Koriander


Koriander (Coriandrum sativum) – auch Echter Koriander, Gartenkoriander, Gewürzkoriander oder Indische Petersilie genannt – stammt wahrscheinlich ursprünglich aus dem Mittelmeerraum.

Als Gewürz- und Heilpflanze ist Koriander in Kultur weltweit verbreitet. Erste Nachweise zur heilkundlichen Verwendung sind aus dem antiken Ägypten bekannt. Zu den Inhaltsstoffen der Pflanze gehören ätherisches Öl, fettes Öl, Proteine, Stärke, Zucker, Pentosane, Gerbstoff, Vitamin C, Spuren organischer Säuren, Flavonoide, Furanoiso und Cumarine. In der traditionellen Medizin wird die Pflanze für Heilzwecke verwendet, unter anderem als Bestandteil von Rezepten bei Bulimie, Magen- und Darmbeschwerden, wie Blähungen und Verdauungsstörungen. Für Heilzwecke werden die getrockneten Früchte der Pflanze genutzt.

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TA KI

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Echte Sellerie


Echte Sellerie (Apium graveolens) – heilen mit Pflanzen

ist eine alte Kultur- und Heilpflanze und wächst vorwiegend in den gemäßigten Breiten.

Geschichte

Erste schriftliche Überlieferungen zur Nutzung von Sellerie als Heilpflanze, datieren aus der Zeit zwischen 1200 und 600 v. Chr. im Alten Ägypten. Die Ägypter nutzten für Heilzwecke Wildsellerie. Auch aus den Kulturen der antiken Griechen und Römer ist die Nutzung von Sellerie vielfach überliefert.
Nach Meinung des berühmten großen persischen Arztes Avicenna treibt Sellerie Nierensteine, den Urin, reinigt die Nieren und die Harnblase, verbessert die Funktionen der Verdauungsorgane und der Leber, fördert den Stoffwechsel und festigt die Adern. Auch in den Mythen und Legenden ist die Pflanze zu finden. Bei den Kelten war sie ein Bestandteil des zauberhaften Getränkes, das die feurige Liebe in den Herzen von Tristan und Isolde entzündete.

Ein seiner Wirkung nach ähnliches Getränk besteht aus 100 ml frischen Selleriesaft und 50 ml Birnensaft (alternativ 25 ml Apfelsaft oder 1 TL Apfelessig) und wird am Abend getrunken.

Inhaltsstoffe

Echte Sellerie enthält Vitamine der Gruppe B, die Vitamine C und РР sowie Karotin, Salze des Natriums, Kaliums, Phosphors, Kalziums und Magnesiums.

Anwendung in der Volksmedizin

In der traditionellen Medizin vieler Kulturen hat der echte Sellerie eine lange Tradition und gilt als ein bewährtes natürliches Heilmittel.
Auch in der russischen Volksmedizin gehört der echte Sellerie bis heute zum bewährten Arsenal der Naturheilmittel und wird zur Behandlung der verschiedensten Krankheiten verwendet.

Echte Sellerie wirkt allgemein wohltuend auf den Stoffwechsel, fördert den Appetit und erhöht die Lebenskraft. Die mineralischen Stoffe regulieren die säurehaltige und alkalische Umgebung des Blutes und tragen wesentlich zur Absorption des Kalziums durch den Organismus bei. Allgemein ist es empfehlenswert echte Sellerie in die ständige Ernährung aufzunehmen. Der frische Saft der echten Sellerie verringert das Bedürfnis des Organismus auf Süßes, regt den Appetit an, reguliert den Magen, erhöht die sexuelle Potenz, wirkt gegen Darmblähungen, lindert Krämpfe der Leber und fördert die Arbeit der Galle. Er hilft bei Erkältungen, Fieber, Angina, Halsschmerzen, Bronchitis, Asthma, Allergie, Rheuma, Gicht, Nierensteinen, Skorbut, Schlaflosigkeit, Verstopfungen, fördert das Gedächtnis, stellt die frische Gesichtsfarbe wieder her und hilft im Kampf gegen das Übergewicht.

R E Z E P T E

Im Folgenden drei Beispiele für die Anwendung der echten Sellerie in der russischen Volksmedizin:

Prophylaxe

Für die Prophylaxe ist es gewöhnlich ausreichend täglich 3-mal 1-2 TL Saft 30-40 Minuten vor dem Essen einzunehmen. Auch kann der Saft in einer Mischung mit anderen Gemüse- und Fruchtsäften getrunken werden, beispielsweise  aus 8 Teilen Möhren-, 3 Teilen Rüben- und 5 Teilen Selleriesaft, 1 Teil Möhren-, 4 Teilen Weißkohl- und 5 Teilen Selleriesaft, 8 Teilen Möhren-, 5 Teilen Sellerie- und 3 Teilen Rettichsaft, 1 Teil Tomaten-, 1 Teil Selleriesaft und 4 Teilen sauere Milch oder 1 Teil Apfel- , 1 Teil Selleriesaft und 4 Teilen sauere Milch.

