Der Elefant sieht den Mann und stürmt sofort auf ihn zu. Als die beiden sich treffen, kommen mir fast die Tränen.


Darrick Thomson liebt Elefanten. Der freiwillige Helfer im Elephant Nature Park bei Chiang Mai in Thailand kümmert sich hingebungsvoll um die Tiere, wenn sie erschöpft, unterernährt und zerschunden aus verschiedenen Gegenden des Landes gerettet und im Reservat gesund gepflegt werden.

Wenn er seine Runden durch das Gebiet des Parks dreht, sieht er jedes Mal, wie seine Zuneigung erwidert wird. Sobald die Tiere ihn sehen, setzt sich die ganze Elefantengruppe in Bewegung, kommt fröhlich auf ihn zu gelaufen und begrüßt ihren zweibeinigen Freund. Ein Dickhäuter freut sich dabei ganz besonders, Darrick zu sehen.

Ein junges Tier liebt Darrick noch mehr als alle anderen: Die halbwüchsige Elefantenkuh „KhamLa“ hat ihn so in ihr Herz geschlossen, dass sie nicht von seiner Seite weicht, mit ihm gemeinsam baden geht und ihren Rüssel beim Gehen um seinen Arm schlingt, als würde sie seine Hand halten.

Es scheint zu stimmen, was man über das Gedächtnis der Elefanten sagt. Sie vergessen wirklich nicht, wer sich ihre Zuneigung verdient hat. Einfach schön!

Quelle: http://www.tierfreund.co/elefantengruss/?ref=fb

Gruß an die Sehenden

TA KI

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Eine unglaubliche Frau kämpft alleine gegen Wilderer


Seit Jahrhunderten hat der Elfenbeinhandel tragische Auswirkungen auf den Bestand der afrikanischen Elefanten-Population. Das Bewusstsein über diesen Zustand ist zwar in den letzten Jahren gewachsen, aber illegaler Handel und die Wilderei sind immer noch die traurige Wahrheit auf diesem Kontinent.

Auch wenn jeder Elefantentod entsetzlich ist, hört das Drama damit nicht auf. Oft bleiben Elefantenbabies als Waisen zurück, die noch zu klein sind, um alleine überleben zu können.

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Dankenswerterweise hat eine Frau ihr Leben dem Wohlergehen dieser Elefanten gewidmet, die so früh und so grausam ihre Familie verloren.

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Seit 1977 arbeitet der David Sheldrick Wildlife Trust, der von ihrem Mann Dr. Dame Daphne Sheldrick eingerichtet wurde, daran, diese Leben der jungen Elefanten und anderer Tiere zu retten, die wegen dieses schrecklichen Handels leiden.

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Die Kleinen werden zur Basis in Tsavo, Kenia, gebracht, wo dafür gesorgt wird, dass ihre physischen und psychischen Verletzungen geheilt werden.

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Genau wie wir leiden und trauern sie, wenn ein naher Angehöriger stirbt.

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In der Einrichtung werden sie geheilt und können neue Familien bilden.

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Sheldrick fand durch ihre Studien eine wichtige Zusammensetzung der Milch heraus, die der Muttermilch ähnelt und die Nährstoffe enthält, die kleine Elefanten in den beiden ersten Lebensjahren für ihre Entwicklung brauchen.

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In Kenia aufgewachsen, ist es bereits ihr ganzes Leben schon ihre Leidenschaft, gefährdeten Tieren zu helfen.

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Im Laufe der Jahre haben sie mehr als 170 verwaiste Elefanten in ein gesundes Erwachsenenalter aufgezogen.

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Wenn sie alt genug und gesund sind, werden die Elefanten ausgewildert, damit sie zur weiteren Vermehrung ihrer schönen Art beitragen können.

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Ihr ultimatives Ziel ist es, den grausamen Elfenbein-Handel komplett auszurotten und Elefanten eine Chance auf ein sicheres Leben zu geben.
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Trotz aller Bemühungen der Organisation und anderer sowie der kenianischen Regierung, die hier gestohlene Stoßzähne zerstört, ist der Markt für Elfenbein wertvoller als Gold.

Neben den Elfenbein-Wilderern gibt es weitere Faktoren, die zu dem Niedergang der Population führen, wie Abholzung, Wassermangel, Verlust ihres Heimatgebietes durch ansteigende Bevölkerung und Kriege. Die Organisation kümmert sich auch um Nashörner, denen es genauso ergeht.

Diese sanften Riesen verdienen unsere Freundschaft, nicht ihren Untergang.

