US-Bundesstaat Arizona prüft, Gold und Silber als Geld zuzulassen


8.3.2017 – von Ron Paul.

Wenn die Menschen die Freiheit hätten, selbst zu bestimmen, was sie als Geld verwenden möchten, würden sie sich wahrscheinlich für Gold oder Silber entscheiden – das hat die Geschichte gezeigt.

Politiker heute und ihre Keynesianischen Steigbügelhalter verachten natürlich den Gold- oder Silberstandard. Denn die Bindung einer Währung an ein Edelmetall beschränkt die Fähigkeit der Zentralbanken, das Wachstum des Wohlfahrtsstaates und der Militärausgaben über die Inflationssteuer zu finanzieren. Das wiederum zwingt Politiker, Staatsausgaben vor allem mit dem direkten Mittel der Besteuerung zu finanzieren.

Trotz der Feindseligkeit der Politik gegenüber Gold spielte das Edelmetall in der US-Geldpolitik nach der Gründung der Federal Reserve (Fed) sechzig Jahre lang  eine Rolle. Dann, im Jahr 1971, als Bedenken über die ansteigenden Defizite der US-Regierung viele ausländische Regierungen veranlasste, ihre US-Dollar-Bestände in Gold umzuwandeln, schloss Präsident Nixon das Goldfenster, wodurch in Amerika erstmals eine reine Fiat-Währung geschaffen wurde.

Amerikas 46-jähriges Papiergeld-Experiment hat sich genauso entwickelt, wie es die Anhänger der Österreichischen Schule vorhergesagt haben: ein anhaltender Rückgang der Kaufkraft des Dollars, begleitet von einem Rückgang des Lebensstandards der US-amerikanischen Mittelschicht und der Arbeiterklasse, einer Reihe von durch die Fed geschaffenen Booms, gefolgt von zunehmend schlimmeren Busts und einem explosionsartigen Wachstum der Staatsausgaben. Darüber hinaus ist die Fed-Politik auch verantwortlich für den Anstieg der Ungleichheit bei den Einkommen.

Seit der Wirtschaftskrise 2008 werden sich immer mehr Bürger der Verantwortung der Federal Reserve für die wirtschaftlichen Probleme Amerikas bewusst. Diese wachsende Anti-Fed-Stimmung ist einer der Schlüsselfaktoren für das Wachstum der Freiheitsbewegung und stellt die größte Herausforderung für die Legitimation der Fed in ihrer Geschichte dar. Diese Bewegung hat „Audit the Fed“ zu einer großen nationalen Frage gemacht, die sich so nahe wie nie davor befindet, zum Gesetz zu werden.

Aber nicht nur „Audit the Fed“ steht im Fokus der wachsenden Anti-Fed-Bewegung. Beispielsweise wird am Mittwoch im Arizona Senate Finance and Rules Committee ein Gesetz beraten (HB 2014), mit dem Gold, Silber und andere Edelmetalle als gesetzliche Zahlungsmittel definiert würden. Das Gesetz würde auch Edelmetall-Transaktionen von staatlichen Kapitalgewinnsteuern befreien, so dass die Menschen von der Steuerbehörde nicht mehr für die Ablehnung staatlichen Geldes zugunsten von Gold oder Silber bestraft würden. Da die Inflation den Wert der Edelmetalle erhöht, stellen diese Steuern für die Regierung nämlich einen weiteren Weg dar, um von der Geldentwertung durch die Fed zu profitieren.

HB 2014 ist ein sehr wichtiges und zeitgemäßes Gesetz. Dass es der Fed selbst mit rekordniedrigen Zinsen nicht gelungen ist, die Wirtschaft seit dem letzten Crash in Schwung zu bringen, ist ein Zeichen dafür, dass wir bald den Zusammenbruch des Dollars werden sehen können. Es ist daher zwingend notwendig, dass das Gesetz das Recht der Menschen schützt, als Geld Alternativen zu nutzen, statt etwas, das bald praktisch wertlos sein wird.

Die Verabschiedung von HB 2014 wäre auch eine Botschaft an den Kongress und die Trump-Regierung, dass die Anti-Fed-Bewegung an Einfluss gewinnt. Die Verabschiedung des Gesetzes wird nicht nur die Bewegungen in anderen Staaten verstärken, ähnliche Gesetze zu verabschieden; es wird auch eine Stütze für das Audit-the-Fed-Gesetz und die Aufhebung bundesstaatlicher Zahlungsmittel-Gesetze sein.

An diesem Mittwoch werde ich in Arizona sein, um die Verabschiedung von HB 2014 zu unterstützen – um 9 Uhr werde ich vor dem Arizona Senate Finance Committee sprechen. Außerdem werde ich mittags bei einer Kundgebung im Arizona State Capitol eine Rede halten. Ich hoffe, alle Unterstützer von „gutem Geld“ in der Region um Phoenix werden sich mir anschließen, um ihre Unterstützung für das Ende des Fed-Geldmonopols zu zeigen.

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Der Originalbeitrag mit dem Titel Arizona Challenges the Fed’s Money Monopoly ist am 5.3.2017 auf der website des Ron Paul Institute erschienen.

Quelle: http://www.misesde.org/?p=15186

Danke an Elisabeth

Gruß an die Klardenker

TA KI

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Egon von Greyerz: »Inflation ist eine Seuche« & enorme Chancen für Silber


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Von Egon von Greyerz

Egon von Greyerz“Flation“ ist in den kommenden paar Jahren garantiert. Wir werden Inflation, Stagflation, Hyperinflation und Deflation erleben. Viele dieser Flationen werden zeitgleich auftreten. Derzeit haben wir starke monetäre Inflation kombiniert mit einer Inflation der Wertanlagen. Schuldenwachstum und Geldschöpfung haben in den vergangenen Jahren das angeschlagene Bankensystem am Leben gehalten, aber bisher noch nicht die Konsumentenpreise erreicht und folglich ist es keine gewöhnliche Preis-Inflation.

Im Jahr 2017 wird die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes wahrscheinlich zunehmen, was zu Stagflation führt, also höheren Preisen ohne Wachstum. Da sich aber die Probleme in den Finanzsystemen verschlimmern, ist Hyperinflation in den meisten großen Volkswirtschaften praktisch eine Gewissheit. Der Aufbau von Schulden und Derivaten im letzten Vierteljahrhunderts garantiert, dass verzweifelte Regierungen unbegrenzte Mengen an Geld drucken werden, was ein krampfhafter Versuch sein wird, das Finanzsystem zu retten.

