Das Vermächtnis der Katharer


Das Mittelalter wird manchmal als finsteres Zeitalter bezeichnet. Es war aber eher eine Zeit der Suche. Eine Gruppierung, welche in dieser Zeit nach neuen Erkenntnissen suchte, waren jedenfalls die Katharer. Sie waren um das Jahr 1160 fest im Languedoc in Frankreich etabliert. Die Ursprünge der Katharer reichen weit zurück und verzeichnen teilweise starke orientalische Einflüsse.

 

Die Katharer strebten danach, den in ihrem Körper eingeschlossenen göttlichen Funken zu befreien. Sie legten die Bibel auf eigene Art und Weise aus, und standen in grossem Widerspruch zum christlichen Glauben. Sie zweifelten beispielsweise die Göttlichkeit von Jesus Christus an – er hatte für sie nur eine Vorbildfunktion. Der Hauptinhalt ihres Glaubens war die Trennung von Gut und Bös. Dem guten Gott, welcher über die geistige Welt des Lichts und der Schönheit regierte, stand die teuflisch beherrschte materielle Welt gegenüber. Entsprechend ihres Glaubens sind die Menschen durch eine List des Bösen in der Macht der Materie gefangen worden.

Einer der Gründe, warum sich die Katharer um Geheimhaltung bemühten, war ihre Lehre von den zwei Christuswesen. Da war der eine, der im heiligen Land lebte und gekreuzigt wurde. Dieser irdische Christus wurde keineswegs nur positiv gesehen. Nach Katharer-Überzeugung war er sündig geworden, weil er mit Maria Magdalena in wilder Ehe lebte und mehrere Kinder zeugte… Aus diesem Grund wurde er gekreuzigt. Der andere Christus durfte aber nicht mit seinem irdischen Pendant verwechselt werden. Er war eine Art Geistwesen ohne fleischliche Bedürfnisse, benötigte weder Speise noch Trank. Er kam in einer unsichtbaren Form zur Welt, wo er ebenfalls gekreuzigt wurde.

 

Gleichzeitig gab es eine weitere Lehrmeinung, die von der ersten abwich. Demnach hatte Gott zwei Söhnen: Christus und Satan. Beide wurden gekreuzigt: Christus auf Erden, Satan im Himmel. Der irdische Christus wurde als gefallene Seele bezeichnet. Er gleiche jedem Sünder irdischer Herkunft, wurde gelehrt.

Alle Menschen waren „gefallene Seelen“, hatten aber die Möglichkeit, geheimen Riten zu folgen und durch wiederholtes Leben, Sterben und Wiedergeburt den Status eines „Vollendeten“ zu erreichen. Jene Menschen, es sollen im zwölften Jahrhundert deren fünfzehn gewesen sein, waren dazu auserkoren, die Katharer als Führungspersönlichkeiten zu leiten.
Das Leben der Reinen hätte wohl auch vom Klerus akzeptiert werden müssen, war es doch keusch und ohne Prunk. Freilich hatten sich die kirchlichen Oberen häufig zu fast weltlichen Fürsten entwickelt, die angenehmen Seiten des Lebens schätzten und oft verschwenderisch lebten. Jener Prunk aber war in den Augen der Katharer verwerflich und schädlich. Sie erachteten dies als „Fäulnis der Seele“.

Es gab keine einheitliche kirchliche Front gegen die Katharer. Sie fanden selbst in den Reihen hochangesehener Bischöfe verschiedener Städte Unterstützung. Das ging sogar so weit, dass sich hohe geistliche Würdenträger immer wieder für den Geheimbund einsetzten und aktiv eine Verfolgung verhinderten.

