Zentralrat der Juden rechtspopulistisch? Schuster fürchtet Antisemitismus durch „Flüchtlinge“


Josef Schuster, Vorsitzender des Zentralrats der Juden, fürchtet auf Grund der massiven, illegalen Flüchtlingsinvasion neuen Antisemitismus durch Flüchtlinge in den Gemeinden. Wörtlich sagt er: „Die Flüchtlinge, die in so großer Zahl seit dem vergangenen Jahr bei uns Zuflucht suchen, kommen ganz überwiegend aus Staaten, die mit Israel tief verfeindet sind. Wer mit so einem Feindbild groß geworden ist, lege es nicht einfach bei Grenzübertritt ab.

Und da die Protagonisten in diesem Zentralrat eh chronisch paranoid sind und unter permanentem Verfolgungswahn leiden, legt Genosse Schuster auch gleich noch dramaturgisch nach, man könnte fast meinen er hat bei Claudia Roth Schauspielunterricht genommen. So polarisiert Schuster weiter: „der größte Teil der in Deutschland lebenden Juden denke zwar nicht an Auswanderung, aber das Sicherheitsgefühl war schon größer“.

Wie wohl das Sicherheitsgefühl der Frauen ist, welche tagtäglich Opfer von Übergriffen durch angeblich traumatisierte Kriegsflüchtlinge ist? Oder das der Eltern der Kinder, welche in Schwimmbädern fast täglich von integrationswilligen, unbegleiteten Flüchtlingen belästigt werden? Von den ganzen Gewaltopfern durch Intensivtäter mit Migrationshintergrund mal ganz zu schweigen oder den Familien, wo die ganze Wohnung leergeräumt wurde oder einfach nur das Sicherheitsgefühl Einheimischer, welche von unserem Sozialstaat komplett im Stich gelassen und zusätzlich noch drangsaliert werden. Das aber nur am Rande.

Ich stelle mir nun die Frage: Ist der Zentralrat der Juden rechtspopulistisch oder gar rechtsradikal? Jeder der sonst sagt, die ganzen friedliebenden „Flüchtlinge“ suchen nur ein Dach über dem Kopf, wo keine Bombe durchfällt, die sind doch nicht so friedlich und benehmen sich komplett daneben, der ist schon fast Mitglied der Untergrund-NSDAP und zutiefst rechtspopulistisch und rechtsradikal. Jeder der sagt, dass das nicht in Ordnung ist, wenn diese Horde illegaler Wirtschaftsflüchtlinge sich benimmt wie die Axt im Walde und das die  von Reihenhäusern, medizinischer Rundumversorgung, Taschengeld, Sozialarbeiter, Betreuer und eigenes Essen bekommt, während arme Einheimische, welche sozial benachteiligt werden Behördenterror und -willkür ausgesetzt werden und wo Rentner Minijobs annehmen und zur Tafel gehen müssen, der ist ein potentielles NSU Mitglied oder bekommt Besuch von Heiko Maas Vokuhila-Gestapo.

Ob das bei dem Zentralrat der Juden nun auch so ist? Rotten sich nun Maas, Gabriel, Roth, Kauder, Lammert, Nahles, Kipping, Peter und Wagenfeld zusammen und schließen Bündnisse wie: Wir gemeinsam gegen den rechtspopulistischen Zentralrat der Juden? Oder werden jetzt Synagogen von grünroten Möchtegernrevolutionären boykottiert und Demos organisiert? Wo ist ProAsyl, wo sind die Menschenketten und die ganzen Klatschaffen von damals vom Bahnhof, die unter Tränen sagten, wie furchtbar eine solche Diskriminierung ist? Wo bleibt der Aufschrei, ist diese Warnung nicht rechtspopulistisch, nur weil es sich um eine ehemals verfolgte Religion handelt und man nicht in Verdacht geraten möchte antisemitisch zu sein? Ist der Begriff und die Religion Jude geschützt und jeder der etwas sagt wird gleich vom Staatsschutz geächtet und gebrandmarkt?

