Weißer und schwarzer Pfad- universelle Lehre Franz Bardon I.


Auf dem modernen Esoterikmarkt herrscht eine mittlere Verwirrung über die vielen angebotenen Pfade. Ganz grob kann zwischen fünf Pfaden unterschieden werden, die der energetischen Höhe des letztendlichen Zieles entsprechen :

  • 1. Der göttlich spirituelle Pfad der völligen Selbstentsagung
  • 2. Der spirituelle Pfad der Selbsterlösung (auch : Samtan – Pfad )
  • 3. Der Pfad der weissen Magie
  • 4. Der schwarze Pfad mit dem Endziel des Verschmelzens in der MAYA – bei Mitbeanspruchnung der spirituellen Kräfte
  • 5. Der Pfad der niederen schwarzen Magie

 

1. Die erste Richtung, die von den göttlichen Hierarchien gewünscht wird, gibt später auch das höhere atmisch-spirituelle EGO auf und ist an eine Tradition wie die Weisse Bruderschaft des Kumara, die Hierarchie des planetarischen Logos oder des EINEN gebunden.
Diese Meister können auf den ganz hohen Einweihungen (dh. 6 und 7 bzw Stufe 21 und 22) – sofern sie sich soweit entwickeln dürfen – nur noch für das Göttliche wirken. Sie haben keine Handlungsfreiheit sondern sind auf ihrer Ebene ein verlängerter Arm zB. eines göttlichen Wesens oder eines Logosses wie des Kumara oder des Einen geworden, der sie überschattet bzw. beherrscht.
Im Hinduismus sagt man dann, der Meister sei Krishna oder Shiva oder eine Maha-Devi. Bei diesen Meistern war die Erleuchtung bzw. die Meisterschaft die völlige Selbstentsagung und evtl. sogar das Aufgehen in den Kräften einer kosmischen Gottheit oder eines höheren Meisters. Das kann soweit gehen, daß der Meister nur noch beobachten kann, was von oben mit ihm geschieht.
Eine ähnliche Ichaufgabe kannte auch das Urchristentum als Paulus sagte :“ Ich muss abnehmen, Christus in mir muss zunehmen“.
Diese höhere Ichaufgabe in ein All-Ich ist aber auch Voraussetzung für die Stufen 21 und 22 der Universellen Lehre, da der Meister sonst nicht in diese Ebene gelassen wird, jedenfalls nicht in absehbaren Zeiten.
Sri Aurobindo sagte beispielsweise : „In meiner ersten Zeit wirkte ich noch mit meinen Kräften für die Menschheit. Jetzt arbeite ich nur noch für das Göttliche“, und er sagte weiter: „Ich kann nicht euer Guru sein“.


2. Die andere Seite des spirituellen Pfades, der sog. SAMTAN-Pfad(Selbsterlösung), führt über die Erleuchtung zur Meisterschaft in die höchsten spirituellen Himmel der fünften Ebene . Wenige Meister kommen hier noch höher auf die Stufe 20 mit der 5ten Einweihung(Agama bedeutet ohne Zugang).
Dieser Pfad reicht meist nicht bis in die göttlich-gnostischen Ebenen des höchsten Sat-Chit-Ananda sondern „nur“ bis in die höchsten spirituellen Himmel bzw. bestimmte hohe Buddha-Länder (Tapo-Loka, 4te Einweihung, Stufe 19)).
Diese Meister wirken soweit es zulässig ist für die Menschheit und nicht für die Interessen einer Bruderschaft oder einer viel höheren Gottheit.
Das höchsten göttlichen Hierarchien, insbesondere die EINEN, lieben sie nicht wegen ihres ICHs und ihres potentiell hilfreichen Wirkens, das sie noch einzuschränken versuchen („Eingriff in das Karma„) und sie lassen sie nicht in die höchsten Ebenen( Machtteilung, Weltenplan ).
Unser Leben steht im Zusammenhang mit einem mehrdimensionalem KARMA, das seine letzte Ursache im allerhöchsten Göttlichen hat, und daher müssen die Dinge so sein wie sie sind !
In diese Kategorie gehören auch die verschiedenen Richtungen des Buddhismusses sowie natürlich der höhere Taoismus und große Teile des Hinduismusses und auch die Kabbalah.