Was mit dem Bankensystem in Italien in den vergangenen Jahren geschehen ist, lässt die Medicis wie Heilige aussehen. Misswirtschaft und Korruption haben die italienischen Banken in die Insolvenz getrieben. Das Problem ist in Griechenland, Spanien, Portugal, Frankreich, Deutschland, usw. dasselbe, wie bereits in meinem Artikel vergangene Woche erläutert.

Aber diese Probleme beschränken sich nicht nur auf Europa. Banken in Japan und China unterliegen demselben Druck und ebenso das Finanzsystem in den USA und in den Schwellenländern. Die letzte Finanzkrise begann im Jahr 2006, seitdem sind die weltweiten Schulden von $ 140 Billionen auf rund $ 240 Billionen angewachsen. Diese zusätzlichen $ 100 Billionen hätten bereits zu einer massiven Hyperinflation führen sollen, stattdessen beschweren sich alle Zentralbanken über eine Deflation und tun alles ihnen mögliche zur Schaffung von Inflation. Es ist ein Irrglaube, dass Inflation gut für die Wirtschaft ist. Inflation ist eine Seuche, welche zur Zerstörung von Geld und Ersparnissen führt.

Die auf verlorenem Posten stehenden Zentralbanker haben keine andere Lösung für ein versagendes Finanzsystem. Ein Problem aber mit denselben Mitteln zu lösen, welche es überhaupt erst erschaffen haben, ist der Weg in den Ruin. Und dieser wird in den kommenden Jahren kommen und höchstwahrscheinlich 2017 anfangen.

Sobald eine Hyperinflation beginnt, beschleunigt sie sich normalerweise sehr schnell und es mag vielleicht 2 bis 4 Jahre dauern, bis das gedruckte Geld vollkommen wertlos wird. Hyperinflation betrifft vornehmlich Güter und Dienstleistungen, all die Wertanlagen, welche durch die Kreditblase finanziert wurden, werden real deflationiert. Gleichzeitig werden die Schulden implodieren, was zu Bankenpleiten führt.

Letztlich wird die Hyperinflation zu einer totalen deflationären Implosion führen und alle Preise werden zusammen mit der Geldversorgung einbrechen. Für die Welt wird dies eine verheerende Zeit, denn zeitweise wird es kein Geld geben und die meisten Menschen werden sich auf Tauschgeschäfte besinnen müssen.

Während der hyperinflationären Zeit wird Gold unvorstellbare Niveaus in nominalem Papiergeld erreichen, wie seinerzeit in der Weimarer Republik:

Wenn die Hyperinflation endet und die deflationäre Implosion beginnt, wird Gold von den schwindelerregenden Höhen abstürzen. Da es aber über eine gewisse Zeit wahrscheinlich in vielen Ländern kein Geld mehr geben wird, wird Gold das einzige echte Geld und folglich in Relation zu den rapide fallenden Preisen hochgeschätzt sein.

Obwohl es in keiner großen Volkswirtschaft aktuell Anzeichen einer Hyperinflation gibt, so geschieht es in Ländern wie Argentinien und Venezuela bereits. Der venezulanische Bolivar ist seit 2011 total aufgerieben worden. Im August 2012 gab es noch 10 Bolivar für einen Dollar, heute sind es im inoffiziellen Markt 4.250 Bolivar. Mitte 2015 waren es noch 700 und heute steht der Dollar bereits um das 6-fache höher bei 4.250. Seit August 2013 lag die monatliche Inflation bei 16 %. Wie die Grafik unten zeigt, ist der Absturz des Bolivar und zugleich der Anstieg des Dollar inzwischen exponentiell:

In Gold gemessen kostete eine Unze 2012 17.000 Bolivar. Heute kostet die Unze Gold 5 Millionen Bolivar. Ein Zeichen für das, was auf viele große Volkswirtschaften in den kommenden paar Jahren zukommt?

Seit 2002 trete ich dafür ein, dass Gold der beste Weg ist sein Vermögen zu erhalten und sich gegen den kommenden Zusammenbruch der Papierwährungen und des Finanzsystems abzusichern. Wir haben unseren Kunden regelmäßig empfohlen, lieber Gold als Silber zum Zwecke des Vermögenserhaltes zu halten. Die Volatilität von Silber hat es für normale Investoren zu einem unpassenden Investment gemacht.

2001 stand Silber bei $ 4, im Februar 2008 erreichte es $ 21 und im August 2008 ging Silber wieder auf $ 8 herunter. Dann im April 2011 stieg es auf $ 50, nur um dann jäh auf unter $ 14 im Dezember 2015 zu fallen. Wer auf eine aufregende Achterbahnfahrt aus ist, für den ist Silber perfekt, denn diese massiven Bewegungen werden den meisten Investoren den Schrecken ihres Lebens geben.

Da Silber im Verhältnis zu seinem Wert auch viel schwerer ist, ist es unbequem zu lagern und mit sich zu führen. Dazu kommt, dass in Europa Mehrwertsteuer auf Silber bezahlt werden muss, obwohl dies legal vermieden werden kann, indem man es in unter Verschluss gehaltenen Tresoren lagert.

Das Risiko-/Ertragsverhältnis für Silber hat sich Anfang 2016 verändert. Silber hat jetzt einen Punkt erreicht, an dem es relativ zu Gold ein exzellentes Wertverhältnis hat. Was besonders interessant ist, ist dass Silber jetzt in einer Position steht, aus der es doppelt so schnell wie Gold steigen wird.

Der Gold-/Silverratio-Chart unten zeigt, wie es in den letzten 20 Jahren 4 Mal zu einem Hoch bei oder etwas oberhalb des Niveaus von 80 (Goldpreis = 80-facher Silberpreis) gekommen ist. Zum letzten Mal ist dies im Februar 2016 geschehen und seitdem ist das Preisverhältnis auf 68 gefallen, aber dies ist nur der Anfang. Es ist wahrscheinlich, dass es vor einer großen Korrektur bis auf 30 geht, was wir im Jahr 2011 erlebt haben, als der Silberpreis $ 50 erreichte.

