EASAC hat der Homöopathie den Krieg erklärt


von Freeman

Die European Academies Science Advisory Council (EASAC) oder der Zusammenschluss der Nationalen Wissenschafts-Akademien der Länder der Europäischen Union, hat in seinem am 20. September veröffentlichten Bericht die Homöopathie frontal angegriffen.

Sie behauptet, die alternativmedizinische Behandlungsmethode sei völliger Unsinn und

die Werbung für und die Anwendung von homöopathischen Produkten verursacht signifikanten Schaden.

Ziel dieses Berichtes ist es, die Gesundheitspolitik in der ganzen Europäischen Union und die Gesetzgebung gegen die Homöopathie zu beeinflussen, um das wachsenden Interesse an der alternativen Heilmethode in der Bevölkerung zu bekämpfen.

So wurden im Jahr 2015 zum Beispiel in Deutschland Homöopathika für 595 Mio. Euro umgesetzt, was ein Wachstum von 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Offensichtlich handelt es sich bei der EASAC um eine Lobby-Organisation für die Pharmaindustrie, denn sie behauptet, es gebe keine alternative Medizin, sondern nur eine einzige Medizin, dessen Wirksamkeit bewiesen wurde.

Es ist interessant wie sich diese Organisation von angeblichen Wissenschaftlern im selben Bericht völlig widerspricht, denn einerseits wird darin behauptet, Homöopathie wäre schädlich, andererseits „haben die Produkte nicht mehr als einen Plazeboeffekt an den Patienten.

Der totale Widerspruch liegt darin, wenn Homöopathie nichts bewirkt oder nur eine Scheinheilung ist, wie kann sie schädlich sein?

Dafür bringt die EASAC die Erklärung, Homöopathie würde Patienten davon abbringen sich von der „echten Medizin“ behandeln zu lassen, was dann aber bedeutet, eine teure, möglicherweise gefährliche und oft nie endende Behandlung durch das medizinischen Establishment.

Ein Patient muss ein Dauerkunde sein und bleiben, denn nur so gibt es ständig Umsatz. Ein geheilter Patient bringt nichts, deshalb soll nur behandelt werden. Jede Woche einen Arztbesuch und Pillen verschreiben. Die Anreize für die Mediziner sind völlig falschrum.

Dazu kommt noch, man ist als Patient ein Versuchskaninchen, denn wenn eine Arznei nichts bringt, dann wird eine andere ausprobiert. Die Medizin hat sehr wenig mit exakter Wissenschaft zu tun sondern eher mit einem Ratespiel. Ausserdem werden ständig neue Krankheiten erfunden, die einer Behandlung bedürfen.

Die EASAC macht sich keine wirklichen Sorgen um die Gesundheit der EU-Bürger, sondern sorgt sich um den Umsatz der Pharmaindustrie. Deshalb müssen die Regierungen der EU-Mitgliedsländer dazu gebracht werden, die „Konkurrenz“ der alternativen Heilmethoden einzuschränken oder sogar ganz zu eliminieren.

Wie macht man das? In dem die homöopathischen Behandlungen nicht mehr von den Krankenkassen bezahlt werden oder in dem man sehr teure und aufwendige Tests der Wirksamkeit den Herstellern der homöopathischen Mittel auferlegt.

In den Augen der EASAC dürfen die Menschen nicht selber entscheiden, was für Heilmethode für sie am besten ist. Nein, es muss ihnen durch Besserwisser mit Titeln diktiert werden. Nur die sogenannte „Schulmedizin“ ist der richtige Weg. Dabei, wie oft hat die sich schon geirrt?

Wie zum Beispiel,

Cholesterin muss immer gesenkt werden!

In den 80er Jahren war Cholesterin der liebste Feind der Hausärzte. Millionenfach verschrieben sie Cholesterinsenker – die so genannten Statine, verboten Eier und Butter. Heute weiss man: Die Ernährung beeinflusst den Cholesterinspiegel nur geringfügig und hohe Werte müssen nicht um jeden Preis gesenkt werden.

Oder

Entzündete Mandeln müssen raus!

Bis in die Siebziger Jahre hinein wurden Mandeln bei Kindern fast routinemässig entfernt. Doch bei den Operationen traten immer wieder schwere Blutungen auf, einige Patienten starben sogar. Schliesslich setzte in den späten siebziger Jahren ein Umdenken ein. Heute werden Mandelentzündungen zunächst mit Antibiotika behandelt. Nur bei schweren, wiederkehrenden Entzündungen wird noch operiert.

Oder

Hormonersatztherapie hilft Frauen in den Wechseljahren!

Bis Anfang des Jahrtausends verordneten Ärzte fast jeder Frau in den Wechseljahren Hormontabletten, um Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen zu bekämpfen. Doch im Jahr 2002 leitete die „Women’s Health Initiative“-Studie eine Kehrtwende ein. Die Studie zeigte, dass längst nicht alle Frauen von den Hormonen profitieren. Zudem steigern die Medikamente die Gefahr, eine Thrombose, einen Schlaganfall oder sogar Brustkrebs zu bekommen. Heute wägen Ärzte sehr genau ab, bevor sie einer Frau tatsächlich Hormontabletten verschreiben.

Oder

Ernährung und Lebensstil spielen eine Rolle bei der Entstehung eines Magenkarzinoms!

Dabei hat der australische Arzt Barry Marshall entdekt, die meisten Magenkrankheiten werden durch Helicobacter-pylori-Bakterien verursacht. Seine Theorie wurde zunächst von vielen Wissenschaftlern abgelehnt, die der Meinung waren, dass Bakterien im sauren Milieu der Magensäure nicht überleben könnten. Er bewies aber durch einen Selbstversuch das Gegenteil und bekämpfte die Bakterien durch simple Antibiotika. Im Dezember 2005 erhielt er zusammen mit John Robin Warren den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für die Entdeckung des Helicobacter pylori, denn seit seiner Entdeckung und danach der Bekämpfung der Bakterien im Magen sind die Magenerkrankungen, wie Magengeschwüre und Magenkrebs, um 90 Prozent weltweit zurückgegangen.

Wir sehen, es gibt „feste Überzeugungen“ und „eingefahrene Therapien“ in der Medizin, die immer wieder revidiert werden müssen.

Ich persönlich kann berichten, die Homöopathie hat bei der Gesundheit meiner drei Kinder sehr geholfen und auch bei mir. Selbstverständlich muss alles mit Vernunft betrachtet werden. Jedes Extrem in die eine oder andere Richtung ist falsch. Ganz falsch ist aber ein Gesundheitssystem, das nur auf Umsatzsteigerung und Profitmaximierung ausgelegt ist.

Das Problem mit vielen Wissenschaftlern und wissenschaftlichen Organisationen ist, sie Vertreten nur noch Dogmen und sind völlig intolerant gegenüber Andersdenkenden. Alles was ausserhalb ihrer engen Sich der Welt liegt sehen sie als Bedrohung an, die bekämpft werden muss. Dabei gibt es nicht nur eine Antwort auf Probleme und nicht nur eine These als Erklärung, sondern immer mehrere Alternativen.

In Abwandlung des 1. Gebot lautet das der EASAC:

Du sollst keine andere Medizin haben neben mir!

Ja, die „Götter in Weiss“ dulden oft keine Konkurrenz und man muss an sie bedingungslos glauben.

Quelle: https://brd-schwindel.org/easac-hat-der-homoeopathie-den-krieg-erklaert/

Gruß an die Klardenker

TA KI

Advertisements

Pharmalobby gegen Homöopathie: Wissenschaftler für Warnhinweise auf Verpackungen


Im schlimmsten Fall ist Homöopathie wirkungslos, wenn sie aber doch wirkt, dann aufgrund des Placebo-Effekts, so behaupten die Gegner. Dass auch die Wirkung mancher klassischer Präparate auf dem Placeboeffekt beruhen könnte, lassen sie dabei außer Acht. Hauptsache, der Gegner wird bekämpft. Dabei hat kürzlich eine Uni-Studie Belege dafür geliefert, dass grundsätzlich bei allen Therapieformen die Macht der Gedanken eine wesentliche Rolle spielt.

Kritik an Wirkungslosigkeit – Kongress in Leipzig

Osnabrück. Vor dem an diesem Mittwoch in Leipzig beginnenden Homöopathie-Weltkongress regt sich Widerstand in der Fachwelt. Der Pharmazeut und Leiter der Abteilung Gesundheit der Universität Bremen, Professor Gerd Glaeske, forderte in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag) Warnhinweise auf Verpackungen alternativer Präparate. „Auch in der Schulmedizin ist nicht alles durch gute Studien belegt, was behauptet wird“, sagte der Professor. „Für die Homöopathie gibt es aber gar keine Ergebnisse aus methodisch akzeptablen Untersuchungen, die als Alternative zur Evidenz in der Schulmedizin zitiert werden können“, erklärte der Mediziner, der regelmäßig auch als Gutachter für Krankenkassen und die Stiftung Warentest tätig ist.

