Die Erfindung des Christentums im 14.-16. Jahrhundert


Das haben Sie in der Schule ganz anders gelernt. Aber man konnte uns in der Schule keinen triftigen Grund nennen, warum sich gerade dieser komische Glaube im alten Rom gegen viel vergnüglichere Kulte oder viel intelligentere Philosophien hätte durchsetzen können.

 Eine kurze Skizze des Themas:raffael-die-schule-von-athen

 Der Jesuit Jean Hardouin hat behauptet, dass es vor dem Jahr 1300 kaum echte Schriften gab. Die Schriften der alten Kirchenväter seien spätere Fälschungen, die in frühe Jahrhunderte zurückdatiert wurden und deren Verfasser meist noch in Gebieten wie Nordafrika gelebt haben sollten, die inzwischen vom Islam erobert waren, so dass der Phantasie keine Grenzen gesetzt waren. Der mit der Geschichte Englands sehr vertraute Edwin Johnson folgte den Argumenten von Hardouin und konnte für Englands Geschichte nachweisen, dass es tatsächlich vor der Zeit Heinrichs VIII. kaum sichere Quellen gab und dafür viele offensichtlich später geschaffenen Werke aufgetaucht waren, deren Echtheit bezweifelt werden müsse, weil frühere Zeitgenossen und Gelehrte nichts von diesen Werken oder Geschehnissen wussten.

 Für den deutschen Sprachraum ist bekannt, dass die bedeutendsten Werke plötzlich in Klöstern aufgetaucht sein sollen, gefunden von genau den Humanisten, die so sehr auf deren Thematik spezialisiert waren, dass sie sich diese Bücher auch genauso gut selber ausgedacht und geschrieben haben konnten.

 Nach Edwin Johnson war das Christentum eine Erfindung von vordem militärischen Mönchsorden, die Europa gegen den Ansturm des Islam verteidigt hatten. Der Islam wäre also die älteste Religion, die sich auf eine Heilige Schrift stützt. Die Juden hätten die Idee der Mohammedaner aufgegriffen und sich mit den Büchern von Moses auch eine Buchreligion geschaffen.

 Nur den Griechen und Römern und übrigen Nordeuropäern fehlten brauchbare Schriften. Die Mönche fanden vor allem die heiligen Schriften der Juden ganz gelungen und suchten nach einem Trick, um sich deren religiöse Werke aneignen zu können. Natürlich ohne die komplizierten Gesetze beachten zu müssen und ohne die politischen Unruhen, die mit der noch im 13. Jahrhundert immer wieder aufflammenden Hoffnung der Juden auf das Erscheinen des Messias verbunden waren.

 Wir kennen den Dreh, mit dem die heiligen Schriften der Juden schließlich zur Heiligen Schrift der Christen wurden, die Ankunft ihres Messias in eine ferne Vergangenheit gerückt war, in der sie ihn nicht anerkannt hatten, und die Gesetze des Alten Bundes durch den Neuen Bund aufgehoben wurden.

 Unbeantwortet ist nur noch die Frage, wann genau sich die Erfindung des Christentums abgespielt hat.

 Möglicherweise im alten Rom des 4. Jahrhunderts oder sehr viel später, so dass die Kirche gezwungen war, wollte sie älter erscheinen als der Islam, einige Jahrhunderte vor dem Jahr 1300 mit der Hilfe ihrer Mönche in den Schreibstuben der Klöster mit erfundenen Geschichten der frühen Christen und Heiden zu füllen.

 So könnten im Laufe der Zeit ganze Bibliotheken mit alten Werken entstanden sein, nicht nur die Geschichte der christlichen Märtyrer, die Kirchenväter, sondern auch passend dazu die Werke alter römischer und griechischer Dichter und Denker und Historiker. Manches Problem, etwa mit der Überlieferung des Homer, wäre überwunden, wenn diese Werke erst von den Humanisten der Renaissance geschaffen und dann den alten Griechen und Römern zugeschrieben wurden. Die Aktualität der Gedanken des Aristoteles zum Zeitpunkt des Erstdrucks seiner jeweiligen Schriften braucht uns dann auch nicht mehr zu wundern.

 Aber ist die Geschichte nicht von den Historikern lückenlos erschlossen worden? In den Geschichtsbüchern sieht es auf den ersten Blick so aus, bis der kundige Leser sich selbst mit den Quellen näher beschäftigt. Da ergeben sich erstaunliche Erkenntnisse, etwa über Rom im 6. Jahrhundert laut einem Johannes Diaconus, angeblich aus dem 9. Jh.:

 Nur einen Mangel mußte der gelehrte Mönch bedauern: man konnte an der Kurie Gregors nicht Griechisch reden. Der Papst selbst bekannte, daß er nicht Griechisch verstand, und dies ist auffallend, da er doch so viele Jahre als Nuntius in Konstantinopel gelebt hatte; denn dort konnte er täglich Griechisch reden, wenn auch die höfische und offizielle Sprache noch immer die lateinische war. In Byzanz wiederum gab es niemand, der lateinische Schriften gut zu erklären wußte, und so sehen wir, wie vollständig die Entfremdung beider Städte voneinander und Roms von der klassischen Literatur der Griechen geworden war.

Ferdinand Gregorovius: Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter – Kapitel 63

 Da hätte ein Papst Gregor kein Griechisch gekonnt, obwohl jahrelang Nuntius in Konstantinopel. Dort habe der Hof aber Latein geredet und darum die lateinischen Schriften der alten Römer nicht gut zu erklären gewusst. Die Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter ist voll solcher Ungereimtheiten, die nur den Schluss erlauben, dass Papst Gregor wie seine Nuntiatur in Konstantinopel erfunden sind. Die Unkenntnis des Griechischen hält sich in Rom und ganz Italien bis zur Eroberung Konstantinopels durch die Türken. Erst die Flüchtlinge aus Griechenland scheinen in den folgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten die Kunde von der großen Kultur und die Schriften der alten Griechen im ganzen christlichen Europa verbreitet zu haben. Vorher gab es die Schriften der alten Griechen vermutlich nicht und auch keine alten Römer, die sie gelesen und über sie geschrieben hatten, bis dann der berühmte Homer samt Sokrates, Platon und Aristoteles in Rom angeblich völlig vergessen worden sein mussten und auch aus Konstantinopel keines der alten Werke nach Rom kam oder vom Latein sprechenden Hof übersetzt werden konnte. Jedenfalls nicht bis zur Eroberung der Ewigen Stadt Konstantinopel durch die Türken, nach der die ins Exil geflohenen Griechen ihr Schwert mit der Feder tauschten und die ehrfürchtigen Europäer die große Kultur der Griechen lehrten.

 Der Papst Gregor müsste allerdings, wenn es ihn gegeben hat, der Kultur der alten Griechen auf ganz andere Weise verbunden gewesen sein:

 Gregor eroberte als »Konsul Gottes« auch das ferne britische Eiland für Rom. Es wird erzählt, daß er eines Tags, ehe er noch Papst war, auf dem Forum, wo man damals Sklavenmärkte hielt, drei schöne fremde Knaben zum Verkauf ausstellen sah, und, über ihre Herkunft belehrt, gerufen habe: »Angler, gleich wie Engel sind sie.« Er erlöste die Heimatlosen; von »apostolischem Geist« ergriffen, wollte er selbst als Missionar nach jenem Lande gehen, aber das römische Volk hielt ihn fest, und erst im Jahre 596 sandte er aus seinem Kloster eine Schar Mönche unter des Augustinus Führung nach der fernen, einst von den Römern beherrschten Insel ab. Ihr Erfolg war groß: Britannien, welches zwei Jahrhunderte früher vom Römischen Reich aufgegeben und dann von dem kraftvollen Volk der Angelsachsen erobert worden war, wurde durch ein einsames Kloster am Colosseum als neue, von Glaubenseifer glühende Provinz der orthodoxen römischen Kirche einverleibt. Gregor rief alte Erinnerungen herbei und nannte den König Adelbert und seine Gemahlin Adelberga den neuen Constantin und die neue Helena.

Gregorovius ebenda

 Da hätten also drei schöne Knaben auf dem Sklavenmarkt im christlichen Rom den Gregor an Engel und das noch unbekehrte Engelland erinnert.

Wer eigene Nachforschungen betreiben möchte, sei auf eine sehr interessante Website verwiesen, die in kurzer Form Hin- und Verweise zu unserem Thema enthält (ohne allerdings schon feste Resultate zu bieten):

 Bible (Old Testament. New Testament.) (was) is Fiction („historical Fiction“, etc.).

Jesus (was) is a Fictional character (not „historical“).

Paul (was) is a Fictional character. Etc.

Cristianism.com

 Sammlung denkwürdiger Stellen aus den heiligen Schriften:

 Compiled by Donald Morgan

 Die ältesten religiösen Gesetze dürften von Hammurapi stammen, falls wir unter religiösen Gesetzen nicht das Gebot eines eifernden Gottes (als Sprachrohr seiner um Opfer und Einfluss besorgten Priesterschaft) verstehen möchten, alle Anhänger anderer Götter abzuschlachten, sondern einen höheren moralischen Standard zugrunde legen.

 Codex Hammurapi

 ‚In the prologue [of the stela] Hammurapi [d. 1750 B.C.E. (king of Babylonia 1792 – 1750 B.C.E.)] states that the gods of old had predestined Babylon to be supreme in the world, and predestined him „to cause justice to shine in the land, to destroy the wicked and the evil, that the strong might not oppress the weak. “ ….It is significant that the authority of the law depends on its divine origin. This claim of divine origin made any infraction of the law an offense not only against the state or society but also against the divine order itself. The Bible is thus not the first way of life to claim divine authority, for the earliest books of the Bible date from long after Hammurapi’s Code. But laws like Hammurapi’s paved the way for mankind’s acceptance of Sacred Scripture as being of divine origin. Hammurapi’s claims did not stick, but ever since 621 B.C. [interesting date. source?], when the Law of Moses was once and for all time accepted as of divine origin, Scripture has stuck without interruption in Judaism, and subsequently in the daughter religions of Christianity and Islam. The success of the Bible has, in its rich prehistory, many an apparent failure, including the Code of Hammurapi.‘ [3].

Page 184

Merkwürdig bleibt, wie wenig Bezug die angeblich alte oder frühe Literatur auf diese erste Gesetzgebung nimmt. Der Verdacht, dass die Datierung des Codex Hammurapi und seines Urhebers gar nicht stimmen könnte, liegt ebenfalls nahe.

 Die Idee der Erbsünde

 Alle theologischen Fragen sind ein heikles Thema, weil es sich auf den ersten Blick um völlig absurde Kindereien handelt. Erst mit einem tieferen Blick lassen sich sinnvolle Gründe und Hintergründe erkennen. Am Beispiel der Erbsünde kann ich das kurz schildern:

 So, wie dieses Thema von den christlichen Kirchen behandelt wird, müsste man glauben, dass die Theologen entweder sämtlich zu dumm sind, um den Gehalt ihrer Lehren selber zu begreifen, oder aber so bösartig, diesen Gehalt vor ihrem Publikum zu verbergen, indem sie diesem die albernste und absurdeste Auslegung angedeihen lassen.

 Es geht bei der Erbsünde also nicht darum, dass die Eltern sich bei der Zeugung ihrer Kinder mit Fleischeslust versündigt hätten, wie es auf den Kanzeln gepredigt wurde, und die armen Kinder dafür ewig verdammt wären, falls sie nicht von einem Pfaffen mit geweihten Wässerchen benetzt werden. Sondern darum, dass alle „im Fleische“ geborenen Menschen zu bösartigen Absichten und Taten fähig und geneigt sind. Wer möchte das nach einem Blick auf die menschliche Gesellschaft und Geschichte bestreiten?

 Wir werden also im Laufe der Untersuchung auf eine rationale Grundlage der abendländischen Religion stoßen, die sich von allen von den Kanzeln gepredigten Kindereien und Absurditäten gewaltig unterscheidet.

 Der erste Sündenfall mit dem Apfel

 Falls die Herleitung dieser Geschichte (PDF S. 9) stimmt, wäre es verräterisch für die Heilige Schrift:

 Vom Griechischen (Attisch: to mälon, Jonisch: to malon) leitet sich das Lateinische malum für Apfel,
malus für Apfelbaum ab.
Von da führt der Weg durch Verwechslung und Umdeutung zum gleichnamigen Adjektiv
malus, mala, malum, was schlecht, schlimm, böse heißt.