Das Verhältnis kann sich extrem schnell verändern. Im September 2010 stand es bei 68 zu 1 und im April 2011 erreichte es 30 zu 1. Sobald die derzeitige Abwärtsbewegung bei dieser Ratio zunimmt, könnte sie sehr schnell 30 zu 1 erreichen. Langfristig wird das Verhältnis wahrscheinlich bei 15 zu 1 liegen, was ein sehr wichtiges historisches Niveau ist, oder es könnte gar bis auf 10 zu 1 gehen.

Falls Gold die Marke von $ 10.000 erreicht, was meiner Ansicht nach ein Minimum unter Ausschluss der Hyperinflation ist, dann würde dies den Silberpreis auf $ 665 bis $ 1.000 bringen. Diese Niveaus hören sich eindeutig unrealistisch an, wo der Silberpreis aktuell bei $ 17 steht, aber sie werden wahrscheinlich in den nächsten etwa 5 Jahren erreicht werden.

Was Silber besonders interessant macht, ist seine Knappheit. Rund 170.000 Tonnen Gold wurden im Laufe der Geschichte produziert und praktisch alles davon ist in der einen oder anderen Form noch vorhanden. Bei Silber ist dies anders. Es gibt keine bedeutenden Silberlager irgendwo in der Welt. Fast 60 % des produzierten Silbers wird verbraucht und der Rest wandert in Tafelsilber, Schmuck und Investments. Zentralbanken halten keine Silberbestände. Die jährliche Silberproduktion liegt bei 27.000 Tonnen, was bei einem Preis von $ 17 nur $ 15 Milliarden entspricht.

Die jährliche Goldminen-Produktion liegt im Vergleich bei $ 114 Milliarden. Es wird weltweit mehr Silber verbraucht, als seit einer ganzen Reihe von Jahren produziert wird. Der Investment-Bedarf für Silber liegt bei nur $ 2,5 Milliarden im Jahr. Der Silbermarkt insgesamt ist im Verhältnis zu den weltweiten Finanzanlagen unbedeutend.

Deshalb war es für die Deutsche Bank, UBS, Barclays und ein paar andere Banken auch so einfach, diesen Markt zu manipulieren. Die Deutsche Bank hat zugegeben, dass sie den Silbermarkt manipuliert hat, aber seitdem gibt es auch Hinweise auf eine Reihe anderer Banken. Das Ende dieser Geschichte steht noch aus, wobei sich dieses sehr wahrscheinlich auch in den Goldmarkt hinein auswirken wird.

Die Gold-/Silberratio deutet an, dass die Manipulationen recht bald ihr Ende finden und dies wird zu wachsender physischer Nachfrage führen. Dies wiederum wird den Papiersilbermarkt (die Short-Positionen dort) unter maßgeblichen Druck setzen. Sobald die physische Nachfrage anzieht, wird der Preis rapide steigen.

Schon heute ist es schwierig große Mengen physischen Silbers zu finden und wenn der Preis steigt, dann wird zu den aktuellen Preisen nirgendwo mehr irgendwelches Silber verfügbar sein. Jeder Nachfrageanstieg wird nur durch substantiell höhere Preise befriedigt werden.

Silber sollte nicht aus spekulativen Gründen gekauft werden, sondern zum langfristigen Vermögenserhalt. Aufgrund der Volatilität des Silberpreises, ist ein Anteil von 15 bis 25 % an den insgesamt gehaltenen Edelmetallen unserer Ansicht nach der richtige Bereich. Für jeden Investor, welcher kein Silber besitzt, ist jetzt eine exzellente Zeit zum Kauf von physischem Silber zu einem Preis, welchen wir niemals wieder erleben werden. Die Reise wird außergewöhnlich werden.

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/12/egon-von-greyerz-inflation-ist-eine-seuche-enorme-chancen-fuer-silber/

Gruß an die Anleger

TA KI

„Das ist die schlimmste Zeit, es gibt nichts Vergleichbares“, „Die Inflation kommt“


Der Brexit löste eine Menge von Problemen aus.
Der Brexit löste eine Menge von Problemen aus. (© Shutterstock.com / Wetzkaz-Crailsheim)
Der weltweite Aktienmarkt hat sich in den vergangenen Tagen vom Brexit-Schock deutlich erholt. Alan Greenspan, der ehemalige Chef der US-Notenbank warnt aber, dass nach dem Brexit die Aussichten schlechter seien als je zuvor. Er warnt vor dem drohenden starken Anstieg der Sozialausgaben in den USA und dem Ende einer derartigen Entwicklung – hoher Inflation.

„Das ist die schlimmste Periode, an die ich mich erinnern kann, seitdem ich ein öffentliches Amt hatte. Es gibt nichts Vergleichbares, einschließlich der Krise am 19. Oktober 1987, als der Dow Jones um den Rekord von 23 Prozent eingebrochen war. Ich dachte, das wäre der Tiefpunkt aller Probleme. Das (der Brexit) hat einen zersetzenden Effekt, der nicht weggehen wird“, sagte Alan Greenspan, der ehemalige Chef der US-Notenbank. „Das britische Problem ist viel weiter verbreitet.“ Es werde „praktisch sicher“ zu einem Referendum in Schottland über den Verbleib in der EU kommen. Und Nordirland werde den gleichen Weg gehen. „Wir sind in der Frühzeit einer Krise, die noch eine ganze Weile weitergehen wird.“ „Der Euro ist das unmittelbare Problem“, sagte Greenspan. Der Euro und die Euro-Zone seien wichtige Schritte in Richtung einer politischen Integration Europas gewesen, aber „er scheitert.“ „Der Euro ist ein sehr ernstes Problem, weil der südliche Teil der Euro-Zone finanziert wird von dem nördlichen Teil und der EZB.“

Nach dem Brexit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Donald Trump der nächste US-Präsident werden wird.
Nach dem Brexit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Donald Trump der nächste US-Präsident werden wird. (©Bloomberg/David Paul Morris)

