung der demokratischen Ordnung Hilfe zu leisten“ ist fast schon eine Kopie. In der Praxis resultierte das in einer Suche nach Kompromisskandidaten aus den Reihen der Stammesangehörigen, die sich für die Durchführung der „demokratischen“ Wahlen eigneten. Danach hat man verkündet, dass nach der Beendigung des Krieges gegen die Taliban die NATO den Aufbau einer 200 Tausend Mann starken afghanischen Armee übernehmen wird, so wie es die „Shuravi“ auch gemacht haben. Und jetzt sehen wir dasselbe Bild, wie auch nach dem Abzug der sowjetischen Truppen: die „trainierte“ afghanische Armee läuft auseinander und das Territorium gliedert sich erneut nach ethnischen und religiösen Eigenheiten aufgeteilt.

Man gewinnt den Eindruck, dass das vorgegebene Ziel – Afghanistan bei der Wiederherstellung der Ordnung und eines zentralen Regierungssystems – gar nicht erreichbar ist. UdSSR und NATO haben es mit Führungen zu tun gehabt, die sich gar nicht unter dem Einfluss von außen aufrechterhalten wollten. Im Ergebnis stellen sich alle geopolitischen Überlegungen und Verweise auf das „Große Spiel“ seit Beginn des letzten Jahrhunderts als reines Gedankenspiel dar, es konnte sich bisher ja keine der Nationen in Afghanistan durchsetzen. Dort kann gar keine selbständig funktionierende Zentralmacht etabliert werden. Andererseits zeigt sich, dass die Taliban in ihrer trüben Schlichtheit der Bevölkerung Afghanistans viel näher und verständlicher sind. Diese „Nähe zum Volk“ hat sie befähigt sehr schnell die Macht zu ergreifen, nach Kabul einzufallen, Nadschibullāh zu hängen und sich dann fast 20 Jahre lang dort festzusetzen. Und das wozu diese Jungs mit dem Feuer des Jihad in den Augen mutierten, ist gänzlich anderen Prozesses zu zurechnen und nicht dem Vorhandensein von ausländischen Truppen.

Die neue Führung Afghanistans, wenn sie sich denn für mehr als zwei Jahre in Kabul wird halten können, wird genötigt sein als bei null anzufangen: Verhandlungen mit Taliban, Provinzgouverneuren, Warlords, pakistanischen Schmugglern und Drogenmafia führen. So ähnlich hat es auch Nadschibullāh versucht als er sich für den Weg der nationalen Versöhnung einsetzte und die „Shura“ einberief. Aber sinnlose Streitigkeiten innerhalb der damaligen Führung der Mudschahidin haben zu einem erneuten Zerfall des Landes, Aufflammen der Gewalt und schlussendlich – zur Bildung einer gesamtnationalen Talibanbewegung, die erst später eine religiöse Färbung bekam, geführt. Die NATO ist den Pfad der UdSSR im Kreis abgelaufen, sogar bei aberwitzigen Kleinigkeiten und Zufälligkeiten, alles wiederholend was Unsere mitmachen mussten.

Zum Beispiel, Teilabzug der Truppen, der groß durch Michail Gorbatschow 1986 angekündigt worden war, bestand darin, dass nur die Truppen vom Gebiet der Republik abgezogen wurden, die für überschüssig gehalten worden waren. Eigentlich war das eine Fake, der für die westlichen Medien gedacht war: kurz vor der Rückkehr in die Heimat, wurden inaktive Einheiten zu zwei neuen (heute würde man „gefaketen“ sagen) Regimentern zusammengeschlossen. So ist z.B. der 620er motorisierter Schützenregiment in die Heimat zurückgekehrt, der aus Soldaten bestand, deren Dienstdauer zu Ende ging.

So ziemlich nach demselben Schema agierten auch die Amerikaner, die ständig irgendwas der afghanischen Armee übergaben. Fernsehsender haben die feierlichen Zeremonien bei denen die amerikanische Flagge runtergenommen und die afghanische auf demselben Fahnenmast gehisst wurde, übertragen. Es handelte sich dabei um ebensolche inaktiven Basen, viele davon durch Amerikaner modernisierte Ruinen ehemaliger sowjetischer Vorposten, und nach Hause kehrten dann die estnischen Pioniere und dänischen Funker. In Afghanistan bleiben circa 13 Tausend ausländische Soldaten, die kaum ihre Selbstverteidigung und -versorgung bewerkstelligen können. Währenddessen sind die Taliban längst zu der Taktik der Zerstörung der Konvois der Nachschubwege übergegangen, die seiner Zeit erfolgreich die sowjetischen Soldaten in den entfernten Vorposten isolierte.

