Sojaindustrie: Tausende Hektar Urwald werden für deutsches Fleisch gerodet – und massiver Einsatz von Glyphosat


Der Anbau von Sojabohnen für die deutsche Fleischproduktion zerstört tausende Hektar Urwald in der Grenzregion zwischen Argentinien, Bolivien und Paraguay, dem „Gran Chaco“. Lebensmittelketten kennen das Problem.

Drei Viertel des weltweit angebauten Soja werden zu Tiernahrung verarbeitet. Dabei zerstört der Anbau von Sojabohnen für die deutsche Fleischproduktion tausende Hektar Urwald in der Grenzregion zwischen Argentinien, Bolivien und Paraguay, dem „Gran Chaco“.

Die Tierzüchter machten Deutschland zum größten Sojaimporteur Europas, 2016 lagen die Einfuhren bei 3,7 Millionen Tonnen Sojabohnen und 2,8 Millionen Tonnen Sojaschrot. Sie nehmen dabei den größten Teil der Ernte der Sojabohnen aus dem „Gran Chaco“ ab.

Der „Gran Chaco“ wird dazu gerodet, neue Felder angelegt und großzügig Pestizide eingesetzt. Das zeigen Recherchen der US-Umweltschutzorganisation Mighty Earth. Auch würden „enormen Mengen an chemischem Dünger und giftigen Pestiziden wie dem Pflanzenschutzmittel Glyphosat“ verwendet – die ebenfalls im Fleisch landen.

Einerseits werden im „Gran Chaco“ Hühner, Schweine und Rinder für den Verzehr in Deutschland aufgezogen. Das Futter für die Tiere werde aber zum Teil oft über Tausende von Kilometern herangeschafft, heißt es weiter bei Mighty Earth. Andererseits importierte Europa 2016 rund 28 Millionen Tonnen Soja aus Lateinamerika, mehrere Tonnen davon gingen nach Deutschland, die Niederlande, Frankreich und Spanien.

Eine Rückverfolgung ist nicht verpflichtend

Die großen fünf Lebensmitteleinzelhandels-Ketten seien sich der Folgen solch negativer Nachrichten durchaus bewusst, berichtet „Spiegel-Online“.

Edeka, Lidl/Kaufland, Rewe/Penny, Aldi und Metro/Real, kontrollieren zwei Drittel des deutschen Lebensmitteleinzelhandels und hätten gemeinsam mit den Tierfutterproduzenten als Großabnehmer eine gewisse Machtposition gegenüber der Sojaindustrie.

Mit den Recherchen von Mighty Earthim Gran Chaco konfrontiert, hätten sich die Unternehmen betroffen gezeigt, so der „Spiegel“ weiter. Sie verwiesen darauf, dass sie sich bereits mit dem Thema Null-Entwaldung und Nachhaltigkeit in ihrer Lieferkette auseinandergesetzt hätten.

Dreißig deutsche Händler, Futterhersteller und Fleischproduzenten hätten im vergangenen Herbst mit einem Positionspapier „einen zaghaften Schritt“ unternommen und dies gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband und der Bundesregierung veröffentlicht, schreibt die Zeitung.

Doch der Haken dabei war: Weder verpflichteten sich die Unternehmen auf einen gemeinsamen Standard, noch implementierten sie eine echte Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette. (dpa/vm)

Quelle: https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/sojaindustrie-tausende-hektar-urwald-werden-fuer-deutsches-fleisch-gerodet-und-massiver-einsatz-von-glyphosat-a2386228.html

Gruß an die Erkennenden

TA KI

 

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Hamburg: Der Killer aus dem Flüchtlingsheim – Verrückter Islamist ersticht Mann in Edeka, verletzt sechs Personen schwer


Ein als Ahmed al H. (26) identifizierter Palästinenser aus den Emiraten verübte in Hamburg einen Terror-Anschlag auf einen Supermarkt. Der mit einem großen Küchenmesser bewaffnete abgelehnte Asylbewerber tötete einen 50-jährigen Mann und verletzte sechs weitere Personen, darunter eine 19-Jährige vor dem Markt. Der Polizei war der Mann aus dem Flüchtlingsheim als Islamist bekannt.

Als ich sah, dass Männer nach rechts und links wegliefen, bin ich schnell in ein Geschäft gerannt und habe gebeten, dass sie die Tür zuschließen. Ich hatte Panik! Der Täter wirkte hektisch und verwirrt.