Rentenansprüche sind nicht finanzierbar

Große Sorgen hat Greenspan aber nicht nur wegen des Brexit, sondern wegen des rasanten Anstiegs der Sozialausgaben in den USA. Sie würden wegen der gemachten Rentenzusagen und der Gesundheitskosten nach oben schießen. „Diese Ansprüche sind rechtliche Angelegenheiten. Sie haben nichts mit der Wirtschaft zu tun. Man erreicht ein bestimmtes Alter, oder wird krank, oder etwas Derartiges und man ist zu entsprechenden Zahlungen vom Staat berechtigt, ganz egal, wie es finanziert wird.“ Das Wirtschaftswachstum in den USA sei aber viel zu gering, um sich einen derartigen Anstieg der Rentenzahlungen und Gesundheitsleistungen künftig leisten zu können. „Ich weiß nicht, wie sich das auflösen wird, aber es wird eine Krise geben.“ Der ehemalige Notenbanker befürchtet, dass es einen „Unfall der Geschichte“ geben muss, ehe das Ausgabenproblem angegangen werde. „In den USA werden diese Ansprüche als die dritte Leiste der amerikanischen Politik betrachtet. Man geht an sie (die Ansprüche) ran und verliert (die Wahl). Republikaner wollen nicht an sie rangehen, Demokraten wollen nicht an sie ran. Sie wollen nicht einmal darüber reden. Genau darum sollte es aber bei der Wahl gehen. Man wird nie ein Wort darüber von irgendeiner Seite hören.“ In den USA finden am 8. November Präsidentschaftswahlen statt. Seit dem Amtsantritt von Barack Obama sind die Staatsschulden um neun Billionen Dollar auf 19,2 Billionen nach oben geschossen.

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Hohe Inflation wird kommen

Weil die US-Politik nichts tut, um die Probleme zu lösen, tut die US-Notenbank umso mehr, weshalb die Geldmenge derzeit stark steigt, aktuell um knapp acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei liegt das Wirtschaftswachstum bei weniger als zwei Prozent. Greenspan ist klar, wie das gigantische Schuldenmachen und Gelddrucken enden wird: in hoher Inflation. „Die Geldmenge, die immer ein kritischer Faktor für die Inflation war, steigt bemerkenswerter Weise stetig um sechs bis sieben Prozent, in einer geradezu geraden Linie… Was uns Sorgen machen sollte, worüber aber nicht nachgedacht wird, ist, dass ein derartiges Umfeld in Inflation enden wird. Historisch betrachtet hat Fiat-Geld immer so geendet“, sagte Greenspan. „Sie (die Inflation) wird zwar nicht schnell aufziehen, aber ich wäre nicht überrascht zu sehen, dass der nächste Schritt nach oben ist. Derzeit gibt es zwar keine Inflation. Sie ist solange nicht da, bis da sie da ist.“

Das gigantische Gelddrucken in den USA wird in hoher Inflation enden.
Das gigantische Gelddrucken in den USA wird in hoher Inflation enden. (©iStockphoto.com/Matthias Haas)

Greenspan hat aber eine Lösung für die Probleme. „Wenn wir zum Goldstandard zurückkehren würden, wie es ihn vor 1913 gab, wäre alles in Ordnung. Der Zeitraum zwischen 1870 und 1913 war eine der wirtschaftlich stärksten Perioden, die es in den USA gab und das war eine goldene Periode des Goldstandards. Jeder belächelt mich als Gold-Käfer, aber warum besitzen die Notenbanken Gold?“

Von Egmond Haidt
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Egon von Greyerz: Die kommende Krise wird für die Weltwirtschaft und die Menschheit vollkommen verheerend


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Von Egon von Greyerz

Egon von GreyerzDie Meisten von uns glauben, dass die Ära in der wir leben vollkommen normal ist, ob man nun in einem Kriegsgebiet lebt oder im “Shangri-La“. Mit der Wirtschaft ist es dasselbe. Jeder im Westen glaubt heute, dass Aktien immer steigen werden, Immobilien-Werte in den Himmel wachsen und Staatsanleihen das sicherste Investment sind, welches man besitzen kann. Diese starken Märkte waren für den durchschnittlichen Investor über die vergangenen 100 Jahre die Norm. Alles was sie angefasst haben ist gestiegen und jede Abwärtsbewegung ist nur eine Korrektur.

Und bisher lagen Investoren richtig, wenn sie im Markt geblieben sind. Jeder der auf einem diversifizierten Aktien-Portfolio, Immobilien und einigen Bonds gesessen hat, machte in den vergangenen hundert Jahren ein Vermögen und dafür waren nur geringfügige Fähigkeiten in der Auswahl der Investments notwendig. Es war ausreichend, hochqualitative Investments zu kaufen und einfach daran festzuhalten.

Die Große Depression der 1930er

Ja, es gab erschreckende Momente. Jeder der 1929 Aktien gekauft hat, als der DOW bei 400 stand, hatte bis 1932 90 % verloren und fühlte sich sehr arm. Aber 24 Jahre später erreichte er wieder die Gewinnzone und heute würden seine Erben Aktien besitzen, welche einen stattlichen Ertrag von 4.400 % erreicht haben.

Wer schlau genug gewesen wäre, beim Tiefststand 1932 $ 10.000 in den DOW zu investieren, würde heute auf einem Vermögen von $ 4,5 Millionen sitzen. Rückschau ist natürlich die exakteste aller Wissenschaften, aber der Punkt ist, dass wir 100 Jahre lang Investment-Märkte gesehen haben, in denen keinerlei Geschick vonnöten war, nur anhaltende Kraft und Geduld.

Die meisten Investoren sind der Meinung, dass es ihr Können ist, welches die hohen Erträge erwirtschaftet. In den späten 1990ern war beispielsweise jeder ein Experte für die Nasdaq und Internet-Aktien – bis sie in den frühen 2000ern 80 bis 100 % verloren hatten. An dem Punkt verschwanden die selbsternannten Experten vollständig.

Narrensichere Methode zum Geldverdienen

Die Mehrheit der Menschen hat keine Ahnung, dass ihre Gewinne in allen Wertanlagenmärkten nur sehr wenig mit Investment-Geschick zu tun haben, aber alles mit der außergewöhnlichen Freigiebigkeit der Regierungen und . Denn die Schaffung der FED 1913 startete eine narrensichere Methode zum Geldverdienen, besonders für die Banker. Und die FED war eine Kreation privater Banker zum Nutzen privater Banker und großer Investoren. Wie Amschel Mayer Rothschild einst sagte:

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Im Jahr 1913 begann also eine absolut außergewöhnliche Periode von 100 Jahren, welche zu einer totalen Explosion in den meisten Wertanlagenklassen, bei den Bevölkerungszahlen, der Inflation und der Kreditaufnahme, wie auch im Bereich der Medizin und Wissenschaft geführt hat, darunter einige erstaunliche technische Erfindungen und Entwicklungen. An rapidem Wachstum ist selbstverständlich nichts auszusetzen, aber wenn es exponentiell wird und dies auf einem großen Kontinent oder der ganzen Welt, dann ist es wahrscheinlich, dass es nicht anhalten wird und es zu einer substanziellen Bewegung in die Gegenrichtung kommt.

