Erleben wir bald den „Untergang“ der Deutschen Bank?


Deutsche Bank Filiale - foto: freie-presse.net
Deutsche Bank Filiale – foto: freie-presse.net

Die Schadenfreude über den Fall der „Größenwahnsinnigen“ (Spiegel) war groß, die Sorge um ihre Zukunft scheint sich aber in Grenzen zu halten. Der Aktienkurs ist heute niedriger als vor dreißig Jahren. Auch die Kurse der über 800 Anleihen fallen weiter. Der Titel ist nicht mehr im Index EuroStoxx50 vertreten. Experten sehen darin die Strafe für die Geschäftsskandale, dreiste Bilanztricks, Globalisierungsexzesse und die Arroganz des Managements. Wie geht es weiter mit dem deutschen Marktchampion?

Das 1 x 1 der Bankenkrisen und wie diese aus ihnen herauskommen

Direkte Insolvenzen sind bei Banken selten. „Technisch“ liegen sie vor, wenn ein Geldhaus zahlungsunfähig wird, keine Liquidität am Geldmarkt bekommt oder durch die Finanzaufsicht wegen Eigenkapitalmangel abgewickelt wird. Das passiert bei Schieflagen im Kredit- und Börsengeschäft. In der Realität kommen aber eher „indirekte Insolvenzen“ vor. Die Bank verliert hier die juristische Selbständigkeit, wenn sie verkauft, zerschlagen, friedlich oder feindlich übernommen wird oder fusionieren muss. Manchmal gibt es ein Happy End: Ein Finanzinvestor springt ein oder es fließt frisches Geld aus der Kapitalerhöhung.

Liquiditätsprobleme sind noch seltener als „indirekte“ Insolvenzen. Kurzfristig sind sie unproblematisch, weil sich Banken finden, die anderen zum hohen Zins Geld verleihen. Schließlich ist für die Geldversorgung auch Draghi und die EZB da. Langfristig kann es aber bei fehlender Fristenkongruenz Probleme geben. Wenn aufgrund falscher Zinserwartungen langfristige Kredite kurzfristig refinanzieren, kann der Pechvogel auf negativer Zinsmarge sitzen bleiben. Auch „Liquiditätsstreiks“ kennt die Branche. Dann leihen sich Banken kein Geld mehr. Entscheidend ist zudem, wer Probleme bekommt. Eine Einzelbank wird aus Angst vor Domino-Effekten“ mit Rettungsschirmen aus dem Desaster herausgeholt. Wie es im Falle der Gesamtbranche ist, wurde noch nicht getestet.

Insolvenzrisiko bei der Deutschen Bank eher gering

Heute sind italienische Großbanken genauso gefährdet wie die Deutsche Bank, die aber relevanter ist. Ihr Ausfall könnte weltweite Markturbulenzen auslösen. 2016 war sie mit 50 Bill. Euro Derivatevolumen weltgrößter Player. Mehrere fatale Ereignisse müssten auftreten, damit dieser Koloss kippen darf. Wird sein Eigenkapital zu knapp, springen aber der deutsche Staat und der europäische Bankenabwicklungsfonds ein. Beide werden die „faulen“ Kredite und Anlagen in eine Badbank auslagern und versuchen diese „Kurs schonend“ zu verkaufen. Die Zeiten als Jo Ackermann sich schämte vom Staat Geld zu nehmen sind vorbei.

Die aktuelle Geschäftslage des Konzerns mit einem Satz beschrieben besagt: Der Konzern besitzt mit 14% Kernkapitalquote genügend Sicherungsmittel. Wegen hohem Vertrauensverlust (häufige Vorstands- und Investorenwechsel, en masse Affären, Gerichtsprozesse und Strafzahlungen) leidet das Institut jedoch an Ertragsschwäche. Daran ändert auch der positive Ausrutscher im laufenden Quartal nichts.
Leser die sich ein Bild über den Ruf des deutschen Primus machen wollen, sollten die Negativzeilen aus diesem Jahr lesen (Spiegel). Für neues Vertrauen muss hiernach viel getan werden: Die Bank muss allgemeinverständliche Geschäftsberichte ohne Anglizismen schreiben, sich von der Bilanzakrobatik lösen, die Investmentbanking-Allüren aufgeben, bei der Globalisierung leiser treten, die Ergebnisse verstetigen und millionenschwere Boni der Vorstände einstellen. Vieles davon wird mit Mühe gerade umgesetzt. Auch die Aufsicht BaFin muss härter treten. Problematisch ist, dass Banken selber ihr Risikokapital mit „internen Modellen“ berechnen dürfen, die die Aufsicht einfach abnickt. Die o.g. Strafzahlungen sind bei einem Bilanzkapital von (noch) 63 Mrd. € zur Zeit nicht Existenzbedrohlich.

