John Embry: Billionen Dollar unverkäuflicher Anlagewerte in Zentralbankbilanzen


Am 8. Mai 2017 veröffentlichte King World News Auszüge aus einem Gespräch zwischen John Embry und dem KWN-Seitenbetreiber Eric King. Dort stellt Embry fest, dass die Edelmetallpreise, ungeachtet der Nachrichtenlage, im Verlauf der letzten Woche »unbarmherzig angegriffen« worden seien. Weiter habe der US-Aktienmarkt die weltweiten Märkte inzwischen so weit nach oben getrieben, »dass die globalen Aktienmärkte zusammengenommen jetzt eine Marktkapitalisierung auf einem Allzeithoch handeln«.

Für Embry ist dies jedoch keine Überraschung, da die Zentralbanken weltweit ihre Anlagewerte seit der letzten Finanzkrise 2008 dramatisch erhöht und »praktisch alle Finanzanlagen aufgekauft« hätten, welche finanziell gestützt werden mussten. »Ihre Bilanzen sind jetzt durchsetzt mit Billionen von Dollars an Anlagewerten, welche praktisch unverkäuflich sind«, stellt Embry fest.

Es sei zudem offensichtlich, dass die Zentralbanken sich bei der Stützung der Märkte abwechseln. »Wenn die US-FED eine Verschnaufpause einlegt, dann greifen die Europäische Zentralbank und/der die Bank of Japan ein und fluten den Markt mit frisch geschaffenem Geld«, sagt Embry und verleiht seiner Einschätzung Ausdruck, dass dies gezielt zu einer weltweiten Hyperinflation führen soll.

Die Drückung der Gold- und Silberpreis sei derweil auf »neuen Höhen der Lächerlichkeit« angekommen, da die Zentralbanken ihre Helfershelfer sich die größte Mühe gäben, die Öffentlichkeit von der »grotesken Geldpolitik« der Zentralbanken abzulenken. Dabei weist er auf die enorme Menge an Short-Positionen hin, welche sich in den vergangenen Monaten bei der COMEX aufgebaut hätten. Davon ausgehend, dass eine Hyperinflation sich recht bald Bahn brechen wird, stellt Embry fest, dass »physisches Gold und Silber letztlich die Rettung eines jeden Portfolios sein werden«.

Die vergangenen Freitag vom US-Arbeitsamt veröffentlichten Arbeitsmarktstatistiken seien »ein schlechter Scherz«, so Embry. Es sei ein Rückgang der Arbeitslosenzahlen auf 4,4 % berichtet worden, wobei vollkommen außer Acht gelassen worden sei, dass es »Abermillionen arbeitsfähiger Menschen gibt, welche einfach aufgehört haben nach Arbeit zu suchen«. Folglich werde der Eindruck vermittelt, dass mit der US-Wirtschaft alles zum Besten stehe, doch wenn man genauer hinschaue, dann sehe man »überall aufkeimende Schwäche«. Zudem seien die Steuereinnahmen der Regierung zuletzt gefallen, was ebenfalls ein schlechtes Signal sei.

Zusammenfassend stellt Embry fest, dass »ein sehr interessanter Sommer« bevorstehe und sagt: »Unterm Strich ist zu sagen, dass die Menschen gar nicht vorsichtig genug sein können.«

Alles läuft nach Plan…

Der Nachtwächter

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Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/05/john-embry-billionen-dollar-unverkaeuflicher-anlagewerte-in-zentralbankbilanzen/

Gruß an die Klardenker

TA KI

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Egon von Greyerz: »Inflation ist eine Seuche« & enorme Chancen für Silber


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Von Egon von Greyerz

Egon von Greyerz“Flation“ ist in den kommenden paar Jahren garantiert. Wir werden Inflation, Stagflation, Hyperinflation und Deflation erleben. Viele dieser Flationen werden zeitgleich auftreten. Derzeit haben wir starke monetäre Inflation kombiniert mit einer Inflation der Wertanlagen. Schuldenwachstum und Geldschöpfung haben in den vergangenen Jahren das angeschlagene Bankensystem am Leben gehalten, aber bisher noch nicht die Konsumentenpreise erreicht und folglich ist es keine gewöhnliche Preis-Inflation.

