Das verbotene Wissen über Frequenzen & deren unglaubliche Macht! Können sie luzide Träume auslösen?


Das verbotene Wissen über Frequenzen & deren unglaubliche Macht! Können sie luzide Träume auslösen? Bewusste Träume werden auch als luzides Träumen bezeichnet, ist es möglich diese durch Frequenzen auszulösen? Wie werden solche Träume wahrgenommen und ist es möglich diese als realer zu empfinden als das wirkliche Leben?

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Gruß an die Klarträumer
TA KI
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Die Gralstafeln von Chartres


Gralstafeln von ChatresZur Erinnerung: Erschien am 11.05.2014

Die Gralstafeln von Chartres sind eine Meditationstechnik, die von französischen Zigeunern aus dem Mittelalter überliefert wurde. Durch Schielen mit den Augen kann in der Mitte eine virtuelle dritte Tafelreihe erzeugt werden, die aus der Bildebene herauszuspringen scheint und zunächst zwischen den Farben Blau und Rot hin- und herpendelt. Nach einiger Zeit bildet sich ein violetter Farbton heraus, und das Bild kommt zur Ruhe. Heute weiß man, daß die Tafeln ein einfaches Biofeedbackgerät darstellen, um den Aktivitätszustand der beiden Gehirnhälften zu überwachen. Ziel der Übung ist die Synchronisation der Gehirnhälften, was zunächst zu einem Entspannungseffekt, bei längerer Übung dann zum Eintritt in neue Erkenntnisräume führt.

Inhalt:

1)     Symphonie in Stein

»Ein beinahe lächerlich kleines Stück Raum am Rande eines als unbegrenzt geltenden Kosmos ist überwunden worden; die Fähigkeit aber, in den Kosmos des menschlichen Gehirns einzutauchen, so wie es unseren Vorfahren noch möglich war, ist verlorengegangen. Der Mensch findet nicht mehr zu dem Reichtum und den Wundern eines freien Lebens; die Trugbilder einer falschen, Schritt für Schritt in das Nichts führenden Wissenschaft halten ihn gefangen.«

Der französische Schriftsteller Pierre Derlon, von dem diese Worte stammen, hat über dreißig Jahre seines Lebens dem Studium des Lebens und der Gebräuche französischer Zigeunerstämme gewidmet, und als wohl erstem Nichtzigeuner gewährten ihm die Patriarchen dieses geheimnisumwobenen Volkes Einblick in ihr altüberliefertes Wissen.

Schon früh war Derlon aufgefallen, daß sich der Anführer einer Sippe des öfteren während des Tages für einige Stunden in einen abgelegenen »Garten der Einweihung« zurückzog, um dort zu meditieren. Diese »Gärten« hatten bei allen Zigeunerstämmen, die Derlon besuchte, immer wieder die gleiche Gestalt: In einem mit Holzpflöcken abgesteckten Rechteck legten sie in zwei Reihen geometrische Figuren aus Holz oder Blech aus: Je ein Rechteck, ein Quadrat und einen Kreis von abwechselnd blauer und roter Farbe.

Später wurde Pierre Derlon in das Geheimnis dieser Gärten eingeweiht: Der Meditierende setzt sich vor die ausgelegten Tafeln und betrachtet diese mit leicht schielendem Blick, so daß sich die beiden Reihen scheinbar verdoppeln und sich schließlich in der Mitte zu einer einzigen vereinigen. Es kann ihm so gelingen, in innere Erkenntnisräume einzudringen, die dem oberflächlichen Denken unserer heutigen Zeit fremd geworden sind.

Die verwendete Sehtechnik ist gegenwärtig hochaktuell und kommt unter anderem auch bei den derzeit so in Mode gekommenen »Cyberoptics«, den dreidimensionalen Illusionsbildern, zur Anwendung.

Doch die »Gärten der Einweihung« der französischen Zigeuner waren alles andere als ein vergnüglicher Zeitvertreib. Es gilt für uns einmal mehr, von der Oberfläche eines Phänomens in die Tiefe zu schauen und so verlorenes Wissen wiederzuentdecken. Daß bei der Betrachtung der hier ausgelegten geometrischen Formen die gleiche Sehtechnik angewandt wurde wie bei den heutigen Computerbildern, bedeutet noch lange nicht, daß in beiden Fällen auch das gleiche geschieht.

