Skandal: Papst Franziskus verweigert Gläubigen den Kuss des Papstringes


(David Berger) Skandal ausgerechnet an einer der heiligsten Stätten der katholischen Welt, am heiligen Haus von Loreto: zum ersten mal verweigert ein Papst Gläubigen seinen Ring zu küssen („baciamano“), mit dem diese dem Papstamt und nicht seiner Person die Reverenz erweisen.

Seit gestern ist die Welt gläubiger Katholiken wieder um ein ganzes Stück trauriger geworden: Bei dem Besuch von Papst Franziskus im heiligen Haus von Loreto zum Fest Mariä Verkündigung am gestrigen Tag entstand ein beunruhigendes Video von der italienischen Nachrichtenseite TGCOM 24, das bei Gläubigen in aller Welt Entsetzen auslöst:

FRANZISKUS ZOG IMMER WIEDER SEINE HAND WEG

Das Video zeigt, wie die die Gläubigen – nach einem Jahrhunderte alten Brauch – ehrfürchtig auf die Knie gehen und den Ring des Papstes küssen wollen, Franziskus aber immer wieder seine Hand von den Pilgern wegzieht.

https://i0.wp.com/philosophia-perennis.com/wp-content/uploads/2019/03/Annulus_pontificius_Pio_papae_II_1688_14779848081.jpg?resize=305%2C414&ssl=1Der Bischofsring gilt als als Symbol für die mystische Verlobung des Bischofs mit seiner Kirche. Er ist somit ein Zeichen der Treue des Bischofs bzw. des Papstes als Bischof von Rom zur Kirche und zu Christus.

Der symbolische Kuss des bischöflichen Ringes soll auch den Papst an seine Loyalität gegenüber dem Volk Gottes und Christus, an seine Verpflichtungen, die er als Papst übernommen hat, erinnern: Die Einheit der Kirche zu schützen und sie im wahren Glauben zu befestigen.

PEINLICHE ZURSCHAUSTELLUNG SEINER „DEMUT“ AUF KOSTEN ANDERER

Kirchennahe italienische Medien versuchen den Vorfall derzeit zu bagatellisieren, in dem sie erklären, Franziskus habe damit unterstreichen wollen, dass auch er nur ein Pilger unter vielen ist. („A sottolineare ancora di più il suo essere pellegrino a Loreto il fatto che Papa Francesco ha rifiutato il baciamano da autorità e pellegrini. Quelle). Aber diese Demuts-Strategie überzeugt kaum noch jemanden, da immer mehr bekannt wird, mit welcher herzlosen Härte Franziskus innerhalb der Hierarchie gegen jene vorgeht, die seinem Kurs kritisch gegenüber stehen.

P. Dwight Longenecker schreibt dazu: „Es scheint, dass er bisher noch nicht begriffen hat, das Papstsein nichts mit ihm zu tun hat. Die Tendenz seine Persönlichkeit und seine Meinungen ins Papsttum einfließen zu lassen begannen schon früh mit seiner Ablehnung beim ersten öffentlichen Auftreten auf dem Balkon keine Mozzetta und keine päpstliche Stola zu tragen. Diese Zurschaustellung seiner »Demut« sind peinlich und zeigen auf (wie der Widerstand gegen Personen, die seinen Ring küssen wollen), dass er sich selbst in den Vordergrund seines Amtes spielt.“

IST FRANZISKUS NUR EHRLICH?

Nun könnte man einwenden, dass der Papst mit dieser Verweigerung des Ringkusses nur ehrlich ist, dass er nicht für etwas geehrt werden will, dass er ohnehin nicht einzuhalten beabsichtigt.

Mit der Verweigerung des Kusses übersieht der Papst aber, dass die Gläubigen nicht seine Person oder gar seine Amtsführung würdigen, sondern dem Amt, das ihm nur zur treuen Verwaltung geliehen ist, ihre Referenz erweisen.