Hedgefonds, Staatseinstieg und Fusion mit der Commerzbank gleich wahrscheinlich

Selbst wenn die direkte Insolvenz unwahrscheinlich ist, bleibt noch die Frage der indirekten Insolvenz. Bei maroden Großbanken versuchen Hedgefonds und Finanzinvestoren mit Hilfe von Ratingagenturen durch aggressive, allerdings rechtlich zulässige Baisse-Strategien (Leerverkäufe, Optionen), den Aktienkurs so weit zu drücken, bis feindliche Übernahmen oder Zerschlagungen lohnend erscheinen. Dafür ist aber eine Zusammenarbeit mehrerer Großaktionäre notwendig. Bei der Deutsche Bank mit einem hohem Streubesitz, der größte Aktionär BlackRock hält gerade 5%, wird das schwierig. Dennoch bleibt die Gefahr keinesfalls gebannt. An die Frankfurter macht sich gerade eine neuer US-Hedgefonds Hudson Executive als „Retter“ heran. Das ist wieder so ein Trugschluss, da nicht die Bank das Geld bekommt, sondern der Verkäufer der Anteile. (FAZ)

Auch von einer anderen Seite droht Ungemach. Sollten größere Bilanzmanipulationen entdeckt werden – was bei einer Skandalbank kein Wunder wäre – und Massenentlassungen drohten, wird wahrscheinlich Berlin, wie schon bei der Commerzbank, einspringen und eine Fusion der beiden verlangen. Berlin würde in diesem Fall selbstverständlich nicht den „Untergang“ des Primus beklagen, sondern seine „alternativlose Rettung“ feiern. Der neue Bankchef Christian Sewing spürt das, biedert sich – wie seine DAX-Kollegen Kaeser von Siemens und Höttges von der Deutschen Telekom – schon einmal vorsorglich an, indem er vor wirtschaftlichen Schocks durch politischen Nationalismus warnt. Die Kontokündigung von Nicolas Fest (AfD) ist wohl eine der vielen Episoden in diesem erbärmlichen Spiel.
Da die Deutsch Bank auf absehbare Zeit ertragsschwach bleiben wird, gibt es für die gebeutelten Aktionäre noch keine Entwarnung.


Dr. Viktor Heese – war 17 Jahre bei der Deutschen Bank als Börsenanalyst beschäftigt; www.prawda24.com, www.finanzer.eu

Quelle

Gruß an die Klardenker

TA KI

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Goldpreis: Großbanken als Manipulateur und Profiteur


Weltweit betrügen die Großbanken ihre Kunden und manipulieren die Märkte. Seit der Finanzkrise 2008 wurden 100te Millarden Strafen an US-Dollar von den verschiedensten Großbanken gezahlt. Seien es Zahlungen aufgrund von außergerichtlichen Einigungen, Vereinbarungen mit den Behörden und in den seltensten Fällen aufgrund eines Gerichtsurteils. Was immer als Verschwörungstheorie galt, wurde Verschwörungsfakt: Manipulationen, Lügen und Betrug als Bestandteil des Großbankensystems.

Goldbarren - Bildquelle: Wikipedia / Federal Reserve Bank of New York

Goldbarren – Bildquelle: Wikipedia / Federal Reserve Bank of New York

Seit Jahren versucht das Gold Anti-Trust Action Committee (GATA) Preismanipulationen am Goldmarkt nachzuweisen. Deren Argumente, die auf Preisentwicklungen, -charts und Handelsmuster basieren, sind nur sehr schwer bis überhaupt nicht mit den Mechanismen eines angeblichen freien Marktes zu erklären. Und doch wurden ihre Argumente seitens der Regulierer und der Behörden negiert. Selbst die Minenbesitzer und Edelmetallhändler, denen eigentlich an hohen Preisen gelegen sein müsste, unternahmen nie ernsthafte Schritte um beipielsweise GATA zu unterstützen oder die Aufmerksamkeit auf diese „Seltsamkeiten“ zu lenken. Anscheinend hatte GATA in deren Augen nicht genügend „Pulver in der Hinterhand“, zu wenig Beweise, so dass die meisten Menschen einfach annahmen, dass ihre Behauptungen nicht richtig sein können.

Aber mit der Übergabe von 35.000 Seiten an internen Dokumenten und anderen Aufzeichnungen sowie 70 Audioaufnahmen durch die Deutsche Bank, ändert sich das grundlegend. Mehrere Anwälte, die Mandaten vertreten, die gegen einige Großbanken prozessieren, sagen, dass die von der Deutschen Bank übermittelten Informationen, genau jene Beweise sind, dass es eben doch eine großangelegte und systematische Kampagne gibt, um die Märkte zu manipulieren und die Kunden zu betrügen.

Denn: Auf die Charts und Daten zu schauen, mag die eine Sache sein. Eine ganz andere ist es, Chat-Protokolle zu sehen, wo die Händler von Großbanken darüber sprechen (und sogar Spässe machen), wenn sie die Preise manipulieren und sie unwissenden Marktteilnehmern unterjubeln:

June 8, 2011

UBS [Trader A]: and if u have stops…

UBS [Trader A]: oh boy

Deutsche Bank [Trader B]: HAHA

Deutsche Bank [Trader B]: who ya gonna call!

Deutsche Bank [Trader B]: STOP BUSTERS

Deutsche Bank [Trader B]: deh deh deh deh dehdehdeh deh deh deh deh dehdehdeh

Deutsche Bank [Trader B]: haha16

Der obige Chat und zahlreiche weitere zeigen, dass die Behauptungen der letzten 20 Jahre seitens GATA korrekt waren. Die Edelmetallmärkte sind nichts weiter als eine Bereicherungsplattform für skrupellose Banker, die wissen, dass die Preisfindung am Markt keine von Angebot und Nachfrage ist.