 

 

Die Organisation der Kirche der Katharer basierte auf vier Bischöfe mit Sitz in Albi, Toulouse, Carcassonne und Agen. Diese Bischöfe nahmen in der katharischen Kirche jedoch keine hierarchische Funktion wahr. Wichtiger war die Unterscheidung zwischen den Vollkommenen (Perfecti) und den Gläubigen (Credentes).
Als Reaktion auf die sittliche Dekadenz der katholischen Geistlichen waren die Vollkommenen gehalten, ein vorbildliches Leben nach den Prinzipien von Armut, Keuschheit, Demut und Geduld zu führen. Als Reine, denen das Heil gewiss war, wurden sie von den einfachen Gläubigen sehr verehrt.

Die katharische Kirche teilte nur ein einziges Sakrament aus, das sog. Consolamentum (Tröstung). Der Ritus hing davon ab, ob es sich um die Ordination eines Vollkommenen oder die Segnung eines im Sterben liegenden Gläubigen handelte, die allein ihm die Pforte zum Reich des Lichts öffnen konnte. Darüber hinaus versammelten sich die Katharer zu gemeinsamen Andachten.

 

Die Überzeugungen, Lebensregeln und Riten der Katharer waren der katholischen Mentalität jedoch zutiefst zuwider. Die Ablehnung der traditionellen Sakramente Taufe und Ehe sowie recht freie Sitten und Einstellungen (insbesondere zu Geld und Handel) führten zu heftigen Auseinandersetzungen mit der katholischen Geistlichkeit und war dieser ein Dorn im Auge. Die aus der Sicht der katholischen Kirche sog. „Häresie“ konnte sich zunächst in den Städten, den kulturellen und wirtschaftlichen Zentren des Landes, ausbreiten. Dann fasste sie auch auf dem Lande Fuss und grosse Fürsten, wie Roger Trencavel, der Vicomte von Béziers und Carcassonne, und Graf Raymond Roger von Foix, beschützten die Katharer. Die Angst der Katharer vor der Verfolgung war gross. Mancher Parfait befürchtete, sein einmal abgelegtes Gelübde nicht einhalten zu können.
Er zog es dann vor seinem Leben ein Ende zu bereiten. Diese bewusst herbeigeführte Selbsttötung wurde als „Endura“ bezeichnet. Man zog sich in eine abgeschiedene Region zurück und nahm keinerlei Nahrung mehr zu sich und verhungerte somit.

Im Jahre 1150 zog Bernhard von Clairvaux in das Gebiet bei Albi, um die Katharer zu bekehren. Angesichts seiner geringen Erfolge wurde 1179 auf dem 3. Laterankonzil entschieden, weltliche Mittel einzusetzen. Ab 1204 sandte Papst Innozenz III. drei Legaten aus, die gegen die Katharer predigten und den Grafen von Toulouse, Raymond VI., überzeugen sollten, auf die Unterstützung dieser zu verzichten. Dieser weigerte sich jedoch und wurde deshalb exkommuniziert. 1208 wurde einer der drei päpstlichen Legaten ermordet, und sogleich wurde Raymond VI. des Mordes angeklagt.
Dieser Vorfall war Auslöser für den 1. Kreuzzug gegen die Katharer, zu dem Papst Innozenz im März 1208 aufrief. Unter der Führung des Priesters Arnaud-Amaury de Citeaux und später unter Simon de Montfort vereinigten sich die Ritter der Ile-de-France, der Normandie, der Picardie, aus Flandern, der Champagne und dem Burgund sowie rheinische, friesische, bayerische und sogar österreichische Adlige. Der „heilige Krieg“ sollte mehr als 20 Jahre dauern. 1209 gab es in Béziers ein Blutbad mit 30 000 Toten. Im August 1209 wurde Carcassonne belagert, Wassermangel zwang die Eingeschlossenen zu Aufgabe.

