Die Pflanze als Spiegel der Seele


Kaum jemand weiß über unsere Heilpflanzen so viel zu erzählen wie Wolf-Dieter Storl, weil er sich intuitiv mit ihnen verbinden kann, weil er ein Freund und Verbündeter dieser Wesen ist. Er öffnet sich den Seelen unserer grünen Verwandten, er spricht mit ihnen, schwingt sich ein auf ihre Persönlichkeit. Ein kurzweiliger Vortrag über das Wesen und die Heilkräfte unserer grünen Verbündeten.

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Gruß an die Seelen
TA KI

Gesunde Kräuter statt Medikamenten und Mitteln zur Nahrungsergänzung.


Die gesundheitsfördernde Wirkung von Kräutern ist seit Urzeiten bekannt. Über Jahrhunderte hinweg sind ihre Heilkräfte in den Erfahrungsschatz der Menschheit eingegangen. Mit dem Aufkommen der pharmazeutischen Industrie, die für jegliche Beschwerde die passende Pille parat hält, hat dieses Wissen jedoch einen abrupten Dämpfer erfahren: Der Umgang mit Heilpflanzen erscheint manchen bloß noch etwas für schrullige Esoteriker zu sein, die Bäume umarmen.

Sicher hat die moderne Forschung viel Gutes bewirkt und nicht alles, was überliefert wird, ist sinnvoll. Allerdings hat selbst die Pharmakologie mittlerweile festgestellt, dass die chemisch isolierten Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente kaum an die komplexen Wirkweisen der Pflanzen heranreichen. So werden bei vielen Kräutern negative Effekte eines Inhaltsstoffs durch einen anderen ausgeglichen. Sie sind damit wirksam und schonend zugleich – ganz abgesehen von den zahlreichen sekundären Pflanzenstoffen, die sie enthalten und die für den menschlichen Organismus wichtig sind.

Das Beste aber ist: Viele der heilsamen Pflanzen hat man bereits als Küchenkräuter oder Tees zu Hause. Im Folgenden werden dir 12 Kräuter vorgestellt, die so alltäglich sind, dass kaum jemand ihre Superkräfte erahnt. Generell solltest du freilich beachten, dass – wie bei allem – von einem übermäßigen Verzehr abzuraten ist. Iss frisch und abwechslungsreich, dann entfalten die grünen Gewürze ihre volle Gesundheits-Power.

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1.) Basilikum

Basilikum gehört zur italienischen Küche einfach dazu. Dabei solltest du ihn stets frisch verwenden und erst kurz vor dem Servieren über die Pizza oder Spaghetti streuen. Dann schmeckt er nicht nur besser, sondern hilft auch bei Magenproblemen und Verstopfung. Basilikum kurbelt nämlich die Fettverdauung an. Darüber hinaus soll er gegen Migräne sowie leichte Angstzustände und Schwermütigkeit gut sein.

Da Basilikum Estragol enthält, wird empfohlen, täglich nicht mehr als 20 Blätter zu essen.

2.) Kresse

Eierbrot mit Gartenkresse – das gönnen sich die meisten nur an Ostern. Es lohnt sich jedoch, nicht nur Eier öfter zu essen, sondern auch regelmäßig ein Schälchen Kresse auf den Tisch zu stellen. Kresse zeichnet sich nämlich durch einen hohen Gehalt an Vitamin C, Calcium, Eisen und Folsäure aus. Damit wird zum einen das Bindegewebe gestärkt, zum anderen profitieren sprödes Haar und brüchige Fingernägel von den Kräutern. Ganz allgemein wirkt Kresse anregend und belebend. So fühlt man sich fit für den Tag.

3.) Rosmarin

Als Tee beruhigen die ätherischen Öle des Rosmarins die Nerven. Verspannungskopfschmerzen, Stress und Niedergeschlagenheit lösen sich. Als frisches Gewürz hilft Rosmarin bei Magen-Darm-Beschwerden, Völlegefühl und Blähungen. Reibt man Rosmarin-Öl auf die Haut, regt das die Durchblutung an.

Menschen mit empfindlicher Haut könnten bei einer äußerlichen Anwendung allerdings mit Reizungen reagieren; vorsichtig sollten auch Menschen mit Kreislaufbeschwerden oder Krampfadern sein. Bei allen ätherischen Ölen gilt, dass sie bei Kleinkindern und Asthmatikern nicht im Bereich von Mund und Nase angewendet werden dürfen, da sie Atemnot auslösen können.

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4.) Petersilie

Frische Petersilie ist eine Vitamin-C-Bombe. Zudem enthält sie etliche Mineralien, Spurenelemente und Antioxidantien. Damit stärkt das buschige Grün das Immunsystem und ein gesundes Zellwachstum. Außerdem sagen Heilpraktiker der Petersilie eine blutreinigende und entschlackende Wirkung nach. Nachweislich hilft das Kauen auf einem Petersilienstängel gegen Mundgeruch, da dieses Kraut den Geruch nicht nur neutralisiert, sondern auch eine antibakterielle sowie entzündungshemmende Wirkung hat.

Schwangere sollten nicht zu viel Petersilie essen, da sie vorzeitige Wehen auslösen kann.

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5.) Schnittlauch

Wie alle Lauchsorten ist Schnittlauch antibakteriell, harntreibend und beugt einer Verkalkung der Arterien vor. Zudem enthält er Kalium, Folsäure, Schwefel und Phosphor, das sorgt für starke Zellen und Nerven. Der regelmäßige Verzehr von Schnittlauch kann, wie Studien belegen, unter Umständen den Blutdruck- und Cholesterinspiegel senken. Und: Wer mit Schnittlauch würzt, braucht weniger Salz.

6.) Estragon

Eine selbstgemachte Sauce béarnaise mit frischen Estragon-Zweigen passt wundervoll zu Fisch oder Kurzgebratenem. Die Gerb- und Bitterstoffe des Estragons regen die Verdauung an und beleben den Stoffwechsel. Ein aufgebrühter Tee lindert Blähungen, innere Unruhe und Schlafbeschwerden. Auch Frauen in den Wechseljahren können mithilfe von Estragon typische Beschwerden abschwächen.

Wie Basilikum enthält auch Estragon den Bestandteil Estragol und sollte daher vorsichtshalber nicht übermäßig konsumiert werden.

7.) Zitronenmelisse

Ein Tee aus frischen Melissenblättern hilft bei Einschlafstörungen, Angstzuständen und Stress – vom hochprozentigen Melissengeist wird hingegen abgeraten. Darüber hinaus beugt Melisse als antibakterielles Virostatikum Infektionen vor. Äußerlich angewendet, wirkt Zitronenmelisse dadurch bei Hautunreinheiten sehr gut. Wissenschaftliche Studien haben in den letzten Jahren zudem entdeckt, dass Melisse ein wirksames Mittel gegen Lippenherpes ist. Hierfür werden Cremes mit Melissenextrakt auf die betroffene Stelle aufgetragen. Pharmakologe Matthias Melzig betont: „Den Vergleich zu einem synthetischen Virostatikum braucht die Melisse überhaupt nicht zu scheuen.“

8.) Salbei

Die lindernde Wirkung von Salbei ist den meisten bekannt: Bei Heiserkeit, Halsschmerzen und Zahnfleischentzündungen tut ein Salbeitee gut. Dafür ist das Zusammenspiel verschiedenster Inhaltsstoffe verantwortlich, die sowohl die Schleimhäute in Mund und Rachen für Bakterien und Viren undurchlässiger machen als auch bewirken, dass die Vermehrung der Krankheitserreger eingedämmt wird. Darüber hinaus wird die Wundheilung begünstigt. Einen ganz anderen positiven Effekt hat Salbeitee im Sommer: Er zügelt die Schweißproduktion!

Da Salbei das Nervengift Thujon enthält, sollte man keine großen Mengen zu sich nehmen und von einer langfristigen Anwendung absehen. Säuglinge, Schwangere und stillende Mütter sollten weitgehend auf Salbeitee verzichten.

9.) Oregano

Bei Magen- und Darmkrämpfen hilft ein Tee mit Oregano. Daneben wird Oregano in der Pflanzenheilkunde noch für viele andere Anwendungsgebiete eingesetzt: Appetitlosigkeit, Blähungen, Verstopfung, Menstruationsbeschwerden, Nieren- und Harnwegserkrankungen.

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10.) Thymian

Die ätherischen Öle des Thymians bringen Erholung für die Atemorgane, indem sie festsitzenden Schleim lösen. Bei Husten oder verstopfter Nase ist Thymiansirup oft besonders wohltuend. Hierfür wird Thymian zu einem kräftigen Tee gekocht, anschließend ohne Kräuter weiter reduziert und noch einmal mit Honig aufgekocht.

11.) Pfefferminze

Pfefferminztee kennt jedes Kind. Übelkeit, Blähungen und krampfartige Menstruationsbeschwerden können mit Pfefferminztee gelindert werden. Auch bei Reizdarm soll er helfen.

