Heimliche Entzündungen als Auslöser chronischer Erkrankungen wie Rheuma, Allergien, Diabetes oder Krebs


Es fällt schwer, sich vorzustellen, dass eine Zahnfleischentzündung Auslöser eines Schlaganfalls sein kann. Oder dass ein Zusammenhang besteht zwischen einem Infekt und Rheuma. Nach neuen medizinischen Erkenntnissen können sogenannte „stille“ oder „heimliche“ Entzündungen tatsächlich zu chronischen Erkrankungen führen.

Jahrelang spüren Sie nichts. Und ahnen nicht, dass eine Grippe, eine Verletzung, eine Zahnentzündung nicht richtig ausgeheilt ist. Bakterien und Viren breiten sich im Körper aus und attackieren die Organe. Eine stille Entzündung lebt im Verborgenen, schwelt Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte unbemerkt in Ihrem Inneren. Und dann kommt der Tag, an dem Sie morgens kaum aus dem Bett kommen, weil Ihre Gelenke so schmerzen.

Stille Entzündungen können Auslöser für viele Krankheiten sein: Gelenkbeschwerden, rheumatoide Arthritis, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Allergien, Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Parkinson, Reizdarmsyndrom, Darmkrebs. In den USA sind weltweit am meisten Menschen von „stillen“ Entzündungen betroffen, weit über 75 %. Stille Entzündungen entstehen, wenn das Immunsystem, die Polizei in unserem Körper, nicht mehr adäquat auf Eindringlinge von außen reagieren kann – weil es geschwächt ist durch Ernährungsfehler, Übersäuerung, Übergewicht, Stress, Schlafmangel.

Risikofaktoren für stille Entzündungen sind auch Rauchen, zu viel raffinierter Zucker, frittierte Lebensmittel und Transfette, zu wenig Bewegung oder Vitamin-D-Mangel. „Chronische Entzündungen verhalten sich wie ein Vulkan.“, schreibt Silvia Bürkle in ihrem neuen Buch über „Anti-Entzündungs-Booster“. „Es brodelt lange Zeit im Inneren, aber von außen ist nichts zu sehen. Erst wenn der Vulkan aktiv wird und mit seiner Kraft die heiße Lava und Asche nach außen schleudert, wird die Gefahr sichtbar, und Handeln ist angesagt.“

Was tun, um stillen Entzündungen vorzubeugen? Hippokrates hat einen guten Rat: „Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein.“ Vollwertige Ernährung ist der beste Schutz gegen Entzündungen. Obst und Gemüse liefern Radikalfänger – sogenannte Antioxidantien. Sie helfen, Brandherde zu löschen. Eine immunstärkende Wirkung wird insbesondere diesen Lebensmitteln zugesprochen: Ananas, Bärlauch, Basilikum, Brombeeren, Ingwer, Kamille, Kapuzinerkresse, Knoblauch, Kohl, Kümmel, Kurkuma, Meerrettich, Papaya, Sanddorn, Tomaten, Zimt, Zwiebeln. Wilde Blaubeeren spielen als Heilmittel eine besondere Rolle, schreibt Antony Williams in seinem Buch „Medical Food“: „Der Gehalt an Antioxidantien ist bei der wilden Heidelbeere höher als bei allen anderen Pflanzen der Welt.“ (Sie finden sie in den Kühltruhen des Supermarkts oder eines Bioladens). Verzichten Sie möglichst auf rotes Fleisch, raffinierten Zucker und Auszugsmehl. Das Klebereiweiß Gluten aus Getreide, wie z.B. Weizen, Roggen, Gerste oder Dinkel, wirkt sich ungünstig auf den Darm aus und schwächt so auch das Immunsystem – wie Untersuchungen gezeigt haben. Der Heidelberger Arzt und Biochemiker Arnold Zilly empfiehlt, ganz auf glutenhaltiges Getreide zu verzichten. Er sagt, Gluten lege sich wie ein Film auf die Organe.

Zu den pflanzlichen Ölen, die gut vor Entzündungen schützen, gehören Hanf-, Lein- Walnuss- und Rapsöl. Oliven-, Schwarzkümmel- und Borretschöl enthalten außerdem Polyphenole, beim Kokosöl wirkt die Laurinsäure entzündungshemmend. Auch in Lachs, Makrele und Hering sind reichlich Omega-3-Fettsäuren enthalten.

Auch ausreichend Bewegung schützt vor chronischen Entzündungen. Und achten Sie – gerade in der dunklen Jahreszeit – auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D. Wenn sich chronische Entzündungen schon in Ihrem Körper ausgebreitet haben, empfiehlt sich Weihrauch als natürlicher Entzündungshemmer. Die Boswelliasäuren unterdrücken die Leukotriene, die verantwortlich gemacht werden für die meisten Entzündungsprozesse, die im Körper eines Menschen ablaufen. Sehr gute Erfahrungen habe ich gemacht mit der Kombination von Weihrauch und organischem Schwefel – MSM. Das ist die Abkürzung für Methylsulfonylmethan. Schwefel ist ein lebenswichtiger Mineralstoff. Wenn er uns fehlt, zeigt sich das u.a. durch Gelenkbeschwerden. MSM ist eine nebenwirkungsfreie Alternative zu pharmazeutischen Antirheumatika, Schmerzmitteln und Kortison.

Bei einem Bekannten bewirkt die Kombination von Weihrauch und MSM wahre Wunder. Aufgrund von Schmerzen in den Schultern und Kopfschmerzen nahm der Fernfahrer seit 15 Jahren regelmäßig Ibuprofen 800 ein. Darauf kann er jetzt verzichten – dank Weihrauch, kombiniert mit MSM. Wenn Sie chronische Entzündungen mit Weihrauch therapieren möchten, lassen Sie sich von einem erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker beraten.

Quelle

Gruß an die Wissenden

TA KI

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Gesundheit: Die Verwendung von Silber in der Medizingeschichte


Um die Wirkung des kolloidalen Silbers zu beurteilen, ist die Betrachtung der Geschichte seiner Verwendung sinnvoll.

Silber wird bereits seit Jahrtausenden in der Medizin verwendet. Bereits für die Antike lässt sich seine Anwendung nachweisen. Seine positive Wirkung auf den Organismus wurde von der breiten Bevölkerung, aber auch gezielt von Medizinern genutzt.

Hierbei kam vor allem feines Blattsilber zum Einsatz, das Teil von Verbänden wurde. Hier diente es dazu, der Infektion von Wunden vorzubeugen. Außerdem sollte es die Heilung der Wunden fördern. In Ägypten kam auch Silberpulver zum Einsatz. Dabei wurde das Pulver auf Wunden aufgetragen oder – gelöst in Wasser – eingenommen.

Da die traditionelle chinesische Medizin (TCM) für den modernen Menschen immer bedeutsamer wird, lohnt sich auch ein Blick auf die Verwendung von Silber in ihrem Bereich. Hier ist vor allem bemerkenswert, dass Akupunkturnadeln aus Silber hergestellt wurden und werden, um die antimikrobielle Wirkung des Edelmetalls auszunutzen.

Interessant ist auch der Blick auf den Einsatz von Silber im Ayurveda. Neben dem Einsatz gegen Entzündungen und Infektionen tritt es hier auch im Kampf gegen Lebererkrankungen und vorzeitige Alterung in Erscheinung (Das sollten Sie über die Wirkung von kolloidalem Silber wissen).

 

Die Verwendung von Silber im Mittelalter

Paracelsus, ein bekannter Arzt und Philosoph des Mittelalters, nutzte ausleitende Bäder, denen Silberamalgam zugesetzt wurde. Diese sollten Quecksilber aus dem Körper des Patienten entfernen. Gegen Hautbeschwerden und Hämorrhoiden verwendete er Salben, denen Silber beigesetzt war.