Dies berichtete ein Augenzeuge laut „Bild“. Mehrere Zeugen bestätigten zudem „Allahu Akbar“-Rufe des Messer-Mannes. Dazu wollte sich Polizeisprecher Timo Zill nicht äußern. Eine Einschätzung sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös, hieß es.

Täter wohnte im Flüchtlingsheim

Ahmad al H. reiste als Flüchtling nach Deutschland, wohnte in einem Hamburger Flüchtlingsheim. Der 26-jährige Mann wurde 1991 in den Vereinigten Arabischen Emiraten geboren. Sein Asylantrag wurde jedoch abgelehnt, er war ausreisepflichtig und stand kurz vor der Abschiebung.

Jedoch konnte diese wegen fehlender Papiere nicht durchgeführt werden, wie Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz zusammen mit Innensenator Andy Grote (beide SPD) noch gestern Nacht erklärte. Der Polizei war der Palästinenser als Islamist bekannt, zeigte sich oft religiös gekleidet.

Ich stand an der Kasse, als der Täter reinkam. Er hatte ein riesiges Messer dabei. Blutverschmiert. Er war total aufgedreht, fuchtelte mit den Armen herum. Ich habe gedacht: Jetzt sticht er mich ab.“

(Edeka-Kundin zu „n-tv“)

Immer wieder habe der Mann auf Kunden im Kassenbereich eingestochen, so „Bild“ weiter, wie von Sinnen. Ein Mann bricht blutend zusammen, bleibt regungslos liegen, Die Menschen hätten Schutz hinter den Regalen gesucht. Als Ahmed al H. keine greifbaren Opfer mehr vorfindet, rennt er auf die Straße. Dort trifft er auf eine 19-Jährige:

Ich hatte gerade neben dem Edeka-Markt mit meiner Frau was gegessen, da wurde es draußen laut. Ich ging nach draußen auf den Bürgersteig und sah einen Mann, der mit einem Messer auf ein Mädchen, das Fahrrad fuhr, einstach. Sie wurde im Brustbereich verletzt und blieb liegen. Der Täter flüchtete.“

(Sami C., 64, Augenzeuge)

Ein weiterer Augenzeuge erläuterte in der „Bild“, wie der flüchtende Täter von Passanten verfolgt wurde:

Ich saß mit Freunden beim Bäcker gegenüber von dem Supermarkt und trank Kaffee. Plötzlich lief auf der anderen Straßenseite ein blutverschmierter Mann mit einem Messer entlang. Hinter ihm liefen mehrere Menschen mit Behelfswaffen, Stühlen und Stöcken. Im Laufen rief der Mann ,Allahu Akbar‘. Die Gruppe lief ihm in eine Seitenstraße hinterher, dann habe ich sie nicht mehr gesehen. Kurz darauf habe ich Schüsse gehört.“

(Ralf W., 48, Augenzeuge)

In Sicherheitskreisen heiße es, dass der IS schon lange dazu aufrufe, mit Messern oder anderen einfach zu beschaffenden Tatmitteln „Ungläubige“ anzugreifen. Zudem verweisen Sicherheitsexperten auf die hohe Nachahmungsgefahr von Messer-Anschlägen, so der „Tagesspiegel“.

Hamburgs CDU-Landeschef Roland Heintze sagte der „Bild“: „Der feige Angriff mitten in Hamburg zeigt uns einmal mehr, dass wir alle zusammen wachsam sein müssen.“

Ahmad al H. (26), der verrückte Islamist aus dem Flüchtlingsheim, wird von Männern mit Migrationshintergrund verfolgt und später gestellt und überwältigt. Solche Taten schüren Hass und greifen die Lebensgrundlage der ausländischen Bürger im Land an. Immer mehr Menschen verstehen diesen Zusammenhang offenbar, und dass sie sich nicht mehr heraushalten können.

Hamburgs SPD-Spitze reagieren entsetzt

Zusätzlich wütend macht mich, dass es sich bei dem Täter offenbar um jemanden handelt, der Schutz bei uns in Deutschland beansprucht und dann seinen Hass gegen uns gerichtet hat.“

(Olaf Scholz, Erster Bürgermeister von Hamburg, SPD)

Hamburgs Innensenator Grohe sprach von einem erbärmlichen Anschlag.