Exponentielles Bevölkerungswachstum

Nehmen wir als Beispiel das Bevölkerungswachstum. Über fast 12.000 Jahre wuchs die Weltbevölkerung allmählich auf 1,2 Milliarden Menschen im Jahr 1850. Zur Jahrhundertwende im Jahr 1900 hatte sie dann 1,4 Milliarden erreicht. Seitdem hat es jedoch eine absolute Explosion auf 7,4 Milliarden Menschen auf diesem Planeten gegeben, wie das folgende Schaubild zeigt:

Wohlstand, Nahrung und Verbesserungen in der Medizin haben allesamt zu diesem exponentiellen Wachstum beigetragen. Experten prognostizieren jetzt, dass sich die Weltbevölkerung bis 2100 auf 15 Milliarden verdoppeln wird. Meiner Ansicht nach ist dies sehr unwahrscheinlich.

Wenn wir uns die Spitze über 100 Jahre anschauen, dann ist es wahrscheinlich, dass diese irgendwann abrupt endet. Ja, die Bevölkerung kann für ein paar Jahre weiter wachsen, aber derartige Spitzen oder exponentielles Wachstum gehen niemals ewig weiter nach oben und sie kommen auch nicht zum Stillstand und bewegen sich seitwärts. Stattdessen wird eine derartige Spitze letztlich zu einem Sturz in die andere Richtung führen.

Bevölkerungsreduktion

Irgendwann wird die Weltbevölkerung um vielleicht 30 bis 50 % zurückgehen. Heute hört sich das unglaubhaft an, bedenken Sie aber, dass es in der ganzen Weltgeschichte Ereignisse gegeben hat, welche zu einer erheblichen Reduktion der Zahl an Menschen auf der Erde führten. Nehmen wir den “Schwarzen Tod“ im Mittelalter. Es wird geschätzt, dass dadurch zwischen 40 und 60 % der europäischen Bevölkerung umkamen und weltweit vielleicht ganze 200 Millionen.

Seuchen sind der einzige Weg, mit dem die Bevölkerung reduziert werden kann. Krieg und wirtschaftliche Depression könnten ebenfalls ernsthafte Auswirkungen auf die Größe der Bevölkerung haben. Ein Atomkrieg würde vollkommen verheerend sein und ein Zusammenbruch des Finanzsystems würde zu einer Hungersnot führen. Ich prognostiziere diese Ereignisse nicht, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass sich eins oder mehrere dieser Desaster irgendwann in der Zukunft ereignen werden.

Exponentielle US-Inflation

Ein weiterer nicht nachhaltiger Trend ist die Explosion der US-Inflation. Zwischen 1665 und Anfang des 20ten Jahrhunderts lag die US-Inflation im Durchschnitt bei maximal 1 bis 2 % im Jahr. Ab 1913 mit der Gründung der FED, begann dann die Kreditexplosion und die Geldschöpfung. Ursprünglich war sie langsam, aber als Nixon 1971 die Golddeckung des Dollars aufhob, wurde die Inflation exponentiell und auch das Kreditwachstum:

Ich weiß, dass viele nun argumentieren werden, dass wir in den USA oder der Weltwirtschaft keine Inflation sehen und wir derzeit deflationären Druck haben. Dafür gibt es Gründe. Der Erste ist, dass Regierungen absichtlich die Inflationszahlen verzerren, wodurch sie vollkommen irreführend sind. Zweitens landet der geschaffene Kredit und das geschöpfte Geld nicht beim normalen Verbraucher. Es geht zu den Banken und großen Investoren. Dies hat mit der Explosion der Kurse für Aktien, Immobilien und Bonds zur massivsten Wertanlagen-Inflation geführt, welche die Welt jemals erlebt hat.

Genau wie die Bevölkerungsblase wird das exponentielle Wachstum der Inflation nicht anhalten. Bevor jedoch die Blasen platzen, werden wir wahrscheinlich einen finalen und zwecklosen Versuch der Rettung der Weltwirtschaft und des Finanzsystems durch Regierungen und Zentralbanken erleben, indem unbegrenzt Geld gedruckt wird – Billionen oder gar Billiarden von Dollars. Dies führt zu einem weiteren Anstieg der Inflation und zeitweiliger Hyperinflation, bevor dann alles in einer deflationären Implosion fortgefegt wird.

Exponentielles Schuldenwachstum

Die dritte Spitze ist das explosive Wachstum weltweiter Schulden. Diese haben den Schlamassel verursacht, in dem die Welt sich derzeit befindet. Zentralbanker nahmen Amschel Rothschild beim Wort, wurden dann jedoch zu gierig, bis sie die Kontrolle über das Geldsystem vollkommen verloren. Dort stehen wir jetzt.

Zusammen mit Regierungen haben die Banker einen katastrophalen und grausamen Zyklus geschaffen, der sich nun in einer immer schnelleren Abwärtsspirale befindet. Explodierende Regierungsdefizite und -schulden und die Insolvenz des Bankensystems, kombiniert mit Null- oder Negativzinsen, haben zu einer Situation geführt, in der die Zentralbanker keine Ahnung haben, wie sie damit umgehen oder sie lösen sollen. Die einzige ihnen bekannte Lösung ist mehr derselben Methode, welche das Problem erst erschaffen hat – nämlich mehr Geld zu drucken und mehr Schulden zu machen.

Schauen Sie sich nur an, wie die weltweiten Schulden in den vergangenen 35 Jahren um das 22-fache von $ 10 Billionen auf heute $ 230 Billionen explodiert sind. Im selben Zeitraum hat sich das globale BIP nur versiebenfacht. Wir könnten dies netterweise als Gesetz abnehmenden Ertrags bezeichnen. Immer mehr Kredit wird benötigt, um eine Steigerung des BIP zu erreichen. Wenn wir aber ehrlich sind, dann sollten wir es die größte Katastrophe nennen, welche der Mensch in seiner Geschichte jemals erschaffen hat.

