Lein, Flachs – Leinsamen, Leinsamenöl


Lein oder Flachs bezeichnet eine Pflanzengattung aus der Familie der Leingewächse. Sie umfasst etwa 200 Arten. Es handelt sich um ein- oder zweijährige krautige Pflanzen oder Sträucher, die in gemäßigten und subtropischen Zonen wachsen. Sie blühen blau, gelb, rot, rosa oder weiß und bilden schwarze oder braune Samen.

Leinsamen ist der in den Fruchtkapseln des Echten Leins steckende Samen. Ursprünglich ist die bis zu einem Meter hohe Leinpflanze im Mittelmeerraum beheimatet, heute wird sie allerdings weltweit angebaut.

Leinsamen auf Holz und in Glasgefäßen© Marek – Fotolia

Eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt

Schon ägyptische Mumien bestattete man in Leintücher gewickelt. Archäologische Funde in Europa weisen darauf hin, dass der Mensch Lein vor etwa 10.000 Jahren zur Fasergewinnung, als Heilpflanze und als Lebensmittel nutzte. Somit handelt es sich um eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Zusammen mit Mohn galt Lein als wichtigste Ölpflanze des vor- und frühgeschichtlichen Mitteleuropas. Die Nutzung des Leins sowohl als Nahrungsmittel als auch als Faserpflanze ist für Jung- und Spätsteinzeit zweifelsfrei belegt.

Die Fasern finden Verwendung als textile Fasern in der Bekleidungsindustrie, wo man mit ihnen als Leinen, Linnen, Leintuch oder Leinwand handelt. Verdrängte im 19. Jahrhundert fast vollständig dieBaumwolle den Lein, so schätzt man sie im 20. und 21. Jahrhundert als ökologisch angebaute Faser. Darüber hinaus Lein als technische Faser, zur Gewinnung von Leinöl für die Industrie sowie als Nahrungsmittel und zur Herstellung von Linoleum.

Wertvolles Nahrungsmittel und Heilpflanze

Lein stellt ein wertvolles Nahrungsmittel dar und war gekürte Heilpflanze des Jahres 2005. Leinsamen enthalten viele Ballaststoffe sowie einen hohen Anteil an Kalium. Man verbackt sie in Brot und streut sie über Müsli. Sie regen die Verdauung an. Die Schleimsubstanzen im Leinsamen zählen zusammen mit der Samenschale zu den Ballaststoffen. Die Schleimstoffe werden erst durch Aufquellen freigesetzt und beschleunigen die Passage der Nahrung im Darm. Zusammen mit den Ölen ergibt sich dadurch eine schonend abführende Wirkung.

Ihr Ölgehalt liegt bei 30 bis 50 Prozent, weshalb man aus ihnen ein wertvolles Öl gewinnt. Es ist reich an essentiellen Fettsäuren und gibt diversen traditionellen Gerichten wie Pellkartoffeln mit Quark ihren typischen Geschmack. Der nach dem Auspressen des Öls zurückbleibende Presskuchen dient als eiweißreiches Futter für die Tiermast. Als Heilpflanze spielt Lein heute keine große Rolle mehr, außer als natürliches Abführmittel. Die großen Ärzte der Antike und des Mittelalters sahen in Leinöl jedoch ein hervorragendes Mittel gegen Katarrhe, Husten, Durchfälle und Magenschmerzen.

Vom Flachs zum Leinöl

Kaltgepresstes Leinöl erkennen Sie an seiner goldgelben Farbe, während warm gepresstes Öl gelblich bis braun ist. Kaufen Sie immer die kaltgepresste Variante, da die wertvollen Inhaltsstoffe durch das Erhitzen zerstört werden. Das Öl riecht würzig mit einer gewissen Heunote. Frisch schmeckt es leicht nussig und heuartig.

Bei der Lagerung wird es schon nach wenigen Wochen bitter und ranzig. Kaufen Sie daher nur kleine Flaschen. Achten Sie beim Einkauf darauf, dass Ihr Öl frisch gepresst worden ist. Da Leinöl sehr empfindlich auf Sauerstoff reagiert, lagern Sie angebrochene Flaschen am besten kühl und dunkel. Selbst bei Kühlschranktemperaturen um 4 Grad entsteht nach einigen Tagen ein bitterer Geschmack. Sie können es aber ohne Geschmackseinbußen auch über mehrere Wochen im Tiefkühlfach aufbewahren.

Der neue Gewinner in Sachen Omega-3-Fettsäuren

Die Fettsäurezusammensetzung des Leinöls ist auffällig und erklärt, warum es tatsächlich eine Wohltat für Ihren Körper ist. Es enthält zu 90 Prozent ungesättigte Fettsäuren und hat insbesondere einen hohen Anteil an der Omega-3-Fettsäure alpha-Linolensäure, die nach dem griechischen Wort „linos“ für Lein benannt wurde. Kaum ein anderes Pflanzenöl liefert Ihrem Körper so viel alpha-Linolensäure. Je nach Herkunft der Pflanze bringt kaltgepresstes Leinöl es auf bis zu 70 Prozent. Damit überholt es sogar die als Omega-3-Fettsäuren-Stars gepriesene Lieferanten wie Rapsöl (ca. 9 Prozent) oder Lachs (ca. 4 Prozent).

Omega-3-Fettsäuren sind besonders wertvoll für Ihre Gesundheit: Sie vermindern die Entzündungsneigung in Ihren Geweben, verbessern die Fließeigenschaften Ihres Blutes, hemmen die Blutgerinnung und senken somit das Thromboserisiko. Leinöl soll sich aber auch positiv auf den Cholesterinspiegel und das Immunsystem auswirken und eine Hilfe bei Depressionen und Beschwerden während der Wechseljahre sein. Auch Ihre Darmflora profitiert von den Schleimstoffen, die im Leinöl vorhanden sind. Als Hausmittel wird das vielseitige Öl seit langem bei Husten sowie Heiserkeit eingesetzt.

Leinsamen: Das neue Wunderlebensmittel?

Einige Forscher sehen in Leinsamen das gesündeste Lebensmittel der Welt. Es gibt einige Hinweise darauf, dass Sie mit dem Genuss von Leinsamen das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung senken. Leinsamen mindert des Weiteren das Risiko einer Krebserkrankung oder eines Diabetes mellitus und minimiert Ihr Schlaganfallrisiko.

Das ist eine ganze Menge für so einen kleinen Samen. Leinsamen bauten die Babylonier 3.000 vor Christus an. Heute findet er sich in Fertigprodukten wie Crackern oder Keksen und in manchen Mehlsorten. Die gesundheitlichen Wirkungen des Leinsamens beruhen vor allem auf den unter der Samenschale reichlich vorhandenen Schleimstoffen.