Ach ich vergas, der Zentralrat der Juden hat einen Sonderstatus, noch heute werden jüdische Geschäfte boykottiert, Bücher verbrannt und sie zwangsenteignet. Der Zentralrat der Juden ist genauso schwachsinnig wie die NPD, beide leben nämlich komplett in der Vergangenheit und stellen nicht fest, dass es manche Sachen seit Jahrzehnten gar nicht mehr gibt und die Zeit nun mal nicht still steht.

Ich bin mal gespannt, ob irgendjemand darauf reagiert oder ob alle zähneknirschend hinnehmen, dass das so von Genosse Schuster gesagt wurde. Wenn Frauen zu Hunderten missbraucht werden, wenn Ausländer- und Einbruchskriminalität dramatisch zunehmen, die Mittelschicht wegbricht, eine Altersarmut ansteht und die Pressefreiheit schlimmer als bei Honecker oder in Nordkorea gehandhabt wird, das ist alles komplett egal, Hauptsache allen mit nichtdeutschem Pass geht es gut. Werden jedoch Juden benachteiligt, dann lässt Joahmed Gauck, mitsamt Kranz auf der Schulter, bestimmt nicht lange auf sich warten, um mit erhobenem Zeigefinger an die Vergangenheit zu erinnern. Welch eine Zwickmühle für all die Gutmenschen und Besserwisser, zu wem halten sie nun? Den angeblichen Flüchtlingen oder den seit Entstehung der Erde und der Menschheit benachteiligten und tagtäglich verfolgten Juden?

Und bevor mir einer unterstellt, ich wäre selber Antisemit, dem sei gesagt: es geht mir am Arsch vorbei, wer woran glaubt, für mich sind alle nicht sauber, die an etwas glauben, was sie noch nie gesehen haben. Wenn aber eine Religion zum Politikum wird, um sich selbst Vorteile zu verschaffen oder immer im Vordergrund zu stehen, dann ist das nicht in Ordnung. Komisch nur, dass es immer die Gleichen sind die rumschreien. Buddhisten habe ich z.B. noch nie rumnörgeln oder fordern hören und es ist weltweit eine der größten Religionen.

Zur Erinnerung: Deutschland ist nach Ansicht des Präsidenten des Zentralrates der Juden, Josef Schuster, „das letzte Land, das es sich leisten kann, Flüchtlinge und Verfolgte abzulehnen“. Es habe so viel Unheil über die Welt gebracht und stehe bei so vielen Ländern tief in der Schuld, sagte er am 03. Mai 2015 bei der Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau am 29. April 1945.

Quelle: https://politikstube.com/zentralrat-der-juden-rechtspopulistisch-schuster-fuerchtet-antisemitismus-durch-fluechtlinge/

Gruß an die Klardenker

TA KI

 

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Sicherheit: hohes Gut und Standortfaktor in Zeiten der Krise – Teil 1


Sicherheit ist in Deutschland und weiten Teilen Europas das vielleicht stärkste politische Bedürfnis dieser Tage. Spätestens seit den islamistischen Terrorakten von Paris, dem abgesagten Fußball-Länderspiel in Hannover und der Bluttat im kalifornischen San Bernadino hat sich ein Klima tiefer Verunsicherung ausgebreitet. Viele Menschen nehmen die Gefährdung des öffentlichen Raumes durch religiösen Fanatismus und ethno-kulturelle Parallelgesellschaften bewusster den je wahr. Ungewohnte Ängste stellen sich ein, etwa wenn wir über Weihnachtsmärkte bummeln, große Sportveranstaltungen besuchen, zu nächtlicher Stunde in bestimmten Großstadtzonen unterwegs sind oder einfach nur in voll besetzten Bussen, Straßenbahnen oder U-Bahnen sitzen.

