Wirsingkohl


Der grüne Kohlkopf mit den krausen Blättern ist salonfähig geworden: Sogar bei Sterneköchen kommt Wirsing inzwischen in Topf und Pfanne. Kein Wunder, denn Wirsingkohl überzeugt selbst Kohlmuffel durch seinen dezenten Geschmack, seine zarte Struktur und nicht zuletzt durch etliche gesundheitliche Pluspunkte.

Wirsingkohl - der Kohl für Feinschmecker

Das sollten Sie über Wirsingkohl wissen

Vor noch nicht allzu langer Zeit rümpften Feinschmecker über Wirsingkohl nur die Nase – er galt wie Kohl ganz generell als typisches Arme-Leute-Essen. Inzwischen hat aber sogar die ehemals Neue Deutsche Küche den Krauskopf für sich entdeckt, und das aus gutem Grund. Denn in der Tat ist Wirsingkohl im Vergleich zu Weiß- oder Rotkohl sozusagen was Besseres, jedenfalls dann, wenn man es eher fein als robust mag: Seine Blätter sind zarter und haben ein delikateres Aroma. Das gilt für Wirsingkohl allgemein, besonders aber für den hellgrünen und besonders zarten jungen Frühwirsing und für Sommerwirsing. Späte Sorten bzw. sogenannter Herbst- und Dauerwirsing ist in Konsistenz, Farbe und Aroma deutlich kräftiger.

Herkunft: Die ursprüngliche Heimat der leckeren Krausköpfe liegt in den Ländern rund ums Mittelmeer. Inzwischen baut man Wirsingkohl aber längst auch bei uns in Deutschland sowie in Großbritannien, den Niederlanden, Frankreich, Polen und Russland an.

Saison: Der erste Wirsingkohl des Jahres heißt kurioserweise „Adventswirsing“ und wird schon im April geerntet. Frühwirsing und Sommerwirsing kommen ab Juni auf den Markt; die Ernte von Herbstwirsing startet im August und dauert je nach Wetter und Region bis in den Februar. Von März bis Mai ist das Angebot an Wirsingkohl etwas eingeschränkter, aber auch dann gibt es dank ausgeklügelter Lagerung noch frische Köpfe.

Geschmack: Wirsingkohl unterscheidet sich nicht nur optisch von Weiß- oder Rotkohl – er schmeckt auch deutlich feiner als seine robusten Brüder. Das gilt besonders beim jungen Frühjahrswirsing, aber auch der kräftigere Herbst- und Winterwirsingkohl schmeckt noch vergleichsweise dezent.

Wie gesund ist eigentlich Wirsingkohl?

Mit rund 50 mg pro 100 Gramm gehört Wirsingkohl zu den Stars unter den Lieferanten von Vitamin C – eine Portion von 200 g deckt damit bereits unseren Tagesbedarf! Darüber hinaus glänzen die dunkelgrünen Köpfe durch reichlich enthaltene Nähr- und Mineralstoffe, allen voran Eisen, Eiweiß und Magnesium. Ebenfalls nicht zu verachten ist der Gehalt an Vitamin A, das auf Haut und Sehkraft besonders günstig wirkt. Erfreulich für alle, die auf ihre Figur achten: Wie die meisten Gemüsesorten ist auch Wirsingkohl in Sachen Kalorien- und Fettanteil ein Genuss ohne Reue. Eine spezielle Eigenart von Wirsingkohl ist sein hoher Gehalt an Vitamin B6, das unserem Nervenkostüm besonders gut tut.

Nährwerte von Wirsingkohl pro 100 Gramm
Kalorien 25
Eiweiß 3 g
Fett 0,4 g
Kohlenhydrate 2,4 g
Ballaststoffe 2,5 g

Einkaufs- und Küchentipps für Wirsingkohl

Einkauf: Achten Sie bei Wirsingkohl darauf, dass die Köpfe sich locker öffnen und an nicht zu langen Stielen sitzen. Gelbliche Verfärbungen und angewelkte Blätter sind tabu, der Kohl sollte schön grün aussehen.

Lagerung: Im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt frischer Wirsingkohl gut 2-3 Tage frisch und knackig. Auch Einfrieren ist, mit leichten Geschmackseinbußen, möglich. Dafür blanchiert man den Kohl aber besser vorher kurz in kochendem Salzwasser und lässt ihn gut abtropfen.

Vorbereiten: Wirsingkohl ist pflegeleicht: Einfach äußere Blätter entfernen, den Strunk herausschneiden und den Kopf vierteln. Dann in Streifen schneiden und kurz unter fließendem Wasser abspülen – fertig. Für Kohlrouladen aus Wirsingkohl lösen Sie einfach die Blätter vom ganzen Kopf und schneiden die dicken Blattrippen in der Mitte heraus. Ganz jungen Frühjahrs-Wirsingkohl können Sie einfach roh füllen, ansonsten sollten die Blätter vor dem Füllen 1-2 Minuten in kochendem Salzwasser vorgegart werden.

Zubereitungstipps für Wirsingkohl:

Zubereitung: Wirsingkohl wird sehr viel schneller gar die meisten anderen Kohlsorten: Bei jungem Wirsingkohl reichen maximal 15 Minuten, bei der Winterversion genügen etwa 25 Minuten. Seine kurze Garzeit macht Wirsingkohl perfekt für feine, aber schnelle Gerichte wie zum Beispiel ein Wirsing-Apfel-Gemüse, einen leckeren Auflauf mit Schupfnudeln oder würzige Pasta.

