Deutsche UFOlogie im Zeichen des „Willen-zu-Glauben“


Es gibt immer wieder Menschen, die ein angemessenes Rüstzeug, ein Schema benötigen, in das sie ihre persönlichen Probleme projizieren können und aus dessen Projektionsfläche sie sich dann Hilfe erhoffen. Und sie wurde ihnen im hier vorliegenden Fall direkt durch überirdische Wesen gegeben, weil die „Weltraumbesucher Sie und Ihre Bemühungen kennen. Sie kennen alle Ihre Freunde hier auf Erden. Und sie helfen auf die mannigfachste Art und Weise, mehr als sich die meisten Menschen vorstellen“. Allein diese Bekundung reichte scheinbar manchen Mitmenschen überaus, um den Eindruck vermittelt zu bekommen „in einer wunderbaren Zeit zu leben“. Bereits Hilary Evans stellte so fest: „Dieses Schema alleine reicht nicht aus, um die persönlichen Probleme anzugehen, daher passt es sich auch an die als Norm betrachteten Glaubensvorstellungen, die gesellschaftlich akzeptiert sind, an. Früher waren das ‚Besessenheit‘, ‚Hexerei‘, ‚Werwölfe‘ etc., die einen passenden Bezugsrahmen lieferten. Heute ist dieser ‚autorisierte Mythos‘ der Besuch von Außerirdischen, der aus der Science-Fiction stammt und der Glaube, der dem Raumfahrtzeitalter eigen ist, an ‚kosmische Brüder‘ (ein Ersatz für die traditionellen Religionen).“ Das dem tatsächlich so ist, machte ein Artikel von Anny Veit in den UN Nr. 52, Dezember 1960, auf: „An die große UFO-Familie“ gerichtet sprach sie vom Ende der Welt des Materialismus, um sich der Schöpfung wieder zuzuwenden – „das allein heißt Religion“ die „Liebestrahlen“ freisetzt, wie man sie unter den UFO-Freunden erleben kann. Insbesondere für die Kontaktler beteten viele, da sie „Segnungen“ für die Menschheit bereit halten, da die „Planetenbrüder uns ihre Hilfe über sie versichern“. Deswegen gab es auch ab Januar 1961 der „neuen Aufgaben“ beim „Überschreiten der Kosmischen Barriere“ wegen ein neuer Wahlspruch des Ehepaar Veit: „Mit GOTT zum Licht, durch Kampf zum Sieg!“ im „Antlitz der Endzeit“. Niemand will wundern, wenn dann das „Entscheidungsjahr 1962“ mit kommenden Umwälzungen beim Anbruch des Neuen Zeitalters mit dem „Lichtreich GOTTES“ mit UN Nr. 65, Januar 1962, ausgerufen wurde. Kosmische Hinweise darauf waren eine totale Sonnenfinsternis sowie eine auffallende Konzentrierung der Gestirne unseres Sonnensystems im Zeichen des Wassermann – Ereignisse „von globaler, ja kosmischer Bedeutung“. Weil: Es gäbe eine große Lichtlosigkeit der Menschen sowie ein geistiger Tiefstand; die Ausbruchsgefahr des 3. Weltkriegs sowie die Möglichkeit einer Erdachsenverschiebung.
„Weltgericht und Welterlösung, Weltvergang und Weltvergeistigung entfalten dann ihre global-kosmischen Aspekte“, notierte Karl Veit in Anbetracht des „Zeichen am Himmel“ und des „Kosmischen Rufs“. Wir können also sehen, dass die Aufregungen um die 1999er SoFi so neu gar nicht waren und alles seine historische Wurzeln besitzt.

Wie auch immer, für die Veit’s und Co KG war nur wichtig, dass die Begriffe EVAKUIERUNG und ENTRÜCKUNG besagen, „dass nach eigener freier Entscheidung jener Teil der Menschheit aus allen Nationen, der wirklich guten Willens ist, vor den letzten Katastrophen auf höhere Weisung hin durch Weltraummenschen von der Erde weg- und aufgenommen werden soll, um nach der Reinigung des Erdballs zu neugestalteten Lebensräumen zurückgebracht zu werden.“ Hier wurden dann die „Tatsachenberichte von kostenfreien (!) Mitflügen irdischer Kontaktpersonen zu anderen Weltkörpern“ als der „Gipfelpunkt der IFO-Forschung“ [sic!] verscherbelt. Diverse „Erleuchtete“ griffen diese Nummer an dann auf und nutzten sie für ihre eigenen Ideologien und abgedrehten Vorstellungswelten. Immer wieder geht es darum, das Jesus Christus im Gewand der Fliegenden Untertassen wiederkehren wird, um die Menschheit vor den verkündeten Mega-Naturkatastrophen etc. zu retten. So griff M. Dräger, Lübeck, die Vorgabe auf, um in der Broschüre „Untergang des Atlantis“ das Auftauchen von zur Rettung ausgeschickter Raumschiffe zu berichten: „Jeder, der sich bis dahin zu Gott bekannt hat und bereit ist, die Hilfe Jesu anzunehmen, wird errettet werden.“
Natürlich erfolgt dies in „gelandeten Miniatur-Raumschiffen“, die Bedienungsanleitungen in sich tragen. Ach ja, auch bei Draeger waren die Rettungsschiffe von kugelförmiger Gestaltung und konnten wie bei Veit sechs gläubige Menschen aufnehmen. Diese technischen Angaben gehen in beiden Fällen auf Gertrud Schweiger aus Wiener Neustadt zurück, ein Medium, welches „intuitiv“ die Alien-Botschaften empfing. Und nun holen Sie eine Flasche Schnaps herbei, da eine weitere Erhöhung stattfinden wird!
Hermann Ilg, der mit den Santinern seit Jahrzehnten Kontakt hält, erreichte auch Ashtar Sheran, der nach der Apokalypse den Gläubigen ein „Goldenes Zeitalter“ verspricht, eine 1000jährige Gottesherrschaft auf Erden, ohne Tod und ohne Neueinverleibung. Daher gilt es: „Dank Dir, oh Herr, für Deinen Langmut. Dank Euch, Jesus, Maria und euch planetarischen Nachbarn für Eure großartige Hilfe. Gepriesen sei der Herr der Ewigkeit!“
Dies natürlich zu einer Zeit, als fast alle Kontaktler-Irren von Brüdern und Schwestern auf Venus oder Mars berichteten, weil es dort aussähe, wie bei uns im Schwarzwald auf den Kitsch-Postkarten der 50er Jahre. Bereits in der Esotera-Vorlaeufer-Zeitschrift „Die andere Welt“ (vormals „Okkulte Stimme“) hatte er im August 1967 betreffs UFOs in dem Beitrag „Weg und Ziel der UFO-Forschung“ geschrieben, dass man „über biblische Hinweise“ zu „Kontakten mit außerirdischen Wesenheiten und Raumschiffen“ komme, um mit „Hilfe einer geschärften Logik jede Glaubensstarrheit zu überwinden. Deswegen ist die UFOlogie eine kosmische Wissenschaft.“

In der Broschüre „Sind außerirdische Weltraumschiffe gelandet“ (Autor: Karl Veit), die jedem zugeschickt wurde, der eine Anfrage an die DUIST zwecks Informations-Material schickte wurde man sofort aufgeklärt, um was es in der UFOlogie geht: Zunächst gäbe es eine „wahre Sturmflut seriöser Literatur über gesichtete und gelandete AUSSERIRDISCHE WELTRAUMSCHIFFE“ und sie wurde „kritisch mit Begeisterung von allen jenen aufgenommen, ausgetauscht und in logischen Schlussfolgerungen gewertet, die aus der technischen Überlegenheit PLANETARISCHER WELTRAUMFAHRER deren Erdbesuche einwandfrei festgestellt hatten“. Daher käme dies alles dem „Status staunenswerter Feststellung der Erdüberwachung von seitens AUßERIRDISCHER VERTRETER der HOMIENS SPAIENTES im Selbststudium der Standardwerke seriöser FORSCHER und bevorzugter KONTAKTLER“ zu.
Planetarier seien in Zeiten umwälzender Ereignisse auf einer Mission unterwegs, dies im „Auftrag der kosmischen Hierarchie“, um „uns zu helfen in der schwersten Weltkrise, der furchtbarsten Gefahr, in der unser Globus je gestanden hat, durch den drohenden Atomkrieg, ja sogar der Möglichkeit einer Globuszerstörung, wofür die Asteroidentrümmer als warnendes Beispiel gelten“. „Die seriöse Forschung bleibt jedoch bei den Kontaktlern, sowie deren in völliger Objektivität dargestellten REALITÄTEN…“

In der Badischen Zeitung vom 20. August 1996 erschien von Wolfgang Bauer der Artikel „Des Südens bedeutendster UFO-Forscher“ – dabei ging es um niemand anderes als um Hermann Ilg, der „Hilfe für eine verwirrte Menschheit“ bietet. Er versteht sich selbst als einer jener Menschen, „die mit beiden Füßen auf dem Boden der Tatsachen stehen und Unseriosität ein großes Greuel ist“. Hier berichtete er von seinen Erfahrungen mit den Santinern, die ihn „dematerialisierten Raumschiffen regelmäßig die Erde besuchen“ um die Erde vor dem Untergang zu retten. Seit zwei Jahrzehnten, so gibt er hier zu Protokoll, publiziere er „Interviews mit Außerirdischen“ und „Berichte verstorbener Freunde, die auf fernen Sternen seelenwandern“. Der deutschsprachige Empfang der Meldungen der Santiner (was soviel heißt wie „die kleinen Heiligen“) erfolgt über Telepathie und wird via „Medial-Schrift“ verzeichnet und durch Ilgs Hand von Ashtar Sheran abgezeichnet, der selbst „ein bisschen wie Jesus ausschaut“. Die Botschaften werden freilich nur von „seriösen Medien“ empfangen. Stolz verkündet Ilg, dass seit etlichen Jahren „die ganze süddeutsche UFO-Szene anreist“ wenn er mal wieder einen Vortrag hält. Übrigens reisen die Aliens unter dem Prinzip der „Psycho-Dynamik“ in den bereits von Adamski (dessen Buecher übrigens als „Grundlagenliteratur“ zu verstehen seien) beschriebenen Mutterschiffen herbei.

Veit in Wille und Wahrheit (in der auch Hellmuth Hoffmann und Hermann Ilg ihre Bekennerberichte veröffentlichten) der österr. Lorber-Gesellschaft: „Bezeichnend für meine Erfahrungen in der UFO-Forschung ist die thematische Berührung des Begriffes der erhabenen Gottheit bei fast allen Kontaktpersonen resp. ihren extraterrestrischen Partnern und in Sonderfällen die Bezeugung der Hochachtung oder ein Hinweis auf den einmaligen Gottesmenschen Jesus, als Lehrer des Friedens, der Liebe und unvergleichliches Vorbild für die Erdenmenschheit und das gesamte bewohnte Universum!“ Einmal sagte Veit: „Unsere Frage geht nicht dahin, wie die UFOs angetrieben werden, sondern was ihre Insassen uns zu sagen haben.“ Und was haben sie zu sagen? Genau das, welch ein Zufall, was die Gemeinde der DUIST-Esoterik-UFOlogen von ihnen hören will: Dass der Mensch einfach besser werden muss, dass man keine Kriege führen darf, dass der Mensch zwar sterben muss aber es eine Wiedergeburt gibt, dass den Erleuchteten ein „Tausenjähriges Reich“ auf einem anderen Planeten bevorstehe und die Auserwählten in unterirdische Städte gebracht würden, die bereits vor Jahrtausenden insgeheim angelegt worden sind und in denen „elektronisch konservierte“ Lebensmittel gelagert seien, wenn das Armageddon über die Ungläubigen komme. Dies wurde 1960 auf dem DUIST-Kongress verlauten gelassen und von den Zuhörern überwiegend als ’normale UFOlogie‘ angesehen und kritiklos akzeptiert, der gesunde Menschenverstand mit an der Garderobe abgegeben. Deutlicher ging es nicht mehr, um die erste deutsche UFO-Großorganisation als pseudoreligiöse Sekte des Weltraum-Zeitalters zu identifizieren. Das aktuelle Schrifttum zur Verbreitung der Wahrheit über Weltraumschiffe wurde im anhängenden Ventla-Verlag gedruckt und enthielt „machtvolle Hilfen durch Planeten-Wesen“, den „Vorboten des Neuen Zeitalters“ mit Botschaften von Ashtar, Alan, Seta, Alamos u.a. an die Erdenmenschen! Das Motto des Verlags lautete so auch: „Erde und Menschheit in Gefahr! Friede statt Atomkrieg! Rettung durch Sternen-Menschen!“ So gesehen ist als all das, was zum Millenniumswechsel Jahrzehnte später hochkochte nicht neu gewesen und hat zumindest im deutschsprachigen Raum alle seine Wurzeln bei der DUIST gehabt, die sich als „die UFO-Bewegung“ verstand, um die Menschheit in „ein höheres elektromagnetisches Kraftfeld hinaufzuarbeiten“. Unterstützt wurde dies durch ein bis zwei Prozent der Erdenmenschheit, die in Wirklichkeit gar keine Menschen waren, sondern „Planetarier, die hierher zur Inkarnation kamen“ (später sollte man sie Lichtarbeiter, Walk-Ins, Star People etc. nennen), weil die Erdenseelen allein nicht „das Urchristentum durchsetzen können“.

Das interessante Ergebnis einer Umfrage innerhalb der DUIST:

In der UN-Ausgabe Nr. 42, Februar 1960, wurde die Leserschaft gefragt, welcher Meinung sie über UFOs etc. ist. In Nr. 45 von Mai 1960 wurde das Ergebnis veröffentlicht, nachdem „eine beachtliche Zahl unserer Leser antwortete“ und damit die künftige redaktionelle Arbeit mit wesentlichen Anregungen förderte: 73,5 % der Leser forderten so die Berücksichtigung „der psychischen und materiellen Ebene“ weil 67,2 % der Ansicht waren, dass die Planetarier auf „beiden Schwingungsebenen“ auftreten. Den Erwartungen entsprechend hielten 66,1 % der Leser die „moralisch-ethischen Gesichtspunkte“ beim Austausch mit den Planetariern für besonders wichtig. Nur 9,3 % erwarteten technische Informationen aufgrund des Kontakts. Bereits damals hielt man für den gefährlichsten „Feind“ der UFOlogie jene Gruppen (genannt die „Schweigegruppen“), „die durch ihre Aussagen und Veröffentlichungen das gesamte Thema diskreditieren“. 88,9 % der Leser sprachen sich für den „Glauben an die Kontaktler, auch ohne materiellen Beweis“ aus und standen allein aufgrund „der Wirkung ihrer Persönlichkeit“ für sie ein. Deswegen forderten auch 86,5 % die volle Unterstützung für die Kontaktler. Überwältigend war naturgemäß das „Votum des Vertrauens für George Adamski“ durch 95 % der UN-Leser.

Als Folge davon erklärte die Schriftleitung, dass sich daraus „eine neue Aufgabe für die Forschungsgruppe“ ergebe, „denn es muss erreicht werden, dass a l l e Kontaktberichte jedem Mitglied und Interessent zugänglich gemacht werden. Der von der Deutschen UFO-Studiengemeinschaft eingeschlagene Weg hat offensichtlich die Billigung des Kreises der UFO-Freunde in den deutschsprachigen Ländern gefunden. Diese Feststellung aus dem Ergebnis der Umfrage soll als Ansporn und Verpflichtung angesehen werden.“ Damit wurde der Weg endgültig in die Esoterik und in die Kontaktler-Mystik, egal ob sie stimmt oder nicht bzw. auf Lug und Trug zurückgeht, der kosmischen Friedensboten festgemauert, alle die sich dagegen stellten, wurden als Bedrohung und als „Feinde“ angesehen. Auch dies kam in der Umfrage deutlich zum tragen: Der „gefährlichste Feind für die UFO-Forschung“ (und diese definierte sich in der Veröffentlichung „aufschlussreicher Kontaktler-Berichte“ um das „Umdenken“ der Menschen für „das aufziehende Goldene Zeitalter“ herbeizuführen) wurde auch von den UN-Lesern und DUIST-Mitglieder klipp und klar festgemacht – es sind jene Leute und Gruppen die man als die „Schweigegruppen“ generell hier umfasste, also jene „die durch ihre Aussagen und Veröffentlichungen das gesamte Thema diskreditieren“.

In diesem Zusammenhang: Es wäre sicherlich wichtig und interessant gewesen, wenn die in Magazin 2000 Nr. 113 & 114 angesetzte große Leserumfrage in ihre Auswertung auch veröffentlicht worden wäre; wie uns Michael Hesemann aber am 23. Juni 1998 auf Nachfrage diesbezüglich mitteilte, werde die Herausgeberin, Frau Ingrid Schlotterbeck, davon absehen, „weil das Ergebnis für die Leser uninteressant“ sei. Dass das Ergebnisse der Auswertung demoskopisch wirklich uninteressant ist, können wir uns gar nicht vorstellen. Vergessen wir dabei nicht, dass die genannte Zeitschrift das größte Potential von UFO-Interessierten, UFOlogen und UFO-Enthusiasten um sich versammelt. Wie die Redaktion in ihrem Fragebogen ja mitgeteilt habe, sei die Leserumfrage dazu dienlich, um das Heft den Leserwünschen entsprechend gestalten zu können: Deswegen „müssen wir mehr über Sie erfahren“. Nach einer Batterie von soziologischen Punkten über den sozialen Status (Einkommen und Ausgaben für’s Hobby) der Teilnehmer ging es mit durchaus lohnenswerten Fragen über die Inhalte, Positionierung und Prädisposition der Leserschaft weiter. Zum Beispiel ging es auch darum, ob der Teilnehmer jemals ein Medium konsultiert hat oder in einer Selbsterfahrungsgruppe teilnahm. Sehr wichtig auch die Festlegung auf die jeweils persönliche Weltanschauung bis hin zur Positionsnahme über die „Echtheit“ des Santilli-Autopsie-Films und ob „Geheimlogen die Welt beherrschen“ sowie die Frage nach der Literaturkenntnis im grenzwissenschaftlichen bis übersinnlichen Bereich.
Genau wichtig war natürlich die Frage, welche Beiträge im Magazin 2000 für die Leser am interessantesten sind und welches Qualitätsprädikat sie hierfür abgeben, welche Themen sie in der Zeitschrift häufiger vertreten sehen wollten und von welchen „Persönlichkeiten“ mehr gebracht werden sollte. Zudem gab es auch noch eine Anfrage über eigene UFO-Sichtungen, Entführungserfahrungen oder dem Empfang von Botschaften aus der Sphäre des Übersinnlichen. Wir denken, dass sich anhand einer Analyse durchaus interessantes über die Leser des Magazin 2000 aussagen lässt, gerade auch wenn man den Umstand berücksichtigt, dass die Leserschaft aus gewichtigen Anteilen dem Dunstkreis der UFO-Nachrichten, der Esotera, des Neuen Zeitalters und/oder Huters Neuer Weltschau entstammen wird.

Diese Auswertung hätte einen soziologisch wertvollen, aktuellen Beitrag für eine Studie der ufologisch-esoterischen Population in Deutschland abwerfen können. Es kommt durchaus der Gedanke auf, dass das Ergebnis vielleicht so niederschmetternd und entlarvend gewesen wäre, dass die Verantwortlichen es lieber vorzogen, sich und ihre Leser nicht zu entblößen, damit der ideologische  „(militante) Gegner“ nicht noch weiter Wasser auf die Mühlen geschüttet bekommt und aus der ursprünglich fürs Magazin 2000 gedachten Resultatsauswertung ein Schuss ins Knie wird. Doch bereits im Juli 1987 stellte das M2000 das Ergebnis einer Leserumfrage vor:
Etwa 11 % der Gesamtleserschaft hatte daran teilgenommen. Hier zeigte sich, dass das Publikum damals im Kern aus überdurchschnittlich gebildeten Leuten mit überdurchschnittlichem Einkommen und Lebensstandard bestand, vielseitig interessiert ist, reiselustig und engagiert. Das Durchschnittsalter von 45 Jahren war unvermutet hoch ausgefallen. Zwei Drittel hatte Abitur, fast die Hälfte einen Hochschulabschluss; ein Drittel ist selbstständig/freiberuflich tätig. Jeder zweite Leser ist Single. Das M2000 wurde selbst wurde als „Orientierungshilfe“ angesehen, da dessen Thematiken für 56 % der Leser „lebensbestimmend“ sind! Mehr als die Hälfte der Leser besaß mehr als 50 Bücher zu den einschlägigen Themen; 37 % zeigten sich bereit Seminare mit mehr als DM 200,- Kosten zu besuchen; jeder Vierte besucht Kongresse. 78 % der Leser sind auf „dem Weg zu sich selbst, meist durch Yoga und Meditation“.

Wie uns in einem Brief vom 21. Dezember 1976 durch die Vizepräsidentenin der DUIST, Anny Veit, mitgeteilt wurde, waren von „Anfang an Herren und Damen der besten Gesellschaft Mitglieder und leidenschaftliche Mitkämpfer und Förderer… Hauptsächlich wurden Akademiker engere Freunde der UFOlogie; viele Techniker, darunter Ingenieure, Physiker, Professoren, Lehrer, Kaufleute usw. … Von solchen Persönlichkeiten der Elite der Menschheit können Sie sich kaum eine Vorstellung machen. Dazu gehören Wissenschaftler, Ingenieure, Professoren diverser Universitäten, Adelige bis zu Fürsten, in deren Haus wir gebeten wurden“. Dazu später mehr, und dies aus wissendem und berufenen Insider-Munde.
Wie immer in solchen Fällen ist es interessant zu sehen, dass die jeweiligen Kultführer doch mit allem Schwachsinn bei ihren Anhängern durchkommen, weil das Fandom einfach ihren Geschichten den „Willen-zu-Glauben“ entgegenbringt. Bei den Wundern der traditionellen Religionen ist es auch nicht anders. Adamski berichtete so davon, das es auf Teilen unseres Mondes „Pflanzen, Bäume und Tiere“ gibt, die da wunderbar gedeihen. Ja, sogar Menschen könnten dort „ganz angenehm leben“.
Bei seinen Weltraumreisen, da war die Fahrt zum Mond nur ein Katzensprung, sah er auf dem Mond Wasserläufe eingegraben, an dessen Ufern kleine, pelzige Tiere mit vier Beinen herumhuschten. Auf der der Erde abgewandten Mondseite beschrieb er schneebedeckte Berge mit bewaldeten Hängen sowie glasklaren Bergseen und Flüsse. Dort gab es auch eine Mega-City, in der die Aliens durch die Straße spazierten und in Luftfahrzeugen sich transportieren ließen. Hierbei war er Gast einer Live-Übertragung von der Venus, auf der es aussah wie bei uns im Schwarzwald: Saftige Wiesen und glückliche Kuehe darauf. Die Venusianer lümmelten in Badeanzügen am Sandstrand der Venus-Seen und vergnügten sich. Überhaupt: Die ETs haben den kosmischen Jungbrunnen gefunden, sind sie doch imstande Jahrhunderte alt zu werden und dabei immer knackig zu bleiben, auch wegen „ihrem ausgewogenen Lebensstils, ihrer gesunden Ernaehrungsweise und dem angenehmen Klima auf ihren Planeten und der Wolkendecke der Venus, die sie gegen die schädlichen Strahlen der Sonne abschirmte“ (so Janet und Colin Bord in X-Akte: Außerirdische, Moewig-Verlag 1997). Die Venusier würden deswegen auch etwa 1.000 Jahre alt.

Trotz dieses hahnebüchenden Unsinns und einer Reihe von selbst-geknipsten Fliegenden Untertassen-Aufnahmen der lachhaften Art, machte Adamski unter dem Jubel (und auf deren Kosten!) seiner weltweiten Jünger 1959 eine Weltreise, die natürlich hauptsächlich von seinen Anhängern in verschiedenen Ländern finanziert und organisiert wurde. Er besuchte mittels der tatkräftigen Unterstützung seiner naiv-gläubigen Fangemeinde (auf ihre Kosten) Neuseeland, Australien, England, Holland (wo er sogar eine Stunde mit Königin Juliana und Prinz Bernhard in Privat-Audienz verbrachte), Schweiz und Italien. Auf jeder Versammlung sprach er zu einer in Scharen herbeigeströmten und begeisterten Zuhörerschaft und gab der Presse und dem Fernsehen viele Interviews. Seine Anhänger gründeten später religiöse Gemeinden und verehrten ihn als Propheten des kosmischen Zeitalters, einer Wendezeit im Zeichen des Wassermann. Karl L. Veit griff in seinem Leitartikel „Eine Warnung für unsere Zeit…“ für die UFO-Nachrichten  Nr. 42, Februar 1960, das Thema auf: „In der Übergangsperiode vom Fische- zum Wassermannzeitalter werden große Veränderungen auf der Erdoberfläche erwartet. Prophezeiungen vielfältiger Art und aus verschiedenen Zeitabschnitten sprechen über Untergänge von Kontinentteilen, während andererseits das Auftauchen von Atlantis wieder erwartet wird.“ Hierbei verwies Veit insbesondere auf die neuzeitlichen Prophetien des Jakob Lorber und der Wiederkunft Christi „in der Jetztzeit“, der Endzeit der materialistischen Periode, die Endphase der Lügen- und Hass-Ära“ durch das unaufhaltsame Wirken der Lichtkräfte für den Kosmischen Freundschaftsbund in GÖTTLICHER ORDNUNG.

Für Adamski und Co nehmen die Fliegenden Untertassen-Insassen die gleiche Funktion ein, wie im christlichen Glauben die Schutzengel. Dies wird z.B. auch daraus klar, dass der medialbegabte Reutlinger Santiner-Kontaktler (die Santiner sind ebenfalls kosmische Schutzengel der Menschen; wie ein schützender Gürtel umgeben ihre Millionen Raumschiffe den blauen Planeten namens Erde, aber sie sind unsichtbar und gehören einer höheren Dimension an und ihr Kommandant heißt Ashtar Sheran) Hermann Ilg mir gegenüber am 7. Mai 1981 Adamski verteidigte und anriet mich mit der Lehre der Physiognomie zu beschäftigen. Dann könnte ich nämlich „unschwer feststellen, dass Gesichtsform und Gesichtsausdruck von George Adamski niemals den Merkmalen eines Schwindlers und unaufrichtigen Charakters entsprechen“! So etwas geht auf ‚Rassenlehre‘ zurück und ist abzulehnender Wahnwitz. Nachdem in den UFO-Nachrichten Nr. 268 mal wieder eine Jubelrede über den UFO-Schwindler Adamski abgedruckt worden war, schickte ich am 15. April 1981 einen „Offenen Brief“ an den Herausgeber Karl Veit, um mein Erschrecken über diesen Aufguss auszudrücken und einmal mehr zu beklagen, dass da fiktive Weltbilder propagiert würden, weil angeblich „die Untertassen das Heil in diese Welt bringen“. Ich bedauerte ebenso, dass der „Wille-zu-Glauben“ die DUIST-Oberen führe und sie eine pseudoreligiöse Orientierung besitzen, woraufhin sie beide Augen zukneifen und die Lügen nicht sehen wollen. Hier wurde unsere Kritik als „Diffamierungen“ eingestuft. Gleichsam aber fand eine Verteilung des Briefes in der Führungsmannschaft statt, woraufhin obiges von Ilg als Reaktion erfolgte.
Zudem hatte er es von „Befremden“ und „Bestürzung“, er nannte die Vorwürfe „absurd und den Regeln des ehrlichen Forschens widersprechend“, außerdem entspreche die Kritik nicht den „primitivsten Spielregeln im gesellschaftlichen Umgang“ und sei zudem voller unglaublicher „Verleumdungen und Beleidigungen“ ob des „persönlichen Mut, mit dem George Adamski unbestreitbare Verdienste erworben habe“. Alle Schwindel-Vorwürfe seien „unhaltbar“.

Ganz anders dagegen der wissenschaftliche Koordinator der DUIST (so UN-Impressum), Dipl.-Ing. Adolf Geigenthaler, der am 21. April 1981 eingestand, zwischen den Stühlen zu sitzen, weil er seit Jahren bereits verzweifelt versuchte die „Mitarbeiter der UFO-Nachrichten auf eine glaubwürdige, wahrheitsgetreue, realistische Betrachtungsweise des UFO-Themas hinzuweisen und Herrn und Frau Veit von ihrem erwiesenermaßen teilweise falschen Weg abzubringen. Alle meine Bemühungen in dieser Richtung waren leider vergebens; im Gegenteil, ich wurde deshalb immer mehr einfach ignoriert. Nunmehr haben die irrigen, unwahren, ja ganz einfach falschen Aussagen und Meinungen vieler so genannter UFOlogen und ‚UFO-Forscher‘ einen Punkt erreicht, an dem ich nicht mehr schweigen werde. Bei den Veranstaltungen der UFO-Studiengruppe München habe ich bereits wiederholt ein ‚gewaltiges Donnerwetter‘ losgelassen und ein ‚Ohne mich‘ ausgesprochen. Als Leiter der UFO-Studiengruppe München habe ich derart viele psychopathisch gefährdete und psychisch entgleiste Personen, aber auch Menschen mit völlig mangelndem naturwissenschaftlichen Verständnis und trotzdem und gerade deshalb mit überentwickelter und ausgeprägter Überheblichkeit und überdimensionalem Geltungstrieb kennengelernt, dass ich mit großer Sicherheit psychische UFO-Phänomene von physikalischen Erlebnissen unterscheiden kann; und gerade deshalb werde ich in Zukunft mich nicht weiter von diesen Leuten für dumm verkaufen lassen. Scharlatane, Lügner und Betrüger, Lügenbarone und Märchentanten, Psychopathen und Schizophrene habe ich in meiner Umgebung schon weitgehend ausgeschaltet. Diese dürfen nicht länger das Wort führen und die Menschen weiter verdummen. Doch meine diesbezüglichen Ausführungen und Schreiben werden ebenso ignoriert, wie meine Analysen von ‚UFO‘-Bildern und falschen Aussagen mit denen ganz einfach falsche Vorstellungen aufgebaut werden. Ich hatte bereits am 19. Juni 1980 an Herrn Veit geschrieben, dass die Wahrheit eben ganz anders aussieht, wie dessen philosophischen Vorstellungen und Redensarten. Da nützen auch dramaturgische Effekte und schriftstellerische Freiheiten nichts, sie sind keine Garantie für Wahrheit.“ Herr Geigentahler verstand deswegen unsere Kritik, auch „wenn Sie damit die Familie Veit nicht überzeugen können. Ich verstehe es, wenn die Wahrheit sooo entstellt und ignoriert wird, da kann man schon zornig werden…“

Mit Brief vom 9. Januar 1984 erhielt Roland Gehardt von CENAP-Heilbronn den vertraulichen Brief eines bekannten omnipotenten jungen UFO-Schreibers, der dort mehr über Anny Veit bekannt machte, die ehemals Anita Wolf hieß und als eine „unangenehme Person“ gekennzeichnet wurde, die „hochgradig hysterisch“ ist und vornehmlich die „jungen Mitglieder ihrer Sekte mit Vorliebe an der Wange tätschelt“. Ihr nahestehende Personen nannten sie gar eine „Hex'“. Frau Veit sei auf einer Mission unterwegs und im engsten Freundeskreis machte sie keinen Hehl daraus, eine Reinkarnation der Jungfrau Maria zu sein, die ihre eigene Jungfräulichkeit bewahren müsse (und dies obwohl sie in den 60er Jahren bei einem ufologisch bekannten Dr. T. aus H. eine illegale Abtreibung vorgenommen haben soll). Bereits in den dreißiger und vierziger Jahren arbeitete sie als „Medium Gottes“ für einen Sektenführer aus der pseudochristlich-gnostisch-lorberischen Ecke und empfing noch zu DUIST-Zeiten „Botschaften des Himmels“. Charakterbild durch unsere Quelle, die uns dies alles unter dem Aufkleber „Confidential“ zukommen ließ, weil es nicht angesagt war in diesen Zeiten gegen die Fam. Veit zu wettern, wenn man in der UFOlogie Fuß fassen wollte:
„Egozentrisch, eitel, verschwenderisch, herrisch; ihr vertrottelter Mann steht voll unter ihrem Pantoffel. Selbst engere Freunde ihres Gatten meinen, sie würde der Sache übermäßig schaden. Ihren Lebensunterhalt verdient sie sich durch schleimige Spendenaufrufe an senile Mitglieder ihrer Sekte. Kurz: als Okkultkriminelle.“ Der selbe Schreiber hatte noch im Journal für UFO-Forschung der Lüdenscheider GEP Ende 1980 ein vorausgehendes Interview mit UFOlogie-Altvater Veit als „sehr gut“ genannt, um dem „unvoreingenommenen Leser objektive Information“ zu bieten, die dem „sachlichen Meinungsaustausch“ förderten. Als DUIST-Mitglied bedankte er sich herzlich für die Darstellungen von Veit im JUFOF wie „…Schwerpunkte der UFO-Forschung liegen sowohl in den wissenschaftlichen wie religiösen Bereichen… Im physikalisch-kosmischen Bereich der UFO-Forschung sind die KONTAKTE nicht nur das WICHTIGSTE und Interessanteste dieser umwälzenden Ereignisse, sondern uns überlegene Rassen zeigen konkret die Auswege aus unserer Sackgassenentwicklung… Kontaktpersonen als umstritten zu bezeichnen zeugt von Ablenkungsmanöver und Unwissenheit, weil von Supraphysik und Schwingungslehre oft keine Ahnung besteht… Die DUIST leistet eine Pionierarbeit für eine intelligente Jugend, die das Wesen des Umbruchs vom Fische- zum Wasermann-Zeitalter begreift und selbst darin aktiv sein will.“ Es war niemand anderes als Michael Hesemann gewesen, der später mit seinem Magazin 2000 im Kern das DUIST-Publikum bei sich binden konnte. In der Privatzeitschrift von Roland Horn, Pegap-Information Nr. 9. äußerte sich Hesemann mit einem Brief vom 22. Oktober 1980 zum kritischen Inhalt jener damals gerade aufgekommenen Publikation. Hier verurteilte er jegliche Kritik an der DUIST und nahm Position ein: „Ich persönlich erkläre mich voll mit der DUIST solidarisch und gehe mit ihren Aussagen konform.“

Ein anderer der bejubelten UFO-Kontaktler aus Amerika war Daniel Fry. Im CENAP REPORT Nr. 49 (März 1980) nahm sich Klaus Webner mit der Geschichte „Mr. Daniel Fry lügt!“ diesem amerikanischen Kontaktler in einem Recherchen und Analysen-Bericht an und entlarvte ihn. Zunächst zitierte er aus dem Ventla-Buch „Erlebnis von White Sands“, S.7: „Dies ist der wahrheitsgetreue Bericht über ein ungewöhnliches Ereignis. Einige werden ihm glauben – so, wie er geschrieben ist – und jene möchte ich für ihren Glauben aufrichtig danken. Andere werden jedoch lächeln und sagen: Es klingt zwar sehr interessant, aber glauben kann ich das trotzdem nicht. Nun – glaubt es oder glaubt es nicht.“ Dem setzte Webner entgegen: „Zu glauben brauchen wir nichts mehr, da die exakte UFO-Forschung wieder einmal einen Schwindel zur Strecke brachte! Doch lassen wir uns noch ein wenig auf einer sanften ufologischen Traumwolke dahintreiben, bevor diese zerschellt.“

Am 4. Juli 1950 verpasste Mr. Daniel Fry den letzten Bus, der ihn vom White Sands-Testgelände nach Las Cruces zu einer Feier bringen sollte. Er blieb alleine zurück und unternahm um 20:30 h einen Spaziergang. Auf einem einsamen Feldweg in der Dämmerung wandelnd, betrachtete er die Sterne.
Plötzlich wurde deren Licht durch etwas Unerklärliches verdeckt. Was mochte das wohl sein? Natürlich, es war eine Fliegende Untertasse, die etwa 20 Meter vor ihm aufsetzte. Er spazierte um das seltsame Ding und machte sich so seine Gedanken. Mr. Fry berührte das Metall des Raumvehikels und da ertönte auch schon eine Stimme: „Fass die Hülle lieber nicht an, Freund – sie ist noch heiß.“ Erschrocken wich er zurück und fiel in den Sand. Daraufhin lachte die Stimme und sprach: „Nimm’s nicht so schwer – du bist unter Freunden.“ Sogleich begann ein Fachgeplänkel über abstoßende Kräfte und deren Wirkung. Auf Seite 27 hört man von der Stimme nun endlich, wie sollte es auch anders sein, dass Mr. Daniel Fry auserwählt sei. Des weiteren erfährt der Normalleser, dass die Eindringlinge beabsichtigen, das Geschehen auf der Erde positiv zu stimulieren. Der kritische UFO-Forscher hat indess längst erkannt, um welchen Typus an Schriftum es sich hierbei handelt. „Möchtest du nicht einsteigen und vielleicht gar eine kurze Reise mitmachen?“, fragte die Stimme aus dem ferngesteuerten Lastenträger mit Passagierkabine. AHA – und jetzt erfahren wir, dass die Stimme aus dem Mutterschiff übertragen wurde, dass etwa 1450 Km über der Erde schwebte. Mr. Fry stieg ein. „Wohin möchtest du jetzt?“ erklang wieder die Stimme. Geflügelte Kurzfassung des Dialoges: „Einmal New York hin und zurück und zwar in 30 Minuten!“ – „Ok, kleine Fische für uns Ufonauten.“

Um diesen Phantastereien nicht noch mehr Raum zu bieten, sei noch kurz erwähnt, dass Mr. Fry mehrmals von seinen außerirdischen Freunden besucht wurde und natürlich auch Botschaften an die Menschheit entgegennahm, wie es sich für eine ordentliche SF-Story gehört. Nachdem in dem besagten Buch noch einige Bibelsprüche geklopft wurden, fühlte sich der DUIST-Leiter berufen, eine Erweiterung dieser Hirnrissigkeiten darzubieten, um die Welt der UFOnauten als Modell der Zufriedenheit und Harmonie vorzustellen (man halte fest: auf den Heimatwelten der vegetarischen Planetarierer herrschen paradiesische Zustände und es gibt dort keine sozialen Probleme mehr, sondern es ist dort alles aseptisch, automatisch, asexuell und wohlriechend), weil die UFO-Kontaktberichte  zwar keine große Bedeutung für die Gesellschaft insgesamt haben, sie dafür aber den Glauben der bereits überzeugten UFO-Jünger in den Zirkeln manifestieren und festigen helfen. In seinen angehängten Kapiteln erfahren wir nun erstmals etwas von einem „IFO-Film“, den Mr. Daniel Fry produzierte. An diesem Punkt wurde für Webner die Sache konkret und er beschaffte sich den kurzen 16-mm-Farbfilmstreifen, der gefilmte außerirdische Raumschiffe zeigen soll. Zur Filmanalyse mietete Webner einen 16-mm-Steenbeck-Schneidetisch mit 6 Tellern. Zunächst wackelt da ein weißes „Objekt“ im Wind hin und her und dreht sich um die Vertikalachse. Der Standort wird nicht verändert. Der erste Lacher für diese Szene zeichnete sich auf Webner’s Gesicht ab: „Plump wurde ein kleines Modell an einem Faden aufgehängt und in Pendelbewegung versetzt. Als Übergang ließ Mr. Fry noch einen slowmotion-Effekt einbauen im Verhältnis 1:7, d.h. jedes Einzelbild dieser Szene ließ er 7x kopieren, um die Flugbewegung eines mächtigen Flugkörpers vorzutäuschen, was ihm allerdings nicht gelang!“

Dann wurde die erste merkwürdige Filmschnittstelle ausgemacht, nach der wiederum sich ein kleines Modell im Wind wiegt und nicht seinen Standort ‚am Himmel‘ verändert. Gleich darauf taucht eine weitere Filmschnittstelle auf und damit auch die Frage, warum er seine Filme überhaupt zerschnitt, da sie doch authentisch sein sollen? Die folgende Sequenz ist stark überblichtet worden, „damit man keine Fäden sieht. Zur Erzeugung dieser Szenen klebte er zwei gut zu identifizierende japanische Papierlampenschirme aufeinander und hängte dieses somit erhaltene ‚Objekt‘ starr vor die Kamera. Ein lustiges Raumschiff, das muss man schon sagen, durch das man stellenweise sogar hindurchsehen (!) kann. Auch hier verändert das Modell nicht seinen Standort. Abermals gibt es eine nachträglich angebrachte Schnittstelle, die endgültig anzeigt, dass es sich bei dem ganzen Filmmachwerk schlichtweg um eine Szenenmontage handelt!
Nach einem weiteren Schnitt hängt abermals ein Modell an Fäden dich vor der Kamera und bewegt sich nur leicht durch den Wind.“ Mr. Daniel Fry wurde von einem amerikanischen Untersucher gebeten, nähere technische Angaben zu den Aufnahmen zu machen, woraufhin er nicht viel mehr schrieb, als dass er eine Kamera auf einem Stativ benutzt hat. Ein Superwissenschaftler, wie man sieht. Klaus Webner fasste so sein Ergebnis zusammen: „Hier liegt ohne den mindesten Zweifel ein ganz primitiver Schwindelfilm vor, dessen Naivität wirklich nur von total blinden Gläubigen nicht erkannt wird.“

Doch Mr. Fry hatte mehr zu bieten, der ufologische Daniel Düsentrieb will sogar „Fremdmaterial“ in Form einer kreisrunden Scheibe von einem Außerirdischen erhalten haben. Im Zuge eines deutschen Fernsehfilms wurde Prof. Wänke, Direktor der Abteilung Kosmochemie des Max Planck-Institutes in Mainz beauftragt, eine Analyse hiervon anzustellen! Man stelle sich dies nur einmal vor: Mitten in Deutschland wurde außerirdisches Material von einem hochangesehenen Physiker untersucht – und kaum jemand weiß darum Bescheid! Der DUIST-Leiter K. L. Veit veröffentlichte dazu folgende Zeilen:
„Auf Fragen bezüglich des Resultats an die einzelnen Mitarbeiter, die zwischen dem Analysezimmer und unserem Raum pendelten, sagte fast jeder etwas anderes aus, aber stets im positiven Sinne: Es sei auf alle Fälle wohl etwas seltsam mit dem Material. Es sei eine bezeichnend vielfältige und ungewöhnliche Zusammensetzung zahlreicher Elemente…“ Drei Seiten weiter findet man noch den Abdruck eines, nach den Dreharbeiten, an Prof. Wänke gerichteten Schreibens. Vergeblich sucht der kritische UFO-Forscher allerdings nach einem Analyseergebnis. Das erschien wieder Webner mysteriös und so fragte er kurzerhand Prof. Wänke, was es damals mit der Analyse auf sich hatte. Seine Antwort gab er schriftlich und ist unübersehbar und eindeutig: „Sehr geehrter Herr Webner, unsere Analysen ergaben keinerlei Hinweise auf einen außerirdischen Ursprung des uns von Herrn Dr. Fry vorgelegten Materials. Insbesondere waren auch keine Radioisotope wie sie durch die Einwirkung der kosmischen Strahlen im Weltraum in allen Materialien entstehen sollten, vorhanden. Das vorgelegte Material bestand aus einer kreisförmigen Scheibe mit einem ebenfalls kreisförmigen Loch in der Mitte, sowohl die Außenabmessungen als auch die inneren Abmessungen entsprachen dem amerikanischen Maßsystem. Über die Glaubwürdigkeit von Herrn Dr. Fry sollten Sie ihre eigenen Schlüsse ziehen.“

Eine derartige Antwort dürfte auch der DUIST zugegangen sein. Webner: „Warum wurde dieses Analyseergebnis niemals publiziert? Man lebt dort tatsächlich in der kindlichen Einfalt, dass niemand diese Volksverdummung bemerkt. Aber Lügen haben kurze Beine und werden immer von der Wahrheit eingeholt, es sei denn, man kettet die Wahrheit an!“

Man glaubt es kaum, welche Botschaften der Außerirdischen hierzulande kursieren, Dieter von Reeken beschrieb seine Erfahrungen: „Die Interplanetarische Landung erfolgt am 3. Mai 1972. Code-Text: ‚Holen Sie sich doch auch Kodein-Pillen aus der Apotheke, sonst müssen Sie ja die ganze Nacht husten, ich tue es auch manchmal‘. Sprach Heilige Radha im Beisein vieler Zeugen zu mir in Stuttart, Hölderlinplatz, beim Verlassen der Linie 4 Tram. Sie ist rot und wunderschön, bewegt sich wie ein Mensch ohne Skelett. Es ist die Antwort auf ein SOS von großen Leuten hier für die einfache Bevölkerung, da sie im Ernstfall nicht so schnell verstehen können, um was es sich handelt, wenn eine Invasion erfolgt.“ Diese Mitteilung schickte eine gewisse Frau G.B., versehen mit den Bemerkungen „geheim“ und „dies gilt als Ausweis, nur für seriöse UFOlogen“.
Offensichtlich ist die Frau geistesgestört. Eine Invasion hat es am 3. Mai 1972 nicht gegeben. Ein weiterer bedauernswerter Mensch machte 1968 von sich reden: Herr F.P. aus Berlin behauptete, er besitze ein Raumschiff und sei damit schon mehrmals auf dem Mond und auf anderen Himmelskörpern gewesen. Die DUIST in Wiesbaden lud den „Ingenieur“ zu einem Vortrag ein, wo Herr P. seine „Raumfahrzeuge“ beschrieb und Zeichnungen zeigte. Es ist bezeichnend für die Praktiken der DUIST-Leitung, dass P. anfangs groß als Raumfahrt-Pionier und genialer Erfinder herausgestellt, die Angelegenheit nach einer Blamage aber nicht in den UFO-Nachrichten aufgeklärt wurde.
Doch kehren wir zurück zu Herrn P.: Um dessen Behauptungen auf den Wahrheitsgehalt hin zu prüfen, schrieb von Reeken ihm einen Brief und bat darum, einmal bei einem Raumflug mitgenommen zu werden. Herr P., der übrigens allen bedeutenden Stellen vom Papst bis zur US-Regierung von seinen „Erlebnissen“ berichtet hatte, antwortete so: „Außerirdische UFOs sind mir (meine Leute und ich) schon begegnet. Wir wurden einmal (unsere Annahme) angegriffen. Aber die eigentlichen UFOs fliegen derart flott, dass ohne Erreichung der Lichtgeschwindigkeit, die für 1969 vorgesehen ist, an eine Verfolgung nicht zu denken ist. Denn, einen will ich in mein Magnetfeld herein und auf die Erde herabbringen, nicht um die Besatzung zu töten, sondern um den Erdenwandlern zu sagen, dass sie nicht allein den Geist gepachtet haben.“ Wegener einer Mitnahme in seinem Raumschiff beruhigte Herr P.: „Ich komme auf Sie zu, wenn der Reisetermin heran ist. Und dann werde ich Sie aufsuchen nach vorheriger Anmeldung. Ich melde mich so rechtzeitig, dass Ihr Tagesablauf nicht brüsk gestört werden wird.“
Natürlich kam der Raumflug wie immer bei solchen Fällen nie zustande und „Erfinder“ P. meldete sich auch nie mehr. Nachforschungen der „Hermann-Oberth-Gesellschaft“ in Berlin ergaben, dass Herr P. bei seiner Flucht aus Ostdeutschland gegen Ende des Krieges einen Schaden davongetragen hat.
Eine weitere Bekanntschaft die von Reeken machte, war die von Elisabeth Weindt auf einem DUIST-Kongress, welche hier als deutsche ‚Kontaktlerin‘ aus Goslar auftrat: „Frau W. machte auf mich nicht den Eindruck, als wollte sie eine erfundene Geschichte zum Besten geben. Anscheinend hat sie Ereignisse des Alltags und Erinnerungen aus Geträumten so verquickt, dass sie Traum und Wirklichkeit nicht mehr auseinanderhalten kann. Wer nämlich den Rammelsberg in Goslar kennt, kann sich kaum vorstellen, dass dort ein Raumschiff mehrfach landet und, außer von Frau W., von niemanden gesehen wird.“ Auch wir hier in Mannheim lernten im Zuge der Jahre sehr viele UFOlogen kennen, über deren Geschichten man nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen oder mittels derer Storys und Behauptungen man jede eingeschlafene Party wieder auf Touren bringen kann, wenn man diese Darstellungen rezitiert – garantiert. Vom UFO-Stützpunkt im Odenwald bei Heidelberg-Emmertsgrund bis zu unsichtbaren, außerirdischen Hunden auf DUIST-Konferenzen über Raumfahrer-Manifestationen (wenn auch mit alten 2. Weltkriegs-Pilotenmonturen, genauso wie bei dem im Krieg gefallenen Mann) im Schlafzimmer alter Damen ist da alles geboten. Reeken hatte so den „7. Internationalen Weltkongress der UFO-Forscher“ im November 1967 zu Mainz besucht, ausgerufen von Fam. Veit im Namen der DUIST. Sein Kommentar: „Die meisten der Beiträge verloren sich in okkultistischen und metaphysischen Höhen und Tiefen, so dass ich manchmal den Eindruck hatte, im Tempel einer Religionsgemeinschaft zu sitzen… Bezeichnend ist, dass ein kritischer Redner seinen Beitrag nicht zu Ende führen durfte, weil er der DUIST-Ideologie entgegen trat: Dr. Kurt Kauffmann aus der Schweiz wurde mehrfach unterbrochen.“ Kein Wunder also, wenn in dem dazugehörenden, später erschienenen, Kongressbericht es lapidar nur hieß, Herr Dr. Kauffmann sei „der einzige Referent gewesen, der allgemeine Ablehnung hervorrief“.
Man sollte sich die Gedanken von Jung in Erinnerung rufen, wenn man es mit derartigen „Berufsufologen“ zu tun hat, „also mit Leuten, bei denen sich alle Ereignisse und Wünsche, alle Sorgen und Hoffnungen um die Sternenbrüder drehen; es ist bedrückend, eine große Zahl von meist alten Menschen in dieser Situation und teilweise in den Händen von Scharlatanen zu wissen“, klagte von Reeken. Kaum bekannt ist, dass auch Professor Dr. Hans Bender (zu seinen Assistenten gehörte einmal auch Elmar Gruber), als Leiter des Instituts für Parapsychologie und Psychohygiene in Freiburg, sich mit den Untertassen beschäftigt hatte. In seinem Artikel „Zur Psychologie der UFO-Phänomene“ in der Zeitschrift Atomzeitalter, Nr. 11/1960, schrieb er so: „Neben den angeblichen direkten Kontakten mit Planetariern gibt es neuerdings in wachsendem Masse indirekte Kontakte, die durch spiritistische Medien hergestellt werden. Mittels sogenannter ‚okkulter Praktiken‘ wie Tischrücken, Geisterschreiben, Buchstabieren mit dem wandernden Glas oder Pendeln über dem Alphabet wird in zahlreichen Zirkeln ein regelmäßiger Verkehr mit einer angeblichen Geisterwelt gepflegt. Man steht mit lieben Verstorbenen in Verbindung, erhält auch Kontakt mit großen, im jenseits lebenden Persönlichkeiten, die als ‚UFOnen‘ bezeichnet werden. Der Glaube, mittels ‚okkulter Praktiken‘ mit Wesen einer jenseitigen Welt in Beziehung zu kommen, ist so alt wie die Menschheit. Er hat seine psychologischen Wurzeln darin, dass unwillkürliches, sogenanntes automatisches Schreiben, Pendeln, Tischrücken usw. als ‚Steigrohre des Unbewussten‘ eine Denkfähigkeit zutage fördern, die sich außerhalb der Lenkung des wachbewussten Ich vollzieht. Diese unterbewussten Produktionen werden als Äußerungen fremder Intelligenzen missverstanden, und das um so mehr, als sie häufig einer Neigung des Unterbewussten zur Bildung von Personifikationen folgen und spontan – also ohne dass eine entsprechende Glaubenseinstellung besteht – als Geistermitteilungen auftreten… Die effektive Erschütterung, die durch den vermeintlichen Umgang mit höheren Wesen – seien dies nun angebliche Verstorbene oder UFOnen – schon ohnehin entsteht, wird durch das gelegentliche Auftreten paranormaler Informationen so verstärkt, dass ein bedingungsloser Glaube an die Realität der jenseitigen Intelligenzen die Folge ist.“

Quelle: http://cenap.alien.de/chronicles/4willen.htm

Wie die UFOs nach Deutschland kamen Teil 9


Leuchtende Scheiben am Himmel – „Fliegende Untertassen“ über Darmstadt und Schleswig meldete am 8. August 1954 das Hamburger Abendblatt: Geheimnisvolle Flugobjekte – sogenannte „Fliegende Untertassen“ – sind jetzt auch abends über Darmstadt beobachtet worden.

Die Beobachtungen wurden von mehreren Einwohnern, von der Wetterwarte und vom Polizeipräsidium aus gemacht. Eine ähnliche Erscheinung wird auch aus Schleswig gemeldet. Über Darmstadt tauchten die „Fliegenden Untertassen“ gegen 22 h auf, als der Kommissar beim Darmstädter Polizeipräsidium Eugen Henn gerade seinen Dienst antrat. Er konnte am Nachthimmel drei feurige Gegenstände, die gelbrot leuchteten, beobachten. Manchmal schienen sie stillzustehen, und dann schossen sie wieder mit hoher Geschwindigkeit hin und her, ohne dass ein Geräusch zu hören war. Die „Fliegenden Untertassen“ waren eineinhalb Stunden zu beobachten. „Fliegende Untertassen“ sollen auch über der Stadt Schleswig am späten Abend beobachtet worden sein. Einige Augenzeugen wollen zwei leuchtende Flugobjekte gesehen haben. Die Erscheinung wird übereinstimmend als feuerrot leuchtender Punkt geschildert, der zunächst nur schwach zu sehen war, dann deutlich näher kam und als leuchtende Scheibe ausgemacht wurde. Von der Mitte der Scheibe aus sollen kleine grünlichweiße Strahlenbündel nach oben zu erkennen gewesen sein. Die Beobachtungen wurden von 22 h bis 23:15 h gemacht.