Ausspülung von Schlacken

Die Mischung aus Sellerie, Rübe und Kresse (im 4 Teile Sellerie-, 2 Teilen Rüben- und 1 Teil Kressesaft) trägt zur Ausspülung der Schlacken im Organismus bei und unterstützt bei der Behandlung der Zellulitis. Davon trinken Sie 3-mal täglich 30-40 Minuten vor dem Essen 1-2 TL.

Rheuma und Gicht

Bei Rheuma und Gicht empfiehlt beispielsweise die östliche Medizin täglich über 3 Wochen 1 Glas frischen Selleriesaft zu trinken.

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TA KI

Oregano- eine sehr alte Heilpflanze


Oregano (Origanum vulgare)

ist auch als Wilder Majoran oder Dost bekannt. Er stammt ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet und wird heute auf der ganzen Welt in warmen und gemäßigten Breiten angebaut. In fast ganz Europa gibt es darüber hinaus natürliche Vorkommen.

Geschichte

Oregano ist eine sehr alte Heilpflanze und war bereits im antiken Griechenland bekannt. Nachweise darüber finden sich unter anderen in den Schriften von Dioscurides und Hippokrates. In der heutigen modernen Pflanzenheilkunde wird Oregano nur selten verwendet.
Als Gewürz in der Küche diente Oregano wahrscheinlich bereits den Römern. Im gesamten Mittelmeerraum wird er auch heute noch viel verwendet, besonders in der italienischen und spanischen Küche, wo er als ein sehr wichtiges Gewürz gilt.

Inhaltsstoffe

Zu den Inhaltsstoffen von Oregano gehören Gerbstoffe, ätherisches Öl, Thymol, Carvacrol und andere Geruchsstoffe sowie Ascorbinsäure (Vitamin C) und Tannine.

Anwendung in der Volksmedizin

Für Heilzwecke wird in der Volksmedizin der oberirdische Teil der Oregano (Blätter und Blüten) verwendet. Dazu wird Oregano während der Blüte von Juli bis August gesammelt, er wird mit einer Sichel oder einem Messer abgeschnitten. Das Trocknen von Oregano kann in der Sonne, auf Dachböden und in Schuppen in gebundenen Bündeln erfolgen. Nach dem Trocknen werden die Bündel über ein grobes Metallsieb zerrieben und dabei die Blüten und Blätter von den Pflanzenstängeln getrennt, letztere werden weggeworfen. Getrockneter Oregano hat ein starkes Aroma, ist bitter-scharf und hat einen leicht herben Geschmack. Seine Tauglichkeit für Heilzwecke behält Oregano in gut verschlossenen Gläsern bis zu 3 Jahre.

Oregano hat eine beruhigende Wirkung auf das zentrale Nervensystem, steigert die Absonderung der Schweiß-, Verdauungs- und Bronchialdrüsen und erhöht die Muskeltätigkeit des Darmes.

Die Volksmedizin verwendet Oregano auch als schleimlösendes Heilmittel bei Bronchitis und anderen Atemwegserkrankungen. In diesen Fällen wird der Aufguss häufig aus einer Mischung mit anderen Kräutern in Form eines Brust-Tee zubereitet, er ist ein Teil dieser auch im Handel angebotenen Tees.

Manchmal wird Oregano als Diuretikum verwendet. Pharmakologisch bewährt ist Oregano als ein Anthelminthikum gegen parasitäre Würmer (Helminthen).

Durch das Vorhandensein einer großen Anzahl von flüchtigen Inhaltsstoffen mit antimikrobieller Aktivität, wird Oregano auch äußerlich für Kompressen bei Furunkeln und Geschwüren eingesetzt sowie für Heilbäder bei Hautausschlägen und Skrofulose.

Ebenfalls ist Oregano ein wirksames Hausmittel gegen Motten und hilft als Schmerzmittel bei Zahnschmerz.

R E Z E P T E

Aufguss bei Darmatonie

Für die Behandlung einer Darmatonie übergießen Sie 15 g Oregano mit 0,25 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss wenigstens 30 Minuten stehen und trinken davon 3 bis 4-mal täglich 1 bis 2 EL.

Der vorhergehende Aufguss von Oregano eignet sich auch dafür, den Appetit und die verringerte Absonderung von Magensaft anzuregen.
Zur Verwendung als ein Beruhigungsmittel bei erhöhter nervöser Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit wird das Trinken von 2 bis 3-mal täglich 80 ml empfohlen.

Aufguss bei Albträumen

Beim Auftreten von Albträumen übergießen Sie 1 EL Oregano mit 250 ml kochendem Wasser, lassen den Aufguss für 1 bis 2 Stunden stehen und trinken von dem warmen Aufguss 3 bis 4-mal täglich 20 bis 30 Minuten vor dem Essen 125 ml.

Aufguss bei Nervosität, Kopfschmerz, Kreislaufbeschwerden und Krämpfen

Bei Nervosität, Kopfschmerz, vegetativ bedingten Kreislaufbeschwerden und Krämpfen übergießen Sie 15 g Oregano mit 0,25 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss 30 Minuten stehen, sieben ihn durch und trinken davon 3 bis 4-mal täglich 20 Minuten vor dem Essen 2 EL.

