Egon von Greyerz: »Inflation ist eine Seuche« & enorme Chancen für Silber


silver-bullion-closeup-silber-barren

Von Egon von Greyerz

Egon von Greyerz“Flation“ ist in den kommenden paar Jahren garantiert. Wir werden Inflation, Stagflation, Hyperinflation und Deflation erleben. Viele dieser Flationen werden zeitgleich auftreten. Derzeit haben wir starke monetäre Inflation kombiniert mit einer Inflation der Wertanlagen. Schuldenwachstum und Geldschöpfung haben in den vergangenen Jahren das angeschlagene Bankensystem am Leben gehalten, aber bisher noch nicht die Konsumentenpreise erreicht und folglich ist es keine gewöhnliche Preis-Inflation.

Im Jahr 2017 wird die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes wahrscheinlich zunehmen, was zu Stagflation führt, also höheren Preisen ohne Wachstum. Da sich aber die Probleme in den Finanzsystemen verschlimmern, ist Hyperinflation in den meisten großen Volkswirtschaften praktisch eine Gewissheit. Der Aufbau von Schulden und Derivaten im letzten Vierteljahrhunderts garantiert, dass verzweifelte Regierungen unbegrenzte Mengen an Geld drucken werden, was ein krampfhafter Versuch sein wird, das Finanzsystem zu retten.

Was mit dem Bankensystem in Italien in den vergangenen Jahren geschehen ist, lässt die Medicis wie Heilige aussehen. Misswirtschaft und Korruption haben die italienischen Banken in die Insolvenz getrieben. Das Problem ist in Griechenland, Spanien, Portugal, Frankreich, Deutschland, usw. dasselbe, wie bereits in meinem Artikel vergangene Woche erläutert.

Aber diese Probleme beschränken sich nicht nur auf Europa. Banken in Japan und China unterliegen demselben Druck und ebenso das Finanzsystem in den USA und in den Schwellenländern. Die letzte Finanzkrise begann im Jahr 2006, seitdem sind die weltweiten Schulden von $ 140 Billionen auf rund $ 240 Billionen angewachsen. Diese zusätzlichen $ 100 Billionen hätten bereits zu einer massiven Hyperinflation führen sollen, stattdessen beschweren sich alle Zentralbanken über eine Deflation und tun alles ihnen mögliche zur Schaffung von Inflation. Es ist ein Irrglaube, dass Inflation gut für die Wirtschaft ist. Inflation ist eine Seuche, welche zur Zerstörung von Geld und Ersparnissen führt.

Die auf verlorenem Posten stehenden Zentralbanker haben keine andere Lösung für ein versagendes Finanzsystem. Ein Problem aber mit denselben Mitteln zu lösen, welche es überhaupt erst erschaffen haben, ist der Weg in den Ruin. Und dieser wird in den kommenden Jahren kommen und höchstwahrscheinlich 2017 anfangen.

Sobald eine Hyperinflation beginnt, beschleunigt sie sich normalerweise sehr schnell und es mag vielleicht 2 bis 4 Jahre dauern, bis das gedruckte Geld vollkommen wertlos wird. Hyperinflation betrifft vornehmlich Güter und Dienstleistungen, all die Wertanlagen, welche durch die Kreditblase finanziert wurden, werden real deflationiert. Gleichzeitig werden die Schulden implodieren, was zu Bankenpleiten führt.

Letztlich wird die Hyperinflation zu einer totalen deflationären Implosion führen und alle Preise werden zusammen mit der Geldversorgung einbrechen. Für die Welt wird dies eine verheerende Zeit, denn zeitweise wird es kein Geld geben und die meisten Menschen werden sich auf Tauschgeschäfte besinnen müssen.

Während der hyperinflationären Zeit wird Gold unvorstellbare Niveaus in nominalem Papiergeld erreichen, wie seinerzeit in der Weimarer Republik:

Wenn die Hyperinflation endet und die deflationäre Implosion beginnt, wird Gold von den schwindelerregenden Höhen abstürzen. Da es aber über eine gewisse Zeit wahrscheinlich in vielen Ländern kein Geld mehr geben wird, wird Gold das einzige echte Geld und folglich in Relation zu den rapide fallenden Preisen hochgeschätzt sein.

Obwohl es in keiner großen Volkswirtschaft aktuell Anzeichen einer Hyperinflation gibt, so geschieht es in Ländern wie Argentinien und Venezuela bereits. Der venezulanische Bolivar ist seit 2011 total aufgerieben worden. Im August 2012 gab es noch 10 Bolivar für einen Dollar, heute sind es im inoffiziellen Markt 4.250 Bolivar. Mitte 2015 waren es noch 700 und heute steht der Dollar bereits um das 6-fache höher bei 4.250. Seit August 2013 lag die monatliche Inflation bei 16 %. Wie die Grafik unten zeigt, ist der Absturz des Bolivar und zugleich der Anstieg des Dollar inzwischen exponentiell:

In Gold gemessen kostete eine Unze 2012 17.000 Bolivar. Heute kostet die Unze Gold 5 Millionen Bolivar. Ein Zeichen für das, was auf viele große Volkswirtschaften in den kommenden paar Jahren zukommt?

Seit 2002 trete ich dafür ein, dass Gold der beste Weg ist sein Vermögen zu erhalten und sich gegen den kommenden Zusammenbruch der Papierwährungen und des Finanzsystems abzusichern. Wir haben unseren Kunden regelmäßig empfohlen, lieber Gold als Silber zum Zwecke des Vermögenserhaltes zu halten. Die Volatilität von Silber hat es für normale Investoren zu einem unpassenden Investment gemacht.

2001 stand Silber bei $ 4, im Februar 2008 erreichte es $ 21 und im August 2008 ging Silber wieder auf $ 8 herunter. Dann im April 2011 stieg es auf $ 50, nur um dann jäh auf unter $ 14 im Dezember 2015 zu fallen. Wer auf eine aufregende Achterbahnfahrt aus ist, für den ist Silber perfekt, denn diese massiven Bewegungen werden den meisten Investoren den Schrecken ihres Lebens geben.

Da Silber im Verhältnis zu seinem Wert auch viel schwerer ist, ist es unbequem zu lagern und mit sich zu führen. Dazu kommt, dass in Europa Mehrwertsteuer auf Silber bezahlt werden muss, obwohl dies legal vermieden werden kann, indem man es in unter Verschluss gehaltenen Tresoren lagert.

Das Risiko-/Ertragsverhältnis für Silber hat sich Anfang 2016 verändert. Silber hat jetzt einen Punkt erreicht, an dem es relativ zu Gold ein exzellentes Wertverhältnis hat. Was besonders interessant ist, ist dass Silber jetzt in einer Position steht, aus der es doppelt so schnell wie Gold steigen wird.

Der Gold-/Silverratio-Chart unten zeigt, wie es in den letzten 20 Jahren 4 Mal zu einem Hoch bei oder etwas oberhalb des Niveaus von 80 (Goldpreis = 80-facher Silberpreis) gekommen ist. Zum letzten Mal ist dies im Februar 2016 geschehen und seitdem ist das Preisverhältnis auf 68 gefallen, aber dies ist nur der Anfang. Es ist wahrscheinlich, dass es vor einer großen Korrektur bis auf 30 geht, was wir im Jahr 2011 erlebt haben, als der Silberpreis $ 50 erreichte.

Das Verhältnis kann sich extrem schnell verändern. Im September 2010 stand es bei 68 zu 1 und im April 2011 erreichte es 30 zu 1. Sobald die derzeitige Abwärtsbewegung bei dieser Ratio zunimmt, könnte sie sehr schnell 30 zu 1 erreichen. Langfristig wird das Verhältnis wahrscheinlich bei 15 zu 1 liegen, was ein sehr wichtiges historisches Niveau ist, oder es könnte gar bis auf 10 zu 1 gehen.