 

Der Vicomte Raymond-Roger de Trencavel wurde gefangen genommen. Simon de Montfort trat an seine Stelle. Dieser setzte den Kreuzzug fort, und die Hochburgen der Katharer wurden der Reihe nach erobert: Lastours, Minerve, Termes und Puivert.
1215 wurde der Graf von Toulouse von Simon de Montfort gefangen genommen. Dessen Sohn, Raymond VII., rächte seinen Vater, indem er einen 8 Jahre andauernden Befreiungskrieg organisierte. Nach dem Tode von Simon de Monfort führte sein Sohn Amaury den Krieg weiter.
Auch nach dem Fall der Festungen waren die Katharer noch nicht besiegt. 1226 wurde der 2. Kreuzzug begonnen, der vom König von Frankreich persönlich, von Ludwig VIII., angeführt wurde. Dieser „heilige Krieg“ verwandelte sich jedoch alsbald in einen politischen Krieg. Tatsächlich gelang es der Gattin Ludwigs, Blanca von Kastilien, durch einen Friedensvertrag ein bedeutendes Territorium an das Königreich anzuschliessen (das Gebiet des späteren Languedoc). Aber auch damit war jedoch der Kampf gegen die Häresie noch nicht beendet; die Inquisition nahm nun die Sache in die Hand.
Der Dominikanerorden wurde von Papst Gregor IX. mit dieser Aufgabe betraut. An der Seite der Dominikaner eroberten die Kreuzritter im Jahre 1240 die Burg Peyrepertuse.

1242 unternahm Pierre-Roger de Mirepoix, Herr der Festung Montségur, welche die Hochburg der katharischen Lehre war, einen Feldzug nach Avignonet, um die Mitglieder eines Inquisitionstribunals zu töten. Gleichzeitig liessen sich ca. 6000 Kreuzritter am Fusse der Burg Montségur nieder.

 

Montségur, in der Region des Languedoc im Süden Frankreichs, nahe bei den Pyrenäen gelegen, thront auf einem wahrhaft imposanten Fels und wirkt wie ein zu Stein gewordenes Adlernest. Der Zahn der Zeit hat im Verlauf der Jahrhunderte an dem mysteriösen Bau genagt und doch versteht man auch heute noch, warum er Montségur genannt wurde.  Der Begriff leitet sich von „Mont Sur“ ab: sicherer Berg. Und die Katharer fühlten sich in ihrer Festung sehr sicher. Hier meinten sie, seien sie unerreichbar für die Inquisition. Hier hielten sie die wichtigen Rituale ihres Geheimordens ab, die niemals Uneingeweihten anvertraut wurden. Sie sind uns daher unbekannt geblieben (die Katharer haben das Geheimnis lachend und singend mit sich auf die Scheiterhaufen genommen). Man weiss heute, dass es in Montségur ein „Sonnenzimmer“ gab. Wie mögen die Zeremonien ausgesehen haben, die in jenem Raum feierlich begangen wurden?

 

Im Jahre 1244 umzingelte eine ganze Armee den Berg von Montségur. Die päpstlichen Offiziere waren davon überzeugt, nur durch einen schnellen militärischen Sieg ans Ziel kommen zu können.

In der Nacht zum 1. März standen die Belagerer unmittelbar auf dem Gipfel. Vor ihnen türmte sich die Burg in den pechschwarzen Himmel. Man nahm die Festung aber nicht ein. Den Verteidigern wurde eine Frist von zwei Wochen eingeräumt. Freiwillig sollten sie ihren „sicheren Ort“ aufgeben und ihrem Glauben abschwören. Andernfalls werde man sie öffentlich bei lebendigem Leibe verbrennen.

 

In der Nacht vom 15. März, nur wenige Stunden vor Ablauf der Frist, gelang es vier Katharern, sich von den hohen Zinnen der Burg abzuseilen. Irgendwie konnten sie sich durch den Ring von Belagerungstruppen schleichen. Retteten sie „nur“ ihr Leben? Einer alten Überlieferung zufolge brachten sie den wertvollsten Besitz, den Schatz des Geheimordens aus der Burg in Sicherheit? Worum handelte es sich dabei? Wohin brachten sie es?