Im Jahr 2017 wird die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes wahrscheinlich zunehmen, was zu Stagflation führt, also höheren Preisen ohne Wachstum. Da sich aber die Probleme in den Finanzsystemen verschlimmern, ist Hyperinflation in den meisten großen Volkswirtschaften praktisch eine Gewissheit. Der Aufbau von Schulden und Derivaten im letzten Vierteljahrhunderts garantiert, dass verzweifelte Regierungen unbegrenzte Mengen an Geld drucken werden, was ein krampfhafter Versuch sein wird, das Finanzsystem zu retten.

Was mit dem Bankensystem in Italien in den vergangenen Jahren geschehen ist, lässt die Medicis wie Heilige aussehen. Misswirtschaft und Korruption haben die italienischen Banken in die Insolvenz getrieben. Das Problem ist in Griechenland, Spanien, Portugal, Frankreich, Deutschland, usw. dasselbe, wie bereits in meinem Artikel vergangene Woche erläutert.

Aber diese Probleme beschränken sich nicht nur auf Europa. Banken in Japan und China unterliegen demselben Druck und ebenso das Finanzsystem in den USA und in den Schwellenländern. Die letzte Finanzkrise begann im Jahr 2006, seitdem sind die weltweiten Schulden von $ 140 Billionen auf rund $ 240 Billionen angewachsen. Diese zusätzlichen $ 100 Billionen hätten bereits zu einer massiven Hyperinflation führen sollen, stattdessen beschweren sich alle Zentralbanken über eine Deflation und tun alles ihnen mögliche zur Schaffung von Inflation. Es ist ein Irrglaube, dass Inflation gut für die Wirtschaft ist. Inflation ist eine Seuche, welche zur Zerstörung von Geld und Ersparnissen führt.

Die auf verlorenem Posten stehenden Zentralbanker haben keine andere Lösung für ein versagendes Finanzsystem. Ein Problem aber mit denselben Mitteln zu lösen, welche es überhaupt erst erschaffen haben, ist der Weg in den Ruin. Und dieser wird in den kommenden Jahren kommen und höchstwahrscheinlich 2017 anfangen.

Sobald eine Hyperinflation beginnt, beschleunigt sie sich normalerweise sehr schnell und es mag vielleicht 2 bis 4 Jahre dauern, bis das gedruckte Geld vollkommen wertlos wird. Hyperinflation betrifft vornehmlich Güter und Dienstleistungen, all die Wertanlagen, welche durch die Kreditblase finanziert wurden, werden real deflationiert. Gleichzeitig werden die Schulden implodieren, was zu Bankenpleiten führt.

Letztlich wird die Hyperinflation zu einer totalen deflationären Implosion führen und alle Preise werden zusammen mit der Geldversorgung einbrechen. Für die Welt wird dies eine verheerende Zeit, denn zeitweise wird es kein Geld geben und die meisten Menschen werden sich auf Tauschgeschäfte besinnen müssen.

Während der hyperinflationären Zeit wird Gold unvorstellbare Niveaus in nominalem Papiergeld erreichen, wie seinerzeit in der Weimarer Republik:

Wenn die Hyperinflation endet und die deflationäre Implosion beginnt, wird Gold von den schwindelerregenden Höhen abstürzen. Da es aber über eine gewisse Zeit wahrscheinlich in vielen Ländern kein Geld mehr geben wird, wird Gold das einzige echte Geld und folglich in Relation zu den rapide fallenden Preisen hochgeschätzt sein.

Obwohl es in keiner großen Volkswirtschaft aktuell Anzeichen einer Hyperinflation gibt, so geschieht es in Ländern wie Argentinien und Venezuela bereits. Der venezulanische Bolivar ist seit 2011 total aufgerieben worden. Im August 2012 gab es noch 10 Bolivar für einen Dollar, heute sind es im inoffiziellen Markt 4.250 Bolivar. Mitte 2015 waren es noch 700 und heute steht der Dollar bereits um das 6-fache höher bei 4.250. Seit August 2013 lag die monatliche Inflation bei 16 %. Wie die Grafik unten zeigt, ist der Absturz des Bolivar und zugleich der Anstieg des Dollar inzwischen exponentiell:

In Gold gemessen kostete eine Unze 2012 17.000 Bolivar. Heute kostet die Unze Gold 5 Millionen Bolivar. Ein Zeichen für das, was auf viele große Volkswirtschaften in den kommenden paar Jahren zukommt?

