MSnippets 30.11.2018


Gruß an die Aufmerksamen
TA KI
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Der entzauberte Mythos: “Rucksackdeutsche, Polacken, Russkis” – Die Wahrheit über die angebliche Willkommenskultur gegenüber DEUTSCHEN Flüchtlingen/Vertriebenen! (1)


GUIDO-KOLUMNE-MIX

♦ No.  538 (76/2015) ♦


Die Flüchtlingsdebatte innerhalb der EU um die Aufnahmequoten nimmt an Fahrt auf. Während sich einige Staaten – darunter auch Deutschland –  für weitere (begrenzte) Aufnahmen aussprechen, sperren sich andere komplett dagegen.

Die Frage bleibt aber: Wohin mit den hunderttausenden Flüchtlingen? Alleine in Libyen warten Schätzungen nach zwischen ein und zwei Millionen Menschen auf die Überfahrt übers Mittelmeer ins gelobte Europa.

Vielfach wird von deutschen Politikern aller Parteiencoleur darauf hingewiesen, dass hierzulande schon einmal Millionen von Flüchtlingen aufgenommen worden sind. Gemeint sind jene rund 14 Millionen Vertriebenen aus den Ostgebieten nach Ende des Zweiten Weltkriegs.

Bereits Ende November 2014 forderte der unlängst verstorbene Literaturnobelpreisträger Günter Grass, dass Flüchtlinge aus Kriegsgebieten notfalls auch in privaten Wohnungen in Deutschland untergebracht werden sollen.

Auch “Zwangseinquartierungen” seien eine Option, wenn es keine anderen Unterbringungsgelegenheiten gebe, sagte Grass während einer Feierstunde der Autorenvereinigung PEN, deren Ehrenpräsident er ist. 

Grass erinnerte daran, dass dies nach dem Zweiten Weltkrieg auch gemacht wurde – unter Murren teilweise, aber die 14 Millionen Deutschen und Deutschstämmigen aus dem Osten seien so wieder schnell auf die Beine gekommen. Ohne diese Menschen, wie später auch die Gastarbeiter, hätte es das deutsche Wohlstandswunder nicht gegeben. Grass sieht bei den Deutschen insgesamt eine hohe Bereitschaft zu helfen.

Quelle: http://www.zeit.de/gesellschaft/2014-11/guenter-grass-fluechtlinge-asylrecht-Unterbringung

Doch war das tatsächlich so?

Schlug den deutschen Vertriebenen tatsächlich eine Welle von Hilfsbereitschaft und einer Willkommenskultur der “einheimischen” Deutschen – den Volksdeutschen – entgegen, wie es uns heute angesichts der Flüchtlingsdebatte aus dem Nahen Osten und Afrika verkauft wird?

Mit der Politiker hierzulande so angeben und werben? Das anscheinend so ins bundesdeutsche Kollektiv-Bewusstsein eingefroren ist?

Und – haben die Alliierten (Russen, Amerikaner, Briten und Franzosen) sich tatsächlich  so fürsorglich um diese deutschen Flüchtlinge gekümmert?

Ich bin diesen Behauptungen nachgegangen, habe Bücher und Archive gewälzt, mit Vertriebenen gesprochen. Und bin zu einem ganz anderen Ergebnis gekommen!

Denn ich selbst bin von dieser Thematik (indirekt) betroffen. Denn auch meine Familie väterlicherseits gehörte zu diesen Vertriebenen.  Sie lebte im westpreußischen Danzig, bevor sie vor der Roten Armee floh.

 

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In der Stadt also, aus der – welch ein Zufall – auch der Literaturnobelpreisträger Günter Grass stammte.

 

Meine Familie väterlicherseits wollte mit dem Kreuzfahrt- und Lazarettschiff Wilhelm Gustloff aus Danzig fliehen. Doch diese war bereits überbelegt, sodass sie keinen Platz mehr fanden.

Die Gustloff wurde kurze Zeit später, am 30. Januar 1945 vor der Küste Pommerns durch das sowjetische U-Boot S-13 versenkt. Es kamen mehr als 9000 Menschen ums Leben, zumeist Zivilisten. darunter viele Kinder. Dies war der verlustreichste Untergang eines einzelnen Schiffs in der Geschichte der Seefahrt.

 

Scherl Bilderdienst: II. Weltkrieg 1939 - 1945, Überfall auf Polen am 1. September 1939. Das KdF - Schiff "Wilhelm Gustloff" wird als Lazarettschiff eingesetzt, hier im Danziger Hafen im Herbst 1939. 12065 - 39

 

So floh ein Teil meiner Familie mit einem Treck über das preußische Haff.

 

Ein Foto eines Flüchtlingstrecks aus Danzig im Februar 1945.

755px-Bundesarchiv_Bild_146-1996-030-01A,_Danzig,_Flüchtlingstreck

 

 

Bei ihrer Flucht wurden vier meiner Tanten von russischen Soldaten mehrfach vergewaltigt und eine erschossen. Mein Neffe – noch ein kleines Kind – war Augenzeuge davon. Dabei griffen russische Jagdbomber den Flüchtlingstreck an. Hunderte Frauen, Kinder und Alte kamen ums Leben. Meine Großmutter mit ihren drei Kindern (darunter mein Vater) überlebten den Angriff nur mit Glück.

 

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Fotoquelle: Bundesarchiv_Bild_146-1990-001-30,_Flüchtlingstreck

Die schwergebeutelten Vertriebenen gelangten schließlich in ein dänisches Internierungslager. Dort wurden sie als “tiski swin”, als “deutsche Schweine” beschimpft.

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Fotoquelle: Abfotografie eines Photos im Rigsarchivet (Reichsarchiv) in Kopenhagen. Restauriert vom Verfasser (Urheber Eikasino)

 

Drei Jahre später ging es dann weiter mit dem Zug nach Süddeutschland, wo sie eine neue Heimat fanden.

Doch auch dort wurde sie alles andere als freundlich empfangen. Ganz im Gegenteil. Zehn Jahre später kam mein Großvater, der kurz vor Moskau in Gefangenschaft geraten war, wieder aus einem sibirischen Gefangenenlager zurück. Die Familie war wieder vereint.

In den nachfolgenden Artikeln möchte ich mich hinsichtlich dieser Thematik jedoch nicht ausschließlich auf die Erlebnisse meiner Familie (väterlicherseits) beziehen, sondern auf harte Fakten.

Und die haben es in sich.

Und räumen wahrlich auf mit dem Mythos, der Geschichtsverklitterung der “Willkommenskultur” der “einheimischen” Deutschen mit den vertriebenen deutschen Flüchtlingen.

Denn es war anders.

Ganz anders.

Geradezu beschämend.

 

Fortsetzung folgt …


DENKEN SIE IMMER DARAN:

SIE HABEN EIN RECHT AUF DIE WAHRHEIT!

 Ihr und euer

GUIDO GRANDT

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 Eine Wort in eigener Sache: Die Recherchen für eine kritische und frei Meinungsbildung sind zeitintensiv und kostspielig. Wenn Sie diese mit einer Spende unterstützen wollen, dann können Sie das hier tun: https://guidograndt.wordpress.com/spenden/

(…)

Herzlichen Dank!

Quelle: https://guidograndt.wordpress.com/2015/05/18/der-entzauberte-mythos-rucksackdeutsche-polacken-russkis-die-wahrheit-uber-die-angebliche-willkommenskultur-gegenuber-deutschen-fluchtlingenvertriebenen-1/

Gruß an Guido Grandt

TA KI

Zentralrat der Juden hat neuen Präsidenten


josef schuster

Zum zweiten Mal bekommt der Zentralrat der Juden einen Präsidenten, der Nazi-Terror und Holocaust nicht mehr selbst erlebt hat. Der 60-jährige Josef Schuster folgt auf Dieter Graumann, der überraschend seinen Rückzug erklärt hatte.

Der Würzburger Arzt Josef Schuster ist neuer Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Der 60-jährige bisherige Vizepräsident wurde in Frankfurt am Main zum Nachfolger von Dieter Graumann gewählt, der nach vier Jahren im Amt nicht mehr kandidierte.

Die jüdische Gemeinschaft sei Teil der deutschen Gesellschaft, sagte Schuster nach der Wahl. „Wir möchten auch in Zukunft das Leben in Deutschland mitgestalten.“ Die Amtszeit als Präsident beträgt vier Jahre.

Zu Vizepräsidenten wurden Mark Dainow aus Offenbach und Abraham Lehrer aus Köln gewählt. Dem Zentralrat gehören 108 jüdische Gemeinden mit über 100.000 Mitgliedern an. „Wir wollen aber nicht ein Dach sein, das irgendwo über den Gemeinden schwebt“, sagte Schuster. „Sondern ein gutes Dach muss mit dem Rest des Hauses fest verbunden sein. Die Gemeinden bilden unser Fundament.“

Glückwünsche aus Politik und Kirche

Schuster ist auch Präsident des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern. Bei der Präsidentenwahl war er der einzige Kandidat für die Nachfolge Graumanns. Der 64-jährige Frankfurter hatte Ende Oktober überraschend erklärt, nicht für eine zweite Amtszeit zur Verfügung zu stehen.

Schuster wurde 1954 in Israel geboren. Kurz darauf kehrten seine Eltern nach Deutschland zurück. Er studierte Medizin und wurde Internist, bis heute arbeitet er als Arzt. Der Vater zweier erwachsener Kinder ist seit fast 32 Jahren verheiratet. Wie Graumann gehört Schuster zur ersten Generation, die den Nationalsozialismus und den Massenmord an europäischen Juden nicht selbst erlebt haben.

In Glückwunschschreiben sicherten SPD-Chef Sigmar Gabriel und der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, Schuster zu, weiterhin gegen jede Form von Antijudaismus und Antisemitismus öffentlich einzutreten. Damit bezogen sie sich offensichtlich auch auf eine Welle teils antisemitischer Proteste in Deutschland während des israelischen Vorgehens gegen Angriffe aus dem Gaza-Streifen im Sommer.

Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Zentralrat-der-Juden-hat-neuen-Praesidenten-article14063671.html

Gruß an die Palästinenser!!

TA KI

 

Die Pyramiden von Gizeh wurden nicht von Altägyptern erbaut (2)


Wahrscheinlich nur bei klarem Himmel und für ein paar Minuten. Denn sonst hätten sie bemerken müssen, dass sich unsere Erde dreht, und dass sie sich nicht darum kümmert, ob sich die Sterne mitdrehen oder nicht! Man baue also einen Schacht und richte ihn aus, und so wird – zum gegebenen Zeitpunkt – der – angeblich – angepeilte Stern auch wirklich darin erscheinen, für einen kurzen Augenblick. Denn unmittelbar danach ist er wieder aus der Schachtmündung verschwunden. Und für einen solch kurzen Augenblick, der sich sowieso nur an ein paar Tagen im Jahr beobachten lassen würde, soll ein derart gigantischer Arbeitsaufwand getrieben worden sein? Vollkommen ohne sonstigen Nutzen?
Nein, mit der größten Fantasie, eine solche Beschränktheit den Baumeistern der Pyramiden zu unterstellen, das wäre eine Beleidigung für ihre Bau-Kenntnisse und würde
ihnen völlig widersprechen. Die sogenannten Luftschächte können aufgrund des fehlenden praktischen Nutzens zwangsläufig überhaupt nichts mit Sternenbeobachtung zu tun gehabt haben, und auch eine „symbolische“ Ausrichtung auf bestimmte Sterne ist blanker Unsinn, weil diese Ausrichtung nur für Sekunden zutrifft. Eine Art der Sternenbeobachtung wäre gerade noch vorstellbar mit der sogenannten Großen Galerie, zum Zeitpunkt des Baues, als sie noch oben geöffnet war. Doch auch diese Überlegung muss rein theoretischer Natur bleiben, denn die Anlage der Großen Galerie spricht völlig gegen eine solche Nutzung. Die Erbauer der Pyramiden waren keine unpraktisch denkenden Leute, sonst hätten sie diese Meisterwerke nicht erschaffen können. Wenn sie eine Möglichkeit zur Sternenbeobachtung hätten konstruieren wollen, dann hätten sie eine praktische Vorrichtung erbaut, und keine enge, schiefe Rampe. Auch die angewendete Technik der Pyramidenbaumeister ist bisher nur zu einem verschwindend kleinen Teil bekannt. Wäre sie enträtselt, dann wüsste man – vielleicht -, wie die Pyramiden gebaut worden sind und müsste sich keine haarsträubenden Hilfskonstruktionen einfallen lassen.

Wieso merkt eigentlich niemand, welch ein Unsinn auf diesem Gebiet produziert wird?!

Die Ägyptologie unterstellt den alten Ägyptern immer noch, dass sie – technologisch gesehen – höchstens Kupferwerkzeuge kannten, obwohl es durchaus hochwertige
Stahlgeräte aus jener Zeit gibt (15). Eine eventuell vorhanden gewesene Technik in unserem heutigen Sinn sei jedoch völlig undenkbar. Tatsache ist aber, dass die monumentalen Pyramidenbauten vorhanden sind. Sie stehen da, also müssen sie gebaut worden sein.
Nur: sie konnten niemals mit den steinzeitlichen Methoden der alten Ägypter errichtet worden sein. Das ist völlig unmöglich. Da kann man sich drehen und wenden und
Rechenkunststücke anstellen, wie man will: die alten Ägypter konnten definitiv keine Pyramiden bauen! Es ist ganz logisch: wenn wir mit unserer heutigen, relativ
hochstehenden Technik nicht in der Lage sind, eine Pyramide nachzubauen, dann war es mit primitiveren Mitteln erst recht nicht möglich.
pyramidenblöcke
Dieses Bild zeigt, wie genau bzw. ungenau man heute Steine mit modernsten Laser-Sägen
zuschneiden kann. Im Vergleich zu der Verfugung der Pyramidenblöcke wirkt diese Technik
fast stümperhaft (Vogl)
strukturstockhammerbearbeitung

Diese beiden Bilder zeigen zwei Möglichkeiten der sogenannten Stockhammerbearbeitung.
Viele Pyramidensteine zeigen deutliche Merkmale, die auf eine Stockhammerbearbeitung
hindeuten. Ein Fachmann weiß jedoch, dass zur Stockhammerbearbeitung ein
Presslufthammer und ein Pressluftgerät nötig ist (Vogl)
Wir können heute zwar vergleichbare Steinquader aus vergleichbaren Steinbrüchen brechen, jedoch benötigen wir unsere Krantechnik, um sie herauszuholen und sie auf entsprechende Schwerlastwagen zu heben. Möglicherweise könnte man diesen Arbeitsvorgang der ägyptischen Technik noch zugestehen, mit komplizierten Hebelkränen aus Holz, wobei sich jedoch die Frage stellen würde, nach wie viel von diesen tonnenschweren Steinblöcken so ein Kran wohl kaputt wäre.
Wie die Steinblöcke dann über den Nil gekommen sein sollen, bleibt ein Geheimnis der Ägyptologen. Mit den von ihnen ausgegrabenen und rekonstruierten Booten jener Zeit war es jedenfalls völlig ausgeschlossen, auch nur einen einzigen Quader zu transportieren, geschweige denn hunderttausende.
Wie die Steinblöcke zu den Pyramiden aufgeschichtet worden sein sollen, dass Toleranzgrenzen unterschritten wurden, wie sie mit unserer Hochtechnologie nicht erreicht werden, bleibt ein weiteres, bisher ungelüftetes Geheimnis. Favorisiert wird immer noch die Rampen-Theorie. Doch eine derartige Rampe benötigt – wie gesagt – das mehrfache Volumen der endgültigen Pyramide als Füllmaterial. Wo soll das Material hergekommen sein und wohin ist es nach dem Bau verschwunden? Es sind keinerlei Reste auffindbar!