Der vorhergehende Aufguss von Oregano eignet sich auch für warme Spülungen bei Zahnschmerz, Parodontitis und Entzündungen des Zahnfleisches oder zum Gurgeln bei Halsschmerzen, Pharyngitis und Stomatitis. Gewöhnlich lindern diese Anwendungen innerhalb von 10 bis 20 Minuten wesentlich den Schmerz.

Aufguss bei Gastritis, Colitis, Nieren- und Lebererkrankungen, Bronchitis, Erkältungen, nervöse Erregung und schlechter Stimmung

Bei Gastritis, Kolitis, Nieren- und Lebererkrankungen, Bronchitis, Erkältungen, nervöse Erregung und schlechter Stimmung übergießen Sie 20 g Oregano in einer Thermoskanne mit 0,25 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss 2 Stunden stehen und trinken davon 3 bis 4-mal täglich 1 EL.

Aufguss für Spülungen, Kompressen und partielle Heilbäder bei Rachitis, Skrofulose, juckenden Hautausschlägen und Ekzeme

Für Spülungen, Kompressen und partielle Heilbäder bei Rachitis, Skrofulose, juckenden Hautausschlägen und Ekzeme übergießen Sie 25 g Oregano mit 0,5 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss 4 Stunden an einem warmen Ort stehen und verwenden ihn dann entsprechend.

Heilbäder bei Ekzemen, Neurodermitis und anderen Hautausschlägen, Furunkel, Abszesse und Diathese

Für Heilbäder zur Behandlung von Ekzemen, Neurodermitis und anderen Hautausschlägen, Furunkel, Abszesse und Diathese übergießen Sie 100 bis 200 g Oregano mit 2 bis 3 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss 1 bis 2 Stunden stehen, geben ihn dann in das Vollbad von 36 °C bis 37 °C und baden darin etwa 10 bis 15 Minuten.

Hinweis: Vorsicht bei allen heißen Bädern, da sie den Kreislauf belasten. Bei Schwangerschaft wird die Verwendung von Oregano nicht empfohlen, da er eine Schwangerschaft negativ beeinflussen kann.

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TA KI

Hopfen (Humulus) – eine alte Heilpflanze


Hopfen (Humulus)

Hopfen entstammt in seiner Wildform wahrscheinlich den feuchten Bergtälern im vorderen Asien. Heute ist der Echte Hopfen (Humulus lupulus) in mehr als 50 Ländern zwischen dem 35. und 55. Breitengrad kultiviert und wird überwiegend für das Bierbrauen verwendet. Unter anderen Breitengraden kann er nicht mehr ausreifen. In Mitteleuropa ist der Wilde Hopfen nahezu überall anzutreffen. Er kommt nicht sehr häufig vor, wächst dann aber meist in kleinen Gruppen. Die Wildpflanze wächst bevorzugt an stickstoffreichen Standorten mit ausreichend Feuchtigkeit. Der Hopfen (Humulus) ist eine zweihäusige Pflanze – der männliche Blütenstand ist eine Rispe, der weibliche eine zapfenartige Ähre. Man findet ihn vor allem an Waldrändern, Lichtungen und Gebüschen. Die Blüten wachsen von Juni bis August, die Früchte reifen von Juli bis September.

Geschichte

Als Heilpflanze ist der Hopfen schon sehr lange bekannt. Bereits in der Antike und im Frühmittelalter berichten Ärzte von seinen positiven Eigenschaften der Pflanze. Über Jahrhunderte findet man ihn in allen bekannten Werken der Kräuterkunde. Vom persischen Arzt Johannes Mesue wurde die Pflanze beispielsweise im 8. Jahrhundert zur Blutreinigung und bei Gallenleiden empfohlen.
In Mitteleuropa ist der Anbau von Hopfen seit der Karolingerzeit belegt. Er wurde anfangs in Klostergärten gezüchtet, um eine wohlschmeckende und nährstoffreiche Fastenspeise zu haben. Auch wurde ihm eine dämpfende Wirkung auf sexuelle Regungen zugeschrieben, die vor allem für Mönche von Nutzen war. Auch Hildegard von Bingen widmete dem Hopfen ihre Aufmerksamkeit. Im Mittelalter rühmte Paracelsus seine den Schlaf fördernde Eigenschaft.

Inhaltsstoffe

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen des Hopfens gehören Hopfenbittersäuren (Humulon und Lupulon), Lupulin, ätherisches Öl, Gerbstoffe, Harze, Flavonoide sowie Mineralstoffe, Zucker und Eiweiß.