Da die Pfefferminze jedoch die Säureproduktion anregt, kann dieses Kraut Menschen mit empfindlichem Magen oder Sodbrennen zusätzlich reizen. Stillende Mütter dürfen keinen Pfefferminztee trinken, da er die Milchproduktion hemmt. Erst beim Abstillen ist er aus diesem Grund dann wieder sehr willkommen.

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12.) Kamille

Die wohl berühmteste Heilpflanze ist die Kamille. Aufgrund ihrer entzündungshemmenden, antibakteriellen und krampflösenden Eigenschaften ist sie ein wahrer Alleskönner: Als Tee hilft sie bei Bauchschmerzen, Blähungen und Völlegefühl; als Spülung lindert sie Zahnfleischentzündungen und Halskratzen; als Sitzbad ist die Kamille bei Hämorrhoiden sowie bei Infektionen im Genitalbereich wirksam.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt bei Babys, lieber Kamillentee als Fencheltee gegen Blähungen zu geben. Von selbst hergestellten Kamillenlösungen für die Behandlung am Auge wird dringend abgeraten.

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Kräuter sind gesund. Will man sie als medizinisches Mittel in Selbstbehandlung anwenden, sollte man sich indes immer erst mit seinem Arzt absprechen. Als frisches Gewürz beim Kochen können die Kräuter jedoch viel für das körperliche Wohlbefinden tun, und ein Tässchen Tee ersetzt gelegentlich die Tablette aus dem Arzneischrank. Stelle dir am besten gleich ein ganzes Regal mit frischen Kräutern zusammen.

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Gruß an die Wissenden
TA KI

Brennnessel


Von wegen Unkraut! In der Naturheilkunde gilt die Brennnessel vielen Eingeweihten als „Königin der Heilpflanzen“. Aber auch kulinarisch lohnt sich die Entdeckung der Pflanze unbedingt.

Kaufen kann man Brennnesseln leider nicht, hier ist selber sammeln angesagt (…)

Das sollten Sie über Brennnessel wissen

Es stimmt, Brennnesseln wachsen und wuchern üppig auch da, wo man sie nicht unbedingt haben möchte. Trotzdem haben sie Besseres verdient als auf dem Abfall zu landen – und ihren Ruf als ungeliebtes Unkraut tragen sie wirklich zu Unrecht. Besonders die ganz jungen Brennnesseln stecken nicht nur voller gesunder Inhaltsstoffe, sondern haben auch kulinarisch einiges zu bieten. So langsam entdecken das immer mehr Gesundheitsbewusste und Genießer – kein Wunder also, dass man inzwischen sogar Brennnesselsamen zum Aussäen im Garten kaufen kann!

Die bis zu 1,50 Meter hoch wachsenden Stauden sind bei vielen auch wegen ihrer besonderen Eigenschaft unbeliebt: Die zahlreichen Härchen an Stängeln und Blättern sorgen beim Berühren für unangenehmes Brennen (daher der Name). Doch dieser unerwünschte Effekt lässt sich leicht vermeiden, wenn Sie beim Ernten Handschuhe tragen. Sobald man junge Brennnesseln gart, verlieren die Härchen aber diese typische Eigenheit.

Saison: Junge Brennnesseln pflückt man am besten von März bis Mai. Dann beginnen die Pflanzen zu blühen und enthalten nicht mehr ganz so viele Wirk- und Aromastoffe. Die beste Zeit zum Ernten der ebenfalls wirkstoffreichen Wurzeln von Brennnessel ist der Herbst.

Herkunft: Die Brennnessel ist seit Tausenden von Jahren in ganz Europa heimisch.

Geschmack: Junge Brennnesseln haben einen kräuterartigen, frischen Geschmack. Ältere Brennnesseln enthalten sehr viel Gerbsäure und schmecken weniger angenehm.

Wie gesund ist eigentlich Brennnessel?

Die Brennnessel trägt nicht umsonst den Titel „Königin der Heilkräuter“ – die Liste ihrer gesundheitlichen Wirkgebiete ist lang: In der Volks- und Naturheilkunde verwendet man Brennnesseln schon seit Jahrtausenden z.B. zur Blutreinigung, gegen Blutarmut, bei Verdauungsstörungen sowie bei Erkrankungen von Niere und Harnwegen. Weitere erprobte Anwendungsgebiete für die Brennnessel sind Beschwerden von Magen, Galle, Leber und Bauchspeicheldrüse; außerdem Erkrankungen wie Gicht und Rheuma sowie Entzündungen von Mundhöhle. Da Brennnesseln Stoffe enthalten, die die Blutgefäße verengen, gelten sie als wirksames Mittel bei Hämorrhoiden und Blutungen aller Art.

Hauptinhaltsstoffe von Brennnesseln sind neben zellschützenden Flavonoiden auch Gerbstoffe, günstig wirkende organische Säuren, große Mengen an Chlorophyll und die Vitamine A und C. Besonders reich ist Brennnessel außerdem an Kieselsäure, die für schöne Nägel und gesundes Haar sorgt. Mineralstoffe stecken ebenfalls reichlich in Brennnesseln, allen voran das für die Blutbildung so wichtige Eisen: Brennnesselblätter enthalten davon mit rund 4 mg genauso viel wie Spinat.

Brennnessel – gut zu wissen:

Brennnesseln gelten zwar zu Recht als sehr nitratreich: 100 g enthalten etwa 145 mg Nitrat. Grund zur Sorge ist das aber nicht, denn für gesunde Erwachsene sind bis zu 1.300 mg Nitrat am Tag als gesundheitlich unbedenklich. Ein paar Tassen Brennnesseltee oder die Handvoll Brennnesselblätter im Salat oder in anderen Gerichten schaden darum nicht.

Einkaufs- und Küchentipps für Brennnessel

Einkauf: Zu kaufen gibt es Brennnessel leider nicht, selber sammeln ist hier also angesagt. Da das Kraut aber buchstäblich wie Unkraut fast überall wächst, können Sie sich damit im Frühling problemlos selbst versorgen. Wichtig beim Sammeln: Tragen Sie Handschuhe und pflücken Sie nur die ganz zarten, hellgrünen jungen Triebe.

Lagerung: Brennnesseln welken nach dem Pflücken schnell. Bereiten Sie die Blätter darum möglichst rasch zu. Sie können Brennnesseln aber auch gut trocknen, um später Tee daraus zu kochen: Einfach an einem schattigen, luftigen Platz langsam trocknen lassen und dann in fest verschließbare Gefäße geben.

Vorbereitung: Auch bei der Vorbereitung von Brennnesseln gilt: Unbedingt Handschuhe tragen, damit es keine Schmerzen und Quaddeln gibt! Spülen Sie die Brennnesseln unter fließendem Wasser ab, anschließend die Blätter abzupfen und trockenschütteln. Je nach Größe und je Rezept können Sie die Blätter der Brennnessel dann ganz lassen, in feine Streifen schneiden oder hacken. Falls Sie mit Brennnesseln Ihren Salat aufpeppen möchten, sollten Sie die Blätter einmal ganz kurz mit kochendem Wasser überbrühen und dann gut abtropfen lassen.

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Zubereitungstipps für Brennnessel:

Der leicht herbe, würzige Kräutergeschmack von Brennnesseln kommt am besten zur Geltung, wenn Sie ihn mit anderem Gemüse kombinieren – allein kann er leicht zu dominant werden. Sehr lecker schmeckt frische, junge Brennnessel zum Beispiel zusammen mit Kohlrabi und Süßkartoffeln in einem vegetarischen Gratin oder mit Möhren und Hähnchenfilet als Füllung von saftigen Wraps.

Getrocknet ergeben Brennnesselblätter einen sanft entwässernd wirkenden Tee, der auch die Fettverbrennung ankurbeln kann.

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Gruß an die Besseresser

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TA KI

Gesundheit: Die 10 mächtigsten Heilpflanzen


Heilpflanzen werden oft unterschätzt. Manchmal nutzt man sie bei kleinen Wehwehchen. Aber wirkliches Vertrauen bringt man ihnen nicht gerade entgegen. Das ist schade, denn in Heilpflanzen steckt ein solch grosses Potential für unsere Gesundheit, dass es fast schon leichtsinnig wäre, darauf zu verzichten.

Wir stellen Ihnen heute die Top Ten der Heilpflanzen vor. Wetten, dass auch Sie künftig – bei Beschwerden gleich welcher Art – verstärkt Heilpflanzen nutzen werden?

Heilpflanzen wirken ganz anders als schulmedizinische Medikamente. Und das ist auch ganz normal.

Denn Heilpflanzen bestehen nicht aus einem einzigen künstlichen Wirkstoff, sondern aus einem Potpourri an natürlichen Wirkstoffen, das bei jeder Heilpflanze anders ist.