Theologen über „Untertassen“ hieß es am 9. August 1954 im Hamburger Abendblatt: Evangelische und katholische Theologen haben am Wochenende auf eine Düsseldorfer Umfrage zum Problem der sogenannten „Fliegenden Untertassen“ aus christlicher Sicht Stellung bezogen. Keiner der zu Worte gekommenen leugnete die Existenz vernunftbegabter Wesen außerhalb der Erde. So erklärte Prälat Professor Michael Schmaus, der katholische Dogmatikprofessor an der Universität München: „Die Offenbarung lässt diese Frage vollständig offen. Sie lehrt die Bewohntheit anderer Himmelskörper nicht, sie verneint sie aber auch nicht. Die Annahme, dass es außerirdische vernunftbegabte Wesen gibt, steht in keinem Widerspruch zum kirchlichen Glauben.“ Professor Martin Redeker, der evangelische systematische Theologe an der Universität Kiel, betonte: „Wenn uns auch die moderne Astronomie bisher keine Beweise für die Existenz solcher Wesen geliefert hat, so liegt auf der anderen Seite das Vorhandensein von menschenähnlichem Leben auf einem anderen Stern nicht außerhalb des Bereichs der Möglichkeit. Der christliche Glaube kann mit den Ergebnissen einer sich ihrer Grenze bewussten Naturwissenschaft niemals in Konkurrenz treten.“

Umgang mit Marsmenschen war am 17. August 1954 ein Thema für den Tagesspiegel: Über den Umgang mit den lieben Mitmenschen gibt es seit langem genaue Regeln, und sie sind uns, selbst wenn wir sie nicht immer befolgen, leidlich vertraut. Auch im Verkehr mit Geistern und Gespenstern haben sich bestimmte Umgangsformen eingebürgert, wie jeder, der das Tischrücken betreibt, bestätigen kann. Nicht gerüstet aber waren wir bisher für eine mögliche Begegnung mit Wesen von einem fremden Stern, obwohl es nach Meinung vorsichtiger Leute ein grober Fehler war, sich nicht rechtzeitig darüber klar zuwerden, wie man den Insassen einer Fliegenden Untertassen gegenüberzutreten hat. Manche haben vielleicht auch geglaubt, solche Überlegungen hätten keinen Zweck; denn sicher würden die Marsmenschen so bösartig sein, wie die amerikanischen Filme sie darstellen. Dort werden bekanntlich die Erdenbewohner, die sich einer Untertasse aus dem Weltall freundschaftlich nähern, von einem Instrument, das einem modernen Berliner Laternenpfahl beunruhigend ähnlich sieht, unversehens totgeschossen, so dass sie daliegen wie Max und Moritz nach ihrem bösen Ende in der Mühle. Zum Glück ist nicht jedermann so resigniert und mutlos, sondern es gibt einige Tapfere, die sich bewusst auf das erste Treffen mit den Marsmenschen vorbereiten. Zu diesen Tapfern gehört Ronald Cartmel, Pastor des englischen Städtchens Aldridge. Er hat ein Büchlein über den Umgang mit Wesen von fremden Sternen geschrieben und es an seine Pfarrkinder verteilt, die dem Vernehmen nach fleißig darin lesen. Jeden Abend steigt Pastor Cartmel auf den Kirchturm und hält nach Fliegenden Untertassen Ausschau. Wenn sie kommen, will er die Glocken läuten, damit die Bewohner von Aldridge noch einen letzten Blick in des Pastors Büchlein werfen können. Er selbst ist bereit, furchtlos mit gutem Beispiel voranzugehen und, falls eine Untertasse im Garten des Pfarrhauses landen sollte, die Insassen mit einem freundlichen „How do you do?“ zu begrüßen. Ob die Marsbewohner ihn verstehen werden, weiß Pastor Cartmel natürlich nicht. Aber er meint, dann werde sich eine prächtige Gelegenheit bieten, das Englische in einem neuen Sinne zur „Weltsprache“ werden zu lassen.

„Untertasse“ zwischengelandet? Nachforschungen in Nordnorwegen – Beobachtungen auch in der Normandie hieß es am 26. August 1954 in der Rhein-Neckar-Zeitung unter Bezugnahme auf Depeschen von UP und dpa: Die norwegische Polizei ist zur Zeit mit der Aufklärung eines Berichts beschäftigt, nach dem am vergangenen Freitag im nördlichen Norwegen eine „Fliegende Untertasse“ gelandet sein soll. Zwei ältere Frauen, die sich im Walde in der Nähe des nordnorwegischen Orts Mosjoennhas befanden, um Blaubeeren zu suchen, wollen plötzlich von einem Mann angesprochen worden sein, der dunkelhäutig gewesen sein soll und langes schwarzes Haar gehabt habe. Da keine Verständigung möglich war, führte der Fremde die beiden Frauen zu einer kleinen Lichtung, wo seine „Fliegende Untertasse“ gelandet war. Nach den Aussagen der Frauen soll das Fahrzeug einen Durchmesser von rund fünf Metern gehabt haben. Sein Aussehen wird wie das zweiter aufeinandergeklappter Teller beschrieben. Der Fremde soll sein Schiff bestiegen haben, den beiden Frauen zugewinkt und dann mit seiner „Fliegenden Untertasse“ mit unglaublicher Geschwindigkeit davongeflogen sein. Etwas abgekämpft kehrte ein Trupp norwegischer Polizisten am Mittwochnachmittag nach Mosjoen zurück, nachdem er vergeblich nach der Stelle gesucht hatte, an der nach Aussage der beiden Norwegerinnen die „Fliegende Untertasse“ gelandet war. Von den beiden Frauen angeführt, waren die Polizisten zwar bis zu der Stelle gekommen, an der das Flugobjekt aus dem Weltraum niedergegangen sein soll, aber nichts deutete auf das sagenhafte Ereignis hin: keine angesengten Bäume oder Büsche, keine Spuren auf der Erde, nicht einmal ein geknickter Grashalm…

Mehrere Augenzeugen berichteten am Dienstagabend in der Normandie, sie hätten am Montag eine Gruppe von „Fliegenden Untertassen“ beobachtet. Der Sohn eines Kaufmannes in Vernon erzählte, er habe am Montagmorgen einen zigarrenförmigen Flugkörper über der Seine gesehen. Die „Zigarre“ habe bewegungslos am Himmel verharrt – plötzlich habe sich aus ihr ein ovaler Körper gelöst, der an seiner Oberfläche eine rote Flammenkrone trug. Diese „Untertasse“ sei schnell abwärts geflogen und sei dann in weitem Bogen wieder emporgestiegen und in der Dämmerung verschwunden. Weitere „Untertassen“ folgten. Die gleichen Erscheinungen wurde n auch von mehreren anderen Personen beobachtet. Unter diesen Augenzeugen befand sich auch ein Chemie-Ingenieur aus einem Laboratorium der französischen Armee, der zu dieser Zeit in seinem Auto unterwegs war. – Wie wir bereits berichteten, sind in den letzten Tagen Formationen von „Untertassen“ mehrfach über der Schweiz gesichtet worden. Außerdem trafen Meldungen aus dem Raume von Ulm ein.

„UFOritis“ auch in der Schweiz – „Fliegende Untertassen“ sind Tagesgespräch – Fundgrube für Witzbolde meldete UP und die Rhein-Neckar-Zeitung vom 15. September 1954 wusste zu berichten: Seit eine der meistgelesenen schweizerischen Wochenzeitschriften das Buch eines Amerikaners [Keyhoe] über das Auftauchen „unbekannter Flugobjekte“ in Fortsetzungen abdruckt, ist in der Schweiz eine wahre „UFOritis“ ausgebrochen. Aus allen Ecken und Enden der Eidgenossenschaft wird das Auftauchen „Fliegender Untertassen“ und anderer geheimnisvoller Objekte am Himmel gemeldet. Witzbolde und solche, die Witzbolde sein wollen, haben ein reiches Betätigungsfeld.
Hunderte von Baslern beobachteten Anfang dieses Monats runde Objekte, die rauchend über die Stadt dahinwirbelten – und sich als Heißluftballons entpuppten, die von Halbwüchsigen losgelassen worden waren. Tagelang beschäftigten sich Sachverständige des schweizerischen Generalstabs mit fotografischen Aufnahmen von „Fliegenden Untertassen“, die ein Mechaniker aus Winterthur eingesandt hatte. Schließlich wurden die Aufnahmen als raffinierte Fälschungen entlarvt. Der Mechaniker gestand und wurde wegen „Irreführung der Behörden“ angeklagt. [Ein wunderschönes Muster dafür, wie die Medienberichterstattung Witzbolde sofort reagieren lässt, sobald sie ein Thema für sich finden. Neben aufgeschickten Ballonen etc werden natürlich auch Fotos von Untertassen erzeugt.]

Einige Berichte gibt es aber, die von den zuständigen Stellen nicht so einfach abgetan werden. Es handelt sich um Beobachtungen des Bodenpersonals eines Militärflugplatzes des Westschweiz im Jahre 1949, der Besatzung eines schweizerischen Transatlantikflugzeuges im Jahre 1952 und eines schweizerischen Fliegerleutnants im August dieses Jahres. In allen drei Fällen wurden von Personen, deren „Zuverlässigkeit und Sachkenntnis“ nach Auskunft eines amtlichen Sprechers nicht bezweifelt wird, fliegende Scheiben beobachtet. Der Sprecher erklärte, die Berichte seien glaubhaft, doch bestehe keine Möglichkeit sie nachzuprüfen. Seien sie zutreffend, gebe es drei Erklärungen: Es könne sich um Flugapparate handeln, die von Menschenhand gebaut seien, oder es handele sich um Raumschiffe von anderen Sternen, oder es seien „übernatürliche Erscheinungen – eine Möglichkeit, die wir als gläubige Christen nicht ausschließen können“. [Besser wäre es sinnvoller Weise gewesen, diese Meldungen vorzustellen und nicht über sie zu orakeln.]

„Fliegende Untertassen“ immer noch ein Rätsel – Ein Vortrag in Schwetzingen über dieses Thema wusste am 16. September 1954 die Rhein-Neckar-Zeitung zu titeln, hier der Artikel eines ausgeschickten Berichterstatters: „Gibt es Fliegende Untertassen?“ Dies war das aktuelle und erregende Thema, zu dem der Sekretär der Gesellschaft für Weltraumforschung, Erich Steude (Karlsruhe), am Dienstagabend in einem vom Luftwaffenring e.V., Ortsverband Schwetzingen und Umgebung, durchgeführten Vortragsabend im „Welde-Bräu“ in Schwetzingen sprach. Die „UFOs“, unbekannte Flug-Objekte, wie die amtliche Bezeichnung der „Fliegenden Untertassen“ ist, geben so viele Rätsel auf, dass vorläufig immer nur Mutmaßungen über ihre Herkunft und ihre Art angestellt werden können. An die Existenz „Fliegender Untertassen“ glaubt Erich Steude. Darüber liegen zu viele Berichte auch ernst zu nehmender Beobachter vor, als dass man ihr Vorhandensein abstreiten und sie etwa als harmlose Flugobjekte, die etwa nur meteorologischen Forschungen dienen, halten könnte. [Tatsächlich gibt es eine breite Spannweite von Stimuli, die für UFOs gehalten werden und nicht nur die meteorologischen Forschungsballone.] Eine Massentäuschung in solchem Umfange erscheint so gut wie ausgeschlossen. Ihre Herkunft freilich lässt sich nicht erklären, es sei denn, man ist der Meinung, dass die „UFOs“ planetarischen Ursprungs sind. Diese Meinung vertrat auch Erich Steude, eine Meinung, die sich auch darauf stützen kann, dass schon vor 75 Jahren, als es noch keine Fliegerei auf der Erde gab, unbekannte Flugobjekte beobachtet wurden. [Sinnvoller wäre es jenseits dieser inhaltslosen Angabe gewesen, hierfür einen konkreten Vorfall zu benennen, um die Behauptung nachzuvollziehen.] Über ihr Aussehen und die Art ihres Antriebes lässt sich nur wenig sagen. Bis jetzt scheint nur soviel festzustellen [sic], dass es sich um Flug-Objekte handelt, die nach dem Kreiselprinzip fliegen [woher nahm der Mann diese Selbstsicherheit?] und dabei die ungeheuere Geschwindigkeit von 40.000 bis 60.000 Stundenkilometern [Belege?] erreichen. Sie können auch in der Luft stehen bleiben, also wie Insekten fliegen, während wir auf der Erde erst den Vogelflug beherrschen. [Hier läuft man schnell Gefahr alle unterschiedlichen Parameter untereinander völlig unterschiedlicher Objekte, die man für UFOs halten kann, auf ein allumfassendes Gesamtphänomene zu reduzieren, wodurch die UFOs plötzlich wundersame Fähigkeiten haben sollen. Dies ist mit ein Kernproblem der ganzen UFO-Diskussion auf welches die allermeisten UFO-Gläubigen unreflektiert hereinfallen.]

Interessant war der Vergleich, den der Redner zwischen diesen „UFOs“ und den Erkenntnissen unserer, insbesondere der deutschen Forschung anstellte. So flog zum Beispiel die V-II-Rakete (wissenschaftlicher Name: A-IV-Rakete) mit eineinhalbfacher Schallgeschwindigkeit und erreichte eine Spitzenhöhe von 140 km. Der deutsche Professor Sänger entwickelte während des Krieges schon ein Flugzeug, das mit Raketenantrieb ausgestattet, die Erde im Non-Stop-Flug in 300 km Höhe bei einer Geschwindigkeit von 22.000 km umfliegen sollte. Also auch unsere eigene Forschung ist bereits an ungeahnte Grenzen der Fliegerei angelangt. Aber trotzdem geben die „UFOs“ noch viele ungelöste Probleme auf. Sie bergen Geheimnisse, die allen uns bekannten aerodynamischen Gesetzen zu widersprechen scheinen. Wer steuert diese Flugobjekte? Sind es Insekten oder insektenähnliche Lebewesen, die die Frage des Insektenfluges kennen? Kommen sie von einem Planeten, vom Mond, Mars, von der Venus oder dem Jupiter oder einem seiner Monde? Arbeiten die unbekannten Flugobjekte mit Ultraschall? Alles Fragen [und die sich auch gar nicht stellen], auf die es heute noch keine Antwort gibt. Aber vielleicht werden wir ihnen eines Tages im Weltraum begegnen. Das Problem der Weltraumschifffahrt ist theoretisch längst gelöst. In diesem Zusammenhang wies Erich Steude auf das bekannte Projekt von Wernher v. Braun hin, der mit Hilfe von Weltraumstationen Reisen zum Mond oder Mars durchaus für durchführbar hält. Professor Sänger hält es sogar für möglich, mit einer Lichtrakete 98 Prozent Lichtgeschwindigkeit, also etwa 296.000 km pro Sekunde, zu erreichen. Die Reise Erde-Mars würde dann nur eine Stunden dauern! Vorläufig bleibt es bei Vermutungen und Spekulationen [hauptsächlich letzteren], aber wer weiß, ob wir nicht in absehbarer Zeit mehr über alle diese Fragen wissen, die mit den „Fliegenden Untertassen“ zusammenhängen.
Mich küsste ein Marsmensch…, hieß es am 18. September 1954 in den Hessischen Nachrichten. Antoine Mazaud, ein 60jähriger Bauer aus Limoges, Mittelfrankreich, hatte dies behauptet, doch er zuckte mit den Schultern während seines Berichtes über eine Begegnung mit einem „Marsmenschen“ am vergangenen Wochenende in der Nähe seines Ortes. Nach seinem Bericht wurde er von dem Piloten einer acht Meter langen „Zigarre“ geküsst und in einer unbekannten Sprache angesprochen. Der Pilot habe durchaus menschenähnlich ausgesehen und eine sturzhelmähnliche Kopfbedeckung getragen. Nach der „Begrüßung“ habe sich der zigarrenförmige Flugkörper mit bienensummenähnlichem Geräusch und hoher Geschwindigkeit wieder in die Luft erhoben. Wie wird sich dieser Fall nun wirklich zugetragen haben, fragte man sich. In Frankreich hat darüber ein großes Rätselraten eingesetzt.

Fliegende Untertassen schon 1461 – Professor Oberth glaubt an die „Uraniden“ meldete die AP aus Saarbrücken und Der Tagesspiegel vom 24. September 1954 hatte seine Meldung weg: Der Ehrenpräsident der deutschen Gesellschaft für Weltraumforschung, Professor Hermann Oberth, erklärte in einem Vortrag in Saarbrücken, dass er nach gründlichem Studium der bisherigen Beobachtungen an die Existenz der sogenannten Fliegenden Untertassen glauben müsse. Er nehme dazu allerdings einen „sowohl als auch“-Standpunkt ein, der sich darauf gründe, dass die Erscheinung der Fliegenden Untertassen in vielen Fällen mit bekannten und den Naturgesetzen unterliegenden Erscheinungen identifiziert werden könnte. In wenigsten zehn Prozent der Fälle müsse die Erscheinung aber auf maschinelle Objekte zurückgeführt werden. Diese Objekte würden möglicherweise von Geschöpfen gebaut und betrieben, die unserer Kultur um Jahrhunderte oder Jahrtausende voraus seien. Die Tatsache, dass bisher noch keine Fliegende Untertasse abgestürzt ist, erklärt Professor Oberth damit, dass die Uraniden, wie er diese Geschöpfe nennt, ihre Flugobjekte vollendet beherrschen. Möglicherweise würden sie auf Grund von Fähigkeiten, die mit den uns bisher bekannten Naturgesetzen nicht erfasst werden könnten, gar keinen Kontakt mit den Lebewesen unserer Erde suchen oder einen solchen aus Furcht vor der mikrobenreichen Atmosphäre der Erde sogar scheuen. Man könne aber vermuten, dass die Uraniden die atmosphärischen Verhältnisse unserer Erde schon vor Jahrhunderten erkundet hätten. Die Fliegenden Untertassen seien nämlich nicht erst eine Erscheinung unserer Tage. Die erste historisch belegte Beobachtung stamme aus dem Jahre 1461 und sei von dem Hofchronisten Philipp des Guten von Burgund verbürgt.

Ausgerechnet ein gutbekannter Fürsprecher jener Tage weist darauf hin, dass bis dahin noch keine Fliegende Untertasse abgestürzt ist. Sieben Jahre nach dem vorgeblichen Roswell-Zwischenfall. Nun werden UFOlogen sicherlich argumentieren, dass der gute alte Herr Professor im Nachkriegsdeutschland es eben nicht wusste. Hier aber würde sich jeder Raumfahrt-Historiker mit Recht sehr aufregen. Oberth als Lehrherr von Wernher von Braun, als „Peenemünder“ mit exzellenten Kontakten nach Amerika via ‚Operation Paperclip‘ verfrachteten Elitegruppe deutscher Raketenwissenschaftler, war durchaus einer jener wenigen Geheimnisträger der damaligen Zeit, der in die Raumfahrt-Planung der Amerikaner eingewiesen war und beratend der deutschen Exilgruppe in Houston und White Sands zur Seite stand, war er schließlich ihr Lehrherr. Wäre eine außerirdische Raumschiff-Untertasse in den Jahren zuvor abgeschmiert und wäre sie, so die Legende, tatsächlich geborgen worden, wem würde man sie zugänglich
machen? Natürlich den führenden Köpfen des amerikanischen Raketenprogramms in Weiterentwicklung der V-2, also der deutschen Gruppe, zu der übrigens auch Dr. Walter Riedel gehörte – der sich ebenfalls als Untertassen-Gläubiger zeigte und sogar einer der ersten UFO-Gruppen angehörte. Genauso wenig wie Oberth hatte Riedel sich mehrfach positiv betreffs UFOs ausgesprochen, konnte aber nie felsenfest seine Überzeugung belegen. Hätte es das Wrack einer Untertasse gegeben, so hätten die beiden Herren sich alle Überzeugungsarbeit ersparen können.

„Untertassen“-Invasion in Frankreich meldete die Frankfurter Rundschau am 7. Oktober 1954: Über Frankreich werden in den letzten Tagen von zahlreichen Plätzen Fliegende Untertassen und fliegende Zigarren gemeldet. Mehr und mehr ist die französische Bevölkerung davon überzeugt, dass es sich bei den „Untertassen“ und „Zigarren“ nicht um reine Himmelserscheinungen, sondern um Flugkörper handelt. Über der Industriestadt Lille wurden in der Nacht zum Montag solche Flugkörper von mehreren hundert Personen beobachtet. Das erste Mal tauchten die Flugkörper jetzt auch über dem Mont-Blanc-Massiv auf. Hier wurden sie von Offizieren der in Charmonix stationierten Alpenjäger angeblich einwandfrei als Flugkörper erkannt.

Fliegende Untertassen reportierte am 8. Oktober 1954 die Jüdische Allgemeine: Am vergangenen Freitagabend kurz vor neun Uhr erschienen zum erstenmal im Orient „Fliegende Untertassen“. Einwohner, die um diese Stunde auf den flachen Hausdächern Erholung suchten, erzählten, dass plötzlich der dunkle Himmel über dem Meer von einer Lichtmasse erhellt wurde, die die Form einer stark verlängerten Zigarre hatte und mit größer Geschwindigkeit in wenigen Sekunden wieder verschwunden war. Tags darauf berichteten die Zeitungen Jordaniens aus Sichem (Nablus), dass dort eine das Auge blendende „fliegende Zigarre“ gesichtet worden sei, die in einem neonlichtartigen Schein gehüllt von Osten nach Nordwesten flog. [Sehr wahrscheinlich eine langgezogene Boliden-Durchgangsspur am Himmel.]

42jähriger Filmvorführer behauptet: „Untertasse“ landete bei Rinkerode: Vier Zwergmenschen hantierten unter dem gelandeten Flugkörper-Phänomen – „Ich stand 60 Meter daneben“ war die Schlagzeile in den Westfälischen Nachrichten vom 11. Oktober 1954: Genau um 2:40 h in der Nacht zum Sonntag hielt mit seinem Wagen ein 42jähriger Filmvorführer aus Münster vor einem Polizeibeamten, der seinen Dienst bei der Zeitkontrolle der ADAC-Westfalenfahrt in Münster versah und erklärte: „Ich habe soeben eine ‚Fliegende Untertasse‘ gesehen, die bei Rinkerode landete und etwa neun Minuten lang über dem Boden schwebte. Bitte – fahren Sie mit, damit ich Ihnen die Stelle zeigen kann.“ der Polizeibeamte meinte: „Ich habe hier Dienst und kann nicht weg – tut mir leid.“ An zahlreichen Stellen rief der Filmvorführer noch in der gleichen Nacht an. Niemand wollte ihm die unglaubliche Geschichte „abnehmen“. Seit 2:40 h Sonntagmorgen aber begann das große Gerücht um die unheimliche Geschichte mit der „Untertasse“ zu kreisen… Wir sprachen inzwischen mit dem Filmvorführer. Ohne uns mit den Ausführungen zu identifizieren, geben wir mit dem gebotenen Vorbehalt wieder, was sich nach Aussage des 42jährigen in jenen nächtlichen Minuten, zwischen Rinkerode und Albersloh abgespielt haben soll:
„Ich kam mit meinem Wagen“, so erzählt der Mann, „von Senden, wo ich in einer Spätvorstellung gearbeitet hatte und brachte einen Bekannten nach Ascheberg. Über Rinkerode wollte ich dann nach Münster fahren. Genau an der Stelle zwischen Rinkerode und Albersloh. wo der Sandweg zum Pumpwerk abbiegt, sah ich plötzlich seitwärts der Straße ein bläuliches Licht. Im ersten Moment dachte ich, ein Flugzeug sei abgestürzt. Ich hielt sofort an, stieg aus und lief auf das freie Feld. In diesem Augenblick erfasste ich das stahlblaue Licht ganz deutlich: Es umkreiste einen zigarrenförmigen Körper, der über dem Erdboden zu schweben schien…“
Ganz langsam, Schritt für Schritt, ist der Filmvorführer, nach seinen Aussagen, auf diese unheimliche Erscheinung zugegangen. Die Uhr zeigte genau 2 h. „Als ich bis auf 60 Meter heran war, wurde ich von dem Licht so stark geblendet, dass ich stehen bleiben musste. Nach einigen Minuten ließ das Blendlicht nach und ich sah: einen größeren zigarrenförmigen Körper, der etwa 1 1/2 Meter über dem Boden zu schweben schien. Darunter vier Lebewesen, vielleicht 1.20 m groß, wie Zwerge…“ Der Filmvorführer gibt unumwunden zu: „Ich konnte einfach keinen Schritt mehr gehen… der Schrecken, die Furcht – das alles traf zusammen…“ Wie „zusammengedrückte Schwergewichtsboxer“ sollen die Lebewesen ausgesehen haben, „mit einem wuchtig-schweren Oberkörper, einem übergroßen Kopf und kleinen zierlichen Beinen. Sie trugen einen gummiähnlichen Anzug in Parallelo-Form. Sie gaben keinen Laut von sich. Plötzlich stiegen sie über eine kleine Leiter in den seltsamen Flugkörper, der immer noch von einem eigenartigen bläulichen Licht umgeben war. Ich weiß genau: Ich habe kein Geräusch vernommen… Der Körper neigte sich auf der Stelle zur Seite und stieg schräg in den nächtlichen Himmel hinein. Nach kurzer Zeit nahm er die Form einer hellen Scheibe an und war Sekunden später entschwunden… Ich lief, so schnell ich konnte, zu meinem Wagen. Die Uhr zeigte 2:12 h…“ Das andere ist bekannt: Der Mann fuhr nach Münster, sprach mit dem Polizeibeamten, telefonierte mit verschiedenen Stellen… Er hat uns die Geschichte im Laufe des gestrigen Tages zweimal erzählt. Er weiß genau, dass sie unglaublich klingt, dass er sich vielleicht lächerlich damit macht… Aber er bleibt bei seiner Aussage: „Ich sage nur, was ich gesehen habe…“ Wir haben das Erlebnis dieses Mannes so wiedergegeben, wie er es erzählte. Wir betonen, dass wir es mit allem Vorbehalten taten. Wir werden aber in unserer Dienstag-Ausgabe näher auf dieses eigenartige Phänomen „Fliegende Untertasse“ eingehen. Schon deswegen, weil in diesen Tagen aus aller Welt ähnliche Meldungen kommen, wie diese.

Der Empfang des ersten Marsmenschen – Paris ist gerüstet – Amtliches Begrüßungskomitee gegründet – Empfänge und Besuche vorgesehen hieß es am 14. Oktober 1954 in der Rhein-Neckar-Zeitung: Ein amtliches Begrüßungskomitee zum feierlichen Empfang des ersten Marsmenschen, der sich auf der Erde zeigen sollte, hat sich in paris konstituiert, und der französische Staatspräsident, Rene Coty, besaß Humor genug, dem Komitee im Falle des Falles einen festlichen Empfang im Elysee-Palast zuzusichern. Der Initiator, bezeichnenderweise Präsident des Nationalen Komitees für Festlichkeiten und Fremdenverkehrswerbung, Raymond Rodel, erklärte aus Anlass der Gründung des neuen Komitees: „Wir können natürlich nicht wissen, ob und wann ein Marsbewohner in Frankreich landet. Da aber so viele behaupten, Marsmenschen gesehen zu haben, muss man ja etwas unternehmen.“
Das Komitee hat sofort einen Preis in Höhe von einer Millionen Francs (12.000 DM) für denjenigen Franzosen oder Ausländer ausgesetzt, der dem Komitee einen lebenden Marsmenschen überbringt. Da man Sprachschwierigkeiten befürchtet, einigte man sich bereits darauf, den berühmten Gast mit einem Glas Wein zu bewillkommnen. Alle französischen Politiker sollen bereits ihre Mitwirkung zugesagt haben. Der erste in Paris soll für den Marsmenschen folgendermaßen aussehen:

Das Komitee unter Führung seines Vorsitzenden, dem Herzog von Brisac, wird ihm etwas zu trinken und zu essen reichen, falls er Hunger haben oder überhaupt auf grund seines Körperbaus zur Nahrungsaufnahme in der Lage sein sollte. Dann wird ihm der Präsident des Pariser Stadtrats, Bernard Lafay, in der Stadthalle empfangen und ihn bitten, sich in das Goldene Buch der Stadt einzutragen – falls er schreiben kann. Anschließend ist ein Essen im Maxim vorgesehen und dann ein Empfang bei Staatspräsident Rene Coty. Der Staatspräsident werde den Abgesandten des Nachbarplaneten wie einen „sehr hochstehenden“ Gast eines fremden Staates behandeln. Für 16 h ist eine Pressekonferenz am Eiffelturm vorgesehen, und gegen 18 h wird der „Martianer“ – deshalb so genannt, weil er vom Mars kommt – Gelegenheit haben, französischen und ausländischen Diplomaten und Militärs der NATO die Hand zu schütteln – falls er eine hat. Rodel versicherte, dass seinem Komitee die bedeutendsten Namen der französischen Gesellschaft angehören, darunter der Comte Andre de Charbonniere, Chevalier Jean de la Barre und Andre de Fouquiere. der Präsident des französischen „Höflichkeits-Komitees“, Rechtsanwalt Theodore Valensi, beabsichtigt, dem Marsmenschen die Höflichkeitsmedaille zu verleihen, weil er zuerst in Frankreich gelandet sei. Natürlich gebe es noch eine ganze Reihe Probleme, versicherte Rodel, wenn man den Marsmenschen am Abend ausführen wolle. Das hinge eben davon ab, ob er männlichen oder weiblichen Geschlechts sei. Eine Frau könnte vielleicht eine Modenschau ansehen, ein Mann – nun, Rodel schwieg sich darüber aus, aber lächelte vielversprechend. Zuversichtlich ist das Komitee über die Verständigungsmöglichkeiten, einmal weil die meisten Mitglieder gewohnt sind, mit den Händen ebenfalls zu reden, und dann – welcher gebildete Mann spricht nicht Französisch?

Über das Aussehen der in Frankreich gesichteten Marsmenschen, die aus Untertassen, Zigarren und ähnlichen Transportmitteln entstiegen, liegen wiedersprechende Angaben vor. Einer war 1.20 Meter groß, im Gesicht völlig behaart und mit Augen wie „Kräheneier“. Ein anderer war in einen Cellophan-Anzug gekleidet. Ein Dritter hatte ein Gesicht wie ein Taucherhelm. Alle sollen aber sehr freundlich gewesen sein. Das Komitee ist zuversichtlich, dass im Hinblick auf den Geldpreis der nächste Franzose, der einem Marsmenschen begegnet, seine Angst überwindet und den Gast nach Paris bringen wird.

Untertassen-Pilot sprach russisch -Tschechischer Arbeiter will ihn in Südfrankreich getroffen haben, so eine dpa/UP-Meldung aus Paris, die die Kasseler Post am 26. Oktober 1954 aufgriff. Ein tschechischer Arbeiter aus Saint-Remy bei Epinal (Ostfrankreich) berichtete der Polizei am Wochenende, er habe den Piloten einer „Fliegenden Untertasse“ getroffen, der russisch gesprochen und ihn gefragt habe, ob er sich in Italien oder in Spanien befinde, und wie weit es bis zur deutschen Grenze sei. Danach habe ihn der Fremde, der einen Revolver in der Hand trug, zu einer „Fliegenden Untertasse“ geführt. Der Arbeiter bezeichnete die Untertasse als einen Flugkörper aus zwei Scheiben mit einem Periskop, das etwa 1,50 Meter hoch und 2,50 Meter breit gewesen sei. Nachdem der Fremdling auf russisch „Auf Wiedersehen“ gesagt hatte, sei der Flugapparat mit einem Geräusch, das dem einer Nähmaschine ähnelte, senkreich in die Höhe gestiegen und in einer Höhe von etwa fünfhundert Metern nach Süden abgeflogen. Inzwischen hat die französische Wochenzeitung L’Express 10 Millionen Franc (etwa 100.000 DM) als Preis für den ausgesetzt, der bis zum 1. Januar 1956 den unwiderlegbaren Beweis für die Existenz einer Fliegenden Untertasse, Zigarre oder eines ähnlichen Objektes aus „einer anderen Welt“ erbringen kann.

Untertassen störten Fussballspiel – Glaswolle fiel in Flocken zur Erde, so eine dpa-Meldung aus Rom, die auch die Kasseler Zeitung am 28. Oktober 1954 aufgriff. Über 10.000 Menschen beobachteten im Stadion von Florenz eine „Fliegende Untertasse“, die über der Stadt wegraste. Die seltsame Himmelserscheinung war so eindrucksvoll, dass das Fußballspiel im Stadion mehrere Minuten lang unterbrochen wurde. Von dem rätselhaften Flugkörper ging ein regen von glänzenden spinnwebenartigen Flocken hernieder, die sich auf Bäumen, Dächern und Telefondrähten festsetzten. Im Universitätsinstitut von Florenz wurde festgestellt, dass es sich um eine Bor-Silizium-Glaswolle handeln kann. Das gleiche Phänomen wurde in Siena, Prato und Sesto Fiorentino beobachtet.

„Es gibt pflanzliches Leben auf dem Mars“ – Eine Nachricht aus Südafrika – Dr. Slipher teilt seine neuen Beobachtungen mit textete die Rhein-Neckar-Zeitung den Titel für eine Story vom 4. November 1954, hier der Bericht: Ein bekannter amerikanischer Astronom brachte jetzt aus Südafrika die Nachricht mit, es sei gelungen, nachzuweisen, dass es auf dem Mars Leben gibt. Dr. h. c. [= ehrenhalber] Slipher vom Lowell-Observatorium kehrte kürzlich aus Blömfontein in Südafrika zurück, wo er im dortigen Observatorium rund 20.000 Farbaufnahmen von der Marsoberfläche machte. Der Planet kam in diesem Jahr der Erde besonders nahe, und die Beobachtungsmöglichkeiten waren von Südafrika aus am günstigsten. „Auf dem Mars gibt es Leben“, berichtete Dr. Slipher. „Wenn dort nichts wachsen würde, hätte sich der Sand der roten Wüsten auf dem Mars längst über den ganzen Planeten verbreitet und seine ganze Oberfläche hätte eine einheitliche Färbung. In Wirklichkeit aber zeigen unsere Aufnahmen große blau-grüne Stellen.“ Auf den Aufnahmen seien außerdem deutlich die ereisten Polgebiete zu erkennen. Außerdem könne man Wolken und Sandstürme sehen, die über den Mars hinwegfegen. Mit Hilfe besonderer Farbfilter sei es auch gelungen, die Marsatmosphäre zu durchdringen und zum ersten Male „mindestens zwei neue Marskanäle“ aufzunehmen. „Sie sind zwar undeutlich und schwach zu sehen, aber zweifellos vorhanden“, sagte Slipher. Dass es auf dem Mars Tierleben gibt, das dem der Erde ähnlich ist, wird von dem Astronom bezweifelt, weil der Planet über sehr wenig Sauerstoff und viel weniger Wasser verfügt als die Erde. Die „blau-grünen Stellen“ deutete er als Vegetationsgebiete in denen wohl Pflanzen wachsen, die den Flechten der Erde ähnlich sind. Auf seinen Farbaufnahmen sind außerdem „Oasen“ zu bemerken, die sich mit der Jahreszeit ausdehnen und wieder schrumpfen und auch ihre Farbe verändern.
Im Marsfrühling, sagte er, seien Gebiete zu beobachten gewesen, die ausgedehnter und stärker gefärbt gewesen seien als jemals in den vergangenen fünfzig Jahren. „Dieses Jahr“, meinte Slipher, „muss auf dem Mars besonders fruchtbar gewesen sein.“

Quelle: http://cenap.alien.de/chronicles/2thedaytheearthstoodstill4.htm

Gruß an die Marseinsatzkräfte

TA KI

„Project Blue Book“- Tausende Ufo- Akten der Air Force erstmals im Netz


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Gibt es außerirdisches Leben auf der Erde? Das zu beurteilen steht ab sofort jedem Internetnutzer frei: Auf der Website „Project Blue Book“ stehen erstmals Zehntausende Berichte über Ufo- Sichtungen durch die US- Luftwaffe zur Einsicht bereit.

Insgesamt 12.618 Ufo- Sichtungen verzeichnetete die US Air Force zwischen 1947 und 1969 unter dem Namen „Project Blue Book“. Die meisten davon konnten auf herkömmliche Flugkörper oder Naturphänomene zurückgeführt werden, weshalb das Projekt 1969 eingestellt wurde.

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Dem offiziellen Abschlussbericht einer Untersuchungskommission nach soll keines der gemeldeten, untersuchten und beurteilten Ufos jemals eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA dargestellt haben, geschweige denn Anlass zu Spekulationen gegeben haben, dass es sich um bislang unbekannte, außerirdische Technologien gehandelt habe.

701 Vorfälle „unidentifiziert“

Der Glaube an „fliegende Untertassen“ hält sich dennoch beharrlich – auch deshalb, weil von den über 12.000 vermeintlichen Ufo- Sichtungen 701 als „unidentifiziert“ klassifiziert wurden.

„Project Blue Book“ Akten im Netz

Wer sich selbst ein Bild von den Vorfällen machen möchte, kann dies seit Kurzem auf projectbluebook.theblackvault.com  tun. Die Website vereint erstmals alle Dokumente des „Project Blue Book“ in Summe 129.491 Seiten , die bislang nur auf Mikrofilmen des US- Nationalarchivs in Washington einsehbar waren.

„Da geht etwas Großes vor sich“

Zusammengetragen hat die Dokumente über einen Zeitraum von 15 Jahren der Historiker John Greenwald. Er zeigt sich entgegen der offiziellen Linie der Air Force nach wie vor überzeugt davon, dass „da etwas Großes vor sich geht“, wie er gegenüber dem Nachrichtensender CNN  verrät. Wie groß, werde noch länger niemand wissen, da die Regierung weiterhin die Regeln festlege und gleichzeitig der Schiedsrichter in diesem „schweren Spiel“ sei.

Dokumente geschwärzt

Greenwald ist jedenfalls überzeugt, dass die von ihm zusammengetragenen Ufo- Vorfälle „nur die Spitze des Eisbergs“ sind. Vor allem, da viele Passagen der Dokumente geschwärzt wurden. Und wenn das US- Militär einige der unbekannten Flugobjekte schon nicht identifizieren könne, wundert sich Greenwald, wer dann?

Quelle: http://www.krone.at/Digital/Tausende_Ufo-Akten_der_Air_Force_erstmals_im_Netz-Project_Blue_Book-Story-436021

Gruß an die Wahrheit

TA KI

 

 

Wie die UFOs nach Deutschland kamen Teil 6


Jugoslawien experimentiert mit „Fliegenden Untertassen“ hieß es am 27. Februar 1953 über dpa in Belgrad, die Frankfurter Rundschau schrieb so:

Staunend beobachteten Straßenpassanten in Belgrad am Sonntag mehrere tellerförmige Flugapparate, die in verschiedenen Höhen und mit unterschiedlicher Geschwindigkeit über den Dächern der Stadt kreisten.
Der Belgrader Rundfunk gab kurz danach Aufklärung: Es handele sich bei diesen „Fliegenden Untertassen“ um Versuchskonstruktionen des Forschungsinstituts der jugoslawischen‘ Luftstreitkräfte. Die Flugapparate, so hieß es in der Rundfunkmeldung, hätten einen Durchmesser von einem Meter, ein Gewicht von zwei Kilogramm und erreichten Geschwindigkeiten bis zu 50 Stundenkilometer. Der Flug dieser neuartigen Apparate werde über
Funk ferngelenkt. Über die Art des Antriebes dieser „Fliegenden Untertassen“ sagte der jugoslawische Rundfunksprecher nichts. [Davon hörte man nie wieder etwas, sodass es scheint, als sei dies eine Wegerklärung gewesen, um im Ostblock ja keine UFO-Stimmung aufkommen zu lassen.]
„Fliegende Untertassen“ über Kehl? hieß es am 3. Dezember 1953 aus Strassburg, worüber die Rhein-Neckar-Zeitung berichtete: Nach Strassburger Zeitungsberichten vom Mittwoch haben zwei städtische Arbeiter am Dienstagnachmittag über Kehl einen glänzenden Gegenstand beobachtet, der etwas kleiner als die untergehende Sonne war und mit rasender Geschwindigkeit in südlicher Richtung verschwand. Die beiden Arbeiter haben sich, wie sie erklärten, die genaue Zeit gemerkt: es war 4:20 h.
Schon vor zwei Wochen will ein Strassburger Polizist eine ähnliche Erscheinung wahrgenommen haben.

Die Fliegenden Untertassen sind wieder da – Zwei schwedische Piloten geben bisher präzisesten Bericht über Lufterscheinung konnte am 19. Dezember 1953 die Rhein-Neckar-Zeitung ihren Leserbriefschreiber vom 12. September des Jahres mittels einer UP-Meldung doch noch bedienen: Die beiden Piloten, die am Donnerstag in einem Bericht an den schwedischen Generalstab sensationelle Enthüllungen über eine von ihnen gesichtete „Fliegende Untertasse“ gemacht hatten, bekräftigten am Freitag ihre Angaben mit einer genauen Schilderung des von ihnen gesichteten Objektes. Bordmechaniker Olle Johansson, der von der Kanzel seines Verkehrsflugzeuges das Objekt zuerst gesichtet hatte, erklärte in Übereinstimmung mit Klugkapitän Ulf Christiernsson, dass der Gegenstand eigentlich eher einer „Pastille“ als einer „Untertasse“ geglichen habe. Auf die Frage, wie es ihnen möglich gewesen sei, die Geschwindigkeit dieses, ihre Flugbahn kreuzenden Gegenstandes zu bestimmen, meinten die beiden Piloten, sie hätten kurze Zeit darauf ein Flugzeug der Scandinavian Airlines vom Typ DC-4 beobachtet und dessen Geschwindigkeit mit der des unbekannten Gegenstandes verglichen.
Dabei seien sie zu der Überzeugung gekommen, dass sich das kreisrunde, metallisch-weiß glänzende Objekt mit der dreifachen Geschwindigkeit, d.h. mit etwa 1.200 Stundenkilometern, fortbewegt habe. [Was natürlich das Problem mit sich bringt, wie will man einen Vergleich zu einem Objekt, wie dem Flugzeug DC-4, dessen Groesse, Distanz und Geschwindigkeit aus der Erfahrung her bekannt ist mit einem Objekt leisten, von dem man all dies mangels Erfahrung nicht weiß?] Beide Piloten bestritten entscheiden, dass es sich bei dem Objekt eventuell um einen Nurflügel-Düsenjäger neuesten Typs [sic!] gehandelt haben könnte. Das Objekt sei absolut symmetrisch rund oder elliptisch gewesen.

Der schwedische Generalstab befasste sich am Freitag intensiv mit dem Bericht der beiden Piloten. Der Presseoffizier des Generalstabs betonte, es sei sicher, dass das gesichtete Objekt kein schwedisches Militärflugzeug irgendwelcher Art gewesen sein könne. Eine Verwechslung mit einem Wetterballon sei ebenfalls ausgeschlossen, da am Donnerstag in der Umgebung der Flugstrecke Stockholm-Malmoe, die von dem Objekt gekreuzt wurde, keine Wetterballons hochgelassen worden seien. Leider könne mit einem genauen Bericht der Radar-Stationen in Schweden nicht gerechnet werden, da zu der Zeit, als das Objekt gesichtet wurde, gerade ein äußerst starker Luftverkehr geherrscht habe und ein metallischer Körper besonderer Art auf den Radarschirmen leicht habe übersehen werden können.
[Allein diese Aussage macht Radar-Bestätigungen vorgeblicher UFOs für immer problematisch, gepaart mit der Gefahr von falschen Radarzielen durch Inversionswetterlagen und gerätegenerierten Falschzielen wird dadurch das Messinstrument ‚Radar‘ für unsere ufoforscherischen Belange zum problembelasteten Werkzeug.] Wie von Seiten des schwedischen Generalstabes weiter verlautete, haben die beiden erfahrenen Piloten den bisher genauesten Bericht ueber die seit einigen Jahren angeblich mehrmals aufgetauchten „Fliegenden Untertassen“ abgegeben. Die in Schweden in den letzten Jahren umlaufenden Gerüchte über „Fliegende Untertassen“ sprachen meistens von einer neuen Art ferngelenkter Geschosse, die eventuell von russischen Abschussbasen an der Ostseeküste stammten [damit ist die Saga von den sogenannten „Geisterbomben“/Ghostrockets gemeint, die für sich genommen zu weiten Teilen Fehldeutungen von meteorischen Ereignissen wie Sternschnuppen und Feuerball-Boliden plus Nachkriegs-Massenhysterie waren und sich nie, trotz aller Gerüchte, wirklich bestätigen – was sie mit den späteren UFO-Berichten gemein haben]. Die in utopischen Filmen wie „Das Ding“ dargestellte Theorie, dass es sich bei den „Fliegenden Untertassen“ um Körper handelt, die von anderen Planeten stammen, hat durch die Entdeckung der beiden Piloten natürlich ebenfalls neuen Auftrieb erhalten.

1954: Keyhoe und das Jahr der Untertassen

1954 brachte den Durchbruch der Fliegenden Untertassen auf dem europäischen Kontinent mit sich. Donald Keyhoe’s deutsche Version seines Buchklassikers schlug wie eine Bombe ein (mehr als ein Dutzend Druckauflagen schließlich) und der heiße Sommer 1954 fütterte die Phantasien der Menschen mit dem Thema der Fliegenden Untertassen als Fahrzeuge außerirdischer Besucher bis in die Spätherbst hinein ab.
Erstmals tauchten die Untertassen in breiter Formation auf, genährt durch das Keyhoe’sche Buchwerk Der Weltraum rückt uns näher. Wie Sie sehen werden war genau jenes Buch zum Tagesthema der Gespräche geworden und schlug in breiter Front ein. Interessanter Weise, so bemüßigen wir uns nachdenklich anzumerken, war das vorgeblich exotische und von uns externe Phänomen abhängig von der vorab erzeugten Pressesensation ob dieses Themas. Bereits in den vorausgehenden Jahren hätte es doch durchschlagende Sichtungsmeldungen hierzulande geben müssen, wenn die Untertassen wirklich jenseits unseres eigenen Wirkens und Denkens zugeschlagen hätten. Hier zeigt sich doch tatsächlich, welches gegenseitige Wechselspiel notwendig ist, um nach einer intensiven Pressearbeit die neue Saat einer eigenen UFO-Welle aufgehen zu lassen.

„Fliegende Untertassen sind gelandet!“ war der Titel einer neuen Berichtserie „über das größte Rätsel des 20. Jahrhunderts“, die mit Nr. 1/1954 der Revue durchstartete, freilich unter der Benützung des Buches „Flying Saucers Have Landed“ von Desmond Leslie und George Adamski. „Piloten, Astronomen und Reporter jagen diesem Geheimnis nach“ wird die zeitgeistige Stimmung gebrandmarkt und Luftwaffen-Captain Thomas F. Mantell von der amerikanischen Luftschutzflotte wird zum Halbgott des Luftwaffenkommando hochgeputzt. Woher auch immer, die Zeitschrift will sogar die Personal-Beurteilung von „Captain Mantell junior“ kennen: Mutig, diszipliniert, vernünftig; eher simpel als phantasievoll; beherrscht sein Spezialgebiet bis ins Kleinste; ist sechs Fuß groß, verheiratet, hat zwei Kinder (Jungen); keine Laster, kein bekanntes Steckenpferd, absolut verlässlich, Patriot. Bevorzugt zu befördern. „Dieser tapfere Flieger und Familienvater, eine Stützte der US-Luftwaffe und der amerikanischen Bürgerschaft, sitzt am Steuer seiner schnellen Jagdmaschine und pfeift vergnügt eine Schlagermelodie vor sich hin“, lesen wir hier in einer romanhaften Schilderung, nicht gerade untypisch für diese Zeitepoche, wo derartige Storys schon von Keyhoe als kleine Detektiv-Geschichten seitenlang eingebracht wurden. Ein Schreibstil, der in diesen Tagen kaum noch denkbar ist. Der dadurch total verklärte Vorfall fällt dieser schriftstellerischen Ausdrucksform zum Opfer. Total überzogen wird der sicherlich mit offenem Munde lesende Zeitschriften-Kunde mit den Fliegenden Untertassen in einer pseudo-dokumentarischen Form konfrontiert: „Eine riesige Fliegende Untertasse hat Captain Mantells Jagdmaschine abgeschossen!“

Der Leser wird an Kenneth Arnold erinnert, der ja bekanntlich „fliegende Grammophonplatten“ gesehen und gemeldet hatte, die nur von denkenden Wesen oder „einem hochkomplizierten Radargehirn“ gesteuert werden konnte. Kein Zweifel: Die amerikanische Nation stand in Aufruhr, aber es gab „unter uns
immer Männer, die fest davon überzeugt waren, dass es sich bei den Flugkörpern um Luftschiffe aus dem Weltraum handeln muss. Das Rätsel der Fliegenden Untertassen verlangt nach einer Lösung!“ Eine Sturmflut brach in den USA los, setzte die Regierung unter Druck, allein schon deswegen weil sich private Untertassen-Forscher in Vereinigungen zusammenfanden und landauf, landab via öffentlicher Vorträge über das „Problem Nr. 1“ aufklärten – diese Veranstaltungen werden vorgestellt als könne man den damit verbundenen Auftrieb nur noch mit „einem Toscanini-Konzert“ vergleichen: Frauen in großer Abendtoilette und Männer im Smoking, aber auch viele Jugendliche und einige sonderbare Gestalten – „Außenseiter der Gesellschaft in bestaubten Schuhen, zerfransten Hosen und mit schiefsitzender Krawatte. Es sind keineswegs Ausgestoßene, sondern eher Sonderlinge, für die ein geistiges Problem alles, ein gutsitzender Anzug dagegen gar nichts bedeutet… Etwas veranlasst die Millionärsgattin, sich neben einen schlichten Handwerker zu setzen und mit ihm, dem sie sonst nur Befehle erteilen würde, eine erregte Unterhaltung zu führen, an deren Ende sie ihm vielleicht recht gibt und sich von ihm belehren lässt. Dieses ‚Etwas‘ ist nichts anderes als das Problem Nr. 1, der Spuk am Himmel, die rätselhaften Flugkörper, die Untertassengefahr, die dem Hauptmann Mantell und noch einigen anderen Piloten das Leben kostete“. Für den Historiker mit soziologischem Einschlag ist diese Medienaufarbeitung zu Beginn des Untertassen-Zeitalters in Deutschland sicherlich genauso interessant, wie für die ufologische Generation dieser Zeitebene, die sich bei den vorherigen Zeilen wie in eine andere Welt versetzt sich fühlen muss.

Und wer ist einer dieser Vortragsreisenden bei „aufklärendem Charakter“?
Kein anderer als George Adamski, bildlich verglichen mit einer deutschen Sympathie-Figur, dem Burgschauspieler Attila Hörbiger. Adamski hat alle anderen „Fachleute übertrumpft – ohne Zweifel half ihm das Glück dabei, und wahrscheinlich auch seine Geistesgegenwart. Jedenfalls ist er heute in den Vereinigten Staaten eine unumstrittene Autorität in allen Fragen, die mit den Fliegenden Untertassen zusammenhängen.“ Aber nicht nur Adamski ging auf große Tour, auch der berühmte Professor Donald H. Menzel. Im Sommer 1951 fand wieder einmal ein Vortrag von ihm über die Fliegenden Untertassen in einer großen Konzerthalle San Franziskos statt. Schon eine Stunde vor Beginn des Vortrags glich der riesige Saal einem überdimensionalen Hexenkessel, der von einem an- und abschwellenden Brausen erfüllt war. Auch George Adamski war unter der erregten Menge, die dem Professor lauschte, der aber fast alle Besucher enttäuschte, da er die Untertassen als „Luftspiegelungen“ wegwischte. Adamski, soll der Sage nach, scharf reagiert und das Podium gestürmt haben, um zu erklären: „Papperlapapp, die Wissenschaft! Was erklärt sie denn? In diesem Falle gar nichts! Für mich besteht kein Zweifel daran, dass diese fliegenden Scheiben Fahrzeuge von einem anderen Planeten sind!“ Im Gesicht von Menzel drückten sich Unverständnis und Entsetzen aus, aber das Publikum jubelte.
Sicherlich wird auch das Revue-Publikum ob dieser Mär gejubelt haben. Eines muss man jedoch dem Blatt bescheinigen, es stellte auf fast a-4-Format das Salem-Küstenschutz-Foto im Vollbild vor, an welchem man am linken Rand den Fensterrahmen und den Fensterknauf sehen kann, wodurch sich verrät, dass die Aufnahme durchs geschlossene Fenster gemacht wurde (es handelte sich um Spiegelungen von im Büroinnern befindliche Lampen im Fensterglas). Auch wenn hier dies Foto als „sensationeller Schnappschuss“ von „zweifelsohne vier Fliegenden Untertassen“ verkauft wurde, ist es dennoch eine der ganze wenigen Vollformat-Aufnahmen, die wir je sahen.

In Nr. 2/1954 der Revue ging es unter der Schlagzeile Fliegende Untertassen sind gelandet – Die aufsehenerregenden Berichte über das größte Rätsel des 20. Jahrhunderts und einer Adamski-Aufnahme weiter. Die Reihe wurde bis Nr. 6/1954 fortgesetzt und stellt damit wohl die erste Berichterstattungsreihe da, die in einem größeren Umfang fast schon spielerisch in einem Erzählstil Adamski förderte.