Vor diesem Hintergrund missbraucht Bergoglio auf unerträglich egoistische Weise seine Macht, um das Amt, das ihm diese Macht überhaupt erst gibt, zu schädigen.

Quelle

Danke an Elisabeth.

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Jo Conrad macht sich Gedanken über die Ordnungskräfte der Natur, die zerstörerischen Mächte in der Weltglobalisierung und das Erkennen der sinnvollen Ordnung im Wachstum der Seelen. Original und Links bei Bewusst.tv

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Gruß an die Dinge hinter den Dingen

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Papst entschuldigt sich für Verbrechen an Amerikas Ureinwohnern


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Bei seinem Besuch in Bolivien hat sich der Papst bei den Ureinwohnern für frühere Verbrechen der katholischen Kirche entschuldigt. „Ich bitte demütig um Vergebung, nicht nur für die Sünden der Kirche selbst, sondern auch für die Verbrechen gegen die indigenen Völker während der sogenannten Eroberung Amerikas“, sagte der Argentinier am Donnerstag bei einem Treffen mit Vertretern von Volksbewegungen aus der ganzen Welt in Santa Cruz de la Sierra.

Franziskus wies darauf hin, dass bereits Papst Johannes Paul II. sich für die Vergehen gegen die Ureinwohner entschuldigt hatte. Die Geste des Argentiniers ist in Bolivien von großem Gewicht: Die meisten Bolivianer sind Nachfahren der Ureinwohner.

Papst Franziskus rief überdies zu einem Ende des „Völkermords“ an Christen im Nahen Osten und in anderen Regionen auf. „Heute erleben wir, wie im Nahen Osten und anderswo viele unserer Brüder im Glauben an Jesus verfolgt, gefoltert werden“, sagte er. „Das müssen wir auch anprangern: In diesem stückweisen dritten Weltkrieg, den wir erleben, gibt es eine Art Völkermord, der aufhören muss“, fügte der Papst hinzu.

Er hatte in der Vergangenheit wiederholt das gewaltsame Vorgehen gegen Christen insbesondere durch Dschihadisten im Irak und in Syrien angeprangert. Von einem „stückweisen dritten Weltkrieg“ hatte Franziskus erstmals im September 2014 gesprochen.

Der Papst nutzte seinen Besuch überdies, um für ein weltweites Umsteuern weg von einem ausartenden Kapitalismus zu werben. „Wir sagen es ohne Furcht: Wir wünschen uns einen Wandel“, sagte Franziskus. „Erkennen wir, dass die Dinge nicht gut laufen in einer Welt, wo es so viele Bauern ohne Land gibt, so viele Familien ohne Dach, so viele Arbeiter ohne Rechte, so viele Menschen, die in ihrer Würde verletzt sind?“, fragte das Kirchenoberhaupt. Auch die vielen „Kriege ohne Sinn“ und die Umweltverschmutzung machten die Notwendigkeit eines Wandels deutlich.

Nach einem Besuch in Ecuador war Franziskus am Mittwoch in Bolivien eingetroffen. Am Freitag wollte er nach Paraguay weiter reisen.

Quelle: https://de.nachrichten.yahoo.com/papst-entschuldigt-f%C3%BCr-verbrechen-amerikas-ureinwohnern-013932159.html

Gruß an die alten Völker der Welt

TA KI

Papst Franziskus: „Mein Pontifikat wird kurz sein“


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Seit genau zwei Jahren ist Papst Franziskus nun im Amt. Doch eine Vorahnung sagt ihm, dass er nicht sehr lange an der Spitze der katholischen Kirche stehen wird. „Ich habe das Gefühl, dass mein Pontifikat kurz sein wird“, sagte der 78-Jährige dem mexikanischen Fernsehsender Televisa in einem Interview, das zum zweiten Jahrestag seiner Wahl zum Papst ausgestrahlt wurde.

