Der Schwur der Jesuiten


IHSDieser Artikel erschien hier bereits am 05. August 2014

In acquisa 7/98 fand ich eine Buchbesprechung: Das Managementmodell der Jesuiten, Helmut Geiselhart, Gabler Verlag, 167 Seiten, 68,- DM.

Darin heißt es: „Dem Jesuitenorden ist es gelungen, sich über Jahrhunderte hinweg durch kritische Selbstreflexion permanent zu erneuern. Er hat damit das institutionalisiert, was eine lernende Organisation ausmacht. Dieses Erfolgsprinzip läßt sich auf Unternehmen übertragen. … Er (Geiselhart) beschreibt Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Orden und Unternehmen, skizziert das Leben des Ordensgründer Ignatius von Loyola und macht den Leser vertraut mit meditativen Übungen als Quelle des Erfolgs.“

Um es gleich vorweg zu sagen, ich habe das Buch nicht gelesen. Dennoch ist es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen, daß – und wie Kirchen und Sekten alle Register ziehen, um in die Unternehmen einzudringen – und sei es zunächst nur durch „geistige Übungen“. Leider ist dabei eine gewisse Inkonsequenz zu beobachten, denn wer vor Scientology warnt, sollte auch Ziele und Gesinnung aller anderen Sekten, einschließlich der großen Kirchen überprüfen.

Was mit Sicherheit nicht im Buch von Helmut Geiselhart steht, Sie aber vielleicht kennen sollten, wenn Sie das Managementmodell der Jesuiten interessiert, ist

Der Schwur der Jesuiten

Ich …………………………………. (Name des zukünftigen Mitglieds der Jesuiten), werde jetzt, in der Gegenwart des allmächtigen Gottes, der gebenedeiten Jungfrau Maria, des gesegneten Erzengels Michael, des seligen Johannes des Täufers, der heiligen Apostel Petrus und Paulus und all der Heiligen und heiligen, himmlischen Heerscharen und zu dir, meinem geistlichen Vater, dem oberen General der Vereinigung Jesu, gegründet durch den Heiligen Ignatius von Loyola, in dem Pontifikalamt von Paul III. und fortgesetzt bis zum jetzigen, hervorgebracht durch den Leib der Jungfrau, der Gebärmutter Gottes und dem Stab Jesu Christi, erklären und schwören, daß seine Heiligkeit, der Papst, Christi stellvertretender Vize-Regent ist; und er ist das wahre und einzige Haupt der katholischen und universellen Kirche über die ganze Erde; und daß aufgrund des Schlüssels zum Binden und Lösen, der seiner Heiligkeit durch meinen Erlöser Jesus Christus, gegeben ist, er die Macht hat, ketzerische Könige, Prinzen, Staaten, Republiken und Regierungen aus dem Amt abzusetzen, die alle illegal sind ohne seine heilige Bestätigung, und daß sie mit Sicherheit vernichtet werden mögen. Weiter erkläre ich, daß ich allen oder irgendwelchen Vertretern deiner Heiligkeit an jedem Platz, wo immer ich sein werde, helfen und beistehen und sie beraten und mein äußerstes tun will, um die ketzerischen protestantischen oder freiheitlichen Lehren auf rechtmäßige Art und Weise oder auch anders auszurotten, und alle von ihnen beanspruchte Macht zu zerstören.

Ich verspreche und erkläre auch, daß ich nichtsdestoweniger darauf verzichte, irgendeine ketzerische Religion anzunehmen, um die Interessen der Mutterkirche auszubreiten und alle Pläne ihrer Vertreter geheim und vertraulich zu halten, und wenn sie mir von Zeit zu Zeit Instruktionen geben mögen, sie nicht direkt oder indirekt bekanntzugeben durch Wort oder Schrift oder welche Umstände auch immer; sondern alles auszuführen, das du, mein geistlicher Vater, mir vorschlägst, aufträgst oder offenbarst …

Weiter verspreche ich, daß ich keine eigene Meinung oder eigenen Willen haben will oder irgendeinen geistigen Vorbehalt, was auch immer, selbst als eine Leiche oder ein Kadaver, sondern bereitwillig jedem einzelnen Befehl gehorche, den ich von meinem Obersten in der Armee des Papstes und Jesus Christus empfangen mag. Daß ich zu jedem Teil der Erde gehen werde, wo auch immer, ohne zu murren, und in allen Dingen unterwürfig sein will, wie auch immer es mir übertragen wird … Außerdem verspreche ich, daß ich, wenn sich Gelegenheit bietet, unbarmherzig den Krieg erkläre und geheim oder offen gegen alle Ketzer, Protestanten und Liberale vorgehe, wie es mir zu tun befohlen ist, um sie mit Stumpf und Stiel auszurotten und sie von der Erdoberfläche verschwinden zu lassen; und ich will weder vor Alter, gesellschaftlicher Stellung noch irgendwelchen Umständen halt machen. Ich werde sie hängen, verbrennen, verwüsten, kochen, enthäupten, erwürgen und diese Ketzer lebendig vergraben, die Bäuche der Frauen aufschlitzen und die Köpfe ihrer Kinder gegen die Wand schlagen, nur um ihre verfluchte Brut für immer zu vernichten. Und wenn ich sie nicht öffentlich umbringen kann, so werde ich das mit einem vergifteten Kelch, dem Galgen, dem Dolch oder der bleiernen Kugel heimlich tun, ungeachtet der Ehre, des Ranges, der Würde oder der Autorität der Person bzw. Personen, die sie innehaben; egal, wie sie in der Öffentlichkeit oder im privaten Leben gestellt sein mögen. Ich werde so handeln, wie und wann immer mir von irgendeinem Agenten des Papstes oder Oberhaupt der Bruderschaft des heiligen Glaubens der Gesellschaft Jesu befohlen wird.“