Rampenreste, die man ägyptologischerseits als Überreste deklarieren wollte, stammen von den in viel späterer Zeit gebauten Taltempeln und Aufwegen, die mit den eigentlichen Pyramiden überhaupt nichts zu tun haben.
Hierzu hat Dieter Vogl als kompetenter Naturstein-Fachmann die Theorien von Dr. H. A. Nieper nachgeprüft (16), die bisher nicht beachtet wurden, vielleicht, weil sie zu spekulativ erscheinen? Dr. Nieper hat in verschiedenen Aufsätzen die Meinung vertreten, die Steine zum Bau der Gizeh-Pyramiden seien mit Geräten abgebaut worden, die mit Vakuum-Feldenergie arbeiten würden. Nieper hat hiermit nicht nur eine neue Theorie zu den schon vorhandenen gesellt, sondern vor Ort recherchiert.
Er vergleicht die Bearbeitungsspuren an den Steinblöcken der Gizeh-Pyramiden mit Schmelz-Sinterwellen, wie sie beim Bearbeiten von Steinen entstehen, die mithilfe eines von dem japanischen Physiker Prof. Shinichi Seike bereits 1978 entwickelten Seike- Solenoid geschnitten werden. Das ist ein Trennschneider zum Schneiden von Gestein mittels eines Tachyonenstrahls, also mit Vakuumfeldenergie. Ein solcherart geschnittenes Gestein verdampft ohne Rückstände.
Vogl hat die Theorien von Dr. Nieper an Ort und Stelle nachgeprüft und bestätigt. Demnach dürften alle „gängigen“ Theorien der Steinbearbeitung mittels steinzeitlicher Methoden endlich auf den Müll gehören. Doch es geht noch weiter. Oben sehen wir die Abbildung eines sogenannten Grubenloches in den Mokattam-Bergen, wo nach wissenschaftlicher Lehrmeinung die größten Blöcke der Pyramidensteine gebrochen sein sollen. Wie die tonnenschweren Steine aus dem Grubenbruch nach oben geschafft worden sein sollen, darüber schweigen sich die Archäologen jedoch aus. Mit den damaligen Mitteln und Werkzeugen war dies jedenfalls völlig unmöglich.
Demnach gibt es nur eine einzige stichhaltige Alternative: die Pyramiden sind zwangsläufig von Baumeistern erstellt worden, die eine Hochtechnologie beherrschten, gegen die unsere heutige gerade in den Kinderschuhen steckt. Als sich im alten Ägypten einige Nomadenvölker zusammenrauften und ihr erstes Reich gründeten, müssen die Pyramiden bereits in ihrer vollen Pracht vorhanden gewesen sein. Spätere Pharaonen nutzten sie, als Zeichen ihrer Macht, zu kultischen Zwecken oder für was auch immer. Aber vom Bau hatten sie keine Ahnung. Das zeigen die vielen, jämmerlich primitiven Nachbauten, die größtenteils bereits zerfallen sind, oftmals schon beim Bau.
STEINVERFUGUNGENSteinverfugung im Inneren der Großen Pyramide (Eickhoff)
Es ist mitnichten damit getan, wenn man weiß, wie etwas funktioniert, dass man es dann auch bauen kann! Ein Beispiel aus unseren Tagen möge dies veranschaulichen:
Jeder weiß heute, wie ein Fernsehgerät funktioniert, dass in einem Holzkasten eine Bildröhre befindlich ist, eine Menge Transistoren und Drähte. Doch wer kann, selbst, wenn er alle Einzelteile (beispielsweise als Bausatz) zusammen hat, daraus ein funktionierendes Gerät bauen? Dieses Beispiel lässt sich auch auf einfachere Dinge ausweiten: wer kann schon aus einem Stück Leder ein paar Schuhe herstellen? (Wer kann überhaupt noch selbst ein Stück Leder herstellen?) Was ich damit sagen will: selbst wenn die alten Ägypter die Pyramiden fix und fertig als Anschauungsobjekte vor Augen stehen hatten, waren sie niemals dazu in der Lage, sie nachzubauen, auch dann nicht, wenn man ihnen detaillierte Baupläne mitgeliefert hätte!
Und so sind uns auch nicht allzu viele Nachbau-Versuche in dieser Größenordnung bekannt, man verlegte sich bald auf den Bau von Palästen und Tempeln. Das war
wenigstens machbar, ohne dass sie gleich wieder zusammenfielen – und außerdem kostengünstiger.
So sehr die Schulwissenschaft an ihren Thesen auch kleben bleibt, wir kommen angesichts der offensichtlichen Tatsachen nicht darum herum, eine Hochtechnologie für
den Bau der Pyramiden vorauszusetzen. Wann das war, woher diese Technologie kam, wer sie beherrschte, das sind Fragen, die zunächst sekundär bleiben müssen, denn es scheinen sich alle diesbezüglichen Hinweise auf den ersten Blick in Nichts aufgelöst zu haben. Doch bei genauem Hinschauen kann man konstatieren:
Es spricht absolut nichts dagegen, dass die Pyramiden zehntausende oder möglicherweise sogar hunderttausende von Jahren alt sein können! Im Gegenteil sprechen
einige Fakten sogar definitiv dafür: Die mit Hochtechnologie geschnittenen Steine waren an den Schnittstellen massiv verglast, bedingt durch die Einwirkungen des Plasmastrahls.
Und diese Verglasung ist bis auf Reste wegerodiert. Um Verglasungen soweit erodieren zu lassen, sind jedoch extrem lange Zeiträume nötig. Bei der Sphinx-Figur tendiert man ja inzwischen auch zu der Vermutung, dass sie möglicherweise mindestens zehntausend Jahre alt sei, aufgrund der Wasser-Erosionsschäden an ihren Flanken. Beim Sphinx kommt noch hinzu, dass das bearbeitete Steinmaterial nicht verkarstet ist – ein völlig ungewöhnlicher Vorgang! Aus diesem Grund zerbröselt die Figur auch langsam aber sicher unter den heutigen aggressiven Umweltbedingungen. Vergleichbare Steinbauten (Burgen, Kirchen o.ä.) weisen eine Verkarstung an der Steinoberfläche auf, die das Material widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse macht. Eine Verkarstung kann sich nicht bilden, wenn das verwendete Steinmaterial mit chemischen Substanzen imprägniert wurde (nach heutigen technischen Verfahren). Eine Steinimprägnierung hält jedoch nur eine gewisse Zeit. Nun zurück zum Sphinx: Wenn die Riesenfigur von den Baumeistern der Gizeh- Pyramiden errichtet worden ist, könnte es durchaus sein, dass sie – die technischen Möglichkeiten hatten sie ja – die Steine imprägniert hatten.
Um nicht irgendwelche Außerirdischen für die Errichtung der Pyramiden bemühen zu müssen, kann durchaus eine frühe menschliche Hochkultur angenommen werden. Die verfügbaren Zeiträume für die Entwicklung solcher Kulturen reichen völlig aus, nachdem Cremo & Thompson nachgewiesen haben, dass der „moderne Mensch“ bereits Jahrmillionen älter ist als uns die Schulwissenschaft glauben machen möchte.
Die Pyramiden von Gizeh zeigen mir folgendes Bild: Die Baumeister der Pyramiden – wer auch immer sie waren, woher sie ihr Wissen auch hatten und woher sie auch kamen – besaßen eine hochstehende Technik, die weit höher  stand als unsere heutige. Das ist ein zwangsläufiger Fakt, denn die Pyramiden beweisen es: wir können mit unserer heutigen Technik (noch) keine nachbauen.
Pharao Cheops (so es ihn gegeben hat) hätte jedoch wahrscheinlich schallend gelacht, wenn man ihm damals mitgeteilt hätte, zukünftige Archäologen hätten seine Tempelchen rings um die Pyramide als Zeichen dafür gedeutet, er hätte das Riesenbauwerk errichtet …
(…)
Gruß an die Nachforscher
TA KI

Russischer Appell an die Deutschen


Mein Name ist Jegor Proswirnin, ich bin Chefredakteur der russischen Seite sputnikipogrom.com, die europäische Werte predigt, und ich hörte, dass einer der wichtigsten europäischen (und vor allem deutschen) Werte die Geschichte sei. Wenn wir die neuere Geschichte betrachten, sehen wir eine gigantische Gruppe sowjetischer Streitkräfte, bestehend aus 300 000 Soldaten mit 5000 Panzern, 1500 Flugzeugen und 10 000 Geschützen (inklusive taktischer Atomwaffen), die ohne einen Schuss abzugeben aus dem soeben wiedervereinigten Deutschland abzog.

Dies war eine in ihrem Maßstab und ihren Fristen beispiellose Operation, während der ganze sowjetische Armeen sich buchstäblich in offenes Feld zurückzogen. Zehntausende sowjetischer Offiziere beugten sich dem Befehl der Führungsspitze und verließen warme Kasernen, um in zugeschneiten Feldern morsche Zelte zu bewohnen. Oft genug mitsamt ihren Familien.

Wieso?

Um der Hoffnung willen. Der Hoffnung, dass die dunklen Seiten der Geschichte unserer Länder für immer in der Vergangenheit geblieben sind. Der Hoffnung, dass wir nie wieder Panzerarmeen in Mitteleuropa postieren müssen, da Europa unsere Interessen berücksichtigt. Der Hoffnung, dass das wiedervereinigte Deutschland unser Freund und Verbündeter wird, der zusammen mit den Russen den Traum Charles de Gaulles von einem einigen Europa von Lissabon bis Wladiwostok erfüllt. Den aus Deutschland abziehenden Gardetruppen sagte man, dass Deutschland die Fehler seiner Vergangenheit erkannt und für diese gebüßt hätte, dass es nie wieder deutsche Stimmen geben wird, die nach Plagen für Russland rufen. Und deswegen bräuchten wir keine Gardepanzerarmeen mehr in der Mitte Europas.

Jetzt seien Russen und Deutsche Freunde, und Freunde brauchen meine endlosen Panzerarmadas. Die Russen sollten aufhören, das vereinigte Deutschland zu fürchten und sich entwaffnen.

Wir entwaffneten uns. 20 Jahre lang dachten wir, dass wir richtig gehandelt haben, dass die Vergangenheit für immer vergessen sei, und dass die Deutschen es wertschätzen, mit welcher Bereitschaft wir alle Militärbasen geräumt und Truppen abgezogen haben (obgleich in Deutschland immer noch US-Militärbasen stehen). Aber Freundschaft erkennt man nicht im Frieden, man erkennt sie in Zeiten der Not – und als die Not der ukrainischen Krise aufzog, wurde klar, dass die Deutschen sich nicht an das Gute erinnern. Es wurde klar, dass die Deutschen nichts aus der Geschichte gelernt haben, dass sie keinen Frieden wollen und in der Demontage einer kolossalen Kriegsmaschinerie keinen Humanismus und guten Willen, sondern lediglich Schwäche sahen.

Es wurde klar, dass die Amerikaner nur einmal im Gespräch mit der deutschen Kanzlerin – die jahrelang wie ein unverlässliches Hausmädchen belauscht wurde –  die Stimme heben müssen, um die deutsche Gesellschaft dazu zu bringen, wie ein Hündchen dem amerikanischen Herrchen hinterherzulaufen – selbst wenn dies den Interessen der deutschen Wirtschaft und Politik entgegenläuft. Es wurde klar, dass wenn man die Schwerter zu Pflugscharen macht, wenn man die Rüstung ablegt, wenn man die sowjetische Vorbereitung zum Weltkrieg stoppt und den Deutschen die Hand der Freundschaft reicht, die Deutschen bei der erstbesten Gelegenheit in diese Hand spucken.

Es wurde klar, dass die Russen erneut Untermenschen sind, die man ungestraft von den Seiten der deutschen Presse niedermache kann, gegenüber denen man vom Rednerpult des Bundestages zu Sanktionen und Vergeltung aufrufen kann, ohne dass Widerspruch zugelassen wird. Es wurde klar, dass die ukrainische Regierung ungestraft die russische Sprache verbieten, russische Aktivisten einkerkern und Wohnbezirke mit Artillerie beschießen darf, wobei tausende russischer Zivilisten sterben – und all dies ist normal, all dies ist demokratisch, Deutschland ist zufrieden, weil die Russen Untermenschen sind, deren Blut für die Deutschen ohne Bedeutung ist. Mehr sogar, für den Versuch, sich zu verteidigen, für den Versuch, den ukrainischen Einsatzkommandos die Stirn zu bieten, müssen die Russen mit Sanktionen und öffentlicher Hetze bestraft werden, durch die ihr Widerstandswille gebrochen wird, um die Russen in ein internationales Ghetto zu treiben.

Und dieses Ghetto daraufhin niederzubrennen, wie schon das Gewerkschaftshaus in Odessa zusammen mit 49 Aktivisten prorussischer Organisationen niedergebrannt wurde. Wissen sie, wie die ukrainischen sozialen Netzwerke auf dieses Massaker reagierten? „Gegrillte Kartoffelkäfer“ (als „Kartoffelkäfer“ werden russische Aktivisten aufgrund der Farben des Bandes des hl. Georg, welches von ihnen genutzt wird, bezeichnet; diese entsprechen der Färbung des Kartoffelkäfers aus Colorado) – das schrieben zehntausende in ukrainischen sozialen Netzwerken, während sie die Fotos verkohlter Leiber mit unschicklichen Kommentaren verzierten.