…Dadurch erhielt der Apfel im Christentum den Sinn für Verlockung, Gefährdung, Sünde, Verderben
durch ADAM UND EVA. MALUM EX MALO – Das Übel vom Apfel, die sogenannte Erbsünde vom
Sündenfall im Paradies.

…In vielen christlichen Darstellungen nach der traditionellen Theologie wird MARIA dargestellt
mit einem Jesuskind, das mit einem Apfel spielt. Es hält den Apfel Evas in der Hand, die Ursünde.
Jetzt aber von JESUS gesühnt. Erlösung der Menschheit.

 Zumindest konnten die Theologen nicht erklären, welche Bewandtnis es wirklich mit dieser „Frucht vom Baum der Erkenntnis“ habe, die allerdings auch mehrere andere Deutungen zulässt, wenn man etwa an das „Erkennen“ einer Frau denkt. Vielleicht fällt uns noch eine sinnvolle Interpretation dieser zentralen Stelle der Heiligen Schrift ein.

 Zum Beispiel die Transsubstantiation:

 Dass die Gläubigen in ihren Heiligen Messen immer wieder das durch ein Mysterium verwandelte Fleisch und Blut ihres Heilands in Gestalt von Brot und Wein konsumieren, scheint ebenfalls auf einer Verwirrung alter Sitten und Bräuche zu beruhen, wie das Weihnachtsfest, mit dem ursprünglich die Wintersonnenwende gefeiert wurde.

 Der alte Brauch bestand wohl einfach darin, einen oder mehrere Fremde mit einem gemeinsamen Gastmahl zu empfangen und nicht den Leib des Herrn. Manchmal wurde einem Fremden auch Brot und Salz gereicht, nach dessen Verzehr er unter dem Schutz des Gastgebers stand, während bis dahin jeder den Fremden hätte erschlagen, ausrauben oder versklaven dürfen. Oder eben es wurde Brot miteinander gebrochen und aus einem Kelch gemeinsam Wein getrunken und darauf hat das Oberhaupt der Gemeinschaft den Fremden in seine Arme geschlossen und verkündet, dass dieser nun sein Fleisch und sein Blut und damit ein Bruder und gleichberechtigtes Mitglied der Familie, des Dorfes oder Stammes wäre. Von Karl May kennen wir entsprechend das Ritual der Blutsbrüderschaft bei Indianern. Es ist auch möglich, dass die Aufnahme des Fremden symbolisch vor den verehrten Ahnen erfolgte und damit sein Fleisch von deren Fleisch und sein Blut von deren Blut war.

 Das Christentum scheint es darauf angelegt zu haben, einerseits an ganz alten Bräuchen und Festen anzuknüpfen, diesen dabei aber eine völlig irrsinnige Auslegung zu geben. Dazu vielleicht später mehr, jedenfalls war der Fremde, vielleicht ein junger Mann aus einem anderen Stamm als Gatte für ein Mädchen aus dem Dorf oder einfach ein irgendwo bei der Jagd, beim Handel oder auf einem Kriegszug aufgelesener sympathischer Kerl, durch das Ritual der Kommunion für jeden aus der Sippe „mein Fleisch und mein Blut“ und nicht der Inhalt des Brotkorbs oder der Weinflasche.

 Das größte Wunder der Heiligen Schrift:

 Im alten Rom soll Caesar nach seinem Tod und manche schon zu Lebzeiten in den Rang der Götter erhoben worden sein, der Kaiser Hadrian ordnete sogar zum Andenken an seinen geliebten Antinous dessen Deifizierung an. Wie ist es zu erklären, dass der christlichen Kirche da ausgerechnet ein jüdischer Messias einfiel?

 Es war die Zeit der Buchreligion angebrochen. Man konnte auch nicht irgendwelche Bücher nehmen oder gar neu geschriebene Bücher zu heiligen Schriften erklären, sondern die Bücher mussten alt und ehrwürdig sein oder wenigstens verbreitet genug, damit ihnen hohes Alter zugeschrieben werden konnte. Ohne heilige Schriften war weder mit Caesar noch mit Antinous als Gott in Zukunft etwas anzufangen. Brauchbare Schriften hatten allein die Juden, aber wie sollte man Anspruch auf deren Werke erheben?

 Einzig der Glaube an einen jüdischen Messias konnte die heiligen Schriften der Juden in die Heilige Schrift der Christenheit verwandeln.

 Für dieses wahrlich weltbewegende Wunder des Glaubens danken die Mönche und Pfarrer der Christenheit, die sonst jegliche heilige Schriften hätten entbehren und von den Kanzeln vielleicht aus De bello Gallico oder Platons Symposion hätten lesen müssen, noch in unseren Tagen ihrem Jesus Christus als Erlöser.

 

Die Übersetzung der Heiligen SchriftGehörnter Moses

Wikipedia: Michelangelos Moses mit Hörnern statt einem Heiligenschein oder gar einer Königskrone

Rechts sehen wir den Moses (Grabmal Papst Julius II., San Pietro in Vincoli, Rom, 1515) von Michelangelo mit zwei Hörnern auf dem Kopf. Die Hörner zeugen von einem Übersetzungsproblem: Moses kam vom Berg Sinai nach heutiger Deutung mit strahlendem Antlitz zurück, hebräisch Q-R-N (qoph, resh, nun – qāran oder qärän: Horn), was als Ausstrahlung oder auch als Hörner übersetzt werden kann, so dass es in der Vulgata quod cornuta esset facies sua hieß. Noch zum Beginn des 16. Jahrhunderts war selbst in Rom in den höchsten Kreisen der Träger der christlichen Kultur die Rezeption der mosaischen Bücher nicht weit gediehen, wie wir an diesem Beispiel leicht sehen. Eine bis heute unterdrückte Übersetzung wäre, dass Moses vom Berg Sinai gekrönt herunter stieg, als König mit einer Krone auf dem Haupt. Merkwürdig, weil so naheliegend.

 Der Fehler sollte seit Hieronymus, der zum Ende des 4. Jahrhunderts in Bethlehem die Bibel in Latein übersetzt habe, niemandem aufgefallen sein? Und die Septuaginta sollte niemand auf Griechisch gelesen haben all die Jahrhunderte? Denn dort wäre es mit δεδόξασται ἡ ὄψις entweder schon im 2. Jh. v.u.Z. oder später, vermutlich im 16. Jahrhundert erst, richtig übersetzt worden. Ein gehörnter Moses findet sich übrigens an vielen christlichen Kirchen und in vielen Bildern aus dem 15./16. Jahrhundert.

 Kannte Michelangelo keinen Juden in Rom, der ihn mal schnell auf seinen Irrtum hingewiesen hätte? Der sich vielleicht durch einen gehörnten Moses gekränkt gefühlt hätte, denn ein Gehörnter ist für uns heute z. B. der Teufel oder ein betrogener Ehemann? Oder kannte die jüdische Gemeinde in Rom ihre mosaischen Schriften auch noch nicht besser im Jahr 1515?

 Die Wörter unserer Sprachen sind eng verwandt: corona für Krone oder cornu, plural cornua, für Horn klingen nach dem hebräischen qrn, wie auch nach einer deutschen Krone oder dem Horn. Eine Krone ist bildlich ein Heiligenschein, eine Ausstrahlung des Hauptes. Die Sprachen hängen viel enger zusammen, als wir das auf der Schule lernen (wo der englische war mit Krieg übersetzt wird, statt mit Wehr – siehe die Wehrmacht, das noch mit dem altfranzösischen guerre identisch ist, auch lateinisch vir (Mann, Mensch) und virtus (Tugend, Gott der Tapferkeit) etc.).

 Ein schönes Beispiel für den engen Sprachzusammenhang ist der Name des römischen Gottes Jove (Jupiter, Jove-Pater) mit dem hebräischen JHWH oder Yah, Yahu, Iahu, Io und Diodors Iao, ferner Janus und Janua oder Dianus und Diana, wohl alles aus Dyeus, mit Deus und Zeus und wohl sogar Jesus. Die Entwicklung der Götternamen aus IOU, IAO, IAΩ, IAOUE (Clemens von Alexandria) wird hier erklärt:  Thou, I and We und  Archaischer Vokalsymbolismus

Ein weiteres Beispiel ist der Koran: qurʼān von arabisch qaraʼa (lesen, rezitieren), syrisch qeryānā (Lektion) und englisch query – Question (von lateinisch quaerere „fragen“, „suchen“).

 Zur Bezeichnung Religion => re-legere (sammeln, wiederholt vortragen), Koran (das zu Lesende), Legende (zu Lesendes) bei Uwe Topper, Kalendersprung S. 285

schild-der-cornuti-quelle-wikipedia

Schild der Cornuti (Quelle Wikipedia)

Die CORNUTI: Hilfstruppen der Römer aus Germanen

 

In dem Zusammenhang sollte auch ein Blick auf die berühmten Cornuti geworfen werden. Sie hätten unter Konstantin in der Schlacht um die Milvische Brücke unter dem Christuszeichen gekämpft. Ihr eigentliches Zeichen waren aber Hörner auf dem Schild und auf ihren Helmen.

 Mit den Cornuti werden die ersten Brakteaten erwähnt, eine spezielle Münzsorte, die einmal im vierten Jahrhundert schon aufgekommen sei und später wieder in der Blütezeit des Mittelalters und des Baus der gotischen Kathedralen. Ein Jahrtausend dazwischen mit eher komischen Geschichten statt Geschichte in den Büchern der Historiker:

 Bei Brakteaten des 5. und 6. Jahrhunderts handelt es sich um kreisrunde, einseitig geprägte Schmuckscheiben aus Edelmetall. Ihren Ursprung haben die Brakteaten in der Imitation spätantiker römischer Kaisermedaillons. Von den über 900 bisher gefundenen Brakteaten der Völkerwanderungszeit stammen etwa je 300 aus Dänemark und Schweden, 190 aus Norwegen, 30 aus England und 20 vom europäischen Kontinent südlich von Dänemark. Die größten Konzentrationen befinden sich auf Gotland und in Westnorwegen….

Brakteaten waren von Mitte des 12. Jahrhunderts bis ins 14. Jahrhundert fast im gesamten deutschsprachigen Raum (mit Ausnahme des Rheinlands, Westfalens und des Mittelrheingebiets) die vorherrschende regionale Münzsorte. Der Begriff Brakteat ist keine zeitgenössische Bezeichnung und wurde erstmals im 17. Jahrhundert für diesen Münztypus verwendet. In einigen Regionen wurden die Brakteaten in regelmäßigen Abständen verrufen (in Magdeburg im 12. Jh. zweimal jährlich), mussten also gegen neues Brakteatengeld eingetauscht werden.

Quelle: http://www.wolfgang-waldner.com

Gruß an die wahren Gläubigen

TA KI

 

Sommersonnenwende – Litha (auch Meán Samhraidh, Alban Hefin, Alban Heruin oder Alwan Eruin)


 

Sommersonnenwende2012

Nun die Sonne soll vollenden
Ihre längste, schönste Bahn,
Wie sie zögert, sich zu wenden
Nach dem stillen Ozean!
Ihrer Göttin Jugendneige
Fühlt die ahnende Natur,
Und mir dünkt, bedeutsam schweige
Rings die abendliche Flur.

Nur die Wachtel, die sonst immer
Frühe schmälend weckt den Tag,
Schlägt dem überwachten Schimmer
Jetzt noch einen Weckeschlag;
Und die Lerche steigt im Singen
Hochauf aus dem duft’gen Tal,
Einen Blick noch zu erschwingen
In den schon versunknen Strahl.
Ludwig Uhland (1787-1862), „Sonnenwende”

Die Nacht zum 21. Juni ist die kürzeste Nacht des Jahres und markiert den Beginn des Sommers, vielerorts finden Feiern statt, die den Sommer und die Sonne, die nun ihren höchsten Stand erreicht hat, mit Feuern begrüßen. Solche Feste waren in Europa bei Kelten, Germanen und Slawen bekannt.