Wertvolle Inhaltsstoffe

Seinen gesunden Ruf verdankt Leinsamen vor allen Dingen diesen Inhaltsstoffen:

  • Das gute Fett in Form von Omega-3-Fettsäuren, die einen nachgewiesenen guten Einfluss auf Ihr Herz-Kreislauf-System haben. Jeder Teelöffel Leinsamen enthält 1,8 Gramm pflanzliche Omega-3-Fettsäuren.
  • Lignane (sekundäre Pflanzenstoffe) besitzen sowohl Pflanzenöstrogen-Eigenschaften als auch antioxidative Wirkung. Leinsamen enthält 75- bis 800-mal mehr Lignane als andere pflanzliche Lebensmittel.
  • Leinsamen enthält gleich beide Sorten an Ballaststoffen, wasserlösliche und wasserunlösliche Ballaststoffe.
  • Eiweißstoffe
  • Zuckerstoffe
  • Schleimstoffe

Bei diesen Beschwerden hilft Lein

Beschwerden Anwendung
Darmträgheit Morgens und abends einen Esslöffel Leinsamen essen. Die abführende Wirkung tritt erst nach etwa zwei bis drei Tagen ein. Daher ist Leinsamen nicht unbedingt für einen akuten Fall von Verstopfung geeignet, sondern eher für die mittelfristige Anwendung. Wichtig: Viel trinken.
Entzündungen der Magen- und Darmschleimhäute Ein bis zwei Teelöffel Leinsamen in einem Viertelliter Wasser etwa 20 Minuten aufquellen lassen, hin und wieder umrühren. Dann die Flüssigkeit (ohne den Samen auszupressen) abgießen. Den Brei leicht erwärmt essen.
Entzündungen im Mund- und Rachenraum,Harnwegbeschwerden Einen gehäuften Teelöffel mit einem Mörser angequetschter Leinsamen 20 Minuten in einem Viertelliter kaltem Wasser ziehen lassen. Mehrmals täglich damit gurgeln bzw. trinken.
Gliederschmerzen, Prellungen, Rheuma, Geschwulste 50 g gemahlenen Leinsamen in ein Stoffsäckchen füllen und zehn Minuten über Wasserdampf erhitzen. Dann auf die erkrankte Stelle legen.
Zur allgemeinen Stärkung des Abwehrsystems Leinöl ist durch seinen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, speziell der Omega-3-Fettsäure ein Lebenselixier für Ihr Blut und Ihre Gefäße. Zudem hat es eine schmerz- und entzündungshemmende Wirkung. Dem Inhaltsstoff Lignan wird eine Schutzwirkung gegenüber Darm- und Brustkrebs zugeschrieben. Zur Essenszubereitung verwenden oder einen Esslöffel pro Tag einnehmen.

Leinsamen (1 kg ca. 2 €) und Leinöl (1 Liter ca. 6 €) erhalten Sie in Naturkostläden und Reformhäusern. Wichtig zu wissen: Bei Darmverschluss darf Leinsamen nicht angewandt werden. Frisch ist Lein stark giftig.

Leinsamen anwenden

Ganze Leinsamen wirken weniger stark als geschrotete, da sie leicht den Magen-Darm-Trakt in geschlossenem Zustand passieren. Wenn die Samenschalen dagegen durch Zerkleinern aufgebrochen werden, werden die Schleimstoffe ebenso wie das Leinöl freigesetzt und können ihre positiven Effekte entfalten. Innerlich hat sich Leinsamen vor allem bei Entzündungen der Magenschleimhaut durch seine reizlindernden Schleimstoffe bewährt. Diese Anwendungsgebiete werden auch von der Kommission E befürwortet. Die Volksmedizin empfiehlt Leinsamentee auch bei Blasenentzündungen, die Wirksamkeit ist hierbei jedoch nicht belegt. Beachten Sie bei der innerlichen Anwendung von Leinsamen, dass Sie unbedingt reichlich trinken, da sonst die Schleimstoffe im Darm verkleben und schlimmstenfalls zu einem Darmverschluss führen können.

Als Auflage äußerlich angewendet können Leinsamen-Zubereitungen Abszesse, Gerstenkörner und Furunkel erweichen und zur Eröffnung bringen. Leinsamen können Sie als ganze Samenkörner oder geschrotet sowohl in der Apotheke als auch im Reformhaus, Bioladen und in einigen Supermärkten kaufen. Aus diesen Körnern können Sie sich die folgenden Hausmittel herstellen:

Heißes Wasser fließt in Teetasse mit Beutel© monropic – Fotolia

Grundrezept für Leinsamentee

Übergießen Sie zwei Teelöffel unzerkleinerte Leinsamen mit einem Viertelliter kaltem Wasser und lassen Sie den Ansatz unter gelegentlichem Umrühren 20 Minuten lang quellen. Seihen Sie den Ansatz ab, erwärmen Sie ihn und trinken Sie bei Heiserkeit eine Tasse davon.

Leinsamenschleim gegen Magen-Darm-Beschwerden

Weichen Sie am Abend zwei Esslöffel geschroteten Leinsamen in einem Viertelliter kaltem Wasser ein. Kochen Sie den Brei am Morgen kurz auf und pressen Sie den Schleim durch ein Mulltuch ab. Füllen Sie den Leinsamenschleim in eine Thermosflasche und trinken Sie bei Magenschleimhautentzündung oder Reizdarm über den Tag verteilt davon.

Abführende Anwendung bei Verstopfung

Nehmen Sie bei Darmträgheit täglich drei Esslöffel unzerkleinerten Leinsamen ein. Trinken Sie jeweils mindestens ein Glas stilles Wasser dazu, damit die Schleimstoffe aufquellen können.

Auflage gegen Furunkel und Gerstenkörner

Kochen Sie zwei Esslöffel gemahlenen Leinsamen in einer Tasse Wasser auf und lassen Sie ihn kurz quellen. Füllen Sie ein Baumwoll- oder Mullsäckchen mit dem dicken Brei und legen Sie es so heiß wie möglich auf die zu behandelnde Stelle auf. Durch diese Anwendung reifen Furunkel und Gerstenkörner schneller und können sich entleeren.

Fertigpräparate

  • Linugran® Gold Biosamen, 250 g ab 1,90 €
  • Linusit® Granulat, 500 g ab 5,30 €
  • Schneekoppe® Leinsamen geschrotet, 200 g ab 1,50 €
  • Alnatura® Goldleinsamen geschrotet, 200 g ab 1,90 €

Achtung: Durch die innerliche Anwendung von Leinsamen kann die Aufnahme von Medikamenten behindert werden.

Rezepte mit Lein

Leinsamen-Hafer-Kekse als leckere Alternative

  • 150 g Leinsamen, grob gemahlen
  • 150 g grobe Haferflocken
  • 100 g gute Butter
  • 100 g Honig
  • 1 EL gemahlene Vanille
  • 1 Ei
  • 1 Prise Zitronenschale, abgerieben
  • 1 Prise Zimt
  • Leinsamenöl für das Backblech

Verkneten Sie alle Zutaten miteinander und stechen Sie vom Teig mit einem Teelöffel Teig ab. Setzen Sie mit dem Teelöffel kleine Häufchen auf das gefettete Backblech. Bei 200 °C im Umluftofen beträgt die Backzeit 10 bis 15 Minuten.

Der gesunde Klassiker: Leinöl mit Quark und Pellkartoffeln

Ursprünglich stammt dieses traditionelle Gericht aus der Lausitz und dem Spreewald. Es ist nicht nur gesund, sondern auch köstlich.

  • 6 Kartoffeln
  • 500 g Quark
  • 2 EL Milch
  • ½ Zwiebel
  • 4 EL Leinöl
  • Salz, Pfeffer und Schnittlauch
Quark mit Schnittlauch in Schüsselchen und Kräuter© Carmen Steiner – Fotolia

Kochen Sie die gewaschenen Kartoffeln mit der Schale und verrühren Sie inzwischen den Quark mit dem Leinöl und der Milch zu einer Creme. Fügen Sie die fein gewürfelte Zwiebel und den kleingeschnittenen Schnittlauch hinzu. Würzen Sie mit Salz und Pfeffer und reichen Sie die Quarkcreme zu den gepellten Kartoffeln.