Die Welt kann nicht weiterhin natürlich wachsen, bevor die derzeitigen Schulden von $ 230 Billionen, zusammen mit den $ 1,5 Billiarden an Derivaten, allesamt verschwunden sind. Dies muss und wird an irgendeinem Punkt in der nicht allzu fernen Zukunft geschehen. Das Ergebnis wird eine implosive Depression sein, welche die meisten Schulden auflösen und Wertanlagen wie Aktien, Immobilien und Bonds um 90 % oder mehr abstürzen lassen wird.

Verheerende Konsequenzen für die Welt

Natürlich erscheint das heute unmöglich, aber die Spitzen in den Charts oben weisen alle darauf hin, dass es wahrscheinlich ist und basierend auf Logik muss es geschehen. Es fragt sich nur wann? Die Konsequenzen für die Weltwirtschaft und fast alle Menschen werden verheerend sein. Viele Menschen werden aus den oben genannten Gründen vorzeitig sterben.

Es ist ganz eindeutig unmöglich, sich gegen all diese Risiken zu schützen. Der engere Familien- und Freundeskreis ist stets das beste schützende Netzwerk in Krisenzeiten. Für die wenigen Priviligierten, die es sich leisten können etwas physisches Gold zu kaufen, ist dies, wie die Geschichte ohne Zweifel belegt, die beste finanzielle Absicherung, die sie besitzen können.

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/06/egon-von-greyerz-die-kommende-krise-wird-fuer-die-weltwirtschaft-und-die-menschheit-vollkommen-verheerend/

Gruß an die Aufklärer

TA KI

47 Prozent der Amerikaner haben nicht einmal $ 400 für die Notaufnahme


47 Prozent der Amerikaner haben nicht einmal $ 400 für die Notaufnahme

Von Michael Snyder

michael snyder FBWenn Sie plötzlich in die Notaufnahme müssten, hätten Sie genug Geld dafür zu bezahlen, ohne irgendwas zu verkaufen oder sich das Geld irgendwoher zu leihen? Die meisten Amerikaner mögen dies nicht realisieren, aber dies ist etwas, was die Federal Reserve tatsächlich jetzt seit mehreren Jahren verfolgt.

Und laut der FED haben 47 Prozent aller Amerikaner nicht einmal $ 400, um den Besuch der Notaufnahme zu bezahlen, ohne es sich auszuleihen oder etwas zu verkaufen. Diverse Umfragen über die ich in der Vergangenheit berichtet habe fanden heraus, dass mehr als 60 Prozent aller Amerikaner von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck leben. Mir war jedoch nicht klar, dass die Dinge für etwa die Hälfte des Landes derart schlecht stehen. Wenn man nicht einmal $ 400 für einen unerwarteten Besuch der Notaufnahme zur Verfügung hat, dann überlebt man von Monat zu Monat nur noch auf dem Zahnfleisch. Leider sind etwa die Hälfte von uns derzeit in dieser Situation.

Heute früh wies mich jemand auf einen exzellenten Artikel im The Atlantic hin, der sich hiermit beschäftigt und ich muss zugeben, dass The Atlantic eine der letzten verbliebenen Bastionen des Journalismus guter alter Schule ist, die man in den Mainstream-Medien finden wird. Natürlich stimme ich in vielen Bereichen philosophisch nicht mit denen überein, aber dort gibt es ein paar sehr hart arbeitende Journalisten.

Der Artikel, in dem ich die Zahl 47 Prozent gefunden habe, stammt von The Atlantic und trägt den Titel »The Secret Shame of Middle-Class Americans«. Er wurde von Neal Gabler geschrieben und dieser sagt, dass er sich mit den 47 Prozent der Amerikaner, die keine $ 400 für einen unerwarteten Besuch in der Notaufnahme haben, identifizieren kann, weil er einer von ihnen ist:

Ich weiß wie es ist, Gläubiger zu jonglieren, um es durch die nächste Woche zu schaffen. Ich weiß wie es ist, meinen Stolz herunterzuschlucken und Leute ständig dazu anzumahnen mich zu bezahlen, damit ich andere bezahlen kann. Ich weiß wie es ist, Pfändungen um die Ohren gehauen zu bekommen und mein Bankkonto von Gläubigern gepfändet zu bekommen. Ich weiß wie es ist, buchstäblich auf meine letzten $ 5 runter zu sein, während ich darauf warte, dass mein Gehalt kommt und ich weiß wie es ist, sich tagelang nur von Eiern zu ernähren. Ich weiß wie es ist, sich vor dem Gang zum Briefkasten zu grauen, weil dort stets neue Rechnungen zur Zahlung sein werden, aber selten ein Scheck, mit dem ich sie bezahlen kann. Ich weiß wie es ist, meiner Tochter zu sagen, dass ich nicht weiß, ob ich in der Lage sein werde, für ihre Hochzeit zu bezahlen – es hing alles davon ab, ob etwas Gutes passierte. Und ich weiß wie es ist, sich Geld von meinen erwachsenen Töchtern zu leihen, weil meiner Frau und mir das Heizöl ausgegangen war.

Für mich ist das nur noch mehr Beleg dafür, dass die Mittelklasse in Amerika stirbt. Letztes Jahr wurde berichtet, dass die Amerikaner der Mittelklasse zum ersten Mal in unserer Geschichte eine Minderheit der Bevölkerung darstellen. Aber noch 1971 lebten 61 Prozent aller Amerikaner in einem Mittelklasse-Haushalt.

Was ist also passiert?

Nun, die großen Konzerne begannen Millionen von gutbezahlten Arbeitsplätzen in der Produktion nach Übersee zu verlagern. Millionen weiterer gutbezahlter Jobs wurden durch Technologie ersetzt und der Wettbewerb um die verbliebenen gutbezahlten Arbeitsplätze wurde extrem intensiv. Während guter Zeiten hat die US-Wirtschaft immer noch neue Arbeitsplätze geschaffen, aber die Meisten dieser Arbeitsplätze waren niedrig bezahlte Dienstleistungsjobs.

