Neue Post aus Russland vom 2. April 2018


Stefan Lindgren

Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth

Die Tage des Petro-Dollars sind gezählt

Am 26. März lancierte China seine ersten Öl-Futures in chinesischer Valuta notiert statt wie bisher üblich in Dollar. Das geschah auf der internationalen Energiebörse in Shanghai. Russland ist bereit, die chinesischen Kontrakte zu stüzten, gab eine Quelle der St. Peteresburg-Börse (SPBEX) bekannt.

Pekings Staspellauf der ölbasierten Derivate in Yuan können die Internationalisierung der chinesischen Valuta erleichtern und das bedeutet ein Schlag gegen die langwährende Dominanz des Petrodollars.

Laut Jevgenij Itzakow, Dozent an Russlands Präsidenten-Akademie für Nationalökonomie unc öffentliche Verwaltung (RANEPA) kann die Lancierung der Yuan-notierten Termine für die Händler ermöglichen, dass sie Dollar verkaufen und ihre langen Positionen in der chinesischen Valuta erhöhen.

Dies ist Pekings zweiter Versuch, seie eigenen Ölfutures zu lancieren. Der erste wurde 1993 gemacht, aber er wurde 1995 abgebrochen wegen unstabiler Rohwarenmärkte und der Schwäche des Yuan zur damaligen Zeit.

Seither hat sich viel verändert. Der Internationale Währungsfonds beschloss 2016, die chinesische Valuta in ihren SDR-Korb zu legen (Spezial-Ziehungs-Rechte). China hat auch die USA 2017 als größter Öl-Importeur überholt.

Selbst Russland versucht, seine nationale Valuta auf dem Ölmarkt anzuwenden. Die St Petersburg-Börse hat seit November 2016 Handel mit Öl-Papieren der Ural-Qualität seit November 2016 betrieben. Uralöl in Rubel ist eine Ölqualität, die im Uralgebiet, in Westsibirien und im Wolga-Gebiet hergestellt wird.

Laut anonymen Quellen halten russische Handelsspezialiste mit ihren chinesischen Kollegen Gespräche über eine potentielle Zusammenarbeit, indem sie Ölkontrakte in ihren nationalen Währungen notieren, damit Rubel- resp. Yuankontrakte einander stützen.
Gleichzeitig verringern Moskau und Peking aktiv ihre Abhängigkeit vom Dollar im gegenseitigen Handel. Im Oktober 2017 lancierte China ein Bezahlungssystem für Transaktionen in Yuna und Rubel. Das bedeutet, dass Bezahlungen für russische Öllieferungen nach China, die 60 Millionn Tonnen jährlich erreicht haben, ohne amerikanisch Zwischenhand ablaufen.
Laut einer Schätzung vom Oktober 2017 geht es beim Übergang vom Petrodollar zu Yuan-Transaktionen um 600 – 800 Milliarden Dollar.

Sputnik 28/3

Alternative zu SWIFT

Eine Sanktionsmöglichkeit gegen Russland, die lange erwogen wurde in den westlichen Hauptquartieren, war, Russland von dem internationalen Bezahlungssystem SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) auszuschließen, zu dem die meisten Banken Zugang haben.

Bisher hat man das nicht eingesetzt, dass wahrscheinlich die Westwelt mehr als Russland verloren hätte. Aber wenn es sich um das Hauptziel dreht, Russland zu schaden, kann sich die Beurteilung schnell ändern.

Russlands und der Welt größte Ölgesellschaft Rosneft hat sich bereits mit einer eigenen Alternative zum internationale Banküberführungssystem vorbereitet. Eine russische Entsprechung für SWIFT wurde von Rosneft im Dezember getestet, sagt der Vize-Vorsitzende Andrej Koroljow zur TASS.

Sowohl Rosneft als auch die Gazprombank sind schon Gegenstand der amerikanischen Sanktionen gewesen. Der potentiellen Ausschluss Russlands von SWIFT hat die Banken des Landes seit 2014 beunruhigt, als die EU und die USA die erste Runde internationaler Sanktionen gegen Moskau durchführten wegen der behaupteten Teilnahme an der Ukraine-Krise und der Wiedervereinigung mit der Krim.