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TA KI

Safran


Der Safran gehört zur Familie der Krokusse (Crocus sativus). Er blüht im November zartlila und wächst hauptsächlich im Mittelmeerraum sowie im nahöstlichen Asien (Iran). Dort wird er in großen Mengen angebaut und in mühevoller Handarbeit gepflückt.

Im Handel erhalten Sie Safran dann in winzigen Mengen abgefüllt. Der Grund: Als Gewürz dienen nur die feinen Stempelfäden der Safranblüte. Angeboten wird er Ihnen gemahlen oder ganz.

Heilpflanze Safran

In seinen Heimatländern wird er seit vielen Jahrhunderten für ganz unterschiedliche Zwecke eingesetzt – von Magenschmerzen bis Nierensteinen ist fast jede Krankheit dabei. Das ist auch nicht verwunderlich. Denn er wirkt entzündungshemmend schmerzlindernd und antioxidativ.

Das sind Eigenschaften, die Ihnen bei vielen Erkrankungen und Beschwerden eine Hilfe sind, wie zum Beispiel Regel-, Magen- und Erkältungsbeschwerden. Verantwortlich für diese Wirkung sind beispielsweise die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe im Safran, wie z. B. die Carotinoide (Crocin/ Crocetin).

Sie lösen auch die gelbe Farbe des Safrans aus. Sie sollen insbesondere Ihre Haut von innen vor Hautkrebs schützen und die Sehfähigkeit verbessern. Safran enthält aber auch leichte Bitterstoffe, die Ihnen bei Leberbeschwerden helfen.

Safranfäden© Adobe – Lukas Gojda

Hilfe bei Husten

Auch bei lästigem Husten kann er Ihre Beschwerden lindern, denn er wirkt schleimlösend und entzündungshemmend. Ideal ist hier eine heiße Suppe, die Sie mit ein paar Safranfäden würzen und dann in kleine Schlucken genießen.

In seinen Heimatländern trinken die Menschen Safranmilch gegen Husten und Atemwegserkrankungen wie Asthma. Safranmilch können Sie Sie mit Tiermilch zubereiten, aber auch mit pflanzlichen Ersatzprodukten (Reis-, Mandel- oder Hafermilch).

Safranmilch gegen Husten

Die traditionelle Safranmilch bereiten Sie mit 0,1 g Safran (5 – 8 Safranfäden) pro halbem Liter Milch zu. Dazu kochen Sie die Milch mit dem Safran kurz auf. Es reicht, wenn die Milch ein paar Minuten dampft. Dann lassen Sie die Milch etwas abkühlen und trinken Sie in kleinen Schlucken mit etwas Honig gesüßt.

Er hilft auch beim Abspecken

Safran unterstützt Ihre Abnehmpläne gleich zweifach: Er hemmt Ihren Appetit und verstärkt das Sättigungsgefühl. Der Grund: Er hebt Ihren Serotoninspiegel an. Das „Glückshormon“ hebt nicht nur Ihre Stimmung, sondern macht auch satt.

Zuviel des Guten schadet

Wenn Sie mehr als fünf Gramm aufnehmen, kann das zu negativen Effekten führen. Dazu zählen Schwindelgefühle, eine Verminderung des Pulsschlages, Nasenbluten, Übelkeitsgefühle und Gesichtsrötung sowie im schlimmsten Fall ein Abbruch der Schwangerschaft.

Dosierungen über zehn Gramm können für den Menschen tödlich sein. Also dosieren Sie ihn sparsam. Würzen Sie Ihre Fisch- oder Hühnersuppe, die Paella oder Ihr Risotto damit. Kleine Mengen (bis 1 Gramm pro Tag) dagegen können Ihren Geist und Körper beleben und die Nerven beruhigen.

Das teuerste Gewürz der Welt

Es ist das kostbarste Gewürz der Welt ist. Für 5 Gramm müssen etwa 800 Safran-Blüten geerntet werden: ein halbes Gramm kostet um die 10 Euro. Daher strecken die Händler ihn auch gerne mit anderen Pflanzenteilen. Besonders leicht gelingt die Schummelei bei gemahlenem Safran.

Kaufen Sie die ganzen Safranfäden, dann ist die Chance höher, dass Sie auch wirklich nur die Stempelfäden in der Packung finden. In vielen Gerichten (z.B. Paella) wird er inzwischen oft durch künstliche Lebensmittelfarbstoffen ersetzt.

So entlarven Sie gefälschten Safran

Mit diesem Test können Sie herausfinden, ob Sie gestreckten Safran erstanden haben: Geben Sie eine kleine Menge Ihres Safranprodukts in warmes Wasser oder warme Milch. Wenn sich die Flüssigkeit nun unverzüglich tiefgelb oder gar bräunlich verfärbt, handelt es sich bei Ihrem „Safran“ um eine Fälschung.

Echter Safran muss im warmen Wasser oder warmer Milch für mindestens 10 bis 15 Minuten einweichen, bevor sich seine gelbe Farbe in der Flüssigkeit ausbreitet.

Machen Sie den Geschmackstest

Faustregel: Echter Safran riecht süß, schmeckt aber leicht bitter. Gefälschter hingegen riecht nicht nur süß, sondern schmeckt auch süß. Typisch ist auch, dass echte Safranfäden in Flüssigkeit – auch nach einigen Minuten – ihre rötliche Farbe nicht verloren haben.

Sie färben zwar die Flüssigkeit, behalten selbst aber nach wie vor ihre Farbe. Gefälschte Fäden sind oft schon nach wenigen Minuten blass und farblos.

Quelle: http://www.fid-gesundheitswissen.de/pflanzenheilkunde/safran/

Gruß an die Besseresser

TA KI

Isländisches Moos


Studien belegen eindeutig die heilsame Wirkung des nordischen Felsengrases. Obwohl Isländisches Moos (Cetraria islandica syn. Lichen islandicus) überall in höheren Lagen Europas vorkommt, erkannten die Isländer die Heilkraft dieser Pflanze als Erste.

Sie nannten sie Fjallagrös (Felsengras). Was sich genau am isländischen Moos für die Heilkraft verantwortlich zeichnet und welche Beschwerden damit gelindert werden können, erfahren sie hier.

In Notzeiten nutzten sie die Heilpflanze sogar als Nahrungsmittel. Tatsächlich ist das Isländische Moos aber gar keine Moosart, sondern eine Flechte. Sie dient medizinischen Zwecken und wird von April bis Oktober ausschließlich wild gesammelt und sofort getrocknet.

Hauptwirkstoffe von Isländischem Moos

  • Polysaccharid-Schleimstoffe
  • Lichenin (heiß löslich)
  • Isolichenin (kalt löslich)
  • Flechtensäuren

Die Flechtensäuren, die für den recht bitteren Geschmack des Isländischen Mooses verantwortlich sind, wirken antibiotisch.

Unsere Vorfahren schätzten die „Moos-Chokolade“

Während wir heute Lutschpastillen aus Isländischem Moos verwenden, liebten unsere Vorfahren eine spezielle „Moos-Chokolade“ aus der Flechte, Kakao, Zucker und Saleppulver (Wurzel des Knabenkrauts).

