Deutschland ist eine tickende Zeitbombe


deutschland-zeitbombe

Von John Mauldin

John MauldinIm Zentrum der Europäischen Union fällt Deutschlands exportabhängige Wirtschaft Stück für Stück auseinander. Die deutsche Wirtschaft war bisher in der Lage, die Krise der Exporteure zu vermeiden, welche jede andere große Exportnation der Welt getroffen hat – von Herstellern von Fertigwaren wie China und Süd-Korea, bis zu Rohstoff-Exporteuren wie Russland und Saudi Arabien.

Das US-Finanzministerium hat kürzlich bekannt gegeben, dass China, Japan, Korea, Taiwan und Deutschland wegen potenzieller Währungsmanipulationen unter Beobachtung stehen. Der Bericht besagte, dass Deutschland einen erheblichen bilateralen Handelsüberschuss mit den USA aufgebaut hat. Zusätzlich hält es den zweitgrößten Leistungsbilanzüberschuss der Welt, mit rund 8,3 Prozent des BIP.

Währungsmanipulationen sind es jedoch nicht, die Deutschland auf diese Beobachtungsliste gebracht haben. Es ist die Tatsache, dass die europäische und chinesische Nachfrage nach deutschen Produkten gefallen ist und infolgedessen die USA zum Ziel deutscher Exporte geworden sind, um die Differenz wieder gutzumachen. Exporte in die USA sind allerdings nur ein Pflaster auf eine tiefere Wunde.

Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren neben den Exporten, welche den Leistungsbilanzüberschuss Deutschlands ausmachen. Deutschland ist zu einem signifikanten Gläubiger geworden [A.d.Ü.: Target 2], die Netto-Auslandsvermögen stiegen von Null in den 1990ern auf rund 40 Prozent des BIP bis Ende 2010.

Die Zinsen sind niedrig und deutsche Banken werden innerhalb der Europäischen Union als sicherer Hafen zur Geldaufbewahrung angesehen. Aber da Deutschland ein Gläubiger ist, sind viele der Werte in deutschen Büchern nur unbezahlte Schulden anderer Länder der Eurozone. Dies bedeutet, dass Deutschland in höchstem Maße einer Eurozone ausgesetzt ist, die sich nach wie vor nicht nennenswert von der Krise 2008 erholt hat.

Ein Leistungsbilanzüberschuss wird normalerweise positiv gesehen. Wenn aber Deutschland einen Leistungsbilanzüberschuss von 8,3 Prozent des BIP hat, warum wird dieser dann nicht zur Stimulation der Inlandsnachfrage genutzt? Entweder ist Deutschland nicht bereit oder unfähig ihn zu diesem Zweck zu nutzen. Das liegt zum Teil daran, dass Deutschland ein Gläubiger ist und im Ausland und in seine eigenen Banken und Unternehmen investiert.

Und damit sind wir bei der Wurzel des gesamten Problems. Deutschland exportiert fast die Hälfte seines BIP. Es hat der EU nach 2008 Austerität auferlegt, was zu enorm hohen Arbeitslosenquoten in Süd-Europa geführt hat. Die Nachfrage ist nicht auf das Niveau von vor der Finanzkrise zurückgekehrt, doch Deutschland war in der Lage die Krise zu begrenzen, während der meiste Rest Europas entweder immer noch darunter leidet oder in der Flaute steckt. Jedoch gibt es Grenzen für die US-Nachfrage und die Duldung deutscher Exporte.

Dies alles bietet verschiedene einzigartige Prismen, durch welche man beobachten kann, wie das bindende Gewebe der Europäischen Union zerfasert, weil die wirtschaftliche Logik des Blocks zunehmend unlogisch wird.

Deutschland ist das Kraftzentrum der EU und die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt. Aber die Wahrheit ist, die Deutschen stehen vor einer tiefgreifenden Krise und es gibt keinen Weg, sie zu verhindern. Wenn der Sturm zuschlägt, dann werden seine Auswirkungen in den USA und auf der ganzen Welt zu spüren sein. Investoren werden dann weltweit in Deckung gehen.

