Die Pflanze als Spiegel der Seele


Kaum jemand weiß über unsere Heilpflanzen so viel zu erzählen wie Wolf-Dieter Storl, weil er sich intuitiv mit ihnen verbinden kann, weil er ein Freund und Verbündeter dieser Wesen ist. Er öffnet sich den Seelen unserer grünen Verwandten, er spricht mit ihnen, schwingt sich ein auf ihre Persönlichkeit. Ein kurzweiliger Vortrag über das Wesen und die Heilkräfte unserer grünen Verbündeten.

.
Gruß an die Seelen
TA KI

Gesunde Kräuter statt Medikamenten und Mitteln zur Nahrungsergänzung.


Die gesundheitsfördernde Wirkung von Kräutern ist seit Urzeiten bekannt. Über Jahrhunderte hinweg sind ihre Heilkräfte in den Erfahrungsschatz der Menschheit eingegangen. Mit dem Aufkommen der pharmazeutischen Industrie, die für jegliche Beschwerde die passende Pille parat hält, hat dieses Wissen jedoch einen abrupten Dämpfer erfahren: Der Umgang mit Heilpflanzen erscheint manchen bloß noch etwas für schrullige Esoteriker zu sein, die Bäume umarmen.

Sicher hat die moderne Forschung viel Gutes bewirkt und nicht alles, was überliefert wird, ist sinnvoll. Allerdings hat selbst die Pharmakologie mittlerweile festgestellt, dass die chemisch isolierten Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente kaum an die komplexen Wirkweisen der Pflanzen heranreichen. So werden bei vielen Kräutern negative Effekte eines Inhaltsstoffs durch einen anderen ausgeglichen. Sie sind damit wirksam und schonend zugleich – ganz abgesehen von den zahlreichen sekundären Pflanzenstoffen, die sie enthalten und die für den menschlichen Organismus wichtig sind.

Das Beste aber ist: Viele der heilsamen Pflanzen hat man bereits als Küchenkräuter oder Tees zu Hause. Im Folgenden werden dir 12 Kräuter vorgestellt, die so alltäglich sind, dass kaum jemand ihre Superkräfte erahnt. Generell solltest du freilich beachten, dass – wie bei allem – von einem übermäßigen Verzehr abzuraten ist. Iss frisch und abwechslungsreich, dann entfalten die grünen Gewürze ihre volle Gesundheits-Power.

pixabay

1.) Basilikum

Basilikum gehört zur italienischen Küche einfach dazu. Dabei solltest du ihn stets frisch verwenden und erst kurz vor dem Servieren über die Pizza oder Spaghetti streuen. Dann schmeckt er nicht nur besser, sondern hilft auch bei Magenproblemen und Verstopfung. Basilikum kurbelt nämlich die Fettverdauung an. Darüber hinaus soll er gegen Migräne sowie leichte Angstzustände und Schwermütigkeit gut sein.

Da Basilikum Estragol enthält, wird empfohlen, täglich nicht mehr als 20 Blätter zu essen.

2.) Kresse

Eierbrot mit Gartenkresse – das gönnen sich die meisten nur an Ostern. Es lohnt sich jedoch, nicht nur Eier öfter zu essen, sondern auch regelmäßig ein Schälchen Kresse auf den Tisch zu stellen. Kresse zeichnet sich nämlich durch einen hohen Gehalt an Vitamin C, Calcium, Eisen und Folsäure aus. Damit wird zum einen das Bindegewebe gestärkt, zum anderen profitieren sprödes Haar und brüchige Fingernägel von den Kräutern. Ganz allgemein wirkt Kresse anregend und belebend. So fühlt man sich fit für den Tag.

3.) Rosmarin

Als Tee beruhigen die ätherischen Öle des Rosmarins die Nerven. Verspannungskopfschmerzen, Stress und Niedergeschlagenheit lösen sich. Als frisches Gewürz hilft Rosmarin bei Magen-Darm-Beschwerden, Völlegefühl und Blähungen. Reibt man Rosmarin-Öl auf die Haut, regt das die Durchblutung an.

Menschen mit empfindlicher Haut könnten bei einer äußerlichen Anwendung allerdings mit Reizungen reagieren; vorsichtig sollten auch Menschen mit Kreislaufbeschwerden oder Krampfadern sein. Bei allen ätherischen Ölen gilt, dass sie bei Kleinkindern und Asthmatikern nicht im Bereich von Mund und Nase angewendet werden dürfen, da sie Atemnot auslösen können.

pixabay

4.) Petersilie

Frische Petersilie ist eine Vitamin-C-Bombe. Zudem enthält sie etliche Mineralien, Spurenelemente und Antioxidantien. Damit stärkt das buschige Grün das Immunsystem und ein gesundes Zellwachstum. Außerdem sagen Heilpraktiker der Petersilie eine blutreinigende und entschlackende Wirkung nach. Nachweislich hilft das Kauen auf einem Petersilienstängel gegen Mundgeruch, da dieses Kraut den Geruch nicht nur neutralisiert, sondern auch eine antibakterielle sowie entzündungshemmende Wirkung hat.

Schwangere sollten nicht zu viel Petersilie essen, da sie vorzeitige Wehen auslösen kann.

pixabay

5.) Schnittlauch

Wie alle Lauchsorten ist Schnittlauch antibakteriell, harntreibend und beugt einer Verkalkung der Arterien vor. Zudem enthält er Kalium, Folsäure, Schwefel und Phosphor, das sorgt für starke Zellen und Nerven. Der regelmäßige Verzehr von Schnittlauch kann, wie Studien belegen, unter Umständen den Blutdruck- und Cholesterinspiegel senken. Und: Wer mit Schnittlauch würzt, braucht weniger Salz.

6.) Estragon

Eine selbstgemachte Sauce béarnaise mit frischen Estragon-Zweigen passt wundervoll zu Fisch oder Kurzgebratenem. Die Gerb- und Bitterstoffe des Estragons regen die Verdauung an und beleben den Stoffwechsel. Ein aufgebrühter Tee lindert Blähungen, innere Unruhe und Schlafbeschwerden. Auch Frauen in den Wechseljahren können mithilfe von Estragon typische Beschwerden abschwächen.

Wie Basilikum enthält auch Estragon den Bestandteil Estragol und sollte daher vorsichtshalber nicht übermäßig konsumiert werden.

7.) Zitronenmelisse

Ein Tee aus frischen Melissenblättern hilft bei Einschlafstörungen, Angstzuständen und Stress – vom hochprozentigen Melissengeist wird hingegen abgeraten. Darüber hinaus beugt Melisse als antibakterielles Virostatikum Infektionen vor. Äußerlich angewendet, wirkt Zitronenmelisse dadurch bei Hautunreinheiten sehr gut. Wissenschaftliche Studien haben in den letzten Jahren zudem entdeckt, dass Melisse ein wirksames Mittel gegen Lippenherpes ist. Hierfür werden Cremes mit Melissenextrakt auf die betroffene Stelle aufgetragen. Pharmakologe Matthias Melzig betont: „Den Vergleich zu einem synthetischen Virostatikum braucht die Melisse überhaupt nicht zu scheuen.“

8.) Salbei

Die lindernde Wirkung von Salbei ist den meisten bekannt: Bei Heiserkeit, Halsschmerzen und Zahnfleischentzündungen tut ein Salbeitee gut. Dafür ist das Zusammenspiel verschiedenster Inhaltsstoffe verantwortlich, die sowohl die Schleimhäute in Mund und Rachen für Bakterien und Viren undurchlässiger machen als auch bewirken, dass die Vermehrung der Krankheitserreger eingedämmt wird. Darüber hinaus wird die Wundheilung begünstigt. Einen ganz anderen positiven Effekt hat Salbeitee im Sommer: Er zügelt die Schweißproduktion!

Da Salbei das Nervengift Thujon enthält, sollte man keine großen Mengen zu sich nehmen und von einer langfristigen Anwendung absehen. Säuglinge, Schwangere und stillende Mütter sollten weitgehend auf Salbeitee verzichten.

9.) Oregano

Bei Magen- und Darmkrämpfen hilft ein Tee mit Oregano. Daneben wird Oregano in der Pflanzenheilkunde noch für viele andere Anwendungsgebiete eingesetzt: Appetitlosigkeit, Blähungen, Verstopfung, Menstruationsbeschwerden, Nieren- und Harnwegserkrankungen.

pixabay

10.) Thymian

Die ätherischen Öle des Thymians bringen Erholung für die Atemorgane, indem sie festsitzenden Schleim lösen. Bei Husten oder verstopfter Nase ist Thymiansirup oft besonders wohltuend. Hierfür wird Thymian zu einem kräftigen Tee gekocht, anschließend ohne Kräuter weiter reduziert und noch einmal mit Honig aufgekocht.

11.) Pfefferminze

Pfefferminztee kennt jedes Kind. Übelkeit, Blähungen und krampfartige Menstruationsbeschwerden können mit Pfefferminztee gelindert werden. Auch bei Reizdarm soll er helfen.

Da die Pfefferminze jedoch die Säureproduktion anregt, kann dieses Kraut Menschen mit empfindlichem Magen oder Sodbrennen zusätzlich reizen. Stillende Mütter dürfen keinen Pfefferminztee trinken, da er die Milchproduktion hemmt. Erst beim Abstillen ist er aus diesem Grund dann wieder sehr willkommen.

pixabay

12.) Kamille

Die wohl berühmteste Heilpflanze ist die Kamille. Aufgrund ihrer entzündungshemmenden, antibakteriellen und krampflösenden Eigenschaften ist sie ein wahrer Alleskönner: Als Tee hilft sie bei Bauchschmerzen, Blähungen und Völlegefühl; als Spülung lindert sie Zahnfleischentzündungen und Halskratzen; als Sitzbad ist die Kamille bei Hämorrhoiden sowie bei Infektionen im Genitalbereich wirksam.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt bei Babys, lieber Kamillentee als Fencheltee gegen Blähungen zu geben. Von selbst hergestellten Kamillenlösungen für die Behandlung am Auge wird dringend abgeraten.

pixabay

Kräuter sind gesund. Will man sie als medizinisches Mittel in Selbstbehandlung anwenden, sollte man sich indes immer erst mit seinem Arzt absprechen. Als frisches Gewürz beim Kochen können die Kräuter jedoch viel für das körperliche Wohlbefinden tun, und ein Tässchen Tee ersetzt gelegentlich die Tablette aus dem Arzneischrank. Stelle dir am besten gleich ein ganzes Regal mit frischen Kräutern zusammen.

Quelle

Gruß an die Wissenden
TA KI

Brennnessel


Von wegen Unkraut! In der Naturheilkunde gilt die Brennnessel vielen Eingeweihten als „Königin der Heilpflanzen“. Aber auch kulinarisch lohnt sich die Entdeckung der Pflanze unbedingt.

Kaufen kann man Brennnesseln leider nicht, hier ist selber sammeln angesagt (…)

Das sollten Sie über Brennnessel wissen

Es stimmt, Brennnesseln wachsen und wuchern üppig auch da, wo man sie nicht unbedingt haben möchte. Trotzdem haben sie Besseres verdient als auf dem Abfall zu landen – und ihren Ruf als ungeliebtes Unkraut tragen sie wirklich zu Unrecht. Besonders die ganz jungen Brennnesseln stecken nicht nur voller gesunder Inhaltsstoffe, sondern haben auch kulinarisch einiges zu bieten. So langsam entdecken das immer mehr Gesundheitsbewusste und Genießer – kein Wunder also, dass man inzwischen sogar Brennnesselsamen zum Aussäen im Garten kaufen kann!

Die bis zu 1,50 Meter hoch wachsenden Stauden sind bei vielen auch wegen ihrer besonderen Eigenschaft unbeliebt: Die zahlreichen Härchen an Stängeln und Blättern sorgen beim Berühren für unangenehmes Brennen (daher der Name). Doch dieser unerwünschte Effekt lässt sich leicht vermeiden, wenn Sie beim Ernten Handschuhe tragen. Sobald man junge Brennnesseln gart, verlieren die Härchen aber diese typische Eigenheit.

Saison: Junge Brennnesseln pflückt man am besten von März bis Mai. Dann beginnen die Pflanzen zu blühen und enthalten nicht mehr ganz so viele Wirk- und Aromastoffe. Die beste Zeit zum Ernten der ebenfalls wirkstoffreichen Wurzeln von Brennnessel ist der Herbst.

Herkunft: Die Brennnessel ist seit Tausenden von Jahren in ganz Europa heimisch.

Geschmack: Junge Brennnesseln haben einen kräuterartigen, frischen Geschmack. Ältere Brennnesseln enthalten sehr viel Gerbsäure und schmecken weniger angenehm.

Wie gesund ist eigentlich Brennnessel?

Die Brennnessel trägt nicht umsonst den Titel „Königin der Heilkräuter“ – die Liste ihrer gesundheitlichen Wirkgebiete ist lang: In der Volks- und Naturheilkunde verwendet man Brennnesseln schon seit Jahrtausenden z.B. zur Blutreinigung, gegen Blutarmut, bei Verdauungsstörungen sowie bei Erkrankungen von Niere und Harnwegen. Weitere erprobte Anwendungsgebiete für die Brennnessel sind Beschwerden von Magen, Galle, Leber und Bauchspeicheldrüse; außerdem Erkrankungen wie Gicht und Rheuma sowie Entzündungen von Mundhöhle. Da Brennnesseln Stoffe enthalten, die die Blutgefäße verengen, gelten sie als wirksames Mittel bei Hämorrhoiden und Blutungen aller Art.

Hauptinhaltsstoffe von Brennnesseln sind neben zellschützenden Flavonoiden auch Gerbstoffe, günstig wirkende organische Säuren, große Mengen an Chlorophyll und die Vitamine A und C. Besonders reich ist Brennnessel außerdem an Kieselsäure, die für schöne Nägel und gesundes Haar sorgt. Mineralstoffe stecken ebenfalls reichlich in Brennnesseln, allen voran das für die Blutbildung so wichtige Eisen: Brennnesselblätter enthalten davon mit rund 4 mg genauso viel wie Spinat.

Brennnessel – gut zu wissen:

Brennnesseln gelten zwar zu Recht als sehr nitratreich: 100 g enthalten etwa 145 mg Nitrat. Grund zur Sorge ist das aber nicht, denn für gesunde Erwachsene sind bis zu 1.300 mg Nitrat am Tag als gesundheitlich unbedenklich. Ein paar Tassen Brennnesseltee oder die Handvoll Brennnesselblätter im Salat oder in anderen Gerichten schaden darum nicht.

Einkaufs- und Küchentipps für Brennnessel

Einkauf: Zu kaufen gibt es Brennnessel leider nicht, selber sammeln ist hier also angesagt. Da das Kraut aber buchstäblich wie Unkraut fast überall wächst, können Sie sich damit im Frühling problemlos selbst versorgen. Wichtig beim Sammeln: Tragen Sie Handschuhe und pflücken Sie nur die ganz zarten, hellgrünen jungen Triebe.

Lagerung: Brennnesseln welken nach dem Pflücken schnell. Bereiten Sie die Blätter darum möglichst rasch zu. Sie können Brennnesseln aber auch gut trocknen, um später Tee daraus zu kochen: Einfach an einem schattigen, luftigen Platz langsam trocknen lassen und dann in fest verschließbare Gefäße geben.

Vorbereitung: Auch bei der Vorbereitung von Brennnesseln gilt: Unbedingt Handschuhe tragen, damit es keine Schmerzen und Quaddeln gibt! Spülen Sie die Brennnesseln unter fließendem Wasser ab, anschließend die Blätter abzupfen und trockenschütteln. Je nach Größe und je Rezept können Sie die Blätter der Brennnessel dann ganz lassen, in feine Streifen schneiden oder hacken. Falls Sie mit Brennnesseln Ihren Salat aufpeppen möchten, sollten Sie die Blätter einmal ganz kurz mit kochendem Wasser überbrühen und dann gut abtropfen lassen.

(…)

Zubereitungstipps für Brennnessel:

Der leicht herbe, würzige Kräutergeschmack von Brennnesseln kommt am besten zur Geltung, wenn Sie ihn mit anderem Gemüse kombinieren – allein kann er leicht zu dominant werden. Sehr lecker schmeckt frische, junge Brennnessel zum Beispiel zusammen mit Kohlrabi und Süßkartoffeln in einem vegetarischen Gratin oder mit Möhren und Hähnchenfilet als Füllung von saftigen Wraps.

Getrocknet ergeben Brennnesselblätter einen sanft entwässernd wirkenden Tee, der auch die Fettverbrennung ankurbeln kann.

Quelle

Gruß an die Besseresser

.

.

.

TA KI

Gesundheit: Die 10 mächtigsten Heilpflanzen


Heilpflanzen werden oft unterschätzt. Manchmal nutzt man sie bei kleinen Wehwehchen. Aber wirkliches Vertrauen bringt man ihnen nicht gerade entgegen. Das ist schade, denn in Heilpflanzen steckt ein solch grosses Potential für unsere Gesundheit, dass es fast schon leichtsinnig wäre, darauf zu verzichten.

Wir stellen Ihnen heute die Top Ten der Heilpflanzen vor. Wetten, dass auch Sie künftig – bei Beschwerden gleich welcher Art – verstärkt Heilpflanzen nutzen werden?

Heilpflanzen wirken ganz anders als schulmedizinische Medikamente. Und das ist auch ganz normal.

Denn Heilpflanzen bestehen nicht aus einem einzigen künstlichen Wirkstoff, sondern aus einem Potpourri an natürlichen Wirkstoffen, das bei jeder Heilpflanze anders ist.

Da sind Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Antioxidantien und die ganz speziellen sekundären Pflanzenstoffe. Letztere sind es meist auch, die für die spezifische Wirkung der Pflanze verantwortlich sind.

Auch Heilpflanzen haben Nebenwirkungen. Nebenwirkungen sind hier jedoch nicht gleich bedeutend mit unerwünschten Begleiterscheinungen – wie das bei den meisten Medikamenten der Fall ist.

Nebenwirkungen von Heilpflanzen sind einfach weitere positive Wirkungen. Nehmen wir die Pfefferminze. Ihre Wirkstoffe sind insbesondere ätherische Öle, Flavonoide und Gerbstoffe. Die Hauptwirkung der Pfefferminze bezieht sich auf die Linderung von Magen-Darm-Beschwerden.

Hier wirkt sie jetzt aber nicht – wie das ein schulmedizinisches Medikament tun würde – ausschliesslich gegen zu viel Magensäure oder ausschliesslich gegen Blähungen oder ausschliesslich gegen Schmerzen.

Die Pfefferminze wirkt ganzheitlich:

Sie löst schmerzhafte Krämpfe (spasmolytisch). Sie behebt Blähungen, fördert die Bildung der Gallen-, Magen- und Verdauungssäfte und beschleunigt die Magenentleerung.

Das sind die Hauptwirkungen der Pfefferminze. Und wie sieht es mit den Nebenwirkungen aus? Diese sind natürlich ebenfalls vorhanden, nämlich die folgenden:

Die Pfefferminze wirkt antibakteriell, macht die Atemwege frei, eliminiert schlechten Mundgeruch, wirkt gegen Mundschleimhautentzündungen und sogar gegen Kopfschmerzen.

Unerwünschte Nebenwirkungen gäbe es nur, wenn man die Wirkstoffe der Pfefferminze (z. B. das ätherische Öl) isoliert und in zu grossen Dosen einnehmen würde.

Heilpflanzen jedoch, die in Form natürlicher Zubereitungen verwendet werden, sind mehrheitlich frei von unerwünschten Wirkungen.

Sicherheitshalber sollten jedoch Schwangere und Stillende sowie sehr empfindliche Menschen vor dem Gebrauch von Heilpflanzen ihren Arzt oder Therapeuten befragen.

 

Die Top-Ten der Heilpflanzen

Nachfolgend stellen wir Ihnen zehn der mächtigsten Heilpflanzen und ihre Wirkungen vor und hoffen, damit auch Sie vom grossartigen Nutzen der Phytotherapie (Heilpflanzentherapie) überzeugen zu können.

1.) Die Mariendistel

Die Mariendistel ist eine stachelige, violett blühende Pflanze, die man – insbesondere in warmen Regionen – wild am Wegesrand finden kann.

Jahrhunderte lang wurden die Samen der Mariendistel, die den aktiven Inhaltsstoff Silymarin enthalten, zur Stärkung der Leber verwendet.

Da das Silymarin eine hohe Schutzwirkung auf die Leber hat, verhindert es Schäden, die durch eine Überbelastung der Leber (z. B. durch Vergiftungen oder Entzündungen) entstehen.

Auch bei der heutzutage häufig auftretenden Leberverfettung hat sich die Mariendistel bestens bewährt.

Die Leberschutzwirkung der Mariendistel wurde in Studien eindeutig belegt. Es wurde darin nachgewiesen, dass das schädliche Potential von Leber schädigenden Stoffen in Anwesenheit der Mariendistel abgeschwächt oder gar aufgehoben werden kann.

Die Mariendistel schützt die Leber jedoch nicht nur vor Giftstoffen, sondern beschleunigt auch die Regeneration der Leberzellen.

2. Der Beifuss

Eine äusserst unscheinbare, aber dafür umso mächtigere Heilpflanze ist der gemeine Beifuss (Artemisia vulgaris) – ein Verwandter des Wermut.

Der Beifuss ist in Mitteleuropa heimisch, was äusserst praktisch ist, da man ihn somit nahezu überall kostenfrei zur Verfügung hat.

Die Einsatzgebiete des Beifusses sind vielfältig. Besonders wirksam ist er jedoch bei Beschwerden des Verdauungssystems und bei Frauenleiden.

Ob also Verdauungsschwäche, Blähungen, Appetitlosigkeit oder Gallenleiden, der Beifuss hilft hier genauso wie bei Menstruationsbeschwerden und Krämpfen nahezu aller Art.

Eine Variation des Beifusses ist der einjährige Beifuss (Artemisia annua). Er stammt aus Fernost und wird schon seit vielen Jahrhunderten in der Traditionellen Chinesischen Medizin eingesetzt. Er gilt als Mittel gegen Krebs sowie gegen Malaria (wozu es ganz aktuelle Studien gibt).

Sie sehen also, wie einfach es mit Hilfe von Heilpflanzen sein kann, die eigene Gesundheit zu verbessern.

 

3.) Der Flohsamen

Die Samen des Flohsamens enthalten lösliche Ballaststoffe, die beachtliche Mengen an Wasser aufnehmen können. Nur ein Teelöffel mit Flohsamen lässt eine Tasse voll Wasser innerhalb einer Minute so dickflüssig wie Pudding werden.

Das enorme Quellvermögen des Flohsamens macht ihn zu einem probaten Hilfsmittel gegen Darmträgheit: Der Darminhalt wird durch den Flohsamen vermehrt, ein Dehnungsreiz wird ausgelöst und dieser führt dann schliesslich zur Darmentleerung.

Gleichzeitig werden möglicherweise vorhandene Schlacken oder Kotreste von den Darmwänden gefegt, weshalb Flohsamen zu den Bestandteilen einer jeden hochwertigen Darmreinigung gehören.

Will man die Wirkung des Flohsamens verstärken, dann wählt man nicht den ganzen Flohsamen, sondern Flohsamenschalen. Je feiner diese pulverisiert sind, umso stärker ist deren Quellvermögen und somit ihre Darm reinigende Wirkung.

In Verbindung mit der Einnahme von Flohsamenschalen ist eine ausreichende Trinkmenge von ca. 2,5 Liter stillem Wasser pro Tag enorm wichtig, da es sonst leicht zur Verstopfung kommen kann.

Flohsamen werden aufgrund ihres hohen Gehaltes an heilenden Schleimstoffen auch häufig bei Magengeschwüren und Hämorrhoiden verwendet. Der Schleim legt sich schützend auf die Schleimhäute von Magen und Darm und fördert so deren Regeneration.

Bei einem Darmverschluss sollte man Flohsamen natürlich nicht einnehmen.

4.) Die Klettenwurzel

Kletten kennt jeder – zumindest noch aus der Kindheit. Kletten haften besonders gern an der Kleidung oder im Fell von Tieren. Ungünstig ist es, wenn sich eine Klette im langen Haar verfängt, da ihre Entfernung dann wirklich langwierig werden kann…

Genau diese Eigenschaft macht die Klette jedoch für unser Blut so wertvoll. Es sind nämlich nicht nur ihre Früchte, die klebende oder bindende Fähigkeiten haben.

Auch die Wurzel der Klette kann – laut der Volksheilkunde – binden, allerdings nicht an Kleidung, sondern an Schwermetalle und Gifte. Die Toxine werden auf diese Weise rasch aus dem Körper ausgeschwemmt.

Die Klettenwurzel wirkt ausserdem harntreibend, so dass die gebundenen Giftstoffe nicht unbedingt über den Darm, sondern auch über die Nieren ausgeschieden werden können.

Die Klette besitzt zudem antibakterielle und antimykotische (pilzfeindliche) Eigenschaften, weshalb sie auch sehr gerne bei Hautproblemen wie beispielsweise bei Akne oder als öliger Auszug bei schuppiger Kopfhaut angewandt wird.

Die Haupt-Inhaltsstoffe der Klettenwurzel sind Inulin, Schleime, ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Sitosterin sowie die erwähnten antibiotisch und fungizid wirkenden Substanzen.

5.) Die Bärentraubenblätter

Die Bärentraube ist eine Heilpflanze, deren Wirkung als Entgiftungs- und Heilmittel der Nieren, vor allem aber der Blase und der ableitenden Harnwege schon lange bekannt ist.

Daneben verwendet man die Blätter auch bei Husten und bei chronischen Durchfällen.

Der Hauptinhaltsstoff ist das Arbutin. Daneben sind noch Gerbstoffe, Flavonoide und etwas ätherisches Ölin den Bärentraubenblättern enthalten.

Wichtig für die Wirkung des Bärentraubenblättertees ist die richtige Zubereitung:

Durch einen Kaltansatz werden die wichtigen wirksamen Inhaltsstoffe ausgezogen, während die Gerbstoffe, die wegen der Magenbelastung und des unappetitlichen Aussehens nicht erwünscht sind, kaum aus dem Pflanzenmaterial extrahiert werden.