Der Ratgeber des russischen Präsidenten in Internetfragen, German Klimenko, sagte neulich, dass Moskau sogar bereit ist, eine Absperrung von dem weltumspannden Web zu handhaben, da das eigene Internet des Landes fertig ist. Russland hat eigene Suchmaschinen, soziale Netzwerke und Reklame, was es weniger abhängig macht von dem globalen Internet, sagte er.

rt.com 23/3

Die Ukrainer haben das Chaos satt

78,8 % der Ukrainer unterstützen nicht die gegenwärtige Regierung des Landes und mehr als die Hälfte will vorgezogene Wahlen haben, zeigt eine Meinungsumfrage des Sofiazentrums für sociologische Untersuchungen.

Die Hälfte der Befragten sagt, dass sie «ganz und gar» gegen die jetzige Regierung sind und nur 1,7% geben ihr die «volle» Unterstützung. Wenn morgen Wahlen stattfänden, würde der jetzige Päsident Petro Poroschenko 9,5 % der Stimmen erhalten. Julia Timoschenko würde 14,3 erhalten und Oleg Bojko («Oppositionsblock») bekäme fast genau so viele Stimmen wie Poroschenko, nämlich 9,3 %.

intellinews.com 24/3, interfaks-ukraina 23/3

Gasleitung für den Frieden

Nord- und Südkorea könnten zusammenarbeiten bei einem Gasleitungsprojekt aus Russland durch Nordkorea runter nach Südkorea.

«Sollte sich die Sicherheitssituation auf der Koreahalbinsel verbessern können wir das Projekt einer Gasleitung näher untersuchen, die gemeinsam von Russland und Korea gebaut werden würde,» sagte Südkoreas Außenminister Kang Kyung-wha auf einem Forum über regionale Energie- Zusammenarbeit in Seoul, wurde von dem Nachrichtenbüro Yonhap berichtet.

«Wenn die Nordseite auch am Gespräch über Nordostasiens Energie-Zusammenarbeit beteiligt, würde das als Katalysator fungieren, der zur Verringerung der geopolitischen Spannungen in der Region beitragen würde,» sagte sie.

Russlands Gazprom will seit langem Gas an das energie-hungrige Südkorea liefern. Das Projekt war jedoch nicht durchführbar, da die Rohrleitung Nordkorea durchqueren muss. «Der Gedanke hinter der Gasleitung sieht sehr schwer für die Durchführung aus, besonders beim Gedanken über den komplexen politischen und militärischen Zusammenhang auf Koreas Halbinsel und den offenbaren politischen Risiken,» sagte Gazprom 2012.

2008 unterzeichnete Russland mit Südkorea ein präliminäres Abkommen über Lieferung von russischem Gas und Verhandlungen mit Nordkorea wegen eines Transit beganne 2011, aber sie fuhren fest. Südkorea wird gezwungen, Gas in flüssiger Form (LNG) zu kaufen, obwohl Pipeline-Gas billiger ist. Seoul war unruhig, dass eine Rohrleitung von Pyongyang zur Erpressung benuntzt werden könnte. Neue Hoffnungen über bessere Verbindungen zwischen beiden Ländern erwachten bei der Winterolympiade 2018 in Südkorea, als die koreanischen Sportler als gemeinsames Team bei der Eröffnungszeremonie auftraten.

rt.com 30/3

Quelle – källa – source

http://rysk.info

Quelle: https://einarschlereth.blogspot.de/2018/04/neue-post-aus-russland-vom-2-april-2018.html#more

Gruß an die Mitdenkenden

TA KI

Erbitterter Gas-Krieg gegen Putin


wladimir-putin-geolitico-600x300

Die Gaspipeline Nord Stream 2 von Russland nach Rügen soll die Energieversorgung Europas sichern. Doch CDU-Politiker und die EU wollen das Projekt sabotieren.

Über die Migrationsströme und eine nicht enden wollenden Debatte über Rechtspopulismus in Deutschland ist der Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 vollkommen in Vergessenheit geraten. Politisch aber entwickelt sich das  Vorhaben zu einem Kriegsschauplatz.

Auf der einen Seite treibt der russische Staatskonzern Gazprom den Bau einer zweiten Erdgas-Trasse durch die Ostsee mit aller Kraft voran. Ende Oktober kamen die ersten 148 von insgesamt 90.000 Stahlrohren auf der Insel Rügen an, wo sie mit Beton ummantelt und für die Verlegung vorbereitet werden.