***

>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/06/deutschland-ist-eine-tickende-zeitbombe/

Gruß an die Vorbereiteten

TA KI

Werbeanzeigen

So funktioniert der globale Neustart


image-955470-mmo_panoV9-jrew-955470

Goldbarren: Die Notenbanken könnten über Nacht erklären, alles Gold der Welt zu einem bestimmten Preis aufzukaufen. Damit würde auch das Gold in den Bilanzen der Notenbanken auf einen Schlag wertvoller. Eine solche Gold-Neubewertung ist ein radikaler Schnitt – birgt aber Chancen, der Schuldenfalle zu entkommen

Was kommt früher? Der deflationäre Crash unseres globalen Schuldenturms oder die inflationäre Geldentwertung? Statt noch auf Jahre in der wirtschaftlichen Eiszeit gefangen zu bleiben, spricht viel für einen globalen Neustart. So könnte er funktionieren.

Die westliche Welt befindet sich in einem gigantischen Ponzi-Schema . In den dreißig Jahren bis zum Ausbruch der Finanzkrise hat sich die Verschuldung der westlichen Welt mehr als verdoppelt. Laut Bank für Internationalen Zahlungsausgleich stieg die reale Verschuldung der Nicht-Finanz-Unternehmen um den Faktor drei, die der Staaten um den Faktor vier und jene der privaten Haushalte um den Faktor sechs.

Seit 2008 hat sich der Trend dank tiefer Zinsen und aktiver Geldpolitik weiter beschleunigt. Laut McKinsey wachsen die Schulden von Staaten (9,3 Prozent per anno), privaten Haushalten (2,8 Prozent) und Nicht-Finanzunternehmen (5,9 Prozent) seit 2007 weltweit weiterhin drastisch und immer noch schneller als die Wirtschaft.

Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig: Politiker, die fundamentale Probleme lieber mit neuen Schulden verdecken, als echte Reformen durchzuführen . Notenbanken, die bei jeder Krise die Zinsen zwar senken, sie danach jedoch nicht mehr erhöhen . Ein Bankensystem, welches ungebremst Schulden und damit Geld produzieren kann.

Während das Volumen an Ausleihungen für produktive Zwecke, also Investitionen, seit Jahren relativ zum Bruttoinlandsprodukt stagniert, haben sich die Ausleihungen für Konsum und Spekulation vervielfacht. Immer mehr Kredite dienen dazu, vorhandene Vermögenswerte wie Immobilien zu immer höheren Preisen zu kaufen.

Je höher das System geleveraged, also verschuldet ist, desto geringer der realwirtschaftliche Impuls neuer Schulden. Immer mehr Schulden dienen nur noch dazu, die Illusion der Bedienung der vorhandenen Schulden aufrecht zu erhalten. Die Verschuldungskapazität ist zunehmend ausgeschöpft. Die faulen Schulden und die Fehlinvestitionen drücken das Wirtschaftswachstum und führen zu deflationärem Druck. Im ganzen System wimmelt es von Zombies: Banken und Unternehmen, die nur noch mit Tiefstzinsen am Leben gehalten werden.

Unser Ponzi-Schema ist am Ende

Damit nähert sich der Endpunkt unseres Ponzi-Schemas. Die Schulden sind völlig außer Kontrolle geraten, während die Realwirtschaft in einer Eiszeit verharrt – nicht zufällig der Titel meines neuen Buches.

Welche Lösung gibt es für das Problem der Überschuldung? Letztlich sind die Optionen überschaubar:

· Am rationalsten wäre ein geordneter Schuldenschnitt , der mit entsprechender Besteuerung und Vermögensabgaben einhergehen müsste. Schließlich stehen den Schulden entsprechende Vermögenswerte gegenüber. Dieses Vorgehen wäre am effizientesten und würde den Schaden in Grenzen halten. Ich selbst habe dies bereits 2011 in die Diskussion gebracht . Mittlerweile findet es auch anderswo Unterstützung, so zum Beispiel bei McKinsey .