„Wir sollten dringend eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht für homöopathische Präparate einführen, die deutlich macht, dass eindeutige Hinweise auf Wirksamkeit und Nutzen fehlen“, forderte der Wissenschaftler. Dies diene dem Schutz von Patienten, „die Homöopathie noch immer als Alternative zur Schulmedizin anwenden“.

Politiker machen sich darüber hinaus parteiübergreifend dafür stark, die Übernahme von Kosten für homöopathische Produkte den Krankenkassen und -versicherungen in der nächsten Legislaturperiode zu verbieten. Bisher tragen zahlreiche Anbieter Kosten in vielen Fällen zur Kundenbindung als freiwillige Leistung. Ohne nachgewiesene Wirksamkeit treibe dies aber die Kosten im Gesundheitswesen in unverantwortlicher und überflüssiger Weise, argumentieren die Kritiker.

Quelle: http://opposition24.com/pharmalobby-homoeopathie-wissenschaftler-warnhinweise/323988

Gruß an die Klardenker

TA KI

Schüßler-Salze


Mineralstofftherapie mit den Schüßler-Salzen

Die Mineralstofftherapie mit den Schüßler-Salzen ist bereits mehr als 100 Jahre alt und ihr bei ihrer Entwicklung orientierte sich Dr. Schüßler an modernster medizinischer Forschung. Mit dem Einzug von Antibiotika, Geräte- und schließlich evidenzbasierter Medizin nahmen die Funktionsmittel nach und nach ihren Platz in der Naturheilkunde ein, den sie bis heute fest besetzen. Die Nachfrage an natürlichen, individuell auf den Menschen abgestimmten Therapiemöglichkeiten steigt nämlich angesichts der wachsenden Resistenzen gegen Antibiotika und der Nebenwirkungen sonstiger konventioneller Medikamente in der Bevölkerung stetig an. Vor allem zur Behandlung und Selbstbehandlung von leichteren Beschwerden, etwa Erkältungsinfekten, Muskelkrämpfen, Hautproblemen, aber auch zur Prophylaxe werden übersichtliche und risikoarme Therapieverfahren wie die Biochemie nach Dr. Schüßler, gern angenommen.

Dr. Schüßler: Forschung zwischen Homöopathie und Zellularpathologie

Ihren Namen tragen die „Schüßler-Salze“ nach dem deutschen Arzt Dr. med. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821 – 1898), der zunächst sehr an der Homöopathie interessiert war, in seiner Forschungsarbeit jedoch bald das Hauptaugenmerk auf anorganische (d.h. kohlenstofffreie) Mineralsalze und deren Bedeutung im menschlichen Organismus, insbesondere im Stoffwechsel der Zellen, richtete. Er folgte er dem Grundsatz des bekannten Zellpathologen Virchow, nach dem die Krankheit des Körpers gleichzusetzen sei mit der Krankheit der Zelle sowie der Annahme, dass Krankheit erst durch den Verlust anorganischer Mineralsalze entstünde.

Mineralstofftherapie mit Schüssler Salze. (Bild: semevent-fotolia)
Mineralstofftherapie mit Schüssler Salze. (Bild: semevent-fotolia)

Zwölf Mineralstoffverbindungen zur Heilung aller Betriebsstörungen

Schüßlers Forschungen ergaben, dass insgesamt zwölf „Betriebsstoffe“ (Mineralsalze) für den gesunden Zellbetrieb notwendig seien, deren gestörte Verteilung und Verwertbarkeit im Körper zu Krankheiten führten. Im Umkehrschluss bildete Schüßler seinen Leitsatz, dass „die im Blut und in den Geweben vertretenen anorganische Stoffe […] zur Heilung aller Krankheiten [genügen], die überhaupt heilbar sind.“ („Mineralstofftherapie nach Dr. Schüßler“, Deutsche Homöopathie-Union, Ausgabe 2004). Die Auswahl umfasst je drei Kalzium-, Kalium- und Natriumverbindungen sowie je eine Eisen-, Magnesium und Siliziumverbindung, die Schüßler zu biochemischen Funktionsmitteln verarbeitete.

Die Zelle erhält den Impuls zum Auffüllen des Mineralstoffdepots

Um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden, werden die Mineralstoffe potenziert, d.h. als homöopathische Verdünnungen verabreicht. Die Verwertungsblockaden sollen aufgehoben werden, indem den Zellen die Information zur vermehrten Aufnahme gegeben und somit die (Selbst-) Heilung des Organismus eingeleitet werden. Es werden also nicht etwa die Mineralsalze selber zugeführt, sondern der Impuls zur besseren Verwertung gegeben. Aufgrund der Potenzierung sowie der übersichtlichen Arzneimittelanzahl (im Gegensatz zum riesigen Arsenal) der Homöopathie beschrieb Schüßler sein Verfahren zunächst als „abgekürzte homöopathische Therapie“, grenzte es später jedoch als „biochemische Therapie“ wieder schärfer davon ab.

Die Qual der Wahl: Welches Mittel in welcher Form?

In der Selbstbehandlung erfolgt die Wahl der Funktionsmittel in der Regel nach in Büchern veröffentlichten Registern, in denen die passenden Mineralstoffe bestimmten Beschwerden zugeordnet werden. In der Naturheilpraxis ermitteln Heilpraktiker die Salze nach deren physiologischer Funktion im Organismus, aber auch mithilfe von Anlitzdiagnostik, Kinesiologie, Tensortestung und anderen bioenergetischen Messverfahren.

Die von Schüßler entwickelten Funktionsmittel wurden bis heute um zwölf zusätzliche Mineralsalze erweitert. Inzwischen sind sie neben der Tablettenform einzeln auch als Tropfen, Globuli und zur äußeren Anwendung als Cremes, Gels und Salben erhältlich, wo sie neben den medizinischen auch kosmetische Aufgaben erfüllen sollen. Einige Apotheken mischen die individuell benötigten Salze zu einem Pulver zusammen, was die Einnahme erheblich erleichtern kann. Zur kurmäßigen Anregung des Stoffwechsels, z.B. im Rahmen einer Frühjahrskur, gibt es auch ein Komplexpräparat, welches die zwölf „originalen“ Schüßler-Salze enthält. (Dipl.Päd. Jeanette Viñals Stein, Heilpraktikerin)

Quelle: http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/mineralstofftherapie-mit-den-schueler-salzen-9512.php

Gruß an die Naturheilkundler

TA KI

Impfungen bei Hund und Katze ausleiten


Tierärzte achten akribisch darauf, dass ihre Patienten ordentlich durchgeimpft sind. Nicht selten aber geht es Hund und Katze – ähnlich wie uns Menschen – nach dem Impfen gar nicht gut. Was ist dann zu tun? Und wie kann man die Impf-Giftstoffe wieder aus dem Körper von Hund und Katze ausleiten?

Impfungen bei Hund und Katze ausleiten
© Chendongshan – Shutterstock.com

Überimpfte Haustiere?

Hunde und Katzen dürfen nur ausgestattet mit einem so genannten EU-Heimtierausweis, einem Mikrochip und einer Tollwut-Schutzimpfung innerhalb der EU mitreisen.

Auch in eine Pension, in Hundeausläufe, auf den Hundeplatz und auf die Rennbahn darf Hund meist nur mit dem Nachweis einer ganzen Reihe verschiedener Impfungen.

Und auch wenn eine Tollwutimpfung in Wirklichkeit für mehrere Jahre Schutz gewährt, wird diese mehrjährige Gültigkeit nicht immer vom Tierarzt auch in den Impfpaß eingetragen und eine erneute Impfung ist nach Ablauf eines Jahres nötig.

Achtet man jedoch darauf, dass die dreijährige Gültigkeit eingetragen wird, dann wird dies in der EU sowie in Norwegen und der Schweiz auch anerkannt.

Oft jedoch werden die meisten Hunde und Katzen vorsorglich jedes Jahr geimpft – und zwar leider nicht nur gegen Tollwut, sondern genauso gegen viele weitere Krankheiten, die eigentlich ebenfalls einen mehrjährigen Impfschutz haben.

Mögliche Impffolgen für Hund, Katze & Pferd

Impfungen gehen jedoch nicht bei jedem Tier spurlos vorüber. Beim einen kommt es vielleicht „nur“ zu einer schmerzhaften Schwellung an der Impfstelle, so daß sich das Tier (je nach Ort der Impfstelle) am Impftag z. B. gar nicht mehr hinlegen möchte oder aufgrund des Schmerzes verschreckt und panisch reagiert.

Doch vermutet man, daß es auch langfristige Folgen der zahlreichen Impfungen und Manipulationen des Immunsystems gibt. Dazu zählen in erster Linie Allergien und chronische Hautprobleme, chronische Bindehautentzündungen, Verdauungsbeschwerden, chronische Zahnfleischentzündungen, chronischer Schnupfen und Epilepsie, sowie beim Pferd eine erhöhte Anfälligkeit für Koliken,

Keine Impfpflicht für Hund und Katze

Stellt sich nun die Frage, was Sie für ihr Tier tun können, damit es durch Impfungen so wenig wie möglich belastet wird.