Geheimnisvolle Explosion vor Frankreichs Küste – Meteor oder Untertasse? fragte am 8. Januar 1954 dpa in einer Meldung aus Paris, die von der Zeitung Der Mittag (oder auch der Rhein-Neckar-Zeitung mit der dort eingesetzten Schlagzeile Fliegende Untertasse explodiert?) verwendet wurde: In der Nähe des nordfranzösischen Hafens Dieppe ereignete sich am Donnerstag früh eine rätselhafte Explosion. Dockarbeiter hörten gegen 5 h eine furchtbare Detonation und sahen gleichzeitig ein gleißendes Licht am Himmel. In der Stadt wurden zahlreiche Haustüren durch den Explosionsdruck aufgestoßen und viele Fensterscheiben zerbrochen. Himmelserscheinung und Explosion wurden bis achtzig Kilometer südlich von Dieppe wahrgenommen und auch von den optischen Küstentelegraphen in Dieppe und den benachbarten Orten verzeichnet. Kurz vorher war über Arras eine Fliegende Untertasse gesehen worden, eine Scheibe, die, einen hellen Lichtstreifen hinter sich herziehend, in großer Geschwindigkeit in Richtung Dieppe flog. Bisher ist der Vorgang noch völlig ungeklärt. In diesem Zusammenhang wird daran erinnert, dass vor etwa einer Woche ein Fischerboot in Dieppe einlief, das von Splittern förmlich zersiebt war. Kurz zuvor war eine, dem Vorgang am Donnerstag ähnliche explosionsartige Erscheinung am Himmel beobachtet worden. Die Wissenschaftler vermuteten damals, dass ein Meteor explodiert war, in dessen Splitterregen das Fischerboot geriet.

Papierkrieg wegen „Untertassen“ meldete dpa aus Washington, die Kasseler Post vom 25. Januar 1954 schrieb so: Der Nachrichtendienst der amerikanischen Luftwaffe führt gegenwärtig mit den angeblichen Augenzeugen „Fliegender Untertassen“ einen ausgedehnten Papierkrieg. Nach Angaben verschiedener Offiziere mussten bereits wichtigere Arbeiten zurückgestellt werden, weil jeder einzelne Hinweis genauestens überprüft wird. Wie es heißt, kommen 75 Prozent aller Zuschriften von Jugendlichen. Die zweitstärkste Gruppe ist nach den Äußerungen der Offiziere die Gruppe der „Spinner“, die angeblich die seltsamen Himmelserscheinungen mit eigenen Augen gesehen haben wollen. Die USA-Luftwaffe gibt für diesen Papierkrieg monatlich mehrere Tausend Dollar aus.

Düsenjäger suchten „fliegenden Gegenstand“ meldeten UP/dpa und die Rhein-Neckar-Zeitung am berüchtigten 1. April (1954). Zwei Düsenjäger des 86. Jagdbombergeschwaders hatten am vergangenen Freitag den Auftrag, über dem Luftwaffenglände bei Landstuhl nach einem „nicht identifizierten fliegenden Gegenstand“ zu suchen. Sie kehrten gerade von einem Übungsflug zurück und wurden auf Bodenbeobachtungen hin in den fraglichen Luftraum geleitet. Unter dem amerikanischen Bodenpersonal wollen zahlreiche Beobachter das „fliegende Objekt“ hell und schnell über den Himmel ziehend gesichtet haben. Das 86. Bombergeschwader verweigerte eine Auskunft auf die Frage, ob der „fliegende Gegenstand“ auf dem Radarschirm erfasst wurde.

Immer wieder neue Rätsel um die Fliegenden Untertassen: Major Donald Keyhoe wartet auf den „Tag X“ – Geheimberichte der US-Luftwaffe sollen interplanetarische Herkunft der unbekannten Flugobjekte bestätigen hieß der Leitartikel von Otto Merk am 24. April 1954 im Münchner Merkur. Die seit nunmehr bald sieben Jahren anhaltende Diskussion um das Phänomen der „Fliegenden Untertassen“ nimmt kein Ende. In den Vereinigten Staaten wurde sie gerade in den vergangenen Monaten neu belebt durch ein Buch von Major Donald E. Keyhoe „Flying Saucers from Outer Space“, das demnächst auch in deutscher Übersetzung (Verlag Lothar Blanvalet, Berlin, 328 Seiten, 14.80 Mark) unter dem Titel „Der Weltraum rückt uns näher“ vorliegen wird.
Keyhoe ließ sich vom Presseamt des amerikanischen Verteidigungsministeriums seine „Qualifikation als führende Kapazität“ auf dem Gebiet der Untersuchungen [damit ist keine Einzelfalluntersuchung, sondern nur Quellenrecherchen in Publikationen und Behörden-Korrespondenz gemeint] über die „Fliegenden Untertassen“ bestätigen, und er glaubt, aus dieser Bestätigung auch das Eingeständnis der US-Luftwaffe lesen zu können, dass die geheimnisvollen Flugobjekte interplanetarischer Herkunft sind. Für ihn steht fest, dass die Erde seit Jahren beobachtet wird und dass der „Tag X“, an dem die Raumfahrer unseren Planeten betreten werden, nicht mehr ferne ist.

Der Mann, der den zweifelhaften Ruhm für sich in Anspruch nehmen kann, die größte Massenhysterie seit Kriegsende ausgelöst zu haben, heißt Kenneth Arnold. In seinem Privatflugzeug flog dieser als seriös bekannte Geschäftsmann am 24. Juni 1947 im amerikanischen Staat Washington vom Meer her auf den 4.390 Meter hohen Mount Rainier im Cascadegebirge zu, als er vor sich neun riesige glühende Scheiben [sic!] in Winkelformation dahinrasen sah. Vor dem Mount Rainier zogen diese Scheiben steil hoch [?] und verschwanden dann hinter dem Berg. So wenigstens erzählte es Ken Arnold dem Reporter einer kleinen amerikanische Provinzzeitung. Er sagte, die Scheiben seien „untertassenähnlich“ [falsch, er nannte sie sogar Flugzeug-artig und zeichnete sichelförmige Gebilde auf] mit einem Durchmesser von etwa 35 Metern gewesen, und ihre Geschwindigkeit habe gute 1.800 Kilometer in der Stunde betragen. Aus der Provinzzeitung sprang die Sensationsmeldung auf die Titelseiten aller amerikanischen Blätter, die Nachrichtenagenturen funkten sie um die Welt. Die „Fliegenden Untertassen“ waren geboren. Ken Arnolds Story wurde geglaubt oder belächelt. In Europa hatte man zu Beginn dieses zweiten Nachkriegssommers ohnedies andere Sorgen genug, als sich um phantastisch klingende Erzählungen von der Ostküste der Vereinigten Staaten zu kümmern. Aber Arnolds Bericht war nur der Anfang. Schon bald darauf rannten in den verschiedensten Teilen Nordamerikas Bewohner kleiner Landstädte zu den Redaktionen ihrer Lokalblätter und erzählten Beobachtungen, die nicht weniger sensationell waren als die Schilderungen des Fliegers vom Mount Rainier. Überall in den Staaten wurden plötzlich jene geheimnisvollen Flugkörper gesichtet. Keine Sternschnuppe konnte mehr über den Nachthimmel ziehen, ohne von aufgeregten Laien als „Untertasse“ identifiziert zu werden. In der Dunkelheit waren es rot- oder bläulich-grün leuchtende, bei Tage silbern glitzernde Scheiben, die beobachtet wurden. Der erste (und wohl bisher einzige) Mensch, der der Untertassen-Psychose sein Leben opfern musste, war Captain Thomas Mantell, ein Flugzeugführer der US-Air Force. Als am frühen Nachmittag des 7. Januar 1948 zahlreiche Bewohner von Madisonville im Staate Kentucky „eine riesige, rot und weiß glühende Scheibe“ am Himmel in Richtung auf Fort Knox, das Golddepot der Vereinigten Staaten, ziehen sahen und wenig später der Flugkörper auch von der Air-Base Godman aus beobachtet wurde, erhielt Mantell, der sich mit einer Rotte Jäger vom Typ F-51 „Mustang“ gerade auf einem Übungsflug befand, durch Sprechfunk den Befehl, sich das „Ding“ einmal näher anzusehen. Kurz darauf meldete er, dass er das Objekt, „das aus Metall zu sein scheint und ungeheuer groß ist“, gesichtet habe. Obwohl er die Verbindung mit seinen beiden Rottenkameraden verloren hatte, stieg der Captain weiter, auf 5.000, auf 6.000 und 7.000 Meter. Noch einmal meldete er sich: „Ich kann nicht näher herankommen, das Ding fliegt mit gleicher Geschwindigkeit.“ 130 Kilometer vom Militärflughafen Godman entfernt, fand man am anderen Tag seine Leiche und die Trümmer seiner „Mustang“.

Es ist nie geklärt worden, warum Mantell abstürzte. Vermutlich war sein Sauerstoffgerät nicht in Ordnung [er hatte erst gar keine externe Sauerstoff-Versorgung an Bord], so dass er bewusstlos wurde. Die führerlose Maschine dürfte dann im Sturz zerplatzt sein, denn die Trümmer lagen im Umkreis von einem halben Kilometer verstreut. Das „Ding“, das der Captain jagte, aber war nach Ansicht von Sachverständigen ein Phantom, eine Sonnenreflektion auf den Eiskristallen einer Cirruswolke in 9.000 Meter Höhe [???, dies ist die verrückteste aller Erklärungen in diesem Fall und taucht sonst nirgends auf; die offizielle Erklärung war zunächst nämlich als Planet Venus abgegeben worden]. Für die Sensationspresse war es ausgemacht, dass Mantell von der verfolgten „Untertasse“ abgeschossen worden war. Die US-Luftwaffe sah sich daher veranlasst, einen geheimen Untersuchungsausschuss aus Sachverständigen zu bilden, der alle Meldungen über die „unbekannten Flugobjekte“ sammeln und auswerten sollte. Er bekam bald mehr zu tun, als ihm lieb war. Zu Hunderten gelangten die Berichte an den Ausschuss. Bei der Mehrzahl von ihnen war von vorneherein zu erkennen, dass es sich um Halluzinationen aufgeregter Bürger handelte [?]. Ein weiterer, nicht unerheblicher Prozentsatz von Beobachtungen erledigte sich durch Rückfragen bei astronomischen und meteorologischen Stationen [hier gab es also schon den Ansatz für Recherche!]: Die gesichteten „Untertassen“ waren Meteorite oder ganz einfach Wetterballons, sogenannte Radiosonden, gewesen. Übrig blieben aber immerhin noch einige Meldungen von Augenzeugen, denen man nicht ohne weiteres zutrauen konnte, dass sie Halluzinationen unterliegen [wie man nur auf diese weitverbreitete Idee von den Halluzinationen kam?]. Da behaupteten erfahrene Piloten von Verkehrsmaschinen, ein flügellos, zigarrenförmiges Raumschiff aus nächster Nähe gesichtet und sogar Kabinenfenster erkannt zu haben [keine Halluzination, sondern eine wahrnehmungspsycholgisch bedingte Irritation, die zu einer Konstruktion des angenommenen Objektes führte – in Wirklichkeit war dieses Objekt ein Feuerball-Bolide gewesen, der auch von anderen Zeugen als solcher erkannt wurde]. Leutnant George Gorman berichtete, und Beobachter vom Boden bestätigten es, dass er fast eine halbe Stunde lang mit seinem Nachtjagdflugzeug einen „Kurvenkampf“ mit einem „unheimlichen Licht“ aufgeführt habe, bis schließlich die seltsame Erscheinung, des Spieles offensichtlich müde, mit ungeheurer Geschwindigkeit davon gestiegen sei [unsere Detailanalyse lässt den starken Verdacht aufkommen, dass das Geschehen ein wahrer Luft-Kampf mit einem zum Spaß hochgerichteten Scheinwerferlicht eines nahebei befindlichen Sportstadions war]. Solche und ähnliche Darstellungen erhielten vom Untersuchungsausschuss die Benotung „ungeklärt“. Sie blieben als Extrakt aus dem Wust von Meldungen übrig, den die erste Welle der Untertassen-Psychose gezeugt hatte.

Die Beobachtungen in den Vereinigten Staaten fanden ihre Ergänzung durch [danach aufkommende] Berichte von amerikanischen Stützpunkten in aller Welt. Über Goose Bay in Labrador, über Alaska, über Japan, ja selbst über dem Jägerflugplatz Fürstenfeldbruck bei München wurden im Herbst 1948 die geheimnisvollen Flugkörper gemeldet. Es schien, als ob die Hysterie auch die Soldaten ergriffen habe, die tagtäglich in ihren [aus Amerika kommenden] Zeitungen die Nachrichten über die „Flying Saucer“ lasen. Die deutschen Bewohner von Fürstenfeldbruck wenigstens hatten an diesem 23. November 1948, an dem eine „Feuerscheibe“ über den Flugplatz dahingezogen sein soll, keinerlei Beobachtungen gemacht. [Dies ist ein weiteres deutliches Indiz dafür, dass die „Untertassen“ ihre Verbreitung über die sich ausbreitende Presse-Hysterie fanden und danach auch als Folge aus den amerikanischen Stützpunkt-Zonen gemeldet wurden. Ja, haben denn die Untertassen die amerikanische Presse gelesen und verfolgten deren Weg um den Globus, um sich danach zwecks ihrem Auftauchen zu richten? Dies kann man kaum glauben, weitaus eher ist es akzeptabel die Meinung anzunehmen, dass erste die ‚Presse-Enten‘ und dann die UFO-Eier da waren. Ein wirklich externes Phänomen hätte dies nicht nötig.] Während des Jahres 1949 wurde es verhältnismäßig still um die unheimlichen Flugkörper. Aber kaum hatte im Januar 1950 die Luftwaffen-Untersuchungskommission in ihrem Abschlussbericht festgestellt, dass alle Angaben über „Fliegende Untertassen“ Täuschung oder Unsinn gewesen seien, begann der Spuk von neuem, diesmal vor allem in Europa. Im März und April sichtete man die „Flying Saucers“ nicht nur über Italien, Spanien, Schweden und Dänemark, sondern auch über Berlin, Nürnberg, Aschaffenburg, dem Bayerischen Wald und München. Es ist interessant, dass sich in allen Fällen, in denen diese angeblichen Phänomene über Deutschland auftauchten, eine einfache, natürliche Erklärung fand: Über Nürnberg und Aschaffenburg waren es amerikanische Düsenjäger, die einige Laien genarrt hatten, während bei den Beobachtungen in München und Berlin von den Sternwarten festgestellt wurde, dass es sich um Sternschnuppen handelte. Die Schilderungen der „Untertasse, so groß wie ein Hut“ über dem Bayerischen Wald, die von einem Postbeamten gegeben worden war, konnte von vorneherein nicht ernstgenommen werden.

Um diese Zeit tauchten die ersten Gerüchte auf, dass es sich bei den „Untertassen“ entweder um eine amerikanische oder eine sowjetische Geheimwaffe handle. Washington dementierte derartige Vermutungen sofort; Moskau hat sich nie dazu geäußert. Aber wer probiert schon eine neue Waffe über dem gebiet des mutmaßlichen künftigen Gegners aus? [Wie wir aus heutiger Perspektive sehen können, sind also die heutigen Spekulationen um UFO-Geheimwaffen in Form der „Fliegenden Dreiecke“ und der Area 51 vor 45 Jahren in einer anderen Form aufgetaucht, nachdem bereits 1946 die „Ghostrockets“ über Skandianavien eine ähnliche Funktion erfüllten – es kehrt also alles im neuen Kleid wieder!] Fast ein Jahr lang herrschte nach dieser zweiten „Invasion“ unbekannter Flugkörper Ruhe. Die Untertassen wären beinahe in Vergessenheit geraten, wenn nicht im Februar 1951 die amerikanische Illustriere Look, gestützt auf Erklärungen eines maßgeblichen Mitarbeiters des Forschungsinstitutes der amerikanischen Marine, Professor Urner Liddel’s mit der Erklärung herausgerückt wäre, die Untertassen seien nichts anders als große Ballons [Stratosphären-Ballons] zur Erforschung kosmischer Strahlen in Höhen bis zu 30.000 Meter. An Hand dieser bis dahin streng geheimgehaltenen Ballonaufstiege konnte tatsächlich eine weitere Anzahl von Untertassen-Beobachtungen einwandfrei geklärt werden [hierzu zählte an erster Stelle der Mantell-Vorfall, auch wenn er zu dieser Zeit noch nicht in diesem Zusammenhang bekannt gemacht worden war!] Trotzdem setzte Mitte 1951 die dritte Nachrichtenwelle über das Auftauchen von Flugkörpern ein. Sie begann damit, dass im Juli einige merkwürdige Objekte, teils durch Radar, teils durch Augenbeobachtung, über dem Raketenversuchsgelände von White Sands festgestellt wurden, von denen angeblich auch Filmaufnahmen gelangen. Der entwickelte Streifen zeigte jedoch lediglich einen verschwommenen Lichtfleck am Himmel. Eine offizielle Anerkennung der Echtheit dieser Aufnahmen ist nie erfolgt. Nun aber steuerte die Psychose langsam ihrem bisherigen Höhepunkt zu. Es mehrten sich die „Photographien“ von Untertassen, die meist „zufällig“ Bildberichtern bekannter Sensationsblätter gelangten. Am bekanntesten sind die Aufnahmen seltsamer Lichterscheinungen am nächtlichen Himmel von Lubbock in Texas geworden. Die angesehene Zeitschrift Time hielt sie einer Veröffentlichung wert. Angeblich sollen die Negative von der Luftwaffe untersucht und als „echt“ bezeichnet worden sein.

Im Juni und Juli 1952 überstürzten sich die Geschehnisse. Die Saarbrücker Zeitung ließ sich aus Nordnorwegen berichten, dass dort eine Untertasse notgelandet aufgefunden worden sei. Genaue Einzelheiten über die Leistungen der Flugscheibe wurden abgegeben, und es fehlte nicht die Feststellung, dass die Instrumente russische Beschriftung trügen. In dieser, durch solche und ähnliche Sensationsberichte erzeugten hektischen Atmosphäre, verwundert es kaum noch, dass von fast allen militärischen wichtigen Punkten der Vereinigten Staaten – einschließlich der Atomwerke – Meldung auf Meldung über „Aufklärungsflüge“ von Untertassen im Pentagon eintraf. In der Nacht zum 20. Juli waren die unbekannten Flugkörper erstmals über der Hauptstadt Washington selbst. Auf dem Schirm des Panorama-Radar-Geräts in der Zentrale des National Airport tauchten wenigstens plötzlich die Markierungen für acht unbekannte Objekte im Luftraum über der Stadt auf, obwohl sich kein Verkehrsflugzeug unterwegs befand. Gleichzeitig wurde diese Zeichen auch vom Radargerät auf dem Kontrollturm des Flughafens angezeigt, und Beobachter auf dem Turm glaubten, eine orangerot leuchtende Scheibe zu sehen. Düsenjäger wurden angefordert, aber ehe sie eintrafen, waren die bis dahin nur mit 160 bis 120 Kilometer pro Stunde fliegenden Objekte plötzlich vom Radarschirm verschwunden – um nochmals aufzutauchen, nachdem die Jäger zum Einsatzhafen zurückgekehrt waren. Noch zweimal wiederholten sich in den folgenden Nächten diese Erscheinungen auf den Braunschen Röhren der Washingtoner Funkmessgeräte. Die Erregung der amerikanischen Öffentlichkeit drohte in Panik auszuarten. Da machte sich die US-Luftwaffe auf einer Pressekonferenz die Theorie des Astro-Physikers Dr. Donald Menzel von der Harvard-Universität zu eigen. Nach Menzels Erklärung hätte eine Temperatur-Umkehrschicht, die sich während der damaligen Hitzewelle nachts über Washington bildete, sowohl Lichtquellen auf der Erde als auch Radarstrahlen reflektiert und so die festgestellten Erscheinungen herbeigeführt. Die Bewegung der „Untertassen“-Zeichen auf den Radarschirmen war seiner Meinung nach durch die Turbulenz ausgelöst worden. Zu jenen Teilnehmern der Pressekonferenz, die dieser Erklärung ungläubig gegenüberstanden, gehörte auch Major d.R. des Marine-Corps Donald E. Keyhoe. In seinem neuen Buch, das sich trotz aller angebrachten Skepsis spannend liest wie ein utopischer Roman, versucht er, Menzels Theorie ad absurdum zu führen. Das Material, das Keyhoe anführt, stimmt nachdenklich. Um so mehr, als er behauptet, sich ausschließlich auf Berichte des 1950 offiziell aufgelösten, später aber wieder neugebildeten Untersuchungsausschusses der Luftwaffe zu stützen. Solche Geheimberichte sehen – laut Keyhoe – folgendermaßen aus: Die Erscheinung wurde am 3. August 1953 auf dem Flugstützpunkt Hamilton in Kalifornien beobachtet. Um sechzehn Uhr fünfzehn waren zwei riesige Scheiben, in verschiedener Höhenlage fliegend, von Osten her aufgetaucht. Düsenpiloten auf dem Flugplatz beobachteten, wie die höher fliegende Maschine auf die Ebene der anderen herunterkam. Dann begannen die beiden Untertassen um den Stützpunkt herumzukurven, wobei sie wie Düsenjäger bei einem Kurvenkampf manövrierten. Der Flieger, der sie zuerst bemerkte, ein Leutnant D. A. Swimley, hatte immer über die Untertassen gespottet. Er glaubte immer noch, seinen Augen nicht trauen zu können, holte ein Fernglas und stellte es auf die seltsamen Flugobjekte ein. Dabei konnte er ihre runde Form deutlich sehen, doch flogen die Scheiben zu hoch, um andere Einzelheiten erkennen zu lassen. Inzwischen hatte das Radargerät der Bodenkontrolle die Bläschen der Untertassen eingefangen, und Luftspäher telephonierten schon die ersten Meldungen durch. Während die Abfangpiloten zu ihren F-86-Maschinen rannten, kamen sechs weitere Scheiben in Sicht und schlossen sich den anderen an. Wie Swimley und andere Flieger vom Boden aus feststellen konnten, gruppierten sich die Untertassen in Hufeisenformation und nahmen Kurs nach Westen. Ehe die Düsenjäger auf gleiche Höhe kamen, waren die Scheiben verschwunden. Im Verhör durch einen Geheimdienstoffizier erklärte Swimley, er schätze den Durchmesser der Scheiben auf 20 bis 33 Meter. „Und erzählen Sie mir nichts von Reflexionen“, fügte er hinzu. „Ich weiß, dass es massive Körper waren.“
Und hier ein anderer Fall. Diesmal war der Schauplatz die Ostküste: Um 21:12 h näherte sich eine DC-4-Verkehrsmaschine der Pan American der Stadt Norfolk, Virginia, auf ihrem Weg nach Miami. Am Steuer war der Erste Offizier W. B. Nash. Der Zweite Offizier W. H. Fortenberry fungierte als Begleitpilot. Beide Männer hatten eine Flugpraxis von mehr als zehn Jahren hinter such und hatten Tausende von Stunden in den Kanzeln von Verkehrsflugzeugen zugebracht. Die DC-4 hatte eine Höhe von 2.600 Metern und befand sich einige Kilometer von Newport News entfernt, als voraus ein roter Feuerglanz auftauchte. Die Piloten sahen sechs riesige, scheibenförmige Maschinen auf sich zurasen, aber in geringerer Höhe. Die Scheiben, die in Flachlage flogen, hatten einen strahlend orangen Glanz wie rotgluehendes Metall. Als sie sich in Staffelformation näherten, verlangsamte die Führermaschine jäh die Fahrt und kippte auf den Rand hoch. Wie auf ein Signal folgten die anderen fünf und stellten sich ebenfalls hochkant. Dann machte die Führermaschine beinahe kehrt, kippte wieder in Flachlage und schoss nach Westen davon. Die anderen manövrierten gleicherweise, änderten rasch ihren Kurs und schlossen sich der ersten Maschine in Linie an. Einige Sekunden später schossen noch zwei Scheiben unter den Tragflächen der DC-4 hervor. Als sie ihre Geschwindigkeit erhöhten, um die Formation einzuholen, konnten die Piloten verfolgen, wie ihre Farbe plötzlich heller wurde. Offenbar stand dies im Zusammenhang mit dem Antriebsverfahren der fremden Maschinen, denn das Licht der ersten sechs Scheiben war matter geworden, als sie ihre Geschwindigkeit herunterschraubten, um zu wenden. Dann waren sie wieder heller geworden, als sie ihr Tempo erhöhten. Verblüfft und verstört über die seltsamen Dinge, die die gesehen hatten, funkten die Piloten nach Norfolk und meldeten die Erscheinung in allen Einzelheiten. Als Geheimdienst-Offiziere der Luftwaffe sie bei der Landung in Miami in Empfang nahmen, meldeten die Drähte die Geschichte bereits in die Zeitungsredaktionen des Landes‘. Keyhoes Darstellung unterscheidet sich wohltuend von den üblichen Untertassen-Sensationsberichten in manchen Illustrierten. Jene Geschichten, dass Untertassen bereits gelandet und in einem Fall mit Liliputanern, im anderen Fall mit schrecklichen Monstren bemannt gewesen seien, verweist er eindeutig in den Bereich der Fabel. Er glaubt jedoch, dass sie demnächst landen werden, und er meint, die amerikanische Luftwaffe solle endlich alle ihre vorliegenden Informationen über die geheimnisvollen Erscheinungen bekannt geben, damit die Erdbevölkerung sich auf das Auftauchen der „Männer vom anderen Stern“ vorbereiten kann.

Für Keyhoe gibt es nämlich keinen Zweifel, dass die Untertassen interplanetarischen Ursprungs sind. Er hat alle Erscheinungsformen dieser „UFOs“, dieser „unbekannten Flugobjekte“, katalogisiert, die zigarrenförmigen genauso wie die scheibenförmigen. Aus den für ihn freigegebenen Geheimberichten der Luftwaffe glaubt er die Erkenntnis ziehen zu können, dass die Untertassen die „Beobachtung“ der Erde abgeschlossen haben, um nun in Kürze – in freundschaftlicher Absicht, wie ihm scheint – zur Landung auf unserem Planeten anzusetzen. Seine Theorie ist, dass die wesentlich höher als wir Menschen entwickelten Wesen ihre Raumschiffe unter Ausnutzung elektromagnetischer Felder bewegen, dass sie auf die Erde durch die ständigen Atomexplosionen aufmerksam geworden sind. Eine Erklaerung für den Widerspruch, dass die erste Atombombe 1945 gezündet wurde, dass aber die ersten Untertassen bereits zwei Jahre danach auftauchten, obwohl der nächste Stern außerhalb unseres Planetensystems über vier Lichtjahre entfernt ist, gibt Keyhoe allerdings nicht. Dabei kann keine Rede davon sein, dass die „UFOs“ etwa mit Lichtgeschwindigkeit, nämlich mit 300.000 Kilometer pro Sekunde, fliegen könnten. Die durch Radar-Beobachtungen festgestellte Hoechstgeschwindigkeit einer Untertasse betrug „nur“ 27.000 Kilometer pro Stunde. Diese uns ungeheuer erscheinende Geschwindigkeit würde jedoch noch nicht einmal ausreichen, um das Schwerefeld der Erde zu verlassen, würde also jede Rückkehr der „UFOs“ zum Startplatz auf einem anderen Planeten ausschließen. Auch sonst gibt es noch manches festzustellen, was gegen Keyhoes Theorien und überhaupt gegen das Vorhandensein von „Fliegenden Untertassen“ spricht. Es ist bisher weder ein „UFO“ in seiner genauen Gestalt gesehen worden, noch wurde das Spektrum der damit verbundenen Lichterscheinungen festgehalten, noch ist die Geschwindigkeit durch Kino-Theodoliten ermittelt worden. Es erhebt sich dabei freilich die Frage, ob Dinge, die aus einer anderen Welt kommen, überhaupt mit unseren irdischen Maßstäben zu erfassen, zu bestimmen und zu messen sind.
Übrigens: Die letzte Meldung über eine „Fliegende Untertasse“ stammt vom 9. Januar und kommt aus Deutschland. Mehrere Personen aus Donaueschingen und dem benachbarten Erdmannswieler wollen an diesem Tag zwischen sieben und acht Uhr einen mit großer Geschwindigkeit in südlicher Richtung fliegenden scheibenartigen Himmelskörper beobachtet haben. Der Nebel, der an diesem Morgen herrschte, lässt die Vermutung zu, dass die Beobachter sich durch eine Spiegelung der aufgehenden Sonne täuschen ließen [?].

Begleitet wurde der lange Artikel von der Salem-Aufnahme mit dem Bilduntertext: „Bluff oder Tatsache: Offiziell nicht beglaubigte Aufnahme von ‚Untertassen‘ über Salem.“ Zudem brachte man ein Bild von einem hochschwebenden und von unten fotografierten Stratosphären-Ballon mit dem Text „Sieht aus wie eine Untertasse: Stratosphären-Ballon der US-Marine“ ein. Ergänzt wurde der Beitrag mit einem sonst weiter nie gesehenen Foto, untertitelt mit: „Anregung für Flugzeugbauer: William Horten konstruierte diese einer Untertasse nicht unähnliche Maschine.“ Das Foto ist aber kaum aussagekräftig und schaut tatsächlich eher wie ein Handmodell in grober Zigarettenkisten-Form aus, dies mit den berüchtigen Untertassen in Verbindung zu bringen, war schon recht abenteuerlich.

Wieder „Fliegende Untertassen“? meldete die Rhein-Neckar-Zeitung am 15. Mai 1954: Drei geheimnisvolle „leuchtende Gegenstände“ wurden am Donnerstag in großer Höhe über der nordnorwegischen Ortschaft Kautokeino gesichtet.
Der Polizist des Ortes gab an, er habe die „Fliegenden Untertassen“ durch sein Fernglas beobachten können und dabei festgestellt, dass es keine Flugzeuge waren, sondern „Gegenstände“, die gestaffelt mit großer Schnelligkeit dahinflogen und ungefähr drei bis vier Minuten lang sichtbar waren. Ein anderer Einwohner des Ortes hatte die „Untertassen“ ebenfalls gesehen. Die norwegische Luftwaffe hat eine Untersuchung der Berichte aus Kautokeino eingeleitet.

Besuch vom anderen Stern vermeldete BILD am 25. Mai 1954 aus London: „Es gibt Fliegende Untertassen. Sie können nur von anderen Planeten kommen.“
Diese sensationelle Erklaerung des britischen Luftmarschalls Lord Dowing folgt der kürzlichen Freigabe amerikanischer Geheimdienst-Berichte, in denen- entgegen jahrelangen Behauptungen zugegeben wird: Wir haben tatsächlich UFOs (Unbekannte Flugobjekte) gefilmt und Fotos fotografiert, – wir haben, fern aller Hysterie, unzählige der ungewöhnlichsten Berichte ernsthafter Piloten geprüft, – wir haben fliegende Untertassen gleichzeitig optisch und mit Radar festgestellt, – und wir haben Geschwindigkeiten der Ufos von weit über 10.000 km pro Stunde exakt gemessen. Auch US-Geheimdienstoffiziere ziehen den Schluss, dass die Untertassen interplanetarischen Ursprung sind und durch Mutterschiffe an die Erde herangebracht werden.

Im Brennpunkt des Gesprächs: Steht die Erde unter Kontrolle? hieß es in der Wochenzeitung Die Erde (Hamburg) vom 27. Mai 1954: Es könnte sein, dass binnen kurzem bei uns die „Fliegenden Untertassen“ in den Brennpunkt des Gesprächs rücken werden – dann nämlich, wenn das ebenso nüchterne wie aufregende Buch des amerikanischen Majors im Ruhestand Donald E. Keyhoe „Der Weltraum rückt uns näher“ (328 Seiten, Leinen 14,80 DM, im Lothar Blanvalet-Verlag, Berlin) seine Leser auch in Deutschland gefunden hat. Der englische Titel lautet „Flying Saucers from Outer Space“ (zu deutsch: „Fliegende Untertassen aus dem Weltraum“), aber offenbar fürchtete der Verlag, die wörtliche Übersetzung würde dem Buch sogleich den Makel des Phantastischen und Unglaubwürdigen anheften. Denn die sogenannten „Fliegenden Untertassen“ haben bei uns bisher denselben schlechten Ruf wie einst die Seeschlange und später das „Ungeheuer vom Loch Ness“ oder die Schneemenschen vom Himalaja. Sie gelten als eine Chimäre, eben gut genug für ein Ammenmärchen, als ein neues Symptom für den heute überall wuchernden Aberglauben. Noch vor wenigen Wochen hat die vielgelesene und sonst mit Sorgfalt redigierte Jugendzeitschrift Das Zelt jedem Leser 1.000 D-Mark versprochen, der ihrer Redaktion den Nachweis bringt, dass „Fliegende Untertassen“ wirklich vorkommen. So immun ist man in Deutschland gegen das Unerwartete. Die Redaktion wird ihre Großzügigkeit bedauern, sobald sie bei Keyhoe die kritisch geprüften Berichte, 51 an der Zahl, über „unbekannte Flugobjekte“ liest, die das Verteidigungsministerium in Washington ihm zur Veröffentlichung freigegeben hat. Unknown flying objects ist die amtliche Bezeichnung für die Maschinen, die zum erstenmal am 24. Juni 1947 der Privatflieger Kenneth Arnold nahe dem Mount Ranier (Staat \Washington) in einer Kolonne von neun mit etwa 1800 Stundenkilometern dahinrasen sah und von denen er Reportern erzählte, sie hatten eine „untertassen-artige“ Form. So kam es zu dem kompromittierenden Wort „Fliegende Untertassen“, das nach Jux klingt und der unbehaglichen Sache von vornherein eine Narrenschelle angehängt hat. Während sich schon damals die Zeitungsleser in Gläubige und Ungläubige spalteten, horchte man im Pentagon (dem Gebäude des USA-Verteidigungsministeriums) auf. Im Januar 1948 wurde eine Geheimuntersuchung mit dem Stichwort Sign (später Grudge, dann Bluebook) begonnen. Spezialisten der Luftwaffe registrierten nicht nur alle sich häufenden Meldungen, sondern gaben auch an Militär- und Zivilpiloten einen „technischen Informationsbogen“ aus mit 40 Fragen nach der Beschaffenheit von etwa beobachteten „unidentifizierten Luftphänomenen an sich schon ein Hinweis, dass man im Pentagon durch die „Untertassen ernstlich beunruhigt war und nur nicht wusste, was von ihnen zu halten sei. Einige hundert Fragebogen kamen beantwortet zurück und wurden von den technischen Offizieren ausgewertet. Die Beunruhigung wuchs dabei um so mehr, als die „Flugobjekte“ in Wellen zu kommen schienen, manchmal wochenlang ausblieben, manchmal massiert über vielen Stellen der Erde auftraten. Die ersten Hypothesen wurden formuliert. Könnten die „Untertassen“ sowjetische Raketen, konnten sie Versuchsapparate einer supergeheimen USA-Anstalt sein ? Waren sie vielleicht nur ein Naturphänomen, das man früher nicht so aufmerksam beobachtet hatte?

Quelle: http://cenap.alien.de/chronicles/2thedaytheearthstoodstill2.htm

Gruß an die Geheimniskrämer

TA KI

Wie die UFOs nach Deutschland kamen Teil 5


Der Tag, an dem die Erde stillstand…

…war die Schlagzeile vom 17. Mai 1952 in der Rhein-Neckar-Zeitung, weil der gleichnamige Untertassen-Film aus Hollywood Deutschland erreichte und in der Heidelberger Region im Metropol am Nollendorfplatz anlief: Was tut der Mensch von heute, wenn die vielberufene Fliegende Untertasse wirklich landet? Er reagiert von der Angst als seiner seelischen Grundlage her und wappnet sich misstrauisch mit dem Aufmarsch von Panzern und Kanonen gegen die freundlichen und friedlichen Worte des sympathischen „Herrn von einem anderen Stern“, der ein Mensch wie wir dem Raumschiff entsteigt. Es hätte nahegelegen, diesen Besuch aus einer Welt, in der es dank einer wohlausgebildeten Robotertruppe, keine Krieg mehr gibt, zu einer Satire zu erweitern. Doch das Drehbuch belässt es bei einigen satirischen Hieben auf unsere von Uneinigkeit, Misstrauen und Egoismus beherrschten Welt und gibt sich im übrigen seriös, wenn man nicht den von einem Forscher a la Einstein präsidierten internationalen Gelehrtenkongress, der nach dem Versagen der Politiker die Welt vor dem angedrohten Untergang retten soll, auch als eine Parodie auffassen will. Auch die technischen Phantasien sind mit einem sozusagen unsensationellen Ernst gemacht, aber wenn der Roboter aus dem Raumschiff mit seinen Strahlen die ganze militärische Pracht zu einem Haufen Asche zerschmilzt, als wäre sie aus Schokolade, rauscht es doch fröhlich im Publikum.

Der Kinospielfilm „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ war das erste Kino-Großerlebnis, welches hierzulande die Menschen im Nachkriegsdeutschland in Sachen Untertassen aus Hollywood aufbereitet bekamen. Damit bekamen sie wahrscheinlich erstmals das Bild, die Konzeption oder das Muster von den Fliegenden Untertassen gezeigt. TV gab es in jener Zeit noch nicht als Massenmedium, sodass ein optischer Zugang bis zu jenem Hollywood-Produkt verweigert war. Auf dem Printsektor erschien im selben Jahr „SOS – Fliegende Untertassen“ von R. M. Wallisfurth im Hundt-Verlag, Hattingen. Das Hardcover-Buch war bereits 1949 geschrieben worden, fand aber erst 1952 eine Veröffentlichung in der Leih-Bücherei bei Tante Emma.

„Fliegende Untertasse“ bei Frankfurt meldete am 5. Juni 1952 die Frankfurter Rundschau: Am Dienstagabend gegen 21 h, wurde wie die Nachrichtenagentur United Press zu melden weiß, im Westen von Frankfurt am dunklen Abendhimmel in der Nähe des Horizonts eine hell erleuchtete, flackernde Scheibe gesichtet, die von den Beobachtern als „Fliegende Untertasse“ angesprochen wurde. Diese Scheibe bewegte sich während einiger Minuten kaum merklich nach Norden – dann verlosch die Erscheinung ohne wieder aufzutauchen. Der Mond stand zur Zeit der Beobachtung weit nach Süden. Amerikanische Dienststellen des Rhein-Main-Flughafens erklärten auf Anfrage von UP, die Erscheinung sei dort nicht beobachtet worden. [Ein deutlicher Fall von Bastel-Miniatur-Heißluftballon.]

Ganz Italien meldet „Fliegende Untertassen“ kam es via dpa aus Rom und die Abendpost vom 6. Juni 1952 schrieb so: Seit einigen Tagen treffen aus allen teilen der Apenninen-Halbinsel Nachrichten über „Fliegende Untertassen“ ein. Am Mittwochabend wurden angeblich zwei dieser rätselhaften Himmelskörper in der Nähe von Ancona bzw. Jesi beobachtet. Ferner soll eine „Fliegende Untertasse“ am Mittwochmittag über Catania erschienen sein. In der Nacht zum Donnerstag habe dann ein weiterer unbekannter Leuchtkörper Cividale bei Udine überflogen.

Der Sensationsschrei des Sommers 1952 – Andere Planeten entsenden Raumschiffe meldete am 15. Juni 1952 die Zeitschrift Das grüne Blatt: Die jüngsten Erklärungen für die Fliegenden Untertassen – Geschäfte mit der Angst der Erdbewohner – Der große Welt-Filmstoff der Gegenwart – Radikaler Wandel in den Ansichten der Wissenschaftler – Das große drohende Fragezeichen von heute! waren die knappgefassten Unterschlagzeilen. Wieder schwirren die Fliegenden Untertassen durch den Weltraum, wie durch die Weltpresse. Die mehr oder minder verbürgten Meldungen über beobachtete Himmelserscheinungen, die in außerordentlicher Höhe rotierenden Riesenscheiben gleichen, wollen nicht abreißen. Das Rätselraten um die Natur dieser Untertassen, die man in den romanischen Ländern „Fliegende Disken“ treffsicher nennt, geht weiter. Erstzunehmende Wissenschaftler lehnten noch vor drei Jahren jegliche Diskussion darüber ab. Im Jahre 1950 zweifelten anerkannte Astronomen wie Aeronautiker daran, dass es sich um Mechanismen, um Geschosse oder Schiffe von anderen Planeten, also um technische Sendboten außerirdischen Ursprungs handeln könnte. Sie bezeichneten derlei Vermutungen als baren Unsinn, als eine wissenschaftlich unhaltbare These. Jetzt aber, im Jahre 1952, trat ein radikaler Wandel in den Ansichten ernster Wissenschaftler ein! Astronomen, Kosmobiologen, Aerostatiker und Raketenforscher halten es nun doch für möglich, dass die Fliegenden Untertassen nicht irdischer Herkunft sind, sondern von überlegenen Technikern, die andere Planeten bewohnen, in den Weltraum und in die Nähe unserer Erde gestartet werden. Das ist die große Sensation des Sommers 1952; denn mit dem erneuten Aufkommen der rotierenden Himmelsphänomene wird man zu neuen, immer gewagter erscheinenden Schlüssen gelangen. Eine neue Art von Angstpsychose kann uns Erdbewohnern befallen. Da man im dunkeln tappt, da es bisher keinem gelungen ist, die Fliegenden Untertasse so zu fotografieren, dass man ihre technische Konstruktion einigermaßen annähernd richtig ergründen könnte, sind den Hypothesen wie der erwähnten Massenangst alle Wege geebnet.
Was sollen die Fliegenden Untertassen nicht alles gewesen sein! Unser Diagramm versucht die häufigsten Vermutungen mit 1 bis 10 zu beziffern, dann den Grad der Wahrscheinlichkeit anzugeben, den sie in den öffentlichen Meinung fanden oder finden, und schließlich, in einer letzten Rubrik, darzustellen, inwieweit sich innerhalb von zwei Jahren das Urteil der einschlägigen Wissenschaften über diese seltsame Himmelserscheinung gewandelt hat. Wie volkstümlich dieses Thema ist, erkennt man schon daran, dass sich der Weltfilm seiner bemächtigt hat.
Allein die Titel dieser Filme sagen genug: „Endstation Mond!“ – „Das Ding aus einer anderen Welt“ – „Der Tag, an dem die Erde still stand“ – „Der Mann vom Planeten X“ und dann noch ein „Zusammenstoß im Weltall“!! Es ist also der große Filmstoff der Gegenwart geworden. Man macht Geschäfte mit der Psychose der Zweifel und Ängste. Was man bisher in utopischen Romanen darzustellen versuchte, kehrt nun dank der fortgeschrittenen Filmtechnik auf der tönenden Leinwand wieder. Aber schon erschienen in der Auslandspresse Notizen mit der Überschrift: „Marsbewohner entsenden Raumschiffe“, wobei das vor wenigen Monaten noch obligatorische Fragezeichen entweder ganz wegfiel oder abgeschwächt hinter ein Ausrufezeichen treten musste. Rufen wir uns kurz in Erinnerung zurück, als was uns diese Disken vorgestellt worden sind:
Die Amerikaner haben Stratosphärengeschosse, durch Radar gelenkte Raumflugzeuge erfunden und halten von Zeit zu Zeit Übungen ab. In der italienischen Presse wurden sogar die rotierenden Stratosphärenscheiben als eine italienische Erfindung beansprucht. Dann traute man den Russen
derartige Weltraum-Fluggeschosse zu, die um den Erdball kreisen könnten. Die Sternenforscher meldeten sich und sprachen von Sternschnuppen oder winzigen Planeten, von Resten der im zweiten Weltkrieg abgeschossenen V 1 oder V 2, die nun als Monde, die sich selbstständig machten, unseren Globus umschwirrten. Falsch! rief man aus USA und wies an reichem Bildmaterial nach, dass man harmlose Stratosphärenballons, die mit Fallschirmen versehen sind und meteorologische Erkundungen dienen, als militärische Raumschiffe oder Raumgeschosse angesehen hatte. Die Hypothesen, die Mutmaßungen nahmen kein Ende und überschlugen sich. Es sind Begleiterscheinungen der Atombombenexplosion! Es sind Luftspiegelungen, also optische Täuschungen! Bei dem Berichtsmaterial handele es sich um Fototricks oder Zeitungsenten. Andere sprach von einer neuen Art der Himmelsreklame, und immer wieder ward der Einwand der Massensuggestion geltend gemacht. Das große Rätselraten geht weiter.
Wissenschaftler, die noch vor Jahresfrist die These von Raumaufklärern im Dienste anderer mutmaßlicher Planetenbewohner skeptisch lächelnd abtaten, geben nun zögernd diese Möglichkeit zu. Und das ist die entscheidende Wende in der Betrachtung dieses sensationellen Phänomens unserer Zeit.

Soweit also Dr. L. B. in seiner Ausführung, die mit einem Zeitungsausriss begleitet wurde, der erklärende Text hierzu: So sah sie ein Bildreporter von Übersee – Einem Bildreporter der brasilianischen Zeitung „O Cruziero“ ist es angeblich gelungen, „Fliegende Untertassen“ am Rande der brasilianischen Hauptstadt zu photographieren. Die Titelseite einer Sonderausgabe der Zeitung gab das Bild mit dem „Fliegenden Diskus“ wieder. (Foto: dpa) Ein europäischer Karikaturist (Bundfuss) verewigte sich hier ebenso mit seinem Cartoon. Nun gut, Fritzheim von Doornick führte aber in einem zweiten Teil direkt anschließend die Debatte mit der Zwischenschlagzeile Nicht irdischer Herkunft fort:

Es geschah vor wenigen Tagen, um 11 h, als der Aircraft-Pilot Skeet Taylor über Benson-Arizona ein seltsames Flugzeug auftauchen sah. Taylor, der wenige Stunden zuvor aus Washington einen an alle Einheiten der Luftwaffe gerichteten Dienstbefehl entgegengenommen hatte, setzte sich durch Radio mit einem Kameraden in Verbindung und gab ihm den Auftrag, das „Ding“ zu verfolgen und zu identifizieren, sofern dieses möglich sei. Der angerufene, auf einem Übungsflug befindliche Pilot, ein nüchterner und bewährter Mann, kam der Aufforderung nach. Später gab er eine Aussage zu Protokoll, die durch einen Teil der amerikanischen Presse ging. „Der von mir beobachtete und verfolgte ‚Gegenstand‘ war fünf- oder sechsmal größer als eine unserer B 29. Er hatte eine längliche Form und ähnelte keineswegs einer Untertassen. Ich stieg so hoch, wie es mir ohne die entsprechenden Vorbereitungen möglich war, um mich dem ‚Ding‘ zu nähern, und kam auf etwa fünftausend Meter. Das ‚Flugzeug‘ stand aber noch zwölftausend Meter höher, war strahlend hell und glänzte, als ob es aus poliertem Aluminium bestehe. Ich fliege bereits seit dreiundzwanzig Jahren, habe aber Ähnliches noch niemals erblickt.“ Besucher aus dem Weltraum? Das Problem der Fliegenden Untertassen ist heute wieder von brennendster Aktualität. Vor einem Jahr hatte man sich allgemein zu der Überzeugung bekehrt, dass es sich bei ihnen um neuartige, meteorologische Registrierballons handle, als Washington jetzt eine Anordnung erließ, die Verblüffung und einige Bestürzung auslöste. In diesem, an sämtliche Stützpunkte gerichteten Befehl, hieß es kategorisch: „Die Flugzeuge der US-Luftwaffe werden beauftragt, jeden Versuch zu unternehmen, um die sogenannten Fliegenden Untertassen zu stellen!“

Damit wird heute das Vorhandensein Fliegender Untertassen von maßgeblichster Stelle erstmals offiziell zugegeben, wenngleich diese Kreise eingestehen, dass sie über die Art und Herkunft dieser Flugzeuge völlig im dunkeln tappen. [Zugegeben wurde rein gar nichts und der Abschussbefehl wurde schnell wieder zurückgezogen, da die Angelegenheit zu heiß war. Viel eher scheint es berechtigt zu sein, davon auszugehen, dass diese Order auf durchgehende Nerven bei einem Verantwortlichen zurückgeht, der es jetzt einfach „einmal wissen wollte“.] Offiziöse Sprecher der amerikanischen Luftwaffe ließen durchblicken, es sei nicht ausgeschlossen, dass es sich bei diesen Fliegenden Untertassen um Raumschiffe handle, die von anderen Planeten kommen. Diese Gestirne könnten von Lebewesen bevölkert sein, deren technische Kenntnisse denen der Erdenmenschen weit überlegen sind. An jenem Tage, an dem die amerikanische Luftwaffe ihren sensationellen Befehl bekannt gab, veröffentlichte die Zeitschrift Life unter dem Titel „Kommen Besucher aus dem Weltenraum?“ einen detaillierten Artikel, der die Unruhe offizieller amerikanischer Kreise erraten ließ. Es liegt auf der Hand, dass Life seine Informationen damals von hochstehender Quelle bezog. Beobachtungen in Korea: Inzwischen aber wurden andere, zeitlich etwas ältere Zwischenfälle bekannt, die verstehen lassen, was die amerikanische Luftwaffe zu dieser Revision ihrer Ansichten zwang. Schauplatz des Geschehen war diesmal ein Abschnitt der koreanischen Front. Am 19. Januar 1952 beobachteten die Besatzungen zweier Fliegender Superfestungen ein Flugzeug unbekannten Typs, das mit unvorstellbar großer Geschwindigkeit über sie hinwegflog. Nach ihrer Landung erstatten die amerikanischen Flieger Bericht über ihre Beobachtung und wurden von ihren skeptischen Vorgesetzten energisch in die Zange genommen. Sie blieben aber bei ihrer Behauptung, dass die von ihnen gesehene Maschine nicht irdischer Herkunft sein könne!! Man suchte nach vernünftigen Erklärungen für das Phänomen, kam aber zu keiner befriedigenden Lösung und konnte allenfalls auf ähnliche, nicht sehr lange zurückliegende Beobachtungen hinweisen.

Was viele Tausende sahen. Es war gegen 10:20 h, als viele tausend Inder am 15. März in New Delhi ein seltsames Luftfahrzeug erblickten das über der Stadt kreiste. Unter diesen Beobachtern befand sich auch Mr. George Franklin Floate, der als Chefingenieur des Aeronautischen Klubs ein Fachmann auf dem Gebiete der Luftfahrt ist. Rund zwanzig Minuten lang konnte er das seltsame Flugzeug betrachten, das etwa dreißig Meter lang war, die Form einer Zigarre hatte und einen Flammenschweif hinter sich ließ. Die Sonne reflektierte grell auf den Waenden dieses Luftschiffs, so das anzunehmen war, es sei metallischer Bauart. Diese Fliegende Untertasse, sofern ein solcher Ausdruck überhaupt angebracht scheint, bewegte sich in einer Höhe von etwa 1.500 Meter dahin und dies mit schätzungsweise einer Geschwindigkeit von dreitausend Stundenkilometern [weswegen allein schon die zwanzig Minuten lange Beobachtungszeit des kreisenden Objektes die Frage mit sich bringt, wie man dies Objekt überhaupt klar ausgemacht haben will, ohne einen Schwindelanfall erfahren zu haben]. Zwei indische Düsenjäger machten sich an die Verfolgung der unbekannten Maschine, die jedoch in die Lüfte stieß und ihnen entkam. Zwei Wochen später wurde New Delhi abermals von demselben oder einem ähnlichen Flugzeug überflogen, das ebenfalls etwa zwanzig Minuten über der Stadt kreiste, bis es sich plötzlich in einem Winkel von 80 Grad aufrichtete und mit ungeheuerlicher Geschwindigkeit verschwand.

USA untersuchen Himmelsphänomene – Vandenberg bestätigt Forschung über „Fliegende Untertassen“ meldete UP aus New York und am 18. Juni 1952 meldete so die Frankfurter Rundschau: US-Luftflottenchef General Hoyt Vandenberg hat – wie die amerikanischen Wochenzeitschrift LOOK berichtete – kürzlich zum ersten Male offiziell zugegeben, dass von den Luftstreitkräften der Vereinigten Staaten seit längerer Zeit geheime Untersuchungen des Phänomens der sogenannten „Fliegenden Untertassen“ durchgeführt werden. Seit zwei Wochen etwa habe die Air Force mit Experimenten begonnen, die die Theorie beweisen oder entkräften solle, bei den Fliegenden Untertassen handele es sich lediglich um Luftspiegelungen. General Hoyt Vandenberg, befragt ueber die Stellung der US Air Force zu den „Fliegenden Untertassen“, antwortete nach der Darstellung in LOOK: „Die Air Force ist an allem, was in der Luft vorgeht, interessiert. Das schließt das allgemein als ‚Fliegende Untertasse‘ bekannte Luftphänomen ein. Viele dieser Erscheinungen konnten hinlänglich geklärt werden, andere nicht.
Bei der gegenwärtigen Unruhe in der Welt, können wir es uns nicht leisten, uns damit zufriedenzugeben.“ Gemäß dem LOOK-Bericht hat die USAF (United States Air Force) mehr als 800 Fälle angeblich gesichteter „Fliegender Untertassen“ gesammelt. Untersuchungen dieser Fälle ergaben folgendes Bild: 38 Prozent waren Himmelskörper, 13 Prozent Ballons, 22 Prozent Vögel und Flugzeuge, 10 Prozent zu zweifelhaft, um verwertet zu werden, 2 Prozent schließlich waren Scherze. Übrig blieben 15 Prozent, die mit „unerklärlich“ bezeichnet werden mussten. Auf diese 15 Prozent konzentriert sich das Interesse der USAF. Bei der gegenwärtig von ihr angestellten Untersuchung der mysteriösen Erscheinungen wird eine Spezialkamera der Universität Los Angeles in Kalifornien verwandt, die mit Zusatzeinrichtungen versehen ist, die den Wissenschaftlern das Bild der „Fliegenden Untertassen“ so wiedergibt, dass ihre Zusammensetzung und ihre Lichtquelle bestimmt werden kann. Mit dieser Eröffnung gibt die Luftwaffe der Vereinigten Staaten zum erstenmal offiziell zu, dass sie die „Fliegenden Untertassen“ nicht mehr für eine Ausgeburt der Massenhysterie ansieht.

