Die nordamerikanischen Ureinwohner


Vergleichend zu den indogermanischen Völkern habe ich hier eine kurze Darstellung der nordamerikanischen indigenen Völker hinzugefügt.
Bei den noch heute lebenden Naturvölkern ist noch vieles von den alten Mythen lebendig. Doch leider gehen auch diese alten Weisheiten und Rituale so langsam verloren.
Jeder von uns weiß, daß diese Menschen von den Einwanderern aus der alten Welt verfolgt, getötet und in Reservate verfrachtet wurden. Dort fristen sie heute ein wenig menschenwürdiges Dasein. Rassismus, Arbeitslosigkeit und Alkoholismus sind nicht selten.
Die jungen Leute sind hin und her gerissen zwischen der alten Kultur und der neuen Lebensweise der Weißen. Doch es gibt mittlerweile eine aktive moderne Indianerbewegung … 🙂

 

Der Nordwesten

Die Völker der Nordwestküste lebten in Holzhäusern in einer dörflichen Gemeinschaft. Ein mildes Klima und die üppigen Nahrungsquellen ließen genügend Zeit und Muße für die Entwicklung zahlreicher ritueller Aktivitäten. Jeder Stamm führte sich auf ein mythisches Tier zurück, das auf Totempfählen und anderen Bildnissen dargestellt wurde. Rabe, Donnervogel und Kannibalengeist sind in dieser Region weitverbreitete mythologische Gestalten.

 

Die Plains

Die Kultur der großen Ebenen, die von den ehemals nomadisch lebenden Büffeljägern bewohnt wurden, entwickelte sich nach der Einführung des Pferdes und dem Zustrom von Völkern aus der Waldregion. Eine persönliche Beziehung zu den Geistern war ihnen von großer Bedeutung. Die Mythen berichten von Elementargöttern und einem höchsten Wesen. Über Tiermythen und Mythen über die heilige Pfeife berichten ihre Geschichten.

 

Der Südwesten

Diese wüstenhafte Landschaft wird von den Pueblo-Völkern bewohnt, die nach ihrer Siedlungsweise in Dörfern benannt ist. Die religiösen Vorstellungen dieser Menschen beruhen auf der Entstehungsmythologie und ihrer bäuerlichen Lebensweise. In ihren Zeremonien sind maskierte Darsteller mythischer Geister von Bedeutung.

 

Die Waldregionen und der Südosten

Der Norden und Osten von Nordamerika ist eine von dichten Wäldern bewachsene Seen- und Flußlandschaft. Die Mythologie die hier entstanden ist handelt dem entsprechend von Waldgeistern, Dämonen, Ungeheuern, Elementargöttern und einem höchsten Wesen. Ihre Welt ist in eine Ober- und Unterwelt geteilt. Bei einigen Völkern des Südwestens gilt die obere Gottheit als Schöpferin von Mutter Erde und Vater Himmel, die ihrerseits die ersten Lebewesen, somit auch die Menschen zeugten. Die Hopi erzählen von Zwillingsgottheiten, die die Tiere schufen, dann aus Lehm Menschen formten und diese durch einen rituellen Gesang zum Leben erweckten.

 

Bei allen Stämmen gibt es die Vorstellungen, daß die Entstehung der Welt einer obersten Gottheit, dem „Großen Geist“ (Gitchi Manitu, Wakan Tanka…) zugeschrieben wird. Diese Gottheit genießt eine große Verehrung, ist aber zu konturenlos und passiv, um als profilierte Persönlichkeit gelten zu können. Der Große Geist erschafft weitere, präziser umrissene Gottheiten, wie Mutter Erde und Vater Himmel, die Sonne oder den Mond, die ihrerseits weitere Schöpfungsakte vollbringen.
In den meisten Schöpfungsmythen finden sich auch zahlreiche Tiere mit wichtigen Funktionen wieder.

Lame Deer sagte:

Wir alle müssen lernen, uns als Teil dieser Erde zu sehen,
nicht als einen Feind, der von außen kommt und ihr seinen Willen aufzuzwingen sucht.
Wir, die wir das Geheimnis der Pfeife kennen, wissen auch,
daß wir als lebendiger Teil dieser Erde ihr nicht Gewalt antun können,
ohne uns selber zu verletzen.