Es gibt nach wie vor zum Glück auch für Tiere keine Impfpflicht – weder in der Schweiz noch in der EU. Sie sind also generell frei in Ihrer Entscheidung, ob Sie Ihr Tier impfen lassen wollen und wie viele Impfungen Sie für nötig halten.

Es sei denn, Sie möchten mit Ihrem Hund oder Ihrer Katze ins Ausland reisen. Hier ist dann – wie oben erklärt – die Tollwutimpfung Pflicht.

Titerbestimmung kann Impfung überflüssig machen

Sollte Ihr Tierarzt auf eine bestimmte Impfung drängen, gegen die Ihr Tier in seiner Jugend oder in den letzten Jahren bereits geimpft wurde, dann könnten Sie mit einer Blutuntersuchung den Titer – also den Status des Impfschutzes – feststellen lassen.

Ist der Titer noch hoch genug, wird auch Ihr Tierarzt keinen vernünftigen Grund für eine Impfung mehr vorbringen können.

So kann z. B. der Tollwuttiter auch dann noch hoch genug sein, wenn die letzte Tollwut-Impfung vor mehr als fünf Jahren verabreicht wurde – was sich erst kürzlich ganz konkret beim Hund eines unserer ZDG-Redaktionsmitglieder gezeigt hat.

Wenn eine Impfung aus den oben genannten Gründen (Reise, Pension, Hundeplatz etc.) aber nicht zu umgehen ist, dann wäre es klug zu wissen, was man tun kann, um mögliche belastende Impfreaktionen so gering wie möglich zu halten.

Herkömmliches Ausleiten bei Hund und Katze schwierig

Während man aus vielen Human-Impfstoffen das Quecksilber bereits entfernt hat, ist es noch in fast jeder Heimtierimpfung in Form des altbekannten Thiomersals enthalten.

Eine Schwermetallausleitung mit Chlorella-Algen und Co. könnte da natürlich dem ein oder anderen Tierhalter in den Sinn kommen. Die Algen könnten in Pulverform dem Futter beigemischt werden, was generell eine gute Idee im Sinne einer ganzheitlichen Nahrungsergänzung darstellt.

Doch werden Katzen sicher nicht die zur Schwermetall-Ausleitung erforderliche Chlorella-Dosis zu sich nehmen wollen, und auch nicht jeder Hund ist begeistert vom plötzlichen Chlorella-Geschmack in seinen Mahlzeiten.

Da ferner noch weitere Komponenten zur erfolgreichen Quecksilber-Ausleitung gehören, zu denen Tiere erfahrungsgemäss kaum überredet werden können und es ausserdem keine Hinweise dazu gibt, ob die Ausleitung beim Tier auf dieselbe Weise durchgeführt werden sollte wie beim Menschen, sollte man hier besser auf den Instinkt des Tieres achten und ihm keine beliebigen Ausleitungsmittelchen gegen seinen Willen aufdrängen.

Bieten Sie Ihrem Hund also Chlorella-Algen-Tabs an. Wenn er sie mag, ist das fein. Wenn nicht, dann muß er sie auch nicht nehmen.

Silicium zur Ausleitung von Aluminium

Aluminiumhydroxid ist ein Wirkverstärker, der in sehr vielen Impfstoffen enthalten ist. Das Spurenelement Silicium kann zur Ausleitung von Aluminium eingesetzt werden. Details dazu haben wir hier beschrieben: Ausleitung von Aluminium

Silicium kann Hunden und Katzen sehr leicht ins Futter gegeben werden – zumal heutzutage die Lebensmittel und so auch die Tiernahrung oft sehr siliciumarm sind.

Hunde mögen Silicium oft sogar gern und nehmen es mit Begeisterung auch pur direkt aus einem Schälchen.

Impfungen bei Hund und Katze ausleiten mit Homöopathie

Treten konkrete Impffolgen auf, kann oft die Homöopathie sehr gute Dienste leisten, denn sie wirkt bei Mensch und Tier gleichermassen. Richtig angewandt können homöopathische Mittel helfen, akute und auch chronische Folgen einer Impfung günstig zu beeinflussen.

Im Folgenden möchten wir Ihnen einige ausgesuchte Mittel vorstellen, die Sie auch als Laie problemlos nach einer Impfung anwenden können. Bitte verwenden Sie die Mittel nur in niedrigen Potenzen wie D6 oder D12.

Für eine Behandlung chronischer Impffolgen ist es ratsam, wenn Sie eine/n erfahrene/n homöopathisch arbeitende/n Heilpraktiker/in oder Tierheilpraktiker/in hinzuziehen.

Akute Impffolgen sollten Sie ferner umgehend auch mit Ihrem Tierarzt besprechen!

 

Dosierung und Verabreichung

Treten nun nach einer Impfung gesundheitliche Probleme auf, dann gibt man das ausgewählte homöopathische Mittel grundsätzlich zwei Wochen lang – und zwar 3-mal täglich 5 Globuli (Kügelchen). Die Globuli schiebt man am besten unauffällig seitlich in das Mäulchen.

Nun kann es aber sein, dass Ihr Hund oder Ihre Katze die Globuli genauso unauffällig wieder ausspuckt.

Globuli können dann auch in einer winzigen Menge Wasser aufgelöst werden. Das Wasser wird dann in eine Spritze (ohne Nadel!!) aufgezogen und seitlich ins Maul gegeben.

Notfalls können die Kügelchen auch unter das Essen gemischt werden. Manche Hunde nehmen Globuli jedoch gerne selbständig ein, was man vorher abchecken sollte, bevor man aufwändige Verabreichungszeremonien vorbereitet.

Bitte geben Sie immer nur EIN Mittel, welches Ihnen passend erscheint. Verbessern sich die Symptome innerhalb zweier Wochen nicht, sollten Sie das Mittel absetzen und ein anderes Mittel wählen.

Bei Besserung der Symptome können Sie nach zwei Wochen die Dosierung auf einmal täglich 5 Globuli herabsetzen, so lange, bis die Symptome verschwunden sind.

Nachfolgend eine Auswahl an möglichen homöopathischen Mitteln, die sich für Impffolgen besonders gut eignen und dem Tier helfen, die verursachenden Gifte besser auszuscheiden:

Homöopathische Mittelauswahl

Gunpowder

Das homöopathisch aufbereitete Schwarzpulver enthält Salpeter, Schwefel und Kohle. Es wird oft als „homöopathisches Antibiotikum“ bezeichnet, weil es in der Lage ist, infizierte Wunden zu heilen.

Bei Abszessen, Furunkeln und Stichen ist es hilfreich und sogar bei einer Blutvergiftung leistet es gute Dienste.

Der große Arzt und Homöopath des 19. Jahrhunderts – J. C. Burnett – hatte einst gesagt: „Jede Impfung verursacht eine Vakzinose.“ Mit Vakzinose ist die Impfkrankheit gemeint, wobei diese wiederum nicht nur die unerwünschten Impffolgen beschreibt, sondern ganz allgemein die Auswirkungen des Impfstoffes auf den Körper. Die Impfkrankheit ist also eine Krankheit, die der Körper infolge des Impferregers durchlebt.

Laut Burnett ist eine Vakzinose ein durch den Impferreger ausgelöster krankhafter Zustand der Konstitution,

Gerade aber Gunpowder ist in der Homöopathie – neben Thuja – DAS Mittel bei Vakzinosen, das gegeben wird, um die schädlichen Impfbegleitstoffe auszuleiten und Impf-Nebenwirkungen gering zu halten.

Gunpowder ist daher nach jeder Impfung ratsam und sollte grundsätzlich zwei Wochen lang verabreicht werden.

Antimon tartaricum

Wenn nach einer Impfung nun asthmaähnliche Zustände auftreten oder das Tier mit hörbarem Schleimrasseln atmet, ist Antimon tartaricum angebracht.

Auch „Brechweinstein“ genannt, hat es eine starke Wirkung auf die Atemwege, insbesondere wenn der Schleim schon fast zu Erstickungsanfällen führt. Dieses Mittel kann sogar ein Lungenödem heilen.

Lyssin

Wenn es besonders nach einer Tollwutimpfung zu epileptischen Zuckungen durch blendendes Licht oder den Anblick laufenden Wassers kommt, kann Lyssin seine heilende Wirkung entfalten.

Auch wenn das Tier plötzlich vermehrt speichelt, ist dieses Mittel angebracht.

Lyssin ist eine sogenannte Nosode – also ein homöopathisch aufbereitetes Mittel aus tierischem oder menschlichem Material – und wird in diesem Fall aus dem Speichel eines tollwütigen Hundes gewonnen.

Malandrinum

Wenn sich nach einer Impfung trockene, rissige und schuppige Ausschläge zeigen, die das Tier zu ständigem Jucken veranlassen, bringt oft diese Nosode aus der Pferdemauke (bakterielle Hautentzündung in der Fesselbeuge des Pferdes) Erleichterung – und das nicht nur bei Pferden.

