John Embry: Verzweifelte Hintergrundmächte handeln immer durchsichtiger


John Embry im Gespräch mit Eric King von King World News,
veröffentlicht am 18.04.2017

 

John Embry: »Eric, es macht den Anschein, dass die Hintergrundmächte zusehends verzweifeln und immer durchsichtiger handeln, während die Lage sich wirtschaftlich, finanziell und geopolitisch weiter verschlimmert. Gefälschte Regierungsstatistiken, Fake-News und manipulierte Märkte intensivieren sich in einem Ausmaß, dass es selbst George Orwell überwältigt hätte.

Das Geschehen am Aktienmarkt am Montag war ein Paradebeispiel. Nach einer sehr schwachen, vergangenen Woche und den düsteren Nachrichten über das Wochenende, legte der DOW am Montag wundersamerweise über 180 Punkte zu. Dies zeigt mir, dass die Autoritäten glauben, sie könnten eine Korrektur nicht zulassen, weil diese sich – mit Blick auf die historische Überbewertung, die sich abschwächende Wirtschaft und einem sich verschlechternden Profitbild – ganz leicht zu einer Panik ausweiten könnte.

Hinzu kommt das Problem des Zustands der Rentenfonds in Nord-Amerika, welche trotz haarsträubend überpreister Aktien- und Immobilienmärkte und unhaltbar niedriger Zinsen massiv unterfinanziert sind. Wenn diese drei primären Anlageklassen spürbar von ihren aktuellen Niveaus fallen sollten, dann würde es zu einer Rentenkrise kommen, wie es sie noch niemals zuvor gegeben hat.

In Sachen US-Wirtschaft stützen die meisten der kleineren Zahlen, mit denen ich mich beschäftige, die von der Regierung berichteten Zahlen überhaupt nicht. Einzelhandelsumsätze sind schwach und sie sind eine extrem wichtige Komponente der US-Wirtschaft. Das Gemetzel im Bereich der Geschäfte vor Ort ist alarmierend – überall schließen die Läden. Die durch zweitklassige Autokredite hochgradig aufgeblähten Autoverkäufe haben eindeutig ihren Höhepunkt überschritten und die Lagerbestände nehmen zu. Praktisch alles weist auf den Eintritt in eine rezessive Periode hin, wenn wir nicht gar bereits mittendrin sind.

Gold und Silber hingegen darf niemals gestattet werden die Realität widerzuspiegeln, denn das ganze Ponzi-Schema der modernen Finanzwelt würde sich dann ganz schnell in Wohlgefallen auflösen. Entsprechend wurden Gold und Silber, da sie vergangene Woche kurz vor großen Ausbrüchen standen, in dieser Woche aggressiv in den Papiermärkten angegriffen.

Der Open Interest bei Silber an der COMEX steht jetzt auf einem Allzeithoch – trotz der Tatsache, dass das Metall mehr als 60 Prozent unterhalb seines Hochs von vor 6 Jahren steht und die billigste echte Wertanlage der Welt ist. Derweil wurde Gold an der COMEX hart getroffen, als innerhalb von nur 22 Minuten ganze 22.000 Kontrakte im Wert von $ 3 Milliarden an fiktivem Gold verkauft wurden. Aber der Versuch schlug zurück, denn der Goldpreis stieg wieder deutlich.

Diese grotesken Verkäufe kommen nicht von jemandem, der versucht seine Gewinne zu maximieren, sondern sie sind eine eindeutige Darbietung offener Manipulation. Die gute Nachricht ist, dass beide Metalle ihre Rallye wieder aufgenommen haben, trotz der extremen Bemühungen des Anti-Gold-Kartells sie vom Radar der Investoren fernzuhalten. Investoren müssen die Propaganda ignorieren und sich auf die wirklichen Fundamentaldaten konzentrieren.

Gold und Silber sind historische Wertanlagen und bemerkenswert preiswert – angesichts der Finanzanlagen-Inflation, welche die Aktien, Bonds und Immobilien auf letztendlich unhaltbar hohe Preise gehoben hat. Ein weiser Investor würde weiterhin in Edelmetalle diversifizieren und dazu in die hochqualitativen Unternehmen, welche die Metalle aus dem Boden holen.«

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/04/john-embry-verzweifelte-hintergrundmaechte-handeln-immer-durchsichtiger/

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Gruß an die Aufklärer

TA KI

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Deutschland vor der Immobilienkrise


Die Konjunktur trübt sich ein, Experten entwickeln daher bereits Krisenszenarien für die Immobilienbranche. Denn sinken die Investitionen, werden weniger Bürotürme und Wohnungen benötigt.