 

Lame Deer (Tahca Ushte) wurde ca. 1900 in der Rosebud Reservation in Süddakota geboren und starb 1974. Er war Medizinmann der Sioux (Dakota).

Die Sioux, ein großes Volk mit demokratischer Stammesorganisation, lebten zuerst als Ackerbauern und Jäger. Als die indigenen Völker vor den Weißen nach Westen auswichen und als das Pferd (von den Spaniern nach Amerika gebracht) sich in Nordamerika verbreitet hatte, zogen die Sioux in die Prärie, in die weite Grasebene, und wurden nomadisierende Büffeljäger.
Der Name Sioux (ausgesprochen: Ssu) ist die Abkürzung eines Algonkin-Wortes für „Schlangen“ (Feinde). Sie selber nennen sich Dakota oder Lakota (Freunde, Verbündete). Die Dakota kämpften heldenhaft gegen die weißen Eindringlinge. Viele Führer der modernen Indianerbewegung sind Dakota.
Die Pfeife ist ein Symbol für die Verbundenheit des Menschen mit dem Schöpfergeist und mit der ganzen Schöpfung.

(Aus „Weisheit der indianer“ Orbis Verlag)

Mondgeist

 Der Mondgeist:

Einer der wichtigsten Geister der Inuit, der für Fruchtbarkeit, für moralisch richtiges Verhalten und, wie im Fall der Inuit Alaskas, für die Beherrschung der Tierwelt von Bedeutung ist.
Entnommen aus dem Buch „Mythologie“
Herausgegeben von Roy Willis

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Quelle: http://www.return-of-the-dragon.de/geschichte/indianer.htm

Gruß an die Schöpfung

TA KI

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Die Warnungen der Inuit über die Erdachsenverschiebung


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Indigene Naturvölker haben eine viel intensivere Wahrnehmung und Beziehung zur Natur als wir „Zivilisierten“, die wir in unseren leblosen Beton- und Stahlbauten hausen, abgeschottet von jeglichem wirklichen Leben. Jenes wirkliche Leben da draußen hat nichts mit dem künstlichen und egozentrischen Leben in unseren Großraumbüros, der Großstädte oder in unserem sozialen Umfeld zu tun. Jahrtausendelang dorthin zu gehen, wo Fang- und Jagdbeute für das Überleben der einzelnen Sippen in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen, prägten den Bezug der Inuit zur Natur, zu den Tieren, zum Himmel, zu den Sternen und zur Sonne. In Schnee und Eis überlebten die in Nordkanada und Grönland lebenden Inuit, die von ihren südlichen Nachbarn, den Indianern, Eskimos, genannt wurden jedes Wetter.

Jedes Jahr geht in Grönland die Sonne nach der Polarnacht erst am 13. Januar auf. Sie zeigte sich im Jahr 2011 über der grönländischen Stadt Ilulissat aber bereits am 11. Januar. Zudem berichten die Inuit von Wetterkapriolen, wie höhere Temperaturen im Vergleich zu den Jahrzehnten zuvor und Regen im polaren Winter, statt Schnee und Eis. In einer Botschaft vom Frühjahr 2011 warnen die Inuit vor den Folgen einer Erdachsenverschiebung, die sie mutmaßlich als Auslöser für das ungewöhnliche Wetter sehen:

Die Warnungen der Inuit
(Ludy Pudluk, Elijah Nowdlak, Herve Paniaq von den Inuit an der Ostküste Grönlands)

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Die Sonne ist falsch. Die Sterne sind falsch. Die Erdachse hat sich verändert. Um Seehunde zu jagen benötigen wir Tageslicht. Wir hatten nur eine Stunde Tageslicht (im polaren Winter, Anm. der Red.). Heute hatten wir zwei Stunden Tageslicht (am 21.Dezember, Tag des Sonnentiefstandes).