Es ist schwer, das Weitere in Worten zu beschreiben. Am besten wäre es, Sie würden selbst einmal versuchen, die blauen und roten Farbtafeln durch Schielen mit den Augen zunächst zu verdoppeln und die verdoppelten Bilder schließlich in der Mitte zur Deckung zu bringen. Als erstes dürften Sie bemerken, daß die entstehende mittlere Reihe in Richtung der dritten Dimension aus dem Papier herauszuspringen scheint. Dies entspricht dem Effekt der Cyberoptics.

Um die weiteren Vorgänge zu verstehen, müssen wir einen kleinen Ausflug in die Physiologie des Gehirns machen. Die linke Tafelreihe wird bei der vorliegenden Sehtechnik hauptsächlich mit dem rechten Auge gesehen, das mit der linken Gehirnhälfte verbunden ist. Analog gelangt das Bild der rechten Tafelreihe über das linke Auge in die rechte Gehirnhälfte. Das Sehzentrum im Gehirn versucht nun stets, aus den Informationen, die ihm die beiden Augen liefern, ein konsistentes Bild zusammenzusetzen. Dadurch entsteht unsere Fähigkeit, stereoskopisch, also dreidimensional, zu sehen.

In diesem Fall aber wird das Gehirn vor eine schwierige Aufgabe gestellt, da die von den Augen gelieferten Informationen in der Farbgebung nicht übereinstimmen. So pflegt das dreidimensionale Bild zu Anfang zwischen den Farben Rot und Blau hin- und herzuspringen, bis man schließlich nach einiger Zeit den Mischton Violett sieht. Das Bild kommt zur Ruhe.

Gehirnphysiologisch spricht man von einer Synchronisation der beiden Großhirnhälften, und man weiß heute genau, daß dadurch tief veränderte Bewußtseinszustände ausgelöst werden können – eine Erfahrung, die den Zigeunern seit Jahrhunderten bekannt ist.

Mit zunehmender Übung kann es auch Ihnen gelingen, das dreidimensionale Illusionsbild in der Mitte der Tafel länger und länger festzuhalten und dadurch auch bei sich selbst tief meditative Zustände zu erreichen. (Genaueres im Abschnitt „Verborgene Wirklichkeit“)

Es hat sich gezeigt, daß die Tafeln von Chartres insbesondere eine starke Wirkung zeigen, wenn man die Übung kurz vor dem Einschlafen macht. Dies kann tiefgreifende Auswirkungen auf das Traumleben haben und zu sehr interessanten Traumerfahrungen führen. Aus diesem Grund sind die Tafeln auch von ganz besonderer Bedeutung in Zusammenhang mit Klartraumübungen (s. auch „Spektrum der Nacht“)

Doch die »Gärten der Einweihung« bergen noch weitergehende Geheimnisse. Wer über längere Zeit mit den Tafeln arbeitet, kann an sich Bewußtseinsveränderungen erleben, die allein durch den Zustand der Gehirnsynchronisation nicht mehr erklärt werden können. Die verwendeten geometrischen Figuren sind aber auch nicht beliebig gewählt. Das Rechteck hat ein Seitenverhältnis von 2 zu 1, und das Quadrat und der Kreis sind so konstruiert, daß alle drei Flächen den gleichen Flächeninhalt haben. Diese Konstruktion sprengt symbolisch den Rahmen unseres rationalen Denkens, denn die Quadratur des Kreises ist eine für unsere bekannte Geometrie unlösbare Aufgabe.

Ganz offenbar ist die Verwendung genau dieser Figuren entscheidend für die tiefen Bewußtseinsveränderungen, die beim Betrachten der Tafeln ausgelöst werden können. Pierre Derlon konnte durch eigene Experimente belegen, daß bereits durch das Weglassen einzelner Figuren (wenn man zum Beispiel nur die Quadrate betrachten würde) die Wirkung abgeschwächt wird. Er fragte den Zigeunerpatriarchen Pietro Hartiss eines Tages, woher den Zigeunern diese Tafeln bekannt seien, und erhielt zur Antwort, sie stammten aus der Kathedrale von Chartres.