Anwendung in der Volksmedizin

Für Heilzwecke werden in der Volksmedizin ausschließlich die Fruchtstände (Zapfen) der weiblichen Pflanzen verwendet. Hopfen wird bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt, beispielsweise bei Nervosität und innerer Unruhe, Reizblase und Schlafstörungen. Das Hopfenbitter wirkt appetitanregend und verdauungsfördernd, auch hemmt es das Wachstum von Bakterien. Auch fördert es die Absonderung von Speichel- und Magensaft. Sein Tee wirkt nervenberuhigend, lindert Schlaflosigkeit, Unruhe und Depressionen. Besonders das Einschlafen kann er verbessern.
Weiterhin wird er bei nervösen Magen-, Darm- und Blasenleiden verwendet. Seine antibiotische, krampflösende und harntreibende Wirkung wird bei Nieren- und Blasenerkrankungen genutzt. Hopfen wirkt fiebersenkend, auch kann er Muskel- und Gelenkschmerzen bei rheumatischen Erkrankungen lindern. Äußerlich können Hopfenaufgüsse oder ein Brei aus Hopfenzapfen bei Prellungen, arthritischen und rheumatischen Schmerzen sowie bei schmerzhaften Furunkel, Geschwüre, Ekzeme, Akne und Entzündungen der Haut helfen.

Bei selbst gesammeltem Hopfen sollen die reifen Zapfen vor Sonne geschützt getrocknet werden. Die Inhaltsstoffe des Hopfens werden für unterschiedliche medizinische Zwecke in der Volksmedizin verwendet.

R E Z E P T E

Wässriger Auszug

Für einen wässrigen Auszug aus den Zapfen wird das Verhältnis von 1 Teil zerkleinerter getrockneter Zapfen zu 20 Teilen Wasser empfohlen. Dieser Auszug wird verwendet, um den Appetit anzuregen, die Verdauung zu verbessern sowie für die Behandlung von Gastritis, Magen-Darm-Beschwerden sowie als Diuretikum und entzündungshemmendes Mittel bei Entzündungen der Blase und Nieren, Gallenblase und Leber. Dazu nehmen Sie von dem Auszug 3-mal täglich 1 EL vor dem Essen ein.

Aufguss als Beruhigungsmittel

Oft wird ein Aufguss von Hopfen als Beruhigungsmittel bei erhöhter nervöser Erregung und Schlaflosigkeit verwendet. Dafür übergießen Sie 2 TL zerkleinerte getrocknete Zapfen mit 0,25 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss abkühlen und trinken ihn noch warm vor dem Schlaf. Dieser Aufguss wird auch für die Verringerung der sexuellen Erregbarkeit eingesetzt.

Wässriger Brei

Der wässrige warme Brei aus zerkleinerten Zapfen von Hopfen wird als Analgetikum bei Prellungen, arthritischen und rheumatischen Schmerzen, sowie bei schmerzhaften Furunkel, Geschwüren, Ekzeme, Akne und Entzündungen der Haut verwendet.

Haarausfall und Schuppen

Aufgüsse und Sude von Hopfen helfen auch den vorzeitigen Haarausfall und Schuppen zu bekämpfen.

Hinweis: Hopfen ist eine leicht giftige Pflanze. Daher sollte seine Anwendung nicht überdosiert werden. Nur 1 bis 2 g Lupulin (im Hopfen enthalten) können Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Müdigkeit, Schwäche und Kopfschmerzen auslösen.

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TA KI

Wildkräuter


Die 8 wichtigsten Wildkräuter für die Hausapotheke
Gänseblümchen, Bärlauch, Sauerampfer und Löwenzahn sind nur vier von acht Wildkräutern die Sie unbedingt zu Hause haben sollten.

Das alte Wissen der Kräuter-Frauen ist aktueller denn je. Denn unsere heimischen Wildkräuter sind voller wertvoller Inhaltsstoffe, die den Körper stärken – so sanft wie effektiv.

Manche von ihnen haben zehnmal so viele Inhaltsstoffe wie ihre gezüchteten Verwandten. Denn Wildkräuter sind echte kleine Überlebenskünstler. Binnen kürzester Zeit wandeln sie die Energie aus Erde, Sonne und Regen in schützende Vitalstoffe um. Frisch gepflückt ist deren Konzentration am höchsten. Deshalb lohnt es sich, Kräuter selbst zu sammeln. Wichtig: Pflücken Sie nur, was Sie sicher erkennen – nehmen Sie bei Bedarf ein Bestimmungsbuch mit. Die beste Sammelzeit für die Heilpflanzen ist mittags, wenn der Tau getrocknet ist. Gegen Abend lässt bei vielen Pflanzen die Wirkstoffkonzentration nach. Sofern Sie keine Wurzel benötigen, sollten Sie die Pflanze auch nicht aus reißen, sondern oberhalb des Wurzelstocks abschneiden. Dann kann dieser neue Triebe entwickeln. Schlagen Sie die Stängel in ein feuchtes Tuch ein, damit sie nicht sofort welken. Und sortieren Sie Gewächse aus, an denen sich Insektenbefall (Lochfraß, Eier) zeigt. Wenn Ihnen das zu umständlich ist, erhalten Sie die meisten Kräuter auch getrocknet in der Apotheke.