Bürgermeister Scholz fordert zudem, „dass die rechtlichen und praktischen Hindernisse bei der Abschiebung beiseite geräumt werden müssen“, so der noch von den linksextremen G20-Ausschreitungen gezeichnete Rathauschef.

Diese Gewalttäter setzen darauf, unsere freie Gesellschaft mit Angst zu vergiften. Dieser Versuch wird scheitern.“

(Olaf Scholz, Erster Bürgermeister von Hamburg, SPD)

Der Staatsschutz (LKA 7) und die Mordkommission gründeten eine Sonderkommission für die Ermittlungen.

Hintergrund der Tat unklar?

Die Hamburger Polizei bestätigte, dass ein 50-jähriger Mann ums Leben kam. Es gab weitere sechs Verletzte: Eine Frau und vier Männer im Alter zwischen 19 und 64 Jahren hätten Stichverletzungen davongetragen, die „teilweise schwer“ seien. Zudem sei ein 35-Jähriger bei der Überwältigung des Tatverdächtigen verletzt worden.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich der Polizei zufolge um einen 26-Jährigen, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten geboren wurde. Er wurde festgenommen. Der Hintergrund der Tat ist weiter unklar, laut Polizei wird weiter in alle Richtungen ermittelt. Auch der Staatsschutz sei an den Ermittlungen beteiligt.

Täter oft religiös gekleidet

Nach einer Meldung des „Tagesspiegel“ könnte die Tat einen terroristischen Hintergrund haben.

So sei der Täter „den deutschen Behörden als Islamist bekannt und oft religiös gekleidet gewesen“. Der „Tagesspiegel“ beruft sich auf Sicherheitskreise. Es sei „ein Palästinenser, der 1991 in Saudi-Arabien geboren sei. Die Herkunft des Mannes wird später auf die Vereinigten Arabischen Emirate abgeändert. Der Mann sei als Flüchtling nach Deutschland gekommen und habe in Hamburg eine einfache Beschäftigung gehabt.“ Er wohnte in einem Flüchtlingsheim.

Der Sicherheitsexperte, mit dem der „Tagesspiegel“ gesprochen habe, sagte: „Auch wenn das Motiv noch nicht ganz klar ist, müssen wir offenbar von einem Anschlag ausgehen“.

Erste Meldungen:

Ein Mann hat bei einer Messerattacke in einem Supermarkt einen Menschen getötet und bei der anschließenden Flucht vier weitere verletzt. Der Polizei zufolge wurde der Verdächtige von Passanten überwältigt und von dazueilenden Beamten festgenommen. Erkenntnisse zu dem Motiv lagen der Polizei zunächst nicht vor.

„Die Hintergründe der Tat sind nach wie vor ungeklärt. Die Ermittlungen hierzu dauern an“, teilte die Polizei weiter mit. Auch Angaben, wonach der Täter „Allahu Akbar“ gerufen habe, wollte eine Polizeisprecherin zunächst nicht bestätigen. Unklar waren nach ihren Angaben auch die Identität des Verdächtigen und der Opfer sowie für die Schwere der Verletzungen.

Der Hamburger CDU-Landesvorsitzende Roland Heintze, der auch Mitglied des CDU-Bundesvorstandes ist, hat entsetzt auf die Gewalttat dem Supermarkt in Hamburg-Barmbek reagiert: „Der feige Angriff mitten in Hamburg zeigt uns einmal mehr, dass wir alle zusammen wachsam sein müssen“, sagte Heintze der „Bild“.

Jetzt sei es „einmal mehr wichtig, dass die Hintergründe schnell aufgeklärt werden.“

Täter wirkte verwirrt …

Den Angaben zufolge griff der Mann um kurz nach 15.00 Uhr in dem Supermarkt im Stadtteil Barmbek zunächst eine Person an, die noch am Tatort starb. Anschließend floh er auf die Straße, wo er vier weitere Menschen verletzte. Als Passanten den Täter überwältigten, wurde er Täter selbst leicht verletzt. Die Polizei sperrte die umliegenden Straßen weiträumig ab, schwerbewaffnete Beamte sicherten die Gegend.