der erste jesuit

Quellen:
1. Prof. Dr. Walter Veith, Kapstadt;
2. Ausschnitt aus dem „Schwur der höchsten Weihe“ der Jesuiten, aufgeschrieben im Verzeichnis des Kongresses der Vereinigten Staaten von Amerika (House Bill 1523, Contested election case of Eugene C. Bonniwell, against Thos. S. Butler, February 15, 1913, pp. 3215-16)

Wie finden Sie das Managementmodell der Jesuiten?

Der spanische Ex-Jesuit Dr. Alberto Rivera schreibt in „Die Heiligen Väter“: Nun werden Sie die „Mutter der Hurerei und aller Greuel auf Erden“ (Offenbarung 17,5) in all ihrer politischen, wirtschaftlichen und militärischen Macht kennenlernen. Als ich ein vereidigter Jesuit war, wurde uns die Wahrheit über beide, die Nazi- und kommunistische Partei erzählt. Ich lernte, warum Millionen wehrloser Juden in den Tod gestürzt wurden. Drei Jahre lang wurde ich von einem brillanten deutschen Jesuiten, Augustin Cardinal Bea, unterrichtet, der uns streng geheime Informationen gab, die nie in Geschichtsbüchern erscheinen werden.

Die meisten großen protestantischen Lehrer, wie Wyklif, Calvin, Wesley, Finney, Moody, Spurgeon, und viele andere glaubten (auch Luther), daß die römisch-katholische Institution die „Mutter der Hurerei und aller Greuel auf Erden“ sei. Die Offenbarung in der Bibel beschreibt in Kapitel 17 nicht das alte Babylon, sondern den Vatikan in den heutigen Tagen!

Kein anderes religiöses System in der Welt nennt sich selbst „Mutter“. Sogar ihre Farben sind in der Bibel beschrieben,“scharlach“ und „purpur“, Symbole der Autorität. Kein anderes religiöses System hat die Kräfte: politisch und religiös. Die „Mutter der Greuel“ hat viele Kinder … Sie wurden von Satan durch den Vatikan erschaffen und unterhalten, um Tod und Elend über Millionen von Menschen zu bringen. Das ist eines der am strengsten gehüteten Geheimnisse moderner Zeit.“

„… Weil das große römische Imperium zerfiel, wechselten die Caesaren ihre Kleidung und zogen sich religiöse Kostüme an; aber ihr satanisches, religiöses System blieb. Sie gaben ihren alten Göttern neue Namen. Jupiter wurde der Apostel Petrus, Venus die Jungfrau Maria usw. Wegen der schweren Christenverfolgung funktionierte die wahre Gemeinde Christi seit dem Jahre 60 n.Chr. nur im Untergrund (Katakomben).

„… Ignatius von Loyola (1491-1556). Er war der Erfinder der „Gesellschaft Jesu“ = Societas Jesu (S.J.), des Jesuiten- Ordens. Er gründete auch die „Illuminati“ (= Erleuchteten) und wurde der erste Jesuiten-General. Dank der Unterstützung der römisch-katholischen Institution wurde er 1622 zum Heiligen gemacht (Denkmal in der Kirche Del Gesu in Rom). Er war ein satanisches Genie und baute eine Armee spezieller Priester auf, die völlig der Disziplin und Ordnung untertan waren. Sie haben Kriege gestartet, Könige und Präsidenten ermorden lassen (z.B. Abraham Lincoln) und werden alles tun, um Leben oder Ruf dessen zu vernichten, der es wagt, ihnen im Wege zu stehen. Die Jesuiten waren aus fast allen Nationen hinausgeworfen worden, mit Ausnahme der USA, wo sie sehr aktiv sind in der Politik, der US-Einwanderung usw. Ihre Aufgabe ist es, jedermann so weit zu bringen, daß sie auf ihre Knie fallen, um den Papst als den Stellvertreter Jesu Christi auf Erden anzuerkennen und sich völlig seiner Macht zu unterwerfen. Der Jesuiten-General ist bekannt als der „Schwarze Papst“. er regiert in Wirklichkeit den Vatikan hinter den Szenen; und Satan leitet den schwarzen Papst.