Seit 2002 trete ich dafür ein, dass Gold der beste Weg ist sein Vermögen zu erhalten und sich gegen den kommenden Zusammenbruch der Papierwährungen und des Finanzsystems abzusichern. Wir haben unseren Kunden regelmäßig empfohlen, lieber Gold als Silber zum Zwecke des Vermögenserhaltes zu halten. Die Volatilität von Silber hat es für normale Investoren zu einem unpassenden Investment gemacht.

2001 stand Silber bei $ 4, im Februar 2008 erreichte es $ 21 und im August 2008 ging Silber wieder auf $ 8 herunter. Dann im April 2011 stieg es auf $ 50, nur um dann jäh auf unter $ 14 im Dezember 2015 zu fallen. Wer auf eine aufregende Achterbahnfahrt aus ist, für den ist Silber perfekt, denn diese massiven Bewegungen werden den meisten Investoren den Schrecken ihres Lebens geben.

Da Silber im Verhältnis zu seinem Wert auch viel schwerer ist, ist es unbequem zu lagern und mit sich zu führen. Dazu kommt, dass in Europa Mehrwertsteuer auf Silber bezahlt werden muss, obwohl dies legal vermieden werden kann, indem man es in unter Verschluss gehaltenen Tresoren lagert.

Das Risiko-/Ertragsverhältnis für Silber hat sich Anfang 2016 verändert. Silber hat jetzt einen Punkt erreicht, an dem es relativ zu Gold ein exzellentes Wertverhältnis hat. Was besonders interessant ist, ist dass Silber jetzt in einer Position steht, aus der es doppelt so schnell wie Gold steigen wird.

Der Gold-/Silverratio-Chart unten zeigt, wie es in den letzten 20 Jahren 4 Mal zu einem Hoch bei oder etwas oberhalb des Niveaus von 80 (Goldpreis = 80-facher Silberpreis) gekommen ist. Zum letzten Mal ist dies im Februar 2016 geschehen und seitdem ist das Preisverhältnis auf 68 gefallen, aber dies ist nur der Anfang. Es ist wahrscheinlich, dass es vor einer großen Korrektur bis auf 30 geht, was wir im Jahr 2011 erlebt haben, als der Silberpreis $ 50 erreichte.

Das Verhältnis kann sich extrem schnell verändern. Im September 2010 stand es bei 68 zu 1 und im April 2011 erreichte es 30 zu 1. Sobald die derzeitige Abwärtsbewegung bei dieser Ratio zunimmt, könnte sie sehr schnell 30 zu 1 erreichen. Langfristig wird das Verhältnis wahrscheinlich bei 15 zu 1 liegen, was ein sehr wichtiges historisches Niveau ist, oder es könnte gar bis auf 10 zu 1 gehen.

Falls Gold die Marke von $ 10.000 erreicht, was meiner Ansicht nach ein Minimum unter Ausschluss der Hyperinflation ist, dann würde dies den Silberpreis auf $ 665 bis $ 1.000 bringen. Diese Niveaus hören sich eindeutig unrealistisch an, wo der Silberpreis aktuell bei $ 17 steht, aber sie werden wahrscheinlich in den nächsten etwa 5 Jahren erreicht werden.

Was Silber besonders interessant macht, ist seine Knappheit. Rund 170.000 Tonnen Gold wurden im Laufe der Geschichte produziert und praktisch alles davon ist in der einen oder anderen Form noch vorhanden. Bei Silber ist dies anders. Es gibt keine bedeutenden Silberlager irgendwo in der Welt. Fast 60 % des produzierten Silbers wird verbraucht und der Rest wandert in Tafelsilber, Schmuck und Investments. Zentralbanken halten keine Silberbestände. Die jährliche Silberproduktion liegt bei 27.000 Tonnen, was bei einem Preis von $ 17 nur $ 15 Milliarden entspricht.

Die jährliche Goldminen-Produktion liegt im Vergleich bei $ 114 Milliarden. Es wird weltweit mehr Silber verbraucht, als seit einer ganzen Reihe von Jahren produziert wird. Der Investment-Bedarf für Silber liegt bei nur $ 2,5 Milliarden im Jahr. Der Silbermarkt insgesamt ist im Verhältnis zu den weltweiten Finanzanlagen unbedeutend.

Deshalb war es für die Deutsche Bank, UBS, Barclays und ein paar andere Banken auch so einfach, diesen Markt zu manipulieren. Die Deutsche Bank hat zugegeben, dass sie den Silbermarkt manipuliert hat, aber seitdem gibt es auch Hinweise auf eine Reihe anderer Banken. Das Ende dieser Geschichte steht noch aus, wobei sich dieses sehr wahrscheinlich auch in den Goldmarkt hinein auswirken wird.