Der Polizeisprecherin zufolge war der Mann mit einem größeren handelsüblichen Küchenmesser bewaffnet. Hinweise auf einen etwaigen zweiten Täter gab es nicht. Derzeit würden Spuren gesichert und Zeugen befragt, sagte die Sprecherin der Beamten. „Die Mordkommission ermittelt auf Hochtouren.“

Eine Augenzeugin berichteten dem Sender n-tv, der Täter habe nach der Attacke in dem Geschäft „völlig überdreht“ gewirkt. Er habe beim Hinausgehen die Arme hochgereckt und „Allahu Akbar“ gerufen. Dazu sagte die Polizeisprecherin: „Da können wir derzeit nichts bestätigen.“

Ein Zeuge erzählte, insgesamt habe das Verhalten des Mannes „sehr hektisch“ und unkoordiniert gewirkt. Eine andere Frau sagte n-tv, bei der Flucht habe er auf ein Auto eingestochen.

Quelle: http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/hamburg-der-killer-aus-dem-fluechtlingsheim-verrueckter-islamist-ersticht-mann-in-edeka-verletzt-sechs-personen-schwer-a2177330.html

Gruß an die Erwachenden

TA KI

Neurechte Codes in Edeka-Werbung sorgen für Aufregung


Die Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung in Hamburg (HH) hat in der neuesten Edeka-Werbung gängige Codes der neurechten Szene entdeckt. Sie erklärt, wie die Buchstaben- und Zahlenkombination der Autokennzeichen im Spot zu deuten sind.edeka

 

Der neueste Werbespot von Edeka hat bereits viel Wirbel erzeugt. Auf den ersten Blick ist kein Makel zu finden. Die Botschaft wird deutlich vermittelt und ist werteorientiert: Kein Stress, stattdessen mehr Zeit mit den Kindern verbringen.

Doch nun soll die Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung in Hamburg (HH), Sabine Bamberger-Stemmann, eine noch viel gravierendere Botschaften entdeckt haben. Im Interview mit dem Manager-Magazin gab sie preis, dass in dem Spot zwei Autokennzeichen zu sehen seien, die gängige Codes der rechtsextremen Szene zeigten.

Bamberger-Stemmann wörtlich: „Das ist das Kennzeichen „MU SS 420“. Die Buchstaben SS sind gerade wegen der Anlehnung an die NS-Zeit in Deutschland im Autokennzeichen verboten.“ Und weiter: „Die 420 ist eine aus dem angelsächsischen Raum stammende, in rechten Kreisen auch hierzulande gängige Abkürzung für Hitlers Geburtstag am 20. April.“

Doch das sei noch nicht alles. Ein Zufall sei eher auszuschließen, denn bei einem weiteren Autokennzeichen im Spott würde ebenfalls eine Zahlenkombination verwendet werden, die aus der rechtsextremen Szene stamme. Das zweite Kennzeichen lautet „SO LL 3849“.

Dazu kommentiert die Historikerin: „Die Zahl 84 steht für „Heil Deutschland“. Sie ist umrahmt von den Zahlen 3 und 9. Die 39 steht für „Christliche Identität“ oder „Christian Identity“.

Dies bedeutet in rechten Kreisen im Umkehrschluss Antisemitismus“.

Heile Welt und Werte, die für die Neue Rechte stehen

Somit sei die Aussage klar, meint Bamberger-Stemmann. Rechtsextreme Codes könne man im Internet leicht recherchieren. Dass sie nun aber in nicht dazu gehörenden Kreisen verwendet würden, sei erschreckend.

Laut „Manager-Magazin“ habe sich Edeka bereits entschuldigt. Es würde sich um ein Versehen handeln. Die verantwortliche Werbeagentur Jung von Matt habe sich noch nicht dazu geäußert.

Bamberger-Stemmann glaubt nicht an ein Versehen: „Angesichts der Häufung von rechtsradikalen Codes ist das verharmlosend und unglaubwürdig. Sowieso vermittelt der Spot besonders am Anfang eine heile Welt und transportiert Werte, die auch für die Neue Rechte stehen. Die Kinder spielen zum Beispiel auch eine altmodische Version von „Mensch ärgere dich nicht“.

Und hier ist der Spot:

Quelle: http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/neurechte-codes-in-edeka-werbung-sorgen-fuer-aufregung-a1983688.html

Gruß an die Denkenden

TA KI

Gerücht um Edeka in Freiburg: Schließt der Supermarkt wegen der Erstaufnahmestelle (EA) für Flüchtlinge?