Bereits 1974 schrieb die britische Regierung an das US Finanzministerium:

AUF DIE ERWARTUNGEN DER HÄNDLER BEZOGEN WIRD DIE BILDUNG EINES BETRÄCHTLICHEN GOLD FUTURES- MARKT ERWARTET. JEDE DER HÄNDLER DRÜCKTE DEN GLAUBEN AUS, DASS DER FUTURES-MARKT ZU EINER WESENTLICHEN GRÖSSE WIRD UND DASS DER PHYSISCHE HANDEL IM VERGLEICH DAZU UNBEDEUTEND WIRD. AUCH WURDE DIE ERWARTUNG, DASS GROSSE VOLUMINAS AN FUTURES-GESCHÄFTEN EINEN EXTREM VOLTATILEN MARKT SCHAFFEN WÜRDEN, ZUM AUSDRUCK GEBRACHT. UMGEKEHRT WÜRDEN DIE VOLATILEN PREISBEWEGUNGEN DIE ANFÄNGLICHEN NACHFRAGEN FÜR DEN PHYSISCHEN BESITZ VERRINGERN UND HÖCHSTWAHRSCHEINLICH AUCH DAS LANGFRISTIGE HALTEN DURCH U.S.-BÜRGERN VERHINDERN.

(TO THE DEALERS’ EXPECTATIONS, WILL BE THE FORMATION OF A SIZABLE GOLD FUTURES MARKET. EACH OF THE DEALERS EXPRESSED THE BELIEF THAT THE FUTURES MARKET WOULD BE OF SIGNIFICANT PROPORTION AND PHYSICAL TRADING WOULD BE MINISCULE BY COMPARISON. ALSO EXPRESSED WAS THE EXPECTATION THAT LARGE VOLUME FUTURES DEALING WOULD CREATE A HIGHLY VOLATILE MARKET. IN TURN, THE VOLATILE PRICE MOVEMENTS WOULD DIMINISH THE INITIAL DEMAND FOR PHYSICAL HOLDING AND MOST LIKELY NEGATE LONG-TERM HOARDING BY U.S. CITIZENS.)

Die „Erwartungen der Händler“ waren zutreffend – wie wir heute wissen. Die Futures-Märkte zeichnen sich inzwischen durch eine außergewöhnlcihe Volatilität aus, der Handel mit „Papieredelmetallen“ ist hundertmal größer als der von physischem und der Anteil an Menschen die Gold wirklich physisch zu Hause haben, ist vergleichsweise gering geworden.

Jemand, der etwas schlechtes über den Staat denkt, würde jetzt behaupten, dass die Regierungen und Großbanken daran interessiert sind, dass der Goldpreis zugunsten des Fiat-Geldes geschwächt wird, wenn er so etwas liest. Denn sind die heutigen Futures-Märkte nicht genau eines der Instrumente, um diese „Erwartungen“ des obigen Zitats eines WikiLeaks-Dokuments zu erreichen?

Die Preisvolatilität, konzertierte Short-Selling-Aktionen und die immer wieder unerklärlichen Einbrüch der Edelmetallpreise haben in den letzten 25 Jahren viele vom Besitz/Kauf physischem Golds abgehalten – auch weil beispielsweise die US-Commodity Futures Trading Commission (CFTC) all diese Faktoren ignorierte und negierte.

Obwohl die CFTC fünf Jahre lang die Preisentwicklung bzgl. Silber untersuchte, wurde niemand gerichtlich belangt. Vielleicht sind die im Dezember 2016 veröffentlichten Dokumente der Deutschen Bank ein Grund, um die Untersuchungen wieder aufzunehmen?

Bislang scheinen die US-Gerichte die bessere Wahl zu sein, wenn man als Investor an den Edelmetallmärkten eine Aufklärung dieser Fragen erreichen will. Mit Keith Neumeyer von First Majestic Silver will sich einer der größten Silberproduzenten der Welt diesen Klagen anschließen.

Man darf gespannt sein, wie sich diese Geschichte weiterentwickelt. Gerade weil unser Fiat-Geldsystem keinen hohen Goldpreis gebrauchen kann.

Quellen:
Proof Gold Prices Are Manipulated: Plot to “Negate Long-Term Hoarding By U.S. Citizens”
Deutsche Bank Provides „Smoking Gun“ Proof Of Massive Rigging And Fraud In The Silver Market
LONDON WHOLESALE GOLD DEALERS‘ VIEWS ON U.S. GOLD SALE AND PRIVATE U.S. OWNERSHIP

Quelle: http://www.konjunktion.info/2017/01/goldpreis-grossbanken-als-manipulateur-und-profiteur/

Gruß an die Erkennenden

TA KI

Wirtschaftskollaps: Der nächste Prozessschritt wurde eingeläutet – Regierungen im Panikmodus


Anschnallen, liebe Leute. Die wilde Fahrt geht los.

Welche Fahrt? Die in den ökonomischen Kollaps!

Zeitungsstapel - Bildquelle: Wikipedia - Daniel R. Blume

Zeitungsstapel – Bildquelle: Wikipedia – Daniel R. Blume

Das ist Ihnen zu platt? Zu schwarzmalerisch? Bereits zu oft angekündigt worden? Wohl wahr, aber diesesmal schreiben nicht nur alternative Medien über den ökonomischen Kollaps, sondern unsere Mainstreampresse, unsere doch so neutrale Hochleistungspresse.

 

 

Mir ist bewusst, dass wohl 99% der Deutschen keinerlei Anzeichen am Horizont erkennen, dass die nächste Stufe im Prozess des Zusammenbruchs eingeleitet worden ist. Ja, noch einmal: Ein Prozess, kein singuläres Großereignis. Der weltweite Zusammenbruch der Wirtschaft, der in der zweiten Hälfte des letzten Jahres seinen Anfang genommen hat, hat sich weiter verschärft. Nicht nur in Europa oder Asien. Auch in Nordamerika und Südamerika. Und im Nachfolgenden will ich Ihnen einige Beweise für diese These Tatsache liefern. Und wenn ich damit fertig bin, dürfte auch ein bislang optimistisch gestimmter Leser keinen Optimismus mehr verspühren, dass sich die wirtschaftliche Lage der Welt positiv entwickeln wird.