Konrad von Megenberg, ein Universalgelehrter und Regensburger Domherr, empfahl ebenfalls Silber als Zutat für Salben. Die Universalgelehrte und Äbtissin Hildegard von Bingen nutzte Silber auch in anderer Form. Bei ihr kam Silber über die Einnahme in Wein zum Einsatz – gegen Husten zum Beispiel.

Die dem Silber zugeschriebene Heilwirkung war ein Grund dafür, warum es vom Adel als Silberbesteck und Silbergeschirr genutzt wurde.

 

Silber in der modernen Medizin – sein Einsatz als kolloidales Silber

Die Verwendung von kolloidalem Silber lässt sich vor allem in das 19. und in das frühe 20. Jahrhundert zurückverfolgen. Hier nahm es eine wichtige Rolle in der Medizin ein. Nach und nach wurde es durch moderne Medikamente – vor allem Antibiotika – ersetzt. Seine Wirksamkeit gegen Infektionen geriet dadurch in Vergessenheit.

 

Silber als Edelmetall

Silber selbst ist ein Edelmetall, das in zahlreichen Formen auftritt. Die Nutzung als kolloidales Silber ist nur eine mögliche. Silber findet sich zum Beispiel in Schmuck aller Art, aber auch im Haushalt und in der industriellen Verwendung. Auch die Größe der Verwendungsformen unterscheidet sich.

Deutlich sichtbarer als die feinen Silberpartikel des kolloidalen Silbers sind zum Beispiel Fäden oder Drähte, die aus Silber bestehen. Das kolloidale Silber hingegen gehört zur Gruppe des Mikro- und Nanosilbers. Diese Formen sind mit bloßem Auge nicht erkennbar.

In der Chemie ist das Silber an der 47. Stelle des Periodensystems positioniert. Sein chemischer Name ist „Argentum“ – abgekürzt mit dem Zeichen „Ag“. Kolloidales Silber wird ebenfalls in der Chemie behandelt. Hierbei hat es die Bezeichnung „Argentum colloidale“ erhalten. Außerhalb des Forschungslabors ist es auch als „Silbersol“ oder „Silberwasser“ bekannt geworden.

 

Kolloidales Silber – seine Entstehung

Die Basis für kolloidales Silber ist elementares, also reines Silber, aus dem eine flüssige Dispersion hergestellt wird. Die beiden Bestandteile dieser Dispersion sind das Silber selbst, sowie destilliertes Wasser (oder eine andere geeignete Flüssigkeit).

Das Silber wird in einer sehr feinen Form im Wasser gelöst. Dabei bleiben die einzelnen Silberpartikel als solche im Wasser erhalten – sie lösen sich also nicht im Wasser auf. Das kolloidale Silber ist eine Unterform der möglichen flüssigen Dispersionen, die bei der Zusammenführung von Silber und Wasser entstehen können.

Kolloidales Silber gehört zu der Gruppe der flüssigen Dispersionen mit Silber und Wasser, die als „kolloid dispers“ bezeichnet werden. Diese Gruppe zeichnet sich dadurch aus, dass die einzelnen Partikel zwischen einem Nanometer und einem Mikrometer groß sind.

Daneben gibt es die Grippe „molekular dispers“, bei der die Partikel kleiner als ein Nanometer sind. Außerdem existiert die dritte Gruppe „grob dispers“, die dann vorliegt, wenn die Partikel größer als ein Mikrometer sind.

Die feine, aber nicht zu geringe Partikelgröße des kolloidalen Silbers lässt sich erreichen, wenn sichergestellt wird, dass sich positiv geladene Silber-Ionen im destillierten Wasser lösen.

Diese Partikelgröße gilt als ideal geeignet, um im menschlichen Organismus die positiven Reaktionen hervorzurufen, die dem kolloidalen Silber zugeschrieben werden. Das gilt vor allem für die antimikrobielle Wirkung, die ein häufiger Anwendungsgrund für diese besondere Form des Silbers ist (Gesundheit: Immun mit kolloidalem Silber).

 

Kolloidales Silber erkennen

Auch, wenn die einzelnen Silberpartikel als solche nicht mit bloßem Auge erkennbar sind, ist es möglich, kolloidales Silber anhand seiner optischen Eigenschaften zu beurteilen. Da die Partikel sehr fein sind, ist der Unterschied zu herkömmlichem Wasser allerdings nur anhand bestimmter Eigenschaften zu erkennen.

Das Silberwasser kann, wenn die Konzentration der Silber-Ionen besonders hoch ist, eine gelbliche Farbe annehmen. Weiterhin kann es auch einen leicht metallischen Geschmack besitzen. Dieser ist nur leicht wahrnehmbar und auch nicht immer vorhanden.

Wenn das kolloidale Silber wie herkömmliches Wasser riecht und schmeckt, ist das kein Hinweis auf eine schlechte Qualität.

 

Empfehlungen zur Einnahme

Bei der Einnahme von kolloidalem Silber sollte weder Metall noch Plastik benutzt werden, sondern immer über einen Keramiklöffel oder ein Glasbehältnis eingenommen werden. Kolloidales Silber und Metall können chemisch miteinander reagieren, wodurch sich die Wirksamkeit stark beeinträchtigt wird.

Bei einer oralen Einnahme ist es zwingend nötig, dass die Nutzer das Silberwasser (Silbersol) vor dem Herunterschlucken über eine gewisse Zeit (Minimum 20 Sekunden) im Mund belassen wird. Auf diese Weise können die Inhaltsstoffe bereits gut auf die Mundschleimhaut übergehen. Um die Aufnahme und somit auch die Wirkung von kolloidalem Silber zu fördern, sollte es morgens nüchtern eingenommen werden.

Die nachfolgende Nahrungsaufnahme darf erst eine Stunde später erfolgen. Auf Mineralwasser sollten Nutzer von kolloidalem Silber mindestens zehn Minuten vor wie auch nach Einnahme des Mittels unbedingt verzichten, da Mineralien und Silberpartikel eine Salzverbindung ergeben können. Silberwasser sollte zudem nicht übermäßig verdünnt werden, lediglich dann, wenn eine Erkrankung des Dickdarms besteht. Grundsätzlich kann unverdünnt Silberwasser seine beste Wirkung entfalten (Stammzellenbildung: Der Silber-Zauber mit kolloidalem Silber).

 

Dosierung von kolloidalem Silber

Eine konkrete Dosierungsanweisung liegt derzeit für kolloidales Silber nicht vor. Das Mittel kann bereits in sehr kleinen Mengen höchst wirkungsvoll sein, sodass auch hier während der Therapie das Prinzip: Weniger ist mehr, zu berücksichtigen ist.

Bei bereits länger bestehenden chronischen Erkrankungen und bei äußerlicher Anwendung kann die Dosierung/Konzentration höher angesetzt werden. Bei sensiblen Menschen, der oralen Anwendung oder bei akuten Erkrankungen/Beschwerden, sollte eine geringere Dosierung angewendet werden. Wichtig ist dabei, dass das kolloidale Silber stets Zusätze Anwendung findet. Pures kolloidales Silber und kleinste Partikel sorgen dafür, dass die Dosierung geringer ausfallen darf.


Konzentration in ppm und Dosierung pro Behandlung

Die Konzentration des kolloidalen Silbers wird normalerweise in ‚ppm‘ angegeben. Das Kürzel steht für ‚parts of million‘ – übersetzt ‚millionster Teil‘ oder ‚Teile pro Million‘. Die übliche Konzentrationsmenge von kolloidalem Silber ist 25 ppm. Es kommen allerdings auch 5 ppm bis zu 100 ppm oder sogar mehr bei manchen Therapien zum Einsatz.

Die Erfahrungen zu Dosierung und Konzentration von kolloidalem Silber haben gezeigt, dass für unterschiedliche Behandlungen die Konzentration von circa 25 ppm bis zu 50 ppm zu empfehlen sind. Hiervon sollten täglich 50 Milliliter (ml) eingenommen werden. Ein Teelöffel ergibt etwa 5 Milliliter (ml) und ein Esslöffel ungefähr 10 Milliliter kolloidale Silberlösung. Um Nebenwirkungen wie ein flaues Bauchgefühl, leichte Übelkeit oder Schwäche zu vermeiden, sollte die Anwendung vorerst nur mit einer geringen Dosierung stattfinden.