Ein Kaltansatz wird folgendermassen hergestellt. Die Bärentraubenblätter werden mit kaltem Wasser übergossen und einige Stunden (z. B. über Nacht) bei Raumtemperatur stehen gelassen. Dann seiht man die Flüssigkeit ab, erwärmt und trinkt sie.

Allerdings sollte man den Tee – wie alle anderen Arzneitees auch – nur für begrenzte Zeit zu sich nehmen, also so lange, bis die Beschwerden nach wenigen Tagen nachlassen.

Als Tee für jeden Tag eignet sich der Bärentraubenblättertee nicht.

 

6.) Die Stechwinde (Wurzel)

Beheimatet ist die Stechwinde (Sarsaparille) in den zentralamerikanischen Staaten Guatemala, Honduras und San Salvador.

Schon der Name bzw. das Aussehen der Pflanze deutet auf eine ihre Wirkungen hin: Die Stechwinde sticht – und das nicht wenig.

Ihre Wurzel soll nun unter anderem gegen stechende Schmerzen helfen, und wurde mit dieser Eigenschaft bereits vor Jahrhunderten von den Indianern und Chinesen als Schmerzmittel eingesetzt.

Die Stechwinde enthält 1 – 3% Steroidsaponine, Phytosterine und Stärke. Sie hat entzündungshemmende und reinigende Eigenschaften. Auch wirkt sie antioxidativ.

Die Pflanze galt früher als ausgezeichnetes Mittel gegen die Syphilis. Heute ist sie hauptsächlich Bestandteil vieler Blutreinigungstees und unterstützt somit die Leber als Hauptentgiftungsorgan, die bei gesundheitlichen Problemen stechende Schmerzen verursachen kann.

Die Stechwinde kann auch bei der Ausleitung von Umweltgiften eingesetzt werden und hilft aus naturheilkundlicher Sicht bei der Borreliosebehandlung sowie bei asthmatischen Beschwerden und Allergien.

Die Wurzel der Stechwinde soll ausserdem die Bildung weisser Blutkörperchen stimulieren, vor allem die der T-Lymphozyten und der Makrophagen (Fresszellen), was natürlich die Abwehrkraft des Körpers verbessert.

Die blutreinigende Wirkung der Stechwinde ist folglich hilfreich, um Hautprobleme aller Art wie Ekzeme, Milchschorf, Schuppenflechte, Akne, Furunkel und Warzen zu lindern.

Selbst als Aphrodisiakum für den Mann wird die Stechwinde traditionell eingesetzt. Sie soll – wohldosiert – die Testosteron-Produktion anregen, dadurch die männliche Potenz steigern und Muskelmasse aufbauen helfen.

7.) Der Löwenzahn

Wahrscheinlich ist der Löwenzahn deshalb so weit verbreitet, damit für jeden genug dieser mächtigen Heilpflanze zur Verfügung steht 🙂

Der Löwenzahn ist ein leicht bitter schmeckendes Kraut mit Bitterstoffen, Carotinoiden, Flavonoiden, Gerbstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen, Schleimstoffen und (in der Wurzel) mit Inulin.

Der Löwenzahn kann Fasten-Symptome wie Kopfschmerzen sowie Nachwirkungen eines übermässigen Alkoholgenusses lindern. Er wird auch bei Bluthochdruck, Husten, Verstopfung und Problemen mit der Gallenblase eingesetzt.

Auch regt der Löwenzahn die Durchblutung an. Auf diese Weise unterstützt er den Abtransport von Stoffwechselschlacken, die sich im Bindegewebe eingelagert haben und zu Krankheiten wie Rheuma und Gicht beitragen können.

Betroffene profitieren vom Löwenzahn insbesondere durch einen spürbaren Schmerzrückgang.

Eine Löwenzahn-Kur kann durch die Anregung der Gallensaftsekretion auch der Bildung oder der Vergrösserung von bereits vorhandenen Gallensteinen entgegen wirken.

Auch Beschwerden im Magen-Darm-Bereich wie Völlegefühl, Blähungen und Verdauungsprobleme können mit dem Löwenzahn gelindert werden.

Ausserdem hat der Löwenzahn eine harntreibende Wirkung, so dass er auch bei Problemen mit den Harnwegen hilfreich sein kann.

Ganz allgemein wirkt der Löwenzahn stärkend auf geschwächte Menschen, da er auch appetitanregend und insgesamt antriebssteigernd wirkt.

Eine Löwenzahn-Kur bietet sich insbesondere im Frühjahr an. Dazu wird der Löwenzahn in Form der frischen Pflanze, als Tee, als Löwenzahnwurzelextrakt, als Löwenzahnfrischpflanzensaft oder als Löwenzahnblattpulver über 4 bis 6 Wochen hinweg verzehrt.

8.) Die Brennnessel

Wer kennt sie nicht, die Brennnessel, die sich überall am Wegesrand und auf den Wiesen ausbreitet und allgemein als Unkraut angesehen wird. Doch ihre zahlreichen Gesundheitswirkungen heben diese Pflanze immer mehr aus ihrem Schattendasein heraus.

Ursächlich wird die Brennnessel bei Problemen der Haut, Muskeln und Gelenke u. a. bei Menschen angewandt, die eine krankhafte Neigung zu Harnsäurebablagerungen haben. Die Brennnessel hilft nämlich bei der Ausscheidung derselben.

Kräuterbücher des 16. Jahrhunderts beschreiben die Pflanze hauptsächlich als Mittel gegen Wassersucht. Und schon die alten Griechen wie Hippokrates hoben besonders die harntreibenden Wirkungen dieser Pflanze hervor.

Auch bei Paracelsus und der Heiligen Hildegard von Bingen wird die Brennnessel als Heilmittel erwähnt.

Aufgrund ihrer intensiven Wirkung wird die Brennnessel auch in der Homöopathie bei Hautauschlägen, leichten Verbrennungen und Sonnenbrand angewandt. Als Urtinktur wird sie von Homöopathen bei Rheuma und Gicht eingesetzt.

Bei der Verwendung von Brennesselkraut ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens 2,5 Liter stillem Wasser zu achten.

9.) Die Birkenblätter

Medizinisch genutzt werden die Blätter der Birke. Sie wirken besonders auf die Nieren (fördern die Nierendurchblutung und Nierenleistung) und auf die Harnwege.

Birkenblätter können als Tee oder als Frischpflanzensaft getrunken oder in Form von Tabletten oder Dragees eingenommen werden. Äusserlich finden die Birkenblätter in verschiedenen kosmetischen Produkten Anwendung, z. B. gegen Schuppenbildung.

Die Anwendungsgebiete der Birkenblätter sind im Einzelnen die folgenden:

  • Durchspülung der Harnwege bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen, die mit Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen einher gehen
  • Bei Nierengriess
  • Zur unterstützenden Behandlung rheumatischer Beschwerden
  • Zur Blutreinigung im Rahmen von “Frühjahrskuren”

10.) Die Artischockenblätter

Die Artischocke, die ursprünglich aus dem Orient stammt, ist eine bis zu zwei Meter hohe, distelartige Staude. Ihre Blütenknospen werden als Gemüse verzehrt.

Heilsam sind jedoch insbesondere die Artischockenblätter, besonders als Artischockenextrakt.

Sie sind reich an Bitterstoffen (Hauptwirkstoff ist das Cynarin), Flavonoiden, Vitaminen, Mineralstoffen etc.

Die Artischockenblätter wirken hervorragend auf die Gallen- und Lebergesundheit. Sie fördern den Gallefluss und schützen die Leber und helfen ihr bei der Regeneration.

Auch die Bauchspeicheldrüse wird von den Bitterstoffen der Artischockenblätter angeregt, Verdauungssäfte auszuschütten.

Artischockenblätter wirken insgesamt blutfett- und cholesterinsenkend, entzündungshemmend, krampflösend und antioxidativ.

Man kann die Artischocke sowohl als Frischpflanzensaft als auch in Kapselform verwenden.

Sie sehen also, wie einfach es mit Hilfe von Heilpflanzen sein kann, die eigene Gesundheit zu verbessern.

Und wenn Sie eine Frühjahrskur planen sollten, dann kennen Sie jetzt eine ganze Wagenladung von Heilpflanzen, die Sie zur Entgiftung, Entschlackung, Leberregeneration, Blutreinigung etc. integrieren können.

Literatur:

Die einzige Antwort auf Krebs

Natriumbicarbonat: Krebstherapie für jedermann – Der Bestseller jetzt im Taschenbuch –

Selber machen statt kaufen – Haut und Haar: 137 Rezepte für natürliche Pflegeprodukte, die Geld sparen und die Umwelt schonen

Quellen: PublicDomain/zentrum-der-gesundheit.de am 05.04.2018

Weitere Artikel:

Aloe vera – Eine aussergewöhnliche Heilpflanze

Vitamin D: “Nährstoffe sind die Medizin der Zukunft”

Die historische Bedeutung von Vitamin D: Mediale Fehlinformationen und unterdrücktes Wissen

Vitamin D repariert im Nu Blutgefässe

Bei Säuglingen: Vitamin D – Tropfen oder Tabletten?

Die sagenhafte Wirkung von Vitamin D und Calcium – Fragwürdige Studien sollen verunsichern

Dunkle Wintermonate: Wer braucht zusätzliches Vitamin D?

Auch im Sommer kann uns Vitamin D fehlen

Vitamin D: Schutz vor Karies und Hilfe bei Sonnenbrand

Sonnenlicht gibt uns nicht nur Vitamin D, sondern bremst auch Gewichtszunahme und hilft bei Diabetes

Studie zeigt: Vitamin D schützt vor Darmkrebs – Symptome eines Mangels, neun wichtige Warnzeichen

Superhormon Vitamin D: So aktivieren Sie Ihren Schutzschild gegen chronische Erkrankungen (Videos)

Hochdosiert: Die wundersamen Auswirkungen extrem hoher Dosen von Vitamin D3

Quelle: https://www.pravda-tv.com/2018/04/gesundheit-die-10-maechtigsten-heilpflanzen/

Gruß an die Wissenden

TA KI

Bitter macht gesund – Warum du mehr Bitterstoffe essen solltest


Hast du dich schon mal gefragt, warum fast alle Heilpflanzen und Gewürze einen bitteren oder wenigstens leicht bitteren Geschmack haben? Das gilt für Aloe vera, Neem, Knoblauch, kanadische Orangenwurzel (goldenseal), Ingwer, Wermut, Mariendistel, Kurkuma und für viele andere. Nach dem Ayurveda sollte ein ausgewogenes Mahl alle sechs Geschmacksrichtungen enthalten: salzig, scharf, süß, sauer, herb und bitter. Erst dann kann der Körper wirklich gesund sein.

Leider wiegen aber in unserer westlichen Kultur fast ausschließlich der süße und salzige Geschmack vor. Bittere Aromen, die dem Organismus so gut tun, sind verpönt und fast vergessen. Ist dieses gesunde, bittere Aroma nur Zufall? Im Ayurveda finden wir die Erklärung, dass der bittere Geschmack zugleich der heilkräftigste von allen ist. Die bitteren Aromen und Pflanzen werden deshalb zur Heilung vieler körperlichen und seelischen Krankheiten verwendet.

Eigenschaften der Bitterstoffe

Bitterstoffe fördern eine gesunde Verdauung, indem sie die Durchblutung der Verdauungsorgane anregen. Wermutextrakt ist deshalb auch in vielen pflanzlichen Präparaten zur Verdauungsanregung enthalten.
  • Sie kämpfen gegen die Mikroben, vernichten also Bakterien, Pilze, Viren und Parasiten, und hindern auf diese Weise Gifte daran, sich im Organismus abzusetzen.
  • Ferner wirken sie blutreinigend, stimulieren den Appetit, und unterstützen die Leber bei ihrer Arbeit.
  • Die Bitterstoffe schmeicheln nicht gerade unseren Geschmacksnerven; somit helfen sie beim Abnehmen. Dadurch wird unsere Haut auch klarer.
Und schließlich sind sie ein hervorragendes Mittel gegen jegliche Art von Übelkeit.
Durch die einseitige Ausrichtung der modernen Ernährung auf süß und salzig haben wir verlernt, Bitterstoffe zu schätzen. Ihr Geschmack ist deshalb zunächst ungewohnt und vielleicht sogar unangenehm. Mit der Zeit kann aber jeder seinen Geschmackssinn “normalisieren” und sich an Bitterstoffe gewöhnen, ja diese sogar als wohlschmeckend willkommen heißen.
Gestalte also deine Mahlzeiten ausgewogen. Hier findest du eine Liste von Lebensmitteln, Heilpflanzen und Gewürzen, die wertvolle Bitterstoffe enthalten.

Bittere Lebensmittel

Zu den Lebensmitteln, die reich an natürlichen Bitterstoffen sind, gehören unter anderem die Bittermelone, grünes Blattgemüse (Salat, Spinat, Mangold, Kohl usw.), Sesam, Radicchio, Grapefruit, Oliven, Aubergine, bittere Schokolade, wilder Spargel und Artischocken. Diese vielseitigen Lebensmittel lassen sich problemlos in den täglichen Speiseplan integrieren.

Bittere Heilpflanzen und Gewürze

Auch unter den Heilpflanzen und Gewürzen gibt es viele, die reichlich Bitterstoffe liefern, wie Mariendistel, Löwenzahn, Aloe vera, Kamille, Pfefferminze, Orangenwurzel, Wermut, Neem, Berberitzen, Enzian, und die Gewürze Kurkuma, Ingwer, römischer Kümmel, Zimt, Bockshornklee, Senfkörner und Asant.
Verwende bittere Heilkräuter und Gewürze am besten als Zugabe zu Smoothies, Salaten, Suppen und anderen herzhaften Speisen, wo sie das Aroma bereichern.
Mehr Informationen zu bitteren Wildkräutern erhältst du auch bei einer guten Wildkrautwanderung.
Du siehst also, dass dir eine ganze Menge Pflanzen, Kräuter und Gewürze zur Verfügung stehen, die dem Organismus die lebensnotwendigen Bitterstoffe liefern, und so zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen. Diese Liste ist natürlich nicht vollständig, sie ließe sich noch beliebig erweitern.
Dass uns die Bitterstoffe tatsächlich helfen, hat ein jeder von uns schon mal erfahren, der nach einer üppigen Mahlzeit ganz spontan zu einem Gläschen Enzian, Wermut oder Magenbitter griff. Und gerade jetzt im Frühjahr geht für einen inneren “Frühjahrsputz” nichts über einen schmackhaften Löwenzahnsalat gewürzt mit Olivenöl.

Quelle: https://www.smarticular.net/bitter-macht-gesund-warum-du-mehr-bitterstoffe-essen-solltest/

Gruß an die Wissenden
TA KI

Mönchspfeffer – Die Heilpflanze bei Frauenbeschwerden


Der Mönchspfeffer ist DIE Pflanze für Frauenbeschwerden nahezu jeder Art. Ob prämenstruelles Syndrom, Brustempfindlichkeit, Menstruationsstörungen oder schmerzhafte Monatsblutungen: Der Mönchspfeffer gilt seit Jahrtausenden als natürlicher Helfer für alle diese Beschwerden. Selbst bei psychischen Problematiken wie der prämenstruellen Dysphorie bescheinigen Studien dem Mönchspfeffer eine gute Wirkung. Auch in den Wechseljahren oder bei Fruchtbarkeitsstörungen kann der Mönchspfeffer hilfreich sein.

Mönchspfeffer: Uralte Heilpflanze

Der Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) gehört zur Familie der Lippenblütler, genau wie viele andere Gewürz- und Heilpflanzen, etwa das Basilikum, der Lavendel oder der Salbei. Im Gegensatz zu diesen eher kleinwüchsigen Stauden ist der Mönchspfeffer jedoch ein bis zu vier Meter hoher Strauch. Er ist im gesamten Mittelmeerraum bis hin nach Westasien verbreitet und fühlt sich insbesondere in wasserreichen Gebieten wie an Küsten, Flussläufen und in Auenwäldern wohl.

Der Mönchspfeffer wird schon seit Jahrtausenden medizinisch angewandt. Quellen zufolge war er bereits im Altertum eine sehr angesehene Pflanze. Während seine zähen und harten Zweige zur Herstellung von Flechtzäunen Verwendung fanden, wurden die Blüten, Blätter und Samen und vor allem die rotschwarz gefärbten, fleischigen Früchte (Agni casti fructus) bei Verletzungen und Blähungen, in erster Linie aber bei Frauenleiden der unterschiedlichsten Art eingesetzt. Darüber hinaus dienten die Früchte aufgrund ihres würzigen Geschmacks als Pfefferersatz.

Mönchspfeffer und seine rituelle Bedeutung

Der Mönchspfeffer hatte ausserdem eine grosse rituelle Bedeutung. Die alten Griechen nutzten ihn zur Abwehr von Gefahren, zur Bewahrung der Keuschheit, aber auch zur Steigerung der Fruchtbarkeit.

Daran erinnert ein uraltes geheimnisvolles Fest, die Thesmophorien, das u. a. in Athen zu Ehren der Fruchtbarkeitsgöttin Demeter zelebriert wurde. Bezeichnend ist, dass daran ausschliesslich Frauen teilnehmen durften, während die Männer das Fest finanzieren mussten.

Die Blüten des Mönchspfeffers wurden dabei von den Frauen als Schmuck verwendet, die Blätter auf ihr Lager gelegt. Dies sollte dabei helfen, während der Thesmophorien keusch zu bleiben. Gleichzeitig erhofften sich die Frauen durch die Wirkung des Mönchspfeffers eine langfristig gesteigerte Fruchtbarkeit. Nach drei Tagen wurde zum Ausklang ein grosses Festessen mit Tänzen und Spielen veranstaltet.

Der Mönchspfeffer und die Liebeslust

Im Mittelalter wurde der Mönchspfeffer von Mönchen und Nonnen angewandt, um ihre Liebeslust zu unterdrücken, worauf die deutschen Begriffe Mönchspfeffer, Keuschlamm oder Keuschbaum hindeuten. So wurde in den Klöstern Mönchspfeffertee getrunken und das weiche Laub diente – wie schon in der Antike – als keusches Bettlager.

Andererseits wurde der Mönchspfeffer auch verwendet, um die Libido zu steigern. Wie lassen sich diese gegensätzlichen Einsatzgebiete nun unter einen Hut bringen? (…)

Mönchspfeffer: Die Inhaltsstoffe

In der Heilkunde kommen heute in der Regel die Früchte des Mönchspfeffers zum Einsatz.Sie stammen meist aus Wildsammlung und werden vorwiegend aus Albanien und Marokko importiert. Zwar kann man die Mönchspfefferfrüchte auch für Tee verwenden. Will man den Mönchspfeffer jedoch gezielt für therapeutische Zwecke einsetzen, dann sind Extrakte deutlich empfehlenswerter.

Zur Verfügung stehen Trockenextrakte in Kapseln oder Tinkturen. Extrakte haben den Vorteil, dass bei der Herstellung alle Wirkstoffe in ausreichender Menge in die entsprechenden Präparate übergehen – auch die unlöslichen oder schwer löslichen, was bei Tee nicht der Fall ist.

Das ätherische Öl

Mönchspfeffer-Früchte enthalten 0,15 bis 1,8 Prozent ätherisches Öl. Dessen Hauptbestandteil stellen die sogenannten Terpene dar, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen und in Wasser nur sehr schwer löslich sind, z. B.:

  • Sabinen ist für den pfeffrigen Geschmack von Mönchspfeffer (und auch Pfeffer) verantwortlich und wirkt gegen Entzündungen, Pilze und Mikroben.
  • 1,8-Cineol entfaltet in der Lunge und den Nebenhöhlen eine bakterizide und schleimlösende Wirkung und kann laut einer Studie am Bonn University Hospital bei Asthma hilfreich sein.
  • alpha-Pinen wirkt antientzündlich sowie antimikrobiell, weitet bei niedriger Dosierung die Bronchien und wird in der traditionellen chinesischen Medizin gegen Krebs eingesetzt.

Die sekundären Pflanzenstoffe

Darüber hinaus stecken im Mönchspfeffer jede Menge weitere sekundäre Pflanzenstoffe:

  • antioxidativ wirkende Flavonoide (z. B. Casticin)
  • adstringierende (zusammenziehende) Gerbstoffe
  • Diterpene
  • Iridoide bzw. Iridoidglykoside wie Aucubin und Agnusid

Aucubin hat eine entzündungshemmende, reizmildernde sowie antibiotische Wirkung und ist z. B. auch im Spitzwegerichsaft enthalten, der aufgrund dieses Wirkstoffes nicht schimmelt. Agnusid wirkt ebenfalls gegen Entzündungen und ausserdem krebshemmend.

Italienische Forscher von der University of Messina haben erst im Jahr 2017 nachgewiesen, dass Mönchspfeffer die Neubildung von Blutgefässen in Tumorzellen zu unterbinden vermag. Eine Studie am Indian Institute of Integrative Medicine hat hingegen gezeigt, dass Agnusid die Immunabwehr positiv beeinflusst und bei der Behandlung von Arthritis hilfreich sein kann.

Entscheidend ist hierbei, dass die pharmakologische Wirkung des Mönchspfeffers nicht auf einzelne Wirkstoffe, sondern auf das Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe zurückgeführt wird.

Mönchspfeffer: Anerkannte medizinische Anwendungen

Dem Mönchspfeffer werden zahlreiche Heilwirkungen zugesprochen, doch nur einige Anwendungen gelten aufgrund entsprechender klinischer Studien als gesichert. Dazu zählen laut der Kommission E und der European Scientific Cooperative on Phytotherapy (ESCOP) die folgenden:

  • Prämenstruelles Syndrom (PMS, samt Reizbarkeit und Unruhezuständen)
  • Brustempfindlichkeit (Mastodynie)
  • Menstruationsstörungen (Unregelmässigkeit der Regelblutung)
  • Menstruationsbeschwerden (z. B. schmerzhafte Monatsblutungen)

Diese so unterschiedlichen Wirkungen hat der Mönchspfeffer insbesondere deshalb, weil er den Prolaktinhaushalt beeinflusst. Prolaktin ist ein Hormon mit zahlreichen Funktionen: Es ist im Verlauf der Schwangerschaft für das Wachstum der Brustdrüse und während der Stillzeit für die Milchsekretion verantwortlich, wobei in dieser Zeit auch der Eisprung unterdrückt wird. Darüber hinaus wirkt sich das Hormon auf die Psyche aus, denn es trägt dazu bei, dass Menschen und auch Tiere sich hingebungsvoll um ihren Nachwuchs kümmern (Brutpflege).

Prolaktin wird im Vorderlappen der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) gebildet. Die Ausschüttung des Prolaktins aus der Hypophyse wird von verschiedenen anderen Hormonen und Botenstoffen beeinflusst. Östrogen beispielsweise fördert die Ausschüttung (erhöht also den Prolaktinspiegel), Dopamin hemmt sie (senkt somit den Prolaktinspiegel).

Die Folgen eines zu hohen Prolaktinspiegels

Sind die Prolaktinwerte dauerhaft erhöht, obgleich weder eine Schwangerschaft vorliegt, noch ein Baby gestillt wird, kann dies zu gesundheitlichen Problemen führen. Es werden u. a. folgende Störungen und Krankheiten mit einem erhöhten Prolaktinspiegel in Verbindung gebracht.

  • Hemmung des Eisprungs
  • Unregelmässige oder ausbleibende Menstruation
  • Endometriose
  • Unfruchtbarkeit bzw. unerfüllter Kinderwunsch
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Dopaminmangel
  • Psychische Erkrankungen
  • Prolaktinom (gutartiger Tumor der Hypophyse)
  • Östrogendominanz
  • Bei Männern: Testosteronmangel, Impotenz, Libidostörungen

Zu niedrige Prolaktinwerte kommen vergleichsweise selten vor und können durch bestimmte Medikamente, die z. B. bei der Parkinson Krankheit verschrieben werden, verursacht sein oder auf eine Unterfunktion der Hypophyse hindeuten.

Wie senkt Mönchspfeffer den Prolaktinspiegel?

Mönchspfeffer hemmt die Prolaktin-Ausschüttung, da die in ihm enthaltenen Diterpene an die Dopamin-Empfangsstellen (Dopamin-2-Rezeptoren) binden. Sie wirken somit dopaminähnlich, imitieren also die Wirkung von Dopamin. Laut einer Studie an der University of Göttingen wirkt Mönchspfeffer in Bezug auf die Prolaktin-Hemmung sogar genauso gut wie Dopamin.

Allerdings agiert der Mönchspfeffer auf diese Weise nur, wenn er in Form von Extrakten und in hohen Dosen, z. B. 3 bis 4 mg eines Trockenextraktes eingesetzt wird. Zur Herstellung von 3 bis 4 mg Trockenextrakt benötigt man – im Falle von 10:1-Extrakten – 30 bis 40 mg der Droge. 10:1 bedeutet wiederum, dass man für 1 Teil Extrakt 10 Teile der Pflanze verwendet hat.

Bei Extrakten dieser Dosierung sinkt der Prolaktinspiegel und der Östrogen- und Progesteronhaushalt regulieren sich wieder. Auch kann erst jetzt der FSH-Spiegel steigen. FSH ist ein Hormon und für einen regelmässigen Eisprung verantwortlich. Über alle diese Wirkmechanismen kann der Mönchspfeffer den oben genannten Beschwerden entgegenwirken.

Nehmen Männer Mönchspfeffer-Extrakt in entsprechender Dosierung ein, führt dies ebenfalls zu einem sinkenden Prolaktinspiegel. Auf diese Weise kann der Testosteronspiegel erhöht werden, wodurch  die Libido steigt und die Spermaproduktion aktiviert wird.

Mönchspfeffer: Die Wirkungsumkehr

Ganz anders wirkt der Mönchspfeffer allerdings, wenn er in geringer Dosis eingenommen wird. Denn dann reicht die Bindungsaktivität der Diterpene einfach nicht aus, um die Freisetzung von Prolaktin zu verringern. Rätselhaft erscheint jedoch, dass in Folge die Prolaktin-Ausschüttung tatsächlich leicht gesteigert wird, was u. a. Forscher von der Frankfurt University Clinic bestätigt haben.

