Egon von Greyerz: Die weltweiten Schulden können niemals zurückgezahlt werden


Am 27. Mai 2017 veröffentlichte King World News ein aktuelles Gespräch zwischen Seitenbetreiber Eric King und dem Edelmetallexperten Egon von Greyerz. Dieser stellt in dem Gespräch fest, dass »die Welt zwei große chronische Probleme« habe.

Dabei handele es sich einerseits um Schulden und zum Anderen um den US-Dollar. Die weltweiten Schulden belaufen sich laut von Greyerz auf $ 2,5 Billiarden, ein Betrag, welcher neben den offiziellen Staatsschulden auch ungedeckte Verbindlichkeiten und Derivate miteinschließe. $ 2,5 Billiarden entsprächen überdies dem 35-fachen des weltweiten BIP und »wir alle wissen, dass diese Schulden niemals zurückgezahlt werden können«, sagt von Greyerz.

»Die Welt kann dieses Problem nicht lösen und die erste Reaktion, welche wir bekommen werden, ist die Währungsreaktion, was selbstverständlich der Dollar sein wird, welcher seinen Fall bereits begonnen hat«, stellt er weiter fest.

Neben den enormen Problemen im Finanzmarktsektor sieht der Goldfachmann ein zusätzliches Problem im politischen Bereich, namentlich US-Präsident Donald Trump. Dieser sei »für die bereits zerbrechliche US-Wirtschaft leider zu einer Bürde geworden, denn der Tiefe Staat in den USA wird alles erdenkliche tun um ihn zu stoppen«. Von Greyerz schätzt die »politische Seite in den USA als massives Problem« ein, was jedoch für jeden politischen Führer so wäre, denn die USA seien das verschuldetste Land unter den Industrienationen und es gäbe Blasen in allen Märkten, was »die Chancen auf Erfolg« für den US-Präsidenten sehr einschränke.

Weiter führt von Greyerz aus, dass »die Regierungen der Welt die totale Kontrolle über die Menschen und das System übernehmen«. Der Westen verwandele sich, seiner Ansicht nach, in »totalitäre Staaten« und ein Beispiel dafür sei die Bargeldverfügbarkeit. »Ein Land nach dem anderen hat die Menge Bargeld eingeschränkt, welche man vom Bankkonto abheben kann«, sagt er und »viele Länder schaffen Bargeld zunehmend ab«, wobei er Schweden als Beispiel nennt, wo bereits heute überwiegend mit elektronischem Geld bezahlt werde.

Die Regierungen täten dies, weil »das Bankensystem pleite ist« und sie im Fall eines Bankrun einfach auf Knopfdruck den Zugang zu Geld stoppen könnten. Dies sei auch einer der Gründe, warum die Nachfrage nach BitCoin so hoch sei. »BitCoin ist heute vollkommen unkontrolliert, doch ich bezweifle, dass dies so bleiben wird«, sagt von Greyerz. Ab einem gewissen Punkt werden Regierungen einschreiten und BitCoin regulieren, womit es »einfach zu einer anderen Form von Fiatgeld« werde. Zur Vermögenssicherung sei BitCoin ungeeignet, doch als spekulatives Investment könne es möglicherweise für einige Menschen interessant sein.

In seinen Gesprächen mit den Gold-Raffinerien stelle sich regelmäßig heraus, so von Greyerz, dass es einen stetigen Fluss von Gold hauptsächlich nach China und auch nach Indien gäbe. »Die ganze weltweite Goldproduktion wird von China und Indien aufgenommen und sie (die Raffinerien) sehen niemals irgendwelche Exporte aus China«, sagt er. Die Raffinerien würden demnach davon ausgehen, dass das in China geförderte Gold auch im Land bleibe, welches rund 400 Tonnen jährlich ausmache.