Gerechtigkeit halber sollte man erwähnen, dass die sowjetische Armee einen durchaus konkreten Feind von Außen hatte, Pakistan aber die USA einen solchen Kopfschmerz nicht haben. Andererseits sind die USA in ein Land reingegangen, das randvoll mit Waffen war und eine ideologische Grundlage zum Widerstand besaß, während die sowjetischen Truppen erst 1985 sich mit dem Waffenfluss aus Pakistan auseinandersetzen mussten und eine einheitliche Ideologie unter den damaligen Mudschahidin völlig fehlte.

Nichtdestotrotz sind die Ergebnisse, bei all den Unterschieden in der Entstehung, ziemlich identisch. Die Situation stellt sich gänzlich unlösbar dar, denn die Ambitionen von Pakistan, das sich gegenüber der USA immer mehr eigensinnig verhält, sind nicht verschwunden, die Macht von Kabul hat keinerlei Einfluss auf große Teile des Landes mit nomadischer Bevölkerung und alles zusammen erzeugt Druck im Mittleren Osten.

Sicher, die Taliban werden auch noch in 10 Jahren, bei sehr negativem Verlauf der Entwicklung, nicht bis zur früheren sowjetischen Grenze vordringen und schon gar nicht den Pandsch (Fluss an der Grenze zum Tadschikistan, Anm. d. Ü.) überqueren. Aber niemand weiß, wann und unter welchen Umständen sich eine weitere „Volksbewegung“ mit nach außen noblen Idealen bilden wird, die – unter den Augen der „ausgebildeten“ afghanischen Armee – die nächste Regierung in Kabul hinwegfegen wird. Das ist kein Land, sondern eine geopolitische Sackgasse.

Von Evgenij Krutikov

Quelle: http://www.vineyardsaker.de/usa/usa-verlassen-afghanistan-und-haben-alle-fehler-der-udssr-wiederholt/

Gruß an die Völker

TA KI

Die USA können in der Ukraine keinen grossen Krieg beginnen


Nikolai Starikow

Übersetzung von The Us cannot start a major war in Ukraine

Wie lange ist der Westen bereit, für die zusammenbrechende Wirtschaft der Ukraine zu zahlen, ohne den Anfang eines Krieges mit Russland garantiert zu bekommen? Die Regel der westlichen Strategie besagt: wenn du die Kontrolle über das Gebiet verlierst, schaffe die Antithese.

Es ist möglich, zu verstehen, was in der Ukraine geschieht, es ist weitaus schwieriger, die Entwicklung der Ereignisse zu bewerten und vorherzusagen. Worum auch immer es geht, muss man notwendig eine Regel befolgen: Gefühle beiseite zu lassen. Blut, Tod und Zerstörung sind die schwersten emotionalen Schläge, aber wenn man seinem Gefühl folgt, wird daraus weder eine ordentliche Einschätzung noch eine zutreffende Vorhersage folgen.

Daher, so schwer es auch sein magt, lasst die Gefühle draussen. Um die geopolitischen Spiele zu bewerten (und das ist es, was vor uns liegt), brauchen wir nur den Kopf. Nur jene, die wissentlich manipulieren, wollen, dass Ihr mit dem Herzen denkt (und mit dem Herzen wählt – wie Jelzin 1996).

Die Vereinigten Staaten und der Westen befinden sich in einer der schwersten Krisen der Geschichte. Die Stärke und Tiefe der Probleme wird durch die Tatsache verschärft, dass … der Westen gewonnen hat. Er hat praktisch ganz Europa in sich aufgesogen, und die ganze Welt, mit einigen Ausnahmen, in unterschiedlichen Maße zerschmettert.

Darin liegt das Problem – die ganze Zeit über hat der Westen von Raub gelebt. Jetzt gibt es immer weniger, die beraubt werden können, und jene, mit denen man das “geraubte Gut” teilen muss, also den Lebensstandard, der auf der ungezügelten Emission von Dollars beruht, immer mehr. Daher die ungeheuren Staatsschulden. In den USA sind es 18 Billionen Dollar, aber solche Schulden, und sogar eine schlimmere Ration von Schuld zum BIP, bestehen in allen sogenannten entwickelten Ländern.

