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Snoopys* Wort zum Sonntag. Thema heute: Ausgebootet


ausgebootetEin Boot verströmt aus welchen Gründen auch immer den Hauch vom Dolcefarniente, obwohl es extrem viel Arbeit gibt. Ein Boot will ständig geputzt und gewartet werden, es muss im Frühling ins Wasser gelassen werden und im Winter irgendwo gelagert, es braucht viel Zeit, Geld und der unerschütterliche Glaube, ein Boot sei zu was nütze.

Wer ein Boot hat, der hat auch Freunde. Besonders an heissen Tagen, wenn nur ein Boot die ultimative Abkühlung verspricht. Ist es aber nicht. Bis man mal auf dem See ist, dauert es ewig. Erst müssen beim Boot die Abdeckungen weggenommen werden, die ganzen Blachen verstaut, die Seile gelöst, das Boot aus dem Hafen manövriert, um es aufzutanken, während die pralle Sonne noch gnadenloser als an Land brennt. In der Kajüte hätte es zwar Schatten, aber wer will sich schon bei Schönwetter wie ein Murmeltier verstecken? Bei Regen macht das durchaus Sinn, aber bei Regen fährt kein Boot raus. Weil das Boot nass werden könnte?

Abkühlung verspricht natürlich das Wasser, in das man jederzeit springen könnte. Wenn man will. Denn mitten im See ist das Wasser einiges kühler als an Ufernähe – und das Jagdrevier von seltsamen Tieren. Damit sind nicht die Wakeboarder gemeint, die einem um die Ohren fetzen.

Ein Boesch-Boot ist zwar schick, aber mit vier Personen kann man damit nichts ausser rumfahren. Zum Beispiel zu den beliebten Spots der Boot-Community. Die Boat-People finden sich in Buchten mit anderen Bötler zusammen und binden ihre Boote einander, es entsteht eine Art Camping-Platz Feeling mit reichlich Alkohol und wenig Kleidern. Oft gar keine. Denn auf See scheinen alle Regeln ausser Kraft gesetzt, ausser jenes der Schwerkraft. So kann es sein, dass man sich plötzlich bei Nudisten wiederfindet, die füdleblutt am Jassen sind. Dann sitzt man da, gefangen mit wildfremden nackten Menschen und schaut dabei sehnsüchtig wie ein Seemann aufs Land, es kommt manchmal sogar Heimweh auf. Dazu kommt die permanente Übelkeit, vom Schaukeln, vom Sonnenstich und von der Küche der Köchin – und die Rede ist nicht von ihrer Kombüse.

*Snoopy ist zwar auch eine Art Seehund, aber er mag keine Boote. Trotzdem darf er hier kolumnieren. Wie jeden Sonntag.

Quelle: http://www.seite3.ch/Snoopys+Wort+zum+Sonntag+Thema+heute+Ausgebootet+/597914/detail.html

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