Die Gold-/Silberratio deutet an, dass die Manipulationen recht bald ihr Ende finden und dies wird zu wachsender physischer Nachfrage führen. Dies wiederum wird den Papiersilbermarkt (die Short-Positionen dort) unter maßgeblichen Druck setzen. Sobald die physische Nachfrage anzieht, wird der Preis rapide steigen.

Schon heute ist es schwierig große Mengen physischen Silbers zu finden und wenn der Preis steigt, dann wird zu den aktuellen Preisen nirgendwo mehr irgendwelches Silber verfügbar sein. Jeder Nachfrageanstieg wird nur durch substantiell höhere Preise befriedigt werden.

Silber sollte nicht aus spekulativen Gründen gekauft werden, sondern zum langfristigen Vermögenserhalt. Aufgrund der Volatilität des Silberpreises, ist ein Anteil von 15 bis 25 % an den insgesamt gehaltenen Edelmetallen unserer Ansicht nach der richtige Bereich. Für jeden Investor, welcher kein Silber besitzt, ist jetzt eine exzellente Zeit zum Kauf von physischem Silber zu einem Preis, welchen wir niemals wieder erleben werden. Die Reise wird außergewöhnlich werden.

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/12/egon-von-greyerz-inflation-ist-eine-seuche-enorme-chancen-fuer-silber/

Gruß an die Anleger

TA KI

Goldaktien und Donald Trump


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Von Jörg Gebert

Was wird die Wahl von Donald Trump für Gold und Goldaktien bringen ? Generell hat sich Trump ja schon als ein großer Goldfan geoutet (Wer Gold hat, macht die Regeln!).  Wir müssen aber das große Bild sehen, derzeit gibt es 2 mit sich ringende Lager auf der Welt, die Globalisten und das Trumplager.  Was ist also die Agenda der Globalisten und was könnte die Agenda des Trumplagers sein?

Agenda der Globalisten

Den Globalisten ist bewusst, dass dieses Finanzsystem nicht mehr zu retten ist. Sie suchen daher nach Möglichkeiten ihre Macht zu erhalten. Die westlichen Staaten sollen in eine sowjetähnliche totalitäre Einheit mit einer globalistischen Funktionärselite umgewandelt werden. Den harten Systemkollaps wird man versuchen mittels Bargeldverbot, Bankenschiessungen und Vermögensabgaben zu Lasten der produktiven und vermögenden Bevölkerung zu umgehen. Gleichzeitig wird eine dümmliche Propaganda zelebriert, die, wie der Sozialismus auf niedere Instinkte wie Neid und dem altbekannten Konzept „Teile und Herrsche“ basiert.

Mögliche Agenda des Trumplagers

Auch dem Trumplager ist bewusst, daß es keine Rettung für den Dollar in dieser Form gibt. Der Geschäftsmann Donald Trump denkt aber möglicherweise, diesen negativen Sachverhalt in etwas Positives umzuwandeln. Seine Agenda ist möglicherweise:

– Lasst uns in den nächsten 1 bis 3 Jahren eine große „letzte Party“ feiern!
– Bringen wir die Infrastruktur (und nicht die der Banken) mittels Gelddrucken wieder in Ordnung
– Gebt jedem US-Bürger die Möglichkeit von der finalen Hyperinflation zu profitieren (Abzahlung Hypotheken, Goldkauf etc.)
– Lasst uns die Banken und die FED zwingen ihre Institutionen offenzuhalten, so das alle von der Hyperinflation profitieren
– Lasst uns nach der „letzten Party“ zu einem Goldstandard (ohne FED-Kartell) zurückkehren

Man spürt, daß diese Trumpagenda ideal für Goldaktien wäre. Wie immer in solchen Situationen müssen wir die Botschaft hinter der Botschaft entschlüsseln. Einige Goldaktien wie Northern Dynasty Minerals könnten bei einem Goldpreis von 2300 $ durchaus eine Bewertung von 50 $ (jetzt ca. 1,3 $) und mehr annehmen. Das ist dann eine Performance, die 20 bis 30 mal besser als Gold selbst wäre. Kaufen Sie einfach 1A-Goldprojekte weiter, die sich auch in schwachen Goldpreisphasen gut entwickeln. Weitere Goldaktien mit einen derartigen Potential finden Sie im 1000 Bagger Report.