Malandrinum gilt als eines der wichtigsten Mittel neben Thuja und Silicea, um Impffolgen zu beseitigen!

Mezereum

Manchmal bilden sich nach einer Impfung dicke, krustige Ausschläge, aus denen Eiter sickert und die furchtbar jucken. Hier kann die Pflanze Mezereum – auch „Seidelbast“ genannt – Abhilfe schaffen.

Allerdings wirklich nur in homöopathischer Aufbereitung, da der Seidelbast – wie viele Ausgangsstoffe in der Homöopathie – hochgiftig ist. Schon zehn seiner Beeren können für ein Kind tödlich sein, während manche Vogelarten gegen das Gift unempfindlich zu sein scheinen, da sie die Beeren genüsslich verspeisen.

Wenn Sie zudem das Gefühl haben, Ihr Tier leidet unter Knochenschmerzen und möchte nicht an die kalte Luft, kann das ein zusätzlicher Hinweis für dieses Mittel sein.

Mezereum ist auch bekannt als wichtiges Mittel bei Herpes Zoster (Gürtelrose) und den damit in Zusammenhang stehenden schlimmen Nervenschmerzen.

Sarsaparilla

Die sogenannteSarsaparillawurzel“ ist ein Liliengewächs aus Südmexiko, das nach einer Impfung angebracht ist, wenn sich juckende, trockene oder auch nässende Hautausschläge zeigen.

Auch wenn plötzlich schmerzhafte Risse an den Pfoten auftauchen oder das Tier beim Urinieren unter Schmerzen leidet, kann die Wahl auf dieses Mittel fallen.

Silicea

Der feingepulverteBergkristall“ kommt nach Impfungen dann in Frage, wenn sich zum Beispiel ein eitriger Abszess an der Impfstelle bildet.

Auch wenn es zu epileptischen Zuckungen kommt und/oder es zu unwillkürlichem Kotabgang nach der Impfung kommt, kann es hilfreich sein, dieses Mittel zu geben.

Ein Tier, das Silicea braucht, ist meist von magerer Statur und oft etwas ängstlich in seinem Charakter.

Thuja

Wie bereits oben erwähnt, gehört Thuja (der Lebensbaum) zu den wichtigsten Mitteln, die nach Impfungen verabreicht werden können.

In seinem Buch „Vakzinose und ihre Heilung mit Thuja“ hat J. C. Burnett Thuja als wirksames Heilmittel gegen Vakzinosen beschrieben.

Auch wenn Lähmungserscheinungen nach einer Impfung auftreten oder es zu Durchfall kommt, kann Thuja gute Dienste leisten.

Genauso ist Thuja angezeigt, wenn das Tier seit der Impfung unter einer chronischen Ohrentzündung leidet oder sich immer mehr Warzen bilden. In diesem Fall ist es aber ratsam, professionelle, homöopathische Hilfe hinzuzuziehen.

(…)

Quelle: https://kraeutermume.wordpress.com/2016/05/26/impfungen-bei-hund-und-katze-ausleiten/

Gruß an die Aufgeklärten

TA KI

Wirkung und Anwendung aller Salze Schüßler-Salze bei Mensch und Tier


 

 schuessler-salze-12

Darreichungsformen der Schüssler-Salze

Tabletten / Pastillen

Die häufigste Darreichungsform der Schüssler-Salze sind Tabletten (), deren Grundlage aus Milchzucker (Lactose) besteht.Diese Tabletten werden in folgenden Potenzen angeboten:

  • D3
  • D6
  • D12

Die häufigste Potenz der Schüssler-Salze ist D6.Eine Ausnahme stellen folgende Salze dar, die meistens in D12 angewandt werden:

  • Nr. 1 (Calcium Fluoratum)
  • Nr. 3 (Ferrum Phosphoricum)
  • Nr. 11 (Silicea)

Globuli und Tropfen

Für Menschen, die keinen Milchzucker vertragen, gibt es die Schüssler-Salze auch als Globuli und in Tropfenform.Von den Globuli nimmt man je 5 Globuli für jede Tablette, die in Anwendungsanleitungen angegeben wird.

Von den Tropfen nimmt man je 5 Tropfen für jede Tablette, die in Anwendungsanleitungen angegeben wird.

Normale Anwendung

Die gängige Anwendung der Schüssler-Salze ist

  • 3 bis 6 mal täglich 1 bis 2 Tabletten

Die Tabletten werden nacheinander einzeln in den Mund gesteckt und langsam auf der Zunge zergehen lassen.In akuten Fällen nimmt man alle 5 Minuten eine Tablette, bis sich das Befinden bessert, längstens jedoch einen halben bis ganzen Tag lang.

Danach geht man zur normalen Dosis über.

Mehrere Salze

Wenn man mehrere verschiedene Salze einnehmen will, nimmt man von jedem Salz dreimal täglich eine Tablette.Die Entscheidung, ob man mehrere Salze gleichzeitig oder nur einzelne Salze nehmen will, ist bei den Schüssler-Salzen dem eigenen Gutdünken überlassen.

Manche Schüsslersalz-Enthusiasten nehmen immer möglichst viele verschiedene Salze ein, andere nehmen maximal drei verschiedene Salze innerhalb eines Tages und wieder andere bevorzugen nur ein einzelnes Salz zur gleichen Zeit. Die Auswahl einzelner oder weniger Salze erfolgt danach, welches am besten zur Gesamtsituation passt.

Kinder

Kinder nehmen bei akuten Beschwerden alle ein bis zwei Stunden eine Tablette.

Sobald sich das Befinden bessert, nehmen sie

  • 3 bis 4 mal täglich eine Tablette

Mehr Informationen über die Anwendung von Schüsslersalzen für Kinder …

Hochdosiert

Wenn man davon ausgeht, dass die Behandlung durch Schüssler-Salze eine Substitutionstherapie darstellt, kann man die Tabletten auch hochdosiert einnehmen.

Manche Anwender nehmen in diesem Fall jede Minute eine Tablette ein.

Im Munde zergehen lassen

Damit die Mineralsalze bereits von der Mundschleimhaut aufgenommen werden können, damit sie schnell ins Blut übergehen, sollte man sie langsam im Munde zergehen lassen.

Am besten nimmt man sie eine halbe Stunde vor dem Essen ein.

Man kann sie aber auch nach oder zwischen den Mahlzeiten einnehmen.

Nach der Einnahme trinkt man am besten ein Glas frisches Wasser, damit der Körper genügend Wasser hat, um eventuelle Giftstoffe ausscheiden zu können.

Hinweis für Diabetiker

Da die Tabletten der Schüssler-Salze Lactose enthalten, müssen Diabetiker sie bei ihrer Berechnung der Broteinheiten berücksichtigen.

  • 50 Tabletten entsprechen 1 Broteinheit

 

Mineralstoffe im Körper regulieren und so Krankheiten behandeln – das ist der Anspruch der Schüßler-Salze. Sie sind auch für die Selbstbehandlung geeignet. Seit fast 150 Jahren sind die Schüßler-Salze Bestandteil der alternativen Medizin. Nach ersten Erfahrungen mit der Homöopathie hat der Oldenburger Arzt Dr. Heinrich Wilhelm Schüßler schließlich eine eigenständige Behandlungsform entwickelt.
Er nannte sie „Biochemie“. Der Grundgedanke: Bei Krankheitssymptomen besteht eine Verteilungsstörung von Mineralsalzen im Körper, die durch die Einnahme eben dieser Salze wieder ausgeglichen werden soll.

Minerale in starker Verdünnung

Die Behandlung mit Schüßler-Salzen hat nichts mit einer Nahrungsergänzung zu tun, bei der man hohe Konzentrationen von Mineralsalzen wie Magnesium, Kalzium oder Kieselsäure z.B. als Tabletten zu sich nimmt. In den homöopathisch dosierten Schüßler-Salzen sind die jeweiligen anorganischen Minerale nur in starker Verdünnung enthalten. Die häufig verwendete Verdünnung D6 steht beispielsweise für einen Teil des Salzes und 1 Million Teile Verdünnungsmittel.

Schüßler und seine Anhänger wollen auf diese Weise nicht etwa einen nahrungsbedingten Salzmangel ausgleichen, sondern direkt Vorgänge in den Körperzellen anstoßen: Diese sollen dadurch leichter die richtigen Mineralien in ausreichender Menge aufnehmen. So sollen die Funktion der Organe verbessert und die Selbstheilungskräfte im Körper angeregt werden.

12 Basissalze

Schüßler selbst hat zwölf Basissalze (oder auch Funktionsmittel) entwickelt, später kamen noch 12 weitere Ergänzungsmittel hinzu. Die Salze haben den Vorteil, dass sie relativ einfach zu handhaben und damit auch gut für den Eigenbehandlung durch den Laien geeignet sind. Auch bei Kindern können sie angewendet werden – Neben- und Wechselwirkungen sind nicht bekannt.

