Der Samstagsfilm


.
Drei Wochen ist Hedy mit Schriftsteller Mario Jaconis verheiratet, als es ihr reicht. Weil der langjährige Diener Max Mario mal wieder heimlich vermeintliche Liebesbriefe seiner weiblichen Anhängerschaft zustecken will, entlässt sie Max auf der Stelle. Der muss nicht nur seinem langjährigen Arbeitgeber auf Wiedersehen sagen, sondern auch Köchin Wetti und Stubenmädchen Mizzi, mit denen er parallel ein Verhältnis hatte. Wie bei jeder früheren Liebschaft markiert er auch das Liebesende mit Mizzi und Wetti auf einer seiner Karteikarten mit einem Kreuz. Auf allen Karten hat er nicht nur ein Foto der Geliebten, sondern auch ein Andenken an sie angebracht sowie den Zeitpunkt des Kennenlernens und des Beziehungsendes vermerkt. In sein Gepäck legt Max zudem ein gutes Paar Tranchiermesser für seine nächste Anstellung. Hedy fordert bei der Arbeitsvermittlung umgehend einen neuen Diener an. Die Vermittlung schickt den alten Ferdinand in Jaconis‘ Haus Sonnenschein. Zwar hat Ferdinand keine Arbeitszeugnisse, dies jedoch nur, weil alle Arbeitgeber während seines Dienstes verstorben sind.

Max und Ferdinand stossen an der Bushaltestelle im Ort aneinander und vertauschen aus Versehen ihre Koffer. Ferdinand wird anschliessend im strömenden Regen vom neuen Verleger Marios, Michael Ravestyn, im Auto zur Villa Sonnenschein mitgenommen. Da aufgrund des Gewitters die Klingelanlage ausgefallen ist, steigen beide Männer über den Balkon in die Villa ein. Sie werden zunächst für Einbrecher gehalten, doch klärt sich die Verwechslung schnell auf und Ferdinand beginnt beflissen seinen Dienst. Neben dem Ehepaar und Michael zählt auch Hedys beste Freundin Lilli, die gerade angekommen ist, zu den Anwesenden.

Max liest in einer Zeitung von einem Massenmörder, der sich als Hausdiener ausgibt und häufig mit einem Komplizen auftritt. Das von hinten aufgenommene Foto des Mannes lässt Max sofort an Ferdinand denken und er warnt Mario telefonisch vor Ferdinand. In Ferdinands Koffer findet Max zudem eine Flasche Gift und zahlreiche Kriminalromane mit schaurigen Titeln, sodass er keinen Zweifel am Mörder Ferdinand hat. Ferdinand wiederum kann sich nicht ausweisen, weil sein Pass in dem vertauschten Koffer liegt. Er findet in Max‘ Koffer nicht nur die Karten mit den vermeintlichen Todesdaten der Frauen, sondern auch die Tranchiermesser, und glaubt nun seinerseits, dass Max ein Mörder ist. Max schleicht sich mit Marios Hilfe zurück in die Villa und es kommt zu zahlreichen Verwechslungen, Verdächtigungen und Schreckmomenten. Am Ende gelingt es Max und Mario, die vermeintlichen Mörder Ferdinand und Michael auf ihren Zimmern einzuschliessen. Als sich Ferdinand, der seinerseits aus der inzwischen verschlossenen Villa fliehen will, den Weg aus dem Zimmer freisägt und zu Michael flüchtet, schlagen Max und Mario die beiden Männer nieder, stecken sie in Mehlsäcke und legen sie gefesselt in den Keller. Hier können sich Ferdinand und Michael wiederum befreien und schlagen am Ende Max und Mario nieder, fesseln sie und rufen die Polizei. Sie fliehen anschliessend aus dem Haus und nehmen Hedy und Lilli mit, die sie aus den Klauen der Verbrecher retten wollen, zumal sich Michael längst in Lilli verliebt hat. Nachdem sie aus der Ohnmacht erwacht sind, verfolgen Max und Mario zusammen mit dem eingetroffenen Gendarm Michael und Ferdinand. Mario findet Hedy im vor einem Gasthaus abgestellten Wagen und beide versöhnen sich. Max und der Gendarm stellen Ferdinand, der jedoch behauptet, unschuldig zu sein. Tatsächlich erweist sich die von Max gelesene Zeitung als fünf Jahre alt und der Mörder als längst hingerichtet. Das vermeintliche Verbrecherpärchen Michael und Lilli, das in einem Nebenzimmer eingeschlossen wurde, hat die gemeinsame Zeit küssend verbracht und sich spontan verlobt. Während Max wieder als Diener bei Mario und Hedy arbeiten darf, wird Ferdinand am Ende der neue Diener von Michael und Lilli.

.
Gruß an die Humorvollen
TA KI

Der Samstagsfilm: Einmal der liebe Herrgott 1942


Karl Gschwandtner (Hans Moser) ist schon seit zig Jahren im Hotel Europa als Hoteldiener angestellt. Seine große Leidenschaft ist es, in die Leben seiner Gäste einzugreifen, um sie vor Dummheiten zu bewahren und sie dem Glück ein bißchen näher zu bringen. Als der Zufall ihm endlich mal seinen lang gehegten Traum, Portier zu sein, erfüllt, scheint seine große Chance gekommen zu sein, endlich sein Talent unter Beweis stellen zu können. Doch sein Übereifer verursacht Unzufriedenheit, Beziehungsprobleme und ein heilloses Durcheinander. Als auch noch ein Hoteldieb beginnt, sein Unwesen zu treiben, und Karl die Sache in die eigene Hand nimmt, droht das Hotel im Chaos zu versinken.

Gruß an die Filmgucker

TA KI

Der Samstagsfilm: Einmal keine Sorgen haben


Hans Moser als vazierender Hausknecht Melchior in einer seiner legendären Theaterrollen, allerdings in einer Verfilmung, deren Komik insgesamt etwas zu verkrampft ausgefallen ist.

Theater im Film steht schon am Beginn: eine Vorstellung von Einen Jux will er sich machen. Walter Müller erklärt dem Publikum, dass Wenzel Scholz und Johann Nestroy heute nicht spielen werden, dafür aber Hans Moser und ein gewisser Walter Müller. „Nestroy“ bekommt das Publikum später zu sehen, gespielt von Heinz Conrads, der ihn in der von Abbildungen her bekannten Rolle als Sansquartier darstellt.
In seinem dritten Kinofilm spielt Helmut Qualtinger bereits eine etwas längere Rolle, er verkörpert einen Charakter der Rahmenhandlung, den ehemaligen Hausdiener Kraps, der entlassen wird und einen Wachsabdruck des Hausschlüssels machen lässt, um den Hausherrn (Fritz Imhoff) zu bestehlen. Ein Amateurkrimineller, im Grunde ein Tollpatsch und Angsthase, der, als der Einbruch schief geht, nach der Polizei ruft und schließlich ein ehrlicher Mann werden will. In einer Szene wird er von Walter Müller parodiert; als er Qualtingers Verkleidung – und damit Gehaben – übernimmt, spielt er jenen Part, über den der neue Hausdiener Melchior (Hans Moser) meint: „Der Klane, das ist eine Beschtie.“

Text: http://www.film.at/einmal_keine_sorgen_haben_einen_jux_will_er/

Gruß an die Sorglosen

TA KI