Mesut Özil und Lukas Podolski mit schwer bewaffneten brasilianischen Soldaten


Brasilianische Militärpolizisten von BKA und LKA Niedersachsen ausgebildet

Amnesty International konstatierte in einem jüngst veröffentlichten Bericht „übermäßige Gewalt der Sicherheitskräfte im vergangenen Jahr“

millitärfussball

Im Netz sorgt derzeit ein Schnappschuss der deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Lukas Podolski mit schwer bewaffneten brasilianischen Soldaten für Debatten. Während das Springer-Blatt Bild die angesichts massiver polizeilicher und militärischer Repression fragwürdige Aufnahme als „Spaß-Foto“ bezeichnete, hagelte es in der Kommentarspalte der Plattform Instagramm Kritik. „Geschmacklos, ignorant und absolut peinlich“, urteilt Userin „Strawberrybelle“, während andere Kommentare auf die Kritik von Menschenrechtsorganisationen verweisen. In den vergangenen Wochen sind ihnen zufolge in Brasilen hunderte Gegner der FIFA-Weltmeisterschaft von Polizisten und Militärs verletzt worden. Im Netz kursieren zahlreiche Videos, die von den Übergriffen zeugen.

Nach Informationen aus dem Bundestag liegen die beiden Nationalspieler allerdings durchaus auf Regierungslinie. Denn obgleich Organisationen wie Amnesty International angesichts des Vorgehens gegen WM-Gegner die Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Brasilien gefährdet sehen, haben deutsche Polizeibehörden brasilianische Sondereinheiten in Vorbereitung auf das FIFA-Großereignis mit ausgebildet. Nach einer Anfrage des Linken-Abgeordneten Andrej Hunko fand der „Expertenaustausch“ unter Federführung des Bundeskriminalamtes (BKA) im Herbst vergangenen Jahres statt. Auf BKA-Geheiß wurden damals Angehörige der Militärpolizei
Batalhão de Operações Policiais Especiais (BOPE) und der Sondereinheit Divisao Operacoes Especais (DOE) in Hannover trainiert. Bei den Manövern wurden Bundesliga-Spiele nachgestellt, geht aus den Antworten des Bundesinnenministeriums (BMI) auf die Anfrage Hunkos hervor.

Die Bundesregierung verteidigt die Amtshilfe, die von brasilianischer Seite an das BMI herangetragen und von Auswärtigen Amt gutgeheißen wurde. Bei dem Training habe die „Förderung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie“ im Mittelpunkt gestanden, so der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Günter Krings. Zugleich geht aus den Antworten hervor, dass Schießübungen, Maßnahmen bei Geiselnahmen und Nahkampftechniken auf der Ausbildungsagenda standen.

Vergleicht man die Darstellung der Bundesregierung mit dem Bericht von Amnesty International „They use a strategy of fear: Protecting the right to protest in Brazil“, so haben die brasilianischen Lehrgangsteilnehmer das Klassenziel deutlich verpasst. In dem unlängst veröffentlichten Bericht wird die „übermäßige Gewalt der Sicherheitskräfte im vergangenen Jahr“ beschrieben. Das Papier schildert Einsätze von Tränengas und Gummigeschossen, „bei denen Hunderte Demonstranten verletzt wurden, sowie willkürliche Verhaftungen und den Missbrauch von Gesetzen, um Demonstranten zu bestrafen“. Hunko sieht in der Kooperation einen generellen Trend. „Das gemeinsame Training zeigt den auch bei deutschen Polizeien vorhandenen Willen zur Aufrüstung der Sicherheitsarchitektur im Bereich von Sportereignissen“, konstatiert der Linken-Abgeordnete.

Quelle: http://www.heise.de/tp/news/Brasilianische-Militaerpolizisten-von-BKA-und-LKA-Niedersachsen-ausgebildet-2222222.html

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….Zuviele Kopfbälle schädigen offensichtlich das vorhandene Restspatzenhirn unserer Nationalelf

Gruß an Jogi Löw

TA KI

„Não vai ter copa!“ = „Die WM wird es nicht geben“!!


Widerstand gegen Fußball-WM: „Die Revolution in Brasilien hat Feuer gefangen“

In Brasilien hat eine Revolution begonnen. Auslöser ist die Fußball-WM, die die Probleme der Brasilianer nicht löst, sondern verschärft. Im Interview mit den Deutschen Wirtschafts Nachrichten erklären Aktivisten, wie sie den Widerstand organisieren wollen. Die Folgen könnten weit über Brasilien hinaus zu spüren sein.