Nach einem Bericht des „Neuen Journal der Pharmacie“ aus dem Jahr 1867 war sie „ein Arzneymittel von großer Wirksamkeit“, guter Verträglichkeit und hohem Nährwert. Aus der Schokolade entwickelte der Frankfurter Apotheker Karl Philipp Engelhard 1860 „Isländische Moos-Pastillen“, die in moderner Form heute noch hergestellt werden.

Mehrere aktuelle seriöse Studien haben hohe Wirksamkeit der „Isländischen Moos-Pastillen“ eindeutig belegt. Auch die Kommission E des früheren Bundesgesundheitsamts hat die Flechte als natürliches Heilmittel bei Erkältungs- und Verdauungsbeschwerden anerkannt.

So wirkt Isländisches Moos: schmerzlindernd

  • hustenstillend
  • auswurffördernd
  • antibiotisch gegen die Bakterien Helicobacter pylori und Staphylococcus aureus
  • appetitanregend
  • verdauungsfördend
  • wundheilungsfördernd

Isländisches Moos kann Ihnen bei diesen Beschwerden helfen

  • Heiserkeit
  • trockener Reizhusten
  • rauer Hals, besonders bei zu trockener Luft
  • beginnende Halsentzündung
  • Zahnfleischentzündung
  • Appetitlosigkeit
  • Reizung der Magenschleimhaut
  • Verdauungsschwäche durch Mangel an Verdauungsenzymen

Anthroposophische Ärzte verwenden Zubereitungen aus Isländischem Moos zur Ergänzung der Misteltherapie bei Krebs und zur Behandlung chronischer Wunden.

Im Gegensatz zu den Moos Pastillen schmeckt der Kaltauszug aus Isländischem Moos recht bitter, enthält aber die wichtigen antibiotischen Wirkstoffe. Das Überbrühen mit heißem Wasser zerstört diese Stoffe, löst jedoch die beruhigenden Schleimstoffe.

Wie wird Isländisches Moos verwendet?

Durch seine Inhaltsstoffe wie Bitterstoffe oder Vitamine kann das Isländische Moos eine heilende Wirkung auf Ihren Körper erzielen. Wir haben Ihnen hier einige Rezepturen zum Thema Isländisches Moos zusammengestellt und geben zusätzlich Tipps, auf was Sie beim Kauf und der anschließenden Verarbeitung unbedingt achten sollten.

Polysaccharid-Schleimstoffe:

Isländisches Moos wurde durch das Reaktorunglück in Tschernobyl im April 1986 teilweise stark in seinem Wildbestand radioaktiv belastet. Deshalb sollten Sie nur auf garantiert unbedenkliche Ware aus Apotheken vertrauen.

Bei Halsentzündungen

Setzen Sie 1 TL getrocknete Flechte mit 1/4 l kaltem Wasser an. Seihen Sie den Auszug nach 2 Stunden ab und erwärmen Sie ihn vorsichtig (nicht kochen!). Trinken Sie 3 bis 4 Tassen dieses antibiotischen Auszugs täglich.

Bei Halsentzündungen können Sie 1 TL Honig hinzufügen, bei Verdauungsbeschwerden trinken Sie ihn bitte pur. Diesen Auszug können Sie auch zum Gurgeln bei Entzündungen der Mundhöhle und des Rachens verwenden.

Heißer Moos-Tee lindert Reizhusten

Überbrühen Sie 1 TL getrocknete Flechte mit 1/4 l siedendem Wasser und seihen Sie den Tee nach 10 Minuten ab. Wenn Ihnen der Tee zu bitter ist, gießen Sie den ersten Aufguss sofort ab und lassen erst den zweiten 10 Minuten ziehen. Gegen trockene Halsbeschwerden trinken Sie am besten 3 bis 4 Tassen frisch zubereiteten, mit Honig gesüßten Tee über den Tag verteilt.

Isländisches Moos: Fertigpräparate

  • Gegen Halsbeschwerden: Isla Moos Pastillen oder Isla Mint Pastillen, Herbal Isla Moos Bonbons zuckerfrei, tetesept Hals-activ Lutschtabletten, Soldan Isländisch Moos Bonbons und Cetraria islandica Oligoplex liquid.
  • Gegen Verdauungsbeschwerden: Urtinkturen und homöopathische Potenzen aus Cetraria islandica verschiedener Hersteller.

Nebenwirkungen sind bei Einhaltung der empfohlenen Tagesdosis von 4 bis 6 g Droge in entsprechender Zubereitung nicht zu erwarten.

Quelle: http://www.fid-gesundheitswissen.de/pflanzenheilkunde/islaendisches-moos/

Gruß an die Wissenden

TA KI

Arnika


Die goldgelben, margeritenähnlichen Blüten der Arnika (Arnica montana) sind als Wundheilmittel bei Verletzungen aller Art schon in mittelalterlichen Kräuterbüchern beschrieben. Goethe trank Arnika-Tee gegen sein Herzleiden und Pfarrer Kneipp schätzte sie besonders bei der Wundbehandlung.

Arnika Arnica© Adobe Stock

Arnika: Seltene aber wertvolle Erste-Hilfe-Pflanze

Das Heilmittel ist als erste Hilfe bei Unfällen aller Art unübertroffen. Dies drücken auch die Namen aus, welche die Volksheilkunde dieser Heilpflanze gab: Bergwohlverleih, Wohlverleih, Stichkraut, Mutterwurz, Fallkraut, Kraftrose.

Die Pflanze Arnica Montana wächst, wie der Name schon vermuten lässt, in bergigen Regionen wie beispielsweise in den Alpen und Vogesen. Sie ist eine Pflanzenart der Gattung Arnika und der Familie der Korbblütler, die unter Naturschutz steht. Die Hersteller der Arzneimittel bauen sie auf Feldern an.

Wurzelstockpulver für homöopathische Zwecke

Das homöopathische Mittel Arnica wird aus dem vorsichtig getrockneten und pulverisierten Wurzelstock der blühenden Pflanze hergestellt.

Als homöopathische Mittel ist Arnika in erster Linie ein Akutmittel der ersten Stunde für alle stumpfen Verletzungen sowie für blutende Wunden, denn das Mittel nimmt den Verletzungsschmerz und kann sowohl innere als auch äußere Blutungen stillen, zum Beispiel nach einer Operation.

Später kann es allerdings notwendig werden, ein weiteres Mittel anzuwenden, um die Verletzung vollständig auszuheilen.

Achtung: Nehmen Sie das Mittel niemals vorbeugend, etwa vor einem zahnärztlichen Eingriff ein. Sie könnten dadurch die anschließenden Beschwerden noch verschlimmern. Wenden Sie Arnica nicht in Potenzen unterhalb der D6 oder C6 an, da niedrigere Potenzen Blutungen fördern anstatt stoppen würden.