Chartverlauf Northern Dynasty Minerals

Northern Dynasty ist das grösste Goldprojekt (in Alaska) der Welt mit ca. 100 MIO Unzen Gold, 500 MIO Unzen Silber und 10 Milliarden Tonnen Kupfer. Die Trumpwahl machen Genehmigungen und Projektfortschritte wahrscheinlicher. Hier auch ein Interview von Doug Caesy zum Thema. (Frankfurt, 18.11.16)

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Mit freundlicher Genehmigung von Jörn Gebert.


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Quelle: http://n8waechter.info/2016/11/goldaktien-und-donald-trump/

Gruß an die Hinterfragenden

TA KI

John Embry: Silberpreis vor der Explosion


John Embry: Silberpreis vor der Explosion

John Embry im Gespräch mit Eric King von King World News,
veröffentlicht am 13.07.2016


John EmbryJohn Embry: »Eric, die Lage muss sich sogar noch schneller verschlechtern, als ich gedacht habe und das ist schwer zu glauben. Der Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag war so lächerlich, dass jeder der ihn ernst nimmt absolut naiv sein muss. David Rosenberg meinte, dass die Zahl vermutlich bei minus statt plus 287.000 liegt. Jedenfalls hat das die Leitmedien nicht davon abgehalten, die Zahl auf der ersten Seite zu bringen.

Nicht endende Propaganda

Die Schlagzeile am Samstag bei der New York Times lautete: “Arbeitsplatz-Zunahme zerstreut Bedenken und setzt neuen Rahmen für die öffentliche Debatte“. Genau das mag der Grund für die fingierte Zahl sein. Die Eliten versuchen verzweifelt Hillary im November ins Weiße Haus zu bekommen, also müssen die Nachrichten aus der Wirtschaft ins Positive verdreht werden.

Die Financial Times ging sogar noch weiter. Deren Schlagzeile lautete: “Wiederbelebung bei US-Arbeitsplätzen zerstreut Rezessionsängste“ und darunter hieß es: “Die Wirtschaft nähert sich der Vollbeschäftigung“. Wie jämmerlich ist das denn? Zig-Millionen arbeitsfähige Amerikaner werden nicht mitgezählt, weil sie die Suche nach Arbeit aufgegeben haben, weil es keine Arbeitsplätze für sie gibt.

Laut ShadowStats liegt die wahre Arbeitslosenquote in den USA bei 23 Prozent

Es gibt keine aufrichtige Analyse der Daten in den Mainstream-Medien. Sie sind heute eine strikte Propaganda-Maschine.

Auf dem Rücken dieser fortgesetzten Propaganda ist der DOW direkt auf ein neues Allzeithoch gestiegen. Allerdings bleibt die Tatsache bestehen, dass die Depression in den meisten Industrienationen die wahre Geschichte verkündet – auch in den USA.

Explosion des Silberpreises

Lassen Sie uns aber über etwas interessanteres sprechen. Silber entwickelt sich jetzt besser, trotz der größten Bemühungen der üblichen Verdächtigen den Preis zu drücken. Die Entwicklung wird auch durch den Open Interest bestätigt, der sich fast auf Allzeitrekord-Niveau bewegt. Das zeigt uns, wie hart daran gearbeitet wird, den Preis unten zu halten.

Die absolut spektakuläre Performance der Silberminen-Aktien im laufenden Jahr offenbart die wahre Geschichte. Ich glaube fest daran, dass wir unmittelbar vor einer Explosion des Silberpreises stehen. Der Silberhandel wird letzten Endes bei einem Vielfachen des aktuellen Preises von rund $ 20 ablaufen und wenn es zur Hyperinflation kommt – was angesichts der derzeitigen weltweiten Geldpolitik unabwendbar ist -, wer weiß, wie hoch die Preise dann gehen? Ich kann die Leser und Zuhörer gar nicht genug dazu ermutigen, so viel Silber wie möglich zu besitzen.

Das Herzstück der Preisdrückung: Die BIZ

Abschließend möchte ich gerne Stephen Leeb für seine Kommentare in seinem KWN-Interview am vergangenen Wochenende hinsichtlich Gold und der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich lobend erwähnen. Die BIZ war seit über 20 Jahren das Herzstück der Goldpreis-Drückung und es hat mich gefreut, dass Stephen dieses Thema angesprochen hat. Ich glaube, dies ist eine sehr wichtige Sache, über die sich die Menschen im Klaren sein sollten.«

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/07/john-embry-silberpreis-vor-der-explosion/

Gruß an die Silberliebhaber

TA KI

„End game“ für EU und Euro


Interview mit Steffen Krug, Veranstalter der Hamburger Mark-Banco-Anlegertagung.