Die übliche Dosierung des Silberwassers liegt normalerweise bei circa einem bis zwei Teelöffeln, zwei Mal täglich, die Konzentration liegt dabei zwischen 5 ppm bis zu 25 ppm.

 

Kurmäßige Anwendung des kolloidalen Silbers

Soll kolloidales Silber kurmäßig zum Beispiel über drei Wochen dosiert und eingenommen werden, kann morgens sowie abends täglich ein Esslöffel (25 ppm) nüchtern (Essen erst wieder nach einer Stunde) eingenommen werden (Kolloidales Silber – das Universal-Antibiotikum).

 

Einreibung mithilfe von kolloidalem Silber

Für Einreibungen lassen sich zum Beispiel Küchenpapier oder einfache Baumwolltücher verwenden, die mit Silberwasser getränkt verwendet werden. Die Konzentration sollte herbei zwischen 25 ppm bis zu 100 ppm liegen. Die Behandlung wird zu Beginn mehrmals täglich und später einmal pro Tag durchgeführt.


Feuchte Umschläge mit Silberwasser

Kolloidales Silber kann auch mittels Umschläge angewendet werden. Hierfür idealerweise ein Baumwolltuch mit Silberwasser tränken und auf die entsprechende Körperstelle legen. Die Stärke des Mittels sollte sich hierbei zwischen 25 ppm bis 100 ppm bewegen.

Das feuchte Tuch wird anschließend mit einem Wolltuch oder Frotteehandtüchern umwickelt, damit die Feuchtigkeit zurückgehalten wird. Die Umschläge bleiben mindestens für einige Stunden oder sogar über Nacht am Körper liegen.

Anwendungsdauer der Therapie mit kolloidalem Silber

Ähnlich wie die Dosierung, spaltet auch die Behandlungsdauer mit Silberwasser die Meinungen. Es ist jedoch Fakt, dass die Anwendungsdauer der jeweiligen Erkrankung anzupassen ist, egal ob es sich um akute oder chronische Beschwerden handelt.

Bei akuter oder absehbar kurzer Erkrankung erfolgt eine Therapie mit kolloidalem Silber bis zum Abklingen der Beschwerden. Chronische Erkrankungen können im Vergleich dazu mit einer kurmäßigen Therapie behandelt werden, die zwischen zwei Wochen und drei Monaten dauern kann (Kolloidales Silber – Die Wirkungen und Herstellung).

Tägliche und/oder dauerhafte Anwendungen, um beispielsweise Infektionen oder weiteren Erkrankungen vorzubeugen, sind nicht empfehlenswert und auch nicht angezeigt. Zwischen den Behandlungs-Zyklen sollten zudem immer Pausen eingelegt werden.

Wird kolloidales Silber ständig eingenommen, kann laut Beschreibung der Nebenwirkungen, die Gefahr von Argyrie (irreversible, grau-bläuliche oder schiefergraue Verfärbung von Schleimhäuten und Haut) bestehen.

Grüner Tee als gesunde Alternative zu ungesunden Mundwässern.


Für viele Menschen gehört die Spülung mit Mundwasser, genauso wie das Zähneputzen, zur täglichen Zahnpflege. Kosmetische Mundspülungen werden in der Regel für einen frischen Atem verwendet. Medizinische Mundwässer sollen hingegen antibakteriell wirken, Entzündungen bekämpfen und Zahnerkrankungen wie Parodontitis oder Karies vorbeugen. Was die Wenigsten wissen: Viele Mundspülungen sind nicht nur wirkungslos, sondern auch gesundheitsgefährdend!

Eine Studie der Universität Bremen hat ergeben, dass die häufige Anwendung von Mundspülungen – mehr als dreimal pro Tag – sogar das Risiko erhöht, an Mundhöhlen- und Kehlkopfkrebs zu erkranken.

Darüber hinaus enthalten die meisten Mundwässer die folgenden Inhaltsstoffe, die sich in vielfältiger Hinsicht negativ auf den Körper auswirken können.

Methylsalicylat

Bereits ein Esslöffel dieses Wirkstoffs führt zu schweren Vergiftungen. Eine Überdosierung kann zu niedrigem Blutdruck, Erbrechen, Erblindung und vielen weiteren Gesundheitsschäden führen.

Alkohol

Alkohol trocknet den Mund aus, was Mundgeruch zur Folge haben kann. Eine im Medical Journal of Australia veröffentlichte Studie hat zudem gezeigt, dass Alkohol zur Entstehung von Mundkrebs und bösartigen Kopf-Hals-Tumoren beitragen kann.

Chlorhexidin

Das Antiseptikum wird häufig in der Zahnmedizin angewendet. Es verengt jedoch die Blutgefäße. Eine Studie, die in der wissenschaftlichen Zeitschrift Free Radical Biology and Medicine veröffentlicht wurde, hat gezeigt, dass Mundspülungen mit Chlorhexidin zu Bluthochdruck und ernsthaften Herzkrankheiten führen können. Schon eine zweimalige Anwendung am Tag kann diese schweren Nebenwirkungen mit sich bringen. 

Methylparaben

Parabene, die ebenso in vielen Deodorants und Kosmetika enthalten sind, werden in mehreren Studien in einen Zusammenhang mit der Entstehung von Brustkrebs gebracht.

Hexetidin

Zu viel von diesem Antiseptikum, das häufig in Mundwasser vorhanden ist, kann langfristig zu neurologischen Störungen führen.

Mundwässer sind also nicht unbedingt empfehlenswert, insbesondere sollte man sie nicht täglich anwenden. Es gibt jedoch natürliche Alternativen, die mindestens genauso gut zur Mundhygiene beitragen und dazu noch frei von den schädlichen Nebenwirkungen herkömmlicher Mundspülungen sind.

Wissenschaftler haben nämlich in einer Studie herausgefunden, dass bestimmte Lebensmittel die Mundgesundheit erhalten und sogar noch verbessern können. Sie verordneten den Probanden, die unter Parodontose litten, eine spezielle Diät. Die Studienteilnehmer aßen daraufhin eine Zeit lang sehr viele Früchte, Kartoffeln, Vollkornprodukte, Bohnen, Erbsen, Linsen und verschiedene Gewürze. Während dieser Zeit sollten sie ihre gewohnte Zahnpflege-Routine beibehalten. Und tatsächlich: Die gesunde Ernährung verhalf den Patienten zu einer besseren Mundgesundheit. 

Zudem haben die Forscher herausgefunden, dass eine Mundspülung mit grünem Tee die Bakterien, die für Zahnbelag verantwortlich sind, in nur zehn Minuten reduzieren kann. In dem Experiment haben die Wissenschaftler zeigen können, dass grüner Tee tatsächlich besser wirkt als das in Mundspülungen enthaltene Chlorhexidin.

Spülungen mit grünem Tee sowie eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse sind also nebenwirkungsfreie und daher wesentlich gesündere Alternativen zu herkömmlichen Mundwässern.

Quelle: http://www.gutfuerdich.co/mundwasser-schaedlich/

Gruß an die Wissenden

TA KI

 

Wundermittel Knoblauchmilch


Von Gelbsucht bis Schlaflosigkeit hilft das Wundermittel Knoblauchmilch.

Immer mehr alte Rezepte aus heilenden Früchte und Kräutern werden wiederentdeckt und angewendet. Eines davon klingt zuerst sehr komisch, ist aber tatsächlich ein super Mittel gegen unzählige Beschwerden: Knoblauch und Milch. Wir zeigen dir, wie es geht und was es nützt.

Twitter/tdhealthyfood

Zutaten:
• 10 Knoblauchzehen
• 500 ml Milch
• 250 ml Wasser
• 2 bis 3 Teelöffel Zucker

Zubereitung:
Fülle die Milch zusammen mit dem Wasser in einen Topf.