· Da Schuldenschnitte und Besteuerung nicht populär sind, setzt die Politik auf die klassische Lösung: die Entwertung der Schulden durch Inflation . Doch wenn Inflation leicht zu erzeugen wäre, hätten wir sie längst. Es zeigt sich aber, dass die Geldpolitik im Umfeld von Überschuldung nicht wirkt. Zu stark ist der deflationäre Druck von faulen Schulden und Überkapazitäten. Nicht zufällig diskutieren wir heute Helikopter-Geld und Bargeldverbot als nächste verzweifelte Versuche, Inflation anzuheizen.

· Gelingt es nicht Inflation zu erzeugen, drohen Pleiten und Chaos . Auslöser dafür könnte eine Welle von Bankpleiten sein, die im Zuge der neuen Bail-in Regeln für eine Panik unter den Gläubigern sorgen. Realistischer ist jedoch eine politische Radikalisierung, die dazu führt, dass beispielsweise in Italien oder Frankreich eine Euro-kritische Regierung an die Macht kommt, die in Austritt und Schuldenschnitt eine Lösung für die ökonomische Misere sieht . Das Ergebnis wäre eine tiefe Rezession, die durchaus so schlimm werden könnte wie die deflationäre Depression der 1930er Jahre.

Weil die Politik sich nicht traut, unpopuläre Maßnahmen zu ergreifen, um die Überschuldungssituation zu entschärfen, fällt die Weltwirtschaft immer mehr in die Eiszeit. Schwaches Wachstum, steigende Schulden, zunehmende Volatilität an den Märkten und immer verzweifeltere Maßnahmen der Notenbanken.

Mittelfristig laufen wir auf zwei Szenarien zu: Chaos und Depression oder massive Inflation. Je länger es nicht gelingt, die Inflation zu erzeugen, desto größer ist die Gefahr eines Unfalls. An den Finanzmärkten schwindet bereits der Glaube an die Allmacht der Notenbanken.

Der Neustart geht nur global

Dabei ist die Überschuldung keineswegs nur ein Problem von Europa. Es ist fast schon ein weltweites Problem. Allen voran Japan, wo nach fast dreißig Jahren Eiszeit die Monetarisierung der Schulden über die Notenbankbilanz bevorsteht . Doch auch die USA, Kanada, Australien, weite Teile Südamerikas und China leiden unter zu hohen Schulden.

Helikopter-Geld und weitere drastische Maßnahmen werden nur verzögert kommen. Zugleich verfestigt sich die Eiszeit immer mehr. Wohin man auch blickt: Die Welt braucht einen Schuldenschnitt. Wie beim Computer der sich aufgehängt hat, brauchen wir einen Neustart. Idealerweise machen wir den gleich weltweit.

Gerüchteweise sollen sich die G20 bei ihrem letzten Treffen auf eine Waffenruhe im globalen Währungskrieg verständigt haben. Dies ist ein ermutigendes Zeichen, weil eine Fortsetzung von einseitigen Abwertungen den Weg geebnet hätte für Chaos und tiefe Krise. Besser wäre es, die G20 verständigten sich auf eine gemeinsame Lösung der Schuldenkrise. Möglich wäre es, allerdings auch gewagt.

Die Notenbanken sind in der Bewertung ihrer Aktiva weitgehend frei. Mit selbst geschaffenem Geld, welches sie unbegrenzt herstellen können, können die Notenbanken alles kaufen was sie wollen, egal zu welchem Preis. Idealerweise ein Gut, welches einen dauerhaften Wert hat und nicht verfällt. So könnten die Notenbanken Öl kaufen und einlagern. Angesichts der weltweiten Ölvorräte und der Lagerkosten keine effiziente Idee. Besser wäre es ein homogenes Gut zu nehmen, welches zudem nur begrenzt verfügbar und leicht zu lagern ist. Wie beispielsweise Gold.