Avatar Buddha Gautama, der ein Lehrer und nicht ein Guru war, warnte die Schüler aus Erfahrung : „Alle grossen Götter und Gurus wollen Euch nur benutzen.“ Deshalb sind die meisten Meister nicht gut auf ihn zu sprechen, aber auch, weil der Buddhismus nur einen unpersönlichen höchsten Geist vergleichbar mit dem EN-Sop(-Aur) der Kabbalah kennt und anerkennt – auch aus Unwissenheit über viel höhere Welten!
Sri Aurobindo hielt ihm ein überflüssiges Aufbäumen des ICHS vor (was nur teilweise zutrifft) , und selbst der den Christus verherrlichende Rudolf Steiner hielt dem Buddhismus Weltflucht vor.
Besonders ärgerlich sind viele hinduistische Schulen darüber, daß der Buddhismus den „höchsten Herrscher“ (Ishvara, Narayana) nicht als „Gott“ anerkennen will, der dieser ja letztendlich aus anderem Grunde auch nicht ist. Selbst Sri Krishna ist als überkosmische Gottheit des höchsten Ananda ist nur Teil des Göttlichen und nicht einmal ein Teil des SAT.
Allerdings endet der heutige Buddhismus mit der Erleuchtung (Stufe 19) des Mahparinirvana, erreicht also die Meisterschaft(Stufe 20) nicht, und er erkennt auch nur den unpersönlichen „Geist“(die grosse Leere) als Ursprung aller Dinge an. Der interplanetare Buddhismus endet vor der Agama-Sphäre(Para-Nirvana) auf der Stufe 20 bzw. der fünften Einweihung. Höhere Buddhas existieren nur in der Sonnenhierarchie.<br< Ähnlich=““ ergeht=““ es=““ dem=““ vom=““ buddhismus=““ beeinflussten=““ taoismus,=““ der=““ maximal=““ stufe=““ 19=““ erreicht.=““ <br=““> Erst Frau H. Blavatsky erwähnt in ihren Schriften weitere Entwicklungsstufen bis zum Parasamvit.

Die hinduistischen spirituellen Pfade unterscheiden drei grosse Richtungen entsprechend den 3 Hauptstrahlen, vergleichbar mit dem Karma-Yoga, dem Bhakti-Yoga und dem Jnana-Yoga:

  • Der Weg des Willens oder der Tat (Das Ich wird zum Werkzeug, zum selbstlosen Arbeiter)
  • Der Weg des Herzens oder der Liebe (der spirituelle Mensch wird geboren und entwickelt sich zum Heiligen)
  • Der Weg des Intellekts oder des Wissens (Das Denken wird zum Denken des spirituellen Weisen )

 

Das gleichzeitige Beschreiten aller drei Wege führt zum Licht und zum spirituellen Selbst, zur höheren Vollkommenheit. Es muss aber noch eine höchste spirituelle Umformung zur seelisch-spirituellen Umformung hinzukommen.
Diese wird später von einer göttlich-spirituellen Phase abgelöst, die die Fundamente der Natur des Unwissens in uns verwandelt.

3. Unter obigen beiden steht der Pfad der okkulten „weissen Magie“, der zB. in den Büchern des verstorbenen Adepten Franz Bardon systematisch beschrieben ist, allerdings unter dort beschriebener ethischer Kontrolle bzw. Introspektion , sowie natürlich als Diener der göttlichen Vorsehung, sonst entwickelt sich schnell ein Schwarzmagier oder zumindest ein Okkultist, der nur für die Wünsche seines kleinen ICHS lebt und seine Fähigkeiten entsprechend einsetzt und evtl. mißbraucht.
Dieser Pfad entwickelt die durch die Naturevolution vorhandene Seele (Astral,Mental) und wirkt mit den vier Elementen der 4 unteren Ebenen, dem Prana oder Chi, den polaren Kräften, dem Allicht, der Allenergie und den verschiedenen Akashas bzw. Äthern.

Der Pfad der reinen WEISSEN MAGIE endet vergleichbar parallel zur Stufe 14 der UNIVERSELLEN LEHRE – dann verzweigt er auf gleicher Ebene (in die kleine mittlere Einweihungskammer der Cheops – Pyramide ) und vollzieht eine Breitenentwicklung mit Höhepunkt im Akasha. (Dazu auch noch “ A.A. Bailey : Eine Abhandlung über weisse Magie“)
Die Weiterentwicklung im Akasha ähnelt etwas der Erleuchtung, der Moksha, der Befreiung aus den drei unteren Welten. Er ist evtl. sogar durch das Maharloka mit einem nicht permananten kosmischen Bewusstsein verbunden, es ist aber nicht Vereinigung mit dem Paramatma-Purusha.
Daher sind auch die höchsten Adepten keine wahren Meister. Auch weist Meister D.K. von A.A. Bailey warnend darauf hin, dass auf unserem Planeten auf der Astralebene, welche viele Magier irrtümlich besuchen und deren Verblendungen erliegen, die schwarze Loge dominiert.
Der Pfad des weissen Magiers geht über die Mentalebene und nicht über die Astralebene, die nur der positive Pol des Negativen ist, während die Materie der negative Pol des Negativen ist. Fr. Bardon deutet in seinem Magiebuch in einem Bild auf eine Art Vajrasattwa als Vollendung hin.