Mittlerweile hat die Mehrzahl der Amerikaner Arbeitsplätze, die als niedrig bezahlt eingestuft werden. Tatsächlich verdienen 51 Prozent aller amerikanischen Beschäftigten weniger als $ 30.000 im Jahr, so die Social Security Administration [US-Sozialversicherungsbehörde].

Und wenn man die Inflation berücksichtigt, dann ist die Wahrheit die, dass unsere Einkommen seit Jahren gefallen sind. Laut einer Studie von Pew Charitable Trusts, ist das durchschnittliche Haushaltseinkommen in den Vereinigten Staaten zwischen 2004 und 2014 um 13 Prozent gesunken. Das ist kein “Fortschritt“, egal wie man es betrachtet.

Wenn man zurückgeht bis 1970, dann brachte die Mittelklasse geschätzte 62 Prozent allen Einkommens in den Vereinigten Staaten nach Hause. Heute ist diese Zahl auf nur noch 43 Prozent gefallen.

Die Tatsache, dass 47 Prozent aller Amerikaner nicht einmal mehr einen unerwarteten Besuch der Notaufnahme bezahlen können, ist also nicht gerade eine Überraschung. Um ehrlich zu sein, eine ganze Reihe anderer Umfragen ergaben ähnliche Zahlen. Hier mehr von Neal Gabler:

Eine Bankrate-Umfrage von 2014 förderte die selben Daten zutage, wie die der FED. Sie fand heraus, dass nur 38 Prozent der Amerikaner einen Besuch der Notaufnahme in Höhe von $ 1.000 oder eine Autoreparatur in Höhe von $ 500 mit Ersparnissen abdecken konnten. Zwei im vergangenen Jahr von Pew Charitable Trusts veröffentlichte Berichte besagten, dass 55 Prozent der Haushalte nicht genügend verfügbare Ersparnisse hatten, um einen Monat verlorenes Gehalt zu kompensieren und dass von den 56 Prozent der Menschen, die sich im Vorjahr Sorgen über ihre finanzielle Lage machten, 71 Prozent besorgt darüber waren, ob sie genug haben, um ihre täglichen Ausgaben abzudecken.

Was uns all diese Zahlen aufzeigen ist, dass die Mittelklasse verschwindet. Ich neige dazu, es mit einer sehr bizarren “Reise nach Jerusalem“ zu vergleichen. Mit jedem Monat werden mehr Stühle aus dem Kreis gezogen und jene Mitglieder der Mittelklasse, die noch nicht in Armut gefallen sind, hoffen einfach nur noch, dass noch ein Stuhl für sie da ist, wenn die Musik aufhört zu spielen.

Selbst während der “Obama-Erholung“ konnten wir beobachten, wie die Armut in Amerika absolut explodierte. Tatsächlich sind gerade erst neue Zahlen herausgekommen, die recht alarmierend sind. Das Folgende kommt von einem anderen Autor des The Atlantic, namens Gillian B. White:

Kürzlich veröffentlichte die Brookings Institution einen Bericht, der sich mit dem selben Thema beschäftigte, nur unter einem anderen Namen. Der Bericht gründet sich auf Forschungen des britischen Ökonomen William Beveridge, welcher 1942 fünf Typen der Armut vorgeschlagen hatte: elend, ignorant, bedürftig, faul und krank.

In modernen Begrifflichkeiten ausgedrückt, könnten wir diese entsprechend als Armut in Verbindung mit Wohnen, Ausbildung, Einkommen, Beschäftigung und Gesundheitsfürsorge benennen. Bei der Analyse des American Community Survey 2014 durch die Co-Autoren des Berichts, Richard Reeves, Edward Rodrigue und Elizabeth Kneebone, fanden sie heraus, dass die Hälfte aller Amerikaner mindestens eine dieser Armutsarten erlebt hat und etwa 25 Prozent mindestens unter zweien leiden.

Um diesen Punkt zu unterstreichen, lassen Sie mich Ihnen nur fünf schnelle Fakten über das Armutswachstum in diesem Land an die Hand geben:

1. Die Zahl der Amerikaner, die in konzentrierten Gebieten hoher Armut leben, hat sich seit dem Jahr 2000 verdoppelt.

2. 2007 war jedes achte Kind in Amerika von Lebensmittelmarken abhängig. Heute ist es eins von fünf.

3. 46 Millionen Amerikaner besuchen jedes Jahr die Tafeln und die Warteschlangen an manchen Tafeln in den USA beginnen sich bereits morgens um 6: 30 Uhr zu bilden, weil die Menschen etwas haben möchten, bevor die Vorräte weg sind.

4. Die Zahl obdachloser Kindern in den USA hat sich in den letzten sechs Jahren um 60 Prozent erhöht.

5. Laut Poverty USA schliefen im vergangenen Jahr 1,6 Millionen amerikanische Kinder in einem Obdachlosenheim oder irgendeiner Art von Notfallbehausung.

Diese letzte Zahl trifft mich jedes Mal zutiefst. Wie kann “das wohlhabendste und mächtigste Land auf dem Planeten“ mehr als eine Million obdachloser Kinder haben?

Dies ist einer der Gründe, warum ich immer und immer und immer wieder auf den laufenden wirtschaftlichen Kollaps hinweise. Er betrifft echte Familien mit echten Kindern, die echte Hoffnungen und echte Träume haben.

So sollte es in unserem Land nicht laufen. Dies sollte das “Land der Gelegenheiten“ sein. Es sollte der Ort sein, wo jeder den “amerikanischen Traum“ leben kann.

Stattdessen ist es zu einer wirtschaftlichen Einöde geworden, in der die größte und blühendste Mittelklasse der Weltgeschichte systematisch ausgeweidet wird. Also nein, die US-Wirtschaft läuft nicht “bestens“ – wer Ihnen so eine Lüge erzählt, verbreitet nur Unwahrheiten.