Mit obigem Eingeständnis der USAF-Stabsführung betreffs dem Untertassen-Phänomen ist es kein Wunder, wenn bald darauf die ganze Nation im Wahn lag und überallher UFOs meldete, was zu einem mächtigen Flap erwuchs. Da 15 Prozent der Untertassen-Erscheinungen als „unerklärlich“ oder „unerklärt“ bzw. „unidentifiziert“ (letzteres ist wohl der beste und neutralste Begriff hierfür) bewertet wurden, gab dies den Menschen ausreichend Anlass, um weiter Ausschau zu halten und was bietet sich dafür am besten an? Natürlich die sommerliche Ferien- und Urlaubssaison des Jahres 1952. So gesehen war Vandenberg’s Aussage zu einem ungünstigen
Zeitpunkt getroffen worden, was aber einmal mehr aufweist, mit welchen Public Relations-Problemen sich die USA konfrontiert sah, die ihnen noch weiter über den Kopf wachsen sollten. Ohne es zu wissen, hat Vandenberg damit auch Donald Keyhoe den Weg geebnet.

Wieder „Fliegende Untertasse“ meldete am 9. Juli 1952 die Berliner Zeitung: Beobachter auf den Flugplätzen Paris-Le Bourget und Lille-Lesquin meldeten gestern morgen gegen vier Uhr eine „Fliegende Untertasse“, die zwei leuchtende Schweife hinter sich herzog. Die Beobachtung war zuerst auf dem Kontrollturm in Le Bourget gemacht worden. Kurz darauf wurde die „Untertasse“ auch von der Wetterwarte auf dem Flugplatz Lille-Lesquin gesehen. Die beiden Flugplätze liegen 223 Kilometer voneinander entfernt.

Untertasse über französischen Flugplätzen meldete UP aus Lesquin und am 10. Juli 1952 schrieb so die Frankfurter Neue Presse in Ergänzung zu obiger Notiz: Beamte des franzsöischen Flugplatzes Lesqiun meldeten am Mittwoch, ein tellerförmiger Flugkörper habe um 4:05 h MEZ den Flugplatz in großer Höhe und mit großer Geschwindigkeit überflogen. Der Flugkörper sei aus
Richtung Lille gekommen und in Richtung Paris geflogen. Zugleich teilte ein Sprecher der Wetterstation des großen Flugplatzes Le Bourget bei Paris mit, der diensthabende Beamte habe in den frühen Morgenstunden einen „Feuerball“ beobachtet, der am Horizont aufgetaucht und in südlicher Richtung mit einem leuchtenden Streifen am Heck verschwunden sei.
Wie wir einmal mehr sehen: Ein paar Informationen mehr und schon kann man den Fall ablegen, in dieser Angelegenheit als Feuerkugel-Bolide. Hier ist deutlich zu sehen, wie wichtige die vollständige Information über die Beobachtungs-Parameter sind, um einen Vorfall richtig einstufen zu können.
Die Phrase „Fliegende Untertasse“ war völlig falsch hierfür und total irreführend.

Nicht nur Phantastereien kam es am 19. Juli 1952 via UP aus Dayton und die Rhein-Neckar-Zeitung schrieb: Hauptmann E. J. Ruppelt, der Leiter der US-Untersuchungskommission über „Fliegende Untertassen“, erklärte am Donnerstag, 15 Prozent der etwa 1.000 Berichte ueber „Fliegende Untertassen“ seien nicht erklärbar. (Im Jahre 1948 hatte die Kommission das erstemal ihre Tätigkeit aufgenommen.) Ruppelt gab bekannt, dass Duüenjäger mit Radargeräten ausgesandt worden seien, um auf ihrem Bildschirm einmal die berichteten „Apparate“ einzufangen. Dies sei jedoch nicht gelungen. In Radarstationen seien jedoch Beobachtungen von Objekten in der Luft gemacht worden, die sich als unerklärlich herausgestellt hätten. Der Hauptmann meinte auch weiter, kein einziges der Objekte, die in der Hauptsache in der Umgebung der Atomforschungsstätten beobachtet wurden, habe seinen Ursprung in den dort abgehaltenen Versuchen gehabt.

Hierzu muss natürlich festgestellt werden, dass dies tatsächlich stimmt. Zu Anfang der 50er Jahre gab es vermehrt Registrierungen von Meldungen sogenannten Fliegender Untertassen aus den abgeschieden gelegenen, abgesicherten Hochsicherheits-Atomforschungs-Zentren wie Oak Ridge, Tennessee, oder rund um Los Alamos, New Mexico. UFOlogen interpretieren nach ihrem Selbstverständnis als „Eingeweihte“ dies als konkrete Beobachtung dieser Einrichtungen durch besorgte Außerirdische, die wegen der A-Waffen-Entwicklung der irdischen Menschen Angst um ihre eigene Existenz hätten. Durch den Fall der ersten beiden A-Bombven auf zwei japanische Städte zu Ende des 2. Weltkriegs seien wegen der damit freigewordenen Explosionsenergien die Außerirdischen angelockt worden, heißt es der ufologischen Legende nach. Zumindest letzterer Gedankengang ist unlogisch und unhaltbar, da die Registrierung von Atomexplosionen auf der Erdoberfläche aus dem fernen Weltall kaum denkbar ist, weil allein das sekündlich und fortgesetzt beständige solare Atomfeuer unserer heimatlichen Sonne weitaus intensiver in den Kosmos hinaushaut, als das vereinzelnde „Tröpfchen“ im Meer auffallen könnten. Zu den verstärkten Observationsmeldungen an den Hochsicherheits-Anlagen muss festgestellt werden, dass diese allein schon deswegen zustande gekommen sein mögen, weil hier natürlich verstärkt Wache geschoben wird und dementsprechend auch öfters seltsame Dinge bzw. vorgebliche Anomalien gesehen und aufgrund der ergangenen Befehle, alle UFO-Erscheinungen zu melden, natürlich vollständig erfasst weitergegeben wurden. Dies ist noch lange kein Hinweis auf eine real stattgefundene Massierung von tatsächlichen UFOs und ihren Operationen über diesem Gebiet. Wo aus Gründen der nationalen Sicherheit erhöhte Sicherheits-Aufmerksamkeit herrscht, um die nationalen Geheimnisse zu schützen, ist natürlich auch mit weitaus erhöhten Ereignisberichten aller Art zu rechnen.

Unbekannte „Objekte“ über Washington hieß es bei UP und Der Tagesspiegel meldete am 23. Juli 1952: Auf den Radarschirmen des Militärflugplatzes in Washington sind am vergangenen Sonnabend acht mysteriöse „Objekte“ registriert worden, die sich mit 160 bis 200 Kilometer Stundengeschwindigkeit im Formationsflug bewegten. In der amtlichen Bekanntmachung der amerikanischen Luftstreitkräfte ist von „Fliegenden Untertassen“ allerdings nicht die Rede. Dieselbe Beobachtung wurde von mehreren Piloten ziviler Flugzeuge gemacht, die acht „leuchtende orangerot und kreisförmige“ Gegenstände zweihundert Kilometer südlich von Washington sahen. [Was allein schon darauf hinweist, dass die 200 km weiter gesehenen Lichter nichts mit den Radar-Erscheinungen direkt über Washington, DC zu tun haben können.]

„Fliegende Untertassen“ über Neuengland funkte UP aus Manchester, New Hampshire, und die Frankfurter Rundschau vom 25. Juli 1952 meldete: Zwei ausgebildete Luftbeobachter sichteten am Dienstag und Mittwochmorgen über dieser kleinen Stadt mehrere kreisrunde silberne Gegenstände, die in großer Höhe und Geschwindigkeit über den Himmel schossen.

Eine AP-Meldung aus Clermont-Ferrand wurde nachgeschoben: Der französische Geologe Andre Fregnale behauptete am Donnerstag, vier Aufnahmen einer „Fliegenden Untertasse“ gemacht zu haben, die an einem Tage der vorigen Woche gegen 18 h MEZ in 3.000 bis 8.000 Meter Höhe über Clermont-Ferrand auftauchte.

Jagd am nächtlichen Himmel hieß es aus New York und lt. dpa am 29. Juli 1952 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: Amerikanische Düsenjäger haben in der Nacht zum Sonntag den Himmel über Washington nach „nicht-identifizierten Objekten“ abgesucht, die mit Radargeräten ausgemacht worden waren. Nach Mitteilung der amerikanischen Luftstreitkräfte wurden am Sonntag um 2:08 h deutscher Zeit auf den Radarschirmen des Flugverkehrskontrollzentrums in Washington „vier bis zwölf nichtidentifizierte Objekte über der Umgebung von Washington“ festgestellt. Die Zivilflugverwaltung verständigte die Luftstreitkräfte, die zwei Düsenjäger vom Luftstützpunkt Delaware aufsteigen ließ. Die beiden Maschinen kamen um 4:25 h deutscher Zeit in den Bereich der Radargeräte und wurden in Richtung auf mehrere der unbekannten Objekte dirigiert. Einer der Düsenjägerpiloten berichtete, er habe etwa sechzehn Kilometer vor seiner Maschine vier Lichter gesichtet, die etwas höher flogen als er selbst. Er habe sich aber nicht nähern können, und sie seien verschwunden, ehe er sie überholen konnte.

Keine Angst vor Fliegenden Untertasse kam es via UP aus Washington, die Rhein-Neckar-Zeitung deswegen am 29. Juli 1952: Wie Generalmajor Roger Ramey [bekannt aus der Roswell-Angelegenheit] vom Oberkommando der US-Luftstreitkräfte erklärte, fühlten sich die amerikanischen Flieger für die Untersuchung des Problems der „Fliegenden Untertassen“ verantwortlich, obwohl es das Verteidigungsproblem der Vereinigten Staaten in keiner Weise berühre. Ramey, der in einem Fernsehprogramm zum Wiederauftauchen von angeblichen „Fliegenden Untertassen“ Stellung nahm, versicherte, dass die amerikanischen Luftstreitkräfte damit fortfahren werden, alle Berichte dieser Art eingehend zu prüfen. Diese Untersuchungen seien jedoch keineswegs von einer Angst vor diesen Objekten diktiert.

Gerade der letzte Satz ist interessant, weil er beinhaltete, dass die amerikanische Regierung bis zu diesem Zeitpunkt tatsächlich keinerlei Untertasse aus dem Weltraum und von einer hochentwickelten außerirdischen Kultur in Besitz hatte, hätte sie dann doch, wie im Fall der Sowjetunion, tatsächlich einige Ängste wegen der haushohen technologischen Überlegenheit der Weltraum-Besucher haben müssen.

Erregung über „Fliegende Untertassen“ hält an meldete Die Neue Zeitung am 31. Juli 1952 via einer dpa-Depesche aus Washington: Während am Dienstagmorgen zum dritten Male innerhalb der vergangenen 14 Tage die Radarschirme des Flugzeug-Kontrolldienstes in Washington etwa zwölf „fliegende Objekte“, die nicht identifiziert werden konnten, registrierten, gaben Sachverständige unterschiedliche Erklärungen beziehungsweise Aufforderungen im Zusammenhang mit diesen Erscheinungen ab. Robert L. Farnsworth, der Präsident der amerikanischen Gesellschaft für Raketenforschung, forderte, wie UP berichtete, Präsident Harry S. Truman am Dienstag auf, die Streitkräfte an einer Beschießung „Fliegender Untertassen“ zu hindern, wobei er gleichzeitig der Befürchtung Ausdruck gab, dass ein Beschuss der „Fliegenden Untertassen“ die Menschheit in die Gefahr bringen könnte, zum Ziel feindseliger Aktionen „weit überlegener Mächte“ zu werden. Generalmajor John Samford, der Direktor der Spionageabwehrabteilung der amerikanischen Luftstreitkräfte, schloss in einer Erklärung vor Pressevertretern die Möglichkeit aus, dass es sich bei den beobachteten Erscheinungen um Flugmaschinen aus dem Ausland oder aus anderen Räumen handeln könne. Es weise nichts darauf hin, dass irgendetwas von dem, was unter der Sammelbezeichnung „Fliegende Untertassen“ gemeldet worden sei, eine Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstellen könne.

dpa meldete „Untertassen“-Geheimnis gelöst? Es soll sich um meteorologische Erscheinungen handeln aus Washington und die Frankfurter Neue Presse druckte es am 31. Juli 1952 ab: Das Geheimnis der „Fliegenden Untertassen“, die am Dienstag zum drittenmal in zwei Wochen mit Radargeräten über Washington festgestellt wurden, scheint gelöst zu sein. Der Direktor der Spionageabwehr der amerikanischen Luftstreitkräfte, Generalmajor John Samford, hat Pressevertretern mitgeteilt, dass es sich um Erscheinungen handele, die durch das Auftreten von Kaltluftschichten hervorgerufen würden. Er schloss die Möglichkeit aus, dass es sich um Flugmaschinen aus dem Ausland oder von einer anderen Welt handeln könne.
Samford und andere Sachverständige der Luftstreikräfte erläuterten, dass bei warmen und feuchtem Wetter Kaltluftschichten zwischen Warmluftschichten auftreten [nennt man Inversionsschicht]. Dadurch würden starke Reflexe auf den Radarschirmen hervorgerufen. Es wird angenommen, dass die Kaltluftschichten das Licht von Scheinwerfern widerspiegelten. [Hier ging jedoch ein wichtiges Element unter, was der ganzen Story selbst ziemlich viel Missmut und Zweifel entgegenbrachte und bis heute noch Anlass zu Spekulationen gibt: Natürlich zeigen sich keine Scheinwerfer-Strahlen durch Inversionsschichten reflektiert auf dem Radar und bleiben nach wie vor nur optisch wahrzunehmende Lichtflecken scheinbar am Himmel. Die Radarwiedergaben der ‚UFOs‘ waren durch die in der Inversionsschicht zu Boden abgelenkten elektromagnetischen Wellen der Radarstrahlen und ihren dort erzeugten Echos von z.B. einem Dampfschiff auf dem Hudson River und Lastwagen auf den Strassen etc. fälschlich als Luftziele ausgewiesen worden.] Die Sachverständigen erklärten, von 2.000 Berichten über angebliche „Fliegende Untertassen“ hätten etwa 400 noch nicht hinreichend geklärt werden können. Die Luftstreitkräfte prüfen diese Angaben noch immer nach. Samford sagte: „Uns sind viele glaubwürdige Berichte über unglaubwürdige Dinge zugegangen. Es weist aber nichts darauf hin, dass die Objekte, die gesichtet wurden oder gesichtet worden sein sollen, Maschinen, materielle Dinge, ferngelenkte Geschosse oder sonst etwas sind, was eine Bedrohung für die USA darstellen könnte.“

Diese Agenturmeldung und die darauf folgende bzw. basierende Berichterstattung beinhaltete nur die halbe Story und kam nicht auf den Kern, sodass sich trotz der vorgeblichen Geheimnis-Erklärung nur mehr Fragen stellten, als beantwortet werden sollten. Hierdurch entspinnen sich nunmehr neue Mysterien. Also findet sich auch in Agenturmeldungen gelegentlich ‚Stolperdraht‘-Material, wenn an den falschen Stellen gekürzt wird oder Redakteure ohne Sachverständnis die Meldungen tippen.

Die Welt vom 1. August 1952 hatte die Meldung US-Raketenexperte warnt: Nicht schiessen! im Blatt: Seine Befürchtung, dass ein Beschuss „Fliegender Untertassen“ die Menschheit in die Gefahr bringen könnte, zum Ziel feindseliger Aktionen „weit überlegener Mächte“ zu werden, drückte in Telegrammen an Präsident Truman und das US-Verteidigungsministerium der Präsident der Amerikanischen Gesellschaft für Raketenforschung, Robert L. Farnsworth, aus. Ihm sei bekannt geworden, sagte Farnsworth, dass die amerikanischen Streitkräfte Befehl erhalten hätten, auf alle am Himmel auftauchenden unbekannten Objekte das Feuer zu eröffnen. Er forderte Truman auf, die Beschießung „Fliegender Untertassen“ nicht zuzulassen. Im Gegensatz zu dieser Auffassung steht eine Erklärung des Direktors der Spionageabwehr der US-Streitkräfte, Generalmajor John Samford, der die „Fliegenden Untertassen“ – sie sind jetzt innerhalb von 14 Tagen zum drittenmal über Washington erschienen – als Erscheinungen erklärt, die „durch das Auftreten von Kaltluftschichten“ hervorgerufen werden. Nach Samford könne es sich bei den beobachteten Objekten „unmöglich“ um Flugmaschinen aus dem Ausland oder von einer anderen Welt handeln. Die beobachteten Phantome seien wahrscheinlich Kaltluftschichten, die zwischen Warmluftschichten auftreten und als Spiegelung starker Scheinwerfer auf den Radarschirmen starke Reflexe hervorrufen [?, muss wohl ein Übermittlungs- oder Verständnisfehler gewesen sein]. Nach allen berichten über die Untertassen, die in seinem Amt seit 1947 sorgfältig geprüft würden, deute nichts darauf hin, dass die Sicherheit der USA durch diese Erscheinungen irgendwie bedroht sei. 80 Prozent der rund 2.000 geprüften Berichte hätten sich als „unzutreffend“ erwiesen. Der General gab zwar zu, dass einige Erscheinungen noch „ungeklärt“ seien, jedoch sei man bestrebt, auch hier Klarheit zu gewinnen. Inzwischen hat sich in den USA eine „Untertassen-Psychose“ ausgebreitet. Polizeiämter, Dienststellen der Luftflotte und Wetterbüros werden in allen Teilen der USA mit Telephonmeldungen über angeblich gesichtete fliegende Objekte überhäuft.
Die letzten Beobachtungsmeldungen kamen aus Miami, Los Angeles, Key West und Cleveland.

Die Spiritisten wissen Bescheid – Aktuelle Behandlung der „Fliegenden Untertassen“ meldete die Abendpost vom 16. August 1952 aus Mexiko City: In der mexikanischen Presse erschienen am Donnerstag phantastische Berichte über eine spiritistische Vereinigung, der es gelungen sein will, mit den Insassen von „Fliegenden Untertassen“ Kontakt aufzunehmen. In einem Artikel, den der Vorsitzende des Spiritistenkreises „Brüderliche Union“, Ramirez, verfasste, heißt es: „Die Fliegenden Untertassen, die über Mexiko und den USA beobachtet worden sind, kommen vom Planeten Mars. Ihr Kommandant heißt Dics Yu. Dics Yu kommt aus der Stadt Mirschi, der Hauptstadt des fortschrittlichsten Landes auf dem Mars. Die Fliegenden Untertassen, die von den Marsleuten Ri-Ting genannt werden, sind Flugapparate, deren Konstruktion die Intelligenz der Erdenmenschen übersteigt. Auf spiritistischem Weg ist es uns gelungen, am Abend des 3. August mit den Insassen der Fliegenden Untertassen Kontakt aufzunehmen. Dics Yu behauptet, sie verfolgten nur friedliche Zwecke und wollten lediglich versuchen, den Stand der Entwicklung auf der Erde zu beobachten. Aus unserer Unterhaltung ging hervor, dass die Zivilisation der Marsleute der unsrigen um etwa 20 Jahrhunderte voraus ist. Es ist den Marsleuten offenbar auch gelungen, eine perfekte Lebensordnung zu entwickeln, denn sie leben in vollkommener Harmonie. Übrigens heißt der Mars in ihrer Sprache Tum-Brum.“

Untertassen-Menschen: Absolut unverletzlich hieß eine Spalte des Spiegel vom 3. September 1952: In einer hellen August-Nacht – um 01:43 h – sichtete Major James Smith von der 97. US-Kampfflieger-Staffel in 5000 Meter Höhe über dem Flugplatz Wright-Patterson, Ohio (USA), eine „Fliegende Untertasse“. Zehn Sekunden hatte Smith Zeit, das „hellrote Ding“ zu beobachten. „Den Gegenstand anzufliegen“, wagte Major Smith nicht. Nach Ansicht des Dekans der katholisch-theologischen Universität von Washington, Professor Pater Connell, wäre das möglicherweise auch zwecklos gewesen. Pater Connell hält es nämlich nicht für ausgeschlossen, dass die Bemannung dieser „behaupteten Weltraumschiffe“ die Vorrechte paradiesischen Lebens genießt, darunter auch das der Unsterblichkeit. Insgesamt hält der katholische Theologe vier Hypothesen über den Seins-Zustand der außerirdischen Untertassen-Wesen im Rahmen der katholischen Dogmatik für zulässig und denkbar:

+ „Es ist möglich, dass diese hypothetischen Wesen von Gott – wie unsere ersten Eltern – ein über-natürliches Schicksal und über-natürliche Gaben zugeteilt bekommen haben. Es ist ferner denkbar, dass diese Wesen – wiederum wie unsere Eltern – gesündigt und diese Gaben verloren haben.“
Dementsprechend sei es auch möglich, dass Gott seine durch Christi Leben und Taten verursachte Gnade auf sie ausgedehnt und ihnen durch eine Offenbarung mitgeteilt habe.
+ Connells zweite Hypothese besagt, dass Gott die Untertassen-Wesen in einem Zustand „reiner Natur“ geschaffen habe und belassen wolle. Ihre Situation ähnele damit derjenigen von Kindern, die ohne Taufe gestorben sind.
+ Die dritte Möglichkeit besteht in der Annahme, dass auf einem fremden Planeten paradiesische Zustände herrschen. Die Lebewesen dieser Welt würden dem Erdmenschen sowohl geistig als auch körperlich sehr überlegen sein. Auf der anderen Seite sei von ihnen kein Krieg gegen die Erde zu erwarten.
+ Schließlich kann man laut Connell noch ins Auge fassen, dass es sich bei den Untertassen-Wesen um „gefallene Engel“ handelt, die sich gegen Gott versündigt haben und verurteilt sind, niemals wieder in die Gnade Gottes aufgenommen zu werden. Diese Hypothese stellt die Menschheit einer fremden Welt gegenüber, die von zutiefst bösen Wesen bevölkert ist. Es sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass diese Wesen hervorragend begabt sind. Die Erde hätte dann kaum etwas Gutes von ihnen zu erwarten.

Eine Anweisung, wie sich Amerikas Düsenjäger in den vier verschiedenen Fällen zu verhalten haben, gibt Connell nicht. Nur zu der dritten – der paradiesischen – Möglichkeit erklärt er, es würde „offensichtlich verrückt“ sein, diese Art der Untertassen-Wesen töten zu wollen. Sie seien „absolut unverletzlich“.

„Fliegende Untertassen“ – en gros kam es am 31. Oktober 1952 via UP aus Gaillac und die Frankfurter Rundschau meldete: Mehr als hundert Einwohner des südfranzösischen Städtchens Gaillac wollen Anfang dieser Woche 16 „Fliegende Untertassen“ im Formationsflug am wolkenlosen blauen Himmel beobachtet haben. Die rätselhaften Erscheinungen sollen sich in Zweiferformation mit großer Geschwindigkeit bewegt haben. Aus den kreisrunden Körpern sollen bläuliche Flammen geschlagen haben. In der Mitte der Formation sei eine „fliegende Zigarre“ geflogen. Die Formation habe glitzernde weiße Partikel hinterlassen, die wie Glaswolle aussahen und in Bäumen und auf elektrischen Leitungen hängen blieben. Einige Leute sollen die Wolle aufgesammelt haben. Sie habe sich jedoch wenig später völlig aufgelöst.

Um 1953 erschien in Old Germany eine Comic-Serie mit Fulgor, der Weltraumflieger (Zeichner Pedrazza) – hier ging es um Marsmenschen und Fliegende Untertassen.

Ebenso erschien der von Rolf Strehl (ein Hamburger Journalist) verantwortete Band „Fliegende Untertassen: Ein Geheimnis geistert um die Welt“ als Bilderalbum im auffallenden Großformat 29×20,5 cm und 50 Seiten Umfang.
Im Mai 1953 brachte die Firma „Filmaufbau GmbH“, Göttingen, einen Kurzfilm als Vorprogramm in die Kinos, der schlicht und einfach „Fliegende Untertassen“ hieß und von Walter Riedel, G. Zauner und F. Wollangk produziert worden war. (Quelle: UN Nr. 9, Juni 1957, S.2)

Ich sah einen „Fliegenden Teller“ meldete am 12. Februar 1953 die Neue Zürcher Zeitung: Sonntag, den 25. Januar 1953, 13:20 h, befand ich mich bei strahlendem Sonnenschein auf dem oberen Sesseli-Skilift, der auf einen etwa 3.000 Meter hohen Nebengipfel des Mt. Baldy führt. Mt. Baldy liegt etwa 80 Kilometer von Los Angeles entfernt und gehört zu einem Gebirgszug, der
kranzartig am Rande des Mojave Desert liegt. Als ich mich der oberen Station des Skilifts näherte, gewann ich einen guten Blick in die Wüstenebene im Nordosten. Zu dieser Jahreszeit erscheinen, nach den Winterregen, ausgedehnte Flächen dunkelgrünen Gestrüpps. Auf dunkelgrünem Hintergrund saß ein offenbar ungeheuer großes, metallisch in der Sonne blitzendes Ellipsoid vollkommen bewegungslos. Das Ding verharrte eine gute Minute, leuchtend in der Sonne. Unterdessen langte ich am oberen Ende des Skilifts an und machte nach der Abfahrt den Angestellten des Skilifts auf die Silberellipse aufmerksam. Nun begann das Ding rhythmisch in der Sonne zu blinken, sehr langsam zuerst, vergleichbar einer rotierenden Münze kurz vor dem Umfallen. Das Tempo des eigenartigen Flatters an Ort steigerte sich, und gleichzeitig begann sich das Ding zu bewegen, blinkte noch zweimal in der Sonne und verschwand rasch nach Osten im Dunst. Später berichteten andere Skifahrer von einem ähnlichen Ding am Tage vorher. „Fliegende Teller?“ P.L.T.

Quelle: http://cenap.alien.de/chronicles/2thedaytheearthstoodstill.htm

Gruß an die Piloten

TA KI

Wie die UFOs nach Deutschland kamen Teil 3


Eine Gallup-Umfrage in den amerikanischen Städten ergab, dass jeder vierte Einwohner der USA an die Existenz der „Flying Saucers“ glaubt. Dann ließ das amerikanische Magazin „True“ eine publizistische Atombombe platzen:

„Seit 175 Jahren steht die Erde unter Beobachtung durch lebende, intelligente Wesen von einem anderen Planeten.“ Das war das Fazit, das Luftfahrtexperte Donald E. Keyhoe nach achtmonatiger Untersuchungsarbeit für das Magazin zog. Keyhoe hatte seine Ermittlungen mit astronomischen Mitteilungen aus dem vergangenen Jahrhundert verschmolzen. Danach benutzen die Kundschafter aus dem Weltraum drei verschiedene Flugmaschinen: a) kleine, ferngesteuerte fliegende Fernsehsender; b) fliegende Scheiben mit einem Durchmesser von 80 Metern, die wie irdische Hubschrauber angetrieben werden; c) große zigarrenförmige Flugmaschinen. Nachdem Hunderte von Zeitungen und die bekanntesten Radio- Kommentatoren die True-Story durch die Staaten und in die Welt trompetet hatten, konnte kein noch so eindringliches Dementi der amerikanischen Luftwaffe die Flut der Untertassengerüchte eindämmen. Eine Version der Von-Mund-zu-Mund-Geschichten lief so: Seit langem schon wurde die Raketenversuchsstation in White Sands, New Mexico, von interplanetarischen Eindringlichen beobachtet. Eines Tages stürzte eines ihrer großen Raumschiffe brennend über New Mexico ab. Die 15 Besatzungsmitglieder verbrannten bis zur Unkenntlichkeit, aber einige Bordinstrumente blieben intakt. Darunter befand sich ein Empfänger, über den in kurzen Abständen geheimnisvolle Meldungen in einer unverständlichen Morsesprache eintrafen.
Die Story geht weiter: Während die amerikanischen Experten die Wrackteile untersuchten, stürzte ein zweites Raumschiff in der Nähe zu Boden. Die beiden Insassen waren tot, aber der Körper des einen war unversehrt, ungefähr 90 cm groß und von affenähnlichem Aussehen. Dann kam eine bessere Variante in Umlauf: Die Männlein des Raumschiffes waren gar nicht tot. Fünfzehn wurden lebend gefangengenommen. Sie konnten zwar nicht sprechen, aber ein Männlein zeichneten sofort eine Karte des Planetensystems und deutete auf den der Sonne zweitnächsten Planeten. Daraufhin wurden die Herren vom anderen Stern schnell in einer Druckkammer verbracht, die, entsprechend der Venus-Atmosphäre, mit Kohlendioxyd gefüllt wurde.

Ähnliche Geschichten gab es über die Beschaffenheit der imaginären Raumschiffwracks. Da sollte festgestellt worden sein, dass die Apparate mit einem Kunststoff bespannt waren, wie er auf der Erde vollkommen unbekannt sei, dass die Metallrohre nicht zusammengeschweißt, sondern mit einer diamantharten, klebstoffähnlichen Masse verbunden und dass die Nieten, Schrauben und Muttern von einer voellig neuartigen Konstruktion waren.* In der Treibhausatmosphäre der Gerüchte gediehen die Blüten gerissener Geschäftemacher. Die beiden brasilianischen Kaufleute Oswaldo Silva und Circlo Souza machten Personen, „die am Erwerb einer Fliegenden Untertasse interessiert sind“, das Angebot, „die Bestellung schon jetzt aufzugeben“. Silva und Souza verlangten „nur etwas Geduld und eine Anzahlung von 10 Dollar pro Untertasse“. Die beiden Untertassenhändler wurden nach kurzer Zeit verhaftet, „wegen Verbrechens gegen die Volkswirtschaft“. In Mephis sammelten die Einwohner vor einiger Zeit eifrig „Flying Saucers“ aus Pappe. Die Inschrift lautete: „Fliegende Untertasse – bei Abgabe erhalten sie auf ein Pfund Wurst 10 Prozent Rabatt.“ Für die Photographen waren die Untertassen ein dankbares Montageobjekt für 1. April-Bilder. Die spanische Zeitung „Madrid“ fand eine andere Lösung: „Hitler ist mit einer Gruppe Wissenschaftler in die Himalaja-Berge entkommen, von wo aus er die Fliegenden Untertassen loslässt.“ In Bremerhaven-Lehe, Luisenstraße 9, II.Etage links, sammelt Flugzeug-Ingenieur Rudolf Schriever, Flugkapitän a.D., sorgfältig alle Meldungen über die fliegenden Scheiben. „Ich habe gleich an mein Gerät gedacht“, sagt der 40jährige, „an den von mir konstruierten Flugkreisel. Die Idee stammt aus dem Jahre 1942. Damals war ich Chefpilot in Eger“, berichtet Schriever. Als er spielenden Kindern zusah, die waagerecht rotierende Propeller von einem spiralenförmig gedrehten Flachdraht in die Luft schnellten, kam ihm der Einfall. „So wie diese Kinderpropeller kann auch eine runde Scheibe, wenn sie entsprechend konstruiert wird, empor schnellen.“ Schriever brütete über den ersten Skizzen. Nach einem Jahr betraute er einige tschechische Ingenieure in Prag mit den statischen Berechnen und den Detailzeichnungen. „Die Leute wussten damals nicht, worum es sich handelte.“ Sein Leichtmetall-Flugkreisel bestand aus drei Teilen: dem Gondeloberteil (das einer abgeplatteten Kugel glich) mit dem Kommandostand und den Kontrollgeräten, dem drehbaren Gondelunterteil und der rotierenden Schaufelblattscheibe, die dem Gerät, wie bei einem Hubschrauber, den Auftrieb geben sollte.

Die Schaufelblattscheibe des Schrieverschen Kreisels sollte einen Durchmesser von 14,40 Meter haben. An der Unterseite der Scheibe waren drei Antriebsdüsen an besonders breiten, hohlen Streben montiert, die den Brennstoff enthielten. „Die Düsen bringen die Scheibe zum Rotieren, durch die Verbrennungsgase entsteht der Eindruck einer feurigen Scheibe. Leistungen von 1650 bis 1800 Umdrehungen pro Minute könnten erreicht werden. Das entspricht einem Auftrieb von 100 Meter pro Sekunde. Bei einem normalen Jagdflugzeug sind es höchstens 25 m/sek“, verglich Schriever. Die 3 Meter langen Schaufelblätter waren wie bei einer normalen Luftschraube verstellbar, so dass sie auf Steig- oder Gleitstellung eingestellt werden konnten und das Höhenruder ersetzten. „Sobald die Scheibe arbeitet, ersetzt sie die Tragfläche.“ Sie umlief die Kommandogondel in einer Speziallagerung, die mit einer Ausgleichszahnung versehen war. Auf diese Weise wollte Schriever verhindern, dass die Gondel durch die Rotation der Scheibe in entgegengesetzte Drehung gebracht wird. Das Gondelunterteil ist um 360 Grad drehbar und enthält zwei Antriebsdüsen als Horizontal-Antriebsmittel. „Will der Pilot den Kurs ändern, so braucht er nur das Unterteil in die entsprechende Richtung zu drehen.“ Der Durchmesser der Gondel betrug, nach Schrievers Plänen, 3,60 Meter, die Höhe 3,20 Meter. Sämtliche Berechnungen waren die Antriebsdüsen der damals gerade entwickelten Me 262 zugrunde gelegt, mit denen der 3 Tonnen schwere Flugkreisel eine Horizontalgeschwindigkeit von 4.200 Kilometer pro Stunde entwickeln sollte. Seine Reichweite betrug nach Schrievers Berechnungen rund 6.000 Kilometer. Zu den Vorteilen seiner Konstruktion rechnet Schriever: Hervorragende Start- und Landemöglichkeiten, geringer Luftwiderstand (keine Bildung von Randwirbeln) ermöglicht hohe Geschwindigkeiten, AE verbesserte Steigfähigkeit (der Apparat kann stundenlang auf einer Stelle in der Luft verharren oder millimeterweise sinken), Verbilligung der Herstellung. Bis zum 15. April 1945 arbeitete Schriever an seinen Plänen. Die Zeichnungen waren abgeschlossen, Schriever wollte seine Unterlagen Hermann Goerings RLM vorlegen. Die Russen kamen eher. Schriever packte ein.

Im Gartenhaus seiner Schwiegereltern in Bremerhaven-Lehe richtete er sich eine Erfinder-Werkstatt ein. Am 4. August 1948 wurde eingebrochen. Schrievers Flugkreiselpläne und sein einziges Handmodell waren nicht mehr aufzufinden. Die betreffende Akte der Bremerhavener Kriminalpolizei schließt mit dem Vermerk: „Verfahren eingestellt. Täter unbekannt entkommen.“ Seitdem hat Rudolf Schriever schon mit einigen Agenten fremder Mächte über ferne Länder und schone Pläne parliert. Der Bremerhavener CIC achtet um so mehr auf den Kraftfahrer Rudolf Schriever, angestellt beim Motor Pool der U.S. Army. „Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich so’n Ding sofort bauen und fliegen. Denn die Flugkreisel oder ‚Fliegenden Untertassen‘ sind keine Spielerei. Sie haben für die Entwicklung der Flugtechnik größte Bedeutung.“ Rudolf Schriever ist heute überzeugt, dass die Prager Ingenieure seinen Flugkreisel für eine andere Macht rekonstruiert haben. Für ihn gibt es kein Geheimnis der „Fliegenden Untertassen“. Inzwischen veröffentlichte die Wochenzeitung „Teen-Age Times“ in Dublin das erste Photo von fünf „Fliegenden Untertassen“ in V-foermiger Formation. In einer ausführlichen Reportage bescheinigt die Zeitung den Untertassen, dass sie die Vorläufer von unbemannten „Hängebomben“ oder Raumstationen seien. Mit Atombombenladung könnten sie eine „feste Stellung“ über jedem beliebigen Punkt der Erdoberfläche einnehmen und bei Bedarf ferngesteuert auf das vorher angepeilte Ziel losstürzen. Die „Teen-Age Time“ glaubt, dass derartige „Hängebomben“ bereits über mehreren Hauptstädten und einigen Atombomben-Fabriken schaukeln. Beruhigt das amerikanische Verteidigungsministerium: „Die Sicherheit der Vereinigten Staaten ist keineswegs bedroht. Sobald jedoch die Fliegenden Untertassen landen sollten und kleine Männer mit Radarantennen an den Ohren herausklettern, werden wir wohl irgend etwas unternehmen müssen.“
*= Hier wurden im Kern schon die Jahrzehnte später aufkommenden Roswell-Crash-Szenarien vorweggenommen.

Revolution im Flugwesen – Untertassen: Gerät der US-Kriegsmarine? Radioaktiv gesteuert – Überschallgeschwindigkeit – Vor der Serienherstellung hieß es am 5. April 1950 im Weser-Kurier: Stellt die amerikanische Kriegsmarine die „Fliegenden Untertassen“ her, ist die Frage, die sich nach Enthüllungen des USA-Korrespondenten der Pariser Zeitung Le Monde erhebt, welcher seiner Zeitung Einzelheiten über die Entstehungsgeschichte der „Fliegenden Untertasse“ kabelt. Die in der Behandlung derartiger Sensationen äußerst vorsichtige Le Monde gibt diesen Informationen auf der ersten Seite eine große Aufmachung. Wie heute bereits festgestellt ist, handele es sich bei den „Fliegenden Untertassen“ weder um ein Märchen, noch um eine Massensuggestion, sondern um das neueste Luftgerät, das auf dem Gebiet des Flugwesens eine wahre Revolution bedeutet. Nach dem Bericht des USA-Korrespondenten von Le Monde sind die Versuche der amerikanischen Kriegsmarine schon soweit gediehen, dass die radioaktiv gesteuerten Fluggeräte [?] binnen kurzer Zeit fabrikmäßig in Serien hergestellt werden können. Die ersten Versuche wurden im Jahre 1942 bei dem Flugzeugwerk Chance-Vought nach den Plänen des amerikanischen Ingenieurs Charles Zimmermann unternommen, welcher dem National Advisory Committee for Aeronautics angehört. Der erste Apparat, der mit zwei Motoren ausgestattet war, hatte die Form einer Ellipse und eine Fluggeschwindigkeit von 850 Kilometern in der Stunde. Über hundert Versuchsflüge wurden ausgeführt. Heute sind die „Fliegenden Untertassen“ technisch verbessert, haben eine Kreisform und bestehen aus drei übereinandergesetzten Metallplatten. Der Durchmesser der Platten ist etwa 30 Meter, und die Dicke jeder Platte beträgt drei Meter. Die mittlere Platte ist etwas breiter als die obere und die untere. Von außen gesehen wirkt deshalb der Rand der mittleren Platte wie ein breiter Gürtel, der das Ganze zusammenhält.
Völlig neu ist jedoch, dass nach außen hin weder Flügel, noch Steuerung, noch sonst etwas sichtbar wird. Im Gegensatz zur V 2, die kleine Flügel besitzt. Der verwendete Treibstoff ist noch unbekannt. Da jedoch das Gerät auch lange Strecken im Gleitflug zurücklegen kann, wird auf diese Weise Brennstoff gespart. Die ferngesteuerten Motore können durch ein Kontrollsystem so gesteuert werden, dass der Flug genau bestimmt wird. Die verschiedensten Bewegungen sind durch Fernsteuerung möglich, so dass das Gerät vertikal aufsteigen, horizontal weiterfliegen, Kurven mit den verschiedensten Winkeln bis zu 90 Grad machen kann und durch Fernsteuerung sogar zum Stillstand gebracht werden kann. Die Fluggeschwindigkeit soll bereits die Schallgeschwindigkeit übertreffen. Bei Versuchen wurden drei der schnellsten amerikanischen Air Force-Flugzeuge des Typs F 41 eingesetzt, ohne dass es ihnen gelang, einer „Fliegenden Untertasse“ habhaft zu werden. Die amerikanische Armee und die amerikanische Luftwaffe haben kategorisch dementiert, dass sie „Fliegende Untertassen“ herstellen.
Die Dementis der amerikanischen Kriegsmarine sind dagegen bis jetzt unbestimmt und ausweichend formuliert. So gibt die Kriegsmarine zu, dass sie Versuche mit „Fliegenden Untertassen“ lange Zeit durchgeführt hat, verweist dabei allerdings auf die zurückliegenden Jahren. Die Kriegsmarine ist deshalb an diesem Luftgerät besonders interessiert, weil man es auf Flugzeugträgern mitführen und von Bord aus starten kann.

Am 9. April 1950 meldete die in Hamburg erschienene Zeitung Die Straße:


Fliegende Untertassen eine deutsche Erfindung – Ursprungsland: Sowjetunion. Drei Jahre schon ängstigen „Fliegende Untertassen“ die Menschheit. Seit zum ersten Male ein Mann jene eigenartige Scheibe in der Luft entdeckte – feuersprühend, etwa mit Schallgeschwindigkeit dahinrasend, fast wie ein Bote aus einer fernen Welt -, seitdem reißen in Presse und Radio* die Meldungen über neue Beobachtungen nicht ab. Die ohnehin von Ängsten geplagte Menschheit unserer Tage wart damit um eine Furcht reicher geworden. War! – denn das Geheimnis dieser „Fliegenden Untertassen“ ist ergründet, und damit verlieren sie auch den furchterregenden Nimbus des Unerklärlichen. Den ersten Anstoß zu dieser Klärung gab ein Interview, das ein bekannter italienischer Physiker, Professor Guiseppe Belluzo, der Redaktion des INS (International News Service) in Rom gewährte. Professor Belluzzo bezeichnete sich in diesem Interview als einer der Erfinder der „Fliegenden Untertasse“, aber er wies dabei auch auf einige Deutsche hin, die als Techniker und Ingenieure teils mit ihm zusammen, teils unter seiner Anleitung gearbeitet hatten. Einer dieser Männer sei – so sagte er – der Ingenieur Kurt Schnittke in Regensburg gewesen. Ihn befragte nun ein Mitarbeiter der „Straße“ – mit dem Erfolg, dass die „Fliegenden Untertassen“ aufgehört haben, ein Rätsel zu sein. Damit haben auch alle jene Spekulationen ein Ende gefunden, die mehr oder weniger phantasievoll Herkunft und Konstruktion der „Fliegenden Untertassen“ zu erläutern versuchten. Gerade an diesem Beispiel lässt es sich ablesen, wie sehr die Furcht der Vater der unwahrscheinlichsten Gerüchte sein kann. Behaupteten doch noch dieser Tage einige ausländische Zeitungen, der Absender dieser Scheiben sei – Hitler, der sich zusammen mit einer Gruppe deutscher Ingenieure in das Himalaja-Gebirge gerettet habe, während in deutschen Zeitungen zu lesen stand, dass die „Fliegenden Untertassen“ Boten eines fernen, aber bewohnten Planeten seien, dessen Bewohner technisch weiter fortgeschritten sein müssten als die Erdbewohner.

Die Auskünfte, die der Physiker Bulluzzo in Rom und der deutsche Ingenieur Schnittke gaben, lassen eindeutig erkennen, dass die „Fliegenden Untertassen“ keineswegs Boten bewohnter Planeten sind, wie ein Weltraum- und Raketenfachmann kürzlich vermutete. Einer der Konstrukteure ging – so sagte Schnittke – mit einer Gruppe deutscher Mitarbeiter im Jahre 1945 nach der Sowjetunion. Zweifellos wurden dort die deutschen und italienischen Konstruktionen weiterentwickelt. Es ist in diesem Zusammenhang nicht unwichtig, zu betonen, dass die ersten „Fliegenden Untertassen“ vor drei Jahren tatsächlich in Polen, in Finnland und in Schweden gesichtet wurden.
Man glaubte anfänglich, dass die Beobachter – meist einfache Bauern – irgendwelchen Selbsttäuschungen zum Opfer gefallen seien. Es ist für die westliche Welt natürlich keineswegs unwichtig, zu erfahren, dass der Osten über diese Erfindung verfügt. Andererseits ist eine erkannte Gefahr immer nur noch eine halbe Gefahr, und sie vermindert sich weiter durch die Feststellung, dass zumindest zwei der leitenden Konstrukteure dieser Erfindung sich im Westen befinden.
*= Das Informationsmedium RADIO scheint uns damals doch noch ein weitaus maßgeblicherer Quell von öffentlicher Gewahrwerdung und –Information gewesen zu sein, als es heute bei uns eine Rolle spielt. TV gab es noch nicht, Zeitungen konnte sich noch nicht jeder leisten und die Papierknappheit sorgte zudem für geringe Druckauflage, aber Rundfunk war schon lange vorher von jedermann abgehört worden (wurde er schließlich in der Nazi-Zeit als wirksamstes Propagandamittel eingesetzt und diente auch in Kriegszeiten als direktes Informationsmedium über den Kriegsverlauf, der jederzeit auch den Zuhörer wegen Bomberangriffe direkt betreffen konnte und damit einen ganz besonderen Stellenwert) und diente auch den Alliierten als Mitteilungsorgan. Wir müssen also davon ausgehen, dass in diesen ersten Jahren der UFO-Mania auf deutschem Boden insbesondere der schnellen Nachrichtenberichterstattung im Rundfunk ein besonderes Augenmerk zugebilligt werden muss – aber wir haben leider keinerlei Aufzeichnungen davon. Wir haben nur obigen Artikel, der uns sagt, dass das Radio ein wichtiges Element der UFO-Berichterstattung war. Auch nachfolgende Darstellung weist auf die Bedeutung von Radio und ihren Kommentatoren hin. Wir erinnern daran, dass das ufologische Mutterland USA ebenfalls von zwei historischen UFO-Fürsprechern (und ihren Programmen) an den Mikrofonen eingenommen wurde: Long John Nebel und Frank Edwards.

Jetzt auch in Deutschland meldete dpa aus Mainaschaff und die Rhein-Neckar-Zeitung schrieb so am 15. April 1950: Ein „Phantomflugschiff“, ähnlich der „Fliegenden Untertasse“, wollen zwanzig Einwohner der Gemeinde Mainaschaff bei Aschaffenburg am Mittwochnachmittag beobachtet haben. Das tellerrunde, mit einem Rauchring umgebene Flugzeug, sei deutlich zu erkennen gewesen und habe einem Autobusreifen ähnlich gesehen.

Im Oktober/November 1950 hatte Die Welt eine dreizehnteilige und in diesem Umfang heute undenkbare Artikelserie von Gerald Heard (der Wissenschaftspublizist der britischen Zeitungsindustrie damals) dem Publikum anzubieten gehabt, zu einer Zeit, wohlgemerkt, als deutsche Zeitungen nach dem 2. Weltkrieg wegen akutem schlichtem Papiermangel aus ein paar Blättern bestanden und der Raum nur für das wichtigste Infomaterial zur Verfügung stand: „Beobachter aus dem Weltraum? Das Rätsel bleibt ungelöst: Ein Tatsachenbericht über das seltsamste Gegenwartsproblem der Menschheit!“ Hierbei bezog er sich auf Berichte über Beobachtungen von Fliegenden Untertassen aus der bis dahin veröffentlichten Presse, um daraus „in sachlicher Form“ zu versuchen, eine Antwort auf das Geheimnis der „Fliegenden Untertassen“ zu finden – also nicht auf eigene Untersuchungen und Recherchen direkt und aufgrund von UFO-Meldefällen (das wäre auch in heutiger Zeit noch ein Wunder). Die Einführung des Themas der Fliegenden Untertassen hierzulande fand ja knüppelhart statt:
Tatsachenbericht und Gegenwartsproblem der Menschheit – nichts weniger. Wie gesagt, dieser Bericht erschien nicht im „Hinterwälder Egal-Blatt“, sondern in der prestigereichen sowie einflussreichen Die Welt. Hier hob man den Maury-Island-Vorfall noch als echt hervor, obwohl er derweilen schon längst als Schwindel zu den Akten gelegt war. Die Zeitung sprach sich positiv für die Untertassen-Herkunft vom Mars aus. Mars und Venus waren, zugegeben, in diesen Tagen wissenschaftlich tatsächlich positive Kandidaten, um als „Schwestern der Erde“ durchzugehen. Die Mars-Kanal-Legende fand hier ihre Fortsetzung, wenn auch in diesen Tagen der Fünfziger bereits jene „Kanäle“ als optische Täuschungen vom Tisch waren, aber dennoch: Der Nachhall bleibt verhaftet, weswegen in unserer Zeit z.B. das „Mars-Gesicht“ als aktuelle Ausprägung des Marsianer-Mythos existieren kann.

Folge 1 erschien am 28. Oktober 1950: Unheimliche „Untertassen“: Seit einigen Jahren werden an verschiedenen Teilen der Welt geheimnisvolle Himmelserscheinungen beobachtet, die man wegen ihrer meist scheibenförmigen Gestalt „Fliegende Untertassen“ genannt hat. Über die Größe und Art dieser Erscheinungen liegen zahlreiche abweichende Meldungen vor. Während es sich bei einer Gruppe von ihnen um merkwürdige Lichter handelt, gleichen andere fliegenden Röhren mit gespenstischen Feuerschweifen. Zum Teil sind die uns unbekannten Körper so klein, dass man in ihnen keine Piloten vermuten kann, teils haben sie eine furchterweckende Ausdehnung, und ihre Geschwindigkeit übertrifft die jedes modernen Düsenjägers. Gerald Heard, der in England als wissenschaftlicher Publizist bekannt ist, hat das Tatsachenmaterial über dieses eigenartige Problem gesammelt und sorgfältig geprüft. Trotz der streng sachlichen Untersuchungen jedoch sieht sich die Menschheit einem bedeutenden und aufregenden Rätsel gegenüber, dessen Lösung nicht abzusehen ist. Die folgende Darstellung, in der die wichtigsten Meldungen zusammengefasst sind, beginnt mit den Beobachtungen aus dem Sommer 1947. Inzwischen besteht kein Zweifel mehr darüber, dass tatsächlich im Gebiet zwischen Südkanada und Nordmexiko unerklärliche Erscheinungen auftauchen, die man anfangs für Superflugzeuge hielt. Es handelt sich jedoch offensichtlich nicht um Flugzeuge einer uns bekannten Bauart. Damit erhebt sich die für alle Nationen wesentliche Frage: Wer hat diese Maschinen hergestellt, woher kommen sie und von wem werden sie gelenkt? Ferner: Können wir angesichts der fliegenden Himmelskörper auf eine Besatzung und einen Heimatstützpunkt schließen? Und nicht zuletzt: Gibt die seltsame Erscheinung der „Fliegenden Untertassen“ Anlass zu dem Argwohn, dass sie im Dienste irgendeiner Weltmacht stehen? Gerald Heard versucht, in sachlicher Form darauf eine Antwort zu geben.

Am 24. Juni 1947 flog Kenneth Arnold, ein 32jähriger Kaufmann aus Boise in Idaho, seine eigene Maschine von Chehalis, Washington, nach Hause. Er war ein guter Pilot und oft unterwegs. An jenem Tage machte er jedoch einen Umweg, da an alle Flugzeugführer des Bezirks die Meldung ergangen war, nach einem Truppentransporter Ausschau zu halten, der in der Gegend des Mount Rainier abgestürzt sein musste. Der Mount Rainier erhebt sich schneebedeckt aus den Rocky Mountains. Mr. Arnold stieg auf über 3.000 Meter Höhe und flog an dem massigen Felsplateau entlang, aus dem der weiße Gipfel in den Himmel ragt. Das Wetter war so gut, dass er seine ganze Aufmerksamkeit der Suchaktion zuwenden konnte. Plötzlich wurde er durch einen Blitz geblendet. Und dann sah der erstaunte Mr. Arnold neun Gegenstände, wie Gänse in einer Linie geordnet, zwischen den Gipfeln der Gebirskette verschwinden und wieder auftauchen. Sie waren nach seiner Schätzung etwa 30 Kilometer entfernt. Er beobachtete sie an Hand der Kabinenuhr im Führersitz genau zwei Minuten lang und schätzte ihre Geschwindigkeit nach der Zeit, die sie von Gipfel zu Gipfel benötigten.
Das Ergebnis war überraschend: Ungefähr 1.600 Kilometer je Stunde! Die Art, in der dieser merkwürdige Schwarm über die Gipfel flog, widersprach jeglicher Pilotenvernunft. Aber nicht nur das, auch die Gestalt der unbekannten Gegenstände verblüffte Mr. Arnold. Sie waren anders als irgendein Flugzeugtyp, den er kannte. Sie glichen Scheiben. Nach seiner Landung erzählte Kenneth Arnold die unheimliche Begegnung, und bald fand die Geschichte ein lebhaftes Echo. Ein Reporter aus Boise glaubte ebenfalls Scheiben am Himmel gesehen zu haben. Auch Mr. Johnson, ein Zeitungsverleger, teilte ähnliche Beobachtungen mit. Anfang Juli meldete der Pilot eines Flugzeuges der amerikanischen Luftwaffe die „Fliegenden Untertassen“ in der Nähe von Boise. Andere Meldungen dieser Art kamen aus dem ganzen Westen. Die Zeitung Arizona Republic veröffentlichte sogar zwei Photographien der phantastischen Himmelskörper, die ein Mr. Rhodes aus Phoenix aufgenommen hatte. Sie zeigten allerdings einen Gegenstand, der mehr einem schwarzen Gummiabsatz mit einem kleinen Loch in der Mitte glich als einer Untertassen. Wahrscheinlich handelte es sich um eine Art Flugzeug, bei dem die Rückseite des „Gummiabsatzes“ Antriebsseite war. [Die Welt druckte sogar eines der Bilder ab und gab ihm dem Untertitel: Diese Aufnahme einer „Fliegenden Untertasse“ machte William Rhodes aus Phoenix (Arizona) am 9. Juli 1947. Sie ist das erste Foto, das von diesen rätselhaften Erscheinungen gemacht wurde. Rhodes beschrieb sie als „einen Gummiabsatz mit einer Öffnung in der Mitte“. Tatsächlich liegt auch der Verdacht nahe, dass es sich hierbei um genau das handelte, was Rhodes formbeschreibend aussagte, die Aufnahme eines schwarzes Schuhabsatzes auf einer Glasfläche gegen den Himmel gerichtet. Das Bildmaterial zeigt auf, dass das fotografierte Ding sehr nahe gewesen sein muss und der Himmelshintergrund nur zu erahnen ist.] Die Beobachtungen des Piloten der United Air Lines wurden am Nachmittag des 4. Juli gemacht. Dieser Tag wird bekanntlich in Amerika als „Tag der Unabhängigkeitserklärung“ gefeiert.

