Britischer Verteidigungsminister: „Wir sind 2018 bereit für Krieg gegen Russland“


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Von anonymousnews

 

Verteidigungsminister Michael Fallon versichert vor dem Verteidigungsausschuss des britischen Parlaments, dass Großbritanniens Streitkräfte bereits ab 2018 für einen „Krieg mit Russland“ gerüstet sind. Die Aussagen von Verteidigungsminister Fallon fielen offenbar während einer Untersuchung des Verteidigungsausschusses über Auswirkungen der „Strategic Defence and Security Review“ (Strategische Verteidigungs- und Sicherheitsüberprüfung) von 2015 auf die Armee.

Ein Mitglied des Ausschusses, der konservative James Gray, hatte in einem Buch, das Anfang des Jahres erschien, geschrieben, der pensionierte britische General Sir Richard Shirreff habe die Möglichkeit eines Kriegs mit Russland für das Jahr 2017 vorausgesagt. Ex-General Shirreff ist kein geringerer, als der ehemalige stellvertretende Oberbefehlshaber der Nato in Europa von 2011 bis 2014.

Zusätzlich verwies Gray auch auf einen Brief von Shirreff, der am Montag in der Times erschien und in dem er schreibt:

„Auf dem Treffen der Verteidigungsminister in Brüssel von letzter Woche wurden weitere Ankündigungen über die Zusammensetzung der militärischen Präsenz [in den baltischen Staaten und Ostpolen] gemacht, die Realität ist jedoch, dass es bis zum Ende des Frühjahrs keine Bodentruppen geben wird; das ist fast ein Jahr nach der Ankündigung. Jetzt kommt es darauf an, so schnell wie möglich eine Verteidigung aufzubauen, die auch in der Lage ist zu kämpfen und damit russisches Abenteurertum abschreckt; könnte das eine Aufgabe für eine der vielen schnellen Eingreiftruppen der Nato sein?“

Verteidigungsminister Fallon erklärte: „Wir haben in diesem Jahr und in den Jahren davor umfangreiche russische Aggressionen erlebt; beispielsweise was Langstreckenflüge angeht oder U-Boot-Aktivitäten und der Flugzeugträgerverband, der durch unsere Gewässer gefahren ist, sowie die Rolle von Russland in Syrien und anderswo. Aber ich glaube nicht, dass das auf einen offenen Konflikt im nächsten Jahr schließen lässt.“

Obwohl Fallon nicht an einen unmittelbar bevorstehenden Krieg glaubt, erklärte er die Streitkräfte Großbritanniens dennoch für bereit. Er ergänzte:

„[Großbritannien] setzt bereits Soldaten an der Ostgrenze der Nato ein. Die RAF [Royal Air Force] ist seit drei Sommern ununterbrochen dort. Wir verlegen nächstes Jahr Truppen nach Estland, und wir schicken Truppen nach Polen. Außerdem stationieren wir die RAF in Rumänien.“

Nahezu zeitgleich mit der Rede des Verteidigungsministers vor dem Ausschuss, erschien ein Interview mit Andrew Parker, Chef des Inlandgeheimdienstes MI5, im Guardian. Unter anderem sagte er:

„Russland benutzt seine gesamten staatlichen Organe und seine Staatsmacht, um eine immer aggressivere Außenpolitik zu verfolgen – dazu gehört Propaganda, Spionage, Unterwanderung des Staates und Hackerangriffe. Russland ist heute überall in Europa und in Großbritannien aktiv. Es ist die Aufgabe des MI5, dem entgegenzutreten.“

Übrigens war es das erste Interview, das ein amtierender Geheimdienstchef je einer Zeitung gegeben hat. Doch nicht nur bei den britischen Konservativen scheint man auf Konfrontationskurs zu gehen.

Auch die Labour-Partei stimmt offenbar in den Chor der Säbelrassler ein. Die Schatten-Verteidigungsministerin von Labour-Führer Jeremy Corbyn, Nia Griffith, sagte letzte Woche in einem Interview mit Sky News:

„Wir stellen eines der vier Bataillone, die da draußen in Osteuropa stationiert sind, und es ist wichtig, in der Labour Party klar zu machen, dass wir uns voll zur Nato und deren Vorbereitungen bekennen … Es ist sehr wichtig, gegenüber den Russen klar zu machen, dass wir dieses Potential haben und dass wir bereit sind, es einzusetzen.“

Quelle: http://derwaechter.net/britischer-verteidigungsminister-wir-sind-2018-bereit-fur-krieg-gegen-russland

Gruß an die, die wissen, daß die Russen den Amis und Inselaffen nicht nur militärisch Lichtjahre voraus sind…

TA KI

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Baltische Staaten planen Zaun zu Russland


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Die baltischen Staaten Estland und Lettland erwägen einen Zaun an der Grenze zu Russland zu bauen. Die Pläne sind eine Folge des angespannten Verhältnisses zwischen Moskau und der Nato – aber auch der Flüchtlingsproblematik.

n Estland, dem kleinsten baltischen Staat, würden Pläne für den rund zweieinhalb Meter hohen Zaun bereits seit vergangenem Jahr ausgearbeitet. Ziel sei es, die Landgrenze „zu 100 Prozent und rund um die Uhr“ technisch überwachen zu können, um „die Sicherheit Estlands und des Schengen-Raums zu gewährleisten“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Tallinn.

Estland und seine Nachbarn Lettland und Litauen fürchten angesichts Russlands Aggressionen im Ukraine-Konflikt um ihre Sicherheit. Die Staaten standen nahezu fünf Jahrzehnte unter sowjetischer Besatzung. Anfang der 90er-Jahre wurden die Länder unabhängig, 2004 traten sie der Europäische Union und der Nato bei. Das Verteidigungsbündnis baut derzeit wegen der Ukraine-Krise seine Präsenz in Osteuropa aus.