Sie haben 20 Männer zwei Wochen lang täglich mit einer unterschiedlichen Dosis Mönchspfeffer-Spezialextrakt behandelt. Während die niedere Dosis für einen signifikanten Anstieg des Prolaktinspiegels sorgte, führte die hohe Dosis zu einer verminderten Prolaktin-Ausschüttung.

Pharmakologen sprechen in diesem Zusammenhang von einer Wirkungsumkehr bzw. von einer paradoxen Reaktion. Diese erklärt auch, warum der Mönchspfeffer in alten Zeiten sowohl zur Libidosteigerung als auch zur Reduzierung derselben eingesetzt wurde.

Da man heutzutage insbesondere auf die prolaktinspiegelsenkende Wirkung Wert legt, sind Fertigpräparate mit dem Mönchspfeffer bereits entsprechend dosiert, so dass man sich im Allgemeinen keine Gedanken um die richtige Dosis machen muss.

Mönchspfeffer: Heute werden Männer ausgeschlossen

In Zeiten von Viagra und CO., in denen die Potenz des Mannes grösser denn je geschrieben wird, sind libidosenkende Mittel out, weshalb sich die Forschung damit nicht sonderlich beschäftigt.

Darum gibt es in Bezug auf diese traditionelle Anwendung des Mönchspfeffers und die entsprechende niedere Dosierung auch keine wissenschaftlich überprüften Angaben. Es kann sein, dass die Mönche im Mittelalter auf sehr niedrig dosierte Extrakte oder auf Mönchspfeffertee zurückgegriffen haben.

In den Beipackzetteln von Mönchspfeffer-Präparaten ist sogar zu lesen, dass es grundsätzlich kein Anwendungsgebiet bei Männern gibt, obgleich auch diese laut Studien davon profitieren könnten, z. B. um die Fruchtbarkeit zu erhöhen.

Mönchspfeffer hilft beim prämenstruellen Syndrom

Der Begriff prämenstruelles Syndrom (PMS) umfasst zahlreiche Beschwerden, die 4 bis 14 Tage vor dem Eintreten der Regelblutung auftreten. Dazu zählen diverse physische und psychische Symptome wie Krämpfe im Unterbauch, Kopf-, Brust- und Rückenschmerzen, Müdigkeit, Durchfall, Stimmungsschwankungen, Weinerlichkeit usw. Jede dritte Frau im gebärfähigen Alter ist regelmässig davon betroffen. PMS wird u. a. mit einem Prolaktin-Überschuss in Verbindung gebracht.

Der Mönchspfeffer mit seiner prolaktinsenkenden Wirkung kann hier daher sehr hilfreich sein. Australische Forscher von der Royal Melbourne Institute of Technology-University beispielsweise haben diesbezüglich elf Studien analysiert. In sieben dieser Studien konnte die Wirkung des Mönchspfeffers beim PMS nachgewiesen werden.

Ebenfalls ein positives Ergebnis erbrachte eine placebokontrollierte Studie, die an mehreren klinischen Zentren durchgeführt wurde, darunter am Peking Union Medical College Hospital.  Teilnehmerinnen waren 217 Patientinnen mit moderat bis schwer ausgeprägtem PMS. Ein Teil der Frauen wurde täglich mit 4 mg Mönchspfeffer-Extrakt behandelt, der andere bekam ein Placebo.

Die Mönchspfeffer-Therapie über drei Zyklen führte im Vergleich zum Placebo zu einer deutlichen Reduktion der Beschwerden und die Symptome konnten um mindestens 60 Prozent verbessert werden.

(…)

Prämenstruelle Dysphorie: Mönchspfeffer oder Antidepressivum?

Bei vielen Frauen geht ein prämenstruelles Syndrom auch mit psychischen Symptomen wie Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Angstzuständen und depressiven Verstimmungen einher. Wenn diese Symptome nun aber derart ausgeprägt sind, dass sie sogar zu Selbstmordgedanken führen, spricht man von einer prämenstruellen Dysphorie (PMDD, engl. Premenstrual Dysphoric Disorder), die ebenfalls auf ein hormonelles Ungleichgewicht zurückgeführt wird.

Vonseiten der Schulmedizin werden in solchen Fällen oft Antidepressiva verschrieben. Dabei wäre Mönchspfeffer-Extrakt eine ideale Alternative, um eine PMDD zu behandeln, wie eine Studie an der Università degli Studi di Catania gezeigt hat. An der Studie nahmen 42 Frauen zwischen 18 und 49 Jahren teil. Sie alle hatten eine PMDD-Diagnose. Die Frauen wurden in zwei Gruppen unterteilt und erhielten zwei Monate lang entweder 20 bis 40 mg Fluoxetin (ein Antidepressivum) oder aber 20 bis 40 mg Mönchspfeffer-Extrakt.

Die Forscher kamen zum Schluss, dass Mönchspfeffer-Extrakt in Bezug auf die Wirksamkeit mit Fluoxetin gleichzusetzen sei, allerdings ohne die verheerenden Nebenwirkungen des Antidepressivums wie z. B. Angstzustände, Schlaflosigkeit und Nervosität. Die Wirkung wird auch hier auf die Senkung des Prolaktinspiegels zurückgeführt.

Überdies hat eine Untersuchung US-amerikanischer Forscher von der University of Illinois ergeben, dass Inhaltsstoffe des Mönchspfeffers nicht nur an Dopamin-Rezeptoren, sondern auch an Opiat-Rezeptoren binden, was zusätzlich zur Linderung von Schmerzen und psychischen Symptomen beitragen könnte.

Mönchspfeffer wirkt bei Regelschmerzen gleich gut wie die Pille

Nicht nur vor, sondern auch während der Menstruation leiden zahlreiche Frauen unter verschiedensten Beschwerden, wie krampfartigen Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Völlegefühl bis hin zu Erbrechen und Durchfall.

Forscher vom Nenehatun Hospital in der Türkei haben nun bei Regelschmerzen die Effektivität einer Antibabypille (Wirkstoffkombination aus Ethinylestradiol und Drospirenon) mit der des Mönchspfeffers verglichen.

An der Studie, die drei Monatszyklen andauerte, nahmen 60 unter schweren Regelschmerzen leidende Frauen teil. Sie erhielten entweder die Pille oder ein Mönchspfefferpräparat. Die Wissenschaftler stellten in Bezug auf die Wirksamkeit keine Unterschiede zwischen der Antibabypille und dem Mönchspfeffer fest. Doch auch in diesem Fall ist Mönchspfeffer die bessere Alternative, da das pflanzliche Heilmittel kaum zu Nebenwirkungen führt.

(…)

Mönchspfeffer bei Menstruationsstörungen

Es gibt verschiedene Menstruationsstörungen: Blutungen können zu häufig oder zu selten auftreten, zu stark, zu schwach, zu lange oder zu kurz. Sie können auch ganz ausfallen.

Das Polyzystische Ovar-Syndrom (PCOS) gilt als die häufigste Ursache für Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit bei Frauen. Die Erkrankung geht meist mit nur noch seltenen Menstruationsblutungen oder dem vollständigen Ausbleiben der Menstruation einher. Männliche Geschlechtshormone überwiegen, während die typisch weiblichen Hormone (Östrogen, Progesteron) teilweise eher mangelhaft vorhanden sind. Weitere Folgeerscheinungen sind starke Akne, depressive Verstimmungen und Haarausfall.

Australische Forscher von der University of Western haben festgestellt, dass die herkömmliche schulmedizinische Behandlung oft zu wünschen übrig lässt und mit zahlreichen Nebenwirkungen einhergeht. Sie haben deshalb sechs Heilpflanzen-Extrakte in Bezug auf ihre hormonelle Wirksamkeit auf den Prüfstand gestellt. Es wurden 33 Studien analysiert. Die Wissenschaftler kamen zum Schluss, dass sich der Mönchspfeffer beim PCOS, Menstruationsstörungen und einer erhöhten Produktion männlicher Hormone positiv auswirken kann.

Zyklus-Unregelmässigkeiten können überdies nach dem Absetzen hormoneller Verhütungsmittel auftreten oder die Folge einer Gelbkörperschwäche sein. Auch in diesen beiden Fällen kann mit Hilfe des Mönchspfeffers das hormonelle Gleichgewicht schneller wiederhergestellt werden.

Mönchspfeffer kann bei Unfruchtbarkeit hilfreich sein

Auch Kinderlosigkeit kann mit einer Gelbkörperschwäche zusammenhängen. Ein Überschuss an Prolaktin verhindert nämlich die Bildung des luteinisierenden Hormons (LH) und des follikelstimulierenden Hormons (FSH), wodurch sich der Gelbkörper nicht richtig entwickeln kann.

Mönchspfeffer wird traditionell schon lange bei Unfruchtbarkeit verwendet. Zurzeit gilt diese Anwendung noch nicht hundertprozentig als gesichert, doch es gibt bereits Studien, die diese Wirkung bestätigen. So haben etwa deutsche Forscher von der Medizinischen Hochschule in Hamburg 52 Frauen mit Gelbkörperschwäche und einem zu niedrigen Prolaktinspiegel in zwei Gruppen eingeteilt. Ein Teil der Patientinnen erhielt täglich 3 mg Mönchspfeffer-Extrakt (Strotan), der andere ein Placebo.

Nach einer dreimonatigen Therapie wurde bei den Frauen der Mönchspfeffer-Gruppe festgestellt, dass der Prolaktinspiegel gesunken war und die Gelbkörperschwäche behoben werden konnte. Zwei Frauen wurden in dieser Zeit sogar schwanger. In der Placebo-Gruppe blieb hingegen alles beim Alten.

Viele weitere Anregungen zur Steigerung Ihrer Fruchtbarkeit finden Sie unter: Kinderwunsch? So fördern Sie Ihre Fruchtbarkeit.

Beschwerden in den Wechseljahren: Hormonersatztherapie oder Mönchspfeffer?

Auch die Wechseljahre bringen für viele Frauen aufgrund der hormonellen Umstellung diverse Beschwerden mit sich, die als klimakterisches Syndrom bezeichnet werden. Dazu zählen z. B. Hitzewallungen, Schweissausbrüche, Magen-Darm-Probleme, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen.

Kennzeichnend für die Wechseljahre ist nicht nur ein Absinken des Östrogenspiegels, sondern auch ein Absinken des Progesteronspiegels. Da letzterer oft stärker und schneller sinkt als der Östrogenspiegel kann sich eine Östrogendominanz entwickeln. Das bedeutet nicht, dass der Östrogenspiegel übermässig hoch sein muss, sondern dass das Verhältnis zwischen Östrogen und Progesteron nicht mehr im Gleichgewicht ist und im Verhältnis zum Progesteron zu viel Östrogen vorhanden ist.

Statt einer schulmedizinischen nebenwirkungsreichen Hormonersatztherapie könnte man auch hier versuchsweise den Mönchspfeffer einsetzen, der den aus den Fugen geratenen Hormonspiegel regulieren kann. Er senkt den Prolaktinspiegel, was eine Aktivierung der körpereigenen Progesteronproduktion nach sich zieht. Infolgedessen wird die Östrogendominanz eingedämmt. Allerdings stehen inzwischen auch naturidentische Hormonpräparate zur Verfügung, die bei starken Wechseljahresbeschwerden zum Einsatz kommen können.

Pflanzenextrakt mit Mönchspfeffer wirkt effektiv bei Hitzewallungen und Nachtschweiss

Es kann darüber hinaus sinnvoll sein, verschiedene Heilpflanzen zu kombinieren, um eine bestmögliche Wirkung zu erzielen. Israelische Forscher vom Felsenstein Medical Research Center haben festgestellt, dass ein Pflanzenextrakt, bestehend aus Mönchspfeffer, Trauben-Silberkerze, Chinesische Engelwurz, Mariendistel, Wiesenklee und Amerikanischem Ginseng die Beschwerden während der Wechseljahre deutlich abschwächen oder sogar zum Verschwinden bringen kann.

An der doppelblinden, placebokontrollierten Studie nahmen 55 Frauen zwischen 44 und 65 Jahren teil. Sie litten alle an Wechseljahresbeschwerden, waren ansonsten aber gesund. Während in der Placebo-Gruppe lediglich eine geringfügige Verbesserung der Symptome registriert wurde, zeigten sich in der Extrakt-Gruppe deutliche Erfolge:

Nach der dreimonatigen Einnahme konnten die Hitzewallungen um 73 Prozent und der Nachtschweiss um 69 Prozent gesenkt werden. Dank der Heilpflanzenkombination wurde auch die Schlafqualität sehr verbessert. Bei 47 Prozent der Frauen verschwanden ferner die Hitzewallungen vollständig. Ausserdem wurden bei keiner der Studienteilnehmerinnen Nebenwirkungen beobachtet.

Die Studie ergab überdies, dass die Wirksamkeit im Laufe von drei Monaten stetig gesteigert wurde. So lag die Verminderung der Hitzewallungen nach zwei Wochen erst bei 25 Prozent. Dies zeigt klar, dass es eine Weile dauert, bis sich die Wirkung der Heilpflanzen voll entfalten kann.

Mönchspfeffer in der Tiermedizin

Mönchspfeffer zählt zu jenen Heilmitteln, die auch bei der Behandlung von Tieren – z. B. bei Fruchtbarkeits- oder Verhaltensstörungen (Aggressivität) – eine lange Tradition haben. Heute gilt Mönchspfeffer insbesondere beim Cushing-Syndrom (CS) als alternatives Heilmittel. Davon betroffen sind insbesondere Pferde und Ponys (Equines CS), aber auch Hunde (Canines CS) und Katzen (Felines CS).

Das CS ist eine Hormonstörung der Nebennierenrinde, die mit einem zu hohen Cortisolspiegel einhergeht. Es können die unterschiedlichsten Symptome auftreten, darunter Veränderungen des Haarkleides, Hufleiden, Sehnenentzündungen, Lethargie, Knochenprobleme und/oder auch ein depressives Verhalten.

Leider ist das CS bei Tieren zurzeit noch eine unheilbare Erkrankung, doch mit der richtigen Therapie können die betroffenen Vierbeiner noch viele Jahre lang ein beschwerdefreies Leben geniessen. Meist wird der Arzneistoff Pergolid verabreicht, der jedoch mit einigen Nebenwirkungen wie z. B. Appetitlosigkeit und Apathie einhergehen kann.

Studien haben gezeigt, dass Mönchspfeffer eine interessante Alternative darstellt, ob in Kombination mit herkömmlichen Medikamenten oder sogar als alleinige Therapie. Eine Studie an der Free University of Berlin, woran 38 Pferde und Ponys teilnahmen, hat gezeigt, dass die Symptome durch das mönchspfefferhaltige Test-Präparat signifikant verbessert werden konnten. Natürlich muss die Therapie mit dem behandelnden Tierarzt abgesprochen werden.

Mönchspfeffer: Nebenwirkungen, Gegenanzeigen und Wechselwirkungen

Der Mönchspfeffer wird in der Regel sehr gut vertragen. Nur selten kann es z. B. zu juckenden Hautausschlägen, Verdauungsstörungen oder Kopfschmerzen kommen. Unerwünschte Wirkungen treten meist gleich zu Beginn der Behandlung auf.

Da Mönchspfeffer auf die Sexualhormone Einfluss nimmt, sollte er in der Pubertät und in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Dasselbe gilt bei vorliegenden Krankheiten, deren Verlauf von Geschlechtshormonen beeinflusst werden kann, wie z. B. Brustkrebs und Tumoren der Hirnanhangsdrüse.

Des Weiteren wird auch stillenden Frauen davon abgeraten, da Mönchspfeffer-Extrakt die Milchproduktion senken kann. Allerdings hat eine Untersuchung an der Sabzevar University of Medical Sciences im Jahr 2017 ergeben, dass Mönchspfeffer die Milchproduktion sogar steigern kann.

Darüber hinaus wird vom Mönchspfeffer-Extrakt abgeraten, wenn Dopamin-Antagonisten (z. B. Neuroleptika), Dopamin-Agonisten (Prolaktin-Hemmer), Östrogene und Antiöstrogene eingenommen werden, da es zu Wechselwirkungen kommen kann.

Konsultieren Sie in besagten Fällen vor der Anwendung von Mönchspfeffer-Präparaten also unbedingt Ihren Arzt oder Heilpraktiker.

Denken Sie daran, dass ein Mönchspfeffer-Präparat grundsätzlich mindestens drei Monate lang eingenommen werden muss, bevor es seine volle Wirkkraft entfalten kann. Zudem wird meist empfohlen, den Mönchspfeffer möglichst immer zur gleichen Tageszeit einzunehmen.

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/moenchspfeffer.html

Gruß an die Wissenden
TA KI

Studie: Weltweit gut 28.000 Pflanzenarten mit Heilkraft


 

Mehr als 28.000 Pflanzenarten weltweit haben laut einer umfangreichen Untersuchung Heilkraft – allerdings ist nur ein Bruchteil von ihnen in der medizinischen Forschung bekannt. Insgesamt 28.187 Pflanzenarten auf der Erde hätten medizinischen Nutzen, teilte das renommierte britische Zentrum für botanische Forschung, Kew Gardens, am Donnerstag in London mit. Damit sei ihre Zahl im Vergleich zum Vorjahresbericht um 59 Prozent gestiegen.

Von Übelkeit und Kopfschmerzen, zu Bluthochdruck und Diabetes, über Magenschmerzen und Virusinfektionen bis hin zu Depression, Parkinson und Krebs – Gegen fast alle Erkrankungen gibt es pflanzliche Linderungs- und gar Heilmittel mit fast gar keinen Risiken und Nebenwirkungen.

Allerdings finden nur 16 Prozent der Heilpflanzen in anerkannten medizinischen Publikationen Erwähnung, bilanzierte Kew Gardens. Dabei hätten Heilpflanzen ein „riesiges Potential“ bei der Bekämpfung von Krankheiten wie Diabetes und Malaria. So zählten die beiden Pflanzenstoffe Artemisinin und Chinin „zu den wichtigsten Waffen“ gegen die Infektionskrankheit Malaria, an der 2015 mehr als 400.000 Menschen starben.

An der Studie „State of the World’s Plants“ (Zustand der Pflanzen der Erde) beteiligten sich 128 Wissenschaftler aus zwölf Ländern. Aufgeführt werden rund 1730 Neuentdeckungen seit dem Vorjahr. Dazu zählen neun Arten einer Kletterpflanze namens Mucuna, die bei der Behandlung von Parkinson eingesetzt werden.

Außerdem wurden fünf neue Arten von Manihot, einer Maniok-Variante, in Brasilien entdeckt. Die neuen Arten könnten die Maniok-Ernten verbessern und stellten eine „Nahrung der Zukunft“ dar, erklärten die Studienautoren.

Der Bericht befasst sich auch mit der Zerstörung von Vegetation etwa durch Parasiten und das Einschleppen fremder Arten.

Die überraschenden Vorteile von Lorbeerblättern.


Jeder gute Koch kennt das Geheimnis einer guten Suppe oder eines leckeren Eintopfs: Lorbeerblätter! Das aromatische, olivgrüne Blatt verleiht den Gerichten das gewisse Etwas. Doch nicht nur das: Lorbeerblätter sind auch gegen Herz- und Atemwegserkrankungen sowie bakterielle Infektionen wirksam. Zudem verlangsamen sie deinen Alterungsprozess.

Doch das waren noch längst nicht alle gesundheitlichen Vorteile. Du wirst überrascht sein, welche positive Auswirkungen Lorbeerblätter noch auf deinen Körper haben.

 

1. Schuppen loswerden

Zerkleinere ein paar Lorbeerblätter, vermische sie mit Jojobaöl und massiere diese Kombination auf deine Kopfhaut ein. Wickle nun ein Handtuch um deine Haare und lasse die Essenzen 15 bis 60 Minuten lang einwirken. Du kannst zusätzlich auch ein paar Tropfen ätherisches Lorbeerblatt-Öl zu deinem normalen Shampoo hinzugeben, damit Schuppen keine Chance mehr haben. 

2. Gelenkentzündungen behandeln

Eine Studie aus dem Jahr 2003 hat ergeben, dass Lorbeerblätter die gleichen antientzündlichen und schmerzlindernden Eigenschaften haben wie herkömmliche Medikamente zur Behandlung von Gelenkentzündungen (z.B. Morphin). Reibe im Falle eines Falles ein paar Tropfen ätherischen Lorbeerblatt-Öls auf die schmerzenden Stellen. Zudem solltest du Lorbeerblätter regelmäßig als Würzmittel für deine Gerichte verwenden. 

3. Diabetes bekämpfen

Ja, das stimmt wirklich: Lorbeerblätter helfen beim Kampf gegen Diabetes Typ 2. Das wurde im Rahmen einer Studie herausgefunden, die die pakistanische „University of Agriculture“ veröffentlicht hat. Der Verzehr von 3 Gramm Lorbeerblättern täglich senkt demnach den Blutzuckerspiegel. 

4. Angst und Müdigkeit loswerden

Die in Lorbeerblättern enthaltenen Nährstoffe wirken sich entspannend und beruhigend auf die Psyche aus. Verbrenne dazu ein paar gut getrocknete Blätter in einem feuerfesten Behälter. Schon wenige Minuten später riecht es nicht nur gut, sondern es stellt sich auch die gewünschte beruhigende Wirkung ein. 

5. Herzgesundheit erhalten

Kaffeesäure, ebenfalls in Lorbeerblättern vorhanden, ist eine organische Verbindung, die die Kapillaren im Herzen stärkt. Zudem wird der Cholesterinspiegel gesenkt. Ein besonders schmackhafter Weg, sich diese Vorteile zunutze zu machen, ist z.B. die Kombination aus Lachs und Lorbeerblättern: Das ergibt nicht nur ein leckeres Gericht, sondern ist auch besonders gut fürs Herz.

6. Blasenentzündung heilen

 

Pixabay

Nicht immer sind Antibiotika gegen eine schmerzhafte Blasenentzündung notwendig. Manchmal helfen auch Hausmittel. Bewährt hat sich z.B. ein Getränk aus ein paar stark zerkleinerten Lorbeerblättern zusammen mit Milch.

7. Atemwege befreien 

Lorbeerblätter stimulieren die Atemwege und tragen dazu bei, dass sich der Schleim in der Lunge löst. Am besten bereitest du dir eine Dampfinhalation aus getrockneten oder zerkleinerten Lorbeerblättern. Du kannst deinen Brustkorb aber auch mit Lorbeeröl massieren, wenn du unter Asthma oder Allergien leidest.

Es lohnt sich also, Lorbeerblättern eine Chance zu geben, wenn du unter den genannten Beschwerden leidest. Verschwinden diese nicht, solltest du dich selbstverständlich an einen Arzt wenden.

Quelle: http://www.gutfuerdich.co/lorbeerblatt/

Gruß an die Wissenden

TA KI

Chlorophyll


Blatt voll mit Chlorophyll
Blatt voll mit Chlorophyll

Kaum etwas wird so stark unterschätzt, wie die positiven Eigenschaften vom Pflanzenfarbstoff Chlorophyll. Sowohl in der Forschung, als auch in den Medien. Es wird meistens von Vitaminen und Mineralstoffen berichtet. Das es gespeichertes Sonnenlicht bereit hält, ist den Wenigsten bekannt.

„Chlorophyll wird im kommenden erleuchteten Zeitalter das Hauptprotein sein. Im frisch zubereiteten Getränk enthält es synthetisierten Sonnenschein und den für die Wiederbelebung des Körpers erforderlichen elektrischen Strom, und es wird Teile des Gehirn erschließen, von denen der Mensch heute noch nichts weiß.“ ANN WIGMORE

Vielleicht findet es ja auch keine so große Bedeutung, da es sich nicht so gut wie Vitamine und Mineralien verkaufen und vermarkten lässt. Der nachwachsende Rohstoff Chlorophyll ist im Prinzip überall vorhanden, man braucht nur nach draußen zu schauen. Außer vielleicht im tiefsten Winter lassen sich grüne essbare Blätter überall finden.

Der Blattfarbstoff als blutbildendes Element der Natur

Chemisch gesehen ist Chlorophyll mit dem roten Blutfarbstoff Hämin verwandt. Man könnte sie sogar fast als Zwillinge bezeichnen. Ein besonderer Unterschied zwischen Chlorophyll und Hämin ist der, dass Chlorophyll Magnesium als Zentralatom enthält, wohingegen der Blutfarbstoff, Eisen als Atomkern hat. Aufgrund der nahen Verwandtschaft zwischen Chlorophyll und Hämin vermuteten schon viele Naturwissenschaftler, dass Chlorophyll das blutbildende Element der Natur für alle Pflanzenesser und Menschen ist. Experimente konnten sogar beweisen, dass Tiere es in Hämoglobin umsetzen. [1]

Was ist Chlorophyll?