Arnica wirkt:

  • entzündungshemmend
  • desinfizierend
  • wundheilend
  • schmerzlindernd
  • durchblutungsfördernd

Hauptanwendungsgebiete von Arnica:

  • Prellungen
  • Blutergüsse
  • Quetschungen
  • Zerrungen
  • Kopfverletzungen mit Gehirnerschütterung
  • Muskelkater
  • Schwellung nach Zahnziehen
  • Gelenkschmerzen
  • Verstauchungen
  • Furunkel
  • Sonnenbrand

Typische Symptome:

  • Zerschlagenheitsgefühl
  • Die Beschwerden werden heruntergespielt
  • Hohe Schmerzempfindlichkeit
  • Angst, berührt zu werden
  • Neigt zu Blutungen

Verbesserung der Beschwerden:

  • Hinlegen
  • Ruhe
  • Frische Luft

Verschlechterung :

  • Berührung
  • Bewegung
  • Erschütterung
  • Durch leichten Druck auf die erkrankte Stelle

Ursache für die Beschwerden:

  • Schlag, Stoß
  • Schock
  • Überanstrengung
  • Entzündung
  • Unfall

Blütenblätter zur äußerlichen Anwendung

Zur medizinischen äußerlichen Anwendung werden ausschließlich die getrockneten Blütenstände der Arnika verwendet. Da das Helenalin im ätherischen Blütenöl der Blätter giftig wirkt, werden Salben und Tinkturen Anwendung hergestellt. In dieser Form kann Arnika folgende Wirkungen erzielen:

  • entzündungshemmend
  • abschwellend
  • schmerzstillend
  • keimtötend

Für die entzündungshemmenden Eigenschaften wird der Wirkstoff Thymol verantwortlich gemacht, der Bestandteil des ätherischen Öls ist. Ganz ähnlich wirkt auch das Helenalin.

Diese Substanz kann einen entzündungsfördernden Botenstoff (TNF alpha) hemmen und so Entzündungen und Ödembildungen verhindern. Damit hat Arnika eine ähnliche Wirkung wie Kortison, jedoch ohne dessen schädliche Nebenwirkungen.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind:

  • Flavonoide
  • ätherisches Öl (Thymole, Sesquiterpene, Phenolcarbonsäuren)
  • Helenalin
  • Polysaccharide
  • Cumarine
  • Bitterstoffe (Arnicin)

So wenden Sie Arnika an

Getrocknete Arnika-Blüten, -Essenzen, Fertigpräparate mit Arnika-Extrakten und homöopathische Globuli erhalten Sie in der Apotheke. Salben und Tinkturen können Sie auch im Drogeriemarkt kaufen. Der früher von der Volksmedizin zur Herzstärkung beliebte Arnika-Tee wird heute nur noch für Mundspülungen verwendet.

  • Grundrezept für Arnika-Tee: Übergießen Sie ein bis zwei Teelöffel getrocknete Arnikablüten mit einer Tasse kochendem Wasser und seihen Sie den Aufguss nach 15 Minuten ab. Machen Sie mit dem lauwarmen Tee bei Entzündungen im Mund und bei Aphten mehrmals täglich eine Mundspülung.
  • Abschwellende Arnikakompressen: Vermischen Sie einen Esslöffel Arnika-Essenz mit neun Esslöffeln Wasser und tränken Sie damit ein Kompressentuch. Lassen Sie bei Prellungen und Quetschungen zur Schmerzlinderung und Abschwellung die Kompresse 15 Minuten auf der verletzten Stelle einwirken.
  • Schmerzstillendes Arnika-Öl: Füllen Sie ein Schraubdeckelglas mit einer Handvoll Blüten und übergießen Sie diese mit Olivenöl bis diese vollkommen bedeckt sind. Lassen Sie den Ansatz drei Wochen an einem sonnigen Ort ziehen. Verwenden Sie das Öl nach dem Abfiltern zur Massage bei Muskel- oder Gelenkschmerzen.
  • Homöopathische Anwendung: Lassen Sie bei Verletzungen oder Operationen unmittelbar nach dem Ereignis einmalig drei Globuli in der Potenz C30 langsam im Mund zergehen.

Quelle: http://www.fid-gesundheitswissen.de/pflanzenheilkunde/arnika/

Gruß an die, die Arnika immer in ihrer Hausapotheke haben.

TA KI

Goldrute


Die Echte Goldrute (Solidago virgaurea) gehört zur Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae) und ist in ganz Europa anzutreffen. Die leuchtend gelb blühende Wildstaude wird bis zu 1 m hoch.

Ursprünglich bevorzugte sie sonnige Waldränder, heute breitet sie sich auch auf Schuttflächen sowie entlang von Bahngleisen aus. Zu medizinischen Zwecken werden die gesamten oberirdischen Pflanzenteile verwendet. Die Erntezeit beginnt mit der Blüte im August.

solidago-virgaurea

Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind

  • phenolische Glycoside, v. a. Leiocarposid
  • Flavonoide, v. a. Rutosid, Quercitrin
  • Triterpen-Saponine
  • Gerb- und Bitterstoffe
  • ätherisches Öl

Achtung: Achten Sie beim Kauf darauf, dass Sie Echte Goldrute und nicht etwa Riesengoldrute (Solidago gigantea) oder Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) erhalten. Denn nur erstere enthält den wichtigen Wirkstoff Leiocarposid.

So wirkt Goldrute

Um die Nieren und Harnwege medizinisch zu unterstützen, ist natürlich eine harntreibende Wirkung gewünscht. Wirkt ein Arzneimittel zusätzlich auch entzündungshemmend, kann dies die Genesung womöglich sogar beschleunigen.

Und genau hier setzt die Goldrute an: Diese Heilpflanze wird besonders wegen Ihrer Wirkung auf die Nieren und Harnwege geschätzt und kann dort aus ihrem vollen Potenzial schöpfen; sie wirkt stark harntreibend sowie entzündungshemmend und fördert die Durchblutung der Nieren.

Das sind die wichtigsten Wirkweisen der gesunden Heilpflanze aus der Familie der Korbblütler:

  • entwässernd bzw. harntreibend (diuretisch)
  • entkrampfend und entspannend auf die Muskulatur der Harnwege
  • entzündungshemmend
  • vorbeugend gegen Blasen- und Nierensteine
  • austrocknend bei äußerlicher Anwendung

Besonders hervorzuheben ist, dass sie im Gegensatz zu vielen schulmedizinischen Entwässerungsmitteln die Ausscheidung von Natrium-, Kalzium- und Kaliumionen über die Nieren – und damit das lebenswichtige Gleichgewicht der Mineralstoffe (Elektrolyte) – nicht stört.

Bei diesen Beschwerden hilft Ihnen Goldrute

Das gesunde Korbblütengewächs hilft Ihnen bei:

  • entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege
  • Harnsteinen und Nierengrieß
  • Reizblase
  • Gicht und Rheuma
  • Zahnfleischentzündungen

 

Ansonsten wird es als Wundheilmittel heute nicht mehr verwendet.

Goldrutenextrakt schützt Ihre Reizblase

Millionen Menschen leiden unter einer Reizblase. Dazu gehören so unangenehme Symptome wie plötzlich auftretender überfallartiger Harndrang, gestörter Harnfluss sowie Krämpfe und Schmerzen im Unterleib. Die Ursachen der Reizblase sind vielfältig.

In der Behandlung hat sich der hoch dosierte Extrakt der Goldrute bewährt. Er wirkt gleich vierfach:

  • Er entspannt die verkrampfte Blasenmuskulatur – damit verschwinden die Schmerzen und das Gefühl, ständig zu müssen.
  • Er regt die Harnbildung an und sorgt so für eine bessere Durchspülung der Blase.
  • Er hemmt die Vermehrung krankmachender Keime in der Blase.
  • Er bekämpft Entzündungen.