Wir sind erneut Unmenschen, wir sind erneut Tiere, die ungestraft von ukrainischen Nazis umgebracht werden dürfen, um eine russenfreie Ukraine zu schaffen. Alleine nach Angaben von Human Rights Watch, alleine im Juli wurden im Osten der Ukraine EINTAUSENDEINHUNDERTFÜNFZIG russische Zivilisten umgebracht, und die Morde gehen jeden Tag weiter. Wo sind eure Proteste, Deutsche? Wo sind eure Sanktionen gegen die Ukraine? Wo bleibt euer gerühmter Humanismus, den ihr angeblich nach 1945 erworben habt, während ihr die Fehler der Vergangenheit aufgearbeitet habt?

Saur-Mogila, eine Anhöhe von strategischer Bedeutung, auf der sich ein Denkmal für die gefallenen russischen Soldaten befindet, die vor 70 Jahren während heftiger Gefechte mit der Wehrmacht fielen, wird erneut vom ukrainischen Bataillon „Asow“ gestürmt, dessen Symbol die Wolfsangel ist, das Emblem der SS-Division „Das Reich“, und ihr schweigt! Russische Freischärler verstecken sich hinter Granitstatuen sowjetischer Soldaten vor den Kugeln der neonazistischen „Nationalgarde“, und ihr wagt es, dem amerikanischen Gefasel von einer „russischen Aggression“ zuzustimmen! Die Ukrainer beschießen Städte mit ballistischen Raketen, die gigantische Krater anstelle von Wohnhäusern hinterlassen, und ihr führt keine Sanktionen gegen die Ukraine ein, nein – sondern gegen Russland!

Erneut werden unbewaffnete Russen zu Tausenden umgebracht, und ihr diskutiert darüber, ob man den Mördern der Russen nicht Waffen liefern sollte, damit diese mehr Russen töten können. Eure gesamte „Erinnerungskultur“ und das „Lernen aus der Vergangenheit“ sind nicht mehr als ein schlechter Witz, wenn vor euren Augen unbewaffnete Menschen ermordet werden, während ihr applaudiert und den ukrainischen Mördern neue Kredite versprecht.

Ihr Deutschen habt nicht gelernt, was Humanismus bedeutet. Ihr habt nicht gelernt, was Verantwortung bedeutet. Ihr habt nicht gelernt, dem Bösen entgegenzutreten und dem Bösen zu entgegnen: „Nein, ihr seid Mörder, ich werde euch nicht helfen, ihr müsst sofort mit dem Morden aufhören“. Ihr habt nicht gelernt, was es heißt, verantwortungsbewusste, selbstständige und freie Menschen zu sein, die Güte mit Güte vergelten.

Ihr seid Sklaven, die Güte für Schwäche halten.

1934 wurdet ihr wie Schafe von Hitler vorangetrieben, 2014 treibt euch Obama voran. Wenn die Amerikaner morgen ein KZ für Russen aufbauen, wird die Hälfte von euch direkt Bewerbungen für die Stelle des Gaskammerbetreibers losschicken und eure Presse wird voll Kadavergehorsam erklären, wie patriotisch dieses Lager ist und wie es die deutsche Wirtschaft voranbringt. Sie hat fast schon damit angefangen: den russischen Untermenschen umbringen, Lampenschirme aus der Haut der Russen machen, die es wagten Widerstand zu leisten, und nach Washington schicken, um die amerikanischen Verbündeten zu erfreuen.

Ihr Deutschen habt eure Prüfung nicht bestanden. Als das Böse nach Europa zurückkehrte, habt ihr nicht einmal versucht, ihm zu widerstehen; ihr seid ihm sofort vor die Füße gefallen, wie ein Sklave, der vor den Stiefeln des verreisten Herren im Staub umherkriecht. Ihr dient dem Bösen, fordert immer neue Sanktionen, unterstützt die Mörder der Russen, liefert den Mördern der Russen Waffen und rechtfertigt einen Völkermord. Das Ende eurer Geschichte wird dasselbe sein, wie immer, denn das Böse kann nicht siegen.

Ich beende diesen Text mit einem Zitat von Frau Nuland, die offenbar statt eurer Kanzlerin die Entscheidungen bezüglich der Ukraine trifft:

Fuck the EU.

Man kann es drehen, wie man will, aber die Amerikaner sind kluge Leute, die genau wissen, das vereinte Deutschland und das vereinte Europa wirklich wert sind.

Quelle: http://astrologieklassisch.wordpress.com/2014/08/14/russischer-appell-an-die-deutschen/

 

Gruß an die Russen, die die wahre Geschichte hinter der Geschichte erkennen UND begreifen-

Es wird auch für Euch Zeit dies zu tun- wir alle müssen lernen und sollten Obacht geben, daß wir uns nicht spalten lassen, denn genau DAS ist das Ziel!!!

Einiges an der Vergangenheit- Vieles aus der Zeit des II.Weltkrieges  MUSS hinterfragt werden, nicht nur von den Deutschen, die sind in der Gewalt der Alliierten (USrAel), auch das Volk Rußlands sollte kritisch mit der geschriebenen Geschichte umgehen-

Kann das Alles SO gewesen sein, wie man uns seit Jahrzehnten einhämmert??

TA KI

Sciencefiction? Sind wir Menschen doch von Göttern anderer Planeten beeinflusst?


weltbilderschütterung

(…)

Der Sprachwissenschaftler Erhard Landmann ist auf erstaunlich viele Zusammenhänge von Fluggeräten und Planeten in unserer Sprachen quer über die Welt gekommen. Dabei schaute er auf die uns noch erhaltenen alten Sprach”bilder” wie ich meine “mit den unverstellten Augen eines Kindes”. Und dabei fallen uns die Buchstaben wie Schuppen von den Augen / aus den Bildern.

Seiner Ansicht nach haben unsere bisherigen Übersetzer kräftig daneben gelangt. Aus Unfähigkeit oder um zu vertuschen? Jedenfalls wird unsere Verwirrung noch größer, versprochen! Was will uns das nur wieder sagen?

(…)

Interessant ist dabei, dass das Althochdeutsch, wie wir es nennen, auf der ganzen Welt zu finden ist. Sicher kann man davon nicht ableiten, dass die Deutschen deshalb ein auserwähltes Volk wären, denn alle Völker dieser Welt hatten ja die gleiche Sprache, wenn er Recht behielte. Erst danach gab es die so genannte babylonische Sprachverwirrung in Form von Dialektbildungen?

Sein vor 13 Jahren veröffentlichtes Buch zu seinem Ansatz der Entzifferung der alten Sprachen hatte allerdings bisher wenig Beachtung gefunden: Weltbilderschütterung. Die richtige Entzifferung der Hieroglyphenschriften.  In einer der Buchrezensionen auf Amazon ist das Folgende aus dem Buch zu erfahren:

Das Wort KIRCHE, althochdeutsch (ahd.): „kirihha, kilihha, cirihha, cilihha“, bedeutet ganz einfach die „Gleiche“, und ist eine urdemokratische Einrichtung, die nichts mit Religion zu tun hatte.

Ebenso hat das Wort TEMPEL, ahd.: „tempal; te um pal ~ der mit Pfä(h)len (pal) umstellte ~ der mit Säulen umstellte“, nichts mit Religion, aber sehr viel mit Demokratie und Parlamenten zu tun.

Das aztekische Wort für TEMPEL, „teocalli“, ahd.: „teothalli ~ die Halle des Volkes“, genau wie im Griechischen übrigens, beweisen dies eindeutig.

Man sagt uns, im alten Griechenland gab es die Demokratie, nach „DEMOS ~ das Volk“, benannt, und vorher die Theokratie im goldenen Zeitalter, was Gottesherrschaft bedeutete.
DEMOS ist aber nur „de mos“, ahd.: „de mazza ~ die Masse“ und „teot ~ das Volk ~ das gebildete Volk“, im Unterschied zur durchaus ungebildeten Masse.
Das „-kratie“ in beiden Worten darf jedoch nur „ratie“ heißen, vom ahd.: „rati ~ der Rat“.
Demokratie und Theokratie müssen also richtig „de mazza rati“ und „teot rati“ übersetzt werden, also „Rat der Masse“ und „Rat des gebildeten ~ vernünftigen teot ~ des vernünftigen Volkes“. Deshalb auch das goldene Zeitalter, als das vernünftige, gebildete Volk den Rat gab.

Was also war passiert, dass wir kaum noch “gebildete/vernünftige” Völker ähnlich den Aborigines, wie uns Guido letztens aufgezeigt hat, auf unserer Erde gibt?

Auch seine Interpretationen zu alten Siegeln lassen staunen. Darin kommt er zum Schluss:

Nach all diesen erstaunlichen Bildern und unwiderlegbaren Beweisen in diesem Artikel bleibt nur noch eine Erkenntnis übrig, ob man sie nun mag oder nicht: unsere gesamte Geschichte, alle unsere Religionen und Ideologien sind eine einzige F ä l s c h u n g, ein gewaltiges Verderbnis. Wer hilft, dies zu ändern, damit die Menschheit überlebt?

Und dann hätte ich noch einen Vortrag mit ihm, in dem er erklärt, wie die Hieroglyphen tatsächlich gelesen werden müssen. Wie ich finde, tatsächlich eine Weltbilderschütterung:

Zu abwegig, so dass seine Texte erst gar nicht gelesen werden?

In einem weiteren Text, in dem er seine Theorie auch an einer Neuentzifferung der Sprache auf den Schrifttafeln der Osterinsel erklärt, kommt er zu dem vernichtenden Urteil:

Wieder einmal müssen wir erkennen, daß unsere ganze Sprach- und Geisteswissenschaft versagt und enorme Geschichtsfälschung betreibt und bewirkt und wieder einmal werden wir erleben, daß die entsprechenden Versager unter den Wissenschaftlern und ihre Hofschreiber in den Medien die Wahrheit nicht zur Kenntnis nehmen werden und wollen. Wenn Sie heute irgend ein Stichwort aus den Bereich der Sprach- und Geisteswissenschaft oder zur alten Geschichte ins Internet eingeben, erhalten Sie jede Menge Seiten von Wikipedia, in allen Sprachen, die haben allesamt nur einen Fehler: sie alle enthalten total falsche Tatsachen und unsere Kinder oder bildungssuchenden Erwachsene lernen und glauben den Unsinn.
Ich finde, es lohnt sich, da mal weiter reinzuwühlen, oder? Vielleicht kommen wir ja so der Fragen näher, wer das Böse/Zerstörende wirklich unter die Menschen brachte …

Quelle: http://faszinationmensch.com/2012/12/31/sciencefiction-sind-wir-menschen-doch-von-gottern-anderer-planeten-beeinflusst/

Gruß an die Sprachentwirrer

TA KI

Atlantis Teil 2.


Der Untergang

Die verhältnismäßig friedliche, von größeren kriegerischen Auseinandersetzungen freie Periode ging ab der Mitte des 13. Jhd. v.Chr. durch eine einsetzende Trockenheitsperiode und die darauf folgenden Abwanderungen der frühen Urnenfelderleute zu Ende. Als die erste Auswanderungswelle zwischen 1230 und 1220 v.Chr. Griechenland erreichte, ereignete sich an der Nordseeküste eine furchtbare Naturkatastrophe. Auf diese machten schon 1844 der dänische Forscher Johann Georg Forchhammer und 1910 der deutsche Geologe Dodo Wildvang aufmerksam. Sie rekonstruierten eine mindestens 20 m hohe Flutwelle, die demnach drei Mal höher war als die schlimmsten Sturmfluten, die wir aus den letzten Jahrhunderten kennen. Mehrere Brandungswälle wurden an den Küsten aufgerichtet, und eine Geröllschicht von 100 dänischen Quadratmeilen (über 5000 km²) bedeckte das Landesinnere. Neben der Zerstörung der Hauptbernsteininsel Althelgoland-Altsüdstrand und vieler fruchtbarer Marschen wurde die gesamte Westküste Schleswig-Holsteins um etwa 60 km nach Osten hin verschoben [58].

Das Zentrum von Atlantis versank „an einem Tag und einer Nacht voller entsetzlicher Schrecken“. Wahrscheinlich wurde diese extreme Nordsee-Sturmflut ausgelöst durch den Einschlag eines Asteroiden im „Helgoländer Loch“ 4 km südlich der Felseninsel. Die alte griechische Legende vom Sturz des Phaéthon, die vom römischen Dichter Ovid in seinen „Metamorphosen“ verarbeitet wurde, berichtet von einer „feurigen Kugel“, die in die Mündung des Bernsteinflusses Eridanos gestürzt sei [59].

Vermutlich ist das 56 m tiefe „Helgoländer Loch“ ein inzwischen mit Sedimenten bedeckter untermeerischer Einschlagkrater. Es gibt aber noch weitere Hinweise auf ein Impaktereignis. Nach dem Einschlag schien alten Überlieferungen zufolge einen Tag lang nicht die Sonne, und die längere Zeit wütenden Brände waren unerträglich für die Menschen. Auch ein durchgängiger Brandhorizont in den Mooren der Norddeutschen Tiefebene bestätigt eine umfassende Katastrophe um 1200 v.Chr. Es muss dabei ein orkanartiger Sturm getobt haben, denn unzählige der als standhaft geltenden Eichen wurden entwurzelt. Archäologen fanden verkohlte Überreste dieser Bäume in Schleswig-Holstein und im Emsland [60]. Schließlich berichten die altisländischen „Edden“ von einem dreijährigen Fimbulwinter im Anschluss an „Ragnarök“, dem Weltuntergang in der Mythologie der alten Germanen.

Vor der schleswig-holsteinischen Westküste breitete sich danach das heute noch jede Schifffahrt behindernde Wattenmeer aus. „Die ungeheuren Schlamm-Massen, die die versinkende Insel anhäufte“, finden so eine einleuchtende Erklärung. Durch die furchtbare Katastrophe bildete sich die so genannte Lundener Nehrung, die den alten Flusslauf der Eider nahe der heutigen Mündung versperrte. Deshalb wurde eine Fahrt in das „jenseitige Meer“ von nun an unmöglich.