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Als Brasiliens 2007 als Organisator der Fußball-WM 2014 präsentiert wurde, schien man das ideale Gastgeberland gefunden zu haben. Eine aufstrebende Wirtschaftsmacht, Fußballbegeisterung, brasilianische Lebensfreude. Inzwischen kommen Zweifel auf.

„Não vai ter copa!“ („Die WM wird es nicht geben“) lautet der Slogan der Protestbewegungen, die sich in allen Gastgeberstädten gebildet haben. São Paulo, wo am 12. Juni das Eröffnungsspiel angepfiffen werden soll, ist neben Rio de Janeiro die Hochburg der Protestbewegung. Am Samstag (31. Mai) gehen wieder Zehntausende in Brasiliens größter Stadt gegen die Fifa, die brasilianische Regierung, gegen Korruption, Misswirtschaft und soziale Ungerechtigkeit auf die Straße.

Der renommierte Investigativ-Journalist Antonio Cascais begleitet für die Deutschen Wirtschafts Nachrichten in den kommenden Wochen die Entwicklung in Brasilien. In der Rubrik „Das andere Tagebuch von der Fußball WM“ wird Cascais über die sozialen Probleme und die Proteste der Brasilianer gegen das Kommerz-Spektakel berichten. Cascais hatte zuletzt mit seiner TV-Dokumentation „die story – Geschäfte wie geschmiert?“ (mit Marcel Kolvenbach) für Aufsehen gesorgt. In der Doku zeigten die Autoren die Hintergründe eines U-Boot-Deals in Portugal auf. Der Film ist in der Mediathek des WDR abrufbar.

In der ersten Ausgabe des Anderen Tagebuchs spricht Cascais im Folgenden mit zwei Aktivisten, die den Widerstand in Brasilien organisieren.

Fábio Chap (23) und Vinicius Fiorentino (24), zwei Aktivisten aus São Paulo, erklären den Deutschen Wirtschafts Nachrichten was sie tun, um die Fußball-WM zu verhindern.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Warum seid Ihr gegen die Copa?

Fábio: Wir lehnen dieses Großereignis komplett ab. 2007 wurde Brasilien zum Gastgeber bestimmt und von Anfang hatten wir und das Volk im Allgemeinen den Verdacht, dass uns die Regierung belügt. Wir wussten, dass die Bauarbeiten teurer werden, als angekündigt. Wir wussten, dass öffentliche Gelder umgeleitet werden würden. Ein riesengroßer Diebstahl von öffentlichen Ressourcen würde vonstatten gehen. Das war uns von Anfang an klar. Aber wir hatten nicht damit gerechnet, dass der Betrug so groß sein würde, wie er sich jetzt darstellt! Anfang hieß es, die Copa (WM) würde mit einem Etat von 2 Milliarden US-Dollar auskommen. Nun sind bereits über 10 Milliarden US-Dollar ausgegeben worden! Deswegen ist das Volk außer sich!

Vinícius: Eine große Schande! Da spielt es auch keine Rolle mehr, dass wir Brasilianer im Allgemeinen große Fußball-Liebhaber sind. Ich persönlich liebe den Fußball. Es wird zwar sehr schwer für mich sein, gegen die brasilianische „Seleção“ zu sein. Aber ich kann und will die Nationalmannschaft nicht unterstützen! Es geht auch nicht in erster Linie darum, für oder gegen die Seleção zu sein. Trotzdem möchte ich, dass unsere Nationalmannschaft möglichst früh ausscheidet. Wenn die Seleção verliert, dann nutzt es unserer „Revolution“. Eine Niederlage von Brasilien wird gut sein für die Revolution, die uns vorschwebt.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Ist das, was in Brasilien vor sich geht tatsächlich eine „Revolution“?

Vinícius: Ja, wir erleben hier eine Revolution und stehen erst am Anfang. Unsere Revolution hat etwas verschüchtert angefangen, Anfang 2013. Im Juni 2013 während des Confederations Cup in Brasilien hat sie dann Feuer gefangen. Und seitdem hat es nicht mehr aufgehört. Und das versetzt die brasilianische Regierung und auch die Regionalregierungen in den Bundesstaaten in Panik.