Praktischerweise halten viele Notenbanken trotz der Verkäufe der letzten Jahrzehnte noch einige Goldvorräte. Länder wie Russland und China haben sie sogar noch deutlich erhöht. Die Notenbanken könnten über Nacht erklären, alles Gold der Welt zu einem bestimmten Preis aufzukaufen. Damit würde auch das Gold in den Bilanzen der Notenbanken auf einen Schlag wertvoller. Den dadurch entstehenden Gewinn könnten die Notenbanken umgehend an die Anteilseigner, also die Staaten, ausschütten.

Nehmen wir vereinfacht an, die Notenbanken der Welt würden ihren Goldbestand um 10.000 US-Dollar pro Unze aufwerten. Basierend auf den Goldbeständen von März 2016 ergäben sich dann folgende einmalige Aufwertungsgewinne der Notenbanken (überschlägig und gerundet):

· USA: 2615 Milliarden Dollar

· Deutschland: 1087 Milliarden Dollar

· Italien: 788 Milliarden Dollar

· Frankreich: 783 Milliarden Dollar

· Griechenland: 36 Milliarden Dollar

Das erschreckende ist, dass es allerdings mit einer Aufwertung um 10.000 Dollar nicht getan wäre. Zu groß ist die Schuldenlast. Um die Staatschulden der USA auf einen Schlag zu tilgen, bräuchte es eine Aufwertung der Goldbestände um 70.000 US-Dollar pro Unze. Für Italien und Frankreich genügten 25.000 US-Dollar um alle Schulden zu tilgen, während Deutschland schon bei 18.000 US-Dollar alle Staatsschulden los wäre. Griechenland könnte erst bei einer Aufwertung um 80.000 US-Dollar je Unze alle Schulden tilgen, bei 40.000 wäre immerhin schon fast eine Halbierung drin. Japan besitzt hingegen eindeutig zu wenig Gold relativ zur Staatsverschuldung, um seine Probleme auf diesen Weg zu lösen. Immerhin müsste der Goldwert um rund 410.000 US-Dollar steigen, damit der Aufwertungsgewinn genügt die Staatsschulden zu tilgen.

Quelle: http://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/stelter-gold-hebel-so-funktioniert-der-neustart-a-1089022-3.html

Gruß an die Klardenker

TA KI

Der Brüller des Monats….


Deutsche Schulden sollen bis 2020 unter 60 Prozent sinken

Epoch Times,
Deutschlands Schuldenstandsquote soll 2020 erstmals seit Jahren wieder unter die Marke von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sinken. Das prognostiziert das neue Stabilitätsprogramm, das die Bundesregierung in der nächsten Woche beschließen und nach Brüssel an die EU-Kommission schicken will.
Deutschland-Fahne

Deutschland-Fahne

Foto: über dts Nachrichtenagentur
 Die symbolisch wichtige Marke der Schulden von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) will die Bundesregierung mit einem neuen Stabilitätsprogramm erreichen, das die Bundesregierung in der nächsten Woche beschließen und nach Brüssel an die EU-Kommission schicken wird.
Nach den Berechnungen wird der Anteil der Schulden von Bund, Ländern und Gemeinden gemessen am BIP 2020 bei rund 59 Prozent liegen.

Für das laufende Jahr verzeichnet der Bericht noch einen Wert von 68 Prozent. Er soll ab 2017 sukzessive von 66 Prozent über 63 Prozent im Jahr 2018 sowie 61 Prozent im Jahr 2019 auf den Zielwert schrumpfen. Das jährliche Finanzierungsdefizit aller staatlichen Ebenen soll in dem Zeitraum zusammengenommen ausgeglichen sein.

Während der Finanzkrise und unmittelbar danach musste der Staat Konjunkturprogramme finanzieren und Steuerausfälle kompensieren. Als Folge war die Staatsverschuldung massiv gestiegen –bis zu einem Höchststand von rund 80 Prozent im Jahr 2010.