Atlantis soll in einer Zeit „entsetzlicher Erdbeben“ versunken sein. Diesen Aspekt konnten Naturwissenschaftler ebenfalls belegen. Am Ende des 13. Jhd. v.Chr. kam es nahezu zeitgleich zum Ausbruch mehrerer Vulkane im Mittelmeerraum, zu einer Erdbebenserie im Nahen Osten und zur „Deukalionischen Flut“, die Griechenlands Küsten heimsuchte. Auch im geologisch ruhigen Nordseegebiet löste der Einschlag des Phaéthon laut Überlieferung ein Erdbeben aus, denn im Mündungsgebiet des Eridanos „erbebte die Erde und sank um ein weniges tiefer“ [61].

Das von Platon so plastisch geschilderte Leben der Bronzeleute sollte nach den Überschwemmungen und der anhaltenden Klimaverschlechterung nicht mehr auf dieser Kulturhöhe fortbestehen. Die danach im Gebiet der Nordischen Bronzekultur verbliebene Bevölkerung trug maßgeblich zur Herausbildung germanischer Stämme bei.

In den ersten eisenzeitlichen Jahrhunderten senkte sich der Meeresspiegel der Nordsee infolge der allgemeinen Abkühlung und anderer Faktoren. In der Helgoländer Bucht tauchten allmählich wieder zahlreiche Inseln auf. Ihre durchgängige Besiedlung wenigstens seit dem 4. Jhd. v.Chr. bis zum 14. Jhd. bezeugen antike Reiseberichte und mittelalterliche Chroniken:

  • In der Aithiopika, einem altgriechischen Epos, ist die Nachricht überliefert, dass an der Stelle, wo einst Atlantis lag, später wieder sieben kleine und drei große Inseln besiedelt gewesen seien. Die Bewohner hätten die von ihren Vorfahren überkommene Erinnerung an Atlantis bewahrt [62].
  • Erwähnt werden 23 „Elektriden“ und eine Hauptbernsteininsel „Basileia“ (im Keltischen „Abalus“ = Apfelinsel) im Zusammenhang mit einer Seereise des griechischen Forschungsreisenden Pytheas von Massalia. Er gelangte um 350 v.Chr. unter anderem bis zur Elbmündung.
  • Im Jahre 16 geriet eine vom Feldherrn Germanicus geleitete Flottenexpedition nahe der jütischen Halbinsel in Seenot. Die römischen Legionäre betraten die wegen des Bernsteins so genannte Insel „glaesaria“.
  • Dem Bischof und Chronisten Adam von Bremen zufolge nahm Helgoland im 11. Jhd. noch eine Fläche von 12 mal 6 km ein. Bei einer der vielen Sturmfluten im späten Mittelalter wurde das östliche Gebiet abgetrennt und bildete fortan die selbständige Insel „Südstrand“. Diese ging sehr wahrscheinlich während der „Großen Manndränke“ im Jahre 1362 unter. Auf einer Wattenkarte des Husumer Karthographen Johannes Mejer aus dem Jahre 1652 ist die ursprüngliche Lage der mittelalterlichen Inseln „Helgolandt“ und „Suderstrand“ noch gut erkennbar.
  • In der Neujahrsnacht 1720/21 wurde die Felseninsel durch eine Sturmflut von der „Düne“ getrennt. Beide Teile nehmen heute zusammen eine Fläche von etwa 2 km² ein, das ist etwa 1/200 der vermutlichen Größe der bronzezeitlichen „Königs- und Säuleninsel“ Basileia.

Atl010Abb. 8:
Das mittelalterliche Helgoland auf einer Karte des Husumer Karthographen Johannes Mejer (Außenkontur um das Jahr 800; graue Fläche: um das Jahr 1300; kleine Insel 1649)

Die im letzten Krieg schwer gezeichnete, aber nach 1952 neu bebaute Hochseeinsel zieht wieder viele Besucher an. Ein Blick vom Oberland in Richtung Düne lässt heute kaum noch den Gedanken an eines der bedeutendsten Handels- und Kultzentren der Bronzezeit aufkommen. Als einzige Erinnerung daran ist nur der Name „Helgoland“ – Heiliges Land – geblieben.

Seit Platons Zeiten beflügelte die Legende von Atlantis menschliche Phantasie und Forscherdrang. Die archäologischen Entdeckungen des vorigen Jahrhunderts brachten schließlich die entscheidenden Erkenntnisse, die der Forscher Jürgen Spanuth in einer wissenschaftlich fundierten Theorie zusammenfassen konnte. Die Lösung des alten Rätsels führte überraschenderweise zu unseren eigenen, erstaunlich hoch entwickelten Vorfahren und ihren europäischen Nachbarn. Die wertvollen frühgeschichtlichen Überlieferungen über die Atlanter, Phäaken und Hyperboreer werden dazu beitragen, die Lebensweise dieser Menschen besser zu verstehen.

Die große Ebene

 

[64] Schon immer bemühten sich Forscher bei der Suche nach dem legendären Inselreich auch um die Klärung der Frage, wo sich die große Ebene von Atlantis ausgebreitet haben könnte. Sie soll von annähernd rechteckiger Gestalt gewesen sein und 2000 mal 3000 Stadien (etwa 370 mal 555 km) gemessen haben [65]. An ihrem Rand hätte die Insel Basileia mit dem von Land- und Wasserringen umgebenen Kultzentrum gelegen und im Norden hätten Berge „an Zahl, Größe und Anmut alle anderen übertroffen“. Eine gute Atlantistheorie sollte diese nicht unwesentlichen geographischen Details sinnvoll interpretieren können.

Betrachtet man die bedeutendsten Hypothesen darauf hin näher, dann waren die bisherigen Erklärungsversuche mehr oder weniger unbefriedigend. Bei der früher häufig diskutierten Thera-/Kreta-Theorie besitzt keine der beiden Inseln eine Ähnlichkeit in den Abmessungen und in der Oberflächengestalt. Auch die Ebenen in Südengland, Nordwestfrankreich und bei der südspanischen Hafenstadt Gadiz wurden bereits in Betracht gezogen, aber sie weichen deutlich von der Rechteckform ab oder sind zu klein. Besser trafen schon die Vorstellungen des französischen Ingenieurs J.Deruelle zu. Bei seiner Deutung reichte die Ebene in der Jungsteinzeit von den Niederlanden bis zur Doggerbank. Doch hier fehlt das ausdrücklich erwähnte Gebirge im Norden.

Auch die ansonsten sehr überzeugende Theorie von J.Spanuth stimmte bisher in diesem Punkt nicht wie erhofft überein. Das Ausbreitungsgebiet der Nordischen Bronzekultur war zwar größtenteils eben, aber die geforderte Längsausdehnung von 3000 Stadien wird sowohl bei einer N-S-Ausrichtung des Rechtecks (Südnorwegen bis Norddeutschland) als auch bei einer O-W-Ausrichtung (Wesermündung bis zur Insel Gotland) um ein Drittel überschritten. Außerdem wäre die Ebene durch den Skagerrak und die westliche Ostsee von größeren Wasserflächen unterbrochen gewesen [66].

Mit einer verblüffenden Lösung des Problems trat im Jahre 2004 der pensionierte Gymnasiallehrer H.-W. Rathjen aus Minden an die Öffentlichkeit. Er ließ bei seiner Betrachtungsweise kurzerhand die Gebiete Südskandinaviens mit ihren „umlaufenden Bergen“ weg und grenzte die ehemals durchgängige Ebene auf Norddeutschland, die Halbinsel Jütland und die dänischen Inseln ein. Anhand der Land- und Wasserverteilung am Ende der Bronzezeit erkannte er ein um 20° von der N-S-Richtung abweichendes Rechteck mit einer sehr guten Übereinstimmung in den Abmessungen: Kap Skagen an der Nordspitze Dänemarks ist vom Odermündungsgebiet bei Stettin tatsächlich 3000 Stadien entfernt, und die Distanz zwischen Helgoland und dem Öresund beträgt recht genau 2000 Stadien (s. Abb. 9).

Als Rechtecksgrenze innerhalb Deutschlands nimmt H.-W. Rathjen die südliche Ausbreitung der Nordischen Bronzekultur einschließlich der so genannten Stader Gruppe, der Lüneburger und der Allermündungs-Gruppe an [67]. Die Atlanter haben offenbar das gesamte zumeist flache Land nördlich des Weserberglands bis hin zur Oder als ihren Lebensraum betrachtet. Der südliche Eckpunkt der Ebene, der wie der Ostpunkt keine geographisch exponierte Lage aufweist, kann demnach bei Minden angenommen werden, dem heutigen Kreuzungspunkt von Weser und Mittellandkanal. Die von Norden her genauer ausgemessene theoretische Südecke liegt allerdings in der Nähe der Externsteine im Teutoburger Wald. Vielleicht waren sich die Bronzeleute sogar dieses Zufalls bewusst, denn das hoch aufragende Felsengebilde wurde in vorgeschichtlicher Zeit als astronomische Beobachtungsstätte und möglicherweise auch als Ortungspunkt genutzt.

Atl11Abb. 9:
Die von H.-W. Rathjen rekonstruierte große Ebene von Atlantis

Zum „Reich des Atlas“ gehörten auch Landesteile von Norwegen, Schweden und Deutschland, doch nur Dänemark lag vollständig innerhalb der ehemaligen großen Ebene. Dieses fast durchweg flache Land büßte in den letzten 7000 Jahren mehr als die Hälfte seines ursprünglichen Territoriums durch Sturmfluten und andere Naturkatastrophen ein [68]. Heute überwiegt die Wasserfläche zwischen Jütland, Rügen und Südschweden, aber im 13. Jh. v.Chr., also unmittelbar vor dem Untergang der zentralen Gebiete von Atlantis, waren die großen dänischen Inseln Seeland, Fünen, Lolland und Falster durch merklich schmalere Belte getrennt. Etliche gegenwärtig existierende Inseln waren damals untereinander oder mit dem Festland verbunden. Auch die Westküste Jütlands säumten sehr viele inzwischen versunkene Inseln. Eine bronzezeitliche Landkarte hätte schon besser die Außenkontur des annähernd rechteckigen Tieflands hervorgehoben. Noch klarer trat sie zu Beginn der Jungsteinzeit um 5000 v.Chr. hervor. Hier vervollkommnete die Jütlandbank als Festland die NW-Spitze des Rechtecks, und die dänischen Ostseeinseln bildeten von Rügen bis Kap Skagen eine überwiegend geschlossene Landfläche [69].

Die Abweichung der idealisierten Ebene um 20° von der Nordrichtung ist an ihrer östlichen Seite noch gut erkennbar. Nicht nur die südwestschwedische Küste entlang des ehemals viel schmaleren Kattegats besitzt diese Ausrichtung, sondern auch die gedachte Verlängerung bis zur Odermündung. Die Westseite der Ebene hingegen wurde noch im 5. Jts. v.Chr. von einem mächtigen Strom begrenzt, der durch den Zusammenfluss von Weser, Elbe und Eider nordwestlich von Helgoland entstand. Die gemittelte Richtung dieser „Ur-Weser“ von Minden bis zur ehemaligen Mündung zwischen der Jütland- und der Doggerbank verlief annähernd parallel zur Ostseite der Ebene und ist heute noch anhand der 25 m – Tiefenlinie der Nordsee nachvollziehbar (s. Abb. 10) [70].

AtlE12

Abb. 10:
Südliche Nordsee im 7. Jts. v.Chr. mit festem Land (grau) sowie der noch vollständigen „Großen Ebene“ (Rechteck)

Das zumeist sehr flache norddeutsche und dänische Tiefland wird nur von wenigen Erhebungen unterbrochen; die Helpter Berge in Ostmecklenburg erreichen als höchste nicht einmal 180 m. Das Landschaftsbild dieser Ebene wurde von vielen Binnenseen, kleinen Flüssen, Fjorden und Sunden geprägt. Der große Reichtum an Gewässern bot den Menschen an den Küsten wie auch im Binnenland günstige Bedingungen zum Siedeln. Die Bronzeleute lebten offenbar in einem gewissen Wohlstand, denn nach Platons Beschreibung hatte die von Bergen umfasste Ebene „… viele reiche Ortschaften der Umwohnenden sowie Flüsse, Seen und Wiesen zu ausreichendem Futter für alles wilde und zahme Vieh …“.

Mit den „umlaufenden Bergen“ außerhalb der Ebene waren sicherlich im Süden die deutschen Mittelgebirge, in Schweden die flachwellige Waldlandschaft von Småland und im Norden die schneebedeckten, über 2000 m hohen Gipfel der norwegischen Fjordlandschaft gemeint, die die Atlanter wegen ihrer einzigartigen Schönheit rühmten.

Kanalbauer zwischen Nord- und Ostsee

Die Schifffahrt stellte schon in der Jungsteinzeit, aber mehr noch in der Bronzezeit die wichtigste Fortbewegungsart über weite Entfernungen dar. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Bronzeleute die vorhandenen Wasserwege noch ausbauten und einige Flüsse durch Kanäle und Schleusen verbanden [71]. Im Atlantisbericht ist mehrfach von „Gräben“, also Kanalbauten die Rede, darunter von einem „Superkanal“ mit 31 m Tiefe und 10.000 Stadien (1850 km) Länge, der die ganze Ebene umschlossen haben soll [72]. Platon selbst bezweifelte diese unglaublichen Angaben, gab sie aber dennoch zahlengetreu wieder. Durch die Entdeckung von H.-W. Rathjen lässt sich dieses wichtige Detail jetzt sinnvoll interpretieren. Natürlich existierte zu keiner Zeit ein Kanal dieser Länge, aber der Informant unter den aus dem Norden abgewanderten Philistern wollte damit offenbar ausdrücken, dass ein Schiff vollständig die große Ebene teils auf natürlichen Gewässern, teils auf künstlich geschaffenen Kanälen umfahren konnte.

Eine bronzezeitliche Schiffsbesatzung wäre auch beim damaligen Küstenverlauf problemlos von der Odermündung aus durch den Öresund in das Kattegat gelangt, hätte Dänemark durch den Skagerrak umschifft und wäre dann entlang der Inseln vor der Westküste Jütlands bis zum Mittellauf der Weser gesegelt. Heute gäbe es ab Minden den Mittellandkanal, den Elbe-Havel-Kanal und den Oder-Havel-Kanal, um die tatsächlich rund 1850 km lange Schiffsroute wieder in der Oder enden zu lassen. Ein durchgehendes bronzezeitliches Kanalsystem wird von den meisten Archäologen noch bezweifelt, aber der Berliner Historiker K.Goldmann nimmt eben dieses durchdachte System von Wasserstraßen von der Weichsel bis zum Rhein bereits für die Bronzezeit an [71].

