Schadstoffbelastung, Kinderspielzeug -Stiftung Warentest: 21 von 30 Plüschtieren sind „mangelhaft“!


Wegen Schadstoffen oder gerissener Nähte schneiden 21 von 30 getesteten Plüschtieren „mangelhaft“ ab, darunter solche von namhaften Herstellern wie Käthe Kruse, Kösen, Sigikid und Steiff. 3 der Stofftiere hätten gar nicht verkauft werden dürfen. Nur 8 der 30 Teddys, Katzen und Mäuse im Test sind empfehlenswert. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der Dezember-Ausgabe ihrer Zeitschrift „test“.

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Bei der Vorstellung der Testergebnisse in Berlin kritisierte der Bereichsleiter „Untersuchungen“ der Stiftung Warentest, Dr. Holger Brackemann, die Spielzeughersteller scharf: „In vier Untersuchungen haben wir seit 2010 150 Spielzeuge getestet, insgesamt waren es bis zu 70 Prüfungen für jedes einzelne Spielzeug. Von den Spielzeugen entsprach jedes zehnte Produkt nicht den rechtlichen Anforderungen, hätten also nicht verkauft werden dürfen. Ich kenne aus unseren Tests keine andere Branche, die mit so konstanter Regelmäßigkeit gesetzliche Sicherheitsbestimmungen nicht einhält“. Auch beim EU-Schnellwarnsystem für gefährliche Produkte, Rapex, belegten Spielsachen im vergangenen Jahr mit 650 Meldungen den unrühmlichen ersten Platz, so Brackemann.

Im aktuellen Test sind gerade einmal 8 von 30 Plüschtieren empfehlenswert. 19 der 30 Produkte – also mehr als 60 Prozent – enthalten kritische Mengen von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Einzelne dieser Verbindungen können Krebs erzeugen. Einfach auswaschen lassen sich diese PAK nicht. Krebserzeugende PAK sind nicht akut giftig, sondern wirken langfristig im Organismus. Bei 3 Produkten reißen die Nähte zu schnell zu weit auf. Kinder könnten die Füllung herauspulen und in den Mund stecken. Da die drei Stofftiere die rechtlichen Bestimmungen nicht einhalten, hat die Stiftung Warentest die Hersteller und die Aufsichtsbehörden informiert.

Drei Fragen an Renate Ehrnsperger, Projektleiterin

• Sie haben 30 Plüschtiere auf Sicherheit und Schadstoffe getestet – Ihr Resümee?
Das Testergebnis ist enttäuschend: Wir haben 21 von 30 Stofftieren mit mangelhaft bewertet, entweder weil wir kritische Mengen an Schadstoffen fanden oder weil Nähte zu schnell aufgerissen sind und die Füllwatte für die kleinen Kinder zugänglich war. Insgesamt können wir nur 8 Kuscheltiere empfehlen.
• Welche Gefahren gehen von den „mangelhaft“ getesteten Objekten aus?
Wir müssen hier zwischen zwei Arten von Risiken unterscheiden: Unmittelbare Risiken und langfristige Risiken. Ein unmittelbares Risiko stellen die instabilen Nähte dar. Die Füllwatte kann vom Kind herausgezogen und in den Mund gesteckt werden. Ein langfristiges Risiko geht von den Schadstoffen aus. Die von uns gefundenen Schadstoffmengen sind nicht akut giftig. Sie wirken langfristig im Organismus. Kinder können die Schadstoffe über den Mund und die Haut aufnehmen, während sie mit dem Stofftier spielen. Einige der gefundenen Schadstoffe sind als krebserzeugend oder fortpflanzungsgefährdend eingestuft. Wir haben deshalb eine große Anzahl an Spielzeugen mit Mangelhaft bewertet, obwohl sie die derzeit geltenden rechtlichen Anforderungen einhielten.
• Was können bzw. sollten Eltern beim Kauf und Handhabung beachten?
Beim Einkauf sollte man sich das Plüschspielzeug genau anschauen Ist es schlecht und nachlässig verarbeitet oder riecht es unangenehm, sollte man die Finger davon lassen. Dazu kann man durchaus auch an Nähten, Etiketten oder Knopfaugen ziehen. Geht hier schon im Laden etwas kaputt, ist das Spielzeug sicher auch den Anforderungen des Alltags nicht gewachsen. Ist das Plüschtier für ein Baby oder für ein Kleinkind, sollte man eher kurzfloriges Spielzeug kaufen, da langflorige Produkte oft stärker haaren. Plüschspielzeug sollte aus hygienischen Gründen auch in der Waschmaschine waschbar sein und es ist empfehlenswert, es vor der Benutzung auch tatsächlich zu waschen. Allerdings können PAK durch Waschen leider nicht einfach entfernt werden. Das haben wir in diesem Test exemplarisch an einigen belasteten Spielzeugen überprüft. Auch nach drei Wäschen hatte sich der Gehalt an Chrysen oder Naphthalin kaum verändert.
Grundsätzlich empfehlen wir auf Prüfsiegel zu achten – zum Beispiel das GS-Zeichen oder Prüfsiegel von unabhängigen Prüfinstituten wie den TÜVs. Solche Prüfsiegel stellen meist höhere Anforderungen als das CE-Zeichen. Sie könnten eine Orientierung bieten. Das GS-Zeichen war allerdings nicht auf den getesteten Spielzeugen zu finden. Das CE-Zeichen ist für Spielzeug Pflicht, bietet aber keine Orientierung. Der Hersteller versichert damit lediglich, dass er die geltenden rechtlichen Vorgaben fürs Produkt einhält. Eine unabhängige Überwachung wie zum Beispiel beim GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit findet hier nicht statt.(Stiftung Warentest/mh)