Flickr/desiitaly

Jetzt wird der Knoblauch geschält und kleingeschnitten. Gib jetzt den Knoblauch zu der Flüssigkeit dazu und koche die ganze Mischung auf.

Flickr/stuart_spivack

Lasse alles unter beständigem Rühren so lange kochen, bis noch ungefähr die Hälfte der Flüssigkeit übrig ist.

Flickr/igb

Am Ende gießt du die Knoblauchmilch mit einem Sieb ab und servierst sie am Besten noch heiß. Je nach Belieben kannst du Zucker hinein rühren.

Die Wirkung von Knoblauch-Milch:

Schlaflosigkeit:

Knoblauchmilch hilft super bei Einschlafproblemen. Die Enzyme im Knoblauch, zusammen mit der warmen Milch werden dich schon bald schlummern lassen wie ein Baby.

Flickr/easy_rhino

Erkältungen und Lungenentzündung:

3 Knoblauchzehen am Tag oder jeden Abend diese Milch helfen beim Durchatmen. Die befreiende und antibakterielle Wirkung von Knoblauchmilch hilft dabei, Entzündungen abklingen zu lassen, die Atemwege zu befreien und sie bekämpft Erkältungsviren.

Twitter/DrAngelaOBGYN

Herzbeschwerden:

Knoblauch reduziert das gefährliche LDL-Cholesterin. Gleichzeitig wird die Durchblutung gefördert und erlaubt es dem Kreislauf, wieder freier und effektiver zu arbeiten. Das reduziert das Risiko für Herzinfarkt und Gefäßschäden um ein Vielfaches.

Twitter/MedSymptoms

Gelbsucht:

In Knoblauch steckt eine Menge Schwefel – ein wichtiges Element, um eine gesunde Leberfunktion zu unterstützen. Zusammen mit medizinischer Betreuung hilft Knoblauch sehr, um Gelbsucht, Fettleber und andere Erkrankungen zu lindern und vorzubeugen.

Flickr/alialatas2010

Impotenz:

Ein sehr praktischer Nebeneffekt von Knoblauchmilch und der verbesserten Durchblutung ist, dass Potenzprobleme damit bald der Vergangenheit angehören. Denn wenn der Kreislauf besser durchblutet wird, wird alles besser durchblutet.

Flickr/jof

Verdauungsstörungen:

Knoblauch regt die Bildung von Verdauungssäften an und trägt dazu bei, dass Giftstoffe abgebaut werden können. Gleichzeitig werden Enzyme ausgeschüttet, die dabei helfen, den Verdauungstrakt bei Durchfall und Blähungen zu beruhigen.

Flickr/pharmacists_daughter

Wow, das klingt wirklich nach einem richtig guten Mittel! Wer hätte gedacht, dass Knoblauch und Milch so ein gutes Gespann abgeben.

Quelle: http://www.gutfuerdich.co/knoblauch-milch/

Gruß an die Wissenden

TA KI

 

7 großartige Verwendungsmöglichkeiten für Avocadokerne


Wenn mal mal eine Avocado verwendet, ist es immer etwas ärgerlich, dass der Kern so groß ist. Denn er macht so viel von der Frucht aus und man weiß nicht so recht, was man damit machen soll – außer, man stellt ihn ins Wasser, um eine Pflanze wachsen zu sehen. Doch in der Heimat der Avocado – in Mittelamerika – wird nichts weggeworfen. Die Menschen dort wissen genau: Wenn man den Kern zermahlt, hat man ein wahres Wunderpulver. Hier sind einige Anwendungsmöglichkeiten. Ein wirklicher Geheimtipp!

Imgur/HoniSoitQuiMalYPense

Zuallererst muss man den Kern aber kleinkriegen. Dazu wäscht man ihn und zerschneidet ihn in Scheiben. Da der Kern relativ weich ist, ist das nicht sehr schwer. Die Scheiben müssen ein paar Tage trocknen, dann kann man sie auf einer Reibe oder in der Kaffeemühle zu Pulver verarbeiten. Das kann man z.B. in einen Smoothie oder ins Müsli mischen, geröstet auf den Salat geben oder als Teeaufguss einnehmen. Das entstandene Pulver hat einen herb-nussigen Geschmack ist unheimlich vielseitig, denn es ist voll von guten Inhaltsstoffen. Die sind hier sogar hochkonzentriert, weshalb die mittelamerikanischen Urvölker ihn auch völlig zu Recht das „Herz der Avocado“ nennen. Hier sind ein paar Beispiele, wo der Avocadokern seine positive Wirkung entfaltet:

1.) Immunsystem

Die Antioxidantien, die zahlreich im Avocadokern enthalten sind, bekämpfen freie Radikale und stärken so das Immunsystem.

Flickr/BrianGerkan

2.) Herz

Wertvolle Aminosäuren, Ballaststoffe u.a. können den Cholesterinspiegel senken. Vitamin E und Kalium unterstützen außerdem die Herzfunktion und Herzkreislauferkrankungen haben es schwerer.

3.) Entzündungen

Der Avocadokern wirkt entzündungshemmend und kann so viele Krankheitsbeschwerden lindern oder die Entstehung sogar schon im Ansatz verhindern. Besonders bei Arthritis wird ihm eine gute Wirkung zugesprochen.

Imgur/Daedalus031

4.) Bakterien und Viren

Die Flavonole im Kern sind generell hilfreich zur Abwehr von Viren und Bakterien und darüber hinaus auch gegen diverse Pilze, Mikroben und Parasiten. Und in exotischeren Gefilden schützt es auch vor gefährlichen Gelbfieber-Moskitos.

5.) Für die Dame

Auch gegen Menstruationsbeschwerden, Schwangerschaftsübelkeit und andere spezielle Problemchen ist der Avocadokern ein Geheimtipp.

Flickr/pretty,strange

6.) Verdauung

Das Pulver lindert nicht nur Durchfall, was an sich schon großartig ist. Auch die Bildung von Magengeschwüren wird gehemmt sowie die Anlagerung von Viren und Bakterien im Verdauungstrakt.

7.) Schönheit

Und auch für das äußere Erscheinungsbild ist der runde Kern ein echter Alleskönner. Er reguliert den Wasserhaushalt und sorgt so für elastische Haut. Zudem wird die Schuppenbildung im Haar verringert.

Flickr/Scott Dunagan

Unglaublich, wie vielseitig dieser Kern sein kann, den man doch sonst immer als so störend empfand. Wer mehr über die vielfältige Anwendung erfahren möchte, kann sich z.B. HIER schlau machen. Ich werfe jedenfalls nie wieder etwas von der Avocado weg.

Quelle: http://www.gutfuerdich.co/kernige-geheimtipps/

Gruß an die Natur

TA KI

Weihrauch (Boswellia) zur Behandlung entzündlicher Erkrankungen – wirksam oder unwirksam? Weihrauch und Myrrhe mindern Entzündungen


Dieser Artikel sollte seit 8:00h bereits im Blog stehen, so ist es auch im Hintergrund dieser Seite ersichtlich- Danke an WordPress!!

Wirkt Weihrauch bei Entzündungen?

 

Welche Fragen werden in diesem Beitrag beantwortet?

  • Bei welchen Erkrankungen werden Weihrauch-Extrakte angewendet?
  • Welche Dosierungen von Weihrauch-Extrakten werden empfohlen?
  • Wie wirkt Weihrauch?
  • Ist die Wirksamkeit von Weihrauch durch überzeugende Studiendaten belegt?
  • Welche Nebenwirkungen sind unter der Einnahme vonWeihrauch möglich?

 

Hintergrund

Weihrauch wird zur Behandlung entzündlicher Erkrankungen angewandt. Weihrauchbäume gehören zur Gattung Boswellia, die wiederum sind Teil der Familie der Burseraceae (Balsamgewächse, Weihrauchgewächse).