Franziskus beschrieb sein Gefühl weiter: „Vier oder fünf Jahre. Ich weiß nicht. Oder zwei oder drei. Zwei Jahre sind schon vorüber. Ich habe das etwas vage Gefühl, dass mich der Herr für eine kurze Mission ausgewählt hat.“

Papst spricht sich gegen Altersgrenze von 80 Jahren aus

Der Papst hatte erstmals im August Gedanken über seinen Tod öffentlich gemacht und auch einen Rücktritt nicht ausgeschlossen. Er glaube, dass ihm nur zwei bis drei Jahre blieben, sagte Franziskus damals. Sollten seine gesundheitlichen Beschwerden überhand nehmen, werde er dem Beispiel seines Vorgängers Benedikt XVI. folgen, der im Februar 2013 aus Altersgründen seinen Rücktritt erklärt hatte. Der Argentinier Jorge Bergoglio war daraufhin am 13. März 2013 zum Nachfolger des deutschen Papstes gewählt worden.

Benedikt XVI. habe mit seinem Rücktritt „eine institutionelle Tür geöffnet“, sagte der Papst in dem Fernsehinterview nun. Der Vorschlag, für Päpste generell eine Altersgrenze von 80 Jahren festzulegen, gefalle ihm aber „überhaupt nicht“. Die Wahl zum Papst sei eine „besondere Gnade“, für einige Theologen sei sie sogar ein „Sakrament“. Obwohl er das nicht so sehe, würde eine Altersgrenze in einem Pontifikat ein ungünstiges „Gefühl von Ende“ schaffen, sagte Franziskus.

Lust mal eine Pizza essen zu gehen

Auf die Frage, ob er gerne Papst sei, antwortete Franziskus: „Es missfällt mir nicht.“ Er habe aber Lust, irgendwann einmal den Vatikan zu verlassen, ohne erkannt zu werden, „und eine Pizza essen zu gehen“. Anstrengend seien für ihn zudem die vielen Reisen. Er reise generell nicht gerne und sei lieber zu Hause. Einsam sei er im Vatikan aber überhaupt nicht, sagte der Papst.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_73262816/papst-franziskus-beschleicht-vorahnung-mein-pontifikat-wird-kurz-sein-.html

Gruß an die Satansbraten des Vatikans- Eure Tage sind gezählt

TA KI

Ein Schattenpapst im Vatikan?


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Diskussion um Benedikt

Ein Schattenpapst im Vatikan?

Trotz seines Rücktrittes im Februar 2013 lebt der emerierte Papst im Vatikan. Das sorgt für Verwirrung: Er empfängt Besucher und verfasst Kommentare zu aktuellen Diskussionen. Kritiker vermuten, der Ehemalige ziehe noch immer im Hintergrund die Strippen.

Öffentliche Auftritte des emeritierten Papstes Benedikt sind seit seinem Rücktritt im März 2013 selten. Nur wenige Male hat sich Joseph Ratzinger in der Öffentlichkeit gezeigt. Dennoch lebt der 87-Jährige weiter im Vatikan, empfängt Besucher und veröffentlicht Schriften. Genau darin sehen Kritiker Probleme. Sie werfen nach gut eineinhalb Jahren mit der in der Neuzeit einmaligen Situation zweier Päpste im Vatikan die Frage auf: Ist Ratzinger eine Art Schattenpapst, gibt es eine Doppelherrschaft in der katholischen Kirche, hintertreibt er die Bemühungen seines Nachfolgers Franziskus um Reformen und mehr Offenheit?

Befeuert wurde diese Diskussion durch eine Neuauflage der „Gesammelten Schriften“ von Benedikt XVI. im Herder-Verlag. Sie enthält einen aktualisierten Aufsatz aus dem Jahr 1972, in dem es um den Umgang der katholischen Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen geht – ein durch die Familiensynode im Vatikan aktuelles und brisantes Thema. Während der Theologe Ratzinger damals eine Zulassung geschiedener Wiederverheirateter zur Kommunion nach einer Art Bewährungszeit durchaus für möglich hielt, verwirft er nun diese Möglichkeit.