Die meisten Bücher über die Jesuiten sind entweder vermißt, verbrannt oder werden nicht mehr gedruckt. Nicht nur Bücher, sondern auch Ex-Jesuitenpriester sind entweder spurlos verschwunden oder tot. Waren bzw. sind die Jesuiten auch im 20. Jahrhundert tätig? … Was Sie jetzt lesen werden, wird Ihnen die Haare zu Berge stehen lassen! …

In der spanischen Presse wurde am Todestag Hitlers eine Begräbnisrede in der Presse veröffentlicht: „Adolf Hitler, ein Sohn der katholischen Kirche starb als „Verteidiger des Christentums“. Es ist verständlich, daß keine Trauerworte über seinen Tod gefunden werden können, weil es viele gibt, die sein Leben verherrlichen. Über seinen sterblichen Überresten stand eine siegreiche moralische Figur. Mit der Palme der Märtyrer gibt Gott Hitler den Sieger-Lorbeerkranz.“

Dies war eine Verlautbarung des Vatikan via Madrid. Hat sich die Mutter aller Greuel jemals vor der Welt oder den Juden entschuldigt? Nein, sie wird es nie tun. Der Vatikan anerkannte Israel bis heute nicht als Staat. Der Preis für eine Anerkennung wäre die Besitznahme Jerusalems durch den Vatikan. Gott helfe uns, sollten die USA ein Konkordat mit dem Vatikan unterschreiben! Verhandlungen sind im Gange. Die religiöse Maschine dieser Zeit ist sehr alt …“ „Ein Bindeglied ist heute gefunden, nämlich im Obelisk, der eine viereckige Säule ist, die in die 4 Himmelsrichtungen weist. Auf der Spitze befindet sich eine Pyramide. Diese repräsentiert eine Kombination von religiöser und politisch-weltlicher Macht. Der Obelisk befindet sich in Ägypten, in den USA (Washingtonmonument) und im Vatikan. Für die Freimaurer, die Jesuiten und Illuminati steht es als geheimes Symbol für „Eine-Welt-Regierung“.

Quelle: http://www.offenbarung.de/papsttum-schwur-der-jesuiten.php

Gruß an die wahren Gläubigen

TA KI

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Die Sage von der Alte Taufe nach Meissel


taufe1Es war kurz nach dem Tode Karl des Großen. Unsere Vorfahren, die alten Sachsen, waren Christen geworden, aber nur äußerlich. Im Innern hielten sie an ihren Göttern fest. Da lebte im Sünteltale ein vornehmer Sachse mit Namen Magnus. Der war noch ein Heide. Wie alle Verkünder der den Sachsen aufgezwungenen Religion, haßte er auch den Mönch Amelung, den ersten Geistlichen in Apelern. Noch mehr aber haßte er diejenigen seiner eigenen Stammesgenossen. die sich hatten taufen lassen und Christen geworden waren und verfolgte sie auf das Grausamste.

So geschah es einst daß er eine Mutter mit ihrem fünfjährigen Söhnlein gefangen nahm, die beide kurz vorher getauft waren. Da die Mutter von dem Christenglauben nicht lassen wollte, führte er beide zu dem alten Opferstein auf dem Deister. Hier drohte er der Mutter, sie und ihr Kind dem Donar zu opfern, wenn sie dem fremden Glauben nicht abschwöre. Aber sie blieb standhaft. Da kannte die Wut des Heiden keine Grenzen. Erbarmungslos schlachtete er erst das Kind vor den Augen der Mutter, dann diese selbst.

Doch der angstvolle Blick des unschuldigen Kindes und die Standhaftigkeit der Mutter mußten wohl sein Herz gerührt haben. Plötzlich erwachte sein Gewissen und ließ ihm keine Ruhe mehr. Da beschwor ihn seine Gemahlin, die schon heimlich eine Christin geworden war, von dem alten Heidenglauben zu lassen und sich zu dem Christengotte zu bekehren. Magnus willigte schließlich ein und wandte sich an den von ihm bisher so gehaßten und bekämpften Mönch Amelung von Apelern.

Der unterrichtete ihn in dem neuen Glauben. Als die Taufe vollzogen werden sollte, meinte Magnus, kein Platz in der ganzen Gegend sei dafür besser geeignet, als der alte Opferstein auf dem Deister. Dorthin begaben sie sich. Oben im Stein befindet sich ein Becken, das immer mit Wasser gefüllt ist. Mit diesem Wasser wurde Magnus getauft. Von daher stammt der Name „Alte Taufe“. Danach ist hier aber keiner mehr getauft worden.

Quelle: „Über den Deister gehn“ von Udo Mierau und Gudrun Wildhagen

Quelle: http://www.mystic-culture.de/kultplatz/deister/taufe/sage-meissel.html

Gruß an die Lügenverbreiter und irrgläubigen Scheinchristen

TA KI

…auf der Lauer – an der Mauer- steht der Jesuitenpabst…Papa Franz mit Rabbi Shmuel Rabinovitch an der KOT-el


Franz und Rabbi klagen an der MauerPapst Franziskus und Rabbiner Shmuel Rabinovitch an der Kotel in Jerusalem

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Papst Franziskus setzt neue Akzente im Verhältnis der katholischen Kirche zum Judentum und zu Israel

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Der Papstbesuch im Heiligen Land ist vorüber. Offiziell als Pilgerfahrt deklariert, war diese Reise sowohl von kirchenpolitischer wie auch weltpolitischer Signifikanz. Vor allen aber scheint sie in Bezug auf die katholisch-jüdischen Beziehungen von bleibendem Wert zu sein.