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/04/47-prozent-der-amerikaner-haben-nicht-einmal-400-fuer-die-notaufnahme/

Gruß an die Menschen

TA KI

 

Der neue 5er – oder: Was die LeiDmedien lieber verschweigen


5-euro-münze

Bejubelt als innovative deutsche Wertarbeit, angeblich fälschungssicher, dank durchscheinendem Polymerring, präsentierte der bayrische Finanzminister Markus Söder am 11. April 2015 die neue 5-Euro-Münze. Die FAZ berichtet:

An dem blauen Ring soll man sie erkennen. Der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) präsentierte die neue fälschungssichere Fünf-Euro-Münze am Montag im bayerischen Hauptmünzamt als „Weltneuheit“. […]

Mit der Münze, die vom Bayerischen Hauptmünzamt und den Staatlichen Münzen Baden-Württemberg entwickelt wurde, will man die Sicherheit erhöhen. Beide Bundesländer sind nun berechtigt, das Vorprodukt für die fünf deutschen Münzprägestätten herzustellen, zu denen neben München auch Berlin, Hamburg, Stuttgart und Karlsruhe gehören. Die jährliche Gesamtkapazität beträgt eine Milliarde Stück.

Eine Milliarde Münzen zu einen Nominalwert von 5 Euro, macht 5 Milliarden Euro an neuen, physisch in den Umlauf gebrachten Zahlungsmitteln im Jahr (sic.!) – zusätzlich zu den Zentralbank-Einsen und -Nullen. Interessant.

Vergleichbare Artikel lassen sich in mehr oder weniger allen BRD-Hofblättern finden. Eine entscheidende Frage wird derweil von keinem gestellt:

Warum?

Warum wird in Zeiten, in denen über die Bargeldabschaffung offen diskutiert wird, in denen der 500-Euro-Schein abgeschafft werden soll, in denen Otto-Normalbürger nur schwerlich überhaupt noch mit dem 200-Euro-Schein seinen Einkauf oder an der Tankstelle bezahlen kann, überhaupt eine neue 5-Euro-Münze eingeführt?

Nun, die Antwort sollte jedem Normalbürger an sich vollkommen klar sein. Die Blendgranaten mit den großen Euro-Scheinen sind nun einmal nur genau das: Blendgranaten.

Tatsache ist, dass das, was im Volksmund “Inflation“ genannt wird, nun letztlich seine Blüten trägt (im Wahrsten Sinn des Wortes, soll doch die “Fälschungssicherheit“ eins der wichtigsten Merkmale des neuen 5ers sein). Die “Inflation“ hat allerdings nur wenig mit dem “Verbraucherpreisindex“ zu tun, welcher vom Statistischen Bundesamt herausgegeben wird und auf einem im Grunde frei veränderbaren Warenkorb beruht.

Die für jedermann beobachtbaren Preissteigerungen für tägliche Notwendigkeiten wie Nahrungsmittel, Strom, Wasser, Miete, Treibstoff, udgl. unterliegen selbstverständlich auch Erhöhungen bei Steuern, diversen Abgaben und Gebühren, welche jedoch im Verhältnis zur Bewertung mittels des gesetzlichen Zahlungsmittels Euro anteilig eher gering ausfallen.

Fakt ist, der Euro hat seit seiner Einführung massiv an Wert verloren und dies spiegelt sich in der Preisfindung wider. So kostet ein Brot heute rund 3 Euro (6 DM), eine Portion Pommes weiß 2 Euro (4 DM), ein Glas Bier etwa 2,50 Euro (5 DM) und eine Tasse Kaffee 2 Euro (4 DM). Führt man heute jemanden zu einem halbwegs anständigen Abendessen in einem ganz normalen Restaurant aus, kommt man nicht wirklich unter 35 bis 40 Euro davon – 70 bis 80 DM!?

Angesichts der massiven Ausweitung der Geldmenge durch die EZB in Höhe von 60 Milliarden Euro im Monat (sic.!) ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis die hyperinflationäre Geldpolitik der Zentralbank auch das Portemonnaie der Bevölkerung erreicht. Insofern ist der Schritt zur Einführung des Euro-“Heiermanns“ nur konsequent. Dass ausgerechnet die BRD den ersten Schritt macht, sollte ebenfalls nicht verwundern, erfreut sich Bargeld doch hierzulande nach wie vor einiger Beliebtheit als Zahlungsmittel. Wie rückständig! Fragen Sie mal die Schweden…

Die Einführung der neuen 5-Euro-Münze lässt sich am Besten mit einem Zitat zusammenfassen:

»Sesterzen nichts mehr wert sein…«
(Miraculix in “Obelix GmbH & Co. KG“ (Bd. XXIII))

Alles läuft nach Plan…

Der Nachtwächter

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Quelle: http://n8waechter.info/2016/04/der-neue-5er-oder-was-die-leidmedien-lieber-verschweigen/

Gruß an die Klardenker

TA KI

Der 1000-Mark-Schein war einmal so viel wert wie vier 500-Euro-Scheine heute


1000-Mark-Schein

 Der 500-Euro-Schein, den Wolfgang Schäuble und Mario Draghi abschaffen wollen, ist in Kaufkraft gerechnet noch so viel wert wie 420 Euro bei Einführung der Einheitswährung. Für einen 1000-Markschein, der  nach dem Umrechnungskurs zum Start der Währungsunion heute 511 Euro entspräche, konnte man sich 1964, als er auf Druck des Handels eingeführt wurde, fast so viel kaufen wie heute mit vier 500-Euro-Scheinen.

Mit anderen Worten: 35 Jahre lang störte sich in Deutschland kein Finanzminister an einem Geldschein, der bei seiner Einführung fast vier Mal so viel wert war, wie heute der höchste Schein, der nun plötzlich für große Teile des Übels in dieser Welt und so ziemlich alle Steuerhinterziehung und Terrorfinanzierung verantwortlich sein soll.

Aber vielleicht gab es ja in früheren Jahrzehnten noch keine Waffenhändler, die Politikern Bündel mit Geldscheine zusteckten, und keine Terrorfinanzierung. Aber doch, da gab es doch ziemlich viele Skandale dieser Art, und es gab die Rote Armee Fraktion und den Terroranschlag auf Olympia.

Für alle die nachrechnen wollen: 2015 betrug bezogen auf das Basisjahr 2010=1000  der Preisindex 107. Im Jahr  1995 lag er zur gleichen Basis  bei 81.  1964 lag der Index zum Basisjahr 1995=100 bei 35. Verkettet man, so ergibt sich ein Index für 1964 bezogen auf das Basisjahr 2015 von 0,93 X 0,81 x 0,35 = 0,26.

Quelle:http://norberthaering.de/de/27-german/news/559-1000-mark-bargeld#weiterlesen

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Gruß an alte Zeiten

TA KI