In der bekannten gnostischen Schrift „Pistis Sophia“ werden diese Mächte als Äonen bezeichnet. Diese versuchen dort die Entwicklung der Pistis Sophia zu behindern, allerdings ohne Erfolg. Am Ende vereinigt Sie sich mit „Jesus“.

Die „Mutter“(im Sri Aurobindo Ashram) sprach diesbezüglich vom Druck der Götter(Devas) und dem Ansturm der Dämonen(Asuras), die dem Schüler auf dem Pfade begegnen können.
Sri Aurobindo sprach von etwa 20 % der Strebenden, die Probleme mit solchen und auch mit negativen Mächten bekommen, die dem gefährlichen Zwischenbreich zwischen Materie und Spirit entstammen (Sri Aurobindo : On yoga I-II).

Franz Bardon weist auch darauf hin, dass die positiven Genien(indisch : Suras) der mentalen Sonnenspäre in strahlendem goldenen Licht leuchten. Allerdings unterscheiden sich die negativen Sonnenwesen nur durch eine etwas dunklere Lichtstrahlung. LICHT allein ist also noch kein Kriterium ! Es ist nur eine Energieform von vielen.
„Die grössten Asuras sind die grössten Lichtwesen“, Die Mutter(Aurobindo), Gespräche, 17.2.1951
Auch der shivaistische Zerstörer Rudra ist solch ein ätherisches Lichtwesen (Ru bedeutet „Licht“).
Daher meine Warnung an fortgeschrittene Sucher, das Licht der „Meister“ zu prüfen. Auch die schwarzen Meister(mit allen Möglichkeiten des Menschen) sind auf Erden Lichtwesen mit Anteilen der buddhischen und atmischen Ebene !)
A.A. Bailey schrieb : „Ein Meister hat keine Aura“.

Auch die höchsten Adepten der Akasha der Sphären (Sephiroth) sind noch keine Meister, da ihnen der Transformationsprozess der Synthese der Sephiroth fehlt(“ Das Erscheinen der 10 Sephiroth ist wie ein Blitz ohne Ende“, Kabbalah).

Der schwarze Pfad hat ebenfalls zwei Richtungen :

4. Die aufwärtsstrebende Richtung des schwarzen Pfades führt über die buddhische Ebene in die „materiellen“ Akasha der Maya . Es ist der breite schwarze Pfad der Persönlichkeit und der persönlichen Erfüllung ohne Moral – zum „schwarzen Meister“(Chi Ru, Meister des KAL, die „Meister mit dem schwarzen Gesicht“). Ein indisches Beispiel ist die schwarze (Kala-)Kali im Gegensatz zur hellblauen Kali. Im Hinduismus ist dieser Pfad als ‚Schwarzer Tantra‘ bekannt.
Die dunklen zornigen Buddhas, die allerdings auch oft einen Yidam darstellen, dienen aber der Beherrschung solcher Kräfte.

Die schwarzen Meister haben eine lange Erfahrung mit der Menschheit und wissen genau, mit welchen Versprechungen sie die Menschen auf ihren Pfad locken können.
Der schwarze Pfad entwickelt die Persönlichkeit…..die schwarzen Meister können ihr Selbst nicht überwinden …..auch die schwarzen Meister streben nach Reinheit……auch die schwarzen Meister sind mächtige Wesen……die schwarzen Meister arbeiten mit der Polarität……der schwarze Meister arbeitet mit Täuschung(Maya)…
Das Wirken der schwarzen Meister dient immer versteckt einem bösen Zweck …. ..Erst auf der vierten Einweihung trennen sich der weisse und der schwarze Pfad völlig.
Am Ende eines kosmischen Zyklusses lösen sich die schwarzen Meister zusammen mit der Maya auf.
(Zitate aus den Büchern von A.A.Bailey)
(Dazu : A.A.Bailey : Briefe über okkulte Meditation S. 143 und S. 201, Rohm-Verlag ).