Schon vor seinem Besuch hatte Papst Franziskus deutlich gemacht, dass er neue Akzente im Verhältnis der katholischen Kirche zum Judentum und zu Israel setzen wollte. Als besonderes Signal an das Judentum werteten Beobachter, dass neben Kurienkardinälen auch ein Rabbiner zur Delegation des katholischen Kirchenoberhauptes gehörte.

Eigentlicher Anlass des Papstbesuches war der 50. Jahrestag des ökumenischen Treffens zwischen Papst Paul VI. und dem griechisch-orthodoxen Patriarchen Athenagoras. Das war damals die erste Reise eines Papstes in den Staat Israel. Um den Fortschritt dieses Dialogs zu würdigen, trafen sich Papst Franziskus und Patriarch Bartholomäus in Jerusalem.

GASTGEBER
Was aber waren die politischen Momente dieser Reise? Erst einmal ist festzuhalten, dass die drei Gastgeber – Jordanier, Palästinenser und Israelis – allesamt zufrieden sein dürften. Die Vatikandiplomatie hatte das dreitägige Besuchsprogramm mit Gesten und Worten meisterhaft gestaltet: Verständnis für jede Seite, Ausgewogenheit als Prinzip. Der Papst pflegt nicht zu polemisieren oder zu polarisieren.

Nachdem sich der Vatikan vorher bei den Präsidenten Peres und Abbas diplomatisch abgesichert hatte, lud Papst Franziskus beide ein, zu ihm »nach Hause zu kommen«, um ein gemeinsames Gebet abzuhalten. Es gehe darum, von Gott das Geschenk des Friedens zu erflehen, sagte Franziskus. Die Dringlichkeit der Befriedung des Nahen Ostens – sei es, um den syrischen Bürgerkrieg zu beenden  oder   eine zweistaatliche Friedenslösung im israelisch-palästinensischen Konflikt anzustreben – war die politische Richtschnur des Papstbesuches.

Als er beim Treffen am Jordan mit syrischen Flüchtlingen das anhaltende menschliche Leid in Syrien bedauerte, stellte Franziskus die Frage, wer denn die Waffen verkaufe, mit denen der Krieg geführt werde. Darin liege die Wurzel des Übels, so der Papst: Hass und Geldgier. Klar in der Sache, jedoch ohne direkt mit dem Finger auf andere zu zeigen. Franziskus lobte zudem ausdrücklich die Bereitschaft Jordaniens, Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen, und rief die internationale Gemeinschaft zu größeren Finanzhilfen auf.

SIGNAL 
Jordanien spielte auch sonst eine besondere Rolle. So nahm der haschemitische Prinz Gazi an der Begegnung des Papstes mit islamischen Würdenträgern auf dem Jerusalemer Tempelberg teil. Es war ein unübersehbares Signal, wer der bevorzugte Partner Israels sein könne, wenn es um die Zukunft Jerusalems geht.

Zwei weitere politische Momente des Besuches sind von Bedeutung: zum einen der Fototermin an der Mauer bei Bethlehem – der Papst im stillen Gebet. Ein Zwischenstopp, der auf Wunsch von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas eingelegt wurde. Zum anderen kam der Papst der Bitte von Israels Premierminister Benjamin Netanjahu nach und suchte die nationale Gedenkstätte für die Opfer des Terrorismus am Herzlberg auf. Franziskus hatte gleich bei seiner Ankunft den Terroranschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel verurteilt. Dies steht im Einklang mit seiner Haltung, jeglichen Antisemitismus und jegliche Gewalt, die im Namen Gottes verübt wird, zu verurteilen.

Unweit der Gedenkstätte legte Franziskus am Grab Theodor Herzls einen Kranz nieder. Mit diesem symbolischen Akt legitimierte der Papst den Zionismus als staatstragende Idee Israels. Vor 110 Jahren hatte Papst Pius X. in einer Audienz mit Herzl die Idee des Zionismus aus theologischen Erwägungen schroff zurückgewiesen. Sie stünde im Widerspruch zu der Auffassung, die Christen seien das neue Volk Israel.

UNMENSCHLICHKEIT
Franziskus’ Homilie in Yad Vashem war eine Auseinandersetzung mit der Unmenschlichkeit, die durch Menschen verursacht werden kann. Theologisch vollzog er dabei eine Kehrtwende: Er stellte nicht die Frage, warum Gott die Schoa zugelassen habe. Nein, er sagte vielmehr: Adam, Mensch, wo warst du, wie tief konntest du sinken? Bei der Begegnung mit sechs Schoa-Überlebenden küsste er jedem die Hand. Eine Geste der päpstlichen Demut im Stile Franziskus’.

Der Papst hat mehrmals die Annäherung zwischen Juden und Christen als ein Wunder Gottes gewürdigt und die bald 50-jährige Zäsur durch die Erklärung »Nostra Aetate« hervorgehoben. Und er lobte Schimon Peres als Mann des Friedens und machte deutlich, welch große Sympathien er für das israelische Staatsoberhaupt hegt. Im Gespräch mit dem Papst stellte Peres wiederum fest: »Auf dem Weg, Frieden zwischen uns und den Palästinensern zu stiften, haben Sie Frieden zwischen Juden und Christen erreicht.« Die religiöse Befriedung sei eine ausgezeichnete Einleitung zum politischen Frieden, so Peres’ Fazit.