Schüßler führte eine Liste, wie und wann die betreffenden Mineralsalze aus seiner Erfahrung am besten eingesetzt werden. Trotzdem ist die Wirksamkeit der Schüßler-Salze nicht in wissenschaftlichen Studien belegt. Sie bezieht, wie viele alternative Heilmethoden, den Nachweis ihrer Wirksamkeit aus der Praxis.

Anwendung

Die kleinen geschmacksneutralen Tabletten lässt man im Mund zergehen oder trinkt sie aufgelöst in heißem Wasser (nicht mit Metalllöffel verrühren!) in kleinen Schlucken, die möglichst lange im Mund behalten werden. So sollen die Wirkstoffe bereits über die Mund- und Rachenschleimhaut ins Blut übergehen.

Faustregel: Bei akuten Beschwerden alle 10–15 Minuten eine Tablette nehmen, nach Besserung die Abstände schrittweise erhöhen bis zu einer Einnahme von 3-5 Tbl./Tag – solange bis die Symptome verschwunden sind. Auf der jeweils gleichen Wirkstoffbasis gibt es außerdem Salben zum Beispiel für Hauterkrankungen oder bei Quetschungen und Gelenkerkrankungen. Auch die Einnahme mehrerer Schüßler-Salze ist gebräuchlich.

Schüßler-Salze: Die 12 Hauptsalze

Schüßler-Salze werden vorwiegend zur Selbstbehandlung genommen. Dafür muss man entweder ein klares Beschwerdebild haben oder sich anhand körperlicher Merkmale sehr genau beobachten, um das passende Salz zu finden. Entsprechende Symptomlisten sind in einschlägigen Büchern zu finden – hier ein kurzer Überblick, bei welchen Hauptsymptomen welches Mittel besonders geeignet ist:

Nr. 1 Calcium fluoratum (Kalziumfluorid)

„Der Elastizitätsförderer“: Hornhautbildungen, splitternde Fingernägel, Gewebserschlaffung, Analekzeme, Krampfadern, Hämorrhoiden und Adernverkalkung.

Nr. 2 Calcium phosphoricum (Kalziumphosphat)

„Der Zellerneuerer“: Störungen der Zahn- und Knochenbildung, schlecht heilende Knochenbrüche. In Verbindung mit Nr. 8 für die Genesungsphase nach überstandenen Krankheiten.

Nr. 3 Ferrum phosphoricum (Eisenphosphat)

„Der Entzündungshemmer“: Hauptmittel im ersten Stadium aller Entzündungen und bei frischen Wunden, Quetschungen, Verstauchungen, Blutungen und pulsierenden Schmerzen.

Nr. 4 Kalium chloratum (Kaliumchlorid)

„Der Schleimhautstärker“: Entzündungen im „zweiten Stadium“, bei weiß-grauem Belag der Zunge, Mandelentzündung, Masern, Mumps, Heiserkeit, Mittelohrkatarrh, Augenentzündung, Gelenkschwellung, Sehnenscheidenentzündung.

Nr. 5 Kalium phosphoricum (Kaliumphosphat)

„Der Energiespender“: Unruhe, Schlaflosigkeit, Erschöpfungszustände des Körpers und des Geistes, Gedächtnisschwäche, Herzschwäche, Muskelschwäche und Lähmungsgefühl.

Nr. 6 Kalium sulfuricum (Kaliumsulfat)

„Der Schleimhemmer“: Im „dritten“ Stadium der Entzündung, Katarrhe (gelblich-schleimig) wie Fließschnupfen; fördert die Abschuppung nach Masern, Scharlach und Röteln.

Nr. 7 Magnesium phosphoricum (Magnesiumphosphat)

„Der Krampflöser“: Krampfneigung wie Herzkrampf, Magenkrampf, Blasenkrampf, Wadenkrampf, Regelkrämpfe. Auch bei Magen-, Gallen- und Nierenkoliken.

Nr. 8 Natrium chloratum (Natriumchlorid, Kochsalz)

„Der Wasserhaushaltsregulierer“: Blutarmut, Tränen- und Speichelfluss, wässriger Nasenkatarrh, Kälteempfindlichkeit, Lippenbläschen, Kopfschuppen, trockene Haut.

Nr. 9 Natrium phosphoricum (Natriumphosphat)

„Der Säurehemmer“: Sodbrennen, Rheuma, Ischias, chronische Müdigkeit, Akne, Mitesser, Windeldermatitis, Sodbrennen, Heißhunger, Gastritis und nach fettreicher Mahlzeit.

Nr. 10 Natrium sulfuricum (Natriumsulfat)

„Die Reinigungskraft“: Schnupfen, Grippe, geschwollene Augen, Verstopfung, Durchfall, Rheuma, Schuppenflechte, Neurodermitis, Vergiftungskopfschmerzen (Kater), Fieberblasen.

Nr. 11 Silicea (Kieselsäure)

„Der Festigkeitsgeber“: Erschöpfung, Unterernährung, Alterserscheinungen, Furunkel, Fistel, Drüsenvereiterungen, Arterienverkalkung, Zahngeschwüre, Gerstenkorn, Überbein, Hautjucken, Haarausfall, Bindegewebsschwäche.

Nr. 12 Calcium sulfuricum (Kalziumsulfat)

„Der Wundheiler“: Offene Eiterungen und Abszesse, Rachitis, Blasen- und Nierenentzündungen, Rheuma, Gicht, Zahnfleischentzündung, chronische Bronchitis.

 

Ergänzungsmittel Nr. 13-27


Die Mineralstoffe Nr. 1 – 12 sind die Hauptmittel, mit denen Dr. Schüßler seine Patienten jahrzehntelang erfolgreich behandelte. Er tendierte zur Einfachheit und hatte sich deshalb etwas von der Homöopathie abgewandt und nutzte hauptsächlich diese 12 körpereigenen Stoffe, die im Organismus in Gramm und Kilogramm enthalten sind.

Vielen sind die vormals 12 Ergänzungsmittel Nr. 13 – 24 bekannt, mittlerweile gibt es 15 Ergänzungsmittel (also Nr. 13 – 27). Der Hintergrund der 12 Ergänzungsmittel ist ein Herr, der zwischen dem I. und II. Weltkrieg einen Handel mit „Wässerchen und Pülverchen“ im fahrenden Handel anbot. Dem waren die 12 Schüßler Salze bekannt … und so bot er aus dem homöopathisch bekannten Bereich weitere 12 Mittel, also die Ergänzungsmittel an. Diese sind aus der Homöopathie herausgenommen und biochemisch hergestellt worden. (Seit 2006 gibt es die Nrn. 25 und 26, seit 2007 die Nr. 27.) Anhänger bzw. Schüler von Dr. Schüßler setzen die Ergänzungsmittel gerne ein, wenn die Nrn. 1 – 12 nicht so recht anschlagen oder die Heilung zu langsam fortschreitet. Das ist die grundsätzliche Aussage von vielen Therapeuten.

Die Ergänzungsmittel sind Spurenelemente, also in unserem Körper nur in Mikrogramm und weniger enthalten. Deswegen „kleckert“ man mit der Einnahme – während die 12 Schüßler Salze in Gramm und Kilogramm im Körper enthalten sind, deshalb „klotzt“ man mit den ersten 12.

Genauer:

Von den Ergänzungsmitteln würde man maximal 2 – 3 Tabletten pro Tag lutschen, während man von den 12 Schüßler Salzen im chronischen/prophylaktischen Bereich 6 – 8 Tabletten lutschen würde und im Akutfall sogar alle 5 Minuten eine Tablette einnimmt (lutschen = unter der Zunge zergehen lassen). Insofern sind diese Ergänzungsmittel genau genommen KEINE Schüßler Salze.

Schüßler Salz Nr. 13 – Kalium arsenicosum D12


Stichwort: Haut

 

Kalium arsenicosum wirkt harmonisierend auf die Muskulatur und die Schleimhäute im Verdauungs-, Genital- und Atembereich; wird vor allem bei schwer zu beeinflussenden Hautleiden eingesetzt, besonders bei chronischen Hauterkrankungen mit heftigem Juckreiz;

auch Einsatz bei Schwächezuständen der Nerven (Neuralgien, Lähmungen, Krämpfe) oder Erschöfpungszuständen mit Abmagerung und Blutarmut.

Schüßler Salz Nr. 14 – Kalium bromatum D12


Stichwort: Beruhigung

 

Kalium bromatum wirkt harmonisierend und ausgleichend bei der Diagnose „Vegetative Dystonie“ (also auf das Zentralnervensystem); hat einen starken Bezug zum Nervensystem; es reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus; wirkt hustenstillend bei quälendem Hustenreiz; nervöse Beschwerden (nervöses Asthma, nervöse Sehstörungen) und auch Schilddrüsenfunktionsstörungen sprechen gut auf Kalium bromatum an;

allgemeine Leitsymptome sind: Verlangsamung mit Gedächtnisschwäche und Sprechstörungen; Verschlimmerung durch Wärme, Besserung durch Bewegung.