Der Blattfarbstoff Chlorophyll (Chloros = grün, Phyllo = Blatt), ist eine Magnesiumverbindung mit vielen Spurenelementen, die in ihrer Struktur dem Hämoglobin des menschlichen Blutes außerordentlich ähnlich ist (Hämin verbindet sich mit Protein “Globin” und bildet so das Hämoglobin). Das grüne Blatt ist reich an Chloroplasten, die einen hohen Eisengehalt haben. [2] Die Chloroplasten gehören zu den Organellen (Organen) einer Pflanzenzelle. In einer Pflanzenzelle können bis zu 100 Chloroplasten vorhanden sein. Im Inneren der Chloroplasten befinden sich lamellenförmige Thylakoide. Die Thylakoide besitzen Protein- und Lipidschichten. In den Lipidschichten finden sich die Moleküle der Farbstoffe Chlorophyll (grün) und Carotinoide (gelb). [3] Die Membran dieser Thylakoiden ist der Sitz der photosynthetischen Lichtreaktion. [4]

Sichtbare Chloroplasten in den Zellen des Schnecken-Knöterich
Sichtbare Chloroplasten in den Zellen des Schnecken-Knöterich © KRISTIAN PETERS | FABELFROH

Die Wirkung von Chlorophyll im Körper

Der Chemiker Willstätter erkannte bereits 1913, dass Chlorophyll fähig ist, mit Hilfe des darin gespeicherten Sonnenlichtes aus toter Materie lebende Substanz aufzubauen. Für seine Arbeit der Analyse des Chlorophyll-Molekülaufbaus erhielt er 1915 den Nobelpreis. Diese in den Pflanzen gespeicherte und äußerst wertvolle Lichtenergie, also die Biophotonen, unterstützen den Körper in vielen lebenserhaltenden Vorgängen. Sie übertragen hochwertige Lichtenergien aus dem Kosmos in die Zellen und Gewebe des Körpers und fördern nachhaltig die Zellatmung und den Zellstoffwechsel. Chlorophyll unterstützt auch maßgeblich die präzise Funktion des Gehirns, das Nerven-, Hormon- und Zellsystem. Wo es vorhanden ist, da befindet sich auch immer Eisen und Magnesium. Je stärker die Farben, desto mehr Eisen, je reicher das Grün, desto mehr Magnesium. [2]

Chlorophyll hat einen hervorragenden blutbildenden Effekt. Es regeneriert das Blut, reinigt es und ist zellstärkend. Obendrein hat es eine entgiftende Wirkung. In der Forschung und Medizin wird es mittlerweile sehr gut bei der Wundheilung und bei Krebs eingesetzt. Heilende und schützende Wirkungen von Chlorophyll konnten bislang hinreichend nachgewiesen werden. [5]

„Sobald also der Organismus regelmäßig mit den Naturelementen Eisen, Magnesium, Chlorophyll und qualitativ guten Eiweißbausteinen und gutem Sauerstoff versorgt wird, hat er die Möglichkeit, ständig hochwertiges Hämoglobin (roten Blutfarbstoff) zu bilden.“ GÜNTER ULMER

Die tägliche Dosis Blattgrün

Wie kommt man nun zu seiner täglichen Dosis Chlorophyll? Zu Hause kann man sich sehr gut Gräser züchten. Vor allem Weizengras, Gerstengras (etwas bitter), Roggengras (herb) und Alfalfa. Gute Anleitungen gibt es bereits im Internet. Verwenden kann man die Gräser vorrangig frischgepresst als Saft (Smoothie). Von draußen bekommt man sehr gut Löwenzahn (bitter), Lindenblätter (mild), Brennnesselblätter und sogar auch im Winter Brombeerblätter. Diese und viele andere Blätter kann man auch sehr gut zwischendurch bei einem Spaziergang essen. Ansonsten zu Hause als grünen Salat. Weiterhin kann man sich natürlich auch Kräuter und Salat kaufen. Aber frisch gepflückte Kräuter und Blätter enthalten natürlich mehr Lebendigkeit und Enzyme. Auch Algen wie z. B. Chlorella und Spirulina sind eine sehr gute Chlorophyllquelle.

Also gehen doch auch SIE mal wieder in die Natur und pflücken sich ein paar Blätter mit gespeichertem Sonnenlicht. Ihr Blut und Ihre Zellen werden es Ihnen danken.

(…)

Quelle: https://equapio.com/gesundheit/chlorophyll-das-verkannte-blutreinigende-blattgruen/

Gruß an die Wissenden

TA KI

Die besten Tipps für ein starkes Immunsystem


Wie das Immunsystem natürlich gestärkt werden kann

Das Immunsystem besteht nicht nur aus einem Organ sondern, so wie es der Name schon verrät, aus einem ganzen System. Zu diesem gehören alle lymphatischen Organe, lymphatischen Gewebe, Hormonsystem und Nervensystem. Bei dieser Komplexität ist verständlich, dass sich Einflüsse wie Stress, massive Belastungen im Leben oder Hormonschwankungen negativ auf das Immunsystem auswirken können. Um dieses zu stärken, müssen verschiedene Aspekte bedacht und organübergreifend therapiert werden.

Das Abwehrsystem: Aufbau und Entwicklung

Zu den Organen des Abwehrsystems gehören das Knochenmark, die Milz, der Thymus, Lymphknoten, Rachen-, Zungen- und Gaumenmandeln sowie das lymphatische Gewebe im Darm. Die Zellen, die mit der Abwehr beschäftigt sind, entwickeln sich alle aus einer sogenannten Stammzelle im Knochenmark. Anschließend wandern diese Zellen dann an die verschiedensten Stellen im Körper, um dort ihrer Abwehrarbeit nachzukommen.

Die zum Immunsystem zählenden Organe werden in primäre und sekundäre lymphatische Organe unterteilt. (Bild: Henrie/fotolia.com)

Die Organe und das Gewebe des Immunsystems werden in zwei Kategorien eingeteilt: Erstere bilden die primären lymphatischen Organe wie Thymus und Knochenmark. Hier reifen die unreifen Immunzellen zu sogenannten immunkompetenten Zellen heran und gelangen dann in die zweite Kategorie, die sekundären lymphatischen Organe. Diese bestehen aus den Lymphknoten, dem sogenannten lymphatischen Rachenring (Rachen-, Zungen- und Gaumenmandeln), der Milz, den Peyer-Plaques (lymphatisches Gewebe im Dünndarm) und weiteren Lymphgeweben im Körper. Dort gehen die Immunzellen ihrer Arbeit nach.

Ein Baby kommt mit einem sogenannten Nestschutz auf die Welt. Das bedeutet, dass die Mutter, solange das Kind noch im Mutterleib ist, plazentagängige Antikörper auf das Ungeborene, (Immunglobuline der Klasse G, kurz: IgG ) überträgt. Somit besitzt das Kind gleich nach der Geburt für die ersten Monate eine passive Immunität in Bezug auf Krankheiten wie z.B. Masern, Röteln und Mumps.

Nach den ersten Monaten sinkt dieser Antikörperspiegel im Blut ab und die Kleinen sind in den ersten Lebensjahren äußerst anfällig für Infektionen. Der Organismus des Kindes wird im weiteren Lebensverlauf mit vielen Erregern konfrontiert und legt sich dadurch, über Jahre hinweg, selbst eine aktive Immunität zu.

Zellen der Abwehr

Die eigentlichen Abwehrzellen gehören alle zu der Gruppe der Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Diese werden aus der Stammzelle im Knochenmark gebildet. Diese Vorläuferzellen der Leukozyten können zwei verschiedene Entwicklungswege einschlagen. Entweder werden sie zu Granulozyten, Monozyten oder Makrophagen, wobei diese drei Zellarten zu dem sogenannten unspezifischen Abwehrsystem gehören. Oder sie entwickeln sich zu den lymphatischen Vorläuferzellen, aus denen dann später Lymphozyten oder natürliche Killerzellen werden. Diese Zellarten wiederum bilden einen Teil der spezifischen Abwehr.

Unspezifische Abwehr

Die unspezifische Abwehr ist für eine schnelle Reaktion verantwortlich. So ist zum Beispiel gewährleistet, dass die bei einer kleinen Schnittwunde eingedrungenen Erreger, schnellstens unschädlich gemacht werden. Zu der unspezifischen Abwehr gehören auch Substanzen, die sich im Speichel befinden, um hier schnell für eine Abwehr zu sorgen.

Spezifische Abwehr

Diese Art der Abwehr braucht etwas länger, um effektiv wirken zu können. Sie hat die Gabe, sich Erreger merken zu können um bei einem erneuten Eindringen sofort zu reagieren. Ein Beispiel dafür ist eine bereits durchgemachte Kinderkrankheit, die bei einem Neukontakt sofort vom Körper erkannt und abgewehrt wird.

Das unspezifische und spezifische Abwehrsystem arbeiten nicht getrennt sondern übergreifend. So ist es möglich, dass erstere zum Beispiel einen Erreger „markiert“, damit dieser von der spezifischen Abwehr anschließend schneller erkannt und eliminiert werden kann.

Das Immunsystem ist entscheidend für die Abwehr von Krankheitserregern wie Viren oder Bakterien. (Bild: ag visuell/fotolia.com)

Das Immunsystem

Das Immunsystem ist kein isoliertes System, sondern arbeitet eng mit dem Abwehrsystem, dem Hormonsystem und dem Nervensystem zusammen. Dementsprechend ist es auch beeinflussbar durch Gedanken, Gefühle und Stress.

Das Immunsystem hat die Aufgabe abzuwehren, zu zerstören oder zu adaptieren. Damit ist nicht nur Arbeit auf der rein körperlichen Seite gemeint, sondern auch auf seelischer und geistiger Ebene. So gelingt es dem einen Menschen Dinge, die auf ihn einstürmen, abzuwehren und dabei gesund zu bleiben. Der andere reagiert auf nahezu dieselben Lebensumstände mit ständig wiederkehrenden Infekten. Jeder Mensch hat seine „schwachen“ Körperregionen, die am ehesten zu Erkrankung neigen, wenn Stress, Trauer oder massive Belastungen das Leben erschweren.

Ursachen für ein schwaches Immunsystem

Starke Störungen im Immunsystem entstehen durch Autoimmunerkrankungen. Bei diesen richten sich die Abwehrmechanismen nicht gegen Eindringlinge, sondern gegen körpereigenes Gewebe. Das Immunsystem bei diesen Erkrankungen zu stärken, erfordert große Vorsicht, da eine Stimulation hier eventuell zu einer Verschlimmerung führen kann. Bei Autoimmunerkrankungen darf daher nur moduliert und niemals stimuliert werden.

Medikamente, wie Schmerzmittel oder Zytostatika, können auch zu einer Schwäche des Immunsystems führen. Massive Nierenerkrankungen, bei denen es zu Eiweißverlusten kommt, haben häufig ein gestörtes Immunsystem zur Folge.

Gleiches gilt für Hungerzustände, Diabetes, Kinderkrankheiten sowie über kurze Zeiträume auch für akute und chronische Infektionen. Übermäßiger Sport, massive Sonnenexposition, Hormonstörungen, Stress und starke seelische und körperliche Belastungen führen unter Umständen auch zu einem geschwächten Immunsystem.

Stress, Krisen und starke seelische Belastungen können die Abwehrkräfte schwächen. (Bild: vgstudio/fotolia.com)

Stärkung des Immunsystems

Um das Immunsystem zu stärken muss der Mensch als Ganzes gesehen werden. So sollte nicht nur etwas für die Körperabwehr getan, sondern auch der Mensch als Gesamtheit mit Seele und Geist gestärkt werden.

Einerseits müssen die Schleimhäute in den Atemwegen und im Darm abgehärtet werden. Andererseits ist es wichtig, die Betroffenen dabei zu unterstützen, (wieder) zu einem inneren Gleichgewicht bzw. einem Wohlfühlzustand zu gelangen. Hier ist kein allgemeingültiges Rezept vorhanden, das jedem Menschen bei der Stärkung seiner Abwehr hilft. Jeder Mensch reagiert individuell und genau so ist auch sein Immunsystem zu behandeln.

Die richtige Ernährung für eine starke Abwehr

Grund für eine geschwächte Abwehr und damit verbundene häufige Infektionskrankheiten wie Erkältung, Bronchitis etc. kann auch eine mangelhafte Ernährung ohne ausreichend Vitamine und Mineralstoffe sein. Gerade Menschen, die viel Stress haben und ständig unter Zeitdruck stehen, neigen häufig zu ungünstige Ernährungsgewohnheiten. Sie verzehren öfter Fast-Food, essen im Stehen bzw. Gehen und greifen schnell zwischendurch zu ungesunden Snacks, anstatt sich Zeit für eine gesunde, ausgewogene Mahlzeit zu nehmen.

Um die Abwehr zu stärken, sollte daher das eigene Ernährungsverhalten kritisch geprüft und gegebenenfalls rasch geändert werden. Versuchen Sie, möglichst ausgewogen und vielfältig zu essen und vor allem viel Gemüse und Obst zu sich zu nehmen. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) empfiehlt hier täglich fünf Portionen, die möglichst frisch bzw. kurz gegart oder zum Teil auch in Form von Saft oder Smoothie zu jedem Essen gehören sollten.

Ernährungsexperten empfehlen für eine gesunde Ernährung fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag. (Bild: Alexander Raths/fotolia.com)

Bei den Vitaminen sind vor allem die vor freien Radikalen schützenden Vitamine A, C und E wichtig. Erstere finden sich z.B. in Möhren, Tomaten und Spinat. Reich an Vitamin C sind unter anderem Zitronen, Kiwis, Brokkoli und Paprika. Vitamin E bekommen Sie z.B. durch Sonnenblumen- und Olivenöl, Mandeln und Walnüsse.

Die Ernährung sollte reichlich Vollkornprodukte, Reis, Kartoffeln und Hülsenfrüchte enthalten. Denn diese enthalten viele Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe, gleichzeitig aber kaum Fett und Cholesterin. Die Ballaststoffe sorgen zudem dafür, dass die Darmschleimhaut ihre Aufgabe als Schutzschild gegen schädliche Erreger besser wahrnehmen kann.

Milchprodukte gehören (in Maßen) zu einer ausgewogenen Ernährung, da die enthaltenen Milchsäurebakterien positiv auf die Darmflora und damit auf das Immunsystem wirken. Andere tierische Produkte wie Fleisch, Wurstwaren und Eier sollten hingegen nur sparsam eingesetzt werden. Seefisch (mit anerkannt nachhaltiger Herkunft) als Lieferant für Omega-3-Fettsäuren, Jod und Selen, empfiehlt sich ein- bis zweimal in der Woche.

Generell sollten pflanzliche Fette und Öle bevorzugt werden (z. B. Raps- und Sojaöl), da sie im Vergleich zu tierischen Fetten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten. Versuchen Sie, auf Zucker bzw. zuckerhaltige Lebensmittel so gut es geht zu verzichten und verwenden Sie wenig Salz. Geben Sie stattdessen Ihren Gerichten lieber mit Kräutern und Gewürzen den richtigen Geschmack.

Wichtig ist, stets auf eine ausreichende Trinkmenge zu achten. Am besten geeignet sind dabei Wasser bzw. Mineralwasser, Früchtetees sowie verdünnte Frucht- und Gemüsesäfte. Kaffee, schwarzer Tee und Alkohol sollten hingegen nur in geringen Mengen konsumiert werden.

Die Psyche stärken mit natürlichen Mitteln

Steht die Psyche im Vordergrund, das heißt werden Betroffene stark durch seelische Belastungen in ihrer Abwehr beeinflusst, so muss hier als Erstes gegengesteuert werden. Empfehlenswerte Entspannungsverfahren zum Stressabbau sind in diesem Fall zum Beispiel Yoga oder autogenes Training.

Die Bachblütentherapie eignet sich gut zur Stärkung der psychischen Gesundheit. Die Auswahl der richtigen Blüte(n) erfolgt hier entsprechend des aktuellen Gemütszustandes des Patienten. (Bild: Johanna Mühlbauer/fotolia.com)

Um die Psyche positiv zu stärken, kann eine individuell abgestimmte Bachblütentherapie sehr wirksam sein. Dr. Bach, der Begründer dieser Therapie, hat 38 Blüten entdeckt, die jeweils für einen bestimmten Seelenzustand stehen. Leidet der Patient beispielsweise an mangelndem Selbstvertrauen, hilft Cerato. Mentale Erschöpfung kann mithilfe von Hornbeam gelindert werden und gegen depressive Stimmung wird Mustard eingesetzt. Bei Angstzuständen wäre Aspen das Mittel der Wahl, innere Unruhe lässt sich wiederum mit Rock Rose behandeln.

Um die richtige Blüte bzw. Kombination zu ermitteln, muss der aktuelle Seelenzustand genau analysiert werden. Sind die passenden Blüten identifiziert, wird daraus eine Tropfenlösung für die orale Einnahme erstellt. Andere Therapeuten arbeiten mit der klassischen Homöopathie, die ebenfalls sehr erfolgreich eingesetzt werden kann. Nach einer ausführlichen Anamnese wird das, für den Menschen passende, homöopathische Mittel verabreicht.

Weitere naturheilkundliche Mittel für die Seele liegen im Bereich der Komplexhomöopathie (Arzneimittel aus mindestens zwei Wirkstoffen), der Mineralstofftherapie mit Schüßler-Salzen (Heilen mit Mineralsalzen), der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) und Aromatherapie (Heilen mit ätherischen Ölen).

Gesund durch pflanzliche Immunmodulatoren

Naturheilmittel, die das Immunsystem stärken sollen, wurden früher mit dem Begriff „Abhärtung“ bezeichnet. Dazu gehören Kneipp´sche Güsse, Sauna und tägliche Bürstenmassagen.

In der heutigen Naturheilkunde werden die Formulierungen Immunstimulation (Anregung der Immunantwort) und Immunmodulation (Veränderung der Immunantwort) gebraucht. Das Immunsystem unterliegt dabei heutzutage einer hohen Anforderung. Umweltgifte, Zivilisationskost und Stress bringen erhebliche Belastungen des Immunsystems mit sich. Deshalb wird in der Therapie meist eine Immunmodulation bevorzugt und auf eine Immunstimulation verzichtet.

Zu den Immunmodulatoren gehören Pflanzen wie Sonnehut (Echinacea), Mistel, Taigawurzel (Eleutherokokkus) oder der Lebensbaum (Thuja). Diese Pflanzen müssen jedoch in bestimmten Dosierungen und Potenzierungen eingesetzt werden, um ihre modulatorische Wirkung entfalten zu können.

Ein leckerer Tee mit Hagebutte stärkt die Abwehr und fördert die Selbstheilungskräfte des Körpers. (Bild: laboko/fotolia.com)

Heilpflanzen wie Hagebutten und Lindenblüten können ebenfalls zu einem gesunden und starken Immunsystem beitragen. Ein Tee aus diesen Pflanzen kann dabei nicht die Abwehr positiv beeinflussen, sondern wirkt zugleich schleimlösend und ist daher ein gutes Hausmittel bei Erkältung.

Teemischung zur Abwehrstärkung:

  • 25 Gramm Hagebutten
  • 25 g Lindenblüten
  • 15 g Orangenschalen
  • 15 g Holunderblüten

Vermischen Sie die Zutaten und geben Sie einen gehäuften Esslöffel der Mischung in eine Tasse Gießen Sie einen Viertelliter kochendes Wasser darüber. Lassen Sie den Aufguss vor dem Abseihen 10 Minuten zugedeckt ziehen. Trinken Sie den Tee zwei bis drei Mal am Tag möglichst heiß. Bei Bedarf kann etwas Honig zum Süßen hinzu gegeben werden.

Eigenbluttherapie zur Aktivierung der Abwehr

Eine häufig eingesetzte Therapie zur Stärkung des Immunsystems ist die Eigenbluttherapie. Dabei wird aus der Vene Blut entnommen und dem Körper direkt oder aufbereitet in Form einer intramuskulären (in den Muskel) oder subcutanten (unter die Haut) Injektion wieder zurückgegeben. Durch diese Injektion bildet sich eine Entzündung, die wie eine kleine Infektion den ganzen Körper betrifft. Daraufhin werden verschiedene Immunreaktionen ausgelöst, da das injizierte Blut als fremd erkannt wird.

Durch die Aktivierung der Abwehr werden die körpereigenen Selbstheilungskräfte angeregt und dadurch längerfristig das Immunsystem gestärkt. Bei einer Eigenbluttherapie wird meist über einen Zeitraum von 10 Wochen, einmal wöchentlich, Blut entnommen und injiziert. (sw, nr; zuletzt aktualisiert am 25.1.2017)

Quelle: http://www.heilpraxisnet.de/hausmittel/immunsystem-staerken.html

Gruß an die Wisenden

TA KI

Erkältungszeit: Mit 8 ätherischen Ölen Halsschmerzen schneller beseitigen


Wussten Sie, dass ätherische Öle dazu beitragen können Halsschmerzen und Kehlkopfentzündungen schneller abzuheilen? Auch als Vorbeugungsmaßnahme können verschiedene Öle aus Zitrone, Pfefferminz, Thymian und anderen Heilpflanzen eingesetzt werden.

fotolia_50957623_subscription_aetherische_oele-640x427

Wussten Sie, dass ätherische Öle tatsächlich dazu beitragen können Halsschmerzen und Kehlkopfentzündungen schneller abzuheilen? Auch als Vorbeugemaßnahme gegen Erkältungen können verschiedene Öle eingesetzt werden. Wunde Kehlen entstehen zu jeder Jahreszeit und aus einer Vielzahl von Gründen. Es ist nicht nur ein typisches Winterphänomen.

Halsentzündungen sind oft mit Reizungen, rauhem Kratzen und Schmerzen im Gaumen- und Rachenbereich verbunden. Sie verschlimmern sich beim Schlucken, denn meistens ist auch der Kehlkopf entzündet.

Die gängige Halsentzündung wird durch eine virale Infektion verursacht, während es auch eine aggressivere Form gibt, die über eine bakterielle Infektion, die aus einer Reihe verschiedener Stämme Bakterien herrühren kann, verursacht wird. Leider sind beide recht ansteckend und können von Person zu Person mit engem Kontakt übertragen werden. Aber auch die Tröpfchenübertragung, die besonders in geschlossenen Räumen schnell passiert, lässt die Ansteckungsgefahr mitunter sich epidemieartig ausbreiten.

Die häufigste Ursache für Halsschmerzen ist eine Erkältung oder Grippe. Die ersten Symptome für eine Halsentzündung sind erst richtig spürbar, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Diese Schmerzen sind über ein Kratzen und schmerzhaftes Schlucken in der Kehle zu spüren.

Neben der typisch empfohlenen Ruhe, einer vollwertigen und vitaminreichen Ernährung, viel Flüssigkeit, wie z. B. heiße Tees und Gurgeln mit Salzwasser, wissen die meisten nicht, dass es eine Reihe von Heilmittel gibt, die diese Halsschmerzen schnell lindern können. Die natürliche Kraft der ätherischen Öle ist ein Segen bei Halsschmerzen!

 

Ätherische Öle bei Halsschmerzen

Die Einsatzmöglichkeiten für ätherische Öle sind wirklich endlos, zudem kostengünstig und ohne Nebenwirkungen. Die Natur bietet uns genügend Möglichkeiten. Folgende ätherische Öle sind ideal gegen Halsschmerzen, töten lästige Keime ab, lindern Entzündungen und beschleunigen die Heilung von dieser schmerzhaften Erkrankung. Es ist egal zu welcher Jahreszeit die Schmerzen kommen, alle Öle sind ganzjährig erhältlich und können auch selbst leicht hergestellt werden.

Zitronenöl:

Das ätherische Öl der Zitrone ist bekannt für seine Fähigkeit Giftstoffe aus dem Körpers zu lösen und den Lymphfluss anzuregen. Zitronensaft, oder das Öl davon, verleiht Energie, es reinigt die Haut und verhilft zu einem klaren und strahlenden Teint.

Zitronenöl wird aus der Haut der Zitrone gewonnen und ist ebenfalls hervorragend bei Halsschmerzen, da es antibakteriell, entzündungshemmend, reich an Vitamin C ist, es erhöht den Speichelfluss und hilft, die Kehle feucht und geschmeidig zu halten.

Pfefferminze:

Pfefferminzöl wird gerne für die Behandlung der gewöhnlichen Erkältungssymptome wie Husten, Sinus-Infektionen, Atemwegsinfektionen und Entzündungen des Mund- und Rachenraumes verwendet, einschließlich der lästigen Halsschmerzen. Pfefferminze eignet sich auch hervorragend für Verdauungsprobleme, sowie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Reizdarmsyndrom, Krämpfe des oberen Magen-Darm-Trakt und der Gallenwege. Auch gegen Magenverstimmung, Durchfall, bakterielle Überwucherung des Dünndarms kann Pfefferminze als Tee und als Öl verwendet werden.

Pfefferminze besitzt die Eigenschaft, den Körper von innen zu kühlen und löst dadurch eine beruhigende Wirkung auf den Körper aus. Von daher ist es verständlich, dass insbesondere in heißen Ländern viel warmer Minzetee getrunken wird, da es den Körper von innen kühlt. Entzündungen im Körper weisen auf einen Temperaturanstieg hin, der die Entzündungen nur weiter nährt. Um diesen Prozess zu drosseln, eignet es sich, Pfefferminze zu sich zu nehmen. Pfefferminze enthält ein ätherisches Öl, das Menthol, welches eine kühlende und eine beruhigende Wirkung für den Körper bietet. Forschung zeigt, dass die antioxidative, antimikrobielle und abschwellende Eigenschaft von Pfefferminze helfen kann, Halsschmerzen zu lindern.

Eukalyptus:

Eukalyptus unterscheidet sich von der Minze insofern, dass es eine befreiende Wirkung hat, da es Anspannungen löst, und so hilft es den Atemfluss im Körper wieder herzustellen. Heute wird das Öl aus dem Eukalyptusbaum weltweit in vielen Produkten verwendet, da die gesundheitlichen Vorteile von Eukalyptusöl allseits bekannt sind. Aufgrund seiner Fähigkeit, die Immunität zu stimulieren, bietet es bei Atemwegserkrankungen Erleichterung.

Ursprünglich von der wissenschaftlichen Gemeinschaft als „Eukalyptol“ bezeichnet, wurde im Eukalyptusöl eine chemische Zusammensetzung entdeckt, die heute als Cineol bekannt ist. Diese organische Verbindung im Eukalyptusöl hat gezeigt, welche erstaunlich weit verbreitete medizinische Wirkung diese Komponente auf unseren Körper hat, einschließlich der Verringerung entzündlicher Bakterien, bis hin zur Fähigkeit Leukämiezellen abzutöten! Es ist von daher kein Wunder, dass es auf jeden Fall helfen kann, wunden und entzündeten Hals und Kehlkopf zu lindern und zu heilen.

Oregano:

Dieses bekannte mediterrane Kraut ist in Form eines Öles eine intelligente Wahl gegen wunde Kehlen. Es gibt Hinweise darauf, dass das ätherische Öl von Oregano antimykotische und antivirale Eigenschaften besitzt. Eine Studie zeigte sogar, dass die Behandlung mit Oreganoöl für Parasiteninfektionen nützlich sein kann. Seine antimikrobielle Aktivität wird durch Erwärmen in kochendem Wasser nicht vermindert. So eignet sich Oreganoöl gut als inhalierendes Dampfbad.