Die Sonnenwendfeiern finden nicht unbedingt zum astronomischen Zeitpunkt statt, vielfach sind sie mit den Feierlichkeiten der Johannisnacht zum 24. Juni, dem Festtag Johannes des Täufers, verbunden, sicher weithin auf Betreiben der Kirche, die so den heidnischen Hintergrund des Festes zu verdrängen suchte. Symbol des Johannistages ist eine teilweise geschälte, mit Blumen bekränzte Fichte. Um diesen Johannisbaum werden Reigen getanzt, immer linksherum, dem Lauf der Sonne entsprechend.
Andere Bräuche sind aus Eichenlaub geflochtene Johanniskronen an Türen und Dächer gebunden, ein Anklang an den Gott Donar, dem die Eiche heilig ist und der als Gewittergott das so geschmückte Bauwerk verschonen sollte. Weiteres Brauchtum siehe weiter unten und unter Johannes

Die Sonnenwende markiert im Mythos einen Höhe- und Wendepunkt. Die germanische Sage weiß von Siegfried zu berichten, der von Hagen zur Sonnenwende getötet wird. Siegfried ist der strahlende Sonnenheld, der tagsüber unüberwindlich ist. Mit der Sonnenwende verliert er Macht und Leben.

Damit ist aber kein Tod im eigentlichen Sinne gemeint, vielmehr darf auf eine Wiederkehr gehofft werden und tatsächlich zeigt der Jahreslauf, daß dem Absterben im Herbst und der toten Zeit des Winters im Frühjahr neue Fruchtbarkeit folgt, die sich im Sommer zur ganzen Pracht entfaltet und der Zyklus weitergeht.

Es ist dies die Vermählung der Erdgöttin in Heiliger Hochzeit mit dem Sonnenheros, wie es in Mythen vielfach überliefert ist, z. B. die Isis und der sterbende Osiris.

jahreskreis

Brauchtum und Aberglaube zur Johannisnacht

Am Johannistag pflücken Jungfern stillschweigend in der Stunde nach Mittag neunerlei Blumen, darunter Storchschnabel, Weide und Feldraute. Mit einem zu gleicher Stunde gesponnenen Faden wird daraus ein Kranz gebunden und rückwärts in einen Baum geworfen. Soviele Würfe es bedarf, ehe der Kranz im Baum hängenbleibt, soviele Jahre wird es dauern, bis die Jungfer heiraten wird.

Ein Sprung über das Johannisfeuer soll das Jahr über vor Fieber bewahren (Grimm 1992, Bd. III, S. 468, Nr. 918).

Aus Eiern sollen Hexen in der Johannisnacht die Zukunft vorausgesagt haben. Der Zeitpunkt wird auch gern für einen Hexensabbat genutzt.

Wird beim Kräutersammeln in der Johannisnacht versehentlich ein Johanniskraut zertreten, so ist zu befürchten, daß plötzlich ein Pferd aus dem Boden steigt und den Unachtsamen in rasendem Ritt davonträgt.

Wird eine Frau in der Johannisnacht schwanger, so soll das Kind später die Gabe des Bösen Blicks haben.

Quelle: http://www.lokis-mythologie.de/Sommersonnenwende.html

Gruß an die Ahnen

TA KI

„Herr, kannst DU ihnen vergeben – obwohl sie wissen, was sie tun?“


„Herr, kannst DU ihnen vergeben – obwohl sie wissen, was sie tun?“
Die Deutsche Kultur und Sprache wird absichtlich verstümmelt.
von HELGE STEINFEDER

  • "Wer die Lehre seiner Erzväter mit Füssen tritt wird durch die Erzväter mittels der Lehre gezüchtigt."

Echnaton, Aton oder einfach nur der Urgott
Und er schaut zu

Teil 3

Um ein etwas tieferes Verständnis für die Deutsche Sprache zu geben, möchte ich einige bemerkenswerte Zitate aus dem Buch von Johann August Egenolf, HISTORIE DER TEUTSCHEN SPRACHE, erschienen zu Leipzig 1735, zitieren:
„Der dritte (Teil seines Buches) wird handeln von den Beweisthümern, daß jede Europäische Sprache insonderheit, als die Schwedische, Holländische, Dänische, Norwegische, Engeländische, Irrländische, Isländische, Lappländische, Finnische, Churländische, Sclavonische, Moscovitische, Polnische, Böhmische, Illyrische, Tartarische, Ungarische, Phrygische, Griechische, Lateinische, Französische, Spanische, Italienische u. u. eine Tochter der Japhetischen sey, welche von einigen auch die Cimbrische und in gewissen Verstande die Teutsche genennet wird.“

Seite 13 Teil I
„Der andere allgemeine älteste Name der Europäischen Völcker ist, daß sie die Scythen, das ist, die Schützen (denn wenn die Ober-Sachsen sagen schiessen sagen die Nieder-Sachsen schueten) genennet worden. Strabo lehret uns, daß die ältesten Griechen Scribenten alle Völcker, so den Griechen gegen Norden gewohnet, Scythen oder Celto-Scythen genennet.“

Seite 101 Teil I
„Nachdem aber, wie dernach wird gezeiget werden, einige von des Japhets Nachkommen sich den Namen der Scythen allein zugelegt, und ihren Brüdern, so mehr gegen den Abend gewohnet, alleine den Namen der Celten zugeeignet, vielleicht, weil sie nach den kalten Ländern gezogen, da im Gegentheil die eigentlichen Scythen anfänglich in Asien verblieben, nach der Hand aber, ihre Colonien ebenfalls in Europa geschickt, haben sie ueber besagten ihren allgemeinen auch unterschiedene Namen angenommen, von welchen nachgelesen werden kann, was Herodotus dießfalls weitläuffig angemercket.“

Seite 126 Teil I
„So ist nun dieses meine gäntzliche Meynung, die nicht ohne gute Gründe von den vortrefflichen Leuten Salmosio und Burhornio aufgebracht, wiewol sie dieselbe nicht ausgeführet, daß die alte Scythische die Haupt-Quelle der Europäischen Sprachen sey, aus welcher die alte Teutsche und Gothische zuerst entsprungen, wo sie nicht fast eben dieselbe gewesen, und der Griechischen und Lateinischen ihre Wörter gegeben, welches zu beweisen, keine große Mühe erfordern würde…. Die Teutsche Sprache ist in Europa die älteste; welche er hernach gar wohl ausführet. Besser vorher, da er gezeigt hat, wie die Griechischen und Lateinischen Wörter aus der alten Teutschen Sprache herkommen, so schließet er endlich mit diesen Worten: Wenn ihr diese und sonst wenige Stuecke beobachtet, so habt ihr die gantze Babylonische Verwirrung oder vielmehr aller Sprachen Ursprung, Ableitung und Übereinstimmung.“

Seite 119 bis 121 Teil I
„Alle Völcker, welche die Griechen und Lateiner Celtas nennen, haben Teutsch geredet, wie denn noch auf diesen Tag in allen Ländern Europens die Wurtzeln und Stamm-Wörter der Teutschen Sprache vorhanden sind, wievol durch allerhand Endungen, Verwirrungen, und Mund-Arten unterschieden, und durch Vermischungen fremder Völcker zerrüttelt und verdorben. Ja noch auf diesen Tag sind so viel Berge, Flüsse, Länder, Städte, nicht allein in Europa, sondern auch Asia zu finden, derer Namen lauter Teutsche Wörter seyn, und bey andern Völckern, die solche Namen gebrauchen, nichts andeuten, aber ihren Verstand in der Teutschen Sprache haben.“

Seite 123 Teil I
„Odin, sagt er, der ein guter Schwartzkünstler war, und gut wahrsagen kunte, weil er gewußt, daß er und seine Nachkommen lange Zeit in Mitternächtigen Ländern regieren würden, so hat er seinen Brüdern, deren Namen war Urus und ViKus, das Reich Asgard uebergeben, er selbst aber ist aus Asien mit einer großen Menge Volck nach Moßkau gereiset, woraus er sich nach Sachsen gewendet, welches er unter seine Söhne vertheilet, darauf hat er seine Züge nach Mitternacht gerichtet, und in einer Insul bey Finnland gewohnet, welche letzt Odinsey heisset, u.u. Wenigstens ist nicht zu glauben, daß es zufälliger Weise geschehen sey, daß 2 oder mehr weit von einander gelegene Länder einerley Nahmen haben, sondern wie wir heut zu Tage sehen, daß die Europäer den Ländern in der neuen Welt die Nahmen ihres Vaterlandes beylegen und sagen z. E. Neu-Holland, Neu-Engelland u.u. also ist glaublich, daß 2 Länder eines Nahmens, die aber solchen Nahmen nicht von einer Zeit gehabt, müssen von einem Volcke seyn benennet worden, welches sich aus einem Orte in den anderen begeben, oder seine Colonien dahin geschickt.“

Seite 124 bis 125, Teil VI
„Die übrigen Europäer, deren Sprachen mit der Teutschen keine Verwandschafft zu haben scheinen, liegen ebenfalls allesammt an dieser Krankheit darnieder, so wohl wenn sie die Deutschen Nahmen erklären, als wenn sie dieselben in der Lateinischen oder Ihrer Mutter-Sprachen ausdrücken und schreiben sollen. Ein einig Beyspiel anzuführen, so gedencket Paulus Jovius in der Historie seiner Zeit eines Teutschen Edelmannes, welchen er Vodiscum nennet. Ich würde so wenig als jemand anders erraten haben können, was Vodiscus heisse, wenn ich nicht durch Nachschlagen erfahren, daß der wahre Nahme dessen, von welchen gedachter Jovius redet, von Dießkau gewesen. Ich könnte hiervon ein weit mehrers anführen, aber es ist bereits genug gesaget, zu erweisen, daß es nötig und nützlich sey, sich um die wahre Bedeutung der alten Teutschen Nahmen zu bekümmern“.

Seite 134 bis 135, Teil VI.
Es ist wirklich interessant, was in Egenolfs Buch steht. Es ist eben erstaunlich, daß die heutigen Sprachforscher bzw. -wissenschaftler solche Wahrheiten nicht formulieren möchten. Diese Aussagen von Egenolf und vielen anderen werden ganz einfach übersehen oder absichtlich übersehen, wenn wir uns darüber bewußt sind, daß die Deutsche Kultur und Sprache ja verstümmelt werden soll. Was mögen wohl unsere Latein- und Griechisch- Bildungsfanatiker und Schulpolitiker sagen, wenn sie lesen, daß aus dem deutschen Edelmann von Dießkau der lateinische Vodiscum geworden ist und das deutsche, althochdeutsche „ti erra“ zum lateinischen terra? Man kann hier gut erkennen, wie alles entstellt wird. Die Germanistik, die Wissenschaft von der heiligen deutschen Muttersprache aller Völker und Kulturen dieser Erde – davon bin ich überzeugt -, liegt am Boden, verkümmert zusehends von Tag zu Tag, und immer mehr häßliche amerikanische/britische Stümmelwörter dringen in die deutsche Sprache ein und die Medien geben den falschen Ton an.

Das Erstaunliche daran ist, daß manche sich bei ihrer Tätigkeit noch gebildet fühlen. Das Erlernen des lateinischen Dialektes, zu dem schon in alten Zeiten die magische deutsche Sprache einmal verkommen ist, ohne daß es von diesen Leuten erkannt wird, wird zum Politikum und zum Zweck, das urdemokratische Recht der Chancengleichheit in den Schulen zu umgehen.

Wenn ich von MAGISCHER deutscher Sprache schreibe, dann ist damit gleichzeitig auch die HEILIGE deutsche Sprache gemeint. Beides geht ineinander über, weil der richtige Gebrauch der deutschen Sprache einen ganz besonderen Geist aktiviert, der in unserem Verstand – wenn er denn geschult ist – wirksam wird. VERSTAND und INELLEKT sind zwei verschiedene Dinge, wobei letzterer kühl ist und zur vorzeitigen subjektiven Verstümmelung der gesamten Geisteshaltung eines Menschen führt.

Die ungarische Sprache ist ebenso ein althochdeutscher Dialekt, die noch heute viele deutsche Wörter in ihrer Sprache hat. Viele Ungarn fühlen sich als Germanen und haben zu den Deutschen eine positive Beziehung. Die Ungarn waren die MAGIER, die „Magyaren„, die ursprünglichen Weisen und Wissenschaftler. Ihnen war die Wissenschaft HEILIG. Sie wußten, daß eine Wissenschaft ohne Naturverbundenheit und ohne den Kontakt zu „altcot“ = Altgott keine Wissenschaft sein kann, weil das heilige Element fehlt. So wie aus den Sanskrittexten zu erfahren ist, ist Wissenschaft bzw. Naturwissenschaft eine heilige Angelegenheit, die in erster Linie von Priestern ausgeführt wird. Die heutige Wissenschaft verausgabt sich in Details, verliert sich in statistischem Wissen und dabei den Überblick über das Ganze und sie produziert unaufhörlich Fehler.