Die Warnungen zahlreicher prominenter Stimmen werden vor unseren Augen zur Realität. Und was wir bislang gesehen haben, sind nur die ersten Kapitel in diesem Prozess einer zusammenbrechenden Weltwirtschaft.

Brasilien

BIP Brasilien - Zero Hedge - Bildquelle: Zero Hedge

BIP Brasilien – Zero Hedge – Bildquelle: Zero Hedge

Lassen Sie uns mit Brasilien anfangen. Brasilien ist die siebtgrößte Wirtschaftsnation der Welt. Und Brasilien befindet sich in der schwersten Wirtschafskrise der vergangenen 25 Jahre. Selbst die selbstverliebten Banker Gottes von Goldman Sachs haben Ende 2015 von einer Depression/Wirtschaftskrise gesprochen.

Aber seitdem hat die Krise in Brasilien an „Schwungmasse“ dazu gewonnen.

Wenn der mainstreamigste Sender per se, CNN, seinen Artikel mit dem Titel Brasilien: Wirtschaftskollaps schlimmer als befürchtet (Brazil: Economic collapse worse than feared) aufmacht, heißt es Augen und Ohren ganz weit aufsperren:

Inmitten des politischen Chaos, ist der wirtschaftliche Zusammenbruch Brasiliens schlimmer als seine Regierung es je glaubte.
In der Mitte der immer weiter zunehmenden Rufe nach einem Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidentin Dilma Rousseff, kündigte die brasilianische Zentralbank am Donnerstag an, dass sie jetzt davon ausgeht, dass die Wirtschaft des Landes in diesem Jahr um 3,5% schrumpft.
Das ist schlimmer als die vorherige Schätzung der Zentralbank von 1,9%. Die finsterere Prognose stimmt mit dem überein, was der Internationale Währungsfonds für Brasilien – Lateinamerikas größtem Land – projiziert und was viele unabhängige Ökonomen vermutet haben.

(Amid political chaos, Brazil’s economic collapse is worse than its government once believed.
In the midst of rising calls to impeach President Dilma Rousseff, Brazil’s central bank announced Thursday that it now expects the country’s economy to shrink 3.5% this year.
That’s worse than the central bank’s previous estimate for a 1.9% contraction. The darker forecast matches what the International Monetary Fund projected for Brazil — Latin America’s largest country — and what many independent economists have suspected.)

Bereits in meinem Artikel BRICS: Brasilien vor dem Kollaps? Was wird dann aus Russland und China? bin ich auf Brasilien eingegangen, aber es ist immer noch etwas anderes, ob http://www.konjunktion.info einen Artikel dazu verfasst oder CNN.

Venezuela

Hugo Chavez - Bildquelle: Wikipedia / Valter Campanato/ABr (Creative Commons License Attribution 3.0 Brazil)

Hugo Chavez – Bildquelle: Wikipedia / Valter Campanato/ABr (Creative Commons License Attribution 3.0 Brazil)

Doch Venezuela stellt Brasilien in den Schatten. Und das schon seit längerem. Lebensmittel und Dinge der Grundversorgung sind knapp. Die Inflationsrate beträgt 720%. Die Kriminalitätsrate ist vollständig außer Kontrolle. Alles ein „Geschenk der CIA“ – als Bestrafung für sein unzüchtiges Verhalten unter Hugo Chavez? Oder einfach eine „normale wirtschaftliche Entwicklung“? Entscheiden Sie selbst, wenn Sie nachfolgenden Auszug aus einem Artikel des Independent mit dem vielsagenden Titel Venezuela steht am Rande des kompletten wirtschaftlichen Zusammenbruchs (Venezuela is on the brink of complete economic collapse) lesen:

Die einzige Frage ist nun, ob entweder die venezolanische Regierung oder die Wirtschaft als erstes vollständig zusammenbrechen wird.
Das Schlüsselwort dabei ist: „vollständig“. Beide befinden sich in ihrem Todeskampf. Tatsächlich hat die venezolanische Regierungspartei gerade die Kongresswahlen verloren, was der Opposition eine sichere Veto-Mehrheit verschaffte, und es ist schwer vorstellbar, dass irgendetwas besser für sie in naher Zukunft werden wird – oder jemals.
Die etablierten Unternehmen, nach alldem, neigen laut dem Internationalen Währungsfonds nicht dazu gut zu laufen, ihre Wirtschaft schrumpfte innerhalb des ersten Jahres um 10 Prozent, weitere 6 Prozent im nächsten, und die Inflation explodiert auf 720 Prozent. Es ist also kein Wunder, dass die Märkte erwarten, dass Venezuela in sehr naher Zukunft aufgrund seiner Schulden pleite geht. Das Land ist im Grunde bankrott.

(The only question now is whether Venezuela’s government or economy will completely collapse first.
The key word there is “completely.” Both are well into their death throes. Indeed, Venezuela’s ruling party just lost congressional elections that gave the opposition a veto-proof majority, and it’s hard to see that getting any better for them any time soon — or ever.
Incumbents, after all, don’t tend to do too well when, according to the International Monetary Fund, their economy shrinks 10 percent one year, an additional 6 percent the next, and inflation explodes to 720 percent. It’s no wonder, then, that markets expect Venezuela to default on its debt in the very near future. The country is basically bankrupt.)