Falls Gold die Marke von $ 10.000 erreicht, was meiner Ansicht nach ein Minimum unter Ausschluss der Hyperinflation ist, dann würde dies den Silberpreis auf $ 665 bis $ 1.000 bringen. Diese Niveaus hören sich eindeutig unrealistisch an, wo der Silberpreis aktuell bei $ 17 steht, aber sie werden wahrscheinlich in den nächsten etwa 5 Jahren erreicht werden.

Was Silber besonders interessant macht, ist seine Knappheit. Rund 170.000 Tonnen Gold wurden im Laufe der Geschichte produziert und praktisch alles davon ist in der einen oder anderen Form noch vorhanden. Bei Silber ist dies anders. Es gibt keine bedeutenden Silberlager irgendwo in der Welt. Fast 60 % des produzierten Silbers wird verbraucht und der Rest wandert in Tafelsilber, Schmuck und Investments. Zentralbanken halten keine Silberbestände. Die jährliche Silberproduktion liegt bei 27.000 Tonnen, was bei einem Preis von $ 17 nur $ 15 Milliarden entspricht.

Die jährliche Goldminen-Produktion liegt im Vergleich bei $ 114 Milliarden. Es wird weltweit mehr Silber verbraucht, als seit einer ganzen Reihe von Jahren produziert wird. Der Investment-Bedarf für Silber liegt bei nur $ 2,5 Milliarden im Jahr. Der Silbermarkt insgesamt ist im Verhältnis zu den weltweiten Finanzanlagen unbedeutend.

Deshalb war es für die Deutsche Bank, UBS, Barclays und ein paar andere Banken auch so einfach, diesen Markt zu manipulieren. Die Deutsche Bank hat zugegeben, dass sie den Silbermarkt manipuliert hat, aber seitdem gibt es auch Hinweise auf eine Reihe anderer Banken. Das Ende dieser Geschichte steht noch aus, wobei sich dieses sehr wahrscheinlich auch in den Goldmarkt hinein auswirken wird.

Die Gold-/Silberratio deutet an, dass die Manipulationen recht bald ihr Ende finden und dies wird zu wachsender physischer Nachfrage führen. Dies wiederum wird den Papiersilbermarkt (die Short-Positionen dort) unter maßgeblichen Druck setzen. Sobald die physische Nachfrage anzieht, wird der Preis rapide steigen.

Schon heute ist es schwierig große Mengen physischen Silbers zu finden und wenn der Preis steigt, dann wird zu den aktuellen Preisen nirgendwo mehr irgendwelches Silber verfügbar sein. Jeder Nachfrageanstieg wird nur durch substantiell höhere Preise befriedigt werden.

Silber sollte nicht aus spekulativen Gründen gekauft werden, sondern zum langfristigen Vermögenserhalt. Aufgrund der Volatilität des Silberpreises, ist ein Anteil von 15 bis 25 % an den insgesamt gehaltenen Edelmetallen unserer Ansicht nach der richtige Bereich. Für jeden Investor, welcher kein Silber besitzt, ist jetzt eine exzellente Zeit zum Kauf von physischem Silber zu einem Preis, welchen wir niemals wieder erleben werden. Die Reise wird außergewöhnlich werden.

***

>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/12/egon-von-greyerz-inflation-ist-eine-seuche-enorme-chancen-fuer-silber/

Gruß an die Anleger

TA KI

Werbeanzeigen

Egon von Greyerz: Das Finanzsystem am Rande des Schwarzen Lochs


inferno-crash-feuer

Von Egon von Greyerz

Egon von GreyerzDie Weltwirtschaft befindet sich jetzt an seinem gefährlichsten Punkt in der Geschichte. In praktisch jedem großen Land oder jeder großen Region bestehen Probleme eines Ausmaßes, welches jedes für sich einen Zusammenbruch des Finanzsystems auslösen könnte. Aufgrund der Verwobenheit des Finanzsystems gibt es keine Möglichkeit, sobald der erste Dominostein fällt, all die anderen instabilen Dominos davor zu bewahren, einer nach dem anderen in schneller Folge umzufallen.

Die Welt starrt jetzt in ein deflationäres Schwarzes Loch, welches bereit ist, die gesamten Weltschulden in Höhe von über $ 250 Billionen samt ungedeckter Forderungen und Derivate von weiteren rund $ 2 Billiarden aufzusaugen. Das wäre das Ende des Finanzsystems, wie wir es kennen. Regierungen und Zentralbanker auf der ganzen Welt sind sich dessen natürlich vollkommen bewusst und stehen bereit, auf den Auslöseknopf der größten Geldschöpfungsorgie zu drücken, welche die Welt jemals erlebt hat.

Die massive globale Schuldenblase

Schauen Sie nach Europa. Die Deutsche Bank, eine der größten der Welt, wird mit nur 1 % seiner Wertanlagen bewertet und hat Derivate in einer Größenordnung des 20fachen des deutschen BIP. Der Aktienkurs sagt uns, dass die Deutsche Bank pleite ist. Und so geht es auch griechischen Banken, italienischen, spanischen, portugiesischen, französischen, usw..

Das Drucken von monatlich € 80 Milliarden oder € 1 Billion im Jahr durch die EZB zeigt keinerlei Effekt. Zentralbanken betreiben brotlose Kunst. Der Bail-Out von Italiens viertgrößter Bank – Monte die Paschi – scheitert. Deutschland ist absolut dagegen, dass die EZB eingreift und die italienische Regierung will keinen Bail-In der Einleger, denn das wäre ein politisches Desaster. Faule Kredite stellen in Italien 20 % aller Werte und die Zahl wächst. Dies bestätigt meiner Ansicht nach, dass keine Schulden, egal ob von Banken oder Staaten, jemals zurückgezahlt werden.

Ärger in Japan…

Die Meldungen aus der ganzen Welt werden jeden Tag nur schlimmer. Das 80 Billionen Yen ($ 800 Milliarden) umfassende Geldschöpfungsprogramm in Japan zeigt keinerlei Effekt. Der Chef der Bank of Japan, (Kamikaze) Kuroda, steht auf vollkommen verlorenem Posten. Er kauft derzeit alle Staatsanleihen auf, welche von der Bank of Japan herausgegeben werden. Die BoJ ist bei 90 % aller japanischen Aktien unter den obersten 10 Aktienhaltern. Sie hält also nicht nur japanische Staatsanleihen, die niemals zurückgezahlt werden können, sondern sie versucht auch verzweifelt den japanischen Aktienmarkt zu stützen.

Genau wie die Staatsanleihen wertlos werden, wird die BoJ auch bei den von ihr gehaltenen Aktien mindestens 90 % verlieren. Die Bilanz der BoJ nähert sich aktuell einer halben Billiarde Yen ($ 5 Billionen), was sie zum größten Gelddrucker der Welt macht. Aber dort hört es nicht auf.

Kurodas jüngste Torheit ist, die Zinsen auf 10-jährige Staatsanleihen auf unbestimmte Zeit bei 0 % zu belassen. Sobald die Investoren beginnen japanische Staatsanleihen abzustoßen, wird die BoJ unbegrenzte Mengen an Yen drucken und die Schulden exponentiell erhöhen müssen, um die Zinsen bei Null zu halten. Diese Politik wird garantiert scheitern.

Und China…

Die Schuldenexplosion in den Schwellenmärkten hat für viele Länder eine katastrophale Situation geschaffen. Unternehmensschulden in diesen Märkten sind in den vergangenen zehn Jahren massiv gestiegen und stehen jetzt bei $ 25 Billionen. Ohne nachhaltiges Wachstum bei Exporten und höhere Rohstoffpreise werden diese Länder in eine deflationäre Abwärtsspirale gehen. Laut der Bank für internationalen Zahlungsausgleich steht das Verhältnis von Schulden zum BIP in China 3 mal höher, als von der BIZ als gefährliches Niveau bezeichnet.