Die unangenehmen Symptome lassen rasch nach – und damit kann sich auch Ihre Seele wieder entspannen. Sie erhalten den Extrakt als Fertigpräparat unter dem Namen Urol flux in der Apotheke als Film- oder Brausetablette. Dazu an späterer Stelle noch mehr…

Goldrute hemmt auch Entzündungen

Die Echte Goldrute wird bereits seit dem Mittelalter als Heilmittel für die ableitenden Harnwege genutzt. Als Entdecker gilt der Wanderarzt Arnold von Villanova (ca. 1240 bis 1311), der mit dem Kraut Nierengrieß und Blasensteine erfolgreich behandelte.

Außerdem wurde Pulver aus Goldrutenkraut zur Behandlung von Wunden und Mundentzündungen verwendet; daher auch die Namen Gold- und Edelwundkraut.

So wenden Sie die Goldrute richtig an

Die gesunde Pflanze kann vielfältig angewendet werden. Hier wird v. a. zwischen Fertigpräparaten und Rezepten unterschieden, die je nach Anwendung variieren können. Das sollten Sie bei Präparaten und Tees aus der Goldrute beachten:

Fertigpräparate: In der Apotheke erhalten Sie eine Reihe von Präparaten, die Goldrute allein oder in Kombination mit anderen Heilpflanzen (zur Blasenspülung) enthalten – z. B. Cystinol® (Tagesbedarf ca. 1, 50 €), Cystium® (Tagesbedarf ca. 1, 30 €) oder Kalkurenal®-Lösung (Tagesbedarf ca. 0, 80 €).

Tees: Sinnvoller ist es oft, wenn Sie diese in Form von harntreibenden Tees einsetzen. Denn bei Harnwegsinfekten müssen Sie ohnehin täglich bis zu 3 l Flüssigkeit trinken. Außerdem sind ihre Wirkstoffe gut wasserlöslich.

Kräutertee mit Wildblumen und Kräutern© Alexander Raths – Fotolia

So bereiten Sie einen Goldrutentee zu:

Übergießen Sie 1 – 2 gehäufte TL Goldrutenkraut (aus der Apotheke) mit 200 ml kochendem Wasser. Seihen Sie den Tee nach 10 Min. ab und trinken Sie ihn stets frisch zubereitet (bis zu 5-mal am Tag).

Fertigpräparate mit Echter Goldrute

Neben verschiedensten Rezepten zur Zubereitung der Goldrute gibt es im Handel – hier v. a. in Apotheken oder Reformhäusern – auch entsprechende Fertigpräparate mit den entsprechenden Wirkstoffen:

Monopräparate:

  • Alcea® Solidago virgaurea Urtinktur (20 ml ca. 17,43 €)
  • Cystinol long® (60 Kps. 23,70 €)
  • Cysto Fink® mono (60 Kps. 21,93 €)
  • Solidagoren® N (20 ml 5,36 €)
  • Solidago Steiner® (20 Tabl. 9,97 €)

Kombi-Präparate:

  • Antinephrin M (50 ml 11,40 €)
  • Löwe-Komplex Nr. 13 Solidago (50 ml 10,88 €)
  • Solidago Hevert® Complex (50 ml 11,40 €)
  • Uricosyx Lösung (30 ml 8,10 €)

Alle Präparate sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

Weitere Informationen

Goldrute selbst sammeln:

Die Echte Goldrute ist eine seltene Pflanze und kommt daher zum Sammeln nicht in Frage. Die bei uns weit verbreitete Kanadische Goldrute sieht ihr zwar ähnlich, hat aber kaum harntreibende Wirkungen.

Nebenwirkungen:

Goldrute ist sehr gut verträglich, und es sind keine Neben- oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt. Lediglich wenn Sie an Nierenleiden oder Ödemen (Wasseransammlungen) leiden, dürfen Sie die Heilpflanze nicht anwenden.

Achtung:

Auch wenn der gesunde Korbblütler i. d. R. Beschwerden mit den Nieren oder der Harnwege lindert – bei der Einnahme entsprechender Zubereitungen oder Präparate ist Vorsicht geboten. Gerade die entwässernde Eigenschaft der Goldrute kann nämlich je nach Veranlagung problematisch werden.

Das sollten Sie bei der Einnahme von Produkten aus der Goldrute unbedingt beachten bzw. diese Patientengruppen sollten auf entsprechende Medikationen unbedingt verzichten:

  • Kinder unter 12 Jahren sowie Schwangere sollten Goldrute nicht einnehmen.
  • Wenn Sie gegen andere Korbblütengewächse, z. B. Kamille, allergisch sind, sollten Sie auch auf Goldrute verzichten.
  • Bei Wassereinlagerungen (Ödemen) infolge einer Nieren- oder Herzschwäche ist die Anwendung von Goldrute nicht erlaubt, da es zu einer Überlastung der geschwächten Organe kommen kann.

Goldrute statt Antibiotikum: In 9 von 10 Fällen eine gute Alternative

Laue Sommerabende verleiten dazu, sich zu dünn anzuziehen. Manchmal ist auch die nasse Badehose schuld – und ehe Sie sich versehen, haben Sie sich eine Harnwegsinfektion eingefangen. Doch brauchen Sie jetzt auf jeden Fall ein Antibiotikum?

Goldrutenblüten - Nahaufnahme© epantha – Fotolia

Nicht unbedingt: In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie stattdessen die Heilkraft der Goldrute nutzen – am besten als frischen Tee. Goldrutentee wirkt gleich vierfach und hat keine schädlichen Nebenwirkungen.

Harnwegsinfekte betreffen zu 80 % Frauen. Bei ihnen liegt der Ausgang der Harnröhre in unmittelbarer Nähe zum After und zum Intimbereich. Da haben es Bakterien leicht, von hier aus auch in die Harnwege vorzudringen.

Das sind die ersten Anzeichen einer Harnwegsinfektion:

  • ständiger Harndrang
  • Brennen beim Wasserlassen
  • krampfartige Bauchschmerzen
  • Harninkontinenz

Bei Männern über 50 steigt die Infektionsrate mit den zunehmenden Prostataerkrankungen ebenfalls deutlich an. Eine vergrößerte Prostata behindert den Abfluss des Harns. Wegen der fehlenden Spülwirkung haben Bakterien dann ein leichtes Spiel.

Der Auslöser sind meist harmlose Darmbakterien

Glücklicherweise verlaufen weit über 90 % aller Harnwegsinfekte unkompliziert. Auslöser sind meist harmlose körpereigene Darmkeime (z. B. E. coli). Daher ist es meist auch vollkommen übertrieben, bei jedem kleinen Infekt gleich ein Antibiotikum zu verordnen

Gemeine Goldrute (Solidago virgaurea)

Bei Harnwegsinfekten sollten Sie also den Selbstheilungskräften Ihres Körpers viel mehr vertrauen. Und mit der Echten Goldrute (Solidago virgaurea) können Sie diese sehr effektiv – und vor allem frei von Nebenwirkungen – unterstützen.

Mit diesem speziellen Wirkungsquartett ist Goldrute geradezu prädestiniert bei Infektionen der Harnröhre und -blase. Ihre Inhaltsstoffe (u. a. Flavonoide wie Rutin und Quercitin) regen die Wasserausscheidung in der Niere an und wirken antientzündlich.

Nach 3 Tagen keine Besserung? Jetzt sollten Sie zum Arzt gehen!