Entsprechend einer überlieferten Geschichte, welche damals in der einheimischen Bevölkerung in den Dörfern der Gegend erzählt wurde hiess es:

„Als Montségurs Mauern noch standen, hüteten in ihnen die Reinen den Heiligen Gral. Die Burg war in Gefahr, Heerscharen lagen vor ihren Mauern. Den Gral wollten sie haben…“

Quelle: http://www.gralssuche.org/die_katharer/Die_Katharer.html

Gruß an die Geschichte

TA KI

Krieg gegen die Seelen.


Das Event in Rom

Manche Ereignisse tun viel wichtiger, als sie es sind. Andere Ereignisse wiederum wären sehr wichtig, und werden verschwiegen. Einige Ereignisse jedoch geben etwas ganz anderes vor, als sie in Wahrheit sind.
Christentum_und_MachtWir wissen, daß die alte Macht wegbröckelt, und dazu gehören auch die Kirchen. Egal um welche es sich handelt, entsprechen ihre Regeln und Vorgaben schon längst nicht mehr den ursprünglichen Lehren der alten Meister. Diese erschienen damals als Weltenlehrer, der jeweiligen Kultur zu ihrem Verständnis angepaßt. Ob Buddha, Jesus, Krishna oder Mohammed, sie alle lehrten die Liebe, um der jeweiligen Gesellschaft einen Wachstumsimpuls zu geben. Auch die Lehrer Lao Tse, Konfuzius und Platon gehören in diese Reihe, doch wurde aus ihren Lehren keine Religion gestrickt. Ganz zu schweigen von den vielen weisen Frauen, die meist namenlos blieben.Doch wenn die Macht von einem Menschen Besitz ergreift, und er andere beherrschen will, wird er nicht offen gegen sie kämpfen, sondern die Wahrheit verformen und sich das Vertrauen der Menschen zunutze machen. Und je mehr Menschen ihm glauben, umso größer wird seine Macht.

Das ist im Prinzip ein Energieabsaugen, um sich selbst zu stärken und sich erhöht zu fühlen. Diese Kräfte ernähren sich von unserem Glauben, manche auch von unserer Angst. Viele Menschen halten den Glauben für etwas Selbstverständliches, weil es seit Jahrhunderten so gelehrt wurde. Aber das war nicht immer so, und ich spreche nun von der röm.-katholischen Sichtweise.

Seit langer Zeit versuchen ihre menschlichen Repräsentanten der oberen Liga, die Menschen nach ihrem Willen zu formen. Sie sammeln und horten das ursprüngliche Wissen, geben es aber nicht heraus, sondern halten es geheim. Ihre Vorgehensweise ist unorthodox, die Methoden teilweise recht fragwürdig, die Hierarchie der Macht auch hier eine Pyramide.

Um die vorletzte Jahrtausendwende herum gab es in Europa eine kulturelle Blüte, in der die Werte von Liebe, Wahrheit und Ehre sehr hoch gehalten wurden. Eine hohe Zeit des Mystizismus, und die christlichen Werte wurden im Herzen bewahrt, das heißt es gab eine Gewißheit des Herzens, in Bezug auf die Existenz Gottes. Bis der Zisterzienserabt und Kirchenlehrer Bernhard von Clairveaux (1090-1153) auftauchte. Papst Eugen III. war sein ehemaliger Schüler und ließ sich von ihm für die Kreuzzüge begeistern. Clairveaux sah das ritterliche Ideal der Kreuzzüge, das Sterben für den Herrn, als höchsten Verdienst und verfaßte eine theologische Rechtfertigung für religiös motivierte Waffenhandlungen. Auf diese Weise wurden die Kreuzzüge päpstlich abgesegnet. Nicht nur das ist tragisch für viele Betroffene ausgegangen, sondern auch der Umstand, daß Clairveaux in seinen Schriften den Glauben gegen die Gewißheit gesetzt hatte. Die Gewißheit im Herzen wurde ersetzt durch die Notwendigkeit, glauben zu müssen. Clairveaux wurde 1174 heilig gesprochen und wird heute noch als heiliger Bernhard verehrt. (Mehr zum Thema in meinem Buch Kapitel 9).
Nicaea_Konzil