In der jüngeren Vergangenheit hatten sich beide Seiten gegenseitig immer wieder mit Militärmanövern und -paraden provoziert.

Ein Drittel der Grenze

Mit dem Bau in Estland soll laut dem schwedischen Fernsehsender SVT im Jahr 2018 begonnen werden, ein Jahr später solle der Zaun stehen. Nach Angaben der Grenzschutzbehörden erhält der geplante und knapp 110 Kilometer lange Zaun auch Stacheldraht. Rund ein Drittel der Grenze will das Land so schützen – Marschlandgebiete sollen frei bleiben.

Auch Lettland will die EU-Außengrenze zu Russland besser sichern – allerdings auch angesichts einer steigenden Zahl illegaler Grenzgänger. Dabei werde auch die Möglichkeit diskutiert, einen Zaun entlang bestimmter Abschnitte der Ostgrenze des baltischen Landes zu errichten, sagte Innenminister Rihards Kozlovskis im lettischen Radio. Um die Reaktionsgeschwindigkeit des lettischen Grenzschutzes zu erhöhen, solle zunächst aber ein zwölf Meter breiter Grenzstreifen mit modernen Sicherheitssystemen geschaffen werden. In Lettland waren zuletzt vermehrt vietnamesische Flüchtlinge aufgegriffen worden.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_75213168/estland-und-lettland-baltische-staaten-planen-zaun-zu-russland.html

Gruß an die  Russen

TA KI

USA wollen schwere Waffen in Osteuropa stationieren


gegen-eine-moegliche-russische-aggression-usa-wollen-panzer-nach-osteuropa-schicken-Die USA wollen die baltischen- und osteuropäischen Staaten vor einer möglichen russischen Aggression schützen. Das Pentagon erwägt deshalb einem Zeitungsbericht zufolge, schwere Waffen für bis zu 5000 US-Soldaten in Osteuropa und im Baltikum zu stationieren.

Wie die „New York Times“ (NYT) berichtete, soll militärische Ausrüstung für je eine Kompanie aus rund 150 Soldaten in den drei baltischen Ländern Estland, Lettland und Litauen gelagert werden. In Polen, Rumänien, Bulgarien und möglicherweise auch in Ungarn sollen demnach Waffen für je eine Kompanie oder ein Bataillon gelagert werden, das aus rund 750 Soldaten besteht.

Nato-Kampfpanzer in früheren Ostblockstaaten

Nach Angaben der Zeitung würden die USA damit zum ersten Mal seit dem Ende des Kalten Krieges schweres Kriegsgerät wie Kampfpanzer in neueren Nato-Staaten stationieren, die früher zum Einflussgebiet der Sowjetunion gehörten. Hintergrund der Planungen sind demnach die Ukraine-Krise und die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland. Dem Bericht zufolge ist das Ziel, Russland von einer möglichen weiteren Aggression in Europa abzuschrecken.

Laut „New York Times“ handelt es sich bisher jedoch lediglich um einen Vorschlag, dem das Weiße Haus und Verteidigungsminister Ashton Carter noch zustimmen müssen. Ein Pentagon-Sprecher sagte dem Blatt, bisher sei noch keine Entscheidung gefallen. Dem Bericht zufolge hofft das Pentagon bis zu einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister Ende Juni in Brüssel auf grünes Licht.

Krim-Annexion in den Köpfen

Osteuropäer und Balten sind seit der Annexion der Krim durch Russland im Frühjahr vergangenen Jahres zusehends beunruhigt über die Politik ihres großen Nachbarn. Dazu trägt auch die Ausweitung der russischen Militärpräsenz in der Ostsee sowie im Luftraum an ihren Grenzen bei.

„Dies ist eine sehr sinnvolle Politik“, sagte der pensionierte US-Admiral und ehemaliger Nato-Oberbefehlshaber, James G. Stavridis, der „NYT“. „Nervöse Verbündete gewinnen wieder an Sicherheit, obwohl eine dauerhafte Stationierung von Bodentruppen natürlich noch besser wäre.“

Lettland fordert direkten Schutz

Der amtierende Verteidigungsminister und designierte lettische Präsident, Raimonds Vējonis, sagte jüngst: „Wir brauchen zusätzliche Ausrüstung, Waffen und Munition. Wenn etwas passiert, können wir nicht auf Unterstützung warten. Wir müssen sofort reagieren“. Im April beantragten die baltischen Staaten bei der Nato die dauerhafte Stationierung tausender Soldaten zu ihrem Schutz.

Der Grund: In Lettland und den Nachbarstaaten sind seit Beginn der Ukraine-Krise vermehrt russische Militärflugzeuge und Kriegsschiffe an den Grenzen gesehen worden.

Zudem gibt es ständiges Kräftemessen: Nur einen Tag nachdem das amerikanische Militär bei einer Parade in Estland nahe der russischen Grenze im Februar mitgefahren ist, reagierte der Kreml mit einem eigenen mehrtägigen Manöver im Grenzgebiet.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_74363210/usa-wollen-schwere-waffen-im-baltikum-stationieren.html

Gruß an die Vorbereiteten

TA KI

Nato feiert Militärparade an russischer Grenze


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US-Panzer rollen durch Estland

Nato feiert Militärparade an russischer Grenze

Nur wenige Hundert Meter von der russischen Grenze entfernt, aber inmitten des neuen Kalten Krieges, fahren die USA mit Militärpanzern vor. Anlass dafür ist eine Parade zum estnischen Nationalfeiertag. Estland ist seit 2004 Nato-Mitglied.

Estland gehört zu den baltischen Staaten und ist seit 2004 Nato-Mitglied. Das Land hat auch eine gemeinsame Grenze mit Russland. Genau dort, an der estnisch-russischen Grenzstadt Narva haben die USA und andere Nato-Staaten am Dienstag eine Militärparade abgehalten. Anlass war der estnische Nationalfeiertag. Zu der Parade waren Soldaten des 2. US-Kavallerieregiments eingeladen worden. Narva ist nur durch einen Fluss von Russland getrennt. Mit Flaggen geschmückt seien die Kampffahrzeuge am Morgen durch die Grenzstadt gerollt, berichtet die „Washington Post„. Die Fotos der Parade hatte das estnische Verteidigungsministerium veröffentlicht.