Das Fanal des Terrors von Paris, dessen psychologische Wirkung für die Europäer dem von Nine Eleven für die US-Amerikaner nahekommt, markiert einen möglicherweise historisch zu nennenden, in jedem Falle markanten Einschnitt. Vor allem außerhalb Deutschlands, in wachsendem Maße auch hierzulande beschleicht die politischen Schaltzentralen und vor allem zahllose Bürger das ungute Gefühl, die radikal erhöhte Gefährdungslage werde bis auf weiteres nicht von der Agenda verschwinden, zumal die Mobilisierungsdynamik der islamistischen Christen-, Juden-, Abendland- und Amerikahasser anhaltend groß ist. Die nach wie vor teils völlig unregulierte Massenzuwanderung ins Herz Europas birgt die Gefahr des fortgesetzten Einschleusens islamistischer Terroristen (mindestens einer der Täter von Paris kam über die sogenannte „Balkanroute“) sowie die Möglichkeit zur Nutzung sich verfestigender islamischer Parallelgesellschaften als Resonanz- und Rekrutierungszonen.

Was die hochgradig tabuisierte Frage einer Erhöhung der Kriminalität durch heutige Zuwanderungsströme angeht, stellte das Bundeskriminalamt für 2014 einen Anstieg der tatverdächtigen Asylanten auf 38.119 im Vergleich zu zusammengenommen 15.932 in den drei vorangegangenen Jahren fest. Insbesondere die dokumentierten Körperverletzungen und Ladendiebstähle stiegen nahezu um den Faktor drei.

Salopp gesprochen ist in Deutschland in den letzten Monaten und Jahren sicherheitspolitisch eine Menge aus dem Ruder gelaufen.

Die Ausnahmezeiten ­ weltgeschichtlich betrachtet ­ der unaufgeregten Wohlstandsjahrzehnte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind spätestens mit der „neuen Völkerwanderung“ unübersehbar vorbei. Ein breites Spektrum an Kommentatoren erkennt in der multikulturellen Schwächung europäischer Leitkulturen und der drohenden Entwicklung von relativ homogenen Stabilitätsgesellschaften hin zu heterogenen Konfliktgesellschaften ein Jahrhundertproblem mit enormer Sprengkraft.

Der französische Ministerpräsident Manuel Valls, ein Sozialist, verlangte schon vor dem jüngsten Paukenschlag des Front National-Sieges bei den Regionalwahlen rigide Kontrollen der europäischen Außengrenzen und eine Begrenzung der Aufnahme von Migranten. Europa müsse sagen, dass „es reicht“, betonte Valls Ende November bei einem Mittagessen mit Vertretern ausländischer Medien in seinem Pariser Amtssitz. In Anspielung auf die Zukunft der EU sagte er: „Die Kontrolle der äußeren Grenzen Europas ist jetzt entscheidend für die Zukunft Europas, wenn wir das nicht machen, dann werden die Völker sagen: Es reicht, Schluss! Dann ist es aus mit Europa.“ Angela Merkels Flüchtlingspolitik kommentierte er mit dem süffisanten Hinweis, er sei es nicht gewesen, der laut „willkommen!“ gerufen habe.

Fast zeitgleich mahnten die innenpolitischen Sprecher von CDU und CSU in Bund und Ländern an, dass die Zuwanderung auf ein Maß begrenzt werden müsse, „das die gesellschaftliche Akzeptanz nicht übersteigt und die Integrationsfähigkeit diese Landes auch langfristig gewährleistet (…) Trotz unserer humanitären Verantwortung gilt unsere Verantwortung zuerst allen unseren Bürgerinnen und Bürgern. Wir sind vor allem ihnen verpflichtet“. Darüber hinaus verlangten die Unions-Innenexperten ein konsequenteres Vorgehen gegen den radikalen Islam in Deutschland und erklärten „die Utopie einer ‚Multikultigesellschaft‘ für gescheitert“.