Tritt die Entwicklung wie erwartet ein, würde Deutschland 2020 erstmals wieder beide Vorgaben des EU-Vertrags von Maastricht erfüllen. Er sieht ein Staatsdefizit von höchstens drei Prozent vor und erlaubt einen Schuldenstand von maximal 60 Prozent des BIP.

(dts)

http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/deutsche-schulden-sollen-bis-2020-unter-60-prozent-sinken-a1320598.html

.

Gruß an alle Spaßvögel

TA KI

Michael Snyder: »Finanzielle Kernschmelze absolut epischen Ausmaßes«


Michael Snyder: »Finanzielle Kernschmelze absolut epischen Ausmaßes«

Von Michael Snyder

michael snyder FBWenn eine neue Finanzkrise beginnt, dann würden wir erwarten, dass Unternehmenspleiten aufgrund der aufgenommenen Schulden durch die Decke gehen – und genau dies passiert gerade. Wie Sie weiter unten sehen werden, sind Unternehmenspleiten aktuell auf dem höchsten Stand seit 2009. Eine Welle von Pleiten geht im Energiesektor um, aber nicht nur der Energiesektor steckt in Schwierigkeiten.

Tatsächlich liegt das Bonitäts-Rating für US-Konzerne jetzt niedriger, als zu irgendeinem Zeitpunkt während der letzten Rezession. Dies ist nur ein weiteres Zeichen dafür, dass wir uns in den Anfangskapiteln einer Wirtschaftskrise erster Güte befinden.

Gestern berichtete ich davon, dass 23,2 Prozent aller Amerikaner im besten Arbeitsalter im Moment keine Arbeit haben, aber heute konzentriere ich mich auf die Arbeitgeber. Konzern-Giganten in ganz Amerika stecken in tiefen, tiefen finanziellen Schwierigkeiten und dies wird in den kommenden Monaten zu einer gewaltigen Entlassungswelle führen.

Wir sollten uns darüber freuen, dass US-Aktien sich kurzfristig ein wenig erholt haben, aber die Euphorie in den Märkten trägt in keiner Weise dazu bei, die Welle von Unternehmenspleiten zu stoppen, welche mit aller Macht beginnt, auf die Wall Street niederzugehen.

Zero Hedge berichtet, dass wir seit dem extrem schmerzlichen Jahr 2009 nicht mehr so viele Unternehmenspleiten erlebt haben:

Während sich viele vergangene Woche auf das lange Wochenende und die überfällige Auszeit freuten, hatten die Chefs von fünf (hauptsächlich Energie-)Unternehmen ausschließlich schlechte Neuigkeiten für ihre Angestellten und Aktionäre: sie hatten keine andere Wahl, als das Handtuch zu werfen und Insolvenz anzumelden.

Und wie Bloomberg berichtet, liegt die Gesamtzahl inklusive der fünf Insolvenzen der vergangenen Woche für 2016 nun bei 31 – dem höchsten Stand seit 2009, als es laut Standard & Poor’s zu 42 Unternehmenspleiten kam.

Und allem Anschein nach ist das, was wir bisher erlebt haben, nur der Anfang. Laut Wolf Richter liegt das Durchschnitts-Bonitäts-Rating bei US-Unternehmen inzwischen niedriger, als zu irgendeinem Zeitpunkt während der letzten Finanzkrise:

Kredit-Ratingagenturen wie Standard & Poor’s sind nicht für frühzeitige Warnungen bekannt. Sie stecken in Interessenskonflikten und weigern sich die Ratings zu senken, weil sie Angst haben Kunden zu verlieren. Wenn sie dann letztlich warnen, ist es bereits zu spät und das Problem ist bereits da und es ist groß.

So hat Standard & Poor’s gerade in einem Bericht von S&P Capital IQ davor gewarnt, dass das durchschnittliche Bonitäts-Rating bei US-Unternehmenskrediten – die derzeit auf “BB“ und somit im Schrott-Bereich stehen – ein neues Rekordtief erreicht hat, welches sogar »unter dem Durchschnitt liegt, welches wir in Folge der Kreditkrise 2008-2009 aufgezeichnet haben«.