Und wieder finden wir diese Meldung nicht in einem alternativen Blog. Nein, wir lesen sie in einem Mainstreamblatt, das vom „wirtschaftlichen Zusammenbruch“ spricht, wenn es beschreibt, was gerade in Südamerika passiert.

Italien

Haupteingang Monte dei Paschi - Bildquelle: Wikipedia / Vyacheslav Argenberg

Haupteingang Monte dei Paschi – Bildquelle: Wikipedia / Vyacheslav Argenberg

Der Kollaps der italienischen Banken bzw. des Bankensystems hat eine neue Qualität erreicht. Ein neues verstörendes Kapitel vor dem auch ich schon seit gut eineinhalb Jahren warne. Italiens Finanzminister hat für kommenden Montag eine Sitzung anberaumt, die sich auf einen „letzten Ausweg“ aka Bail Out-Rettungsplan für die in Schwierigkeiten geratenen Banken konzentrieren wird:

 

Finanzminister Pier Carlo Padoan hat ein Treffen in Rom am Montag mit Führungskräften von Italiens größten Finanzinstituten anberaumt, um den letzten Details eines „letzten Auswegs“ aka Bail Out-Rettungsplans zu  zustimmen.
Doch am Vorabend dieser Versammlung bleiben weiterhin Bedenken, ob der Plan ausreichend sein wird die schwächste der italienischen Großbanken, die Monte dei Paschi di Siena, vor einer Ansteckung zu bewahren, so Personen, die an den Gesprächen beteiligt sind.
Italienische Bankaktien haben fast die Hälfte ihres Wertes – das entspricht etwa einem Fünftel des BIPs – in diesem Jahr inmitten von Anlegersorgen wegen 360 Milliarden notleidender Kredite verloren. Die Profitabilität der Kreditgeber wurde von einer lähmenden dreijährigen Rezession getroffen.

(Finance minister Pier Carlo Padoan has called a meeting in Rome on Monday with executives from Italy’s largest financial institutions to agree final details of a „last resort“ bailout plan.
Yet on the eve of that gathering, concerns remain as to whether the plan will be sufficient to ringfence the weakest of Italy’s large banks, Monte dei Paschi di Siena, from contagion, according to people involved in the talks.
Italian bank shares have lost almost half their value so far this year amid investor worries over a €360bn pile of non-performing loans — equivalent to about a fifth of GDP. Lenders’ profitability has been hit by a crippling three-year recession.)

Europa sollte sich schon mal darauf gefasst machen, dass die wilde Fahrt jetzt langsam aber sicher losgeht. Gerade weil Italien nicht Griechenland ist. Soll heißen, dass Griechenland die 44. Stelle der größten Wirtschaftsnationen der Welt einnahm – und Italien die 8. Position.

Den Ernst der Lage für Europa kann man wohl nicht überbewerten. Auch weil wir nicht nur von Italien allein sprechen. Auf dem ganzen europäischen Kontinent stecken die Großbanken in massiven Schwierigkeiten, wenn man den Worten von Francois Perol, dem Vorsitzenden der zweitgrößten Bankengruppe Frankreichs, der Groupe BPCE, Glauben schenken mag:

Ich mache mir viel mehr Sorgen als ich es 2009 getan habe.

(I am much more worried than I was in 2009.)

Österreich

HETA Asset Resolution - Bildquelle Screenshot-Ausschnitt www.heta-asset-resolution.com

HETA Asset Resolution – Bildquelle Screenshot-Ausschnitt http://www.heta-asset-resolution.com

Und die Europäer haben wirklich guten Grund zur Sorge. Denn am Sonntag wurde der mehrfach von mir erwähnte Bail In in Österreich Wirklichkeit:

Und dann wurde heute, nach einem Beschluss der österreichischen Bankenaufsicht, der Finanzmarktaufsicht, Österreich offiziell das erste europäische Land, das ein neues Gesetz verwendete, welches im Rahmen des Bundesgesetz über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) vorgeschrieben wird, um Verluste einer gescheiterten Bank mit bevorrechtigten Gläubigern zu teilen, um den Wert der Schulden von Heta Asset Resolution AG drastisch zu reduzieren.

(And then today, following a decision by the Austrian Banking Regulator, the Finanzmarktaufsicht or Financial Market Authority, Austria officially became the first European country to use a new law under the framework imposed by Bank the European Recovery and Resolution Directive to share losses of a failed bank with senior creditors as it slashed the value of debt owed by Heta Asset Resolution AG.)

Weiter heißt es auf der Website der österreichischen Finanzmarktaufsicht:

Österreichs Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA hat heute in ihrer Funktion als nationale Abwicklungsbehörde gemäß Bundesgesetz über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) per Mandatsbescheid die Eckdaten der weiteren Abwicklung der HETA ASSET RESOLUTION AG erlassen. Die wesentlichsten Maßnahmen sind

  • ein Schuldenschnitt von 100% für alle nachrangigen Verbindlichkeiten,
  • ein Schuldenschnitt um 53,98% auf 46,02% für alle berücksichtigungsfähigen vorrangigen Verbindlichkeiten,
  • die Streichung aller Zinszahlungen ab 1.3.2015, als die HETA unter Abwicklung gemäß BaSAG gestellt worden ist,
  • sowie eine Vereinheitlichung der Fälligkeiten aller berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten auf 31.12.2023.