Die Zunahme chinesischer Schulden von $ 2 Billionen auf $ 32 Billionen in diesem Jahrhundert hat vermutlich die größte Kreditblase von allen erschaffen. Viel von diesem Geld ist in große Infrastrukturprojekte geflossen, welche keinerlei Wert haben und keine Erträge erwirtschaften. Faule Kredite werden für China auf $ 2 Billionen geschätzt, vermutlich ist es aber erheblich mehr.

Und den USA…

In den USA sind die Unternehmensschulden in den vergangenen 10 Jahren von $ 2 Billionen auf $ 6 Billionen angewachsen. Ein großer Teil dieser Schulden wurde für den Rückkauf von Aktien eingesetzt und hat folglich keinerlei wirtschaftliche Werte geschaffen, abgesehen von jenen für ein paar wenige Aktienhalter und Chefs.

Im Laufe von Obamas Präsidentschaft werden sich die US-Staatsschulden von $ 10 auf $ 20 Billionen verdoppelt haben. Dies ist eine absolut bemerkenswerte und inakzeptable Zunahme und ein klares Signal dafür, dass das Land sich auf dem Weg in den Bankrott befindet. Kein Land, welches seit 55 Jahren Jahr für Jahr reale Haushaltsdefizite fährt, hat auch nur die geringste Überlebenschance.

Der einzige Grund, warum die US-Wirtschaft bisher noch nicht kollabiert ist, ist dass der US-Dollar nach wie vor die Weltreservewährung ist. Aber der Dollar verdient es nicht, eine Reservewährung zu sein. Gegen den Schweizer Franken ist der Dollar beispielsweise seit 1971 um 77 % gefallen. Und gegen Gold, die einzig überlebende Währung der Geschichte, ist der Dollar seit 1971 um 97 % gefallen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Dollar seine letzte Reise hin zu seinem innewohnenden Wert von Null antritt und so wird es auch vielen anderen Währungen ergehen.

Das Weltfinanzsystem am Rande eines Schwarzen Lochs

Folglich stehen wir am Rande eines Schwarzen Lochs, welches problemlos eine deflationäre Implosion aller Finanzwerte und aller Schulden verursachen kann. Keine Regierung spricht hierüber und kein Zentralbanker wagt es den Ernst der derzeitigen Lage zu erwähnen.

Es bedarf nur einer einzigen letzten Schneeflocke und die Welt geht über die Kante und fällt einer deflationären Lawine zum Opfer. Es ist wirklich überraschend, dass die Zentralbanken das größte Gelddruckprogramm aller Zeiten so lange zurückhalten. Denn sie brauchen nur wenige Sekunden zu spät dran zu sein und dann werden sie den Kollaps nicht mehr aufhalten können.

Angenommen es geschieht ein Wunder und die Zentralbanken greifen rechtzeitig ein und drucken Billionen, womöglich hunderte oder sogar Billiarden von Dollars, Euros, Yen, etc.., dann werden wir eine hyperinflationäre Periode erleben, welche größer als die Weimarer Republik und Simbabwe zusammen sein wird, einfach deshalb, weil die Zahlen um dies es hier geht um so viel größer sind.

Aber wir wissen natürlich, dass wir keinen Wohlstand erschaffen können, indem wir wertlose Papierfetzen drucken oder Nullen in einem Computer erschaffen. Leider wird die Welt durch diese Geldschöpfung also nicht gerettet, es werden nur noch mehr Schulden geschaffen. Natürlich ist es unmöglich, ein Problem mit denselben Mitteln zu lösen, welche es überhaupt erst verursacht haben.

Hyperinflation und deflationärer Kollaps

Nach der Hyperinflation – welche nichts gelöst und stattdessen ein noch größeres Problem geschaffen haben wird – werden wir einen deflationären Kollaps erleben. Dieser wird absolut notwendig sein, um all die Schulden und die Blasenwerte loszuwerden. Es wird wie ein Waldbrand sein, der all das tote Holz aufzehrt und die Basis für neues, starkes Wachstum ohne die angehäuften Schulden legt.

Es wird nicht einfach sein, sich gegen die kommende Umwälzung abzusichern. Es ist wahrscheinlich, dass es zu sozialen Unruhen, Kriegen, Hunger, Krankheit und massivem Leid für die meisten Menschen kommt. Während dieser Übergangszeit wird Geld als Zahlungsmittel oder für den Tausch benötigt.

In Krisenzeiten, ob inflationär oder deflationär, hat Gold immer als Geld funktioniert. Während Zeiten der Hyperinflation wird Gold die Zerstörung des Papiergeldes widerspiegeln und sowohl in Bezug auf die Inflation, als auch real, substanziell profitieren.

Die Flucht in die Sicherheit

Was die meisten Menschen nicht realisieren, ist dass Gold auch in deflationären Zeiten sehr gut funktioniert. Wenn wir die oben angesprochene deflationäre Implosion erleben, wird es für eine gewisse Zeit kein Finanzsystem geben und Gold wird eine der wenigen Methoden zur Zahlung sein. Deshalb wird Gold auch eine exzellente Sicherheit in einer deflationären Periode sein, auch wenn der nominale Wert deutlich niedriger sein wird, als in einer Hyperinflation.

Folglich sind physisches Gold und etwas Silber, angesichts der aktuell beispiellosen Risiken im Finanzsystem und der Weltwirtschaft, die beste Versicherung und der beste Schutz, den man überhaupt besitzen kann.

***

>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/09/egon-von-greyerz-das-finanzsystem-am-rande-des-schwarzen-lochs/

Gruß an die Vorbereiteten

TA KI

Peter Schiff: »Brexit ist der Funke, der das Pulverfass entzündet«


Am 28.06.2016 veröffentlichte Greg Hunter von USAWatchdog.com ein höchst aufschlussreiches Interview mit dem langjährigen Finanzmarkt-Veteran und Inhaber von Euro Pacific Capital, Peter Schiff. Dieser findet in dem Gespräch klare Worte zum Goldmarkt und der Situation im internationale Finanzsystem nach der Brexit-Entscheidung in Großbritannien:

»Wenn das globale Finanzsystem und die Märkte gesund wären, dann wäre der Brexit keine große Sache. Ich meine, welchen Unterschied macht es wirklich in der Gesamtheit, ob das Vereinigte Königreich Teil der Europäischen Union ist? Es macht keinen wirklichen Unterschied und eine gesunde Wirtschaft würde das einfach mit einem Achselzucken zur Kenntnis nehmen.«

Schiff ist allerdings der Meinung, dass das Finanzsystem alles andere als gesund ist. »Alles ist eine gigantische Blase, es ist ein Kartenhaus, so fragil ist es«, sagt er. Alles werte mit billigem Geld, Negativzinsen und quantitativer Lockerung am Leben gehalten.

»Alle sind zuversichtlich, dass die Zentralbanker und die Politiker diese ganzen Blasen in der Luft halten können. Und jetzt geht plötzlich etwas schief, was sie nicht erwartet haben. Das zeigt, dass die Regierung die Kontrolle verliert und dies ist der Weckruf! Dies ist es, was alle so beunruhigt. Es ist der Funke, der das Pulverfass entzündet.«

Das Pulverfass sei jedoch die ganze Zeit da gewesen, niemand habe jedoch zur Kenntnis nehmen wollen, dass es existiert. Der Brexit könne durchaus von der FED als Ausrede für das Wiederaufleben der massiven Geldschöpfung der vergangenen Jahre hergenommen werden. Schiff meint, sie würden aber ohnehin ein neues QE in die Wege leiten.

»Die Märkte preisen jetzt eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung ein. Ich habe bereits im Dezember gesagt, als die FED die Zinsen anhob, dass der nächste Schritt sehr wahrscheinlich eine Senkung der Zinsen sein wird und nicht eine weitere Anhebung. Zu dem Zeitpunkt dachten alle, dass die FED die Zinsen im Jahr 2016 drei oder vier Mal anheben wird. Und ich habe gesagt, nein, es ist wahrscheinlicher, dass sie die Zinsen auf Null senken, als dass sie sie noch einmal anheben.«

Jetzt seien die Märkte bei Schiffs Denkweise angekommen, wofür der Brexit als Auslöser notwendig gewesen sei. Die FED habe seinerzeit nur versucht, ihr Gesicht zu wahren. Die künstlich aufgeblasene Wirtschaft kann nach Schiffs Interpretation nicht einmal die kleinste Zinserhöhung überleben.