Kritiker werfen ihm deshalb Einmischung in aktuelle Debatten vor – was nicht zu dem zurückgezogenen Leben passen würde, das er sich selbst bei seinem Rücktritt auferlegt hat. Der Kirchenhistoriker Hubert Wolf hält Benedikts Verhalten für problematisch und stellt die Frage nach dem Motiv. „Ist es einfach Zufall, dass es jetzt passiert ist, während die Synode im September in Rom zum Thema Familie und Sexualmoral tagte? Oder wird er instrumentalisiert von Kreisen im Vatikan, die gegen die Reformschritte von Franziskus sind?“, sagte er.

Zwei konkurrierende Machtzentren?

Für Pater Bernd Hagenkord, den Leiter der deutschsprachigen Redaktion von Radio Vatikan, ist die Veröffentlichung des Textes wenige Wochen nach der Synode „unglücklich, aber kein großes Problem“. „Der Artikel ist am 4. August eingereicht worden, lange vor der Synode war er fertig“, sagte er. „Ich sehe nicht, dass Benedikt seinem Nachfolger Probleme machen oder sich in eine aktuelle Debatte einmischen will.“ Auch Marco Politi, Papst-Biograf und Kommentator für die Tageszeitung „Il Fatto Quotidiano“, hält den Text und seine radikale Änderung in der Schlussfolgerung für unproblematisch: „Diese Änderung hängt damit zusammen, dass Benedikt sich geändert hat seit den Zeiten, als er ein sehr radikaler reformfreudiger Theologe war.“

Klar ist jedoch: Benedikt empfängt Besucher und publiziert Grußworte und Texte, die als Kommentar zu aktuellen kirchenpolitischen Diskussionen gewertet werden können. So dürfte Konservative und Traditionalisten erfreut haben, als er vor einiger Zeit ausdrücklich den alten lateinischen Messritus lobte, den vor allem diejenigen ablehnen, die für eine offene, dem Volke zugewandte Kirche plädieren. „Damit positioniert er sich eindeutig in der aktuellen Debatte“, schrieb Wolf, der an der Uni Münster lehrt und Mitglied des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ ist, zuletzt in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Es gebe seit längerem Befürchtungen, es könnten „zwei konkurrierende Machtzentren in der Kurie entstehen, mit Papst und Gegenpapst an ihrer Spitze“. Seiner Ansicht nach hätte Benedikt sich nach seinem Rücktritt in den Rang eines Kardinals zurückbegeben sollen. „Die Menschen sehen im Vatikan zwei in Weiß gekleidete Männer und denken, es gibt zwei Päpste.“ Das sorge für Irritationen. Hagenkord hingegen meint: „Jede Äußerung würde genauso unter die Lupe genommen, ob er nun Weiß trägt oder Schwarz.“ Seiner Ansicht nach leistet Ratzinger einen großen Dienst, da er nach dem Rücktritt zeige: „Es geht, es funktioniert.“

Papst Franziskus verfolgt Debatte entspannt

Ähnlich sieht es Vatikanist Politi: „Vom persönlichen Standpunkt muss ich sagen, dass Benedikt sich von Anfang an, seit seiner Abdankung, immer absolut korrekt verhalten hat.“ Das Entscheidende aus seiner Sicht: „Dass es für Franziskus kein Problem ist.“ Politi sagte: „Papst Franziskus will, dass man sich daran gewöhnt, dass es ganz normal ist, ein emeritierter Papst zu sein.“ Wolf warnt hingegen, genau das verhindere Benedikt mit seinem Verhalten: „Das ist Wasser auf die Mühlen derer, die einen Papstrücktritt prinzipiell ausschließen wollen“, meinte er.