Medizinisch zur Anwendung kommen die Arten Boswellia serrata, Boswellia carteri und Boswellia frereana. Als „Indischer Weihrauch“ oder „Olibanum“ werden Harze aus Boswellia serrata und Boswellia carterii bezeichnet. Neben Weihrauch aus Indien kommen die aufgeführten Boswelliaarten aus Somalia, Äthiopien und Südarabien. Extrakte aus Weihrauchharzen werden seit Jahrhunderten in der ayurvedischen Heilkunde und Volksmedizin angewandt.

Anwendungsgebiete

Das Harz des Weihrauchbaumes Boswellia serrata findet in der traditionellen indischen Medizin Verwendung zur Behandlung entzündlicher und neurologischer Erkrankungen, grippaler Infekte oder als Wundverbände bei Geschwüren und Abszessen. Als derzeit wichtigste Anwendungsgebiete in Deutschland werden chronisch rheumatische Beschwerden mit entzündlicher Aktivität, wie z. B. die chronische Polyarthritis/rheumatoide Arthritis, aber auch die Osteoarthritis/Arthrose genannt.

Darüber hinaus kommt Weihrauch auch zur Behandlung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (M. Crohn, Colitis ulcerosa) und als Dermatika zur Behandlung von Neurodermitis und Psoriasis zur Anwendung.

Weihrauch – nicht als Arzneimittel zugelassen

In Deutschland ist derzeit kein Weihrauch-Präparat als Arzneimittel zugelassen. Hingegen sind Weihrauch-Präparate als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich (z.B.: Weihrauch H15, Hecht Pharma, 350 mg Kapseln). Vereinzelt beziehen Patienten das indische Präparat Sallaki oder das in der Schweiz nur in einem Kanton zugelassene Weihrauch-Präparat H15 über internationale Apotheken.

Auch wenn zahlreiche Untersuchungen auf positive Effekte von Weihrauch hinweisen, entsprechen diese Studien zu Weihrauch-Extrakten nicht den geforderten Zulassungsbedingungen bezüglich Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Substanzen. Vor einigen Jahren wurde ein Antrag auf Zulassung eines Weihrauch-Präparates (H15) in Deutschland für die Indikation Rheumatoide Arthritis mangels ausreichender wissenschaftlicher Unterlagen abgelehnt.

In einer kürzlich erschienenen Übersichtsarbeit zur Wirksamkeit pflanzlicher Substanzen auf schmerzhafte entzündliche Prozesse wurde Weihrauch von den Autoren als die am vielversprechendste Substanz für eine weitere Arzneimittel-Entwicklung bewertet (17).

Wirkmechanismus

Die Wirkung von Weihrauch wird im Wesentlichen auf die Beeinflussung von Entzündungsmediatoren zurückgeführt. Auf molekularer Ebene sind Entzündungen durch erhöhte Bildung und Freisetzung von Entzündungsmediatoren gekennzeichnet, zu denen unter anderem Zytokine, Prostaglandine und Leukotriene zählen. Diese Mediatoren werden von komplex regulierten Enzymen synthetisiert, welche durch entzündungsfördernde Einflüsse reichlich gebildet werden. Ziel der medikamentösen Entzündungshemmung ist es, die Expression dieser Enzyme zu unterdrücken (Wirkprinzip von Cortison) oder deren Aktivierung zu hemmen (durch nicht-steroidale Antiphlogistika, z.B. Diclofenac oder Ibuprofen).

Bislang sind ca. 200 Inhaltsstoffe im Harz des Weihrauchbaumes identifiziert worden. Das aus dem Stamm des Weihrauchbaumes gewonnene Harz enthält u.a. Boswelliasäuren als entzündungshemmende Substanzen. Boswelliasäuren hemmen u.a. ein Enzym, das für die Synthese von Prostaglandin E2 verantwortlich ist, und verringern so die Entzündungsreaktion (13). In-vitro-Untersuchungen weisen auch auf eine Hemmung der 5-Lipoxygenase, des Schlüsselenzyms der Leukotrienbiosynthese, als einen weiteren möglichen Wirkungsmechanismus hin (13). Ein weiterer Angriffspunkt bezieht sich auf das Enzym Cathepsin G. Untersuchungen am Menschen belegen, dass mit der Einnahme von Weihrauch-Extrakten die Aktivität dieses entzündungsfördernden Enzyms um mehr als 60 % verringert werden konnte. Bei der Prävention von entzündlichen Veränderungen im Bereich des Darms scheinen zudem antioxidative Wirkmechanismen eine wichtige Rolle zu spielen (14).

Studien zur Wirksamkeit

In der wissenschaftlichen Literatur finden sich zahlreiche Veröffentlichungen zum Wirkmechanismus, jedoch nur wenige Daten zur Wirksamkeit von Weihrauch-Extrakten. Kleinere Studien liefern erste Hinweise auf eine mögliche Wirkung von Weihrauch bei degenerativen Gelenkerkrankungen und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Kontrollierte klinische Studien nach wissenschaftlich anerkannten Qualitätsstandards, die einen überzeugenden Nutzen von Weihrauch bei entzündlichen Darmerkrankungen oder der Rheumatoiden Arthritis belegen, fanden sich in einer Literatur-Recherche (Medline) nicht.

Arthrose / Osteoarthritis

Zur Behandlung von chronisch-degenerativen Gelenkerkrankungen, wie der Arthrose des Kniegelenkes, wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Studienergebnisse zu Weihrauch-Extrakten veröffentlicht.

Eine indische Arbeitsgruppe konnte bereits im Jahre 2003 in einer achtwöchigen Crossover-Studie den Nachweis erbringen, dass ein Weihrauch-Extrakt die Knieschmerzen reduziert, die Kniegelenksschwellung vermindert und die Gelenkbeweglichkeit verbessert (1). Es folgten weitere Studien zur Behandlung der Arthrose des Kniegelenkes. Ein spezieller Boswellia-Serrata-Extrakt (5-Loxin®) wurde in einer 3 Monatsstudie in zwei Dosierungen (100 und 250 mg) mit Placebo verglichen (4). Im Ergebnis zeigte sich, dass 5-Loxin® die Schmerzen reduzierte und die Gelenkfunktion im Vergleich zur Placebogruppe signifikant verbesserte. Auffällig war der frühe Wirkeintritt der hohen Dosis des Weihrauch-Extraktes. Bereits nach sieben Tagen konnte eine relevante Symptomverbesserung dokumentiert werden. Zudem gelang in dieser Untersuchung der Nachweis, dass der spezielle Weihrauch-Extrakt das knorpelabbauende Enzym Matrix-Metalloproteinase-3 (MMP-3) in seiner Aktivität deutlich hemmt (4).

Ein neuer Boswellia-Extrakt (Aflapin®) soll durch eine Anreicherung der wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe noch ausgeprägter entzündungshemmend wirken. In einer Doppelblindstudie über 90 Tage wurde 5-Loxin® und Aflapin® mit Placebo bei Patienten mit Kniegelenksarthrose verglichen (5). Im Ergebnis führten beide Weihrauch-Formulierungen zu einer signifikanten Abnahme der Schmerzen und einer Verbesserung der Kniegelenksfunktion. Dabei zeigten sich Vorteile in der Wirksamkeit zugunsten des Boswellia-Extraktes Aflapin®.

Eine weitere kürzlich publizierte Untersuchung der gleichen Arbeitsgruppe konnte diese Befunde bestätigen (6). In dieser Doppelblindstudie über 30 Tage bei 60 Patienten führte die Therapie mit 100 mg des Weihrauch-Extraktes Aflapin® zu einer signifikanten Besserung der Schmerzsymptomatik und der Gelenkfunktion im Vergleich zur Placebogabe.

