Hanföl – Das beste aller Speiseöle


Hanföl ist ein exquisites Öl mit köstlich nussigem Geschmack und dem besten Fettsäuremuster aller Speiseöle. Die lebenswichtigen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren liegen im Hanföl im optimalen Verhältnis von eins zu drei vor.

 Auch findet sich im Hanföl die seltene und entzündungshemmende Gamma-Linolen-Säure, so dass sich Hanföl nicht nur als Feinschmeckeröl, sondern genauso äusserlich zur Hautpflege eignet – ganz besonders bei Hautproblemen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte.
 Für die Gewinnung von hochwertigem Hanföl wird die Hanfsamen kalt und schonend gepresst. Ein Hanföl von annähernd grüner Farbe entsteht. Das Grün stammt vom Chlorophyll, der goldene Schimmer von den im Hanföl enthaltenen Carotinoiden (z. B. Beta-Carotin).

Beta-Carotin ist die Vorstufe des Vitamin A, das für die Augengesundheit äusserst wertvoll ist und zusätzlich für samtige Haut und gesunde Schleimhäute sorgt. Hanföl liefert natürlich auch – wie alle Öle – das Antioxidans Vitamin E und verschiedene hochwirksame sekundäre Pflanzenstoffe.

 Besonders wertvoll ist das Hanföl jedoch aufgrund seiner spezifischen Zusammensetzung der für uns Menschen essentiellen, also lebenswichtigen Fettsäuren.

Hanföl mit 80 Prozent Omega-Fettsäuren

 Hanföl besteht zu 70 bis 80 Prozent aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Das allein ist nichts Besonderes. Denn ähnlich hohe Werte weisen andere Pflanzenöle ebenfalls auf, so z. B. das Distelöl, das Sonnenblumenöl, das Mohnöl oder auch das Traubenkernöl. Doch sind alle diese Öle nicht annähernd so gesund wie das Hanföl. Was also macht das Hanföl zu einem so aussergewöhnlichen und einzigartigen Öl?

Zur Gruppe der mehrfach ungesättigten Fettsäuren gehören die Omega-3-Fettsäuren (insbesondere die Alpha-Linolensäure) und die Omega-6-Fettsäuren (insbesondere die Linolsäure). Diese beiden Fettsäuren können vom Körper nicht selbst gebildet werden und müssen ihm somit durch die Nahrung zugeführt werden. Sie sind daher essentielle Fettsäuren.

In all den genannten Ölen überwiegen nun stark die Omega-6-Fettsäuren. Das Distelöl beispielsweise enthält 155 Mal mehr Omega-6-Fettsäuren als Omega-3-Fettsäuren. Und beim so beliebten Sonnenblumenöl lautet das Verhältnis 128 : 1, was bedeutet, dass es 128 Mal mehr Linolsäure enthält als Omega-3-Fettsäuren (Ein Tröpfchen Cannabisöl gegen chronische Schmerzen).

Omega-6-Überschuss in vielen anderen Ölen fördert Entzündungen

Dieser gravierende Überschuss an Linolsäure führt zu zwei Problemen: Zum einen kann die Linolsäure (Omega 6) im Körper zur entzündungsfördernden Arachidonsäure umgewandelt werden, was die Entstehung von sämtlichen Erkrankungen fördern kann, die mit chronisch entzündlichen Prozessen in Verbindung stehen (z. B. Arthritis, Parodontitis, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, aber auch Multiple Sklerose, Diabetes, Arteriosklerose etc.).

Bestehende entzündliche Krankheiten können von einem Übermass an Arachidonsäure natürlich noch verstärkt werden.

Zum anderen sollte die Alpha-Linolensäure (Omega 3) im Körper des Menschen eigentlich zu den langkettigen Fettsäuren EPA und DHA umgebaut werden. Gerade EPA sorgt für eindeutig entzündungshemmende Effekte und könnte die entzündungsfördernde Wirkung der Linolsäure gut kompensieren. Dies gelingt jedoch nur, wenn Omega-6-Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren in einem ganz bestimmten Verhältnis zueinander verspeist werden.

Überwiegen aber die Omega-6-Fettsäuren so stark wie in den oben genannten Ölen, dann blockieren sie die Umwandlung der Omega-3-Fettsäuren in die entzündungshemmende Fettsäure EPA.

Hanföl – Das perfekte Öl

Ein Linolsäureüberschuss fördert Entzündungsprozesse also einerseits durch die übermässige Bildung der entzündungsfördernden Arachidonsäure und andererseits durch die verhinderte Bildung entzündungshemmender Fettsäuren.

Das für den Menschen optimale Fettsäureverhältnis sollte etwa 3 : 1 lauten. Ein Öl wäre also dann perfekt, wenn es nur 3 Mal so viele Omega-6-Fettsäuren wie Omega-3-Fettsäuren enthielte. Hanföl ist dieses perfekte Öl.

Hanföl zur Zell-Regeneration

Benötigt werden alle diese Fettsäuren natürlich nicht nur für die Regulierung von Entzündungsprozessen, sondern auch für die Produktion zahlreicher Hormone, für die Stärkung des Immunsystems, für optimale Gehirn- und Nervenfunktionen sowie zur Reparatur und Regeneration jeder einzelnen Zelle im ganzen Körper.

Hanföl – Innerlich und äusserlich bei Hautproblemen

Hanföl versorgt aber noch mit zwei weiteren für den Menschen äusserst wichtigen und hilfreichen Fettsäuren. Die seltene Gamma-Linolensäure (eine Omega-6-Fettsäure) sowie die Stearidonsäure (eine Omega-3-Fettsäure).

Die Gamma-Linolensäure kennt man besonders aus dem Nachtkerzen- oder Borretschsamenöl, zwei Öle, die z. B. bei Neurodermitis-Haut oder Schuppenflechte sowohl innerlich wie auch äusserlich Einsatz finden.

Hanföl bei Hormonstörungen und Bluthochdruck

Die Gamma-Linolensäure hilft auch bei hormonellen Störungen (z. B. PMS oder in den Wechseljahren) bei der Wiederherstellung eines harmonischen Hormonhaushaltes. Darüber hinaus weiss man schon seit einer Studie aus den 1990er Jahren, dass die Gamma-Linolensäure eine blutdrucksenkende Wirkung aufweist.

Hanföl gehört zu den wenigen Ölen, die Gamma-Linolensäure enthalten, und zwar zu 2 bis 4 %. Im Vergleich zum Nachtkerzen- und Borretschsamenöl schmeckt das Hanföl zudem sehr fein, so dass es sich sehr viel besser zur Versorgung mit Gamma-Linolensäure eignet.

Bei den oben genannten Beschwerden kann das Hanföl daher sowohl innerlich als auch äusserlich eingesetzt werden. Bei empfindlicher und gestresster Haut oder auch bei entzündlichen Hautproblemen dient es als rasch einziehendes Pflegeöl mit juckreizstillender und beruhigender Wirkung (Cannabis-Wirkstoff: CBD heilt Knochenbrüche schneller).