Da sind Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Antioxidantien und die ganz speziellen sekundären Pflanzenstoffe. Letztere sind es meist auch, die für die spezifische Wirkung der Pflanze verantwortlich sind.

Auch Heilpflanzen haben Nebenwirkungen. Nebenwirkungen sind hier jedoch nicht gleich bedeutend mit unerwünschten Begleiterscheinungen – wie das bei den meisten Medikamenten der Fall ist.

Nebenwirkungen von Heilpflanzen sind einfach weitere positive Wirkungen. Nehmen wir die Pfefferminze. Ihre Wirkstoffe sind insbesondere ätherische Öle, Flavonoide und Gerbstoffe. Die Hauptwirkung der Pfefferminze bezieht sich auf die Linderung von Magen-Darm-Beschwerden.

Hier wirkt sie jetzt aber nicht – wie das ein schulmedizinisches Medikament tun würde – ausschliesslich gegen zu viel Magensäure oder ausschliesslich gegen Blähungen oder ausschliesslich gegen Schmerzen.

Die Pfefferminze wirkt ganzheitlich:

Sie löst schmerzhafte Krämpfe (spasmolytisch). Sie behebt Blähungen, fördert die Bildung der Gallen-, Magen- und Verdauungssäfte und beschleunigt die Magenentleerung.

Das sind die Hauptwirkungen der Pfefferminze. Und wie sieht es mit den Nebenwirkungen aus? Diese sind natürlich ebenfalls vorhanden, nämlich die folgenden:

Die Pfefferminze wirkt antibakteriell, macht die Atemwege frei, eliminiert schlechten Mundgeruch, wirkt gegen Mundschleimhautentzündungen und sogar gegen Kopfschmerzen.

Unerwünschte Nebenwirkungen gäbe es nur, wenn man die Wirkstoffe der Pfefferminze (z. B. das ätherische Öl) isoliert und in zu grossen Dosen einnehmen würde.

Heilpflanzen jedoch, die in Form natürlicher Zubereitungen verwendet werden, sind mehrheitlich frei von unerwünschten Wirkungen.

Sicherheitshalber sollten jedoch Schwangere und Stillende sowie sehr empfindliche Menschen vor dem Gebrauch von Heilpflanzen ihren Arzt oder Therapeuten befragen.

 

Die Top-Ten der Heilpflanzen

Nachfolgend stellen wir Ihnen zehn der mächtigsten Heilpflanzen und ihre Wirkungen vor und hoffen, damit auch Sie vom grossartigen Nutzen der Phytotherapie (Heilpflanzentherapie) überzeugen zu können.

1.) Die Mariendistel

Die Mariendistel ist eine stachelige, violett blühende Pflanze, die man – insbesondere in warmen Regionen – wild am Wegesrand finden kann.

Jahrhunderte lang wurden die Samen der Mariendistel, die den aktiven Inhaltsstoff Silymarin enthalten, zur Stärkung der Leber verwendet.

Da das Silymarin eine hohe Schutzwirkung auf die Leber hat, verhindert es Schäden, die durch eine Überbelastung der Leber (z. B. durch Vergiftungen oder Entzündungen) entstehen.

Auch bei der heutzutage häufig auftretenden Leberverfettung hat sich die Mariendistel bestens bewährt.

Die Leberschutzwirkung der Mariendistel wurde in Studien eindeutig belegt. Es wurde darin nachgewiesen, dass das schädliche Potential von Leber schädigenden Stoffen in Anwesenheit der Mariendistel abgeschwächt oder gar aufgehoben werden kann.

Die Mariendistel schützt die Leber jedoch nicht nur vor Giftstoffen, sondern beschleunigt auch die Regeneration der Leberzellen.

2. Der Beifuss

Eine äusserst unscheinbare, aber dafür umso mächtigere Heilpflanze ist der gemeine Beifuss (Artemisia vulgaris) – ein Verwandter des Wermut.

Der Beifuss ist in Mitteleuropa heimisch, was äusserst praktisch ist, da man ihn somit nahezu überall kostenfrei zur Verfügung hat.

Die Einsatzgebiete des Beifusses sind vielfältig. Besonders wirksam ist er jedoch bei Beschwerden des Verdauungssystems und bei Frauenleiden.

Ob also Verdauungsschwäche, Blähungen, Appetitlosigkeit oder Gallenleiden, der Beifuss hilft hier genauso wie bei Menstruationsbeschwerden und Krämpfen nahezu aller Art.

Eine Variation des Beifusses ist der einjährige Beifuss (Artemisia annua). Er stammt aus Fernost und wird schon seit vielen Jahrhunderten in der Traditionellen Chinesischen Medizin eingesetzt. Er gilt als Mittel gegen Krebs sowie gegen Malaria (wozu es ganz aktuelle Studien gibt).

Sie sehen also, wie einfach es mit Hilfe von Heilpflanzen sein kann, die eigene Gesundheit zu verbessern.

 

3.) Der Flohsamen

Die Samen des Flohsamens enthalten lösliche Ballaststoffe, die beachtliche Mengen an Wasser aufnehmen können. Nur ein Teelöffel mit Flohsamen lässt eine Tasse voll Wasser innerhalb einer Minute so dickflüssig wie Pudding werden.

Das enorme Quellvermögen des Flohsamens macht ihn zu einem probaten Hilfsmittel gegen Darmträgheit: Der Darminhalt wird durch den Flohsamen vermehrt, ein Dehnungsreiz wird ausgelöst und dieser führt dann schliesslich zur Darmentleerung.

Gleichzeitig werden möglicherweise vorhandene Schlacken oder Kotreste von den Darmwänden gefegt, weshalb Flohsamen zu den Bestandteilen einer jeden hochwertigen Darmreinigung gehören.

Will man die Wirkung des Flohsamens verstärken, dann wählt man nicht den ganzen Flohsamen, sondern Flohsamenschalen. Je feiner diese pulverisiert sind, umso stärker ist deren Quellvermögen und somit ihre Darm reinigende Wirkung.

In Verbindung mit der Einnahme von Flohsamenschalen ist eine ausreichende Trinkmenge von ca. 2,5 Liter stillem Wasser pro Tag enorm wichtig, da es sonst leicht zur Verstopfung kommen kann.

Flohsamen werden aufgrund ihres hohen Gehaltes an heilenden Schleimstoffen auch häufig bei Magengeschwüren und Hämorrhoiden verwendet. Der Schleim legt sich schützend auf die Schleimhäute von Magen und Darm und fördert so deren Regeneration.

Bei einem Darmverschluss sollte man Flohsamen natürlich nicht einnehmen.

4.) Die Klettenwurzel

Kletten kennt jeder – zumindest noch aus der Kindheit. Kletten haften besonders gern an der Kleidung oder im Fell von Tieren. Ungünstig ist es, wenn sich eine Klette im langen Haar verfängt, da ihre Entfernung dann wirklich langwierig werden kann…

Genau diese Eigenschaft macht die Klette jedoch für unser Blut so wertvoll. Es sind nämlich nicht nur ihre Früchte, die klebende oder bindende Fähigkeiten haben.

Auch die Wurzel der Klette kann – laut der Volksheilkunde – binden, allerdings nicht an Kleidung, sondern an Schwermetalle und Gifte. Die Toxine werden auf diese Weise rasch aus dem Körper ausgeschwemmt.

Die Klettenwurzel wirkt ausserdem harntreibend, so dass die gebundenen Giftstoffe nicht unbedingt über den Darm, sondern auch über die Nieren ausgeschieden werden können.

Die Klette besitzt zudem antibakterielle und antimykotische (pilzfeindliche) Eigenschaften, weshalb sie auch sehr gerne bei Hautproblemen wie beispielsweise bei Akne oder als öliger Auszug bei schuppiger Kopfhaut angewandt wird.

Die Haupt-Inhaltsstoffe der Klettenwurzel sind Inulin, Schleime, ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Sitosterin sowie die erwähnten antibiotisch und fungizid wirkenden Substanzen.

5.) Die Bärentraubenblätter

Die Bärentraube ist eine Heilpflanze, deren Wirkung als Entgiftungs- und Heilmittel der Nieren, vor allem aber der Blase und der ableitenden Harnwege schon lange bekannt ist.

Daneben verwendet man die Blätter auch bei Husten und bei chronischen Durchfällen.

Der Hauptinhaltsstoff ist das Arbutin. Daneben sind noch Gerbstoffe, Flavonoide und etwas ätherisches Ölin den Bärentraubenblättern enthalten.

Wichtig für die Wirkung des Bärentraubenblättertees ist die richtige Zubereitung:

Durch einen Kaltansatz werden die wichtigen wirksamen Inhaltsstoffe ausgezogen, während die Gerbstoffe, die wegen der Magenbelastung und des unappetitlichen Aussehens nicht erwünscht sind, kaum aus dem Pflanzenmaterial extrahiert werden.