Diese „aufwärtsstrebende Richtung“ des schwarzen Pfades benutzt den buddhischen Shabda und den Atman mit ihren Möglichkeiten ebenfalls, das heilige OM, die heilige Kuh Krishnas, das naturgemäss auf der buddhischen Ebene als Pranava eine Schwingungsform der Maya darstellt.
Hierhin gehören zB. auch jene Gruppierungen, die Yoga und Meditation nur zum „besser leben“ oder „um aus allem den größten Nutzen zu ziehen“ benutzen, und dann später dem kleinen Ich die Krone der Erleuchtung aufzusetzen beabsichtigen. Ihnen wird dann die eigene Selbstsucht zum Fallstrick.
Ein unbewusstes modernes Musterbeispiel für die Entwicklung der Persönlichkeit und des kleinen ICHS sind ja der „HERR“ oder die „DAME“, die gekonnt und gewinnend auftreten, und dabei genau ihre Bedürfnisse und Rechte kennen – unsere Kultur hat ja ihre Wurzeln im Samsara. Dies ist auch nicht mein persönliches Vorurteil. Auch A. A. Bailey(Meister D.K.) spricht sich gegen die Verbreitung von OM-Atemtechniken an feine Damen und Herren aus, damit sich diese es sich damit noch bequemer machen können.
Solche selbstbezogenen Gruppen finden trotz praktischer Unterdrückung der spirituellen Bewegungen heute manchmal Anklang, weil sie dem Zeitgeist entsprechen. Es ist ein grosser Unterschied, ob ein Schüler das Wissen nur für sich ausnutzt oder sich auch innerlich dem Göttlichen unterwirft(Sadhana) und es auch innerlich vertritt.

Einige schwarze Meister verbreiten eine Mixtur von „guten und bösen“ Techniken und Mantrams . Zudem lässt der schwarze Meister die Schüler oft unbewusst mit seinen ätherischen Kräften wie Satelliten um sich kreisen.

Damit kommen wir zur letzten Sorte schwarzer Meister, nämlich derer, die ihre „Meisterschaft“ durch Überschattung eines schwarzen Meisters oder von negativen Genien von einer höheren Ebene erlangten und (evtl. sogar unfreiwillig) ihre niederen Körper zur Verfügung stellten.
In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts liessen sich einige üble tibetische Bön-Lamas (Tibet hatte sich damals bis zur Zerstörung der Klöster durch die Chinesen in zwei Lager aufgespalten) während ihrer Überschattung durch Dämonen filmen.

Der schwarze Pfad entwickelt die vierfache Persönlichkeit und damit den Kausalkörper, der weisse Pfad unterwirft sie der spirituellen Seele.
Es ist für einen Anfänger leider praktisch nicht möglich, einen getarnten schwarzen Meister zu unterscheiden, denn insbesondere dieser benutzt und beherrscht die Kräfte der buddhischen und atmischen Ebene, damit auch den Pranava und die Macht und das niedere Licht des NADA-BRAHMAN, und er verfügt neben seiner stofflich-ätherischen Entwicklung über etwas ähnliches wie die Erleuchtung (eine Art von Moksha mit Befreiung aus den drei unteren Welten).
Er ist also hochentwickelt und fusst in den materiellen Akashas mit ihren Siddhis, nur endet sein Pfad in der Maya und nicht im Paramatma bzw. noch höher – und dementsprechend ist auch seine Aspiration.
Im Hinduismus gibt es vergleichbar die kosmische Gottheit SHIVA – den lichten göttlichen Zerstörer – und die Akasha-Zerstörer-Gottheit RUDRA. Sie sind beide kosmische selbstbewusste Schöpfungskräfte. Hier offenbaren sich zwei polare Wirkungen des ersten Strahls. Auch die unreine Maya als Produkt des zweiten Strahls hat sich ja nicht selbst geschaffen.

Die unterste Stufe der negativen Aspiration ist der sog. Schwarzmagier der sich mit den Unterwelten befasst, die im Hinduismus als die 7 Kapalas bekannt sind. Dieser entwickelt sich standardmässig über die Astralebene, wo die schwarze Loge dominiert und mißbraucht u.a. die Kräfte des Muladhara – Chakrams.