Neben US-Soldaten nahmen auch britische, holländische, spanische, lettische, litauische und estnische Soldaten an der Militärparade teil. Noch hält sich der Kreml mit einer Reaktion zurück. Doch mitten im Ukraine-Konflikt dürfte Russland die Parade als Provokation empfunden haben. Russland äußert regelmäßig Kritik an der Nato-Osterweiterung.

Der estnische Staatschef Toomas Hendrik Ilves betonte die Bedeutung der Nato-Präsenz in den baltischen Staaten. „Der Einsatz von alliierten Streitkräften in den Grenzstaaten des Bündnisses ist eine Antwort auf die neue Realität“, sagte er in seiner Rede am Nationalfeiertag. Estland gehört zu den wenigen Nato-Mitgliedstaaten, die noch eine allgemeine Wehrpflicht haben.

Litauen will die Wehrpflicht

Litauen will indes wegen der Krise in der Ukraine vorübergehend wieder die Wehrpflicht einführen. „Wir müssen die Verteidigungskapazitäten des Landes stärken“, sagte Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates in Vilnius. In den kommenden fünf Jahren sollen rund 3500 junge Männer eine neunmonatige Grundausbildung machen. Das Parlament muss dem aber noch zustimmen. Zudem kündigte das Nato-Mitglied an, seine Streitkräfte modernisieren zu wolle. Dazu hat Litauen die Bundesregierung gebeten, bei einer möglichst raschen Lieferung von Transportpanzern zu helfen. In Deutschland stieß die Anfrage bisher nicht auf Gegenliebe.

Das benachbarte Lettland, wie Litauen eine Ex-Sowjetrepublik, hält die Wiedereinführung der Wehrpflicht dagegen für unnötig. Das Thema steht derzeit nicht auf der Agenda, sagte Regierungschefin Laimdota Straujuma. Weder Lettland noch den anderen baltischen Staaten drohe derzeit eine militärische Invasion. Um die Sicherheit zu erhöhen, sollte aber die Grenze im Osten zu Russland verstärkt und moderne Militärausrüstung angeschafft werden, sagte Straujuma.

Zuletzt versuchte auch der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, eine Nato-Mitgliedschaft seines Landes voranzutreiben. Der Westen reagiert darauf eher zögerlich.

Quelle:http://www.n-tv.de/politik/Nato-feiert-Militaerparade-an-russischer-Grenze-article14582486.html

Gruß nach Rußland

TA KI

 

Die Angst der Balten vor Putins „hybridem Krieg“


Russische Jets in der Luft, Moskaus Spezialeinheiten an der Grenze und das Trauma der Sowjetzeit – für die Esten ist Putins Drohung real existierend. Die Nato-Präsenz lindert die Ängste allenfalls.

Russia-s-President-Putin-enters-a-hall-before-a-meeting-of-the-Collective-SecuriIn einem Tempo knapp unter Schallgeschwindigkeit rasen die beiden deutschen Eurofighter durch den Himmel über Estland. Wenn er will, kann Oberstleutnant Gordon Schnitger das gesamte Land in einer guten Viertelstunde überfliegen, von der russischen Grenze im Osten bis zu Küste. Dann tauchen die Jets ein in den Luftraum über der Ostsee, und was sie dort seit einigen Wochen erwartet, hat mit gewöhnlichen Übungsflügen nichts mehr zu tun.

Strategische Tupolew-Bomber, die mit Atomraketen ausrüstbar sind, Iljuschin-Tankflugzeuge und Militärtransporter, ganze Rotten sendet Moskau über Europa. Manchmal müssen Schnitger und seine Kameraden bis auf 50 Meter an die Russen heranfliegen, um sie zu identifizieren. Denn ihre Gegenüber schalten die Transponder aus, sodass auf dem Radar der Flugüberwachung nicht zu erkennen ist, wer sich da knapp neben Nato-Territorium unangekündigt herumtreibt.

Genau das soll die Bundeswehr herausfinden, die noch bis Jahresende für die Nato die Luftraumüberwachung in Estland übernommen hat. „Wir sind hier, damit die Esten sich sicher fühlen können“, sagt Kommandeur Schnitger.

Rund 400 Flugzeuge hat die Nato abgefangen

Ein hehres Ziel. Seit Beginn des Kriegs in der Ostukraine hat sich die Zahl russischer Manöver mehr als verdreifacht, rund 400 Flugzeuge hat die Nato abgefangen. Russland will dem Westen zeigen, dass es sich durch Sanktionen nicht einschüchtern lässt – und sein Präsident muss angesichts der eskalierenden Finanzkrise nach innen Stärke demonstrieren. Unten am Boden schauen die Menschen derweil angespannt in den Himmel.

Das kleine Estland hat keine eigene Luftwaffe, gerade einmal vier Hubschrauber stehen auf dem Militärflughafen Ämari. Und den Esten steckt auch 20 Jahre nach der Unabhängigkeit noch immer in den Knochen, was ihnen in einem halben Jahrhundert brutaler Sowjetherrschaft angetan wurde.

Der Osten der Ukraine mag zwar von hier fast 2000 Kilometer entfernt sein und Estland seit einem Jahrzehnt Mitglied der Europäischen Union und der Nato. In dem 1,4-Millionen-Bürger-Land, von denen 25 Prozent ethnische Russen sind, ist trotzdem die Angst allgegenwärtig, dass die Krim und Donezk eine Blaupause für das sind, was die Strategen im Kreml auch für ihre Nachbarschaft im Westen planen. „Die Zeit läuft. Und niemand weiß, was Diktator Putin nächsten Monat, nächste Woche tun wird“, sagt Ants Laaneots eindringlich. Laaneots war Oberbefehlshaber der estnischen Streitkräfte, ein hoch dekorierter General, und er hat den Kalten Krieg aus allernächster Nähe erlebt.