 

Bärlauch bei Bluthochdruck

Bärlauch enthält Schwefelstoffe, die unsere Blutfettwerte regulieren, das Blut verdünnen und die Gefäßwände entspannen. Besonders köstlich schmeckt Bärlauch als Pesto oder in Frühlingssalaten. Das Heilkraut erkennen Sie an dem Knoblauchähnlicher Geruch und an den länglich-ovalen Blättern mit matter Unterseite. An jedem Stiel befindet sich nur ein Blatt. Vorsicht: Das giftige Maiglöckchen sieht ähnlich aus, hat aber an jedem Stiel zwei Blätter! Die Sammelzeit für die Heilpflanze ist  von März bis Mai vor allem in Auwäldern oder halbschattigen Laubwäldern.

 

Gänseblümchen bei Verletzungen

So unscheinbar es auch aussieht – das Pflänzchen wirkt blutreinigend und schmerzstillend. Bei äußeren Verletzungen hilft es uns als Tinktur: Eine Handvoll Gänseblümchen-Blüten mit Weingeist in einem Schraubglas übergießen. Verschlossen zwei bis sechs Wochen ziehen lassen, abseihen und in eine dunkle Flasche füllen. So ist die Heilpflanze ideal zum Einreiben oder für Umschläge. Das typische Merkmal ist die gelbe Korbblüte mit einem Kranz aus zarten weißen Blütenblättern. Gänseblümchen können von März bis November  bodennah auf Grünflächen gesammelt werden.

Giersch bei Rheuma

Dieses Wildkraut ist ein wunderbares Mittel bei Gelenkbeschwerden, Rheuma und Gicht. Durch eine Auflage mit frischen, zerdrückten Pflanzen, lassen sich die Beschwerden lindern. Dafür einfach das Kraut auf die schmerzenden Stellen legen. Alternativ hilft ein Tee-Aufguss: 3 Teelöffel Giersch mit 250 Milliliter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen. Die beste Wirkung erhalten Sie, wenn Sie bis zu drei Tassen pro Tag trinken. Den Giersch erkennt man an einem Kantige Stängel und dreiteilige Blätter mit gekerbtem Rand. Seine Blüten sind klein und weißlich. Zu finden ist er von Mai bis September in der Nähe von Flüssen, an Bachläufen und in halbschattigen Gärten.

 

Sauerampfer für das Immunsystem

Die Blätter der Heilpflanze versorgen den Körper mit reichlich Vitamin C und Eisen. Das macht den Sauerampfer zu einem hochwirksamen Immunschützer. Junge Blättchen haben das feinste Aroma. Sauerampfer ist vielseitig für verschiedene Gerichte einsetzen zum Beispiel für Dips, Salate, aber auch Suppen, Pürees und Füllungen. Den Sauerampfer erkennen Sie an seinen Pfeilförmigen Blättern mit dem rötlichen Stängeln. Sammeln können Sie ihn von  April bis Mai. Das ist er vor allem auf feuchten Wiesen und an Rändern von Gewässern zu finden.

Kapuzinerkresse bei Harnwegsinfekten

Die herzhaften Blätter des Wildkrauts enthalten wertvolle antibiotisch wirkende Senföl-Glykoside. Diese vertreiben Bakterien, die sich in Blase oder Harnwegen eingenistet haben. Tipp: 1 Esslöffel klein geschnittene Blätter mit in den Salat oder Kräuterquark mischen. Sie erkennen die Kapuzinerkresse an seinen rundlichen bis leicht kantigen Blättern mit einem Durchmesser von bis zu 10 Zentimetern, die oft doppelt so groß sind wie die rötlichen Blüten. Von Mai bis Oktober ist sie vor allem in Gärten zu finden. Ursprünglich stammt die Kapuzinerkresse aus Peru. Bei uns gilt sie auch als Zierpflanze.

 

Weißdorn für das geschwächte Herz

Die Blüten und Blätter des Weißdorns stärken und schützen unser Herz – und helfen bei leichten Herzrhythmusstörungen. Für einen Tee 1 bis 2 Teelöffel Weißdornblüten mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und täglich davon ein bis drei Tassen in kleinen Schlucken trinken. Zu erkennen ist die Heilpflanze an seinen üppigen weißen Blüten im Frühling und später an seinen roten Früchten. Sammeln können Sie den Weißdorn im Mai und Juni, vor allem an Waldrändern oder in Hecken und Gärten.

 

Löwenzahn bei Appetitlosigkeit

Die in Löwenzahn enthaltenen Bitterstoffe regen die Magensäfte an und damit auch unseren Appetit. Ideal als Tee: 1 Teelöffel Löwenzahnwurzel mit einer Tasse Wasser aufkochen, 15 Minuten ziehen lassen und dreimal täglich trinken. Sie erkennen das Wildkraut an seinen Sägeblattartigen Blättern. Der lange, breite Stängel ist frei davon und enthält weißen Milchsaft. Von März bis Mai können Sie die Heilpflanze auf hellen und sonnigen Wiesen, an Acker- und Wegrändern finden.

 

Waldmeister gegen Kopfschmerzen

Das in dem Wildkraut enthaltene Kumarin fördert die Durchblutung des Kopfes und wirkt sowohl krampflösend als auch gefäßerweiternd. Tipp: Die Getrockneten Blätter zum Beispiel in ein Duftkissen einnähen und mit ins Bett nehmen. Das Kraut hat einen geraden, vierkantigen Stängel und lanzettförmige Blätter, die spitz auslaufen. Sammeln können Sie Waldmeister  vor allem von April bis Mai – in Laub- und Mischwäldern.