Auf der anderen Seite arbeiten genügend Saboteure daran, den Bau zu verhindern, der ihnen so gar nicht in die von Nato-Expansionsplänen und von Sanktionen gegen Moskau geprägte Großwetterlage passen will. Nicht ohne Grund warnte Gazprom-Vizepräsident Alexander Medwedew unlängst mit drastischen Worten vor einem Scheitern der zweiten Pipeline:

„Das käme einem Scheitern Europas gleich. Es wäre ein Diktat der Politik, die sich über wirtschaftliche Erfordernisse hinwegsetzt.“

Wie ein Drama aus dem Kalten Krieg

Trotz der noch fehlenden Genehmigungen für die etwa 1200 Kilometer lange Erdgaspipeline von Russland nach Deutschland hat Nord Stream II eigenen Angaben zufolge bislang Aufträge von vier Milliarden Euro ausgelöst und damit die Hälfte der Gesamtinvestitionssumme verplant.

Politisch betrachtet zeigt das Pipeline Großprojekt längst Züge eines klassischen Dramas aus der Zeit des Kalten Krieges. Washington, Brüssel und Warschau werden nicht müde mittels diplomatischer Keulen die Umsetzung des Pipeline-Projekts zu stoppen.

Besonders auffällig ist die Instrumentalisierung von offenbar hirngewaschenen Transatlantikern wie etwa der CDU-Politiker Norbert Röttgen oder Elmar Brok, die mit teilweise abstrus wirkender Argumentation aus allen Rohren schießen, mit dem Ziel den Pipelinebau zu verhindern. [1]

Am Wochenende reagierte Röttgen auf Medwedew Warnung:

„Die Sprachregelung der Bundesregierung, Nord Stream 2 habe als privatwirtschaftliches Projekt nichts mit Politik zu tun, finde ich inakzeptabel und provokativ.“[2]

Die Gasleitung berühre polnische, ukrainische und baltische Sicherheitsinteressen:

„Sie zu missachten, kann zu einer weiteren Spaltung innerhalb der Europäischen Union führen.“

Außerdem brachte er den Verzicht auf die Pipeline als eine Art Strafe für Russlands Vorgehen in der Ostukraine und seine Kriegsführung in Syrien Spiel. Russlands Verhalten dürfe schließlich nicht folgenlos bleiben. Röttgen:

„Wir können Verletzungen des Völkerrechts und des Kriegsrechts nicht durch Geschäfte mit Russland belohnen.“

Merkel laviert

Mit solchen Aussagen stützt der Transatlantiker Röttgen die Interessen seiner Einsager. Aber auch die Grünen stehen ihm dabei in nichts nach. So sagte der frühere Parteichef und heutige Europa-Abgeordnete:

„Gerhard Schröder engagiert sich für den russischen Energieexport, aus dem der russische Kriegsexport finanziert wird.“

Bereits im Dezember 2015 hatte der ukrainische Präsident und Scharfmacher Petro Poroschenko die Unterstützung von US-Vize Joe Biden gegen den Bau von Nord Stream 2 erhalten, was angesichts Bidens Verwicklungen in die ukrainische Korruption gewiss keiner großen Überzeugungsarbeit bedurfte.

In diesem Zusammenhang erscheint jedoch bemerkenswert, dass ebenfalls im Dezember 2015 der Wendehals geübte SPD-Chef Sigmar Gabriel in seiner Funktion als Wirtschaftsminister offenbar im Einklang mit Kanzlerin Angela Merkel verdeutlichte, dass Nord Stream-2 sowohl im Interesse Deutschlands als auch für die anderen EU-Mitgliedsstaaten wirtschaftlich vorteilhaft sei.

Gleichwohl wurde in Brüssel versucht, die Umsetzung des Projekts zu stoppen. Akribisch versuchten EU-Behörden rechtliche Hebel zu finden, um Nord Stream 2 zu verhindern.

Laut der Direktion für Energie bei der EU-Kommission sollten sich die Regeln der EU auf das Projekt ausdehnen, darunter auf die Teile der Pipeline, die durch die Ostsee verlegt werden. In diesem Fall sollten die Regeln der EU gelten, die es dem Gaslieferanten verbieten, gleichzeitig Infrastrukturobjekte zu besitzen, was Gazprom die Kontrolle über die Pipeline entziehen würde. Dann jedoch kam die Rechtsdirektion der EU-Kommission zu dem Schluss, dass sich die Regulierungsvorschriften des EU-Energiemarktes nicht auf das Projekt ausdehnen.