In den 70er-Jahren war Laaneots Offizier im 300. Panzerregiment der Sowjetarmee, stationiert in der heutigen Ukraine. Seine Kontakte sind nach wie vor exzellent, Laaneots verfolgt genau, was Putin und sein Militär tun. „In Pskow, unmittelbar an der estnischen Grenze, ist die 76. Luftlandedivision stationiert, rund 6300 Mann. Zusätzlich sitzt dort die 2. Spetsnaz, das sind Moskaus Spezialeinsatzkräfte. Eliteeinheiten, die im Moment auch im Osten der Ukraine eingesetzt sind und gegen die ukrainische Armee kämpfen.“

Laaneots ist seit einigen Jahren im Ruhestand, aber auch im Verteidigungsministerium in Tallinn, wo die Nachwende-Generation sitzt, ist die Stimmung düster. „Wir beobachten den besorgniserregenden Trend, dass Moskau modernste Waffen, die es im Rahmen der Armee-Reform anschafft, in den Westen Russlands schafft. Zugleich droht Moskau mit seinem Atompotenzial“, sagt Andres Vosman, Leiter des Planungsstabs. Der Mittdreißiger trägt Designerbrille, er hat in den USA studiert und bei der Nato in Brüssel gearbeitet.

„Unsere Analyse ist, dass Russland in dieser Region aufrüstet, um sie als Faustpfand zu halten, falls es irgendwo anders in der Welt zum Konflikt mit den USA oder der Nato kommt. Und dann zu sehen, ob die Allianz die Baltischen Staaten zu verteidigen bereit ist.“ Neben Kampfhubschraubern hat die Militärführung im Kreml auch Boden-Boden-Raketen vom Typ Iskander sowie S-400-Flugabwehrsysteme stationiert, Moskau ist in der baltischen Region damit defensiv wie offensiv bestens aufgestellt.

Doch es sind nicht nur Raketen und Spetsnaz, es ist ein vielfältiger Gefahrenmix, der sich wie ein Netz über die jungen EU-Staaten legt. „Hybride Kriegsführung“ nennen die Militärs Putins Vorgehen, in der Ukraine hat der Ex-KGB-Mann darin bereits eine Lehrstunde abgeliefert. Ein Krieg, der auf vielen Ebenen stattfindet, vor allem in den Medien und damit in der öffentlichen Meinung.

Moskaus Propagandamaschine läuft auf Hochtouren

Tallinns Verfassungsschützer analysieren Moskaus Propagandamaschine genau, und sie wissen, dass über Estland im russischen Fernsehen immer nur in zwei Kontexten berichtet wird: Nazis und Verstoß gegen Menschenrechte. Dabei bekommen die Zuschauer keine möglicherweise misstrauisch beäugten Politiker zu sehen. Vielmehr suggerieren scheinbar unabhängige Experten auf Russia Today oder Celebrities in Talkshows, dass ein Leben unter Moskaus Fittichen ein besseres wäre.

Zinaida Kloga hat erfahren müssen, wie tief Moskaus Arm reicht. „Als die Kämpfe im Osten der Ukraine im Sommer immer heftiger wurden, da wollte mein Sohn sich der russischen Armee anschließen.“ Die 68-Jährige wischt sich schnell eine Träne aus dem rechten Auge. „Dmitri ist ein guter Junge. Aber er sagte mir: ,Mama, ich muss etwas tun, ich muss gegen die Faschisten kämpfen.'“ Zinaida ist Weißrussin, doch sie hat fast ihr ganzes Leben in dem Städtchen Johvi im Osten Estlands verbracht.

Wie Hunderttausende Russen wurde auch ihre Familie nach dem Zweiten Weltkrieg im Baltikum zwangsangesiedelt, eine Maßnahme der Sowjets, um das Nationalbewusstsein der Menschen dort zu brechen. „Wir leben hier gut, es ist ruhig, die Leute haben Arbeit. Hier geht niemand für Putin auf die Straße. Aber zum ersten Mal sehe ich, dass sich Freunde über Politik zerstreiten. Die Diskussionen auf Facebook zum Beispiel, da spürt man richtige Aggression“, sagt Zinaida nachdenklich. „Wenn Russland seine Propaganda und Provokationen so weiter treibt, dann werden manche Russen hier vielleicht mitmachen.“

Der Vergleich zwischen Estlands Russen und denen auf der Krim funktioniert glücklicherweise nicht, das Baltikum ist anders als die Ukraine, die Menschen hier wissen um die enormen Vorteile, die ihnen EU und Nato gebracht haben. Doch Estlands Regierungsverantwortlichen wird in diesen Tagen schmerzhaft bewusst, dass sie seit der Unabhängigkeit 1991 nicht genug für die Integration ihrer Russen getan haben.

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„Im Stadtrat von Narva sitzt eine russische Mehrheit. Die Mitglieder müssen ihre Absprachen aber vor den Sitzungen treffen, weil die nur auf Estnisch erlaubt sind“, sagt Waleri Tsetwergow beinahe spöttisch. Tsetwergow arbeitet ehrenamtlich für den Verein der russischen Patrioten in Narva, der russischsten Stadt Estlands, mehr als 90 Prozent der Einwohner sind russischstämmig. Von der Mitte des 13. Jahrhunderts gebauten Hermannsfeste auf estnischem Boden geht der Blick hinüber zur russischen Festung Iwangorod. Dazwischen fließt die Narva – des Westens Grenze in einem neuen Kalten Krieg, mögen die Pessimisten sagen.