Welche Bedeutung die Atlanter der vollständigen Umschiffbarkeit und der äußeren Gestalt der Ebene beimaßen, geht aus einer bisher unverstandenen Bemerkung hervor. Was „am Viereck fehlte“, schreibt Platon, „glichen sie mit einem ringsherum ausgehobenen Graben aus“. Die Bronzeleute empfanden es offenbar als Nachteil, dass am Südrand der Ebene und damit an der Grenze ihres Herrschaftsbereiches kein west-östlich verlaufender schiffbarer Fluss existierte. Um diesen Mangel zu beheben, legten sie demnach einen Kanal an. Sicherlich bezog man dabei zur Verminderung des hohen Arbeitsaufwandes möglichst viele Flüsse und Seen zwischen Weser und Oder mit ein.

Eine Art Nord-Ostsee-Kanal der Bronzezeit war der Eider-Schlei-Weg. Er verband das Nordseegebiet nahe der Kult- und Handelsmetropole Althelgoland/Altsüdstrand auf direktem Wege mit der Ostsee und teilte die Ebene in zwei annähernd gleich große Hälften. Der bronzezeitliche Eiderverlauf über die Treene, die Rheider Au bis zur Schlei wurde mit großer Wahrscheinlichkeit bei Schleswig durch ein Kanal- und Schleusensystem ergänzt, um eine durchgängige Verbindung in das „jenseitige Meer“ herzustellen.

Das im Südwesten der Ebene zwischen Weser und Leine gelegene Steinhuder Meer hat sicher ebenfalls eine verkehrsgeographisch bedeutende Rolle gespielt. Es war zudem – genau wie Helgoland – ein Vogelparadies und eine Drehscheibe des Vogelflugs in Mitteleuropa.

Der Bau von Kanälen, Schleusen und Deichen erforderte Organisationstalent, ingenieurtechnisches Wissen und mathematische Kenntnisse, aber er förderte dies zugleich. Der ständige Kampf gegen Meeresgezeiten und Landverluste prägte die Bronzeleute und zwang sie zu hochqualifizierter gemeinschaftlicher Arbeit. Dies scheint den Atlantern des Kernreiches im Laufe der Jahrhunderte die bei Platon erwähnte Führungsrolle unter den zehn Königreichen eingebracht und die Entwicklung eines geordneten Staatswesens beschleunigt zu haben. Bei der Organisation der Bauvorhaben und des öffentlichen Lebens spielten offenbar auch geometrische Überlegungen eine große Rolle. Die Querkanäle, die die Hauptwasserstraßen verbanden, wurden nicht willkürlich angelegt, sondern hatten den Angaben zufolge 100 Stadien Abstand voneinander. Des Weiteren hatte ein 10 mal 10 Stadien großer Bezirk im Kriegsfalle ein bestimmtes, genau festgelegtes Militärkontingent zu stellen.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Erkenntnisse klärt sich höchstwahrscheinlich ein weiteres Rätsel der Vorgeschichte Schleswig-Holsteins auf. H.Zschweigert machte 1997 auf eine frühere Entdeckung von G.Carstens aufmerksam, wonach vorgeschichtliche Kultanlagen entlang eines gedachten rechtwinkligen Gitternetzes angelegt worden seien [73]. Unverständlich daran war nur die 20°-Abweichung der Linien von der Nordrichtung (genau 341° Azimut), die weder astronomisch noch anderweitig einen Sinn ergab. Der Zusammenhang wird nun erst erkennbar: die prähistorischen Vermesser und Baumeister waren offenbar bestrebt, die Wege und Verbindungslinien zwischen bedeutenden Bauwerken und Kultstätten parallel zu den Außenseiten der idealisierten großen Ebene auszurichten. Da Vergleichbares noch nie zuvor bei anderen Völkerschaften beobachtet wurde, verdient diese Leistung der Bronzeleute und ihrer Vorfahren eine ähnliche Anerkennung wie die Organisation des Pyramidenbaus in Ägypten.

AtlE13Abb. 11:
Das Gebiet der Atlanter heute (NASA-Aufnahme)

Erdvermessung vor 5000 Jahren?

Die konkreten Größenangaben Platons zur Atlantisebene und ihre gute Übereinstimmung mit der Wirklichkeit lassen sich nur durch eine tatsächlich vorgenommene Vermessung erklären. Sie muss schon sehr frühzeitig stattgefunden haben, vielleicht im 5. oder 4. Jts. v.Chr., als Helgoland noch mit dem Festland verbunden war und „Ur-Dänemark“ eine größtenteils zusammenhängende Landfläche aufwies. Ausgangspunkt und Richtung der Messung können sogar in einem Falle dem Atlantisbericht entnommen werden: „vom Meere landeinwärts in der Mitte 2000 Stadien breit“ bedeutet nichts anderes als vom Kultzentrum Althelgoland aus quer über die Ebene nach dem Öresund zu. Der Nullpunkt der Messung war sicherlich ein Punkt nahe der Mitte oder sogar das Allerheiligste auf dieser Insel, die mit Bernstein verzierte große Weltsäule im Zentrum des Burghügels [74].

Warum aber wurde als Längeneinheit zur Landvermessung gerade 185 m gewählt und nicht das Hundertfache oder Tausendfache des Megalithischen Yards (83 cm)? Vermutlich war die alte Vorliebe der Menschen für kleine ganze und „runde“ Zahlen ausschlaggebend dafür. Man suchte nach einer „heiligen“, in der Natur vorkommenden Distanz mit einer hohen symbolischen Bedeutung und fand sie in der Breite des kleinsten Wasserringes auf Althelgoland. Er umgab den zentralen Kultbereich der Insel Basileia und hatte Platon zufolge „eines Stadions Breite“. Die anderen Land- und Wasserringe besaßen die doppelte und dreifache Breite, der Durchmesser der innersten Zentralinsel betrug 5 Stadien, die Kanallänge bis zum Meer „runde“ 50 Stadien und die Ebene umfasste annähernd 2000 mal 3000 Stadien. Eine „perfekte“ Maßeinheit war also mit einem Stadion von 185 m Länge gefunden worden. Die örtlichen Gegebenheiten auf Althelgoland könnten auf diese Weise „Maß“-gebend für das älteste Längenmaß zur Landvermessung in Alteuropa geworden sein [75].

Irgendwann nach Vermessung der Ebene entstand bei den Priesterastronomen oder den vorgeschichtlichen Seefahrern sicher auch der Wunsch, die Größe der ganzen Nordhalbkugel in Erfahrung zu bringen. Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass dieses anspruchsvolle Vorhaben wirklich in Angriff genommen wurde, und das schon lange vor Eratosthenes, dem ersten namentlich bekannten Erdvermesser. H.Zschweigert verweist dazu auf merkwürdige, nur schwer verständliche Passagen in den Edden, wonach Walhall und Thors Palast Bilskirnir in 540 Abschnitte unterteilt gewesen seien. Möglicherweise ist damit die Länge des Erdquadranten gemeint, wenn einem Abschnitt ein Längenmaß von 100 Stadien zugrunde gelegt wird. 54.000 Stadien Gesamtlänge (etwa 9990 km) weichen in der Tat nur wenig von der Wirklichkeit ab [76].

Eine praktikable Methode zur Erdumfangsbestimmung in den nördlichen Breiten und mit einfachen Hilfsmitteln bestand in der Messung des Höhenwinkels beim damaligen Polarstern. Sie musste an zwei verschiedenen Orten erfolgen, die einigermaßen genau auf einem Meridian lagen und möglichst weit voneinander entfernt waren. Die Bewohner der großen Ebene besaßen gute Voraussetzungen für eine derartige Aufgabe. Möglicherweise waren bei den Kanal- und Deichbauern die erforderlichen Winkelmessgeräte bereits im Gebrauch. Eine ausreichend lange und wegen des flachen Landes gut ausmessbare N-S-gerichtete Strecke könnten sie nahe des 10. östlichen Längengrades vorgefunden haben. Die heutige Hafenstadt Hirtshals am Skagerrak ist von Celle im Süden 3000 Stadien entfernt. Auf dieser Länge ändert sich für einen Beobachter der Höhenwinkel des Himmelsnordpols um 5°, einem Achtzehntel des rechten Winkels. Aus diesem Verhältnis konnte leicht die Länge des Erdquadranten von 54.000 Stadien berechnet werden [77].

Dank der Präzessionsbewegung der Rotationsachse unseres Planeten lässt sich ein wahrscheinlicher Zeitpunkt für die vorgeschichtliche Erdvermessung bestimmen. Nur selten stand nämlich in den letzten Jahrtausenden ein ausreichend heller Stern ganz nah am Himmelsnordpol. Unser heutiger Polarstern an dieser Stelle ist langfristig gesehen die Ausnahme. Davor erfüllte der etwas schwächere Thuban im Sternbild Drache die Funktion als genauer Nordweiser, und zwar zwischen 3000 und 2650 v.Chr. [78]. Man darf den Menschen dieser Zeitepoche durchaus zutrauen, einen „Eratosthenes der Jungsteinzeit“ hervorgebracht zu haben, denn gerade der europäische Norden bot – wie bereits erwähnt – günstige Voraussetzungen für astronomische Entdeckungen sowie die Entdeckung der Kugelgestalt der Erde.

Wenn auch einige dieser Gedanken noch spekulativ sind, so gibt es doch mehrere Hinweise für eine intensive Beschäftigung mit der Landvermessung und die frühe Verwendung der Längeneinheit „Stadion“. H.Zschweigert fand in den letzten Jahren viele „Zufälligkeiten“ heraus. So gibt es in Schleswig-Holstein etliche Grundstücks- und Flurnamen mit Bezug auf diese Tätigkeiten wie „Maasholm“, „Rote Maas“, „Winkelholm“ usw., die überdies noch in geometrischer Beziehung zueinander stehen. Nicht zuletzt könnte es einen Zusammenhang der Bezeichnung „Stadion“ mit „Stade / Gestade“ und einer Häufung der Ortsnamen auf „stade“ im Elbe-Weser-Dreieck geben [79].

Die jüngsten Forschungen zur großen Ebene haben die vor einem halben Jahrhundert erstmals veröffentlichte Theorie von Jürgen Spanuth in einem wichtigen Punkt bereichert. Mehrere Angaben aus Platons Atlantisbericht sind nun verständlicher geworden. Zukünftige archäologische Entdeckungen werden zur weiteren Deutung dieser wertvollen Überlieferung aus der Bronzezeit beitragen und das Bild von einer hoch entwickelten vorgeschichtlichen Kultur im nördlichen Mitteleuropa ergänzen.

Die bronzezeitliche Metropole Althelgoland

[80] Es war nach dem gängigen Geschichtsbild nicht unbedingt zu erwarten, dass sich fernab der bekannten Mittelmeerkulturen Hinweise auf hochstehende Völkerschaften „jenseits der Säulen der Herakles“ finden lassen. Inzwischen zeugen solche Entdeckungen wie die „Himmelsscheibe von Nebra“, die frühen neolithischen Kreisgrabenanlagen in Mitteldeutschland und Funde im deutschen Wattenmeer aus mykenisch-minoischer Zeit von einer bemerkenswerten Zivilisation, wie sie vor hundert Jahren noch nicht in dieser Region für möglich gehalten wurde. Um jedoch zu verstehen, warum sich gerade im Gebiet der Helgoländer Bucht ein bedeutendes Kult- und Handelszentrum der Vorzeit entwickeln konnte, muss man weit in die Vergangenheit zurück blicken.

Als sich Europa nach der letzten Eiszeit wieder erwärmte, hatte dies auch tiefgreifende Auswirkungen auf die Land- und Wasserverteilung zwischen Großbritannien und Skandinavien. Die Südgrenze der Nordsee verlief vor 9000 Jahren noch zwischen Schottland und Nordjütland (Abb. 10). Südlich davon war zu jener Zeit trockenes Land, und das Gebiet um Helgoland befand sich 300 km von der Meeresküste entfernt. Trotzdem besaß es schon damals eine bevorzugte Lage. Mitten in der flachen Landschaft erhob sich unvermittelt der braun-rote Buntsandsteinfelsen, daneben die ebenso hohe, strahlend weiße „Witte Klyppe“ aus Kreide und Gips sowie ein mit kohlensaurem Kupfer imprägnierter schwarzblau gefärbter Felsen. Solche geologisch interessanten Einzelformationen zogen die Menschen schon immer zu Kultzwecken an, wie beispielsweise die Externsteine bei Detmold oder der Ayers Rock in Australien belegen.

Als Folge der allmählichen Entlastung der skandinavischen Halbinsel vom Eispanzer sank das Gebiet der südlichen Nordsee kontinuierlich ab, nach extremen Naturkatastrophen manchmal auch abrupt [81]. Das Meer verschlang schrittweise die Festlandgebiete zwischen Dänemark und England, bis um 2000 v. Chr. nur noch eine Inselkette westlich der jütischen Halbinsel übrig blieb. Die Nordsee hatte sich nunmehr bis zu einer Linie nördlich von Helgoland ausgebreitet, das inzwischen selbst zur Insel geworden war. Ihre Lage im südöstlichen Winkel des atlantischen Randmeeres war nun noch günstiger geworden, denn die weit ins Binnenland führenden Flüsse Elbe und Weser sowie die nahe der Ostseeküste entspringende Eider waren von großem Vorteil für den in der Bronzezeit aufkommenden europaweiten Handel mit wertvollen Gütern (Abb. 2) [87].

„Das meiste aber zum Bedarfe des Lebens bot die Insel selbst“. Diese Anmerkung Platons trifft sicher nicht mehr auf das heutige Helgoland zu, sie gibt aber recht genau die natürlichen Gegebenheiten in der Bronzezeit wieder. Das überaus fruchtbare Marschland erstreckte sich östlich der Felsengruppe etwa 20 km weit in Richtung Eiderstedt. Das Klimaoptimum in der Bronzezeit brachte die wärmste Periode nach der Eiszeit hervor. Die Felder wurden der Überlieferung zufolge bewässert und ermöglichten zwei Ernten im Jahr. Es wurden wahrscheinlich sogar Apfelplantagen angelegt, denn in verschiedenen griechischen Sagen, die sich auf diese Region beziehen, spielen Äpfel eine Rolle. Außerdem bezeichneten die Kelten das an dieser Stelle zwischenzeitlich wieder aufgetauchte Eiland als „Abalus“, die „Apfelinsel“ [82].