Quelle: http://www.tierherz.com/eine-unglaubliche-frau-kaempft-alleine-gegen-wildererund-ruehrt-uns-zu-traenen/

Gruß an die, die ein Gewissen ihr eigen nennen

TA KI

Warum wir uns von unseren alten Mustern nur schwer lösen können…


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Eine grandiose Kurzgeschichte von Jorge Bucay, die uns helfen kann über unseren Schatten zu springen.

„Ich kann nicht“, sagte ich. „Ich kann es einfach nicht.“ „Bist du sicher?“ fragte er mich. „Ja, nichts täte ich lieber, als mich vor sie hinzustellen und ihr zu sagen, was ich fühle… Aber ich weiß, dass ich es nicht kann.“

Der Dicke setzte sich im Schneidersitz in einen dieser fürchterlichen blauen Polstersessel in seinem Sprechzimmer. Er lächelte, sah mir in die Augen, senkte die Stimmer wie immer, wenn er wollte, daß man ihm aufmerksam zuhörte, und sagte:

„Komm ich erzähl dir eine Geschichte.“ Und ohne ein Zeichen meiner Zustimmung abzuwarten, begann er zu erzählen.

Als ich ein kleiner Junge war, war ich vollkommen vom Zirkus fasziniert, und am meisten gefielen mir die Tiere. Vor allem der Elefant hatte es mir angetan wie ich später erfuhr, ist er das Lieblingstier vieler Kinder. Während der Zirkusvorstellung stellte das riesige Tier sein ungeheures Gewicht, seine eindrucksvolle Größe und seine Kraft zur Schau. Nach der Vorstellung aber und auch in der Zeit bis kurz vor seinem Auftritt blieb der Elefant immer am Fuß an einen kleinen Pflock angekettet. Der Pflock war allerdings nichts weiter als ein winziges Stück Holz, das kaum ein paar Zentimeter tief in der Erde steckte. Und obwohl die Kette mächtig und schwer war, stand für mich ganz außer Zweifel, daß ein Tier, daß die Kraft hatte, einen Baum mitsamt der Wurzel auszureißen, sich mit Leichtigkeit von einem solchen Pflock befreien und fliehen konnte.

Dieses Rätsel beschäftigte mich bis heute. Was hält ihn zurück? Warum macht er sich nicht auf und davon?

Als Sechs- oder Siebenjähriger vertraute ich noch auf die Weisheit der Erwachsenen. Also fragte ich einen Lehrer, einen Vater oder Onkel nach dem Rätsel des Elefanten. Einer von ihnen erklärte mir, der Elefant mache sich nicht aus dem Staub, weil er dressiert sei. Meine nächste Frage lag auf der Hand: „Und wenn er dressiert ist, warum muß er dann noch angekettet werden?“

Ich erinnere mich nicht, je eine schlüssige Antwort darauf bekommen zu haben. Mit der Zeit vergaß ich das Rätsel um den angeketteten Elefanten und erinnerte mich nur dann wieder daran, wenn ich auf andere Menschen traf, die sich dieselbe Frage irgendwann auch schon einmal gestellt hatten. Vor einigen Jahren fand ich heraus, daß zu meinem Glück doch doch schon jemand weise genug gewesen war, die Antwort der Frage zu finden:

Der Zirkuselefant flieht nicht, weil er schon seit frühester Kindheit an einen solchen Pflock gekettet ist.

Ich schloß die Augen und stellte mir den wehrlosen neugeborenen Elefanten am Pflock vor. Ich war mir sicher, daß er in diesem Moment schubst, zieht und schwitzt und sich zu befreien versucht. Und trotz aller Anstrengung gelingt es ihm nicht, weil der Pflock zu fest in der Eerde steckt.

Ich stellte mir vor, daß er erschöpft einschläft und es am nächsten Tag gleich wieder probiert, und am nächsten Tg wieder, und am nächsten… Bis eines Tages, eines für seine Zukunft verhängnisvollen Tages, das Tier seine Ohnmacht akzeptiert und sich in sein Schicksal fügt.

Dieser riesige, mächtige Elefant, den wir aus dem Zirkus kennen, flieht nicht, weil der ärmste glaubt, daß er es nicht kann.

Allzu tief hat sich die Erinnerung daran, wie ohnmächtig er sich kurz nach seiner Geburt gefühlt hat, in sein Gedächtnis eingebrannt. Und das schlimme dabei ist, daß er diese Erinnerung nie wieder ernsthaft hinterfragt hat. Nie wieder hat er versucht, seine Kraft auf die Probe zu stellen.