„Russland hat kein Interesse, Narva zu seinem Territorium zu machen. Aber wenn sich ein Drittel der Bevölkerung hier nicht zu Hause fühlt, dann ist das gefährlich“, sagt Tsetwergow. Und schiebt hinterher: „Die Politiker tragen das Ihre dazu bei, hier eine neue Ukraine zu schaffen.“ Welche Politiker er damit meint, ob die in Russland oder im Westen, das sagt er nicht. Doch manche dieser Politiker sind sich im Klaren darüber, welche Verantwortung auf ihnen liegt.

„Als Kind wurde ich in der Schule gehänselt – ,Du Russe!‘, riefen mir die anderen Kinder hinterher“, erinnert sich Jewgeni Ossinowski. Der 28-Jährige ist estnischer Bildungsminister und der erste ethnische Russe, der seit der Unabhängigkeit im Kabinett sitzt. Auch er hat internationale Erfahrung, Philosophie und Politikwissenschaften in England studiert.

„Studien belegen, dass Bewerber mit gleichen Qualifikationen, aber einem russischen Nachnamen 30 Prozent geringere Chancen auf einen Job haben.“ Er kenne ethnische Russen, so Ossinowski, die deshalb ihren Nachnamen ins Estnische geändert haben. Viel zu lange habe Tallinn nur auf Spracherwerb gesetzt, ohne aufwendige Estnisch-Prüfung gibt es auch keinen EU-Pass, mindestens 200.000 estnische Russen haben weiterhin einen von Moskau ausgestellten Pass.

Offiziell, und vor allem unter der jüngeren Generation verschwänden die Vorurteile langsam, meint Ossinowski. Aber unter den Älteren und im Privaten schlage immer noch das Argument, „man dürfe nicht vergessen, was die Russen uns angetan haben. Und dass Esten Priorität haben müssten. Da herrscht weiterhin ein Konzept des ethnischen Nationalismus.“

Sowjetischer-Gefaengnistueren

Schlendert man am historischen Burgberg in Tallinn durch das „Museum der Besatzungen“, kann man dieses Denken bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen. Grauenvolle Jahrzehnte, erst unter den Sowjets, dann unter den Nazis, dann wieder unter den Kommunisten. Deportation, Folter, Mord, das Verbot allen Estnischen, die Unterminierung einer Volksseele. Beinahe jede estnische Familie hat ihr eigenes Trauma.

Die estnische Landeswehr hat enormen Zulauf

Gleich neben dem Museum ist die Estnische Verteidigungsliga zu Hause, eine 1918 gegründete Landeswehr, die 1990 wieder ins Leben gerufen wurde und dem Verteidigungsminister untersteht. 15.000 Mitglieder hat die Liga derzeit. „Seit der Ukraine-Krise wächst unsere Mitgliederzahl massiv“, sagt Tanel Rütman, Sprecher der Liga. „Die Menschen fühlen sich einfach nicht sicher.“ Schon 2007 war der Zulauf riesig, als in Tallinn von russischen Provokateuren angefachte Unruhen ausbrachen, weil die Regierung ein sowjetisches Kriegsdenkmal abbauen ließ, um es an anderer Stelle neu aufzustellen.

Die Liga veranstaltet regelmäßig militärische Übungen, sie verfügt sogar über eigene Panzer, ihre Mitglieder lagern zu Hause Kleinfeuergewehre. „Wenn sogenannte grüne Männchen in Estland einsickerten, dann kämen sie nicht weit“, prophezeit Rütman und weist damit auf ein weiteres Element von Russlands hybrider Kriegsführung hin: die Einschleusung von Militärs ohne Hoheitsabzeichen. Ein Vorgehen, mit dem sich Moskau binnen Tagen die Kontrolle über die Krim sicherte.

Doch können die zusätzlichen Nato-Kräfte, die estnische Armee und die Heimgarde im Ernstfall standhalten? „Die Frage, ,Was ist genug?‘, wurde schon im Kalten Krieg gestellt“, sagte die litauische Militärexpertin Asta Maskaliunaite. Wie viele andere hält auch Maskaliunaite bilaterale Verträge vor allem mit den Amerikanern und Nato-Bodentruppen für die einzig wirksame Absicherung. Dem berühmten Artikel 5 im Nato-Vertrag, der den Mitgliedern bei einem Angriff den Beistand der Alliierten zusichert, traut man im Baltikum nicht viel zu. Russland, so die Überzeugung, habe die Region besetzt, da säßen Politik und Militärs noch in ihren Gremien.

„Wenn ich wollte, stünden russische Truppen in zwei Tagen in Riga, Vilnius und Tallinn“, soll Putin dem ukrainischen Präsidenten Poroschenko gesagt haben. Wie viel Wahrheit darin auch immer steckt, der Litauerin Maskaliunaite steht die Angst im Gesicht geschrieben: „Die Maßnahmen, die die Nato bisher getroffen hat, reichen nicht aus. Wir hier in den baltischen Staaten sind sehr verletzbar. Wir sind jetzt alle West-Berliner hier.“

Merkel schließt russischen Angriff auf Baltikum aus

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Die Kanzlerin geht davon aus, dass Russland die Souveränität der baltischen Staaten wahren wird. Dennoch werde die Nato ihre militärischen Hilfen für die Region verbessern, sagte Merkel in Berlin. Quelle: Reuters
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Gruß an die systemtreue deutsche Medienlandschaft, die sich abscheulicher denn je als Amerika höriges Bückstück darbietet- und sich nicht schämt dies zu tun…
TA KI

Die Ukraine im Lügenkrieg der Oberschichtsmedien.