Ein Kaltansatz wird folgendermassen hergestellt. Die Bärentraubenblätter werden mit kaltem Wasser übergossen und einige Stunden (z. B. über Nacht) bei Raumtemperatur stehen gelassen. Dann seiht man die Flüssigkeit ab, erwärmt und trinkt sie.

Allerdings sollte man den Tee – wie alle anderen Arzneitees auch – nur für begrenzte Zeit zu sich nehmen, also so lange, bis die Beschwerden nach wenigen Tagen nachlassen.

Als Tee für jeden Tag eignet sich der Bärentraubenblättertee nicht.

 

6.) Die Stechwinde (Wurzel)

Beheimatet ist die Stechwinde (Sarsaparille) in den zentralamerikanischen Staaten Guatemala, Honduras und San Salvador.

Schon der Name bzw. das Aussehen der Pflanze deutet auf eine ihre Wirkungen hin: Die Stechwinde sticht – und das nicht wenig.

Ihre Wurzel soll nun unter anderem gegen stechende Schmerzen helfen, und wurde mit dieser Eigenschaft bereits vor Jahrhunderten von den Indianern und Chinesen als Schmerzmittel eingesetzt.

Die Stechwinde enthält 1 – 3% Steroidsaponine, Phytosterine und Stärke. Sie hat entzündungshemmende und reinigende Eigenschaften. Auch wirkt sie antioxidativ.

Die Pflanze galt früher als ausgezeichnetes Mittel gegen die Syphilis. Heute ist sie hauptsächlich Bestandteil vieler Blutreinigungstees und unterstützt somit die Leber als Hauptentgiftungsorgan, die bei gesundheitlichen Problemen stechende Schmerzen verursachen kann.

Die Stechwinde kann auch bei der Ausleitung von Umweltgiften eingesetzt werden und hilft aus naturheilkundlicher Sicht bei der Borreliosebehandlung sowie bei asthmatischen Beschwerden und Allergien.

Die Wurzel der Stechwinde soll ausserdem die Bildung weisser Blutkörperchen stimulieren, vor allem die der T-Lymphozyten und der Makrophagen (Fresszellen), was natürlich die Abwehrkraft des Körpers verbessert.

Die blutreinigende Wirkung der Stechwinde ist folglich hilfreich, um Hautprobleme aller Art wie Ekzeme, Milchschorf, Schuppenflechte, Akne, Furunkel und Warzen zu lindern.

Selbst als Aphrodisiakum für den Mann wird die Stechwinde traditionell eingesetzt. Sie soll – wohldosiert – die Testosteron-Produktion anregen, dadurch die männliche Potenz steigern und Muskelmasse aufbauen helfen.

7.) Der Löwenzahn

Wahrscheinlich ist der Löwenzahn deshalb so weit verbreitet, damit für jeden genug dieser mächtigen Heilpflanze zur Verfügung steht 🙂

Der Löwenzahn ist ein leicht bitter schmeckendes Kraut mit Bitterstoffen, Carotinoiden, Flavonoiden, Gerbstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen, Schleimstoffen und (in der Wurzel) mit Inulin.

Der Löwenzahn kann Fasten-Symptome wie Kopfschmerzen sowie Nachwirkungen eines übermässigen Alkoholgenusses lindern. Er wird auch bei Bluthochdruck, Husten, Verstopfung und Problemen mit der Gallenblase eingesetzt.

Auch regt der Löwenzahn die Durchblutung an. Auf diese Weise unterstützt er den Abtransport von Stoffwechselschlacken, die sich im Bindegewebe eingelagert haben und zu Krankheiten wie Rheuma und Gicht beitragen können.

Betroffene profitieren vom Löwenzahn insbesondere durch einen spürbaren Schmerzrückgang.

Eine Löwenzahn-Kur kann durch die Anregung der Gallensaftsekretion auch der Bildung oder der Vergrösserung von bereits vorhandenen Gallensteinen entgegen wirken.

Auch Beschwerden im Magen-Darm-Bereich wie Völlegefühl, Blähungen und Verdauungsprobleme können mit dem Löwenzahn gelindert werden.

Ausserdem hat der Löwenzahn eine harntreibende Wirkung, so dass er auch bei Problemen mit den Harnwegen hilfreich sein kann.

Ganz allgemein wirkt der Löwenzahn stärkend auf geschwächte Menschen, da er auch appetitanregend und insgesamt antriebssteigernd wirkt.

Eine Löwenzahn-Kur bietet sich insbesondere im Frühjahr an. Dazu wird der Löwenzahn in Form der frischen Pflanze, als Tee, als Löwenzahnwurzelextrakt, als Löwenzahnfrischpflanzensaft oder als Löwenzahnblattpulver über 4 bis 6 Wochen hinweg verzehrt.

8.) Die Brennnessel

Wer kennt sie nicht, die Brennnessel, die sich überall am Wegesrand und auf den Wiesen ausbreitet und allgemein als Unkraut angesehen wird. Doch ihre zahlreichen Gesundheitswirkungen heben diese Pflanze immer mehr aus ihrem Schattendasein heraus.

Ursächlich wird die Brennnessel bei Problemen der Haut, Muskeln und Gelenke u. a. bei Menschen angewandt, die eine krankhafte Neigung zu Harnsäurebablagerungen haben. Die Brennnessel hilft nämlich bei der Ausscheidung derselben.

Kräuterbücher des 16. Jahrhunderts beschreiben die Pflanze hauptsächlich als Mittel gegen Wassersucht. Und schon die alten Griechen wie Hippokrates hoben besonders die harntreibenden Wirkungen dieser Pflanze hervor.

Auch bei Paracelsus und der Heiligen Hildegard von Bingen wird die Brennnessel als Heilmittel erwähnt.

Aufgrund ihrer intensiven Wirkung wird die Brennnessel auch in der Homöopathie bei Hautauschlägen, leichten Verbrennungen und Sonnenbrand angewandt. Als Urtinktur wird sie von Homöopathen bei Rheuma und Gicht eingesetzt.

Bei der Verwendung von Brennesselkraut ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens 2,5 Liter stillem Wasser zu achten.

9.) Die Birkenblätter

Medizinisch genutzt werden die Blätter der Birke. Sie wirken besonders auf die Nieren (fördern die Nierendurchblutung und Nierenleistung) und auf die Harnwege.

Birkenblätter können als Tee oder als Frischpflanzensaft getrunken oder in Form von Tabletten oder Dragees eingenommen werden. Äusserlich finden die Birkenblätter in verschiedenen kosmetischen Produkten Anwendung, z. B. gegen Schuppenbildung.

Die Anwendungsgebiete der Birkenblätter sind im Einzelnen die folgenden:

  • Durchspülung der Harnwege bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen, die mit Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen einher gehen
  • Bei Nierengriess
  • Zur unterstützenden Behandlung rheumatischer Beschwerden
  • Zur Blutreinigung im Rahmen von “Frühjahrskuren”

10.) Die Artischockenblätter

Die Artischocke, die ursprünglich aus dem Orient stammt, ist eine bis zu zwei Meter hohe, distelartige Staude. Ihre Blütenknospen werden als Gemüse verzehrt.

Heilsam sind jedoch insbesondere die Artischockenblätter, besonders als Artischockenextrakt.

Sie sind reich an Bitterstoffen (Hauptwirkstoff ist das Cynarin), Flavonoiden, Vitaminen, Mineralstoffen etc.

Die Artischockenblätter wirken hervorragend auf die Gallen- und Lebergesundheit. Sie fördern den Gallefluss und schützen die Leber und helfen ihr bei der Regeneration.

Auch die Bauchspeicheldrüse wird von den Bitterstoffen der Artischockenblätter angeregt, Verdauungssäfte auszuschütten.

Artischockenblätter wirken insgesamt blutfett- und cholesterinsenkend, entzündungshemmend, krampflösend und antioxidativ.

Man kann die Artischocke sowohl als Frischpflanzensaft als auch in Kapselform verwenden.

Sie sehen also, wie einfach es mit Hilfe von Heilpflanzen sein kann, die eigene Gesundheit zu verbessern.

Und wenn Sie eine Frühjahrskur planen sollten, dann kennen Sie jetzt eine ganze Wagenladung von Heilpflanzen, die Sie zur Entgiftung, Entschlackung, Leberregeneration, Blutreinigung etc. integrieren können.

Literatur:

Die einzige Antwort auf Krebs

Natriumbicarbonat: Krebstherapie für jedermann – Der Bestseller jetzt im Taschenbuch –

Selber machen statt kaufen – Haut und Haar: 137 Rezepte für natürliche Pflegeprodukte, die Geld sparen und die Umwelt schonen

Quellen: PublicDomain/zentrum-der-gesundheit.de am 05.04.2018

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Quelle: https://www.pravda-tv.com/2018/04/gesundheit-die-10-maechtigsten-heilpflanzen/

Gruß an die Wissenden

TA KI

Bitter macht gesund – Warum du mehr Bitterstoffe essen solltest


Hast du dich schon mal gefragt, warum fast alle Heilpflanzen und Gewürze einen bitteren oder wenigstens leicht bitteren Geschmack haben? Das gilt für Aloe vera, Neem, Knoblauch, kanadische Orangenwurzel (goldenseal), Ingwer, Wermut, Mariendistel, Kurkuma und für viele andere. Nach dem Ayurveda sollte ein ausgewogenes Mahl alle sechs Geschmacksrichtungen enthalten: salzig, scharf, süß, sauer, herb und bitter. Erst dann kann der Körper wirklich gesund sein.