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Herr Krug, Sie veranstalten am 28. Mai 2016 zum 7. Mal in Folge die Hamburger Mark-Banco-Anlegertagung. Der Namenspate Ihrer Veranstaltung – Mark-Banco –: Was genau verbirgt sich dahinter?

Steffen Krug

Die Hamburger Mark Banco war die physisch-gedeckte Buchwährung der Hamburger Kaufmannsrepublik von 1619 bis 1871. Die Kunden mussten ihre Einlagen in Silberbarren leisten und bekamen pro 8,33 Gramm Silber eine Mark Banco gutgeschrieben. Mit der Hamburger Mark Banco verfügte die Hamburger Kaufmannschaft jahrhundertelang über eine stabile Recheneinheit und konnte sich so gegen Schwankungen der Münzwerte und Münzverschlechterungen absichern. Das Erfolgsmodell der Hamburger Mark Banco Währung stellt so gesehen eine historisch bewährte Alternative zur krisenbehafteten staatsmonopolistischen Papiergeldwährung unserer Zeit dar und könnte gerade im Internetzeitalter problemlos wieder aktiviert werden.

Wohin man auch schaut: Die Probleme der Europäischen Union nehmen zu, treten immer sichtbarer zutage. Ob Anleihekäufe der EZB, marode Banken und Staatshaushalte, Null- und Negativzinsen, Bargeldeinschränkungen, der ESM, anschwellende „Target-2-Salden“, auch von Hubschrauber-Geld ist seit kurzem die Rede, Stagnation – und nun auch noch eine in ihren Ausmaßen nicht absehbare Migrationsbewegung nach Europa. Geht die EU, und mit ihr der Euro, dem „End Game“ entgegen?

Im Rahmen der Gründungsveranstaltung des Instituts für Austrian Asset Management im Jahr 2009 hatte ich das „End-Game“ für die Jahre 2014-2019 prognostiziert. Ich war überzeugt, dass der Euro-Kollaps von Seiten der Kapitalmärkte eingeleitet würde. Es war für mich damals nur schwer vorstellbar, dass innerhalb der EU systematisch und flächendeckend geltendes Recht gebrochen würde, nur um bankrotte Großbanken und EU-Staaten künstlich am Leben zu halten. Trotz der heutigen rechtsfreien „Whatever it takes“-Politik bleibe ich bei meiner Prognose, dass es die EU und den Euro in der jetzigen Form im Jahr 2020 nicht mehr geben wird. Allerdings erwarte ich nun, dass nicht die Kapitalmärkte, sondern politische Umstürze auf nationaler Ebene das Finale einleiten werden. Im Juni werden die Briten über den Verbleib Englands in der EU abstimmen. Ein möglicher Brexit wäre dann wahrscheinlich der Anfang vom Ende.

… wäre nicht auch denkbar, dass ein Brexit ein „besseres Europa“ schafft? Beispielsweise indem man sich vom Zentralstaatsmodel abkehrt und zurückkehrt zu einem eher dezentralen Staatenverbund, in dem ein produktiver Wettbewerb zwischen den Regionen einsetzt zur Schaffung der besten Umfeldbedingungen für Bürger und Unternehmen?

Ja, das hoffe ich doch sehr. Es war der jahrhundertelange Systemwettbewerb in Europa, der den Menschen individuelle Freiräume ermöglichte und so letztendlich den Ideen des Individualismus, Humanismus und Kapitalismus zum Durchbruch verhalf. Die Römischen Verträge 1957 begründeten einen europäischen Binnenmarkt mit freiem Personen-, Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr. Mit dem Cassis-de-Dijon-Urteil des Gerichtshofes der Europäischen Gemeinschaften (EuGH) 1979 wurde bestätigt, dass alle Produkte, die in einem EU-Mitgliedstaat rechtmäßig in Verkehr gebracht wurden, auch in allen anderen Mitgliedstaaten verkauft werden dürfen. Dieser Regulierungswettbewerb kam jedoch praktisch nie zur vollen Entfaltung, da bereits mit dem Vertrag von Maastricht 1992 Harmonisierung und Zentralisierung an die Stelle des politischen Systemwettbewerbs trat. Insoweit wäre ein Brexit eine große Chance, zum Integrationsmodell der Römischen Verträge zurückzukehren. Voraussetzung ist, dass die EU Großbritannien nach einem Brexit nicht aus dem gemeinsamen Binnenmarkt verbannt.