Haben Sie in letzter Zeit mal wieder etwas vom Dritten Weltkrieg gehört? Dem, den die Ukraine gegen Russland ausgerufen hat (siehe z.B. t-online)? Jene Ukraine, die vom CIA, vom FBI (siehe Neues Deutschland) und 400 Söldnern (siehe Spiegel) privater Militärfirmen unterstützt wird? Ja – so etwas gibt es inzwischen: Militär, dass man mieten kann. Natürlich ist das ein Unding, weil so das Gewaltmonopol des Staates ausgehebelt wird und Staaten damit  mittelfristig ihre Existenzberechtigung als Schutzgemeinschaft verlieren werden – aber man gewöhnt sich ja an vieles. Da kann also jetzt jeder Konzern einfach mal ein paar Killer schicken, die die Gemeinde aufmischen, um der Regierung die Erhöhung des Militärbudgets schmackhaft zu machen. So soll ja auch der Kosovokrieg ursprünglich initiiert worden sein – aber über so etwas dürfen wir ja heute nicht mehr nachdenken.

Worüber wir aber wohl mal nachdenken dürfen, ist der zeitliche Zusammenhang der Nachrichten. Ich rezitiere mal aus dem Gedächtnis: erst kamen ukrainische Soldaten in den revoltierenden Osten, die einfach überliefen und ihre Panzer den Rebellen übergaben (ich halte mich jetzt mal nicht an die Sprachregelung der Regierung, ich weiß auch nicht, wie die derzeit lautet). Dann war ein paar Tage lang Ruhe – und auf einmal kam eine antiterroristische Großoffensive, bei der in Odessa drei Dutzend Menschen verbrannt wurden. Bei dieser Großoffensive kam US-Material zum Einsatz – und man filmte perfekt italienisch sprechendes Soldaten. Beides kann man noch ohne großen Griff in die Geheimdienstkiste erkären – solche Jeeps können von jedem gekauft werden … und warum sollte ein Ukrainer nicht auch mal perfekt italienisch können?

Genau genommen kam die Offensive so richtig in Fahrt, nachdem CIA und FBI ihre “Beratungen” vorgenommen haben – und  nachdem eine Bande privater Profikiller durchs Land zog (auch hier habe ich die offizielle Sprachregelung der deutschen Presse noch nicht zur Kenntnis nehmen können): auf einmal gab es viele Tote.

Und dann?

War auf einmal Ruhe im Land. Kam zuvor noch jeden Tag Nachrichten von der Front – wie erfolgreich man wieder einige Terroristen erschossen hatte – war auf einmal tagelang Stille. Jedenfalls so lange, bis sich die “Separatisten” (offizielle Sprachregelung) meldeten, siehe Spiegel:

Nach Darstellung des Separatistenführers starben allein 90 Mitarbeiter des ukrainischen Geheimdienstes SBU bei den Kämpfen im Südosten der Ex-Sowjetrepublik. Auch private Militärfirmen aus Polen und den USA hätten Verluste zu beklagen. Zudem hätten die Regierungstruppen acht Kampfhubschrauber sowie weitere Militärtechnik verloren. Zu den “Verlusten” gehörten laut Ponomarjow angeblich auch 13 getötete und 12 verletzte Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA sowie vom FBI. Das behauptete er in einer von der selbst ernannten “Volksrepublik Donezk” veröffentlichten Videobotschaft.

Natürlich gab es nie Geheimdienstmitarbeiter in Kiew – das geht auch gar nicht, weil die ja “geheim” sind – so geheim wie die in Zivil gekleidete deutsche Militärmission auf Urlaubsfahrt, die versehentlich verhaftet wurde. Die können niemals irgendwo sein, weil sie ja sonst nicht mehr geheim wären – außer, sie werden verhaftet. Die große Anzahl getöteter US-Agenten könnte aber leicht erklären, warum die “Frontberichterstattung” spontan eingestellt wurde: für so ein Debakel braucht man nicht auch noch Reklame. Da braucht die Regierung auch eine gewisse Zeit, bis sie eine Sprachregelung gefunden hat – und so lange ruht die Berichterstattung.

Nur in einem Nebensatz erfährt man eine Sensation, die der Regierung auch nicht passt:

Der Schlüssel zur Lösung des Ukraine-Konflikts liegt nach Auffassung eines Vertreters der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) nicht in Moskau, sondern in der Ukraine selbst. Wer Russland die Verantwortung für die Krise zuschiebe, mache es sich zu einfach, sagte der Leiter des OSZE-Forschungszentrums Hamburg, Wolfgang Zellner, im WDR 5 Morgenecho.

Da fahren die mit hundert Beobachtern durchs Land – und finden keine Spur vom bösen Russen? Putin scheint unschuldig zu sein – aber dafür haben wir ja unsere Mietschreiber vom Oberschichtsjournalismus.

Neue Meldungen schrecken das Volk auf – siehe Spiegel:

Was passiert, wenn Russland die baltischen Staaten angreifen sollte? Nach SPIEGEL-Informationen diskutieren Nato und Bundesregierung dieses Szenario. Ihr Schluss: Das westliche Bündnis wäre nur bedingt zur Verteidigung in der Lage.

Während in der Ukraine US-Agenten in Massen fallen, wird hier eine neue Front vorbereitet: DER RUSSE KOMMT! – siehe Spiegel:

Die Nato könne in der Ukraine-Krise “auf jede Entwicklung angemessen reagieren”, sagt Verteidigungsministerin von der Leyen öffentlich. Intern dagegen zweifelt das Bündnis nach SPIEGEL-Informationen an der eigenen Stärke. Die Debatte über mögliche Konsequenzen beginnt.

Am Sonntag muten von der Leyens Aussagen plötzlich sehr merkwürdig an. Denn nach SPIEGEL-Information kursieren hinter den Kulissen ganz andere Einschätzungen über die Schlagkraft der westlichen Militärallianz. Einschätzungen, die wohl auch die Bundesregierung teilt. Demnach wäre die Nato im Falle eines russischen Angriffs auf die baltischen Mitgliedstaaten Lettland, Litauen und Estland kaum in der Lage, angemessen mit konventionellen militärischen Mitteln zu reagieren.