Sind das nun die ersten Dominosteine? Oder sind wir gar schon weiter?

China und Japan

Der chinesische Aktienmarkt hat seit seinen Höchstständen 40% verloren. Der Export weist im Jahresvergleich für Februar einen Einbruch von 25,4% aus und die Wirtschaftszahlen aus dem Reich der Mitte waren seit der letzten globalen Rezession nicht mehr so schlecht.

Und auch die japanische Wirtschaft läuft alles andere als rund. Das japanische BIP ist in den beiden letzten von drei Quartalen gesunken. Die japanische Industrieproduktion brach auf Monatsbasis so stark ein wie seit dem Tsunami von 2011 nicht mehr. Und die Stimmung der Unternehmen ist auf ein Dreijahrestief gefallen. Genauso wie der Nikkei, der 5.000 Punkte seit dem letzten Sommer verloren hat. Ein Absturz, der japanische Analysten dazu verleitete von einer „Zerstörung der Märkte durch die Interventionspolitik der Bank Of Japan“ zu sprechen.

USA

Janet Yellen - Bildquelle: Wikipedia / United States Federal Reserve

Janet Yellen – Bildquelle: Wikipedia / United States Federal Reserve

In den USA häufen sich die Warnsignale ebenfalls. Das Treffen Janet Yellens mit Barack Obama dürfte Beleg dafür genug sein. So soll das 1. Quartal 2016 ein Wirtschaftswachstum von nur 0,1% oder 0,2% mit sich bringen. Und man darf gespannt sein, was die am Montag beginnende Unternehmensberichtssaison mit sich bringt – wohl eher Negatives:

Wir sind dabei eine Bestätigung zu erhalten, dass das Gewinnwachstum für Amerikas größte Unternehmen im ersten Quartal negativ war, im Vergleich zum gleichen Zeitraum vor einem Jahr.
Wenn der Aluminium-Riese Alcoa seine Ergebnisse am Montag veröffentlicht, wird es den inoffiziellen Start der schwersten Berichtssaison für die S&P 500-Unternehmen markieren.
Es wird erwartet, dass die endgültigen Werte einen 9,1%-igen Ergebnisrückgang für das Quartal zeigen werden, so FactSet Senior Ergebnisanalyst John Butters.

(We are about to get confirmation that earnings growth for America’s biggest companies was negative in the first quarter, compared to the same period a year ago.
When aluminum giant Alcoa releases its results on Monday, it will mark the unofficial start of the heaviest reporting season for S&P 500 companies.
The final scoreboard is expected to show a 9.1% earnings drop for the quarter, according to FactSet senior earnings analyst John Butters.)

Sollte sich diese Annahme bewahrheiten, dann erleben wir das vierte Quartal in Folge mit sinkenden Gewinnen in den USA. So etwas gibt es eigentlich nur in einer Rezession.

Aber auch der Chefökonom der Societe Generale, Albert Edwards, sieht schwere Zeiten auf die US-Wirtschaft zukommen:

Eine Flutwelle kommt auf die US-Wirtschaft laut Albert Edwards zu, und wenn sie bricht, dann wird die Wirtschaft in eine Rezession stürzen.
[…] die Gewinnrezession mit der sich amerikanische Unternehmen konfrontiert sehen, wird zu einem Einbruch bei den Firmenkrediten führen.
„Trotz Risikoaktiva, die ein paar Wochen in der Sonne genossen, haben unsere ausfallsicheren Rezessionsindikatoren ihr gelbes Blinken beendet und auf rot geschaltet.“
[…]
Er führt weiter aus:
Die Gewinne der Gesamtwirtschaft fallen normalerweise nie so tief, ohne dass sich eine Rezession entfaltet. Und da der US-Unternehmenssektor bis zu den Ohren verschuldet ist, sind die eine Anlageklasse, die es zu vermeiden gilt – noch mehr als der lächerlich überbewertete Aktienmarkt – die US-Unternehmensanleihen. Die Wirtschaft wird sicherlich durch eine Flutwelle von Unternehmenspleiten weggefegt werden.

(A tidal wave is coming to the US economy, according to Albert Edwards, and when it crashes it’s going to throw the economy into recession.
[…] the profit recession facing American corporations is going to lead to a collapse in corporate credit.
„Despite risk assets enjoying a few weeks in the sun our fail-safe recession indicator has stopped flashing amber and turned to red.“
[…]
He continued:
Whole economy profits never normally fall this deeply without a recession unfolding. And with the US corporate sector up to its eyes in debt, the one asset class to be avoided — even more so than the ridiculously overvalued equity market — is US corporate debt. The economy will surely be swept away by a tidal wave of corporate default.)

Conclusio

Wie wir sehen, ist es nicht nur eine Region oder ein Staat, um den man sich Sorgen machen muss. Das Wirtschaftschaos bricht buchstäblich überall aus und die Staatenlenker beginnen in Panik zu verfallen. Sie hatten zwar sieben Jahre seit der letzten Rezession Zeit, aber sie haben anstatt die Banken an die Kandare zu nehmen, weiter nur ihren Strippenziehern im Hintergrund Gesetze erlassen und die Ausbeutung der Bevölkerungen befeuert. Statt Regulierung sind die Banken noch größer und damit noch gefährlicher geworden. Statt Regionalisierung wurde weiter am Zentralisierungsrad gedreht. Jeder der jetzt noch glaubt, dass irgendein Wunder eintreten wird und wir mit einem blauen Auge davon kommen werden, sollte nochmals in sich gehen. Und sich fragen, wie diese astronomischen Schuldenstände (ohne Einbezug der Bevölkerungen) je reduziert werden können.