Hanföl bei chronischen Entzündungen aller Art

Die Stearidonsäure nun ist wie die Alpha-Linolensäure eine Omega-3-Fettsäure, nur nicht annähernd so bekannt wie diese. Äusserst praktisch an der Stearidonsäure ist, dass sie im Organismus sehr viel effektiver als die Alpha-Linolensäure in die entzündungshemmende Fettsäure EPA verwandelt werden kann.

Gemeinsam mit der Gamma-Linolensäure bildet die Stearidonsäure ausserdem ein ganz fantastisches Team. Mit vereinten Kräften hindern die beiden Fettsäuren die Umwandlung der Linolsäure in entzündungsfördernde Substanzen.

Hanföl wirkt also gleich über mehrfache Mechanismen chronischen Entzündungen entgegen und kann die heute übliche Fettsäuren-Disharmonie ein für alle Mal in ein gesundes Gegenteil umkehren.

Verwenden Sie zu diesem Zweck in der kalten Küche täglich 1 – 2 EL Hanföl und zur Abwechslung Olivenöl, kochen und braten Sie mit Bio-Kokos-Öl oder Ghee und meiden Sie die linolsäurereichen Ölsorten wie Distel- und Sonnenblumenöl (Kokosöl in den Schlagzeilen und warum Naturstämme, die viele Kokosnüsse essen, so gesund sind).

Hanföl statt Fisch

Gemeinhin wird heutzutage ja der Verzehr von fettem Seefisch zur Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren empfohlen. Seefisch ist heute allerdings nicht selten mit Umweltgiften und Schwermetallen belastet, so dass ein häufiger Verzehr nicht jedem sinnvoll erscheint. Hanföl stellt hier eine ökologisch einwandfreie, vielseitige und höchst gesunde Lösung dar.

Für vegan und vegetarisch lebende Menschen kommt Fisch zur Deckung des Omega-3-Fettsäurenbedarfs sowieso nicht in Frage, so dass auch hier das Hanföl eine wunderbare wohlschmeckende und pflanzliche Omega-3-Quelle bietet (Die Pharmaindustrie fürchtet sich vor dem Erfolg von Cannabis (Videos)).

Hanföl – Ideal für kalte Speisen und Salate

In der Küche kann Hanföl wie jedes andere Öl verwendet werden, wobei sein idealer Einsatzbereich bei kalten Speisen liegt. Seine nussige Kräuternote passt daher ideal zu Salaten, zu rohem Sauerkraut, zu Dips und vielem mehr.

Auch gekochte Speisen können mit Hanföl verfeinert werden. Dazu gibt man das Hanföl einfach nach dem Kochvorgang über die Gerichte. Zum Braten ist das Hanföl hingegen nicht geeignet, da seine wertvollen Fettsäuren spätestens bei 165 Grad Celsius geschädigt würden.

Optimal wäre der Verzehr von täglich etwa 1 bis 2 Esslöffel Hanföl aus biologischer Erzeugung.

https://www.pravda-tv.com/2017/10/hanfoel-das-beste-aller-speiseoele/

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Gruß

TA KI

Hausmittel gegen schmerzempfindliche Zähne


Wie ein Blitz schlägt der Schmerz ein, wenn empfindliche Zähne in Berührung mit heißen, kalten, süßen oder sauren Speisen kommen. Keine Panik, das ist kein Notfall, weswegen du sofort zum Zahnarzt gehen müsstest. Aber natürlich soll der Schmerz so schnell wie möglich wieder aufhören! Statt in der Apotheke teure und womöglich schädliche Schmerzmittel zu erwerben, die im ganzen Körper wirken, kannst du dir mit einfachen Hausmitteln lokale Linderung verschaffen.

Und ebenfalls mit einfachen Mitteln kannst du danach dafür sorgen, dass der Schmerz nicht wiederkommt. Schmerzempfindliche Zähne haben verschiedene Ursachen. Zum einen können die Zahnhälse durch zurückgehendes Zahnfleisch freiliegen. Da der Zahnhals nicht vom schützenden Zahnschmelz umschlossen ist, gelangen Reize ungehindert durch die feinen Kanäle des Dentins (die auch Zahnbein genannte Hauptsubstanz des Zahns) an den Zahnnerv und können dort plötzlich zu heftigen Schmerzen führen. Aber auch durch Schäden am Zahn, wie Risse oder einem abgebrochenen Stück Zahnschmelz, kann das Dentin freiliegen. Daher ist es bei Schmerzen dieser Art nicht nur wichtig, schnelle Hilfe zu leisten – die geschädigten Zähne müssen dauerhaft geschützt werden, um Schmerzen auch in Zukunft zu vermeiden. Soforthilfe bei Schmerzen Um deinen akuten Schmerz durch empfindliche Zähne zu bekämpfen, brauchst du keine speziellen Medikamente. In Küche und Haushalt stehen viele geeignete Mittel zur Verfügung, die dir effektiv und preiswert helfen. Gewürznelken, Nelken- oder Teebaumöl Effektive Soforthilfe gegen Zahnschmerzen, selbst wenn sie durch Karies oder Entzündungen verursacht werden, bringt die Gewürznelke. Dank des enthaltenen Eugenols wirkt die getrocknete Blütenknospe des Gewürznelkenbaums betäubend, desinfizierend und entzündungshemmend. Lege einfach eine Gewürznelke auf den betroffenen Zahn und beiße darauf, damit sich die Wirkung entfaltet. Falls die Schmerzen von den Zahnhälsen herrühren, platziere die Nelke neben dem Zahn in der Backentasche. Alternativ helfen auch Nelken- oder Teebaumöl, die mit einem Wattestäbchen vorsichtig auf die schmerzenden Stellen getupft werden können.

Zahncreme Fluorid ist einerseits ein wichtiges Spurenelement, das für feste Knochen und einen härteren Zahnschmelz sorgt, der menschliche Körper enthält natürlicherweise bis zu fünf Gramm Fluoride. In größeren Dosen wirkt Fluorid jedoch toxisch, weshalb seine Anwendung in der Zahnpasta umstritten ist. Eine fluoridhaltige Zahnpasta – mit dem Finger auf die schmerzende Stelle aufgebracht und leicht einmassiert – kann akute Schmerzen durch empfindliche Zähne lindern, denn das Fluorid verschließt vorübergehend die Dentinkanäle, die Schmerzen direkt zum Zahnnerv weiterleiten. Kamillen- oder Salbeitee ebenfalls , hilfreich bei akuten “Schmerzblitzen” sind Kamillentee und Salbeitee, die schmerzlindernd und beruhigend auf empfindliche Zähne wirken. Dafür wird ein Teeaufguss zubereitet und nach dem Abkühlen zwischen den Zähnen hin- und hergezogen.