Quelle: Laura

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Löwenzahn


Von wegen Unkraut und Kaninchenfutter: Das in ganz Europa heimische Wildkraut Löwenzahn, vielfach als Unkraut verpönt, erlebt eine Renaissance, denn es ist nicht nur in der Küche, sondern auch in der Medizin vielseitig verwendbar. Seine über 500 Rufnamen weisen darauf hin, dass der Löwenzahn, dessen botanische Bezeichnung Taraxacum officinale („bitteres Kraut“) lautet, eine sehr bekannte Pflanze ist. Der Umgangsname „Bettpisser“ bzw. „Beddschissa“ ist vermutlich auf seine harntreibenden Eigenschaften zurückzuführen; außerdem wird er u. a. auch Hunde-, Schäfchen-, Schweine-, Teufelsblume und Saurüssel genannt. Daneben hat er auch etwas weniger herbe Namen wie Butter- oder Pusteblume oder Bayerischer Enzian.

 

Löwenzahn – zauberhafte Heilpflanze

 

Wenn man sich mit Löwenzahn den Körper einrieb, erfüllte sich nach altem Hexenglauben jeder Wunsch. Die Indianer Nordamerikas rauchten die getrockneten Blätter bei ihren schamanischen Ritualen. In der Nacht vor Allerheiligen (…) gehört Löwenzahn zum so genannten „Samhain-Ritual“ mit Weissagungen und Totenbeschwörungen.

Ist der Löwenzahn erstmal abgeblüht, bildet er hunderte kleine Schirmchen aus – die beliebte Pusteblume entsteht. Auch diese eignet sich als „Prophetin“. So orakelten früher vor allem junge Mädchen und Frauen aus der Anzahl der verbleibenden Früchte, wie viele Jahre es noch bis zur Hochzeit dauern würde, oder man deutete die nach dem Pusten verbliebenen Fruchtschirmchen als Auskunft über die Lebensjahre.

Ein weiterer Aberglaube bezieht sich auf die Farbe des Fruchtbodens nach dem Auspusten: Ist dieser weiß, kommt man in den Himmel, ist er schwarz, ins Fegefeuer. Wer alle Früchte auf einmal wegpusten kann, ist ein Glückskind, vielleicht sogar ein Engel. Wer es nach dem dritten Pusten schafft, dessen Wünsche gehen in Erfüllung. Löwenzahn sollte angeblich auch Warzen zum Verschwinden bringen, wenn diese am dritten Tag bei abnehmendem Mond mit Löwenzahnsaft beträufelt wurden.

Löwenzahn als Gemüse

Heute wird Löwenzahn eher als Gemüse denn als Zukunftsdeuter verwendet. Man kann ihn andünsten, roh als Salat verzehren oder auch mit Brennnesseln zusammen als Suppe zubereiten; er schmeckt in jedem Fall ausgezeichnet. Verwendet wird beim Löwenzahn alles: die Blätter, die vor der Blüte zarter sind, die Wurzeln und auch die Blüten. Sie sind reich an Bitterstoffen, Vitaminen und Mineralien.

In der Medizin wurde und wird der Löwenzahn gegen viele Beschwerden eingesetzt. Löwenzahn wirkt stimulierend auf den gesamten Zellstoffwechsel, regt die Leberfunktion an, aktiviert die Hormonproduktion und wird generell zur Vorbeugung von Leber- und Gallenblasenproblemen empfohlen. Durch die Bitterstoffe wird die gesamte Verdauung, vor allem die Produktion des Gallensaftes und damit die Fettverdauung erleichtert.

Tipps rund um den Löwenzahn

Besonders gut eignet sich der Löwenzahn wegen seiner entschlackenden Wirkung für eine Kur zum Sommer hin. Wer zum Ziel hat, den im Winter angesammelten „Stoffwechselmüll“ auszuscheiden und das Blut zu reinigen, sollte ein Kur mit naturreinem Heilpflanzensaft Löwenzahn durchführen.

  • Positiver Nebeneffekt: Löwenzahnsaft verbessert auch das Hautbild.
  • Der zartbittere Geschmack passt hervorragend zu würzigen Soßen und gegrilltem Fleisch.
  • Dressing: Mit Zitrone, Knoblauch; im Quark
  • Heimische Ware: Von April bis Oktober
  • Tipp: Je jünger (=heller, weicher) die Blätter, desto milder der Löwenzahn. 

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Löwenzahn, ein Unkraut gegen Krebs


Mit Füßen getreten, von Gärtnern gehasst und doch ist es ein alt ehrwürdiges Heilkraut Taraxacum officinale, der Löwenzahn, der sogar Krebszellen zum „Selbstmord“ zwingt.