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Gupta und Mitarbeiter hatten bereits im Jahr 2001 die Wirkung von Weihrauch im Vergleich zu Sulfasalazin bei der Behandlung von 30 Patienten mit einer chronischen Colitis ulcerosa untersucht (12). Über einen Zeitraum von 6 Wochen erhielten die Patienten eine Dosierung von 900 mg Weihrauch täglich, aufgeteilt auf 3 Dosen. Als Ergebnis zeigte sich bei 14 von 20 der mit Weihrauch behandelten Patienten eine Remission. Darüber hinaus konnte bei 18 der 20 Patienten eine Verbesserung in einem oder mehreren der untersuchten Parameter dokumentiert werden. In der Gruppe, die Sulfasalazin erhalten hatte, lag hingegen der Anteil der Patienten, die eine Remission erreichten, niedriger (12).

Die Wirksamkeit von Weihrauch-Extrakten wurde auch bei der Kollagen-Kolitis geprüft. Die kollagene Kolitis ist durch chronische Durchfälle charakterisiert. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine eher seltene Darmerkrankung. In einer Placebo-kontrollierten Doppelblindstudie an 31 Patienten mit Kollagen-Kolitis konnte nach 6 Wochen Therapie mit einem hochdosierten Boswellia-Extrakt (3-mal 400 mg pro Tag) bei 63,6 % der Patienten eine Remission erreicht werden (Placebo 26.7 %, p=0,04). Die Autoren dieser Studie aus Deutschland ziehen den vorsichtigen Schluss, dass Weihrauch bei dieser chronischen Darmerkrankung wirksam sein könnte (3). Voraussetzung für den Nachweis der Wirksamkeit sei nach Einschätzung der Autoren eine Bestätigung der Ergebnisse durch weitere größere kontrollierte Studien.

http://www.amazon.de/Mineralstoffe-Spurenelemente-unterstuetzenden-Behandlung-Erkrankungen/dp/1512235180/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1432566827&sr=8-6&keywords=Detlef+nachtigall

 

Morbus Crohn

Auch für die Behandlung von Morbus Crohn liegen Studienergebnisse mit Weihrauch-Extrakten vor. In einer doppelblinden Vergleichsstudie mit der Standardtherapie Mesalazin zeigten sich bei insgesamt 102 Patienten erste Hinweise auf eine Nicht-Unterlegenheit von Weihrauch im Vergleich zu Mesalazin (10). Dem entgegen stehen Ergebnisse einer weiteren, kürzlich publizierten Studie zur Wirksamkeit von Weihrauch bei der Behandlung von Morbus-Crohn-Patienten (2). In dieser Placebo-kontrollierten Doppelblindstudie wurden insgesamt 108 Patienten mit 3-mal 2 Kapseln (400 mg pro Kps.) Weihrauch-Extrakt über einen Zeitraum von 12 Monaten behandelt. Die Ergebnisse zusammenfassend, kommen die Autoren zu dem Schluss, dass Weihrauch nicht wirksamer sei als Placebo bei der Aufrechterhaltung einer Remission dieser chronisch-entzündlichen Darmerkrankung.

Rheumatoide Arthritis

Zu Anwendung von Weihrauch bei der Rheumatoiden Arthritis liegen nur wenige kontrollierte Studien vor. Eine Placebo-kontrollierte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass der Weihrauchharzextrakt H15 bei rheumatoider Arthritis keine messbare Wirkung aufweist (7).

Asthma bronchiale

Die anti-entzündliche Wirkung von Weihrauch wurde auch bei Patienten mit chronischem Asthma bronchiale geprüft. In einer Placebo-kontrollierten Doppelblindstudie erhielten 40 Asthma-Patienten täglich 2-mal 300 mg Weihrauch oder Placebo über einen Zeitraum von 6 Wochen. Ergebnis: In der Weihrauch-Gruppe verbesserten sich bei 70 Prozent der Patienten die Symptomatik und die Lungenfunktion im Vergleich zu nur 27 Prozent unter der Placebo-Gabe (9).

Weihrauch zur unterstützenden Behandlung bei Krebserkrankungen

Im Rahmen der Krebstherapie gelang der Nachweis, dass Weihrauch bei Patienten mit einem Hirntumor die Nebenwirkungen der Strahlentherapie vermindern kann. Die Bestrahlung von Hirntumoren geht häufig mit einem deutlichen Hirnödem einher, das in der Regel mit hohen Dosen Dexametason behandelt werden muss. In einer Placebo-kontrollierten Studie konnte unter der täglichen Gabe von 4,2 g Weihrauch ergänzend zur Strahlentherapie eine deutliche Abnahme des Hirnödems im Vergleich zur Placebo-Behandlung beobachtet werden. Zukünftig könnte die Behandlung mit Weihrauch möglicherweise zu einer Reduktion der notwendigen Cortison-Dosis bei der Behandlung des Hirnödems beitragen (11).

Spannungskopfschmerzen

In einer Pilotstudie zeigten sich erste Hinweise, dass Weihrauch auch bei Spannungskopfschmerz wirksam sein könnte. Bei Patienten mit einer chronischen Form der Spannungskopfschmerzen konnte unter der Weihrauch-Behandlung eine Abnahme der Häufigkeit und der Intensität der Beschwerden dokumentiert werden (15).

Bioverfügbarkeit von Weihrauch-Extrakten

Die Bioverfügbarkeit der wahrscheinlich wirksamkeitsbestimmenden Boswelliasäuren wird durch die gleichzeitige Aufnahme von Weihrauch-Extrakt und einer fettreichen Mahlzeit deutlich verbessert (8). Es wird daher empfohlen, Weihrauch zu den Mahlzeiten einzunehmen.

Dosierung von Weihrauch

In den zitierten Studien wurden sehr unterschiedliche Dosierungen von Weihrauch-Extrakten eingesetzt. Bei herkömmlichen Weihrauch-Extrakten kamen Tagesdosen von 600 mg bis zu 4,2 g zur Anwendung, in der Regel verteilt auf 2 bis 3 Einzeldosen über den Tag verteilt.

Verträglichkeit

Insgesamt zeichneten sich Weihrauch-Extrakte in den veröffentlichten Studien durch eine gute Verträglichkeit aus. Als unerwünschte Wirkungen wurde über Hautirritationen mit Pruritus berichtet, allergische Reaktionen seien grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Auch Übelkeit wurde als mögliche Nebenwirkung genannt.

In einer systematischen Untersuchung zur Verträglichkeit von pflanzlichen Wirkstoffen wurden bei der Anwendung von Boswellia serrata nur gering ausgeprägte unerwünschte Nebenwirkungen dokumentiert (18).

Diskussion

Die vorliegenden pharmakologischen Daten deuten darauf hin, dass das vorherrschende Wirkprinzip von Weihrauch-Extrakten in der Hemmung von Entzündungsvorgängen liegt. Entzündungsreaktionen spielen bei fast allen empfohlenen Anwendungsgebieten für Weihrauch eine entscheidende Rolle. Damit die in pharmakologischen Untersuchungen beschriebenen Effekte wirksam werden können, ist die Anwendung einer ausreichend hohen Dosierung von Weihrauch-Extrakten mit nachgewiesener Qualität notwendig. Da die Wirksamkeit zudem sehr abhängig von der Zusammensetzung der verwendeten Weihrauch-Extrakte zu sein scheint, sind die in Studien dokumentierten Ergebnisse im positiven wie im negativen Sinne nicht auf alle Weihrauch-Extrakte zu übertragen.

Für Weihrauch besteht ein scheinbarer Widerspruch zwischen überzeugenden In-vitro-Daten zur Entzündungshemmung und den Ergebnissen zur Anwendung beim Menschen. Die schlechte Bioverfügbarkeit der wahrscheinlich wirksamkeitsbestimmenden Boswelliasäuren beim Menschen könnte eine Erklärung für die bisher wenig überzeugenden klinischen Daten sein.

Eine deutsche Arbeitsgruppe hat eine Weihrauch-Zubereitung mit einer verbesserten Bioverfügbarkeit untersucht (auf Lecithin-Basis, Phytosome®) und konnte eine deutlich bessere Aufnahme von Boswelliasäuren dokumentieren (16).