Als daher in Portland, Oregon und Seattle eine stattliche Menschenmenge Scheiben bemerkte, die hoch in den Himmel hineinschossen – nach zuverlässigen Schätzungen bis zu 13.000 Meter Höhe -, wurde das Ereignis lebhaft kommentiert. „Die Regierung hat sich den richtigen Tag ausgesucht, um uns zu zeigen, dass wir auf Draht sind“ und „Donnerwetter, da schaut uns doch eine fremde Macht in die Karten! Die wollen wohl sehen, ob unsere Burschen Lust zu einer Stratosphärenjagd haben!“ hieß es. Fachleute, die nicht Augenzeugen waren, leugneten natürlich das Erscheinen der Himmelsgespenster. Unter ihnen auch der Kommandant eines amerikanischen Großflugzeuges, das Boise am Nachmittag verließ. Nun, er brauchte nicht lange zu warten, denn kurz vor Sonnenuntergang tauchten vor dem Bug der Maschine fünf „Untertassen“ auf. Der Kommandant, sein erster Offizier und die Stewardess beobachteten die fünf Gegenstände, und nach einigen Minuten sahen sie, dass sich ihnen weitere vier anschlossen. Das Schauspiel dauerte ungefähr zehn Minuten, dann verschwanden die geheimnisvollen Scheiben. Alle drei erstatteten sofort Bericht. Aber sowohl das Marinekommando als auch das Kommando der Luftstreitkräfte behaupteten, dass ihnen keine Maschinen dieser Art bekannt seien. Unterdessen gab es eine neue Überraschung auf Maury Island. Diese Insel ist ein kleiner unbewohnter Flecken Erde, fünf Kilometer von der Hafenstadt Tacoma entfernt. Kenneth Arnold saß im Klub seiner Heimatstadt und wurde von einigen Mitgliedern gebeten, ihnen seine wunderlichen Erlebnisse zu schildern. Er erwähnte dabei, dass ihm berichtet worden sei, die Hafenpolizei von Tacoma hätte nicht nur die „Erscheinungen“ wahrgenommen, sondern besäße auch einige Bruchstücke, die plötzlich vom Himmel niedergefallen waren. Daraufhin redete man auf ihn ein, diesem Gerücht nachzuspüren. Mr. Arnold sagte zu und startete am Morgen des 30. Juli. Wenige Stunden später wurden seine Bemühungen schon belohnt. Er entdeckte einen Schwarm „Fliegender Untertassen“ und versuchte Aufnahmen zu machen. Leider gelang ihm kein überzeugendes Bild. Man sah nur Pünktchen, sonst nichts. In Tacoma angekommen, telephonierte Arnold mit Mr. Dahl von der Hafenpolizei, der ihn sofort aufsuchte und bereitwillig erzählte, was er gesehen hatte. Mit zwei Mann Besatzung und seinem Sohn war Dahl am 21. Juni gegen 14 h in seinem Boot nahe der Küste umhergefahren. Er hatte ahnungslos am Steuer gestanden, als er plötzlich ein halbes Dutzend großer Scheiben direkt über seinem Boot in schätzungsweise 800 bis 1000 Meter Höhe bemerkte. Das plötzliche Er scheinen der gespenstischen Himmelskörper ist eine Tatsache, die von allen Beobachtern bestätigt wird.

Anfangs schienen sie bewegungslos in der Luft zu hängen. Dann konnte man sehen, dass fünf von ihnen langsam um eine kreisten, die den Mittelpunkt bildete, und diese eine sank beständig, bis sie nur etwa 170 Meter vom Wasserspiegel entfernt war. Dort hielt sie. Die Ungetüme glitzerten in der Sonne und machten kein Geräusch. Sie schienen einen Durchmesser von 30 Meter zu haben, und jede hatte in der Mitte eine große Öffnung wie eine Hohlachse. Die Besatzung des Bootes versuchte, von panischem Schrecken gepackt, die Insel zu erreichen. Da wurde die unheimliche Stile durch ein dumpfes Dröhnen gebrochen. Aus der Scheibe, die dem Wasser am nächsten war, flog plötzlich ein heller, dann ein dunkler Gegenstand, die aus Metall zu sein schienen. Bei der Berührung mit dem Wasser bildete sich an der Aufschlagstelle Dampf. Die Scheibe, von ihrer seltsamen Last befreit, hob sich wieder. Und dann verschwanden alle sechs in Richtung auf das Meer. Dieses Verschwinden über dem Pazifik schien eine glänzende Abschlussvorstellung ihrer Besuche an der amerikanischen Westküste. Man fragte sich, ob die hohe See fuer sie ein sicheres Versteck vor der menschlichen Aufmerksamkeit bedeutete. Am 12. November 1947 meldete zum Beispiel der Öltanker „Ticonderonga“ von seiner Position, 40 km seewärts an der Oregonküste, dass zwei rasende Scheiben gesichtet wurden, die mit Kurs Süd-Süd-West der größten Wasserfläche unserer Erde zustrebten.
Dahl hatte die erwähnten Metallstücke, von denen er behauptete, sie seien aus dem Himmel niedergefallen, bereits seinem Vorgesetzten Mr. Crisman gegeben. Crisman zeiget Arnold das Metall. Arnold war enttäuscht. Er hielt lediglich ein paar Brocken Lavagestein in der Hand. Er setzte jedoch seine Untersuchungen fort und brachte Captain E. J. Smith nach Tacoma. Captain Smith war Kommandant des Verkehrsflugzeugs der Luftlinie nach Boise und hatte mit seinem Ersten Offizier und er Stewardess am 4. Juli jene neun Scheiben beobachtet, die vor seiner Bugkanzel umhertanzten. Aus Hamilton Field, einem Luftstützpunkt nahe San Franzisko, kamen Hauptmann Davidson und Leutnant Brown in einem Bomber vom Typ B 25. Man zeigte ihnen die Schlacken. Sie schienen nicht sehr beeindruckt, packten verschiedene Bruchstücke in einen Pappkarton und nahmen sie mit auf den Rückflug.
Unterwegs explodierte der Bomber. Beide Offiziere wurden getötet. Die Explosion war von seltsamen Umständen begleitet. Weshalb gelang es zum Beispiel zwei anderen Mitgliedern der Besatzung, elf Minuten vor dem Unglück im Fallschirm sicher zu entkommen? Und weshalb wurde die Maschine nicht abgedrosselt, um die Gewalt der Explosion zu vermindern, da den beiden Piloten nach dem Ausbruch des Feuers im Motor, das offenbar die Explosion verursacht hatte, noch genügend Zeit zur Verfügung stand? Captain Smith setzte sich daraufhin mit Major Sanders vom Geheimdienst der Luftstreitkräfte in Verbindung. Major Sanders kam und hörte sich Mr. Arnolds Bericht an. „Es ist ja nur Schlacke“, sagte er, „und die ganze Geschichte sieht nach Fopperei aus.“ Das wurde zur ständigen Antwort der militärischen Stellen. So begann das dramatische Auftreten der „Fliegenden Untertassen“. [In dieser Darstellung fällt uns einiges auf, was sicherlich bemerkenswert ist: 1.) Boise und Flieger aus Boise waren bevorzugte „Ziele“ der Untertassen, so als würden sie von ihnen besessen sein – Arnold wiederum braucht nur in den Flieger zu steigen und schon sah er wieder Untertassen herumschwärmen; 2.) Rhodes kam mit dem ersten Untertassen-Foto hervor und steht schwer unter Schwindelverdacht; 3.) der erste Untertassen-Beinahe-Crash, in Form des Falls von Maury Island, war ein Schwindel durch Hafenpolizisten gewesen, der schließlich sogar zwei Offizieren bei einem Flugunfall das Leben kostete; und 4.) der Höhepunkt der Ereignisse um Nationalfeiertag, dem 4. Juli 1947, wo das ganze Land außer Rand und Band in Feiertagsstimmung ist und im patriotischen Rausch liegt; wir müssen erwähnen, dass in diesem Sommer erstmals Helium-abgefüllte Spaßballons auf den freien Markt kamen und diese in Schwärmen hochgelassen wurden – vorher gab es nur die kleinen Kinder-Luftballons, die kaum zum Himmel steigen konnten, mit den Heliumballons in allerlei Form und Färbung war eine völlig neue Kategorie von Himmelsobjekten erschienen, die dort herumwirbelten. Insgesamt gesehen bekommt die Untertassen-Hysterie vom Sommer 1947 einige schwere Kratzer ab… – weitere Schwindel und Fehldeutungen sind schlichtweg zu erwarten, weswegen von Anfang an das UFO-Phänomen mit diesem gewichtigen Problemkreis zu kämpfen hat, egal wer die angeblichen oder auch authentischen Zeugen sind.]

Quelle: http://cenap.alien.de/chronicles/1ufosnachdeutschland3.htm

Wie die UFOs nach Deutschland kamen Teil 2


Diese schöne Version war gerade richtig in Umlauf gekommen, als noch eine viel bessere auftauchte: Die Insassen des Raumschiffes waren gar nicht tot, man hatte sogar 15 davon lebend einfangen können; eine Vernehmung sei allerdings unmöglich gewesen, da keiner hätte sprechen können. Einer habe eine Karte des Sonnensystems hervorgezogen und mit einem fingerähnlichen Gebilde auf die Venus gedeutet. Darauf habe in smarter Amerikaner sofort eine Druckkammer mit heißem Kohlendioxydgas füllen lassen und die 15 „Mann“ hineingesteckt, damit diese sich in heimischer Atmosphäre wohlfühlen könnten. US-Luftexperten bemühten sich angestrengt, diesen wilden Phantasieprodukten den Garaus zu machen. Sie veröffentlichten auch Untersuchungsberichte der Arbeitsgruppe „Fliegende Untertassen“, die sämtliche Unterlagen über angebliche Beobachtungen gesammelt hatte. Aber die Gerüchte waren zu schön, um jung zu sterben, und außerdem gab gerade die Existenz eines solchen vom Staat finanzierten Arbeitsausschusses neuen Anlass, ihnen doch Glauben zu schenken. Man entschloss sich deshalb, das gesamte Material einschließlich der Bilder (nur Zeichnungen nach Berichten!) zu veröffentlichen, die Arbeitsgruppe aufzulösen und es bei der üblichen Kontrolle des Luftraumes, die sich gegen das Überfliegen des Kontinents mit irdischen Flugzeugen richtet, zu belassen, da die Beunruhigung durch die „Untertassengerüchtewelle“ zu groß geworden war.
Kamen sie von anderen Sternen? Geheimnisvolle Flugapparate verwirren die Welt – Phantastische Theorie über das Geheimnis der „Fliegenden Untertassen“ – Lebewesen fremder Weltkörper beobachten die Erde? – Irrtum, Schwindel – oder Wendepunkt? fragte Dipl.-Ing. Heinz Gartmann (technischer Mitarbeiter) am 2. März 1950 in der seit jeher beliebten Zeitschrift Wochenend (die bereits im 3. Jahrgang erschien) mit einer Titelgeschichte und spannend-faszinierenden Hingucker-Titelillustration, wo man einen teil des Erdglobus mit angedeuteter Atmosphäre und das darüber befindliche Sternenmeer sieht und „zwischen Himmel und Erde“ eine merkwürdige, lichterne Untertassen-Erscheinung. Gleichsam wurde auf den Titel eine UP-Fotografie mit folgendem Text veröffentlicht: Albrecht Weaver fotografierte zwei Fliegende Scheiben über Pontiac in Michigan. Er und zwei weitere Augenzeugen schätzten die Geschwindigkeit der Scheiben auf 150 Kilometer Stundengeschwindigkeit. [Zu sehen sind jeweils in der linken unteren sowie rechten oberen Ecke zwei ausgefranzte schwarze, rund-ovale Flecken vor hellem Hintergrund. Die „Objekte“ selbst sind befremdlicher Weise eingekerbt bzw. irgendwie angefressen in ihrer dunklen Gestalt.] Hier der Text des Artikel, der im Blattinnern seine Fortsetzung erfuhr:

Seit einigen Wochen beschäftigt sich die ganze Welt stärker denn je mit den geheimnisvollen „Fliegenden Untertassen“, die an vielen Stellen der Erde, auch über Deutschland, vor allem aber über dem Gebiet der Vereinigten Staaten von Amerika gesehen worden sein sollen. An sich ist die Gegenwart reich genug an Sensationen, so dass nichts Derartiges erfunden zu werden braucht. Neuerdings macht jedoch eine Erklärung der „Fliegenden Untertassen“ und ihrer Herkunft die Runde um die Welt, die so abenteuerlich, so atemberaubend ist, dass man sie kennen muss. Durchaus ernsthafte Menschen behaupten, und glauben auch Beweise dafür zu haben, dass die „Fliegenden Untertassen“ Flugapparate sind, mit denen unbekannte Lebewesen eines anderen Weltkörpers unsere Erde umkreisen und beobachten.
Was soll man mit dieser tollkühnen und sensationellen Behauptung anfangen? Ist sie nur eine Ausgeburt überhitzter Phantasie, spielerischer Einfall eines Autors utopischer Romane? Ist sie überhaupt wert, sich mit ihr ernsthaft zu beschäftigen?
Irreführender Name

Irgend jemand hat den seltsamen Phänomenen die lächerliche Bezeichnung „Fliegende Untertassen“ gegeben. Das allein genügt für viele Zeitgenossen, die ganze Geschichte nicht ernst zu nehmen. Wie stark eine irreführende Namengebung beeinflussen kann, zeigt ein Vergleich mit bekannten Dingen. Wir brauchen uns nur einmal vorzustellen, ein Witzbold hätte 1944 die V 2-Rakete „Fliegende Spargel“ genannt. Die Opfer dieser Waffe hätten so lange darüber gelacht, bis sie die Wirkung am eigenen Leibe zu spüren bekommen hätten. Wird es der Menschheit mit den „Fliegenden Untertassen“ eines Tages genau so gehen? In Wahrheit haben die beobachteten Erscheinungen mit „Untertassen“ so wenig gemein, wie etwa die amerikanische Ionosphärenrakete „Luftbiene“ mit dem unscheinbaren, harmlosen Insekt, dessen Namen sie trägt. Nun ist die Gutgläubigkeit der Menschheit schon allzu oft in Anspruch genommen würden, als dass man verlangen könnte, viele sollten das glauben, was wenige mit eigenen Augen gesehen haben wollen. Dennoch sollten wir nicht vergessen, dass es unzählige Beispiele für Beobachtungen und Entdeckungen auf der Erde gibt, die von den Zeitgenossen nicht geglaubt und dafür um so saftiger bewitzelt wurden. Man denke nur an den Spott, den Marco Polo zu erleiden hatte, als er aus China und Indien zurückkehrte und seine wunderbaren Erlebnisse berichtete! Als vor Jahren zum ersten Male Meldungen über „Fliegende Untertassen“ auftauchten, sie kamen vorwiegend aus Amerika, setzte die amerikanische Luftwaffe eine Untersuchungs-Kommission ein, die sich mit diesen merkwürdigen Phänomenen beschäftigen sollte.
Diese Kommission hat seither etwa 250 Berichte geprüft. Viele der Fälle, in denen Leute „Fliegende Untertassen“ gesehen haben wollten, erwiesen sich als Unsinn. Es waren entweder Sinnestäuschungen hysterischer Menschen oder plumper Schwindel von Leuten, die sich interessant machen wollten. Aber –
es blieb ein Rest ungeklärter Fälle, bezeugt von absolut einwandfreien und glaubwürdigen Beobachtern.

Der tote Augenzeuge

Am 7. Januar 1947 [es war 1948] erschien über dem Ort Madisonville in Kentucky ein runder Gegenstand, der auf 75 Meter im Durchmesser geschätzt wurde. Kurz darauf wurde das Objekt in Fort Knox, wenig später über dem Godman-Flugplatz gesichtet. Der leitende Offizier des Platzes ordnete sofort die Beobachtung durch eine zufällig zu dieser Zeit Fort Knox passierende Staffel von 3 Jagdflugzeugen an, die von Hauptmann Mantell kommandiert wurde. Mantell nahm die Verfolgung auf und meldete von Zeit zu Zeit was er sah. Er berichtete von einem metallischen Fluggerät kolossaler Größe. Die beiden anderen Flugzeuge verloren den Kontakt und landeten kurz darauf. Mantell flog weiter, konnte aber das seltsame Objekt nicht erreichen. Seine letzte Funkmeldung besagte, dass er bei 6.000 Meter Höhe abbrechen würde, da er kein Sauerstoffgerät an Bord habe. Später wurden Pilot und Flugzeug zerschmettert am Boden aufgefunden.
Etwas später am gleichen Tag wurde über dem Militärflugplatz von Columbus in Ohio das gleiche Objekt gesehen. Die Meldung berichtete von einem weißlich-gelben Feuerstrahl, der fünfmal so lang wie das Gerät selbst war. Die Geschwindigkeit wird mit 800 Stundenkilometern angegeben.
Allein das genügt, spätere Deutungsversuche, die von einem Ballon [!] sprechen, zu widerlegen. Der Fall Mantell ist bis heute ungeklärt. [ Hier muss eingeflochten werden, dass die Falldarstellung sehr korrekt verlief, weswegen man sich fragen muss, wie spätere Rückgriffe auf diesen „Klassiker“ mit vielerlei Verzerrungen und Falschheiten besetzt sein konnten. Interessant ist darüber hinaus der Vermerk auf den Vorfall später Columbus/Ohio, den man kurzerhand, weil am selben Tag geschehen, mit dem von Mantell zusammenzählte. Allein schon die große Geschwindigkeit, die auf eine kurze Sichtung hindeutet, sowie der Feuerstrahl an diesem Objekt lässt schnell an einen Meteor denken, der ganz sicher nichts mit dem Objekt von Mantell zu tun hat, welches lange Zeit am Nachmittags-Winter-Himmel schwebte. Sprich: Im Gegensatz scheinbar zur Presse-Annahme handelte es sich um zwei verschiedene Objekte! Bei UFO-Flaps kann man übrigens genau das selbe „Denkmuster“ erleben, da werden die unterschiedlichsten UFO-Auslöser für ein und das selbe Phänomen/Objekt gehalten, weswegen völlig falsche Konzepte hierzu
entstehen können, die weit weg von der Wahrheit führen und UFO ieS erst recht künstlich produzieren…] Fünfzehn Monate später heißt es in einer Verlautbarung der Untersuchungs-Kommission der amerikanischen Luftwaffe: „Das geheimnisvolle Ding, das den Piloten zu Tode jagte [Mantell jagte sich quasi selbst zu Tode, weil er das weit über ihm befindliche und damit unerreichbare Objekt im UFO-‚Wahn‘ verfolgte], ist noch immer nicht identifiziert [was nachweist, dass die Behörden entweder selbst keinen Durchblick hatten und verunsichert waren].“ Im gleichen Bericht wird die Bevölkerung aufgefordert, alle Beobachtungen ähnlicher Art sofort zu melden [was natürlich den öffentlichen Eindruck von besonderer Wichtigkeit des Untertassen-Geheimnisses gleichsam entstehen lässt und nährt].

Erste Nachweise für „Fliegende Untertassen“? fragte dpa aus einer Meldung in Mexiko City, die die Rhein-Neckar-Zeitung am 18. März 1950 übernahm:


Die vor einem Jahr erstmals aufgetauchten und in letzter Zeit immer zahlreicher gewordenen Berichte über die Beobachtung der sogenannten „Fliegenden Untertassen“ werden durch zwei Ereignisse in Mexiko jetzt zum erstenmal dokumentarisch gestützt. Am Donnerstag gelang es vier mexikanischen Piloten, sich in ihren Jagdmaschinen einer „Fliegenden Untertasse“ zu nähern, während zur gleichen Zeit ein amerikanischer Ingenieur das unbekannte Geschoss vom Erdboden aus mit dem Teleobjektiv auf den Filmstreifen bannte. Die vier mexikanischen Piloten schätzen die Flughöhe der von ihnen verfolgten „Fliegenden Untertasse“ auf etwa 10.000 Meter. Das Geschoss habe sich nur langsam fortbewegt, sei jedoch plötzlich mit ungeheuerer Geschwindigkeit senkrecht nach oben verschwunden, als sich die Jäger näherten. Das geheimnisvolle Flugzeug habe eine metallene Oberfläche und einen Durchmesser von etwa 30 Meter. In der Mitte habe sich eine Öffnung befunden, aus der bei der „Flucht“ Flammen schlugen. Die vier Piloten, die als vertrauenswürdige und erfahrene Männer gelten, schätzten die zuletzt wahrgenommene Geschwindigkeit der „Fliegenden Untertasse“ so hoch ein, dass sie von keinem menschlichen Organismus vertragen werden kann. Dagegen unterstreichen sie die Theorie, dass es sich um ferngelenkte Geschosse handelt. Ein von ihnen für die mexikanische Zivilluftfahrt-Verwaltung verfasster Bericht ist bereits von Mexiko City zur Einsicht erbeten worden.

„Fliegende Untertassen“ von der Türkei bis Mexiko meldete UP und am 20. März 1950 schrieb so die Frankfurter Rundschau: In der Atmosphäre scheint es in den letzten Tagen von „Fliegenden Untertassen“ geradezu zu wimmeln. Zwar nicht aus allen, aber doch aus vielen Ecken der Welt treffen Berichte ein, die Schilderungen mysteriöser fliegender Objekte enthalten.
Die letzten Berichte dieser Art stammen von mohammedanischen Priestern, die über Bursa in Nordwestanatolien „fliegende Scheiben“ beobachteten. Über der Türkei und Uruguay wurden die seltsamen Gebilde gesehen, über Mexiko wurden sie sogar photographiert. Hunderte von Menschen wollen über Mexiko City ein falsches, fliegendes Gebilde gesehen haben, das mit unglaublicher Geschwindigkeit von Horizont zu Horizont raste und mehrmals auftauchte, einmal auch plötzlich in der Luft halt machte und mehrere Minuten lang bewegungslos über dem Flugplatz schwebte. Glücklicherweise war ein Kameramann der amerikanischen Filmgesellschaft Columbia Pictures zur Stelle, und glücklicherweise hatte er eine Telephotokamera zur Hand; er filmte die „Fliegende Untertasse“ mit Schwarzweiß- und mit Farbfilm. Die Streifen werden zur Zeit entwickelt, und in Mexiko, in Amerika, in der ganzen Welt wartet man gespannt auf das Ergebnis. Ein Flugkapitän der kubanischen Luftverkehrsgesellschaft stellte mit dem Theodoliten fest, dass die Ortsveränderung des beobachteten Objekts in der Zeit von fünfzehn Sekunden acht Winkelgrad bei 2000 Meter Höhe betrug. Die eindrucksvollsten Erlebnisse aber hatten zweifellos die Einwohner der Stadt Farmington im amerikanischen Staat New Mexico. Über Farmington sollen angeblich ganze Geschwader von Fliegenden Untertassen in exakt ausgerichteten Verbänden aufgetaucht sein. Mindestens 50 Personen haben „etwas“ gesehen – wenn sie auch dieses „etwas“ ganz verschieden beschreiben. Hat Farmington einen Gesprächsstoff, so hat Washington seine offizielle Erklärung: „Es gibt keinen Beweis für die Existenz ‚Fliegender Untertassen'“, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit und murmelte ungehalten „Massenhysterie“.

Jeder vierte Amerikaner glaubt an „Fliegende Untertassen“ hieß es am 21. März 1950 in einer UP-Meldung aus New York, die von der Frankfurter Rundschau aufgegriffen wurde: Eine in zahlreichen amerikanischen Städten durchgeführte Umfrage unter dem „Mann auf der Strasse“ ergab, dass jeder vierte Einwohner der USA an die Existenz der „Fliegenden Untertassen“ glaubt. Das Ergebnis der Umfrage zeigt, dass 66 Prozent der Befragten die Existenz der „Fliegenden Untertassen“ verneinen. Acht Prozent der Befragten wussten keine Antwort zu geben, während 26 Prozent der Befragten erklärten, sie seien davon überzeugt, dass es „Fliegende Untertassen“ gebe. Nun wurde dem „Mann von der Straße“ auch die Frage vorgelegt, woher denn diese „Untertassen“ kämen. Neun Prozent der Befragten äußerten dazu, dass sie sicherlich von einem anderen Planeten kämen. Ein Prozent glaubt, sie kommen aus einem anderen Land und zwei Prozent der Befragten sind trotz amtlicher Dementis davon überzeugt, dass die „Fliegenden Untertassen“ Versuchsprojektile der amerikanischen Streitkräfte seien. Eines steht jedoch fest: das Wiederauftauchen der „Fliegenden Untertassen“ hat unter der Bevölkerung der USA keine Aufregung oder besondere Sensation ausgelöst. Herbert Morrison, ein ehemaliger Offizier der amerikanischen Luftstreitkräfte, der in Pittsburgh beheimatet ist, erklärte am Sonntag:
„Ich glaubte nicht an die ‚Fliegenden Untertassen‘ bis ich sie selbst sah. Ich habe an einem einzigen Tag fünf Untertassen gesehen, während ich mit sechs Freunden Golf spielte. Die Untertassen habe ich ganz gewiss nicht mit Flugzeugen verwechselt. Zwei von ihnen flogen in einer Weise, die den Eindruck erweckte, als seien sie in loser Formation geflogen.“ Andrew Grast, ein New Yorker Portier, sagte: „Wir werden eines Morgens aufwachen und feststellen, dass Männer vom Mars oder von sonst einem Planeten auf der Erde eine Invasion durchgeführt haben.“ Ein Polizeibeamter in Denver sagte: Die einzige Fliegende Untertasse, die ich bisher sah, war eine, die mir meine Frau an den Kopf warf.“

Präziser Bericht: „Auf jeden Fall war es kein Flugzeug!“ Zwei amerikanische Piloten schildern eine „Untertasse“ kam es via UP aus Washington und der Weser-Kurier vom 23. März 1950 meldete so: Obwohl das Oberkommando der Luftstreitkräfte der USA energisch bestritten hat, dass es so etwas wie „Fliegende Untertassen“ gebe, mehren sich im Laufe der letzten Zeit die Berichte von Augenzeugen, die solche seltsamen Himmelsfahrzeuge beobachtet haben wollen. Wir geben nachfolgend einen solchen Augenzeugenbericht wieder. Er stammt von zwei erfahrenen Piloten einer amerikanischen Luftfahrtgesellschaft. Unmittelbar nachdem sie dem Vertreter der United Press von ihrem Erlebnis berichtet hatten, wurden die beiden Flieger von Offizieren der Aufklärungsabteilung der Luftstreitkräfte verhört. Captain Jack Adams und First Officer C. W. Anderson gaben dem Vertreter der United Press folgende Darstellung von ihrer Begegnung mit einer „Fliegenden Untertasse“: „Wir sind fest davon überzeugt, dass es sich bei der ‚Fliegenden Untertasse‘, die wir am Montagabend über Arkansas sahen, um einen der Öffentlichkeit bisher unbekannten Flugzeugtyp handelt und nicht um einen Besucher von einem anderen Planeten. Wir haben bereits früher niedergehende Meteore gesehen und können mit Bestimmtheit sagen, dass es sich hier nicht um einen Meteor gehandelt hat. Es war ein Flugzeug in gesteuerten Fluge, das sich mit unglaublicher Geschwindigkeit fortbewegte. Mit Bestimmtheit kann gesagt werden, dass es kein Düsenflugzeug war. Die ungeheure Geschwindigkeit, mit der die Erscheinung sich fortbewegte, erregte zuerst unsere Aufmerksamkeit. Außerdem beobachteten wir einen merkwürdigen, sehr intensiven bläulich-weißen Lichtschein, der in schneller Folge auf der Oberseite des fliegenden Gegenstandes aufblitzte. Wir befanden uns auf dem Flug nach Shreveport, Louisiana. Jack saß am Steuer. Plötzlich machte Jack mich auf ein hell blinkendes Licht aufmerksam, dass sich etwa dreihundert Meter über uns und vielleicht einen Kilometer entfernt schnell nordwärts bewegte. Ich schätzte seine Geschwindigkeit auf 800-900 Kilometer in der Stunde. ‚Mein Gott, was mag das sein?‘ rief Jack, und als auch ich die Erscheinung entdeckt hatte, fügte er hinzu: ‚Das kann doch nicht eines von diesen Dingern sein‘ – womit er die ‚Untertassen‘ meinte. Wir hatten beide viel über die ‚Fliegenden Untertassen‘ gelesen und waren als Flieger gegenüber dieser Erscheinung skeptischer als andere. Wenn man aber eine ‚Untertasse‘ tatsächlich vor sich sieht, bleibt einem nichts anderen übrig, als seinen eigenen Augen zu trauen. Wir konnten den fliegenden Gegenstand etwa 30 Sekunden lang deutlich beobachten. Die ‚Untertasse führte keine Positionslichter, wir konnten jedoch andere Lichter deutlich sehen. Sie sahen aus wie acht oder zehn Fenster oder Bullaugen an der Unterseite. Dieses Licht fluoreszierte. Es war gedämpft und schemenhaft, wie wir es früher noch nie gesehen haben. Der fliegende Gegenstand schien kreisrund zu sein und wir sind beide der Ansicht, dass er von Menschen gelenkt wurde. Wir schalteten unsere Landelichter mehrmals ein und aus, erhielten jedoch keine Antwortsignale. Wir hatten nicht die geringste Vorstellung, worum es sich bei dem seltsamen fliegenden Gegenstand handeln konnte, auf jeden Fall war es kein Flugzeug.“

„Fliegende Untertasse“ über Berlin? meldete die dpa und die Frankfurter Rundschau vom 24. März vom Innsbrucker Platz im amerikanischen Sektor aus eine „Fliegende Untertasse“ gesehen haben. Sie beschrieben sie als ein „kreisrundes silbernes Gebilde“, das in sehr großer Höhe auf der Stelle schwebte. Zeitweilig seien Flammenbündel aus der Scheibe hervorgeschossen.

Saison in „Untertassen“ – Die geheimnisvollen „Flugzeuge“ sind immer noch haltloses Gerücht vermeldete die Rhein-Neckar-Zeitung mittels ihres Korrespondenten in New York am 24. März 1950: Die Erde scheint gegenwärtig durch zahlreiche Geschwader „Fliegender Untertassen“ ernsthaft bedroht zu sein. Alle jene Menschen, und es gibt deren nicht wenige, die von Sensationen leben, sind in den letzten Wochen auf ihre Kosten gekommen, denn die „Fliegenden Untertassen“ griffen sogar den Südpol an, singende Muezzins vergaßen auf ihren Minaretts vor Schreck das Gebet, und Alarmnachrichten aus aller Welt riefen die Erinnerung an das allzu realistische Hörspiel wach, mit dem Orson Welles 1938 den amerikanischen Hörern mit einer Landung von Marsmenschen auf der Erde panischen Schrecken einjagte. Sie haben alle etwas Gemeinsames, diese „Fliegenden Untertassen“, nach den Aussagen jener, welche sie gesehen haben oder gesehen haben wollen: die mehr oder weniger flache Tellerform und eine Art Düsenantrieb.
Im Übrigen aber sind ihre Eigenschaften sehr verschieden, ihre Größe wie auch ihre Schnelligkeit. Es gibt Einzelgänger und Gesellige, die wie Zugvögel in Schwärmen auftreten. Still und leise sind die einen, geräuschvoll die anderen. Eine Art Untertassen liebt Beleuchtungseffekte und bunte Farbenspiele, eine andere gibt sich durchsichtig. Manche enteilen wie Mephistos Pudel mit einem Rauchschweif, und die ganz geheimnisvollen sind sogar „bewohnt“.

Die Astronomen haben es leicht zu behaupten, weder vom Mars noch vom Mond noch von einem anderen der Erde „benachbarten“ Himmelskörper lägen Nachrichten über feindselige Absichten vor. Sie selbst glauben daran; aber sind die Laien verpflichtet, sich davon überzeugen zu lassen? Soll man sich die Sensation durch die Feststellung verderben, dass in diesen Märzwochen Schwärme von Meteoren die Erde heimsuchen, dass die Venus als Abendstern schon häufig die Menschen getäuscht hat? Einer der Mexikaner, der vor kurzem einen Sensationsbericht abgab, bekannte kleinlaut, er habe sich durch Luftspiegelungen der Venus täuschen lassen. Und 1948 wurde ein französisches Flugzeug, das auf ein fliegendes Ungetüm „stieß“, durch die Tatsache überrascht, dass es sich um den Kometen 1948 handelte, der Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist. Noch mehr als die Astronomen versuchen aber jene Wissenschaftler den Menschen das Recht auf eine handgreiflich schöne Sensation streitig zu machen, die behaupten, dass die „Fliegenden Untertassen“ gar keine festen Körper seien, sondern einfach sichtbar gewordene Schallwellen, die von Düsenflugzeugen stammen [???].
Obwohl die amerikanischen Militärs auf entschiedenste bestreiten, die „Fliegenden Untertassen“ im geheimen hergestellt zu haben, und von „Massenhysterie“ sprechen – obwohl ferner keinerlei verbürgte Nachricht vorliegt, dass der Mars „Fliegende Untertassen“ besitzt, bleibt immer noch Stalin übrig, der Auskunft über seine Untertassen geben müsste. Und bei Stalin kann man sicher sein, dass er nichts sagen wird. Also wird die Sensation weiterleben.

„Fliegende Untertassen gibt es wirklich“ hieß es am 29. März 1950 in einer UP-Meldung aus Dallas und die Frankfurter Rundschau druckte es so ab: Henry J. Taylor, ein bekannter amerikanischer Rundfunkkommentator, erklärte über mehrere amerikanische Sender: „Es gibt wirklich Fliegende Untertassen. Die Bevölkerung der USA hat jedoch keinen Grund, beunruhigt zu sein. Diese Fliegenden Untertassen kommen nicht von anderen Planeten, sie kommen auch nicht aus der Sowjetunion. Die Antwort auf die Frage, was es mit diesen Untertassen auf sich habe, könnten Ihnen die amerikanischen Luftstreitkräfte geben, sobald sie dazu bereit sind. Vorläufig sind sie noch ein militärisches Geheimnis.“

Schüsse auf Fliegende Untertasse – Ein mexikanischer Jagdflieger drückte auf alle Knöpfe meldete am 29. März 1950 die Fuldaer Zeitung in einem verdächtigen „eigenen Bericht“ kurz vor dem 1. April: An einem Sonntagvormittag schrillte bei der Flugplatzleitung von Mexiko in Mexiko plötzlich das Telefon und unterbrach das Skatspiel der Landungswache. Aus Guatemala meldete eine aufgeregte Stimme „Fliegende Untertassen“, 4 oder 5 an der Zahl, in etwa 10.000 Meter Höhe in verhältnismäßig langsamer Geschwindigkeit in Richtung Mexiko. Im Nu kam Leben in das Stationshaus.
Sämtliche Alarmknöpfe wurden gedrückt, und knapp zehn Minuten später stiegen die Piloten der Jagdstaffel 11 in ihre Düsenjäger und starteten, um die bisher nur vom Hörensagen bekannten Erscheinungen in luftiger Höhe zu empfangen. Mit echt amerikanischem Tempo hatte sich die Nachricht von den angekündigten Flugkörpern in der Stadt verbreitet, und kurz nach dem Aufstieg der Flugzeuge fand sich bereits eine ansehnliche Menschenmenge an Ort und Stelle ein und beobachtete mit Ferngläsern und bloßem Auge die in großer Höhe kreisenden schnellen Jagdflugzeuge. Auf einmal näherte sich vom Horizont mehrere helle Punkte, die bald die Form einer Untertasse, einer Scheibe oder eines Diskus erkennen ließen. Sie schien in aller Ruhe weit über den Jägern am Firmament dahinzusegeln. Durch Funk wurde die Jagdstaffel verständigt. Sie hatte inzwischen ebenfalls die sich nähernden geheimnisvollen Fluggeräte wahrgenommen und schraubte sich unter Leitung ihres Führungsjägers schnell in höhere Regionen.
Schließlich nahmen Kumuluswolken die Jäger auf. Sie entschwanden den Blicken der Menge, während die „Fliegenden Untertassen“ im Gegenteil weiter herunterzukommen schienen, als wollten sich irgendwelche Insassen davon überzeugen, ob dort unten wirklich eine Menschenmenge stehe und zu ihnen hinaufgaffe.

„Ein Feuerstrahl!“ Irgendwer hatte es gerufen. Die temperamentvollen Mexikaner blickten mit offenen Mündern und weit aufgerissenen Augen zu den Flugscheiben empor. Jetzt sahen sie es ganz deutlich. Fünf Stück waren es, und sie blitzten im Sonnenlicht wie Metallscheiben und schossen mit einem Feuerstrahl, der aus ihrem Mittelpunkt hervortrat, mit unglaublicher Geschwindigkeit schräg in die Höhe, genau in jene Kumuluswolkendecke, in der eben die mexikanischen Düsenjäger verschwunden waren. Damit war für die Zuschauer der Spuk vorbei. Als die Jäger später landeten, rannte alt und jung klopfenden Herzens den ausrollenden Maschinen entgegen. „Wir hatten die Wolkenschicht gerade hinter aus“, berichtete der Staffelführer, „als zwei Kilometer westlich die Wolkendecke von fünf ‚Fliegenden Untertassen‘ durchbrochen wurde. Wir nahmen sofort Kurs auf die deutlich stählern blinkenden diskusförmigen Flugzeuge oder Geschosse. Ich ging auf äußerste Geschwindigkeit, das bedeutet Überschallgeschwindigkeit. Die Geschosse stiegen jedoch immer schneller, ohne dass zunächst Antriebskraft wahrgenommen werden konnte und befanden sich in wenigen Augenblicken bereits 200 Meter schräg über mir einen Kilometer voraus. Als ich überlegte, ob es eine Täuschung gewesen sei, dass die Metallscheibe um ihren Mittelpunkt rotierte – es waren seit dem Auftauchen der fünf geheimnisvollen Flugscheiben höchstens 50 bis 60 Sekunden vergangen -, schoss aus allen Scheiben zu gleicher Zeit genau aus dem Mittelpunkt ein Feuerstrahl hervor. Da bemerkte ich, wie einer der Flugkörper etwas weiter nach Westen zurückblieb, und da er mir am nächsten war, setzte ich mich hinten an. Wenige Sekunden gelang es mir aufzuholen. Dann musste meine Maschine offensichtlich bemerkt worden sein; denn die Untertassen gingen ruckartig mit meiner Ansicht nach vielen tausend Stundenkilometern wie durch einen Magnet angezogen senkrecht in die Höhe. Ich wusste, dass ich sie nicht mehr erreichen konnte und drückte auf eigene Verantwortung auf alle Knöpfe und schoss meine Raketenmagazine leer. Ich beschoss also eine der ‚Fliegenden Untertassen‘, weiß aber nicht, ob die Geschosse getroffen haben. Die anderen Jagdmaschinen hatten sich in dem Augenblick, als sie sahen, dass ihr Anführer Kurs auf den Außenseiter nahm, auf die anderen Flugkörper konzentriert. Sie konnten sie jedoch nur bis in 12.000 Meter Höhe verfolgen.

In der Sparte „Luftfahrt“ meldete am 30. März 1950 Der Spiegel: Untertassen – Sie fliegen aber doch. „Es handelt sich lediglich um Fehldeutungen gewöhnlicher Luftfahrzeuge, kombiniert mit einer milden Form der Massenhysterie und verfrühten Aprilscherzen.“ Das routinemäßige Beruhigungs-Dementi des US-Verteidigungsministeriums konnte jedoch nicht verhindern, dass die Meldungen über das Auftauchen der „Fliegenden Untertassen“ Ende März zur Lawine schwollen. Von Uruguay bis zur Türkei, von Mexiko bis Österreich herrschte die Epidemie der fliegenden Scheiben.
Als die Kurve des fast dreijährigen Untertassen-Fiebers ihren Höhepunkt erreichte, meldeten sich die ersten „Erfinder“. So der italienische Wissenschaftler Prof. Giuseppe Belluzzo, Turbinen-Ingenieur, Fachmann für Raketen- und Geschützbau und Wirtschaftsminister unter Mussolini. „Ich selbst habe die Pläne entworfen“, ließ er sich vernehmen. „Der Durchmesser der rotierenden Leichtmetallscheibe betrug zehn Meter. Als Treibstoff wurde eine Mischung von komprimierter Luft und Naphta verwendet, wie bei den Düsenflugzeugen. Das komprimierte Gas strömte aus zwei entgegengesetzt an der Scheibe angebrachten Strahlrohren, der Apparat wurde in rotierende Bewegung versetzt und bewegte sich in der Luft weiter.“ Bereits 1942 hätten Hitler und Mussolini Versuche mit „Fliegenden Untertassen“ durchführen lassen, die Ferngeschosse tragen sollten. „Leider“, bedauerte Beluzzo, „sind die Pläne auf der Flucht Mussolinis nach Norditalien verlorengegangen.“ Gegenwärtig würden sie wahrscheinlich von „irgendeiner Großmacht zu Studienzwecken“ abgeschossen.

In Norddeutschland meldete sich Hans-Joachim Brux, ein 27jähriger Bastler, der gegen Kriegsende im Junkers-Ausweichwerk Brandis bei Leipzig Versuchsflugzeuge in Tellerform gesehen haben will, die „Fliegende Bierdeckel“ oder „Blattlaus“ genannt wurden. Für den Photoreporter des „Wesenkurier“ warf Brux sogar sein neuestes Kleinmodell im Kuhstall in die Luft. In Phillipeville, Algerien, kündigte der französische Regierungsangestellte Francois Martial das Modell einer „Super-Untertasse“ an. „Meine Super-Untertasse hat einen Durchmesser von 70 Metern und kann 35 Passagiere befördern. Als Antrieb sind fünf Motoren vorgesehen.“ Damit will Martial den Gegenbeweis zu allen Untertassen-Dementis führen. Die musste das amerikanische Verteidigungsministerium seit dem 24. Juni 1947 in regelmäßigen Abständen veröffentlichen. An jenem Tag hatte Geschäftsmann Kenneth Arnold aus Boise, Idaho, auf einem Flug über dem Mount Rainier in Washington zum ersten Male neun Untertassen-ähnliche Objekte beobachtet. „Sie flogen vollkommen geräuschlos in Formation, so ähnlich wie der Schwanz eines Drachens. Ihre Geschwindigkeit betrug ungefähr 2000 Stundenkilometer“, gab Arnold an. „Ich kann es kaum glauben, aber ich sah sie.“ Die Zeitungen trugen die Geschichte in die Runde.
Wissenschaftler nahmen Stellung: „Unsinn, das sind Flecke vor den Augen.“ Kurze Zeit später meldeten sich in Seattle fünfzehn Personen, die „Fliegende Untertassen“ gesehen haben wollten. Zwei Sheriffs in Portland beobachteten 20 „Flying Saucers“, die in Kiellinie „wie der Teufel“ westwärts flogen. Ähnliche Beobachtungen wurden aus fast allen Staaten der USA und Kanada gemeldet. Luftfahrtsachverständige registrierten die Untertassen-Saison als „Massenhysterie“, und die englische Presse stellte Vergleiche mit der Seeschlange von Loch Ness an. Einige Wochen vergingen, dann gaben E. J. Smith und Ralph Stevens, zwei erfahrene Flugkapitäne der United Air Lines, eidesstattliche Erklärungen ab: Auf dem fahrplanmäßigen Flug Nr. 105 von Boise nach Portland hatten sie fünf „merkwürdige Objekte“ gesichtet. „Sie flogen mit großer Geschwindigkeit. Ihre Oberseite schien gewellt, ihre Unterseite glatt zu sein.“


Die Wissenschaftler zogen andere Täuschungsmöglichkeiten in Betracht:


Reflektion des Sonnenlichtes, Meteorkristalle, Eiskristalle, Hagelkörner. Denn die Sternwarten konnten keine ungewöhnlichen Himmelserscheinungen verzeichnen. Auch auf den Radarschirmen des US-Verteidigungsgürtels waren keine fremden Objekte gesichtet worden. Die Wochen vergingen, neue Untertasse kamen. Kleine Kinder sahen kleine Untertassen. Ein Goldsucher in den Cascade Mountains beobachtete sechs fliegende Scheiben. „Daraufhin tanzte die Nadel meines Kompasses wie wild.“ Das Untertassen-Delirium schlug sich in den Washingtoner Regierungsstuben nieder. Die US-Luftwaffe stellte „Project Saucer (Untertasse)“ auf. Air Force-Spezialisten sollten alle Einzelheiten über die Beobachtung „unbekannter Luft-Phänomene“ sammeln. Sie waren vollbeschäftigt. Die Untertassen flogen ohne Unterlass. Im Januar 1948 wurde über dem amerikanischen Luftwaffenstützpunkt Godman, bei Fort Knox, Kentucky, ein Objekt gesichtet, „das wie ein Trichter aussah, aus dem oben rotes Licht herauskam“. Drei Jagdflugzeuge nahmen die Verfolgung auf. Captain Thomas F. Mantell verfolgte das Gebilde bis auf 7.000 Meter Höhe. Später fand man die Trümmer seiner Maschine. „Es ist anzunehmen, dass Sauerstoffmangel als Absturzursache vorliegt.“ Im Oktober meldete Leutnant George F. Gorman von der National Guard des Staates Nord-Dakota einen Luftkampf mit einer Untertasse über dem Städtchen Fargo. „Ich befand mich auf dem Rückflug, als ich ein geheimnisvolles Licht sah, 1,30 bis 1,80 Meter im Durchmesser, weiß und vollkommen rund, mit einer Art Ausstrahlung am Rand.“ Gorman nahm Kurs auf das Licht. Das Licht nahm Kurs auf Gorman. „27 Minuten lang drehten wir uns wie verrückt im Kreise. Dann gab das Licht Gas und verschwand in nordwestlicher Richtung.“ Die Untersuchungsbeamten des „Project Saucer“ wühlten sich durch diese und 270 ähnliche Berichte aus allen Teilen der Staaten. „Ein Drittel der Meldungen sind auf optische Täuschungen durch astronomische Objekte, wie Meteore, besonders helle Sterne oder Planeten zurückzuführen“, stellten die „Saucer“-Leute fest. Andere fliegende Scheiben erwiesen sich als Positionslichter von Wetterballons. Als weiteres Täuschungsobjekt wurden die sogenannten „Radar-Ballons“ ermittelt. Diese Ballons werden vom Signal Corps der US-Armee mit riesigen Aluminiumscheiben in einige Kilometer Höhe geschickt, um als künstliche Reflektionswände für die kurzen Radarwellen zu dienen. Passionierte Untertassenbeobachter ließen sich trotzdem nicht überzeugen: „Sie fliegen aber doch!“

Quelle: http://cenap.alien.de/chronicles/1ufosnachdeutschland2.htm

Gruß an das Unbekannte

TA KI

 

 

Ein Abriß der deutschen UFO-Geschichte von den Anfängen bis Heute Teil 1


Es ist nicht leicht, im UFO-Feld Durchblick zu bekommen – zu viele Sandburgen und Minenfelder machen den Zugang in dieses Spiegelkabinett schwer, um ins ufologische Wunderland vorzudringen, in welchem riesige Seifenblasen buntschillernde Illusionen hergeben und selbst mancher fragende Geist davon träumt, dem goldgefüllten Kupferkessel nahe zukommen, der sich am Ende des Regenbogens verbergen soll. Darüber hinaus stellt sich so mancher Merlin der Moderne als Gaukler heraus, der dem Rattenfänger von Hameln durchaus ebenbürtige Konkurrenz macht.

Natürlich, es gab auch Verheißungen, Versprechungen und Verlockungen, die ihren Teil beitrugen, um den Untertassen-Mythos nach Deutschland zu bringen. Schließlich wuchs das UFO-Interesse des Publikums parallel einher mit der Weiterentwicklung von Raketen(waffen), der Erkundung des Kosmos um uns herum und den damit verbundenen Seltsamkeiten und weitläufigen Fragen. Zu diesem Merkwürdigkeiten des Himmels zählten eben die unidentifizierten Flug-Objekte, welche traditionell zunächst als „Fliegende Untertassen“ vorgestellt wurden – mit denen freilich ein ganz bestimmtes Bild verbunden ist: Tellerartige Raumschiffe mit Kuppeln obenauf als die Fluggeräte der Besucher aus dem Weltraum. Gefaktes (gefälschtes) Bildmaterial und Hollywood-Bilder (im wahrsten Sinne des Wortes) bestimmten (und bestimmen) die UFO-Konzeption in der öffentlichen Gewahrwerdung. Aber auch schräge Vögel und wirre Ideen kamen ins öffentliche Bewusstsein, manche sogar waren anerkannte Experten in anderen speziellen Fachgebieten und genossen dort einen guten Ruf.

Sobald sie aber über UFOs (oder besser Fliegende Untertassen) phantasierten, was zum aktuellen Zeitpunkt aber nicht als solches nicht zu erkennen war (da wiederholt sich die Geschichte bis heute unendlich wieder), nahm man ihr Wort in dieser Affäre für bare Münze. Darüber hinaus werden Sie leicht feststellen, dass der UFO-Begriff immer wieder nicht ganz korrekt gehandhabt wird: man spricht fortlaufend von unbekannten Flug-Objekten. Das unidentifizierte Flugobjekt ist eine in ihrer Natur nicht erkannte Erscheinung während das unbekannte Flugobjekt suggestiv so wirkt, als seien diese Phänomene tatsächlich und immer als unerklärlich verdammt.

Angesichts von scheinbar Unerklärlichem gerät mancher in die Gefahr, das Irrationale als alleinverbindlich für die Ausgestaltung seiner Weltanschauung zu betrachten. Wohin das führen kann, zeigen mediale Botschaften, in denen „Brüder aus dem Kosmos“ als hochherzige Retter einer untergehenden Menschheit figurieren. Diese Arbeit soll helfen, der kaum bekannten UFO-Historie ganz speziell in Deutschland auf die Sprünge zu helfen und sie durchschaubarer, überblickbarer und begreiflicher zu machen – auch des Willens wegen, die UFOlogie sowie den UFO-Glauben in ihren historischen Bastionen historisch zu durchleuchten. Dies ist schon wichtig, um verstehen zu lernen, wie sich ein ganz spezieller UFO-Aberglaube hierzulande ausbilden konnte und die UFO-Thematik zu einem modernen, visionären Mythos wurde. Nur wer umfassend und tiefgründig über die korrekten Hintergründe informiert ist, kann sich wirklich eine fundierte Meinung bilden und den UFO-Spuk einordnen. Will man die Gegenwart verstehen, wird der Blick auf die Vergangenheit unumgänglich. Eine solche Haltung ist wissenschaftsphilosophisch korrekt für jegliche scientific study, die breite Kreise der ufologischen Bewegung uns gerne absprechen wollen und eine kleine sich selbst elitär verstehende Truppe für sich selbst alleinig einvernehmen will, obwohl sie schon in den schlichtesten Prinzipien versagen und selbst in Anbetracht von Ockhams Rasiermesser-Prinzip am liebsten das Weihwasser wie gegen den Teufel hervorholen würden.

Natürlich wird diese historische Betrachtung (die da und dort auch entsprechende Kommentierung finden muss) keinen wirklich vollständigen Einblick geben können, aber in einem groben Rahmen die Eckpunkte sicherlich erfassen. Sie finden zunächst (streiflichtartig) Berichte aus Heimat-Zeitungen, Mantel-Blättern, Wochenzeitungen und Zeitschriften hier aufgegriffen. Eben all das, was auch dem Bürger auf der Straße im Laufe jener ersten Tage in Sachen UFOs aus den Printmedien entgegengesprungen ist um seine Meinung ausbilden zu können. Es wird nicht rein nur um UFO-Meldungen gehen, die über die ersten Jahrzehnte hinweg fast ausschließlich als „Fliegende Untertassen“-Darstellungen verwendet wurden, sondern auch den dazugehörigen Grenzbereich anschneiden, da die UFO-Frage natürlich nicht in einem Vakuum debattiert wurde/wird, sondern Einflüsse durch das gesellschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Umfeld wie Astronomie, Astro-Physik, Planetenforschung und aeronautische Entwicklung im Flugzeug- und Raketenbau erfuhr. Bemerkenswert ist auch, dass die Verwendung des Begriffs der „Fliegenden Untertasse“ unreflektiert für alle möglichen Erscheinungen am Himmel übernommen wurde, auch wenn „bildlich“ gänzlich andere Körper bzw. Erscheinungen in ihrer Gestalt und ihrem Aussehen beobachtet worden sind. Doch man kann auch feststellen, dass die bewusste Apostrophierung, also die Setzung von „Gänsefüßchen“, die ganze Thematik immer mit unterschwelligen Fragezeichen besetzte. Nun, Sie werden auch Persönlichkeiten kennen lernten, die die UFO-Diskussion in jenen frühen Tagen (mit)bestimmten, sei es durch ihre eigenen Erfahrungen oder sei es z.B. durch ihre Meinung aufgrund ihres beruflichen Potentials (auch wenn sich zeigen wird, dass sie damit auch völlig schief liegen können) bzw. auch ihres schriftstellerischen Einflusses auf das Denken der Menschen.

Und schließlich kommen wir zur Basis der deutschen UFOlogie, die gar nicht so verschieden und different von vielen anderen internationalen UFO-Nationen ist.