„So ist es, Demian. Uns allen geht es ein bißchen so wie diesem Zirkuselefanten: Wir bewegen uns in dieser Welt, als wären wir hunderte an Hunderte von Pflöcken gekettet.

Wir glauben, einen ganzen Haufen Dinge nicht zu können, bloß weil wir sie ein einziges Mal, vor sehr langer Zeit damals, als wir noch klein waren, ausprobiert haben und gescheitert sind. Wir haben uns genauso verhalten wie der Elefant, und auch in unser Gedächtnis hat sich die Botschaft eingebrannt: Ich kann das nicht, ich werde es niemals können. Mit dieser Botschaft, der Botschaft, daß wir machtlos sind, sind wir groß geworden, und seitdem haben wir niemals mehr versucht, uns von unserem Pflock loszureißen. Manchmal, wenn wir die Fußfesseln wieder spüren und mit den Ketten klirren, gerät unser Pflock in den Blick, und wir denken: Ich kann nicht, und werde es niemals können.“

„Genau dasselbe hast auch du erlebt, Demien. Dein Leben ist von der Erinnerung an einen Demien geprägt, den es gar nicht mehr gibt und der nicht konnte. Der einzige Weg herauszufinden, ob du etwas kannst oder nicht, ist, es auszuprobieren, und zwar mit vollem Einsatz. Aus ganzem Herzen!“

Bucay, Jorge (2013):  Komm ich erzähl dir eine Geschichte. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag. S.7-10)

Quelle: http://www.erhoehtesbewusstsein.de/warum-wir-uns-von-unseren-alten-mustern-nur-schwer-losen-konnen/

Gruß an die wahren Geschichten

TA KI

Intelligente Tiere: Eine Betrachtung der gegenwärtigen Forschung


Über die Intelligenz der Hunde wird viel gesprochen. Es gibt aber viele weitere Tierarten, die sich durch geistige Fähigkeiten von anderen abheben. Interessante Fakten über intelligente Tiere und die verschiedenen Arten der Intelligenz hat unser Mitarbeiter Mario Jessat hier zusammengetragen.

Der Border-Collie zählt zu den klügsten Hunderassen. (Foto: KatrinKerou, <a href="http://pixabay.com/de/border-collie-rennender-hund-672633/" rel="nofollow">pixabay</a>, Public Domain)

Der Border-Collie zählt zu den klügsten Hunderassen. (Foto: KatrinKerou, pixabay, Public Domain)

Was ist Intelligenz?

Definition

Bei der genauen Definition von Intelligenz (lat. intellegere – verstehen) sind sich die Forscher nicht immer einig. Oftmals wird sie vereinfacht als Fähigkeit des Geistes beschrieben. Eine einheitliche Präzisierung konnte bisher jedoch noch nicht gefunden werden. Erkennbar ist die Divergenz besonders bei den Studien der Forscher Robert Sternberg und Douglas Detterman, die bei zwölf Experten nach einer Definition fragten und zwölf unterschiedliche Ergebnisse erhielten. Dazu kommt erschwerend, dass die Intelligenz kulturell unterschiedlich ist. An dieser Stelle muss auch der Jurist Alfred Binet erwähnt werden, der im Jahre 1905 gemeinsam mit Théodore Simon den Binet-Simon-Intelligenztest, ein Vorläufer des IQ-Tests, erfand. Obgleich die Auswahl der Definitionen von Intelligenz vielfältig ist, wird an dieser Stelle mit einer allgemeinen Beschreibung des Gabler Wirtschaftslexikons gearbeitet:

Intelligenz ist „in der Psychologie ein hypothetisches Konstrukt (d.h. eine Erklärung für ein nicht direkt beobachtbares Phänomen), das die erworbenen kognitiven Fähigkeiten und Wissensbestände einer Person bezeichnet, die ihr zu einem gegebenen Zeitpunkt zur Verfügung stehen.“

Fragestellung

Sind die Menschen den Tieren tatsächlich geistig überlegen oder sind es Entwicklungen wie beispielsweise die Sprache, die den Menschen so dominant machen?