Dies führt uns zurück zum Ausgangspunkt unserer Überlegungen, wonach seit uralter Zeit Menschen ihr geheimes Wissen in heiligen Stätten in Stein verewigt und in der geometrischen Anordnung ihrer Kultorte auf Landkarten hinterlassen haben. Wenn auch unsere heutige Wissenschaft den Blick für diese Geheimnisse weitgehend verloren hat – die Zeugnisse uralter Weisheit liegen überall offen herum und warten darauf, von uns wiederentdeckt zu werden.

Wer immer die Kathedrale von Chartres besucht hat, der weiß, daß es sich hierbei nicht um irgendeine Kirche handelt. Er wird nach dem Verlassen dieses Gebäudes nicht mehr der selbe Mensch sein wie vorher. Die offizielle Wissenschaft sagt, daß es sich um die älteste im gotischen Stil erbaute Kathedrale handelt, deren erste Bauphasen bis ins 12. Jahrhundert reichen. Darüber hinaus jedoch merken selbst anerkannte Kunsthistoriker wie etwa Jan van der Meulen und Jürgen Hohmeyer an: »Sie wirft damit auch sofort die Frage auf, wieviel von den Beweggründen, die diesen Bau bewirkt haben, mit den Stil- und Epochenbegriffen einer neuzeitlichen Kunstgeschichtsschreibung überhaupt zu erfassen sind, ja, ob solche Begriffe den Zugang nicht viel eher verstellen als erleichtern.«

Die Kathedrale von Chartres ist mehr als ein normales Gotteshaus, sie ist auch mehr als ein Kunstobjekt – sie ist eine mystische Einweihungsstätte voller Geheimnisse.

Einige Besonderheiten fallen sofort ins Auge. So ist das Kirchenschiff, im Gegensatz zu den meisten anderen mittelalterlichen Kathedralen, nicht in ost-westlicher Richtung ausgerichtet, sondern in einem Winkel von etwa 47 Grad in Richtung Nordost. Auf einem Hügel erbaut, überragt sie die umgebende Stadt derart, daß von der Autobahn aus nur die Kirche, nicht aber die Stadt zu sehen ist. Das imposante Gebäude würde man ohnehin eher in einer viel größeren Stadt vermuten. Chartres zählt heute etwa 87000 Einwohner und dürfte im 12. Jahrhundert bestenfalls von einigen Tausend Menschen bewohnt gewesen sein. Wozu brauchte eine so kleine Stadt ein so monumentales Gotteshaus, und woher kamen die Arbeiter und die gewaltigen Geldmengen zum Bau der Kirche? Diese Frage wird noch weitere Kreise ziehen, und wir werden darauf noch eingehen müssen.

cathedrale von Chatres

Im Innern der Kathedrale stößt man auf weitere Merkwürdigkeiten. So entdeckte der französische Journalist und Sachbuchautor Louis Charpentier an einer Stelle des Fußbodens einen merkwürdigen, nicht passenden Stein. Genau oberhalb dieses Steins hat eines der mittelalterlichen Buntglasfenster ein ganz offenbar beabsichtigtes Loch, durch das genau am 21. Juni, am Tag der Sommersonnenwende, um 12 Uhr mittags ein Sonnenstrahl auf diesen Stein fällt.

Auch die Winkelabweichung von 47 Grad von der Ost-West-Ausrichtung konnte Charpentier klären: Sie peilt exakt den Sonnenaufgang zur Zeit der Tag- und Nachtgleiche im Frühling an.

Derartiges würde man doch wohl eher in einem prähistorischen heidnischen Sonnenheiligtum wie dem englischen Stonehenge vermuten als in einer christlichen Kathedrale des Mittelalters, gebaut in einer Zeit, als die allmächtige und alleinseligmachende katholische Kirche jede Abweichung von der offiziellen Lehre Roms mit dem Scheiterhaufen bedrohte!