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Der Autor war von 2008 bis 2012 Botschafter des Staates Israel im Vatikan.

Quelle: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/19299

Gruß an die Schwarzmagier

TA KI

 

Gauck hält christlichen Glauben für „Zumutung“


Bundespräsident Joachim Gauck ermahnt die evangelische Kirche, Widersprüche zur Mehrheit zu riskieren und vernehmbar von Gott zu reden. Dringenden Reformbedarf sieht die EKD auch selbst.

Gauck(ler)

Joachim Gauck zitierte die Grabinschrift eines früheren Bundespräsidenten. Auf dem Grabstein von Johannes Rau, der 2006 starb, steht: „Dieser war auch mit dem Jesus von Nazareth.“

Dass Gauck dies am Donnerstagabend in Wuppertal auf einem Kongress der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zitierte, war weit mehr als eine Anspielung darauf, dass Johannes Rau in diesem Wuppertal geboren worden war.

Was Gauck damit vor allem veranschaulichte, war, dass überzeugte evangelische Christen – und so einer war Rau – zu ihrem Bekenntnis stehen müssen. Und dass sie zugleich damit rechnen sollten, damit nicht mehrheitsfähig zu sein.

Es werde „wohl nie Mainstream einer Gesellschaft“, sagte Gauck, es werde „wohl nie in der Mehrheit verabschiedet“, was Gebote der Christen fordern: „Dass der Schwache geschützt wird, dass Teilen richtiger ist als Behalten.“ Oder „dass man nicht alles darf, was man kann“, und „dass Friedfertigkeit so weit gehen kann, dem Angreifer auch die andere Wange hinzuhalten“.

Appell zu Selbstbewusstsein

 

Es war letztlich ein Appell zu Selbstbewusstsein und auch Widerständigkeit, was Gauck da den 800 Vertretern aller rund 550 evangelischen Kirchenkreise in Deutschland für ihre dreitägigen Diskussionen ans Herz legte.

Für Diskussionen, die freilich motiviert sind von erschüttertem Selbstbewusstsein und dem in der Kirche verbreiteten Gefühl, nicht als widerständig geschätzt, sondern als altbacken ignoriert zu werden.

Denn die Zahl der evangelischen Kirchenmitglieder sinkt kontinuierlich (auf mittlerweile rund 24 Millionen), während die Konfessionslosen immer mehr werden und ganz offen ihre Areligiosität bekennen. Wie die Kirche damit umgehen soll, wird bis Samstag in Wuppertal und an verschiedenen Orten des Ruhrgebiets diskutiert.

Gaucks Grußwort klang wie eine Ermahnung, bei diesen Diskussionen nicht nach Möglichkeiten zu suchen, wie man von der Gesellschaft wieder netter gefunden werden könnte. „Glaube an Gott ist doch immer auch eine Zumutung“, sagte der Bundespräsident.

„Vorletzte Fragen“

 

Er lobte, dass sich Religion unterscheidet von allem anderen, was in einer Gesellschaft wichtig ist. Denn man könne mithilfe von Religion trennen zwischen „vorletzten Fragen“, um die sich der Staat kümmern müsse, und „letzten“ Fragen, für die Politiker nicht zuständig seien. Oder zwischen politischen Mehrheitsentscheidungen und „Wahrheit“.

Und gerade deshalb, wegen dieses Abstands zum Alltäglichen, sei es „für dieses Land nicht gleichgültig, wie in der Kirche von Gott gesprochen wird – ja“, so fügte Gauck gegen Neigungen zur Selbstsäkularisierung hinzu, „ob überhaupt noch vernehmbar und verstehbar von Gott gesprochen wird“.

Wobei bemerkenswert war, dass Gauck mehrfach „wir“ und „uns“ sagte, als er die Kirche meinte. Klar, der ordinierte Pfarrer Gauck identifiziert sich mit den Protestanten. Klar aber auch: Dem ersten Mann im Staate ist der christliche Glaube generell als Stütze und Widerlager der Staates wichtig.

Kein einsamer Rufer

 

Allerdings ist Gauck mit solchen Meinungen zu seiner evangelischen Kirche derzeit keineswegs ein einsamer Rufer in der Wüste. Erst am Mittwoch hat die EKD in einem neuen Text zum Reformationsjubiläum 2017 sehr entschieden und ausführlich die theologischen Kerngedanken des Protestantismus betont.

Und am Donnerstagmittag, bei der Auftaktpressekonferenz des Wuppertaler „Zukunftsforums“, sagte der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider, es sei „das theologische Schwarzbrot“, also Bibel und Frömmigkeit, wonach die evangelischen Christen heute wieder fragen würden.

Angesichts solcher (Neu-)Positionierungen wirkte es am Donnerstagabend dann fast deplatziert, wie nach Gaucks Grußwort im Hauptvortrag der Berliner Soziologe Hubert Knoblauch eine alte Meinung aufwärmte, wonach sich kirchliche Religiosität gar nicht besonders unterscheide vom Rest der Gesellschaft.

Weil ja, so Knoblauch, auch viele andere Leute mit Yoga und weiterem Fernöstlichem ihr Interesse an religiösen Dingen bekunden würden.