Wie die UFOs nach Deutschland kamen

„Wie die UFOs nach Deutschland kamen“ nannte ich im Januar 1998 eine Aktion, die ich mit CENAP REPORT Nr. 247 startete. Ich versuchte ein übergreifendes UFO-Forschungsprojekt in Gang zu setzen, an welchem amateurmäßige UFO-Interessierte, „professionelle“ UFOlogen und UFO-Forscher aller Richtungen mitarbeiten sollten. Ich bat um Unterstützung, Kooperation und Mithilfe in Form eines persönlichen Beitrags all jener die im Rahmen ihrer Möglichkeiten um bei sich an Ort bei Tageszeitungsarchiven oder Bibliotheken selbst einmal nachzuschlagen, welche UFO-Berichte dort in den Anfangsjahren veröffentlicht worden waren – dies für den Interessenzeitraum 1947 bis Ende der 50er Jahre. Ich hoffte darauf, möglichst viele Interessierte für dieses Projekt zur historischen Aufarbeitung der Frage „Wie die UFOs nach Deutschland kamen“ zu gewinnen und bat alle Zeitschriftenherausgeber auf diesem Sektor um Abdruck des damit verbundenen Aufrufs für ein gemeinschaftliches Projekt von dem jeder Teilnehmer selbst etwas hat und viel lernen kann. Nun, der Aufruf wurde ebenso im GEP-Journal JUFOF, im GEAS-Forum und sogar im Magazin 2000 abgedruckt während alle anderen Herausgeber zwischen UFO-Nachrichten und UFO-Kurier darauf lieber verzichteten, um die eigenen Leser einmal zu ersten Forschungsschritten anzuleiten. Sascha Schomacker aus Bremerhaven und Josef Schedel vom „Verein für grenzwissenschaftliche Phänomene“ machten sich auf, um sich umzusehen und die dringlichst gesuchten Unterlagen aus historischen Zeiten zu bergen. Schomacker konnte uns ein nettes Bündel zukommen lassen, Schedel gab genervt im Archiv des Deutschen Museums zu München auf, weil der Fotokopierer unsägliche Probleme mit sich brachte. Zwei Leute von vielleicht potentiell 20.000 oder 25.000 UFO-Interessierten machten mit. Nicht gerade eine Glanzleistung, ja eher eine niederdrückende Schande. Und dann wurde in der August/September 1998-Ausgabe des Magazin 2000 im Editorial sozusagen die Katze aus dem Sack gelassen. Die Leserschaft habe „sehr kritisch“ auf meinen Aufruf reagiert, weil „objektive Recherchen und Aufklärungsbemühungen seitens CENAP“ sowieso nicht durchgeführt würden und man daher niemand mit CENAP zusammenarbeiten wolle. Woher die M2000-Leser wohl „wissen“, dass das CENAP „keine objektiven Recherchen und Aufklärungsbemühungen“ durchführt, ist ganz klar – die entsprechenden Kommentare des Chefredakteurs aus den vorausliegenden Jahren sorgten für diese Meinungsbildung. Selbst hat ja wohl kaum einer der maximal 20.000 Leser diese Erfahrung direkt machen gekonnt…

Wie auch immer, daraufhin wurde die dennoch gute Idee vom Magazin 2000 selbst aufgegriffen und den Lesern ausgerufen, um eine lückenlose Dokumentation aller Presse-UFO-Meldungen seit 1944 zu erstellen, die dann im Herbst 1998 erscheinen sollte. Wer hätte gedacht, dass ich jemals der geistige Vater und Stichwortgeber für M2000-Aktivitäten würde??? Und man wurde fast schon übermütig als man die „Future-Clubs 2000“ ins Leben rief, „um noch bessere Recherchen leisten zu können“, das dortige Führungspersonal sollte mit Engagement (Einsatzbereitschaft) und Interesse „an der gemeinsamen Sache“ arbeiten – will heißen: die im ganzen Bundesgebiet auftretenden UFO-Sichtungen aufgreifen und ihnen nachgehen.
Nur (und dies ist schließlich sowohl beschämend als auch augenöffnend) wurde aus beiden Projekten auch nicht das was es sein sollte, ganz klar weil es an interessiertem Personal mangelt. Schedel gab dann 1999 recht unbeachtet im Argo-Verlag die „UFO-Zeitchronik“ heraus, worin mein Projekt soweit möglich „Verwirklichung“ erfuhr. Soviel also zur aktuellen Situation der „UFO-Forschung“ in Old Germany, aber was sich hier abspielte hat Tradition. Nämlich die, dass es die „UFO-Forschung“ so nicht gibt und wenn dann nur als graduell unterschiedliche Privataktivität von einigen Hobbyisten wie mir.
Vorweg geschickt sei noch eines, etwas Grundsätzliches: In der Vergangenheit sah man die Zeichen des Himmels als Gottes Botschaften an, man sah Engel oder sonstige Wesen einer höheren Natur. Das Timing ihres Erscheinens entlang der geschichtlichen Achse hängt von den existierenden sozialen Notwendigkeiten und vom Stand der Entwicklung des Menschen ab, um ihnen dann jeweils die zeitaktuelle persönliche Funktion zuzuordnen.
Plötzlich wurden aber im Industrie- und dem nachfolgenden Informations-Zeitalter diese überirdischen Wesen zeitgerecht neu in ihrer Deutung und Bedeutung besetzt…

Die Zugmaschine der Fliegenden Untertassen: Die Presse

Zunächst eine Meldung der Sächsischen Zeitung vom 13. Oktober 1946: Eine geheimnisvolle Liliputrakete. Eine Rakete von der Größe einer Orange fiel in einer Straße von Ostende, gab die Zeitung „Soiv“ bekannt. Sie erschien in der Form einer glühenden Kugel während ihres schwindelnden Laufes am Himmel, und sie zerplatzte am Boden, indem sie einen dunklen Rauch von sich gab. Es wurde nur eine kleine Patrone mit gläsernen Boden auf dem Bürgersteig gefunden.
Unbegründete Raketenangst hieß es am 25. Oktober 1946 in der Sächsischen Zeitung: Dieser Tage wurde über Berlin Mitte von mehreren Personen ein in Richtung von Ost nach West fliegender feuriger Ball mit weißlich-bläulichem Licht beobachtet. Wie eine Berliner Zeitung annimmt, handelt es sich um eine Rakete die nach vier Sekunden aus dem Gesichtsfeld der Beobachter verschwand.

Geheimnisvolle Erscheinungen in Amerika hieß es am 6. Juli 1947 aus San Francisco im Der Landbote: Die Berichte über das Auftauchen geheimnisvoller Himmelskoerper, die im Volksmund „Fliegende Untertassen“ bezeichnet werden, wollen nicht verstummen. An der amerikanischen Pazifikküste haben am Samstag angeblich Tausende von Augenzeugen die Erscheinung neuerdings beobachtet. Die tellerförmigen Gegenstände, die einen Durchmesser von mindestens zehn Metern haben sollen, fliegen nach einigen Berichten in 1500, nach anderen in mehr als 3000 Meter Höhe blitzartig durch die Luft. Ein kalifornischer Gelehrter, der bei der Entwicklung der Atombombe mitgewirkt hat, erklärte, dass man auf dem Flugplatz Muroc in der Wüste Mojave in Kalifornien mit scheibenförmigen Flugkörpern experimentiere. Major Schute, der Leiter des betreffenden Flugplatzes, stellt jedoch in Abrede, dass die „fliegenden Teller“ mit den in Muroc durchgeführten Versuchen in Zusammenhang zu bringen seien. Laut einer anderen Theorie handelt es sich bei den „Untertassen“ um die Auswirkungen von kosmischen Störungen als Folge der Atombombenversuche von Bikini, die im Universum zu einer „Kettenreaktion“ geführt hätten. Die amerikanischen Militärbehörden sowie die zuständigen Stellen der Luftwaffe sind völlig ratlos und haben bisher für diese Himmelserscheinung keine Erklärung gefunden. Auf dem Flugplatz Muroc stehen die schnellen Düsenjäger für die Verfolgung der „Fliegenden Untertassen“ bereit, denen jedoch kein einziger Flugzeugtyp gewachsen ist, da sie angeblich eine Geschwindigkeit von fast 2000 Stundenkilometern entwickeln.

Die „fliegenden Scheiben“ in Amerika hieß es am 10. Juli 1947 in einer UP-Meldung aus dem texanischen Forth Worth, die Der Landbote aufgriff: Brigadegeneral Roger Ramey stellte eine „fliegende Scheibe“, die bei Roswell in Neumexiko gefunden worden sein soll, als die Überreste eines Wetterballons fest, der mit einem „Radar-Reflektor“ ausgerüstet war. Der Wetterballon besteht aus einem mit Silberpapier überzogenen Kastendrachen und einem Gummiballon. Es handelt sich um ein von der Wetterstation verwendetes Gerät zur Sondierung hoher Luftschichten, wobei die Messresultate durch Radio automatisch übermittelt werden. Die Sache begann mit der Meldung des Sheriffs von Roswell, der berichtete, ein Rancher seines Distriktes habe einer der seltsamen „fliegenden Scheiben“, die in letzter Zeit die Vereinigten Staaten in Aufregung gesetzt haben, in seinem Viehgehege gefunden. Der Bauer habe kein Telephon und konnte die Landung der „Scheibe“, die vor einer Woche erfolgte, nicht früher melden. Der Gegenstand, der durch den Absturz sehr mitgenommen aussah, wurde dann in einer fliegenden Festung eiligst zu General Ramey gebracht, der das Rätsel schnell lösen konnte.
Die „Seeschlange“ passt sich dem Atomzeitalter an! heißt die Schlagzeile vom 11. Juli 1947 im Emmenthaler-Blatt: In den amerikanischen Blätterwald hat man es hineingerufen, und aus dem europäischen (und natürlich schweizerischen!) tönt es heraus, dass man am Himmel der neuen Welt seltsame Dinge habe vorbeisausen sehen. Einige Leute, die es „mit Bestimmtheit gesehen“ haben wollen, sprachen von „Fliegenden Tellern“, anderen von fliegenden Badewannen, dritte von fliegenden Würsten riesenhaften Umfangs. Man stellte Flugzeuge bereit, die, falls solche Ungetüme wieder sichtbar werden sollten, sogleich Jagd nach ihnen aufnehmen müssten. Einem Piloten soll es sogar gelungen sein, eines der fliegenden Dinger abgeschossen zu haben – freilich nur am Biertisch, wie sich später herausstellte. Es ist sogenannte Sauregurkenzeit. Und zwischen den ersten und der bevorstehenden zweiten Pariser Konferenz ist einfach für Reporter „nichts Rechtes“ los. Also rasch eine tüchtige „Ente“. das Ungeheuer vom Comersee hat seinerzeit ja auch keine schlechten Dienste geleistet…
Lake Success, 10. Juli (Reuter). Der ständige sowjetrussische Vertreter im Sicherheitsrat der Vereinigten Nationen, Gromyko, erklärte am Mittwoch in einem Interview, er habe noch keine der berühmten „fliegenden Scheiben“ gesehen. „Ich möchte gerne eine solche fliegende Scheibe in farbiger Ausführung sehen“, bemerkte Gromyko und fügte bei: „Es gibt Leute, die dieses Phänomen dem zu großen Ausfuhr britischen Whiskys nach den Vereinigten Staaten zuschreiben, während andere sagen, ein russischer Diskuswerfer, der für die olympischen Spiele trainiere, sei sich seiner eigenen Stärke nicht bewusst gewesen und habe seine Disken bis nach Amerika hinübergeschleudert…“
Seit dem 25. Juni 1947 wurden in zahlreichen amerikanischen Bundesstaaten – bisher in deren 38 – im Luftraum Phänomene beobachtet, die in der Presse als „fliegende Scheibe“, „fliegende Teller“ usw. geschildert und in der Folge auch bereits ausgiebig glossiert worden sind. Wir selbst haben in der Nummer des „E. Bl.“ vom vergangenen Freitag darüber etwas ironisch berichtet und die spontane Meinung vertreten, dass es sich dabei um eine ja recht „zeitgemäße“ Abwandlung der berühmten, alljährlich um diese Jahreszeit sonst in gewissen schönen Seen oder romantischen Fjorden und Meeresteilen – bzw. im Blätterwald – austauchende „Seeschlange“ handle.
Nun geht uns aber eine Beobachtungsmeldung zu – es ist unseres Wissen die erste aus der Schweiz bekannt gewordene -, die doch wohl die Selbstsicherheit diesen mysteriösen „Himmelskörpern“ gegenüber einigermaßen zu dämpfen imstande ist. Unser Gewährsmann, naturwissenschaftlich gebildet, verdient absolutes Vertrauen, und seine Beobachtung entspricht als solche zweifellos voll und ganz den Tatsachen.
Es war am Abend des 26. Juni, Zeit: zwischen 21.30 und 22.00 Uhr. Der Gewährsmann saß bei einbrechender Nacht noch vor seinem etwas erhöht über Langnau gelegenen Hause, aus dessen Garten man freie Sicht gegen die Schrattenfluh hat. Der Himmel war wechselnd bewölkt. Plötzlich erblickte er in Richtung Schrattenfluh, also am schon verdunkelten östlichen Himmelsgewölbe, eine stark leuchtende rötliche Scheibe, deren Widerschein an der Hauswand deutlich sichtbar war. Gerade das schreckte ihn auf; er glaubte zuerst, es handle sich um einen Kometen oder einen riesigen Meteoriten. Die „Scheibe“ erschien ungefähr in der Größe eines Vollmondes (Vollmond aber war erst am 3. Juli, eine volle Woche später) und verschwand nach kurzer Zeit sehr rasch hinter den Wolken. Die plötzliche rötliche Belichtung der Hauswand erschreckte den Beobachter, der sonst gar nicht zimperlich ist, und er erwartete spontan einen Knall, bzw. die Explosion des seltsamen Himmelskörpers. Dieser verschwand jedoch lautlos hinter den Wolken und erschien nicht wieder. Soweit die Beobachtung, die als „Phänomen“ (im Wortsinne) frappante Übereinstimmung mit einigen amerikanischen, und neuerdings skandinavischen, Schilderungen aufweist. Unser Gewährsmann kannte jene Meldungen aber nicht, er hatte bisher bloß unsere nicht auf Details eingehende Meldung in Nr. 79 vom 11. Juli gelesen. Seiner in keiner Weise befangenen Schilderung kommt daher zweifellos erhöhtes Gewicht zu. Es scheinen sich zur Zeit in der Tat Dinge abzuspielen zwischen Himmel und Erde, von denen die Völker, auf deren Rücken auch der nächste Krieg ausgetragen werden wird, noch keine Ahnung haben. Man könnte sich sehr wohl denken, dass gewisse Experimente, sei ihr Ursprung nun in den USA oder in der Sowjetunion zu suchen, von ihren Urhebern mit voller Absicht in diese Jahreszeit verlegt wurden, um Verwirrung über die Authentizität der verschiedenen Beobachtungen zu stiften. Das großangelegte Versuche mit ferngelenkten Geschossen, bzw. Untersuchungen der atmosphärischen Bedingungen in der Stratosphäre zwecks genauer Berechnung der Flugbahnen in dieser Höhe im Gange sind, dürfte kaum eine völlig falsche Annahme sein. Ob das im Oberemmental am Abend des 26. Juni beobachtete Phänomen damit im Zusammenhang steht aber kann nicht abgestritten werden. Wird die Menschheit sich mit fortschreitender „Zivilisation“ wieder in Höhlen unter die Erde verkriechen müssen, um endlich sicher zu sein vor der eigenen Bosheit? (Langnau im Emmental, EMMENTHALER-BLATT, 16. Juli 1947.)
In den Tagesneuigkeiten des Badener Tageblatt vom 13. Januar 1948 fand sich dies: New York. „Fliegende Untertassen“ sind erneut am Himmel der Vereinigten Staaten aufgetaucht. Nach den Erklärungen eines Obersten, der zum „Abfangen“ eines dieser geheimnisvollen Körper drei Flugzeuge starten ließ, flogen die „Untertassen“ in ungefähr 7000 Meter Höhe mit einer Geschwindigkeit von etwa 300 Stundenkilometern. Eine der Erkundungsmaschinen explodierte, ohne dass sie mit der „Untertasse“ in Berührung kam. [Dies ist eine überdramatische Erstdarstellung des Falls Thomas Mantell.]

Mars in Erdnähe hieß es am 19. Februar 1948 in der Rhein-Neckar-Zeitung mittels einer dena-Meldung: Die Astronomen des McDonald Observatorium auf dem Mount Locke in Texas richten in der Nacht zum Mittwoch ihre Fernrohre auf den in Erdnähe befindlichen Mars, der um Mitternacht ’nur‘ 113 Millionen Kilometer entfernt war. Die Beobachtungen galten in erster Linie der viel umstrittenen Möglichkeit von Leben auf unserem Nachbarplaneten.

Weltraumschiff – ein US-Projekt meldete am 26. Mai 1948 die Rhein-Neckar-Zeitung: Berkeyley (UP); Dr. Hugh L.Dryden, Direktor der Forschungsabteilung des staatlichen Instituts für Luftfahrtfragen in den USA, kündigte bei einem Vortrag in der California-Universität den Bau von Weltraumschiffen in absehbarerer Zeit an. Dryden bezog sich dabei auf die dafür nötigen Grundlagen-Forschungen mit Flugzeugen die Überschallgeschwindigkeit entwickeln können. Das Hauptproblem dieser Supersonicflights sei ihre sichere Steuerung und die Stabilität des Materials. Wenn diese Schwierigkeiten in genügender Erprobung bei Stratosphärenflügen behoben sei, könnte der Vorstoß in den Weltraum gewagt werden.

Im Mittelpunkt des Weltalls – Ist der Mensch ein Einsiedler im Kosmos? Riesenteleskop des Mount Palomar ist Antwort schuldig hieß es in einer Reportage von Hans Ostl in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 24. Dezember 1948:
Im gestirnten Himmel begegnen sich unzählige Weihnachtsgedanken. Während der Blick am Firmament verweilt, blickt das Weltall durch des Menschen Auge in seine Seele hinein. Und das Irdische in uns wird von der Ahnung beschämt, dass es über den Sternen vielleicht Wesen gibt, die nur ein mitleidiges Lächeln für unser ängstliches Treiben haben. Zwei Ereignisse des Jahres lassen es möglich erscheinen, darüber Aufschluss zu erhalten, ob wir Menschen der Erde mit Nachbarn im Weltall zu rechnen haben. Auf dem Mount Palomar in Kalifornien hat der Astronom Hubble mit dem Hale-Teleskop die Beobachtung des Kosmos aufgenommen, und amerikanische Wissenschaftler haben mit den ersten, noch unbemannten Weltraum-Raketen künstliche Monde geschaffen. Die letzte Tatsache mit den Möglichkeiten ihrer Weiterentwicklung bis zur Weltraumfahrt lässt es angebracht erscheinen, die Frage nach außerirdischen, mit Vernunft begabten Wesen zu stellen. Hubble hat vielleicht die Möglichkeit, uns bald eine Antwort zu geben. Er wird sein Teleskop u.a. auch auf den Mars richten, jenen Nachbarn der Erde, der durch Schiaparelli zu den mysteriösen Ruhm gelangte, von intelligenten Wesen bewohnt zu sein. Der italienische Astronom stützte diese, bis heute unwiderlegte Behauptung auf die angebliche Feststellung, die auffallend geraden Linien der Marsoberfläche seien stellenweise doppelläufig. Die Natur schafft keine so regelmäßigen Gebilde. Könnte jetzt Hubble diese „Kanäle“ als tatsächlich künstliche Veränderung der Marsoberfläche bestätigen, müsste gleichzeitig geschlossen werden, dass dort die „Menschheit“ ausgestorben ist. Denn zu Bauvorhaben, die noch auf der Erde wahrgenommen werden können, gehören hochentwickelte Geschöpfe. Diese müssten mit Energien umzugehen verstehen, die der Atomkraft entsprechen.
Man verstehe recht: bei den Marsen müsste der Umgang mit dieser Kraft bereits zum Standard, zur alltäglichen Gewohnheit zählen. Und es ist unwahrscheinlich, dass eine Generation auf solcher Kulturstufe der benachbarten Erde gegenüber passiv bleiben würde, während wir mit bedeutend geringeren Hilfsmitteln Expeditionen über die Erde hinaus vorbereiten.

Die Leistungen menschenähnlicher Wesen auf dem Mars wären bedeutend höheren Anforderungen ausgesetzt: wasser- und atmosphärisch arm, im Winterabstand von der Sonne für unsere Begriffe unerträglich kalt, machte es der Stern seinen Bewohnern nicht gerade angenehm. An der Tatsache der einstigen Bewohnerschaft wäre, wenn Hubble die Mars-Kanäle bestätigt, jedenfalls nicht vorbeizukommen. Die Wachstum-Forschung stünde dann vor der Frage, warum das Marsleben erstorben ist und ob zu unserer Zeit ein Leben auf anderen Sternen möglich ist. Sind es in erster Linie planetarische oder kosmische Einflüsse, die die Zeugung von Lebewesen bedingen? Mit anderen Worten: sind nur „erdklimatische“ Voraussetzungen (Wasser, Atmosphäre, Wärme, d.h. Sonnennähe) ausschlaggebend – oder sind jene Einflüsse maßgebend, die wir als Weltraumstrahlung bezeichnen? Auf unser Sonnensystem bezogen, bedeutet die erste Annahme, dass weit eher als der Mars die Venus Menschendasein ermöglichen müsste. Sie liegt der Sonne um etwa den gleichen Kurzabstand näher, um den der Mars weiter als die Erde von der Sonne entfernt ist. Dazu erdgroß, mit ähnlicher Atmosphäre und Schwereverhältnissen, könnte sie erdähnliche Wesen hervorbringen. Doch weder Schiaparelli noch sonst ein Himmelsforscher konnten Anzeichen entdecken. Mit der zweiten Annahme (kosmische Wachstumsbedingungen) könnte die Vermutung entstehen, dass ein Stern, der im Mittelpunkt der Weltraumstrahlung liegt, das günstigste kosmische Klima, die meisten Wachstumsbedingungen besitzt. Diese Hypothese wird durch Hubbles bisherige Beobachtungen auf dem Mount Wilson angeregt, mit einem Spiegelteleskop von der halben Brennweite des Gerätes auf dem Mount Palomar. Hubble stellte fest: kosmische Neben, Sternhaufen nach Art der Milchstraße, zeigten gerade noch erkennbar eine Fluchtbewegung. Der Vorgang spielte sich in Entfernungen zwischen 80 und 100 Millionen Lichtjahren ab – eine Strecke, die die Erde vielleicht seit ihrem Bestehen auf dem Weg um die Sonne zurückgelegt hat. Die Sekundengeschwindigkeit der Fluchtbewegung errechnete Hubble mit 21.000 km. Näher gelegene Objekte wiesen eine geringere Tendenz auf. Für diese Betrachtung wesentlich war die Feststellung, dass die Fluchtbewegung gleichmäßig von der Erde fort nach allen Seiten verlief.
Die Erde im Mittelpunkt des Kosmos? Das Weltbild, das mit Keppler und Galilei eingestürzt war, schien in riesenhaftem Ausmaß vergrößert wiedererstanden zu sein. So anmaßend es klingt: nicht im Kindergarten unseres Sonnensystems, sondern im Kernpunkt der gesamten Sternenwelt sollte sie stehen. Hubble zweifelte mit den Skeptikern, denn ein Vielfaches der erreichten Entfernung lag noch dahinter. Würden die Beobachtungen bei größerem Abstand von der Erde eine Bestätigung finden oder als Täuschungen widerlegt werden? Das Hale-Teleskop erreicht bei 200 Millionen Lichtjahren das Doppelte der bisherigen Reichweite und gestattet die Erforschung eines achtfachen des bisher eingesehenen Weltraumes. Erinnern wir uns, dass wir den letzten Abschnitt der Betrachtungen mit der Annahme begannen, dass die Mittelpunktslage im Weltall die günstigste Entwicklungsbedingung für Lebewesen bedeutet. Von Hubbles weiteren Arbeiten erwarten wir also den Beweis, dass die Sternenflucht allseitig und mit zunehmender Beschleunigung vor sich geht. Wir hätten dann die Gewissheit über den Standort der Erde und könnten vermuten, dass zu irgendeiner Zeit der von intelligenten Wesen bewohnte Mars Vorgänger der Erde im Mittelpunkt der Welt war. dass sich dieser Mittelpunkt mit der Zeit verschoben hat, erscheint glaubhaft. Wenn die obengenannte Fluchtbewegung mit der Entfernung zunimmt, muss sie im Abstand, wo sie Lichtgeschwindigkeit erreicht, zur Auflösung der Materie führen. Dieser Sternenschwund kann nicht ohne Gleichgewichtsverschiebung im Innern des Sternenalls vor sich gehen. So könnte in der kurzen Zeitspanne einer Weltsekunde die Erde die Nachfolge des Mars angetreten haben. – Wir erwarten die Bestätigung, die Hubble am Riesenteleskop des Mount Palomar finden wird.

Stratosphären-Diskus meldete am 16. Juni 1949 Unser Tag aus Offenburg:

Während in Deutschland die Luft ziemlich rein geworden ist vom Sirenengeheul, Geheul von Ferngeschossen und ferngelenkten Bombern, fliegen in Amerika immer phantastischere „Gegenstände“ in der Luft herum, für die selbst die Nachrichtenagenturen noch keine Namen wissen, sondern nur erst ihre geahnten Wirkungen: Atombomben und V 1, V 2 sind überholt. Es gibt jetzt den Super-V 2, eine Rakete, die von jedem beliebigen Punkt des Erdballs nach jedem anderen gelenkt werden kann, es gibt fliegende Festungen „Super-Forteress“, es werden „Stratosphären-Inseln“ gemeldet, die als neue Trabanten der Erde mit dem Mond konkurrieren sollen, und radioaktive Wolken und länderverpestende Bazillennebel. Jetzt untersucht die Universität Chicago Reste mysteriöser Projektile, deren Flug von vielen Zeugen aus verschiedenen Provinzen der USA beobachtet worden ist. „Fliegende Untertasse“, „Teller“, „Riesen-Diskus“ nennt sie das Publikum, und als solches werden sie von den Nachrichtenagenturen gemeldet. Auch aus Schweden, Norwegen, sogar Australien berichtet man von ihnen seit Monaten.
Das Neueste: Es sind Scheiben von 60 Meter Durchmesser, die in 500 Meter Höhe waagerecht fliegen, in Gruppen, dann plötzlich Halt machen, senkrecht zu Höhen mehreren tausend Meter steigen und sich dort in einem flüssig-glühenden Metallregen auflösen. Die neuen Amerikameldungen über diese „Waffen der Zukunft“ widersprechen sich aufs äußerte. Einmal soll es sich um Todesmaschinen handeln, die alles bisher Dagewesene in Schatten stellen – dann folgt die Meldung: es handele sich nur um harmlose Varietenummern (gleich den fliegenden Cowboy-Hüten oder Bumerangs, die fliegen, kreisen, stehen und auf den Werfer zurückeilen), um von der Meldung abgelöst zu werden, dass die Nachricht von einer Varietenummer nur ein fadenscheiniger Deckmantel sei, um von dem Geheimnis der neuen Waffe abzulenken. So verwirren sich die Begriffe von Sein und Schein, – eine Perspektive, die Amerika geläufig ist, wie es die Themen der letzten Theaterschlager in USA zeigen, Europa aber rätselhaft bleibt. Man erinnere sich an die Anfänge des Radio, als plötzlich „Botschaften aus dem Weltall“ und „Signale vom Mars“ ankamen, ja ein Reklamehörspiel, das im Stile Jules Verne’s und Wells‘ eine Invasion vom Mars her schilderte, vom naiven Publikum für bare Münze gehalten wurde und während des Sendens eine Riesen-Weltuntergangspanik schuf, sodass die Menschen bereits auf die Straße liefen und zum Himmel starrten. Das Amerikapublikum ist jugendlich-empfänglicher – daher rechnet es mit weitergesteckten Möglichkeiten – als wir. Die Folge ist: Die weniger gehemmte Phantasie schafft ihrerseits Phantastisches, nicht umsonst heißt Amerika das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Auf der Spur der „Fliegenden Untertassen“ – so am 23. August 1949 die UP-Meldung aus Washington in der Heidelberger Rhein-Neckar-Zeitung: In den letzten Jahren spielten die „Fliegenden Untertassen“ eine große Rolle in der amerikanischen Presse und Öffentlichkeit. Flache Scheiben waren immer wieder am Himmel beobachtet worden und hatten zu phantastischen Gerüchten Anlass gegeben. Ein Untersuchungsausschuss hat nun eine Spur gefunden, die das Geheimnis vielleicht enträtseln könnte. In einem alten Werkzeugschuppen wurden zwei seltsam aussehende Apparate entdeckt, die Untertassen im Großformat ähneln. Sie sind am Rumpf mit einem Rad und einem Propeller versehen. Ein gewisser Jonathan Caldwell hatte die, jetzt ziemlich verrosteten, Apparate vor dem Krieg gebaut. Caldwell ist nicht mehr auffindbar. In der Nähe des Schuppens wohnt jedoch ein Mechaniker, der Caldwell beim Bau dieser Apparate geholfen hatte und nun der Polizei bestätigte, dass einer der Apparate einmal geflogen sei. Spezialisten der Luftstreitkräfte halten es jedoch für ausgeschlossen, dass diese Instrumente die „Flying Saucers“ darstellten könnten. Sie forschen allerdings jetzt nach dem Aufenthaltsort und dem Verbleib Caldwells, da dieser ja die Monstren fortentwickelt und daraus die „Fliegenden Untertassen“ gebaut haben könnte. Bis sie auf diese – vielleicht richtige – Spur gelangten, hatten die Luftstreitkräfte jahrelange Untersuchungen angestellt.

Im Archiv des Mannheimer Morgen fanden wir eine nicht in der Zeitung verwendete Agenturmeldung aus dem Jahre 1949, die mit Weltraumschiffe eines anderen Planeten? Augenzeuge berichtet über Fliegende Untertassen – Schneller als Raketen überschrieben war, hier der Text: In der weit verbreiteten Märzausgabe des amerikanischen Magazins „True“ berichtete ein Marineoffizier über die Wahrnehmung der berühmtberüchtigten, sogenannten „Fliegenden Untertassen“. Der betreffende Augenzeuge ist einer der führenden Mitarbeiter der Raketenversuchsstation der amerikanischen Marine in den Wüsten Mexikos. Bekanntlich erregten die geheimnisvollen flachen Körper, die in gewissen Zeitabständen über den europäischen und amerikanischen Kontinenten gesichtet wurden, immer wieder die Weltöffentlichkeit. Sie sind unter dem Begriff der obengenannten „Untertassen“ allgemein bekannt geworden. Der Augenzeuge nun, der sie in den vergangenen Wochen zum ersten Mal erblickte, ist der festen Überzeugung, dass es sich hierbei um Weltraumschiffe oder zumindest um ferngelenkte Körper eines anderen Planeten handelt. Sie traten in dem Augenblick zum ersten Mal auf, als man Versuche mit neu konstruierten, ferngelenkten Raketen machte. Der Marineoffizier sah eine riesige, diskusförmige Scheibe, deren Durchmesser er auf 30 m schätzte. Sie bewegte sich in einer Höhe von etwa 80 km und hatte eine Geschwindigkeit von 7 km in der Sekunde. Selbstverständlich waren zu diesen Beobachtungen die komplizierten optischen Messgeräte notwendig, mit denen man auch die abgeschossene Rakete verfolgte. Bei einer anderen Gelegenheit, behauptet der Beobachter, dass zwei kleinere dieser Scheiben sogar eine Fernrakete, die mit einer Geschwindigkeit von 700 m in der Sekunde in die Atmosphäre stieg, sozusagen verfolgten, und sie mit Leichtigkeit „überholte“.
Schauplatz dieser sensationellen Beobachtungen waren die Organ Mountains in Neu Mexiko. Bisher liegen keine weiteren Augenzeugenberichte vor. Die Wissenschaftler stehen noch immer vor einem Rätsel über Beschaffenheit und Herkunft dieser Erscheinungen. „Ausführung, Konstruktion und Flugweise dieser Untertassen bestätigen mir“, so schließt der Bericht, „dass irgendwo im Weltenraum eine uns weit überlegene Intelligenz vorhanden sein muss, die diese geheimnisvollen Apparate in Bewegung setzt. Ich bin sogar der Ansicht, dass diese fliegenden Scheiben von uns unbekannten Wesen bemannt sind.“

Seltsame Himmelserscheinung hieß es aus Toulouse und dpa verbreitete es hierzulande, am 18. Oktober 1949 druckte es auch die Rhein-Neckar-Zeitung:

Die Einwohner des südfranzösischen Städtchens Gaillac in der Nähe von Toulouse waren am Sonntag Zeugen einer seltenen Himmelserscheinung. Sie gewahrten am Morgenhimmel eine leuchtende Kugel, die einem Kometen ähnlich sah und mit mäßiger Geschwindigkeit nach Norden zog. Der Himmelskörper hinterließ einen Schweif, der in allen Farben des Sonnenspektrums, sonders auffallend aber in rot und grün, leuchtete. Fünf Minuten [?], nachdem der Meteor am Horizont verschwunden war, wurde die Luft von Explosionen erschüttert, deren Entfernung auf etwa 100 km geschätzt wurde.

Eine dpa-Meldung aus New York ist zum 29. Dezember 1949 datiert gewesen und wurde von uns im Archiv des Mannheimer Morgen geborgen. „Von einem anderen Stern“ ist sie überschrieben und hat nachfolgenden Text: Es ist schon einige Zeit her, seit ein Hörspiel von Orson Welles den Amerikanern die Gefahr einer Invasion von Marsmenschen so plastisch vor Augen führte, dass eine weitverbreitete Panik die Folge war. Nun hat es den Anschein, als sollten die Phantasien des amerikanischen Hörspielautors weit in den Schatten gestellt werden. Wenn eine Veröffentlichung der amerikanischen Zeitschrift True auf Wahrheit beruht, erhält die Erde schon seit 175 Jahren ständig Besuche „von einem anderen Stern“. Seit Jahren liest man in der Weltpresse dann und wann Sensationsmeldungen über riesige „Fliegende Untertassen“, die irgendwo leuchtend am Nachthimmel gesichtet wurden, über „geheimnisvolle Projektille“, die sich in Ostwestrichtung bewegten, über „geheimnisvolle Feuerkugeln“ und andere unerklärliche Himmelserscheinungen. Aus allen Teil der Welt kamen solche Meldungen, aus Deutschland so gut wie aus Amerika. Einige klangen phantastisch, andere wurden von offizieller Seite bestätigt, aber niemals ist es gelungen, eine plausible Erklärung für die geheimnisvollen Vorgänge zu finden. Jetzt endlich meldet sich ein amerikanischen Luftfahrtsachverständiger zu Wort und behauptet, dem Geheimnis auf den Grund gekommen zu sein. Der ehemalige Flugzeugführer der USA-Marineluftfahrtstreitkräfte und frühere Informationschef der Luftfahrtsabteilung im USA-Handelsministerium, Donald E. Keyhoe, behauptet in der Neujahrsnummer der amerikanischen Zeitschrift True: „Die fliegenden Scheiben sind echt. es handelt sich um Flugapparate, mit denen lebende vernunftbegabte Beobachter von einem anderen Planeten die Zustaände auf der Erde studieren.“ Keyhoe geht mit seinen Behauptungen noch weiter. Diese Forschungsflüge sollen bereits seit 175 Jahren durchgeführt werden. Angeblich häufen sich die Besuche mit diesen überaus fortschrittlichen Flugzeugtypen in der letzten Zeit ganz besonders, und – angeblich sind die Feststellungen Keyhoes von „unterrichteten Stellen“ in vollem Umfang bestätigt worden. dass in der letzten Zeit so wenig Berichte über diese Erscheinungen einliefen, erklärt Keyhoe damit, dass die Beobachter Angst hatten, sich lächerlich zu machen. Keyhoe spricht von drei verschiedenen Typen solcher Flugapparate, von denen einer unbemannt sein soll, und behauptet, die Bewohner jenes unbekannten Planeten hätten den Menschen eine technische Entwicklung von etwa 225 Jahren voraus. Die Form der „Fliegenden Untertassen“ entspreche etwa den Vorstellungen, die sich amerikanische Wissenschaftler von dem Stand der flugtechnischen Entwicklung nach etwa 50 Jahren machen.
1950 erschien im Münchner Kauka-Verlag ein Sonderheft der Heftromanserie „Neues Kriminal-Magazin“ unter dem Titel „Tatsachenbericht. Fliegende Untertassen – Das Welträtsel der Gegenwart“. Das Romanheft war im bekannten Format der sogenannten Schundromane am Kiosk abgehalten. Hier wurde das Protokoll des Funksprechverkehrs zwischen Thomas Mantell und dem Bodenstation Godman Field abgedruckt und auch in einem Beitrag die Theorien des Donald Keyhoe vorgestellt.

Besucher von dem Planeten Venus? fragte am 14. Januar 1950 die Frankfurter Rundschau: Die Sensation der rätselhaften „Fliegenden Untertassen“, welche in den USA schon vor Monaten die Gemüter beunruhigte, war viel zu gut und viel zu aufregend, um allein durch trockene Gutachten und Stellungsnahmen Wissenschaftler Institute eines plötzlichen Todes sterben zu können. Erst jetzt wieder, zu Anfang des neuen Jahres, häuften sich Meldungen von Augenzeugen, die mysteriöse, scheibenförmige Flugkörper am Himmel gesehen haben wollten. Als das verbreitete Magazin True („Wahr“) in seiner letzten Ausgabe folgenden Satz abdruckte: „Während der letzten 175 Jahre war der Planet Erde unter der systematischen Überwachung und Beobachtung lebender, intelligenter Wesen, die von einem anderen Planeten herkamen“, schien es für viele Leichtgläubige erwiesen, dass die „Fliegenden Untertassen“ nichts anderes seien als Pfadfinder-Flugzeuge aus dem interplanetarischen Raum. Hunderte von Zeugen wiederholten diese faszinierende Geschichte, und Radiokommentatoren erfanden noch etwas dazu: es nutzte wenig, dass ein Sprecher des US-Luftfahrtministeriums feststellte, die Untersuchungen des Falles „Untertassen“ habe keinerlei Anhaltspunkte für die interplanetarische Herkunft der Flugkörper ergeben.
Schon vier Monate vorher hatte man in Los Angeles wissen wollen, dass neugierige Bewohner eines Nachbarplaneten die Versuche auf dem Raketen-Erprobungsfeld White Sands mit Aufmerksamkeit verfolgten; durch „Mund-zu-Mund-Verstärkung“ hatte dieses Gerücht noch einige Steigerungen erfahren: So sollte angeblich ein großes Raumschiff in Neu Mexiko bei einer missglückten Erdlandung in Flammen aufgegangen sein; die 15 „Mann“ starke Besatzung habe dabei den Tod gefunden. Glücklicherweise wären aber einige intakte Instrumente gerettet worden, darunter ein geheimnisvoller Radioempfänger, mit dessen Kopfhörer noch für kurze Zeit unirdische Laute vernehmbar gewesen seien. Während amerikanische Experten die Trümmerstätte durchsuchten, sei in der Nähe ein zweites Raumschiff mit zwei Mann Besatzung aufgeschlagen, deren Körper vorher herausgeflogen und infolgedessen noch gut erhalten waren. Die Besucher von „außerhalb“ seien etwa einen Meter groß, etwas primitiv, ja fast affenähnlich gestaltet gewesen. Die Überreste habe man sofort in das Rosenwald-Institut in Chicago überführt, um sie näher zu untersuchen.

Quelle: http://cenap.alien.de/chronicles.htm

Gruß an die Interessierten

TA KI

Der CIA und die UFOs – Das Ende der Geheimhaltungs-Legende 2


Im Sommer 1955 noch eröffneten die Amerikaner am Schwarzen Meer bei Diyarbakir in der Türkei eine von mehreren großen Radarstationen zur Verfolgung sowjetischer Raketenstarts, die in Kapustin Jar durchgeführt wurden (diese Anlage war nur für kleinere, im allgemeinen nichtmilitärische Weltraummissionen zu verwenden). Doch dieses Verfahren war ungeeignet, um Aktivitäten in den zentraler, landeinwärts gelegenen Zonen der UdSSR zu erfassen, was dem militärischen Verständnis nach eine Sicherheitslücke bedeutet. Aufklärungsflugzeuge (sogenannte „Überflieger“) mußten also her, die hoch genug flogen, um dem sowjetischen Radarzaun unbemerkt zu überwinden und um selbst damit quasi-unsichtbar zu sein und darüber hinaus selbst Langstrecken-Flüge absolvieren konnten. Hierfür gab Eisenhower grünes Licht. Lockheed konstruierte dann in den 50er Jahren als Nachfolger für die Aufklärungs-Stratosphärenballone die mindestens 21.000 Meter hochfliegende U-2(Utility-2)-Flugzeuge, die kurzfristig sogar bis in 30.000 m Höhe steigen konnten und von amerikafreundlichen Anrainerstaaten der Sowjetunion aufstiegen. Wo Aufklärungsflugzeuge fliegen, herrschen Lebensbedingungen wie im All: Minus 60 Grad, Luftdruck und Sauerstoff gleich Null. Ohne Druckanzug würde das Blut in den Adern kochen. Der CIA suchte bei der USAF geeignete Piloten aus, die man mit dem dreifachen Air Force-Gehalt für die Spionage anwarb. Mittels der fotografischen Aufklärungs-Technik an Bord dieser als „Wetterforschungs-Flugzeuge“ ausgegebenen Maschine wurde der Westen schockiert. Die Auswertungen des Filmmaterials ergaben, dass die Sowjetunion ein weitaus größeres Militärpotential besaß, als man angenommen hatte! Konkret: Mitte 1957 fotografierte eine in Pakistan gestartete U-2 erstmals ein kurz zuvor von elektronischen Horchposten entdecktes neues Raketentestgelände, das in den nächsten Jahren immer größere Bedeutung bekam – Tjuratam, welches später durch Plesetsk abgelöst werden sollte aber durch den SPUTNIK-Start im darauffolgenden Herbst weltberühmt werden sollte. Doch der Traum vom unentdeckten Spionageflugzeug endete am 1. Mai 1960, als Francis Gary Powers U-2 über Swerdlowsk mit neuartigen Flugabwehr-Raketen abgeschossen worden war und Kreml-Chef Chruschtschow die Amerikaner der Lüge überführte, weil man dort behauptet hatte, dass die U-2-Maschinen nur zur Wettererforschung dienten und Powers sich nur irrtümlich auf dem Weg nach Tjuratam befunden habe. Das Pentagon hatte Hinweise bei einem Spionageflug am 9.April darauf erhalten, dass man in Tjuratam neue Konstruktionen errichtete, die offenbar in Verbindung mit dem Einsatz von Interkontinentalraketen (ICBM) standen; Powers sollte am 1.Mai dann weitere Informationen über die Fortschritte dort liefern… 

Eisenhower chruschtschov

 

Auf einer am 16. Mai in Paris einberufenen Gipfelkonferenz sollte sich Eisenhower bei Chruschtschow entschuldigen, weil die USA Aufklärungsflüge über der Sowjetunion unternahmen. Eisenhower weigerte sich und der Gipfel platzte. Warum sich Eisenhower querstellte ist heute bekannt. Nur zwei Monate später gab es eine weitere Schmach für die USA, als eine USAF RB-47 knapp am sowjetisch-nationalen Luftraum abgeschossen wurde, was zum Tod von vier Mannschaftsmitgliedern und der Verhaftung von zwei weiteren führte, die man ins Moskauer Lubjanka-Gefängnis des KGB steckte und erst nach sieben Monate freiließ. Eindeutig waren Amerikaner die Aggressoren und die Sowjets die Verteidiger ihrer Heimat. Auch deswegen gab es den Kalten Krieg, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Amerika dagegen sah, dass Moskau einen atomaren Test nach dem anderen durchführte und massiv in die Raketenentwicklung investierte. Der Wahnsinn des Aufrüstungswettlaufs setzte ein. Die Amerikaner gaben nicht auf und nur drei Monate später setzte eine neue Ära und Dimension der Fernspionage ein, das der amerikanischen Satellitenaufklärung. Den ersten Schritt dazu ermöglichte Jim Baker, der eine Kamera mit einer großen Brennweite schuf, da die kurzbrennweitigen Kameras der vorherigen Generation sich für Aufklärungszwecke aus dem erdnahen Weltraum als ungeeignet erwiesen, weil sie die zu überfliegenden Gebiete viel zu klein abbildeten. Das Discoverer-Programm diente zur Erprobung des technischen Verfahren, das eigentliche erste Aufklärungsprgramm nannte sich „Samos“ und war mit dem Midas-Programm gekoppelt, welches zur Frühwarnung vor feindlichen Raketenangriffen diente. Nach eingehenden Untersuchungen entschloß sich das Pentagon zwei verschiedene Satellitentypen zur Aufklärung einzusetzen. Die eine Version sollte die mit einer Filmkamera erhaltenen Erdaufnahmen per Funk zur Erde übermitteln. Dabei entsprach aber die Qualität zunächst nicht unbedingt den allerhöchsten Anforderungen im Hinblick auf Detailfülle, reichte aber aus, um einen groben Überblick über die Verteilung der Raketeninstallationen und Flughäfen in der Sowjetunion zu verschaffen. Hierbei wird das Bildmaterial an Bord entwickelt und anschließend Zeile für Zeile und Punkt für Punkt abgetastet und diese einzelnen Bildinformationen wurden dann per Funk zur Erde übertragen, so wie es später in den 60ern auch mit den Lunar Orbiter-Satelliten gelang, Bilder vom Mond zu übertragen. Diesen Satelliten-Typ konnte man relativ lange in einer Umlaufbahn halten. 

Sie starteten mittels einer Trägerrakete den Aufklärungssatelliten Keyhole One in den Erdorbit (ein wahres Satelliten-Ungeheuer vergleichbar mit dem heutigen Hubble-Space-Telescope: 13 Tonnen schwer, 15 Meter lang, drei Meter breit), der den Auswertern im Pentagon bzw seinem National Photographic Interpretation Center (NPIC) ein Fünftel der Sowjetunion auf Film bannte und damit das brisanteste Fotomaterial für den Geheimdienst lieferte; natürlich hatte die unterirdische verbunkerte Zentrale des Nordamerikanischen Luftverteidigungs-Kommandos NORAD in Colorado Springs bei Denver als auch das Strategische Luftkommando von General LeMay darauf Zugriff. Hierbei trat der zweite Satellitentyp (auch unter dem Namen Big Bird bekanntgeworden) in den Einsatz: Um an das Fotomaterial des Satelliten zu kommen, hatten sich die Konstrukteure eine abenteuerliche Technik einfallen lassen. Die Kapsel mit der Filmrolle wird vom Satelliten abgesprengt und schwebt an einem Fallschirm zur Erde, um diese Fracht abzuliefern, welche wesentlich mehr Details zeigte! Durch die Wahl möglichst niedriger, erdnaher Umlaufbahnen von 140 bis 170 Kilometern Höhe (weswegen aber diese Satelliten weitaus schneller wieder von der Erde angezogen wurden und als Re-Entry in der Atmosphäre verglühten) und den damit verbundenen größeren Abbildungungsmaßstab der Bilder wurde der Informationsumfang noch einmal gesteigert. Speziell ausgerüstete Flugzeuge (erst C-119, dann C-130 und schließlich Hubschrauber) von Hickam Field auf Hawaii mit Fangvorrichtungen und Netzen mußten dann die herabschwebende Kapsel punktgenau im Zielgebiet nordwestlich von Hawaii einfangen, ehe sie im Meer versinken von von russischen U-Booten abgefangen werden würden. Das Kontrollzentrum dieser Operation lag in Sunnyvale, Kalifornien. Dieses Verfahren brauchte eineinhalb Jahre, bis die Amerikaner es in den Griff bekamen, alles andere zuvor war von Fehlschlägen gekennzeichnet. So kam es vor, dass die Kapsel von Discoverer 2 beispielsweise bei Spitzbergen niederging, während die Suchmannschaften bei Hawaii im Einsatz waren, da die Kapsel nur um wenige Sekunden zu spät zum Landemanöver angesprengt worden war und damit die Eintauchzone verpaßt wurde. Auf Spitzbergen jedenfalls sah man die Kapsel herabkommen, aber sie konnte niemals aufgefunden werden, möglicherweise fiel sie in russische Hände. Das große Meeresgebiet um Hawaii war dementsprechend eine sicherheitsempfindliche Zone, in der z.B. sich dramatisch-anhörende UFO-Sichtungsberichte von herumsausenden Fremdkörpern schon Nervosität hervorrufen konnten. Wir erinnern an den Fall eines Boliden vom 11. Juli 1959, der sich stark nach einem Analogfall zur berühmten Rocketship-Sichtung Montgomery-Sichtung vom 24. Juli 1948 anhört, der wiederum zur berühmten Estimate of the Situation durch das Project Saucer/Sign, weil die Analysten in einer Fehleinstufung des Objekt tatsächlich als interplanetarisches Raumfahrzeug interpretierten und seine wahre Natur nicht erkannten. 

Am 31. Januar 1960 entdeckte eins der kurz zuvor entlang des 32. Breitengrades in den USA intsallierten Radargeräte, die der Identifizierung und Bahnverfolgung von Satelliten im Weltraum dienten, ein nicht katalogisiertes Objekt, das die Erde in polnaher Bahn umkreiste. Man hielt es zunächst für einen unbekannten sowjetischen Satelliten, doch diese Vermutung stellte sich wenige Tage später als Irrtum heraus. In Wirklichkeit war dieses unidentifizierte fliegende Objekte (UFO) nämlich die Kapsel des am 13. August 1959 gestarteten Discoverer 5, die man längst auf der Erde wähnte. Pünktlich war damals die Trennung vom Satelliten erfolgt, aber dann hatte man sie aus den Augen verloren und dachte sie sei irgendwo unbemerkt niedergegangen. Die Rückrechnung der Bahn des UFOs ergab, dass offenbar das Orientierungssystem von Discoverer 5 versagt hatte. Dadurch war die Kapsel, anstatt zur Erde zurückzukehren, nach der Trennung vom Satelliten durch die Zündung des Raketenmotors in eine höhere Umlaufbahn gelangt, als herabgesenkt zu werden! Wie Philip J. Klass [sic] in seinem 1971er Buch „Secret Sentries in Space“ berichtete, wurde mit der Kapsel von Discoverer 13 erstmals am 11. August 1960 dann ein von Menschen hergestellter Gegenstand geborgen, der wieder aus dem Weltraum zurückkehrte. Damit begann der wahre Aufmarsch im Weltraum, die eigentliche Epoche der Satellitenaufklärung, um den Blick hinter den Eisernen Vorhang zu werfen und um hauptsächlich geheime, militärische Aktivitäten auszuspähen. Mit dem Discoverer-Programm war es möglich aus 200 km Höhe eine Detailschärfe bei 30 Zentimetern am Boden feszumachen, alsbald stellte sich aber auch heraus, dass mit dem unheimlichen SR-71-Flugzeug in sicheren 30 km Höhe schon eine Auflösung von vier Zentimetern zustandegebracht werden konnte, weswegen der Black Bird natürlich neben der U-2 von signifikanter Bedeutung für die Geheimdienste wurde. Was die USA mit Hochleistungstechnologie erreichten, machten die Russen durch Masse wett. Sie waren in der Lage jederzeit beliebig viele Fotosatelliten hochzuschießen (Beispiel: Als 1973 der Nahost-Krieg ausbrach, war nur ein Sowjet-Spion im All – zwei Wochen später zogen bereits sechs ihre Bahnen über Israel, dazu war Washington nicht imstande). 

Amerika stand vor der Angst der „Raketenlücke“ und fürchtete sich vor einem übermächtigen sowjetischen Waffen-Arsenal. Moskau spielte mit dieser Furcht und stellte sich mächtiger dar, als es jemals war. Als dann 1961 die Berlin-Krise eintrat, verschärften sich die Spannungen und die Sowjets setzten auf die Karte „Angst des Westens vor den nicht existierenden sowjetischen Raketen“. Die Samos-Aktivitäten nahmen deswegen zu und brachten den Herrschern im Kreml viel Ärger ein, weil die sowjetische Militärtechnik noch nicht auf Gegenmaßnahmen betreffs der amerikanischen Weltraumaufklärung setzen konnte. Generalmajor Boris Teplinski nannte die Aufklärungsflüge via Satellit dann auch „barbarische Wahnideen“ und „Weltraumschändung“. Um die Sowjets nicht weiter zu reizen, wurde das Samos-Programm von der Kennedy-Regierung im Bereich der militärischen Raumfahrt „eingestellt“, aber unter unverfänglichen Codenummern weitergeführt. Dies hört sich zwar vielleicht heute kindisch an, machte aber aus taktischen Gründen damals Sinn. 1962 lösten die Spionagesatelliten die Kubakrise aus, als sie beobachteten, wie sowjetische Tank-Schiffe Raketen und Raketenausrüstung nach Kuba bringen. Detailaufnahmen der U-2 lieferten den Beweis: Die Sowjetunion wollte Kuba Atomraketen liefern. Da Satelliten a) hoch im Orbit fliegen sind sie mit Flugzeugen und Raketen so gut wie unangreifbar und b) aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit zusätzlich geschützt. Natürlich werden heutzutage schon lange keine Filmkapseln mehr geborgen, sondern via Funk werden hochauflösende Digitalbilder zeitverlustfrei in die Auswertungszentren geschickt… Übrigens war es Arthur C.Lundahl gewesen, der am 14.Oktober 1962 als bester Fotointerpreter der USA die Satelliten-Aufklärungsfotos von Kuba als Beweis für die Richtigkeit der Annahme bestätigte, dass die Russen hier, quasi vor der Haustüre der Vereinigten Staaten, einen Stützpunkt mit Atomraketen aufbauen wollten. Das Strategic Air Command (SAC) wurde in Alarmbereitschaft versetzt und Kennedy verhängte eine Blockade Kubas. Mittelstrecken auf Kuba, da hörte der Spaß auf und für das SAC war dies eine ernste Lage. Der US-Präsident versetzte die US-Streitkräfte rund um die Welt in höchste Alarmbereitschaft. B-52-Bomber mit Wasserstoffbomben an Bord waren einsatzbereit gemacht worden – für einen Krieg! Viele Piloten der B-52er beim SAC gestanden später ein, dass ihnen die Nerven damals flatterten und sie höllische Angst davor hatten, einen nie wieder gutzumachenden Befehl zu bekommen. Immer wenn Startkommandos kamen, schluckten sie unwillkürlich. Im Kreml lenkte man ein und zog das gefährliche Militärgut wieder ab. So nahe stand die Welt zuvor und danach nicht am nuklearen Abgrund. In Ost und West waren die führenden Politiker besonnen genug und erkannten, dass die Kommunikation zwischen ihnen deutlich verbessert werden mußte – und damit begann die Laufbahn des berühmten „Roten Telefons“.

