Flüchtlinge kritisieren Unterkunft in Rothwesten


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Falsche Vorstellungen: Mehrere junge Syrer weigern sich, in der Fritz-Erler-Anlage zu bleiben. Sie haben ihre Sachen gepackt und wollen mit dem Bus nach Kassel, um dort bei Freunden oder Bekannten unterzukommen, wie sie sagen. Den Mitarbeitern der Unterkunft sind die Hände gebunden. Sie müssen die Menschen ziehen lassen.

Fuldatal. Sie sind erst wenige Stunden hier, einige wollen aber schon wieder weg: Von den 43 Syrern, Afghanen und Pakistani, die in Rothwesten untergebracht wurden, sind einige unzufrieden.

Sowohl die Ausstattung als auch die Lage der Gemeinschaftsunterkunft außerhalb von Kassel werden moniert. Der Kreis befindet sich indes in einer Notsituation – jede Woche kommen 70 Menschen hier an, die der Verwaltung vom Land Hessen zugewiesen wurden. Der Unmut und die Enttäuschung einiger Flüchtlinge groß, berichtet Hans-Joachim Ulrich, Koordinator beim Landkreis.

Offenbar sind die Menschen am Mittwochabend mit einer anderen Erwartungshaltung nach Deutschland gekommen: „Einem Teil der Syrer ist etwas versprochen worden, das von dem abweicht, was wir leisten können und dürfen“, sagt Ulrich und berichtet: „Schlepper und Presseberichte in ihrem Land machen den Menschen Versprechungen, die nicht der Wirklichkeit entsprechen.“ Unter den Flüchtlingen seien auch zwei syrische Familien mit insgesamt fünf Kindern sowie mehrere Alleinreisende, die sich weigern in der notdürftig fertiggestellten Unterkunft zu bleiben. Die Umstände seien „menschenunwürdig, die Lage der Unterkunft nicht zentral genug. „Die Menschen wollen alle am liebsten in Kassel leben und dort eine eigenen Wohnung beziehen“, ergänzt Frank Betram vom Landkreis.

Die Stimmung in der Gemeinschaftsunterkunft ist gereizt. Einige junge Männer haben bereits ihre wenigen Habseligkeiten in Taschen und Plastiksäcken verstaut, um bei Freunden in Kasssel unter zu kommen. Andere weigern sich offenbar, ihre Sachen überhaupt erst auszupacken. Diese Situation ist laut Kreissprecher Harald Kühlborn kein Einzelfall: „Wir kennen diese Reaktionen auch aus anderen Einrichtungen in Gebieten, die nicht in unmittelbarer Nähe zu Kassel liegen.“ Während alle Flüchtlinge gerne in Vellmar und Ihringshausen leben möchten, würden Wohnungen in Liebenau und Schauenberg in der Regel abgelehnt.

Doch nicht alle Menschen in der neu geschaffenen Unterkunft beschweren sich: Eine Gruppe von jungen Männern aus Pakistan wurde in einem Familienzimmer untergebracht. Sie versuchen sich gerade den Umständen entsprechen häuslich einzurichten und haben viele Fragen: Wie lange werden wir hier bleiben? Können wir hier unsere Wäsche waschen? Bekommen wir Deutschunterricht? Und wie kommen wir ins Internet? Koordinator Ulrich bittet die jungen Männer um Geduld und versucht ihnen so schnell wie möglich zu helfen. Das ist in der Situation, in der sich der Landkreis aktuell befindet, nicht immer leicht.

Während im Erdgeschoss 43 Menschen in den notdürftig fertiggestellten Räumen untergebracht wurden, arbeiten im Obergeschoss die Handwerker und Reinigungskräfte auf Hochtouren, um weiter Zimmer fertigzustellen. Eigentlich sollten die ersten Flüchtlinge erst im Oktober dort einziehen. Insgesamt sollen 70 Menschen in dem Gebäude eine vorübergehende Bleibe erhalten – bis ihr Aufenthaltsstatus geklärt ist. Indes wird in unmittelbarer Nachbarschaft bereits ein zweites Gebäude neben dem türkischen Hochtzeitshaus hergerichtet, um weiteren 90 Menschen eine Unterkunft zu geben.

Quelle: http://www.hna.de/kassel/kreis-kassel/fuldatal-ort83863/rothwesten-fluechtlinge-kritisieren-unterkunft-5559771.html

Gruß an die Bescheidenen

Was darfs denn sein, damit sich die „Traumatisierten“ „Flüchtlinge“ erholen können ??

Vielleicht etwas in dieser Art?

villaTA KI

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