Oettingers „Schlitzaugen-Rede“

Der damit aufgewirbelte Staub hat offenbar Wirkung gezeigt und den gesunden Menschenverstand einer zunehmend größeren Schar von EU-Parlamentariern gründlich beeinträchtigt. In einer kürzlich veröffentlichten und mehr als fragwürdigen Pressemitteilung des EU-Parlaments war zu lesen, dass Nord Stream 2 nicht den Interessen der Europäischen Union entspräche.

Wenn die Pipeline errichtet werde, würde dies unbedingt eine fundierte Einschätzung der Erreichbarkeit der Flüssiggas-(LNG)-Terminals und eine detaillierte Bewertung des Zustands des Nord-Süd-Gaskorridors fordern, meinten die Europarlamentarier. Mit ihrem Statement wollten die Abgeordneten glauben machen, dass der Bau von Nord Stream 2 die Energiesicherheit der Region und die Diversifikation der Gaslieferungen beeinträchtigen wird.

Da manche dieser Abgeordneten offenbar ein gespaltenes Verhältnis zu historischen Fakten haben, wollen oder können sie nicht akzeptieren, dass Russland selbst auf dem Höhepunkt des kalten Krieges seinen vertraglich zugesicherten Gas-Lieferverpflichtungen stets ohne wenn und aber nachgekommen ist!

Insofern sticht jene Argumentation bestenfalls bei unterbelichteten Anti-Russland-Protagonisten und gibt im Zusammenhang mit der Erwähnung von LNG-Terminals erneut Anlass darüber nachzudenken, ob damit eine breite Grundlage für künftige Exporte von teurem US-Schiefergas nach Europa die Türen geöffnet werden sollen.

Den sprichwörtlichen Vogel schoss jedoch der für seine schlichte Impertinenz bekannte EU-Kommissar Günther Oettinger während seiner „Schlitzaugen-Rede“[3] in Hamburg ab:

„Schröder soll nun Tengelmann und Kaiser retten? Nun, jetzt er ja auch Zeit. North Stream 2 wird nicht gebaut, und seine Frau ist weg.“

Dem ist nichts hinzuzufügen!

 

Amerkungen

[1] http://www.zeit.de/politik/2016-10/nord-stream-2-gaspipeline-norbert-roettgen-fordert-stopp-russland

[2] http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/nord-stream-2-widerstand-gegen-putins-pipeline-waechst-14507991.html

[3] http://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/oettinger-poebelt-gegen-schwule-und-chinesen-100.html

Quelle: http://www.geolitico.de/2016/11/02/erbitterter-gas-krieg-gegen-putin/

Gruß an die Mitdenker

TA KI

Forscher klettern in Sibiriens mysteriösen Krater


riesige-krater-in-sibirien-haben-im-sommer-weltweit-aufsehen-erregt-jetzt-sind-forscher-in-eines-der-erdloecher-geklettert-um-seine-entstehung-zu-entraetseln-Riesige Krater in Sibirien haben im Sommer weltweit Aufsehen erregt. Jetzt sind Forscher in eines der Erdlöcher geklettert, um seine Entstehung zu enträtseln. Der Energiekonzern Gazprom soll bereits ein Geschäft wittern.

Kreisrund, Dutzende Meter im Durchmesser, die tiefdunklen Wände spiegelglatt: Luftaufnahmen eines Erdlochs in Sibirien zogen im Sommer viel Aufmerksamkeit auf sich.

Ein Meteoriteneinschlag, ein Waffentest oder gar die Landung Außerirdischer wurden als Ursachen gehandelt. Forscher stehen immer noch vor einem Rätsel – auch wenn eine plausibel erscheinende Theorie besagt, dass der merkwürdige Krater durch einen Methanaustritt entstanden ist.

Sibiriens Permafrostboden ist reich an gefrorenem Methan. Taut das Hydrat auf, verwandelt es sich wieder zu Gas – und kann explosiv ans Tageslicht treten. Zudem wurden in dem Erdloch erhöhte Mengen an Methan gemessen.