Vom CIA-Chef zum UFO-LobbyistenFournet

**= Hillenkoetter taucht bekanntlich in den MJ-12-Papieren als MJ-1, also als Chef der Geheim-Truppe auf. Später, nach seinem Pensions-Antritt, mischte er aktuell bei NICAP mit. Hierzu ist vielleicht der Artikel „Space Travel May Answer Saucers“ von Douglas Larsen im Moring Star aus Casper in Wyoming vom 29. November 1957 interessant zu erwähnen. Es war die Zeit, als Amerika unter dem russischen Sputnik-Schock stand und diese Schlappe zu verdauen hatte. Im Gespräch mit Larsen hatte Admiral R.H. Hillenkoetter in Anbetracht des Aufbruchs der Menschheit in den Weltraum erklärt: „Satelliten- und die Weltraumerkundungs-Programme könnten uns neue, wertvolle Informationen betreffs UFOs liefern, ja vielleicht sogar einen Beweis ihrer Realität erbringen. Ähnliches erwarte ich auch in Anbetracht der gewaltigen Zunahme der Himmelsüberwachung durch Radar und teleskopischen Bahnverfolgungs-Systemen, sowie durch die zunehmende Beobachtung des Himmels von immer mehr astronomisch interessierten Menschen. Dadurch ist zu erwarten, dass wir einen Anstieg von detailierten UFO-Berichten von ausgebildeten Beobachtern erfahren, die uns Informationen über Kurs, Geschwindigkeit, Höhe, Manöver sowie Größen und Gestalten dieser Objekte geben können.“ Auch Major Dewey Fournet, ehemaliger Pentagon-Projekt-Offizier für UFOs und in jener Zeit Mitglied des NICAP-Führungsstabs, äußerte sich erwartungsvoll über das von zahlreichen Amateur-Astronomen und einigen profi-Astronomen getragene Projekt Moonwatch, weswegen er sogar von einer „Armee von Idealisten“ sprach, die man dazu verwenden könne, um mehr über Untertassen zu erfahren. Darüber hinaus warf er einen Blick in die Zukunft und erwartete, dass durch den Einsatz von großen Erdbeobachtungs-Satelliten ein Instrument der Wissenschaft in Händen fallen werde, welches imstande sein sollte, UFOs zu orten und zu dokumentieren. Keyhoe unterstützte diese Ansicht mit seinen Worten: „Es ist sicher möglich, dass die ersten Satelliten oder auch Raumschiffe Begegnungen mit interplanetarischen Maschinen, bemannt oder unbemannt, haben werden…“ Aus diesem Grunde forderte er von den Verantwortlichen, dass alle in den Weltraum gebrachten Geräte automatische Kommunikationseinrichtungen auf der Basis von Licht- oder Funk-Signalen an Bord tragen sollten, um anzuspringen, wenn sich UFOs ihnen nähern. „Alle zurückgehenden Antworten sollten dann automatisch zur Erde geschickt werden, um daraufhin eine direkte Kommunikation von Erdstationen aus zu übernehmen. Da die USA sowie Rußland Mondstationen planen, ist es durchaus denkbar, das bereits eine Rasse von einem anderen Planeten auf dem Mond eine derartige Station unterhält“, schwadronnierte Keyhoe abschließend. Im Innern der Firma Das aus all diesen von Hoffnung getragenen Wünschen an die Zukunft nichts wurde, wissen wir inzwischen nur zu genau. Diese Hoffnungen und Erwartungen, welche sich nicht erfüllten, gehen Pari mit einer Kette weiterer derartiger Wunschvorstellungen, die sich schlußendlich als ufologische Seifenblasen herausstellten – das UFO-Phänomen als solches zieht der menschlichen Erwartungshaltung gegenüber nicht mit. Eines ist darüber hinaus zudem mehr als bedeutend für jegliche Vorstellung über eine UFO-Vertuschung und dem ganzen Kontext von MJ-12: Hillenkoetter als ehemaliger CIA-Chef wußte genauso viel oder genauso wenig über reale UFOs wie alle anderen auch. Nicht umsonst war er dann beim NICAP gelandet, um in einer privat-organisierten UFO-Forschungsgruppe vielleicht mehr zu erfahren, als die US-Regierung imstande war. 

Zurück zur CIA-Verwicklung in Zeiten der UFO-Wirrnis. Eine besondere Aufgabe für einen Nachrichtendienst ist die Sammlung und Auswertung von „geheimen“ Informationen, an die man eher schlecht herankommt, hierzu benötigt man nämlich verdeckt arbeitendes Personal im „feindlichen Lager“ (dies ist recht brisant, da aufgedeckte Agenten in aller Regel als Verräter an die Wand gestellt werden). Daher ist die Hauptquelle von Daten das offizielle Spektrum an Nachrichtenmedien im Feindesland, d.h. Tageszeitungen, Magazine, Illustrierte und elektronische Medien wie Radio und Fernsehen, natürlich auch Bücher und wissenschaftliche Fachpublikationen. Die großen Geheimdienste unterhalten deswegen aufwendige Abteilungen, in denen tagein, tagaus Übersetzer und Sprachspezialisten tätig sind und so die Weltnachrichten aufbereiten. Es wird Sie in Staunen versetzen, aber im Grunde sind es genau diese öffentlich zugänglichen Informationen, die zu aktuellen Lagebeurteilungen herangezogen werden und jeden Morgen in einer Analyse dem US-Präsidenten vom CIA-Chef zum Breakfast gereicht werden. In einer sich immer schneller drehenden Welt ist dies bisweilen noch die beste Art, um Informationen zu erlangen, alsdass man auf verschlungene Pfade lange Zeit auf „Agentenberichte“ warten muß. Im heutigen Zeitalter der elektronischen Kommunikation ist dies natürlich etwas anderes, aber wir stehen ja in unserer Erörterung noch im Nebel der Historie. Klären wir also die Atmosphäre.Will man die Arbeit eines Nachrichtendienstes schildern, dann muß man begriffen haben, welche Aufgaben diese Geheimdienste haben. Ein solcher wie der CIA arbeitet auf drei Hauptebenen. Er muß Nachrichten sammeln und analysieren, er muß seine eigene Integrität mittels der Spionageabwehr schützen und er befasst sich mit politischen Interventionen. Diese drei Funktionen werden von einer Behörde wahrgenommen, die unter der Leitung eines Mannes steht, und jede dieser Funktionen hat ihren eigenen Zweck und dementsprechend ihre eigenen Methoden. Nachrichtendienste existieren nicht im luftleeren Raum. Ein Staat, der weder ein Heer noch Feinde hat, braucht auch keine Spione. Wenn es beides aber gibt, dann muß es auch einen Nachrichtendienst geben. Die Entwicklung der Fernlenkwaffen nach dem Bau der deutschen V-Waffen im 2.Weltkrieg zeigt uns besonders deutlich, dass es zwischen den Streitkräften und dem Nachrichtendienst eine fast unvermeidbare Symbiose gibt. 

Die Rüstungskapazität eines potentiellen Gegners richtig einzuschätzen ist eine der beiden Hauptfunktionen des traditionellen Nachrichtendienstes; die zweite besteht darin, die Absichten des Gegners auszukundschaften. Da Spione nur selten eindeutige Angaben machen können, muß jeder Nachrichtendienst die Wahrheit aus einer Vielzahl zunächst nebensächtlich erscheinenden Informationen herausfiltern. Diese Informationen werden zu einem guten Teil über geheime Kanäle gesammelt. Ein Geheimdienst gehört zu den unausweichlichen Realitäten der modernen Politik, er arbeitet in der Grauzone zwischen offizieller Diplomatie und offenen militärischen Interventionen als außénpolitischer Arm der jeweiligen Regierung. Der amerikanische CIA ist das Werkzeug mit dem der Präsident überall auf der Welt versucht, seinen Willen durchzusetzen. Der CIA ist das geheime Machtinstrument des amerikanischen Präsidenten. In aller Regel fühlen sich die CIA-Beamten mit jenen Ländern verbunden, in denen sie tätig sind, sie beherrschen die Landessprache und sind gute Kenner der jeweiligen Nationalliteratur, aber dennoch – sie sind doch nur Beamte einer fremden Macht. Der Direktor der CIA ist befugt vor höchsten Untersuchungsgremien nicht jede beliebige Frage zu beantworten. Nach dem Gesetz zur Wahrung der nationalen Sicherheit von 1947 war es seine Pflicht die Nachrichtenquellen und die Methoden der Nachrichtenbeschaffung durch die CIA NICHT preiszugeben. Im grunde handelt es sich dabei um die einfache Tatsache, dass geheime Nachrichten nur so lange etwas nutzen, wie deren Weg geheim bleibt auf dem sie beschafft wurden. Die größte Bedrohung, die ein Geheimdienstler erfahren kann ist die Preisgabe seiner Informationsquellen. Wie auch immer, in der ersten Zeit der Behörde unter Admiral Roscoe Hillenkoetter war der Dienst wenig erfolgreich und man ließ sich dort wieder und wieder durch falsche Berichte narren. Gleichsam gab es besondere Probleme – die Papierflut wuchs ins Unermessliche und wurde unübersichtlich. So brauchte ein Analyst u.U. einen ganzen Tag, um den Namen eines potentiellen Informanten und die seinen Fall betreffenden Unterlagen zu finden. Alsbald waren die Karteien völlig durcheinandergeraten und die Akten verschwanden buchstäblich in einem Meer von Papier. Brenzlig wurde die Lage im Sommer 1952, als an zwei heißen Wochenenden das Capitol von einer wahren „UFO-Invasion“ erschüttert wurde (worüber an anderer Stelle noch mehr zu erfahren ist) und die Öffentlichkeit schier in Panik verfiel. In den Lagezentren brach die Kommunikation wegen UFO-Meldungen völlig zusammen*, was natürlich eine heiße Affäre für den Sicherheitsdienst darstellt. Kaum wegen den UFOs selbst, sondern weil die „nationale Sicherheit“aufgrund der UFO-Meldungen an sich bedroht war. Alle anderen Meldungen (darunter auch über mögliche russische Angriffe) waren hinsichtlich der verstopften Kommunikationsbahnen untergegangen bzw drangen erst gar nicht mehr durch! Der CIA fürchtete, dass z.B. die Sowjetunion Berichte durch Agenten ausstreuen und lanzieren könnte, um eine Hysterie zu erzeugen, mittels der dann im Sinne der „psychologischen Kriegsführung“ die Kommunikationskanäle verstopft würden. In einer Flut falscher UFO-Meldungen könnten die echten unidentifizierten Flug-Objekte, nämlich authentische russische Bomber, untergehen. 

Tatsächlich meldeten Beobachter an Posten des Ground Observer Corps bereits seit April 1952 in arktischen Regionen wiederholt Kondensstreifen hoch am Himmel, die von russischen Aufklärungsmaschinen stammten, welche sich erstmals Nordamerika annäherten! Ein weiteres Vordringen der Russen wurde befürchtet und wie bekannt stand das Luftverteidigungssystem mit Lücken da. Dies führte dann zum berühm ten Robertson-Forum, wo auf Drängen der CIA-Führung die besten wissenschaftlichen Kapazitäten sich in Klausur begaben, um den vorliegenden UFO-Nachweis zu prüfen. Ergebnis: Die UFOs an sich stellten keine Bedrohung der nationalen Sicherheit da, aber man empfahl dringlichst, in einer öffentlichen Aufklärungskampagne, den Schleier des Geheimnisvollen rund um die Tassen zu durchtrennen und damit die öffentliche Aufmerksamkeit vom Thema wegzulenken. In ufologischen Kreisen wirft man seither den Verantwortlichen in Regierungen, Militär und Geheimdiensten vor, sie hätten ein „Debunking-Programm“ entwickelt, um die realen Tatsachen betreffs UFOs (ist gleich: Besuch außerirdischer Raumschiffe) zu verdecken. Übersehen wird hierbei freilich, dass die Empfehlung des wissenschaftlichen CIA-Ausschußes nie belegbar umgesetzt wurde. Wichtig schien es zu sein, dass die Schwemme von UFO-Berichten über das Ground Observer Corps auch eingedämmt wird, in welchem zahlreiche ungeübte Freiwillige eingesetzt waren, die nun erstmals konzentriert den Himmel absuchten und da natürlich erstmals füpr sie seltsame Dinge sahen, die in Zeiten der Fliegenden Untertassen-Hysterie für sie einfach zu den UFOs zählten. Die Washingtoner-UFO-Invasion kam also zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt und es wird aufgrund der Komplexität der realen Probleme deutlich, dass die oberen Herren im Pentagon durchaus ins Schwitzen gerieten, weil die Lage so unübersichtlich und verworren wurde. *= Timothy Good beschreibt in „Jenseits von Top Secret“ eine ähnliche Situation in England. 1953 sah sich Luftwaffenminister Ward direkt gezwungen einzugreifen und die UFO-Thematik in der öffentliche Diskussion kurz zu halten. Dies in Folge der Ereignisse vom 3. November 1953 in West Malling (ein Wetterballon von 23 Meter Durchmesser und angehängter Radiosonde war über der Grafschaft Kent aufgetaucht und von einer RAF-Maschine sowie von Offizieren des Flugabwehrkommandos am Boden aus gesehen und als Fliegende Untertasse eingestuft worden, was in der Presse zu einem Berichtesturm führte), die sogar zu einer Anfrage im englischen Unterhaus führten. Damals war Whitehall unter den Anrufen zusammengebrochen, sodass sogar ein Cousin von Sir Winston Churchill nicht mehr zu seinem gewünschten Gesprächspartner durchkam. Die Behörde war völlig paralysiert und von der Welt abgeschlossen. Ward befahl daraufhin allen Piloten, nichts mehr in Sachen Untertassen an die Presse weiterzugeben oder dazu etwas in der Öffentlichkeit zu sagen. Er erklärte: „Schauen Sie, ich versuche, eine Luftwaffe zu betreiben. Wenn eine Geschichte wie diese bekanntgegeben wird, wird der arme diensthabende Offizier zur Raserei gebracht. Sein Telefon ist mit Anrufen blockiert, und er kann der Aufgabe, einen leistungsfähigen Flugplatz zu betreiben, nicht mehr gerecht werden. Was glauben Sie was los ist, wenn gar das Verteidigungs-Ministerium deswegen blockiert wird?“ Der Mann erklärte übrigens ebenso, warum eine Regierung wie die Ihrer Majestät nicht einfach so die Existent der Fliegenden Untertassen zugeben könne: „Ohne Beweismaterial zu liefern, das die breite Öffentlichkeit wirklich anfassen kann, würden die Leute glauben, dass die Regierung verrückt geworden wäre und das Vertrauen zu ihr verlieren.“ Als Folge dessen versuchte die US Air Force ihr UFO-Nachforschungsprogramm etwas anders auszulegen und dementsprechend auch ihre Public Relations-Arbeit mehr auf den Aspekt zu verlegen, zu verdeutlichen, dass die UFOs nur Unsinn darstellen und man sie nicht ernstnehmen solle. Damit sollte das öffentliche Interesse reduziert werden, aber aufgrund mancher Flops, die gerade in den 60er Jahren passierten, geschah genau das Gegenteil, aber dies ist wieder eine andere Geschichte aus dem Land der unerwarteten UFO-Möglichkeiten. 

In den 30ern und 40ern des letzten Jahrhunderts war es durchaus Methode unliebsame Regierungen in Mittelamerika und der Karibik einfach mittels militärischer Interventionen aus dem Amt zu jagen. Aber aus unterschiedlichen Gründen hielt man es in den 50ern nicht mehr für angebracht unschickliche Leute dadurch zu entmachten indem man ihnen einfach die Marineinfanterie ins Land schickte. Man beauftragte dann den CIA um mittels komplexen Plänen im Bereich der Propaganda und psychologischen Kriegsführung das selbe Ziel zu erreichen. Der US-Kongress setzte immer wieder einmal einen CIA-Generalinspekteur ein, der die höchste Befugnis bekam alle CIA-Geheimnisse einsehen zu dürfen und über sie informiert zu werden. Als es 1967 eine politische Kontroverse rund um das Wirken des CIA gab wurde Jack Earman in diese Position berufen und der damali ge CIA-Chef Helms mußte sich ihm offenbaren. Es gelang ihm aber das am strengsten gehütete Geheimnis zu verbergen – die Versuche zur Ermordung ausländischer Staatsmänner. Dies war nur deswegen möglich, weil das oberste Gesetz der Geheimdienste es ist, eben keine Akten über solch brisante Vorgänge anzufertigen. Papiere können verlorengehen und in unliebsame Hände gelangen, sie können gestohlen werden oder tauchen irgendwann auf, um zum Bumerang zu werden. Sollte also das Geheimnis einer abgestürzten Fliegenden Untertasse durch die so genannten MJ-12-Papiere aufgedeckt worden sein, rein theoretisch, dann kann dieser Vorfall niemals jene Bedeutung gehabt haben, um daraus das oberste Staatsgeheimnis zu machen – allein schon aufgrund der simplen Tatsache, dass die Papiere überhaupt existieren. Zu den Aktivitäten der ‚Firma‘ gehören ganz selbstverständlich der „psychologischen Kriegsführung“. Kuba war eines der CIA-Ziele, genauso wie viele Staaten Lateinamerikas und der Karibik, die nach US-Verständnis den „Hinterhof der USA“ ausmachen und wegen ihrer oftmals revolutionären Regimes als Unruheherde gelten in denen Moskau mitmischt. Die schützenden Arme des Erzfeindes UdSSR ließen aber Kanonenboot-Politik selten zu, auch der Blick der Weltöffentlichkeit in diese Gegend der Welt wurde geschärft, sodass früher eingesetzte Brachialgewalt-Methoden nicht mehr so offen anzuwenden waren. Einem CIA-Plan nach wollte man die römisch-katholische Bevölkerung Kubas davon überzeugen, das Castro nicht mehr das Vertrauen Gottes besass. Dazu wurde ein kühner Plan umgesetzt: man verbreitete auf Kuba das Gerücht vom Anbruch des Jüngsten Gerichts und das Christus über Kuba erscheinen werde. Dies sei nur zu verhindern, wenn man Castro beseitige. Dazu wurde das Projekt „Elimination durch Illumination“ in Gang gebracht, wie Thomas Powers in seinem Buch „CIA – Ein Insider-Bericht“ ausführte: In einer Nacht erschien ein US-U-Boot vor der kubanischen Küste und schoß leuchtende Raketen in den Himmel, die dann ein spektakuläres Schauspiel quasi aus dem Nichts heraus lieferten. Dies sollte die Kubaner dazu drängen anzunehmen, dass das Jüngste Gericht alsbald anstehe. Das Feuerwerk wurde zwar geliefert, bewirkte aber nichts. 

Ein anderer Schachzug, insbesondere in den 60ern, war die Unterwanderung von Massenmedien in Südamerika, um dort „Schwarze Propaganda“ über die CIA-Abteilung „Psychological Warfare in the Media“ auszustreuen. Hierbei wurden falsche Meldungen in Presse, Rundfunk und TV lanciert um Differenzen in der Bevölkerung zu schaffen und Unsicherheitsgefühle betreffs der nationalen Sicherheit zu erzeugen. Dabei wurde das gesamte Instrumentarium religiöser, ethnischer, politischer, ökonomischer und anderer Themen wie übernatürliche Ereignisse und himmlische Weissagungen sowie Greuelgeschichten eingesponnen um Unruhe und Unsicherheit zu erzeugen, wenn plötzlich kleine lokale Geschehnisse und „merkwürdige Dinge“ zu ungeheuren Ereignissen aufgemotzt werden die schier schon nationale Krisen hervorrufen und die Menschen auch ablenken sollen, indem sie sich mit etwas unwichtigem beschäftigen, während gleichsam im Hintergrund ganz andere wichtige Dinge laufen. Damit sollten nicht unmittelbar Volksaufstände mobilisiert werden, sondern Unsicherheiten zwischen dem militärischen und politischen Bereich im jeweiligen Zielgebiet. Noch in den 70er Jahren sollen 200 Zeitungen so vom CIA kontrolliert worden sein. Es würd emich nicht wundern, wenn so auch UFO-Geschichten produziert worden sind, welche regelmäßig ganz Südamerika in Aufregung versetzten. Bedenken wir, dass dieser Kontinent ganz seltsame und bizarre UFO-SAbenteuer zu vermelden hat, wie sie sonst kaum in der Welt bekannt werden. Das „UFOs“ gerne als Deckmantel für geheimdienstliche Aktivitäten etc genutzt werden wird klar wenn man sieht, was im Fall Roswell und Mantell passierte und wie man selbst in Russland die hochgeheimen Raketenstarts vom supergeheimen Raketenzentrum Plesetsk als UFOs durchgehen ließ. 

Bereits im März 1980 hielt ich Dank der Vermittlung des deutschen Botschafters in Washington, D.C. jene 879 Seiten CIA-Papiere in der Hand, welche via der „Gesetzgebung zur Freiheit der Information“ (FOIA, Freedom of Information Act) inzwischen vom CIA betreffs UFO-Unterlagen öffentlich zugänglich gemacht worden sind. Wer ebenso daran interessiert ist, schreibe diesbezüglich unter Berufung auf FOIA an: Central Intelligence Agency, Office of FOIA-Affairs, Acting Information and Privacy Coordinator, Washington, DC 20505, USA. Alle bisher kursierenden Spukgeschichten zerplatzten wie Seifenblasen, worüber ich bereits im Journal für UFO-Forschung Nr. 1/1981 im dem Leitartikel „Nichts Neues vom CIA“ berichtete. Die CIA-Dokumente enthielten bis auf ganz wenige Ausnahmen keine direkten eigenen Untersuchungs- und Nachforschungs-Berichte, sondern nur aufgezeichnete Übersetzungen fremdsprachiger Zeitungsartikel und Rundfunkmitschnitte über UFO-Meldungen und der allgemeinen Diskussion hierzu, wie sie auch im Westen geschehen. Eine Bewertung der Inhalte und ihre Glaubwürdigkeit gab es jedoch nicht. Man sprach weder mit den Zeugen, noch gab es Recherchen und Erhebungen. Keine Ermittlungen und keine Spezialanalysen. Der Besuch jedes besseren deutschen Pressearchivs einer großen Zeitung oder Illustrierten würde kaum ertragreicher sein. Nur die Zahl der UFO-Sichtungsmeldungen für den vollen Zeitraum der 50er Jahre aus Russland, Asien und dem Nahen wie Fernen Osten sowie Europa schwoll an. Insbesondere der afrikanische Kontinent stand Anfang der 50er Jahre unter starker Beachtung des CIA. Warum ist historisch begründet und kein Zufall. Während des Kalten Kriegs standen sich die westliche und kommunistische Welt als Feinde gegenüber. Eines der am wenigsten Kapitel dieser Geschichte spielte sich auf afrikanischem Boden ab. Die Kolonialherrschaft war gefallen und das arme, schwache Afrika damit dem Spiel der Kräfte ausgesetzt. Dies weckte Begierlichkeiten auf ein Territorium voller wertvoller Rohstoffe. Und 1955 nahm eine Bewegung der blockfreien Staaten ihren Anfang – sollte es eine Dritte Macht geben? In der KPdSU sah man die nationalistischen Führer Afrikas bis dahin als unfähig an, die dortigen Länder zu führen – zudem standen sie im Dienste des Imperialismus. Die Sowjetunion engagierte sich und der Rote Bär streckte seine Arme aus – und dann gab es die Sichtungen unidentifizierter Flug-Objekte. 

Einige Beispiele sollen zur Einsicht genügen: * Bericht Nr.00-W-24639. Datum der CIA-Registrierung; 24. November 1952. Zusammenfassung von Zeitungsberichten aus Marokko, Algerien, Tangier, französisch West-Afrika im Zeitraum 17. Juli bis 8. Oktober 1952: Sichtungen von unidentifizierten Flug-Objekten über Spanien und Afrika, Juli-Oktober 1952. Ein Diskus erschien über Marrakech. Rabat, L’Echo du Maroc, 17. Juli 1952. Um 21 h sahen viele Leute ein großes, leuchtendes Diskus-Objekt horizontal dahinfliegend. Dann zerbrach es in einem Lichtschein. Ein zweiter, kleinerer Diskus erschien dann und zog rasch gegen Südwesten. Zusammen dauerte es etwa eine Minute. Diese beiden Phänomene wurden von verschiedenen Punkten aus in Marrakech gesehen und als leuchtende Diskuse mit schwindelerregender Geschwindigkeit berichtet. Am 14.Juli bereits wurden Fliegende Untertassen über der Ifrana-Region auf Meknes gesehen. Leuchtender Diskus oder Ball über Moulay Bousselham gesichtet. Rabat, L’Echo du Maroc, 5. August 1952. Am 2. August, gegen 20:45 h, sichtete eine Gruppe von fünf zuverlässigen Zeugen einen leuchtenden Diskus oder Ball am Himmel über Moulay Bousselham in französisch Marokko. Das Objekt war rot im Zentrum und bläulich am Rand, es flog sehr schnell von Südost nach Nordwest, wobei es für ca. 20 Sekunden in Sicht blieb bevor es über dem Horizont verschwand. Leuchtende Objekte über Algerien gesehen. Oran, Oran Republician, 16. August 1952. In Ain Sefra observierte in der Nacht des 12. August ein Eisenbahnbeamter einen Feuerball, welcher plötzlich hinter einigen Wolken hervorkam, quer über den Himmel von Ost nach West zog und einen leuchtenden, rosafarbenen Schweif hinter sich herzog. Das Objekt schien herabzukommen, nahm dabei an Umfang zu und explodierte plötzlich ohne jegliches Geräusch. Um 21:45 h des 14. August sahen zwei Personen in der Stadt Constantine ein leuchtendes Objekt, welches mit hoher Geschwindigkeit gegen Guelma flog. Gemäß den Zeugen hatte der Apparat keine Ähnlichkeit mit einer Fliegenden Untertasse, emittierte jedoch ein sehr helles Licht. Zur Sichtungszeit hatte das örtliche Wetterbüro keinen Wetterballon aufgelassen. Am selben Tag, jedoch bereits um 19:20 h sahen viele Leute an den Docks von Philippeville am Himmel einen enormen, roten Diskus von Nord nach West ziehen, welcher einen grünlichen Schweif hinter sich herzog. Tausende Zeugen sahen Untertasse über Marokko und Tangier. Casablanca, Maroc-Press, 22. September 1952. 

Am 21. September 1952, gegen 18:20 h, flog ein ungewöhnliches Objekt, vielleicht eine Fliegende Untertasse, mit großer Geschwindigkeit über Casablanca. Kurz danach erreichten uns 15 Telefonanrufe von Anwohnern und von unseren Tangier-Korrespondenten. Alle beschrieben das selbe Objekt um 18:20 h von Ost nach West fliegen aus Richtung Rabat kommend. Es war leuchtend, zigarrenförmig und zog einen silbernen Rauchschweif nach sich; in anderen Beschreibungen sprach man von einem leuchtenden, weißlichgrünen Globus mit einem nachgezogenen Konus. Von Bord eines außerhalb Casablanca ziehenden Flugzeugs wurde eine kugelförmige Masse mit einem weißen Rauchschweif geschildert, die kurz darauf in einer Explosion verging und einen Funkenschauer hinterließ. Über 6.000 Zuschauer eines Boxkampfes in Casablanca sahen das Objekt über die Arena dahinfliegen. In Louis Gentil meldeten es ebenso viele Menschen. Aus Marrakech kamen Meldungen herein, wonach es sich um einen Meteor handelte, der dort ebenso von mindestens drei Personen gesehen worden war. Bericht über ein fremdes Objekt in Tangier und Fes. Fes, Le Courrier du Maroc, 22. September 1952. Am 21. September, um 18:15 h, sahen viele Menschen in einer 17 km vor Tangier liegenden Bucht einen leuchtenden Diskus vom Durchmesser der untergehenden Sonne. Dieser Diskus schoß horizontal von Ost nach West dahin. Nachdem er sich fast 12 Sekunden auf seinem Kurs gehalten hatte, zerbrach er in zwei große Flammen-Schweife und verging. Zurück blieb ein leuchtender, weißer Streifen am Himmel. Pilot bekam für kurze Zeit Sicht auf Untertasse. Casablanca, Maroc-Press, 23.September 1952. Der Pilot eines Touristen-Flugzeugs meldete am 21. September, dass er für 10 Sekunden und über 50 Meter hinweg in die gleiche Richtung wie eine Fliegende Untertasse flog. Pilot Creze, ehemaliger Militärflieger, befand sich im Landeanflug auf den Flughafen von Casablanca, als das fremde Objekt links an seiner Maschine vorbeiflog, dies mit vielleicht doppelter Geschwindigkeit als er selbst. Die Entfernung betrug gerade 30 Meter. Ein Mechaniker auf dem Flugfeld sah dies ebenso. Das Objekt sah wie eine hellblaue, ins grünliche gehende Flamme von länglicher, zigarrenähnlicher Gestalt aus. Es gab kein wahrnehmbares Geräusch von sich. Creze: „Nachdem es das Flugzeug passsiert hatte, verschwand es in Richtung offene See.“ Creze erinnerte sich noch an die Geschichte des US-Piloten Captain Mantell und zog es vor, dieser Untertasse nicht zu folgen. Zur selben Zeit sahen ein französisches Ehepaar und ihre Landarbeiter in Azemour, französisch Marokko, ein fremdes Objekt vorbeisausen und in einer dumpfen Explosion vergehen. Dies ist das erste Mal, wo bei diesen Objekten ein Geräusch gehört wurde. Angenommenes Objekt über Marokko war nur ein Meteor. 

Rabat, L’Echo du Maroc, 22. September 1952. Gestern, am frühen Abend, wurde um 18:15 h ein mysteriöses Objekt überall in Marokko gesehen und sogar über Rabat observiert. Es sah mehr einem Meteoren ähnlich, als einer Untertasse. Es bewegte sich geradlinig und war weißglühend. Gelegentlich wurde das Objekt als ein orangefarbener Feuerball, als ein Pfeil oder als konusförmiges Ding mit grün-blauer Rauchwolke beschrieben. Gemeldet wurde auch, dass es von Ost nach West flog und parallel zur Küste; man ging von der Geschwindigkeit eines konventionelles Flugzeugs in 1.000 Metern Höhe aus. Dieses Objekt war nur für Sekunden sichtbar, während sein Schweif bis zu fünf Minuten verblieb und sich dann auflöste. – E N D E – Soweit also der erste Bericht auf einem CIA-Formpapier. Hier wird deutlich, um welche Art von Qualität die CIA-Überwachung hatte und dass die gemeldeten Objekte überall auf der Welt in der gleichen Form auftreten und fast identisch beschrieben werden, meistens mit schwerem Verdacht auf Meteore. Schauen wir uns den Inhalt weiterer CIA-UFO-Dokumente an: Ein Memorandum vom 22. August 1952 ist vom „Assistant Director for Operations“ an den „Deputy Director“ der CIA gerichtet und hat den dramatischen Inhalt: „UdSSR und Satelliten-Staaten erwähnen Fliegende Untertassen!“ Als Punkt 1 stellt man fest, dass der Rückblick auf sowjetische Publikationen der letzten zwei Jahre nurmehr einen „höhnischen Inhalt“ hinsichtlich der imperialistischen Untertassen aufwies und keine „faktischen Beweise“ einbrachte, wonach die Untertassen von dort kommen. Punkt 2 weist aus, dass die Sowjets die UFOs als amerikanisches Gerät ansehen, welches vom US-Marine-Forschungs-Büro in Form von Stratosphären-Ballons aufgelassen wird. US-Regierungskreise wüßten sonach alles über die harmlose Natur dieser Erscheinungen, aber sie ließen die Öffentlichkeit im Ungewißen, um taktischen Zielen hinsichtlich einer Kriegs-Hysterie zu entsprechen. Nach Punkt 3 bezieht man sich auf ein Telex des US-Außenministeriums, wonach am 14. August die Budapester Zeitung Szabad Nep berichtete, dass die Fliegenden Untertassen-Geschichten ein weiterer Versuch der Amerikaner sind, um Kriegshysterie zu erzeugen. Der Osten wies also die UFOs als amerikanische Propaganda zurück! Parallel einher geht natürlich die Feststellung, dass die östliche Welt ihre Verantwortung für dieses Phänomen zurückwies. Damit fiel die Vermutung zusammen, wonach die Untertassen sowjetischer Herkunft sind. Anno 1948 erschien der erste höhnische Kommentar zu den amerikanischen Untertassen-Sichtungen und 1951 verwies die sowjetische Presse nochmals deutlich auf den Stratosphären-Ballon des Skyhook-Programms. Während man in den USA nach den Schuldigen der Untertassen-Hysterie suchte und sie in roten Agenten festzumachen schien, münzten die Russen dies sofort um und warfen den USA vor, die Untertassen-Story einzusetzen, um den Osten zu verunsichern und sie als kriegstreibende Propaganda auszunutzen. UFOs als ideologisches Schlachtfeld von Ost und West (im Zeichen des Kalten Krieges). Aber es blieben Unsicherheiten über die mögliche Herkunft der Rätselflieger: Das US-Außenministerium vergab an seine Botschaften den Auftrag, jegliche Berichte über Fliegende Untertassen in Ländern hinter dem Eisernen Vorhang nach Washington zu melden. 

Die Akten des CIA sprechen eine deutliche Sprache: * CIA-Bericht Nr.00-B-18589, Eingang: 2. August 1956. Land: UdSSR, Stalingrad. Thema: Schnell-bewegende Flug-Objekte über Stalingrad im Frühjahr 1954. Eine CIA-Quelle berichtete so wörtlich: „Im Frühjahr 1954 befand ich mich zur Behandlung in einem Militär-Hospital nahe der Munitionsfabrik Barrikadi. Während zweier Gelegenheiten meines Krankenhaus-Aufenthalts sah ich mit anderen Patienten den Flug von einem unbekannten Objekt, welches aus Südosten kam und nach Nordwesten flog, von Horizont zu Horizont. Ich kann die Gestalt des jeweiligen Objektes nicht beschreiben und erinnere mich nur, dass sie jeweils in etwa einer Minute mein gesamtes Gesichtsfeld durcheilten. Diese Objekte riefen gewaltige Erschütterungen der Luft hervor und gaben kreischende, wimmernde Geräusche von sich, die man mit jenem von einem Artillerie-Geschoß nicht vergleichen kann.“ * CIA-Bericht Nr.00-K-3077200, Eingang: 1. April 1957. Land: Ungarn. Thema: Unbekannte Flugobjekte, observiert über Budapest. Der CIA-Informant berichtete: „Anfang Mai 1956 bekam ich von einigen Ingenieuren, Bekannte von mir mit hoher Glaubwürdigkeit, erzählt, dass das ungarische Verteidigigungs-Ministerium von dem Überflug einer Formation von unbekannnten Flug-Objekten alarmiert sei, die dieser Tage in östliche Richtung zogen. Meine Freunde berichteten mir, es habe den Anschein, als handle es sich hierbei um Flugzeuge, die in großer Höhe (25.000 Meter) und mit extremer Geschwindigkeit dageflogen waren. Radareinheiten des Armee-Luftverteidigungs-Kommandos hatten sie geortet. Man konnte nichts unternehmen, um diesen Überflug zu behindern oder zu stören, dies alleine schon deshalb, weil keinerlei Waffen den ungarischen Militärs zur Verfügung stehen, die diese Flughöhe erreichen. Während des Mai und Juni 1956 gab es zahlreiche Berichte aus allen Teilen Ungarns über das Auftauchen von ‚Fliegenden Untertassen‘. Für zwei oder drei Wochen erschienen fast täglich hierzu Berichte in fast allen Tageszeitungen. Man stellte die Objekte als schnell-fliegende Körper, die im Fluge imstande waren ihre Richtung, Beschleunigung und Geschwindigkeit zu ändern, da. Meine Freunde berichteten mir von Diskussionen am Kriegs-Technischen Institut mit Ungarns führenden Mathematikern, Ingenieuren und Technikern betreffs dieser Objekte. Man kam jedoch zu dem Schluß, dass diese Untertassen nicht existieren und wenn irgendetwas daran sei, dann wurden diese Berichte von der US-Propaganda ausgestreut. Als offizielle Stellungsnahme veröffentlichten die Zeitungen schließlich die Position der ungarischen Regierung, wonach der ‚Fliegende Untertassen‘-Schreck nur ein Mythos ist. Eine interessante Feststellung einer meiner Freunde war die Aussage: ‚Auch wenn sie nicht existieren, ich hoffe doch, sie sind eines Tages unterwegs auf dem Weg nach Moskau, um es zu bombardieren.“ 

* Bericht Nr.00-B-3.115.275, Eingang: 27.10.1958. Land: UdSSR, nahe Leningrad. Thema: Unerklärliches, sich bewegendes Licht am Himmel. Ein nicht namentlich identifizierter US-Offizieller (Diplomat) befand sich am Abend des 10. Juli 1958 auf der Zugfahrt von Leningrad nach Moskau, „als wir gegen 22 h ein helles Licht in der Luft sahen, welches von einem dunklen Schweif begleitet wurde. Es war viel zu hell für ein Flugzeug. Seine Entfernung mag zwischen fünf bis dreizehn Meilen betragen haben und es wird wohl kaum über 300 m hoch geflogen sein“, erfahren wir. Der amerikanische Diplomat fragte seine Begleiter im Abteil, ob sie dieses Licht ebenso sehen würden, sie sagten alle zu und ihr russischer Übersetzer Ivanow nannte es spaßig eine „Fliegende Untertasse“. Verdächtig, verdächtig, da der Diplomat dem CIA gegenüber erklärte: „Ob er (also Ivanow) etwas mehr weiß, ist nicht zu bestimmen.“ * Unser letzter Beispielsfall kommt aus der sowjetischen Ukraine und betrifft ein „möglicherweise unidentifiziertes Flug-Objekt“. CIA-Report Nr.CS-3/414.903, Eingang: 22. Oktober 1959. Hierbei handelt es sich um einen Bericht über allgemeine Erfahrungen aus dem sowjetischen Alltag und Beobachtungen des Informanten. Insgesamt werden drei Themen auf fünf Seiten abgehandelt, Thema Nr. 2 wird als „UFO-Affäre“ kurz angerißen, es ist Absatz Elf im Gesamtbericht. Der Zeuge erwähnt „einen leuchtenden, orangenen Ball mit Schweif gegen 20:30 h“ gesehen zu haben, „der mitten in der Luft erschien und auch sofort wieder verschwand. Er war nur kurze Zeit sichtbar und es sind keine weiteren Informationen dazu erhältlich“. Diese Beispiele aus dem nun aufgeschloßenen Tresor des Geheimdienstes CIA weisen auf, dass der Begriff Fliegende Untertasse ein Allgemeinplatz und Sammelhort für mancherlei luftiges Kuriosum und auch astronomisches Phänomen war, die ganz und gar nichts mit den wunderbaren uns allen bekannten Fliegenden Untertassen-Bildchen aus Bilderbüchern und Magazinartikeln zu tun haben. Ganz konkret ist auch: Zunächst auffallende, spektakuläre Erscheinungen am Himmel, die man durchweg als einen Feuerball-Meteor (Boliden) erkennt, meldet man in der ersten Aufregung vorschnell als der Besuch einer Fliegenden Untertasse, auch wenn das originale Naturphänomen mit dem mentalen Untertassen-Konzept und -Bild rein gar nichts zu tun hat. Die UFOlogie war erschüttert, als die Szene erfuhr, dass der amerikanische Nachrichtendienst CIA nun über die sogenannte Haines-Studie reinen Tisch machte. Dies ist auch gar nicht verwunderlich, weil der Dienst natürlich um das öffentliche Interesse an dieser Affäre weiß. Während die 1977 in der Carter-Administration umgesetzte Freedom of Information Act (FOIA) ein Ergebnis der Bürgerrechtsbewegung ist, wird die FOIA jedoch nicht nur dazu genuzt, um dem Bürger zu zeigen, welche Informationen die Staatsbehörden über ihn zusammengetragen haben, sondern auch um besondere Themen auszuleuchten. 

Wie Michael Ravnitzky am 17.9.1997 auf der Project 1947-Mailingliste in seinem Beitrag „Investigative Reporting into UFOs and the Military: A New Research Tool“ ausführte, bekam die US Air Force alleine 1996 Tausende von FOIA-Eingabe zur Bearbeitung, hiervon betrafen 20 bis 25 % allein UFOs und andere exotische bzw paranormale Themen. Wie wir wissen ist auch bei der NASA das UFO-Thema die Nummer 1 auf dem Tagesplan des Büros für Öffentlichkeitsarbeit. Kaum zurückhaltender dürfte die FOIA-Dienststelle beim CIA mit Anfragen beharkt werden. Aus diesem Grunde war es wohl an der Zeit sich einmal öffentlich zum Thema zu stellen, um die ufologischen Wachhunde zu beruhigen. Der 50. CIA-Geburtstag bot sich dazu ideal an, nicht umsonst hatte auch „Roswell: Case closed“ zum Tag der 50. Jahres-Feierlichkeit der USAF den Weg in die Öffentlichkeit gefunden. Parascope hatte sich nun ebenfalls dem Thema angenommen und John Elliston griff als Dossier-Editor das Thema „The UFO Cold War New Revelations in a CIA-published Study“ nochmals auf. Nochmals verwies man hier darauf, das Gerald Haines ein Historiker des National Reconnaissance Office (NRO) ist und nicht dem CIA selbst angehört. Die Hauptaufgabe des NRO ist die Auswertung von Satellitenbildern, die von deren hauseigenen Keyhole-Satelliten stammen. (Nebenbei: Die NSA dagegen führt elektronische Lauschangriffe durch, hört weltweit Telefongespräche und Funkkommunikationen ab. Siehe hierzu die am 23.12.1992 auf RTL in der Sendung Explosiv ausgestrahlte NSA-Dokumentation sowie Newsweek vom 6. September 1982 den Artikel „Entschleierung der geheimen NSA“ von David C.Martin).) Elliston konnte nun mit dem normaler Weise eher scheuen Gerald Haines direkt sprechen, wodurch nochmals ein paar Punkte klarer hervorgehoben wurden, die auch für Sie von Interesse und Bedeutung sein sollten. 

Haines erklärte klipp und klar, das seine Studie von Präsident Clinton´s erstem CIA-Direktor, James Woolsey, angeordnet worden war, um selbst sicher zu gehen, das alle Fakten über UFOs in Händen der CIA auf den Tisch kommen (und er informiert wurde, was seine Firma in dieser Affäre wirklich auf dem Kerbholz hat), nachdem Woolsey in einem Radio-Interview darauf gebracht worden war. Als Vertreter des NRO sollte Haines mit seiner übergeordneten Neutralität und als sachverständiger Historiker die CIA-Akten durchforsten. Dabei stellte er fest, dass die Geheimdienste (genauso wie Millionen Amerikaner auch) gelegentlich ein sporadisches Interesse betreffs UFOs an den Tag legten. Der CIA überwachte die ersten Schritte der US-Luftwaffe in deren eigenen UFO-Projekten aufgrund des etwaig darin enthaltenen „Potentials einer nationalen Sicherheits-Bedrohung“. Der CIA schaltete hierzu sein Office of Scientific Intelligence (OSI) ein. Das CIA-Interesse, so zeigte sich, lag in den UFO-Berichten als solche und der Fragestellung, ob diese Fälle eine Bedrohung der nationalen Sicherheit darstellten. Als Höhepunkt der CIA-Aktivität wurde im Januar 1953 das Robertson-Forum zusammengestellt, welches in einer Experten-Runde die UFO-Frage begutachtete. USAF und CIA stimmten darin überein, zu vermeiden, dass das Interesse an UFOs durch den Geheimdienst nicht der Öffentlichkeit bekanntgemacht werden sollte, „um nicht den Eindruck zu erwecken, als nähme man die Sache weitaus wichtiger, als sie in ihrer Bedeutung für die Behörde tatsächlich war“. Nach dem Robertson-Forum verlor der CIA rasch sein Interesse an den UFOs. „Die CIA-Leute hielten ihre UFO-Akten bewußt auf einem Minimum, damit keine Aufzeichnungen zustandekämen, die bei ihrer Freigabe nur unnötig die Öffentlichkeit in die Irre führen könnten“, erklärte Haines gegenüber John Ellistion nochmals. Näher betrachtet: Das Robertson-Forum Wir alle sollten um das sogenannte Robertson-Panel vom Januar 1953 wissen, wenn wir über UFOs und Verschwörung, CIA und gemeine UFO-Komplotte reden. Dieses Forum entstand als Folge der abgelaufenen Aktivitäten im Sommer 1952 zu Washington, D.C. An gleich mehreren Wochenenden waren UFO-Targets auf den Radarschirmen aufgetaucht und diese Sache sorgte für einen gewaltigen öffentlichen Wirbel. Das Pentagon erfuhr eine scharfe Form des Kommunikationszusammenbruchs – die Telefone liefen hieß und aufgrund der öffentlichen Anfragen brachen die Telefonzentralen zusammen. Dies ist eine gefährliche Situation für die nationale Sicherheit. Die UFO-Ereignisse selbst wurden alsbald als Effekte von Temperatur-Inversionen erkannt, aber die Folgen waren ganz andere. Was ist, wenn eine potentiell feindliche Macht den UFO-Rummel ausnutzt und eine UFO-Hysterie derart aufheizt, dass nochmals eine Situation wie aus dem vorausgegangen Sommer zustandekommt und parallel einher feindliche Bomber das Land angreifen – und niemand merkts wegen dem UFO-Trubel? Tatsächlich wissen wir heute, dass sich der damalige CIA-Direktor Walter B. Smith darüber Gedanken machte und an den Direktor des „Psychological Strategy Board“ eine Denkschrift in Sachen „Flying Saucers“ schickte, um bei der nächsten Sitzung der CIA-Spitze dieses Thema einmal unter dem Gesichtspunkt zu diskutieren, dass der Fliegende Untertassen-Schreck das Ergebnis einer „psychologischen Kriegsführungs“-Strategie ist um zu sehen, ob man damit von feindlichen Angriffen ablenken kann. 

Dazu mußte die Firma erst einmal das Phänomen näher unter die Lupe nehmen und ließ über das Luftwaffen-Projekt sich einweisen und setzte das Robertson-Forum ein, um die Sicherheitsimplikationen des Themas anhand des besten Fallmaterials zu prüfen. Bevor wir weitermachen, sollte man sich die Perspektiven des Air Defense Command zu jener Ära näher anschauen. Um die Implikationen der 1952er UFO-Welle zu verstehen, muß man wissen auf welchem Weg das Militär damals den Himmel überwachte. UFO steht für unidentifiziertes Flugobjekt im Jargon der Flieger und Militärs, dies bedeutet nicht gleich ein Raumschiff vom anderen Planeten, sondern zunächst irgendein Flugobjekt welches unidentifiziert ist oder unangemeldet sich durch z.B. den Luftraum der Vereinigten Staaten bewegt. Natürlich ist gerade auch zu Zeiten des Kalten Kriegs das US-Militär an solchem „unidentifizierten“ Luftverkehr interessiert, da man noch bis 1989 jederzeit einen sowjetischen Überraschungs-Luftangriff befürchtete, der als Erstschlag mit „Enthauptungs-Kapazität “ geführt würde. Vergessen darf man auch nicht, das es 1952 keinerlei Satelliten-Systeme zur Luftraumkontrolle gab und alles in Sachen nationale Luftraumkontrolle und Luftsicherheit via Radar geregelt werden mußte. Einer relativ neuen Technik, die gerade einmal vor zehn Jahren entwickelt wurde. 1952 gab es also eine direk te Abhängigkeit vom Radar. Damals gab es nur einige wenige große Radaranlagen, die den Himmel nach etwaig angreifenden sowjetischen Bomberflotten abtasteten. Obgleich das berühmte DEW-Netzwerk der nördlichen Radarverteidigung damals erst auf dem Zeichenbrett existierte, gab es dennoch ein paar Einrichtungen in Alaska und Kanada, um von dort aus den Zielvektor bis hin nach Sibirien zu kontrollieren. In den USA selbst gab es nur wenige Radarstationen in den einzelnen Staaten, die die Aufgaben hatten mögliche feindliche Flugzeuge zu verfolgen und Kampfjäger der Air Defense Command (ADC)-Stützpunkte auf solche Ziele einzuweisen. Dies waren 75 Anlagen insgesamt, die man Ground Control Intercept Sites oder GCI nannte. Die meisten dieser Stützpunkte befanden sich nahe den größten Städten im Osten und rund um Nuklearanlagen im Westen sowie an den Grenzen nach kanada und Mexiko. Die GCI-Einrichtungen besaßen entweder ein oder zwei Such-Radars, ein Höhenfinder-Radar und Boden-Luft sowie Luft-Boden-Kommunikationssysteme. Die Radarschirme der damaligen Zeit waren rund und recht klein, die Beobachtung und Bewertung war eine mühsame Angelegenheit und keineswegs technisch recht komfortabel. Wenn ein Flugzeug erschien, erschien es als eine Art „Lichtblip“ auf dem Schirm. Alle Radaranlagen waren telefonisch miteinander verbunden und somit konnte man z.B. ein Objekt weitermelden und nach Einweisung weiterverfolgen. Die Informationen gingen dann in große Kontroll-Zentren, wo man die Angaben über die Bewegung von signifikanten Objekten auf großen Plexiglas-Scheiben mit aufgezeichneten geografischen Details der jeweiligen Gegend übertrug. Hierzu waren Leute auf großen Rollleitern vor dieser Wand unterwegs und zeichneten die Flugbewegungsspuren der fraglichen Objekte ein. 

So hatte die Kommandoführung einen Überblick. Auch wenn die USAF ihrer Radar-Überwachungskapazitäten bereit seit 1950 plante zu erweitern war dies wegen des Korea-Krieg ab Ende Juni 1950 schwierig geworden, da es an Mitteln hierzu einfach fehlte. Es gab also zum einen eine längst erkannte „Radarlücke“ und zum zweiten wurden erfahrene Operateure wegen des Kriegs an die Front geschickt und fehlten in der Heimat. Zudem gab es einen Personalschwund auch bei den zivilen Einrichtungen, weil die Radarfachleute massiv vom Strategic Air Command (SAC) abgeworben wurden, welches ein eigenes Radar-System installierte. Dennoch 1952 waren viele Gebiete noch nicht vom Radar abgedeckt und man war stellenweise „blind“. Niedrig einfliegende Flugzeuge waren zudem ein großes Risiko. Deswegen war die Luftwaffe sehr betroffen als der UFO-Wirbel einsetzte und man sich den Sicherheits-Lücken überdeutlich bewußt wurde – ohne etwas dagegen machen zu können. Deswegen lief gerade beim Radiation Laboratory des MIT das streng-geheime „Projekt Charles“ um die Schwächen der Radarübedeckung Amerikas zu erkunden. Dies war ein gemeinsames Projekt von Armee, Marine und Luftwaffe. Heute weiß man, dass „Charles“ nichts weniger „als ein Chaos“ in der Luftraumüberwachung feststellte und das Frühwarn-Luftverteidigungs-System den Namen nicht ganz verdiente. Doch dies hielt man ehemals dem Volk verborgen und tat so, als sei alles im Griff. Dann die UFO-Welle von Washington, D.C. im Sommer 1952! In dieser Folge wollte die US-Regierung vom geheimdienstlichen Standpunkt her mehr erfahren und brachte schließlich das Robertson-Forum in Gang. Der CIA fürchtete nämlich, die Sowjets könnten eine Serie von UFO-Beobachtungen als Tarnung für einen Luftangriff auf die Vereinigten Staaten benutzen oder bewußt den Eindruck erwecken, dass es sich bei Bomberstaffeln lediglich wieder nur um die schwer fassbaren kleinen Männchen vom Mars handle. Zumindest bestehe die Gefahr, so argumentierte die CIA, dass die UFO-Hysterie das Vertrauen der Bürger in die US-Stretkräfte untergraben könnte. Hierzu gab es eine vorbereitende und einweisende aber informelle Sitzung des „Intelligence Advisory Committee“ am 4. Dezember 1952 im Konferenz-Raum des CIA-Direktors unter der Leitung von Robert Amory jr. Besucht wurde die Sitzung, bei der es an erster Stelle um die „Bedingungen und Trends in Südamerika betreffs der amerikanischen Sicherheit“ ging während UFOs am Ende der Agenda als Punkt 3 standen, W. Park Armstrong jr vom Nachrichtendienst des Außenministeriums, Brigadier General John M. Willems vom Geheimdienst der Armee und Assistent des Chief of Staff, Admiral Carl F. Espe als Direktor des Marine-Nachrichtendienstes, Major General John A. Samford als Geheimdienstdirektor im Hauptquartier der USAF, Dr. Walter F. Colby als Direktor des Geheimdienstes der Atomic Energy Commission, Brigadier General Edward H. Porter als stellvertretender Direktor des Geheimdienstes der vereinigten Stabschefs, Meffert W. Kuhrtz als stellvertretender Direktor des FBI. Begleitet wurde die Sitzung von Dr. Sherman Kent, Dr. H. Marshall Chadwell, Paul Borel, Ludwell L. Montague, Philip Strong und Joseph W. Smith als CIA-Vertreter sowie William C. Trueheart und Miron Burgin vom Außenministerium, die Lt.Col.s T.C.Anderson und Edgar H. Thomson jr. vom Ministerium der Armee, den Cols. John J. Mottwo und Jack E. Thoms sowie Lt.Col. Thomas J. Grant von der USAF, Col. S.M. Lansing und Captain John A. Holbrook von den vereinigten Stabschefs. 