Diese Geschichte macht deutlich, wie sehr von Menschen Einfluß genommen wurde auf die christliche Religion, die mit der ursprünglichen Botschaft Jesus nicht mehr viel gemein hat. Alle Gemeinschaften, die die wahre Lehre vertraten und weitergaben – Essener, Gnostiker, Katharer – wurden gnadenlos von der Kirche verfolgt. Vor allem, weil der Glaube so hoch gehalten wird, denn wenn ich etwas glauben soll, ist da eben noch längst keine Gewißheit. So wurden wir Stück um Stück von der Wahrheit entfremdet. Dies ist auch der Widerspruch, den wir astrologisch zwischen dem 9. Haus (Glauben) und dem 12. Haus (Wahrheit) finden.Wenn wir nun wissen, daß die katholische Kirche um ihre Macht bangt, wozu all die Fälle von sexuellem Mißbrauch von Kindern nicht unerheblich beigetragen haben, dann ist es plausibel, daß sie den Gläubigen ein positives Schauspiel darbieten möchte, um ihr Image zu verbessern. In diesem Sinne ist die kürzlich erfolgte Heiligsprechung von zwei Päpsten zu sehen, und die schauen wir uns gleich an.

Damit ihr wißt, welchen Hintergrund ich habe: evangelisch erzogen, von Kindheit an (und seit vielen, auch katholischen Leben) sehr mit Jesus und Maria Magdalena verbunden, vor 20 Jahren aus der Kirche ausgetreten, seit meiner Erfahrung, die Gewißheit Gottes im Herzen zu finden.

Ich bin nicht gegen die Kirche, meine aber, daß sie transformationsbedürftig ist. Wir alle müssen die alten Muster abstreifen, und das gilt auch für die Institutionen. Wer sich von den Lesern der einen oder anderen Kirche noch sehr verbunden fühlt, bitte ich, diesen Artikel als Anregung zu verwerten, er ist keinesfalls als Angriff gemeint. Mir geht es nur darum, soviel zur Wahrheit beizutragen, wie ich imstande bin, und die sich sowieso eines Tages ganz enthüllen wird.

HeiligsprechungDer Moment der Heiligsprechung (dank eines Live-Tickers auf Focus) zeigt uns, daß es um das Seelische geht, und zwar um die Seele in ihrer Bedeutung (Krebs-AC, Mond H1 in 10). Dabei geht es prinzipiell um alle Seelen, nicht nur die beiden Päpste, die heilig gesprochen wurden. Auf den ersten Blick wirkt das Horoskop positiv (Jupiter Konj. AC), und es sind die Bedingungen, die sich günstig und verstärkend auf das Event auswirken (Jupiter H6 in 1). Hinzu kommt, daß wir eine genaue Konjunktion von Jupiter mit Sirius hatten – das sind idealerweise außerordentlich gute Bedingungen für so ein Ereignis, weil das nur alle 12 Jahre stattfindet. Sirius hat nur positive Eigenschaften, und dieses Doppelsternsystem hat eine Schlüsselbedeutung für uns, zumal einige Pyramiden genau auf ihn ausgerichtet sind. Die Astrologen des Vatikan haben da gute Arbeit geleistet. Wir sehen jedoch, daß der Mond als Anlage in das große Kreuz eingebunden ist. Es war eine Massenveranstaltung (Jupiter Opp. Pluto), und für viele ein glücklicher Moment (Jupiter Qu. Uranus). Doch was gar nicht dazu paßt, hier aber ausschlaggebend ist, daß die Bedeutung der Seelen aufgehoben wird (Uranus Konj. Mond).Das müssen wir erstmal verarbeiten. Die Seele wird in ihrer Bedeutung aufgehoben. Warum das? Mond-Uranus ist der Seelenvogel, der herausgehoben wird aus dem Subjektiven, also aus dem Empfinden, was ja die Natur der Seele ist. W. Döbereiner sagt, dieses Bild des Seelenvogels ist in Europa die Wildgans, in Asien der Kranich, als Symbol der Seele, die den Körper verläßt, um das Jenseits zu erfahren. Es ist ein Aussteigen aus dem dualen Erleben, gleichzeitig die ‚Heiligung des Subjektiven‘ – das Seelische gleich wie das Mütterliche kann nur über die Entfernung erfahren werden, und wird dann übermäßig verehrt. Auf der persönlichen Ebene wäre es die Überlagerung des Kindes durch die Mutter, hier durch die Mutter Kirche.