Schüßler Salz Nr. 15 – Kalium jodatum D12


Stichwort: Schilddrüse

Kalium jodatum ist das wichtigste „Schilddrüsenmittel“ in der Biochemie. Es wirkt regulierend auf die Schilddrüse (egal, ob Über- oder Unterfunktion) und den Blutdruck, regt Herz- und Gehirntätigkeit an; wirkt sich entzündungshemmend und schmerzstillend auf Muskulatur, Bänder, Sehnen und Gelenke aus, z. B. Arthrose; es stärkt die Immunabwehr;

regt den Stoffwechsel an und fördert damit auch Appetit und Verdauung.

Schüßler Salz Nr. 16 – Lithium chloratum D12


Stichwort: Rheuma; schwere Depressionen

Lithium chloratum beeinflusst den Eiweißstoffwechsel: Es hilft bei Gewebeschwund genauso wie bei Abmagerung oder bei abgelagertem bzw. überproduziertem Fehlgewebe (Überbeine, Narbengewebe u. ä.); da der Eiweißstoffwechsel häufig mit dem rheumatischen Formenkreis korrespondiert, kann Lithium chloratum in diesem Bereich eingesetzt werden; es fördert die Auflösung und Ausscheidung von Harnstoff und Harnsäurekristallen; auch bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege kann man an dieses Mittel denken;

einsetzbar auch bei depressiven Zuständen. (In der Psychatrie wird grobstofflich Lithium eingesetzt … mit all den dazugehörigen Risiken und Nebenwirkungen, wie z. B. Übergewicht.)

Schüßler Salz Nr. 17 – Manganum sulfuricum D12


Stichwort: Eisenhaushalt

Manganum sulfuricum ergänzt die Wirkung von Nr. 3 Ferrum phosphoricum, indem es die Aufnahme von Eisen im Körper fördert; es stabilisiert das Immunsystem und hier speziell im allergischen Bereich; geeignet auch bei Kreislauf- und Durchblutungsstörungen;

Haar- und Nagelkrankheiten; anämische Kinder und Jugendliche bzw. auch Schwangere, die unter Eisenmangel leiden, können in der Verbindung 3+17 gute Erfolge erzielen;

In der Homöopathie wird Manganum sulfuricum dem Manganum aceticum gleichgesetzt (Anämie, Gelenkerkrankungen auf der Basis chron. Anämie, chron. Schleimhautkatarrhe der Luftwege bei Anämischen, Parkinsonismus = chron. Mn-Vergiftung erzeugt Bilder vom Typ der Parkinson-Krankheit und der Multiplen Sklerose).

Schüßler Salz Nr. 18 – Calcium sulfuratum D12


Stichwort: Erschöpfung

Über Calcium sulfuratum gibt es recht wenig Informationen.

Bislang wird es überwiegend bei Erschöpfungszuständen mit Gewichtsverlust (trotz Heißhunger) eingesetzt oder auch bei hartnäckigen, entzündlichen und eitrigen Hauterkrankungen. Es unterstützt den Körper bei sämtlichen Entgiftungsprozessen, speziell der Leber; es reguliert die Ausscheidungen bei Bronchialerkrankungen und unterstützt bei Infekten aller Art.

Schüßler Salz Nr. 19 – Cuprum arsenicosum D12


Stichwort: Schmerzen; Niere

Cuprum arsenicosum ist in der Homöopathie ein wichtiges Mittel gegen Koliken und Krämpfe jeder Art; es fördert den Eisenstoffwechsel und stärkt das Immunsystem (sehr gute Verbindung mit der Nr. 3); es wirkt entkrampfend und reguliert die Kupferverteilung im Körper: bei vielen Erkrankungen (z. B. Bluthochdruck, Hyperaktivität, Depressionen usw.) wurde ein erhöhter Kupferspiegel im Blutserum festgestellt.

Homöopathie: wie Cuprum aceticum – Krampfneigung der glatten und quergestreiften Muskulatur, Leberzirrhose, Epilepsie; Besserung des Hustens und Erbrechens durch kaltes Trinken, Verschlimmerung durch Berührung, Schreck, Hitze, vor Menses und nachts.

Schüßler Salz Nr. 20 – Kalium Aluminium sulfuricum D12


Stichwort: Nerven

 

Kalium Aluminium sulfuricum wirkt blutgerinnend und entzündungshemmend auf Wunden und Schleimhäute (auch bei Durchfall, Katarrhen o. ä.) und hilft bei übermäßigem Schwitzen (besonders nachts); es wird eingesetzt bei Darm- und Blähungskoliken oder Magenproblemen; unterstützend bei allen Problemen, die insbesondere auf das vegetative Nervensystem zurückzuführen sind; es verbessert die Konzentration, das Gedächtnis, Vergesslichkeit im Alter und hilft bei Lernstörungen.

Schüßler Salz Nr. 21 – Zincum chloratum D12


Stichwort: Stoffwechsel

 

Diabetiker scheiden doppelt so viel Zink aus wie Gesunde: Deshalb wird Zincum chloratum äußerst hilfreich bei Diabetikern eingesetzt, da es am Insulinstoffwechsel beteiligt ist;

es hilft bei der Herstellung von Kollagen; es ist am Alkoholabbau der Leber beteiligt und harmonisiert nervliche Erkrankungen (Hyperaktivität, Depressionen, Restless-Legs-Syndrom u. ä., grundsätzlich bei einer Überreizung des Nervensystems); besonders Personen mit einem gereizten Nervensystem oder leichter Verzagung könnten Nr. 21 gut gebrauchen.

Schüßler Salz Nr. 22 – Calcium carbonicum D12


Stichwort: frühzeitiges Altern

 

Calcium carbonicum fördert die Heilung von Knochenbrüchen, ermöglicht den Aufbau der Zähne und des knöchernen Skeletts, fördert die Abheilung von Haut- und Schleimhauterkrankungen (chronische); wird in der Homöopathie eingesetzt bei Rachitis, mangelhaftes Wachstum, Kopfschweiß, kalte/schweißige Füße, Milchschorf, nässende/seborrhoische (ölige/fettige Schuppung) Ekzeme, Abmagerung, chronische Krankheiten, Lymphsystem.

Schüßler Salz Nr. 23 – Natrium bicarbonicum D12


Stichwort: Übersäuerung

 

Natrium bicarbonicum bindet überschüssige Säure (Sodbrennen usw.)

Man sollte die Nr. 23 vor allem einsetzen, wenn man das Gefühl hat, dass irgendwie alle alternativen Methoden nicht so richtig anschlagen oder helfen. Mit der Nr. 23 kann man den Stoffwechsel sanft und effektiv entsäuern; aktiviert den Stoffwechsel, besonders die harnpflichtigen Substanzausscheidungen; die Bauchspeicheldrüse wird mit Nr. 23 positiv beeinflusst; wird gerne in der Homöopathie bei der Behandlung von Zuckerkrankheit und deren Folgeschäden eingesetzt. Die Nr. 23 ist die einzige Ausnahme bei den Ergänzungsmitteln, die man gerne auch „klotzen“ kann!

Ein Hinweis für den homöopathischen Einsatz sind z. B. schwere Beine/Füße und schwache Fußgelenke, brennende Fußsohlen, zuckende Hände beim Einschlafen, Ameisenlaufen, ein bohrender Schmerz in der Spitze des linken Schulterblattes, ständige Kälte zwischen den Schulterblättern, geblähter Bauch, morgens trübe Augen oder auch weiße Sternchen oder blendende Blitze vor den Augen.

Schüßler Salz Nr. 24 – Arsenum jodatum D12


Stichwort: Haut

 

Arsenum jodatum hilft bei chronischen Haut- und Schleimhauterkrankungen; die Sekrete erzeugen Brennen der Teile, über die sie laufen; ausgeprägte Abschälung der Haut in großen Schuppen, darunter kommt eine nässende Oberfläche zum Vorschein; Ekzeme im Bartbereich, schlimmer durch Waschen; fauliger Ohrenfluss; Heuschnupfen;

es unterstützt die Blutbildung.

 

Eine Besonderheit ist, dass Arsenumtrijodid früher gegen Lepra eingesetzt wurde.

Schüßler Salz Nr. 25 – Aurum chloratum natronatum D12


Stichwort: Frau

 

Aurum chloratum natronatum bringt unterdrückte Absonderungen zum Vorschein, wie Sekrete der Nasennebenhöhle oder der Gebärmutter; alle Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane; chronischer Rheumatismus, Folge überhöhter Harnsäure;

Bluthochdruck bei vegetativer Fehlregulation

Schüßler Salz Nr. 26 – Selenium D12


Stichwort: Mann

 

Selenium wird eingesetzt bei physischer und psychischer Erschöpfung; Schlafstörungen; Hautausschläge (Jucken um die Fußknöchel und im Bereich von Hautfalten, fettige Haut, aufgekratzte Stellen, die anhaltend nässen, krustenbildende Ausschläge auf den Handtellern, Schuppenflechte der Handflächen, Akne) und Haarausfall; Heiserkeit; Prostatabeschwerden, sexuelle Schwäche; unterstützend bei Ausleitung und Entgiftung.