Darüber hinaus gab es auf Althelgoland zwei Rohstoffe, die beide mit Gold aufgewogen werden konnten. Zum einen war es der hauptsächlich auf dieser Insel gefundene Bernstein, den man in ganz Europa schätzte und der in der Bronzezeit bis nach Ägypten exportiert wurde. Des Weiteren nutzte man die auf der Insel gefundenen Kupfermineralien ab etwa 4000 v. Chr. für die Herstellung erster metallischer Gebrauchsgegenstände in dieser Region. Das Helgoländer Kupfererz zeichnet sich speziell durch seinen hohen Arsengehalt aus. Das daraus gewonnene Kupfer war deshalb auch ohne Beimischung von Zinn so hart, dass es sich gut zur Herstellung von Waffen eignete. Eine lokale Besonderheit erleichterte dabei den Inselbewohnern die Erzgewinnung außerordentlich. Das Rohkupfererz musste nicht wie bei vielen anderen Lagerstätten mühselig untertage abgebaut werden, sondern es trat infolge der Schrägstellung der geologischen Schichten damals an der westlichen Oberkante des Buntsandsteinfelsens und auch „im Inneren der Insel“ in Bodennähe zutage [83].

Das Vorhandensein großer Mengen an Bernstein und Kupfermineralien sowie die günstige geografische Lage waren somit entscheidend dafür, dass sich Handel und Handwerk besonders gut entwickeln konnten und die Stammesfürsten auf Althelgoland im Laufe der Jahrhunderte unvorstellbaren Reichtum erlangten. Platon beschreibt die mit Oreichalkos, Gold und Silber verzierten Bauwerke und Gegenstände im innersten heiligen Bezirk sehr anschaulich, darunter beispielsweise einen riesigen rechteckigen Tempel, mehrere überlebensgroße Götterbilder, die Weltsäule und ein Standbild des Poseidon. Auch der antike griechische Dichter Homer rühmt in seinen Phäaken-Gesängen Alkinoos’ Palast, „der vor allen strahle“ [84]. Um sich eine annähernde Vorstellung vom Glanz und Reichtum einiger Gebäude zu machen, sei nur an das inzwischen wieder entstandene Bernsteinzimmer in Puschkin (bei St. Petersburg) erinnert.

Auf der über 400 km² großen Insel Althelgoland könnten nach grober Schätzung mehrere zehntausend Einwohner gelebt haben. Für bronzezeitliche Verhältnisse entsprach das einer Großstadt [85]. Sehr anschaulich werden im Atlantisbericht die Zustände in der geschäftigen Handelsmetropole geschildert: „Dies alles (d. h. der äußere Wasserring; Anm. d. Verf.) war umgeben von dicht gedrängten Wohnungen; die Seezufahrt und der größte Hafen wimmelte von Schiffen und Kaufleuten, die von allen Orten dort zusammen strömten und durch ihr massenhaftes Auftreten bei Tag und bei Nacht Geschrei, Getümmel und Lärm mannigfacher Art verursachten“ [86].

Ein letztes, den urbanen Lebensstil unterstreichendes Detail sei noch angemerkt. Eine auf der Insel entspringende kalte und eine warme Quelle nutzte man, um für das Wohlbefinden der Bewohner mehrere Badeanstalten zu errichten, teils unter freiem Himmel, teils „in bedeckten Räumen“ für den Winter. Dieser Luxus war nicht nur den Königen vorbehalten, sondern es gab auch separate Bäder für die Untertanen und für Frauen.

Das Kult- und Handelszentrum Althelgoland war einst – das bezeugen die Überlieferungen – im ganzen Nordseeraum und weit darüber hinaus bekannt. Spätestens in der Bronzezeit drang die Kunde von dieser außergewöhnlichen Insel bis zu den Mittelmeerländern [87]. Die auf ihr gelegene Metropole dürfte in jenen Jahrhunderten eine ähnliche Ausstrahlung gehabt haben wie das antike Rom um die Zeitenwende.

Die Brücken von Basileia

Leider ist aus geologischer und archäologischer Sicht nur wenig über das tatsächliche Aussehen der bronzezeitlichen Insel und die darauf befindlichen Bauwerke bekannt. Bei den von J. Spanuth in den 1950er Jahren geleiteten Tauchexpeditionen stieß man auf dem Steingrund 10 km nordöstlich der Düne immerhin auf Türangelsteine, parallele Steinwälle, gepflasterte Straßen und gefugten Fliesenbelag. Das war angesichts der schlechten Bedingungen in der Nordsee mehr als erwartet. Eine wirklichkeitsgetreue Rekonstruktion von Althelgoland war beim damaligen Stand der Technik allerdings nicht möglich und wird auch in Zukunft schwierig sein. So blieb bis heute ungeklärt, wie gut Platons Überlieferung mit der Realität vor 3300 Jahren übereinstimmt. Doch es gibt hierzu neue, verblüffende Erkenntnisse.

Der griechische Philosoph beschrieb „Basileia“, die Stadt und Insel des Poseidon, sehr detailliert, aber einige seiner Aussagen erscheinen so unglaubwürdig, dass sie selbst von Atlantis-Befürwortern angezweifelt wurden. Es betrifft vor allem die Schilderung einer gigantischen Anlage von konzentrischen Land- und Wasserringen um den innersten Kultbereich, dem heiligsten Teil von Basileia. Der äußere und größte Wasserring soll drei Stadien (555 m) breit gewesen sein und einen Außendurchmesser von 27 Stadien (5 km) gehabt haben. Von dort aus soll ein drei Phlethren (93 m) breiter, 100 Fuß tiefer und etwa 9 km langer Kanal die Verbindung zum offenen Meer hergestellt haben. Die Ansicht des Prähistorikers G. Kehnscherper schien daher gerechtfertigt zu sein, dass diese Anlagen nicht wirklich existierten, sondern ihrer Beschreibung lediglich ungenaue Vorstellungen der Mittelmeeranwohner über kreisförmige Anlagen im Norden, speziell über das Stonehenge-Heiligtum, zugrunde lagen [88].

Dem Hollingstedter Privatforscher Hermann Zschweigert ist allerdings vor wenigen Jahren eine Entdeckung gelungen, der zufolge es diese konzentrischen Ringgewässer, Kanäle, Schleusen und Brücken sehr wahrscheinlich doch auf dieser Insel gab, auch wenn die Größenangaben vorerst nicht überprüfbar sind. Ausgangspunkt der Überlegungen waren die seit langem bekannten bronzezeitlichen Prunkschilde vom Typ „Herzsprung“. Ihren Namen erhielten die im Jahre 1844 von einem Bauern entdeckten, etwa 70 cm großen Exemplare nach ihrem Fundort in der Ostprignitz (NW-Brandenburg). Die meisten Prunkschilde dieser Art wurden seither im Verbreitungsgebiet der Nordischen Bronzekultur gefunden, die anderen verstreut im übrigen Europa. Ihre eigenartige Ornamentik konnten die Archäologen bisher nicht befriedigend deuten, und so bezeichneten sie beispielsweise die zwei halbkreisförmigen kleinen Leisten als „Möndchen“, „mondsichelartige Hörnchen“ oder als „u-förmige Bögen“ (Abb. 7 und 12).

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Abb. 12 a – d:
Herzsprung-Schilde; Paar aus Herzsprung (a), aus Dänemark und Südschweden (d)

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Als H. Zschweigert 2004 das Foto eines Herzsprung-Schildes auswertete, das er bei einem Besuch des Vitlycke-Museums in Tanum (Südschweden) gemacht hatte, erkannte er mit einem Mal die Bedeutung der ungewöhnlichen Muster: es handelt sich hierbei um stilisierte Darstellungen wichtiger Bauwerke der Insel Basileia [89]. Die Übereinstimmungen mit Platons Überlieferung sind in der Tat frappierend. Die zwei äußeren, leicht ovalen konzentrischen Leisten entsprachen in der Realität offenbar den von Wasserringen eingegrenzten zwei Landringen, und die halbkreisförmigen „Möndchen“ geben die bogenförmigen Brücken über die inneren Verbindungskanäle wieder. Mit dieser ersten Erkenntnis erschlossen sich dann auch die weiteren Besonderheiten der bronzezeitlichen Anlage: der zum Meer führende breite und lange Kanal wurde als dreifache Buckelreihe dargestellt, die mit Oreichalkos verkleidete Mauer rund um die knapp 1 km große Mittelinsel als weitere kreisförmige Leiste. Auch für den bei anderen Schildarten untypischen großen Buckel in der Mitte gab es eine sinnvolle Entsprechung in der Wirklichkeit: er sollte den niedrigen Burghügel in der Mitte von Basileia darstellen.

Mit Hilfe weiterer Details auf den Schilden lässt sich das Aussehen Althelgolands mosaikartig vervollständigen. Der innerste Ring ist nicht vollständig geschlossen. Wahrscheinlich war die Umfassungsmauer an dieser Stelle für eine Schiffsanlegestelle oder einen Hafeneingang direkt am heiligen Bezirk unterbrochen. Die Gezeitenwirkung konnte im inneren Wasserring vernachlässigt werden, denn die zwei schmalen Kanäle waren mit „Toren und Türmen“, also Schleusen ausgestattet. Die Deutung als Maueröffnung wird auch dadurch gestützt, dass bei einigen im Nationalmuseum Kopenhagen ausgestellten Herzsprung-Schilden die erhabene zentrale Kreisfläche mit einer runden Aussparung versehen wurde, was offenbar eine dahinter gelegene geschützte Hafenbucht darstellt (Abb. 12c). In der Mitte des sehr breiten Außenkanals könnte sich wiederum eine Bojenreihe, ein Wellenbrecher oder etwas Ähnliches befunden haben, dargestellt durch die mittelste der drei annähernd radial verlaufenden Buckelreihen.

AtlDetail

Schließlich wurde bei manchen Herzsprung-Schilden außen noch ein fortlaufender Kreis aus Wasservögeln dargestellt (Abb. 12d). Die Hyperboreer-Sagen erwähnen diesbezüglich eine Insel „Elektris“ oder „Helixoia“ im „Nördlichen Ozean“ an der Mündung des Bernsteinflusses Eridanos, auf der es einen Teich mit heiligen Schwänen gegeben haben soll [90].

Manchmal wurden die Herzsprung-Schilde auch paarweise gefunden, und auf dem einfacher gestalteten Schild waren lediglich die zwei Landringe mit den beiden Brücken stilisiert wiedergegeben. Diese weit gespannten Bauwerke haben die Seeleute offensichtlich besonders beeindruckt, wenn sie die Kanäle entlang fuhren und geradewegs vor sich den auf einem Hügel errichteten prachtvollen Königspalast sahen [91].

Gleich mehrere markante Einzelheiten des Inselaufbaus lassen sich also in der ungewöhnlichen Ornamentik der Herzsprung-Schilde wieder erkennen. Mit anderen Worten, die Verzierungen auf diesen Prunkschilden können als mehr oder weniger detaillierter „Stadtplan“ von Althelgoland interpretiert werden. Einmal mehr weist diese Entdeckung auf die Lage des Kerngebietes von Atlantis hin.

In der Kunst der Nordischen Bronzekultur stößt man aber noch auf weitere Gegenstände, die höchstwahrscheinlich das weithin bekannte Zentrum schematisiert wiedergeben. Die konzentrischen Kreisringe, die mit abwechselndem Muster die Land- und Wasserringe darstellen sollen, sind sehr häufig anzutreffen. Die von den „Bronzejuwelieren“ mit hoher Präzision hergestellten Bänder aus Doppelspiralen und kleinen Kreisen symbolisieren dabei die Wasserringe. Man findet sie beispielsweise auf beiden Scheibenseiten des Sonnenwagens von Trundholm und vielen anderen Kunstgegenständen. Bei den modebewussten Frauen waren vergoldete, mit dem Ringmotiv verzierte Gürtelscheiben sehr beliebt, die im Mittelpunkt einen Dorn aufweisen (Abb. 13). Er stellte vermutlich stark vereinfacht die mit Oreichalkos überzogene Weltsäule auf dem Burghügel dar. Ähnlich wie für die Christenheit das Kreuz zum Symbol ihrer Religion wurde, erlangte das konzentrische Ringmuster eine besondere Wertschätzung bei den Bronzeleuten. Es brachte den Stolz auf das Zentrum ihrer Kultur zum Ausdruck (Abb. 15).

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Atl20Abb. 13 a – c:
Gürtelscheibe mit Dorn und Ringmotiv mit stilisierten Wasserwellen
(Mädchen mit Gürtelscheibe, Gesamtansicht sowie Ausschnitt von der Scheibenmitte)

Eine Hochburg alteuropäischer Astronomie

Als die Archäologen erstmals die Himmelsscheibe von Nebra in den Händen hielten, waren sie sehr überrascht. Ein solches komplexes astronomisches Wissen hatte man den bronzezeitlichen Kulturen in Mitteleuropa bisher nicht zugetraut. Vielleicht wäre man über den erstaunlichen Kenntnisstand unserer Vorfahren nicht so verwundert gewesen, wenn man den frühgeschichtlichen Überlieferungen mehr Glauben geschenkt hätte. Der griechische Geschichtsschreiber Diodor von Sizilien (1. Jh. v. Chr.) beschrieb nämlich das astronomische Wissen der Atlanter wie folgt:

„Atlas, der erste König auf der heiligen Insel und Ahnherr des dort lebenden Geschlechts hat viel Mühe und Fleiß auf die Kenntnis der Gestirne verwendet und mit großem Scharfsinn herausgefunden, dass der Himmelsbau eine Kugel sei. Atlas … hat die Bewegung der himmlischen Gestirne erfasst und den Menschen offenbart. Dadurch entstand die Sage, dass er den Himmel auf seine Schultern trüge …“ [92].