Schmerzen vorbeugen Wenn ein Zahn durch einen Riss oder ein abgebrochenes Stück der Zahnkrone beschädigt ist, solltest du bald deinen Zahnarzt aufsuchen, um den Schaden reparieren zu lassen. Liegt das Dentin aber durch zurückgehendes Zahnfleisch frei, ist eine Reparatur auch durch den Zahnarzt nicht ohne Weiteres möglich. Du kannst mit den folgenden Tipps jedoch verhindern, dass Zahnschmerzen zu deinem alltäglichen Begleiter werden. Natürlich ist auch in diesem Fall ein Besuch beim Zahnarzt empfehlenswert, um weitere Behandlungsmöglichkeiten abzuklären. Säure von den Zähnen fernhalten Sowohl sehr saure als auch süße Lebensmittel verursachen Schmerzen, denn der Zahnnerv wird gereizt. Insbesondere saures Obst oder Limonade können zur schmerzhaften Angelegenheit werden. Eventuell kannst du dein Lieblingsobst in Zukunft zusammen mit etwas Joghurt oder einer anderen neutralisierenden Beilage genießen. Fruchtbonbons sollten möglichst vermieden werden, da sie den Zahnschmelz nicht nur durch Zucker und Säure, sondern auch durch Abrieb schädigen. Starke Temperaturreize verhindern Heißes und Kaltes führen ebenfalls zur Reizung des Zahnnervs. Auch hier gehört die eiskalte Limo häufig zu den Verursachern von Zahnschmerzen. Auf die Eiswürfel im Glas zu verzichten, reicht manchmal schon aus. Noch sicherer gegen den plötzlichen Schmerz ist es, möglichst körperwarme Mahlzeiten und Getränke zu sich zu nehmen. Auch Mundspülungen sollten am besten lauwarm sein. Rauchen vermeiden Rauchen ist Gift für den gesamten Organismus, aber vor allem die Zähne leiden darunter. Das Zahnfleisch wird durch das Nikotin schlechter durchblutet, so dass die Abwehrkräfte gegen Bakterien vermindert werden und das Zahnfleisch sich zurückbildet. Auch eine schlecht eingestellte Diabetes mit starken Blutzuckerschwankungen begünstigt den Zahnfleischschwund. Gesundes, gut durchblutetes Zahnfleisch ist dagegen in der Lage, sich selbst zu regenerieren, wenn die Schäden nicht schon zu groß sind. Tipps, wie du es schaffst, zum Nichtraucher zu werden, findest du in diesem Beitrag.

Richtig putzen Die richtige Putztechnik ist das A und O für die Gesundheit von Zähnen und Zahnfleisch. Wer seine Zähne zu fest schrubbt, fördert den Rückgang des Zahnfleisches und damit Schmerzen und sogar Parodontose. Eine weiche Zahnbürste, Putzen von Rot nach Weiß sowie eine Zahnpasta, die einen nicht zu starken Abrieb verursacht, bewahren langfristig vor Schmerzen. Eine sanfte Zahnfleisch-Massage mit der Zahnbürste stärkt außerdem die Durchblutung und damit die Selbstheilungskräfte des Zahnfleisches. Tipp: Nach dem Essen mit dem Zähneputzen rund 30 Minuten warten, um die schädigende Wirkung der in der Nahrung enthaltenen Säuren auf die Zahnsubstanz nicht zu verstärken. Keine aufhellende Zahnpasta verwenden Eine aufhellende Zahncreme macht nichts anderes, als durch Abrieb Zahnbeläge, die den Zahn verfärben, zu entfernen. Der natürliche, gesunde Zahnschmelz hält diese Rosskur auch ohne Schäden aus. Liegt allerdings bei vorgeschädigten Zähnen das Dentin frei, können die abrasiven Stoffe in der aufhellenden Zahnpasta das Dentin verletzen und Schmerzen verursachen. Greife deshalb lieber auf ein Mittel zurück, das auch ohne Abrieb zu weißen Zähnen verhilft.

Vitamin A und C sowie Selen Besonders wichtig für empfindliche Zähne ist ein starkes Immunsystem, das das Zahnfleisch gesund und Bakterien in Schach hält. Dafür sollte deine Ernährung reich an den Vitaminen A und C sowie dem Spurenelement Selen sein. Statt Ascorbinsäure oder Vitaminbrause für deine Vitamin-C-Versorgung zu kaufen, kannst du ein Nahrungsergänzungsmittel ganz einfach aus den Schalen von Bio-Orangen herstellen. Vitamin A, bzw. seine Vorstufe Betacarotin (Provitamin A), fördert unter anderem den Aufbau und die Funktion der Schleimhäute. Es ist in orangefarbenen bis gelben Gemüsen und Früchten wie Karotte, Kürbis, Süßkartoffel, Aprikose, Papaya, Mango, Nektarine, Kaki und Sanddorn enthalten. Das Spurenelement Selen stellt einen wichtigen Baustein für die Abwehr gegen oxidativen Stress durch freie Radikale dar. Besonders gute Selenlieferanten sind zum Beispiel Getreide, Weizenkleie, Nüsse (vor allem Paranüsse), Eigelb, Linsen, Fisch und Fleisch.

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Gruß an die Wissenden
TA KI

Tierkommunikation: Was Tiere uns sagen wollen 2/2


Im Februar besuchten wir mit Tierkommunikatorin Barbara Fenner den Zürcher Zoo. Lesen Sie hier die Fortsetzung unserer Interviews mit Zoobewohnern aus der letzten ZeitenSchrift!
Von: Ursula Seiler

Nachfolgend können Sie als Kostprobe einige kurze Ausschnitte aus den Gesprächen mit den Tieren lesen. Lesen Sie jedoch zuerst den 1. Teil der Interviews.: Tierkommunikation – Was Tiere uns zu sagen haben 1/2.

Storch

Storch:

Am Weiher, wo es von Wasservögeln wimmelt, erwartet uns ein hübscher Storch. Er ist extra vom Nest heruntergeflogen und steht in Positur, so daß wir ihn kaum übersehen können. In dem Augenblick, als unser Gespräch beendet ist, stolziert er auch wieder davon!
Weißt du, warum die Menschen sagen, daß der Storch die Kinder bringt?
Offenbar habt ihr nichts Gescheiteres zu tun, als euch solche Sachen auszudenken. Es hat aber damit zu tun, daß wir auf den Hausdächern, den Kaminen, wohnen, dem Menschen also ungewöhnlich nahe sind. Wir nisten gern auf euren Bauten, und das bringt ihr in Verbindung damit, daß wir Kinder bringen. Wir fühlen uns euch Menschen nahe, weil wir gelernt haben, in eurer Umgebung zu leben und zu überleben.
Eine einleuchtende Erklärung. Kamen die Kinder doch von Gott, also aus dem „Himmel“ – und die Vögel auf dem Hausdach waren die Boten, die zwischen Himmel und Haus verkehrten.
Mich interessieren die Züge der Störche. Wie findet ihr euren Weg zum Ziel?
Ein Teil ist die Erinnerung – das ist, wie wenn ihr mal eine Strecke gefahren seid. Das andere ist, daß wir als Schwarm fliegen und sich so jeder an ein bestimmtes Teilstück des Weges erinnern kann. Dann orientieren wir uns auch an dem, was unten ist. Wir sind in Verbindung mit der Erde. Es gibt eine Art Resonanz, die von der Erde ausgeht, und so können wir spüren, wo unser Weg liegt. Wir versuchen, einen sicheren Weg zu finden.
Woher wißt ihr, wann ihr das Ziel erreicht habt?
Am Geruch und an der Erinnerung.
Fenner: Der Zielort erscheint ihnen als Platz, der mehr Energie aufweist. Er zeigt mir eine Art Teppich aus ganz vielen Lichtern, die sie wahrnehmen, und da ist gespeichert, daß sie schon einmal dort waren. Auch die Erde erinnert sich, und das ergibt dann eine Resonanz. Dann wissen sie, daß sie am richtigen Ort sind. Es ist fast, als ob der Ort sie bremsen würde.
Hat jeder Platz sein ganz individuelles Gefühl?
Ja, aber dieses verändert sich auch. Der Ort ist anders, nachdem wir dort waren, wiederum anders, nachdem wir mehrmals dort waren und auch wieder verändert, nachdem wir gegangen sind.
Fenner: Es geht um ein Einverständnis. Der Ort lädt sie zum Bleiben ein, sonst funktioniert es nicht. Er sagt: der Ort muß bereit sein für uns.

affe

Affen:

Nachdem die Gorillas und Orang-Utans im Affenhaus viel zu sehr mit ihrem Spiel beschäftigt gewesen waren, um sich für uns zu interessieren, empfiehlt uns Barbara Fenner, zum Freigehege der Kapuzineräffchen zu gehen. Das sind die quirligen kleinen Dinger, die den Affenfelsen bevölkern; Mütter meist mit Baby am Bauch. Barbara Fenner: „Diese Äffchen haben mir bei einem früheren Besuch gesagt, daß die Menschen sie besonders mögen, weil sie sich so menschenähnlich benehmen: ständig einen Riesenradau machen und alles mit ihrem Abfall vermüllen!“
Heute ist es ein kauzig wirkender Dschelada-Affe aus Äthiopien, der sich zum Gespräch bereit erklärt. Seine Art lebt im selben Gehege wie die Gelbbrust-Kapuzineräffchen aus Südamerika.
Bevor ich eine Frage stellen kann, meldet er sich schon.

Fenner: Der Affe sagt, wir sollten uns nicht so aufs Individuum versteifen: Nehmt mehr die Gruppe wahr und ihr Zusammenspiel. Es braucht in einer Gruppe alle – Junge und Alte, Dicke und Dünne, Langsame und Schnelle. Erst das macht die Gruppe lebendig.
Wie findet ihr es hier im Zoo?
Abwechslungsreich. Es schaut uns immer jemand zu. Das stört uns nicht, im Gegenteil. Wir finden das höchst amüsant. Vor allem, wenn ihr über uns lacht. Im Grunde machen wir nichts anderes als ihr. Wir werfen alles in die Gegend rum und packen einander am Kragen, und manchmal machen wir ein Riesengeschrei.
Macht ihr das einfach so, oder gebt ihr den Menschen eine Vorstellung?
Es beflügelt uns, wenn man uns zuschaut. Es spornt uns an. Wir schätzen die Verbindung mit den Menschen.
Fenner: Sie zeigen mir, daß sie nicht sich als im Gehege befindend empfinden und uns als draußen. Sie empfinden es gerade umgekehrt.
Ihr kommt zwar zu uns, aber wir sind frei, und ihr seid gefangen. Weil ihr uns braucht, um euch daran zu erinnern, wer ihr wirklich seid. Die Menschen, die hierherkommen, werden anders. Sie beobachten uns, und dann beobachten sie sich selbst wieder besser. Damit ist unser Ziel erreicht.
Es hat Affen aus zwei Kontinenten in diesem Gehege: Gelbbrustkapuzineraffen aus Brasilien und Dscheladas aus Äthiopien und Eritrea in Afrika. Empfinden sie sich dennoch als Einheit?
Schau doch her! Wir sind eins. Wir beweisen euch, daß verschiedene Gruppen und Individuen miteinander leben können, und auch Wesen mit verschiedener Herkunft. Obwohl wir aus verschiedenen Kontinenten kommen, sind unsere Ansprüche ähnlich.
Affen wirken immer so verspielt. Seid ihr ausgesprochen glückliche Geschöpfe?
Die meisten von uns sind sehr beweglich und dadurch auch sehr aufgeschlossen ihrer Umgebung gegenüber. Ihr empfindet unsere Körperspiele oft als rauh, aber wir sind so beweglich, daß sich niemand wehtut, auch nicht, wenn er von einem Felsen fällt.

doktorfisch

Doktorfisch:

Im Aquarium fällt uns bald ein großer, grauer Fisch auf, der sich beim Schwimmen stets dicht an die Scheibe hält. Barbara Fenner fragt den Doktorfisch, der sein Aquarium mit leuchtend gelben und blauen Fischen teilt, ob er bereit wäre für ein kleines Gespräch. Und wie es sich für einen Doktor gehört, hat er auch gerade Sprechstunde.
Wir Menschen benutzen die Redewendung „der ist kalt wie ein Fisch“, wenn wir von einer gefühlskalten Person sprechen.
Ihr habt ja keine Ahnung! Wir haben sehr wohl Gefühle, so wie ihr. Dadurch, daß wir im Wasser leben, sind wir allerdings viel stärker mit der Materie verbunden. Ihr habt Luft um euch herum und nehmt sie für selbstverständlich oder gar nicht wahr. Wir brauchen den Austausch mit dem Wasser, um die Energien wahrzunehmen, und wir arbeiten sehr viel fürs Wasser.
Wie muß man das verstehen?
Durch unsere Bewegungen wird das Wasser energetisch wieder sauberer. Denn ihr werft nicht nur Schmutz ins Wasser, sondern auch eure negativen Gedanken – beispielsweise Aussagen wie, daß wir keine Gefühle hätten. Wir müssen dann in diesem Schlamm leben.
Hast du hier im Aquarium eine verschärfte Situation? Bist du mit noch mehr negativen Gedanken und Emotionen konfrontiert als die Fische der freien Gewässer?
Ich habe das Gefühl, daß es hier schlimmer ist, weil wir auf kleinerem Raum zusammen sind und viele Menschen ganz nahe herankommen und ihre Energien sozusagen durch die Scheibe hindurch ins Wasser pressen. Doch wir können die Menschen auch berühren. Sie sprechen vor allem auf starke Farben an. Mein Glück ist es, daß ich mit diesen farbigen Fischen im gleichen Aquarium bin. Ein farbiger Fisch versetzt die Menschen in Freude. Wenn ihr euch freut, dann ist es angenehm für uns.
Nehmen Fische die Welt anders wahr als die Menschen?
Ja, natürlich! Wir bewegen uns anders. Wir nehmen mehr energetisches Licht wahr. Meinst du mit Wahrnehmen Sehen?
Ja, sehen, hören.…
Fenner: Läßt du mich mal spüren, Doktorchen… Hm, es gibt so farbige Streifen um ihn herum. Er zeigt mir, daß er eine Art Lichtkanäle sieht, verschiedene Strahlen. Er sagt, „ich spüre aber vor allem über jede Faser meines Körpers. Mein Körper ist genial. Die Fläche meines Körpers ist recht gross und ich kann über jede Zelle meiner Haut wahrnehmen.“ Er liebt Strömungen, kältere und wärmere Wasser, die sich vermischen. „Das ist super.“
Gibt es Energien oder Wesen im Wasser, die du wahrnimmst und wir Menschen nicht?
Alles ist beseelt. Schaut euch die Steine an, die hier sind. Für euch sind es einfach tote Steine, dabei hat es ganz viele Wesen darin. Sowohl solche, die ihr sehen könntet, wenn ihr euch anstrengen würdet, wie auch andere. Jeder Stein hat ein Wesen, das in ihm lebt, und das für die Menschen nicht sichtbar ist. Es verbindet die Steine auch miteinander.
Es macht auch das Bewußtsein des Steins aus?
Ja, genau. Es ist kein Zufall, daß diese Steine auf diese Weise hier liegen. Und wenn ihr ins Meer tauchen geht, und dort Steine seht, liegen die auch nicht einfach zufällig dort. Die Steine sind Ausdrücke von Wesen, die miteinander eine Verbindung eingegangen sind und daher so zu liegen kamen.
Ich nehme das Wesen des Steins wahr, die Schwingung vom Kies oder Sand oder was eben gerade da ist. Alles ist lebendig, jede Luftblase, alles. Und ich nehme alles wahr. Hier drin hat es viel mehr, als ihr seht.
Gibt es bei den Fischen auch verschiedene Entwicklungsstufen?
Wie meinst du das?
Verschiedene Bewußtseinsebenen – Fische, die schon länger Fisch sind und daher mehr gelernt haben als anderen?
Das ist für mich nicht relevant. Ich bin inkarniert in einem Körper, der viel weiß.
Fenner: Er ist ein führender Fisch im Zoo.
Gibt es einen Unterschied zwischen Einzelfischen und Schwarmfischen?
Ja. Das Bewußtsein ist verschieden. Die Kleinen müssen als Gruppe denken und sind einzeln verloren.
Was genau bewirkt, daß ein Fischschwarm sich vollkommen synchron bewegt?
Sie sind alle eins. Sie atmen wie ein Wesen.
Fenner: Er zeigt mir, daß ein Schwarm Fische wie ein einziger, großer Fisch ist, der atmet.

Bison

Bison:

Ein paar Bisons liegen träge in der Wintersonne. Trotzdem sind sie einem kleinen Plausch nicht abgeneigt.
Bisons wandern sehr viel in der Freiheit. Macht es euch nichts aus, hier so festzusitzen?
Wir haben uns daran gewöhnt.
Fühlt ihr euch mit den Bisons der amerikanischen Prärie verbunden?
Es gibt Momente, wo wir uns stark verbunden fühlen, doch meistens sind wir ganz und gar hier, wo wir sind.
Barbara Fenner: Es ist ein Weibchen, das jetzt spricht. Sie sagt:
Unsere Aufgabe ist es, die Menschen zu sensibilisieren für die Bedrohung der Tiere generell, aber insbesondere von unserer Art. Wir strahlen Kraft und Würde aus. Es gibt kaum jemanden, der bei uns nicht stehenbleibt, auch wenn es nur ist, um einen kurzen Blick auf unsere Körper zu werfen.
Wie war euer Verhältnis zu den Indianern?
Wir sind in einem Zoo geboren und aufgewachsen. Ich kenne die Menschen so, wie sie hier sind – als Pfleger. Menschen sind für uns Helfer und keine Bedrohung.
Er macht schon mal deutlich, daß er aus eigenem Erleben spricht und nicht aus dem Geschichtsbuch der Bisongattung. Ich hätte trotzdem gern erfahren, was die Gattung Bison vom Ausrottungsfeldzug des weißen Mannes in der amerikanischen Prärie hält. Wie sich zeigt, bin ich wieder mal zu neugierig.
Hast du also keinen Zugriff auf das Wissen der Bisongattung?
Ich führe hier mein Leben und ziehe hier meine Kinder auf. Also bin ich mit diesem Ort hier in Verbindung. Sonst wäre ich ja immer irgendwie weg. Ich habe zwar Wissen über meine Art; darüber, wer sie ist und über ihren Stolz und ihre Würde. Ich zeige mich so, wie ich mich auch dort zeigen würde, wo ich herkomme. Doch ich bin hier, um die Menschen aufzuwecken.
Wir sind ganz wichtige Tiere hier im Zoo, weil wir dadurch, wie wir aussehen, die Menschen zum Hinschauen zwingen, und wir bringen sie zum Nachdenken. Du solltest mal die Fragen hören, die die Kinder stellen, und den Quatsch, den die Eltern darauf antworten!

löwe

Löwe:

Der männliche Löwe im Zürcher Zoo ist schon vorgerückten Alters und nicht besonders glücklich. Da im Löwenhaus immer Rambazamba herrscht – die Wände werfen die entzückten Schreie der Kinder mit doppelter Lautstärke zurück – fragt Barbara Fenner ihn von draußen, ob er, Baghirath, mit uns reden will.
Ja klar, ich habe ja sonst nichts zu tun.
Löwen ruhen so viel den ganzen Tag. Was denkt sich ein Löwe, während er faul herumliegt?
Du vermischt da zwei Dinge: Das eine ist das Ausruhen nach der Nahrungsaufnahme; da wird nicht gedacht, sondern verdaut. Das andere ist die Wachzeit, bei der wir jedoch liegen. Da mache ich mir schon so meine Gedanken – übers Leben, übers Dasein.
Ich mache mir Gedanken über die Familie, mein Leben, alles, was mir begegnet. Ich beobachte auch mich selber und die Körper, die um mich herum sind. Sowohl Tier- als auch Menschenkörper. Du weißt ja, ich bin nicht mehr lange da. Ich beginne, mich von diesem Ort zu lösen, und das ist auch gut so.
Spürst du also, daß es jetzt an der Zeit ist? Weißt du auch schon, wann du gehen wirst?
Die Genauigkeit, die ihr Menschen wollt, erstaunt mich immer wieder. Es spielt doch überhaupt keine Rolle, ob das in einer Woche oder in einem Jahr ist. Es geht nur darum, die Vorstellung zu haben. Ich bin schon alt und der Wunsch nach einer Familie, die ich gerne hätte – eine große Familie mit Kindern und allem, was dazugehört – der läßt sich im Augenblick nicht erfüllen. Daher habe ich das Gefühl, daß es richtig ist, wenn ein anderer Löwe kommt – mein Nachfolger.
Was ist wichtiger für einen Löwen: Hierarchie oder Familie?
Das ist doch dasselbe. Die Familie funktioniert nur mit Hierarchie, mit Respekt und Liebe. Es ist wichtig, daß eine Familie eine Struktur hat. Ich als Löwe verkörpere die Stärke. Ich muß mich auch um die Sicherheit kümmern. Ich war als männlicher Löwe nicht immer unangefochten. Man mißt sich innerhalb der Familie. Doch ist Familie das wichtigste überhaupt.
Fenner: Seine Aufgabe ist es, die Familie zu beschützen. Indem er das tut, beschützt er gleichzeitig auch andere Familien, denn, so sagt er, jede intakte Familie verbessert die Energie des Ganzen, ja, die Lebensqualität auf der ganzen Erde.
Kommt es bei den Löwen vor, daß die innerfamiliäre Hierarchie ins Wanken gerät?
Ich glaube, du meinst, daß sie sich ändern könnte? Doch, das gibt es. Ich lebe hier nicht in einer natürlichen Situation. Mir wird ein neues Weibchen gebracht, wenn das alte tot ist oder sonstwohin geht. Das erschwert die Bedingungen.
Welche Bedingungen?
Die Bedingungen der Familie. Es ist ein wenig wie eine Zwangsehe. Ich kann nicht wählen.
Verlieben sich Löwen demnach auch?
Wir wählen einfach, mit wem wir zusammensein wollen. Partner müssen in einer Weise aufeinander wirken, daß für beide Geborgenheit entsteht. Es ist die Qualität der Stabilität, die eine Familie ausmacht. Nur wenn die Struktur der Erwachsenen intakt ist, dann können wir auch Kinder aufziehen. Wenn wir uns nicht einig sind, wird es unruhig.
Wie reagieren die Kinder?
Sie suchen Stabilität und Sicherheit und sie respektieren einen, wenn die Regeln klar sind. Wir sind immer sehr streng.

Fenner: Er zeigt mir, daß man sich als junger Löwe mit einem erwachsenen Löwen besser nicht anlegt, denn der Erwachsene bestimmt, wie die Sachen laufen.
Die Menschen sind ja mittlerweile mit ihren Kindern nicht mehr sehr streng.
Ja, und schau die Probleme, die ihr deshalb habt!
Aus deiner Sicht funktionieren also Löwenfamilien besser als Menschenfamilien?
Ja, weil die Löwen das Familienoberhaupt respektieren und gleichzeitig in Harmonie miteinander leben. Es ist kein künstlicher Respekt, sondern einer, der aus dem Herzen kommt. Ein guter Familienvater oder ein guter Führer vereint in sich gleichzeitig das Kraftvolle, das Respekt gebietet, aber auch das Sanfte der Liebe.

— Ende des Artikelauszugs —
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Gruß an die funktionierenden Strukturen
TA KI

Fisch mit Antibiotika verseucht


Der schier unersättliche Hunger der Weltbevölkerung nach Fisch will befriedigt sein. Dazu gibt es heute Aquakulturen. Im Grunde eine gute Lösung in Bezug auf Überfischung und Artensterben. Wie eine Studie der Arizona State University nun jedoch zeigt, liegen Fluch und Segen manchmal nah beieinander. Um die Fischmassen in den Unterwasserfarmen gesund halten zu können, werden häufig Antibiotika eingesetzt, die dann mit dem Fisch zusammen auf unseren Tellern landen.

Fisch mit Antibiotika verseucht

Die Welt will Fisch – Doch Fisch wird knapp

Die Weiten unserer Weltmeere scheinen unerschöpflich – die Fischbestände darin sind es leider nicht.

Seit 1960 hat sich die Weltbevölkerung fast verdoppelt und mit ihr wächst auch der Appetit auf Fisch. Täglich gehen deshalb Millionen Boote auf Fang. Vor allem die gigantischen Fangquoten der industriellen Fischereiflotten sind dabei ein grosses Problem.

XXL-Trawler mit integrierter Fischfabrik gehen ausgerüstet mit Echolot, Radar und Hubschraubern auf Fang und lokalisieren die gewinnbringenden Fischschwärme.

Mit kilometerlangen Leinen und gewaltigen Netzen fangen sie in kürzester Zeit enorme Mengen. So kann der weltgrösste spanische Thunfischfänger „Albatun Tres“ auf nur einer Ausfahrt bis zu 3.000 Tonnen Fisch erbeuten.

Fischbestände brechen zusammen

Fisch ist einer der wichtigsten Eiweisslieferanten für rund die Hälfte der Weltbevölkerung und zählt mit einem Wert von fast 130 Milliarden Dollar zu einem der meist gehandelten Güter der Welt. Darüber hinaus bilden Fischerei und Fischzucht die Existenzgrundlage für zehn bis zwölf Prozent der Menschheit.

Die Welternährungsorganisation (Food and Agriculture Organization of the United Nations, FAO) bemüht sich, aus verschiedenen Quellen die Entwicklung der Fischbestände weltweit möglichst realistisch abzuschätzen.

Die aktuellen Ergebnisse werden alle 2 Jahre in einem Statusbericht veröffentlicht, dem sogenannten SOFIA-Report (The State of World Fisheries and Aquaculture).

Der letzte Bericht ist im Jahr 2014 erschienen und stellt die Entwicklung der Weltfischerei bis 2012 dar. Da Fisch eine Lebensgrundlage für Milliarden Menschen ist, bildet der Report eine wichtige Grundlage für die Entscheidungen der UNO sowie für internationale Abkommen und Verträge.

Nach diesem Modell, das 1500 kommerziell genutzte Bestände und darüber hinaus etwa 500 weitere Bestände berücksichtigt, sind die Bestände der genutzten Bereiche in grosser Gefahr: Dreiviertel der marinen Fischbestände weltweit gelten heute als überfischt oder bis zur Tragfähigkeitsgrenze genutzt.

Diverse Fischbestände sind aufgrund zu hoher Fangmengen sogar bereits zusammengebrochen.

Der rücksichtslose Umgang mit den Fischbeständen hat damit nicht nur dramatische Auswirkungen auf das Ökosystem Meer, sondern auch auf die Lebensgrundlage grosser Bevölkerungsteile.

Daher entstehen seit vielen Jahren immer mehr sog. Aquakulturen: kommerzielle Unterwasserfarmen zur Fischzucht.

Leider handelt es sich dabei um Massentierhaltungen der Extraklasse.

Genau wie es zu Lande Kuh, Schwein und Huhn ergeht, so wird auch der Fisch in den Aquakulturen auf engstem Raum gehalten, mit artfremdem Kraftfutter gemästet und mit Antibiotika versorgt, damit er noch einigermassen lebend die Schlachtreife erreicht.

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Aquakulturen – Eine Alternative?