Quelle: http://www.epochtimes.de/umwelt/warentest-plueschtiere-a1287773.html

Gruß an die Informierten Eltern und Großeltern

TA KI

Bisphenol A fördert Nahrungsmittelintoleranzen


Leiden auch Sie an einer Nahrungsmittelintoleranz? Die giftige Chemikalie Bisphenol A, enthalten unter anderem in Konservendosen, Plastikverpackungen für Lebensmittel und Kinderspielzeug, könnte der Grund dafür sein. Eine französische Studie ergab, dass eine Belastung mit BPA während Schwangerschaft und Stillzeit das Risiko für das Kind erhöhen könnte, im späteren Leben eine Nahrungsmittelintoleranz zu entwickeln – und zwar auch dann, wenn die BPA-Belastung unter den gesetzlich vorgeschriebenen Höchstwerten liegt.

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Giftiges BPA ist allgegenwärtig

Wissenschaftler liefern Beweis um Beweis für die Giftigkeit von Bisphenol A (BPA). Doch die Regierungen interessieren sich nicht dafür und denken gar nicht daran, die gesetzlichen Regelungen zu verschärfen.

So kommt es, dass jeden Tag in der westlichen Welt Millionen von Menschen – Erwachsene und Kinder – Belastungen mit BPA ausgesetzt sind.

Die gesetzlich vorgeschriebenen Höchstwerte liegen dabei weit über jenen Dosen, die zahlreichen Forschern zufolge bereits schwerwiegende gesundheitliche Schäden nach sich ziehen können.

Gesundheitsschäden durch Bisphenol A

Besonders perfide: BPA ist in Plastik enthalten, das beispielsweise für Lebensmittelverpackungen und Kinderspielzeug verwendet wird.

Eine grosse Gefahr geht auch von Konservendosen aus, deren Innenseite oft mit einem BPA-haltigen Stoff beschichtet ist.

Kürzlich erst fanden Wissenschaftler heraus, dass Bisphenol A sogar für die Beschichtungen von Kassenzetteln verwendet wird. Selbst die Zahnversiegelung vom Zahnarzt kann BPA enthalten.

Die Folgen für die Gesundheit sind dramatisch, wie Sie unter anderem hier nachlesen können:

Nahrungsmittelintoleranz durch BPA-Belastung

Am gefährlichsten ist BPA natürlich für Babys und Kleinkinder.

Leidet schon die Mutter an einer BPA-Belastung, kommt das Kind bereits während der Schwangerschaft und Stillzeit mit der giftigen Chemikalie in Kontakt.

Französische Forscher haben Grund zur Annahme, dass dies einer der Gründe für die stetig steigende Zahl von Nahrungsmittelintoleranzen ist.

Priv. Doz. Sandrine Menard und ihr Team der INRA Institut National de Recherche Agronomique-Laboratoires in Toulouse führten eine wissenschaftliche Studie an zwei Gruppen von schwangeren Ratten durch.

Eine Gruppe erhielt normales Futter, der anderen Gruppe verabreichten die Forscher mit BPA belastete Nahrung. Dieses Futter erhielten die Ratten vom fünfzehnten Tag der Schwangerschaft bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Nachwuchs abgestillt wurde.

BPA stört die Immunentwicklung

Als der Nachwuchs fünfundvierzig Tage alt war, erhielten die weiblichen Nachkommen erstmalig Ovalbumin, ein für ihren Organismus neues Nahrungseiweiss.

Während diejenigen Ratten, die noch nicht mit BPA in Berührung gekommen waren, keinerlei Probleme mit der neuen Nahrung hatten, entwickelten die BPA-Tiere sofort allergische Reaktionen gegen das Ovalbumin.

Im weiteren Verlauf konnten die Wissenschaftler bei den BPA-belasteten Ratten eine Darmentzündung feststellen. Dies ist ein starkes Anzeichen für eine Nahrungsmittelintoleranz.

So zeigte sich also, dass BPA einen schwerwiegenden negativen Einfluss auf die Entwicklung des Immunsystems haben und so auch für zahlreiche Fälle von Nahrungsmittelunverträglichkeiten verantwortlich sein könnte.

Möglicherweise steht BPA auch mit der Entstehung von anderen Immunerkrankungen in Zusammenhang.

BPA: schnellstmögliches Umdenken erforderlich

Bemerkenswert ist, dass auch in dieser Studie eine BPA-Dosis dramatische Folgen hatte, die laut Gesetz vollkommen harmlos sein müsste.

Gerald Weissmann, Chefredakteur des The FASEB Journal, in dem die Studie veröffentlicht wurde, sagt dazu: „Wahrscheinlich werden wir eines Tages zurückblicken und die Belastung mit BPA als eines der grössten Probleme für die öffentliche Gesundheit unserer Zeit erkennen.“

Es ist also notwendig, dass Politiker und sogenannte „Experten“ schnellstmöglich umdenken und strengere Regelungen auf den Weg bringen, um die Verbraucher vor den unangenehmen Folgen einer BPA-Belastung zu schützen.

Quelle:

Gruß an die Plastikverweigerer

TA KI