»Es sind die fundamentalen Probleme, die der FED Sorgen bereiten. Sie will dies aber nicht zugeben und damit ihre eigene Glaubwürdigkeit unterlaufen. Sie will auch Barack Obama und Hillary Clinton nicht unterlaufen, denn die beiden tun so, als hätten wir eine ernsthafte Erholung. Also hat die FED jetzt eine gesichtswahrende Ausrede für das, was sie ohnehin gemacht hätten.«

Schiff ist überzeugt, dass jetzt die vierte Runde quantitativer Lockerung gestartet und die Zinsen gesenkt werden. Der Buhmann werde dann die Weltwirtschaft sein, nicht die zweifellos angeschlagene US-Wirtschaft. Weiter werde die FED argumentieren, dass quantitative Lockerung in der Vergangenheit funktioniert habe – was laut Schiff nicht der Fall war – und die nächste Rund einläuten.

Die Folgen des Brexit sind für Schiff erheblich bullischer, als allgemein angenommen. Der US-Dollar werde als stark wahrgenommen, doch der Hauptgrund für diese Stärke seien die Auflösung von Carry-Trades und Risikoanlagen und der Kauf von Dollars und Yen. Viele große Währungen seien gegen den Dollar gefallen.

 

»Die wirklich großen Bewegungen bei Gold laufen nicht im Dollar ab, sondern in anderen Währungen. Schauen Sie sich das Britische Pfund an. Es erlebte einen Sprung beim Goldpreis um 20 % innerhalb von nur zwei Tagen. Das ist im Vereinigten Königreich beispiellos und ein enormer Verlust an Kaufkraft des Pfund im Verhältnis zu Gold.«

Derartige Verluste erwartet Schiff überall, wenn auch womöglich nicht in diesem Ausmaß, so doch in allen Fiat-Währungen. Diese ganze Entwicklung sei sehr schädlich für den Dollar. »Sobald sich der Staub legt, wird der Dollar fallen«, ist Schiff überzeugt und weist darauf hin, dass dies die letzte Chance sein mag, aus dem Dollar auszusteigen.

»Haben Sie keine Angst Gold zu kaufen. Glauben Sie bloß nicht, dass Sie irgendwas verpasst haben – es geht gerade erst los! Sicher, Gold ist um einiges gestiegen – 80 oder 100 Dollar seit dem Brexit -. Gold ist vor ein paar Jahren auf über $ 1.900 gestiegen und glauben Sie mir, die Weltwirtschaft ist heute in erheblich größerem Schlamassel, als zu der Zeit.«

Seitdem seien jede Menge Dollars, Euros, Yen und andere Währungen gedruckt worden und Schiff geht davon aus, dass in der nächsten Zukunft noch viel mehr gedruckt werden wird. »Dies wird eine riesengroße Krise«, sagt Schiff und weist darauf hin, dass selbst der ehemalige FED-Chef Alan Greenspan jüngst sagte, dass er so etwas in seiner ganzen Karriere noch nicht erlebt hat. Greenspan müsse es wissen, so Schiff, denn er sei derjenige gewesen, der dabei geholfen habe, die Wirtschaft in diese Situation zu bringen. »Er weiß, wie seine Geldpolitik gescheitert ist und auch, dass Bernankes und Yellens Politik in sogar noch größerem Rahmen gescheitert sind.«, so Schiff.

»Eines Tages werden wir Gold routinemäßig in Hunderterschritten steigen sehen. Wenn die Menschen die Gefahren in der Fiat-Welt erst einmal wirklich spüren, dann werden sie auch begreifen, wie viel Geld diese Zentralbanken tatsächlich drucken. Denn keine von ihnen hat die Integrität aufrichtig in die Insolvenz zu gehen. Also werden sie den Weg des Feiglings wählen und drucken.«

»Der innere Wert von Fiat-Geld ist Null«, sagt Schiff. Folglich erwartet er enorme Bewegungen raus aus Fiat-Geld und hinein in Goldwerte. »Das hat bisher noch nicht einmal angefangen. Warten Sie nur auf den Massenansturm! Deswegen sage ich Ihnen: Sie wollen sich positionieren, bevor dies passiert.«

Gold-Aktien haben im laufenden Jahr eine unglaubliche Performance hingelegt, betont Schiff und sagt:

»Diese Aktien sind immer noch billig. Es ist noch nicht zu spät einzusteigen.«

»Jeder sollte 5 bis 10 % seines Portfolios in physischem Gold halten. Sie sollten es im Besitz haben, Gold und auch Silber.«

»Die Leute, die überhaupt kein Gold besitzen, werden die Leute sein, die Pleite sind.«

Alles läuft nach Plan…

Der Nachtwächter

***

Transkription und Übersetzungen aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/07/peter-schiff-brexit-ist-der-funke-der-das-pulverfass-entzuendet/

Gruß an die Silbereinkäufer

TA KI

Wird die Deutsche Bank überleben oder wird sie zum nächsten “Lehman Brothers“?


Wird die Deutsche Bank überleben oder wird sie zum nächsten ''Lehman Brothers''?

Von Michael Snyder

Michael Snyder IMGFalls Sie auf “den nächsten Lehman Brothers-Moment“ warten, welcher das globale Finanzsystem in eine Massenpanik stürzen wird, dann wollen Sie womöglich den deutschen Bankengiganten Deutsche Bank genau im Auge behalten. Sie ist rund drei Mal größer als Lehman Brothers war und wenn die wichtigste Bank in der stärksten Volkswirtschaft Europas implodieren würde, dann würde dies unmittelbare Schockwellen über den gesamten Planeten schicken.

Wer meine Arbeit regelmäßig verfolgt weiß, dass ich bereits im vergangenen September hinsichtlich der Deutschen Bank Alarm geschlagen habe. Seitdem haben die schlechten Neuigkeiten von der Deutschen Bank nicht aufgehört zu fließen. Sie hat für 2015 einen Verlust von 6,8 Milliarden Euro bekanntgegeben, Moody’s hat ihren Schuldenberg gerade auf zwei Stufen oberhalb des Ramsch-Status heruntergestuft und sie wurde von einem Skandal nach dem Nächsten erschüttert.

In den vergangenen Monaten ist sie in Schwierigkeiten geraten, weil sie versucht hat die Edelmetallpreise zu manipulieren, es zu “Aktienhandel-Betrug“ gekommen ist und es Unregelmäßigkeiten mit hypothekenbesicherten Wertpapieren gegeben hat. Zero Hedge schreibt:

Einen Monat nachdem sie zugegeben hat die Edelmetallmärkte zu manipulieren, wurde die Deutsche Bank heute von einem Doppelschlag über weiteres angeblich betrügerisches Verhalten getroffen und der Aktienkurs fällt. Zuerst berichtete Reuters, dass die Bank auf 450 Millionen Euro wegen “Aktienhandel-Betrugs“ verklagt wurde und dann berichtete Bloomberg, dass die SEC sich mit den Hypotheken-Positionen von vor der Krise beschäftigt.

Dies ist eine Bank, die ständig Geld ausblutet und das Letzte was sie braucht ist, dass Regierungsagenturen immensen Druck auf sie ausüben. Pech für die Deutsche Bank, dass die SEC entschlossen zu sein scheint nachzutreten, während sie bereits am Boden liegt:

Gegen den in Schieflage geratenen Wall Street-Giganten Deutsche Bank wird erneut ermittelt, diesmal von der Securities and Exchange Commission bezüglich der Bewertung und Meldung gewisser hypothekenbesicherter Wertpapiere.