 

Eine Heilpflanze mit Tradition und Zukunft

 

Als altehrwürdige Heilpflanze findet sich der Löwenzahn unter seinem lateinischen Namen Taraxacum bereits in den Lehrbüchern der arabischen Welt, so in den Aufzeichnungen des Arztes Avicenna (der einigen aus dem Werke der Medicus bekannt sein wird). Der Name könnte daher auch von tarak saha abgeleitet sein, was auf die diuretische Wirkung hinweist und soviel heisst wie “pissen lassen”. Im deutschsprachigen Raum findet sich das Kraut ab dem späten Mittelalter in Kräuterbüchern wieder.

Traditionell sind antientzündliche Wirkungen, entwässernde Wirkungen, galletreibende, leicht abführende und leberschützende Wirkung des Löwenzahns bekannt. So fanden sich auch Anwendungen bei Verdauungsproblemen (auch Colitis), Leberleiden, Drüsenschwellungen, Warzen, zur Entgiftung bei rheumatischen Erkrankungen, Gicht oder Hautkrankheiten.

 

Doch mehrere Studien belegen auch Wirkung gegen verschiedene Krebsarten und zwar sogar dann, wenn die Tumoren gegen andere Medikamente therapieresistent sind. Erste Studien hierzu wurden bereits 1981 veröffentlicht:  Sieyaku K. Taraxacum extracts as anti-tumor agents. 1981; 94:374 und Baba K, Abe S, Mizuno D.Antitumor activity of hot water extract of dandelion, Taraxacum officinale-correlation between antitumor activity and timing of administration. Yakugaku Zasshi 1981; 101:538-43.

 

Inhaltstoffe

 

Die Pflanze enthält je nach Pflanzenteil (Blatt, Stengel, Blüte oder Wurzel) unterschiedliche Anteile:

  • Alkaloide
  • Tannine
  • Saponine
  • Flavonoide
  • Terpenoide
  • Glykoside
  • Phenole
  • Sesquiterpen-Bitterstoffe
  • Aminosäuren
  • Cholin
  • Kalium
  • Zink
  • Kupfer
  • Inulin (besonders in der Wurzel)
  • Carotinoide
  • Vitamin C
  • Vitamin B
  • Vitamin E

 

als Auszugsmittel werden zumeist Wasser oder Alkohol verwendet, aber auch der Verzehr der Pflanzenteile oder Frischpflanzensaft ist möglich.

 

Studien zur Anwendung von Löwenzahn bei Krebs

 

Darmkrebs

 

Studien zur Wirksamkeit gegen Darmkrebs zeigten in vitro und im Tierversuch (in vivo) verschiedener Hinsicht.

In den Studien wurde mit wässrigem Wurzelextrakt gearbeitet. Ein Vergleich zum ethanolischen Extrakt zeigte in diesem keinen wesentlichen Vorteil. Im Ergebnis stellte sich heraus, dass die Anwendung das Wachstum selbst aggressiver Tumorzellen hemmt und deren Zellkraftwerke (Mitochondrien) angreift. Dieser Effekt betrifft selektiv nur die Krebszellen, nicht gesunde Zellen, anders als bei dem vergleichsweise untersuchten Mittel FLOFOX, das sowohl gesunde, als auch Krebszellen attackiert. Ebenfalls wurde eine Hemmung der Zellen in andere Gewebe zu streuen beobachtet. Im Mäuseversuch wurden hierbei 40 mg/ kg/ Tag eingesetzt. Das entspricht bei 80 kg einer Tagesdosis von 3,2 g was sich im Rahmen der traditionellen Anwendungsempfehlungen von 3 – 4 g befindet. Erste Effekte traten hierbei bereits nach 48 h auf.

 

Pankreaskrebs

 

Zu vergleichbaren Ergebnissen wie bei Darmkrebs kam auch eine Studie in Bezug auf Bauchspeicheldrüsenkrebs. Pankreaszellen waren gegenüber wässrigem Löwenzahnextrakt empfindlich. Dieser Extrakt führte zum programmierten Zelltod in den Krebszellen. Löwenzahnwurzel Extrakt verursachte den Kollaps des Mitochondrienmembran Potentials, was zur Selbstvernichtung des Gewebes führte. Normale menschliche Zellen reagierten jedoch bei ähnlicher Dosis nicht, es besteht also keine erhebliche Wirkung auf gesunde Zellen.

 

Brust- und Prostatakrebs

 

Eine weitere Studie befasste sich mit der Wirkung von wässrigem Auszug aus verschiedenen Teilen der Pflanze auf Brust- und Prostatakrebszellen. Untersucht wurde hierbei der Effekt von Auszügen aus Blüte, Blatt und Wurzel. Hier zeigte sich, dass das Extrakt aus den Blättern das Wachstum der Brustkrebszellen hemmte.

Gegen die Ausbreitung in Nachbargewebe wirkte interessanter Weise bei Brustkrebs das Wurzelextrakt, während das Extrakt der Blätter die Invasion von Prostatakrebszellen blockierte. Es kann also durchaus sinnvoll sein, sich nicht nur auf die Wurzel oder Blatt Teile der Pflanze zu beschränken um ein volles Wirkspektrum zu erhalten.