Was uns all dies sagt ist, dass wir uns in den Anfängen einer finanziellen Kernschmelze absolut epischen Ausmaßes befinden. Derweil bekommen wir weiterhin zusätzliche Hinweise darauf, dass die Realwirtschaft sich signifikant abschwächt.

Laut der Atlanta FED wird für das erste Quartal 2016 ein Wachstum von nur 0,9 Prozent erwartet und Moody’s Analytics prognostiziert eine ähnliche Zahl:

Das Wachstum im ersten Quartal liegt aktuell bei nur 0,9 Prozent, nachdem neue Daten eine überraschende Schwäche bei den Verbraucherausgaben und eine größere Handelslücke offenbarten, als erwartet.

Laut dem CNBC/Moody’s Analytics-Update sehen Ökonomen aktuell ein stockendes Wachstum, welches basierend auf bereits vergangene Woche berichtete Daten von 1,4 Prozent weiter gefallen ist.

Wenn die Regierung natürlich mit ehrlichen Zahlen arbeiten würde, dann würde nicht von dem potenziellen Beginn einer neuen Rezession gesprochen werden. Stattdessen würde über die Verschlimmerung einer Rezession geredet werden, die niemals vorbei war.

Wir befinden uns in der abschließenden Phase der größten Schuldenblase, welche die Welt jemals erlebt hat. Seit Jahrzehnten haben die Vereinigten Staaten Schulden bei der Regierung, den Unternehmen und den Verbrauchern aufgebaut.

Unsere Handelsdefizite waren größer, als alles was die Welt jemals zuvor gesehen hat und unser massiv aufgeblasener Lebensstandard wurde durch einen immer weiter wachsenden Stapel von Schuldscheinen finanziert. Mir gefällt, wie Doug Noland dies in seinem jüngsten Beitrag beschrieben hat:

Nachdem die US-Behörden sich auf finanzielle Exzesse, Blasendynamik und erbarmungslose Leistungsbilanzdefizite zurückbesonnen haben, hatte ich erwartet, dass die Welt ihren Appetit auf US-Finanzforderungen verlieren würde. Wie lange sollte von der Welt letztlich erwartet werden, reale Güter und Dienstleistungen für endlose US-Schuldversprechen zu handeln?

Wie sich jedoch herausstellte, nimmt die Welt die Blasendynamik lieber in Kauf, als zu handeln und das verschwenderische US-Kreditsystem zu disziplinieren. Niemand wollte hinten anstehen. Derweil zeigte sich, dass große Reserven an US-Finanzwerten ein integraler Bestandteil der boomenden Finanzströme waren und zu nationalen Investitionen und zum Wachstum beigetragen haben. Die USA betreibt seit nunmehr 25 Jahren beharrlich erhebliche Leistungsbilanzdefizite.

Scheinbar ist der gesamte Planet jetzt in einem System beispiellosen Geld- und Fiskalstimulus gefangen, mit welchem eine Welt unerreichter Schulden und ökonomischer Ungleichgewichte am Leben gehalten wird. Die Weltgeschichte hat Vergleichbares noch niemals gesehen und ich würde eindringlich behaupten, dass die Konsequenzen von Blasen mit der Zeit immer problematischer werden. Je länger die Exzesse fortgesetzt werden, umso größer wird der Schaden.

Während diese Blase platzt, werden wir eine Zeit der Korrektur durchmachen, die Amerika noch niemals erlebt hat. Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht, ob irgendjemand von uns wirklich versteht, welcher Horror auf diese Nation in den nächsten Jahren zukommt. Niemand hat jemals etwas vergleichbares mitgemacht, also haben wir nicht wirklich einen Referenzrahmen, anhand dessen wir uns vorstellen können, wie es sein wird.

Diese massive Zunahme der Unternehmenspleiten ist jedenfalls ein großes Warnsignal. Seit der letzten Finanzkrise haben sich unsere großen Konzerne auf massive Schulden-Exzesse eingelassen und fangen jetzt an, den Preis dafür zu bezahlen.