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Die konjunkturellen Aussichten für Deutschland und Europa trüben sich gerade wieder ein. „Die Gefahr einer Rezession ist durchaus ernst zu nehmen“, warnt Ferdinand Fichtner, Konjunkturexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

„Die Weltkonjunktur verliert an Fahrt, die Entwicklung ist in vielen Ländern fragil, darunter in Italien und Frankreich. Hinzu kommt, dass der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine und die Krisenherde im Nahen Osten die Investitionen wohl zusätzlich empfindlich dämpfen werden.“

Minus 0,2 Prozent Wachstum im zweiten Quartal, noch ist es eine Wachstumsdelle, doch von Monat zu Monat könnte die Gefahr eines länger anhaltenden Abschwungs größer werden – mit Folgen für den deutschen Immobilienmarkt. Betroffen sind vorerst nur die Gewerbeimmobilien – Bürotürme, Logistikparks, Shoppingcenter und Hotels. Bremsspuren gibt es aber auch im Wohnungsmarkt.

Denn während die Preise für Eigentumswohnungen in den Metropolen noch ansteigen, verlangsamt sich das Mietpreiswachstum. In einigen Städten stagnieren die Mieten sogar.

„In vielen Topstädten scheint der Mietpreiszyklus vorübergehend seinen Höhepunkt überschritten zu haben. Mit Mietrückgängen auf breiter Front ist aber nicht zu rechnen“, berichtet Andrew M. Groom vom Maklerhaus JLL. Die Mieten im teuersten deutschen Markt München haben nach der jüngsten JLL-Analyse zum ersten Mal in einem Halbjahr seit 2010 stagniert.

Mietanstieg in Metropolen verlangsamt sich

Der Anstieg der Kaufpreise in den Großstädten liege im Vergleich zu den Mietpreisen teilweise bis zu dreimal höher. „Zunehmend koppelt sich die Kaufpreis- von der Mietpreisentwicklung ab“, sagt Groom. Im Markt für Eigentumswohnungen werde eine zyklische Preisberuhigung immer wahrscheinlicher. „Die Frage ist nur, wann sie einsetzt.“

Das internationale Maklerhaus Savills hat für die Gewerbeimmobilien schon ein Krisenszenario entworfen: „Die gute Nachricht: Immobilien würden gegenüber anderen Anlageklassen nochmals an Attraktivität gewinnen.

Zudem würde die Risikoaversion voraussichtlich wieder steigen, sodass Core-Immobilien und Immobilien in Deutschland in der Anlegergunst weiter zulegen würden“, sagt Andreas Wende, Investmentchef bei Savills Deutschland.

„An den hiesigen Vermietungsmärkten wäre im Falle eines längeren konjunkturellen Abschwungs mit einem Nachfragerückgang zu rechnen, wobei die Einzelhandelsmärkte am wenigsten, die Bürovermietungsmärkte am stärksten betroffen wären.

Entscheidungen über die Anmietung großer Flächen würden bei steigender Unsicherheit über die weitere Entwicklung möglicherweise zurückgestellt, was sich spätestens im nächsten Jahr im Flächenumsatz widerspiegeln würde. Auf längere Sicht würde sich eine schwächere Beschäftigung ebenfalls dämpfend auf den Flächenumsatz auswirken.

Nachfrage nach Büroflächen wird geringer

Das Zusammenwirken aus gestiegener Nachfrage und schwächerer Vermietung würde dazu führen, dass sich der Investmentmarkt weiter von den Fundamentaldaten entfernt. „Noch ist das Szenario einer längerfristigen konjunkturellen Eintrübung nicht eingetreten – die Immobilienmarktakteure sollten die mit einer solchen Entwicklung verbundenen Chancen und Risiken aber im Blick haben“, empfiehlt Savills-Analyst Matthias Pink.

Ein konjunkturell bedingter Nachfragerückgang bei Büroflächen käme zu einem Zeitpunkt, zu dem die Bau- und Projektentwicklung gerade deutlich angestiegen ist. Die Folge wäre ein langsamerer Abbau des Leerstands, aber auch ein geringeres Mietwachstum.

„Ein Zusammenwirken dieser Entwicklungen hätte zur Folge, dass der Investmentmarkt den Vermietungsmärkten noch weiter davonliefe – die Überhitzungsgefahr stiege“, heißt es in einer Savills-Studie.