Jetzt haben Forscher des Russischen Zentrums für Arktisforschung erstmals den Krater auf der Halbinsel Jamal von innen untersucht – bei minus elf Grad. Teamleiter Wladimir Puschkarew sagte der „Siberian Times“, erst die niedrigeren Temperaturen hätten eine gefahrlose Kletterpartie ermöglicht, da sie das Loch stabilisiert hätten. Die Wissenschaftler haben diverse Proben genommen und Messungen durchgeführt. Sie hoffen, bald mehr über die Entstehung des Kraters zu wissen. Denn ob er wirklich durch einen Methan-Austritt entstand, ist keinesfalls bewiesen. Zudem ist rätselhaft, warum er kreisrund ist und spiegelglatte Wände besitzt.

Inzwischen sind mehrere dieser Krater bekannt, und sie wecken offenbar auch Geschäftsinteressen. Wie die „Siberian Times“ weiter berichtet, ist der russische Energiekonzern Gazprom an den Erdlöchern interessiert. Forscher des Gasgeologie- und Geophysik-Instituts Trofimuk, das zur Russischen Akademie der Wissenschaften in Nowosibirsk gehört, sollen im Auftrag der Firma die Krater untersucht haben.

„Methanhydrat kann eine alternative Energiequelle sein, wenn uns das herkömmliche Schiefergas ausgeht“, sagte Igor Jelzow, Vizechef des Instituts, der Zeitung. Bereits im September sei eine erste Expedition der Frage nachgegangen, ob eine Gasförderung infrage komme. Derzeit verhandle Gazprom mit den Wissenschaftlern über eine mögliche weitere Expedition Anfang 2015.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/wissen/id_71883690/forscher-klettern-in-sibiriens-mysterioesen-krater.html

Gruß an die Forscher

TA KI

Merkel: EU-Steuerzahler sollen Schulden der Ukraine finanzieren


Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zugestimmt, dass die EU-Steuerzahler für die Schulden der Ukraine bei Gazprom aufkommen dürfen. Dies soll zunächst durch einen Übergangskredit geschehen. Wie hoch dieser ist und wann die bankrotte Ukraine den Kredit zurückzahlen wird, soll am Dienstag in Brüssel beraten werden.

Angela Merkel beim Slowakei-Besuch mit Kollege Robert Fico am Montag: Beide Regierungschefs verlangen, dass Kiew mehr Verantwortung übernehmen müsse. Dabei soll unter anderem ein Überbrückungskredit helfen. (Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel wertet die Übergangslösung zwischen der Ukraine und Russland als wichtigen Schritt für eine Lösung des Gasstreits. „Wir haben ein gutes Stück der Wegstrecke bewältigt, aber wir sind noch nicht am Ziel“, sagte Merkel am Montag auf einer Pressekonferenz in Bratislava. Nun müsse für die Ukraine ein Überbrückungskredit bereitgestellt werden, um Gaslieferungen bezahlen zu können. Darüber werde es in den kommenden Tagen weitere Gespräche geben. „Es gibt noch Klärungsbedarf, wenngleich es auch schon schlechter aussah“, sagte Merkel bei einem Treffen mit dem slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico.

Beide Regierungschefs verlangten gleichzeitig, dass Kiew mehr Verantwortung übernehme. „Wir sind uns mit der Slowakei einig, dass jeder seinen Beitrag leisten muss“, so Merkel.

Fico sagte: „Wir haben mit der Sicherstellung des sogenannten Reverse-Flow von Gas in die Ukraine (Umkehr des Gastransits von West nach Ost) unseren Teil der Verantwortung übernommen. Aber es wird nicht so funktionieren, dass die Ukraine erwartet, alle werden etwas zur Lösung der ukrainischen Probleme tun, nur die Ukraine selbst nicht.“ Es dürfe nicht erwartet werden, dass die EU die ukrainischen Gasschulden bei Russland übernehme. Ficos Unmut ist verständlich: Die Russen hatten erst vor wenigen Tagen durchgesetzt, dass die Slowakei die Umleitung von russischem Gas in die Ukraine stoppt.

Die Ukraine und Russland verhandeln ab Dienstagvormittag in Brüssel weiter über eine Lösung im Streit um Gaslieferungen. EU-Energiekommissar Günther Oettinger versucht dabei, zwischen dem ukrainischen Energieminister Juri Prodan und seinem russischen Gegenüber Alexander Nowak zu vermitteln. Die Ukraine hofft auf eine Einigung mit dem wichtigen Gaslieferanten Russland noch vor dem Winter. Moskau beharrt auf der Begleichung ukrainischer Schulden für frühere Lieferungen.