Gebeutelt vom Mitgliederschwund

 

Dem aber hielt in der anschließenden Diskussion der Göttinger Theologe Jan Hermelink mit Bezug auf neuere Studien entgegen, dass evangelische Kirchenmitglieder von solchen unverbindlichen Versatzstücken wenig halten. Kirchenmitgliedschaft werde wieder „entschiedener“, auch „traditioneller“.

Die Menschen suchten dabei nach Kernfragen ihres eigenen Lebens. Kernfragen, für die nicht x-beliebige Leute zuständig seien, sondern „die Pfarrerinnen und Pfarrer als sichtbare Gestalten“, wie Hermelink sagte.

Die Frage bei all dem ist nur, wie die evangelische Kirche, gebeutelt vom Mitgliederschwund und deshalb über kurz oder lang auch mit Finanzproblemen konfrontiert, ihre Strukturen und Angebote dem Wandel so anpassen kann, dass jenes neue Ernsthaftigkeitsbedürfnis auch befriedigt werden kann.

Basteln an Reformkonzepten

 

Seit Jahren bastelt die EKD dazu an Reformkonzepten, die allerdings an der Basis in den Gemeinden oft für Unruhe und Missmut sorgen.

In Wuppertal soll nun mit den Vertretern der Kirchenkreise, der „mittleren Ebene“, überlegt werden, wie die Interessen und Möglichkeiten der Gemeinden besser berücksichtigt werden können, ohne dass man wieder in den einstigen Trott verfällt.

Einfach von oben herab dürfe man die Reform nicht fordern, sagte die Leiterin des gastgebenden Wuppertaler Kirchenkreises, Ilka Federschmidt: „Man kann nicht oben auf der Dachebene einen Prozess ausrufen, der dann unten einfach umgesetzt werden soll.“ Vielmehr müsse die Kirche neu entdecken, was „unten“ sowieso schon passiert. „Wir brauchen mehr Mut“, so Federschmidt, „auf ungesichertes Terrain zu gehen.“

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Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article128067030/Gauck-haelt-christlichen-Glauben-fuer-Zumutung.html

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Gruß an den einzig wahren Glauben- und die  Uralte Kultur unserer Ahnen

TA KI

Kein heiliger Rock


Warum Protestanten nicht zum »Heiligen Rock« nach Trier pilgern sollten

Kommentar von Helmut Frank

Viele Protestanten in Deutschland dürfte das irritieren: Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider hat die evangelischen Christen zur Teilnahme an der Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier zwischen 13. April und 13. Mai ermutigt. Seine Begründung: Auch unter Protestanten gewinne Pilgern an Bedeutung.

Wer gerne auf dem Jakobsweg wandert, muss sich nun also angesprochen fühlen und ist vom EKD-Chef eingeladen, dem heiligen Rock zu huldigen, einer katholischen Reliquie, deren Echtheit höchst fraglich ist. Zumal der Trierer Kult keinen Anspruch auf Exklusivität erheben kann: Rom, Jerusalem, Moskau, Santiago, Oviedo, Gent, London, Mainz, Köln, Frankfurt, Bremen und Loccum haben zu irgendeinem Zeitpunkt einmal behauptet, sie besäßen den Leibrock Christi. »Bescheyßerei zu Trier« hatte Luther die Wallfahrt noch genannt, den »Teufelsmarkt zu Trier« ein »verführlich, lügenhaft und schändlich Narrenspiel«.

Nach dem Johannesevangelium wurde ein Teil der Gewänder Jesu nach dessen Kreuzigung verteilt. Der Leibrock jedoch wurde unter den Soldaten verlost, da er für eine Zerteilung zu kostbar erschien, denn er war »ohne Naht«. Einer Legende nach soll Helena, die Mutter Konstantins des Großen, den Heiligen Rock nach Trier gebracht haben. Genaues weiß man nicht, die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1196, als Erzbischof Johann I. den Hochaltar im damals neu errichteten Ostchor des Trierer Domes weihte und die Reliquie darin einschloss. Die Urkunde ist immerhin etwas älter als die der Sandalen Christi, welche sich im Besitz der nahen Abtei Prüm befinden.

Die öffentliche Rock-Schau begann im Jahr 1512, zu Luthers Zeiten wurde der Rock alle sieben Jahre gezeigt. Der letzte Trierer Kurfürst Clemens Wenzeslaus nahm die Reliquie mit nach Augsburg, sie kehrte erst 1810 wieder nach Trier zurück. Danach erreichte die Verehrung einen Höhepunkt. Im Jahr 1810 wurde der Heilige Rock anlässlich seiner Rückführung aus Augsburg 18 Tage lang ausgestellt und von über 220.000 Pilgern besichtigt. Zur Trierer Wallfahrt von 1844 kamen über eine Million Pilger. Es gab aber auch eine Gegenbewegung. Otto von Corvin schrieb sein antiklerikales Buch Pfaffenspiegel, der Priester Johannes Ronge prangerte in einem Protestbrief an den Bischof von Trier den »Götzendienst« an. Ronge wurde exkommuniziert. 1996 waren es rund 700.000, seither gibt es jährlich »Heilig-Rock-Tage«.