Die SEC will wissen, ob die in Frankfurt ansässige Bank die Werte der hypothekenbesichterten Wertpapiere 2013 künstlich angehoben und diese Verluste später über längere Zeit versteckt hat, so berichtete Bloomberg mit Bezug auf Quellen, die sich in der Sache auskennen.

Aber selbst wenn es keine Skandale und keine Ermittlungen gäbe, die Wahrheit ist, dass die Deutsche Bank ohnehin in erheblichen Schwierigkeiten stecken würde. Es gibt Schätzungen, dass die Deutsche Bank 64 Billionen an Derivaten in ihren Büchern hat. Diese Zahl entspricht in etwa dem 16-fachen des deutschen BIP.

Niemand will also die Deutsche Bank scheitern sehen. Es wäre ein Finanz-Desaster, wie es die Welt noch niemals zuvor erlebt hat, aber im Moment stehen die Dinge nicht besonders gut. Wie Sie auf dem folgenden Chart sehen können, ist der stetige Rückgang des Aktienkurses der Deutschen Bank dem, was mit Lehman Brothers während der Monate vor ihrem letztlichen Zusammenbruch geschah, gespenstisch ähnlich:

CHART

Anfang dieses Jahres erreichte der Aktienkurs der Deutschen Bank ein neues Rekordtief und seitdem schwebt sie um diesen Kurs herum. Es ist eindeutig kein Geheimnis, dass die Deutsche Bank große Probleme hat und die Aussichten für die unmittelbare Zukunft sind nicht gut. In einem älteren Artikel zitierte ich den Berenberg-Analysten James Chappell und ich denke, es ist die Wiederholung wert:

Immer noch zu viele Probleme: das größte Problem ist, dass die DB zu stark verschuldet ist. Nach unseren Berechnungen gehen wir davon aus, dass die DB immer noch 40-fach überschuldet ist. Die DB kann entweder ihre Wertanlagen reduzieren oder ihr Kapital erhöhen um dies zu bereinigen.

Was das Erste angeht, so gibt es weder existierende Märkte in dieser Größenordnung, noch einen Preis, der diese Möglichkeit eröffnet. Der zweite Weg scheint im Moment ebenso unmöglich zu sein, da die Profitabilität des Kerngeschäftes unter Druck steht. Kapital von außen zu finden, scheint ebenfalls schwierig zu sein, da das Management wohl nur schwerlich irgendeine Rendite auf neu investiertes Kapital anzubieten hat.

Ich glaube, dass die Deutsche Bank letztlich implodieren wird, aber sie wird nicht die Einzige sein.

Derweil erhielten wir gerade weitere sehr beunruhigende Nachrichten aus Asien. Laut Bloomberg sind Japans Exporte nun sieben Monate in Folge gefallen:

Während der Yen sich gefestigt hat, sind Japans Exporte im April seit sieben aufeinanderfolgenden Monaten gefallen, was die wachsenden Herausforderungen für Premierminister Shinzo Abes Bemühungen unterstreicht, das Wirtschaftswachstum wieder zum Leben zu erwecken.

Übersee-Lieferungen gingen im April im Jahresvergleich um 10,1 Prozent zurück, so das Finanzministerium am Montag. Von Bloomberg befragte Ökonomen waren von einem durchschnittlichen Rückgang von 9,9 Prozent ausgegangen. Die Importe fielen um 23,3 Prozent, was zu einem Handelsüberschuss von 823,5 Milliarden Yen ($ 7,5 Milliarden) führte – dem höchsten seit März 2010.

Wenn die eigenen Importe 23 % unter dem Vorjahr liegen, dann ist dies ein eindeutiges Signal dafür, dass die Verbrauchernachfrage weit, weit gefallen ist und die Wirtschaft sich inmitten in der Implosion befindet.

Also wiederhole ich, was ich bereits mehrfach gesagt habe: Achtet auf Deutschland und achtet auf Japan.

Ich glaube, dass diese beiden die größten Stories werden, während diese neue globale Finanzkrise ihren Verlauf nimmt.

***

>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Anmerkung:

Man nehme nun noch ein bankrottes Italien hinzu, welches wie der deutschsprachige Raum mit “Flüchtlingen“ geflutet und auf diesem Weg gleichermaßen destabilisiert wird… Deutschland, Italien, Japan – das hatten wir doch schon einmal (oder irgendwie immer noch?). Ein Schelm, wer “Verschwörung“ dabei denkt.

Alles läuft nach Plan…

Der Nachtwächter


Alle Rechte der auf N8Waechter.info verwendeten Inhalte liegen grundsätzlich bei den Verfassern der Originale.

Quelle: http://n8waechter.info/2016/05/wird-die-deutsche-bank-ueberleben-oder-wird-sie-zum-naechsten-lehman-brothers/

Gruß an die Hintergrund-Versteher

TA KI

Egon von Greyerz: Absicherung gegen die kommende Vermögensvernichtung – Die größte Chance aller Zeiten!


gold-dollar-crash

 

Egon von Greyerz im Gespräch mit Eric King von King World News,
veröffentlicht am 06.03.2016

Egon von Greyerz: “Eric, Gold ist jetzt in Eile und wird alle mit der Geschwindigkeit seiner Bewegung überraschen. Die falschen Arbeitslosenzahlen Egon-von-Greyerzvom Freitag haben Gold zeitweise um $ 20 gedrückt, aber 70 Minuten später stieg Gold wieder auf neue Hochs und schloss dann unverändert zum Vortag. Meiner Ansicht nach gibt es jetzt nichts mehr, was Gold davon abhalten kann 2016 neue Höchststände zu erreichen.

Nach einer bei $ 1.050 endenden Korrektur, hat Gold nach dem Lauf von 1999 bis 2011 über fünf Jahre lang seine Batterien aufgeladen. Das Ergebnis dieser langen Korrektur und Konsolidierung ist, dass Gold jetzt mit voller Kraft durchstartet.

Ich zeige das bullische Langzeitbild für Gold in dem folgenden Diagramm:

Diese Aufwärtsbewegung ist natürlich für einige von uns, die den Schaden, den Regierungen und Zentralbanken der Welt im Laufe vieler Jahrzehnte zugefügt haben, keine Überraschung. Mit der unmoralischen und skandalösen Misswirtschaft der Volkswirtschaften in den meisten großen Nationen weltweit, hätten diese Länder unter dem Gewicht der massiven Schulden und der Kreditschöpfung längst kollabieren sollen.

Gekonnte Manipulation und Täuschung durch Regierungen und Zentralbanken von 2006 bis 2009 haben der Welt ein paar weitere Jahre Aufschub gegeben. Aber nach 10 Jahren Geldschöpfung, Kreditblasen und finanzieller Repression, sind den Hintergrundmächten jetzt die Munition und auch die Ideen ausgegangen.

Was sie in den vergangenen paar Jahren gemacht haben, hatte keinen positiven Effekt auf den Großteil der Welt. Normale Leute haben sich mit weltweiten Gesamtschulden von $ 230 Billionen vollgestopft – ein Schuldenniveau, welches seit den frühen 1990ern um das Zehnfache angestiegen ist. Und glauben Sie nicht, dass irgendjemand jemals diese Schulden zurückzahlen kann. Wenn sich die Schulden in sogenannten guten Zeiten verzehnfachen, wie können sie dann jemals in schlechten Zeiten abgebaut oder zurückgezahlt werden?

Der Währungskollaps wird die Weltwirtschaft verheeren

Gold sagt uns natürlich, was als Nächstes geschehen wird. Die Währungs-Entwertung wird sich nun beschleunigen, bis die meisten Währungen, gemessen in Gold oder echter Kaufkraft, wertlos geworden sind. Die letzten paar Prozent sind wirklich gar nichts, aber sie werden dazu führen, dass die meisten Währungen ihren intrinsischen Wert von Null erreichen. Das Dilemma ist, dass zwischen dem aktuellen Stand und Null ein Absturz von 100 % liegt, der die Weltwirtschaft eindeutig verheeren wird.