Leider wiegen aber in unserer westlichen Kultur fast ausschließlich der süße und salzige Geschmack vor. Bittere Aromen, die dem Organismus so gut tun, sind verpönt und fast vergessen. Ist dieses gesunde, bittere Aroma nur Zufall? Im Ayurveda finden wir die Erklärung, dass der bittere Geschmack zugleich der heilkräftigste von allen ist. Die bitteren Aromen und Pflanzen werden deshalb zur Heilung vieler körperlichen und seelischen Krankheiten verwendet.

Eigenschaften der Bitterstoffe

Bitterstoffe fördern eine gesunde Verdauung, indem sie die Durchblutung der Verdauungsorgane anregen. Wermutextrakt ist deshalb auch in vielen pflanzlichen Präparaten zur Verdauungsanregung enthalten.
  • Sie kämpfen gegen die Mikroben, vernichten also Bakterien, Pilze, Viren und Parasiten, und hindern auf diese Weise Gifte daran, sich im Organismus abzusetzen.
  • Ferner wirken sie blutreinigend, stimulieren den Appetit, und unterstützen die Leber bei ihrer Arbeit.
  • Die Bitterstoffe schmeicheln nicht gerade unseren Geschmacksnerven; somit helfen sie beim Abnehmen. Dadurch wird unsere Haut auch klarer.
Und schließlich sind sie ein hervorragendes Mittel gegen jegliche Art von Übelkeit.
Durch die einseitige Ausrichtung der modernen Ernährung auf süß und salzig haben wir verlernt, Bitterstoffe zu schätzen. Ihr Geschmack ist deshalb zunächst ungewohnt und vielleicht sogar unangenehm. Mit der Zeit kann aber jeder seinen Geschmackssinn “normalisieren” und sich an Bitterstoffe gewöhnen, ja diese sogar als wohlschmeckend willkommen heißen.
Gestalte also deine Mahlzeiten ausgewogen. Hier findest du eine Liste von Lebensmitteln, Heilpflanzen und Gewürzen, die wertvolle Bitterstoffe enthalten.

Bittere Lebensmittel

Zu den Lebensmitteln, die reich an natürlichen Bitterstoffen sind, gehören unter anderem die Bittermelone, grünes Blattgemüse (Salat, Spinat, Mangold, Kohl usw.), Sesam, Radicchio, Grapefruit, Oliven, Aubergine, bittere Schokolade, wilder Spargel und Artischocken. Diese vielseitigen Lebensmittel lassen sich problemlos in den täglichen Speiseplan integrieren.

Bittere Heilpflanzen und Gewürze

Auch unter den Heilpflanzen und Gewürzen gibt es viele, die reichlich Bitterstoffe liefern, wie Mariendistel, Löwenzahn, Aloe vera, Kamille, Pfefferminze, Orangenwurzel, Wermut, Neem, Berberitzen, Enzian, und die Gewürze Kurkuma, Ingwer, römischer Kümmel, Zimt, Bockshornklee, Senfkörner und Asant.
Verwende bittere Heilkräuter und Gewürze am besten als Zugabe zu Smoothies, Salaten, Suppen und anderen herzhaften Speisen, wo sie das Aroma bereichern.
Mehr Informationen zu bitteren Wildkräutern erhältst du auch bei einer guten Wildkrautwanderung.
Du siehst also, dass dir eine ganze Menge Pflanzen, Kräuter und Gewürze zur Verfügung stehen, die dem Organismus die lebensnotwendigen Bitterstoffe liefern, und so zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen. Diese Liste ist natürlich nicht vollständig, sie ließe sich noch beliebig erweitern.
Dass uns die Bitterstoffe tatsächlich helfen, hat ein jeder von uns schon mal erfahren, der nach einer üppigen Mahlzeit ganz spontan zu einem Gläschen Enzian, Wermut oder Magenbitter griff. Und gerade jetzt im Frühjahr geht für einen inneren “Frühjahrsputz” nichts über einen schmackhaften Löwenzahnsalat gewürzt mit Olivenöl.

Quelle: https://www.smarticular.net/bitter-macht-gesund-warum-du-mehr-bitterstoffe-essen-solltest/

Gruß an die Wissenden
TA KI

Mönchspfeffer – Die Heilpflanze bei Frauenbeschwerden


Der Mönchspfeffer ist DIE Pflanze für Frauenbeschwerden nahezu jeder Art. Ob prämenstruelles Syndrom, Brustempfindlichkeit, Menstruationsstörungen oder schmerzhafte Monatsblutungen: Der Mönchspfeffer gilt seit Jahrtausenden als natürlicher Helfer für alle diese Beschwerden. Selbst bei psychischen Problematiken wie der prämenstruellen Dysphorie bescheinigen Studien dem Mönchspfeffer eine gute Wirkung. Auch in den Wechseljahren oder bei Fruchtbarkeitsstörungen kann der Mönchspfeffer hilfreich sein.

Mönchspfeffer: Uralte Heilpflanze

Der Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) gehört zur Familie der Lippenblütler, genau wie viele andere Gewürz- und Heilpflanzen, etwa das Basilikum, der Lavendel oder der Salbei. Im Gegensatz zu diesen eher kleinwüchsigen Stauden ist der Mönchspfeffer jedoch ein bis zu vier Meter hoher Strauch. Er ist im gesamten Mittelmeerraum bis hin nach Westasien verbreitet und fühlt sich insbesondere in wasserreichen Gebieten wie an Küsten, Flussläufen und in Auenwäldern wohl.

Der Mönchspfeffer wird schon seit Jahrtausenden medizinisch angewandt. Quellen zufolge war er bereits im Altertum eine sehr angesehene Pflanze. Während seine zähen und harten Zweige zur Herstellung von Flechtzäunen Verwendung fanden, wurden die Blüten, Blätter und Samen und vor allem die rotschwarz gefärbten, fleischigen Früchte (Agni casti fructus) bei Verletzungen und Blähungen, in erster Linie aber bei Frauenleiden der unterschiedlichsten Art eingesetzt. Darüber hinaus dienten die Früchte aufgrund ihres würzigen Geschmacks als Pfefferersatz.

Mönchspfeffer und seine rituelle Bedeutung

Der Mönchspfeffer hatte ausserdem eine grosse rituelle Bedeutung. Die alten Griechen nutzten ihn zur Abwehr von Gefahren, zur Bewahrung der Keuschheit, aber auch zur Steigerung der Fruchtbarkeit.

Daran erinnert ein uraltes geheimnisvolles Fest, die Thesmophorien, das u. a. in Athen zu Ehren der Fruchtbarkeitsgöttin Demeter zelebriert wurde. Bezeichnend ist, dass daran ausschliesslich Frauen teilnehmen durften, während die Männer das Fest finanzieren mussten.

Die Blüten des Mönchspfeffers wurden dabei von den Frauen als Schmuck verwendet, die Blätter auf ihr Lager gelegt. Dies sollte dabei helfen, während der Thesmophorien keusch zu bleiben. Gleichzeitig erhofften sich die Frauen durch die Wirkung des Mönchspfeffers eine langfristig gesteigerte Fruchtbarkeit. Nach drei Tagen wurde zum Ausklang ein grosses Festessen mit Tänzen und Spielen veranstaltet.

Der Mönchspfeffer und die Liebeslust

Im Mittelalter wurde der Mönchspfeffer von Mönchen und Nonnen angewandt, um ihre Liebeslust zu unterdrücken, worauf die deutschen Begriffe Mönchspfeffer, Keuschlamm oder Keuschbaum hindeuten. So wurde in den Klöstern Mönchspfeffertee getrunken und das weiche Laub diente – wie schon in der Antike – als keusches Bettlager.

Andererseits wurde der Mönchspfeffer auch verwendet, um die Libido zu steigern. Wie lassen sich diese gegensätzlichen Einsatzgebiete nun unter einen Hut bringen? (…)

Mönchspfeffer: Die Inhaltsstoffe

In der Heilkunde kommen heute in der Regel die Früchte des Mönchspfeffers zum Einsatz.Sie stammen meist aus Wildsammlung und werden vorwiegend aus Albanien und Marokko importiert. Zwar kann man die Mönchspfefferfrüchte auch für Tee verwenden. Will man den Mönchspfeffer jedoch gezielt für therapeutische Zwecke einsetzen, dann sind Extrakte deutlich empfehlenswerter.