Verschiedene Formen der Intelligenz

Heutzutage gehen die meisten Forscher von multipler Intelligenz aus, die mehrere Dimensionen miteinander verbindet. Erkennbar ist dies daran, dass es durchaus möglich ist, durch irreparable Schäden gewisse Bereiche des Gehirns nicht mehr nutzen zu können. Im Gegenzug sind andere Bereiche jedoch weiterhin aktiv. Um eine Form der Intelligenz jedoch als solche anzuerkennen, muss diese in einem bestimmten Hirnareal lokalisiert werden. Erkennbar ist das unter anderem daran, dass diese Funktionen bei einer Schädigung eben dieses Areals ausfallen und nicht mehr zur Verfügung stehen. Es gibt noch weitere Modelle, die auch den sozio-kulturellen Aspekt berücksichtigen, weswegen in diesem Zusammenhang einige Ausschnitte der verschiedenen Formen berücksichtigt werden.

Sprachliche Intelligenz

Zur sprachlichen Intelligenz gehören die Beherrschung der Sprache und die Fähigkeit, diese Kenntnisse zu vertiefen und zu erweitern. Das Lernen neuer Sprachen ist ebenfalls zu dieser Begabung zu zählen. Es gibt durchaus Tiere, die darüber verfügen. In den späteren Fallbeispielen werden einige Arten vorgestellt.

Logisch-mathematische Intelligenz

Diese Form behandelt die Kenntnisse über Zahlen und Logik. Bei den Menschen verfügen besonders Naturwissenschaftler oder Programmierer über diese Form. Es geht darüber hinaus um die Fähigkeit des logischen Denkens. Das Beispiel der Krähe verdeutlicht die logische Intelligenz im Tierreich.

Räumliche Intelligenz

Hier geht es um die Wahrnehmung der sichtbaren Umwelt sowie um die Veränderung dieser. Darüber hinaus stehen Orientierung, Wiedererkennung von Objekten und dreidimensionale Betrachtungsweisen im Vordergrund. Tiere verfügen über diese Art der Intelligenz, erkennbar am Bienentanz, der Richtung und Entfernung von Blüten genau wiedergibt. Diese besondere Form der räumlichen Intelligenz ist beachtenswert, zumal sie auch zur sprachlichen Intelligenz gezählt werden kann, denn der Tanz dient ebenso der Kommunikation zwischen den Insekten.

Musikalische Intelligenz

Takt-, Melodie- und Rhythmusgefühl sind Fähigkeiten, die bei der musikalischen Intelligenz von Bedeutung sind. Hier geht es darum, mehrere unterschiedliche Instrumente zeitgleich zu betätigen. Darüber hinaus ist das Erkennen von Melodien sowie von Disharmonien in einem musikalischen Stück von Bedeutung. Im Tierreich sind es Delfine, die durch Töne kommunizieren und über eine ausgeprägte musikalische Intelligenz verfügen.

Soziale Intelligenz

Zur sozialen Intelligenz gehören mehrere Aspekte. So beispielsweise das Erkennen und die Einsicht in soziale Situationen oder auch Empathie. Die friedliche Bewältigung von Konflikten kann ebenfalls zur sozialen Intelligenz gezählt werden. Die Diskussion, ob die Gesamtintelligenz diesen Bereich beinhaltet, wird gegenwärtig rege geführt, aber wie in der Einleitung bereits angedeutet wurde, ist die Frage nach einer einheitlichen Definition ohnehin noch nicht abschließend geregelt.

Handlungsintelligenz

Das Konzept der Handlungsintelligenz bezeichnet diese als zweckvolle Handlung. Hier ist die Interpretation dieser zu beachten, schließlich kann diese von Mensch zu Mensch vollkommen anders ausfallen. Während für eine Person beispielsweise der frühe Eintritt in eine Partei als zweckmäßig erscheint, sehen andere gänzlich unterschiedliche Aspekte als sinnvoll an. Darüber hinaus ist auch hier eine kulturelle Differenz zu beachten, denn es hängt stark von der Gesellschaft ab, in der der Betroffene lebt

Schwarmintelligenz

Die Weisheit der Masse ist die Umschreibung der sogenannten Schwarmintelligenz. Im Grunde geht es darum, dass Menschenmassen klügere Entscheidungen treffen als einzelne Personen. Allerdings ist nicht pauschal anzunehmen, dass die Schwarmintelligenz immer die richtige Entscheidung trifft. Als Beispiel dient die Finanzkrise, die aus Sicht eines Forscherteams aus der Schweiz auf die Schwarmintelligenz untersucht wurde. Diese kann, so Ergebnis, schnell in „Schwarmdummheit“ umschlagen, denn Menschen lassen sich von den Meinungen anderer beeinflussen, auch wenn sie falsch ist. Im Tierreich sieht es anders aus, denn hier ist die Schwarmintelligenz eine Methode zu überleben. So beispielsweise in der Unterwasserwelt bei Fischschwärmen.