Unverblümt deutliche Worte fand der Präsident des Bayerischen Gemeindetags und Vizepräsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Dr. Uwe Brandl (CSU), als er der Kanzlerin im November in Bayerischen Rundfunk vorwarf, sie gefährde „den sozialen Frieden im Land“. Brandl bekannte: „Ich bin blank entsetzt. (…) Wer so agiert, riskiert, dass das Land mit Karacho gegen die Wand knallt“. Der Bischof von Erfurt, Ulrich Neymeyr, konfrontierte Anfang Dezember Kanzlerin Merkel gegenüber der Thüringer Landeszeitung mit dem Vorwurf, ihre Politik habe „Menschen dazu motiviert, sich jetzt erst recht auf den Weg zu machen“. Josef Schuster, der Vorsitzende des Zentralrates der Juden meinte am 21. November in der Zeitung Die Welt, es müsse mehr Kontrolle und Obergrenzen bei der Zuwanderung geben, da viele Flüchtlinge aus Kulturen kämen, „in denen der Hass auf Juden und die Intoleranz ein fester Bestandteil“ seien. Schuster wagte sich auf politisch unkorrektes Terrain, indem er sagte: „Denken Sie nicht nur an die Juden, denken Sie an die Gleichberechtigung von Frau und Mann oder den Umgang mit Homosexuellen (…). Wenn ich mir die Orte und Länder in Europa anschaue, in denen es die größten Probleme gibt, könnte man zu dem Schluss kommen, hier handele es sich nicht um ein religiöses Problem, sondern um ein ethnisches“.

Auf die Notwendigkeit einer über bloße ökonomisch-rationalistische Einordnungen hinausgehende Kritik bundesdeutscher „Willkommenskultur“ wies der Journalist Konrad Adam in der Jungen Freiheit vom 18. September mit seinem Artikel „Deutschland ruiniert sich“ hin: „Denn darin sind sich alle, Konservative und Progressive, Arbeitgeber und Gewerkschafter von links bis rechts einig: Deutschland braucht Arbeitskräfte. Soll heißen: In Deutschland wird der Mensch nach seiner Arbeitskraft taxiert. Wenn er die mitbringt, ist er willkommen. Was er auch sonst noch mit sich bringt, was er glaubt und fühlt, ersehnt und verabscheut, lässt sich nur schwer taxieren ­ und zählt deswegen nicht.“

Rainer Wendt, der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, ließ am 18. Oktober gegenüber der Welt am Sonntag verlauten: „Wenn wir ernst gemeinte Grenzkontrollen durchführen wollen, müssen wir einen Zaun entlang der deutschen Grenze bauen. Wenn wir auf diese Weise unsere Grenzen schließen, wird auch Österreich die Grenze zu Slowenien schließen. Genau diesen Effekt brauchen wir.“ Und die Alternative für Deutschland (AfD) verabschiedete auf ihrem Bundesparteitag am letzten Novemberwochenende eine 14 Punkte umfassende Resolution zur „Lösung des Asylchaos“, in der sie unter anderem fordert, „dass das Recht auf Familiennachzug wirksam beschränkt, ausgesetzt oder gänzlich abgeschafft wird“.

Solche weitgehenden Forderungen decken sich mit zahlreichen anderen, von bundesdeutschen Bedenklichkeiten weit entfernten Stimmen aus dem europäischen Ausland. Nicht nur die totalitarismusgeprüften ostmitteleuropäischen EU-Mitgliedsstaaten ­ von Polen über Tschechien und die Slowakei bis Ungarn ­ sperren sich hartnäckig gegen zentral aus Brüssel zugewiesene „Flüchtlingsquoten“. Sie wollen überhaupt keine größeren, die Identität und die Stabilität des eigenen Landes möglicherweise überfordernden Kontingente von Zuwanderern aus anderen Kulturräumen.

Großbritanniens Innenministerin Theresa May betonte bereits am 6. Oktober auf dem Parteitag der britischen Konservativen in Manchester, dass man sich „in tausend Jahren nicht“ an einer mutmaßlich völlig unzulänglichen gemeinsamen EU-Asylpolitik beteiligen werde. Man wolle schließlich den Zustrom nachhaltig bremsen, und zwar gemäß dem Grundsatz: „Je weniger Menschen zu Unrecht Asyl beantragen, desto großzügiger können wir den bedürftigsten Menschen an den gefährlichsten Orten der Welt helfen“.

