Evangelische Kirche lässt Gedenktafel für Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg entfernen


Die evangelische Kirche Kamp-Lintfort ließ eine Gedenktafel für gefallene Soldaten des Ersten Weltkriegs entfernen (Symbolbild). Foto: Avi1111 dr. avishai teicher / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)

Die evangelische Kirche Kamp-Lintfort ließ eine Gedenktafel für gefallene Soldaten des Ersten Weltkriegs entfernen (Symbolbild).
Foto: Avi1111 dr. avishai teicher / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)

Eine historische Gedenktafel brachte die evangelische Kirchengemeinde von Kamp-Lintfort in Nordrhein-Westfalen der Zwischenkriegszeit an. Neun große blaue Tafeln sollten an die gefallenen und vermissten Soldaten des Ersten Weltkrieges erinnern. Am 1. November 1930 wurde sie in einer Ecke des Eingangsbereiches der Christuskirche eingeweiht.

Nun entschied der Pfarrer und das zuständige Presbyterium der 38.000-Einwohner-Stadt allerdings für den Abriss der Gedenktafel. Der Schriftzug „Wie sind die Helden gefallen und die Streitbaren umgekommen“ sei angeblich „höchst problematisch“.

Gedenken an Soldaten allein genügt nicht mehr

40 Jahre lang lag die Gedenktafel mehr oder minder unberührt vor einer Wand, die die grottenähnliche Ecke für Gottesdienstbesucher verdeckt hatte. Arbeiter legte die berührende Stätte nun aber im Zuge einer Renovierung der evangelischen Kirche frei.

„Die Überschrift spricht für sich“, äußerte sich Pfarrer Michael Ziebuhr pikiert. Zusammen mit seinen Amtskollegen ließ er nun die Entfernung der Tafeln anordnen. „Seine“ Kirche wolle nämlich nicht explizit den gefallenen Soldaten, die für ihre Familien und ihre Heimat gekämpft hatten, gedenken, sondern aller im Weltkrieg umgekommenen Menschen. „Unser Mitgefühl gilt aber allen Verstorbenen und nicht besonders den Soldaten“, begründet er die Entscheidung.

Historisch gesehen eine Fehlentscheidung

Aus historischer Sicht muss dazu gesagt werden, dass es im Ersten Weltkrieg im Hinterland wohl große Opfer gegeben hatte, vor allem in den Hungerzeiten nach dem Krieg. Todesopfer hatte es –  im Gegensatz zum Zweiten Weltkrieg mit seinen vielen Bombenopfern – aber vor allem an der Front zu beklagen gewesen waren, da es im Ersten Weltkrieg noch keinen nennenswerten Luftkrieg gegeben hatte.

Doch das interessiert Pfarrer Ziehbuhr anscheinend wenig. „Unsere Gemeinde hat zwei Gemeindehäuser nach Menschen benannt, die für den Frieden zwischen den Völkern und gegen den Nationalsozialismus gekämpft haben: Paul Schneider und Dietrich Bonhoeffer. Beide wurden Opfer des Hitler-Regimes“, betonte Ziebuhr gegenüber der Rheinischen Post noch extra.

Enorm viele Kirchenaustritte

Nach der Renovierung sollte das protestantische Gotteshaus vermehrt für „kulturelle Veranstaltungen“ genützt werden. Mehr als 210.000 Menschen schienen zuletzt im Jahr 2015 allerdings mit der Entwicklung ihrer Kirche unzufrieden zu sein. Sie traten aus der EKD (Evangelische Kirche Deutschlands) aus.

Quelle: https://www.unzensuriert.de/content/0024445-Evangelische-Kirche-laesst-Gedenktafel-fuer-Soldaten-aus-dem-Ersten-Weltkrieg

 

Gruß an die Ahnen

TA KI

„Krasse Fehlentscheidung, wie sie nicht passieren darf“: Flüchtlingsbehörde überprüft nach Bundeswehr-Skandal 2.000 Asylverfahren


Infolge der Affäre um den mutmaßlich rechtsextremen Bundeswehr-Offizier Franco A. überprüft das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) rund 2.000 abgeschlossene Asylverfahren.

 

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Freitagsausgabe) unter Berufung auf einen Sprecher des Bundesinnenministeriums berichtete, will die Behörde klären, ob es möglicherweise systematische Mängel im Umgang mit Asylanträgen gab.

Subsidiärer Schutz für Oberleutnant A.

Der Oberleutnant A. soll monatelang ein Doppelleben als syrischer Flüchtling geführt und einen Anschlag geplant haben.

Der Ministeriumssprecher Johannes Dimroth sagte der Zeitung, dass dem Offizier vom Bamf der Status des sogenannten subsidiären Schutzes gewährt wurde, sei eine „krasse Fehlentscheidung, wie sie nicht passieren darf“.

In einer internen Revision werde daher seit Dienstag geprüft, „ob es neben dem Einzelfall Franco A. möglicherweise auch systematische Mängel im Verfahren beim Bamf gab“.

Zu diesem Zweck werden den Angaben zufolge jeweils tausend positive Asylentscheidungen von Bewerbern aus Syrien und Afghanistan aus dem Zeitraum von 1. Januar 2016 bis zum 27. April dieses Jahres überprüft.

Die Affäre um Franco A. hatte Ende vergangener Woche mit der Bekanntgabe der Festnahme des Oberleutnants begonnen. Am Wochenende war dann bekannt geworden, dass der Bundeswehr in Zusammenhang mit seiner Masterarbeit schon seit 2014 Hinweise auf „völkisches dumpfes Gedankengut“, wie es Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ausdrückte, des Offiziers vorlagen, ohne dass eingeschritten wurde. (afp)

Quelle: http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/krasse-fehlentscheidung-wie-sie-nicht-passieren-darf-fluechtlingsbehoerde-ueberprueft-nach-bundeswehr-skandal-2-000-asylverfahren-a2111362.html

Gruß an die Klardenker

TA KI