Mit Ihrem Institut für Austrian Asset Management (IfAAM) bieten Sie nicht nur Veranstaltungen an, auf denen liberale-libertäre Analysen zu aktuellen Geschehnissen vorgetragen und diskutiert werden. Sie sind auch bemüht, handfeste Handlungsempfehlungen zu geben, wie man sein Vermögen vor der Konfiskation und Entwertung schützen kann. Merken Sie, dass sich das Problembewusstsein der Menschen in letzter Zeit verschärft hat? Viele scheinen ja ihre Sorge durchaus kundzutun, aber häufig folgt daraus kein unmittelbares Handeln …

Viele Anleger reagieren erfahrungsgemäß prozyklisch und lassen sich in erster Linie von aktuellen Kapitalmarktstimmungen treiben. So steigt die Nachfrage nach Realwertlösungen immer dann an, wenn die Euro- und Bankenkrise wieder mal in den Leitmedien thematisiert wird, und der Goldpreis  ansteigt. Nach meinem Eindruck hat sich das Problembewusstsein in den letzten Jahren nicht erhöht. Vielmehr macht sich eine zunehmende Lethargie und Resignation breit. Selbst Anleger, die sich berechtigte Sorgen machen, werden in Deutschland oft von den eigenen Steuerberatern und Bankberatern erfolgreich davon abgehalten, sich aus dem ungedeckten Papiergeldsystem zu verabschieden.

Sie empfehlen, ein Standbein außerhalb der EU und natürlich Deutschland aufzubauen. An was ist dabei konkret zu denken?

Der Großteil des Vermögens deutscher Sparer steckt in deutschen Lebensversicherungen und deutschen Immobilien. Mein Job ist es, meine Kunden auch im Falle eines Euro-Kollaps, Kapitalverkehrskontrollen sowie Zwangshypotheken auf Immobilien noch handlungsfähig und liquide zu halten. Neben Depot- und Verwahrstellen außerhalb der Eurozone empfehle ich daher, frühzeitig Kontakt zu den immer zahlreicher werdenden deutschsprachigen Communities beispielsweise in Kanada, Paraguay, Panama oder auf den Philippinen aufzunehmen. Auf der kommenden Hamburger Mark Banco Anlegertagung am 28. Mai 2016 im Internationalen Maritimen Museum werden diesbezüglich einige Projekte und Netzwerke von Freunden der Österreichischen Schule der Ökonomie vorgestellt.

Ich darf noch einmal auf das „Crash-Thema“ zurückkommen. Da gibt es die einen, die erwarten, dass das „Endspiel“ eine große Depression sein wird. Andere hingegen rechnen mit einer Hyperinflation. Sie werden vermutlich zustimmen, dass es für die Anlagestrategie höchst bedeutsam sein wird, welches dieser Szenarien eintrifft. Wie ist Ihre Einschätzung?

Im Endeffekt ist es für den Sparer unerheblich, ob das Papiergeldsystem durch eine Hyperinflation oder einen deflatorischen Kollaps zusammenbricht. Letztendlich kommt es darauf an, über Realwerte zu verfügen, die nicht einfach enteignet werden können und gerade auch in Krisenzeiten absatzfähig sind. Auf dem Weg dorthin wird es massive Börsenschwankungen und Kapitalmarktturbulenzen geben, was erfahrungsgemäß für Anleger mit erheblichen psychischen Belastungen einhergeht und viele Sparer zu irreversiblen Fehlentscheidungen verleitet. Ich empfehle daher, die Ersparnisse auf bankenunabhängige und idealerweise inhabergeführte Vermögensverwalter, die die Funktionsweise des heutigen ungedeckten Papiergeldsystems verstanden haben und über Kenntnisse der Österreichischen Konjunkturtheorie verfügen, zu verteilen.

Sehr geehrter Herr Krug, wir bedanken uns für das Gespräch.

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Das Interview führte Thorsten Polleit per Email vom 11. bis 15. April 2016.

Quelle: http://www.misesde.org/?p=12566

Gruß an die Vorbereiteten

TA KI