Da unsere westlichen Spin-Doktoren ihr Angstmachergeschäft im Interesse der Rüstungskonzerne gut beherrschen und wissen, dass die meisten Bürger kaum Zeit haben, ihren Alltag zu bewältigen, geschweige denn sich um Truppenstärken von Militärbündnissen zu kümmern, kann man solche irrationalen Ängste schüren. In der Ukraine war der Russe ja nicht aktiv – siehe OSZE – vielleicht erobert er aber Lettland, Litauen und Estland? Oder schickt Fallschirmjäger nach Bielefeld? Beschießt Eckernförde von See aus? Bombadiert Merkel? Man sieht – dem Russen ist alles zuzutrauen. Zeit, dass wir uns dagegen rüsten.

Am Besten machen wir es wie Hitler und greifen präventiv an.

Vergleichen wir mal die Streitkräfte Russlands und … sagen wir mal: der USA. Nur EIN Natoland von 28. Laut Wikipedia (Liste der Streitkräfe unter Bezugnahme auf CIA World Fact Book und einer Seite des österreichischen Bundesheers) verfügt Russland über 1,2 Millionen Soldaten, für deren Unterhalt und Ausrüstung 85 Milliarden Dollar zur Verfügung stehen. Die USA verfügen über 1,43 Millionen Soldaten, für deren Unterhalt und Ausrüstung 636 Milliarden Dollar ausgegeben werden können – mehr als das siebenfache Russlands. Nimmt man alle Natostaaten zusammen, so kam man im Jahre 2000 auf 4,5 Millionen Nato-Soldaten (siehe Statista).

Zudem geht man – entsprechend des Militärbudgets – davon aus, dass der Zustand der russischen Streitkräfte als “desolat” zu bezeichnen ist (siehe Wikipedia).

Um nun ein Bild davon zu bekommen, warum “der Westen” überhaupt in der Ukraine engagiert ist, muss man schon jenseits der großen Kaufmedien suchen – zum Beispiel bei der Jungen Welt:

Gerne wird die Ukraine im Westen als eines der »strategisch bedeutsamsten Territorien der Welt« bezeichnet. Das trifft nur aus der Sicht Rußlands zu, und auch dann nur im Rahmen seiner Defensivstrategie, aber nicht für offensive Welteroberungspläne, die westliche Kriegstreiber Moskau unterstellen. Laut dem privaten US-Nachrichtendienst Stratfor, dessen Mitarbeiter enge Kontakte zu ihren Kollegen in den Geheimdiensten wie Außenministerien der USA und anderer NATO-Länder pflegen, »hat die Ukraine für eine moderne Macht, die keine bösen Absichten gegen Rußland hegt, nur geringen strategischen Wert«. Für eine feindliche Macht stellt die Ukraine jedoch das Einfallstor in das Territorium Rußlands dar und ist somit eine tödliche Bedrohung.

»Wenn also die Deutschen keinen neuen Krieg gegen Rußland planen – und sie tun das nicht – hat die Ukraine wenig Bedeutung für Europa oder die Deutschen«, folgerte der Stratfor-Chef George Friedman in seiner Lageanalyse vom 11. Februar dieses Jahres.

Ein sehr bedeutender Satz. Der einzige Nutzen der Ukraine ist … sie ist das Einfallstor nach Russland. Gelingt es nun den Ukrainern, dieses Tor selbst zu schließen, “verteidigt” man eben Estland, Lettland und Litauen.

Jenseits der großen Kaufmedien erfährt man auch überraschende Aspekte der Auseinandersetzung, die in den “staatstragenden” Medien der Bundesrepublik so nicht zu erfahren sind – siehe Hintergrund:

Gegen die Region Donbass wird ein Wirtschaftskrieg geführt. In der Ukraine und in Polen sollen 60 Minen und Stahlwerke geschlossen werden. Die EU hat die ukrainische Regierung zu diesem Schritt bewogen, um der britischen und deutschen Schwerindustrie zu einem neuen Aufschwung zu verhelfen und ihr Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. In der Umgebung von Donezk sind Spezialeinheiten in der Umgebung unterwegs und töten Bergleute, die ihre Arbeit verloren haben und auf die Barrikaden gegangen sind.

Da wird gestorben, um deutsche Arbeitsplätze zu erhalten. Das erfährt man, wenn man vor Ort mit den Menschen spricht, die die Unabhängigkeit von der Kiewer Regierung wollen. Die Hintergrund-Autorin liefert auch noch andere Beobachtungen einzelner Bürger – zum Beispiel aus dem belagerten Slwajansk (siehe Hintergrund):

In einem benachbarten kleinen Café erklären sich Bewohner und ihre Unterstützer bereit, die Lage zu erklären und zu kommentieren. „Wir sind im Krieg – in einem Bürgerkrieg“, sagt Lola, die hier zusammen mit einigen Freundinnen als freiwillige Erste-Hilfe-Sanitäterin arbeitet. „Nachdem wir vor einer Woche in Charkiw Medikamente geholt hatten, stoppte uns das ukrainische Militär. Die Soldaten, die Waffen in ihren Händen hielten, sagten: ‚Wenn Ihr nicht sofort umkehrt, dann erschießen wir Euch alle – auf der Stelle‘“, berichtet Lola.

Es gibt aber noch andere Beobachtungen, die aufhorchen lassen:

Vor der Stadt sind Panzer und anderes schweres militärisches Gerät aufgefahren, über ihr kreisen Hubschrauber. In der Dunkelheit bewegten sich schwarz gekleidete, bewaffnete Männer in voller Kampfmontur durch die Gegend. Es seien aber weder Ukrainer noch Russen, meint sie. „Drei von ihnen haben uns gestoppt. Sie trugen Masken und sprachen Englisch miteinander“, so Lola weiter. Dem Akzent der Militärs und Paramilitärs nach zu urteilen, handele es sich aber nicht um Briten oder Amerikaner. Sie würden mit dem ukrainischen Militär zusammenarbeiten. „Niemand weiß, wer sie sind.“

Das Interview war vom 1.5.2014. Bestätigt wurde die Anwesenheit der unbekannten Killerkommandos dann eine Woche später vom Spiegel (s.o.).