Diodor erwähnte auch eine „Insel im nördlichen Ozean“ bei den Hyperboreern, auf der sich ein Bauwerk „im Schema der Sphären“ befunden haben soll. Die Archäoastronomen dachten dabei sogleich an das Stonehenge-Heiligtum auf der britischen Insel. Aber dieses konnte damit nicht gemeint sein, denn das Hyperboreerland lag nach Angabe antiker Schriftsteller aus britischer Sicht „in Richtung Asien“ [93]. Damit kommt nur eine Insel vor der Westküste Schleswig-Holsteins oder vor Jütland in Frage. Mit der ergänzenden Lagebeschreibung „in der Mündung des Bernsteinflusses Eridanos“ trifft das wiederum nur auf Althelgoland zu. Es ist daher nahe liegend, dass es auf dieser Insel in der Vorzeit eine ähnliche, vielleicht sogar größere astronomisch-kultische Anlage gab.

Die eigentliche Bedeutung dieses oft als „kreisrund“ beschriebenen Bauwerks erschloss allerdings erst J. Spanuth. Er legte die Eigenschaft „im Schema der Sphären“ („sphairoeide to schemati“) wörtlich aus und meinte, hierbei könne es sich nur um eine den gedachten Himmelssphären nachempfundene Bauweise handeln [94]. Dieser wichtige, aber damals nicht beweisbare Gedanke findet im Licht der neuen Erkenntnisse eine unerwartete Bestätigung. Ein solcher Tempel könnte tatsächlich ein „Weltmodell“ gewesen sein, das die damaligen Vorstellungen vom Aufbau des Planetensystems widerspiegelt. In diesem Tempel müsste daher, falls diese Vermutung zutrifft, in der Mitte ein Modell der Erdkugel aufgestellt gewesen sein, umgeben von 7 konzentrischen Kreisen in einer bestimmten Abstandsfolge entsprechend den Sphären für Mond, Sonne und die fünf mit bloßem Auge sichtbaren Planeten.

Es bestand wenig Hoffnung, einen materiellen Hinweis auf diese Anlage zu erhalten, doch bei der Suche nach verschieden gestalteten Bronzeschilden wurde der Verfasser unverhofft fündig. In einer Vitrine des Nationalmuseums Kopenhagen hing ein Exemplar, das von der üblichen Ornamentik stark abwich und genau der theoretisch erwarteten Abbildung des „Sphären-Tempels“ entsprach. In der Mitte befand sich eine erhabene, gewölbte Kreisfläche, die sicherlich das Erdmodell in Form einer Kalotte oder Halbkugel vereinfacht darstellen soll, umgeben von 7 exakt kreisförmigen Leisten (Abb. 14) [95]. Dazwischen befanden sich 6 ebenfalls konzentrisch angeordnete Buckelreihen. Da die Anzahl der Buckel in jedem Kreis von 42 bis 112 streng in 14er-Schritten wächst, waren für die Durchmesser der realen „Sphären“ des Tempels sicher harmonische Verhältnisse gewählt worden. Die Buckel symbolisieren möglicherweise kreisförmig aufgestellte Pfosten, die ihrerseits ein Dach stützten, ähnlich der ehemaligen Woodhenge-Anlage in der Grafschaft Wiltshire in Südengland. Der Außendurchmesser der Gesamtanlage auf Althelgoland könnte durchaus 80 m betragen haben [96].

 

Atl21Abb. 14:
Bronzeschild mit „Sphären“-Ornamentik
(Foto: Nationalmuseum Kopenhagen)
[97]

Teilmuster auf den Herzsprung-Schilden der Nord. Bronzekultur Bauwerk / Landschaft auf Althelgoland (bzw. „Basileia“, dem Zentrum von Atlantis) Quelle der Überlieferung
2 konzentrische Kreisleisten mit Unterbrechung durch zwei halbkreisförmige kleine Leisten Die beiden kreisförmigen hohen Erdwälle auf dem inneren und äußeren Landring mit je einer bogenförmigen Brücke über die zwei inneren Kanäle Platon;
Dialog „Kritias“ 115e und 116a
innere Kreisleiste mit einer kleinen Unterbrechung Umfassungsmauer der Mittelinsel mit Maueröffnung für die Hafeneinfahrt nur Mauer: Platon;
„Kritias“ 116a
runde Aussparung in der erhabenen zentralen Kreisfläche innerster Hafen mit schmalem Eingang am Rande der Mittelinsel (gegenüber Innenkanal) Platon;
„Kritias“ 115d (?)
erhabene ovale Mittelfläche bzw. innerste ovale Kreisleiste niedriger (ovaler?) Burghügel auf der Mittelinsel Platon;
„Kritias“ 113c
einseitig nach außen führende zwei- oder dreifache Buckelreihe breiter und langer Außenkanal zur Nordsee (evtl. mit einer Bojenreihe o.Ä. in der Mitte) Platon;
„Kritias“ 115d
umlaufender Kreis mit Wasservögeln Teich (See) mit Singschwänen Hyperboreer-Sagen zur Insel Helixoia
1 oder mehrere kreisförmige Buckelreihen kreisförmig angelegte Reihen von Obstbäumen (?) Platon;
„Kritias“ 115b
7 konzentrische Kreisleisten mit einer gewölbten kreisförmigen Mittelfläche 1) kreisrunder Tempel „im Schema der Sphären“; (Rundtempel als Modell eines geozentrischen Planetensystems) Diodor von Sizilien II,47; (nach Hekatäus, 6.Jh. v.Chr.)
Dorn auf der erhabenen Mittelfläche einer Gürtelscheibe 1) Weltsäule (ähnlich einer germanischen Irminsul)im Zentrum der Mittelinsel auf dem Burghügel Platon;
„Kritias“ 119c-d
3 (o. 4) konzentrische Kreisringe mit stilisierten Wasserwellen 1) 3 konzentrische Wasserringe (Ringhäfen) um die Mittelinsel Platon;
„Kritias“ 115e

Tabelle 3:  Die Ornamentik der Herzsprung-Schilde und ihre Zuordnung zu Bauwerken und Landschaftsformationen auf der Insel Althelgoland / Basileia

Bem. 1) nicht auf Herzsprung-Schilden vorhanden, aber auf anderen kreisförmigen Kunstgegenständen

Atl22jpgAbb. 15:
Zentrum der Insel Basileia nach Platon,
ergänzt durch Informationen aus den Herzsprung-Schilden (s.a. Abb. 6)

Die Vorliebe der auf der Insel residierenden Stammesfürsten für die Sternkunde wird verständlich, wenn man Parallelen zu anderen Zeitepochen und Kulturkreisen zieht. In der Abfolge mächtiger und bedeutender Herrscher gab es stets einige, die die Wissenschaften in besonderem Maße förderten. Die Astronomie bzw. Astrologie nahm dabei oft eine bevorzugte Stellung ein, denn man glaubte aus dem Lauf der Gestirne das eigene Schicksal und das des gesamten Reiches vorhersehen zu können. Priester mit diesen Spezialkenntnissen wurden stets geachtet und waren sehr einflussreich. Es dürfte daher kein Zweifel daran bestehen, dass die Könige dieses überregionalen Kult- und Handelszentrums gute Astronomen und ebenso andere Wissenschaftler an ihren Hof geholt haben [98].

Die führende Rolle Althelgolands als Gesetzgebungs- und Wissenschaftszentrum kann daraus abgeleitet werden, dass sich Platons Überlieferung zufolge die zehn Könige des gesamten Kulturbereichs der Atlanter aller fünf bis sechs Jahre auf Basileia trafen und unter anderem über die Einhaltung der Gesetze berieten. Es ist leicht vorstellbar, dass sich auch die bronzezeitlichen Gelehrten der weit verbreiteten Gemeinschaft gelegentlich hier trafen, um ihr neuestes Wissen auszutauschen.

Sicherlich wurden im Laufe der Jahrhunderte neben dem „Sphären-Tempel“ noch andere astronomische Anlagen errichtet, um besonders genaue Beobachtungen durchführen zu können. Zudem gibt Diodor mit einer eigentümlichen Bemerkung Anlass zu einer weiteren Spekulation: von der Hyperboreer-Insel aus soll „der Mond in geringem Abstand von der Erde erschienen sein und ganz deutlich sichtbare Erhebungen wie auf der Erde zeigen“ [99]. Besaßen die bronzezeitlichen Astronomen bereits einfache optische Beobachtungshilfsmittel? Denkbar ist das schon, denn durch den Bernstein (lat. „glasarea“) könnten die Bronzeleute zu Experimenten mit verschiedenen Materialien angeregt worden sein und erste vergrößernde Gläser entwickelt haben. Die über zweitausend Jahre später hier lebenden Menschen, die Wikinger, benutzten übrigens geschliffene Quarze, deren polierte Fläche aufleuchtete, wenn man sie bei bedecktem Himmel in Richtung Sonne drehte. Dieser so genannte „Solarstein“ war ein nützliches Hilfsmittel für die Navigation auf hoher See [100].

Die besten Sternkundigen auf Althelgoland sollen sogar als Lehrmeister ihr Wissen an andere Völkerschaften weitergegeben haben. Griechische Überlieferungen berichten, dass

„Atlas, der auf Basileia geboren wurde und dort erster König war, die Lehre von den Sphären aufgebracht hat und dort ein Heiligtum im Schema der Sphären erbaute. … Herakles hat die Lehre von der Kugelgestalt des Himmels unter den Hellenen verbreitet, die er von Atlas im Hyperboreerland erfahren hatte“ [101].

An die freundschaftliche Verbindung der beiden weit entfernten Länder erinnert auch der Hinweis, dass der Gott Apoll alle 19 Jahre auf einem Schwanenwagen von der Insel im Norden nach Delphi und Delos gekommen sein soll. Die frühen griechischen Wissenschaftler Thales von Milet und Pythagoras, die auch hervorragende Astronomen waren, konnten wahrscheinlich noch auf altes, überliefertes Wissen aus der Bronzezeit zurückgreifen und darauf aufbauend neue Ideen entwickeln. Das Weltmodell „im Schema der Sphären“ jedenfalls hatte bis zu Kopernikus’ Zeiten Bestand und musste erst danach moderneren Vorstellungen weichen.

Man darf bei zukünftigen Sondierungen des Nordseegrundes auf neue Funde gespannt sein. Vielleicht gelingt einmal die Entdeckung eines archäologisch wertvollen Einzelstücks ähnlich der Nebra-Scheibe. Noch spektakulärer wäre das Aufspüren der konzentrischen Land- und Wasserringe mit Hilfe moderner geophysikalischer Messmethoden, denn dann gäbe es an der Lage des Atlantis-Zentrums bei Helgoland keinen Zweifel mehr [102].

Zusammenfassung

Platons Atlantislegende kann als weitestgehend enträtselt gelten. Trotz vieler neuer Hypothesen, die in der zweiten Hälfte des 20. Jhd. aufgestellt wurden, ist weiterhin nur die Theorie von Jürgen Spanuth in ihren Hauptaussagen stichhaltig. Sie kann als einzige unter anderem den Kriegszug der Atlanter gegen die damals mächtigsten Länder des östlichen Mittelmeergebietes befriedigend erklären. Folgende Erkenntnisse dürften beim gegenwärtigen Wissensstand der Wahrheit nahe kommen [63] :

  1. Alle Geschehnisse, die mit dem Untergang von Atlantis im Zusammenhang stehen, ereigneten sich um 1200 v.Chr. ( 1250 – 1150 v.Chr.).
  2. Platons Beteuerung, er habe die Informationen (über Zwischenstationen) von Solon erhalten und dieser wiederum von ägyptischen Priestern in Sais, ist äußerst glaubwürdig. Noch heute sind Dokumente zugänglich (Papyrus Harris, Wandreliefs im Totentempel Ramses‘ III. in Medinet Habu), die ganz ähnliche Ereignisse wie im Atlantisbericht beschreiben.
  3. Die Atlanter befanden sich unter den Nord- und Seevölkern, die um 1200 v.Chr. im Zuge der „Großen Wanderung der frühen Urnenfelderleute“ Ägypten und andere Länder angriffen.
  4. Ein Teil der Nord- und Seevölker kam aus Mitteleuropa und dem Gebiet der Nordischen Bronzekultur
  5. Am Ende der Bronzezeit versanken in der Deutschen Bucht zahlreiche Marschen, Inseln und Teile der jütischen Halbinsel. Nur hier kann sich Atlantis (im engeren Sinne) befunden haben.
  6. Basileia, die „Heilige Insel“ der Atlanter, war eine größere zusammenhängende Insel, die sich vom heutigen Helgoland bis zur ehemaligen Insel „Südstrand“ erstreckte.
  7. Basileia ist mit hoher Wahrscheinlichkeit identisch mit der Phäakeninsel „Scheria“ (in Homers „Odyssee“) und der Insel „Helixoia“ bzw. „Elektris“ in den Sagen über die Hyperboreer.
  8. Als Untergangsursache für die Gebiete in der Deutschen Bucht kommt der Einschlag eines Asteroiden um 1220 v.Chr. in Frage (der Beweis durch Fachwissenschaftler steht allerdings noch aus). Damit könnte auch die griechische Sage vom „Sturz des Phaéthon“ eine naturwissenschaftliche Erklärung finden.

Wo lag Atlantis bzw. welche Gebiete umfasste Atlantis ?
Mit „Atlantis“ bezeichnete Platon drei unterschiedliche Gebiete:

  1. die Insel „Basileia“ als Zentrum von Atlantis; 127 Stadien (etwa 23 km) im Durchmesser:
    die bronzezeitliche Insel Althelgoland/Altsüdstrand
  2. das „Reich des Atlas“ (Kerngebiet von Atlantis):
    das Gebiet der Nordischen Bronzekultur; es umfasste Norddeutschland, Dänemark, Südschweden und Südnorwegen (Gesamtfläche in der Bronzezeit ca. 300.000 km²)
  3. der „Kulturbereich der Atlanter“, d. h. die 10 Königreiche insgesamt; das Gebiet war „größer als Libyen und (Klein-) Asien zusammen genommen“:
    das Verbreitungsgebiet der Megalithkulturen in der Jungsteinzeit. Wahrscheinlich ist auch das Verbreitungsgebiet der Bandkeramiker in Mitteleuropa hinzu zu rechnen.

Darüber hinaus flossen in den Atlantisbericht möglicherweise Informationen über Gebiete ein, die man nicht zu Atlantis (1.-3.) zählen kann, z.B. über transatlantische Stützpunkte.