Die Welt wird also bald den Beginn eines Abschwungs zu spüren bekommen, der einen großen Teil der Zugewinne der vergangenen 100 Jahre auslöschen wird. Dies wird die meisten Blasen-Anlagen betreffen – Aktien, Bonds, Immobilien -, die dann um mindestens 75 bis 95 % in realen Werten implodieren werden. Die Schulden, die diese Blasen finanziert haben, werden natürlich ebenso implodieren, was bedeutet, dass das Finanzsystem nicht unbeschädigt überleben wird.

Massives Geldschöpfungs-Programm wird die Welt schockieren

Regierungen und Zentralbanken werden diesen Kampf natürlich nicht einfach aufgeben. Aber da sie bereits die meisten ihrer Waffen verbraucht haben, ist in ihrem Arsenal kaum noch etwas übrig. Alles was jetzt noch bleibt, ist das größte Geldschöpfungs-Programm der Weltgeschichte. Und dies wird ein globales Programm sein, an dem die FED, die EZB, die Bank of England, der IWF, die Bank of Japan, die People’s Bank of China und viele weiteren Zentralbanken teilnehmen werden.

Dieses Geldschöpfungs-Spektakel wird sich mindestens in Hunderten Billionen Dollars abspielen, vermutlich sogar im Billiardenbereich, um zu versuchen, die ganzen kollabierenden Derivate abzudecken. Der daraus folgende Währungskollaps wird unausweichlich zur Hyperinflation führen. Sehr wenige Wertanlagen werden ihre Kaufkraft aufrechterhalten, wenn dies geschieht. Die echten Gewinner werden Gold und Silber sein. Agrarland wird sich wahrscheinlich ebenfalls gut machen.

Wir haben viele Male darüber gesprochen, dass Aktien fallen werden, Eric. Die Ansicht meiner eigenen Firma ist, dass Aktien in realen Werten in den kommenden Jahren einen verheerenden Kollaps erleben werden, ausgenommen Minen-Aktien. Während Gold durch die Decke gehen wird, wird die DOW-/Gold-Ratio wahrscheinlich um über 90 % einbrechen. Das würde dieses Verhältnis, welches aktuell bei 13 steht [der DOW entspricht dem 13-fachen des Goldpreises in Dollar], auf weniger als 1:1 bringen. Diese Ratio würde bedeuten, dass Gold und der DOW auf dem selben Niveau stünden, wie im Jahr 1980. Andere Wertanlagen, wie Immobilien und Bonds, werden ebenfalls in ähnlichen Prozent-Verhältnissen gegen Gold fallen.

Leser müssen handeln!

Die wenigen Glücklichen, die überhaupt Ersparnisse haben, stehen jetzt am Scheideweg. Wenn sie den falschen Pfad wählen, dann werden sie praktisch alle ihre Werte verlieren. Wenn sie den richtigen wählen, werden sie alles oder einen Großteil ihrer Kaufkraft erhalten. Leider werden aber nur sehr wenige Menschen den richtigen Weg wählen, weil die meisten Investoren immer noch glauben, dass die Regierung sie retten wird und sie folglich an konventionellen Investments festhalten können. Ich weiß natürlich, dass der Großteil des KWN-Publikums die Risiken im System versteht, auch wenn sie bisher noch nicht gehandelt haben mögen, um sich selbst zu schützen.

Heute gibt es 1.700 Milliardäre auf der Welt. Das ist eine beeindruckende Anzahl, welche das ‚Glück‘ hatten, von der Verschwendung der Zentralbanken und dem fraktionalen Bankensystem zu profitieren. Von den 1.700 haben ’nur‘ 100 ein Vermögen von mehr als $ 10 Milliarden. Die meisten davon sind Amerikaner.

Wenn ich richtig liege, dann werden die meisten Anlageklassen um bis zu 90 % kollabieren. 1.600 von den 1.700 werden keine Milliardäre mehr sein. Natürlich würden viele von denen dem heute nicht zustimmen.

Eine der größten Chancen der Weltgeschichte

Wenn ich ihnen aber sage, dass ich ein Angebot für sie habe, welches sie nicht ablehnen können, dann sollten sie Interesse zeigen. Anstatt mit den Wertanlagen um 90 % abzustürzen, könnten sie eine Absicherung kaufen. Niemand würde natürlich glauben, dass dies möglich wäre. Lassen Sie uns sagen, dass sie für nur zehn Prozent ihres Vermögens Gold kaufen. Mit einem Vermögen von $ 10 Milliarden würden sie $ 1 Milliarde für den Kauf von physischem Gold aufwenden. Wenn Gold in den nächsten fünf Jahren um das 10-fache steigt und Aktien oder andere Wertanlagen real 90 % verlieren, dann hätte der Investor durch den Goldkauf sein Vermögen von $ 10 Milliarden erhalten. Wenn er dagegen die Absicherung nicht kauft, dann hätte er massive $ 9 Milliarden verloren.

Mir ist klar, dass diese Annahmen streitbar sind, obwohl ich fest daran glaube, dass Gold real um das Zehnfache oder mehr steigen wird. Wenn Aktien oder andere Vermögenswert ’nur‘ um 50 % fallen und Gold ’nur‘ um das Fünffache steigt, dann wäre das Kapital nach wie vor erhalten geblieben. Aber selbst wenn diese Annahmen sich ein bisschen anders ausspielen, dann sind zehn Prozent eine billige Absicherung, besonders da sie eine Wertanlage kaufen, die in der ganzen aufgezeichneten Geschichte seinen Wert real behalten und inflationsbereinigt enorm zugelegt hat.

Ich habe das Beispiel eines Milliardärs gewählt, aber die selbe Kalkulation funktioniert natürlich auf jedem Vermögensniveau, ob $ 1 Million oder $ 100.000. Und es funktioniert sogar noch besser, wenn Investoren einen höheren Anteil ihres Vermögens kaufen, sagen wir 25 %.

Retten Sie sich vor der kommenden Vermögensvernichtung

Gold ist also sowohl Geld, als auch Absicherung, das über 5.000 Jahre lang gemessen in Fiat-Geld erheblich im Preis gestiegen ist. Und in Zeiten politischer Unsicherheit und ökonomischer Misswirtschaft, wie sie die Welt aktuell erlebt, wird Gold alle anderen Vermögenswerte haushoch schlagen.

Eric, was ich damit sage ist, dass Investoren, angesichts der beispiellosen Risiken im globalen Finanzsystem, eine absolut einmalige Chance haben, heute eine Absicherung in Form physischen Goldes zu kaufen, welches außerhalb des Bankensystems gelagert wird und das zu einem Schnäppchenpreis. Alle, die diese Gelegenheit nicht wahrnehmen, werden den falschen Pfad gewählt haben und in der kommenden Vermögensvernichtung den Großteil ihrer Vermögenswerte verlieren.“

***

>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/03/egon-von-greyerz-absicherung-gegen-die-kommende-vermoegensvernichtung-die-groesste-chance-aller-zeiten/

Gruß an die, die vorgesorgt haben

TA KI

Ein weltweiter Neustart steht bevor


Es besteht ein grosser Plan seit vielen Jahren, um gewaltige, positive Veränderungen auf diesem Planeten auszulösen. Er beinhaltet die Einführung eines fairen Rechtssystems und ein Ende des Missbrauchs der Bevölkerung und der Ökosysteme dieses Planeten. Der Grund, warum wir davon im Voraus wissen ist, weil von Insidern Informationen freigegeben worden sind um uns zu helfen, damit wir uns vorbereiten können.

Hier findest du wichtige Informationen über diesen Plan und was du tun kannst, um zu helfen.