Angeblich räumen Flüchtlinge die Regale leer, Kunden würden weg bleiben:

In Freiburg kursiert das Gerücht, der Edeka in Haslach würde wegen der benachbarten EA schließen.

  1. Über den Edeka in Haslach kursieren Gerüchte. Foto: Ingo Schneider

Ein Gerücht verbreitet sich quer durch Freiburg, macht auf dem Münsterplatz und im Rathaus die Runde, auf Facebook und auf Twitter, wird dort genährt und gemästet:

Die Supermarktkette Edeka schließt ihre Filiale an der Lörracher Straße – wegen der benachbarten Erstaufnahmestelle (EA) für Flüchtlinge.

In einer Pizzeria geistert es zwischen einer Gabel Pasta und einem Löffel Tiramisu umher: Angeblich würden die Flüchtlinge den Laden leer räumen und Edeka die Konsequenzen ziehen. Auf Twitter zwitschert es, der Umsatz sei rückläufig, Kunden blieben wegen der EA-Flüchtlinge fern. In einer E-Mail wendet sich eine besorgte Leserin an die Badische Zeitung: „Ist die Information bekannt? Der hat doch erst aufgemacht.“ Und während eine Verkäuferin in der Filiale das Gerücht bestätigt, weist es eine andere lachend zurück: „Unglaublich, was sich die Leute so ausdenken, oder?!“
 

Soziale Medien als „Gerüchte-Brandbeschleuniger“

Ein Blick auf den Parkplatz an der Lörracher Straße zeigt, dass sich vor allem mittags und abends Autotür an Autotür reiht, der Supermarkt ist sehr gut besucht, die Schlange an den Kassen lang. „Spekulationen über eine (auch nur zeitweise) Schließung entbehren jeglicher Grundlage“, heißt es aus der Zentrale von Edeka-Südwest in Offenburg. Auch das Gerücht, die Handelsgruppe habe sich in einem Brief an die Stadt gewandt, um die Situation mit den Flüchtlingen zu besprechen, sei falsch. „Weiterhin gilt: Im Großen und Ganzen herrscht vor Ort eine friedliche Koexistenz“, heißt es.

„Allein dadurch, dass ein solches Gerücht zirkuliert, schließt der Großteil der Bevölkerung darauf, dass da etwas dran sein muss“, erläutert Medienkulturwissenschaftler Friedemann Vogel von der Universität Freiburg. Zumal wenn es über verschiedene Kanäle zu einem dringt und sich einnistet. Was früher der Stammtisch oder der Kaffeeklatsch sind heute die sozialen Medien. Sie vermögen, solche Spekulationen ungleich zu potenzieren, sagt Vogel. „Über sie werden Gerüchte sehr effektiv und sehr schnell ge- und verteilt – das sind Gerüchte-Brandbeschleuniger.“

Warum sich Gerüchte wie dieses so hartnäckig halten

Brandbeschleuniger, die Nahrung fänden in etablierten Vorurteilen und Stereotypen. „Diese wurden in den letzten Jahren durch die Politik und die Medien maßgeblich geprägt. Es passt dann in das Weltbild, wenn es heißt: ’Guck mal, da muss der Supermarkt schließen – wegen denen, wegen der Fremden.’ Was anderes wird gar nicht wahrgenommen“, sagt Vogel. Gerüchte hielten sich in so einem Fall besonders hartnäckig. „Es geht um Betroffenheit – nicht nur, weil die Leute ihren liebsten Supermarkt verlieren könnten. Sie haben tatsächlich Angst und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen.“

Angst vor Überfremdung, Angst vor Arbeitslosigkeit, vor Überfällen – und Diebstählen. Ob seit der Ansiedlung der EA an der Lörracher Straße Anfang September die Zahl der Diebstähle gestiegen ist, darüber will sich das Unternehmen nicht äußern. Schriftlich wird der BZ mitgeteilt: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Umsatzentwicklungen und andere betriebswirtschaftliche Kennzahlen generell nicht kommentieren.“ Auch die Polizei kann dazu nichts sagen. „Derzeit liegen uns noch keine konkreten Statistiken vor“, sagt Polizeisprecherin Laura Riske.