Insgesamt wurden bisher nur wenige kontrollierte klinische Studien zur Wirksamkeit von Weihrauch-Extrakten veröffentlicht. Am besten stellt sich die Datenlage zur Anwendung von Weihrauch-Extrakten bei der Behandlung der Kniegelenksarthrose dar. Positiv beeinflusst durch eine Behandlung mit Boswellia-Extrakten werden den Studien zufolge insbesondere die Schmerzsymptomatik und die Gelenkfunktion bei Patienten mit einer Arthrose des Kniegelenks. Auch wenn die relativ kleinen Studien überwiegend von einer Arbeitsgruppe durchgeführt wurden, liegen doch ausreichende Belege zur Wirksamkeit der untersuchten Boswellia-Extrakte vor. Diese Weihrauch-Spezialextrakte sind in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen und unterscheiden sich zudem in ihrer Zusammensetzung von denen in Deutschland verfügbaren Weihrauch-Präparaten.

Fazit

Das pharmakologische Prinzip der Entzündungshemmung durch Weihrauch kann als überzeugend belegt gelten. Den veröffentlichten Studien zufolge scheinen Weihrauch-Extrakte zur unterstützenden Behandlung bei der Kniegelenksarthrose wirksam zu sein. Darüber hinaus liegen Hinweise für eine Wirksamkeit bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen vor. Patienten mit einer Rheumatoiden Arthritis scheinen hingegen nicht von einer Behandlung mit Weihrauch zu profitieren. Ziel der weiteren Entwicklung muss es sein, die Bioverfügbarkeit von Weihrauch-Extrakten zu verbessern.

Literatur

1. Kimmatkar N, Thawani V, Hingorani L, Khiyani R. Efficacy and tolerability of Boswellia serrata extract in treatment of osteoarthritis of knee – a randomized double blind placebo controlled trial. Phytomedicine. 2003 Jan;10(1):3-7.

2. Holtmeier W, Zeuzem S, Preiss J, Kruis W, Böhm S, Maaser C, Raedler A, Schmidt C, Schnitker J, Schwarz J, Zeitz M, Caspary W. Randomized, placebo-controlled, double-blind trial of Boswellia serrata in maintaining remission of Crohn’s disease: good safety profile but lack of efficacy. Inflamm Bowel Dis. 2011 Feb;17(2):573-82.

3. Madisch A, Miehlke S, Eichele O, Mrwa J, Bethke B, Kuhlisch E, Bästlein E, Wilhelms G, Morgner A, Wigginghaus B, Stolte M. Boswellia serrata extract for the treatment of collagenous colitis. A double-blind, randomized, placebo-controlled, multicenter trial. Int J Colorectal Dis. 2007 Dec;22(12):1445-51.

4. Sengupta K, Alluri KV, Satish AR, Mishra S, Golakoti T, Sarma KV, Dey D, Raychaudhuri SP. A double blind, randomized, placebo controlled study of the efficacy and safety of 5-Loxin for treatment of osteoarthritis of the knee. Arthritis Res Ther. 2008;10(4):R85.

5. Sengupta K, Krishnaraju AV, Vishal AA, Mishra A, Trimurtulu G, Sarma KV, Raychaudhuri SK, Raychaudhuri SP. Comparative efficacy and tolerability of 5-Loxin and AflapinAgainst osteoarthritis of the knee: a double blind, randomized, placebo controlled clinical study. Int J Med Sci. 2010 Nov 1;7(6):366-77.

6. Vishal AA, Mishra A, Raychaudhuri SP.A double blind, randomized, placebo controlled clinical study evaluates the early efficacy of aflapin in subjects with osteoarthritis of knee. Int J Med Sci. 2011;8(7):615-22.

7. Sander, O., et al., Is H15 (resin extract of Boswellia serrata incense) a useful supplement to established drug therapy of chronic polyarthritis? Results of a double-blind pilot study. Z. Rheumatol. 1998; 57: 11 – 16.

8. Sterk V, Büchele B, Simmet T. Effect of food intake on the bioavailability of boswellic acids from a herbal preparation in healthy volunteers. Planta Med. 2004 Dec;70(12):1155-60.

9. Gupta I, Gupta V, Parihar A, Gupta S, Lüdtke R, Safayhi H, Ammon HP. Effects of Boswellia serrata gum resin in patients with bronchial asthma: results of a double-blind, placebo-controlled, 6-week clinical study. Eur J Med Res. 1998 Nov 17;3(11):511-4.

10. Gerhardt H, Seifert F, Buvari P, Vogelsang H, Repges R. Therapy of active Crohn disease with Boswellia serrata extract H 15. Z Gastroenterol. 2001 Jan;39(1):11-7.

11. Kirste S, Treier M, Wehrle SJ, Becker G, Abdel-Tawab M, Gerbeth K, Hug MJ, Lubrich B, Grosu AL, Momm F. Boswellia serrata acts on cerebral edema in patients irradiated for brain tumors: a prospective, randomized, placebo-controlled, double-blind pilot trial. Cancer. 2011 Aug 15;117(16):3788-95.

12. Gupta I, Parihar A, Malhotra P, Gupta S, Lüdtke R, Safayhi H, et al. Effects of gum resin of Boswellia serrata in patients with chronic colitis. Planta Med. 2001;67:391–5.

13. Siddiqui MZ. Boswellia serrata, a potential antiinflammatory agent: an overview. Indian J Pharm Sci. 2011 May;73(3):255-61.

14. Hartmann RM, Morgan Martins MI, Tieppo J, Fillmann HS, Marroni NP.mEffect of Boswellia serrata on antioxidant status in an experimental model of colitis rats induced by acetic acid. Dig Dis Sci. 2012 Aug;57(8):2038-44.

15. Lampl C, Haider B, Schweiger C. Long-term efficacy of Boswellia serrata in four patients with chronic cluster headache. Cephalalgia. 2012 Jul;32(9):719-22.

16. Hüsch J, Bohnet J, Fricker G, Skarke C, Artaria C, Appendino G, Schubert-Zsilavecz M, Abdel-Tawab M. Enhanced absorption of boswellic acids by a lecithin delivery form (Phytosome(®)) of Boswellia extract. Fitoterapia. 2013 Jan;84:89-98.

17. Di Lorenzo C, Dell’Agli M, Badea M, Dima L, Colombo E, Sangiovanni E, Restani P, Bosisio E. Plant food supplements with anti-inflammatory properties: a systematic review (II). Crit Rev Food Sci Nutr. 2013;53(5):507-16.

18. Posadzki P, Watson LK, Ernst E. Adverse effects of herbal medicines: an overview of systematic reviews. Clin Med. 2013 Feb;13(1):7-12.

Quelle: http://wirksam-oder-unwirksam.blogspot.de/2012/08/weihrauch-boswellia-zur-behandlung.html

 

Weihrauch und Myrrhe mindern Entzündungen

Harze können bei Krankheiten wie Multiple Sklerose oder Krebs helfen

16.12.2014

Schon bei den drei Heiligen Königen gehörte Weihrauch der Überlieferung nach zu den Geschenken, die sie neben Myrrhe und Gold für das neugeborene Jesuskind nach Bethlehem brachten. Bereits seit der Antike ist der aromatische Duft des Weihrauchharzes Bestandteil vieler religiöser Zeremonien und verleiht bis heute in der Kirche vielen Festen einen besonderen Ausdruck. Doch das ist längst nicht alles, denn wie Studien immer wieder aufzeigen, kann Weihrauch auch in der Medizin einen großen Nutzen erbringen: „Das aus dem Stamm des Weihrauchbaumes gewonnene Harz enthält entzündungshemmende Substanzen“, so Prof. Dr. Oliver Werz von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Dadurch sei Weihrauch als „Heilmittel unter anderem für die Therapie von Krankheiten wie Asthma, Rheumatoider Arthritis oder Neurodermitis interessant“.