Gewürznelke:

Das ätherische Öl der Nelke ist nützlich für die Stärkung des Immunsystems, und ist äußerst effektiv bei der Linderung von Halsentzündungen. Die Vorteile von Nelkenöl beruhen auf antimikrobiellen, antifungalen, antiseptischen, antiviralen, entzündungshemmenden und stimulierenden Eigenschaften. Das Kauen auf einer Nelkenknospe kann helfen Halsschmerzen zu lindern, aber auch bei Zahnschmerzen haben sich Nelken als sehr nützlich erwiesen.

Ysop:

Ysop wurde in alten Zeiten als ein reinigendes Kraut für Tempel und andere heilige Orte verwendet. Im alten Griechenland schätzten die Ärzte Galen und Hippokrates Ysop um gegen Entzündungen von Hals und Brust, Pleuritis und anderen bronchialen Beschwerden vorzugehen.
Es ist nicht verwunderlich, dass Ysop eine lange Geschichte der medizinischen Verwendung aufweist. Die antiseptischen Eigenschaften von Ysopöl machen es zu einer starken Substanz für die Bekämpfung von Infektionen. Es hilft beim Abtöten von Bakterien. Ysop ist eine ausgezeichnete Wahl um Halsschmerzen und Lungenentzündungen entgegenzuwirken.

Thymian:

Thymianöl ist durch seine starken Antioxidantien und Antimikrobielle bekannt, und es wird seit der Antike als Heilpflanze verwendet. Thymian unterstützt die Immun-, Atem-, Verdauungs-, Nerven- und anderen Körpersysteme.
Eine Studie von 2011 prüfte die Reaktion des Thymianöls auf 120 Stämme von Bakterien, die von Patienten mit Infektionen der Mundhöhle, der Atemwege und des Urogenitaltraktes isoliert wurden. Die Ergebnisse der Experimente zeigten deutlich auf, dass das Öl aus der Thymianpflanze eine extrem starke Aktivität gegenüber allen klinischen Stämmen aufwies. Thymianöl zeigte sogar eine gute Wirksamkeit gegen antibiotikaresistente Stämme.

Wacholderbeere:

Mit seinem süßen, holzigen Geruch ist das ätherische Öl der Wacholderbeere ein beliebter Bestandteil in vielen Haushaltsreinigungsprodukten, bei Aromatherapie-Mischungen und in Duft-Sprays. Heute wird die Wacholderbeere auch häufig als eins der besten natürlichen Heilmittel bei Halsschmerzen sowie Atemwegserkrankungen, Müdigkeit, Muskelschmerzen und Arthritis verwendet.

 

Rezepte mit ätherischen Ölen für Halsschmerzen

ZUTATEN:

• 3 Tropfen ätherisches Nelkenöl
• 3 Tropfen ätherisches Wacholderbeeröl

Alles in eine große Schüssel mit kochendem Wasser geben. Ziehen Sie ein Handtuch über den Kopf, entspannen Sie sich und atmen Sie den duftenden Dampf für 5 Minuten ein. Natürlich sollten Sie darauf achten, sich nicht zu verbrennen.

Sie können auch 3 Tropfen Zitronenöl und 1 Tropfen Eukalyptusöl in ein Glas Wasser geben, für 10 Sekunden gurgeln und dann trinken.

(…)

Quelle: http://www.epochtimes.de/gesundheit/erkaeltungszeit-mit-8-aetherischen-oelen-halsschmerzen-schneller-beseitigen-a1995047.html

Gruß an die Wissenden

TA KI

Inhalieren bei Erkältung


Winterzeit − Erkältungszeit. Kaum einer bleibt vom lästigen Schnupfen und Husten verschont. Gerade bei den ersten Anzeichen einer Erkältung können Inhalationen mit Kräutern oder ätherischen Ölen die Beschwerden ohne Nebenwirkungen lindern. Inhalieren kann jedoch nicht den Arzt ersetzen: Bei länger andauernden Beschwerden mit hohem Fieber und schlechtem Allgemeinzustand muss er entscheiden, ob spezielle Medikamente gegeben werden müssen.

Husten und Niesen sind wichtig

Eine Erkältung, das sagt jedenfalls der Volksmund, dauert sieben Tage, mit Medikamenten eine Woche. Die Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, tritt meist mit Schnupfen, Husten, Heiserkeit auf, manchmal begleitet von leichtem Fieber und Gelenkschmerzen. In der feuchten und kalten Jahreszeit sind es vor allem die Viren, die sich blitzschnell vermehren − die Arztpraxen sind voll mit hustenden und niesenden Patienten.

Ausgelöst wird die Erkältung durch etwa 200 verschiedene Viren. Dabei sind Husten und eine „laufende“ Nase gesunde und vernünftige Abwehrreaktionen des Körpers, die nicht unterdrückt werden sollten. In der Nase z.B. besiedeln Viren die Schleimhäute, diese schwillt an und produziert mehr Flüssigkeit, die ausgeschieden wird. Beim Husten werden ebenfalls lästige Fremdkörper mitsamt dem Schleim „entsorgt“. Dieser so genannte produktive Husten darf auf keinen Fall gedämpft werden.

Welche Mittel helfen

Gegen einige Beschwerden bei grippalen Infekten und viele chronische Erkrankungen der Atemwege ist zum Glück so manches Kraut gewachsen. Im Wasserdampf lassen sich die flüchtigen Substanzen der Heilkräuter durch Mund und Nase gut einatmen. Sie beseitigen vor allem den Sekretstau in der Nase, in den Nebenhöhlen und in den Bronchien. Dabei ergänzen sich die Wirkung des Wasserdampfs und die Wirkung von zugesetzten Arzneistoffen oder Heilpflanzen.

Man verwendet entweder ein ätherisches Öl (Pfefferminzöl, Eukalyptusöl, Mentholkristalle), das dem heißen Wasser tropfenweise zugesetzt wird, oder man nimmt einige Löffel des getrockneten Krautes (z.B. Minzblätter, Thymiankraut) und übergießt es mit dem heißen Wasser. Säuglinge und Kleinstkinder reagieren häufig mit gefährlichen Atembeschwerden auf die Anwendung mentholhaltiger Inhalationsmittel. Für diese kleinen Patienten gibt es spezielle milde Zubereitungen ohne Menthol.

Zu den wichtigsten Mitteln, die bei Erkältungskrankheiten als Inhalat helfen, gehören:

  • Anis: bei Bronchitis, schleimlösend
  • Eukalyptus: bei allen Erkältungskrankheiten, löst den Schleim, fördert den Auswurf, keimtötend
  • Fenchel: bei Bronchitis und Husten, schleimlösend
  • Kamille: wirkt bei vielen Beschwerden entzündungshemmend, keimtötend
  • Pfefferminze: bei Erkältungen und Kopfschmerz, als Tee bei Magenbeschwerden
  • Salbei: bei Kehlkopfkatarrh und Mandelentzündung, keimtötend
  • Thymian: bei Bronchitis, Keuch- und Krampfhusten, löst den Schleim und desinfiziert.

Inhalieren, aber richtig

Bei der klassischen Methode gießt man heißes Wasser auf das Kraut oder tropft das ätherische Öl hinein. Nun beugt man den Kopf über das Gefäß und atmet abwechselnd durch Nase und Mund ein. Intensiver wirkt diese Methode, wenn Kopf und Schüssel mit einem Handtuch überdeckt werden. Die Nachteile: das Gefäß fällt um und das heiße Wasser kann schwere Verbrühungen anrichten. Deshalb soll man auch Kinder auf keinen Fall so inhalieren lassen. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass auch die Augen dem ätherischen Öl ausgesetzt sind. Dadurch können die Schleimhäute der Augen gereizt werden, insbesondere bei Eukalyptus- oder Pfefferminz-Inhalationen.

Verwendet man einen standfesten Dampfinhalator aus der Apotheke, können die Stoffe über Mund- und Nasenwege durch eine Mund-Nasen-Maske gezielt eingeatmet werden. Dabei gelangt so gut wie nichts von den wirksamen ätherischen Ölen in die Augen. Zur Inhalation von festen Arzneistoffen oder Salzen sind Dampfinhalatoren nicht geeignet. Hierzu braucht man einen elektrischen Inhalator, der die Salzlösung oder das Arzneimittel zur Inhalation fein vernebelt, so dass die Tröpfchen über ein Mundstück inhaliert werden können.

Quelle: http://www.gesundheit.de/krankheiten/fieber-grippe-erkaeltung/erkaeltung/inhalieren-erste-hilfe-bei-erkaeltungskrankheiten

Gruß an die Gesunden

TA KI

Osteoporose


Knochen vorbeugend stärken – der Osteoporose entgegen wirken

Das Skelett ist kein starres Gerüst. Es ist ein festes und vitales Gewebe, das unablässig umgebaut wird. Unsere Knochen verdanken ihre hohe Festigkeit vor allem dem Calcium – das wichtige Mineral wird lebenslang immer wieder neu in das Knochengewebe eingefügt. Etwa bis zum 35. Lebensjahr überwiegen die Aufbauarbeiten, danach beginnt ein allmählicher Knochenschwund.
Den Skelettaufbau können Sie durch Sport und Bewegung ankurbeln. Knochen brauchen Belastung um den regelmäßigen Knochen Auf- und Abbau zu regulieren. Als besonders günstig gelten sanfte und andauernde Bewegungen, die den Körper nicht überfordern. Zum Beispiel Laufen, Gehen, Rad fahren, Tanzen, Schwimmen, Gymnastik oder ein spezielles Fitnesstraining. Auch jedes Muskeltraining ist zugleich Knochentraining, hält gleichzeitig Herz und Kreislauf fit und tut der Seele gut.

Ackerschachtelhalm

Osteoporose ist eine weit verbreitete Krankheit, von der in unserer älter werdenden Gesellschaft immer mehr Menschen betroffen sind. Der Knochenschwund bleibt oft über Jahre hinweg unbemerkt und geht einher mit einer erhöhten Gefahr für Knochenbrüche. Typisch sind Oberschenkelhalsbrüche, Brüche von Rückenwirbeln, Armknochen und Handgelenken.

    Mit verantwortlich für Osteoporose sind:

  • * eine mangelnde Aufnahme und Verwertung von Calcium (um Calcium verwerten zu können,  braucht der Körper Vitamin D – das durch genussvolles Sonnenbaden oder möglichst viel  Aufenthalt an der frischen Luft in der Haut gebildet wird.)
  • * Kieselsäuremangel
  • * Übersäuerung des Gewebes durch falsche Ernährung, Dauerstress, Schlafmangel, Lärm,    Leistungsdruck, Umweltgifte…
  • * zu wenig Bewegung….
  • * die Geschlechtshormone Östrogen (bremst den natürlichen Knochenabbau) und Testosteron oder Progesteron (u.a. zuständig für den Knochenaufbau) stabilisieren den Calciumhaushalt, sind aber im Alter in geringeren Mengen vorhanden.
  • * Wichtig sind auch intakte Nebenschilddrüsen: Sie produzierten die Hormone Parathormon und Kalzitonin, die den Calciumspiegel im Blut konstant halten.

Bei richtiger Ernährung kann Knochenmasse wieder aufgebaut werden! Wenn die Lebensbedürfnisse unseres Körpers erfüllt werden, besitzt er ein erstaunliches Regenerationsvermögen.
Es ist nicht wichtig, viel Milchprodukte zu sich zu nehmen, da Milchprodukte im Körper zu Säuren abgebaut werden. Um diese Säuren zu neutralisieren, greift der Körper auf die (basischen) Calcium- und Magnesiumvorräte (aus den Knochen) zurück. Dadurch werden die Knochen schleichend entmineralisiert.
Reife Früchte, Gemüse, grüne Blattsalate, Kartoffeln und Kräuter sind der Milch in der Kalziumdichte (= Menge Kalzium pro Kalorie) überlegen und liefern dem Körper außerdem die so wichtigen Basen.
Außer Calcium braucht der Knochenstoffwechsel noch Kieselsäure (Silizium), Kalium (für die Muskeln), Vitamin C, B6, K, Folsäure und Karotin – alles enthalten in pflanzlichen Nahrungsmitteln und Kräutern aus dem Garten oder von der Wiese.

 

Bei Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose können Heilpflanzen helfen:
Ein Naturjoghurt wird nur in geringem Maße zu Säuren abgebaut. Wenn wir ihn anreichern mit Gartenkräutern wie Dill und Petersilie, die eine hohe Calciumdichte haben, ist er geeignet für die kleine Mahlzeit zwischendurch. Auch Wildkräuter wie Brennnessel, Löwenzahn, Schafgarbe, Labkraut oder Giersch sind geeignet.
Schneiden Sie die Kräuter klein und rühren sie in den Joghurt. Geben Sie einige Spritzer Zitronensaft und einen oder zwei Teelöffel Sesamkörner hinzu (enthalten viel Calcium). Guten Appetit und bitte gründlich kauen!

 

Die wichtigsten Heilpflanzen für eine Osteoporosebegleitung sind Ackerschachtelhalm, Brennnessel, Beinwellblätter und Frauenmantel. All diese Pflanzen enthalten viele Mineralien.
Der hohe Gehalt an Kieselsäure und Mineralstoffen im Ackerschachtelhalm (Kaliumsalze, Calcium, Magnesium, Aluminium, Eisen, Mangan und mehr) kräftigt Knochen, Haut und Schleimhaut und verschaffte ihm den Beinamen „Knochenheiler“.

 

Brennnessel

Brennnesseln

enthalten Calcium, optimieren die Aufnahme und Einlagerung von Calcium und sorgen für einen gesunden Mineralstoffwechsel. Brennnesselblätter enthalten viele Mineralsalze (Eisen, Calcium, Kalium, Magnesium, Mangan, Kieselsäure, Phosphor, Chrom, Kobalt), Vitamin C (Brennnessel enthält 30-mal soviel Vitamin C wie Kopfsalat), Vitamin E (das Verjüngungsvitamin), die Vitamine des B-Komplexes, Vitamin K (wichtig für gesunde Knochen und Blutgerinnung) und Karotinoide (für Haut, Haare und Knochen). Biogene Amine, Neurotransmitter und ganz viel grünes Chlorophyll regenerieren und stärken den gesamten Organismus.

 

 

Beinwell

Beinwell

hier ist der Name Programm: Bein ist ein alter Name für Knochen. Und wellen bedeutet heilen. Beinwell bedeutet also: ich heile den Knochen. Auch Hildegard von Bingen und Paracelsus benutzten den Beinwell zur Heilung von Knochenschäden. Sein Inhaltsstoff Allantoin sorgt für Knochenneubildung. Möglicherweise werden Sie beim Kauf von Beinwell darauf hingewiesen, dass die Wurzeln – je nach Anbaugebiet – in äußerst geringen Mengen Pyrrolizidinalkaloide (PA) enthalten können, die im Verdacht stehen, die Leber zu schädigen und Krebs zu erzeugen. Als Vorsichtsmaßnahme wird empfohlen, Beinwell nur für 4-6 Wochen pro Jahr anzuwenden. Allerdings gibt es seit mehr als 10 Jahren PA-freie Züchtungen im Handel. Achten Sie bitte darauf, diese zu erstehen.
Wenn Sie Beinwell homöopathisch (Symphytum) in einer D4 oder D6 verwenden, erfahren Sie ebenfalls die heilende Wirkung dieser Pflanze.

 

Frauenmantel

 

Frauenmantel

ist in diesem Falle nicht nur für Frauen. Frauenmantel entfaltet im Körper eine Wirkung, die dem Progesteron ähnlich ist und damit hilft, den Knochen wieder aufzubauen. Maria Treben empfiehlt ihn zur Heilung bei Knochenbrüchen.

 

Osteoporose-Tee

Stellen Sie sich eine Mischung her aus diesen Pflanzen. Nehmen Sie von jeder Sorte die gleiche Menge (zum Beispiel 50g) und vermengen sie gut in einer Schüssel. Dann füllen Sie diese Mischung zur Aufbewahrung in eine Blechdose.
Nehmen Sie 1 Teelöffel davon pro Becher und köcheln das Ganze mit 250ml Wasser etwa 10 Minuten lang. Nach weiteren 10 Minuten sieben Sie ab und trinken den Tee schluckweise. Pro Tag 1-2 Becher trinken.
Trinken Sie den Tee auch nach Knochenbrüchen oder Bandscheibenproblemen. Alle Knochen, Bänder oder Sehnenprobleme heilen sehr viel schneller.

Sie können diese Pflanzen auch einzeln und dann abwechselnd als Tee trinken.
Vielleicht haben Sie auch Lust, sich ein Pulver daraus selber herzustellen? Und dieses Pulver übers Essen zu streuen? Dazu zerreiben Sie die getrockneten Pflanzenteile im Mörser solange, bis sie klein genug sind. Durch das Reiben werden die pflanzlichen Zellen zerstört und die Inhaltsstoffe können vom Körper leicht aufgeschlossen werden.
Pulver können Sie natürlich auch im Fachhandel bestellen.
Eine weitere Möglichkeit ist, diese Pflanzen als Frischpflanzensäfte zu sich zu nehmen (gibt’s im Reformhaus).

Quelle: http://www.kraeuterweisheiten.de/osteoporose.html

 

Gruß an die Wissenden

TA KI

.

Krankheiten und ihre Heilmittel


Hier findest du eine Liste von Krankheiten und die passenden Heilpflanzen auf.
Bei den Krankheiten bzw. Anwendungsgebieten und Heilpflanzen mit Link (= unterstrichen) gibt es noch mehr zu dem jeweiligen Thema zu erfahren.