 

Leukämie

 

Wässriges Löwenzahnwurzelextrakt induziert wirksam den Zelltod in menschlichen Leukämie-Zelllinien in einer Dosis- und zeitabhängigen Weise. Interessanterweise wurden nicht-krebsartige mononukleäre Zellen des peripheren Bluts , die dem Extrakt unter den gleichen Behandlungsbedingungen wie Leukämiezellen ausgesetzt waren, auch hier nicht signifikant beeinträchtigt. Die Ergebnisse legen nahe, dass wässriges Extrakt Komponenten enthält, die den Zelltod selektiv in kultivierten Leukämiezellen induzieren man hofft daher auf eine nicht toxische Alternative zur konventionellen Leukämietherapie.

 

Chemotherapieresistente Melanoma

 

Eine Studie zeigt, dass Löwenzahnwurzelextrakt spezifisch und effektiv programmierten Zelltod in menschlichen Melanomzellen induziert, ohne in nicht-kanzerösen Zellen eine Toxizität zu induzieren. Interessanterweise reagierte eine relativ resistente menschliche Melanomzelllinie Löwenzahn, wenn sie mit dem metabolismusstörenden Antitype-II-Diabetikum Metformin kombiniert wurde.

 

Bekannte Nebenwirkungen und traditionelle Gegenanzeigen

 

Es kann zu allergischen Reaktionen kommen, Taraxinsäure erscheint die allergenste Komponente der Pflanze sein. Auch Kontaktallergien gegen den Milchsaft der frischen Pflanze sind hier möglich.

Saures Aufstoßen wurde bei sehr empfindlichen Personen beobachtet Dosen von bis zu 6 Gramm pro kg Körpergewicht, führten im Tierversuch zu keinerlei akuter messbarer Toxizität, ebenso ist nichts über langzeit toxische oder gar krebserregende Wirkungen bekannt. Im Gegenteil, Löwenzahn ist eines von mehreren Gemüse, dass antimutagene Wirkungen zeigt

Die Traditionelle Medizin rät von einer Anwendung bei Entzündungen der Gallenwege, Gallensteinen, Gallengangswegen oder Darmverschluss von einer Anwendung ab.

Einige Kräuterkundige empfehlen, die Kombination von Löwenzahn und entwässernden Medikamenten (Diuretika) zu vermeiden.

Über Anwendung in der Schwangerschaft liegen kein hinreichenden Erfahrungswerte vor. Keine nachteiligen Auswirkungen wurden berichtet, wenn in Dosen eingenommen, die normalerweise als Nahrung konsumiert werden.

 

In der Literatur überlieferte Dosisangaben

 

Es herrscht insgesamt Uneinigkeit, welche Dosis und Darreichungsform die effektivste und sinnvollste ist. Studien wurden meist mit wässrigen oder alkoholischen Auszügen durchgeführt, auch Extraktionen mit CO2 wurden bereits untersucht, sind aber nicht erhältlich oder selbst herstellbar. Wie die Studie zu Pankreas- und Brustkrebs zeigt, kann durchaus die Verwendung von Zubereitungen aus der ganzen Pflanze sinnvoll sein. Hier einige Beispiele, die jedoch keinesfalls als medizinische Einnahme Anweisung zu verstehen sind:

 

  • Frische Blätter:   4-10 g täglich
  • Getrocknete Blätter: 4-10 g täglich
  • Frischer Blattsaft: 1 tl (4-8 ml) zweimal täglich
  • Flüssigkeitsextrakt: 1-2 Teelöffel täglich
  • Frische Wurzeln: 2-8 Gramm täglich
  • Getrockneter pulverisierter Extrakt: 250-1000 mg drei- bis viermal täglich
  • Tee: 2 Tassen kochendes Wasser über eine 6 frische Blätter gießen und 10 Minuten ziehen lassen
  • Wurzelabkochung: 1 Tasse Wasser mit 2-3 Teelöffel getrockneter, geschnittener Wurzel für 15 Minuten abkochen.
  • Wickel: Das frische Pflanzenmaterial Menge je nach größe der Stelle zermörsern, die Paste gleichmäßig über die zu behandelnde Stelle verteilen das Ganze mit einer Mull- oder Gazebinde abdecken und fixieren, den Wickel mehrere Stunden, beispielsweise über Nacht wirken lassen, Stelle nicht waschen, sondern an der Luft trockenen lassen

Quellen:

Handbuch der Klosterheilkunde, Dr. Johannes Gottfried Mayer, Dr. med. Bernhard Uehleke, Pater Kilian, Verlag Zabert Sandmann GmbH München  www.zsverlag.de

ISBN 3-89883-016-0

https://pdfs.semanticscholar.org/fb65/97543d933256cbe8db76f99cef94e426860c.pdf

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5341965/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22647733

https://www.spandidos-publications.com/ijo/32/5/1085

http://www.-www.longwoodherbal.org/dandelion/dandelion.pdf

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0378874110006434

https://www.hindawi.com/journals/ecam/2011/129045/abs/

Quelle: http://www.lebensweisekompakt.de/loewenzahn-ein-unkraut-gegen-krebs/

Gruß an die Heilkraft von Mutter Natur

TA KI