Und wie ist die Bemerkung des Zigeunerpatriarchen zu verstehen, seine Meditationstafeln entstammten der Kathedrale von Chartres? Wenn Sie denken, Sie könnten die Kirche betreten und würden irgendwo in einem Mosaik oder Kirchenfenster diese drei geometrischen Figuren finden, so täuschen Sie sich. Es handelt sich wieder um verborgenes Wissen, das erst entdeckt werden will, um ein Wissen, das viel gewaltigere Konsequenzen in sich birgt, als man auf den ersten Blick annehmen würde.

Louis Charpentier hat dieses Rätsel in langjähriger Forschungsarbeit zumindest teilweise gelöst: Die drei Tafeln von Chartres sind in der Geometrie der Kathedrale verewigt, sie bilden sozusagen einen unsichtbaren Bauplan, der ihre gesamten Proportionen in entscheidender Weise prägte.

Geheimnis der Erbauer

Es beginnt damit, daß der Chor der Kathedrale genau doppelt so lang wie breit ist. Seine abschließende Rundung ist so gewählt, daß der Flächeninhalt genau einem Rechteck mit einem Seitenverhältnis von 2:1 gleicht. Die erste Tafel hätten wir also gefunden (Abb. 2).

Konstruiert man nun ein Quadrat mit gleichem Flächeninhalt und legt es in Gedanken auf dem Fußboden aus, so zeigen seine Ecken die Breite des Hauptschiffes an. Seine Seitenlänge ist 23,19 Meter, was einem Zehntel der Grundlinie der Cheopspyramide entspricht.

Ein anschließender gedachter Kreis mit gleicher Fläche endet genau am Hauptportal. Die drei Figuren zusammen bestimmen also die Länge des Kirchenschiffs. Welchen Grund konnten die Erbauer haben, derartige geometrische Formen als Grundlage des Kathedralenbaus zu benutzen? Wir sind hier einer heiligen Geometrie auf der Spur, die uns weit über die Erkenntnisse einer einseitig materialistisch ausgerichteten Wissenschaft hinausführt.

Gemäß einer alten Überlieferung haben drei Tafeln den heiligen Gral getragen, und »ihre Zahl ist 21«.

Die erste Gralstafel ist danach die im Neuen Testament überlieferte rechteckige Tafel, an der Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl feierte. Hatte sie – wie Charpentier vermutet – ein Seitenverhältnis von 2:1, so daß »ihre Zahl 21« war?

Weiter heißt es in der Überlieferung, daß Joseph von Arimathäa, der Onkel von Jesus, nach der Kreuzigung das Blut Christi in einer Schale – wiederum ein Symbol des Grals – auffing. Nach seiner Gefangennahme durch die Römer soll Christus ihm im Kerker erschienen sein, um ihm den Auftrag zu geben, in einem anderen Land eine neue, diesmal quadratische Gralstafel zu errichten. Joseph von Arimathäa soll daraufhin die Flucht nach England gelungen sein, und er gilt allgemein als Begründer der ersten Kirchengemeinde in Glastonbury, dem mystischen Avalon der Kelten.

Dort wiederum errichtete nach der Sage König Uther Pendragon, der Vater von König Artus, im Auftrag des Zauberers Merlin eine runde Tafel, uns allen bekannt durch König Artus‘ Tafelrunde. Die Artussage ist eine Allegorie für die Suche nach dem verschollenen Gral, der den Rittern am Ostersonntag nur in Form einer Vision erschienen war.

Wir sehen deutlich, wie die drei Gralstafeln einen zunehmenden Prozeß der Verweltlichung beschreiben. So ist es nicht verwunderlich, daß der Besucher der Kathedrale von Chartres, wenn er aus der Welt des Profanen in das Kirchenschiff eintritt, zunächst die runde Gralstafel überquert, anschließend die quadratische, während die rechteckige Abendmahlstafel erst hinten im Chor zu finden ist. Noch heute heißt dieser Teil der Kathedrale Chapelle du Saint Sacrement – Kapelle des heiligen Sakraments, also des Abendmahls. In früheren Zeiten hat sich hier auch der Altar befunden.