 

Homöopathie: dauerhafter Bestandteil der Knochen und der Zähne; ausgeprägte Wirkungen auf die Nerven des Urogenitalsystems; geistige oder körperliche Anstrenung macht einen schläfrig; sehr vergesslich, verspricht sich oft, kann manche Wörter beinahe gar nicht aussprechen; Verschlimmerung bei heißen Tagen, Zugluft (auch warme), Wein, Stuhlgang Verbesserung: nach Sonnenuntergang, einatmen kühler Luft, trinken von kaltem Wasser.

 

Männliche Genitalien: Selen steigert das Verlangen, schwächt aber die Potenz; tropfenweiser Abgang von Sperma im Schlaf, Sperma geht leicht oder verfrüht ab: beim Koitus, mit unvollkommener Erektion aber lang anhaltendem Orgasmus; beim Stuhlgang, Sperma ist sehr dünn, wässrig und geruchlos; Aussickern von Prostatasekret: im Schlaf, Sitzen, Gehen und beim Stuhlgang.

 

Weibliche Genitalien: starke Menstruationsblutung von dunkler Farbe; Klopfen der Adern im Bauch während der Schwangerschaft, besonders nach dem Essen.

Schüßler Salz Nr. 27 – Kalium bichromicum D12


Stichwort: Luftwege

 

Das homöopathische Mittel Kalium bichromicum wird bei Mittelohrentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung und Erkältung verwendet; das typische Einsatzgebiet sind chronische Erkrankungen der oberen Luftwege.


Schüssler-Salze: Anwendungsgebiete / Krankheiten

A

 

B

 

 

C

 

 

D

 

 

E

 

 

F

 

 

G

 

 

H

 

 

I

 

 

J

 

 

K

 

 

L

 

M

N

O

P

Q

R

S

T

U

V

W

X

Z

Ä

Ö

Ü

Schüssler-Salze für Tiere

Wie der Mensch brauchen auch Tiere ausreichend Mineralstoffe, um vollständig gesund zu sein.

Daher bietet es sich an, auch in der Tierheilkunde Schüssler-Salze einzusetzen.

Da die Schüsslersalze nebenwirkungsfrei angewendet werden können, eignen sie sich auch zur problemlosen Behandlung des eigenen Haustiers, zumal die Schüssler-Salze durch den Milchzuckergehalt für die Tiere relativ wohlschmeckend sind.

Gruß an die Heilenden

TA KI

 

Heilpflanzen als Medizin


Die Medizin nutzt viele pflanzliche Medikamente. Ungefähr 3000 Heilpflanzen sind bekannt, aus etwas 500 stellt die moderne Medizin Arzneimittel her. Herzglykoside gewinnt die Pharmazeutik zum Beispiel aus dem Fingerhut. Diese Giftpflanze direkt einzusetzen kann zum Tod führen – selbst bei einer geringfügig zu hohen Dosierung.

Ätherische Ölfe liefern Thymian, Eukalyptus und Latschenkiefer, das aus der Mariendistel gewonnene Silymarin schützt die Leber; Weinlaub und Rosskastanie stärken die Venen. Schöllkraut, Pfefferminze, Kamille und Kümmel helfen bei Magen / Darmleiden, Baldrian, Hopfen, Melisse und Passionsblume beim Einschlafen. Weißdorn stärkt das Herz, Johanniskraut lindert Depressionen.

heilpflanzen-1024x1024

Die Substanzen einiger Pflanzen sollten Leidende nur als medizinische Extrakte zu sich nehmen, um nicht ihre Krankheit durch den Tod zu beenden. Dazu gehört die Tollkirsche. Die Steinzeitjäger benutzten sie bereits als Pfeilgift. Seit der Antike setzten Ärzte sie als Heilmittel ein. Ihren lateinischen Namen Atropa belladonna erhielt die schwarz-violette Strauchfrucht jedoch als fragwürdiges Mittel, die Männerwelt zu verführen. Atropin erweitert nämlich die Pupillen, und weit bis in die Neuzeit träufelten sich Frauen Tollkirschensaft in die Augen, um als schwarzäugige Schönheit zu glänzen.

Ärzte wenden sie in der Augenheilkunde an; sie löst krämpfe bei Epilepsie und Asthma, und sie hilft gegen Bronchitis wie Reizhusten. Auch die Parkinson-Krankheit lässt sich mit der Tollkirsche lindern.

Das aus der Tollkirsche extrahierte Atropin entspannt die Muskeln, und es hilft gegen Krämpfe in den Muskeln des Magen-Darm-Traktes. Außerdem hilft es gegen Regelschmerzen. Auch medizinisch dosiertes Atropin kann indessen schwere Nebenwirkungen auslösen: Der Mund kann austrocknen, der Appetit ausbleiben, der Darm verstopfen; bisweilen schlägt das Herz schneller, und die Patienten erbrechen sich.

Mädesüß

Mädesüß ist eine Heilpflanze, die viele Menschen gar nicht kennen. Sie enthält schmerzstillende Substanzen, die ähnlich wie Acetylsalicylsäure wirken. Mädesüß riecht süßlich, und unsere Vorfahren würzten damit den Honigwein.

Die Germanen der Antiken nutzten Mädesüß als Schmerzmittel. Das war kein Aberglauben, das Kraut enthält nämlich Salicylsäure. Der Apotheker Felix Hoffmann stellte aus dieser Substanz 1897 Acetylsalicylsäure her, und die ist bis heute als Schmerzmittel in Gebrauch.

.Mädesüß-1024x683

Das echte Mädesüß wird ungefähr zwei Meter hoch; die Blattoberseite ist dunkelgrün, die Unterseite „behaart“, die Blätter sind fein gezähnt. An den Rispen wachsen kleine Blüten. Diese riechen süß und sind weiß-gelb gefärbt. Mädesüß blüht von Juni bis August und wächst auf feuchtem Böden, oft in der Nähe von Bächen.

Das Heilmittel befindet sich in den Blüten: Das Pflanzenöl besteht unter anderem aus Salicyladehyd und Salicylsäuremethylester. Die beiden Stoffe spaltet der Körper zu Salicylsäure auf. Sie wirkt gegen Entzündungen, lindert Schmerzen und senkt Fieber.

Fingerhut

Der Fingerhut ist seit der Antike berühmt – und berüchtigt. Noch vor hundert Jahren galt ein Tee aus Blättern des Fingerhuts als Heilmittel gegen ein schwaches Herz. Das ist nicht falsch, denn die Glykoside von Digitalis pupurea lassen das Herz schlagen. Der Gehalt der Glykoside schwankt, und überdosiert können sie töten.

Fingerhut-1024x681

Medikamente aus Fingerhut enthalten Extrakte von Digoxin und Digitoxin. Als Tabletten und verordnet von Herzen helfen diese gegen Störungen des Herzrhytmus.

Echtes Johanniskraut

Das Johanniskraut wächst auf der Heide, also in offenen Landschaften mit wenig Bäumen. Die Blätter sehen „durchbohrt“ aus. Diese hellen Punkte sind Öldrüsen. Die gelben Blütenblätter sind punktiert wie die Blätter. Die Öldrüsen enthalten Hypericin, und das färbt das Öl rot. Zerreibt man die Blüten, färben sich die Finger dunkelrot.

Dies führte zwar zu vielerlei Aberglauben um eine vermeintliche „Blutpflanze“; die heilende Wirkung des Johanniskrautes ist jedoch Realität. Der Stoff Hyperforin und die Terpene in der Pflanze wirken antibakteriell und heilen Wunden wie Verbrennungen, Magen- und Darmstörungen.

Johanniskraut wird vielfach zu Medizin verarbeitet: Als Kapseln, Pillen und Dragees; als Tee; als Tropfen; als frisch gepresster Saft und als Öl.

lavendel-johanniskraut-1024x679

 

Johanniskraut ist wissenschaftlich anerkannt, um Depressionen zu behandeln. Dafür braucht es aber eine hohe Dosis und regelmäßige Kontrolle eines Arztes. Johanniskraut gilt als „erste Hilfe“ bei Depressionen und kann die Stimmung der Kranken heben, bevor andere Therapien greifen. Allerdings ist hier die Sorgfalt des Arztes gefragt. Leichte und mittelschwere Depressionen, nur mit Johanniskraut behandelt, können sich zu schweren Depressionen entwickeln. Dann aber wirkt das kraut nicht mehr, und sich auf die Pflanze zu verlassen ist lebensgefährlich. Schwer Depressive sind nämlich akut selbstmordgefährdet. Tee und Kapseln helfen auch gegen leichte Angststörungen und innere Unruhe.