Das irische Parlament soll noch vor Weihnachten über ein neues Asylgesetz entscheiden, das Polizisten die Vollmacht gibt, Asylwerber sofort zu inhaftieren, wenn sich diese nicht ausweisen können. Und der niederländische Staatsrat urteilte am 28. November, dass abgelehnten Asylbewerbern weder Lebensmittel noch Unterkünfte bereitgestellt werden müssen, da die Europäische Menschenrechtsrechtskonvention eine Regierung nicht dazu verpflichte, sich „bedingungslos“ um diese Personengruppe zu kümmern. Außerdem prüft die Regierung unseres westlichen Nachbarn derzeit ein Verbot salafistischer Organisationen.

Norwegen verfügt in Bezug auf Migranten aus als sicher eingeschätzten Herkunftsländern schon seit 2004 über ein Blitzverfahren zur Trennung echter Asylantragsteller von aussichtslosen Bewerbern, die nach höchstens zwei Tagen im Flugzeug heimgeschickt werden. Die Baltenrepublik Litauen hat seit Anfang Dezember die Sozialleistungen für Migranten – also einen wichtigen „Pull-Faktor“ ­ mit der Begründung halbiert, dass die Sozialleistungen für Zuwanderer nicht höher sein dürften als jene für sozialschwache eigene Bürger.

Selbst aus dem seit langem besonders multikulti-affinen Schweden sind inzwischen häufiger andere Töne zu hören. So denkt man aktuellen Medienberichten zufolge in der Regierung gerade darüber nach, per Gesetz die Öresund-Brücke zwischen Schweden und Dänemark vorübergehend zu schließen, um den Flüchtlingsansturm zu bewältigen.

Weder Laissez faire- noch „Wir schaffen das“-Parolen sind das Gebot der Stunde

Diese asylkritische Polyphonie von Meinungen und Maßnahmen läuft auf ein und dieselbe Kernkritik hinaus: nämlich dass Laissez faire- oder „Wir schaffen das“-Parolen ebenso unangemessen sind wie rosarote multikulturelle Träumereien, die ethno-kulturelle, nicht zuletzt religiöse Distanzen und Unvereinbarkeiten ausblenden. Der Wind dreht sich in Richtung Verantwortungsgefühl, Vernunft und kulturelles Selbstbewusstsein. Die von der Regierung Merkel im Spätsommer praktizierte, im deutschen Asylverfahrensrecht vorgesehene zeitweilige Aussetzung der Möglichkeit, Migranten aus sicheren Drittstaaten bereits an der Grenze zurückzuweisen und dadurch ein langes und aufwendiges von vornherein zu verhindern, erscheint rückblickend als katastrophaler Fehler. Die seitdem eskalierte, allerdings schon vorher sehr hohe Massenmigration nach Europa wird zu Recht als eine politische Daueraufgabe historischen Ausmaßes wahrgenommen.

Weder erhöhte Entwicklungshilfeausgaben und Sonderzahlungen an die Türkei noch Militärmissionen in Syrien oder anderswo werden das Problem nachhaltig lösen können. Dazu sind die Wohlstandsunterschiede zwischen den europäischen Industriestaaten und den Krisengebieten im Nahen Osten oder in Afrika viel zu groß. Potentielle Armutszuwanderer gibt es längst nicht nur im bürgerkriegsgebeutelten Syrien, im Irak, in Afghanistan oder auf dem Balkan, sondern hundertmillionenfach auch in West-, Nord- und Zentralafrika, in Pakistan oder anderswo. Der britische Außenminister Philipp Hammond fasste diese Einsicht im August in folgende Worte: „Der Unterschied beim Lebensstandard zwischen Afrika und Europa bedeutet, dass es immer Millionen von Afrikanern geben wird, die eine ökonomische Motivation haben, nach Europa zu kommen“. Man wird deshalb auf Willkommenssignale à la Merkel tunlichst verzichten und im Gegenteil abweisende Botschaften in die Welt hinaussenden müssen. Auch um deutliche, gegebenenfalls aus Beton und Draht bestehende Grenzziehungen am Rande des Schengen-Raumes und Europas, notfalls an den nationalen Binnengrenzen, ist letztlich kein Herumkommen.