Das Kind flüchtet in die Unberührbarkeit, läßt seelisch niemanden heran. Fortan lebt es ein Leben wie Nils Holgersson, immer unterwegs, und hat eine hohe Abwehr von Gefühlen und Eindrücken der Umwelt. Dies ist eine Schutzreaktion, zur Abwehr des Mutterprinzips. Wer eine Mond-Uranus Spannung im Radix hat, weiß was ich meine. Wir entfernen uns damit vom Empfinden, dies ist aber das Wertvollste, was wir haben – denn über das Empfinden definieren wir unsere seelische Eigenart, und wer nicht weiß wer er ist, wird von sich selbst und seinen Wurzeln abgeschnitten. Diese Menschen sind die ‚Ungeborgenen‘. Sie konnten als Baby keine Geborgenheit erfahren, und erlebten die Mutter entweder als abwesend, traumatisiert oder übergriffig. Und dann kommt es zu so einer Schutzreaktion. Dies ist nicht leicht zu verstehen, aber ungeheuer wichtig.

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Übertragen auf dieses Ereignis können wir nun Folgendes vermuten: entweder sind die Initiatoren dieser Veranstaltung auch von Mond-Uranus betroffen, und gehören zu den ‚Unberührbaren‘ – was ja in ihrer Lebensweise nachvollziehbar ist – oder es ist Absicht, alle Seelen ihres Empfindens und damit ihrer Bedeutung zu entheben. Vielleicht sogar beides. Denn eine Heiligsprechung von zwei Päpsten bedeutet doch nichts anderes, als daß alle anderen Seelen nicht heilig sind – und das ist genau der entscheidende Punkt.
Taube_Zypern
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Aber schauen wir weiter. Die Sonne verwirklicht diese Anlage in 11, aber Sicherheit und Freiheit gewinnen wir dadurch keineswegs, denn sie ist im Stier eingeschlossen. Eher ist das eine Suggestion für die Masse der Glaubensgemeinschaft (Sonne Konj. Merkur + Juno). Ebenso wird klar, daß das Empfinden und auch die Wahrheit ‚eingeschlossen‘ sind, also für die Masse nicht offensichtlich (Merkur ist H4 + H12, eingeschlossen im Stier). Das gilt auch für den spirituellen Mißbrauch der natürlichen Ordnung, der Grenzen, der Freiheit (Sedna im Stier eingeschlossen in 11), und damit sind die Gläubigen gemeint (Sedna Opp. Saturn H7).Die Gläubigen sind in der Begegnung zu finden, als Gemeinschaft der Katholiken (Steinbock in 7). Doch sie sind in ihrem Lebensgefühl gefangen, wenn sie sich dieser Vorstellung unterwerfen, und das ist ihnen kaum bewußt, es sei denn sie würden es fühlen (Saturn H7 im Skorpion in 5 eingeschlossen). Diese Beeinflussung der Massen läßt nun in ihrer Gefangenheit ein Bild im Bewußtsein aller entstehen: das Bild der Macht (Pluto in 7 am DC). Hier wird also eine falsche Vorstellung in das öffentliche Bewußtsein versenkt, was dem Katholizismus Macht verleiht. Und dies funktioniert, solange es geglaubt wird.