Anschnallen, liebe Leute. Die wilde Fahrt geht los. Willkommen im nächsten Prozessschritt auf dem Weg zur NWO.

Quellen:
Economic Collapse Is Erupting All Over The Planet As Global Leaders Begin To Panic
Global Crisis: Goldman Sachs Says That Brazil Has Plunged Into ‘An Outright Depression’
Brazil: Economic collapse worse than feared
Robert Kiyosaki And Harry Dent Warn That Financial Armageddon Is Imminent
The Economic Collapse Of South America Is Well Underway
BRICS: Brasilien vor dem Kollaps? Was wird dann aus Russland und China?
Venezuela is on the brink of complete economic collapse
You Won’t Believe What We Saw In Socialist Venezuela
The Collapse Of Italy’s Banks Threatens To Plunge The European Financial System Into Chaos
Italy Seeks “Last Resort” Bailout Fund to “Ringfence” Troubled Banks, Meeting Monday; Italy vs. Austria
A French bank boss says he’s ‚much more worried than I was in 2009‘
Austria Just Announced A 54% Haircut Of Senior Creditors In First „Bail In“ Under New European Rules
FMA erlässt den Rahmen für die Abwicklung der HETA ASSET RESOLUTION AG
Watch Japan – For All Is Not Well In The Land Of The Rising Sun
Japan GDP Growth Rate 1980-2016
Japanese Industrial Production Crashes Most Since 2011 Tsunami
Japan business mood sours to three-year low, adds to doubt over ‚Abenomics‘
First-quarter economy looks bleaker by the day
Standby for terrible news from Wall Street
19 Facts That Prove Things In America Are Worse Than They Were Six Months Ago
Economist Warns: “A Tidal Wave Is Coming… Recession Indicator Has Turned Red”

 

Quelle: http://www.konjunktion.info/2016/04/wirtschaftskollaps-der-naechste-prozessschritt-wurde-eingelaeutet-regierungen-im-panikmodus/

Gruß an die Weiterdenker

TA KI

Die Reprivatisierung der Banken: Gigantischer Betrug am griechischen Volk


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Fast unbemerkt von der internationalen Öffentlichkeit ist es in den vergangenen Wochen in Griechenland zu einem der größten Vermögenstransfers in der jüngeren Geschichte des Landes gekommen. Gegenstand der Aktion waren die vier griechischen Großbanken. Einvernehmlich handelnde Akteure waren die Syriza-Regierung und die Quadriga aus IWF, EZB, EU-Kommission und Europäischem Stabilisierungsmechanismus (ESM). Verlierer war einmal mehr die arbeitende Bevölkerung Griechenlands, die um über 40 Milliarden Euro erleichtert wurde.

Gastbeitrag von Ernst Wolff

Erste Meldungen im Oktober 2015 ließen bereits aufhorchen. Die europäischen Partnerländer, so hieß es, müssten weit weniger Geld für die Rettung der vier griechischen Großbanken aufwenden als bis dahin angenommen. War im sogenannten „Hilfspaket“ für Griechenland vom Juli 2015 noch eine Summe von bis zu 25 Mrd. Euro für die Bankenrettung vorgesehen, so gab die Europäische Zentralbank (EZB) den Kapitalbedarf der vier Institute nach einem Stresstest Ende Oktober plötzlich nur noch mit 14,4 Mrd. Euro an. Mitte November hieß es dann, ganze 5,7 Mrd. Euro würden für die Bankenrettung ausreichen. Angesichts der sich kontinuierlich verschlechternden Situation der griechischen Wirtschaft musste man sich fragen: Was geht hier vor?

Syriza und Quadriga als Handlanger internationaler Vermögensverwalter

Nach der Ankündigung des Kredites über 25 Mrd. Euro für die Rekapitalisierung hatten die Quadriga und die Syriza-Regierung die Banken aufgefordert, private Kapitalgeber aufzutreiben, die sich an der Bankenrettung beteiligen sollten. Größtes Hindernis bei der Suche nach Kapitalgebern waren die faulen Kredite, die in den griechischen Banken lagern, darunter einige hunderttausend Hypotheken, die nicht bedient werden.

Um die Fehlbeträge im Immobilienbereich abzubauen und keine neuen Rückstände entstehen zu lassen, wurde die Syriza-Regierung von der Troika unter anderem angewiesen, die gesetzlichen Grundlagen für die Erleichterung der Zwangsenteignung von Haus- und Wohnungsbesitzern zu schaffen.

Das hat Syriza mittlerweile getan. Die Zwangsenteignung wurde zwar vorerst auf solche Objekte begrenzt, die vor der Krise 230.000 Euro und mehr gekostet haben und deren Besitzer nicht mehr als 35.00 Euro pro Jahr verdienen. Die preislich darüber liegenden Objekte kosten derzeit allerdings nur einen Bruchteil ihres ursprünglichen Wertes, so dass die Zwangsenteignung ihre bisherigen Besitzer finanziell ruiniert. Außerdem sind Vermieter ab sofort angewiesen, säumige Mieter nach ausbleibender Mietzahlung umgehend aus der Wohnung zu klagen. Geschieht das nicht, muss der Vermieter für sämtliche nicht erhaltene Mieten die Steuern entrichten.