Diese Veränderung ist deutlich feststellbar, denn das Tageslicht ist viel höher am Horizont als sonst. Ich merke diese Veränderungen durch Beobachten der Atmosphäre. Ich habe schon immer hier gelebt und mein ganzes Leben lang die Sonne beobachtet. Der Verlauf der Sonne hat sich nicht verändert, dafür aber der Punkt, an dem sie aufgeht. Vielleicht ist die Erdachse gekippt. Wir möchten über die Sonne und die Umwelt sprechen, aber wir wissen nicht, was wirklich passiert ist. Die Sonne ging sonst sehr nah „neben“ der höchsten Spitze des Berges auf. Neuerdings geht sie „hinter“ der höchsten Spitze des Berges auf. Da die Sonne jetzt höher strahlt, bekommen wir jetzt mehr Hitze ab. Dies verändert das Klima.

Ich habe gelernt, mich anhand der Sterne zu orientieren. Aber sie sehen von hier jetzt anders aus. Wir haben festgestellt, dass sich die Positionen der Sterne verändert haben. In unserer Welt verändert sich derzeit alles: unser Land, der Himmel und die Umwelt. Die Eisschollen verhalten sich anders, was mit der veränderten Windrichtung zu tun hat. Der Wind kam normalerweise aus Norden. Wir hatten seit langer Zeit keinen Nordwind mehr. Der Wind kommt jetzt hauptsächlich aus Osten; sogar Südwind gibt es ab und zu, was sonst nie der Fall war. Der strenge Ostwind bringt sehr schlechtes Wetter mit (was Jagd und Fang von Tieren erschwert, Anm. d. Red.).

Quelle: conrebbi: youtube.com/watch?v=37RT2u9sA_Q#t=102

Die indigenen Völker sind das spirituelle Vermächtnis für die ganze Menschheit

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Noch 150.000 Einwohner zählen die indigenen Volksgruppen, die im arktischen Zentral-und Nordostkanada sowie auf Grönland leben. Man nennt sie oberbegrifflich Inuit. Sie überlebten die letzten Jahrtausende durch ihre ausgeprägte Jagdkultur, die bis Mitte des 20. Jahrhunderts andauerte. Hauptsächlich ernährten sie sich von Meeressäugern wie Robben, Walrossen, Wale und Eisbären, aber auch von Landtieren (Karibus). Außer der Jagd betrieben sie Fischfang und sammelten Früchte. Da ihr Überleben von hauptsächlich jagdbaren Tieren abhing, waren sie auf eine nomadische Lebensweise angewiesen. Durch die Eroberung Amerikas durch die Europäer ging auch für die polaren Naturvölker die traditionelle Lebensweise brutal zu Ende. Da Nomaden in einem ursprünglichen Rhythmus leben, der sich eng an den saisonalen Schwankungen der Natur in ihrer Heimat ausrichtet, welche aufgrund des Aufteilens der Ländereien von den Herrschenden stark eingegrenzt wurde, konnten sie sich plötzlich von ihren gewohnten Nahrungsmitteln nicht mehr ernähren. Sie mussten sesshaft werden – oder weggehen, um Jobs zu suchen – was ihrer traditionellen Lebensweise vollkommen entgegen steht. Sie wurden gezwungen, die nach westlichem Empfinden sog „zivilisierte“ Lebensweise anzunehmen, in der ein Austausch nur noch mit Geld möglich war. Einige der vielen Folgen der erzwungenen Veränderungen für die Inuit, wie für viele andere indigene Völker waren Depressionen, Alkoholismus, Selbstmord.

Hören wir auf die indigenen Völker ob ihrer naturverbundenen Lebensweise und spirituellen Weltanschauung. Sie sind das spirituelle Vermächtnis für die ganze Menschheit und wir sollten ihnen zuhören um wieder zu lernen, Botschaften unserer Natur zu empfangen, sie zu achten und zu respektieren.

Bilder: Fotolia (Beitragsbild), Library and Archives Canada / Flick Creative Commons (Bilder Mitte und Unten)

Quelle: http://www.2012spirit.de/2014/09/die-warnungen-der-inuit-ueber-die-erdachsenverschiebung/

Gruß an die Wahrer des Vermächtnis der Menschheit

TA KI