Intelligenz der Tiere

Die Forschung über die Intelligenz im Tierreich ist noch nicht alt. Lange Zeit wurde dies schlicht ignoriert, denn aus Sicht der Menschen war es nicht möglich, den Tieren eine menschliche Eigenschaft zuzusprechen. Schließlich vertiefte die Harvard-Absolventin Irene Pepperberg 1977 diesen Forschungszweig erstmals.

Der Graupapagei „Alex“ als Vorreiter in der Forschung

Der Papagei Alex war das erste Exemplar, das darlegen sollte, dass Tiere nicht nur auf Automatismen und Reflexe angewiesen sind, sondern durchaus kalkuliert handeln können. Hierfür versuchte Pepperberg, dem Vogel die englische Sprache beizubringen, um ihn im Umkehrschluss über seine Gefühle und seine Gedanken auszufragen. Auf diese Weise wollte sie beweisen, dass die Handlungen nicht nur aus starren und vorprogrammierten Aktionen bestehen. Diese Begabungen, die bisher nur den Menschen nachgesagt wurden, sind inzwischen charakteristisch für viele Tiere. Der Vogel verfügte schließlich über außergewöhnliche Fähigkeiten in Sprache und Rechenleistung. So konnte er Farben benennen, ganze Sätze bilden und sich sogar über bestimmte Aspekte bei den Forschern beschweren. Das faszinierende an diesem Experiment war also nicht, dass der Vogel in der Lage war, unterschiedliche Laute zu imitieren, sondern vielmehr, dass er komplexe Zusammenhänge erschließen und diese auch zum Ausdruck bringen konnte. Darüber hinaus war er in der Lage zu zählen. Wurden ihm beispielsweise mehrere Symbole gezeigt von denen eines häufiger vorkam, so konnte er benennen, welches der Symbole öfter vertreten war.

Ein weiteres Beispiel für die Intelligenz von Tieren ist der Border Collie Rico, der bei „Wetten, dass..?“ verschiedene Wörter unterschiedlichen Spielzeugen zuordnen und diese auch gezielt aus einem Nebenraum holen konnte. Nachdem die Show ausgestrahlt wurde, meldete sich eine Biologin, die den Hund genaueren Tests unterzog und die Forschung mit Tieren weiter vertiefte.

Die Förderung der kognitiven Leistung

Im Allgemeinen wird Intelligenz als Handlung bezeichnet, durch die ein Problem gelöst werden kann. Allerdings muss bei Tieren bedacht werden, dass es trotz der Forschungsergebnisse häufig die Reflexe sind, die die Tiere intelligent wirken lassen. Nichtsdestotrotz gibt es Möglichkeiten, die Tiere zu trainieren, ohne die Reflexe anzusprechen.

Rechentraining

Hunden und Katzen kann das Zählen antrainiert werden. So können Herrchen ihrem Haustier immer regelmäßig lediglich drei Hundekuchen geben. Nach einer Weile fällt auf, dass das Tier nach dem dritten Teil bereits abdreht und kein viertes Stück mehr erwartet, da es mitgezählt hat.

Logisches Denken

Wie bereits beschrieben, sind Papageien besonders intelligent. So können sie durch logisches Denken verschiedene Formen zuordnen. Beobachtet der Vogel oft genug, wie und wo bestimmte Bausteine wieder eingeordnet werden, ist er sogar in der Lage, den Gegenstand selbstständig wegzuräumen.

Beispiele intelligenter Tiere

Studienergebnis: Hunde sind so intelligent wie Kleinkinder

Anhand der Beobachtung der Border-Collie-Dame Chaser haben Forscher herausgefunden, dass die Tiere ähnlich intelligent sind wie Kleinkinder. Sie sind durchaus in der Lage, zwischen unterschiedlichen Spielzeugen, Begriffen und Kommandos zu differenzieren. Darauf geht auch Hundeexperte Stanley Cohen ein, der bekräftigt, dass die Tiere über die geistigen Fähigkeiten eines zwei- bis zweieinhalb-jährigen Kindes verfügen. Diese These stützt zusätzlich der Mathematiker Dr. Norbert Herrmann, der in diesem Artikel bekräftigt, dass Hunde ebenfalls in der Lage sind, zu rechnen. Die Konsequenz, sie können den kürzesten Weg errechnen, wenn es darum geht, einen Stock aus dem Wasser zu holen. Hierfür gibt es eine Formel, deren Ergebnisse deckungsgleich mit den Wegen der Hunde sind. Folglich laufen die Hunde anfangs am Ufer entlang, bis sie schließlich die passende Stelle gefunden haben, um hineinzuspringen. „Es gibt einen optimalen Punkt und den kann ich ausrechnen. Da gibt es auch eine Formel und die Hunde halten die ein“, bekräftigt der Mathematiker und untermauert dadurch die These der Forscher um Stanley Cohen.