Frage deinen Arzt oder Apotheker

Heilpflanzen_510x325

Abgeschlagenheit Apfel, Baldrian, Hafer, Holunder, Johanniskraut, Kamille, Melisse
Abhärtung (Gegen Krankheiten) Brennessel, Hagebutten, Sanddorn, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Wacholder, Wirsing
Abmagerung (Krankhafte) Lein, Rettich
Abszess Brennessel, Kamille, Klette, Odermennig, Zinnkraut
Akne Birke, Brennessel, Brunnenkresse, Kamille, Wegwarte
Alterserscheinungen Ginseng, Löwenzahn, Wirsing, Knoblauch, Weissdorn
Anämie Johannisbeeren (Schwarze), Kirschen, Nüsse
Angina (Mandelentzündung) Eibisch, Holunder, Huflattich, Kamille, Salbei
Appetitlosigkeit Bitterklee, Dill, Enzian, Knoblauch, Kümmel, Tausendgüldenkraut, Wacholder, Wermut, Zwiebel, Basilikum, Bohnenkraut, Kardobenediktenkraut
Arteriosklerose Apfelbaum, Arnika, Bärlauch, Faulbaum, Johannisbeere (Schwarze), Knoblauch, Mistel, Stiefmütterchen, Wirsing, Weissdorn
Asthma Huflattich, Fenchel, Holunder, Spitzwegerich, Thymian, Alant, Sonnentau
Atem (Übelriechend) Anis, Kümmel
Atem (Verschleimt) Brennessel, Fichte, Holunder, Knoblauch, Zwiebel
Atembeschwerden Arnika, Herzgespann, Weissdorn
Aufstossen Anis, Enzian, Pfefferminze, Quitte, Tausendgüldenkraut, Vogelknöterich, Wermut
Augenentzündung Augentrost, Dill, Eibisch, Himbeere, Königskerze,Leinkraut, Spitzwegerich
Augenentzündung Augentrost, Eiche, Tausendgüldenkraut
Augenentzündung (Bei Neugeborenen) Bärlapp, Eibisch
Augengeschwüre Augentrost, Hauswurz
Augenstärkung Augentrost, Heidelbeere, Küchenschelle
Bauchspeicheldrüsenerkrankung Beifuss, Tausendgüldenkraut
Belebende Mittel Boretsch, Enzian, Esche, Hafer, Kamille, Melisse, Sanddorn
Beruhigende Mittel Anis, Kamille, Lavendel, Thymian
Bettnässen Bärlapp, Brennessel, Hafer, Johanniskraut, Lein, Mistel, Schafgarbe, Zinnkraut
Beulen Arnika, Johanniskraut, Kamille, Königskerze
Bindehautentzündung Augentrost, physiologische Kochsalzlösung
Blähungen Anis, Baldrian, Dill, Enzian, Fenchel, Kalmus, Knoblauch, Kümmel, Pfefferminze, Wermut, Zwiebel
Blähungen Anis, Fenchel, Heidelbeere, Kalmus, Knoblauch, Kalmus, Kamille, Paprika, Petersilie, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Thymian, Wacholder, Wermut
Blasenentzündung Bärentraube, Hauhechel, Kamille, Löwenzahn
Blasenleiden (Allgemein) Bärentraube, Goldrute, Hauhechel, Löwenzahn, Sellerie, Wacholder, Weide, Birke,
Blasenschwäche Lein, Petersilie, Quecke, Schafgarbe, Zinnkraut
Blutdruck (Zu Hoher) Bärlauch, Berberitze, Knoblauch, Mistel
Blutdruck (Zu Niedriger) Mistel, Rosmarin
Blutdrüsenentzündung Fenchel, Schöllkraut
Bluterguss Arnika, Beinwell, Johanniskraut, Melisse, Steinklee,
Blutreinigende Mittel Birke, Brennessel, Brunnenkresse, Löwenzahn, Sellerie, Stiefmütterchen, Wacholder
Blutstillende Mittel Brennessel, Ehrenpreis, Eiche, Lärche, Linde
Prellungen Beinwell, Ringelblume, Arnika, Zinnkraut
Brandwunden Apfel, Brennessel, Eibisch, Hauswurz, Holunder, Huflattich, Johanniskraut, Klette, Ringelblume, Spitzwegerich, Taubnessel
Brechreiz Pfefferminze, Schöllkraut
Bronchitis Bibernelle, Eibisch, Fichte, Heckenrose, Holunder, Huflattich, Kamille, Linde, Salbei, Seifenkraut, Sonnenhut, Spitzwegerich, Thymian, Weide, Zwiebel, Anis, Isländisches Moos, Kastanienblätter, Ysop, Vogelknöterich, Süssholz, Taubnesselblüten, Veilchen (wohlriechendes), Schlüsselblume
Brüche Beinwell, Eiche, Königskerze, Wermut
Darmentgiftung Apfel, Eiche, Faulbaum, Knoblauch, Tausengüldenkraut
Darmentzündung Alant, Brombeere, Eiche, Holunder, Kamille,
Darmgeschwüre Breitwegerich, Brennessel, Eiche, Kamille, Tausendgüldenkraut
Darmkatarrh Apfel, Eiche, Enzian, Kalmus, Kamille, Linde, Mistel, Tausendgüldenkraut, Wacholder, Zwiebel
Darmkolik Dill, Enzian, Hafer, Johanniskraut, Kamille, Lein, Sauerdorn, Spitzwegerich
Darmkrankheit (allgemein) Alant, Apfel, Bitterklee, Eiche, Enzian, Faulbaum, Fenchel, Hafer, Kalmus, Kamille, Kartoffel, Knoblauch, Kümmel, Lein, Malve, Pfefferminze, Tausendgüldenkraut, Kreuzdornbeeren,
Darmträgheit Hauhechel, Holunder, Hopfen, Johannisbeere (Rote), Tausendgüldenkraut, Thymian,
Depressionen Baldrian, Benediktenkraut, Melisse, Johanniskraut
Desinfektion Beinwell, Knoblauch, Kamille, Lavendel, Salbei, Teebaum, Thymian, Wacholder, Paprika, Zwiebel
Dickdarmentzündung Brombeere, Eibisch, Heidelbeere, Holunder, Kamille, Knoblauch
Dünndarmentzündung Knoblauch
Durchblutungsstörungen Rosmarin, Ackerschachtelhalm, Gingkobaum, Kiefernbad, Roßkastanie, Weissdorn
Durchfall Alant, Apfel, Bohnenkraut, Brennessel, Brombeere, Eibisch, Eiche, Heidelbeere (getrocknet), Lein, Linde, Spitzwegerich, Süssholz, Frauenmantel, Heidelbeere, Nelkenwurz
Durststillende Mittel Apfel, Hauswurz, Johannisbeere (Rote),Meisterwurz, Rhabarber, Sauerklee
Einschlafstörungen Baldrian, Hopfen, Lavendel, Melisse,Passionsblume, Pomeranzenblüten, Waldmeister
Eiterentziehende Mittel Beinwell, Eiche, Quecke, Ringelblume
Ekzeme (Allgemein) Apfel, Birke, Brennessel, Brunnenkresse, Malve, Kamille, Klette, Odermennig, Wegwarte, Zinnkraut
Entschlackende Mittel Brennessel, Brunnenkresse, Löwenzahn,Sellerie, Stiefmütterchen, Wacholder
Entwässerung Basilikum, Birkenblätter, Bohnenschalen, Brennessel, Brunnenkresse, Dill, Goldrute, Hauhechel, Liebstöckel, Löwenzahn, Mate, Meisterwurz, Queckenwurzel, Ringelblumen, Schlehenblüten, Wacholderbeeren
Entzündungshemmende Mittel Bärlapp, Beinwell, Eiche, Huflattich, Kamille, Königskerze, Lein, Salbei, Schafgarbe
Erbrechen Dill, Eiche, Linde
Erkältung Bibernelle, Eibisch, Heckenrose, Holunder, Huflattich, Kamille, Linde, Salbei, Seifenkraut, Sonnenhut (Echinacea), Eucalyptus, Holunder, Spitzwegerich, Thymian, Weide, Zwiebel
Erschöpfung (Körperliche) Enzian, Ginseng, Hafer, Heidelbeere, Sanddorn, Tausendgüldenkraut
Erschöpfung (Nervliche) Baldrian, Melisse, Schafgarbe,Stiefmütterchen, Chinabaum, Lavendelbad
Fettsucht Apfel, Holunder, Löwenzahn, Sellerie, Tausendgüldenkraut, Wermut, Zinnkraut
Fiebersenkende Mittel Apfel, Brunnenkresse, Ehrenpreis, Enzian, Esche, Holunderblüten, Johannisbeere (Rote), Lindenblüten, Pfefferminze, Sauerdorn, Thymian, Weide
Flechten Brennessel, Brombeere, Brunnenkresse, Kamille, Klette, Löwenzahn, Wacholder, Zinnkraut
Frauenbeschwerden Eisenkraut, Frauenmantel, Gänsefingerkraut, Herzgespann, Hirtentäschel, Römische Kamille, Melisse
Frühjahrsmüdigkeit Brennessel, Heidelbeere, Holunder, Löwenzahn, Sellerie
Furunkel Arnika, Bärlapp, Brennessel, Eibisch, Kamille, Klette, Odermennig, Ringelblume,
Füsse (geschwollene) Eiche, Hafer, Huflattich
Füsse (kalte) Hafer, Kalmus, Mistel, Wacholder
Füsse (offene) Rosspappel, Ringelblume
Füsse (schweissende) Hafer, Eiche, Kamille, Weide
Fusspilz Kamille, Eiche
Gallenleiden Artischocke, Beifuss, Bitterklee, Hafer, Kamille, Leberblümchen, Löwenzahn, Pfefferminze, Rettich, Schöllkraut, Tausendgüldenkraut, Wegwarte, Kümmel, Mariendistelfrüchte, Odermennig, Wermut, Erdrauch
Gallensteine Artischocke, Löwenzahn, Pestwurz, Schöllkraut, Wegwarte
Gastritis Eiche, Hafer, Johanniskraut, Kamille, Königskerze, Salbei, Tausendgüldenkraut, Wacholder
Gebärmutterkrämpfe Johanniskraut, Kamille, Lein, Majoran, Schafgarbe
Gebärmuttersenkung Quitte
Geburtserleichternde Mittel Brombeere, Kümmel, Lavendel,Pfefferminze, Safran
Gedächtnisstärkende Mittel Kalmus, Kamille, Melisse, Rosmarin
Gefässerweiterung Arnika, Knoblauch, Rosmarin
Gefässverengung Hirtentäschelkraut
Gehirnerschütterung Arnika
Gelenkentzündung Fichte, Stiefmütterchen
Gelenkschmerzen Bärlapp, Fichte, Quecke, Stiefmütterchen,
Gerstenkorn Kamille, Lein, Zinnkraut
Geruchssinn (Fehlender) Schöllkraut
Geschwüre Bärlapp, Beinwell, Dill, Eiche, Fenchel, Hauswurz, Huflattich, Kalmus, Kamille, Klette, Lein, Pfefferminze, Salbei, Spitzwegerich, Wacholder, Zinnkraut, Zwiebel
Gesichtsrose Beinwell, Hauswurz, Himbeere
Gicht Arnika, Beinwell, Brennessel, Löwenzahn, Raute, Salbei, Schöllkraut, Wacholder, Weide, Zwiebel
Gliederschmerzen Majoran, Odermennig
Gliederschwere Lavendel, Paprika
Gliederstärkung Quendel, Lavendel
Grippe, grippaler Infekt Bibernelle, Eibisch, Heckenrose, Holunder, Huflattich, Kamille, Linde, Salbei, Seifenkraut, Sonnenhut, Spitzwegerich, Thymian, Wasserdost, Weide, Zwiebel
Gurgelmittel Eibisch, Salbei, Weide
Haarausfall Birke, Brennessel, Kalmus, Klette, Wegwarte, Zinnkraut, Zwiebel
Haare (Brüchige) Birke, Hirse
Haarschuppen Brennessel
Hals-Rachen-Entzündungen Bärlapp, Fenchel, Heidelbeere, Knoblauch, Königskerze, Quitte, Zwiebel, Zum Gurgeln: Dost, Eibisch, Kamille, Lein, Salbei
Halsschmerzen Fenchel, Gerste, Pfefferminze, Zwiebel
Hämorrhoiden Apfel, Bärlapp, Berberitze, Eiche, Kamille, Lein, Quecke, Rosskastanie, Schöllkraut, Spitzwegerich, Schafgarbe (Dampfbad)
Hände (geschwollene) Zwiebel
Hände (kalte) Hafer, Kalmus, Mistel, Wacholder
Hände (rauhe) Gerste, Lein, Schafgarbe
Hände (schweissende) Eiche, Kamille, Weide
Harnentleerung (schmerzhafte) Bärlapp, Brennessel, Eibisch, Fenchel, Salbei, Schafgarbe, Stiefmütterchen, Zinnkraut
Harntreibende Mittel Birke, Brunnenkresse, Dill, Gerste, Hauhechel, Kerbel, Klette, Lein, Löwenzahn, Rosmarin, Sauerdorn, Sellerie
Harnwegdesinfektion Bärentaubenblätter, Heidelbeerblätter
Haut (Unreine) Alant, Birke, Brennessel, Brombeere, Eiche, Frauenmantel, Goldrute, Klette, Knoblauch, Lavendel, Queckenwurzel, Thymian, Salbei, Wegwarte, Walnussblätter
Hautausschläge Birke, Brennessel, Brunnenkresse, Hauhechel, Kamille, Klette, Odermennig, Wegwarte, Zinnkraut
Hautausschläge (nässende) Bärlapp, Hauswurz, Mariendistel, Kamille
Hautprobleme (allgemein) Hafer, Hauhechel, Kamille, Klette, Löwenzahn, Sauerdorn, Schafgarbe, Stiefmütterchen
Heiserkeit Apfel, Fenchel, Huflattich, Kiefer, Pfefferminze, Eibischwurzel, Isländisches Moos, Quendel, Stiefmütterchen, Süssholz
Herzbeschwerden (nervöse) Arnika, Baldrian, Borretsch, Herzgespann, Rosmarin, Weissdorn, Lavendel
Herzmuskelschwäche Arnika, Lavendel, Weissdorn, Zwiebel
Herzstärkende Mittel Borretsch, Enzian, Herzgespann, Knoblauch, Mistel, Rosmarin, Weissdorn, Zwiebel
Herzstörungen (rhythmusstörungen) Hopfen, Knoblauch, Lavendel, Mistel
Heuschnupfen Augentrost, Gartenrose, Heckenrose, Lein, Linde, Wasserdost
Hexenschuss Arnika, Hafer, Holunder, Johanniskraut, Kamille
Hornhautgeschwüre Augentrost, Breitwegerich
Hühneraugen Hauswurz, Schöllkraut, Zwiebel
Husten Andorn, Bibernelle, Eibisch, Fenchel, Holunder, Huflattich, Kiefernnadeln, Königskerze, Linde, Seifenkraut, Sonnenhut, Spitzwegerich, Süßholz, Thymian
Hysterie Baldrian, Enzian, Lavendel, Melisse, Stiefmütterchen,
Infektionskrankheiten Knoblauch, Sonnenhut, Kamille, Wasserdost
Inhalationsmittel Huflattich, Kiefer, Thymian, Wacholder
Insektenstiche Anis, Eibisch, Hauswurz, Knoblauch, Salbei, Zwiebel
Ischias Holunder, Paradeis, Wacholder
Juckreiz Eiche, Kamille, Stiefmütterchen
Kehlkopfentzündung Bibernelle, HaselwurzZum Gurgeln
Kehlkopferkrankungen Heidelbeere, Salbei
Keuchhusten Eibisch, Fenchel, Himbeere, Johannisbeere (Schwarze), Knoblauch, Königskerze, Rettich, Spitzwegerich, Thymian
Kniegelenkserkrankung Heublumen
Knochenbrüche Arnika, Beinwell
Knochenschmerzen Beinwell, Heublumen
Kolik Bärlapp, Gerste, Heidelbeere, Johannisbeere (Schwarze), Kamille, Knoblauch, Thymian, Weissdorn
Kopfschmerzen (Allgemeine) Baldrian, Frauenmantel, Holunder, Johanniskraut, Kamille, Lavendel, Melisse, Mistel, Rettich, Rosmarin, Waldmeister, Wacholder, Wegwarte, Weidenrinde
Kräftigung Alant, Baldrian, Hafer, Holunder, Hopfen, Melisse, Sanddorn, Estragon, Kalmus, Lorbeerblätter, Rosmarin,Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Weissdorn, Wegwarte,Wermut
Krampfadern Ackerschachtelhalm, Arnika, Bärlapp, Majoran, Mistel, Rosskastanie,
Krampflösende Mittel Fenchel, Kamille, Lein, Melisse, Pfefferminze, Salbei, Schöllkraut, Thymian
Kreislaufstärkende Mittel Baldrian, Hirtentäschelkraut, Holunder,
Kreislaufstörungen Arnika, Hafer, Hirtentäschelkraut, Holunder, Mistel, Lavendel, Rosmarin, Weissdorn, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Weissdorn,
Kreuzschmerzen Baldrian, Brennessel
Leberleiden (allgemein) Artischocke, Brennessel, Enzian, Kamille, Löwenzahn, Pfefferminze, Quecke, Schöllkraut, Tausendgüldenkraut, Mariendistelfrüchte, Schafgarbe
Leibschmerzen Siehe Bauchschmerzen
Lungenkrankheiten (allgemein) Andorn, Bergkiefer, Leberblümchen, Odermennig, Salbei, Spitzwegerich, Zinnkraut, Zwiebel
Magen (verdorbener) Apfel, Johannisbeere (Rote), Pfefferminze, Wacholder, Angelikawurzel, Eibisch, Gänsefingerkraut, Fenchel, Odermennig, Wermut
Magenbeschwerden (nervöse) Majoran, Hopfen, Melisse, Pomeranze
Magenbluten Beinwell, Brennessel, Brombeere, Hirtentäschelkraut, Kamille, Schafgarbe
Magen-Darm-Katarrh Heidelbeere, Herzgespann, Kamille, Sauerdorn, Thymian, Wacholder
Magendrücken Enzian, Kamille, Majoran, Tausendgüldenkraut, Wermut
Magengeschüre Beinwell, Breitwegerich, Eiche, Hafer, Schöllkraut, Wacholder, Lein, Süssholz, Weisskohl
Magenschleimhautentzündung (Gastritis) Eiche, Hafer, Johanniskraut, Kamille, Königskerze, Salbei, Tausendgüldenkraut, Wacholder
Magersucht Eiche, Hafer, Johanniskraut
Menstruation (fördernd) Ackerschachtelhalm, Baldrian, Beifuss, Brennessel, Enzian, Estragon, Fenchel, Kalmus, Kümmel, Lavendel, Linde, Wacholder
Menstruation (übermässige) Beinwell, Brennessel, Gartenrose, Hirtentäschelkraut, Schafgarbe, Wirsing, Zinnkraut
Menstruationsbeschwerden Johanniskraut, Kamille, Mistel, Tausendgüldenkraut, Thymian, Wacholder, Wermut,
Migräne Baldrian, Johannisbeere (Schwarze), Lavendel, Linde, Majoran, Wacholder
Milchfördernd bei Stillenden Fenchel, Kümmel, Geissraute, Bockshornklee
Mitesser Kamille, Salbei, Thymian, Wasserdost
Mittelohrentzündung Hauswurz, Holunder
Mundbläschen Klette, Odermennig. Melissenöl
Mundgeruch Dill, Erdbeere, Wacholder, Wermut
Mundhöhlenentzündung Bärlapp, Gartenrose
Mundschleimhautentzündung Eibisch, Salbei
Muskelkater Gänseblümchen, Majoran, Beifuss, Kiefer
Muskelkrämpfe Majoran
Muskelverletzung Johanniskraut
Nachtschweiss Salbei
Nagelbettentzündung Arnika, Kamille, Wirsing, Zwiebel
Narbenschmerzen Beinwell, Johanniskraut, Kamille
Nasenbluten Bärlapp, Blutwurz, Hirtentäschelkraut, Sauerdorn, Schafgarbe, Zinnkraut, Zwiebel
Nervenstärkende Mittel Apfel, Baldrian, Hopfen, Johanniskraut, Kalmus, Knoblauch, Melisse, Pfefferminze, Schafgarbe, Sellerie, Thymian, Weissdorn, Ziestkraut, Zwiebel, Lavendel, Pomeranzenblüten, Rosmarin, Passionsblume
Nervenverletzungen Johanniskraut
Nervosität Baldrian, Hopfen, Johanniskraut, Lavendel, Melisse
Nesselsucht Brennessel, Lein, Linde
Neuralgien Königskerze, Lavendel, Wirsing
Neuralgien Baldrian, Holunder, Kamille, Rettich, Rosskastanie, Schafgarbe, Spitzwegerich, Weide, Rosmarin, Lavendel
Nierenbeckenentzündung Holunder, Liebstöckel, Zinnkraut
Nierenentzündungen Beinwell, Brennessel, Eiche, Hauhechel, Heckenrose, Wacholder, Wermut, Zinnkraut
Nierenkolik Sauerdorn
Nierenleiden (allgemein) Bärentraube, Birke, Brennessel, Goldrute, Hauhechel, Hirtentäschelkraut, Kürbissamen, Löwenzahn, Petersilie, Schafgarbe, Schöllkraut, Wacholder, Zinnkraut
Ohnmacht Arnika, Enzian, Kamille, Lavendel, Lein, Rosskastanie
Ohrensausen Bärlapp, Mistel, Ysop
Ohrenschmerzen Anis, Hauswurz, Holunder, Huflattich, Knoblauch, Lavendel, Schafgarbe, Spitzwegerich, Veilchen, Ysop
Prostatabeschwerden Alpenrose, Goldraute, Kürbis
Quetschungen Beinwell, Enzian, Johanniskraut, Melisse, Thymian,
Rachenkatarrh Heidelbeere, Huflattich, Kamille, Pfefferminze, Salbei, Thymian
Reizblase Löwenzahn
Rheumatismus Apfel, Arnika, Beinwell, Brennessel, Hauhechel, Lein, Löwenzahn, Raute, Salbei, Sauerdorn, Schafgarbe, Wacholder, Weide, Teufelskralle, Weisser Senf (Äusserlich)
Scheidenentzündung Kamille, Frauenmantel, weisse Taubnessel
Schilddrüsenüberfunktion Baldrian, Eiche, Mistel, Zwiebel
Schlaflosigkeit Baldrian, Brombeere, Dill, Hafer, Holunder, Hopfen, Johanniskraut, Kalmus, Kamille, Knoblauch, Melisse,
Schläfrigkeit Brunnenkresse, Ginseng, Rosmarin
Schleimhautentzündung Kamille, Quitte
Schleimlösende Mittel Alant, Brennessel, Enzian, Fenchel, Huflattich, Löwenzahn, Salbei, Spitzwegerich, Thymian, Wegwarte
Schmerzstillende Mittel Arnika, Johanniskraut, Kamille, Königskerze, Lein, Linde, Pfefferminze, Thymian, Weide
Schnupfen Eisenkraut, Enzian, Holunder, Lein, Majoran, Linde, Pfefferminze, Primel, Schafgarbe, Wasserdost
Schorf Brennessel, Kamille, Klette, Odermennig, Wegwarte
Schüttelfrost Heublumen
Schweisstreibende Mittel Himbeere, Holunder, Klette, Linde, Löwenzahn, Stiefmütterchen, Weide
Schwellungen (Nach Verletzungen) Thymian
Schwellungen (Ödeme) Hauhechel, Holunder
Schwindelgefühle Johanniskraut, Knoblauch, Lavendel, Majoran, Mistel, Schafgarbe
Schwitzen (Übermässiges) Brennessel, Eiche, Kamille, Salbei, Weide
Sehnenscheidenentzündung Beinwell, Tanne
Seitenstechen Baldrian, Enzian, Johanniskraut, Lein, Salbei
Skorbut Apfel, Birke, Brunnenkresse, Estragon, Himbeere, Hopfen, Johannisbeere (Rote), Kartoffel, Sanddorn, Sauerklee, Tanne, Zwiebel.
Skrofulose Bärlapp, Brunnenkresse, Eiche, Farn, Holunder, Huflattich, Kalmus, Löwenzahn, Odermennig, Schöllkraut, Stiefmütterchen, Tausendgüldenkraut, Ysop
Sodbrennen Brennessel, Enzian, Gerste, Kartoffel, Sauerklee, Süßholz, Wacholder, Wermut, Zwiebel
Sonnenbrand Johanniskraut, Rosskastanie
Star (grauer) Schöllkraut, Zwiebel
Star (grüner) Augentrost, Eberesche
Stärkende Mittel Hafer, Löwenzahn, Rhabarber, Ysop
Stärkende Mittel (nach Krankheiten) Gerste
Stirnhöhlenkatarrh Pfefferminze, Thymian
Stockschnupfen Majoran
Stoffwechselfördernde Mittel Alant, Apfel, Bitterklee, Brunnenkresse, Enzian, Kalmus, Löwenzahn, Mistel, Quecke, Stiefmütterchen, Wacholder, Wermut
Stoffwechselstörungen Salbei, Wacholder, Wermut
Trigeminusneuralgie Holunder, Kamille, Lavendel
Übelkeit Pfefferminze, Artischocke, Nelkenwurz
Überempfindlichkeit (Haut) Kamille
Unruhe (nervöse) Kamille, Kalmus, Hopfen
Unterschenkelgeschwüre Huflattich, Kamille, Mistel, Ringelblume
Venenentzündung Arnika, Huflattich, Ringelblume
Venenstauung Arnika, Rosskastanie
Verbrennungen Apfel, Brennessel, Eibisch, Holunder, Huflattich, Johanniskraut, Klette, Königskerze, Lein, Linde, Spitzwegerich
Verdauungsbeschwerden Einzian, Heidelbeere, Hopfen, Knoblauch, Kümmel, Petersielie, Spitzwegerich, Wacholder, Wermut
Verdauungsfördernde Mittel Alant, Apfel, Bitterklee, Eiche, Enzian, Fenchel, Hafer, Kalmus, Kamille, Kümmel, Lein, Meerrettich, Paprika, Pfefferminze, Rhabarber, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Zwiebel
Verletzungen Arnika, Beinwell, Enzian, Königskerze, Schafgarbe
Verrenkungen/Verstauchungen Arnika, Hauswurz, Johanniskraut, Majoran, Schafgarbe, Wermut
Verstopfung Faulbaum, Lein, Alant, Apfel, Faulbaum, Hafer, Knoblauch, Lein, Meerrettich, Paprika
Völlegefühl Mistel, Rosmarin, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Wegwarte, Wermut
Wechseljahrsbeschwerden Herzgespann, Frauenmantel, Johanniskraut,

Quelle: http://heilkraeuter.de/krank/krank.htm

Gruß an die Wissbegierigen

TA KI

Weißdorn


Wirkung

Die Wirkung auf das Herz wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt – mit Beginn des Industriezeitalters. Heute gilt der Tee aus Blüten, Blättern und Früchten als das beste Mittel bei nachlassender Leistung des Herzens, besonders beim älteren Menschen.
Bildlich gesprochen ist die Wirkung des Weißdorns wie ein Liebesbrief an das Herz! Er umfängt es liebevoll und nimmt es schützend in seine Hände.
Weißdorn hilft bei nervöser Anspannung, Ängsten, Enttäuschung und altem Schmerz. Er tröstet bei dem Verlust eines geliebten Menschen. Selbst für junge Menschen ist er der Herzheiler-Tee bei Liebeskummer! Wenn Ihnen das Herz also bis zum Halse schlägt, dann machen Sie einfach eine Tee-Kur mit Weißdorn.

Die Wirkung des Weißdorn ist sehr umfassend: Weißdorn schützt das Herz, indem er dafür sorgt, dass die Herzkranzgefäße besser durchblutet werden und sie den angebotenen Sauerstoff besser ausnutzen können. Dadurch kann auch der Herzmuskel wieder besser, beständiger und gleichmäßiger arbeiten. Gleichzeitig hat man auch in den letzten Jahren herausgefunden, dass er wie ein Radikalfänger wirkt. Das bedeutet, dass er das Herz vor sehr aktiven und reaktiven Verbindungen aus der Umwelt schützt, die auch den Herzmuskel schädigen können.
Und wenn das Herz wieder besser arbeitet, das heißt, wenn es so arbeitet, dass wir es gar nicht wahrnehmen, steigt natürlich auch die Lebensqualität. Weißdorn und der daraus zubereitete Tee bringen dem Menschen wieder mehr Energie und machen ihn widerstandfähiger gegen Stress und Angst.

 

Anwendungsgebiete

Weißdorn hilft bei Altersherz, Herzstechen, nervösen Herzbeschwerden, Druck- und Beklemmungsgefühl in der Herzgegend, Herzinsuffizienz bei normaler und leichter Belastung, leichten Herzrhythmusstörungen, Kreislaufstörungen, auch während oder nach Infektionskrankheiten, der Nachbehandlung des Herzinfarkts, Einschlafstörungen, Kopfschmerzen und Migräne, Stress in jeglicher Form.

Kurzum: Weißdorn sorgt für eine bessere Lebensqualität.

 

Weißdornblätter getrocknetWeißdorn richtig ernten und lagern

Die Blüten und Blätter werden während der Blütezeit gleichzeitig geerntet, weil genau zu dem Zeitpunkt der Blüte der Wirkstoffgehalt auch in den Blättern am höchsten ist. Die Früchte werden in reifem, also rotem Zustand geerntet.
Sowohl Blüten, Blätter als auch die Früchte können Sie als Heilmittel verwenden und Tee daraus kochen. Die Blätter kräftigen das Herz am stärksten, die Blüten wirken etwas schwächer. Wenn Sie sich mit einem Weißdornbusch in ihrer Umgebung angefreundet haben, genießen Sie den Vormittag eines schönen Frühlingstages – wenn möglich bei zunehmendem Mond – und machen Sie sich auf den Weg, um den Jahresvorrat an Weißdornblüten und -blättern anzulegen. Sie können die Triebspitzen leicht mit festen Fingernägeln abknipsen.
Damit die wertvollen Inhaltsstoffe alle gut erhalten bleiben, sollten Sie Blüten und Blätter schnell trocknen, einfach auf einem Tuch ausbreiten an einem schattigen Plätzchen und bis zum Gebrauch in einem großen, gut schließenden und dunklen Glas aufbewahrt werden. Der Vorrat sollte nach einem Jahr aufgebraucht sein.

 

Weißdornbeeren

Die Beeren

Auch die roten, mehligen Beeren können Sie im Herbst ernten und schnell trocknen, sie stärken ebenfalls das Herz und der Tee aus Beeren schmeckt sogar sehr lecker, weil die Früchte auch noch etwas Zucker enthalten. Verglichen mit den Blättern enthalten sie aber etwa nur 1/3 der Wirkstoffe.
Ein Tipp: Um einen Tee aus Beeren zuzubereiten, sollten diese zunächst mit warmem Wasser übergossen und 12 Stunden lang eingeweicht werden. Bringen Sie diesen Ansatz dann zum Kochen und lassen Sie den Beerentee 5 Minuten lang ziehen.

 

 

 

Rezepte mit Weißdorn

Weißdorn – Teezubereitung

Zur Zubereitung werden 2 Teelöffel getrocknete Blüten oder Blätter (oder 2 Esslöffel frische) mit 1 Tasse heißem Wasser (250 ml) überbrüht, lassen Sie den Tee 20 Minuten ziehen. Wenn Ihnen der Tee so nicht schmeckt, können Sie gerne mit Honig süßen. Das ist gleichzeitig noch ein bisschen mehr Energie für das Herz. Trinken Sie morgens und abends je 1 Tasse.
Trinken Sie davon 2–3 Tassen pro Tag.
Diesen Tee können Sie als Kur unbedenklich über längere Zeit trinken, etwa 3 bis 4 Monate lang oder je nach Bedarf.

Wirkung
Weißdorn bringt verbrauchte Energie sofort zurück, er ist eine der besten Heilpflanzen für alle, die sich müde fühlen, denen es an Spannkraft fehlt, die schlecht schlafen, schwer atmen, zu Schwindelanfällen, Herzklopfen, Angstgefühlen, Nervosität, Ohrensausen neigen, kurz: für alle Stressgeplagten.
Und ein erquickender Schlaf stellt sich zu gegebener Zeit von allein ein.

 

Früchte als Beigabe zu Gelees

Werden die Früchte nach dem ersten Frost geerntet, können sie durch ein Sieb gestrichen werden um die Kerne zu entfernen. Haben sie noch keinen Frost abbekommen, so legt man sie über Nacht in die Tiefkühltruhe oder kocht sie 20 Minuten lang. Das so gewonnene Mus schmeckt gut in Joghurt, Müsli oder kann ins Brot eingebacken werden. Um Marmelade draus zu machen, werden sie mit Holunderbeeren, Berberitzenbeeren und/oder Äpfeln gemischt, mit Quitten als Zusatz geliert es besser.

Vom Weißdorn sind zahlreiche Fertigpräparaten im Handel, z.B. von Alcea oder Wala. Auf der Liste der meist verkauften pflanzlichen Arzneimittel steht er ganz oben. Sie bekommen auch den Tee in jeder Apotheke.
Aber natürlich können Sie sich auch wieder selbst etwas herstellen.

 

weißdornblüten

Herztropfen

Herztropfen – beruhigen in jeder Situation!
Wenn Sie lieber Tropfen als Tee einnehmen möchten, können Sie sich Ihre Herztropfen selbst herstellen. Auch das ist ganz einfach:
Füllen Sie ein Glas mit Schraubdeckel zur Hälfte mit frischen Weißdornblättern und-blüten, gut andrücken und mit klarem Schnaps übergießen (Doppelkorn). Das Glas gut verschließen und für drei bis 4 Wochen an einem hellen Platz stehen lassen, regelmäßig schütteln, damit sich die Inhaltsstoffe gut verteilen und dann abseihen. Die Flüssigkeit in Tropfflaschen füllen. Davon nehmen Sie 3 mal täglich 10–15 Tropfen.

Wirkung
Bei niedrigem Blutdruck nehmen Sie die Tropfen am besten gleich nach dem Aufstehen morgens, bei Kreislaufstörungen können Sie sie nehmen, bevor Sie von einem Stuhl oder Sessel aufstehen, das beugt Schwindel vor.
Sie können mit diesen Tropfen aber genau so gut einen leicht erhöhten Blutdruck auf das normale Maß bringen, Weißdorn hat eine insgesamt ausgleichende und harmonisierende Wirkung.