Natürlich kann man aus Wirsingkohl auch einfach eine fixe Beilage zaubern: Nach dem Putzen, Waschen und Zerkleinern kann man die Kohlstreifen in Brühe oder etwas Salzwasser garen und evtl. mit etwas Butter oder Crème fraiche abrunden. Mit frisch gehackter Petersilie bestreut schmeckt dieses Wirsingkohlgemüse wunderbar zu praktisch allem, was sich braten lässt.

Ganz wunderbar macht sich Wirsingkohl auch als Hülle für smarte Kohlrouladen mit Hähnchenfüllung oder für vegetarische Wirsingrouladen! Überhaupt passt Wirsingkohl hervorragend zu leckerer Hausmannskost nach moderner, leichter Art – einen Versuch wert sind beispielsweise Pichelsteiner Eintopf oder ein deftiger Hackfleischeintopf.

Dass Wirsingkohl außerdem in der feinen Gourmet-Küche punkten kann, zeigen zum Beispiel unsere Wirsing-Crêpe-Röllchen oder das edle Seeteufelfilet in Wirsing, mit dem Sie sogar verwöhnte Gäste begeistern können.

Quelle: https://eatsmarter.de/lexikon/warenkunde/wirsingkohl

Gruß an die Besseresser

TA KI

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Aprikosen


Aprikosen stammen aus Zentralasien, und werden mittlerweile in Südeuropa, aber auch in den wärmeren Gebieten von Deutschland oder Österreich, gerne angebaut. Sie wachsen als Früchte kleinerer Bäume mit herzförmigen Blättern und weiß- bis zartrosa Blüten. Neben dem gelborangenen Fruchtfleisch wird auch das Aprikosenkernöl verwendet, welches geruchsarm und sehr gut haltbar ist.

Kleine Frucht, große Wirkung

Die Aprikose enthält Kohlenhydrate, viele Ballaststoffe, wenig Eiweiß, Flavonoide, die Vitamine C, E, B1-6, Folsäure, Betacarotin (Vorstufe des Vitamin A), die Mineralstoffe Kalium, Phosphor, Kalzium, Magnesium und Spurenelemente wie Eisen und Zink. Für einen optimal frischen Geschmack sollte die Aprikose nicht lange gelagert, sondern möglichst bald nach dem Ernten verzehrt werden. Getrocknet stellt die Frucht eine kompakte Nährstoff- und Eiweissquelle dar.

Heilwirkungen der Aprikose:

– Krebs- und Immunvorsorge: Aprikosen enthalten sehr viele Antioxidantien, die Zelldeformationen vorbeugen und die Zellen gesund erhalten. Die Kombination von Polyphenolen, Vitaminen und Mineralstoffen kurbeln das gesamte Immunsystem und die Bildung von Immunglobulinen an

– Herz-Kreislauf-System: Aprikosen sind reich an Polyphenolen, Betacarotin und Vitamin C, was sich günstig auf die Herzgesundheit auswirkt. Die Vitalstoffe schützen die Gefäßwände und reduzieren den LDL-Cholesterinspiegel

– Anämie: aufgrund des hohen Eisenanteils der Frucht kann durch Aprikosenverzehr Eisenmangel vorgebeugt werden. Folsäure regt zusätzlich die Blutbildung an

– Nervenleiden: durch ihren Gehalt an Vitamin C, B5 und Carotin stärken Aprikosen die Nerven und Stressresistenz

– Verstopfung: getrocknete Aprikosen enthalten einen hohen Teil an Ballaststoffen, welche die Verdauung in Gang bringen

– Durchfall: frische Aprikosen helfen, den Stuhl einzudicken und lindern Durchfall

– Augengesundheit: Früchte, die die Vitamine A, C und E in Kombination enthalten sind besonders wirksam gegen Augendegenerationen

– Knochen: der Genuß von Aprikosen liefert viel Kalzium, welches für den Aufbau der Knochen und die Erhaltung der Zähne gebraucht wird

– Hautgesundheit/Hautalterung: Aprikose ist reich an Antioxidantien, welche vor Hautalterung und Schädigungen durch UV-Strahlung und Umweltgifte schützen. Das Betacarotin aus der Aprikose ist gut gegen Akne und weitere Hautirritationen

– Haare, Nägel: die Vitamin-und Mineralstoffkombination in Aprikosen lässt Haare und Nägel gut wachsen und beugt Mangelerscheinungen vor

Bei einer Salicylsäureallergie bzw. Unverträglichkeit sollte man mit dem Verzehr von Aprikosen vorsichtig sein, da sie zu den salicylsäurereichen Nahrungsmitteln zählt.

Die bitteren Aprikosenkerne, welche das Cyanid Amygdalin enthalten, sind Forschungen zu Folge besonders wirksam gegen Krebszellen. Auf Grund einer Vergiftungsgefahr (nur bei sehr hoher Dosis) sollte diese Anwendung nur unter Rücksprache mit einem Arzt bzw. erst nach genauer Informationseinholung stattfinden.  

Quelle: http://www.cysticus.de/aktuelles/aprikosen.htm

Gruß an die Wissenden

TA KI