Johanniskrautöl lässt sich auf die Haut auftragen, um Wunden und Verbrennungen zu heilen, Muskelschmerzen ebenso zu lindern wie Prellungen, Verstauchungen und Verrenkungen, Nervenschmerzen, Hexenschuss und Rheuma.

Herbstzeitlose

„Wer kennt nicht die zarte Jungfer

Im Lilatrauergewand,

Die seitdem frierend blühet

Auf herbstlich verödetem Land!“

(Die Herbstzeitlose, Emerenz Meier 1874-1928)

Die Herbstzeitlose wird bis zu 30 cm hoch; Teile der Pflanze wachsen unter der Erde, um die kalte Zeit zu überstehen. Im Winter wächst über der Knolle eine neue und bildet sich im Sommer bis zu einem Durchmesser von 5 cam aus. Im Frühjahr sprießen die lanzettförmigen Laubblätter bis zu 40 cm Länger. Sie sehen dem Bärlauch ähnlich, und das führt zu Vergiftungen.

Das Kraut bildet bis zu drei Blüten aus; ihre Blütenhüllblätter verwachsen zur Form einer Röhre. Der Fruchtknoten befindet sich in der Erde. Die Zeitlose blüht von September bis Oktober.

Die Kapselfrucht in Form eines Eis tritt im Mai aus der Erde, sie schwillt in den nächsten Wochen auf und wird braun.

Die Pflanze wächst vom Süden der britischen Inseln über Frankreich bis Norditalien und östlich bis in die Ukraine. Sie liebt feuchte Wiesen mit satten Nährstoffen im Windschutz.

Die gesamte Pflanze enthält Colchicin, ein giftiges Alkaloid – die Blüte 1,8%, die Samen 0,5, die Knolle 0,2 und die Blätter 0,03 %. Die Droge bleibt auch in der getrockneten Pflanze erhalten.

Die Phamazeutik nutzt besonders den Samen. Aus diesem Semen Colchicin wird das Colchicum-Dispert gewonnen. Jedes Dragee mit 15,6 mg enthält 0,5 mg Colchicin. Colchicin hilft gegen Gicht. In der Krebsbehandlung wird Demecolcin eingesetzt; das enthält die Zeitlose ebenfalls.

Herbstzeitlose-1024x683

Die Homöopathie stellt aus Knollen der Herbstzeitlosen das „Colchicum autumnale“ her – dazu werden die Knollen zerkleinert und in Alkohol eingelegt. Homöopathen reichen dieses Mittel be Gicht, Rheuma und Schwangeschaftsbeschwerden. Es ist verschreibungspflichtig.

Von Eigenversuchen ist dringend abzuraten; denn die Pflanze kann einen Menschen töten. 60 g Blätter, das heißt eine Handvoll, reichen dazu aus. Nach einigen Stunden setzen die Symptome ein: Der Mund brennt, das Schlucken fällt schwer, Brechreiz und Durchfall geben sich die Hand. Nach einer hohen Dosis setzt der Atem aus, der Kreisluaf bricht zusammen, der Vergiftete stirbt.

Kinder auf dem Land sind in Gefahr, weil sie die Pflanzen beim Heusammeln in die Finger bekommen, wenn die Zeitlosen blühen und deshalb besonders giftig sind. Sogar Milch von Schafen und Ziegen, die die Pflanzen fraßen, sind überliefert. Erwachsene spielen mit ihrem Leben, wenn sie die Herbstzeitlose verwechseln: Wer sie als Bärlauch oder kleine Küchenzwiebeln ansieht und sie in eben solcher Menge verwendet, überschreitet leicht eine tödliche Dosis.

Schlafmohn – Der Saft der Götter

„Unter all den Mitteln, die dem Menschen zu geben, um seine Leiden zu lindern, dem Allmächtigen gefallen hat, ist keines so umfassend anwendbar und so wirksam wie Opium.“ (Thomas Sydenham, 1624-1689)

Der Schlafmohn stammt ursprünglich aus den Ländern des östlichen Mittelmeers. Die Blütenknospe ist 1-3 cm lang und steht auch haarigen Stielen. Die Blüten erreichen einen Durchmesser von 5-10 cm. Vier weiß-violett-rote Kronblätter sind doppelt so groß wie die Kronblätter. Die Blume blüht von Juni bis August.

Ritzt man die unreifen Samenkapseln auf, tritt ein Milchsaft hervor, und mit ihm die „Königin der Drogen“: Opium. Die antiken Griechen nutzten es als Schlafmittel für Kinder. Sie waren aber nicht die ersten Opiumfreunde; bereits die Bandkeramik-Kultur nutzte den Mohn, und das 6000 Jahre v. Chr. Schlafmohn ist damit eine der ältesten kultivierten Pflanzen. Keilschriften 4000 v. Chr. berichten bereits, wie Medizin aus Schlafmohm hergestellt wird.

schlafmohn-heilpflanze-1024x683

Die Sumerer, die erste Hochkultur des vorderen Orients, nannten ihn die „Pflanze der Freude“. Aus der Bronzezeit stammen Gefäße in Form von Mohnkapseln, die Opium enthielten – und sogar Opiumpfeifen. Die Ägypter nutzten vor fast 4000 Jahren Opium zu religiösen Zeremonien.

Wofür Opium stand, wissen wir bei den antiken Griechen genau: Die Mohnkapsel was Symbol für Morpheus, daher der Bergiff Morphin, den Gott des Traumschlafes, für Thanatos, den Gott des Todes und für Nyx, die Herrin der Nacht. Traum, Nacht und Tod, mit anderen Worten, die dunkle Romantik – diese Bedeutung verlor das Opium bis heute nicht, samt seiner Kinder Morphium und Heroin.

Die Römer liebten den Schlafmohn als Droge; die Reichen konsumierten ihn in Mengen. Die alten Chinesen nutzten Schlafmohn anfangs medizinisch, später wurde er zur Volksdroge.

Die Christen hingegen verboten den Genuss von Opium – aber nicht etwa wegen der Suchtgefahr, sondern wegen seiner medizinischen Kraft. Schmerz kam in der christlichen Lesart von Gott, ein so effizienter Schmerzbetäuber wie das Opium galt deshalb als Teufelswerk. Die Kreuzritter brachten das Opium später nach Europa zurück; die arabische Medizin setzte es nämlich vielfältig ein.

Die Griechen und Römer atmeten mit Opium getränkte Schlafschwämme ein; das Mittelalter rührte Opium in der Theriak. Laudanum, eine Opiumtinktur, gab es im 19. Jahrhundert in jeder Apotheke.

Der deutsche Apotheker Friedrich Wilhelm Sertürner isolierte 1806 das Alkaloid Morphin aus dem Opium; die Firma Merck brachte es 1828 als Schmerzmittel auf den Markt. Die als Morphium bekannte Medizin wurde 1870/71 massenhaft eingesetzt, um Verwundete zu behandeln – unzählige von ihnen litten an Morphinsucht.

Das Ziel war jetzt, ein ebenso wirksames Mittel zu schaffen, das nicht abhängig machte. 1874 kam „Diamorphin“ auf den Markt, und um 1900 wurde es als Heroin als Massenware produziert: Um Schmerzen zu lindern, gegen Husten und – Ironie der Geschichte – um Morphiumabhängige zu behandeln. Doch Heroin machte wesentlich schneller abhängig als Morphium, und es wirkte viel stärker. Deshalb schränkten die meisten Länder den Handel und Gebrauch ein; in Deutschland darf es als Arznei nicht verwendet werden.

Heroin gilt als die am schnellsten süchtig machende Droge, sowohl körperlich wie seelisch. Außerdem gewöhnt sich der Organismus sehr schnell an den Stoff, und das führt dazu, immer höhere Dosen in immer kürzeren Abständen zu sich zu nehmen, um den Entzug aufzuhalten. Der bedeutet schwitzen, zittern und schlaflos umher irren, Gliederschmerzen und Kreislaufprobleme.

Morphin wird auch heute bei starken Schmerzen eingesetzt: Tumorschmerzen, Operationswunden, Herzinfarkt oder Unfallverletzungen – als Tropfen, Granulat, Zäpchen, Injektion oder Tablette.

Rohopium stillt den Schmerz, hemmt den Appetit, hilft gegen Durchfall und bringt Schlaflosen ihre Ruhe. Bei Süchtigen führt die Appetitlosigkeit zu Gewichtsverlust. Eine Überdosierung kann Atemlähmung auslösen und zum Tod führen. Die psychischen Folgen zeigen sich als Lethargie und Depression.

Opium unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz und darf nur noch bei chronischem Durchfall verschrieben werden. Opioide, nämlich Tilidin und Tramadol, sind nach wie vor Schmerzmittel – insbesondere bei Zahnoperationen. (Dr. Utz Anhalt, Heilpflanzen in der Medizin)

Quelle: http://www.heilpraxisnet.de/naturheilkunde/heilpflanzen-medizin/

Gruß an die Forschenden

TA KI