Zur Verfügung stehen Trockenextrakte in Kapseln oder Tinkturen. Extrakte haben den Vorteil, dass bei der Herstellung alle Wirkstoffe in ausreichender Menge in die entsprechenden Präparate übergehen – auch die unlöslichen oder schwer löslichen, was bei Tee nicht der Fall ist.

Das ätherische Öl

Mönchspfeffer-Früchte enthalten 0,15 bis 1,8 Prozent ätherisches Öl. Dessen Hauptbestandteil stellen die sogenannten Terpene dar, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen und in Wasser nur sehr schwer löslich sind, z. B.:

  • Sabinen ist für den pfeffrigen Geschmack von Mönchspfeffer (und auch Pfeffer) verantwortlich und wirkt gegen Entzündungen, Pilze und Mikroben.
  • 1,8-Cineol entfaltet in der Lunge und den Nebenhöhlen eine bakterizide und schleimlösende Wirkung und kann laut einer Studie am Bonn University Hospital bei Asthma hilfreich sein.
  • alpha-Pinen wirkt antientzündlich sowie antimikrobiell, weitet bei niedriger Dosierung die Bronchien und wird in der traditionellen chinesischen Medizin gegen Krebs eingesetzt.

Die sekundären Pflanzenstoffe

Darüber hinaus stecken im Mönchspfeffer jede Menge weitere sekundäre Pflanzenstoffe:

  • antioxidativ wirkende Flavonoide (z. B. Casticin)
  • adstringierende (zusammenziehende) Gerbstoffe
  • Diterpene
  • Iridoide bzw. Iridoidglykoside wie Aucubin und Agnusid

Aucubin hat eine entzündungshemmende, reizmildernde sowie antibiotische Wirkung und ist z. B. auch im Spitzwegerichsaft enthalten, der aufgrund dieses Wirkstoffes nicht schimmelt. Agnusid wirkt ebenfalls gegen Entzündungen und ausserdem krebshemmend.

Italienische Forscher von der University of Messina haben erst im Jahr 2017 nachgewiesen, dass Mönchspfeffer die Neubildung von Blutgefässen in Tumorzellen zu unterbinden vermag. Eine Studie am Indian Institute of Integrative Medicine hat hingegen gezeigt, dass Agnusid die Immunabwehr positiv beeinflusst und bei der Behandlung von Arthritis hilfreich sein kann.

Entscheidend ist hierbei, dass die pharmakologische Wirkung des Mönchspfeffers nicht auf einzelne Wirkstoffe, sondern auf das Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe zurückgeführt wird.

Mönchspfeffer: Anerkannte medizinische Anwendungen

Dem Mönchspfeffer werden zahlreiche Heilwirkungen zugesprochen, doch nur einige Anwendungen gelten aufgrund entsprechender klinischer Studien als gesichert. Dazu zählen laut der Kommission E und der European Scientific Cooperative on Phytotherapy (ESCOP) die folgenden:

  • Prämenstruelles Syndrom (PMS, samt Reizbarkeit und Unruhezuständen)
  • Brustempfindlichkeit (Mastodynie)
  • Menstruationsstörungen (Unregelmässigkeit der Regelblutung)
  • Menstruationsbeschwerden (z. B. schmerzhafte Monatsblutungen)

Diese so unterschiedlichen Wirkungen hat der Mönchspfeffer insbesondere deshalb, weil er den Prolaktinhaushalt beeinflusst. Prolaktin ist ein Hormon mit zahlreichen Funktionen: Es ist im Verlauf der Schwangerschaft für das Wachstum der Brustdrüse und während der Stillzeit für die Milchsekretion verantwortlich, wobei in dieser Zeit auch der Eisprung unterdrückt wird. Darüber hinaus wirkt sich das Hormon auf die Psyche aus, denn es trägt dazu bei, dass Menschen und auch Tiere sich hingebungsvoll um ihren Nachwuchs kümmern (Brutpflege).

Prolaktin wird im Vorderlappen der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) gebildet. Die Ausschüttung des Prolaktins aus der Hypophyse wird von verschiedenen anderen Hormonen und Botenstoffen beeinflusst. Östrogen beispielsweise fördert die Ausschüttung (erhöht also den Prolaktinspiegel), Dopamin hemmt sie (senkt somit den Prolaktinspiegel).

Die Folgen eines zu hohen Prolaktinspiegels

Sind die Prolaktinwerte dauerhaft erhöht, obgleich weder eine Schwangerschaft vorliegt, noch ein Baby gestillt wird, kann dies zu gesundheitlichen Problemen führen. Es werden u. a. folgende Störungen und Krankheiten mit einem erhöhten Prolaktinspiegel in Verbindung gebracht.

  • Hemmung des Eisprungs
  • Unregelmässige oder ausbleibende Menstruation
  • Endometriose
  • Unfruchtbarkeit bzw. unerfüllter Kinderwunsch
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Dopaminmangel
  • Psychische Erkrankungen
  • Prolaktinom (gutartiger Tumor der Hypophyse)
  • Östrogendominanz
  • Bei Männern: Testosteronmangel, Impotenz, Libidostörungen

Zu niedrige Prolaktinwerte kommen vergleichsweise selten vor und können durch bestimmte Medikamente, die z. B. bei der Parkinson Krankheit verschrieben werden, verursacht sein oder auf eine Unterfunktion der Hypophyse hindeuten.

Wie senkt Mönchspfeffer den Prolaktinspiegel?

Mönchspfeffer hemmt die Prolaktin-Ausschüttung, da die in ihm enthaltenen Diterpene an die Dopamin-Empfangsstellen (Dopamin-2-Rezeptoren) binden. Sie wirken somit dopaminähnlich, imitieren also die Wirkung von Dopamin. Laut einer Studie an der University of Göttingen wirkt Mönchspfeffer in Bezug auf die Prolaktin-Hemmung sogar genauso gut wie Dopamin.

Allerdings agiert der Mönchspfeffer auf diese Weise nur, wenn er in Form von Extrakten und in hohen Dosen, z. B. 3 bis 4 mg eines Trockenextraktes eingesetzt wird. Zur Herstellung von 3 bis 4 mg Trockenextrakt benötigt man – im Falle von 10:1-Extrakten – 30 bis 40 mg der Droge. 10:1 bedeutet wiederum, dass man für 1 Teil Extrakt 10 Teile der Pflanze verwendet hat.

Bei Extrakten dieser Dosierung sinkt der Prolaktinspiegel und der Östrogen- und Progesteronhaushalt regulieren sich wieder. Auch kann erst jetzt der FSH-Spiegel steigen. FSH ist ein Hormon und für einen regelmässigen Eisprung verantwortlich. Über alle diese Wirkmechanismen kann der Mönchspfeffer den oben genannten Beschwerden entgegenwirken.

Nehmen Männer Mönchspfeffer-Extrakt in entsprechender Dosierung ein, führt dies ebenfalls zu einem sinkenden Prolaktinspiegel. Auf diese Weise kann der Testosteronspiegel erhöht werden, wodurch  die Libido steigt und die Spermaproduktion aktiviert wird.

Mönchspfeffer: Die Wirkungsumkehr

Ganz anders wirkt der Mönchspfeffer allerdings, wenn er in geringer Dosis eingenommen wird. Denn dann reicht die Bindungsaktivität der Diterpene einfach nicht aus, um die Freisetzung von Prolaktin zu verringern. Rätselhaft erscheint jedoch, dass in Folge die Prolaktin-Ausschüttung tatsächlich leicht gesteigert wird, was u. a. Forscher von der Frankfurt University Clinic bestätigt haben.

Sie haben 20 Männer zwei Wochen lang täglich mit einer unterschiedlichen Dosis Mönchspfeffer-Spezialextrakt behandelt. Während die niedere Dosis für einen signifikanten Anstieg des Prolaktinspiegels sorgte, führte die hohe Dosis zu einer verminderten Prolaktin-Ausschüttung.

Pharmakologen sprechen in diesem Zusammenhang von einer Wirkungsumkehr bzw. von einer paradoxen Reaktion. Diese erklärt auch, warum der Mönchspfeffer in alten Zeiten sowohl zur Libidosteigerung als auch zur Reduzierung derselben eingesetzt wurde.

Da man heutzutage insbesondere auf die prolaktinspiegelsenkende Wirkung Wert legt, sind Fertigpräparate mit dem Mönchspfeffer bereits entsprechend dosiert, so dass man sich im Allgemeinen keine Gedanken um die richtige Dosis machen muss.

Mönchspfeffer: Heute werden Männer ausgeschlossen

In Zeiten von Viagra und CO., in denen die Potenz des Mannes grösser denn je geschrieben wird, sind libidosenkende Mittel out, weshalb sich die Forschung damit nicht sonderlich beschäftigt.