Zumindest nach außen hin entspannt verfolgt Papst Franziskus selbst die Debatte. Benedikt sei für ihn wie ein „weiser Großvater“ in der Nachbarschaft, sagte der Argentinier vor einigen Wochen. Seinen Entschluss zum Rücktritt bewertete er als Zeichen für kommende Päpste. „Er hat damit die Tür geöffnet für emeritierte Päpste, die es zuvor nicht gegeben hat“, sagte Franziskus. „Ich würde das Gleiche tun.“

Quelle: http://www.n-tv.de/panorama/Ein-Schattenpapst-im-Vatikan-article14016936.html

Anmerkung:

Das Wichtigste wird in diesem Artikel außen vor gelassen:

Franziskus IST Jesuit!

Jesuiten dürfen KEIN weltliches Amt bekleiden!!

Ergo:

Im Vatikan herrschen mindestens zwei  Mächte.

Gruß an die gläubigen Schlafschafe

TA KI

Der schwächste Papst aller Zeiten


Oder ist es ein Zeichen der Stärke, dass Franziskus die Bischöfe auf der vatikanischen Familiensynode über Sexualmoral der Kirche beraten lässt? Die Geschichte einer bewussten Selbstentmachtung.


Keine einsamen Entscheidungen mehr: Franziskus bindet die Bischöfe in die Regierung der Kirche ein

Einer der bemerkenswertesten Sätze, die Papst Franziskus in seiner Schrift „Evangelii gaudium“ formuliert hat, beschäftigt sich mit der Ohnmacht des Vatikans. Er findet sich gleich im ersten Kapitel. Franziskus schreibt über den Einfluss von Lehrtexten, die der Heilige Stuhl in die Welt schickt. Eigentlich belegen solche Dokumente den Anspruch Roms, die Kirche zentralistisch führen zu können, disziplinarisch und spirituell. In den Glanzzeiten des Vatikans feierte sich in ihnen der Primat des Papstes selbst. Die Zeiten haben sich geändert.

Franziskus schreibt: „Ich weiß sehr wohl, dass heute die Dokumente nicht dasselbe Interesse wecken wie zu anderen Zeiten und schnell vergessen werden.“ Das Oberhaupt einer der größten Religionsgemeinschaften der Welt hält fest, dass die Lehrdokumente seiner Behörde kaum noch Wirkung auf die Gläubigen besitzen. Als sei das ganz selbstverständlich.

Die Katholiken bestaunen derzeit die Machterosion des Vatikans. Es ist ein Prozess, der schon vor Franziskus begonnen, mit ihm aber zusätzliche Dynamik erhalten hat. Wenn sich heute im Vatikan knapp zweihundert Kardinäle und Bischöfe zu einer Synode versammeln, wird in erster Linie über die Zukunft der katholischen Sexual- und Familienethik debattiert.

Zugleich aber werden die theologischen Kompetenzen zwischen Zentrale und Filialen neu verhandelt. Kirchenhistorisch gesehen erlebt das alte Papsttum derzeit eine Krise. Und niemand scheint das mehr zu begrüßen als der Papst selbst.

Wenn man den theologischen Einfluss des Petrusamtes über die Jahrhunderte hinweg als vereinfachende Kurve eines Diagramms zeichnen wollte, hätte sie die Form eines Berges: Nach schweren Anfängen erlebte es, mit kleineren Rückschlägen, einen langen Aufstieg – und steckt seit einiger Zeit in der Rezession.

Petrus erscheint in der Apostelgeschichte nur als eine Führungsfigur unter vielen. Streitpunkte wurden in der christlichen Urgemeinde kollegial beraten. So entschieden über die Frage, ob nur Juden oder auch Heiden getauft werden können, weder Paulus noch Petrus noch sonst eine prägende Persönlichkeit, sondern die versammelten Christen in Jerusalem auf dem sogenannten Apostelkonzil.