Das ahd. Wort „teut, deut, tiot, diot“ hat die Bedeutung von VOLK. Von diesen Wörtern leiten sich aber auch die Wörter „theo“ (grich.) und „deo“ (lat.) ab. Das VOLK ist von Gott, ist etwas Göttliches. Die THEOKRATIE war deshalb im alten Griechenland die Herrschaft Gottes. Das Wort DEMOKRATIE kommt aber von „de mos“ = die MASSE. Ahd. „mazza“ aber auch „teot“. Gemeint war das gebildete Volk, welches zur Demokratie aufgerufen wurde, zur Demokratie beföhigt war. Heute besteht die „Demokratie“ letztlich im Ankreuzen bestimmter Stimmzettel. So tief kann ein Volk sinken.

Das aztekische Wort für TEMPEL = „teocalli“, ahd. „teothalli“ bedeutet HALLE DES VOLKES. Man muß sich nur an die in althochdeutschen Wörterbüchern und in der Germanistik allgemein angegebenen Fakten halten. In einem Buch aus dem Jahre 1663 von Justus Georg Schottelius mit dem Titel „Ausführliche Arbeit von der teutschen Haubtsprache“ kann man folgende interessante Textstelle auf Seite 35 lesen, einem Neudruckes dieses Buches, der 1967 im Niemeyer-Verlag Tübingen erschienen ist:
„Was für ein Nahm aber ist es gewesen, wodurch die zerstreuten Menschen den wahren Gott haben andeuten wollen? Dieser nemlich, von welchem wir Teutschen den Namen haben: Nemlich nach Celtischer Ausrede / Teut. Die alten Egypter wie Plato in Phaedro und Cic. 1.3 de nat. deorum und Lacantius 1.1.c.6 bezeugen / haben diesen ihren Gott auch Teut geheissen. Duretus C. 56 allegans Platonem 8 Caelum spricht hiervon auch: Entre les Egyptiens estoit adore un dieu appelle Teuth qui le premier inventra arts ©c. Er zeugt auch folgendes aus dem Griechischen Schribenten Philone an / welcher um die Zeit der Semiramis die Tahten der Phaenicier beschrieben / nach des Eusebii Zeugniß / und dieses Nahmens unter anderem auch also gedacht: Les Egyptiens appeloient ce Theus Thyoth; Alexandrins Thot. Die alten Griechen haben diesen höchsten Gott allezeit deis, eis, deo, nach Veränderung der Mundart genennet:
Die Lateiner gleichfalls / ob sie schon viele Götter und Götzen hatten / denen sie mancherley Namen gegeben / haben sie doch den höchsten Gott Deut, nach ihrer Ausrede hernachmals Deus genennet. ……
Unsere uhralte Vorfahren haben gleichfalls diesen Namen / wodurch die Völker überall ihren Gott andeuten wollen, aufs genaueste behalten / sogar / daß sie sich nach dem Nahmen ihres Gottes Teut / Teutsch genennet haben…… nemlich der Name des wahren Gottes selbst / daß also Teutsch / so viel heisset / als Göttisch oder Göttlich“.

Etwas weiter unten:

„Das ist: daß die Teutschen in ihren alten Gesängen den Gott Tuit oder Teut / und dessen Sohn Mann noch rühmten. Denn durch Teut / haben die Barden oder alte Teutsche Poeten den Schöpfer aller Menschen / und durch Mann / den ersten Sohn des Schöpfers den Adam verstanden / und darum einem jeden / von dem Manne / Männisch oder Mensch genant / eben wie man von Rom ableitet Romich / Pol Polnisch oder Polsch / also Mann Männisch oder Mensch / der von dem ersten Manne herkommt; Sind also nemlich Teut und Mann die rechten Wurtzelen der Wörter Teutsch und Mensch“.

Dies alles deckt sich genau mit meinen eigenen Forschungsergebnissen (und vieler meiner Kollegen) und den in diesem Buch angegebenen Bemerkungen, daß die weltweiten Bezeichnungen für Gott in den verschiedensten Sprachen und Mythologien, in den Formen „teo, teot, deus“ usw. auf das Wort „deutsch“ in allen seinen Formen zurückgeht, sowie die Tatsache, daß ADAM = MENSCH bedeutete (wie im Türkischen) und in den Gesängen des Metoro von der Osterinsel, noch richtig als „mana evah“, als „ewiger Mensch“ nachzulesen, während die in der Christenbibel erwähnte Geschichte von „Adam und Eva“ eine unsinnige Übersetzung dieser Schrift ist. Die gesamte heilige Schrift, wie auch der Koran, alle alten griechischen, lateinischen und sonstigen alten Schriften, sind im Grunde genommen falsch übersetzt. Durch diese falschen Übersetzungen können falsche, fanatische Religionen, die sozialistischen, kommunistischen und sonstigen -istischen Ideologien entstehen, die für alle Kriege, alles Elend, alle Probleme ursächlich sind. Hierzu gehört auch, daß die ägyptische Sphinx in alten deutschen Texten (zu einer Zeit, wo nach Meinung unserer offiziellen Wissenschaftler die alten Deutschen von der Existenz dieser Sphinx noch nichts gewußt haben können oder sollen), wie Steinmeyer in den „Altdeutschen Glossen“ erwähnt, als „spenula theudisca“, „sfinula theutischa“, als „deutsche Spange“ oder „deutsche Spindel“, bezeichnet wurde.

Um dieses zu bekommen, ist es günstig, sich die verschiedenen Dialekte anzuschauen. Denn dort können wir gut sehen, wie sich Laute, Silbe und Buchstaben verschieben und so äußerlich andere Wörter bilden.

Wenn wir Hochdeutsch schreiben: „Ich gehe in das Wasser“ – sagt der Berliner: „Ick jeh ind Wata“. Man erkennt: Aus dem Ch-Laut des Wortes ICH wird ein K-Laut, aus dem G-Laut des Wortes GEHEN wird ein J-Laut. Statt GARTEN sagt der Berliner „Jarten“. Das erinnert auch an das französische „jardin“ oder das spanische „jardin“. Die Wörter IN und DAS werden zusammengezogen und das A und das S des Wortes DAS verschwinden ganz. Aus dem ER-Laut in dem Wort WASSER wird ein A-Laut.

Der Frankfurter dagegen sagt: „Ich geh ins Wassee“. Hier verschwindet der R-Laut und der E-Laut wird verlängert oder verdoppelt, wenn man so will. Der hessische Dialekt kommt ohne den R-Laut aus, wie auch Koreaner und Chinesen. Der Thüringer und der Sachse aber sagen: „Ich gehe ins Wossor“. Hier klingen A-Laut und E-Laut wie ein O-Laut. Der Bayer wiederum sagt „Wuosser“, weil im bayrischen Dialekt fast jeder Vokal zu einem Diphtong, zu einem Doppellaut wird. Aus EIN wird „oan“, aus HABEN SIE wird „hoams“, ein Beispiel, wie aus einem Lippenlaut B ein Lippenlaut M wird. Der Bayer „spielt“ nicht Fußball, sondern er „spuit“ Fußball. Aus dem L-Laut wird ein I-Laut, etwas, das in der italienischen Sprache ebenfalls zur Regel geworden ist. Der Italiener sagt statt Florenz „Fiorentina“ (Firenze), statt blanco „bianco“, statt flora „fiora“.

Beim hessischen Dialekt fällt auf, daß Endlaute von Wörtern fast generell verschwinden. Der Hesse sagt nicht „Kirche“, „Straße“ oder „Garten“, sondern „Kesch“, „Strass“ oder „Gatte“, womit er nicht das hochdeutsche Wort GATTE (Ehemann) meint, sondern eben Garten, während er das Wort GATTE wieder verkürzt und zu „Gatt“ macht. GARTEN wird beim Hessen zu „Gatte“ und GATTE zu „Gatt“. Der Hesse neigt zur Verkürzung der Wörter, zum Weglassen der Endlaute, genau wie der Franzose, der zwar parier, aimer, jouer schreibt, aber parlee, ämee, schuee ausspricht.

Der gleiche Vorgang wie beim hessischen „Wassee“, nämlich der R-Laut verschwindet und der E-Laut wird verlängert. Dies ist kein Zufall, denn Frankfurter und Franzosen gehen durchaus auf den gleichen deutschen Stamm der Franken zurück. Die Langlebigkeit sprachlicher und dialektischer Eigentümlichkeiten erhält sich weltweit und über Jahrtausende.

Das „Wata“ des Berliners, den Wechsel des S-Lautes zum T-Laut, finden wir auch im „Woda“ des Russen und im „Water“ des Briten. Das ist kein Zufall. Die Berliner, die Preußen oder Borussen, die den gleichen Namen wie die Russen, Briten und Bretonen haben, gehen alle auf den deutschen Stamm der FRIESEN zurück, nicht nur in ihrem Namen.
Interessant ist, daß in Britannien auch die ANGELN, SACHSEN und JUTEN, die eigentlich DIUTEN sind, eingewandert sind und ihre Dialekte mitgenommen haben.

In der Bibel wird erzählt, daß Moses oder „Mose“ auf dem Wasser gefunden wurde und deshalb den Namen MOSES erhielt, der WASSER bedeutet. Das sächsische „Wossor“ unterscheidet sich lediglich dadurch, daß der Lippenlaut M aus dem Lippenlaut W gebildet wurde und das labile R verschwunden ist.

Im Althochdeutschen gab es vier verschiedene Wörter für Wasser: „wazzir, wac, aha„, und „ouwia, owwe“ oder „ouwa„. „Wac“ bedeutete GROSSES WASSER oder MEERWASSER. „ouwa, ouwia“ oder „ouwe, owwe“ bedeutete FLUSSAUE oder FLUSSWASSER.

Das Wort WASSER kann man daher in allen Sprachen dieser Welt auf diese vier deutschen Formen für Wasser zurückführen. Oftmals tauchen sogar mehrere dieser vier Formen in einer Sprache auf. Ob im NAHUATL, der Sprache der Azteken oder im QUICHE der Maya – beide sind ein fast reines Althochdeutsch -, zumindest zu der Zeit, als das Buch CHILAM BALAM geschrieben wurde.

Schauen wir es uns kurz an. Bei den Mayas heißt WASSER „haa“, das althochdeutsche Wort „aha“ also. Bei den Azteken haben wir „wac“ für Meerwasser, haargenau also wie im Althochdeutschen und „watl, atl“ für anderes Wasser, also das deutsche „wazzir„. Die Ungarn sagen „viz“, genau wie die Schotten whiskey und die Chinesen sui, ein verdrehtes „uis“ also. Die Japaner schließlich sagen „mizu“, wie beim Moses, eine Umbildung des Lippenlautes W zum Lippenlaut M.

Wenn wir die südamerikanische Länder- und Flussnamen betrachten, wie in Uruguay und Paraguay, so sehen wir, daß die Silben „guay“, die WASSER bedeuten, was die ahd. Wörter „wac, buac, quac“ oder „guac“ darstellen. Denn das Althochdeutsche schrieb den W-Laut, davon können wir uns durch einen einzigen Blick in ein althochdeutsches Wörterbuch überzeugen, auf fünffache, gleichberechtigte Weise, je nach Dialekt und Schreiber, nämlich „uu, hu, gu, cu“, oder „qu“. Diese Tatsache ist sehr, sehr wichtig, deshalb sollte man sich dies gut merken. Wir werden noch sehr oft darauf zurückkommen und kein Sprachwissenschaftler wird in Zukunft ohne dieses Wissen mehr auskommen können.

Eine weitere sprachwissenschaftliche Veränderung, die auf den fränkischen Dialekt der althochdeutschen Sprache zurückzuführen ist, ist eine Verwandlung von deutschem D in QU. Dies hat sich vor allem, aber nicht nur, in den fälschlicherweise als romanische Sprachen bezeichneten Sprachen ereignet, die keineswegs vom Latein abstammen, wie bestimmte Philologen behaupten, sondern vom fränkischen Dialekt des Althochdeutschen.