Doch auch der Heilkraft der Goldrute sind irgendwann Grenzen gesetzt. Wenn sich ein Harnwegsinfekt nach spätestens drei Tagen nicht bessert, müssen Sie einen Arzt aufsuchen. Sofort zum Arzt sollten Sie unbedingt bei folgenden Alarmzeichen.

Bei diesen Alarmzeichen müssen Sie einen Arzt aufsuchen:

  • Blut im Urin
  • hohes Fieber
  • starke Schmerzen im Nierenbereich
  • zusätzliche Rückenschmerzen

Um ein Antibiotikum kommen Sie dann wahrscheinlich nicht mehr herum. In allen anderen Fällen können Sie jedoch den Heilungsprozess mit Präparaten oder Tees aus Goldrute sehr gut unterstützen. Außerdem sollten Sie sich stets warm halten – vor allem im Bereich von Nieren und Blase.

Machen Sie sich eine Wärmflasche und legen Sie sich ins Bett. Hilfreich sind darüber hinaus – wenn Sie fieberfrei sind – auch Bäder und Fangopackungen. Ganz wichtig: Trinken Sie täglich 2 bis 3 Liter Flüssigkeit, um die Blase zu spülen.

Quelle: http://www.fid-gesundheitswissen.de/pflanzenheilkunde/goldrute/

Gruß an die Bayern, die wissen daß  mit 3 Flaschen naturtrübem Hefeweizen ( in einer dreiviertel Stunde austrinken!!)

jeder Blasenentzündung der Gar ausgemacht wird!

TA KI

Engelwurz (Angelika)


Die Bitterstoffe und das ätherische Öl in den Wurzeln der auch Angelika genannten Heilpflanze Engelwurz erhöhen die Magensaftproduktion. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass vermehrt Gallensäuren und Verdauungsenzyme der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet werden. Die Furanocumarine wirken krampflösend, da sie die glatte Muskulatur im Magendarmtrakt entspannen.

Heilpflanzen auf aufgeschlagenen alten Büchern© unpict – Fotolia

So wirkt Engelwurz

  • krampflösend
  • blähungstreibend
  • magensaftanregend
  • galleflussanregend

Extrakte der Angelikawurzel sind auch Bestandteil von Schwedenbittern und Verdauungslikören. Bekannte Magenbitter verdanken ihre verdauungsfördernde Wirkung den Auszügen aus der Pflanzenwurzel.

Bei diesen Beschwerden kann Ihnen Engelwurz helfen

    • Appetitmangel
    • Verdauungsschwäche
    • Blähungen
    • Magenschmerzen
    • Völlegefühl
    • Rheuma
  • Muskelverspannungen

Die Einnahme von Extrakten aus der Engelwurz wird bei den oben genannten Beschwerden auch von der Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamts befürwortet. Äußerlich hilft das ätherische Öl der Angelikawurzel gegen rheumatische Beschwerden und Muskelschmerzen. Die Volksmedizin hat die Heilpflanze früher auch gegen Bronchitis, Husten und Menstruationsbeschwerden eingesetzt. Diese Anwendungsgebiete sind jedoch heute nicht mehr gebräuchlich. Die chinesische Angelikawurzel (Angelica sinensis) wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zur Stärkung der Leber empfohlen.

So wenden Sie die Heilpflanze an

Engelwurz sollten Sie nicht selbst sammeln, denn die Pflanze kann leicht mit anderen Doldenblütlern wie dem giftigen Schierling verwechselt werden. Getrocknete Engelwurz erhalten Sie ebenso wie Fertigpräparate in der Apotheke.

Grundrezept für Engelwurz-Tee

Übergießen Sie einen Teelöffel kleingeschnittene, getrocknete Angelikawurzel mit 150 ml kaltem Wasser. Kochen Sie den Ansatz auf und lassen Sie ihn vor dem Abseihen zehn Minuten lang ziehen. Trinken Sie von dem frisch gebrühten Tee bei Verdauungsproblemen und Appetitmangel täglich zwei Tassen vor den Mahlzeiten.

Verdauungsfördernde Engelwurz-Tinktur

Lassen Sie in einem Schraubglas 20 g Angelikawurzel in 100 ml Doppelkorn ziehen. Schütteln Sie den Ansatz täglich einmal kräftig durch. Filtern Sie ihn nach zwei Wochen in eine dunkle Flasche ab und nehmen Sie bei Verdauungsschwäche oder Blähungen vor dem Essen zehn Tropfen von der Tinktur ein.

Schmerzstillendes Ölbad

Fügen Sie einem etwa 38 °C warmem Vollbad zehn Tropfen Engelwurzöl bei und baden Sie bei rheumatischen Schmerzen und Muskelverspannungen 15 Minuten lang darin.

Quelle: http://www.fid-gesundheitswissen.de/pflanzenheilkunde/heilpflanzen/heilsame-anwendungen-mit-engelwurz/

Gruß an Mutter Natur

TA KI

Misteltee – Anwendung und Wirkung


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Der Mistel wird seit jeher eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Ein Tee aus der Heilpflanze reguliert den Blutdruck, löst Krämpfe, hilft gegen Herzschwäche und Schwindel. Er regt den Stoffwechsel an und hat schon seit langem einen festen Platz in der Frauenheilkunde. Der Aufguss lässt sich gut mit anderen Teesorten mischen. In Frage kommen zum Beispiel Majoran, Ringelblumen, Weidenrinde oder Schachtelhalm.

Die Mistel – ein Halbschmarotzer

Die Mistel wächst auf Laub- und Nadelbäumen, besonders auf Pappeln, Apfelbäumen, Tannen und Robinien. Misteln sind Halbschmarotzer, sie betreiben selbst Photosynthese, nutzen aber das Wasser des Wirtsbaums. Sie zerstören „ihre“ Bäume aber nicht.

Die Misteldrossel frisst die Früchte der Mistel und verbreitet die Samen. (Bild: Bernd Wolter/fotolia.com)
Die Misteldrossel frisst die Früchte der Mistel und verbreitet die Samen. (Bild: Bernd Wolter/fotolia.com)

Die Laubmistel bevorzugt Apfelbäume, die Tannenmistel zieht die Weißtanne vor und die Kiefernmistel wächst gerne auf Kiefern, Lärchen und Fichten. Die Vermehrung der Mistel geschieht durch Vögel, insbesondere durch Drosseln. Die größte deutsche Drosselart heißt treffend Misteldrossel. Sie frisst die Früchte, der Samen passiert den Verdauungskanal und heftet sich mit dem Kot an den Wirtsbaum.

Die Evolution hat die Beeren mit klebrigen Fleisch versehen. Die Vögel müssen sich den Schnabel putzen und drapieren so die Samen an Baumzweige. Die Samen sind unverdaulich und die Vögel geben sie auch mit dem Kot ab.

Der Mistelstrauch wird circa einen Meter hoch. Die hellgrünen Zweige formen sich zu einer Kugel. Im Spätherbst sprießen klebrige, weiße Beeren hervor, was sich in dem lateinischem Namen „viscum = klebrig“ widerspiegelt.

Die Blüten der Mistel sind gelblich und duften etwas nach Orange. Männliche und weibliche Blüten unterscheiden sich äußerlich und wachsen auf getrennten Bäumen.