Ökumene kann nicht darin bestehen, dass man nun religiöse Praktiken empfiehlt, die von den Reformatoren zu Recht verworfen wurden. Wer nach Trier fährt, sollte dies nicht als Pilger tun, denn Christus hat sich gewiss nicht in einem Stück Textil verewigt.

Mehr Sinn macht die nun bereits vielfach ausgesprochene Einladung, das Reformationsjubiläum 2017 zusammen mit der römisch-katholischen Kirche zu feiern und sich die reformatorischen Erkenntnisse zu vergegenwärtigen. Aber da steht eine Antwort immer noch aus.

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Quelle: http://www.sonntagsblatt-bayern.de/news/aktuell/2012_04_03_01.htm?PHPSESSID=b1684bc69aa0cafea3c630c2b8d9118f

 

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Geschichte

Erinnerung an die Wallfahrten 1844 und 1891, Darstellung von 1891

Urkundlich erwähnt wurde der Heilige Rock erstmals am 1. Mai 1196, als Erzbischof Johann I. den Hochaltar im neu errichteten Ostchor des Trierer Domes weihte und die Reliquie darin einschloss. Das Bistum Trier übertrumpfte mit diesem Fund die konkurrierende Abtei Prüm, die im Zusammenhang mit der Pippinschen Schenkung seit 752 im Besitz der Sandalen Christi war.[4] Eine frühe literarische Erwähnung findet sich im Versepos Orendel (um 1190 entstanden).

Als Kaiser Maximilian I. anlässlich des Reichstags 1512 nach Trier kam, verlangte er, den Heiligen Rock zu sehen. Erzbischof Richard von Greiffenklau ließ in Anwesenheit des Kaisers sowie vieler Bischöfe und Prälaten den Altar öffnen. Nach einem Gedächtnisgottesdienst für die verstorbene Gemahlin Kaiser Maximilians I. forderten die Bürger lauthals, dass ihnen der Rock gezeigt werde. Das Domkapitel ließ – so zeigen es zeitgenössische Holzschnitte – an der Westapsis des Domes eine Loggia errichten, von der aus ab dem 30. Juni mehrere sogenannte „Zeigungen“ stattfanden. Bis 1517 fanden dann jährlich Wallfahrten zum „Heiligen Rock“ nach Trier statt. Auf Anweisung Papst Leos X. sollten die Wallfahrten danach in Abstimmung mit den Aachener Heiligtumsfahrten erfolgen. So wurden die nächsten Termine im Sieben-Jahres-Rhythmus festgelegt: 1524; 1531; 1538 und 1545. Wegen kriegerischer Auseinandersetzungen und reformationsbedinger Unruhen wurde der Rhythmus zunächst ausgesetzt, dann eingestellt.

Der Heilige Rock wurde von 1628 bis 1794 mit einigen Unterbrechungen für insgesamt mehr als 140 Jahre auf der Festung Ehrenbreitstein bei Koblenz aufbewahrt. Dort stellte ihn am 4. Mai 1765 Bischof Johann IX. Philipp von Walderdorff feierlich aus und veranlasste eine Wallfahrt.[5] Der letzte Trierer Kurfürst Clemens Wenzeslaus nahm die Reliquie mit nach Augsburg, sie kehrte erst 1810 wieder nach Trier zurück.

Protestantische Kritik

Die Reformation übte massive Kritik an Reliquienverehrung und Wallfahrten, insbesondere auch an den Wallfahrten zum Heiligen Rock in Trier. Martin Luther äußerte sich in seiner Schrift „Warnung an die lieben Deutschen“ aus dem Jahre 1546 im Rückblick auf die Wallfahrt des Jahres 1545: „Wie ist man gelaufen zu den Wallfahrten! […] Was thät allein die neue Bescheißerei zu Trier, mit Christus Rock? Was hat hie der Teufel großen Jahrmarkt gehalten in aller Welt, und so unzählige falsche Wunderzeichen verkauft? […] Und das noch das Allerärgest ist, daß sie die Leute hiemit verführet und von Christo gezogen haben, auf solche Lügen zu trauen und bauen…“ Der Genfer Reformator Johannes Calvin nannte die Reliquienverehrung „Götzendienst“.

Material

Der Zustand der Reliquie ist heute nur schwer zu bestimmen. Das eigentliche Gewebe ist mit verschiedenen Stoffschichten umgeben worden, da man sich anlässlich von Zeigungen zu Ausbesserungen und Schutzmaßnahmen gezwungen sah. Die Stoffe sind unterschiedlichen Alters und teilweise beschädigt, fragmentiert oder zusammengeklebt. Den Kern bildet ein lückenhafter Faserstoff, über dessen Form und Zusammensetzung Unklarheit besteht.