In Spanien, wo ich mich oft aufhalte, gibt es einen Fluß der „Quadalquivir“ heißt. Dieser Name bedeutet DIE VIER WASSER und soll aus dem Arabischen stammen. Wenn man weiß, daß im ahd. der W-Laut auch QU geschrieben und gesprochen wurde, daß L und R weltweit in so vielen Sprachen sich untereinander ausgetauscht haben, und wenn man weiß, daß eben unter altfränkischen Einfluß aus D ein QU geworden ist, so bekommt dieser Flussname „Quadalquivir“ folgende Bedeutung: Da gibt es zunächst „Quadal“, oder besser „Qua-dar“, das ahd. „wazzir, quazzir, huazzir, cuazzir, guazzir„. Dann haben wir „qui“, das aus ahd., „diu“ entstanden ist und dann haben wir noch „vir“, das deutsche Wort für die Zahl 4 = „vier“.

Der Fluß heißt also wazzir diu vir, und sogar die Satzstellung der Wörter ist noch typisch ahd., anders als im modernen Deutsch, wo man „die vier Wasser“ sagen würde.
Schauen wir uns das Arabische an, von dem dieser „Quadalquivir“ abstammt. Hier ein paar allgemein bekannte arabische Wörter:

DEUTSCH ALTHOCHDEUTSCH    ARABISCH
Schwarz swart asward
Die Reise dia fari safari
Soldatenschar (di)a skari askari
    Republik, Senatorenreich gumana riha gumhariya
Der Berg berg, perc, de berg dsche bel
Allmächtiger     Got, allmahu, allmahticu allahu
Mächtiger mahdi mahdi
Sohn barn ben
Prüfung koran koran

Der Name des Koran, des heiligen Buches des Islam, bedeute Buch, so erzählt man uns, aber Buch heißt im Arabischen, im Türkischen und vielen verwandten Sprachen „Kitab, Kitub“, eine Verdrehung des ahd. „tia buoh„, englisch „book“, über „ti bak, ti buk“ wurde „kitab„. KORAN aber heißt im ahd. die PRÜFUNG. Der allmächtige Gott heißt bei den Arabern „allahu“, hier ist nur ein M verloren gegangen gegenüber dem ahd. „allmahu„. Heute noch wird in Pakistan und Südindien der Name „alahu“ gesungen, sogar in den Hollywoodfilmen.

Der mächtige Befreier und Erlöser heißt bei den Moslems „Mah-di“, ahd. „mahdi„, der MÄCHTIGE. Das H sollte hier wie ich CH ausgesprochen werden, also nicht MAHDI sondern „MACHDI“ aussprechen. Es ist der CH-Laut, den die arabische Sprache und das schweizer Deutsch identisch haben.

Der MESSIAS der Juden und Christen ist keineswegs einer, der noch mal kommen wird, da wird man ewig warten können, es ist das ahd. Wort der „mahdi, mahtico„, es ist lediglich aus T ein SS geworden.

Vielleicht interessiert noch, daß die arabischen, moslemischen Rechtsgelehrten „Ulema“ heißen, was durchaus mit dem deutschen Stamm der ALLEMANEN zu tun hat. Ich komme noch darauf zurück, daß die meisten religiösen Begriffe in den meisten Religionen der Welt sehr viel mit deutschen Stammesnamen wie Sachsen, Thüringer (Toringa), Allemanen, Schwaben, Diuten, Goten zu tun haben.

Nochmals das Wort WASSER. Ich erwähnte ja schon das Buch aus dem Jahre 1735 mit dem Titel HISTORIE DER TEUTSCHEN SPRACHE von einem Johann August Egenolff, daß zum Beispiel der Name MOSKAU, russisch „Moskwa„, auf das ahd. „mosige Aue“ zurückgeht.

Daß das Wort RUSSE „Friese“ bedeutet, ist schon sehr interessant. Daß das russische Wort für KAIESER, „Zar“ nur die zweite Silbe des ahd. „kaizar“ ist, dürfte manchem neu sein. Das „ow“ von Moskau, ist das ahd. „ouwe, owwe, ouwia„. All die vielen „slawischen“ Namen, ob tschechisch, polnisch oder russisch, die auf „-ow, owski“ enden, bedeuten genau das ahd. „Aue“ = FLUSSWASSER.

Beispielsweise der Name „Kotowski“. Das ist ahd „kot“ = GOTT, aber auch GUT, denn GOTT und GUT haben den gleichen Ursprung, genau wie ahd. „ubal„, das ÜBEL und „te ubal„, der TEUFEL ist. Gott und Teufel sind also zunächst einmal keine Personen, wie uns alberne abergläubische Religionen erzählen wollen, sondern Prinzipien. Wenn man den Namen „Kotowski“ übersetzt ins heutige Deutsch bedeutet er: GOTTESAUE oder GUTE AUE. So kann man Tausende „slawischer“ Namen spielerisch auseinandernehmen und auf ihre deutsche Bedeutung hin untersuchen.

Doch schauen wir uns die japanischen Wörter an. Denn auch die Japaner haben neben „mizu“ noch ein anderes ahd. Wort für WASSER, nämlich „owwe, ouwa, ouwia“ und zwar gleich zweimal. FLUSS heißt „kawa, gawa“ und SUMPF heißt „sawa“. Der Name „Kurusawa“ heißt SCHWARZER SUMPF und tritt als häufiger Familienname auf, in Japan, in Deutschland, in Litauen.

Die japanische Hauptstadt TOKYO, früher EDO genannt, lag in einer sumpfigen Aue, deshalb heißt dort heute noch ein Fluß SUMIGAWA. Es ist nur ein PF verlorengegangen, ein F, das im Japanischen nur noch in der Silbe FU vorkommt. „Fu(jin)“ heißt im Japanischen FRAU. Es ist das ahd. „frouwa„, von dem nur noch zwei Buchstaben übrig geblieben sind.

Heilige Holzschreine, ahd. „shrin(e)„, heißen im Japanischen „shin“. Nur ein R ist verschwunden. Der berühmteste Schrein ist der „Itsukushima-Schrein“, ein Holztor, das „tori“ genannt wird. Zur Ergänzung sei bemerkt, das Tor im ahd., wie heute noch im Englischen, dem alten sächsischen Dialekt, mit doppeltem O, also „toor, door“ und „tor“ geschrieben wurde.

Zum Wort „Itsuku“: Man erkennt, daß es nur eine leichte Verdrehung des ahd. „tiusku„, was DEUTSCH bedeutet, ist. Das können viele nicht glauben, daß das höchste Heiligtum in Japan, ein Holztor ist, was quasi als „deutsches Tor“ bezeichnet wird und außerdem mit dem ahd. Wort „shrine (shin)„.

Der schweizer Sprachwissenschaftler A. Wadler schreibt in seinem Buch DER TURM ZU BABEL auf Seite 119, daß die Wahrscheinlichkeit, den gleichen Wortstamm (Wortlaut) mit der gleichen Bedeutung in nicht verwandten Sprachen zu finden, 1 zu 4.900.000.000 bis 11.025.000.000 beträgt. Das ist jedenfalls erstaunlich, wenn man sieht, wie viele ahd. Wörter in den fremden Sprachen zu finden sind. Es scheint jedenfalls kein Zufall zu sein, wenn von 8 japanischen Wörtern, die ich vorgestellt habe, auch 8 ahd. Entsprechungen vorliegen und dabei gleich mehrere gleiche Wörter für WASSER auftreten, so daß man auch nicht von Lehnwörtern reden kann.

Die GÖTTER heißen im Japanischen die „kami“, die „Gekommenen“ = ahd. „kam„. Nach der japanischen Mythologie sollen sie vom Himmel gekommen sein. Diese „Gekommenen“ werden wir noch weltweit wiedertreffen in anderen Mythologien und Sprachen. Die große Mutter der japanischen Götter heißt „Amaderasu no okami“. Schauen wir das Wort näher an, so sehen wir, daß es das ahd. „(di)a mader anookami„, die angekommene Mutter, vielleicht auch „dia mader ano“ (ahd. ano = Ahne) o(n)kami ist. Beides bedeutet jedoch, die ANGEKOMMENE MUTTER oder AHN(EN)MUTTER. Das ist es, was der japanische Name ausdrücken soll. MEIN GOTT würde auf ahd. „min koto“ lauten.Interessant ist hier: Wenn die Japaner ihre Göttermutter oder die anderen Götter im ältesten Literaturdenkmal, dem „Nihongi“, ansprechen, dann mit: „Mikoto“ = MEIN GOTT.

Durch die Frankfurter Schule sind vor allem die Intellektuellen an den Universitäten charaktergewaschen worden und haben die „KRITISCHE THEORIE“ von HORKHEIMER verinnerlicht. Aus dieser geht hervor, daß man alles kritisieren soll, was man kann, mit dem Sinn, Unsicherheiten und den Abbau der Autoritäten zu bewirken. Diese marxistische bzw. neomarxistische Denkweise hat den Wissenschaftsbetrieb Deutschlands ziemlich lahmgelegt, was dazu führte, daß Deutschland, welches noch vor dem 2. Weltkrieg die meisten Nobelpreisträger stellte, nun zu einem unbedeutenden Wissenschaftsland geworden ist. Ich schreibe dies hier, weil die Germanisten, wenn sie mit ihnen nicht vertrauten Dingen konfrontiert werden, oft mit dem Satz „argumentieren“: „Das muß man aber kritisch sehen“. Wer weiß schon, daß dieser Satz von Horkheimer in die Welt gesetzt wurde und nun von allen Intellektuellen nachgeplappert wird? – Und das ist der Grund, warum Germanisten, die mit solchen oben erwähnten Dingen konfrontiert werden behaupten, daß dies alles Zufälle seien und bei den meisten Gemeinsamkeiten der deutschen und der fremden Sprache es sich doch um LEHNWÖRTER handele. Aber dem ist nicht so. Auf das Thema LEHNWÖRTER komme ich noch zu sprechen.
Hier folgender japanischer Satz:

„Ich möchte ein Bier trinken“ oder
„Darf ich ein Bier trinken“ heißt im Japanischen
„Biru wo nonte moo yoi desu“.

Es gibt Leute deutscher Muttersprache, die sich vornehm ausdrücken wollen, diese sagen nicht „ich trinke“, sondern „ich nehme einen Trunk“. Der Engländer sagt sowieso „I take a drink“, eben „Ich nehme einen Trunk“. Der Japaner sagt nun für TRINKEN „nomu“, was vom Ahd. „neman„, eben NEHMEN kommt, genauso wie ESSEN im Japanischen „taberu“ heißt und dem deutschen „tafeln“ entspricht, denn einen L-Laut ersetzt der Japaner grundsätzlich durch einen R-Laut, einen U-Laut hängt er grundsätzlich an, wenn am Ende des Wortes ein Konsonant steht. Und ein F ersetzt er durch B, außer bei der Silbe FU.

Das Wort „yoi“ bedeutet GUT und ist ebenfalls das ahd. „guat, guot„. Wir erinnern uns, daß der Berliner, Kasselaner oder Hallenser aus jeden G-Laut einen J-Laut macht (gehen – jehen) und der Japaner schreibt den J-Laut als Y. Aus dem deutschen MAG, ahd. „maga„, ist im Englischen wie im Quiche der Maya „may“ geworden, der Japaner hat „moo“ daraus gemacht. Es gibt übrigens auch ahd. schon gelegentlich die Form „moga„. „Desu“ heißt SEIN und wir erkennen auch hier das ahd. „sin„, zumal der I-Laut in den flektierten Formen des Japanischen wiederauftritt. Unser Satz lautet also wörtlich übersetzt: BIER NEHMEN MAG GUT SEIN. Wie würde der Satz nun im ahd. Lauten?

Bior nemanti maga guot sin.

Wir sehen, daß die Grammatik in gleicher Art und Weise vorgeht und die Namen und die Bedeutung der Wörter übereinstimmen. Im Japanischen streicht man die Endbuchstaben des Verbs ab und hängt -NTE an, dann folgt die Redewendung MAG GUT SEIN. Im ahd. streicht man ebenso so die Endbuchstaben, hängt -NTI an und läßt die Redewendung MAG GUT SEIN folgen.

Quelle:http://wahrheit-kompakt.net/files/Landmann-Steinfeder-althochdeutsch.pdf

Gruß an die Entwirrer

TA KI

 

Die Deutsche Sprache ist eine sehr magische Sprache.


„Herr, kannst DU ihnen vergeben – obwohl sie wissen, was sie tun?“
Die Deutsche Sprache ist eine sehr magische Sprache.

von HELGE STEINFEDER

Teil 2

Daher sollten wir auch viel Wert darauf legen, sie zu pflegen und zu verinnerlichen. Es ist kein Zufall, daß die Frankfurter Schule die Deutsche Sprache durch Umfunktionieren deutscher Inhalte, Wortbegriffen verstümmelte, mit marxistischen und neomarxistischen Wörtern, in Begleitung mit den Anglizismen.