Diese falsche Vorstellung von Macht unterdrückt natürlich auch die Bedeutung der Seele (Pluto Qu. Mond), das Empfinden wird nochmals überlagert, es ist die gefangene Seele (Mond-Pluto). Was ich zum 11. Haus gesagt habe, die Massensuggestion und der spirituelle Mißbrauch, kommt über den Widder heraus, und ist ein direkter Angriff auf die Seelen und ihr Empfinden (Mars H11 in 4, auch in Opp. Mond). Und das ist nicht ein kleiner Pieks, sondern hier werden Schwerter gezückt, und brutal zugeschlagen (Mars-Uranus-Pluto auf Mond). Ebenso wird das Mütterliche und Behütende, und die Göttin angegriffen (Mars Konj. Ceres + Vesta). Sorry, ich möchte wirklich niemandem zu nahe treten, aber das hier ist Krieg gegen die Seelen.
del parsonWenn wir das gesamte große Kreuz um 0° Widder spiegeln, landen Mond und Uranus auf Chiron, mit dem Rest des Kreuzes daran. Das ist höchster Schmerz und auch Verrat, eine große Wunde der Seelen, wie auch der Wahrheit, die zum Glauben degradiert wurde (Neptun in Halbsumme Chiron-Nessus in 9). Man braucht eigentlich nur die rote Aspektfigur des großen Kreuzes zu betrachten, die auf der Begegnungsachse liegt, um zu wissen: hier findet eine Kreuzigung statt, die Kreuzigung der Seelen. Und ausgerechnet das Kreuz ist das Wahrzeichen der Christen. Es ist eine Symbolik des Todes. Und hat nicht Jesus gesagt, wir sollen alle zu neuem Leben auferstehen? Warum steht dann nicht auf jedem christlichen Altar der lachende Jesus, der die bedingungslose Liebe verkündet?

Was nötig wäre, ist ein Heraustreten aus den Vorstellungen, aus dem als Bild gesetzten Dogma der Macht (Pluto H5 in 7), und die Liebe zu fühlen, die alle Seelen eint (Venus H5 in 10). Befreiung ist dann möglich, wenn wir keine Dogmen mehr akzeptieren (Wassermann in 8), und uns von den Anhaftungen ans ‚Glauben-müssen‘ lossagen (Wassermann in 9). Das Ziel ist die Erkenntnis, unserem Gespür für die Wahrheit zu vertrauen (Neptun H10 in 9), nämlich daß die Wahrheit größer ist, als alle Glaubensrichtungen zusammen.

Vor Gott-Göttin sind alle Menschen gleich. Und niemand wird im Himmel einen roten Teppich ausrollen, weil jemand heilig gesprochen ist. Es spricht ja nichts dagegen, ein Idol zu verehren – aber nicht um den Preis, daß alle anderen dadurch gemindert werden. Es gilt für uns, die Gleichwertigkeit aller Menschen zu sehen. Niemand braucht erhöht, und niemand soll erniedrigt werden. Alle Seelen sind als Kinder Gottes heilig, und ihnen steht dem entsprechend auch Schutz zu. Wenn das begriffen und umgesetzt werden kann, sind wir einen riesigen Schritt weiter.

Ach ja, das Zölibat – es wurde erschaffen, auch als Methode der Unterdrückung, damit die Priester nicht die Wahrheit erkennen. Die Sexualität zwischen Mann und Frau ist das große Geschenk Gottes, in der liebenden Vereinigung Seine Präsenz zu spüren – und Ihre, der Göttin – denn diese Erfahrung ist Gewißheit genug.

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…danke an Conny
Gruß an den einzig wahren Glauben der Menschen
TA KI