Gerüchteküche gärt auch andernorts

Nicht nur in Freiburg machen vermeintliche Nachrichten die Runde, wonach ein Supermarkt wegen Flüchtlingen schließen muss: In Gießen ging das Gerücht, ein Aldi würde dicht machen, auf Facebook war von „chaotischen Zuständen“ die Rede, wegen „Diebstählen, Belästigungen von Kunden“ würde der Laden geschlossen. Aldi Süd dementierte. Ebenfalls auf Facebook hielt sich hartnäckig das Gerücht, der Edeka im bayrischen Friedberg würde leer geklaut – und die Medien würden darüber nicht berichten, damit keine Unruhe aufkommt. Der Betreiber reagierte in dem sozialen Netzwerk mit den Worten: „Wer dieses Märchen unreflektiert aufnimmt und weiter erzählt, der erzählt absoluten Bullshit!“

Für Friedemann Vogel ist das der einzig richtige Weg, mit so etwas umzugehen. „Da hilft nur eine offensive Informationspolitik.“ Was die Freiburger Filiale angeht, hat Edeka Südwest bislang weder auf Facebook noch auf Twitter auf die Gerüchte reagiert, auch gibt es keinen Aushang an der Lörracher Straße. Das Unternehmen betont aber, „Spekulationen, überall wo wir auf sie stoßen, vehement entgegen zu treten“.

Woher hat das Gerücht seine Ursprung

Durch wen und über welchen Kanal das Gerücht rund um die Freiburger Filiale seinen Ausgang nahm, lässt sich nicht nachvollziehen. Vogel zufolge kommt es bundesweit immer wieder gezielt zu Versuchen aus dem rassistischen oder rechtskonservativen Milieu, Flüchtlinge zu stigmatisieren und als Verbrecher zu markieren. Das Ziel: Ängste schüren und eine Politik der Ausgrenzung zu befördern.“In den meisten Fällen stellen sich solche Gerüchte als frei erfunden heraus“, so Vogel.

Beim Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels ist jedenfalls nicht bekannt, dass irgendwo in Deutschland ein Lebensmittelgeschäft wegen Flüchtlingen schließen musste.

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/geruecht-um-edeka-in-freiburg-schliesst-der-supermarkt-wegen-der-ea

Gruß an die die wissen, daß an jedem Gerücht ein Funken Wahrheit ist.

TA KI

Millionenstrafe gegen Lebensmittelriesen verhängt


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Lebensmittelhersteller und Handelsketten haben dem Kartellamt zufolge Preise vor allem bei Süßwaren, Kaffee und Tierfutter abgesprochen. Unter den reuigen Sündern sind viele bekannte Marken.

Das Bundeskartellamt hat hohe Bußgelder gegen Handelskonzerne und Markenartikelhersteller verhängt, insgesamt 151,6 Millionen Euro. Unter den beschuldigten Supermärkten sind Edeka, Rewe, Kaufland, Metro, Aldi und der Tierfutteranbieter Fressnapf.

Sie sollen mit den Herstellern Haribo, Alfred Ritter, dem Alpecin-Hersteller Dr. Kurt Wolff sowie dem Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson&Johnson (unter anderem Bebe, Penaten) gemeinsame Sache gemacht haben.


 

Das Kartellamt habe mit dem Verfahren Praktiken im Lebensmittelhandel aufgegriffen, die eine verbotene Preisbindung darstellten, erklärte es. „Darunter fielen die Beeinflussung der Ladenpreisgestaltung durch Druckausübung“, so die Behörde. Auf der anderen Seite habe es auch „monetäre Anreize“ gegeben, also offenbar Rabatte.

Kein Bußgeld für drei Unternehmen

Der belgisch-brasilianische Bierhersteller InBev (zum Beispiel Becks), Mars, sowie Melitta müssen kein Bußgeld bezahlen, weil sie mit den Ermittlern von Beginn an kooperierten.

„Unregelmäßigkeiten in einer ehemaligen Einkaufsgesellschaft der Metro Group waren Teil der Ermittlungsverfahren des Bundeskartellamts zu den Produktgruppen Kaffee und Süßwaren“, erklärte der Handelsriese.

Diese Verfahren seien durch Vergleich gegen Bußgeldzahlung beendet worden. Metro bedauere die „lang zurückliegenden Unregelmäßigkeiten ausdrücklich“. Rewe wollte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern.

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Gruß an die Käufer

TA KI