Der Bienentanz – Eine besondere Sprache zur Orientierung

Ein Pionier bei der Forschung mit Bienen ist Karl von Frisch, der feststellte, dass die Insekten in der Lage sind, Farben zu sehen, zwischen Düften zu unterscheiden, ein Zeitgefühl haben und die Flugrichtung sowie Entfernung in Form von Tänzen mitzuteilen. Die Koordination erfolgt durch einen Sonnenkompass, sodass sie befähigt sind, durch Erinnerungen zuverlässig zu navigieren. Darüber hinaus ist es ihnen möglich, das Gelernte über einen langen Zeitraum im Gedächtnis zu halten. Planet-Wissen.de beschreibt die zwei verschiedenen Tanzarten, die bisher erforscht wurden.

Rundtanz

Angenommen das Futter ist in einem Umkreis von 100 Metern, so reicht dieser Tanz, um über die Existenz des Futterplatzes zu informieren. Der genaue Standort wird jedoch nicht mitgeteilt.

Schwänzeltanz

Bei größeren Entfernungen kommt der Schwänzeltanz zum Einsatz. Die Biene teilt sich darüber mit. Sie gibt die genaue Richtung, Entfernung und sogar die Qualität der Quelle an.

Dabei bewegt sich die Biene auf einer Wabe und durchläuft dabei mehrere Zyklen, die die Form einer Acht darstellen. Wichtig ist die Gerade, auf welcher das Insekt schwänzelt, denn hier teilt es die grundlegenden Informationen mit. Auch der Winkel im Zusammenhang mit der Sonne ist wichtig, denn dieser verdeutlicht die Richtung.

Elefanten – Intelligenz als Schutz vor Feinden

Eine Studie ergab, dass auch Elefanten über eine besondere Intelligenz verfügen. So sind sie in der Lage, zu differenzieren, ob es sich bei nähernden Menschen um Feinde oder Freunde handelt. Dies erkennen die Dickhäuter mit Hilfe ihres Gehörs. Durch eine Stimmenanalyse stellen sie fest, welches Alter, Geschlecht oder Ethnie die nahenden Menschen haben. Die Forscherin Karen McComb hat dies gemeinsam mit ihrem Team in einer aktuellen Studie herausgefunden. Die Tiere reagieren bei Stimmen von Jägern eingeschüchtert und rückten enger zusammen. Bei anderen Stimmen, beispielsweise der von Landwirten, war dies nicht zu beobachten. Völlig entspannt blieben sie schließlich bei Frauen- oder Kinderstimmen. Auch zwischen den Stämmen wurde differenziert. So leben in der Region sowohl das Kriegervolk der Massai, das die Elefanten öfter jagt, als auch das Volk der Kamba, das sich durch die Landwirtschaft ernährt. Die Tiere unterschieden und blieben bei den Kambamännern entspannt, während sie bei den Massai nervöser reagierten. Darüber hinaus verfügen die Tiere über ein langfristiges Gedächtnis, denn je älter die Tiere waren, desto besser konnten sie zwischen den Gefahren differenzieren.

Raben und Krähenvögel – Meister der Improvisation

National Geographic erläutert die Intelligenz der Raben, die bereits als eine Vorstufe der komplexen Kommunikation anzusehen ist. Im Jahre 2011 fanden Forscher diesen Umstand heraus. Zuvor war es lediglich den Menschen und den Menschenaffen vorenthalten, sich auf diese Art und Weise mitzuteilen. Besonders die Zeigegesten sind in dem Zusammenhang von Belang. Allerdings wird diese erst dann ausgeführt, wenn der Partner den Blickkontakt erwidert. Wissenschaftler haben die Fähigkeiten der Raben im Magazin „Nature Communications“ verdeutlicht. Die Vögel nutzten dabei ihre Schnäbel wie Menschen ihre Hände und hoben Gegenstände hoch, die sie schließlich dem „Gesprächspartner“ zeigten.

