Rund einen Monat vor Neuwahlen: Parlament in London aufgelöst


In London wurde das Parlament aufgelöst. Mehrere Abgeordnete kündigten bereits an, bei der Neuwahl nicht anzutreten. Darunter ist der ehemalige Finanzminister George Osborne.

Gut einen Monat vor der Neuwahl in Großbritannien ist am Mittwoch das Parlament in London aufgelöst worden. Kurz nach Mitternacht verloren die 649 Abgeordneten ihre Rechte als Mitglieder des britischen Unterhauses.

Premierministerin Theresa May wurde im späteren Tagesverlauf bei Königin Elizabeth II. im erwartet, wie die Regierung mitteilte. Die Königin müsse zwar nicht ihre Zustimmung zu der Auflösung geben, werde aber von May auf den neuesten Stand gebracht. Die Neuwahl findet am 8. Juni statt. Dafür hatte May bereits vor zwei Wochen vom Parlament grünes Licht erhalten.

Mehrere Abgeordnete kündigten bereits an, bei der Neuwahl nicht anzutreten. Darunter ist der ehemalige Finanzminister George Osborne. Er ist fortan Chefredakteur des Londoner „Evening Standard“.

Auch Douglas Carswell, vor seinem Parteiaustritt vor wenigen Wochen einziger Ukip-Abgeordneter, will sich nicht mehr zur Wahl stellen.

Die deutschstämmige Labour-Politikern Gisela Stuart teilte mit, es sei Zeit, den „Staffelstab weiterzugeben“. Stuart war eine der führenden Figuren in der Kampagne für den EU-Austritt Großbritanniens (Brexit). (dpa)

Quelle: http://www.epochtimes.de/politik/europa/rund-einen-monat-vor-neuwahlen-parlament-in-london-aufgeloest-a2109728.html

Gruß an die Erkennenden

TA KI

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London zahlt Uralt-Anleihen an das Volk zurück


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Sie halten noch britische Staatsanleihen nach der Südseeblase von 1720? Oder jene zur nachträglichen Finanzierung des 1. Weltkriegs? Dann erhalten Sie bald einen Scheck aus London.

Das Vereinigte Königreich will seine gesamten Schulden aus dem Ersten Weltkrieg in Höhe von 1,9 Milliarden Pfund (etwa 2,4 Milliarden Euro) bezahlen. Der britische Finanzminister George Osborne sagte, dies sei ein Zeichen für die Glaubwürdigkeit der Regierung und ein „guter Deal“ für die derzeitigen Steuerzahler. Der Regierung kommen die derzeit sehr niedrigen Zinsen zur Refinanzierung ihrer Schulden zugute. Angesichts dessen rechnet sich das Papier für das Finanzministerium nicht mehr.

Mehr als 120.000 Briten, die Kriegsanleihen der Regierung aus dem Jahr 1932 besitzen, sollen ausbezahlt werden. Das Papier war im Nachklang des 1918 beendeten Ersten Weltkriegs emittiert worden, um Kriegsschulden zu refinanzieren.

„Ein wenig Zauber geht verloren“

Am Finanzmarkt wird dem historischen Papier nachgetrauert: „Für alle, die den Anleihenmarkt schon sehr lange verfolgen, geht damit ein wenig Zauber verloren“, sagte Barclays-Analyst Moyeen Islam. Das Wertpapier war eine sogenannte ewige Anleihe („perpetual bond“), die jederzeit aufgestockt werden konnte. Amtlichen Schätzungen zufolge zahlte Großbritannien seit dem Jahr 1917 Zinsen in Höhe von etwa 5,5 Milliarden Pfund für die Anleihen.

Auch Obligationen aus dem 18. Jahrhundert will die Regierung zurückzahlen. Das Königreich hatte sich damals im Zusammenhang mit einer im Jahr 1720 geplatzten Spekulationsblase, der sogenannten Südseeblase, hoch verschuldet.

Briten verstoßen gegen Maastricht-Kriterien

Großbritannien kämpft mit einem großen Schuldenberg und wird auch in den nächsten Jahren die Maastricht-Kriterien der Europäischen Union bei der Aufnahme neuer Kredite reißen. Im laufenden Haushaltsjahr 2014/15 muss Großbritannien 91,3 Milliarden Pfund (115 Milliarden Euro) neue Schulden aufnehmen, wie Finanzminister Osborne in seinem Herbst-Ausblick bekanntgab. Dies entspricht mehr als fünf Prozent des Bruttoinlandsproduktes – mehr als Frankreich und Italien.

Das Defizit liegt auch um fünf Milliarden Pfund höher, als Osborne selbst noch vor einem halben Jahr vorausgesagt hatte. Die EU-Kriterien erlauben eine Neuverschuldung in Höhe von drei Prozent. Im nächsten Finanzjahr 2015/2016 soll die Aufnahme neuer Schulden auf rund vier Prozent der Wirtschaftsleistung sinken – vorausgesetzt, Osbornes Wachstumsprognose geht auf.

Quelle: http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Wirtschaft/d/5810274/london-zahlt-uralt-anleihen-an-das-volk-zurueck.html

Gruß an die Altanleihenbesitzer

TA KI