Einmal Burger mit Gammelfleisch, bitte!


McDonald’s, Pizza Hut und KFC sollen abgelaufenes Fleisch in China verkauft haben. Die Fast-Food-Ketten reagierten sofort und nahmen das Fleisch aus dem Angebot. Doch das Vertrauen der Verbraucher ist erschüttert.

2-format3In den Burgern von McDonald’s in China ist möglicherweise Gammelfleisch verwendet worden. Auch die Fast-Food-Ketten Pizza Hut und KFC sind von dem Skandal in China betroffen.

Gammelfleisch im Burger: Gegen die Fastfoodketten McDonald’s und Kentucky Fried Chicken gibt es in China Vorwürfe mangelnder Lebensmittelsicherheit. Beide hätten von einem Zulieferer Rind- und Hähnchenfleisch jenseits des Verfallsdatums bezogen, meldete das chinesische Fernsehen in Shanghai. Die Konzerne betonten, sie hätten das Fleisch der Firma Husi Food aus dem Angebot genommen. Chinesische Kunden der Ketten reagierten dennoch am Montag verunsichert.

Husi gehört der OSI Group im US-Staat Illinois. Von der beschuldigten Firma gab es zunächst keinen Kommentar. Nach dem Bericht von Dragon TV soll die Firma altes Rind- und Hähnchenfleisch umverpackt und mit einem neuen Verfallsdatum versehen haben. Dann sei die Ware an McDonald’s, KFC und auch an Pizza Hut geliefert worden. Die chinesische Essens- und Drogen-Behörden ermitteln.

Auch die Mutterkonzerne McDonald’s und Yum Brands erklärten, sie hätten eine Untersuchung eingeleitet. „Lebensmittelsicherheit ist für McDonald’s oberste Priorität“, versicherte die Firma. Illegales Verhalten werde man nicht dulden. Die größte Burgerkette der Welt reagierte sofort und bat die Franchisenehmer, keine Produkte von Husi mehr zu verwenden. Auch Yum Brands und Pizza Hut verwenden das Fleisch nicht mehr.

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Der Betrieb bei Husi wurde von den Behörden in Shanghai vorläufig eingestellt. Die Vorwürfe gegen die Firma befeuern die Sorgen über verdorbene Lebensmittel in China. Die chinesischen Verbraucher zeigen sich besorgt über die Hiobsbotschaften, zumal Skandale bei Kindernahrung und Medikamentensicherheit in den vergangenen Jahren immer wieder Schlagzeilen machten.

„Mein Freund rief an und riet mir, nicht bei McDonald’s zu essen, aber ich hatte eine Minute vorher einen Chicken-Burger bestellt, was kann ich tun?“, sagte am Montag eine Frau in einer Filiale in Shanghai. „Ich mache mir Sorgen um meine Gesundheit.“ Ein anderer Kunde zeigte sich jedoch unbeschwert. „Der Vorfall wird mich nicht davon abhalten, dass ich hier esse“, sagte der 24-jährige Student.

KFC schon 2013 in Lebensmittelskandal verwickelt

2-format4Chinesische Medien berichten, dass US-Fastfoodketten im Reich der Mitte abgelaufenes Fleisch für ihre Burger verwenden. Die Konzerne gehen den Vorwürfen nach.

Die Fast-Food-Ketten müssen sich bereits das zweite Mal innerhalb von knapp zwei Jahren mit Vorwürfen zu ihren Lebensmitteln auseinandersetzen. Im Dezember 2012 fanden die Behörden in Shanghai hohe Anteile von Antibiotika in Hühnchenfleisch, das auch an Yum Brands und McDonald’s verkauft wurde.

Besonders für KFC dürften die Nachrichten schlechte Presse bringen. KFC ist die größte Restaurantkette in China. Sie betreibt dort 4000 Zweigstellen und will in diesem Jahr 700 weitere eröffnen. Schon ein Lebensmittelskandal im Dezember 2013 machte der Kette zu schaffen. Damals hieß es, ein Zulieferer habe die Regeln für Medikamentenverabreichung bei Hähnchen nicht beachtet. Danach brach der Absatz bei KFC in China um 37 Prozent ein.

„Dieser neueste Lebensmittelskandal wird nur vorübergehend Auswirkungen auf KFC haben“, prognostiziert Mei He, ein Analyst von China International Capital. „Die lokalen Manager haben 2012 bereits eine schmerzhafte Lektion gelernt.“ Das Unternehmen werde sofortige Maßnahmen ergreifen, um jegliche negative Öffentlichkeit dazu zu vermeiden.

Quelle: http://www.handelsblatt.com

Gruß an die, denen nicht übel wird

TA KI