 

Weißdorn-Herzwein -erleichtert auch das Einschlafen:

Es ist eine alte Weisheit unter erfahrenen Ärzten: „Ein kleines Herzmittel ist oft das beste Schlafmittel!“. Nehmen Sie also:
2 Teile Weißdornblätter, -blüten und -früchte, 2 Teile Zitronenmelissenkraut, sie wirken beruhigend und aufmunternd, und 1 Teil Ysop, das ist ein aromatisches Kraut aus dem Kräutergarten, das auch in der Küche verwendet wird. Heimisch ist es in Südeuropa, man bekommt es auf dem Markt, es bringt die Würze in diesen Wein. Füllen Sie dies in ein Glas – es sollte etwa dreiviertel voll sein. Dann füllen Sie das Glas mit einem guten Rotwein auf und stellen es für drei Wochen an einen sonnigen Platz. Danach abseihen, abfüllen und den Herzwein likörglasweise genießen.

Sie können auch jetzt auf einem Spaziergang ruhig mal die grünen Blätter in den Mund nehmen und darauf rumkauen – sie sind eine erstaunliche Delikatesse. Nehmen Sie einen kleinen Vorrat davon mit nach Hause und schneiden sie in den Salat, legen sie auf die Pizza oder backen sie in ein Kräuterbrot.

Quelle: http://www.kraeuterweisheiten.de/weissdorn.html

Gruß an die das Herz

TA KI

.

Ist ein sinnvoller Zusammenhang von Mythologie und Archäologie herstellbar?


kelten1%20copy

– Ein interdisziplinäres Problem

Dieser Text unternimmt den Versuch einer integrativen Übersicht verschiedener Zeugnisse keltischer Kultur mit dem Ziel der Rekonstruktion grundlegender Vorstellungen über die Primärwelt und den Komplex der Auffassungen von Transformation und Heilung, die inhaltlich und auch symbolisch eng verbunden sind. Die Darstellung kann keinen Anspruch auf historische Genauigkeit erheben; dazu sind die Quellen zu spärlich und interpretationsbedürftig.

 

Die überlieferten Dokumente unterliegen dem Einfluß der Romanisierung und Christianisierung. Insbesondere das organisierte Christentum steht der Anwendung indigener Heilverfahren, bei denen oft auch bewußtseinsverändernde Substanzen verwendet werden feindlich gegenüber. Aus einem einfachen Grund: Die bei indigenen Ritualen gewonnen religiösen Erfahrungen stellen den christlichen Monopolanspruch in Frage. Diesem Anspruch könnte auch das keltische Wissen um die Wirkung von Heilpflanzen zum Opfer gefallen sein. Die im Abschnitt 2.2 kurz dargestellte Erzählung um Dian Cecht endet unbefriedigend: Die Bedeutung der in verschiedenen Ritualen verwendeten Pflanzen wird in der mittelalterlichen Schrift nicht dargestellt. Als relativ gesichert kann nur gelten, daß eine Trennung von Somato- und Psychotherapie nicht stattgefunden hat. Dies soll ebenfalls anhand des altirischen Textes Serglige con Culaind belegt werden.
Durch eine themenzentrierte Auswahl von Textdokumenten und inhaltlich ähnlichen archäologischen Zeugnissen soll ein Zugang zur keltischen Geisteswelt ermöglicht werden. Die Psychologie kann bei diesem interdisziplinären Vorgehen einen Beitrag leisten, indem sie als teils geisteswissenschaftlich, teils naturwissenschaftlich fundierte Disziplin einen konzeptionellen Rahmen zur Integration verschiedenster Quellen bietet.

Die keltische Kultur wird durch drei qualitativ sehr unterschiedliche Quellen erfahrbar: archäologische Funde und Befunde, die Texte klassischer Autoren sowie die Mythologien der irischen-schottischen, walisischen und bretonischen Sagenkreise. Diese letzgenannten Quellen sind hinsichtlich ihres Symbolgehaltes sehr ergiebig, den Anforderungen an exakte Fakten, wie sie die Archäologie verwendet, können sie als Dichtungen jedoch nicht genügen. Ziel der Archäologie ist eine möglichst genaue Nachbildung der vergangenen Kulturen aufgrund der erschlossenen Sachgüter (Funde) oder im Boden erhaltenen Strukturen (Befunde), wie zB. Gruben oder anderer durch die Besiedlung bzw. Nutzung eines Ortes erfolgten Veränderungen der Bodenstruktur. Die möglicherweise religiöse oder kultische Bedeutung dieser Entdeckungen wird weitgehend negativ formuliert: Das, was bei Ausgrabung einer Siedlung als nicht siedlungstypisch in Baustruktur oder Zusammensetzung des Fundspektrums erkannt wird, was bei Analyse von Depotfunden nicht als Versteckfund (…) gewertet werden kann, wird als potentiell sakral interpretiert.(Haffner 1995) Es ist nicht unproblematisch aus Kultgegenständen, die vor mehr als 2000 Jahren hergestellt worden sind, auf religiöse und metaphysische Konzeptionen zu schließen. Die Archäologie als empirische Naturwissenschaft enthält sich daher m.E. der Spekulation, und drückt ihr Nichtwissen explizit aus. Auch die Darstellungen klassischer Schriftsteller tragen nicht unmittelbar zum Verständnis keltischer Kultur bei, denn die abwertende Haltung gegenüber den nichturbanen Kulturen äußert sich in Vorurteilen, Sensationsgeschichten und Mißverständnissen. Die Gleichsetzung authentischer gallischer Gottheiten mit Figuren des römischen Pantheons durch Caesar ist ein deutliches Beispiel für den teilweise sicherlich geringen Grad differenzierter Berichtlegung. Mythologische Texte finden in archäologischen Darstellungen kaum Verwendung: Diese Zurückhaltung ist verständlich, wenn berücksichtigt wird, daß zur Interpretation eines bestimmten Fundortes, zB. in Baden-Württemberg, mythologische Texte, die mehrere Jahrhunderte später an einem geographisch weit entfernten Ort, zB. Irland, entstanden sind, nur schwer beitragen können. Dieses Argument gilt sicherlich gleichermaßen für die Aussagen der antiken Schriftsteller. Griechischen und römischen Texten wird jedoch gewissermaßen ein Hochkulturbonus beigemessen, so daß sie trotz der erwähnten Schwächen auch in wissenschaftlichen Publikationen Verwendung finden dürfen.
Es bestehen allerdings überzufällig viele inhaltliche Parallelen zwischen Artefakten, Mythen und antiken Berichten, die auf bestimmte Grundideen der Kelten schließen lassen. Die große Lückenhaftigkeit der Kenntnisse über die keltische Kultur regte schon viele Autoren zu weitreichenden Spekulationen, oder im Bereich der keltischen Rennaissance sogar zu Fälschungen an.

Der Bereich des spekulativen Halbwissens wurde von Tolkien treffend charakterisiert: To many, perhaps to most people outside the small company of the great scholars, past and present `Celtic`of any sort is … a magic bag, into which anything may be put, and out of which almost anything may come… Anything is possible in the fabulous Celtic twilight, which is not so much a twilight of the gods as of the reason.
Die archäologischen Zeugnisse sind als empirische Datenbasis eine wertvolle Hilfe zur Interpretation mythologischer Texte. Auch hier mahnt die Archäologie zur Vorsicht: Was bei archäologischen Grabungen an Religiösem zutage gebracht wird, ist äußerst karg, spröde und überhaupt nur sehr schwierig als solches zu erkennen und zu deuten. Was bei der Behandlung anderer Fundgattungen, wie etwa Siedlungen oder auch Gräber, in geringerem Maße ins Gewicht fällt, wird beim Thema Religion und Kult zu einem eigentlichen erkenntnistheoretischen Problem: Wie läßt sich die Spur von etwas auffinden, das man selber gar nicht kennt? Fest steht, daß wir die Dinge nur im Kontext unserer eigenen Ideen und Denkschemata, die ihrerseits geprägt sind von christlich abendländischer Kulturtradition, zu verstehen vermögen. Dies gilt insbesondere für das ganze Begriffsvokabular (wie z.B. Kult, Opfer, Religion), welches eher als der Kommunikation dienendes Behelfsvehikel zu verstehen ist, denn als die präzise Umschreibung eines genau definierten vorgeschichtlichen Sachverhaltes. (F.Müller 1993, Das keltische Jahrtausend; S.177) Müller weist hier auf eine auch der Psychologie nicht unbekannte Problematik hin. Die Darstellung religiösen Erlebens und Verhaltens ist durch die kulturelle Vorprägung des Begriffssystems des Beobachters verzerrt. Dies gilt insbesondere auch für Darstellungen von indigenen Ritualen und symbolischen Heilverfahren, die auf Berichterstatter eines anderen Kulturkreises oft bizarr und unverständlich wirken.

Im Bewußtsein dieser Einschränkungen sollen nun noch einige allgemeine Charakteristika des Mythos und der darin enthaltenen Symbole genannt werden. Green betrachtet Mythen als Geschichten, in denen ähnlich wie in einer Parabel auf symbolische Weise Ideen und Vorstellungen zum Ausdruck gebracht werden, die zu komplex und tiefgründig sind, um mit einfachen Worten vermittelt zu werden. In einem Mythos können bestimmte Fragen behandelt werden, wie zum Beispiel, wer wir Menschen eigentlich sind, warum wir existieren, was mit uns nach dem Tod geschieht; Fragen also, die uns alle beschäftigen, für die wir aber keine rationalen Erklärungen (..) finden. (…)Mythen leben also davon, daß sie die Verbindung zum Göttlichen herstellen. Sie stehen auch in Beziehung zum Kult (…) und sind so Teil des äußeren Rahmenwerkes eines Glaubenssystems.(Green 1994).

Nicht nur die fremdartigen Inhalte des mythologischen Textes erschweren dessen Deutung, sondern auch eine spezielle Art von Sprache. Schon Diodor von Sizilien erwähnt die Eigenarten druidischen Sprechens(V,31): Wenn man sich mit ihnen unterhält, reden sie wenig; sie sprechen in Rätseln und zeigen in ihrer Ausdrucksweise eine Vorliebe dafür, das meiste erraten zu lassen. Hyperbeln benutzen sie häufig, sei es, um sich selbst zu rühmen, sei es, um andere herabzusetzen. Ihre Reden wirken einschüchternd und hochmütig, sie tendieren zu tragischem Pathos. Dennoch sind sie von großer Klugheit und verstehen es, sich Wissen anzueignen. (zitiert nach Markale 1987, S.44). Die Besonderheit des mythologischen Sprachgebrauches ist Thema von Ranke-Graves: Meine These ist, daß die Sprache des (..) poetischen Mythos eine magische Sprache war(..). Dann kamen die griechischen Philosophen, die der magischen Dichtung feindlich gesonnen waren, weil sie ihre neue Religion der Logik bedrohte, und unter ihrem Einfluß wurde eine rationale poetische Sprache ( heute die klassische genannt) (…) erfunden und der Welt als letztes Wort der geistigen Aufklärung aufgezwungen; eine Auffassung, die seit damals praktisch beherrschend ist an den europäischen Schulen und Universitäten, wo die Mythen heute nur als wunderliche Relikte aus dem Kindergartenalter der Menschheit studiert werden. (…) Es ist ein Unglück, daß das Wort mythisch (..)heute nur noch soviel heißt wie phantastisch, absurd, unhistorisch(..). Es ist verständlich, daß ein mythologischer Text vom modernen Rezipienten anders aufgefaßt und erlebt wird, als vom ursprünglichen Publikum. Trotzdem ist die Argumentation von Ranke-Graves stichhaltig: Die geringschätzige Haltung allem archaischen gegenüber ist letztlich ideologisch begründet, und der Sache nicht angemessen. Dies wird deutlich, wenn berücksichtigt wird, das eine Mythologie Bewußtseinsbereiche wiederspiegelt, die der Logik nicht zugänglich sind, und deshalb auch andere Maßstäbe zur Bewertung ihrer Formen und Inhalte erfordert. Die ursprüngliche, magische Sprache entfaltet ihre Wirkung erst voll im mündlichen Vortrag, dem Ritual, oder auch der szenischen Darstellung. Das gesprochene/gesungene Wort ist das wichtigste Zaubermittel. Durchschlagenden Erfolg zeitigen weder Zauberformeln noch vorausbedachte Formulierungen, sondern das ex-tempore-Gedicht, die Eingebung aus dem Übersinnlichen.(Botheroyd 1992).Die sakrale Eigenschaft des gesprochenen Wortes führte zur Ablehnung der Schriftkultur, die die Gefahr der Profanisierung und des Mißbrauches von Wissen mit sich bringt. Die mündlich weitergegebenen Epen wurden erst im Mittelalter verschriftet.
Keltische Epen sind symbolische Erzählungen. Die darin auftretenden Charaktere sind in der Regel Personifizierungen bestimmter Prinzipien oder Naturkräfte. Die Psychoanalyse unterscheidet zwei Arten von Symbolen: die Privatsymbole, die nur aus der individuellen Erlebniswelt und Lebensgeschichte des Einzelnen aufgeschlüsselt werden können, und die Kollektivsymbole, in denen eine allen Menschen gemeinsame mythische Tiefenschicht- das kollektive Unbewußte- ihren bildhaften Ausdruck findet. Aus diesem Fundus sind die Mythen, Sagen und Märchen entstanden(…).(Hofstätter 1965).

Jaques Lacan formulierte diesen Gedanken ähnlich : Die Struktur des Symbols (ist) nicht als etwas vom Menschen geschaffenes aufzufassen, sondern umgekehrt als etwas diesen Konstituierendes. Scharfetter und Dittrich heben die Bedeutung des Symbols für indigene Heilverfahren hervor: Sinnschöpfung und -verknüpfung geschieht in Symbolen als semantischen und energetischen Trägern der Heilungsinteraktion. Die Symbole vermitteln eine Wirkung gegen Demoralisierung, das Gefühl von Ausgesetztsein, Ohnmacht und Selbstaufgabe des Klienten(..).(Dittrich & Scharfetter 1987). Zur Kategorie der Hoffnung generierenden Symbole gehört sicherlich die Vorstellung der keltischen Anderswelt, die nicht nur durch den körperlichen Tod, sondern auch von Lebenden unter besonderen Umständen erreichbar ist. Im Gegensatz zum christlichen Modell, in dem entweder Lobgesang oder Folter unendlich fortgeführt werden, leben Menschen und göttliche Wesen im keltischen Jenseits gemeinsam in einer paradiesischen Umgebung

Die Anderswelt

.jenseitsglaube der Kelten

Das Samhain Fest, das zugleich Anfang und Ende des Jahreskreislaufes darstellte, lag ausserhalb der gewöhnlichen Zeit, und schuf einen Übergang zur jenseitigen Welt. Le Roux weist auf diesen Aspekt des Samhainsfestes hin: Samain verdankt seine Mittlerrolle zwischen der menschlichen Welt und dem Kosmos der Götter dem Umstand, daß es am Drehpunkt zwischen zwei Jahren liegt, und so einen ebenso vergänglichen wie zeitlosen Augenblick darstellt. Dieser Umstand beruht auf der keltischen Vorstellung, daß es sich bei einem Tag, einem Jahr und der Ewigkeit um Äquivalente Zeiteinheiten handelt. Es genügt, das der Augenblick in diesen geschlossenen Zeitraum fällt, der eine Art Klammer der Ewigkeit darstellt, die sich paradoxerweise in die die menschliche Zeit einfügt. (Le Roux et al. 1997). Eine strikte Trennung in eine reale, diesseitige, ausschließlich materielle und eine jenseitige, uneingeschränkt spirituelle Welt wurde mithin nicht vorgenommen. Vielmehr stehen die Primärwelt (Anderswelt/ Otherworld/ Autre-Monde) und die dreidimensionale Welt in einem intensiven Austausch und weisen eine prinzipiell analoge Struktur auf. Die Bewohner der Anderswelt führen eine körperliche Existenz in einer relativ perfekten Umgebung. Die Autre Monde ist das Anderswo. (…) (Sie) ist der zeit-lose und raum-lose Ort, wo die Welt der Imagination nach dem göttlichen Plan Wirklichkeit geworden ist.(Markale 1987)

Mit dem christlichen Jenseits oder mit jenen unscharfen Zonen des Nicht-Bewußtseins, das sich die Römer und Griechen aufgrund ihres materialistischen und rationalistischen Denkens als Jenseits vorstellten, hat diese Welt wenig Ähnlichkeit. Lucanus beschreibt in seinen Pharsalia die Vorstellung der Seelenwanderung: Eurer (= der Druiden) Ansicht nach gelangen die Schatten nicht in die stillen Gefilde von Erebus und in die bleichen Reiche von Dis; es herrscht also weiterhin der gleiche Geist, nur in einem anderen Körper und in einer anderen Welt.(Pharsalia, V. 450f.)

Tatsächlich verbringen die Bewohner der Anderswelt ihre Zeit mit Tätigkeiten, die einen Körper vorraussetzen: Sie feiern Festgelage, jagen, oder zeugen Kinder: auch mit sterblichen Menschen. Ein Kunstgriff, der die herausragenden Eigenschaften bestimmter Sagengestalten erklären soll.
Im Gegensatz zu der von Auseinandersetzungen, Mißernten und anderen Katastrophen heimgesuchten diesseitigen Welt, stellt die Anderswelt einen Hort der Stabilität und Harmonie dar. Unsere von ständigen, unkontrollierbaren Veränderung beherrschte Welt wird in der Erzählung Echtra Cormaic i Tir Tairngiri als ein Dach beschrieben, das mit Vogelflügeln gedeckt ist: Immer wieder macht ein Windstoß die materiellen Bemühungen zunichte. Die Reiterschar, die du mit dem Decken des Hauses beschäftigt sahst, das sind die Künstler und Handwerker Irlands, wie sie Vieh- und Herdenbesitz sammeln, der sich wieder in Nichts auflöst. Die Anderswelt ist dagegen ein Raum der Beständigkeit. Die Menschen sind dem Wandel unterworfen, die Sidhe haben den Wandel in der Hand. (Lautenbach 1991).

In den mythologischen Texten werden vier Hauptformen der Primärwelt beschrieben:

1.) Die unterirdische Feenwelt des Sidh, der mit seinem Hügel in die reale Welt hineinragt und zu bestimmten Zeiten ( z.B. Samhain) zugänglich ist.

2.) Die einsame, unzugängliche Ebene, auf der sich rätselhafte Gebäude und Personen befinden. Sie ist unter Anwendung eines Zaubernebels(psychotrope Substanz?) von verschiedensten Orten der Normalwelt erreichbar.

3.) Die schwer, nur über das Wasser, erreichbare Insel, die im Nordwesten liegt.

4.) Das Land unter der Woge, das auf dem Meeresgrund, unter einem See verborgen oder unterhalb einer Quelle liegt. Quellen und ihre Umgebung galten als heilige Orte, denn hier konnte man mit den lebendigen und fruchtbaren Kräften in Verbindung treten, die aus der anderen Welt emporstiegen.

Alle Ausprägungen der Anderswelt weisen eine Abwesenheit von Alter, Tod, Mangel und Krankheit auf. In der anderen Welt gibt es keine Jahreszeiten, die Bäume welken nicht und tragen Blüten und Früchte zu gleicher Zeit. Diese Eigenschaften spiegeln sich in den Bezeichnungen Tir na mBeo (Land des Lebens), Tir na nOg (Land der Jugend), Aircthech (Land des Überflusses und der Großzügigkeit), Mag Mell (Ebene der Glückseligkeit), Tir nIngnath (Land des Außergewöhnlichen, Wunderbaren), Tir na Sorcha (Land des Lichtes) und Mag Findargat (Weißsilberne Ebene). Vor allem aber ist die Anderswelt eine Tir na mBan (Land der Frauen) und eine Tir na nInghen (Land der Mädchen), Urheimat der großen Mutter, wie auch der Kessel der Wiedergeburt und die Quelle der Gesundheit Symbole des uterus mundi, also des weiblichen Schöpfungsprinzipes sind (Grosse 1983). Diese Idee des keltischen Eden ist ein Zeugnis für die ursprünglich matriarchale Bestimmtheit keltischen Denkens und für die bedeutsame Position der Frau in der keltischen Gesellschaft.
In der frühirischen Dichtung Sergligi Con Culaind(Cuchulainns Krankenlager) liegt die andere Welt im Traum und der Vision; wobei der Betroffene den Verstand verliert und von Sinnen ist, weil er als Lebender und nicht-Eingeweihter den Eindrücken der Anderswelt nicht standhalten konnte.

Transformation und Heilung

Die keltischen Vorstellungen von Gesundheit, Fruchtbarkeit und Heilung sind meist mit Pflanzen, Quellen und Einwirkungen der Otherworld verbunden. Die Vermittlung zwischen den Kräften und Welten ist Aufgabe der Druiden. Die Gesundheit einzelner Personen, wie zum Beispiel des sakralen Königs, ist untrennbar mit mit der Verfassung des Landes verknüpft. Bei der Auswahl des richtigen Kandidaten wandten die Druiden Rituale an, die eine Vision des zukünftigen, möglicherweise noch ungeborenen Königsanwärters ermöglichten, wie z.B. der tarbfais (Stierschlaf). Nach dem rituellen Verzehr eines geopferten Stieres legt sich der Druide zum Schlaf nieder und im Traum erscheint der zukünftige rechtmässige König.
Die Übergabe der Herrschergewalt geschieht durch die rituelle Hochzeit mit der Allegorie der Muttergöttin, d.h. der Souveränität des Territoriums, die in der Anderswelt wurzelt. Die rechtmäßige Herrschaft bringt Gesundheit, Fruchtbarkeit und Wohlstand. Mensch, Vieh und Pflanze gedeihen durch ihren positiven magischen Einfluß; Usurpation, ein physischer oder, schlimmer noch, moralischer Makel des Königs bewirken das Gegenteil. Der ungerechte Richterspruch löst buchstäblich die Grundfesten: Das Haus in dem er gesprochen wurde, rutscht den Hügel hinunter. (Botheroyd 1992).
Nach der zweiten Schlacht von Mag Tuired, die von den die Ordnung und Verstandeskräfte symbolisierenden Tuatha de Danaan gegen die die rohen Naturkräfte verkörpernden Fomoraigh gewonnen worden ist, prophezeit die Göttin Morrigan ein zeitloses Szenario, das mit dem Verlust der sakralen Herrschaft einhergeht. Die reine Verstandesherrschaft, ohne eine Verbindung mit den harmonisierenden Kräften der Anderswelt, verkehrt sich nach einer Zeit des Erfolges in einen Zustand des groben Materialismus und der Anomie:

Ohne Blüten der Sommer,

Das Vieh ohne Milch.
(…) Ohne Könige Raubkrieg
…Wald ohne Wipfel,
fischlose See…
Pervers urteilen Greise,

Lügnerisch Richter,
Jeder Mann ein Verräter,
Jeder Sohn ein Räuber.
(Lautenbach 1991)

Die körperliche Unversehrtheit des sakralen Königs ist Gegenstand einer anderen Episode derselben frühirischen Dichtung, die viele Elemente keltischer Heilungsvorstellungen beinhaltet. Im Kampf gegen die Fir Bolg verliert Nuada, der König der Tuatha de Danaan eine Hand. Obwohl Dian Cecht, der Arzt der Tuatha de Danaan eine siberne Prothese anfertigt, ist die Königswürde verloren. Aber dessen (Dian Cechts) Sohn Miach fand das nicht gut. Er ging und sah sich die Hand an und besprach sie.(…) Und er heilte sie in neun Tagen und Nächten. Aus nicht näher ausgeführten Gründen ist Dian Cecht über die Intervention seines Sohnes aufgebracht. Er fügt dem Sohn vier Kopfverletzungen mit wachsender Schwere zu, von denen die ersten drei von Miach geheilt werden können. Die finale Wunde spaltet Miachs Gehirn; eine Verletzung die unheilbar ist. Markale bewertet diese ausführliche Darstellung schwerer Kopfverletzungen als einen Hinweis zur Erklärung der keltischen Sammelleidenschaft: Nur der Gegner, der seinen Kopf verloren hatte, konnte mit Sicherheit nicht widerbelebt werden.
Miachs Tod folgen weitere wichtige Details keltischer Heilungsvorstellungen: Darauf wurde Miach von Dian Cecht bestattet, und 365 Kräuter wuchsen aus seinem Grab (…). Da breitete Airmed (Miachs Schwester) ihren Mantel aus, zog die Kräuter heraus und ordnete sie nach ihren Eigenschaften. Doch Dian Cecht kam herbei und warf die Kräuter durcheinander, so daß niemand mehr die ihnen eigentümlichen Heilkräfte kennen kann, es sei denn der heilige Geist (an Spirut) belehre ihn darüber. (Lautenbach 1991, 54f)

Der christianisierte Schreiber des Mittelalters bestätigt damit, daß ein umfangreiches Wissen über die Anwendungsmöglichkeiten der Pflanzen absichtlich verborgen worden war. Dian Cecht und seine drei Kinder verhelfen den Verwundeten der Tuatha de Danaan zu neuer Lebenskraft und strahlender Gesundheit am nächsten Tag. Sie besprachen die Tipra Slaine, die Quelle der Gesundheit, mit Zauberformeln; sie warfen die Schwerverwundeten und Gefallenen hinein- und die stiegen wieder heraus und waren wieder lebendig. Die tödlich Verwundeten wurden wieder gesund durch die magische Kraft der Beschwörung aus dem Munde der vier Ärzte, die rund um die Quelle standen.(…) Ein anderer Name für diese Quelle ist Loch Luibe (Kräutersee), weil Dian Cecht alle Pflanzenarten, die in Irland wuchsen hineingeworfen hatte. (Lautenbach 1991). Plinius schildert verschiene Rituale, die mit dem Sammeln von bestimmten Pflanzen verbunden sind, unter anderem die Ernte von Misteln (ir. uileiceadh = Allheilmittel), deren tumorhemmende und blutdruckregulierende Wirkung durch die moderne Medizin nachgewiesen ist.
Die Gallier glaubten, daß die Mistel, als Getränk genossen, unfruchtbaren Tieren ihre Fruchtbarkeit zurückgibt und ein Heilmittel gegen alle Arten von Gift darstellt. (Plinius d.Ä. XVI,249).
In der Erzählung Der Rinderraub von Cualgne schildert der anonyme Autor, wie während des Zweikampfes von Cuchulainn und Ferdead mehrere Druiden eintreffen: Sie legten Heilkräuter und Pflanzen auf ihre Wunden und besprachen sie mit magischen Formeln zur Genesung. Am nächsten Tag bringen sie Zaubertränke und sprechen Zauberformeln über die blutenden Wunden, um den Blutverlust und die tödlichen Schmerzen zu lindern. Die Heilung durch Pflanzen ist vermutlich immer mit dem Sprechen von magischen Formeln verbunden gewesesen: Die alte Vorstellung, daß jede Krankheit auch eine Krankheit der Seele ist, stellt einen Grundbestandteil des keltischen Denkens (..) dar.(Markale 1987). Die in einer gewalttätigen Auseinandersetzung erworbenen Verletzungen können sicher nicht als psychosomatisch im engeren Sinne gewertet werden, dennoch ist der seelische Beistand förderlich für die Genesung. Die Verwendung der pflanzlichen Heilmittel ist in den mythologischen Kontext eingebettet und letztlich nicht von den religiösen Vorstellungen der Kelten trennbar.