Doch die althochdeutsche (ahd.) Sprache ist noch viel, viel magischer, als sich dies so mancher vorstellen kann. Sie ist so magisch und so voller tiefer Weisheit, daß man es einigen Schullehrern am Gymnasium verbat, Althochdeutsch zu unterrichten. Man drohte ihnen mit Existenzvernichtung, wenn sie weiter die Schüler über das Althochdeutsche aufklären würden. Aber dies nur so nebenbei.

Aus diesem Grunde gebe ich hier einige Beispiele, um zu zeigen, was wirklich in den Wörtern und Worten steckt, um zu zeigen, daß die Katholische Kirche mit ihrem ganzen Machtapparat ein System darstellt, um die Leute zu verdummen, um die Macht über die Menschen zu erhalten. Sie hat vom ersten Augenblick gegen die germanischen Stämme gekämpft und kämpft prinzipiell immer noch gegen das, was germanisch bzw. deutsch ist.

Dazu gehören dann auch Leute wie Martin Luther, der auf sträflichste die Bibel nach seinem Gutdünken übersetzte. Martin Luther war ein Mitspieler der Katholischen Kirche. Er war niemals ein Gegner. Wäre er es wirklich gewesen, wäre er frühzeitig gestorben. Die weltlichen Herrscher kopieren dieses System der Macht und stellen heute listigerweise ganz bewußt scharfe Kritiker ihrer Macht auf die Bühne, um dem Volk Glauben zu machen, es gäbe Demokratie und man könne sagen und denken, was man wolle. Solange man das Falsche sagt wird man soviel öffentlich reden und schreiben önnen, wie man will. Doch wehe die Wahrheit wird formuliert.

Hier einige Beispiele:
Das Wort HEILIG heißt im Ahd. „weih“. In der Sprache der Osterinseln heißt dieses Wort auch heilig, aber „vai“ geschrieben. Wir haben diese Silbe im Wort GEWEIH, als Symbol der Germanen, daß sie eine tiefe Naturverbundenheit hatten, mit den Wäldern vor allem und natürlich mit den Tieren. Einen Hirsch zu erlegen war nicht nur einfach Jagen oder Töten, um etwas zum Essen zu haben. Die Jagd war ein heiliger Vorgang und man sprach vorher mit den Tieren, die man erlegte. Das Siegfried, ein Held der Germanen, die Sprache der Vögel kannte und konnte, ist ein weiteres Zeichen bzw. Symbol für die Naturverbundenheit der Germanen. Diese Naturverbundenheit gab den germanischen Völkern schon immer eine unglaubliche Kraft, vor der sich die Katholische Kirche fürchtete. Der Grund: Es sind die Naturgesetze, die die Germanen als göttlich und unumstößlich betrachteten, nicht das römisch- katholische Papierrecht. Diese tiefe Naturverbundenheit ist auch heute noch im Deutschen Volk erhalten, denn nicht umsonst sind es die Deutschen gewesen, die den Umweltschutz auch als politisches Programm in die Welt setzten, welche andere Länder auch kopierten. Der tiefe Glaube an die germanischen Götter – als Prinzip, nicht als Personifizierung -, schuf ein sittlich, ehrlich-wahrheitsliebendes Volk. Diese geistig-seelisch Überlegenheit war der Katholischen Kirche ein Dorn im Auge. Daher ließ sie unter anderem nach der Abschlachtung von 4.500 Sachsen auch gleich mal 10.000 Eichen abholzen und zerstörte an die 1000 Wälder. Es geht also wirklich nicht darum, an welchen Gott man glauben soll, zu wählen zwischen Wotan oder Jesus. Solange man dies glaubt, ist man einer Ideologie aufgesessen und wird nie diese Macht erfahren, die entsteht, wenn man die Natur als Verbündeten hat. Hat man sie als Verbündete, wächst man körperlich und geistig über sich hinaus!

Die Germanen wußten sehr wohl, daß die Katholische Kirche, der Erzfeind aller Germanen, war und ist. Dazu ist die Kenntnis nötig, daß viele althochdeutsche Wörterbücher inzwischen gefälscht wurden bzw. viele Übersetzungen einfach nicht mehr richtig übersetzt werden bzw. weggelassen, ausgelassen. Viele korrekte Übersetzungen konnte man herausfinden, indem man beispielsweise ein altenglisches Buch aus dem Jahre 1357 von einem Konrad von Megenberg studiert. Er nannte es „Deutsche Sphaera“ = „Deutsche Sprache“ (oder auch Sphäre, Mentalität). Oder das Buch von Heinz Mettke „Altdeutsche Texte“. Kaum jemand weiß heute, daß die vielen katholischen Klöster zur Zeit der germanischen Stämme regelrechte Kopier- und Fälscherwerkstätten waren.

Wissenswert ist, daß es im Ahd. mehrere Wörter für ein und den selben Begriff gab, je nach Dialekt, also Umgebung, ob man einfacher Bauer war oder zur Elite gehörte. Aber es gab keine Rechtschreibung, keine Grammatik. Die wurde den Germanen erst durch die „Militärsprache“ Latein aufgezwungen. Es ist interessant zu wissen, daß ohne eine Rechtsschreibung die Kreativität im geistigen Bereich viel höher schwingt. Durch die Rechtsschreibung hatte die Kirche Roms ein weiteres Mittel in der Hand, diese Kreativität der Germanen zu brechen bzw. einzudämmen. Und heute? Wieder wird eine Rechtschreibreform eingeführt – mit den gleichen Gedanken, die auch die Katholische Kirche hatte: die sittlich-moralisch-geistige Überlegenheit eines germanischen Christenglauben zu brechen.

Das Wort KIRCHE, im Ahd: „kirihha, kilihha, cirihha, cilihha“ bedeutet „das Gleiche“. Dieses „Gleiche“ ist eine Form urdemokratischer Einrichtung der Germanen und hatte überhaupt nichts mit der katholischen KIRCHE gemeinsam. Das lateinische Wort „ecclesia“ kommt aus dem Ahd. von den oben schon erwähnten Wörtern für KIRCHE.

Latein ist, wie ich schon erwähnte, die alte Militärsprache der Kirche Roms. Es ist eine Sprache der Macht, so wie heute das Englische immer mehr mit seinen militärischen Begriffen in die deutsche Umgangssprache eindringt. Menschen, die also ein Studium des Lateins absolvieren, lernen eine veralterte Militärsprache. Es ist daher kein Wunder, daß in den sogenannten Autoritätsberufen des 19. + 20. Jahrhunderts, in den Berufen wie der Medizin, Philosophie, Lehrer, Priester, Altertumsforschung usw. Latein dominierte. Ganz zu schweigen davon, daß die Katholische Kirche den Menschen einredete, daß Latein die Sprache Gottes sei. Nur diese könne Gott verstehen, daher bräuchte jeder Mensch einen Priester, als Mittelsmann zu Gott, also als Dolmetscher. So konnte die Beichte eingeführt werden und die Katholische Kirche baute mit den Klöstern, die allesamt Fälscherwerkstätten und Ausbildungslager für die Agenten der Katholischen Kirche waren, ein damals weltweites Spionagenetz auf. So konnte sie ihre Macht erhalten und erweitern.

Man sagt, daß Wort KATHOLISCH käme aus dem Griechischen und bedeute „allgemein“. Andere Forscher behaupten, es bedeute „rechtsgläubig“. Die griechische Sprache ist aber genau genommen ein ahd. Dialekt der Dorer, die Urahnen der Thüringer! Das ahd. Wort „cautolo“ bedeutet nicht „katholisch“ sondern IRRLEHRE. Das Adjektiv „tol“ bedeutet DUMM, VERIRRT, ALBERN, TÖRICHT. Davon gibt es auch die Formen „tolic“ und „catolic“, was wörtlich die VERDUMMTEN, die IRREGELEITETEN, die TÖRICHTEN bedeutet. Das sind sprachwissenschaftliche Wahrheiten. Doch wenn man heute ein ahd. Wörterbuch aufschlägt, wird man feststellen, daß das Wort KATHOLISCH mit „catolic“ übersetzt wird. Nur dieses Wort steht da, sonst keine Erklärungen. Sogar in im Bayerischen Wörterbuch von 1872 von J.A.Schmeller ist tatsächliche, oben angegebene Übersetzung erhalten geblieben – darüber hinaus zusätzlich viele Redewendungen im Bayerischen, in dem das Wort „katholisch“ in vielen, für die Katholische Kirche nicht günstig dastehenden Licht, aufgelistet ist.

Im Rahmen der Charakterwäsche bzw. Umerziehung des Deutschen Volkes nach 1945 gehörte es dazu, daß die Frankfurter Schule beschloß, sämtliche Werke, die irgendwie eine Identität mit der Deutschen Kultur aufkommen lassen könnte, zu vernichten oder umzuschreiben bzw. zu fälschen. Das ist den Marxisten und Neomarxisten leider gelungen. Man muß schon in die Archive gehen, in die englischen beispielsweise, um dort die ahd. Wörterbücher aus dem 16. Jahrhundert mit seinen ursprünglichen Bedeutungen zu finden.

Wir können an Hand der Sprache sehr gut sehen, was die Germanen von der Katholischen Kirche hielten. Meine Meinung kann daher nur die sein, daß Menschen, die heute noch den katholischen oder evangelischen Glauben tragen, fehlgeleitete Menschen im geistigen Bereich sind. Denn jede Religion stellt eine Ideologie dar, auch die der Moslems oder der Tibeter.

Dennoch kann man sprachwissenschaftlich vieles von den falschen Übersetzungen aufdecken. Beispielsweise das Wort BIBEL. Griechisch heißt es „biblios“, was soviel wie BUCH bedeutet. „biblios“ oder auch die „Christenbibel“ kommen vom ahd. Wort „fibal“, die FIBEL

Oder die Wörter ADAM und EVA. ADAM bedeutet heute noch im Türkischen und anderen Sprachen einfach „der Mensch“, ist also keineswegs der Name des „ersten Menschen“. EVA ist auch kein Name einer Frau, sondern kommt vom ahd. „ewah“ = „ewig“. ADAM und EVA heißen im ahd. „man evah“ oder „mana ewah“ und bedeutet: der EWIGE MENSCH. Wer daran zweifelt, kann in dem Buch von Thomas Barthel DAS ACHTE LAND den darin abgedruckten Text des Osterinselbuches PUARA HOA nachlesen, wo die Begriffe „mana ewah“ und „kot, koto“ zigmal in reiner Form auftreten. „kot, koto“ sind ebenfalls ahd. Begrifft und stehen für GOTT oder/und GUT. Die alten Germanen wußten, daß GOTT ewig und unerschaffen ist. Schon deshalb konnte für sie keine GOTTESMUTTER existieren. Deshalb mußten sie auch nicht WOTAN anbeten, wie einige vermuten. Das Wort WOTAN kommt aus dem Adh. „man cot“, was übersetzt heißt: „guter Mann“, denn die Silbe „cot“ steht auch für „Kot, cuat, kuat“. So kann man „man cot“ auch mit „Guter Gott“ übersetzen. xxx

Die Germanen lebten das Naturprinzip als ein sich ständiges wandelndes Prinzip. Sie kannten nicht die Personifizierung der Naturprinzipien. Damit fingen die Religionen Asiens an, welche auf die Perser, Griechen, Römer usw. übertragen wurde. Ein Germane wußte von seiner Naturverbundenheit her, daß er niemals einen Gott oder gottähnlichen Menschen anbeten kann, weil ein Mensch niemals die Macht haben kann, die die Natur hat. Es war daher für ihn irrsinnig an einen Gott zu glauben. Es war eine Irrlehre.

Die Naturverbundenheit der Germanen ist stärker als der Glaube an die Gestalt eines Gottes, der sowieso ewig und unerschaffen zugleich ist. Das wußten sie. Es sind die Vertreter der Katholischen Kirche, die diese komplizierten Intellektualismen des christlichen Glauben predigten, was dann viel viel später über die Charakterwäsche der Frankfurter Schule in die Köpfe unserer Kinder eingepflanzt wurde: das frühzeitige abstraktive Denkvermögen. So kann man die Kinder bzw. die junge Generation schnell zu jeder Ideologie umerziehen.