Eine kirchliche Untersuchungskommission, an der als Experten die Kleriker Alexander Schnütgen und Stephan Beißel teilnahmen, hielt 1890 das bräunliche Material für „Linnen oder Baumwolle“.[6]

Das Bistum Trier beschreibt den Zustand der Reliquie unter Berufung auf die Expertise von Mechthild Flury-Lemberg, Textilhistorikerin aus Bern, auf seiner Webseite 2012 wie folgt:

„Die durchgehenden Stofflagen des Vorderteils der Tunika bestehen heute, von innen nach außen gesehen, aus rotbraunem Seidensatin, aus bräunlichem Tüll und aus grünlichem Taft. Dieser Taft verfügt über eine Auflage von alten Stofffragmenten, die durch Gummitragant verbunden sind. Der Rückenteil besteht aus rotbraunem Seidensatin, bräunlichem Tüll, feiner Seidengaze, einer Filzschicht, grünlicher Taftseide, einer weiteren Filzschicht und Seidengaze. Es ist davon auszugehen, daß die Wollfasern, die heute einen teils zusammenhängenden, teils zerbröckelnden Filz bilden, das Kerngewebe darstellen. Dessen Alter kann nicht mehr genau bestimmt werden. Insgesamt hat das Gewand seine textile Oberfläche vollkommen verloren.“[7]

Wallfahrten

Logo der Heilig-Rock-Wallfahrt 2012

20 PfSondermarke der Deutschen Bundespost (1959) zur Ausstellung 1959

Wallfahrten zum ausgestellten Heiligen Rock fanden bisher in den Jahren 1512, 1513, 1514, 1515, 1516, 1517, 1524, 1531, 1538, 1545, 1655, 1765 (Koblenz), 1810, 1844, 1891, 1933, 1959, 1996 und 2012 statt.

Im Jahre 1810 wurde der Heilige Rock anlässlich seiner Rückführung aus Augsburg 18 Tage lang ausgestellt und von über 220.000 Pilgern verehrt. Zur Trierer Wallfahrt von 1844 kamen in den sieben Wochen über eine Million Pilger. Diese Zeigung führte zu heftigen öffentlichen Debatten. Sie war Auslöser für Otto von Corvins antiklerikales Buch Pfaffenspiegel und Rudolf Löwensteins Spottgedicht Freifrau von Droste-Vischering zum heil’gen Rock nach Trier ging im Kladderadatsch. Der Priester Johannes Ronge mokierte sich in einem Protestbrief an den Bischof von Trier darüber, dass die meisten Pilger nur einfache Leute seien: „aus den niedern Volksklassen, ohnehin in großer Armut, gedrückt, unwissend, stumpf, abergläubisch und zum Theil entartet“.[8] Die Wallfahrt zu der Reliquie prangerte er als „Götzendienst“ an. Das führte zu seiner Exkommunikation und zur Gründung der Deutschkatholischen Kirche.

Im Jahre 1891 wurde in Pressemeldungen in Rom, Paris, London und Kairo über die Trierer Heilig-Rock-Wallfahrt, die Bischof Michael Felix Korum ausrief, geschrieben. Die Wallfahrt war zu einem kirchlichen Ereignis internationalen Ranges geworden. Es kamen fast zwei Millionen Pilger.[9]

1933 fand anlässlich des Heiligen Jahres die Ausstellung, die unter der baulichen Leitung des Dombaumeisters Julius Wirtz stand, des Heiligen Rocks unmittelbar nach Abschluss des Reichskonkordats vom 23. Juli bis zum 8. September statt. Über zwei Millionen Pilger sahen die Reliquie. Als vom 19. Juli bis zum 20. September 1959 der Heilige Rock ausgestellt wurde, sahen ihn 1,8 Millionen Pilger. 1996 brachte die Wallfahrt unter dem Motto „Mit Jesus Christus auf dem Weg“ rund 700.000 Pilger nach Trier.

Seit 1996 veranstaltet das Bistum Trier zudem jährlich „Heilig-Rock-Tage“, zehntägige Veranstaltungen in der Art eines regionalen Katholikentags. Der Heilige Rock wird dabei nicht ausgestellt, jedoch können Besucher des Trierer Domes während der Heilig-Rock-Tage die Heiligtumskammer begehen, in deren Mitte sich der Schrein mit der durch mehrere Schichten Glas und Holz gesicherten Reliquie befindet. 2011 entfielen die Heilig-Rock-Tage. Stattdessen begann ab dem 6. Mai 2011 das Jahr der geistlichen Vorbereitung für die Wallfahrt im Jahr 2012.

Anlässlich des 500. Jahrestages der ersten Zeigung des Heiligen Rockes auf dem Reichstag zu Trier 1512 fand vom 13. April bis 13. Mai 2012 die Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 statt, die unter dem Motto „Und führe zusammen, was getrennt ist“ zahlreiche Pilger nach Trier einlud. Das Motto der Wallfahrt war dem „kleinen Pilgergebet“ entnommen, das seit 1959 fester Bestandteil des Gebetsgutes der Trierischen Kirche ist.

Am Nachmittag des 13. April wurde während eines Pontifikalamtes im Hohen Dom zu Trier unter Leitung des päpstlichen Gesandten Kurienkardinal Marc Ouellet, der eine Botschaft Papst Benedikts XVI. überbrachte,[10][11] der Schrein des Heiligen Rocks feierlich enthüllt, der bis zum Abend des 13. Mai öffentlich zugänglich war. Bis zum Ende der Wallfahrt fanden etwa 550.000 Pilger den Weg nach Trier.[12] Wann die nächste Heilig-Rock-Wallfahrt stattfinden wird, ist ungewiss. Spekuliert werden kann über 2033, das 2000. Jahr der Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi.

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Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Heiliger_Rock

Gruß an den“heiligen Bimbam“

TA KI