5. Die andere abwärtsstrebende Richtung der schwarzen Pfades ist die sog. involutionäre schwarze Loge der unteren negativen Welten, über die sich die Meister ausschweigen.
A.A. Bailey spricht hier von altem kosmischen Übel(als letztendliche Manifestation grosser dunkler Wesenheiten hoher Ebenen), das sich in unserem Sonnensystem eingenistet hat. Im Sirius-Sytem gebe es zB. keine schwarze Loge.
Im Hinduismus sind es die Pisatchas, der Islam spricht von 12 Oberteufeln, Rudolf Steiner nannte sie „arimanische Mächte“.
Natürlich arbeiten viele schwarze Meister jener hohen dunklen Ebenen okkult mit dieser schwarzen Loge zusammen bzw. bedienen sich solcher Kräfte.
Schüler dieses Pfades bedienen sich insbesondere der negativen Aspekte der Elemente und der Kräfte des untersten Chakrams, die für den Evolutionsprozess nicht benötigt werden. Ich will das hier nicht weiter ausführen (nicht wegen des zu erwartenden Spottes über einen solchen „Glauben“).

Schwarzmagier gibt es heutzutage zB. unter den Woodoo-Priestern, im schwarzen Tantra, aber auch in der tibetischen Bön-Religion, die sich früher ganz offen in die Gelbmützen und die Rotmützen aufgespaltete, deren eine Richtung sich früher offen zur schwarzen Magie bekannte. Weiterhin gibt es weltweit kleine Gruppen und getarnte schwarze Magier.

Ich erwähne die beiden schwarzen Pfade insbesondere deshalb, weil wir auf unserer Erde auf einem negativen Planeten wohnen, und daher sollte der Schüler nicht blauäugig auf die allschützende Wirkung des Lichtes vertrauen. Die Welt ist aus Kräften aufgebaut und nicht aus Ideen.

Es gibt also viele Entwicklungswege entsprechend den vielen positiven und negativen Energien auf allen Schöpfungsebenen. Das Göttliche ist natürlich die höchste Erfüllung und Herrlichkeit, aber die Erleuchtung und die Meisterschaft werden vom Göttlichen nicht verschenkt, für das der Mensch nur ein Werkzeug ist, dessen es sich beliebig bedient – leider für Ziele die auf unserem Planeten nicht dem Fortschritt der bevölkerungsmässig explodierenden Menschheit dienen.

 “ Tiefste Gedanken „

Aber ich habe trotzdem auch noch unbeantwortete Fragen : Falls es einen letztendlichen Gott (im Satyaloka) gibt, so müsste er doch aus einer wie immer gearteten Substanz bestehen. Wie entstand diese Substanz und warum gibt es nicht GAR NICHTS ? Es wäre doch normal, dass gar nichts existierte – weil das Existierende logisch aus etwas kommen muss, und dieses wiederum usw.
Ich denke, also bin ich und fühle, also bin ich. Aber warum existiere ich und warum existiere ich überhaupt ?
Ist es die Begrenztheit des Bewusstseins, das nur kausal in Raum und Zeit denken kann und bei „NULL“ und „UNENDLICH“ Denkprobleme hat, oder liegt die synthetische Wahrheit auf einer Ebene, auf der es weder Existenz noch Nichtexistenz gibt ?

Gibt es Freiheit ?

Das Göttliche ist als letzter Schöpfer allwissend und allmächtig (das sagen alle Traditionen).
ABER 1. : Wie kann es Freiheit geben, wenn Gott allmächtig ist. Wenn freie dh. unbestimmte Entscheidungen möglich sind, sind diese Gott diesbezüglich ausser Kontrolle geraten. In diesem Punkt wäre er dann nicht mehr allmächtig.

ANDERERSEITS : 2. Ist Gott allwissend, so weiss er um die Zukunft. Gäbe es freie Entscheidungen, so könnte er die Zukunft nicht mehr wissen und wäre nicht mehr allwissend in diesem Punkt (mit allen Konsequenzen).

UND 3. : Ist Gott wirklich allwissend und allmächtig, so lenkt er alles, und es gibt keine Freiheit. Dann kann aber niemand anders sein als er ist – dh. nur Gott ist letztendlich verantwortlich.
Das „Inch Allah“, „es fällt kein Spatz vom Dach ohne den Willen Gottes“ und Stellen aus dem Jap Ji der Sikhs über die Determinierung durch Shabda wären dann verständlicher. (Andererseits gilt : Wo kein Richter ist. Wer wollte Gott richten für sein Handeln.)