Während auf diese Weise zehntausende durch Arbeitslosigkeit zahlungsunfähig gewordene Griechen in die Obdachlosigkeit geschickt werden, wurde internationalen Investoren mit Hilfe eines sogenannten „Bookbuilding“-Verfahrens der rote Teppich ausgelegt. Sie konnten selbst entscheiden, wie viele Anteilsscheine sie an den vier griechischen Banken haben wollten und welchen Preis sie zu zahlen bereit waren. Die rechtliche Regelung sah auch für den Fall, dass die Angebote den derzeitigen Marktwert nicht annähernd widerspiegeln würden, kein Einspruchsrecht der Verkaufsseite vor – fast schon eine Aufforderung zu Preisabsprachen zwischen den Bietern.

Verstaatlichung zu hohen, Privatisierung zu Niedrigstpreisen

Zu denen, die inzwischen zugegriffen haben, zählen u.a. die international führenden Vermögensverwalter Brookfield Capital Partners, Capital Group, Fairfax, Highfields Capital Management, Pimco, WLR Recovery Fund und Wellington. Die Bedingungen, zu denen sie vor dem Hintergrund eines wundersamen Verfalls des griechischen Banken-Indexes um 70 Prozent zwischen dem 4. und dem 20. November Anteilsscheine an den vier griechischen Großbanken erworben haben, sind nach Angaben von Spiegel-Online atemberaubend:

Hatte der griechische Bankenrettungsfonds HFSF (also der griechische Steuerzahler) 2013 pro Anteilsschein an der National Bank of Greece noch 4,29 Euro bezahlt, so zahlen die neuen Investoren ganze 2 Cent. Die Anteilsscheine der Piräus Bank, die 2013 noch 1,70 Euro gekostet hatten, wurden für 0,3 Cent verramscht. Für die Alpha Bank wurden 2013 44 Cent bezahlt, nun sind es 4 Cent. Bei der Eurobank ist der Preis von 1,54 Euro auf einen Cent pro Anteilsschein gefallen.

Durch den Verkauf der Anteilsscheine sank der staatliche Anteil an den Banken im Durchschnitt von 56% auf 17%. Nachdem die vier Banken also im Zuge der Eurokrise mit einem Einsatz von Steuergeldern in Höhe von inzwischen über 50 Mrd. Euro mehrheitlich verstaatlicht worden sind, hat die Syriza-Regierung sie jetzt zu Spottpreisen mehrheitlich reprivatisiert. Anders ausgedrückt: Milliarden an Steuergeldern haben sich in Luft aufgelöst und das Eigentum des Steuerzahlers ist ohne sein Zutun zum großen Teil in private Hände übergegangen.

Ab Januar 2016 kommt es für die Griechen noch schlimmer

Doch das ist noch nicht alles. Ab Januar 2016 ersetzt auf Druck der EU auch in Griechenland das Bail-in das Bail-out. D.h. zur Rettung von Banken werden dann – wie vor drei Jahren auf Zypern – zunächst Einlagen von über 100.000 Euro herangezogen, bevor der Staat mit der Rettung von Finanzinstituten belastet wird. Da die griechischen Banken sich nun mehrheitlich in privater Hand befinden, kann die Politik im Bedarfsfall ihre Hände in Unschuld waschen und auf die von Brüssel erzwungene Rechtslage verweisen. Die Spekulanten der Finanzindustrie dagegen können ab sofort so gut wie jedes Risiko eingehen, da im Fall eines Falles ja nach dem Prinzip des „too big to fail“ zuerst die Einleger und anschließend der Staat für ihre Verluste einspringen werden.

Dieser schier grenzenlose Betrug der Syriza-Regierung an den Bürgern des Landes ist nur deshalb möglich, weil die große Mehrheit der Bevölkerung nicht in der Lage ist, die mit Hilfe der Massenmedien geschickt kaschierten Manöver ihrer Regierung zu durchschauen. Wie sicher sich Tsipras und Co. ihrer Sache sind, zeigte sich, als sie nach dem Abschluss der Maßnahmen gegenseitig auf die Schultern klopften und der Öffentlichkeit verkündeten, man habe die Banken stabilisiert, die Einlagen der Sparer geschützt und dabei weniger Staatsgeld gebraucht als ursprünglich gedacht.

In Wahrheit hat Syriza zusammen mit der Quadriga die griechische Bevölkerung hintergangen, die mit Steuergeldern finanzierten Kosten der Bankenrettung pulverisiert und die den arbeitenden Menschen gehörenden Anteile an den Banken zu Spottpreisen an die schlimmsten Aasgeier auf dem Parkett des internationalen Finanzcasinos verramscht.

Quelle: https://www.unzensuriert.at/content/0019415-Die-Reprivatisierung-der-Banken-Gigantischer-Betrug-am-griechischen-Volk

Gruß an das Volk der Griechen

TA KI

Blackrock – Geld regiert die Welt


blackrockSeit der Finanzkrise stehen Grossbanken unter Beobachtung; deshalb blühen in ihrem Schatten gigantische, unkontrollierbare Finanzkonzerne, deren Arbeit nur Insider bekannt ist. Wie zum Beispiel die Fondsgesellschaft Blackrock, die vier Billionen Dollar verwaltet. Mit ihren Entscheidungen beeinflusst Blackrock das Schicksal ganzer Städte und Länder. Und mittendrin, der ehemalige Schweizer Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand.

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Quelle: http://www.seite3.ch/Voll+krass+Doku+Heute+Blackrock+Geld+regiert+die+Welt+/626742/detail.html

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Gruß an die Bangster

TA KI