Wir scheinen aus den Fehlern der Vergangenheit niemals zu lernen. Statt unsere Lektion vom letzten Mal zu lernen, gehen wir einfach hin und machen noch größere Fehler. Ich fürchte die Geschichte wird recht barsch über uns urteilen.

Alle die darauf warten, dass die nächste Finanzkrise anfängt, können damit aufhören, denn sie läuft bereits direkt vor unseren Augen ab. Wenn Sie glauben, dass die temporäre Erholung der US-Aktien die Fahrtrichtung irgendwie ändern wird, dann werden Sie am Ende aufs Schwerste enttäuscht werden.

***

>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/03/michael-snyder-finanzielle-kernschmelze-absolut-epischen-ausmasses/

Gruß an die Erkennenden

TA KI

Kapitalismus – Eine Liebesgeschichte


kapitalismusWir mögen Michael Moore, egal, was die anderen von seinem Doku-Stil halten. In der im Jahr 2009 erschienenen Doku knöpft sich der unbequeme US-Filmemacher die Finanzindustrie vor. Der Film behandelt die Finanzkrise ab 2007, die US-Ökonomie im Wandel zwischen der endenden Amtszeit von George W. Bush und der beginnenden Amtszeit von Barack Obama. Die Doku gewann in Venedig den «kleinen goldenen Löwen».

Quelle: http://www.seite3.ch/Voll+krass+Doku+Kapitalismus+Eine+Liebesgeschichte+de+/632381/detail.html

Die ARTE Kapitalismus-Serie, Teil 1


capitalismIm Oktober widmete sich unser Lieblings TV-Sender Arte mit einer sechsteiligen Doku-Reihe der Entstehung des Kapitalismus. Im Kontext der Finanzkrise zeigt die Dokumentarfilmreihe die Theorien sechs bekannter Wirtschaftswissenschaftler aus einer neuen Perspektive. Wem dient der Kapitalismus heute? Ist der Kapitalismus gar ein Missverständnis? Wohin führt der Kapitalismus die Gesellschaft?

Quelle: http://www.seite3.ch/Voll+krass+Doku+Die+ARTE+Kapitalismus+Serie+Teil+1+de+/642549/detail.html

Gruß an die Bescheidenen

TA KI

Wenn Banken krachen gehen: EU übt Bankschließungen über Nacht


240

In der Finanzkrise hat die US-Einlagensicherung mehr als 500 Bankschließungen abgewickelt. In einem von ihr veranstalteten Seminar mit EU-Vertretern erläuterten die US-Experten nun unter anderem wie eine gestrauchelte Bank zu vermarkten ist, wie man sich anpirscht und die Bank in einer Freitagnacht schließt.

Wenn eine Bank zusammenbricht, sind bei den Aufsichtsbehörden insbesondere zwei Qualitäten vonnöten: Schnelligkeit und Flexibilität.

Diese Botschaft vermitteln die Vertreter der US- Einlagensicherung Federal Deposit Insurance Corp. ihren Kollegen in Brüssel, die innerhalb der Europäischen Union an Konzepten zur Schließung insolventer Banken arbeiten.

Die Aufseher müssen schnell genug agieren, um Störungen im Finanzsystem zu begrenzen, aber beweglich bleiben, so dass sie sich in letzter Minute zurückziehen können, falls eine andere Lösung auftauchen sollte, sagt Pamela Farwig, stellvertretende Direktorin in der FDIC-Abteilung Abwicklung und Konkurs.

“Wenn Sie ihnen die Schließung nahelegen müssen, müssen Sie in der Lage sein, dies in allerkürzester Zeit durchzuführen”, sagt Farwig, eine von vier US-Vertretern, die an dem nicht öffentlichen Seminar mit EU-Vertretern im Juni zum Thema Bankenschließungen eine Rede gehalten hat.