Strittig ist nach Angaben der EU-Kommission, wie viel die Ukraine für schon erfolgte Gaslieferungen zahlt und wann dies geschehen soll. Auch wie viel Gas das Land den Winter über aus Russland erhält und zu welchen Konditionen, ist noch unklar.

Petro Poroschenko hatte am Wochenende eine Einigung mit Russland auf einen „Winterpreis“ von 385 Dollar je 1000 Kubikmeter verkündet. Der russische Außenminister Sergej Lawrow bestätigte in Moskau der Agentur Interfax zufolge, dass über einen Preis für die kommenden fünf Monate gesprochen worden sei. Russland verlangt von der Ukraine bis zum Jahresende 4,5 Milliarden US-Dollar (rund 3,5 Milliarden Euro) für frühere Lieferungen, zweifelt aber an der Zahlungsfähigkeit Kiews.

Putin und Poroschenko hatten sich vergangene Woche darauf geeinigt, dass die EU eigentlich am besten geeignet sei, die ukrainischen Schulden bei Gazprom zu bezahlen. 

Diese Idee hatte Oettinger bereits im August ins Gespräch gebracht.

Vertreter Kiews und Moskaus wollen an diesem Dienstag unter Vermittlung der EU-Kommission in Brüssel über den Gasstreit weiterverhandeln. Auch die EU-Außenminister wollten nach Aussagen des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko über die mögliche Einigung auf einen Gaspreis in Luxemburg beraten. „Wir werden das nachprüfen, ob das den Tatsachen entspricht“, sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) vor dem Treffen am Montag.

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/10/21/merkel-eu-steuerzahler-sollen-schulden-der-ukraine-finanzieren/

Gruß an die Bezahler

TA KI

„Bild“ lässt Schröder keine Ruhe


.

Klage in Straßburg„Bild“ lässt Schröder keine Ruhe

Von Issio Ehrich

Der Axel-Springer-Konzern sieht sich in seiner Meinungsfreiheit beschränkt und klagt. Es geht um verbotene Berichte über den Wechsel von Ex-Kanzler Schröder zu Gazprom. Beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte fällt jetzt das Urteil.

Zum Regieren braucht man nur „Bild, Bams und Glotze“. Das hat Gerhard Schröder zu Beginn seiner ersten Amtszeit gesagt. Für ein ruhiges Leben nach der Politik muss man „Bild“, „Bams“ und Glotze wieder loswerden. Dieser Eindruck entsteht zumindest mehr als ein Jahrzehnt später.

Nach seinem Ausscheiden aus der Politik hat Schröder gegen den Axel-Springer-Konzern geklagt, um unliebsame Berichterstattung über seinen Wechsel zum russischen Energieriesen Gazprom zu verhindern. Zunächst mit Erfolg. Fast zehn Jahre lang durften „Bild“ und Co. bestimmte Mutmaßungen nicht veröffentlichen. Doch das millionenschwere Unternehmen wehrte sich, es klagte zurück. Nicht gegen Schröder in Person, aber gegen die Bundesrepublik, deren Justiz Schröder recht gegeben hatte. An diesem Donnerstag entscheidet nun der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EuGH) darüber, ob die Meinungsfreiheit des Unternehmens eingeschränkt war. Und Schröder muss sich wohl damit abfinden, dass die Öffentlichkeit sich wieder damit beschäftigt, was die „Bild“-Zeitung einst über ihn geschrieben hat. Egal, wie das Urteil ausfällt.

Im April 2005 war Schröder, noch als Bundeskanzler, zusammen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bei der Unterzeichnung einer Vereinbarung dabei, die den Bau der Nord-Stream-Pipeline besiegelte. Eine Leitung, die russisches Erdgas über die Ostsee nach Deutschland pumpt. Ein Milliardengeschäft. Einen Monat später überschlugen sich in der deutschen Politik die Ereignisse. Nach schweren rot-grünen Verlusten in den Bundesländern stellte Schröder die Vertrauensfrage im Bundestag, und er verlor sie. Es kam zu Neuwahlen, bei denen sich die SPD nicht durchsetzen konnte. Schröder stieg aus der Politik aus. Nur ein paar Wochen später stieg er als Vorsitzender in die Nord-Stream-AG ein. Weil er das Projekt als Kanzler vorangetrieben hatte, hatte das für viele ein Geschmäckle. Die Vermutung, der Job sei ein Bonbon gewesen, lag in der Luft.