Im kurzen Sitzungsprotokoll IAC-M-90 von Sekretär Richard D. Drain wurde der Wunsch des CIA-Direktors betreffs „unidentifizierten Flug-Objekten“ dargelegt, dass ausgewählte Wissenschaftler sich „den vorliegenden Beweis im Licht der aktuellsten wissenschaftlichen Theorien“ anzuschauen haben. In der Diskussion trug Dr. Chadwell die Art der bisherigen Beweise vor, welche der ATIC zusammentragen konnte und die nun analysiert und werden sollten. General Samford versicherte herbei nochmals seine volle Unterstützung und wies darauf hin, dass das UFO-Problem direkt mit spezifischen Formen des Geheimdienstes und der Landesverteidigung verbunden ist. Daher sei es an der Zeit, dass sich führende Wissenschaftler alsbald mit dem Thema beschäftigen um die daraus sich ergebenden Resultate dem Nationalen Berater-Stab (des Präsidenten) übergeben zu können. In der Juli/August 1995-Nummer des International UFO Reporter, herausgegeben vom J. Allen Hynek Center for UFO Studies, nahm sich Professor Michael D. Swords (Professor für Natur-Wissenschaften an der Western Michigan University von Kalamazoo) nochmals diesem Thema an und eröffnet uns einige Blicke hinter die ehemals verschlossenen Türen. Wir erinnern uns, dass der Geheimdienst CIA hier in der Washingtoner E Street 2430 die damals prestigereichsten amerikanischen Wissenschaftler zusammengeführt hatte, um die besten UFO-Darstellungen und Beweise im alten OSS-HQ aus dem 2. Weltkrieg in Augenschein zu nehmen. Zu jener Zeit war das heutige und moderne CIA-HQ in Langley, Virginia, noch nicht mal geplant, also tagte man im inzwischen vom „US Government Printing Office“ ebenso genutzten Gebäude – genau gegenüber dem aus neuerer Zeit bekannten Watergate Hotel. Was man bei den nachfolgenden Ausführungen nie vergessen darf ist der Umstand, dass der Ausschuß keine wissenschaftliche Untersuchung durchzuführen hatte, sondern der Regierung gegenüber dahingehend Verantwortung trug, um festzustellen, ob das UFO-Phänomen Anlass gibt, um hierin eine Bedrohung der nationalen Sicherheit zu sehen und was man tun könne, wenn dem so wäre. Hierbei ging es primär auch nicht um die „Objekte“ als solche, sondern um die damit verbundene und beunruhigende, teilweise ja hysterische öffentliche Reaktion. Kein Wunder, der CIA ist genauso wie due US Air Force keine wissenschaftliche Forschungseinrichtung, sondern beide sind Teile des Sicherheitssystems der Vereinigten Staaten von Amerika. Hier gibt es gravierende Fehleinschätzungen in der UFOlogie und daraus resultierende mentale Probleme im Verständnis und der bedeutungsmäßigen Aufarbeitung. Wir befinden uns also anno 1953 beim CIA-eigenen OSI (Office of Scientific Intelligence) im sogenannten Building M. 

CIA-Logistiker Frederick Durant führte die Wissenschaftler zu Room 1514, später sollte er Schriftführer der Sitzung werden. Die Herren Hynek, Ruppelt und einige andere mußten kurz draußen warten, weil zunächst das Forum der Wissenschaftler (bestehend aus den Doktoren Bob Robertson, Luis Alvarez, Samuel Goudsmit und Thornton Page; alle Veteranen in militärischen Geheimdienst-Operationen) vom CIA/OSI (in Form von OSI-Direktor Marshall Chadwell, Chef des Operationsstabs Philip Strong, Lt.Col.Frederick Oder von der Abteilung Physik und Elektronik sowie David Stevenson von der Abteilung Waffen und Ausrüstung) eingewiesen werden mußte. Die CIA-Vertreter gaben sich normal geschäftsmäßig, die anwesenden Wissenschaftler dagegen waren scheinbar nicht so glücklich über die Zusammenkunft und dem Thema: „Alvarez war aufgeregt, da er besser Dinge zu tun hatte. Goudsmit fühlte sich wie ein Mann, der zu einer Dienstleistung gebeten wurde, für die er sich eigentlich nicht interessierte. Bob Robertson wirkte leicht verlegen, weil er seine Kollegen zu diesem Treffen geladen hatte, da er selbst wohl bereitwillig die Sache anging und dies auch von seinen Kollegen erwartet hatte. Aber nur Page zeigte eine gewiße Begeisterung.“ Einweisung. Chadwell eröffnete die Sitzung und erklärte, dass der CIA und sein OSI vom Luftwaffen-eigenen Air Technical Intelligence Center (ATIC) auf der Wright-Patterson AFB hinsichtlich des UFO-Problems aufgeschreckt wurde, als Brig.Gen.William Garland um Unterstützung bat. Zuvor hatte es einige Besuche beim ATIC gegeben, um sich mit der UFO-Frage zu beschäftigen und um sich zu versichern, dass das hier einberufene Forum als notwendig erachtet wird. Philip Strong führte dann die CIA-Meinung aus, wonach man in dem jüngsten Ausbruch von UFO-Berichten (wie im Sommer 1952) einige Gefahren sehe: 1.) Ein Feind könnte das vermeintliche UFO-Phänomen als Mittel der psychologischen Kriegsführung nutzen und während einer kritischen Zeit damit eine Massen-Hysterie induzieren. 2.) Ein Feind könnte eine Serie von harmlosen UFO-Berichten hervorrufen, deren Ursache schnell aufgedeckt werden kann und wodurch die Alarmbereitschaft reduziert werde und dann die Möglichkeit bestände, hier eine Bedrohung aufzubauen. 3.) Eine ausreichende Dichte von UFO-Berichten, etwa um 600 Meldungen pro Monat, würde das Frühwarnsystem lahmlegen und zu einer drei- bis vierstündigen Verzögerung in der Luftwaffen-Reaktionszeit zur Analyse der Situation führen, um einer realen Bedrohung zu begegnen. Die CIA ging also davon aus, dass das UFO-Phänomen die Verteidigung des Landes in eine „Verlierer-Situation“ treiben könnte, weil die Sowjets daraus Nutzen ziehen würden und „wir nicht“. 

Die sowjetische Presse hatte damals keinerlei Meldungen über UFOs verbreitet, weshalb die UdSSR-Bürger auch nicht auf das Phänomen reagieren konnte, da er es schlichtweg nicht in dem Ausmaß kannte bzw. verstand als sein Kontrapart in der Freien Welt. Eingestanden wurde in dieser Runde ebenso, dass das Air Defense Command einige ernsthafte Probleme mit der damals verwendeten Radar-Technologie hatte! Chadwell führte dann aus, wie der Statistik nach die meisten unerklärten UFO-Fälle des ATIC nur visuelle Berichte beinhalteten und keinerlei Radarbestätigung mit sich brachten, „außerdem konnten wir bisher keine Hardware aufgreifen“. Der ATIC hatte 75 der besten Sichtungsberichte der Jahre 1951 und 1952 mitgebracht, die man sich hier mal näher anschauen wollte, die unerklärten Sichtungen des Jahres 1952 wurden auf einer Karte vorgestellt und „ihre Nähe zu aktuellen Ballonflugwegen aufgezeigt“. Darüber hinaus wurde ein ähnlicher Vergleich der gemeldeten, unerklärten Sichtungen aus den Jahren 1948 bis 1952 angestellt. Dies war scheinbar von besonderer Bedeutung, weil man daraufhin auch entsprechendes Film- und Dia-Material von Polyethylen-Ballons vorführte, welches derartige Ballone hochreflektierend im Sonnenlicht zeigte und einen solchen Ballon auch gleich mitbrachte und steigen ließ! Dies ist ein Punkt, der bei allen bisherigen Berichten über den Robertson-Ausschuß so gut wie unter den Tisch fallen gelassen wurde. Und leider wurde hierzu selbst im Robertson-Bericht nichts weiter ausgeführt, da dieser nur sehr allgemein gehalten ist. Andererseits ist es sicherlich wichtig zu wissen, das ein ‚kugelrunder‘ Wetterballon zig Kilometer hoch vom Boden aus aber auch in der Luft von einem Flugzeug betrachtet nur von unten gesehen wird – und hierbei wie eine „Fliegende Scheibe“ ausschaut, da man ja keine Seiteneinsicht hat. Fotos gab es nur wenige, die sagten aber wegen ihrer schlechten Qualität nichts aus. Etwa 100 Radarfälle gab es bis zu diesem Zeitpunkt, aber nur bei 17 gab es auch visuelle Bestätigungen hierzu. Und 15 % der Fälle waren nur deswegen unaufklärbar gebleiben, weil sie zu wenige Informationen beinhalteten. Die anwesenden Wissenschaftler, so mußte von Swords betont werden, hatten zuvor noch keinerlei elemetaren Informationen zum Thema erhalten gehabt, nur Page kannte einen Artikel aus der September 1952-Ausgabe des New Yorker hierzu, „weshalb er noch am besten informiert war“. Strong kam wieder ins Spiel und erklärte: 1.) „Wir sind zu 100 % sicher, dass die Berichte nicht durch irgendein strenggeheimes US-Projekt zustandekamen.“ 2.) „Wir sind inzwischen sicher, dass die Berichte zu 98 % nicht einer geheimen, ausländischen Technologie entspringen.“ 3.) „Wir gehen davon aus, dass oftmals natürliche Phänomene dafür verantwortlich sind.“ 4.) „Wir sind zu 99 % sicher, dass die Idee vom interplanetarischen Raumschiff nicht die richtige Antwort darauf ist.“ 

Die Firma hatte bereits mit R.V. Jones (Direktor des Geheimdienstes während des Kriegs und nun in ähnlicher Position bei SHAPE, Supreme Headquarters, Allied Powers Europe) vom britischen Air Ministry das Thema durchgesprochen gehabt und Übereinstimmung erzielt (Jones brachte übrigens im Jahrzehnte später erscheinenden CONDON REPORT ein UFO-entlarvendes Papier ein). Nun wurde das Meeting in die Hände von Robertson gelegt, während die anwesenden Wissenschaftler sichtlich unsicher über ihr Dabeisein waren und was sie hier sollten. Robertson führte es aus – sie waren eingeladen worden, um die besten Beweise im Lichte der Wissenschaft zu betrachten. Darüber hinaus war es an ihnen, einen Schritt weiter zu gehen und Empfehlungen auszusprechen, wenn Fragen der nationalen Sicherheit aufkamen. Robertson bedauerte, keinen Psychologen im Forum zu haben, was auch Goudsmit betonte, da es seiner Meinung nach sowieso Zeitverschwendung für die Physiker sei, sich mit einem eigentlichen psychologischen Problem zu beschäftigen. Soviel also in Sachen Zeitgeist und der Frage hinsichtlich der CIA-Sorgsamkeit bei der Auswahl der Wissenschaftler an dem von ihm einberufenen Forum. Durant merkte an, dass das Forum später die Möglichkeit habe, sich mit drei Mitgliedern aus dem USAF-Pentagon-Stab zu beraten: Capt. Harry Smith, Dr. Stefan Possony von der Spezial-Studien-Gruppe an der Georgetown Universität und Major Dewey Fournet, ehemals Projekt-Offizier für das UFO-Projekt. Weiters sind dann Allen Hynek und Ed Ruppelt, die man nicht weiter vorstellte, in der Erwartung, man würde sie ohnehin kennen, eingeladen gewesen um Rede und Antwort zu stehen. Robertson packte dann sein Materialbündel aus und verstreute es über den Konferenztisch – Wright-Patterson-Projektberichte, der Project Twinkle-Report über grüne Feuerbälle, verschiedene Statistiken, Karten, Briefe und populäre Artikel. Da keiner bereits seine Hausaufgaben gemacht hatte, verteilte nun Robertson das Material an die großen Wissenschaftler, die eher zurückhaltend sich dieses Material griffen. Unter diesen Voraussetzungen und unter der Regie des CIA sollte also das UFO-Problem gelöst werden (?). Gut, mit einem alten Projektor, einer schlechten Projektionsleinwand und einem nicht ganz abdunkelbaren Raum sollten nun die Wissenschaftler etwas Spaß haben und bekamen die bis Dato besten und berühmtesten UFO-Kurzfilme wieder und wieder gezeigt – eben jene von Tremonton, Utah, und Great Falls, Montana. Das Gemurmel von „Ballone“ und „Flugzeuge“ ging um, dann kam wenigstens der Gongschlag für die zweistündige Mittagspause. Die eigentliche Sitzung. Überliefert ist als Randerscheinung nur, das Page nach der Pause von Robertson zur Ordnung gerufen werden mußte, weil dieser begann, seine Späße zu machen – schließlich sei dies eine kühle, offizielle Angelegenheit. Die bereits erwähnten zusätzlichen Teilnehmer wurden aufgerufen und in die Sitzung gebeten. Die im Raum herrschende Atmosphäre war damit exzessiv authoritär geworden, militärisch. Ruppelt war davon beeindruckt, Hynek etwas schockiert – dies war nicht sein Ding. Vielleicht lag es auch an neuen Gästen, die hinzugekommen waren: Lt.R.S. Neasham und Harry Woo vom ultrageheimen Photographic Interpretation Center (NPIC), der vom Marine-Geheimdienst und dem CIA unterhalten wurde. Sie waren gekommen, um ihre Analysen des Tremonton-Films vorzustellen. Das Forum zeigte sich nun höchst interessiert, scheinbar schien alles von diesem Beweisstück abzuhängen, weil sechs NPIC-Leute insgesamt 1000 Stunden daran gearbeitet hatten. Für das NPIC waren es unbekannte Objekte unter intelligenter Kontrolle. 

Selbst für Swords begann damit eine „esoterische, technische Diskussion“, der man nur schwer folgen kann. Am Ende kam soetwas heraus, wie dass das NPIC nicht unbedingt recht haben muß und es einige Zweifel an seiner Folgerung gab. Wieder wurden die Filme vorgeführt, jetzt ist das Forum lebhaft dabei und die Teilnehmer reden nun wie Teenager wild und undiszipliniert durcheinander. Alvarez war nicht davon abzubringen, dass der Tremonton-Film nichts weiter als Seemöven zeige. Als der Great Falls-Film nochmals gezeigt wurde, lachte wahrscheinlich Goudsmit auf und rief „Flugzeuge“. Robertson übergab nach 2 1/2 Stunden nun das Wort an Blaubuch-Chef Ruppelt, der ganz entspannt wirkte, da er schon mehrfach in dieser Sache mit den höchsten Pentagon-Generälen diskutiert hatte und sich durchsetzen konnte. Er berichtete darüber, dass die UFO-Berichte nach jedem populären diesbezüglichen Buch oder Magazin-Artikel zunahmen. Er erwähnte nun einen ungewöhnlichen Fall. Ein F-86-Pilot hatte bei Albuquerque ein UFO verfolgt und es war ihm gelungen über dieses Objekt zu gelangen und das Feuer auf ihm zu eröffnen! Dieser Bericht wurde vom Kommando-Offizier unterdrückt und die Aufzeichnungen dazu vernichtet, sodass hiernach niemand deswegen in Schwierigkeiten gerate. Alle Anwesenden konnten den Eindruck gewinnen, Ruppelt sei davon überzeugt, dass die UFOs real sind und er in ihnen ein wichtiges Problem für die Forschung sah. Ruppelt ging auf die Arbeit von Dr.Joseph Kaplan ein, welcher versuchte bessere wissenschaftliche Daten über UFOs zu erhalten und deswegen sich mühte, eine spezialisierte Video-Kamera mit zwei Linsen zu entwickeln, aber damit noch vor gewaltigen praktischen Problemen stand – die Kamera arbeitete nur bis in eine Entfernung von 2 Km, dennoch wolle man 90 davon in Luftfahrt-Kontrolltürmen von Luftwaffen-Stützpunkten unterbringen, außerdem werde ein Plan entwickelt, um Radarschirm-Kamera-Daten zur Untersuchung von fotografierten unerklärlichen Blips zu erhalten. Dann führte er Beispiele vom Oktober 1949, August 1950 und Januar 1951 auf, wo man bei UFO-Sichtungen am Boden gerade mit Geigerzählern arbeitete und diese dann anomale „Ausbrüche von kosmischen Strahlen“ registrierten, die hauptsächlich im geheimen Atomtestgelände von Los Alamos auftraten. Dann wurde für diesen Tag die Sitzung aufgelöst. Tags darauf führte Ed Ruppelt seinen Vortrag fort und Hynek berichtete über die laufende Studie des Battelle Instituts, bekannt heute als Project Stork. Dann begann die Diskussion über sogenannte Schlüßelfälle, wobei nun auch ein Vergleichsfilm zu Tremonton gezeigt wurde, auf dem Seemöven zu sehen sind. Schließlich führte Lt.Col. Frederick Oder das Phänomen der grünen Feuerbälle aus, worauf sich das Project Twinkle spezialisiert hatte. Swords: „Dies ist interessant, da nur wenige Leute erklärten, diese Feuerbälle hätten etwas mit UFOs zu tun.“ Wie es schien waren weder Hynek noch Ruppelt von dieser Sache beeindruckt. Alvarez und Robertson kannten die Foo Fighters, sie diskutierten eine potentielle Verbindung mit diesem neuen Phänomen. Schließlich kam Garland zu Worte, der 45 Minuten für das ATIC sprach und durchblicken ließ, dass das Blue Book-Personal auf Ruppelt´s Seite stand. Als die Versammlung am Freitagmorgen des 16. Januar 1953 wieder zusammen kam, legten die Jungs die Berichte ihrer Heimarbeiten vor. Hynek berichtete über seine fünfjährige Erfahrung mit dem Luftwaffen-Projekt, leider wurde seine Darstellung nicht wie die von einem Kollegen aufgenommen, sondern eher wie von einem Beobachter der Szene. Fournet diskutierte danach seine Studie der UFO-Dynamik, weshalb er folgerte, dass die einzige für ihn überzeugende Hypothese sei, dass die gezeigten UFO-Manöver nur durch außerirdische Fahrzeuge zustandekämen. Das Forum respektierte zwar Fournet, wies aber seine Studie zurück, weil die Pro-UFO-Leute keine Beweise einbringen konnten – Hynek bemerkte, dass die Außerirdischen in dieser Runde nur als Spaß verstanden wurden und nicht ankamen. Gegen Nachmittag stieß noch Lloyd Berkner zum Forum, weshalb man nochmals die Erfahrungen und Ergebnisse der letzten Tage zusammenfaßte. Robertson bekam den Job zugeschustert, einen Entwurfsbericht zur Veranstaltung abzufassen. Tags darauf schaute man sich Robertson´s Arbeit an, die sich Chadwell ansah und erklärte, diese dem Luftwaffen-Nachrichtendienst weiterzugeben. Sicher, dies hat wenig mit Wissenschaft zu tun, dafür aber mehr mit nationalen Sicherheitsinteressen, weshalb auch der CIA zugeschaltet worden war. Auf dem Forum wurde auch Geheimdienstberichte betreffs dem Interesse in der UdSSR über UFO-Sichtungen in Amerika vorgelgt, ebenso wie bereits erwähnt Briefe von Bürgern an Ministerien und Artikel aus Zeitungschriften sowie Büchern betreffs UFOs, um aufzuzeigen, wie in der Öffentlichkeit über das Thema gedacht wurde, da die anwesenden Wissenschaftler diesbezüglich kaum eine Ahnung hatten. Als Folge des Robertson-Forums ging am 6. Februar 1953 ein CIA-Memorandum von Alan M. Waffield an alle CIA-Büro-Chefs zum Thema Unidentifizierte Flug-Objekte. Dies wurde zur „allgemeinen Information“ ausgegeben, damit die verschiedenen CIA-Abteilungsleiter und Chefs der Außenstellen in aller Welt erfuhren, weshalb der Gegenstand UFO für die CIA von Bedeutung ist und welche Position man behördlich einnimmt. Deutlich bezieht man sich auf „die Schlußfolgerungen einer Diskussionsrunde von wissenschaftlichen Beratern“, „die dazu aufgefordert wurden, jegliche Bedrohung der nationalen Sicherheit zu bestimmen, die durch Unidentifizierte Flug-Objekte (Fliegende Untertassen) aufgeworfen wird“ (also das sogenannte und hinlänglich bekannte Robertson-Forum). 

So stellt Waffield als Chef des FBIS im CIA fest, dass das Beweismaterial keine Anzeichen zeige, wonach die UFOs eine direkte physikalische Bedrohung für die nationale Sicherheit bilden, „nocht gibt es einen Beweis, dass das Phänomen auf die Notwendigkeit einer Revision des bestehenden wissenschaftlichen Konzepts hinweist“. Und: „Der fortwährende Druck durch die Berichterstattung über dieses Phänomen bildet eine Bedrohung für das ordnungsgemäße Funktionieren der nationalen Schutzorgane. Beispiele: Kommunikationskanäle werden durch irrelevante Berichte verstopft [siehe UFO-Invasion vom Sommer 1952 über Washington, DC]; fortwährend falsche Darstellungen führen zur Ignoranz von wirklichen Anzeichen feindlicher Aktionen; Erschaffung einer morbiden nationalen Psychologie, in der eine geschickte feindliche Propaganda ein hysterisches Verhalten nach sich ziehen könnte und ein schädliches Mißtrauen gegenüber den gewählten Autoritäten produziert.“ Aus diesem Grunde wurde empfohlen, dass die nationalen „Sicherheits-Behörden sofortige Schritte unternehmen die Objekte ihres speziellen Status zu berauben, der ihnen gegeben wurde, und der Aura des Mysteriösen, den sie sich erworben haben. Am 18. Februar 1953 erst erhielt der CIA die Endfassung des Robertson-Berichts als geheime „Security Information IAC-D-67“ vorgelegt, dies mit der Empfehlung diesen Bericht, der als Folge der Sitzung des Intelligence Advisory Committe vom 4. Dezember 1952 zustandekam, bis zum 24. Februar 1953 an das Verteidigungs-Ministerium, dem Direktor der Zivilverteidigung, und dem Chef des nationalen Stabs für Landesresourcen-Verteilung zur Information weiterzugeben. Einzig und allein die nationale Sicherheit stand oder steht für den CIA hier auf dem Spiel. Interessant vielleicht noch ein Brief von Robertson-Forum´s-Mitglied Goudsmit vom 14. August 1953 an seinen Freund und Kollegen Fred A. Kirsch in Cuyahoga Falls, Ohio, welchen wir näher betrachten sollten: „Ich habe völlig das Interesse an der Fliegenden Untertassen-Angelegenheit verloren, welche ich langweilig und als närrisch betrachte. Ich denke jetzt, sie sollte von Psychiatern und Psychologen untersucht werden, eher noch als von Physikern, Astronomen und Ingenieuren… Darüber hinaus stimmte ich mit den offiziellen Erklärungen überein.“ Auch Hynek mußte in einem Interview für die August 1976-Ausgabe vom UFO Report eingestehen, dass nach dem Robertson-Ausschuß er kaum noch etwas von der Firma merkte als er bei Blaubuch arbeitete. In den Kreisen der Verschwörungsanhänger kursiert das Gerücht, wonach es neben dem Projekt Blaubuch eine geheime Stelle gab, die die wirklich interessanten UFO-Fälle auffing und analysierte. 

Schatten von MJ-12! Lange Zeit mußten wir warten, bis sich diese Ebene zu bestätigen schien. Hierzu werden die letzten Regenbogen der „Beweisführung“ herbeigezaubert und nun diskutiert die ufologische Welt um das sogenannte Pentacle Memo. Es geht schließlich um eine „geheime UFO-Studie“ neben Projekt Blaubuch, wozu UFO-Fans nun das BMI heranziehen, Ruppelt hatte dabei deutlich gemacht, dass die BMI-Verbindung ein integraler Teil des neubelebten Projekt Blaubuchs war, was sich in Fall des Project Blue Book Special Report 14 aus dem späten 1955 zeigte. Um was geht es? Jacques Vallée hatte in seinem 1992 erschienen Buch „Forbidden Science“ (North Atlantic Books) ein mysteriöses Dokument eingebracht, welches er zum Spaß das „Pentacle Memorandum“ nannte. Bereits seit 1967 lag ihm dieses Papier von zwei Seiten Umfang aus den Akten von Dr. Hynek vor. Das mysteriöse Papier wurde am 9. Januar 1953 verfasst, einige Tage bevor das berühmte CIA-gesponserte Robertson Panel zusammenkam. Klassifiziert als „Geheim – Sicherheits-Information“ wurde es an Miles E. Coll adressiert, um es Capt. Edward Ruppelt weiterzugeben. Hier empfahl Führungsstabmitglied H.C. Cross vom Battelle Memorial Institute in Columbus, Ohio, Prozeduren zur Handhabung von UFO-Berichten, die man ans ATIC schickte. Hierzu muß man wissen, dass das BMI nur einen Steinwurf weit von der Wright-Patterson AFB liegt und statistische Analysen für Projekt Blaubuch durchführte, um zu bestimmen, ob die Berichte der UFOs „Objekte repräsentieren, die jenseits des technologischen Stands dieses Landes stehen“. Cross selbst koordinierte bei Battelle Studien über Luft- und Raumfahrzeuge bzw ihrer denkbaren Antriebssysteme; nebenbei beschäftigte sich Herr Cross mit der Material-Analyse (ein hauptsächliches Anliegen von BMI). 

Cross sprach Empfehlungen aus, wie das ATIC sein Material dem Robertson-Forum darzulegen habe. BMI führte im Teilbereich seiner Aufgabe das Projekt Stork für Projekt Blaubuch aus, welches jedoch schließlich den „Mangel an glaubwürdigen Daten“ beklagte. Kernpunkt des „Pentacle Memo“ ist die Frage des Schreibers, was man nun beim Robertson-Ausschuß diskutieren solle und was nicht. UFOlogen ziehen hier ihren bekannten Zirkus ab und sehen darin die geheime Verschwörung bestätigt, indem man dem Robertson-Forum nur beschränkten Zutritt zu den Fakten gewährte! Auf der anderen Seite frägt man sich natürlich nicht, dass dies alleine nur dazu diente, um den Rahmen der Sitzung abzustecken. Es ist rein eine logistische Erwähnung. Nicht umsonst wurde hier nachgefragt, wie man bessere Daten zur wissenschaftlichen Bewertung von UFOs erhalten könne. Diese Fragestellung dürfte anhand des Roswell-Zwischenfalls von 1947 erst gar nicht aufkommen! Hier stellt sich die Verschwörungsgemeinde selbst ein logisches Bein… Die Rauchkanone jenseits von Blaubuch geht nach hinten los! Allen wunderlichen Spekulationen zum Trotz, das sogenannte „Pentacle Memo“ enthält nichts ungewöhnliches! Cross betont dem vorläufigen Charakter seiner Empfehlungen, basierend auf ein paar tausend Berichten – 2.300 Berichte waren derzeit im Archiv festgehalten worden. Wurden UFO-Informationen besonderer Natur zurückgehalten? Nein, dazu gibt es keinerlei Anlaß für Überlegungen! Die Diskussion wird hervorgehoben, weil man annimmt, dass sich hier „verdeckte Informationen über Fliegende Untertassen“ versteckt widerspiegeln. Dabei übersieht schnell den Inhalt des bereitgestellten Memos! Hier wurde, wir haben es bereits erwähnt, ein Mangel an glaubwürdigen Fakten beklagt! „Und selbst die besten Fälle weisen einen Mangel an glaubwürdigen Daten auf, was es schwierig macht, eine mögliche Identifizierung herbeizuführen“ ist die Kernaussage des hier diskutierten Papiers und damit ein Schlag gegen die UFOlogie! „Selbst in den best-dokumentierten Berichten kommt das Element des Zweifels auf“, führt das Papier aus! Inhalt und Natur des Memos lassen die Geheimhaltungs-Theorie erst gar nicht zu, obwohl die UF0logen dies erst gar nicht begreifen wollen. Die Frage nach dem physikalischen UFO-Beweis angesichts des Roswell-Ereignisses. Auch wenn die berühmte The Estimate of the Situation für die UFO-Realität spricht, lehnt sie jedoch den physikalischen Beweis ab! Im Pentacle-Memo wird diese Situation nochmals betont! Hier bricht also die Verschwörungstheorie zusammen… Die ganze Lage anhand der Dokumente sieht völlig anders aus, als es UFO-Enthusiasten uns erzählen wollen. 

Pessimismus ist also eher angesagt! Die USAF versuchte mit dem Project Twinkle harte Informationen über die Sichtungen von „Grünen Feuerbällen“ zu erhalten, wozu das AF Cambridge Research Lab eingeschaltet wurde, dies alles wäre angesichts des Roswell-Crashs nicht nötig gewesen. Einige damit verwickelte Wissenschaftler waren zwar verwundert, aber sie konnten ultimativ die Grünen Feuerbälle nur schwerlich mit dem Phänomen der Fliegenden Untertassen verbinden. Alle Bemühungen von Projekt TWINKLE sich der Affäre zu nähern verblieben enttäuschend: Sobald eine gutgerüstete Beobachtungststation an Ort eingerichtet wurde, ließen die Observationen nach. Daraufhin stellte die USAF das Projekt Twinkle ein! Hier zeigt sich die Jagd nach dem goldgefüllten Kupferkessel am Ende des Regenbogens. Es ist völlig unbewiesen, dass da „geheime“ UFO-Studien in den USA stattfanden, welche neben dem Projekt Blaubuch liefen, zudem es klare Orders gab, wohin man im Militärapparat UFO-Meldungen zu erstatten habe (und sich nicht immer daran hielt!). Man erinnere sich an AFR 200-2 etc, worin der Befehl ausgegeben wurde, dass alle amerikanischen und kanadischen Militär- sowie Fluggesellschafts-Piloten sofort via Funk den Flugüberwachungseinrichtungen es zu melden haben, wenn sie soetwas wie feindliche Flugzeuge, Raketen, feindliche oder unidentifizierte Militär-Schiffe oder sonstige unidentifizierte Flugobjekte ausmachen. Die Absicht war damit ganz klar die noch schwache Luftverteidigungs-Radar-Abdeckung in den USA und Kanada damit ‚auszufüllen‘, um Alarmmeldungen über möglicherweise feindliche Operationen zu erhalten. Auch hier war UFO einfach nur das Kürzel für das was der Begriff meint – unidentifiziertes fliegendes Objekt, also etwas was ein Pilot sieht und er nicht sonst nicht kennt. Ganz im Gegenteil: Das Pentacle-Memo weist genau in die gegenteilige Richtung. Die Verschwörungs-Fans brechen unter ihren eigenen Phantasien zusammen. Das Robertson-Gremium kam zur Schlußfolgerung, dass die Untertassen zwar kein physisches Risiko für die nationale Sicherheit bedeuteten, dass aber sehr wohl die „fortgesetzte Berichterstattung über diese Phänomene eine Bedrohung darstellen kann“. 

Es wurde deshalb auf höchster Ebene beschlossen, dass man die Öffentlichkeit von der Nichtexistenz der Untertassen überzeugen müsse, wenn auch alle Hinweise und Belege auf ein koordiniertes und intensiv-gepflegtes „debunking programm“, wie als Empfehlung eingebracht, bis heute wirklich fehlen. Im International UFO Reporter vom Mai/Juni 1993 finden wir weitere Hintergrundinformationen. Zunächst ergriff Jerome Clark im Editorial die Feder und läßt J.A.Hynek sprechen, der durch das CIA-gesponserte Robertson-Forum die Gefahr aufkommen sah, dass „damit das UFO-Thema wissenschaftlich unrespektierbar werde“. Jacques Vallée machte mit seinem aktuellen Werk „Forbidden Science“ das „Pentacle-Letter“ zum großen ufologischen Verschwörungsthema, auch wenn er es bereits seit 1967 vorliegen hatte und weder in „Messengers of Deception“ (1979) noch in „Revelations“ (1991) davon etwas erwähnte. Im aktuellen Werk schreibt Vallée auf S. 428: „Kann es sein, dass der Pentacle-Brief einige klevere, detailierte Empfehlungen enthielt, um künstliche UFO-Flaps zu erzeugen und in ausgewählten Gebieten Fälle zu simulieren? Ist dies die Erklärung für einige der bizarren Sichtungen, die wir später erfahren mußten?“ In den Jahren 1967 bis 1991 schien ihm dies anhand des Papiers nicht eingegangen zu sein, nun spricht er irritiert vom „positiven Beweis von einer Verschwörung zur Manipulation von UFO-und paranormalen Ereignissen“. Das Ziel dieser Manipulation, so führt er weiter ohne jeglichen Beweis aus, war die Feststellung ihrer Auswirkungen auf das menschliche Bewußtsein.

Quelle: http://cenap.alien.de/texte/ciab.htm

Gruß an die Wahrheitssucher

TA KI

Geheime Projekte zur Weltraumverteidigung und zum Dialog mit Extraterrestrischen


Status: Nicht existent

Geheime Projekte zur Weltraumverteidigung und zum Dialog mit Extraterrestrischen

Grazyna Fosar und Franz Bludorf

Neueste Fakten beweisen: Das Militär verfügt über technische Anlagen, die zur Kommunikation mit Extraterrestrischen oder auch zur Abwehr von Angriffen aus dem Weltraum geeignet sind. Den Schlüssel dazu bildet eine Verbindung des Wissens über Antigravitation, Frequenzen und hexagonale Formen. Derartige Technologien existieren tatsächlich, da sie aus dem Orbit auf der Erdoberfläche sichtbar sind. Was unsichtbar bleibt, ist die moderne Gravitationsforschung. Die befindet sich in einer anderen – vermutlich unterirdischen – Etage. Was jetzt bereits klar ist – durch fraktal-hexagonale Strukturen in Verbindung mit geeigneten Frequenzen läßt sich eine offensive Plattform in Richtung Weltraum errichten. Eine solche Militärbasis befindet sich in einer abgelegenen Region im Westen Australiens.

Schreiben Sie nicht an den Präsidenten!

Während seiner Amtszeit veranlaßte der 42. US-Präsident Bill Clinton die Untersuchung zweier Vorfälle, die bis heute die Öffentlichkeit bewegen: Das Kennedy-Attentat und der angebliche Absturz eines extraterrestrischen Raumschiffs in Roswell, New Mexico, im Jahre 1947. Warum haben wir eigentlich nichts über die Ergebnisse dieser Untersuchungen erfahren?

Es gab keine. Mr. President wurde „stonewalled“, wie die Geheimdienstler in ihrem Fachjargon sagen. Er erhielt die gewünschten Auskünfte nicht.

Durften Militärs und Geheimagenten dem Präsidenten, dessen Befehl sie unterstehen, so einfach wichtige Informationen vorenthalten?

Sie durften. Präsident Bill Clinton hatte nicht die erforderliche Security Clearance, d. h. Sicherheitsfreigabe.

Die amerikanische Studie „An Introduction to Planetary Defense. A Study of Modern Warfare Applied to Extra-Terrestrial Invasion“ begründet dies damit, daß es zu unsicher gewesen wäre, Bill Clinton derart sensible Geheiminformationen anzuvertrauen. Bei US-Präsidenten und Mitgliedern des Kongresses in Washington werden normalerweise keine Background Checks durchgeführt, wie sie dem Standard der US-Geheimdienste entsprechen. Daher werden sie über bestimmte Fakten nur „begrenzt informiert“.

Normalerweise sind wir daran gewöhnt zu glauben, daß US-Präsidenten Zugang zu den tiefsten Geheimetagen der militärischen UFO-Forschung haben. Aber das stimmt nicht. Also – schreiben Sie nicht an den Präsidenten, wenn Sie mehr über die geheimen Weltraumverteidigungsprojekte wissen wollen. Es ist durchaus möglich, daß Mr. President keine Ahnung davon hat!

Status: Nicht existent

Grundsätzlich weiß der US-Präsident natürlich darüber Bescheid, daß es eine geheime Agency gibt, die das Wissen über Extraterrestrische hat und entsprechende futuristische Strategien, Pläne und Technologien entwickelt. Gesetzlich soll diese Agency jedoch sogar vor Eingriffen des Präsidenten geschützt werden. Er soll z. B. nicht das Recht haben, sie zu schließen. In der Öffentlichkeit besitzt die Agency ganz offiziell einen Status der Nichtexistenz. Über ihre Arbeit darf man nicht diskutieren. Die einzige Option ist es, „die Öffentlichkeit aus dem Spiel zu halten.“ Die Agency darf nur als schwarzes Projekt ihre Arbeit verrichten, um nicht zu stark politisiert zu werden.

Das Planetary Defense Program muß nach Ansicht der Autoren der oben genannten Studie auf jeden Fall streng geheimgehalten werden. Die Geheimhaltung sollte sich an den Regeln der National Security Agency (NSA) orientieren. Derartige Regeln, die bereits in Kraft sind für hochsensitive Programme, seien derart konzipiert, daß sie die Öffentlichkeit schützen würden vor Verschwörungen innerhalb des streng klassifizierten Vorbereitungsprogramms gegen Alien-Invasionen. Wer’s glaubt!

Die Sicherheitsvorschriften für die Mitarbeiter seien sogar teilweise strenger als bei den Geheimdiensten. Die Security Clearance (und die Schweigeverpflichtung) würde auf Lebenszeit verliehen. Den Mitarbeitern wäre nicht gestattet, die Agency zu verlassen, um anderswo einen besser dotierten Job anzunehmen. Sollte doch einmal jemand aus bestimmten Gründen seine Arbeit bei der Agency aufgeben, dürfte er unter keinen Umständen wieder zurückkehren. Einzige Ausnahme: Der Tag X, wenn tatsächlich die Aliens kämen. Dann würde man jeden Mann brauchen.

Besonders streng würden auch Verstöße gegen die Schweigepflicht geahndet. Sie würden den sofortigen und lebenslangen Ausschluß aus der Agency nach sich ziehen. Die Schweigepflicht würde dennoch weiter in Kraft bleiben. Der Bruch der Geheimhaltung würde sofort vertuscht werden durch eine passende Cover-up-Story, die den Mitarbeiter und seine Geschichte in der Öffentlichkeit lächerlich macht.

Grundsätzlich benutzt die Agency Strategien und Techniken von „außerhalb der Box“.

„In and out of the Box”

Und was ist die Box? Forschung in Naturwissenschaft und Technik spaltet sich in zwei Bereiche auf. Man kann als Forscher zu allen Ehren kommen, sogar Nobelpreise gewinnen. Voraussetzung ist allerdings, man verläßt nicht den Rahmen allgemein akzeptierter Erkenntnisse und Gesetze der Naturwissenschaft. Kurz gesagt – um als Forscher in der Wissenschaftsgemeinde anerkannt zu sein, sollte man innerhalb dieser Box bleiben.

Um zu wirklich epochalen Erkenntnissen zu gelangen, muß ein Wissenschaftler seine Gedanken außerhalb der „Box“ lenken. Sehr oft ist es sogar notwendig zu vergessen, daß es überhaupt eine Box gibt.

Wenn ein Wissenschaftler die allgemein anerkannte Box verläßt, kann er noch so faszinierende Entdeckungen machen – in der Schulwissenschaft wird er auf Widerstand stoßen.

Wer immer sich heutzutage mit der Antigravitationsforschung beschäftigt, muß die Box verlassen. Insofern hat er entweder keine Chance – oder „andere Kreise“ werden auf ihn aufmerksam.

Auch wenn die Box so hermetisch ist – die Spuren der geheimen Forschungen außerhalb der Box sind in der Außenwelt zuweilen sichtbar – oder sogar unsichtbar! Zum Beispiel, wenn es um revolutionäre neue Tarnkappentechnologien geht. Auf jeden Fall haben solche Forschungen offiziell den Status „Nicht existent“.

Die Veröffent­lichung zahlreicher Top-Secret-UFO-Akten durch mehrere Länder in den letzten Jahren legt den Schluß nahe, daß die Zeit für die Offenlegung gezielt gewählt wurde. Das würde bedeuten, daß das Militär mittlerweile etwas hat, das einen Dialog oder eine irgendwie geartete Kommunikation mit diesen Objekten erlaubt bzw. eine Verteidigung gegen sie ermöglicht.

Naval Communication Station Harold E Holt, North West Cape, AustralienAbb. 1: Satellitenaufnahme der Naval Communication Station Harold E Holt, North West Cape, Australien

North West Cape und Pine Gap

Seit langer Zeit vermutet man, daß auf den geheimen Militärbasen am North West Cape und in Pine Gap (beide in Australien gelegen) Geheimprojekte ablaufen, die über die bloße Kommunikation mit Schiffen oder U-Booten hinausgehen. Beide Basen werden bzw. wurden gemeinsam von der US Army und dem australischen Militär betrieben.

Die Basis am North West Cape ist – gelinde gesagt – etwas ungewöhnlich. Sie besitzt eine mehrfach verschachtelte hexagonale Form (Abb. 1).

Hexagonale Antennenanlagen sind aus mehreren Gründen potentiell weltraumwaffentauglich. In der Antennentechnik ermöglichen sie die Fokussierung eines Richtstrahls, was besondere Bedeutung für die dauerhafte Kommunikation mit schnell bewegten Objekten hat. In solch einem Fall muß ja die Richtung des Strahls fortwährend nachkorrigiert werden. In der technischen Erprobung soll sich dabei die hexagonale Anordnung eines Antennen-Arrays bewährt haben. Dies geht aus mehreren US-Patenten hervor

(siehe z. B. US-Patent 6,961,025 vom 1. 1. 2005 „High-gain conformal array antenna“, Abb. 2).

us006961025-001waben

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Diese technischen Fakten führen den offiziell genannten Zweck der Basis – Kommunikation mit U-Booten – ad absurdum, da U-Boote sich bekanntermaßen nur sehr langsam bewegen. Allerdings erfüllen U-Boote einen wichtigen Zweck, weil sie sehr oft als Erklärung für etwas herhalten müssen, dessen wahre Bedeutung die Öffentlichkeit nicht erfahren darf.

Das, was North West Cape tatsächlich wichtig macht, ist seine Form – die Anordnung der Antennen. Nach den Forschungen des russischen Wissenschaftlers Viktor S. Grebennikow sind hexagonal-fraktale Formen der Schlüssel zur Antigravitation und ermöglichen die Konstruktion sowohl neuartiger Antriebssysteme für Flugobjekte als auch perfekter Tarnkappentechnologien. Grebennikow bewies seine Theorien mit Hilfe konkreter wissenschaftlicher Experimente. Die Funktionsfähigkeit seiner Antigravitations-Plattform „Grawitolot“ ist fotografisch dokumentiert.

Abb. 1 zeigt eine Satellitenaufnahme der Basis am North West Cape (offizieller Name: Naval Communication Station Harold E. Holt, kurz NAVCOMMSTA). Die Basis besteht aus drei Bereichen: Area A, B und C. Area A umfaßt die drei Primärstrukturen: das VLF-Antennen-Array, das Transmittergebäude und die Energiezentrale. Hinzu kommt ein 315 Meter langer Navy-Pier in Point Murat. Das VLF-Array besteht aus 13 vertikal polarisierten Monopol-Antennen, die in zwei konzentrischen hexagonalen Ringen angeordnet sind. Wenn man aber die Struktur genauer betrachtet, kann man noch weitere kleinere, konzentrisch sich wiederholende Hexagonalstrukturen erkennen, ähnlich einem Fraktal..

Der zentrale Antennenturm (Tower Zero) ist 387 Meter hoch. Im inneren Hexagramm erreichen die Antennen 304 Meter Höhe und im äußeren 364 Meter. Der Durchmesser der Anlage beträgt etwa 2,4 km.

Die hexagonale Struktur der Basis auf der Erde arbeitet nicht allein. In etwa 30-40 cm Tiefe im Erdboden befindet sich unter der Anlage noch eine Erdungsmatte aus Kupfer.

Das Transmittergebäude befindet sich in der Mitte der Anlage, und der zentrale Turm (Tower Zero) erhebt sich aus seinem Innern. Er war zur Zeit seiner Errichtung die höchste von Menschen gemachte Struktur auf der südlichen Halbkugel.

Die VLF-Anlage am North West Cape hat eine Ausgangsleistung von 2 Megawatt im Frequenzbereich von 14-18,5 kHz. Die Bedeutung dieses Frequenzbereichs, etwa im Bereich Mind Control, haben wir in unserem Buch „Zaubergesang“ genauer besprochen.

In professionellen Kreisen wird die Basis am North West Cape oft als „offensive Platt­form“ bezeichnet, de­ren Zweck es sei, die Erde vor dem Eindringen ex­­­tra­terrestrischer Objekte zu schützen.

North West Cape ist mit zahlreichen Militärbasen in aller Welt vernetzt. Zusammen mit den beiden US-Basen in Jim Creek im Bundesstaat Washington und in Cutler Creek, Maine bildet North West Cape nach offiziellen Quellen ein weltweit lückenloses Marinekommunikationsnetz. Weniger offiziell gibt es aber auch eine Verbindung zur Geheimbasis Pine Gap im Innern Australiens.

Die verfügbaren Satellitenbilder zeigen vom North West Cape nur die riesigen Kommunikationsantennen und einige Versorgungsgebäude. Man kann aber davon ausgehen, daß die wesentlichen Installationen, darunter auch die Hauptenergiequellen, wie üblich unterirdisch angelegt sind.

Pine Gap grossAbb. 3: Joint Defence Space Research Facility (Codename MERINO), Pine Gap, Australien.

Von Pine Gap ist noch weniger zu sehen, das Areal ist auf der Erde relativ klein, und die meisten Anlagen befinden sich unterirdisch. Doch die Bescheidenheit trügt. Einer der nahe gelegenen Hügel soll in Wahrheit eine perfekte Tarnung für ein riesiges Eingangstor bilden, das sich so weit öffnen kann, daß sogar große Helikopter hinein bis ins Innere fliegen können. Mehrere unterirdische Ebenen sollen sowohl irdische als auch geborgene extraterrestrische Objekte mit Antigravitationsfiltern und verschiedene transdimensionale Technologien beherbergen, so heißt es. Offiziell wird die Basis unter dem Namen „Joint Defense Space Research Facility“ (gemeinsame Weltraumverteidigungs-Forschungseinrichtung) von den Streitkräften der USA und Australiens in Kooperation betrieben.

Auch über Pine Gap gibt es nur wenige Informationen. Es wird jedoch vermutet, daß sich dort eine gewaltige unterirdische Antennenanlage befindet, schon aus dem Grund, weil die dort vorhandenen Energie- und Computeranlagen in ihrer Leistungsfähigkeit in keinem Verhältnis zu den oberirdisch sichtbaren Installationen zu stehen scheinen. Die Station hat direkte Verbindung zu Spionagesatelliten und zu den orbitalen Verteidigungsplattformen des Defense Support Program. Diese wiederum werden mit der Beobachtung und Bekämpfung sogenannter Fastwalker-Objekte im Orbit und in der oberen Atmosphäre in Verbindung gebracht (unbekannte Weltraumobjekte, die mit großer Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eintauchen, hier eine Zeitlang operieren und dann wieder verschwinden). Pine Gap wird auch für geheimdienstliche Zwecke und weltweite Abhöraktionen genutzt. Die Basis gilt als eine der weltweit größten terrestrischen Installationen des Spionageprojekts ECHELON.

Professionelle Kreise vermuten, daß in Pine Gap auch unterirdische ELF-Anlagen zum Einsatz kommen.

Greb 10Abb. 4: Viktor S. Grebennikow war Entomologe, Künstler und … Antigravitationsforscher

Antigravitation – Die Tarnkappentechnologie

In unserem Buch „Status: Nicht existent“ stellen wir auch die Forschungsergebnisse von Viktor Grebennikow vor (Abb. 4). Die Forschungen resultierten in der Konstruktion einer Antigravitations-Plattform auf der Basis hexagonaler Wabenstrukturen, mit der er nachweislich mehrere Flüge absolvierte. In seiner Dokumentation schrieb Grebennikow: „In meinen Ohren höre ich, während ich fliege, keinen Wind. Die Plattform erzeugt ein abschirmendes Gravitationsfeld, das sie von der Erdgravitation isoliert. In der ersten Zeitphase des Fluges geht meine Uhr schneller, am Zielort geht sie normal im Vergleich mit anderen Uhren. Vor meinen Augen sehe ich verschiedenfarbige Lichtimpulse, wie Blitze. Meine Plattform ist teilweise für den Beobachter von außen unsichtbar … Alle Antigravitations­plattformen haben etwas gemeinsam sie sind für die Menschen in unterschiedenen Formen sichtbar oder sogar unsichtbar. Einer gewissen ‚Transformation‘ unterliegen auch die Piloten. Sie können als ‚humanoide Wesen mit großen Augen‘ gesehen werden, als ‚zweidimensionale Wesen‘, als ‚sehr kleine Wesen‘ usw. Ich halte es für möglich, daß alle diese ‚Wesen‘ keine Außerirdischen sind, sondern – temporär – optisch  für den Beobachter von außen deformierte irdische Piloten, die die Antigravitationsfilter (Plattformen) testen.“

Diese Schlußfolgerung ist allerdings nicht zwingend. Es ist durchaus auch denkbar, daß extraterrestri­sche Raumschiffe mit einer ähnlichen Antigravitationstechnologie zur Erde kommen. Wenn also eine Lichterscheinung oder ein scheibenförmiges Objekt gesehen wird, so bedeutet es nur, daß bei derartigen Beobachtungen nicht das UFO selbst gesehen wird, sondern ein physikalischer Effekt, der beim Eintritt des UFOs in unseren Luftraum als Nebenwirkung entstand (vgl. Fosar/Bludorf: Top Secret Umbra).

Beobachter gaben zu Protokoll, daß Grebennikow und sein Flugapparat, sobald sie nach dem Start ihre Flughöhe und Reisegeschwindigkeit erreicht hatten, allmählich unsichtbar wurden. Statt dessen sahen die Beobachter eine Lichtkugel, zuweilen auch ein scheibenförmiges Objekt oder eine scharf begrenzte Wolke. Sobald Grebennikow zur Landung ansetzte, wurde er allmählich wieder sichtbar.

Ähnlichkeiten mit zahllosen Sichtungen von UFOs dürften kein Zufall sein.

Wie Grebennikow weiter beschrieb, bildet sich rund um das Fluggerät im Antischwerkraftmodus ein umhüllendes Feld aus, das er auch als „Kokon“ bezeichnete. In diesen Kokon können Lichtwellen zwar eindringen, und so konnte Grebennikow auf seinen Flügen auch alles um sich herum sehen. Reflektiertes Licht jedoch kann den Kokon nicht mehr verlassen, da es nach den Berechnungen einiger Wissenschaftler von den hexagonalen Wabenstrukturen im Antigravitationsmodus absorbiert wird.

Kurz gesagt – Antigravitation ist nicht irgend­eine Tarnkappentechnologie, es ist die Tarnkappentechnologie.

Denken Sie bitte daran, daß die Tarnkappenflugzeuge, die heute offiziell existieren (etwa der Stealth-Bomber), lediglich für das Radar unsichtbar sind, mit bloßem Auge jedoch gesehen werden können. Ein Flugobjekt im Antigravitationsmodus kann im Zusammenspiel mit moderner Technik sichtbar oder unsichtbar gemacht oder in seiner Form verzerrt werden, und das ist ein Prozeß, der steuerbar ist, wenn man über das entsprechende Wissen verfügt. Hierzu gehören wissenschaftliche Theorien und Denkmodelle wie z. B. der Casimir-Effekt, die Leptonen-Hypothese oder die Quantenvakuumfluktuation.

Die oder wir?

Fazit: Die Menschheit verfügt heute bereits über ein Wissen, das eine Kontaktaufnahme mit extraterrestrischen Flugobjekten im Geo-Transfer-Orbit (Erdentfernung zwischen 1000 und 36000 km) bzw. eine Verteidigung gegen sie prinzipiell ermöglicht. Und es gibt Orte, an denen solche Technologien ganz offenbar schon eingesetzt werden.

Das bedeutet aber auch, daß die Konstruktion von irdischen Flugobjekten schon technisch möglich ist, die im Antigravitationsmodus operieren und damit auch perfekt getarnt sind.

Durch die Arbeit der geheimen Agency im Hintergrund sind wir mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem wir nicht mehr sicher sein können:

·        Sind UFOs immer extraterrestrische oder transdimensionale Raumschiffe?

·        Oder sind es „unsere eigenen“ Flugobjekte?

·        Oder alles zusammen, was da über uns herumfliegt?

Das Wissen über Antigravitation und Militärbasen wie am North West Cape macht nämlich vieles möglich.

In unserem Buch „Top Secret Umbra“ stellen wir ein Dokument aus den UFO-Akten der NSA vor, das eine verdeckte Operation („Covered Operation“) beschreibt. In diesem Dokument sind nur Fragmente eines einzigen Satzes nicht geschwärzt: „… fand statt vor sechs Monaten in der … (geschwärzt) … Region, und der Anstieg der Fliegende-Untertassen-Aktivitäten, welche er erklärte als im Zusammenhang stehend mit dem Plan…“

 ufo00044-20Abb. 5: NSA-COMINT-Akte 3/00/9953-79 „Covered Operation“. Der nicht geschwärzte Passus lautet: „…fand statt vor sechs Monaten in der …(geschwärzt)… Region, und der Anstieg der Fliegende-Untertassen-Aktivitäten, welche er erklärte als im Zusammenhang stehend mit dem Plan…“ (Quelle: Fosar/Bludorf: Top Secret Umbra)

Was für ein Plan? Die Aussage des Dokuments ergibt dann Sinn, wenn es sich bei diesen UFOs, die der Text erwähnt, nicht um extraterrestrische Raumschiffe gehandelt hätte, sondern wenn gewisse Kreise mit eigenen geheimen Flugobjekten eine Art Reality Show am Himmel für die Menschen veranstaltet hätten – um damit eben einen bestimmten Plan zu verfolgen.

Antigravitationstechnologien sind längst im Einsatz. Die kosmische Komponente ist für uns im Moment kaum überschaubar, aber das irdische Szenario ist einigermaßen klar: Man braucht eine neue Art von Waffen, und mit diesen Waffen kann man sich zumindest für den Rest unserer Welt unangreifbar machen. Das Wissen außerhalb der Box bleibt geheim, doch gezielte Indiskretionen sind erwünscht.

Quelle: http://www.fosar-bludorf.com/status/index.html

Gruß an Egon Tech

TA KI