Aquakulturen haben jedoch auch Vorteile: Mit der Massentierhaltung unter Wasser kann ein Grossteil des weltweiten Bedarfs an Fisch und Meeresfrüchten gedeckt werden, während sich die überfischten Meere nach und nach erholen können.

Auch schaffen die Fischfarmen in sozialschwachen Gegenden neue Arbeitsplätze, die über das ganze Jahr recht stabile Einkommen erwirtschaften können. Die Fangmethoden sind deutlich umweltfreundlicher und auf den Einsatz umweltverpestender Hochseetrawler kann verzichtet werden – so weit, so gut.

Der Sektor Aquakultur wächst wie kein anderer im Lebensmittelbereich.

Etwa 64 Millionen Tonnen Fisch, Krebs- und Weichtiere werden inzwischen in Meeres- und Süsswasserzuchten gemästet. Das entspricht fast der Hälfte des Gewichts der weltweit verzehrten Wasserlebewesen.

89 % davon werden in Asien gezüchtet, insbesondere in China, auf das 60 % der globalen Aquakulturproduktion zurückgeht. In Europa werden 4,2 % der weltweiten Menge produziert. Der Trend geht derzeit in Richtung Ausbau intensiver Monoaquakulturen, die nur eine Spezies züchten.

Je enger die Tiere jedoch leben und je weniger Artenvielfalt herrscht, umso höher die Gefahr von Krankheiten.

Antibiotika in der Aquakultur

Im Oktober 2014 veröffentlichte das Journal of Hazardous Materials eine Studie des Biodesign Instituts der Arizona State University. Die Wissenschaftler Hansa Done und Dr. Rolf Halden überprüften in ihrer Arbeit den Einsatz von Antibiotika in weltweit etablierten Aquakultur-Betrieben.

Die Forscher untersuchten Proben von Shrimps, Lachs, Wels, Forellen, Tilapia (Buntbarsch) und Pangasius, die aus elf verschiedenen Ländern stammten.

Im Ergebnis konnten fünf verschiedene Antibiotika nachgewiesen werden:

  • Oxytetracyclin bei wilden Garnelen, Zuchttilapia, Zuchtlachs und Zuchtforellen
  • 4Epi-Oxytetracyclin bei Zuchtlachs
  • Sulfadimethoxin bei Zuchtgarnelen
  • Ormetoprim  bei Zuchtlachs
  • Virginiamycin bei Zuchtlachs, der sogar speziell als antibiotikafrei deklariert war

Oxytetracyclin wurde mit Abstand am häufigsten in den Aquakulturen verwendet.

Auch in Garnelen aus freier Wildbahn wurde das Antibiotikum bereits nachgewiesen. Wie es dorthin kommen kann, ist nicht geklärt.

Absichtliche oder unabsichtliche Falschetikettierung kommt genauso in Frage wie eine mögliche Kontamination der Fanggründe durch Abwässer.

Auch geringe Antibiotikarückstände sind bedenklich

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat verfügt, dass in Deutschland für Medikamentenrückstände in tierischen Lebensmitteln strenge Grenzwerte gelten.

In der Schweiz werden ähnliche Vorschriften vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) festgelegt.

Im Kern achten beide Länder auf die Durchsetzung ähnlicher Standards:

Erst wenn die Medikamente vom Körper des Tieres vollständig abgebaut worden sind, darf sein Fleisch zu einem Lebensmittel verarbeitet werden. Für Tierarzneimittel gibt es deshalb festgelegte Wartezeiten, die zwischen der Behandlung eines Tieres und seiner Schlachtung eingehalten werden müssen.

Allerdings dürfen bestimmte Rückstandshöchstmengen in einem Lebensmittel enthalten sein, solange von dieser Menge kein gesundheitliches Risiko für den Verbraucher ausgeht.

In Deutschland überprüfen die Behörden der Lebensmittelüberwachung in den Bundesländern die Einhaltung der Rückstandshöchstmengen. Werden Rückstandshöchstmengen überschritten, darf das Lebensmittel nicht verkauft werden.

In der Schweiz übernimmt die öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes Swissmedic die Funktion der Überwachungsbehörde.

Massstab für diese gesundheitliche Bewertung sind so genannte ADI-Werte, die aus umfangreichen pharmakologischen, toxikologischen und mikrobiologischen Untersuchungsreihen abgeleitet werden.

ADI steht für „Acceptable Daily Intake“ und bezeichnet die Menge eines Stoffes, die der Verbraucher täglich und lebenslang über Lebensmittel ohne erkennbaren Schaden für die Gesundheit aufnehmen kann.

Die Grundregeln dieses Konzepts werden in der EU und auch von den meisten internationalen Gremien (z. B. FAO/WHO Codex Alimentarius, JECFA , JMPR) bei der Bewertung von Tierarzneimittelrückständen sowie Pestiziden und anderen chemischen Fremdstoffen in der Nahrung angewendet.

Die Autoren der amerikanischen Studie mussten so auch anerkennen, dass die analysierten Proben ausschliesslich Antibiotikamengen enthielten, die innerhalb der zulässigen Grenzwerte lagen.

Jedoch wiesen die Forscher vehement darauf hin, dass auch diese Mengen genügen, um bei den Tieren zu unerwünschten Nebenwirkungen zu führen

So können Gene unkontrolliert aktiviert oder deaktiviert werden, was zu vielfältigen krankhaften Veränderungen führen kann. Unter der Antibiotikagabe von Oxytetracyclin wurden beispielsweise Deformationen der Wirbelsäule bei Lachsen beobachtet.

Der reichliche Einsatz von Antibiotika kann ferner die Entwicklung von antibiotikaresistenten Bakterien fördern.

Tausende Tote wegen Antibiotikaresistenz

Die Erfolgsgeschichte der Antibiotika ist weltweit bekannt. Dank ihnen sind Mediziner häufig in der Lage schwerwiegende, bakterielle Infektionskrankheiten schnell und berechenbar unter Kontrolle zu bringen.

Die Kehrseite dieses sensationellen Erfolges wird uns Menschen dann bewusst, wenn die Krankheitserreger sich dem übermässigen Gebrauch dieser Medikamente anpassen und sie gegen Antiobiotika resistent werden, was bedeutet, dass die Antiobiotika dann nicht mehr wirken.

Die genetisch mutierten und nun angepassten Bakterienstämme sind jetzt für das Leben von Mensch und Tieren gleichermassen bedrohlich sowie gefürchteter Alptraum von Medizinern.

Allein in den Ländern der Europäischen Union sterben jährlich 25.000 Menschen an schweren Infektionen, die mit Antibiotika nicht mehr zu behandeln sind.

Auch in der Schweiz sind die Infektionen mit multiresistenten Keimen auf dem Vormarsch.

Als multiresistent gelten Keime, die gegen mehr als drei Klassen von Antibiotika resistent sind.

Die Bakterien wehren sich gegen die „Superwaffe Antibiotikum“ und mutieren zu immer raffinierteren Varianten, denen die Medikamente schliesslich nichts mehr anhaben können.