Atlantis (im weitesten Sinne) existierte somit von ca. 5000 v.Chr. bis ca. 1220 v.Chr., und es umfasste vor allem diejenigen europäischen Gebiete, in denen astronomisch orientierte Megalithbauten und große Kreisgrabenanlagen errichtet wurden. Zu den wichtigsten archäologischen Funden aus der Bronzezeit kann man den „Sonnenwagen von Trundholm“ und die „Sternscheibe von Nebra“ zählen (etwa Mitte 2. Jtsd. v.Chr.).

Wichtige Entdeckungen, die noch nicht allgemein anerkannt sind:

  1. Kupfererz wurde (wenigstens) seit der Bronzezeit auf Helgoland abgebaut und verhüttet (J.Spanuth 1953, W.Lorenzen 1965).
  2. Herausgehobene Personen der Gesellschaft benutzten bereits in der Bronzezeit im Gebiet des Nordischen Kreises eine Alphabetschrift (Proto-Tifinagh-Schrift, B.Fell 1982).
  3. Bereits zu Beginn des 2. Jtsd. v.Chr. waren Seefahrer aus einigen an die Nordsee grenzenden Ländern in der Lage, den Atlantik zu überqueren und Amerika zu erreichen (B.Fell 1982).
  4. Auf der bronzezeitlichen Insel Althelgoland gab es eine Metropole, die als Kult- und Handelszentrum weithin in Europa bekannt war (J.Spanuth 1976, H.-W.Rathjen 2004).

Neue Entdeckungen, die zur Diskussion stehen:

  1. Die Ornamentik der so genannten Herzsprung-Schilde versinnbildlicht in verschiedenen Variationen das von Platon beschriebene Zentrum von Atlantis. Die Darstellung entspricht den landschaftlichen und baulichen Gegebenheiten auf der Insel Althelgoland vor ihrem Untergang um 1220 v. Chr. (H.Zschweigert, 2004, G.Bischoff, 2005-2006).
  2. Ein besonderer Typ von Bronzeschilden, die „Sphären-Schilde“, stellt wahrscheinlich den astronomischen Tempel „im Schema der Sphären“ künstlerisch dar, d.h. ein Bauwerk in Gestalt eines „Weltmodells“ (G.Bischoff, 2006).

Fragen und Antworten

Die Theorie von Jürgen Spanuth hat von allen früheren und gegenwärtig diskutierten Hypothesen die meisten Übereinstimmungen zwischen Überlieferung und Realität aufzuweisen (s. Tabelle 1). Dennoch werden bestimmte Aspekte der Atlantis-Legende bzw. Spanuths Deutungen immer noch falsch interpretiert. Zudem gibt es geteilte Meinungen, wie aus heutiger Sicht seine Veröffentlichungen einzuschätzen sind.
Oft geäußerte Fragen und Bedenken sollen daher an dieser Stelle kurz beantwortet werden.

1. Frage:

Sollte Atlantis nicht größer als Libyen und Asien zusammen gewesen sein? Althelgoland war doch viel zu klein!

Antwort:

Althelgoland war nur das Atlantis-Zentrum, das eine annähernd runde Insel mit einem Durchmesser von 127 Stadien (umgerechnet 23,5 km) gewesen sein soll. Die Angabe „größer als Libyen und Asien“ bezieht sich jedoch auf das gesamte Einflussgebiet der Atlanter, das aus zehn Königreichen bestanden haben soll.
Beide Größenangaben stehen im Einklang mit den damaligen geografischen Gegebenheiten. Platons Angaben zur Ausdehnung von „Basileia“ sind für eine Insel in der Helgoländer Bucht durchaus realistisch, und der hypothetische Inselradius (Entfernung des Steingrundes von der heutigen Felseninsel) beträgt tatsächlich annähernd 12 km. Ebenso gut trifft die Aussage „größer als Libyen und (Klein-) Asien“ auf das Verbreitungsgebiet der Megalithkulturen zu. Darüber hinaus passt auch die Größenangabe zur innerhalb des Kernreiches gelegenen Ebene (2000 mal 3000 Stadien), wenn man die ehemalige Landfläche von Dänemark und N-Deutschland in der Jungsteinzeit in Betracht zieht. Bei keiner anderen Hypothese stimmen alle drei Angaben so gut mit der Realität überein.

2. Frage:

Aber Atlantis sollte doch vor den „Säulen des Herakles“ (SdH), also westlich der Straße von Gibraltar gelegen haben?

Antwort:

Platon verwendete bei der Lagebeschreibung von Atlantis die Präpositionen „vor“ und „jenseits“ bezüglich der SdH. Mit dieser Richtungs- bzw. Ortsangabe war aus griechischer Sicht ganz allgemein das Meer außerhalb der Straße von Gibraltar gemeint, also der Atlantik mit seinen Randmeeren. Die genauen geografischen Kenntnisse der Griechen reichten im 5. und 4. Jh. v. Chr. im Westen nur bis zum Ende ihrer Kolonisierungsgebietes an dieser Meerenge; bessere Kenntnisse darüber hinaus verhinderten zu dieser Zeit die auch im Atlantik Seefahrt treibenden Phönizier. Platon konnte oder wollte die Insellage nicht genauer angeben, weil die Straße von Gibraltar gewissermaßen ein westliches „Ultima Thule“ für die Griechen darstellte.
Übrigens sollen nach Herodots Beschreibung die Kelten ebenfalls „jenseits der SdH“ gewohnt haben, und deren Ausbreitungsgebiet war bekanntlich (neben Mitteleuropa) auch NW-Europa. Die Angaben zur Lage von Atlantis und des Keltenlandes sind demnach aus Sicht der alten Seefahrer zu verstehen, die nach dem Passieren der Straße von Gibraltar selbstverständlich wussten, wie sie zu den Küstenländern an der Biskaya, zum Ärmelkanal und in die Deutsche Bucht weitersegeln mussten.

3. Frage:

Das Klima auf Atlantis wurde als „warm“ beschrieben, und es sollen dort sogar Elefanten gelebt haben. Beide Aussagen treffen ganz gewiss nicht auf Althelgoland und das Verbreitungsgebiet der Nordischen Bronzekultur zu, oder?

Antwort:

Während des Klimaoptimums am Ende der Bronzezeit war die Durchschnittstemperatur um 3 Grad höher als heute. Nach der Beschreibung des schwedischen Forschers E. Oxenstierna war diese Epoche eine „wärmebadende und lichtumflossene“ Zeit, in der sogar Wein in Südschweden wuchs [32]. Die Angabe „warm“ gibt also durchaus treffend die damaligen klimatischen Bedingungen im nördlichen Mitteleuropa wieder.
Die Existenz von Elefanten hingegen widerspricht unseren heutigen Vorstellungen von der bronzezeitlichen Tierwelt in dieser Region. Spanuths Theorie weist allerdings nur diesen einen wesentlichen Widerspruch zu Platons Überlieferung auf, während es bei anderen Hypothesen sehr viel mehr sind. Man kann also in diesem Falle von einem Übermittlungsfehler ausgehen. In seinen letzten Büchern favorisierte J. Spanuth die Ansicht, dass die „Elefanten“ mit Auerochsen (= „Elebhanten“, urindogerman. für „Hornträger“) verwechselt wurden. Andere Vermutungen gehen davon aus, dass vielleicht einzelne Elefanten als exotische Tiere aus Afrika importiert wurden und auf Althelgoland in einem „Zoo“ gehalten wurden. Oder es gab eine Verwechselung mit den Mammuts, die möglicherweise noch lange nach der letzten Eiszeit auf Restinseln in der südlichen Nordsee („Doggerland“) überlebt hatten [33].

4. Frage:

Gab es überhaupt eine Hochkultur im Norden?

Antwort:

Die Nordische Bronzekultur war eine typische bronzezeitliche Kultur, die den Nachbarkulturen keineswegs überlegen war. In der Metallverarbeitung galten die Bronzeleute jedoch mit als führend in Europa (Geschirr aus Gold, die bronzenen Griffzungenschwerter waren die gefährlichsten Waffen ihrer Zeit u.a.). Allerdings siedelten sie nach derzeitiger Ansicht der Archäologen nicht in Städten, und sie benutzten keine Schrift; beides Voraussetzungen, um von einer Hochkultur sprechen zu können. Eine 8 ha große Siedlung wurde allerdings schon ausgegraben (Büdelsdorf bei Rendsburg), die nach gebräuchlicher Definition (nach F. Korb) durchaus als Stadt bezeichnet werden könnte. Sie war aber sicher nicht mit den zeitgleichen Städten in den Ländern am Mittelmeer vergleichbar. Die vermutete bronzezeitliche Stadt auf der Insel Basileia östlich von Helgoland liegt (falls sie existierte) von Sedimenten bedeckt im Nordseegrund. Die Archäologen haben derzeit aber kein Interesse und keine finanziellen Mittel, nach ihr zu suchen.
Auch eine Schrift der Bronzeleute wurde vom Forscher Prof. Barry Fell in den 1980er Jahren in Südschweden und in Kanada entdeckt, aber als Buchstabenschrift fand sie bei den meisten Archäologen keine Anerkennung. Da man die Hochbronzezeit aber als erstes „globales“ Zeitalter mit einem europaweiten Austausch von Ideen und Rohstoffen ansieht, ist es nur logisch, dass die Bronzeleute des Nordens auch eine eigene Schrift entwickelten oder eine andere von Nachbarvölkern übernahmen.

5. Frage:

Warum veröffentlichte J. Spanuth später seine Bücher in rechtsgerichteten Verlagen?

Antwort:

Seine ersten beiden Bücher erschienen 1953 und 1955 im renommierten Verlag „Union Deutsche Verlagsgesellschaft Stuttgart“, der nie als rechtsgerichtet eingeschätzt wurde. Nach seinen beiden Atlantis-Vorträgen im Schloss Gottorf in Schleswig im Jahre 1953, bei denen der Kieler Geologe Prof. Karl Gripp zusammen mit verschiedenen anderen Wissenschaftlern eine unsachliche und Spanuth demütigende Diskussion führten, wendete sich die ursprünglich wohlwollende Stimmung in der deutschen Presse zu seinen Ungunsten. Zunehmend spielten auch ideologische Aspekte eine Rolle. Man bemängelte z.B. das Festhalten am Begriff „Germanen der Bronzezeit“, man verglich auf einmal – ein völlig absurder Gedanke – Spanuths Theorie mit Rosenbergs „Mythos des 20. Jahrhunderts“ usw., weil die Fachwissenschaftler die Helgoland-Hypothese mit sachlichen Argumenten nicht zu Fall bringen konnten. Nach dieser Kampagne wollte der oben genannte Verlag aber keines seiner weiteren Buchmanuskripte mehr veröffentlichen, und so musste sich Spanuth notgedrungen anderen Verlagen (Zeller und Grabert) zuwenden, um seine Auffassungen zu verbreiten. In keinem seiner Bücher – auch nicht in den vom Grabert-Verlag herausgegeben – äußerte er rassistisches oder nationalistisches Gedankengut. Seine Abhandlungen waren stets sachlich abgefasst und frei von Polemik [103].

6. Frage:

Wurde Spanuths Theorie in den letzten Jahren nicht widerlegt? Treffen vielleicht die Kritikpunkte im Wikipedia-Artikel „Jürgen Spanuth“ zu?

Antwort:

Die Hauptthesen seiner Theorie, die er erstmals 1955 im Buch „ … und doch: Atlantis enträtselt!“ niederschrieb, konnten bisher – trotz anders lautender Meinungen von Journalisten und Wissenschaftlern – nicht widerlegt werden. Diese Kernpunkte wurden 1978 ähnlich formuliert vom Greifswalder Prähistoriker Prof. Dr. G. Kehnscherper im Buch „Auf der Suche nach Atlantis“ und nochmals 1997 von A. Strohmeyer. Diese Ansichten sind heute keineswegs veraltet. Aufgrund neuer Erkenntnisse muss lediglich der Zeitpunkt des Santorin-Ausbruchs von etwa 1400 bis 1220 v. Chr. auf etwa 1630 v. Chr. vordatiert werden. Damit entfällt dieser Vulkanausbruch als Ursache eines Tsunamis im Mittelmeer am Ende der Bronzezeit, dem Zeitpunkt der Nord- und Seevölker-Invasion (die Ursache dieses Tsunamis war also „nur“ ein Seebeben).
Die im Wikipedia-Artikel angeführten Kritikpunkte sind nicht geeignet, Spanuths Theorie als Ganzes zu widerlegen [106].

  • Mehrere Kritikpunkte sind einfach falsch (z.B. das Nichtvorhandensein archäologischer Funde in der Helgoländer Bucht, der Nichtgebrauch von Segeln bei den Schiffen der Bronzeleute u.v.a);
  • es wurden z. T. Behauptungen widerlegt, die Spanuth nie gemacht hat (z.B. dass die Nebraer Himmelsscheibe aus Helgoländer Kupfererz bestehen soll);
  • es wurden Meinungen aufgeführt, die derzeit auch in Wissenschaftskreisen noch kontrovers diskutiert werden und damit keine widerspruchsfreie Erkenntnis darstellen (z.B. sollen die Nord- und Seevölker nur aus dem ägäischem Raum abgewandert sein);
  • oder es sind Einzelmeinungen von Hobby-Atlantisforschern aufgeführt, die bestimmte Textstellen missverstanden haben (z.B. dass die großen Berge von Atlantis nach Platon angeblich im Norden von Basileia lagen, dagegen die Berge auf Helgoland im Süden).

Natürlich kann sich J. Spanuth in Einzelpunkten geirrt haben, denn die Wissenschaft schreitet mit ihren Erkenntnissen stetig voran und kein Forscher ist unfehlbar. Bei den Hauptaussagen hat er aber nach wie vor die besseren Argumente auf seiner Seite. Auch im 21. Jh. beziehen sich einige Autoren auf seine Theorie und haben wichtige neue Deutungen beigesteuert [104].

Ausblick

Der Streit um Atlantis wird sicherlich noch einige Jahrzehnte andauern, weil sich Platons Dialoge nicht in allen Abschnitten eindeutig auslegen lassen. Allmählich wird sich aber die Vorstellung von einem „Atlantis im Norden“ durchsetzen. Dazu tragen auch solche aufsehenerregenden Funde wie die Sternscheibe von Nebra bei, die das Interesse der Archäologen an den frühen europäischen Hochkulturen spürbar verstärkt hat. Es ist zu erwarten, dass durch zukünftige Entdeckungen auch einige noch verbliebene Rätsel des Atlantisberichts gelöst werden können.

 

Quelle: http://www.eichner-dresden.de/atlantis/

Gruß an Die Atlantider

TA KI