Welche Lösung suchen die USA und ihre engsten Verbündeten in dieser Lage? Das ist jetzt für jeden offensichtlich. Die Lösung heißt Krieg. Chaos. Aber dieses Chaos und dieser Krieg müssen zu einem “kontrollierten Zusammenbruch” führen.

Die USA müssen im Ergebnis zwei Bedrohungen ihrer Macht eliminieren – China und Russland. Idealerweise, indem sie miteinander zusammenstoßen. Um dies zu erreichen, brauchen die USA einen Regimewechsel in einem dieser Länder. Offensichtlich denken die Amerikaner, ein Regimewechsel in Russland sei die leichtere Aufgabe.

Die Frage ist, wie wollen sie das erreichen? Die orange Technik hat schon 2011 nicht funktioniert, Putin wurde erneut Präsident.

Was der Westen tut, wenn er irgendein Gebiet verliert, ist sehr wichtig, um die Ereignisse in der Ukraine zu verstehen.

Wenn wir von einem Verlust des Westens reden, meinen wir das Fehlschlagen seiner Pläne und den Verlust der Kontrolle über ein bestimmtes Gebiet, ganz oder teilweise.

Was tun die westlichen Strategen in dieser Lage?

149. Britannien wird aus Indien “hinausgeworfen”. Ehe sie gingen, etablierten die Briten ein Anti-Indien – den neuen Staat Pakistan. Spannungen und militärische Konflikte zwischen den neuen Staaten waren die Folge. Kurz, viele Gelegenheiten für die Angelsachsen.

Nochmals 1949. Der Bürgerkrieg in China endet mit dem Sieg des pro-sowjetischen Mao Tsedong. Was tun sie? Schaffen das Anti-China Taiwan. Evakuieren die Armee Tschang Kai-Tscheks unter dem Schutz der US-Navy. Spannungen, die ständige Möglichkeit eines Krieges zwischen China und dem Anti-China folgen. Tianmen-Platz 1989, Peking – wer kann die ‘verzweifelten’ Festlandchinesen von den Agenten der Taiwanesischen Geheimdienste unterscheiden?

Aufgepasst, bitte. Im geopolitischen Spiel bedeutet die diplomatische Anerkennung nur, den gegenwärtigen ‘nationalen’ Interessen zu folgen, sonst nichts. Zuerst anerkennen die USA Taiwan als China. Für die, die es nicht wissen: bis 1973 sassen die Vertreter Taiwans in den Vereinten Nationen als Vertreter Chinas. Aber später änderte Washington seine Position, erkannte Peking an und beendete die Anerkennung Taipehs. Gleichzeitig unterstützt es Taiwan weiter kraftvoll und verhindert die Wiedervereinigung der zwei “Chinas”.

Gehen wir nicht zu tief in die Geschichte. Die Regel der dauerhaften angelsächsischen westlichen Strategie lautet: verlierst Du die Kontrolle über ein Gebiet – schaffe die Antithese.

2011 verlor der Westen die Kontrolle über Russland – noch nicht völlig, aber seine Pläne, Putin an einer weiteren Präsidentschaft zu hindern, scheitern. Der Abbruch der fünften Kolonne beginnt, Russland verteidigt deutlich seine Interessen in der Welt.

Und was tut der Westen? Er schafft die Antithese. Das ist Anti-Russland.

Und die Angelsachsen beginnen, es zu schaffen, in der Ukraine ist der Boden bereitet. Die Propaganda beginnt 1991, wenn nicht schon früher, die Kämpfer werden geschult, Geld wird bereitgestellt, die Eliten werden gekauft und gut genährt.

Nach den US-Plänen sollte Janukowitsch in den Wahlen 2015 entfernt werden. Auf eine solche Art entfernt werden, dass eine anti-russische Hysterie entfacht werden und aus der Ukraine das Anti-Russland geschaffen werden kann. Die Umstände erzwangen einen früheren Start, aber entsprechend der Hauptregel: es braucht nicht den friedlichen Abgang von Janukowitsch, sondern einen blutigen Umsturz, um Russland beschuldigen zu können.

Was heute in der Ukraine geschieht, ist nichts Anderes als die Erschaffung von Anti-Russland. Propaganda, Hass, die Bereitschaft zu zerstören und zu töten auf Seiten der Nationalisten und einiger irregeleiteter gewöhnlicher Bürger.