Dr. Halden stellt fest, dass das Problem der Antibiotikaresistenzen nur in den Griff zu bekommen ist, wenn die üblichen Verfahrensweisen in Viehwirtschaft und Aquakultur neu überdacht werden.

Welcher Fisch kommt noch in Frage?

Um die Fischbestände für heutige und nachfolgende Generationen zu schützen, brauchen wir ein weltweites Netzwerk grossflächiger Meeresschutzgebiete und ein nachhaltiges Fischereimanagement, dessen oberste Prämisse das Wohlergehen von Menschen und Tieren ist.

Doch nicht nur auf Hersteller-, sondern auch auf Verbraucherseite muss sich etwas tun.

Die verantwortungsbewussten Konsumenten sollten verstärkt darauf achten, Fische aus kontrollierter Herkunft zu kaufen.

Der Lebensmitteleinzelhandel und die Fischindustrie sind dabei ebenso gefragt wie die Politik, um eine ökologisch nachhaltige Fischerei und Aquakultur umzusetzen und ausreichend Transparenz für den Verbraucher zu schaffen.

Sehr lohnenswert ist hierbei der Blick auf zertifizierte Siegel wie zum Beispiel BIO-Suisse, Bioland und Naturland. Sie bürgen für die Arbeit der biologisch, nachhaltig orientierten Zuchtbetriebe, die auf den Einsatz von Antibiotika und Massenzüchtungen verzichten.

Im Jahr 2012 ist zudem ein europaweit gültiges Siegel für schonende Aquakultur auf den Markt gekommen: das Aquaculture Stewardship Council, kurz ASC. Händler und Hersteller, die das Zertifikat erhalten möchten, müssen sich nicht nur zum Arten-, Umwelt- und Wasserschutz in den Anbaugebieten verpflichten, sondern auch hohe Sozialstandards erfüllen.

Das blaue MSC-Siegel vom Marine Stewardship Council weist auf nachhaltiggefangenen Wildfisch hin. Nach deren Umweltstandards darf nur so viel Fisch gefangen werden, dass sich die Bestände erholen können und das betroffene Ökosystem nicht geschädigt wird.

Genaue Informationen für einen nachhaltigen Fischeinkauf enthält der aktuelle Fischratgeber von Greenpeace. Das oberste Gebot des Ratgebers lautet: Weniger Fisch ist mehr.

Verbraucher sollten seltener und bewusster Fisch essen, weil jeder so seinen eigenen Beitrag zum Schutz der Ökosysteme leisten kann.

Mit dem gesunden Fisch aus ökologisch nachhaltigen Fischereien und Aquakulturen auf unseren Tellern, geht es nicht nur uns Menschen besser, sondern auch den Lebewesen, für die wir Verantwortung tragen.

Quellen:

Gruß an die, die auf ihre Ernährung achten
TA KI

22-Jährige leidet am «Fischgeruch»-Syndrom


Das Schicksal von Cassie Graves klingt abstrus. Die 22-jährige Sängerin aus London riecht nach Fisch. Man muss leider sogar sagen, dass sie stinkt. Ihren üblen Körpergeruch hat Cassie einer seltenen Krankheit zu verdanken. Trimethylaminurie wird im Volksmund auch das «Fischgeruch»-Syndrom genannt. Es handelt sich um eine Stoffwechselerkrankung, bei der eine Genmutation dazu führt, dass es zu einem Enzymdefizit in der Leber kommt. So viel zur Theorie. In der Realität ist Trimethylaminurie eine Krankheit, unter der vor allem die Seele leidet.

Fischgeruch-Syndrom (1)

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«Jeder kennt den Geruch, der sich einem aufdrängt, wenn man über den Fischmarkt läuft. Genauso rieche ich», gibt Cassie traurig zu: «Der Gestank kommt von meiner Haut und meinem Haar. Es ist ganz egal, wie oft ich dusche, ich kann den Geruch einfach nicht abschütteln.» Cassie leidet schon seit ihrer frühen Kindheit am «Fischgeruch»-Syndrom: «Früher war das teilweise so schlimm, dass meine Mutter mich nicht in die Schule gehen lassen wollte, weil sie befürchtete, dass ich gehänselt werde.»

Cassie Graves träumt davon, eines Tages eine berühmte Sängerin zu werden: «Das ist alles andere als ideal, wenn man auf der Bühne steht und ganz furchtbar nach Fisch stinkt!» Cassie ist auf die Hilfe ihrer Freunde angewiesen: «Ich selbst kann es nämlich gar nicht riechen und brauche immer jemanden, der mich darauf hinweist, wenn es mal wieder besonders schlimm ist.»

«Als ich drei Jahre alt war, ist meiner Schwester mein Körpergeruch das erste Mal aufgefallen. Meine Mutter dachte, dass sie nur zickig wäre und ignorierte ihre Beschwerden.» Doch mit der Zeit wurde der Gestank so schlimm, dass man ihn einfach nicht mehr ignorieren konnte. Die Ärzte wussten nichts mit dem jungen Mädchen anzufangen. Es war schliesslich Cassies Mutter, die im Radio von der Krankheit Trimethylaminurie hörte. Die Diagnose wurde wenig später bestätigt und die 22-Jährige lebt seither nach einer besonderen Diät: «Ich habe früher so gerne Fischstäbchen gegessen! Die Zeiten sind jedoch schon lange vorbei. Ich halte mich mittlerweile von Fisch, Fleisch und dunklem Blattgemüse fern.» Und jedes Mal, wenn sie sich nicht an das Fisch-Verbot halte, wache sie am nächsten Tag auf und ihr ganzes Zimmer stinke ganz furchtbar.

Cassie erzählt: «Wenn ich den Leuten erzähle, an welcher Krankheit ich leide, denken sie ganz oft, dass ich mir das nur ausgedacht habe.» Manche halten sie sogar für eine richtige Diva, weil sie bei Auftritten ganz bestimmtes Essen verlangt: «Das finde ich schade, weil ich nicht möchte, dass die Menschen mich für undankbar halten. Mir ist schon klar, dass ich keine Mariah Carey bin.»

Cassies Freund Dom Oliver (21) hat kein Problem mit dem Körpergeruch der Engländerin: «Ich habe wirklich Glück, dass er so cool damit umgeht und mich nicht ekelhaft findet. Dom hilft mir auch dabei, meine Diät durchzuziehen. Wir haben einen Pakt abgeschlossen. Wenn ich morgens stinke, muss er mir sofort Bescheid sagen.»

Dr. Robin Lachmann vom University College Hospital in London hat sich auf Stoffwechselkrankheiten spezialisiert: «Trimethylaminurie ist nach wie vor noch nicht sehr erforscht. Viele Ärzte wissen gar nicht von der Existenz der Krankheit und können sie somit auch nicht diagnostizieren.»

Quelle: http://www.bluewin.ch/de/news/wissen—technik/bildergalerien/2014/7/22-jaehrige-leidet-am–fischgeruch–syndrom.html

Gruß an die Geruchslosen

TA KI