In der ayurvedischen Medizin seit Jahrtausenden bewährt
Beim Wort „Weihrauch“ denken viele Menschen an die Heiligen Drei Könige, für die das luftgetrocknete Gummiharz aus dem Weihrauchbaum so wertvoll wie Gold und daher als „Gabe“ für das Jesuskind gerade gut genug war. Doch auch heute scheint Weihrauch seinen Wert nicht verloren zu haben, vielmehr kommen immer wieder Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass das Harz großes Potenzial habe, als natürliches Heilmittel zu wirken. In der ayurvedischen Medizin Indiens hingegen ist das Baumharz bereits seit Jahrtausenden ein fester Bestandteil, indem es bei der Behandlung von Wunden, Geschwüren sowie bei entzündlichen Erkrankungen wie Arthritis, Gicht oder Rheuma eingesetzt wird.Boswelliasäuren als Entzündungshemmer bei Multipler Sklerose?
Wie aktuelle Studien zeigen, könnte Weihrauch daher möglicherweise auch bei Multipler Sklerose (MS) helfen, denn die darin enthaltenen Boswelliasäuren wirken als natürlicher Entzündungshemmer, haben aber im Vergleich zu synthetischen Mitteln weit weniger Nebenwirkungen. Bei der MS handelt es sich um eine bislang nicht heilbare chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, durch welche die Markscheiden der Nervenfasern angegriffen werden. In der Folge treten vielfältige Symptome auf, häufig sind dabei unter anderem Empfindungs- und Sehstörungen, Muskellähmungen, chronische Müdigkeit („Fatigue“) oder Schwindel. Unter den entzündlichen Erkrankungen des Nervensystem weist die MS die größte Häufigkeit auf und ist zudem nach der Epilepsie die zweithäufigste neurologische Krankheit insgesamt. Dementsprechend seien nach Angaben der Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. (DMSG) weltweit etwa 2,5 Millionen Menschen betroffen, allein hierzulande leben ca. 130.000 MS-Erkrankte.

SABA-Studie untersucht Einfluss von Weihrauch bei MS
Mit dem positiven Effekt von Weihrauch bei MS beschäftigt sich auch die Neurologin Dr. Klarissa Hanja Stürner vom Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) im Rahmen der sogenannten „SABA-Studie“. Wie die „Welt“ berichtet, hatten dort 37 Patienten mit schubförmiger MS über einen Zeitraum von acht Monaten statt Kortison oder Interferon, das Extrakt des Weihrauch-Harzes erhalten. Offenbar mit großem Erfolg, denn die Zahl der Nervenschädigungen sei bei den bislang 25 ausgewerteten Personen um knapp 60% zurück gegangen, zudem sank die jährliche Rate neuer Schübe von 0,94 auf 0,32. Die Patienten hätten die entzündungshemmende Therapie in Kapselform dabei nach Aussage von Dr. Stürner „bisher sehr gut“ vertragen, so die Mitteilung des UKE. Dementsprechend würden „viele von ihnen [.] die Behandlung auf eigenen Wunsch noch über die Studienlaufzeit hinaus fortsetzen“ wollen.

Chinesische Forscher finden 99 chemisch definierte Substanzen im Weihrauchöl
„Weihrauch und Myrrhe verfügen beide über eine Vielzahl bioaktiver Inhaltsstoffe, mit deren gesundheitlichen Wirkungen sich die Medizin bis in unsere Tage beschäftigt“, erklärt der Allergologe Peter Schnabel gegenüber der „Welt“. „Erst kürzlich fanden chinesische Wissenschaftler bei einer aktuellen Analyse von Weihrauchölen 99 chemisch definierte Substanzen. Darunter befanden sich auch mehrere Substanzen, bei denen eine gegen den Krebs wirksame Aktivität vermutet wird“, so der Mediziner von der TU München weiter. Auch Forscher der Universität Leicester belegten im Rahmen einer Studie erstmals die positive Wirkung von Weihrauch bei Eierstockkrebs. Dafür verwendeten sie den Inhaltsstoff AKBA (Acetyl-11-Keto-ß-Boswelliasäure) aus dem Harz des Weihrauchbaums.

Inhaltsstoff AKBA wirksam bei Eierstockkrebs
„Wir haben gezeigt, dass dieser Inhaltsstoff des Weihrauchs effektiv Eierstockkrebszellen tötet“, sagte Dr. Mark Evans von der Universität Leicester. „Am überraschendsten war, dass die Zellen, die wir getestet haben und die gegen Chemotherapie resistent waren, sensibler gegenüber diesem Inhaltsstoff waren, was darauf hindeutet, dass Weihrauch in der Tat in der Lage ist, Arzneimittelresistenzen zu überwinden und zu einer verbesserten Überlebensrate bei Patienten in einem späten Stadium von Eierstockkrebs zu führen.“

Jenaer Pharmazeut untersucht den Wirkmechanismus des Weihrauchs
Doch nicht nur bei Krebs könnten die natürlichen Harze helfen, stattdessen hätten Studien auch eine positive Wirkung beichronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Asthma bronchiale und Schuppenflechte zeigen können. Doch wie entsteht dieser positive Effekt? Mit dieser Frage beschäftigte sich auch Professor Oliver Werz von der Universität Jena, der gemeinsam mit Partnern der Uni Saarbrücken und einem Startup-Unternehmen dem Wirkmechanismus des Weihrauchs nachgegangen ist. Durch ihre Studie konnten die Forscher zeigen, wo genau die Boswelliasäuren in das Entzündungsgeschehen eingreifen: „Boswelliasäuren interagieren mit verschiedenen Eiweißen, die an entzündlichen Reaktionen beteiligt sind. Insbesondere jedoch mit einem Enzym, das für die Synthese von Prostaglandin E2 verantwortlich ist“, so der Jenaer Pharmazeut in einer Pressemitteilung der Friedrich Schiller Universität. Prostaglandin E2 gehöre dabei zu den Vermittlern der Immunantwort und spiele daher eine zentrale bei Entzündungsprozessen, der Entstehung von Fieber und Schmerzen: „Boswelliasäuren hemmen dieses Enzym sehr potent und verringern so die Entzündungsreaktion“, erklärt Professor Oliver Werz.

Boswellia serrata die bekannteste Art
Prof. Werz und sein Team kamen durch ihre Studie noch zu weiteren Erkenntnissen, nachdem sie das Harz verschiedener Weihraucharten verglichen und in Hinblick auf die entzündungshemmende Wirkung analysiert hatten. Demnach gäbe es weltweit mehr als zehn verschiedene Arten von Weihrauch, wobei der in Nord- und Zentralindien beheimatete „Boswellia serrata“ der bekannteste sei. „Wie wir jetzt gesehen haben, ist jedoch das Harz von Boswellia papyrifera um den Faktor zehn wirksamer“, so Prof. Werz, eine Art, die vorrangig im Nordosten Afrikas (Äthiopien, Somalia) und auf der arabischen Halbinsel (Jemen, Oman) vorkommt.

Bäume vom Aussterben bedroht
Doch ob sich Weihrauch als Arzneimittel in Zukunft etablieren könne, hänge laut dem Experten von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen die klinische Überprüfung noch aus, zudem kämen die Boswelliasäuren ausschließlich im Harz des Weihrauchbaumes vor und könnten dementsprechend nur schwer synthetisch hergestellt werden. Damit würden die Bäume „die einzige Ressource für den aussichtsreichen Wirkstoff“ stellen – die jedoch vom Aussterben bedroht seien, so die Mitteilung der Universität weiter. „Ohne nachhaltigen Schutz sind damit nicht nur Pflanzenarten vom Aussterben bedroht, sondern es gehen der Medizin auch vielversprechende Wirkstoffe verloren“, betont Prof. Werz. (nr)

Quelle: http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/weihrauch-und-myrrhe-lindern-entzuendungen-901853447080.php

Gruß andie Heilenden

TA KI