Die Geschichte von der zeugungslosen Geburt ist in mindestens drei Formen erhalten. Hier zwei Formen: FREYA gebar WOTAN ohne Zeugung. MAYA gebar BUDDHA ohne Zeugung. Man sieht die Gleichheit beider Namen, von Freya zu Maya, wo nur ein „r“ verloren ging und der Lippenlaut „f“ in de Lippenlaut „m“ verwandelt wurde, wie bei WOTAN und BUDDHA, wo ebenfalls der Lippenlaut „w“ in den Lippenlaut „b“ überging.

Dann haben wir die Geburt JESUS durch MARIA. MARIA ist ebenfalls nur Freya. Wenn man alle Abwandlungen kennt, dann wird man dies leicht einsehen können. Viel ältere Germanisten, wie Wilhelm Braune, wundern sich, daß Maria in ahd. und mhd. Zeit, zweisilbig geschrieben und gesprochen wurden, also „mar-ja“. Das „j“ kann man auch als ein „i“ lesen. Die Silbe „mar“ ist eine uralte Silbe aus dem Sanskrit, und bedeutet die FORMGEBENDE. Hinter der Geburt Jesus steht eigentlich die Geburt Wotans durch Freya. – Sanskrit enthält auffallend viele Wörter aus dem Ahd.. Aber darüber zu schreiben und zu veröffentlichen ist in der „BRD“ verboten, solange wir eine neomarxistische „grüne“ Partei in Deutschland bzw. „Links-Parteien“ haben, die maßgeblich die Kultusministerpläne bestimmt und somit der jungen Generation die tiefe Wahrheiten der Deutschen Sprache bewußt vorenthält.

In ahd. Texten wird JESUS immer mit „Ihesum“ oder „Ihesu“ angegeben. „i hesu“ aber bedeutet auf Ahd. = „Ich heiße“ oder „Ich heiße mich“. Ich heiße mich einen Zimmermann bedeutet also: Ich bin Zimmermann von Beruf. Das Wort CHRISTUS heißt keineswegs „der Gesalbte“, abgeleitet vom griechischen Wort „chrisma“, sondern geht vom ahd. „chiristo, churisto, kiristo, kirusti, gihrusti“ = der GERÜSTETE, der STREITBARE (für das GUTE = GOTT) zurück. Außerdem bedeutet das Wort CHRISTUS auch gleichzeitig das Wort GERÜST, VORRICHTUNG, GALGEN und damit auch das KREUZ, der KREUZGALGEN. So bedeutet der ahd. Satz: „i hesu mi chiristo“ = ich bin der Gerüstete, der Streiter für das Gute.

In der Bibel stehen die Wörter JAHWE, JEHOWA, was „der Ewige“ bedeutet. Im Ahd. Heßt „eviha“ = Jahwe und „eowiha“ = Jehowa. Dann gibt es den Gott ELOHIM. Wenn man das „l“ durch ein „r“ ersetzt (was in vielen Sprachen, vor allen in vielen Dialekten des Chinesischen zu finden ist) so erkennt man, daß ELOHIM das ahd. „ero him“ ist und „ehret ihn“ bedeutet. ELOMIN ist also kein Name für einen Gott.

So möchte ich meinen Beitrag abschließen mit Goethe, der sehr wohl wußte, was das Ahd. bedeutet und auch erkannte, wie falsch vieles übersetzt wurde. In seinem FAUST schrieb er:

„Geschrieben steht,
im Anfang war das Wort,
hier stock ich schon,
wer hilft mir weiter fort,
ich kann so hoch das Wort unmöglich schätzen,
ich muß es anders übersetzen.“

Im Deutschen ist das Wort WORT mit dem Wort WERDEN verwandt. Ein Wort ist ein Laut oder Schrift gewordener Gedanke. WORT und WERDEN jedoch zu verwechseln war im Ahd. noch leichter als im heutigen Deutsch, wie die ahd. Formen „worton, worten“ für GEWORDEN zeigen. Also müßte man es richtig übersetzen:

„Im Anfang war das Werden und das Werden war gut und gut war das Gewordene“.

Das alles hat nichts, aber auch gar nichts mit der FLEISCHWERDUNG des Wortes zu tun, wie es auch sprachwissenschaftlich keine GOTTESMUTTER geben kann. Was für die Zukunft wichtig ist, ist die Naturverbundenheit der Deutschen wieder herzustellen, also ganz praktisch: sich mit dem Umweltschutz zu beschäftigen, wobei die Umwelt nicht nur aus der Natur sondern auch aus den Menschen, mit denen wir leben müssen, gemeint ist. Und darüber hinaus ist natürlich auch die geistige Umwelt gemeint. Und gleichzeitig wäre zu wünschen, daß man sich der Deutschen Sprache mehr bewußt wird.

Quelle: http://wahrheit-kompakt.net/files/Landmann-Steinfeder-althochdeutsch.pdf

Gruß an die Deutsche Sprache

TA KI

Urbock oder echtes Bier


Christian Rätsch

Urbock oder echtes Bier

Jeder kennt Bier. Jedenfalls das moderne, nach dem Deutschen (genauer: Bayerischen) Reinheitsgebot gebraute. Seit 1516 darf Bier demnach nur noch aus Wasser, Malz, Hopfen und Hefe durch natürliche Gärung hergestellt werden. Das Reinheitsgebot war aber nicht nur ein Gebot, sondern gleichzeitig ein Verbot. Denn es wurde ausdrücklich der Gebrauch von Bilsenkraut, sowie anderer Kräuter als Bierzusatz mit diesem Erlaß verboten. Warum aber wurde das Bilsenkraut verboten? Was hatte es mit Bilsenkraut-Bier auf sich?

Heute wird auf vielen Wochen- und Weihnachtsmärkten an den Honigbuden »Met« verkauft: eine klebrige, honigsüße, dicke Flüssigkeit. Der Met unserer Ahnen hatte mit diesem Kuriosum allerdings nichts zu tun. Genauso hat das Bier unserer Ahnen mit dem heutigen Getränk gleichen namens wenig zu tun. Für Bier und Met waren die Zusatzstoffe weitaus wichtiger als der Gärstoff (Honig, Getreide, Brot, Malz). Die Germanen verfügten über verschiedene Brautechniken und stellten unterschiedlich schmeckende und wirkende Gebräue her, die in der alten und neuen Literatur unterschiedlich als »Met«, »Honigwein« oder »Bier« bezeichnet werden. Per Definition wird Met aus Honig und Wasser, Bier aus Malz oder Brot und Wasser unter Verwendung einer Hefe hergestellt. Sowohl Met als auch Bier enthalten 2-5% Alkohol. Um diese Getränke haltbar, schmackhaft oder kräftiger berauschend zu brauen, werden dem Trunk verschiedene Zusätze, meist Kräuter mit desinfizierenden, aromatischen und/oder psychoaktiven Eigenschaften zugesetzt.

Es gibt in der Biergeschichte keine bis heute bekannte psychoaktive Pflanze, die nicht irgendwann, irgendwo einmal dem Bier zugesetzt wurde. Die alten Ägypter brauten ein Alraunenbier, die Indianer versetzten ihre Chicha (= Maisbier) mit Kokablättern, Stechapfel- und Windensamen (Datura, Turbina, Ipomoea), im Orient wurde das Bier mit Haschisch und Opium aufgebessert, in Sibirien bröselte man getrocknete Fliegenpilze ins Bier. Die Gallier brauten Bier aus dem an sich schon berauschenden Taumel-Lolch (Lolium temulentum) und im Mittelalter würzte man die dünnen Biere mit Zimt, Muskat und Kardamom. Der Hopfen als Bierzusatz ist eine Erfindung der christlichen Mönche. Die Klosterbrüder sollten vom Bier nicht durch aphrodisisch wirkende Zusätze irritiert, sondern vom Hopfen beruhigt werden. Der heidnische »Met der Begeisterung« (Dichter- oder Skaldenmet) war kein simples Bier, kein einfacher Met, er muß ein psychoaktives Getränk gewesen sein, dessen berauschende Bestandteile stimulierend auf die Kreativität gewirkt haben.

In verschiedenen indogermanischen Traditionen dienen psychoaktive Pflanzenzubereitungen den Sängern und Dichtern als Inspirationsquelle: das legendäre Soma der Arier, der euphorisierende Bhang (= Hanf) der Brahmanen, der gepilzte Wein des Dionysos. Womit aber wurde der germanische Dichtermet gebraut? Welche Pflanzen, welche »Gewürze« oder »bitteren Kräuter« kannten und nutzten die Germanen?

Die germanischen Stämme kannten eine Reihe von Gewächsen, die als Zauberpflanzen bekannt waren und deren Ruhm bis in die Neuzeit ausstrahlte. Alle von der Kirche und Inquisition verteufelten Pflanzen waren den Heiden heilig. Auch heute fallen sie noch unter das Betäubungsmittelgesetz oder unter die Giftverordnung.

Bilsenkraut und Pilsener

Der Muslim IBN FADLAN wurde am 2. April 921 vom Kalifen von Bagdad nach Norden geschickt, um die Expansion des Islam voranzutreiben. In der Nähe von Bolgar an der Wolga traf er mit seiner Gesandtschaft auf die Rus, germanische Waränger (= Wikinger). IBN FADLAN war ein guter Beobachter und beschrieb sehr genau die Zeremonie einer Häuptlingsbestattung (Verbrennung auf einem Totenschiff), an der er teilnehmen durfte. Zu diesem Anlaß wurde ein »besonderes Bier« gebraut, das »sie bis zu dem Tage trinken, an dem seine Sklavin sich tötet und mit ihrem Herrn verbrannt wird. Sie trinken dieses Bier Tag und Nacht bis zum Verblöden; oft geschieht es, daß einer stirbt, den Becher in der Hand.« (zitiert n. Hans-Peter HASENFRATZ, Die religiöse Welt der Germanen, Freiburg usw., Herder, 1992)

Diese Darstellung paßt genau auf die Wirkungsweise von Bilsenkraut-Bier. In geringer Dosis berauscht ein mit Bilsenkraut gebrautes Bier; in mittleren Dosen aphrodisiert es. In höheren Dosen kommt es zu deliranten, »verblödeten« Zuständen, Verwirrung, Gedächtnisstörungen, mit tollen, unsinnig erscheinenden Verhaltensweisen. In Überdosierungen wirkt Bilsenkraut tödlich (durch Atemlähmung). Die toxikologische Literatur ist voll solcher Beispiele. Bilsenkraut hat noch eine, für den Schankwirt sehr interessante Nebenwirkung. Die Alkaloide (Scopolamin, Atropin) bewirken eine starke Austrocknung der Schleimhäute. Bilsenkraut-Bier ist das einzige Getränk von dem man immer durstiger wird, je mehr man davon trinkt!

Weiter beschreibt IBN FADLAN wie das gleiche Bier der Sklavin vor ihrem rituellen Freitod gegeben wird und wie es auf sie wirkt: »Hierauf kamen die Männer mit Schildern und Stöcken, reichten ihr einen Becher Bier, worauf sie sang und ihn trank. […] Ein anderer Becher wurde ihr gegeben. Sie nahm ihn und sang lange, während die alte Frau [der Todesengel] sie antrieb, auszutrinken und in das Zelt zu treten, wo ihr Herr lag. Da sah ich, wie sie sich verwirrte: beim Versuch, das Zelt zu betreten, geriet sie mit dem Kopf zwischen Zeltwand und Schiff. Da nahm die Alte ihren Kopf und ging mit ihr zusammen hinein. […] Nun betraten sechs Männer das Zelt und alle hatten Geschlechtsverkehr mit der Sklavin.«

Bilsenkraut (Hyoscyamus niger) war den antiken Autoren (DIOSKURIDES, PLINIUS) sehr gut bekannt. Für die keltischen Gebiete ist der Name Belinuntia, »Kraut des Sonnengottes Bel« überliefert; die Gallier vergifteten ihre Wurfspieße mit Bilsensud. Heilende Eigenschaften wurden schon in den frühesten angelsächsischen Arzneibüchern angeführt. Der Name geht auf Indogermanisch *bhelena zurück und soll ursprünglich »Tollkraut« bedeutet haben. Urgermanisch scheint bil soviel wie »Vision, Halluzination« oder »magische Kraft, Wunderkraft« bezeichnet haben. Es gibt sogar eine germanische Göttin, die Bil hieß; ihr Name wird als »Augenblick« oder »Ermattung« gedeutet. Sie stellt das Bildnis im Mond dar, oder gilt als Personifikation einer Mondphase. Sie war wohl eine »Bilsenfee« oder eine »Göttin des Bilsenkrautes«, eine Art Pflanzendeva. Vielleicht war sie sogar die Göttin des Regenbogens: Bilröst ist der Name der Regenbogenbrücke, die nach Asgard, den Göttergarten, führt. Bil wird auch als ursprüngliches Wort für »Himmelsbrücke« betrachtet.