ABER 4. : Wenn Gott die Dinge festlegt und allwissenderweise die Zukunft kennt, so muss er die Dinge exakt so lenken, dass sie genauso kommen, wie er die Zukunft sieht : Was aber legt dann die Zukunft vorher fest ? Wird Gott von einer höheren Instanz gelenkt ?

Die Logik unseres Verstandes ist allerdings mit Vorsicht zu geniessen, denn der Verstand vergleicht und entscheidet sich oft für das Plausible : Das Existierende müsste aus etwas nicht Existierendem entstanden sein. Aber eine Fläche ist in der Dimension des Raumes unendlich oft enthalten, ebenso der Raum in der 4.ten Dimension. Sollte es nur 7 Dimensionen geben (genau wie die 7 Strahlen mit den 3 Hauptstrahlen), so könnte der Hintergrund eine uns nicht bekannte höhere Physik sein. Auch stellt sich die Frage, warum sich periodisch alles innerhalb der 5 unteren Ebenen nach Äonen langsam wieder auflöst und dann wieder entsteht. Hier wäre irgendwie noch die Zeit im Spiel, allerdings mit einer unverständlichen Periodizität, die die höhere göttliche Freiheit zu ichlosen periodischen Schöpfungsakten reduziert.

Auch das Christentum hatte ursprünglich eine Antwort auf die Frage nach der Schuld.
Paulus sagt in Römer 8.9 :
Folgt daraus, dass Gott ungerecht ist ? Keineswegs ! Er sagte ja zu Moses : Ich erweise meine Gunst, wem ich will und ich schenke mein Erbarmen, wem ich will. Es kommt also nicht auf den Willen des Menschen an, sondern nur auf Gottes Erbarmen. So liess Gott auch dem Pharao sagen : Ich habe dich zum König gemacht, um an dir meine Macht zu zeigen und meinen Namen der ganzen Welt bekanntzumachen. Gott verfährt also ganz nach seinem freien Willen : Dem einen schenkt er seine Gnade, und den anderen macht er so starrsinnig , dass er sich gegen ihn verschliesst.
Man wird mir entgegenhalten : Warum zieht uns Gott denn dann für unser Tun zur Rechenschaft ? Wenn er einfach über uns verfügt, dann können wir ja nicht anders. Aber bedenkt doch, wer wir sind ! Wie dürfen wir uns anmasssen, Gott zu kritisieren ! Sagt vielleicht ein Werk zu seinem Schöpfer : Warum hast Du mich so gemacht ? Denkt an den Töpfer. Er hat das Recht seinen Ton nach Belieben zu verwenden. Er kann aus ein und demselben Tonklumpen zwei ganz verschiedene Gefässe machen : Eines für die festliche Tafel, ein anderes als Behälter für den Abfall.
Später sagt Paulus : Freuen wir uns, dass wir nicht Gefässe des Zornes Gottes sind.

Auch in JESAJA 45,9 findet sich diese Gott-Tongefäss-Beziehung ähnlich beschrieben.

Die Antwort eines Paulus kann mich aber nicht befriedigen : Einmal hat Gott alles direkt und indirekt geschaffen und verursacht, andererseits wird er schnell zornig und produziert die niedrige (Maya-)Zornes-Energie der unteren Welten, wenn Ihm etwas nicht passt, also auch das Böse.
Mir erscheint das persönlich als Mangel an Erhabenheit und Wahrhaftigkeit, also als Mangel an Vollkommenheit.
Auch ist die Angewiesenheit eines Paulus auf das Erbarmen Gottes nicht unbedingt ein Fall von harmonischem Schöpfungsaufbau ! Der erleuchtete Mensch hat als Abbild Gottes einmal die Fähigkeit zur klaren Erkenntnis auch der für Gott nicht schmeichelhaften Wahrheit.
Zudem ist der Zorn unverständlich, das er ja durch seine Allmacht der Drahtzieher aller Geschehnisse und damit auch aller Verbrechen ist.

Aus dem Buddhismus kommt die Antwort : Wie kann Vollkommenes unvollkommenes erschaffen oder wollen ?

A. A. Bailey(Meister D.K.) spricht davon, dass wir hier die Unvollkommenheiten des Sonnenlogos sehen, im Zusammenhang mit dem Wirken der sieben kosmischen Avatare oder Strahlenherren, und dass die höchste überkosmische Gottheit im SAT nicht bekannt sei, die jenseits aller höchsten Logosse der vielen Universen existieren muss.

Quelle:http://www.universelle-lehre.de/

…danke an Wilfried S.

Gruß an die Erkennenden

TA KI

 

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