Bestätigt wird die Einschätzung der Situation auch durch die Initiative “Faces of Ukraine” auf Facebook. Die Journalistin Alisa Bauchina ist – finanziert durch Crowdfunding – selbst in die Ukraine gefahren und hat dort einige Interviews durchgeführt, unter anderem in Odessa – wo zwei Augenzeugen ganz andere Berichte über die verbrannten Bürger im Gewerkschaftshaus von sich geben … und von viel mehr Toten reden, von Erschiessungen, Vergewaltigungen, Folterungen und anschließender Verfolgung der Opfer durch die örtliche Polizei und zugereiste Schläger des “rechten Sektors”. Nach Veröffentlichung des Interviews am 18.5.2014 erklärte die Journalistin ihr Projekt überraschenderweise für beendet.

Ein Artikel im Hintergrund vom 5.5.2014 bestätigt die Erfahrungen der jungen Journalistin:

Die Hintergründe der Eskalationen in Odessa. Nationalistisch-faschistische Kräfte – von Kiew orchestriert – exekutierten oder erschlugen offensichtlich einige ihrer Opfer. CIA und FBI beraten das Regime in Kiew. Medien in Deutschland leisten dem rechten Terror in der Ukraine teilweise Rückendeckung.

Unter Einsatz von Schusswaffen, Gasgranaten und Molotowcocktails trieben die nationalistischen Angreifer die Menschen in das Gewerkschaftshaus, nachdem das Zeltlager abgebrannt worden war. Doch die Zufluchtstätte wurde zu einem Massengrab, als die Faschisten unter Parolen wie „lasst sie uns abfackeln“ oder „alle bis auf den Letzten umbringen!“ Feuer legten und dafür sorgten, dass niemand die Ausgänge verlassen konnte.

Was serviert hingegen der Spiegel seinen Lesern heute – nach den eindringlichen Warnungen vor dem bösen Russen, der die kleine, hilflose Nato einfach so wegwischen könnte (und es wahrscheinlich bald tut!!!)?

Eine politische Unverschämtheit der Extraklasse – siehe Spiegel:

Die ukrainische Übergangsregierung fordert von Deutschland mehr Entschlossenheit im Umgang mit Russland – und schärfere Strafen.

Oder ist es der CIA, der da spricht? Nein, der hat ja dementiert, dass er überhaupt da ist. Immerhin – der Aufruf zu “präventiven” Maßnahmen taucht jetzt ebenfalls auf:

“Es ist auch wichtig, präventive Sanktionen zu verhängen, bevor Russland noch größeren Schaden anrichtet.”

Putin ist aber auch sowas von böse … der muss bestraft werden, bevor er überhaupt was getan hat!

Und wenn der sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen läßt, fackelt man einfach noch ein paar anti-kiewer Demonstranten ab. Irgendwann wird ihm schon der Kragen platzen.

Und das deutsche Volk, das nur etwas von dem ganzen kostspieligen Theater hätte, wenn es einen Krieg gegen Russland planen würde?

Das wird mal wieder bezahlen dürfen, nachdem es beschissen wurde. Aber: genau darum wird es ja beschissen: damit es weiter zahlt. Wie schrieb noch das Neue Deutschland?

Derweil hat der US-amerikanische Rüstungskonzern Lockheed Martin die Erwartung geäußert, dass die Ukraine-Krise neue Rüstungsvorhaben ermöglicht. Politiker und Bürger würden »einen Schritt zurücktreten und darüber nachdenken, ob alle Fähigkeiten vorhanden sind, um sich zu verteidigen und um die volle nationale Sicherheit zu haben«, hoffte Konzernchefin Marillyn Hewson gegenüber der »Welt am Sonntag«. Jede Art von Konflikt »sollte bewirken, dass man sich fragt: Sind alle Fähigkeiten vorhanden?«

Das war am 4.5.2014. Kaum eine Woche später sind sich die Oberschichtsjournalisten einig: wir sind zu schwach und müssen aufrüsten – denn genau DAS bringt ihnen genug Geld für die eigene Pferdezucht.

Und in den Dritten Weltkrieg rutschen wir dann “einfach so” ´rein, weil “Kiew” es so wollte.

Quelle: http://www.nachrichtenspiegel.de/2014/05/19/die-ukraine-im-luegenkrieg-der-oberschichtsmedien/

Gruß an die Durchblicker

TA KI

Manöver der NATO-Kräfte in Lettland seit gestern- 19.05.2014


Polnische Luftwaffeneinheit

Das Manöver des Nordatlantikpaktes NATO Namejs-2014 hat am gestrigen Montag in Lettland begonnen.

An den Übungen des Heeres, der Seestreitkräfte und der Luftwaffe haben über 2200 Militärkräfte und Freiwillige teilgenommen. Dieses Manöver stellt die größte Militärübung in der Geschichte des baltischen Landes dar. Laut dem Befehlshaber der lettischen Streitkräfte, Raimonds Graube, besteht das Ziel der Übungen darin, die Organisation der Staatsverteidigung und die Koordinierung zwischen allen Waffengattungen zu überprüfen. Das Manöver wird bis zum 25. Mai andauern. An ihm haben die Kräfte mancher NATO-Mitgliedsländer, unter anderen die USA teilgenommen.Die Beziehungen zwischen der Nato und Russland sind aufgrund der Ukraine-Frage getrübt  und die Staatsoberhäupter des NATO-Blocks nutzen jede Gelegenheit, um ihre Unterstützung für die Ukraine kundzutun und  Druck auf Russland auszuüben. Im Einklang damit erfolgt die Abhaltung von Manövern in der Nähe der russischen Grenzen, unter anderem das Manöver der NATO-Kräfte in Estland, das letzte Woche begonnen hat und immer noch andauert.

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Gruß an die NATO
TA KI