Darum gibt es in Bezug auf diese traditionelle Anwendung des Mönchspfeffers und die entsprechende niedere Dosierung auch keine wissenschaftlich überprüften Angaben. Es kann sein, dass die Mönche im Mittelalter auf sehr niedrig dosierte Extrakte oder auf Mönchspfeffertee zurückgegriffen haben.

In den Beipackzetteln von Mönchspfeffer-Präparaten ist sogar zu lesen, dass es grundsätzlich kein Anwendungsgebiet bei Männern gibt, obgleich auch diese laut Studien davon profitieren könnten, z. B. um die Fruchtbarkeit zu erhöhen.

Mönchspfeffer hilft beim prämenstruellen Syndrom

Der Begriff prämenstruelles Syndrom (PMS) umfasst zahlreiche Beschwerden, die 4 bis 14 Tage vor dem Eintreten der Regelblutung auftreten. Dazu zählen diverse physische und psychische Symptome wie Krämpfe im Unterbauch, Kopf-, Brust- und Rückenschmerzen, Müdigkeit, Durchfall, Stimmungsschwankungen, Weinerlichkeit usw. Jede dritte Frau im gebärfähigen Alter ist regelmässig davon betroffen. PMS wird u. a. mit einem Prolaktin-Überschuss in Verbindung gebracht.

Der Mönchspfeffer mit seiner prolaktinsenkenden Wirkung kann hier daher sehr hilfreich sein. Australische Forscher von der Royal Melbourne Institute of Technology-University beispielsweise haben diesbezüglich elf Studien analysiert. In sieben dieser Studien konnte die Wirkung des Mönchspfeffers beim PMS nachgewiesen werden.

Ebenfalls ein positives Ergebnis erbrachte eine placebokontrollierte Studie, die an mehreren klinischen Zentren durchgeführt wurde, darunter am Peking Union Medical College Hospital.  Teilnehmerinnen waren 217 Patientinnen mit moderat bis schwer ausgeprägtem PMS. Ein Teil der Frauen wurde täglich mit 4 mg Mönchspfeffer-Extrakt behandelt, der andere bekam ein Placebo.

Die Mönchspfeffer-Therapie über drei Zyklen führte im Vergleich zum Placebo zu einer deutlichen Reduktion der Beschwerden und die Symptome konnten um mindestens 60 Prozent verbessert werden.

(…)

Prämenstruelle Dysphorie: Mönchspfeffer oder Antidepressivum?

Bei vielen Frauen geht ein prämenstruelles Syndrom auch mit psychischen Symptomen wie Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Angstzuständen und depressiven Verstimmungen einher. Wenn diese Symptome nun aber derart ausgeprägt sind, dass sie sogar zu Selbstmordgedanken führen, spricht man von einer prämenstruellen Dysphorie (PMDD, engl. Premenstrual Dysphoric Disorder), die ebenfalls auf ein hormonelles Ungleichgewicht zurückgeführt wird.

Vonseiten der Schulmedizin werden in solchen Fällen oft Antidepressiva verschrieben. Dabei wäre Mönchspfeffer-Extrakt eine ideale Alternative, um eine PMDD zu behandeln, wie eine Studie an der Università degli Studi di Catania gezeigt hat. An der Studie nahmen 42 Frauen zwischen 18 und 49 Jahren teil. Sie alle hatten eine PMDD-Diagnose. Die Frauen wurden in zwei Gruppen unterteilt und erhielten zwei Monate lang entweder 20 bis 40 mg Fluoxetin (ein Antidepressivum) oder aber 20 bis 40 mg Mönchspfeffer-Extrakt.

Die Forscher kamen zum Schluss, dass Mönchspfeffer-Extrakt in Bezug auf die Wirksamkeit mit Fluoxetin gleichzusetzen sei, allerdings ohne die verheerenden Nebenwirkungen des Antidepressivums wie z. B. Angstzustände, Schlaflosigkeit und Nervosität. Die Wirkung wird auch hier auf die Senkung des Prolaktinspiegels zurückgeführt.

Überdies hat eine Untersuchung US-amerikanischer Forscher von der University of Illinois ergeben, dass Inhaltsstoffe des Mönchspfeffers nicht nur an Dopamin-Rezeptoren, sondern auch an Opiat-Rezeptoren binden, was zusätzlich zur Linderung von Schmerzen und psychischen Symptomen beitragen könnte.

Mönchspfeffer wirkt bei Regelschmerzen gleich gut wie die Pille

Nicht nur vor, sondern auch während der Menstruation leiden zahlreiche Frauen unter verschiedensten Beschwerden, wie krampfartigen Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Völlegefühl bis hin zu Erbrechen und Durchfall.

Forscher vom Nenehatun Hospital in der Türkei haben nun bei Regelschmerzen die Effektivität einer Antibabypille (Wirkstoffkombination aus Ethinylestradiol und Drospirenon) mit der des Mönchspfeffers verglichen.

An der Studie, die drei Monatszyklen andauerte, nahmen 60 unter schweren Regelschmerzen leidende Frauen teil. Sie erhielten entweder die Pille oder ein Mönchspfefferpräparat. Die Wissenschaftler stellten in Bezug auf die Wirksamkeit keine Unterschiede zwischen der Antibabypille und dem Mönchspfeffer fest. Doch auch in diesem Fall ist Mönchspfeffer die bessere Alternative, da das pflanzliche Heilmittel kaum zu Nebenwirkungen führt.

(…)

Mönchspfeffer bei Menstruationsstörungen

Es gibt verschiedene Menstruationsstörungen: Blutungen können zu häufig oder zu selten auftreten, zu stark, zu schwach, zu lange oder zu kurz. Sie können auch ganz ausfallen.

Das Polyzystische Ovar-Syndrom (PCOS) gilt als die häufigste Ursache für Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit bei Frauen. Die Erkrankung geht meist mit nur noch seltenen Menstruationsblutungen oder dem vollständigen Ausbleiben der Menstruation einher. Männliche Geschlechtshormone überwiegen, während die typisch weiblichen Hormone (Östrogen, Progesteron) teilweise eher mangelhaft vorhanden sind. Weitere Folgeerscheinungen sind starke Akne, depressive Verstimmungen und Haarausfall.

Australische Forscher von der University of Western haben festgestellt, dass die herkömmliche schulmedizinische Behandlung oft zu wünschen übrig lässt und mit zahlreichen Nebenwirkungen einhergeht. Sie haben deshalb sechs Heilpflanzen-Extrakte in Bezug auf ihre hormonelle Wirksamkeit auf den Prüfstand gestellt. Es wurden 33 Studien analysiert. Die Wissenschaftler kamen zum Schluss, dass sich der Mönchspfeffer beim PCOS, Menstruationsstörungen und einer erhöhten Produktion männlicher Hormone positiv auswirken kann.

Zyklus-Unregelmässigkeiten können überdies nach dem Absetzen hormoneller Verhütungsmittel auftreten oder die Folge einer Gelbkörperschwäche sein. Auch in diesen beiden Fällen kann mit Hilfe des Mönchspfeffers das hormonelle Gleichgewicht schneller wiederhergestellt werden.

Mönchspfeffer kann bei Unfruchtbarkeit hilfreich sein

Auch Kinderlosigkeit kann mit einer Gelbkörperschwäche zusammenhängen. Ein Überschuss an Prolaktin verhindert nämlich die Bildung des luteinisierenden Hormons (LH) und des follikelstimulierenden Hormons (FSH), wodurch sich der Gelbkörper nicht richtig entwickeln kann.

Mönchspfeffer wird traditionell schon lange bei Unfruchtbarkeit verwendet. Zurzeit gilt diese Anwendung noch nicht hundertprozentig als gesichert, doch es gibt bereits Studien, die diese Wirkung bestätigen. So haben etwa deutsche Forscher von der Medizinischen Hochschule in Hamburg 52 Frauen mit Gelbkörperschwäche und einem zu niedrigen Prolaktinspiegel in zwei Gruppen eingeteilt. Ein Teil der Patientinnen erhielt täglich 3 mg Mönchspfeffer-Extrakt (Strotan), der andere ein Placebo.

Nach einer dreimonatigen Therapie wurde bei den Frauen der Mönchspfeffer-Gruppe festgestellt, dass der Prolaktinspiegel gesunken war und die Gelbkörperschwäche behoben werden konnte. Zwei Frauen wurden in dieser Zeit sogar schwanger. In der Placebo-Gruppe blieb hingegen alles beim Alten.

Viele weitere Anregungen zur Steigerung Ihrer Fruchtbarkeit finden Sie unter: Kinderwunsch? So fördern Sie Ihre Fruchtbarkeit.

Beschwerden in den Wechseljahren: Hormonersatztherapie oder Mönchspfeffer?

Auch die Wechseljahre bringen für viele Frauen aufgrund der hormonellen Umstellung diverse Beschwerden mit sich, die als klimakterisches Syndrom bezeichnet werden. Dazu zählen z. B. Hitzewallungen, Schweissausbrüche, Magen-Darm-Probleme, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen.