Die Max-Planck-Gesellschaft hat sich ebenfalls mit der Kommunikation zwischen Raben befasst und kam zusätzlich zu dem Schluss, dass die Gesten, also das gegenseitige Zeigen von Gegenständen dazu dient, das Interesse möglicher Partner zu erkunden.

Hintergrund dieser Studie von 2012 ist jedoch nicht nur die Erforschung der Vögel, sondern vielmehr ein vergleichender Ansatz, um die Kommunikation und die Komplexität der Vorfahren des Menschen zu erkunden. Eine Betrachtung der Raben ergab, dass deren Gestik durchaus mit der der Primaten vergleichbar ist. Darüber hinaus improvisieren Raben bezüglich des Täuschens und des Tricksens. So berichten Forscher, dass sich die Tiere neben einem essbaren Kadaver tot stellen, um den Eindruck zu erwecken, dass das Tier vergiftet wurde.

Grundsätzlich sind die Tiere extrem anpassungsfähig und einfallsreich, um an Nahrung zu gelangen oder sich und ihre Artgenossen zu schützen. In Idaho leben die Tiere inzwischen vorzugsweise auf Strommasten, um sich einerseits besser vor natürlichen Feinden zu schützen und andererseits eine höhere Geschwindigkeit bei der Jagd zu erzielen. Denn beim Hinunterstürzen von den Strommasten erreichen die Tiere eine höhere Geschwindigkeit als normal.

Der Affe – soziale Intelligenz und Empathie

Forscher der Universität Georgia fanden heraus, dass Affen über große soziale Intelligenz verfügen. So haben sie beispielsweise einen großen Sinn für Gerechtigkeit und sind sich über die Vorteile der Arbeit im Team bewusst. Entsprechend zeigte eine Studie, dass Menschen und Affen gemeinsam Rätsel lösten, um an die Belohnung zu gelangen. Den großen Unterschied, den die Studie aufzeigte, war der Einsatz der Sprache. Denn sobald die menschlichen Teilnehmer miteinander sprechen konnten, erzielten sie noch größere Erfolge.

Empathie ist bei Affen ebenfalls zu beobachten und wird als Fähigkeit bezeichnet, zu erkennen, dass ein anderes Lebewesen leidet. Schimpansen sind beispielsweise in der Lage, die Empfindungen der Artgenossen zu erkennen. Dies ist anhand unterschiedlichster Tests nachvollziehbar.

Der Delfin – Erkennen positiver und negativer Empfindungen

Eine Studie der schottischen Universität St. Andrews ergab, dass sich Delfine anhand ihrer Laute gegenseitig identifizieren können. Durch einen bestimmten Pfeifton erkannten sich die Tiere untereinander. Zunächst klang der Ton immer gleich, dennoch waren minimale Unterschiede zu hören, die bei jedem untersuchten Tier variierten. Die Studie ergab, dass die Tiere zwar nicht auf fremde Pfeiftöne reagierten, aber auf ihre eigenen. Die Forscher schlossen daraus, dass die Meeressäuger die Signale nutzen, um Artgenossen „anzusprechen“.Deren erhöhte Intelligenz wurde jedoch kürzlich von einer Studie widerlegt. Sicherlich sind die Tiere weiterhin intelligenter als viele ihrer Artgenossen, jedoch nicht so schlau wie verbreitet angenommen wurde.

Erstaunliche Geistesleistung: Drei Beispiele

Krake – Futter in verschlossenen Glasbehältern

In diesem Video wird das Verhalten der Tintenfische näher beleuchtet. Deren Intelligenz ist mit den höheren Wirbeltieren vergleichbar. Dies verdeutlicht sich anhand einer Kokosnussschale, die ein Tintenfisch vorausschauend mit sich führt, um sich auf offenem Terrain verstecken zu können. Wissenschaftler sind erstaunt über die Intelligenz der Tiere. Besonders die Lernfähigkeit ist bemerkenswert. Problemlösungskompetenz, Gedächtnis und Neugier sind Indikatoren, die für die Biologen von übergeordneter Bedeutung sind. Besonders die Lernfähigkeit und das Gedächtnis erstaunt. So haben Forscher dem Tier zunächst gezeigt, wie es einen Deckel von einem Behältnis entfernen kann. Wochen später wird das Experiment erneut gemacht mit einem Shrimp im Behältnis als Motivation. Das Tier war in der Lage, den Behälter zu öffnen, konnte sich also an das Gelernte erinnern, obwohl bereits einige Zeit vergangen ist.