Wohin bewegen sich die USA damit? Auf einen Krieg zwischen der Ukraine und Russland zu. Auf “Initiative” der Ukraine. Wann? Wenn sie die ukrainische Armee aufgeblasen, ausgestattet, geschaffen und vorbereitet haben. Das dürfte etwa fünf Jahre dauern. Danach werden die USA versuchen, die zwei Teile einer Nation gegeneinander zu stellen, die Ukraine gegen Russland. Der Anlass – die Krim.

Wäre die Krim nicht mit Russland wiedervereint worden, bliebe sie immer noch der Vorwand. Die Stationierung der russischen Armee auf der Krim, die pro-russische Bevölkerung, die dort lebt, würde eine Menge Gelegenheiten schaffen, Konflikte und Provokationen zu organisieren. Daher blieben die westlichen Pläne gleich, ungeachtet der Handlungen Putins und der Bevölkerung der Krim.

Was kann die Entwicklung dieses schrecklichen Szenarios stoppen, das in einen großen Bruderkrieg abgleitet?

Jene in der Ukraine unterstützen, die mit dieser Wendung nicht einverstanden sind.

Der Westen schafft Anti-Russland. Russland muss dem Anti-Anti-Russland helfen und es unterstützen.

Als sich im Südosten der Ukraine die Menschen, die mit dem Kiewer Putsch nicht übereinstimmten, erhoben, hatten nur wenige eine klare Vorstellung davon, dass sie einem solch schrecklichen Szenario “den Weg versperrten”. Die Gegenwart eines Anti-Anti-Russland als Teil einer föderalisierten Ukraine, der sich weigert, sich für den Westen zu bewaffnen, und ebenso, für ihn die Kastanien aus dem Feuer zu holen, versperrte den westlichen Plänen, den ukrainisch-russischen Krieg auszulösen, den Weg. Erinnert Ihr Euch an das Ende des Frühlings 2014?

Die beständigen Rufe Moskaus nach territorialer Integrität der Ukraine, nach Föderalisierung, nach Verhandlungen. Moskau braucht eine einige Ukraine, in der der pro-russische Teil der Gesellschaft den Militanten und den gekauften Politikern die ‘Hände bindet’ und es nicht zulässt, das ganze ukrainische Volk in den Krieg zu ziehen.

Der Westen braucht weder Frieden noch Wohlstand in der Ukraine. Er braucht einen militarisierten Staat mit einer aggressiven Ideologie in Gestalt eines gegen Russland gerichteten Hasses.
Kiew startet aggressive Handlungen gegen den Donbass. Sofort beginnt die Propaganda von den ‘Terroristen’ und russischem Militär. Militärische Handlungen, die mit Grausamkeit gegen Zivilisten vorgenommen werden, geben dem Westen zwei Möglichkeiten:

– mit militärischen Mitteln zu gewinnen und dann den geplanten Zusammenbruch der ukrainischen Wirtschaft als Anfang der Vorbereitungen zum Krieg gegen Russland einzuleiten. Die Wohlgenährten wollen nicht kämpfen. Der Westen kann Russland die Schuld für die Schwierigkeiten und das Leid zuweisen, während der Militärdienst ein Einkommen bietet, wenn auch ein geringes;

Russland in den Krieg zu ziehen, es zwingen, Truppen in die Ukraine zu schicken. Die Niederlage der ukrainischen Armee ist für den Westen ohne Bedeutung. Es will nicht den Sieg, sondern den Krieg selbst.

Und je mehr ukrainische Bürger in dem Bruderkrieg sterben, desto besser für den Westen – die rebellische slawische Nation löscht sich selbst aus. Im Gefolge des Krieges in der Ukraine wird der Westen versuchen, 1917 zu wiederholen und ‘das blutige Regime des Kreml zu stürzen’. All das, um Kurs auf die Vorbereitung eines Krieges zwischen Russland und China zu nehmen.

Und dann gab es ein Problem. Weder der militärische Erfolg noch der Einmarsch durch Russland und seine Teilnahme am Bürgerkrieg wurden erreicht.

Und was jetzt? Das ist es, was.

Die Existenz der DNR und LNR als Anti-Anti-Russland sind der Schlüssel zur Unfähigkeit des Westens, einen Krieg zwischen der Ukraine und Russland zu beginnen.