Kennzeichnend für die Wechseljahre ist nicht nur ein Absinken des Östrogenspiegels, sondern auch ein Absinken des Progesteronspiegels. Da letzterer oft stärker und schneller sinkt als der Östrogenspiegel kann sich eine Östrogendominanz entwickeln. Das bedeutet nicht, dass der Östrogenspiegel übermässig hoch sein muss, sondern dass das Verhältnis zwischen Östrogen und Progesteron nicht mehr im Gleichgewicht ist und im Verhältnis zum Progesteron zu viel Östrogen vorhanden ist.

Statt einer schulmedizinischen nebenwirkungsreichen Hormonersatztherapie könnte man auch hier versuchsweise den Mönchspfeffer einsetzen, der den aus den Fugen geratenen Hormonspiegel regulieren kann. Er senkt den Prolaktinspiegel, was eine Aktivierung der körpereigenen Progesteronproduktion nach sich zieht. Infolgedessen wird die Östrogendominanz eingedämmt. Allerdings stehen inzwischen auch naturidentische Hormonpräparate zur Verfügung, die bei starken Wechseljahresbeschwerden zum Einsatz kommen können.

Pflanzenextrakt mit Mönchspfeffer wirkt effektiv bei Hitzewallungen und Nachtschweiss

Es kann darüber hinaus sinnvoll sein, verschiedene Heilpflanzen zu kombinieren, um eine bestmögliche Wirkung zu erzielen. Israelische Forscher vom Felsenstein Medical Research Center haben festgestellt, dass ein Pflanzenextrakt, bestehend aus Mönchspfeffer, Trauben-Silberkerze, Chinesische Engelwurz, Mariendistel, Wiesenklee und Amerikanischem Ginseng die Beschwerden während der Wechseljahre deutlich abschwächen oder sogar zum Verschwinden bringen kann.

An der doppelblinden, placebokontrollierten Studie nahmen 55 Frauen zwischen 44 und 65 Jahren teil. Sie litten alle an Wechseljahresbeschwerden, waren ansonsten aber gesund. Während in der Placebo-Gruppe lediglich eine geringfügige Verbesserung der Symptome registriert wurde, zeigten sich in der Extrakt-Gruppe deutliche Erfolge:

Nach der dreimonatigen Einnahme konnten die Hitzewallungen um 73 Prozent und der Nachtschweiss um 69 Prozent gesenkt werden. Dank der Heilpflanzenkombination wurde auch die Schlafqualität sehr verbessert. Bei 47 Prozent der Frauen verschwanden ferner die Hitzewallungen vollständig. Ausserdem wurden bei keiner der Studienteilnehmerinnen Nebenwirkungen beobachtet.

Die Studie ergab überdies, dass die Wirksamkeit im Laufe von drei Monaten stetig gesteigert wurde. So lag die Verminderung der Hitzewallungen nach zwei Wochen erst bei 25 Prozent. Dies zeigt klar, dass es eine Weile dauert, bis sich die Wirkung der Heilpflanzen voll entfalten kann.

Mönchspfeffer in der Tiermedizin

Mönchspfeffer zählt zu jenen Heilmitteln, die auch bei der Behandlung von Tieren – z. B. bei Fruchtbarkeits- oder Verhaltensstörungen (Aggressivität) – eine lange Tradition haben. Heute gilt Mönchspfeffer insbesondere beim Cushing-Syndrom (CS) als alternatives Heilmittel. Davon betroffen sind insbesondere Pferde und Ponys (Equines CS), aber auch Hunde (Canines CS) und Katzen (Felines CS).

Das CS ist eine Hormonstörung der Nebennierenrinde, die mit einem zu hohen Cortisolspiegel einhergeht. Es können die unterschiedlichsten Symptome auftreten, darunter Veränderungen des Haarkleides, Hufleiden, Sehnenentzündungen, Lethargie, Knochenprobleme und/oder auch ein depressives Verhalten.

Leider ist das CS bei Tieren zurzeit noch eine unheilbare Erkrankung, doch mit der richtigen Therapie können die betroffenen Vierbeiner noch viele Jahre lang ein beschwerdefreies Leben geniessen. Meist wird der Arzneistoff Pergolid verabreicht, der jedoch mit einigen Nebenwirkungen wie z. B. Appetitlosigkeit und Apathie einhergehen kann.

Studien haben gezeigt, dass Mönchspfeffer eine interessante Alternative darstellt, ob in Kombination mit herkömmlichen Medikamenten oder sogar als alleinige Therapie. Eine Studie an der Free University of Berlin, woran 38 Pferde und Ponys teilnahmen, hat gezeigt, dass die Symptome durch das mönchspfefferhaltige Test-Präparat signifikant verbessert werden konnten. Natürlich muss die Therapie mit dem behandelnden Tierarzt abgesprochen werden.

Mönchspfeffer: Nebenwirkungen, Gegenanzeigen und Wechselwirkungen

Der Mönchspfeffer wird in der Regel sehr gut vertragen. Nur selten kann es z. B. zu juckenden Hautausschlägen, Verdauungsstörungen oder Kopfschmerzen kommen. Unerwünschte Wirkungen treten meist gleich zu Beginn der Behandlung auf.

Da Mönchspfeffer auf die Sexualhormone Einfluss nimmt, sollte er in der Pubertät und in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Dasselbe gilt bei vorliegenden Krankheiten, deren Verlauf von Geschlechtshormonen beeinflusst werden kann, wie z. B. Brustkrebs und Tumoren der Hirnanhangsdrüse.

Des Weiteren wird auch stillenden Frauen davon abgeraten, da Mönchspfeffer-Extrakt die Milchproduktion senken kann. Allerdings hat eine Untersuchung an der Sabzevar University of Medical Sciences im Jahr 2017 ergeben, dass Mönchspfeffer die Milchproduktion sogar steigern kann.

Darüber hinaus wird vom Mönchspfeffer-Extrakt abgeraten, wenn Dopamin-Antagonisten (z. B. Neuroleptika), Dopamin-Agonisten (Prolaktin-Hemmer), Östrogene und Antiöstrogene eingenommen werden, da es zu Wechselwirkungen kommen kann.

Konsultieren Sie in besagten Fällen vor der Anwendung von Mönchspfeffer-Präparaten also unbedingt Ihren Arzt oder Heilpraktiker.

Denken Sie daran, dass ein Mönchspfeffer-Präparat grundsätzlich mindestens drei Monate lang eingenommen werden muss, bevor es seine volle Wirkkraft entfalten kann. Zudem wird meist empfohlen, den Mönchspfeffer möglichst immer zur gleichen Tageszeit einzunehmen.

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/moenchspfeffer.html

Gruß an die Wissenden
TA KI

Studie: Weltweit gut 28.000 Pflanzenarten mit Heilkraft


 

Mehr als 28.000 Pflanzenarten weltweit haben laut einer umfangreichen Untersuchung Heilkraft – allerdings ist nur ein Bruchteil von ihnen in der medizinischen Forschung bekannt. Insgesamt 28.187 Pflanzenarten auf der Erde hätten medizinischen Nutzen, teilte das renommierte britische Zentrum für botanische Forschung, Kew Gardens, am Donnerstag in London mit. Damit sei ihre Zahl im Vergleich zum Vorjahresbericht um 59 Prozent gestiegen.

Von Übelkeit und Kopfschmerzen, zu Bluthochdruck und Diabetes, über Magenschmerzen und Virusinfektionen bis hin zu Depression, Parkinson und Krebs – Gegen fast alle Erkrankungen gibt es pflanzliche Linderungs- und gar Heilmittel mit fast gar keinen Risiken und Nebenwirkungen.

Allerdings finden nur 16 Prozent der Heilpflanzen in anerkannten medizinischen Publikationen Erwähnung, bilanzierte Kew Gardens. Dabei hätten Heilpflanzen ein „riesiges Potential“ bei der Bekämpfung von Krankheiten wie Diabetes und Malaria. So zählten die beiden Pflanzenstoffe Artemisinin und Chinin „zu den wichtigsten Waffen“ gegen die Infektionskrankheit Malaria, an der 2015 mehr als 400.000 Menschen starben.

An der Studie „State of the World’s Plants“ (Zustand der Pflanzen der Erde) beteiligten sich 128 Wissenschaftler aus zwölf Ländern. Aufgeführt werden rund 1730 Neuentdeckungen seit dem Vorjahr. Dazu zählen neun Arten einer Kletterpflanze namens Mucuna, die bei der Behandlung von Parkinson eingesetzt werden.

Außerdem wurden fünf neue Arten von Manihot, einer Maniok-Variante, in Brasilien entdeckt. Die neuen Arten könnten die Maniok-Ernten verbessern und stellten eine „Nahrung der Zukunft“ dar, erklärten die Studienautoren.

Der Bericht befasst sich auch mit der Zerstörung von Vegetation etwa durch Parasiten und das Einschleppen fremder Arten.