Die praktischen Tipps und Ratschläge der FDIC für Europa sind das Ergebnis mühevoller eigener Erfahrungen: Die US- Einlagensicherung hat in der Finanzkrise mehr als 500 Bankenschließungen abgewickelt. Das von ihr veranstaltete Seminar, das Teil eines transatlantischen Austauschs ist, behandelte, wie eine gestrauchelte Bank zu vermarkten ist, wie man sich anpirscht und die Bank in einer Freitagnacht schließt.

“Sie waren überrascht über einige der Dinge, die in letzter Minute passieren können”, sagt sie. “Sie haben diese Erfahrung einfach noch nicht gemacht.”

Wenn ein Kreditinstitut auf der Kippe steht, muss die FDIC unter dem Radar fliegen, um Turbulenzen an den Märkten oder eine Verunsicherung der Kontoinhaber zu verhindern. Die Aufsichtsbehörden werden versuchen, erst einmal einen Käufer zu finden, und buchen dann sogar Hotelzimmer und Mietwagen, ohne auch nur den Namen der Behörde zu erwähnen.

“Ihr Team geht in eine sehr kleine Stadt, wo jeder jeden kennt – wenn man dort diese unbekannten Wagen sieht, müssen Sie sehr vorsichtig sein”, erläutert Farwig. “Das letzte, was Sie wollen, ist ein Schild mit der Aufschrift ’Willkommen FDIC’.”

Die EU-Repräsentanten befinden sich inmitten einer umfassenden Überprüfung ihres Bankensystems, mit dem der Euroraum sicherer gemacht und zukünftige Finanzkrisen verhindert werden sollen. Im Euroraum wird die Europäische Zentralbank die Aufsicht übernehmen. Die EU baut außerdem einen einheitlichen Abwicklungsmechanismus auf, der ein Verfahren zur Schließung von Euroraum-Banken umfasst.

Während die USA ein Too-big-to-fail-Problem hatten, “stand die Europäische Union vor einem anderen Problem, nämlich dass keine Bank pleite gehen konnte, egal wie klein”, sagt Nicolas Veron vom Peterson Institute for International Economics in Washington und dem Bruegel-Institut in Brüssel.

Auch wenn die USA Rettungsaktionen für Citigroup Inc. und andere riesige Finanzinstitute starteten, haben sie doch Hunderte von Banken geschlossen, von der winzigen Waccamaw Bank bis zu Washington Mutual Inc., einst die größte Sparkasse des Landes.

Das Vorgehen beim portugiesischen Kreditinstitut Banco Espirito Santo SA zeigt, dass das neue System sich zwar noch in einer Übergangsphase befindet, die Aufsichtsbehörden aber handlungsbereit sind. Die portugiesische Notenbank hat eine 4,9 Mrd. Euro schwere Übernahme angeführt, die den Aktionären und anderen nachrangigen Gläubigern Verluste aufzwingen und die Bank aufspalten wird. Außerdem sollen die gesunden Vermögenswerte verkauft werden, um die Kosten für die Abwicklung der notleidenden Bilanzposten abzudecken.

Neue EU-Vorschriften machen es sehr viel schwieriger, strauchelnde Banken zu stützen – und daher wahrscheinlicher, dass kollabierende Finanzhäuser geschlossen werden. Die Regeländerungen gehen über die größten Banken hinaus und signalisieren, dass die Aufsichtsbehörden stärker vorbereitet sein müssen, um bei einem Bankenkollaps den Auslöser zu drücken und den Gläubigern Verluste aufzubürden.

Die Aufsichtsbehörden der EU und der USA veranstalten zweimal im Jahr Tagungen in Brüssel und Washington, die letzte war im Mai. Vertreter nehmen gelegentlich auch an kurzfristigen Arbeitseinsätzen der anderen Behörde teil.

“Es ist durchaus sinnvoll, dass die Europäer aus den US- Erfahrungen lernen wollen”, sagt Veron. “Es hat in Europa in den letzten zwei Jahren einen wirklich tiefgreifenden Wandel bei der Reaktion der Öffentlichkeit auf Bankenpleiten gegeben.”

Quelle: http://www.foonds.com/article/31939/fullstory

Gruß an die Bankster

TA KI