Pflanze der Mythen

Die Mistel galt in verschiedenen Kulturen als magische Pflanze. Davon zeugen Bezeichnungen wie „Gespensterrute“, „Hexenbesen“ oder „Drudenfuß“. Das Volk glaubte, dass diese Pflanze niemals den Boden berühren dürfe, daher wurde sie auch als „Himmelskind“ benannt. Möglicherweise geht die Bezeichnung auf die Drosseln zurück, die die Beeren verspeisen, weiter fliegen, den Mistelkern dann wieder ausscheiden und so an andere Orte bringen.

Unseren Vorfahren war die enge Beziehung zwischen Misteln und Vögeln nicht fremd. Das Hexennest, so ein anderer Name für die Pflanze, war nämlich auch als Vogelmistel oder Vogelleimholz bekannt.

Die Mistelkugeln zeigen sich erst im Winter in voller Pracht. Wie andere immergrüne Pflanzen, ob Weihnachtsbaum oder Stechpalme, stand sie so für das Leben, das der Kälte trotzt.

Im Winter sind Misteln in Laubbäumen schon von Weitem zu erkennen. (Bild: vili45/fotolia.com)
Im Winter sind Misteln in Laubbäumen schon von Weitem zu erkennen. (Bild: vili45/fotolia.com)

In der magischen Medizin des Mittelalters galt die Mistel als Mittel gegen Epilepsie: Sie fiel nicht vom Baum, dementsprechend fiel der „Fallsüchtige“ nicht um – so die Logik dahinter. Der Anthroposoph Rudolf Steiner dachte in ähnlich abergläubischen Analogien. Er schloss aus dem Umstand, dass sich die Pflanze wie ein „Geschwür ausbreite“, dass sie für die Krebstherapie geeignet sei.

Die Mistel (lat. Viscum album) galt als Allheilmittel. Pfarrer Kneipp setzte sie als Kreislauf unterstützendes Mittel ein. Hildegard von Bingen bereitete daraus einen sogenannten „Mistelschleim“, der bei Leberleiden helfen sollte. Auch Hippokrates verwendete die Mistel zu Heilzwecken.

Noch heute dient in Großbritannien ein Mistelzweig über der Haustür zu Weihnachten als Schutz vor bösen Geistern. Ein frisch zubereiteter Mistel-Aufguss zeigt eine Vielzahl positiver gesundheitlicher Effekte.

Was ist dran an der Zauberpflanze?

Fernab des alten Zauberglaubens sind heilende Wirkungen der Mistel wissenschaftlich bewiesen. Heute hilft sie, den Blutdruck zu stabilisieren und lindert Herz- und Kreislaufprobleme. Die Misteltherapie wird bei Erkrankungen des Stoffwechsels und sogar für Krebstherapien eingesetzt.

Die Gynäkologie nutzt Mistelpräparate gegen Menstruationsprobleme, Regelschmerzen und Beschwerden der Wechseljahre.

Zubereitung von Misteltee

Der Tee wird aus dem Kraut der Mistel hergestellt und generell als Kaltauszug angesetzt. Denn der Aufguss verliert durch Kochen bzw. Aufbrühen zu viele Heilstoffe, zudem werden die schwach giftigen Stoffe (wie z.B. Viscotoxin) durch einen kalten Ansatz nicht gelöst und stellen dadurch keine Gefahr dar.

Grundrezept für Mistel-Aufguss:

  1. Geben Sie einen gehäuften Teelöffel geschnittenes Mistelkraut in eine Tasse mit kaltem Wasser
  2. Lassen Sie die Mischung über Nacht stehen
  3. Filtern das Sie das Wasser am nächsten Tag durch ein Sieb
  4. Wärmen Sie den Ansatz leicht an (nicht kochen!)
  5. Trinken Sie den Tee in kleinen Schlucken

Achtung: Mistelbeeren sind stark giftig und dürfen daher nicht eingesetzt werden.

Misteltee reguliert unter anderem den Blutdruck und hilft bei Menstruationsproblemen. (Bild: LianeM/fotolia.com)
Misteltee reguliert unter anderem den Blutdruck und hilft bei Menstruationsproblemen. (Bild: LianeM/fotolia.com)

Heilwirkung

Der Misteltee reguliert den Blutdruck, wir können ihn sowohl bei zu hohem wie zu niedrigem Blutdruck trinken. Er fördert die Verdauung und regt den Stoffwechsel an. Die Eiweißverbindungen in der Mistel fördern die körpereigenen Abwehrkräfte. Der Tee hemmt dem Blutfluss und hilft so gegen starke Monatsblutungen.

Mistel regt den Stoffwechsel an und gilt deshalb als Komplementärmedizin bei der Behandlung von Diabetes mellitus. Auch die Behandlung einer Arterienverkalkung ( Arteriosklerose) kann durch Misteltee ergänzt werden. Kalt getrunken lindert er Pollenallergie und Heuschnupfen.

Weiterhin hat sich die Anwendung des Heilpflanzen-Aufgusses bei Schwindel, Ohrensausen und innerer Unruhe bewährt.

Teemischungen mit Mistel

Um Bluthochdruck zu behandeln, sollte pro Tag mindestens ein halber Liter des Tees getrunken werden. Hilfreich kann in diesem Fall auch eine Mischung mit Weißdornblüten und Schachtelhalmkraut sein.

Rezept für Anti-Bluthochdruck-TeeFür 2 Tassen benötigen Sie:

  • 1 TL Mistelkraut
  • 1/2 TL Weißdornblüten
  • 1/2 TL Schachtelhalmkraut
  • 1 Tasse kaltes Wasser
  • 1 Tasse kochendes Wasser

Zubereitung: Übergießen Sie das Mistelkraut mit dem kalten Wasser und lassen Sie den Aufguss 8 Stunden ziehen. Die übrigen Kräuter geben Sie in eine Kanne und überbrühen sie mit dem kochenden Wasser. Nach 10 Minuten mischen Sie den kalten Misteltee und den Aufguss und seihen den Tee ab. Trinken Sie täglich morgens und abends je eine Tasse des warmen Getränks.

Bei verstärkter Regelblutung oder ständigem Nasenbluten, wird dem Mistelkaut mit einem Teelöffel Salbei vermischt, für acht Stunden kalt angesetzt und dann leicht erwärmt getrunken. Achtung: Liegt der Blutung möglicherweise eine ernste Ursache zugrunde und/oder tritt keine Besserung ein, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Um gegen altersbedingte Herzschwäche anzugehen, kann die Heilpflanze mit Weißdorn und Bärlauch gemischt werden. Die Ringelblume hilft in Kombination mit der Mistel unter anderem gegen Kreislaufprobleme, Schwindel, Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen.

Misteltee für äußere Anwendung

Misteltee lässt sich äußerlich auftragen oder ins Badewasser geben. Umschläge mit einem Tee aus der Heilpflanze machen rheumatische Schmerzen erträglicher, sind ein bewährtes Hausmittel gegen Krampfadern und helfen bei Ekzemen.

Wichtige Informationen für Sammler

Misteln stehen nicht unter Naturschutz. Wer sie zu gewerblichen Zwecken sammelt, braucht dazu eine Genehmigung der Behörden. Wichtig: Sammler dürfen den Wirtsbaum nicht beschädigen. Äste abzusägen, um an die Nester zu kommen, verbietet sich aus ökologischen Gründen. (sw, nr; zuletzt geändert am 30.11.2016)

Quelle: http://www.heilpraxisnet.de/hausmittel/misteltee.html

Gruß an die Aufmerksamen

TA KI