Fábio: Unsere Veranstaltungen reißen nicht ab. Wir sind sehr gut organisiert, haben alles gut geplant. Und wir werden weitermachen. Die Revolution geht weiter: Jetzt, im Vorfeld der WM und auch während der WM; dann auch im Vorfeld und während der Wahlen, die im Oktober stattfinden werden. Und dann nähern sich auch wieder die Olympischen Spiele, die für 2016 in Rio vorgesehen sind. Viele Anlässe für uns, mit unseren Aktionen weiterzumachen. Und Pech für die Politiker-Kaste in unserem Land. Die Revolution ist im Gange.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Euer Ziel ist es die Copa zu verhindern? Wird es es eine Copa geben?

Vinícius: Wir sind uns bewusst, dass es praktisch unmöglich sein wird, die WM als solche zu verhindern. Wir Aktivisten haben folgendes verinnerlicht: Das Turnier wird stattfinden, Spiele werden angepfiffen und auch wieder abgepfiffen, aber eines können wir jetzt schon sagen: Es wird nicht die WM geben, die sich die Fifa vorgestellt hat. Es wird nicht die Copa geben, die sich der CBF (Brasilianischer Fußball-Verband) gewünscht hat. Es wird nicht die Copa geben, die der TV-Sender Globo oder Unternehmen wie Nike, Coca Cola, Adidas und all die anderen offiziellen Sponsoren sich gewünscht haben. Dieses Ziel haben wir bereits jetzt erreicht!

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:Was wird an diesem Wochenende in São Paulo passieren, dem Wochenende an dem der WM-Pokal in der Stadt angekommen ist? Greift nicht doch das WM-Fieber um sich?

Fábio: Nein! Wir antworten darauf mit einer Riesen-Demo! Wir nennen die Aktion „Ato 9“ (9. Akt.): Es gab schon den ersten, den zweiten, dritten Akt. Nun sind wir beim neunten Akt angekommen! Etwa 15 verschiedene Sozialbewegungen haben sich zusammengeschlossen, um Protestmärsche überall in der Stadt zu organisieren. Wir fordern ein besseres Schulsystem, bessere Wohnungen, günstigere Bus- und Bahntickets. Es wird eine der größten Demos bisher überhaupt sein!

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wird es Streiks geben?

Fábio: Klar wird es Streiks geben. Alles wird stillstehen, wie in letzter Zeit schön öfter! Es gab Tage, wo kein Bus fuhr! Am 5. Juni, genau eine Woche vor der feierlichen Eröffnung der WM, wird das gesamte U-Bahnsystem stillgelegt. Die städtischen Schulen bleiben geschlossen. Auch die Stadtpolizei von São Paulo will streiken. Auch das ist in der Vergangenheit schön öfter passiert. Auch Angehöriger anderer Polizeieinheiten werden streiken: Leute von der „Polícia civil“, von der „Polícia fededal“ und sogar von der „Polícia militar“.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wird es Gewalt geben? Die berüchtigten Anarchisten von „Black Bloc Brasil“ stehen sicherlich bereit…

Vinícius: Wir kennen die Black Blocs. Sie wollen zweierlei. Erstens: Widerstand leisten, ihre eigenen politischen Ziele durchsetzen. Und zweitens: Sie wollen die „tropa de choque“ (die „Stoßtruppe“) des Volkes sein. Wenn die Polizei anrückt sind sie ganz vorn in den ersten Reihen. Sie sind schwarz gekleidet und maskiert. Und falls nötig wenden sie Gewalt an.

Fábio: Aber es geht nicht um die Gewalt um ihrer selbst willen. Man will vor allem darauf vorbereitet sein, die Taktik des Feinds, in diesem Fall der Polizei, zu zerstören, falls sie sich entschließen sollte, ihrerseits Gewalt anzuwenden. Manche Aktionen der Black Blocs schießen übers Ziel hinaus. Fensterscheiben und Schaufenster kaputt machen ist Sachbeschädigung, wenn es sich nicht gerade um Schaufenster von Banken oder andere Institutionen handelt, die uns ausbeuten wollen. Aber solche Aktionen, die nicht ok sind, finden nur selten statt.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Steht ihr in Kontakt zu den Black Blocs?

Vinícius: Es ist sehr kompliziert unsere Beziehung zu den Black Blocs öffentlich zu beschreiben. Zu sagen, dass man sich mit ihnen koordiniert bedeutet automatisch, dass man diesen Gruppen angehört. Die Polizei und die großen Mainstream-Medien stellen immer wieder diese Gleichung auf. Sie fassen alle, die mit den Black Blocs sprechen zusammen und nennen es „Vandalismus“. Eine grobe Vereinfachung der Situation!