Dieser Klotz an ihrem Bein erlaubt es den Vereinigten Staaten nicht, Kiew in diesen großen Krieg zu schieben, mit zehntausenden, hundertausenden Opfern.

Darum hilft Moskau dem Donbass auf jede mögliche weise, und darum sagt Sergej Lawrow, wir sind für die territoriale Integrität der Ukraine.

Darum erkennt Russland die DNR und LNR nicht als unabhängige Staaten an. Sie anzuerkennen, ihnen dei Abtrennung zu erlauben, bedeutet, den Countdown zum Krieg mit der Ukraine zu starten. In diesem Szenario wird der westliche Plan reaktiviert: da ist Russland, da ist Anti-Russland, und da ist Noworossija. Anti-Anti-Russland gibt es nicht mehr. Im Falle einer Eingliederung des Donbass nach Russland würden die in Washington aufstehen und stehend applaudieren. Das ist es: der Krieg wird praktisch unvermeidbar. Das Bild Russlands als Feind wird von Russland selbst geschaffen.

In der heutigen Situation ist die russische Taktik in der Ukraine die einzig richtige. Die USA müssen 40 Millionen Menschen unterstützen, Russland muss den drei Millionen im Donbass helfen, und 1,5 Millionen Flüchtlingen. Moskau besteht fortgesetzt auf Verhandlungen und erlaubt es dem vom Westen geformten Aggressor nicht, den Klotz von seinem Bein zu entfernen, lässt es nicht zu, dass die DNR und LNR militärisch unterliegen.

Wie lang wird der Westen bereit sein, für die zusammenbrechende Wirtschaft der Ukraine zu bezahlen, wenn es keine Garantie gibt, dass sie den Krieg mit Russland beginnt? Diese Leute tun nichts ohne Grund, sie werfen kein Geld weg. Selbst den Militanten in Tschetschenien in den 90ern gaben sie keine Dollars, sondern Druckplatten, um falsche Dollars zu drucken.

Selbstfinanzierung – das ist das Prinzip der angelsächsischen Politik, in extremen Fällen eine Wiederfinanzierung in kurzer Zeit. Ein überzeugendes Beispiel: die Bolschewiki, die mit Russlands Gold über schwedische Banken bezahlten, und die darauf folgenden Zugeständnisse, die heutigen libyschen ‘Freiheitskämpfer’ mit den Öldollars, die mit unbekanntem Ziel Libyen verlassen.

Zeit ist heute sehr wichtig. Die Wette des Westens – einen neuen Maidan in Russland zu organisieren, jetzt, da der Weg zum Krieg in der Ukraine durch den Mut und die Entschlossenheit der Milizionäre der DNR und LNR blockiert wurde. Die Wette Russlands – warten, bis der Westen das interesse an der Ukraine verliert, da die Kosten zu hoch sind und kein Ertrag wahrnehmbar ist.

Der Wunsch Washingtons, ‘zumindest irgendetwas’ zu bekommen, führte zum Druck auf Europa und den paradoxen Wunsch der Europäer, die Errichtung von “South Stream” nicht zu erlauben.
Paradox? Kein Paradox. Washington will die Instabilität der Ukraine zumindest nutzen, um Moskau über das Gas zu erpressen. Und Europa.

Das ist die Essenz der gegenwärtigen und der vergangenen Ereignisse in der Ukraine.

Und das letzte, was ich in diesem Zusammenhang sagen will.

Wenige in der heutigen Ukraine verstehen, welch eine enorme Rolle der Mut der Bewohner des Donbass in der heutigen Weltpolitik spielt. Sie retten heute die gesamte russische Welt. Und, das ist das Paradox, sie retten die Leben hunderttausender ukrainischer Bürger.

Die selben Kinder, die heute in den ukrainischen Schulen hüpfen, deren Eltern Geld für die ATO sammeln, die Kiewer Machthaber unterstützen, würden im Falle einer Niederlage des Donbass in sehr kurzer Zeit Kanonenfutter, wenn es nach dem US-Plan geht.

Das ist es, woran wir uns alle erinnern müssen, ungeachtet unserer gegenwärtigen Staatsbürgerschaft.

Quelle: http://www.vineyardsaker.de/ukraine/die-usa-koennen-in-der-ukraine-keinen-grossen-krieg-beginnen/

Gruß an die, die Hintergründe

TA KI