Ukraine will schwere Waffen doch nicht abziehen


Es sollte ein wichtiger Schritt in Richtung Konfliktlösung sein. Doch nun haben die ukrainischen Streitkräfte nach Rebellenangriffen in der Nacht den vereinbarten Waffenabzug abgesagt.

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Die ukrainischen Streitkräfte haben den vereinbarten Abzug ihrer schweren Waffen am Montag abgesagt. Sprecher verwiesen auf einen Beschuss von Armeestellungen in der Nacht. Entsprechend könne von einem Abzug der Waffen keine Rede sein, sagte ein Militärvertreter im Fernsehen.

Die Ukraine hat den prorussischen Separatisten vorgeworfen, trotz der Waffenruhe weiter Stellungen der Regierungstruppen anzugreifen. „Solange der Beschuss ukrainischer Stellungen fortgesetzt wird, ist es unmöglich, über einen Rückzug zu sprechen“, sagte er. Dieser werde erst beginnen, wenn die Rebellen ihre Angriffe entsprechend der Vereinbarung zur Waffenruhe in Gänze stoppen würden.

Dabei war der Waffenabzug als wichtiger Schritt in Richtung Lösung des Konflikts erst am Wochenende vereinbart worden. Die ukrainische Armee und prorussische Separatisten hatten sich auf einen schnellen Abzug schwerer Waffen von der Front im Osten des Landes verständigt. Eine entsprechende Vereinbarung sei in der Nacht zu Sonntag unterzeichnet worden, sagte Rebellenkommandeur Eduard Bassurin der Nachrichtenagentur Interfax.

Der Abzug der Artillerie werde noch am Sonntag in die Wege geleitet, sagte Bassurin. Er werde zwei Wochen in Anspruch nehmen. Da noch Vorbereitungen getroffen werden müssten, werde der eigentliche Abtransport der Waffen am Dienstag beginnen, wurde der Rebellenchef von der Agentur Tass zitiert.

Gefangenenaustausch als Entspannungssignal

Vorangegangen war ein Austausch von Gefangenen: Mehr als 130 Soldaten und 50 Rebellen wurden an die jeweils andere Seite übergeben. Ungeachtet der Entspannungssignale warfen sich die gegnerischen Parteien den Bruch der in Minsk vereinbarten Waffenruhe vor.

Die Ukraine befürchtet einen Rebellenangriff auf das strategisch wichtige Mariupol. Die Führung in Kiew machte unterdessen prorussische Kräfte auch für einen Anschlag auf eine Friedenskundgebung in Charkow verantwortlich, bei dem mindestens zwei Menschen starben und zehn weitere verletzt wurden.

Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/article137730252/Ukraine-will-schwere-Waffen-doch-nicht-abziehen.html

Gruß an die Vorbereiteten

TA KI