„Wir sind ja nicht unabhängig von der Realwirtschaft“, begründet Savills-Investmentchef Wende die Möglichkeit dieses Krisenszenarios. „Die Immobilienwirtschaft ist mit ihren Produkten auf Gedeih und Verderb von der Situation in den Unternehmen abhängig. Ist die Auftragslage schlecht, werden weniger Immobilien gebaut und angemietet.“

„Investitionen werden zurückgestellt“

„Die aktuelle Konjunktursituation ist nicht gerade Anlass für Optimismus. Die Krisenherde in der Ukraine und im Nahen Osten gefährden auch die wirtschaftliche Entwicklung in unserem Land“, sagt Wende.

„Investitionen werden zurückgestellt, Stellen nicht neu besetzt und Umzüge verschoben. Weil die Unternehmen auf die Kostenbremse treten, wird der Vermietungsmarkt deutlich leiden. Dass die Umzugsbereitschaft sinkt, ist noch nicht so dramatisch, weil sich der Neubau in Grenzen hält. Doch die abwartende Haltung vieler Investoren wird die Bau- und Immobilienbranche treffen“, so Wende.

Er hoffe nicht, „dass unser Krisenszenario eintritt, doch mit jedem Monat, in dem Konjunkturbarometer wie der Ifo-Index negativ sind, wächst die Wahrscheinlichkeit eines Abschwungs in der Immobilienwirtschaft.“

Andreas Schulten vom Analysehaus Bulwien Gesa sieht da nicht so schwarz. „Seit gut anderthalb Jahren gehen wir von einem Wachstum von 1,8 Prozent in Deutschland aus, vielleicht müssen wir in diesem Jahr etwas nach unten revidieren, jedoch sind die derzeitigen Klagelieder und Abgesänge auf die deutsche Wirtschaft oder die Immobilienkonjunktur das Gegenteil der zu hoch gejubelten Wirtschaft aus dem Frühjahr.“

Schulten weiter: „Aktuell gehen die Erwartungen von einem hohen Niveau zurück, jedoch kann man daraus noch keinen ablesbaren Trend für die Konjunktur und die Immobilienwirtschaft ausweisen. In unserer Konjunktureinschätzung wird es nur zu marginalen Veränderungen kommen.“

Irrationales Verhalten der Käufer

Jede weitere Krise im Osten verstärke jedoch die Suche nach einem sicheren Hafen. „Noch mehr Leute wollen (irrational) ihr Geld in jetzt schon hohe Kaufpreise einbringen“, sagt der Immobilienforscher. „Die zehnjährige Bundesanleihe liegt nun unter einem Prozent. Wo wollen sie sonst ihr Geld anlegen, wenn ihnen Aktien zu volatil sind?“ Der Run auf Sicherheiten und Core-Immobilien werde eher verstärkt, anstatt abrupt zu enden.

DIW-Branchenexperte Konstantin A. Kholodilin sieht für die Immobilienbranche keine Krisengefahr: Die reale BIP-Wachstumsrate werde in Deutschland 2015 höher als im laufenden Jahr sein. Das DIW habe ein Wachstum von zwei Prozent im nächsten Jahr vorhergesagt.

„Das ist viel höher als das reale Wachstum 2012/2013, die Periode einer stetigen Steigerung der Immobilienpreise„, sagt der DIW-Forscher. „Die Rezession ist bislang nur ein Risikoszenario, nicht die Prognose. Auch bei einer Abschwächung auf ein Prozent Wirtschaftswachstum wird die Entwicklung am Immobilienmarkt nicht betroffen.“

„Das Krisenszenario ist heute deutlich realistischer als noch vor sechs oder zwölf Monaten“, urteilt dagegen Professor Tobias Just von der Universität Regensburg. „Die Commerzbank und die Deutsche Bank haben ihre Wachstumsprognosen nach unten geschraubt, und da Revisionen häufig schrittweise erfolgen, halte ich es für sehr gut möglich, dass weitere Abwärtsrevisionen folgen.“ Der Ifo-Index sei sogar viermal gesunken.

Just rechnet aufgrund der hohen Nachfrage und entsprechender Einstiegspreise mit einem weiteren Rückgang der Mietrenditen. „Das erhöht das Rückschlagspotenzial in Zukunft, da man implizit auf noch stärkeres Mietwachstum setzt.“

Die Immobilienmärkte könnten vorübergehend tatsächlich als „relativer Gewinner“ hervorgehen – wie in den letzten Jahren, sagt Just. „Doch dies ist nur geborgte Ruhe, denn die Aufräumarbeiten könnten dann später nur umso größer ausfallen, wenn irgendwann die Zinsen wieder zu steigen beginnen.“

immoblilienschereQuelle: http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article132063033/Deutschland-vor-der-Immobilienkrise.html

Gruß an die Mieter

TA KI