Fábio: Zu den Black Blocs ist zu sagen, dass sie – zumindest hier in Brasilien – aus Leuten mit anarchistischen Idealen bestehen. Hinter ihren Aktionen steht eine politische Logik: Es wäre zu einfach, das nur unter Gewalt zusammenzufassen. Sie greifen Symbole der Macht an und verteidigen die normalen Demonstranten. Im vergangenen Jahr hat die Lehrergewerkschaft von Rio ein Dankesbrief an die Black Blocs verfasst, weil sie verschiedene Demos der Lehrer abgesichert hatten. Die großen Mainstream-Medien behaupten, es sei bloß rohe Gewalt, Vandalismus. Dem ist nicht so: Wir haben eine Militärpolizei die Menschen angreift und auf der anderen Seite haben wir die Black Blocs die normalerweise nur Fensterscheiben anzugreifen. Gewalt ist, wenn man Menschen angreift.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:Die Politiker rechtfertigen den massiven Polizeieinsatz oft mit der Gewalt, die von militanten Gruppen auf Seiten der Demonstranten ausgeübt wird…

Vinícius: Ja das ist wahr. Aber nicht selten geht die Gewalt auch von der Polizei selbst aus. Oder von Agenten, die von einigen Politikern engagiert werden. Letztes Jahr haben alternative Medien zwei Polizisten in Zivil dabei gefilmt, wie sie Molotow-Cocktails in Richtung der Polizei warfen, damit die Polizei einen Anlass zum Angriff hatte. In Rio wurde auch ein Demonstrant namens „Bruno“ verhaftet, der fälschlicherweise als derjenige hingestellt wurde, der die Molotow-Cocktails geworfen hatte! Die Version wurde natürlich von den Mainstream-Medien kritiklos übernommen. Die großen Sender, wie Globo, unterstützen ja die Regierung und Polizei, denn sie haben ja die Übertragungsrechte der WM und wollen bei ihrer Party nicht gestört werden. Es ist also eine große Unterwanderung der Aktivisten und Demonstranten zu verzeichnen.

(…)

 

Lesen Sie den ganzen Artikel hier:http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/05/31/widerstand-gegen-fussball-wm-die-revolution-in-brasilien-hat-feuer-gefangen/

Gruß an die „Brot und Spiele“ Verweigerer

TA KI

 

Ureinwohner schießen mit Pfeil und Bogen auf Polizisten -ihnen drohen Reservateverkleinerungen wegen Fußball WM


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 Ureinwohner haben in der brasilianischen Hauptstadt Brasília gegen die FußballWM protestiert und die Polizisten mit Pfeil und Bogen beschossen. Die Unruhen vor dem neuen Nationalstadion führten dazu, dass die Ausstellung des WM-Pokals abgebrochen werden musste.

Eines der Geschosse durchbohrte das Bein eines Polizisten. Er musste sich operieren lassen. Zudem seien zwei Ureinwohner verletzt worden, sagte eine Aktivistengruppe der Zeitung „Globo“. Wie sie zu Schaden kamen ist jedoch ebenso unklar wie ihr Zustand.

Polizei mit Knüppeln und Tränengas

Die Gruppen einer Obdachlosen-Bewegung (MSTS) sowie indianischer Ureinwohner mit traditionellem Kopfschmuck hatten sich für den Kundgebungs-Marsch zusammengeschlossen. 700 Polizisten versuchten, den Protestzug von 2000 Demonstranten mit Knüppeln und Tränengas zu stoppen.

Anlass der Proteste waren Klagen indigener Volksgruppen über geplante Gesetze, die eine Verkleinerung ihrer Reservate vorsehen. Den rund 300 Aktivisten schlossen sich auch Demonstranten an, deren Zorn sich gegen die bevorstehende Fußballweltmeisterschaft richtet. Grund sind die Milliardensummen, die das Großereignis verschlungen hat.

Der WM-Pokal war tagsüber auf seiner Tour durch brasilianische Städte ausgestellt worden. Die bis 21 Uhr angesetzte Veranstaltung mit WM-Botschafter Bebeto wurde schon gegen 17 Uhr abgebrochen und der Pokal in Sicherheit gebracht.

Der Stadionneubau in Brasília ist besonders in die Kritik geraten. Er kostet Brasilien mit umgerechnet etwa 620 Millionen Euro fast dreimal so viel wie ursprünglich veranschlagt. Das Geld sollte aus Sicht vieler Brasilianer besser in die Verbesserung der maroden öffentlichen Dienste fließen.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_69619882/proteste-gegen-wm-2014-ureinwohner-proben-aufstand-in-brasilien.html

Gruß an die Indianer

TA KI