Idomeni: Flüchtlinge nutzen Waggon als Rammbock


Migrants push a wagon through the camp towards Greek police at the Macedonian border, in Idomeni, Greece, Wednesday, May 18, 2016.  Thousands of stranded refugees and migrants have camped in Idomeni for months after the border was closed. (AP Photo/Darko Bandic)

Migrants push a wagon through the camp towards Greek police at the Macedonian border, in Idomeni, Greece, Wednesday, May 18, 2016. Thousands of stranded refugees and migrants have camped in Idomeni for months after the border was closed. (AP Photo/Darko Bandic)

An der griechisch- mazedonischen Grenze ist es am Mittwochabend neuerlich zu einer Eskalation gekommen. Die griechische Polizei setzte Tränengas und Blendgranaten ein, um eine Gruppe von rund 300 Flüchtlingen daran zu hindern, den mazedonischen Grenzzaun in der Nähe des improvisierten Lagers von Idomeni zu durchbrechen. Erst Donnerstagfrüh beruhigte sich die Lage wieder.

Wie griechische Medien berichteten, hatten aufgebrachte Migranten einen Eisenbahnwaggon bis zur letzten Absperrung der griechischen Polizei geschoben, um ihn anschließend als Rammbock zu nutzen, um den Zaun auf der mazedonischen Seite einzureißen. Viele der Randalierenden, aber auch unbeteiligte Migranten, darunter Kinder, hätten wegen der beißenden Luft, die die Tränengaswolken erzeugte, an Atemwegsbeschwerden gelitten.

Foto: Associated Press
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Militär versperrt NGOs den Weg

Laut der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (Medecins Sans Frontieres MSF) haben derzeit lediglich das Rote Kreuz und die MSF Zugang zum Flüchtlingscamp. Alle anderen Organisationen werden vom griechischen Militär am Passieren der Sperren gehindert.

Im provisorischen Lager von Idomeni harren seit Monaten knapp 10.000 Menschen aus. Sie hoffen, dass die Westbalkanroute, die auf Österreichs Initiative hin geschlossen wurde, doch noch geöffnet wird, damit sie nach Zentraleuropa gelangen können. Um ihrem Wunsch nach einer Weiterreise Nachdruck zu verleihen, blockieren sie die wichtige Eisenbahnverbindung zwischen Griechenland und Mazedonien. Die griechischen Behörden versuchen schon seit Wochen, das Lager zu räumen.

Quelle: http://www.krone.at/Welt/Idomeni_Fluechtlinge_nutzen_Waggon_als_Rammbock-Traenengaseinsatz-Story-510839

Gruß an die Griechen

TA KI

Österreich stoppt Flüchtlingsansturm – Grenzschließung nach Ungarn bei Nickelsdorf, Flüchtlingslager Röszke (Ungarn) wird aufgelöst


Nach der deutschen Grenzschließung kam Österreich in Zugzwang, um nicht als Staubecken für Flüchtlingsströme vor der deutschen Grenze zu enden. In sozialen Netzwerken wird berichtet, dass das ungarische Flüchtlingscamp Röszke aufgelöst werde. 60.000 Menschen warten dort auf eine Weiterreise…

Österreichische Grenze zu Ungarn, nahe Nickelsdorf

Österreichische Grenze zu Ungarn, nahe Nickelsdorf

Foto: JOE KLAMAR/AFP/Getty Images

Update: Jetzt ist es soweit: Am heutigen Montag Vormittag sperrte Österreich seine Grenze zu Ungarn in Nickelsdorf. Nachdem 20.000 Menschen am Sonntag und in der Nacht zum Montag in Nickelsdorf ankamen und den kleinen Grenzort mit 1.770 Einwohnern regelrecht überfluteten, hat Österreich auf Forderungen seines Außenministers Sebastian Kurz die Grenzen auf unbekannte Zeit geschlossen, wie der ORF meldet. Nachdem Ungarn eine verschärfte Grenzpolitik ankündigte, kam es noch einmal zu einem Rekord-Ansturm von Flüchtlingen. Weiterhin wird in sozialen Netzwerken berichtet, dass das ungarische Flüchtlingslager Röszke aufgelöst werde. Dort warten weitere 60.000 Menschen auf eine Weiterreise nach Norden…

„Verheerende Auswirkungen“ abwenden

Nach dem Wiedereinführen der Grenzkontrollen durch Deutschland, sitzen nun Tausende Flüchtlinge in Österreich fest. Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) forderte deshalb von Wien die Grenzschließung zu Ungarn, um „verheerende Auswirkungen“ abzuwenden, da eine „totale Überforderung unseres Landes in nur wenigen Tagen“ drohe, so Kurz am Sonntag Abend im österreichischen TV-Sender ORF. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hatte sich zuvor noch gegen verschärfte Grenzkontrollen ausgesprochen, meldeten die Deutschen Wirtschafts-Nachrichten.

20.000 Flüchtlinge sitzen in Österreich fest

Der Außenminister argumentierte, dass Österreich das letzte attraktive Ziel vor Deutschland sei und die Flüchtlinge seit der Wiedereinführung der Grenzkontrollen in Deutschland nicht mehr nur als Durchreisende nach Österreich kämen. Am Sonntag hatten nach Polizeiangaben 15.000 Menschen das österreichische Nickelsdorf an der ungarischen Grenze überflutet. In der Nacht wurden dann weitere 5.000 Menschen erwartet, denen die direkte und unkontrollierte Weiterreise nach Deutschland nun verwehrt ist.

SOS-Brief der Lokalregierung aus Nickelsdorf

Der Bürgermeister des österreichischen Grenzortes Nickelsdorf schickte am vergangenen Freitag einen öffentlichen SOS-Brief an die Regierung in Wien [siehe auch: Politiker handeln nicht: Flüchtlingsinvasion in Nickelsdorf]

Quelle: http://www.epochtimes.de/welt/europa/oesterreich-stoppt-fluechtlingsansturm-grenzschliessung-nach-ungarn-bei-nickelsdorf-fluechtlingslager-roeszke-ungarn-wird-aufgeloest-a1268872.html

Gruß an die Vorbereiteten

TA KI