»Jede einzelne Unze der weltweit jedes Jahr geförderten 3.000 Tonnen (Gold) wird verkauft«, sagt von Greyerz und die Minen bräuchten nicht einmal eine Werbeabteilung dafür, »denn es gibt eine konstante Nachfrage nach allem Gold, welches gefördert wird«. Es laufe vollautomatisch, »sobald Gold abgebaut wird, wird es vorverkauft – alles«.

Der Papiermarkt sei bis zu 600 Mal größer, als der physische Markt für Gold, weshalb »dieser Papiermarkt nichts mit dem wahren Preis für Gold zu tun hat«, stellt von Greyerz fest. Mit dem Papiermarkt werde nur der Goldpreis manipuliert, was beim 600-fachen des physischen Marktes auch einfach sei. Doch er ist sich sicher, dass »dies in den kommenden Monaten und Jahren scheitern wird«. Die ersten Anzeichen dafür seien mit der Trendwende beim US-Dollar bereits sichtbar geworden, »der Abwärtstrend des Dollars hat begonnen und dies ist ein starkes Zeichen dafür, dass Gold sich nach oben bewegen wird«, resümiert der Goldexperte.

Von Greyerz geht davon aus, dass die Aktien- und Bondmärkte spätestens im Herbst deutlich einbrechen werden und die Edelmetallmärkte im Gegenzug erheblich steigen werden. Für regelmäßige Marktbeobachter mag diese Einschätzung durchaus Sinn ergeben, doch könnte hier unter Umständen auch die Rechnung ohne den Wirt gemacht werden!?

Hier das Gespräch in voller Länge:

Alles läuft nach Plan…

Der Nachtwächter
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Übersetzungen aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/05/egon-von-greyerz-die-weltweiten-schulden-koennen-niemals-zurueckgezahlt-werden/

Gruß an die Erkennenden

TA KI

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Stephen Leeb: Unruhen voraus, Goldstandard in China kommt – »Jeder Investor sollte Gold kaufen«


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Am 19. Februar 2017 veröffentlichte King World News ein aktuelles Interview mit dem langjährigen und erfahrenen Finanzmarktexperten Stephen Leeb. Dieser bringt darin zum Ausdruck, dass »Amerikas wachsende Unfähigkeit langfristig zu sehen, denken oder planen« ihn buchstäblich »zu Tode erschreckt«.

Leeb rechnet mit erheblichen Rohstoff-Engpässen, welche zu einem neuen Geldsystem führen werden und das »gespaltene und kurzsichtige Amerika« habe keine Antwort darauf. Obwohl man in Amerika glaube, dass der Kalte Krieg gegen die Sowjetunion unter Reagan gewonnen worden sei, werde zunehmend klarer, dass Russland und China schlichtweg einen Umweg in kauf genommen hätten.

»Es sollte offensichtlich sein, dass man die meisten Probleme nicht über Nacht lösen und für die Zukunft vorbauen kann«, sagt Leeb. Stattdessen müsse man langfristig denken und vorausplanen. Insbesondere China habe dies getan: »Im Jahr 1996 lag Chinas BIP bei rund $ 860 Milliarden – etwa 1/9 dessen der USA. Bis 2016 ist Chinas Wirtschaft nominal in Dollars um mehr als das 13-fache auf rund $ 16 Billionen angewachsen – nur 15 Prozent kleiner, als das der Vereinigten Staaten.« Jedoch habe China bereits 1996 vorausschauend auf das 21. Jahrhundert und darüber hinaus geblickt und »Pläne für die Dominanz des Ostens, wenn nicht gar der gesamten Welt« entwickelt, sagt Leeb.