Apostelfürsten: Petrus (links) und Paulus, wie der Maler El Greco sie sah (Ölgemälde von ca. 1590)

Apostelfürsten: Petrus (links) und Paulus, wie der Maler El Greco sie sah (Ölgemälde von ca. 1590)

Die Nachfolger Petri, die Bischöfe von Rom, beanspruchten, weil ihr Sitz in der Hauptstadt des römischen Weltreiches lag, schon früh zumindest einen Ehrenvorrang gegenüber anderen Oberhirten. Letztlich schaffte es aber erst Gregor der Große (ca. 540-604), die Idee eines echten Papsttums durchzusetzen. Die wichtigsten theologischen Entscheidungen der frühen Christenheit, von der Kanonisierung des Neuen Testaments bis zur Formulierung des Glaubensbekenntnisses, waren da bereits gefallen.

Seit dem Mittelalter erlebte das Papsttum nicht nur den Aufstieg zu einem weltlichen Machtfaktor, sondern etablierte sich auch als letzte theologische Instanz. Eine Entwicklung, deren Höhepunkt die Dogmatisierung der lehrmäßigen Unfehlbarkeit des Papstes auf dem Ersten Vatikanischen Konzil 1870 darstellte. Es war die Spitze des Berges.

Die Gegenbewegung begann im 20. Jahrhundert, als die Päpste parallel zum Siegeszug der Demokratien in aller Welt mit Verfahren der Mitbestimmung zu experimentieren begannen. Das Zweite Vatikanum relativierte die Rolle des Heiligen Stuhles, in dem es die lehramtliche Kompetenz der Gemeinschaft der Bischöfe besonders betonte. Das Ideal der Kollegialität gehört zu den Gründen, aus denen die ultrakonservativen Piusbrüder das Vatikanum bis heute nicht anerkennen.

Der sinkende Einfluss des Heiligen Stuhls in theologischen Fragen kommt auch in Äußerlichkeiten zum Ausdruck: Die Päpste legten monarchisierende Attribute ab, die Sänfte, die weißen Handschuhe, die Tiara. Dazu passt eine fortschreitende Entsakralisierung der Amtsinhaber, die beim Rücktritt Benedikts XVI. endgültig sichtbar wurde.


Der frisch gewählte Papst Paul VI. wird am 30. Juni 1963 auf dem Petersplatz mit der Tiara gekrönt. Heute tragen die Nachfolger Petri die dreireifige Papstkrone nicht mehr; seit Benedikt XVI. wird sie auch nicht mehr im Wappen geführt

Der frisch gewählte Papst Paul VI. wird am 30. Juni 1963 auf dem Petersplatz mit der Tiara gekrönt. Heute tragen die Nachfolger Petri die dreireifige Papstkrone nicht mehr; seit Benedikt XVI. wird sie auch nicht mehr im Wappen geführt

Das lehramtliche Machtvakuum an der Spitze der Kirche ist theologisch gewollt. Es soll dem Volk – den Priestern und Laien – einen größeren Handlungsspielraum öffnen. Der geht noch weit über die Teilhabe während der ersten christlichen Jahrhunderte hinaus, weil es damals noch keine bewährten Verfahren der Willensbildung, ja überhaupt keine Öffentlichkeit im modernen Sinn gab. Damit der Spielraum noch besser genutzt werden kann, hat Papst Franziskus wichtige theologische und strukturelle Voraussetzungen geschaffen.

Zu ersteren gehört seine Entscheidung, die vom Zweiten Vatikanischen Konzil formulierte „Hierarchie der Wahrheiten“ zum Leitgedanken katholischer Verkündigung zu machen. Die Idee besagt sinngemäß, dass es wichtige und nicht ganz so wichtige Lehren gibt. Die großen Versprechen des Christentums wie die Nähe Gottes, die Vergebung der Sünden oder die Auferstehung sind demnach für einen Katholiken vorrangig gegenüber moralischen Detailfragen wie dem Kondomverbot. Das eröffnet Diskussionsmöglichkeiten.