Der Bezug der Kelten zu Tieren und Pflanzen, der auch in der keltischen Kunst ständig präsent ist, ermöglicht einen Vergleich mit schamanistischen Praktiken symbolischer Verwandlung und ritueller Verwendung von Kraftpflanzen. Die Verwandlung von Menschen in Tiere und Planzen, und auch umgekehrt die Transformation von anderen Lebensformen in menschliche Wesen haben eine zentrale Position in der keltischen Kultur. Die religiös bedingte Achtung, die die Menschen für Tiere empfanden, wird vor allem daraus deutlich, daß die Götter in halb tierischer Gestalt dargestellt wurden. Ein Motiv, das in vielen keltischen Mythen zu finden ist, ist das der magischen, verzauberten Tiere, die eigentlich teils Götter, teils Menschen sind. Ein Charakteristikum all dieser Geschöpfe ist es, daß nur ihre äußere Gestalt sich verändert hat; sie denken nach wie vor wie Menschen und können oft auch weiterhin sprechen, das heißt, sie wechseln ihre Haut wie vergleichbare Geschöpfe in der nordischen Mythologie. (Green 1994).

Der enge Kontakt des Schamanen mit den Pflanzen findet eine Parrallele in druidischen Pflanzenritualen, und auch die Archäologie bestätigt die kultische Verwendung von Pflanzen. Der Weltenbaum der Schamanen ist meist die Birke. Der in einer reich ausgestatteten Grabkammer, um das Jahr 550 v.u.Z beerdigte Fürst von Hochdorf trug eine konische Kopfbedeckung aus Birkenrinde, wenngleich der materielle Standard des Grabhügels ohne weiteres eine kostspieligere Kopfbedeckung ermöglicht hätte.
Obwohl es zu diesem Hut bisher keine Vergleichsstücke gibt, deuten doch Hinweise darauf, daß er in der damaligen Zeit ein durchaus üblicher Kopfschmuck war.(..) Der Hochdorfer Hut zeigt aber meines Erachtens ganz deutlich – ergänzt durch das beobachtete Fehlen eigentlicher Waffen-, daß der hier bestattete Kelte kein Krieger im eigentlichen Sinn war. (Biel 1995). Die keltische Gesellschaftsstruktur legt den Schluß nahe, daß der Fürst eventuell ein Mitglied der Priesterklasse war. Unter der bronzenen Liege in der Grabkammer fanden sich Reste von Blüten und Blütenpollen. Sie wurden als Hasel, Witwenblume, Thymian, Rotklee und Wegerich bestimmt. Diese Funde könnten eine Inkarnation durch die magische Lebenskraft der Blüten in der Anderswelt versinnbildlichen. Das Motiv der Geburt aus den Blüten von bestimmten Pflanzen ist in der keltischen Mythologie weit verbreitet. Im Cad Goddeu (Die Schlacht der Bäume) von Taliesin finden sich ebenfalls Hinweise für ein Transformationsritual in dem Blüten eine Rolle spielen:

Als ich geschaffen wurde,

formte mein Schöpfer mich

aus der Frucht der Früchte

aus den Stockrosen und den Blumen der Hügel

aus den Blüten der Bäume und Sträucher

aus den Blüten der Nessel (….)

ich war verzaubert von Gwyddyon (…)

Im weiteren Verlauf der Erzählung nimmt Gwyddyon, der Magier-Druide par excellence, selbst die Gestalt einer Birke an: Im schamanischen Ritual geschieht die Transformation sicher nicht auf der Ebene der materiellen Wirklichkeit, aber dennoch auf der Ebene der psychischen Wirklichkeit und Erfahrung.
Die numinose Bedeutung des Haselzweiges (corylus avellana), die keltische Bezeichnung ist coll und repräsentiert die Zahl neun, ist durch weitere Funde und Textpassagen belegt. Mac Cuill, „Sohn des Hasels ist einer der drei Könige der Tuatha de Danaan, Gatte der Banba, einer der drei Verkörperungen Irlands. Hier besteht eine echte Hierogamie (sakrale Verbindung), deren Zweck die Fruchtbarkeit des Landes ist. Botheroyd 1992). Im Fürstengrab von Hohmichele befand sich ein Schälchen mit Haselnüssen; sie dürften als Symbol für das Leben schlechthin gegolten, und auf ein Weiterleben in der Anderswelt hingewiesen haben. In Ashill (Norfolk) sind in einem Quellschacht Urnen versenkt worden, die sorgfältig in Haselblätter eingebettet waren. Der Zusammenhang zwischen der Quelle und dem Haselbusch wird in der irischen Mythologie beschrieben: Die Quelle der Weisheit ( Tipra na heicsi) ist von neun Haselbäumen der Weisheit (cuill n-ecsi) und poetischen Inspiration (imbois) umstanden, die gleichzeitig blühen und Früchte tragen. Die Quelle ist fon muir(unter dem Meeresspiegel) lokalisiert. Die Nüsse fallen in die Quelle, färben sie rötlich und lassen rote Blasen im Wasser aufsteigen. Lachse fressen die Nüsse und werden dadurch zu Lachsen des Wissens (iaich fis); sie schwimmen die Flüsse hinunter, die aus der Quelle entspringen. So gelangen sie in die Welt der Menschen, und wer einen dieser Lachse fängt und ihn verzehrt, wird hellsehend und hat druidisch-dichterische Inspirationen. (Lautenbach 1991). Eventuell besteht ein Zusammenhang mit den Hochdorfer Funden. In einem Täschchen auf der Brust des Toten von Hochdorf-Eberdingen fanden sich drei Angelhaken. Die Haken sind für recht große Fische bestimmt.(…) (Sie) mögen für unseren Toten eine besondere persönliche Bedeutung gehabt haben (..).Biel 1995) Die Anzahl der Haken hat widerum eine symbolische Bedeutung, ob sie die Suche nach Wissen, wie in der Mythe beschrieben andeuten, muss letzendlich offen bleiben. Weiterhin war ein Teil der Grabkammer mit roten Textilien verhängt (Banck-Burgess 1998); die Farbe rot symbolisierte die Anderswelt.

lohengrinschwan1

Die Erzählung Cuchulainns Krankenlager trägt ebenfalls Züge des schamanischen Weltbildes: Die Ursache des Leidens entspringt der Anderswelt, und kann nur durch eine Vermittlung der Druiden mit den jenseitigen Ursachen geheilt werden. Nachdem Cuchulainn zur Zeit des Samhainsfestes Schwäne, die als tabuisierte Boten der Anderswelt gelten, mit einem Speer attackiert hatte, schlief er ein. Da sah er zwei Frauen auf sich zukommen. Die eine von ihnen hatte einen grünen Mantel um, die andere war in einen fünffach gefalteten purpurnen Mantel gehüllt. Die Frau im grünen Mantel trat auf ihn zu, lächelte ihm zu und versetzte ihm einen Schlag mit einer Pferdepeitsche. Und auch die andere kam zu ihm heran, lachte ihn an und schlug ihn in der gleichen Weise. Und so trieben sie es eine lange Zeit weiter: beide schlugen ihn immer abwechselnd bis er halbtot war. Dann verließen sie ihn. Als er erwacht, kann er kein Gespräch mehr führen. Der Angriff auf die sakralen Tiere war damit vergolten. Der Zustand der geistigen Verwirrung hält ein Jahr lang an. Am nächsten Samhain richtete (er) sich im Sitzen auf und begann zu sprechen: Ich hatte eine Vision, sagte er, letztes Jahr um Samhain… Im weiteren Verlauf der Erzählung begegnet Cuchulainn den Frauen wieder, die ihn bitten eine Aufgabe in der Anderswelt zu erfüllen. Cuchulainn lebt mit den Frauen der Anderswelt zusammen, und es entwickelt sich ein Eifersuchtsdrama zwischen Fand, einer Frau der Sidhe, und Cuchulainns grobstofflicher Gattin Emer, wobei zuletzt Emer und Cuchulainn den Verstand verlieren. Die zunächst unbeteiligte Emer wird also durch den Kontakt mit dem Wahnsinnigen in die Geschehnisse der anderen Welt miteinbezogen.
Emer aber ging zu Conchobar nach Emain und berichtete ihm, wie es mit Cuchulainn stand. Conchobar schickte die Dichter, Handwerker und Druiden aus Ulster auf die Suche nach ihm; sie sollten ihn in Gewahrsam nehmen und ihn nach Emain bringen. Cuchulainn versuchte, die Handwerker umzubringen. Die aber sangen ihm magische Druidenbeschwörungen entgegen, so daß ihm Hände und Füße festgehalten werden konnten, bis er wieder zu Verstand kam. Er bat sie daraufhin um einen Trunk. Die Druiden reichten ihm einen Trank des Vergessens. Sobald er den getrunken hatte, verschwand Fand und alles, was er getan hatte, aus seinem Gedächtnis. Und Emer wurden Vergessenstränke gegen ihre Eifersucht eingeflößt, denn sie war nicht besser dran als er.(Lautenbach 1991). Diese Szene zeigt ein prinzipiell gleiches Vorgehen, wie in der gegenwärtigen Psychotherapie : Heutige Psychotherapeuten sprechen eher als daß sie singen, und wenden Psychopharmaka als moderne Version der Vergessensttränke an.; ganz offensichtlich handelt es sich bei der druidischen Behandlung um eine Verschränkung von Psycho- und Somatotherapie, die in engem Zusammenhang mit religiösen Vorstellungen steht.

Literatur

Banck-Burgess, J.(1998) Kostbare Stoffe im Fürstengrab. (Prähistorische Textilien).
Archäologie in Deutschland 1/98.

Biel, J. (1995) Der Keltenfürst von Hochdorf. Stuttgart: Theiss.

Botheroyd, S. & P. (1992). Lexikon der keltischen Mythologie. München: Diederichs.

Dittrich, A. & Scharfetter, C. (Hrsg.)(1987). Ethnopsychotherapie. Stuttgart: Enke.

Green, M.J. Keltische Mythen. Übers. Müller,M. Ditzingen 1994.

Grosse, R. Der Silberkessel von Gundestrup. Dornach 1983. (Zweite, wesentlich
veränderte Auflage)

Haffner, A. (Hrsg.) (1995). Heiligtümer und Opferkulte der Kelten
Sonderheft der Zeitschrift Archäologie in Deutschland Stuttgart: Theiss.

Hofstätter, H.H. (1965). Symbolismus und die Kunst der Jahrhunderwende. Köln: DuMont.

Lautenbach, F. (1991). Der keltische Kessel. Wandlung und Wiedergeburt in der
Mythologie der Kelten. Stuttgart: Urachhaus

Markale, J.(1972) La femme celte. Paris: Editions Bayot
Die keltische Frau. Übers. Wieland Grommes.
Gütersloh 1984

Markale, J. (1987) Le Druidisme- Traditions et Dieux des Celtes. Paris: Editions Bayot
Die Druiden. Übers. Beatrice Bludan und Wieland Grommes.
Gütersloh 1989.

von Ranke-Graves, R. (1981). Die weiße Göttin- Sprache des Mythos. Berlin: Medusa.

Le Roux, F., Guyonvarc`h, C.J. (1997). Die hohen Feste der Kelten. (Übers.: Christian
Schweiger) Engerda: Arun. Titel der Originalausgabe: Les fetes celtique. Editions Ouest-
France, Rennes.

Quelle: http://www.dieneueenergiebewegung.de/shares/content/?conId=281

Gruß an die Schöpferkraft

TA KI

 

Die Verbindung zwischen Pflanzen und Weiblichkeit


Frau-mit-Hirschen-Skulptur-Blumen-Montreal-kanada-Wettbewerb

– ein Interview mit dem Schamanenwissenschaftler Terence McKenna

 

Ist die Verbindung zwischen Pflanzen und Weiblichkeit das neue Leitbild der Kultur?

Führt die Suche der psychedelischen Erfahrung, die zur intellektuellen Krise des 20. Jahrhunderts gehört zu einem Archaismus, zu einer Wiederbelebung vorgeschichtlicher Werte?
Auf die Fragen des deutschen Autorenkollegen Renèe Zucker antwortet Terence McKenna, die legendärste Person, die in den letzten 15-20 Jahren in Erscheinung getreten war, „als das poetischste Sprachrohr und die wohl radikalste philosophische Stimme, die uns unterstützt, die psychedelische Erfahrung mit den urzeitlichen Traditionen des Schamanismus zu verknüpfen“, wie Timothy Leary es ausdrückte.

„Der wohl wesentlichste und wirklichste Teil ‘Alten Wissens’, ist was Leute über Pflanzen wussten, weil sie in einer solch engen Verbindung zu Pflanzen lebten. Wir sehen uns gern als eine Spezies von Jägern, aber in Wirklichkeit war das Essen von Fleisch eher ein seltenes Ereignis, gemessen an der Zeit, die aufgewendet wurde, um Beeren, Nüsse, Wurzeln und Blätter zu sammeln. Diese Heilpflanzen , die mit Wesenheiten assoziiert werden, sind seit ewigen Zeiten eingebunden in den menschlichen Lebenszusammenhang; sie wurden ständig gesammelt, miteinander gekreuzt und wegen ihrer jeweiligen Wirkungsweisen beständig gesammelt. Lange Zeit bevor Nahrungspflanzen angebaut wurden, bestand bereits ein erhöhtes Interesse an psychoaktiven Heilpflanzen.

Diese Pflanzen symbolisieren das kulturelle Erbe tausender Jahre von Jäger- und Sammlerkultur; aber wir verstehen sie (noch) nicht als Produkt unserer Kultur, so wie wir ein Auto oder Flugzeug als Kulturgut betrachten. Wir wissen das diese tropischen Wälder voll von chemisch interessanten und medizinisch wirksamen Pflanzen sind. Die Wälder von Amazonas, Guatemala, Hawaii, Assam, West Iriam, Bali…. all diese Ökosysteme sind bedroht und wenn einmal eine Spezies ausgestorben ist, wird das für immer sein, denn… sie ist einzigartig im Universum.“

Ich habe meinen Uni-Abschluss über den Schutz natürlicher Ressourcen gemacht, wobei ich besonders den Schamanismus berücksichtigt habe. Je näher ich diese schriftlosen Kulturen kennen lernte, desto mehr sah ich, das in ihrem Zentrum ein hochentwickeltes System der Pflanzenmedizin stand. Und ich lernte die Ängste über die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage kennen. Ich meine, diese Menschen sind keine Museumsstücke und es wäre blauäugig zu erwarten, dass sie in Grashütten leben, wenn alle anderen Mercedes fahren. Also gilt es ihr Erbe und die damit verbundenen Pflanzen erhalten.. zumindest solange, bis das unsere Medizin sich genug entwickelt hat, um diese Kenntnisse einzubinden.

Wenn ich so oft von der Verbindung zwischen Pflanzen und Weiblichkeit spreche, dann denke ich dabei an die Suche nach einem neuen Leitbild, das zur intellektuellen Krise des 20. Jahrhunderts gehört. Diese Suche führte zu einem Archaismus, zu einer Wiederbelebung vorgeschichtlicher Werte. Ich glaube, dass die Vorgeschichte von partnerschaftlichen Gesellschaften – Rianne Eisner prägte diesen Begriff – gekennzeichnet war. Das heißt die Kraft des Femininen war der Kraft des Maskulinen gleichgestellt, woraus sich ein wesendlich angenehmeres und befriedigenderes kulturelles Leben entwickelte.

ausbildung-kraeuterkunde-der-weisen-frau-seminare

Und dieser partnerschaftliche Stil war nicht zuletzt durch Pflanzen vermittelt, die wir Halluzinogene nennen würden. Pflanzen die eine psychologische Veränderung hervorrufen, ein Auflösen von Grenzen, von Kategorien und kulturellen Erwartungen. Es scheint mir sehr einleuchtend, dass unsere Vorfahren diese visionäre, pflanzenbezogene Rückverbindung zur Natur als Teil ihrer Erdgöttinnen-Religion erfuhren. Das ist die wirkliche Ur-Religion der Menschheit; sehr alt und weitverbreitet.

Darum meine Geschichte, in der ich davon ausgehe, dass unsere Evolution in bislang unberücksichtigtem Maße durch das Vorhandensein halluzinogener Pflanzen in der Nahrung der frühen Primaten voranbewegt wurde. Das mag anfangs vielleicht unbemerkt geschehen sein, aber sobald der Zusammenhang einmal bemerkt wurde,, wurde er wahrscheinlich auch maximiert… und daraus entwickelten sich schließlich die extatisch-orgiastischen, göttinnenorientierten Religionen der frühen Menschheit. Noch fehlt uns eine Tradition des rechten Umgangs mit jenen sakralen Drogen, eine Tradition der Integration von Halluzinogenen in das Leben der Gemeinschaft, wie das beim Schamanismus, wie er im Amazonas praktiziert wird, der Fall ist. Da geht es nicht um ein beiläufiges High werden oder Erholung, sondern es ist eine extrem fordernde spirituelle Disziplin.

Terences Lebenspartnerin Kat, die auch Redakteurin des (in den USA monatlich erscheinenden) Newsletters ‘Plantwise’ ist und mit ihrem gemeinsamen Sohn und ihrer Tochter zusammen – und mit Terence in Trennung lebt, fügt hinzu:
„Es sind keineswegs nur psychoaktive Pflanzenstoffe, die in den alkaloidhaltigen Schlingpflanzen der Botanical Dimensions-Anlage gleich tonnenweise vorhanden sind! Auch Pflanzen die nicht bewusstseins-erweiternd sind, wie z.B. das ‘Chiccuru Piri-Piri’; dass die Ureinwohner von Cupalca erfolgreich als Verhütungsmittel einsetzten, werden hier kultiviert.“

Und doch interessierte uns seinerzeit gerade die zeitgemäße Kernaussage des psychedelischen Forschungsunternehmens, die Terence – selbst kein Biologe oder Chemiker -, auf die Fragen des deutschen Autorenkollegen Renèe Zucker hin klar zu umschreiben begann.

Was das in Bezug auf den Umgang mit Halluzinogenen in unserer Kultur bedeutet, ist eine enorme Erziehungsaufgabe. Leute wurden belogen über das, was Drogen sind, man hat Drogen zum Dämon des modernen Lebens gemacht. Ich gehe davon aus, dass Menschen schon immer Drogen nahmen und auch weiter nehmen werden. Und dass genau wie es zu unserem Leben gehört, für unser sexuelles Leben Verantwortung zu übernehmen, es ebenso zu unserem Reifeprozess gehört, für unser psychedelisches Leben Verantwortung zu übernehmen. Deswegen lautet unsere Aufgabe Erziehung. Deswegen ist es wichtig, sorgfältig herauszufinden, was Drogen bewirken und vermitteln, was Drogen bewirken, was ihre Konsequenzen sind, basierend auf einer rationalen Sammlung von Beobachtungen. Wir können nicht länger jenes hysterische Pendel zum Maßstab nehmen, wo auf der einen Seite alle paar Jahre ein Drogen-Utopia proklamiert wird und auf der anderen Seite neuerliche Hexenjagden veranstaltet werden.

Das erstaunlichste an den psychedelischen Drogen ist, dass sich jeder Mensch, wo immer er sich befindet, zu einer Art Zauberer im eigenen Wohnzimmer verwandeln. Die Welt ist nicht ohne Herausforderungen, sobald man die Herausforderungen der Psychedelika akzeptiert hat. Jedes Apartment, jeder Grashügel kann zur Startrampe für eine ekstatische, visionäre Reise in eine andere Seinsebene werden. Das ist die große Wahrheit, die unsere Kultur vor uns verborgen hält; das wir von einem gewaltigen Nachlass von Information umhüllt sind, von einer anderen Dimension, deren einziger Fehler/Nachteil es ist, das sie vor unseren Kulturellen Werten keine Gnade findet. Und jetzt berichten uns die Anthropologen, das diese primitiven Leute mit ihren Pflanzen selige Reisen in unvorstellbare Welten unternehmen, in Welten voll Risiko und voll transzendenter Schönheit.

In unserer Entwicklung als westliche Menschen haben wir zuerst die einfachen, dringlichen Fragen behandelt: was ist Luft?, was ist Erde?, was ist Feuer? Die liegen inzwischen hinter uns (obgleich geade das Wasser als Informationsträger neu entdeckt wird). Aber womit wir nun tatsächlich konfrontiert sind, sind die Fragen: was ist Geist?, was ist Selbst, was ist Identität? Diese Fragen haben sich die alten Schamanenkulturen nicht gestellt, jedenfalls nicht in der Weise/Form in der wir es tun, aber es sind Fragen, auf die psychedelische Drogen ein Licht werfen. Wenn wir uns auf eine reifere Kultur zu bewegen wollen, zu einer Gesellschaft, die fair ist und offen ist und jede Frage stellen kann, auch auf die Gefahr hin, dass diese Antworten sehr, sehr erstaunlich sein werden.

Damit klarzukommen, ist nicht einfach für unsere Kultur, und es wir eine Weile dauern, bis sie diese Tatsache assimiliert hat. Aber die Drogenfrage liegt in der kulturellen Entwicklung direkt vor uns.

Ich denke, dass, in der gleichen Weise, in der das 19. Jahrhundert eine allmähliche Abneigung gegen die Sklaverei empfand und sie schließlich abschaffte, auch die Frage der Drogen heute mehr und mehr als eine Sache von Bürgerrecht verstanden wird, als ein Prinzip menschlicher Freiheit.

So wie die menschliche Entwicklung dazu führte, das Gottesgnadentum der Könige abzuschaffen, in Anerkennung der menschlichen Freiheit, so müssen wir uns von der Vorstellung befreien, dass es eine Sache von Regierungen sei, zu entscheiden, welche Drogen die Leute nehmen dürfen.

Wir werden in den kommenden/nächsten 10-20 Jahren auf diesem Gebiet gemeinschaftlich umdenken. Die internationalen Drogenkartelle der Kokain- und Heroindealer sind in vielen Fällen schon so mächtig, dass sie ganze Regierungen kaufen (oder über die Industrie politische Entscheidungen beeinflussen) können Das musste die Regierungen, die das Entstehen dieses Drogenhandels und der Kartelle lange Zeit begünstigt haben, natürlich das Fürchten lehren.

Man erwägt ja inzwischen, sie aus dem Geschäft zu vertreiben, indem man den Drogenhandel legalisiert – auch um sich die lukrativen Steuereinnahmen zu sichern. Die staatlichen Institutionen zur Drogenbekämpfung unterscheiden zwischen Stoffen wie Heroin auf der einen und Psychedelika auf der anderen Seite, nur insofern, als das Psychedelika nicht zu den Drogen gehör/ten, mit denen jemand viel Geld verdienen kann/konnte.

Mit der Entstehung der elektronischen Musik erlebten die 90er Jahre einen neuerlichen Sommer der Liebe mitsamt seinen Acid-House, Techo-, Rave- und Trance Movements und nicht nur das synthetische LSD, sondern vor allem magische Zauber-Pflanzen und -Pilze, sowie entsprechenden Designerdrogen wie MDMA und MDE. Neue Drogengruppen wie Entaktogene, Entheogene wurden den psychedelisch Wirkenden Substanzen zugefügt; und für illegal erklärt.

Es gibt nur relativ wenig Leute die sie nehmen und deswegen sind sie weder für die Mafia noch für die Polizei von großem Interesse. Für das Gesetz sind die Psychedelika Nebensache, sie sind allerdings von großer Bedeutung unter dem Aspekt ihres kulturellen Einflusses.

Warum sind/waren sie dann vergleichsweise unpopulär?
Weil ihre Einnahme Mut erfordert, Intelligenz, Disziplin, Selbstkontrolle, Neugier, Aufmerksamkeit, derlei Qualitäten. Die meisten Leute nehmen Drogen /betrachten Rausch als etwas, um ihre Wahrnehmung abzustumpfen, um ihr Leiden wegzuwischen. Aus diesem Grund sind Alkohol und Nikotin (und in gew. Maß auch Kokain) die Drogen der Massen, sie töten den Schmerz, in einer leeren, hoffnungslosen Welt zu leben. Die Halluzinogene (und auch Marihuana) hingegen laden uns ein in eine höhere, weitere, tiefere Definition dessen, was es bedeutet, Mensch zu sein.

Ich denke also, es gibt eine Zukunft für psychedelische Fragen, sogar eine sehr große Zukunft. Denn wenn es nicht die Erweiterung des Bewusstseins ist, die über der menschlichen Zukunft schwebt, was für eine Zukunft ist das dann !?

Quelle: Rave New World magazin 2000, S. 24, Das Interview mit Terence McKenna wurde 1993 auf dem Grundstück der Botanical Dimensions auf Hawaii von Renee’ Zucker geführt.

Quelle: http://www.dieneueenergiebewegung.de/shares/content/?conId=269

Gruß an Mutter Natur

TA KI

Die alchemistischen Blüten-Essenzen


 

blütenessenzen 1blütenessenzen 2blütenessenzen 3blütenessenzen4blütenessenzen5blütenessenzen6blütenessenzen7blütenessenzen8blütenessenzen9blütenessenzen 10blütenessenzen 11blütenessenzen 12blütenessenzen 13Quelle: http://www.edelstein-essenzen.de/blueten.php

Gruß an die Natur

TA KI