Information: Cobra
Videogestaltung: FA Sirius
Text: Untwine

Was man wissen muss

  1. Viele gewählte Offizielle, CEOs, Grossbanker usw. haben abscheuliche Verbrechen gegen die Menschheit verübt, haben riesige Summen Geldes gestohlen und haben unsere soziale Struktur, die Medien, die Finanzen und vieles mehr korrumpiert.
  2. Widerstand wurde organisiert und die Verantwortlichen für diese Verbrechen werden von Mitgliedern von offiziellen Dienststellen legal verhaftet, um so den Planeten zu befreien. Es werden ihnen faire Prozesse gemacht werden.
  3. Den Massenmedien werden klare Beweise übergeben werden zu dem was wirklich geschah.
  4. Das Finanzsystem wird für einen Zeitraum von 3 bis 15 Tagen heruntergefahren. Dein Geld wird nicht verschwinden. Ein neues, faires System wird das alte ersetzen und mehr Fülle und Reichtum für alle gewährleisten.

Was man tun kann

  1. Wir werden einen friedvollen Übergang haben. Es können vorübergehende Unterbrechungen beim Transport sowie bei der Energie- und Nahrungsmittelversorgung auftreten.
    Sorge dafür, dass du alles Notwendige für 3 – 15 Tage verfügbar hast.
  2. Bleibe ruhig. Das Geschehen ist ein friedlicher Übergang. Die Anwendung von Gewalt ist ab sofort beendet, das gilt auch für die Verbrecher an der Menschlichkeit. Wir werden gerechte Gerichtsverfahren abhalten und uns als das zeigen, was wir in unserem Innersten sind, friedvolle Wesen.
  3. Informiere dich. Gehe hinaus und bespreche dich mir anderen. Achte auf Ankündigungen. Betreibe deine eigenen Nachforschungen.
  4. Konflikte zwischen uns wurden künstlich erzeugt um uns zu trennen und um uns zu unterwerfen. Wir sollten in Frieden und als Brüder und Schwestern miteinander leben können.
  5. Helfe, wenn es dir möglich ist so, dass Alle mit den Grundbedürfnisse versorgt sind.
Der exakte Tag des Events kann nicht vorausgesagt werden, aber es verläuft alles nach Plan.
Wir werden mehr Fülle und Freiheit haben.
Bislang unterdrückte Lösungen werden für den gesamten Planeten freigegeben werden.

 

Hinweis von Untwine, nach ersten Reaktionen auf die Veröffentlichung des Videos:
Keiner von uns behauptet, dass der Reset, die Offenlegung und das Event mit Bestimmtheit in den nächsten Tagen, Wochen oder Monaten geschehen wird. Es kann so sein oder auch nicht. Der Hauptzweck des Videos ist, alle Kerninformationen leicht und auf prägnante Weise zugänglich zu machen, sodass diese im Moment des Events mit der unerwachten Bevölkerung geteilt werden können. Indem wir diese Informationen jetzt veröffentlichen, kann man sie zirkulieren lassen, und wir können sicherstellen, dass jeder sie bereit gestellt hat, wenn es dann soweit ist. Dies ermöglicht es auch mehr Menschen bewusst und bereit zu sein, bevor die Zeit kommt. Natürlich sind wir dieser Verspätungen mehr als überdrüssig, genauso wie die Licht-Kräfte, die nicht auf der Oberfläche dieses Planeten sind, die sich regelmässig mit sehr dunklen Dingen konfrontiert sehen. Um aber die Dinge ins rechte Licht zu rückten, nach vielen Tausenden von Jahren der Sklaverei auf diesem Planeten wird man auch die Spanne von wenigen Jahren des Übergangs noch als ‚imminent’, als kurz bevorstehend, bezeichnen können.

Ich denke, dass es jetzt für jeden völlig klar durch sein sollte, dass wir nicht das Datum für das Event vorhersagen können. Alles, was wir tun können ist, uns Tag für Tag zu bemühen mitzuhelfen, dass wir einen Übergang kreieren können, der so schön, schnell und reibungslos wie möglich ist, der dann zur vollständigen Befreiung der ganzen Schöpfung führen wird – denn es gibt einfach keine andere praktikable Wahl um zu helfen.

Lasst die Befreiung kommen!

Reset

Webseiten:
Cobra:  2012portal.blogspot.com
PrepareForChange D-A-Ch:   http://de.prepareforchange.net
PrepareForChange, englisch:   http://prepareforchange.net
Untwine:   http://recreatingbalance1.blogspot.ch
Transinformation in deutscher Sprache:   http://transinformation.net/

 Quelle: http://transinformation.net/ein-weltweiter-neustart-steht-bevor/

Gruß an die Hoffnungsvollen

TA KI

Das Erdbeben an den Börsen: Was steckt dahinter?


boerse-shanghai

In den vergangenen Tagen wurde Geschichte geschrieben. In über 20 Ländern brachen die Aktienkurse oder die Währungskurse gleichzeitig ein. Chinas Börse bebte ein ums andere Mal, ohne dass die Notmaßnahmen der Regierung in Beijing Wirkung zeigten. Der Dow Jones erlebte am Montag mit über 1.000 Punkten den größten Absturz seiner Geschichte. Innerhalb von 14 Tagen wurden weltweit mehr als 5 Billionen US-Dollar an Aktienwerten vernichtet.

Gastbeitrag von Ernst Wolff

Die Mainstream-Medien schwankten zwischen verkaufsfördernder Panikmache und systemstabilisierender Beschwichtigung. Auf die Bevölkerung stürzte eine wahre Flut widersprüchlicher Informationen ein, die es dem Laien unmöglich machten, sich ein klares Bild von der Situation zu verschaffen.

Inzwischen haben sich die Kurse in den fortgeschrittenen Industrieländern leicht erholt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben die Zentralbanken hinter den Kulissen im großen Stil eingegriffen und das Problem damit nicht aus der Welt geschafft, sondern nur aufgeschoben und so langfristig ein weiteres Mal verschlimmert.

Trotz der vorübergehenden Beruhigung der Lage brennen jedem arbeitenden Menschen zahlreiche Fragen unter den Nägeln: Was hat zu dem Börsenbeben geführt? Wie gefährlich war es? Kann es sich wiederholen und Folgen wie die große Depression in den Dreißiger Jahren haben? Sind Millionen von Arbeitslosigkeit, Armut und Hunger bedroht?

Was zur gegenwärtigen Situation geführt hat

Zwischen den Siebziger Jahren und der Jahrtausendwende ist das globale Finanzsystem weltweit „dereguliert“ worden. D.h.: Die Politik hat großen Finanzinstitutionen zunehmend Zugeständnisse gemacht und ihnen bis dahin bestehende Hindernisse aus dem Weg geräumt. Das hat dazu geführt, dass immer mehr reine Finanzprodukte erfunden wurden und immer mehr Geld in den Finanzsektor geflossen ist.

1998 kam es zu einer ersten systembedrohenden Krise, als der Hedgefonds Long Term Capital Management zusammenbrach und eines dieser Finanzprodukte, nämlich die Kreditausfallversicherungen, in riesigem Umfang fällig wurde. Um den Zusammenbruch des gesamten Systems (und ihr eigenes damit verbundenes Ende) abzuwenden, schlossen sich mehrere Wallstreet-Banken zusammen und retteten den Hedgefonds.

Trotz der Alarmsignale zog die Politik aus dem Notfall keine Konsequenzen, sondern erlaubte der Finanzwirtschaft sogar eine Ausweitung ihrer Geschäfte. 2008 kam es zur nächsten systembedrohenden Krise, als der amerikanische Häusermarkt zusammenbrach und ungedeckte Kredite Banken in aller Welt in den Abgrund zu reißen drohten. Diesmal waren die zur Rettung des Systems erforderlichen Summen so groß, dass die Regierungen mittels der Zentralbanken eingriffen und die Finanzinstitutionen unter dem Vorwand, sie seien „too big to fail“, mit dem Geld der Steuerzahler retteten.