Der Größte von euch soll euer Diener sein

Matthäus 23,11

Auf einen der heftigsten Streitpunkte der Familiensynode angewendet, den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen, heißt das zum Beispiel: Die Unauflöslichkeit der Ehe bleibt unangetastet; über die praktischen Folgen im seelsorgerischen Alltag kann man reden. So lässt sich Traditionalismus in Kernfragen mit Pragmatismus beim Kleingedruckten verbinden.

Dem entspricht auf struktureller Ebene die Ausweitung der Entscheidungsprozesse nicht nur auf die Bischöfe, sondern letztlich auf so viele Gläubige wie möglich. „Eine übertriebene Zentralisierung kompliziert das Leben der Kirche und ihre missionarische Dynamik, anstatt ihr zu helfen“, schreibt Franziskus in „Evangelii Gaudium“. „Ich lade alle ein, wagemutig und kreativ zu sein in dieser Aufgabe, die Ziele, die Strukturen, den Stil und die Evangelisierungsmethoden der eigenen Gemeinden zu überdenken.“

Im Herbst schickte er zur Vorbereitung der Familiensynode einen Fragebogen zur Sexualethik an Geistliche und Laien. Die Antworten, die eine wachsende Kluft zwischen Lehre und Lebenswirklichkeit belegten, wurden eingearbeitet in das Arbeitspapier der Bischofssynode. Die Erfahrungen der Basis bilden nun den Bezugsrahmen für die moraltheologischen Verhandlungen. Die Synodenteilnehmer werden zu Sachwaltern der Anliegen der Laien, zu Mandatsträgern.

Der Ablauf römischer Synoden erinnert ohnehin an eine UN-Vollversammlung. Die Bischöfe verlesen vier- bis achtminütige Statements, die simultan übersetzt und zu Zwischen-, Diskussions- und Beschlussvorlagen zusammengestellt werden. Am Ende gibt der Papst die Ergebnisse in Gestalt eines synodalen Schreibens heraus.


Die bisher letzte Bischofssynode in Rom fand im Oktober 2012 statt, noch unter Papst Benedikt XVI. Sie beschäftigte sich mit dem Thema Neuevangelisierung

Die bisher letzte Bischofssynode in Rom fand im Oktober 2012 statt, noch unter Papst Benedikt XVI. Sie beschäftigte sich mit dem Thema Neuevangelisierung

Im selbst gewählten Niedergang des päpstlichen Einflusses, der mehr Kollegialität, Mitbestimmung und Subsidiarität ermöglichen soll, spiegelt sich die Logik des Evangeliums: „Der Größte von euch soll euer Diener sein“ (Mt 23,11). Geht der Prozess weiter, könnte sich der Heilige Stuhl aus bestimmten Diskussionen eines Tages ganz zurückziehen. Franziskus hat schon einmal angedeutet, dass nicht alle Details des Katholizismus von Rom geregelt werden müssten.

Glaubt man einigen der Synodenteilnehmer, könnte das bereits für die Sexualethik gelten. In diesem Jahr werden sowieso noch keine Entscheidungen erwartet: Die Bischofsversammlung ist nur als Vorbereitung gedacht für eine noch größere „Ordentliche Generalversammlung“ zum Thema im Herbst 2015. Aber auch die könnte, heißt es, eher allgemeine Linien vorgeben, die dann von den nationalen Bischofskonferenzen für ihre jeweiligen Länder und Kulturen konkret ausgelegt werden müssten. Das hieße auf Dauer wohl: weniger Dokumente aus Rom. Aber die werden ja sowieso rasch vergessen, sagt der Papst.

Quelle: http://www.welt.de/kultur/article132916348/Der-schwaechste-Papst-aller-Zeiten.html

Gruß an die Satansbraten des Vatikan und seinen Lakaien