Der älteste historische Beleg für die Verwendung des Bilsenkrautes als germanische Zauberpflanze befindet sich im 19. Buch der Sammlung kirchlicher Dekrete (»Deutsches Bußbuch«) des Bischofs BURCHARD VON WORMS (gest. 1025). In einer Beichtfrage wird folgendes Ritual – erstaunlich detailliert! – dargestellt:

»Tatest du, was gewisse Frauen zu tun pflegen? Wenn sie Regen benötigen und keinen haben, sammeln sie mehrere Mädchen und erwählen sich daraus eine kleine Jungfrau gewissermaßen zur Anführerin. Sie entblößen sie und führen die so entblößte außerhalb der Siedlung an einen Ort, wo sie Hyoscyamus finden, was auf deutsch Bilse heißt. Sie lassen sie dieses Kraut mit dem kleinen Finger der rechten Hand ausreißen und das entwurzelte Kraut an der kleinen Zehe des rechten Fußes mit irgendeinem Band befestigen. Dann führen die Mädchen, von denen jedes eine Rute in Händen hält, die besagte Jungfrau, die das Kraut hinter sich herzieht, in den nächsten Fluß, und mit eben den Ruten bespritzen sie die Jungfrau mit Flußwasser, und so hoffen sie, mit ihren Zaubereien Regen zu erhalten. Dann führen sie die besagte Jungfrau, nackt, wie sie ist, und die Füße nach Art des Krebses aufsetzend und bewegend, an den Händen vom Fluß zur Siedlung zurück. Wenn du das getan oder zu tun zugestimmt hast,…«

Das Bilsenkraut wurde im Mittelalter bereits verteufelt und in der frühen Neuzeit dem Hexenwesen zugeschrieben: »Die Hexen tranken den Absud vom Bilsenkraut und hatten jene Träume, für die sie gefoltert und hingerichtet wurden. Auch zur Hexensalbe ward es verwendet, und man benützte es zum Wettermachen und zum Geisterbeschwören. Gab es eine große Dürre, so tauchte man einen Bilsenstengel in eine Quelle und besprengte damit den sonneglühenden Sand.« (K. RITTER VON PERGER, Deutsche Pflanzensagen, Stuttgart und Oehringen, 1864, S.181) Hier wird also das Bilsenkraut in die Nähe des Wetter- und Gewittergottes Donar gerückt. Die Römer assoziierten das ihnen gut bekannte Bilsenkraut mit ihrem Jupiter, den sie mit dem germanischen Donnergott gleichsetzten. In der Schweiz findet sich heute noch der volkstümliche Name Jupitersbon, »Bohne des Jupiter« für das seltene Bilsenkraut.

Der germanische Donnergott Thor oder Donar war der trinkfreudigste und trinkfesteste unter den Göttern. Ihm waren darum die stark berauschenden Bocksbiere geweiht. Es ist nichts logischer, als das Bier für den Gewittergott mit seiner Pflanze, dem Bilsenkraut zu brauen. In der Tat ist seit dem frühen Mittelalter der Gebrauch von Bilsenkraut als Bierwürze bezeugt. Die Germanen hatten wegen der enormen Nachfrage nach dem in Deutschland und Nordeuropa sehr seltenen Bilsenkraut eigens dafür Bilsengärten angelegt. Diese Bilsengärten standen unter dem Schutz des Wotan/Odin, dem Vater des Donnergottes, und galten als Heiläcker, also Orte, an denen Heilungskräfte anwesend waren bzw. wo Heilungsrituale durchgeführt wurden. Diese ehemaligen Anpflanzungen leben in verschiedenen Ortbezeichnungen bis heute fort, z.B. Bilsensee, Billendorf, Bilsengarten und vor allem im böhmischen Pilsen. So hat die Stadt, nach der unser modernes, stark gehopftes Bier »Pilsner« heißt, seinen Namen selbst vom Bilsenkraut, das dem echten »Pilsener Bier«, nämlich dem Bilsenkraut-Bier seinen Namen verlieh! In der Schweiz lebt der alte Name pilsener krut in der Bezeichnung Pilsenkraut bis heute fort.

Sumpfporst, Gagel und Grutbier

Bilsenkraut war aber nicht der einzige Bierzusatz, der den Germanen bekannt war. Im Norden wächst der immergrüne Sumpfporst* (Ledum palustre); er hat eine lange Tradition als schamanisches Räuchermittel (z.B. in Sibirien und Zentralasien). Das aromatische Kraut wurde schon früh dem Bier als Würze zugesetzt. In Schweden wurde zur Wikingerzeit mit Sumpfporst, manchmal vermischt mit dem aromatischen Gagel (Myrica gale), Bier gebraut. Dieses Bier heißt in der nordischen und mittelalterlichen Literatur seit dem 5.Jh. »Grutbier«. Es wurde für Gelage und festliche Anlässe gebraut und bis zur Neige geleert.

In den skandinavischen Quellen zum Bier und Bierbrauen wird das Grutbier durchgängig als Ursache für die Berserkerwut angeführt. Bei den Grutbiergelagen kam es meist zu üblen Auseinandersetzungen: »Aufkommender Streit artete oft in Bluttaten aus. In gewissen Gegenden von Småland banden sich die Zweikämpfer nach alter Sitte mit dem Gürtel zusammen, aus dem sie nicht früher freigemacht wurden, bis einer der Zweikämpfer durch das Messer erledigt war. Die Frauen pflegten deshalb das Totenlinnen mitzunehmen, wenn sie ihre Männer zu Trinkgelagen begleiteten.« (W. SANDERMANN, »Berserkerwut durch Sumpfporst-Bier« Brauwelt 120(50), 1980, S. 1870)

Der Sumpfport enthält ein ätherisches Öl (Ledumöl; Hauptwirkstoff Ledol), das stark berauschend wirkt, in höheren Dosierungen zu Krämpfen, Wut und Raserei führt. Vielleicht nutzten die Wikingerbanden und die Berserker-Geheimbünde diese Eigenschaften für ihre magischen Rituale, zur Tierverwandlung und zum sprichwörtlichen Berserkergang, dem furor teutonica.

Pilz-Bier

Pilze spielen in vielen Volkstraditionen ein magische Rolle. Der keltische Giftschwamm Bwyd-Ellylon gehört zu den »Leckerbissen der Elfen«, die Narrenschwämme versetzen den Menschen in einen »närrischen« Zustand, aus Hexeneiern werden Liebestrünke gebraut. Neben eßbaren, ungenießbaren und wenigen wirklich giftigen Pilzen gibt es in allen germanischen Gebieten, ja in ganz Europa ein Vielzahl an psychedelischen Pilzen, besonders den Spitzkegeligen Kahlkopf (Psilocybe semilanceata) und den Dunkelrandigen Düngerling (Panaeolus subbalteatus).

Ob die Germanen die psychedelischen Kräfte der Pilze kannten und nutzten ist nur zu vermuten, aber sehr wahrscheinlich. Es gibt in Skandinavien verschiedene Felsbilder, die anthropomorphe Wesen mit Pilzen darstellen; diese Szenen tragen durchaus schamanische Züge und können auf einen schamanisch-psychedelischen Kult hinweisen. In frühen Dokumenten zur deutschen und nordischen Braukunst wird angeführt, daß dem Bier oder Met »Schwämme«, also Pilze zugesetzt wurden. Die einzige sinnvolle Erklärung dafür ist: die Brauer kannten das psychedelische Geheimnis der einheimischen Pilze und stellten damit ein hochwirksames Ritualgetränk her.

Germanische Trinkgelage

Im Mai werden in den norddeutschen Landen die alkoholstarken Maiböcke gebraut und reichlich – oft bis zur Besinnungslosigkeit – getrunken. Im Herbst wird das Märzen angezapft; auf den Wiesn tobt dann das Oktoberfest und hinterläßt Felder von Besoffenen. In Skandinavien wird das Julbier (= »Weihnachtsbier«) bis zum Zusammenbruch hinuntergestürzt. Diese Volksbelustigungen gehen auf alte Trinkrituale der Germanen zurück.

Im Frühjahr (Ostern) wurden zum Bocksopfer das aphrodisische »Bocksbier« gebraut und den Fruchtbarkeitsgöttern Donar und Freia zu Ehren getrunken. Im Herbst wurde das Erntebier gemeinschaftlich beim Erntedankfest zu Ehren der Erdgottheiten genossen. Zur Wintersonnenwende (Weihnachten) wurde mit dem Julbier den Ahnen (den Toten, die unter Wotans/Odins Schutz standen) gehuldigt.

Die Germanen waren für ihre Trinksitten, ihre Trinkgelage und ihre Trinkhörner weithin berühmt. Schon der römische Geschichtsschreiber TACITUS (1.Jh.) schrieb: »Tag und Nacht ohne Unterbrechung zu zechen ist für niemand ein Vorwurf. Vielfach gibt es dann, wie eben unter Betrunkenen, Händel, die nur selten mit bloßen Schmähreden, öfter mit Totschlag und Verletzungen enden. Aber auch über gegenseitige Versöhnung von Feinden, über die Anknüpfung verwandtschaftlicher Bande und über Berufung von Fürsten, schließlich über Krieg und Frieden beraten sie meist bei solchen Gelagen, weil sich angeblich zu keiner anderen Zeit das Herz leichter für aufrichtige Gedanken erschließt oder für hohe erwärmt.« (Germania 22)

Alle Quellen deuten daraufhin, daß der Genuß von Bier, Met oder ähnlichen Gebräuen mit Geselligkeit und religiösen Ritualen verbunden waren. Man versammelte sich zu Bier- und Trankopfern, benutzte besonderes rituelles Trinkgeschirr, z.B. goldbeschlagene Trinkhörner, und nahm mit Göttern und Ahnen Kontakt auf. COLUMBAN traf in der Bodenseegegend auf die heidnischen Alemannen (Südgermanen), die um eine mächtige Kufe Bier versammelt waren und diese ihrem Gott Wodan (= Odin) zu Ehren gemeinschaftlich leerten (Vita Columbani c.53).

Ritualbiere wurden aber nicht nur für die Raufereien der Berserker gebraut, sondern für Glück und Frieden getrunken. So heißt es in einer germanischen Quellen: »Der Häuptling, der das Opferfest veranstaltete, sollte den Opferbecher und die Speisen segnen, und dann sollte man zuerst Odins Becher leeren – man trank ihn für Sieg und glückliche Regierung des Königs – und dann den Becher des Njördr und Freyr für gute Ernte und Frieden.« (Hkr. I)

In der Edda, der Hauptquelle der nordischen Mythologie steht ein Satz, der sehr aufschlußreich für den Gebrauch des Bieres ist:
»Trunk mag frommen,
wenn man ungetrübt sich den Sinn bewahrt.«
Also: nicht bis zur Besinnungslosigkeit saufen, sondern den Rausch sinnvoll genießen!

Literatur

ERNST HUG, Wolfzahn, Bilsenkraut & Dachsschmalz, St. Märgen, 1993.
A. MAURIZIO, Geschichte der gegorenen Getränke, Berlin, Paul Parey, 1933.
CLAUDIA MÜLLER-EBELING, »Wolf und Bilsenkraut, Himmel und Hölle: Ein Beitrag zur Dämonisierung der Natur« in: Susanne G. SEILER (Hg.), Gaia – Das Erwachen der Göttin, Braunschweig, Aurum, S.163-182.
CHRISTIAN RÄTSCH, Urbock: Bier jenseits von Hopfen und Malz. Aarau, Stuttgart: AT Verlag, 1996.
HERMAN DE VRIES, »heilige Bäume, bilsenkraut und bildzeitung« in: Ch. RÄTSCH (Hg.), Naturverehrung und Heilkunst, Südergellersen, Verlag Bruno Martin, 1993.
Quelle: Natürlich
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Quelle: http://www.christian-raetsch.de/Artikel/Artikel/Urbock-oder-echtes-Bier.html

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Gruß an die Geselligkeit

TA KI