»Im Jahr 1996 haben China, zusammen mit Kasachstan, Kirgistan, Russland und Tadschikistan eine militärische, wirtschaftliche und politische Allianz gebildet, welche die “Shanghai Five“ genannt wurde.« Weiter sei 2001 auch Usbekistan der Gruppe beigetreten, welche dann in “Shanghai Cooperation Organization“ (SCO) umbenannt wurde. Leeb führt weiter aus: »Diese sechs Länder stellen 60 Prozent der eurasischen Landmasse und ein Viertel der Weltbevölkerung. In diesem Jahr werden wahrscheinlich auch Indien und Pakistan beitreten.«

Abgesehen von China und Russland seien die derzeitigen Mitglieder allesamt Teil der ehemaligen Sowjetunion gewesen und sind der Kern Zentralasiens, stellt Leeb fest. »Zentralasien ist eine Region mit langer Geschichte. Seine Wichtigkeit stammt von seiner Nähe zu großen historischen Mächten auf allen Seiten und wichtigen Routen, welche diese Mächte miteinander verbinden.« Darunter befinden sich China, Russland, Pakistan, Indien, die Türkei, Ost-Europa, der Iran und nun auch weitere Staaten im Mittleren Osten. Darüber hinaus betont Leeb, dass diese »unentwickelten Länder« erhebliche Bodenschätze besitzen.

Um eine derart große Landmasse zu kontrollieren, sei eine Marine-Präsenz entlang der europäischen Küste, des arabischen Meers und Ostasiens erforderlich, so Leeb. Hierfür sei eine dominante Seemacht notwendig und Chinas Marine sei zwar auf Weltklasse-Niveau, jedoch sei die US-Marine derzeit nach wie vor größer und somit mächtiger.

Dennoch habe China fortschrittliche Technologien im Angebot, »darunter Überschallraketen«, und ist aus Leebs Sicht durchaus in der Lage, das eigene Territorium und darüber hinaus gehende Gebiete zu verteidigen. Dazu gehören »militär-strategische Häfen wie Piräus in Griechenland, welcher ein Tor zu Ost-Europa ist, Gwadar am Fuße Pakistans, welcher ein Tor zum Mittleren Osten ist, und diverse Häfen an Afrikas Ost- und Westküste.«

Leeb weist darauf hin, dass viele Großmächte bei der Ausübung der Kontrolle über Eurasien daran gescheitert seien, dass zentralasiatische Länder sich durch Unterschiede in Kultur, Religion und Sprache auszeichnen. Selbst Russland habe es nicht vermocht eine solide Kontrolle über die Staaten der ehemaligen Sowjetunion zu erlangen. »Jetzt aber, mit militärischer und wirtschaftlicher Rückendeckung durch China und Russland, haben sich die Länder zusammengetan.«, so Leeb. Es gäbe zwar immer noch Probleme, welche jedoch durch wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durch die SCO gelöst werden, insbesondere da die SCO durch die neue chinesische Seidenstraße, oder “One Belt – One Road“-Initiative, ergänzt werde.

Chinas langfristige Planung hat Leebs Ansicht nach bereits in den späten 1970er Jahren mit dem Aufstieg Deng Xiaopings begonnen. Die Pläne seien facettenreich gewesen und es habe eine Menge Raum für Versuche und Fehler gegeben. Jedoch sei das beständigste Element der chinesischen Pläne stets die Akkumulation von Gold gewesen. Allein die chinesische Goldproduktion sei von den späten 1970ern bis heute von rund 10 Tonnen auf über 400 Tonnen jährlich angewachsen. Doch obwohl die heutige Goldproduktion in China die größte der Welt sei, so sei die geförderte Menge dennoch nur ein relativ kleiner Teil der jährlich zusammengetragenen Menge.

»Die klare Botschaft lautet«, so Leeb, »dass der Osten sich auf irgendeinen Goldstandard zubewegt«. Dieser werde den Preis für Gold ohne Probleme in den 5-stelligen Bereich befördern und angesichts der wachsenden Unruhen auf der Welt schlussfolgert Leeb:

»Jeder Investor sollte Gold kaufen.«

Alles läuft nach Plan…

Der Nachtwächter

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Übersetzungen aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/02/stephen-leeb-unruhen-voraus-goldstandard-in-china-kommt-jeder-investor-sollte-gold-kaufen/

Gruß an die Vorbereiteten

TA KI