Auch schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten

Die „Bild“-Zeitung ging in einem Artikel allerdings noch etwas weiter. Sie ließ den Eindruck entstehen, Schröder habe die Kanzlerschaft wegen des lukrativen Postens aufgegeben. Das Blatt zitierte einen FDP-Politiker, der die Frage aufwarf, ob Schröder „persönliche Motive“ gehabt habe, „als er in politisch aussichtsloser Lage Neuwahlen herbeiführte“.

Für Axel Springer ist das Verfahren ein Erfolg – egal, wie das Urteil lautet. Die Urteilsverkündung beschert dem Unternehmen Aufmerksamkeit. Sollten die Richter auch noch zu dem Schluss kommen, dass die Meinungsfreiheit der Mediengruppe eingeschränkt war, kann es obendrein auf Schadenersatz hoffen. Für Schröder dagegen dürfte der Streit um „Bild, Bams und Glotze“ lästig sein. Ob er den Blick der Deutschen auf ihren früheren Kanzler noch bedeutsam verändert, ist allerdings fraglich. Schon jetzt gilt schließlich als sicher: Die besondere Nähe Schröders zum russischen Präsidenten Wladimir Putin ist ein gesetztes Kapitel in Geschichtsbüchern und Biografien.

Gegen das Urteil ist eine Berufung möglich.

Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Bild-laesst-Schroeder-keine-Ruhe-article13182371.html

Gruß an die Amerika- treuen Medienhuren

TA KI

Putins Wirtschafts-Berater fordert Anti-Dollar-Allianz.Washington treibt Europa in die Abhängigkeit der VSA


Putin schmiedet globale Allianz gegen den Dollar

Putins Wirtschafts-Berater fordert eine weltweite Anti-Dollar-Allianz. Die Europäer sollen eine Vorreiter-Rolle im Finanz-Krieg gegen die USA spielen. Washington komme es letztendlich darauf an, Europa in die Abhängigkeit von Amerika zu treiben.

putin

Der russische Präsidenten-Berater Sergej Glasjew möchte Amerika wirtschaftlich schwächen, um die „US-Kriegsmaschine“ zu stoppen.

Er fordert eine „breite Anti-Dollar-Allianz“, die den US-Dollar als internationale Handelswährung umgeht. Die Mitglieder jener Allianz sollten dann auch den US-Dollar als Reservewährung fallen lassen. Das sei der erste Schritt, für die Bildung einer weltweiten Anti-Kriegs-Koalition.

Eine Vorreiter-Rolle in der Schaffung jener Koalition könnten die Europäer spielen. Denn die USA versuche, einen Krieg innerhalb Europas und einen neuen Kalten Krieg gegen Russland anzuzetteln. Die Interessen europäischer Unternehmen seien massiv gefährdet. Diese Einschätzung Glasjews sei richtig, zitiert Zerohedge einen Artikel des VoR-Journalisten Valentin Mândrăşescu.

Denn deutsche, österreichische, französische und italienische Firmen hatten sich gegen die Russland-Sanktionen gestellt. So könnte die Ukraine-Krise schon bald in einen Kampf um Europas Unabhängigkeit von den USA ausarten.

Denn die neuen anstehenden Russland-Sanktionen werden erhebliche Kosten für die Europäer mit sich bringen. Der Schaden für die EU-Wirtschaft werde schätzungsweise eine Billion Euro betragen. Der russische Energie-Konzern Gazprom werde aus dem EU-Markt weitgehend verdrängt werden. Der einzige alternative Energie-Quelle für Europa wäre dann Flüssig-Erdgas (LNG) aus den USA.

Im März hatte Glasjew den USA schon einmal mit einem Finanz-Krieg gedroht. Russland drohte im Falle von Sanktionen alle seine US-Staatanleihen abzustoßen. Zudem würde das Land auf den Dollar komplett verzichten und Kredite von US-Banken nicht mehr bedienen.

Dadurch will Russland den „Zusammenbruch des US-Finanzsystems“ erzwingen (mehr hier). Anschließend wurden die Bestände an US-Staatsanleihen um 20 Prozent zurückgefahren (mehr hier).

Doch diesmal möchte Glasjew die Europäer mit ins Boot holen. Offenbar weiß der Kreml, dass Russland die USA im Alleingang nicht bezwingen kann.

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/20/putin-schmiedet-globale-allianz-gegen-den-dollar/

Gruß an die Dollarumgeher

TA KI