Doch die Berliner Groko und die hiesigen Leitmedien tun sich mit einer unideologischen Analyse nach wie vor sehr schwer und verkennen den Ernst der Lage. Tabuisierungen und inflationäre Populismus- und Rechtsextremismus-Etikettierungen vernebeln hartnäckig die eigene Hilflosigkeit. Doch diese Scheuklappenpolitik verfängt von Woche zu Woche weniger. Selbst die bis dato beratungsresistent auf der Willkommensspur verharrende Kanzlerin sendete am 2. Dezember erste zaghafte Signale der Umorientierung aus. Bei einem Gespräch mit dem afghanischen Präsidenten Ghani in Berlin mahnte sie angesichts der Ende Oktober in Deutschland registrierten 68.000 Asylsuchenden aus dem Land am Hindukusch (der zweitgrößten Gruppe nach den Personen mit syrischen Pässen): Die Hoffnung auf ein besseres Leben sei kein Grund, „um bei uns Asyl oder einen Aufenthaltsstatus zu bekommen“.

Der Autor ist Journalist mit den Arbeitsschwerpunkten Ostmittel- und Osteuropa sowie Volksgruppen- und Minderheitenpolitik. Außerdem ist er u. a. Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Deutschen Kultur im östlichen Europa.

14. Dezember 2015

Quelle: http://www.deutscherarbeitgeberverband.de/aktuelles/2015_12_14_dav_aktuelles_sicherheit.html

Gruß an die Klardenker

TA KI

Zentralrat der Juden hat neuen Präsidenten


josef schuster

Zum zweiten Mal bekommt der Zentralrat der Juden einen Präsidenten, der Nazi-Terror und Holocaust nicht mehr selbst erlebt hat. Der 60-jährige Josef Schuster folgt auf Dieter Graumann, der überraschend seinen Rückzug erklärt hatte.

Der Würzburger Arzt Josef Schuster ist neuer Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Der 60-jährige bisherige Vizepräsident wurde in Frankfurt am Main zum Nachfolger von Dieter Graumann gewählt, der nach vier Jahren im Amt nicht mehr kandidierte.

Die jüdische Gemeinschaft sei Teil der deutschen Gesellschaft, sagte Schuster nach der Wahl. „Wir möchten auch in Zukunft das Leben in Deutschland mitgestalten.“ Die Amtszeit als Präsident beträgt vier Jahre.

Zu Vizepräsidenten wurden Mark Dainow aus Offenbach und Abraham Lehrer aus Köln gewählt. Dem Zentralrat gehören 108 jüdische Gemeinden mit über 100.000 Mitgliedern an. „Wir wollen aber nicht ein Dach sein, das irgendwo über den Gemeinden schwebt“, sagte Schuster. „Sondern ein gutes Dach muss mit dem Rest des Hauses fest verbunden sein. Die Gemeinden bilden unser Fundament.“

Glückwünsche aus Politik und Kirche

Schuster ist auch Präsident des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern. Bei der Präsidentenwahl war er der einzige Kandidat für die Nachfolge Graumanns. Der 64-jährige Frankfurter hatte Ende Oktober überraschend erklärt, nicht für eine zweite Amtszeit zur Verfügung zu stehen.

Schuster wurde 1954 in Israel geboren. Kurz darauf kehrten seine Eltern nach Deutschland zurück. Er studierte Medizin und wurde Internist, bis heute arbeitet er als Arzt. Der Vater zweier erwachsener Kinder ist seit fast 32 Jahren verheiratet. Wie Graumann gehört Schuster zur ersten Generation, die den Nationalsozialismus und den Massenmord an europäischen Juden nicht selbst erlebt haben.

In Glückwunschschreiben sicherten SPD-Chef Sigmar Gabriel und der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, Schuster zu, weiterhin gegen jede Form von Antijudaismus und Antisemitismus öffentlich einzutreten. Damit bezogen sie sich offensichtlich auch auf eine Welle teils antisemitischer Proteste in Deutschland während des israelischen Vorgehens gegen Angriffe aus dem Gaza-Streifen im Sommer.

Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Zentralrat-der-Juden-hat-neuen-Praesidenten-article14063671.html

Gruß an die Palästinenser!!

TA KI