Durch diese Abwälzung privater Verluste auf die Allgemeinheit wurden riesige Löcher in die Staatshaushalte gerissen. Um diese wieder zu füllen, wurden unter dem Schlagwort der „Austerität“ Sparprogramme aufgelegt, mit denen die arbeitenden Menschen für die Verfehlungen der Finanzindustrie zur Ader gelassen wurden. Da die Mehrzahl der Menschen den Gürtel enger schnallen musste, also weniger konsumiert wurde, ging die wirtschaftliche Nachfrage weltweit zurück.

Die Regierungen reagierten, indem sie die Zentralbanken anwiesen, Geld zu drucken, um es zu Niedrigzinsen an die Finanzwirtschaft zu verleihen. Diese sollte es dann in den Wirtschaftskreislauf einspeisen und so die Wirtschaft wieder in Gang bringen.

Das aber geschah nicht, und zwar aus einem einfachen Grund: Durch die Einstufung als „too big to fail“ hatte die Finanzindustrie einen Freibrief erhalten, der ihr erlaubte, fast risikolos auf die viel lukrativere Spekulation an den Finanzmärkten zu setzen, anstatt in die Infrastruktur oder die industrielle Produktion zu investieren. Auf diese Weise wanderte der größte Teil des frisch gedruckten Geldes (allein in den USA waren es viereinhalb Billionen Dollar) in den Finanzsektor und blies ihn noch weiter auf.

Das Ergebnis: Der Umfang der Derivate (spekulative Finanzprodukte, die mit der Realwirtschaft nichts zu tun haben) ist heute um 20 Prozent größer als 2008. Außerdem haben sich an den Aktienbörsen, auf den Anleihemärkten und im Immobiliensektor größere Blasen als 2008 gebildet. Das größte Problem aber ist die globale Verschuldung, die mit etwa 200 Billionen Dollar einen historischen Höchststand erreicht hat.

Das Problem dieser Verschuldung liegt vor allem darin, dass zur Rückzahlung von Zins und Zinseszins – sowohl im privatwirtschaftlichen wie auch im staatlichen Bereich – ein Wachstum der Wirtschaft und eine relativ hohe Inflation notwendig sind. (Wenn das allgemeine Preisniveau steigt, fällt entsprechend der Wert der Schulden). Sollte es – wie seit 2008 – zu Stagnation oder gar zur Rezession kommen, so tritt eine Deflation (ein Sinken der Preise und damit der Steuereinnahmen) ein, was den Wert der Schulden in Relation zum allgemeinen Preisniveau erhöht und die Rückzahlung der Schulden erschwert oder ganz unmöglich macht.

Keine Korrektur, sondern erste Anzeichen des kommenden Finanz-Tsunamis

Auslöser für die Beben an den Börsen waren mehrere aufeinander folgende Einbrüche der chinesischen Börse. Deren Kurse hatten in den vergangenen Monaten immer neue Rekordstände erreicht. Deshalb behaupteten viele Kommentatoren, es handle es sich nur eine „notwendige Korrektur“. Das aber ist falsch.

Chinas Wachstum der vergangenen Jahre ist mit einer Explosion des Schattenbankensektors und ebenfalls mit einer Rekordverschuldung einhergegangen. Chinas Problem ähnelt dem der westlichen Länder: Es braucht unbedingt wirtschaftliches Wachstum und Inflation, aber in viel höherem Maße als der Westen. Da die globale Nachfrage derzeit rückläufig ist, hat China einen Wendepunkt erreicht, der von sinkenden Preisen und deflationären Tendenzen gekennzeichnet ist und sich zurzeit auf dem Aktienmarkt niederschlägt. (Die Verzweiflung der chinesischen Regierung lässt sich daran ablesen, dass sie zunächst selbst mit Milliarden in den Markt eingegriffen und dann sogar den Rentenfonds erlaubt hat, 30 Prozent ihres Geldes in den Aktienmarkt zu investieren. Wie ernst die Situation ist, lässt sich daraus ersehen, dass beide Maßnahmen wirkungslos verpufft sind.)

Die Probleme an den globalen Aktienmärkten sind allerdings nur ein sichtbarer Indikator der viel tiefer liegenden Probleme der Weltwirtschaft. Diese leidet, wie wir gesehen haben, zurzeit an drei schweren Krankheiten: Zum ersten an der Austeritätspolitik, die ein Wachstum durch steigende Nachfrage verhindert. Zum zweiten daran, dass die Finanzindustrie wegen ihrer Einstufung als „too big to fail“ nicht bereit ist, in die Realwirtschaft zu investieren, sondern sich lieber weiter in parasitärer Weise am Casino des Finanzkapitalismus beteiligt. Zum dritten aber leidet sie an einer außer Kontrolle geratenen allgemeinen Verschuldung, die durch kein bekanntes Mittel mehr in den Griff zu bekommen ist.

Wo stehen wir also?

Um den gegenwärtigen globalen Schuldenberg von etwa 200 Billionen US-Dollar abzutragen, müsste die Wirtschaft weltweit einen nie gekannten Aufschwung erleben. Nachfrage und Produktion müssten wie zu Zeiten des Wirtschaftswunders durchstarten, die Preise mit sich reißen und so eine hohe Inflation erzeugen, die die Rückzahlung der Schulden im großen Stil ermöglicht. Da aber durch die Austeritätspolitik keine Nachfrage und durch den Abfluss des frisch gedruckten Geldes in die Finanzspekulation gar kein Wachstum geschaffen werden kann, wird mit Sicherheit das Gegenteil eintreten: Die Schulden werden weiter wachsen.

Die einzige Lösung des Grundproblems bestünde darin, die Austeritätspolitik zu beenden, einen globalen Schuldenschnitt von nie dagewesenem Ausmaß vorzunehmen und die Spekulation an den Finanzmärkten rigoros zu unterbinden. Das aber ist unmöglich: Der Finanzsektor ist inzwischen zehnmal so groß wie die globale Realwirtschaft und damit unendlich viel mächtiger als die Politik. Die von der Wallstreet und der City of London aus gesteuerte Finanzindustrie ist ohne Probleme in der Lage, jedes Land, das ihr auch nur die kleinsten Hindernisse in den Weg legt, umgehend in die Knie zu zwingen – siehe Griechenland.

Was wir derzeit erleben, ist der Auftakt zu einem überschuldungsgetriebenen Finanz-Tsunami, der sich nicht mehr aufhalten lässt. Einzig und allein global koordinierte Maßnahmen könnten die bevorstehende und unabwendbare Kernschmelze im Kreditsektor verhindern, sind aber auf Grund der Aufsplitterung der Welt in einzelne Staaten mit unterschiedlichen Interessen und der deswegen national beschränkten politischen Strategien ihrer Regierungen derzeit nicht im Bereich des Möglichen.

Wir befinden uns in einer ähnlichen Situation wie die Einwohner Kaliforniens, die seit langem auf das ganz große Erdbeben („The big one“) warten. Niemand kann seinen Eintrittszeitpunkt exakt vorhersagen und es ist gut möglich, dass es noch zu einigen weiteren Vorbeben kommt. Aber der Eintritt des Ereignisses selbst steht außer Frage.

Ernst Wolff, 1950 geboren, wuchs in Südostasien auf, ging in Deutschland zur Schule und studierte in den USA. Er arbeitete in diversen Berufen, u.a. als Journalist, Dolmetscher und Drehbuchautor. Die Wechselbeziehung von Wirtschaft und Politik, mit der er sich seit vier Jahrzehnten beschäftigt, ist für ihn gegenwärtig von höchster Bedeutung: „Die Finanzkrise von 2008 und die Eurokrise waren nur die ersten Vorboten eines aufziehenden globalen Finanz-Tsunamis, in dem der IWF und seine Verbündeten auch in Deutschland zu Maßnahmen greifen werden, die wir uns heute noch nicht vorstellen können.“

(…)

Quelle: http://www.unzensuriert.at/content/0018558-Das-Erdbeben-den-Boersen-Was-steckt-dahinter

Gruß an die Gierigen

TA KI