Ritualisiertes Verhalten von Elefanten

Häufig wird von mysteriösen Elefantenfriedhöfen gesprochen. Deren Existenz ist jedoch nur ein Gerücht. Dennoch üben die Tiere beim Umgang mit dem Tod ein ritualisiertes Verhalten aus und verfügen über Empathie sowie Trauer. Stirbt ein Elefant, so trauern die anderen Artgenossen um den Verstorbenen. Es findet eine Art Totenwache statt, die Tiere kehrten über einen gewissen Zeitraum täglich zu dem Verstorbenen zurück und betrauerten dessen Tod. Dies beobachtete das Forscherteam des Biologen Ian Redmond, der die Tiere in der afrikanischen Steppe und deren Verhalten erforschte.

Logisches Denken von Krähen

Wie die amerikanische Fachzeitschrift „Current Biology“ berichtete, sind Krähen in der Lage, komplexe Zusammenhänge zu durchschauen. So können sie Spielkarten in einer bestimmten Reihenfolge ordnen, eine Leistung für die sich auch Menschen anstrengen müssen. Die Krähen hatten eine Erfolgsquote von 78 Prozent. Ein deutlicher Beleg für die Fähigkeit, die komplexen kognitiven Herausforderungen zu meistern. Auf ähnlich positive Ergebnisse kamen bei dem Test lediglich die Primaten oder Menschen. Dabei ist dies nicht das erste Experiment, das das logische Denken der Krähen hervorhebt. In diesem Interview erläutert der Ornithologe Josef H. Reichholf, dass die Vögel vorneweg denken können. Ähnlich wie der Mensch spielen sie die Ereignisse im Geiste durch, überlegen sich einen Plan und setzen diesen dann in die Tat um.

Fazit

Fakt ist, das abstrakte Denken ist keinesfalls eine menschliche Domäne, sondern findet sich auch in vielen Bereichen des Tierreiches wider. Grundsätzlich sind viele Tiere intelligenter als auf den ersten Blick angenommen. Die überlegene Intelligenz des Menschen wird seit Jahrtausenden so weitergegeben, obgleich es durchaus Bereiche gibt, in denen die Tiere den Menschen in nichts nachstehen. Besonders in den Bereichen der Vernunft wurde, ausgehend von Aristoteles, eine Überlegenheit des Menschen verbreitet, obgleich auch Tiere vernünftig handeln.

Ein vermeintlich großer Vorteil des Menschen ist die Sprache. Denn wie einige Experimente zeigen, ist es besonders durch eine ausführliche Kommunikation möglich, das Potential voll auszuschöpfen. Aber auch die Tiere sind in der Lage, zu kommunizieren. Der Mensch hat bisher schlicht nicht das Wissen, diese Form der Unterhaltung adäquat zu interpretieren.

Diese scheinbare Überlegenheit des Menschen und die Mängel in der bisherigen Forschung thematisiert der Evolutionsbiologe und Professor für Psychologie Dr. Gordon Burghardt gegenüber der Huffingtonpost:

„Es heißt oft, dass wir durch unsere Sprache und die Möglichkeit, alles aufzuzeichnen, eine Gemeinschaftskultur haben. Dass wir Dinge erreichen können, die für andere Tiere nicht möglich sind. Das bedeutet aber nicht, dass der Mensch als Einzelperson anderen Gattungen in allen Bereichen überlegen ist.“

weitere Bilder:

Der Graupapagei zeigte Gefühle und konnte kontrolliert und kalkuliert handeln. (Foto: Hans, <a href="http://pixabay.com/de/papagei-vogel-grau-graupapagei-406880/" rel="nofollow">pixabay</a>, Public Domain)

Der Graupapagei zeigte Gefühle und konnte kontrolliert und kalkuliert handeln. (Foto: Hans, pixabay, Public Domain)
Die Schwergewichte unter den intelligenten Tieren: Elefanten halten Totenwache und laufen eine Zeit lang jeden Tag zu den Leichen anderer Elefanten. (Foto: RoDobby, <a href="http://pixabay.com/de/afrika-afrikanischer-elefant-285403/" rel="nofollow">pixabay</a>, Public Domain)

Die Schwergewichte unter den intelligenten Tieren: Elefanten halten Totenwache und laufen eine Zeit lang jeden Tag zu den Leichen anderer Elefanten. (Foto: RoDobby, pixabay, Public Domain)
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Gruß an die, die das Wesen der Tiere erkennen und schä-/(ü)tzen
TA KI