Doch die Geheimnisse der Kathedrale gehen noch weiter: Die Proportionen der Säulen und Galerien stehen zueinander in harmonischen Verhältnissen, die der im Mittelalter üblichen gregorianischen Tonleiter entsprechen. Man weiß, daß sich die Kirche über einem unterirdischen Dolmen befindet, einem uralten keltischen Heiligtum, in dem eine heilige Quelle entspringt. Diente das Kirchenschiff als Resonanzkörper, als eine Art Musikinstrument, das die heilkräftigen Schwingungen aus dem Erdinnern an die Oberfläche weiterleiten und verstärken sollte? Die im 12. Jahrhundert wie aus dem Nichts neuentstandene Bauweise der Gotik mit ihren schwindelerregend hohen Gewölben und fast schwerelos wirkenden Bögen erzeugt in der Tat eine ganz eigene Akustik. Es fällt in diesem Zusammenhang auch auf, daß zwar das Äußere der Kathedrale durch Hunderte von Statuen reich geschmückt ist, während man im Innern nur schlichte, glatte Wände findet. Ganz offenbar sollte die Akustik der riesigen Halle nicht durch überflüssigen Zierat zerstört werden. Dies blieb erst späteren Baustilen, etwa dem Barock, vorbehalten, als vieles uraltes Wissen längst vergessen war.

Die Technik, durch Spannung in den steinernen Bögen Klangräume zu erzeugen, so wie bei den Saiten eines Klaviers, hat uralte Wurzeln. So steht zum Beispiel in der Nähe des Dorfes St. Just in der Bretagne auf einem Hügel bis heute der Roche de Tréal, ein Dolmen aus der Zeit um 2500 v. Chr., dessen Steine klingen, wenn man sie mit dem Finger oder einem kleinen Stein anschlägt. Durch geomantische Linien ist er verbunden mit weiteren prähistorischen Kultstätten der Umgebung, etwa dem Château Bû, einem in Europa einmaligen Bauwerk aus dem vierten vorchristlichen Jahrtausend. Die Namengebung aus heutiger Zeit ist nur ein Ausdruck der Hilflosigkeit unserer Archäologen, Sinn und Zweck prähistorischer Monumente einzuordnen.

Geomantische Untersuchungen am Roche de Treal

Abb. 3: Die Autorin Grazyna Fosar führt geomantische Untersuchungen durch am Roche de Tréal (Bretagne).

Niemand weiß bis heute genau, zu welchem Zweck das Château Bû gedient haben mag. Ein »Château«, also eine Burg, ist es mit Sicherheit nicht gewesen. Den Hauptteil der Anlage bildet ein Cromlech, also ein Steinkreis, der aber zu den sonst in der Gegend gefundenen Menhiren keinerlei Ähnlichkeiten aufweist. Zwei unterirdische Grabstätten wurden nachweislich erst viel später, zur Bronzezeit, etwa 1500 v. Chr. hinzugefügt. Handelte es sich um einen vorzeitlichen Tempel oder Opferplatz?

Chateau Bu

Abb. 4: Das „Chateâu Bû“ bei St. Just (Bretagne).

Auf jeden Fall ist Chateâu Bû ein heiliger Ort der Kraft. Wir besuchten die Stelle im Spätsommer, als das Gras durch die wochenlang andauernde Sommerhitze überall braun und verbrannt war. Nur im Innern des Steinkreises war es nach wie vor frisch und grün (Abb. 4).

Haben die Erbauer der Kathedrale von Chartres etwa das Geheimwissen der keltischen Druiden übernommen? Ein angesichts der gnadenlosen Verfolgung »heidnischer« Bräuche im Mittelalter geradezu revolutionärer Gedanke. Und doch liegt er nahe, wenn man die Geschichte des unterirdischen Dolmens unter der Kirche genauer betrachtet.

Chartres ist nämlich schon vor dem 12. Jahrhundert ein jahrhundertealter bedeutender Wallfahrtsort gewesen. Es heißt, ein keltischer Druide habe etwa 100 Jahre vor Christi Geburt nach einer Vision prophezeit, eine Jungfrau werde ein Kind gebären. Daraufhin sei an diesem Ort bereits in vorchristlicher Zeit der gebärenden Jungfrau ein Heiligtum errichtet worden. Bereits zur Zeit der Kelten wurde hier eine schwarze Madonna angebetet. Nach der Christianisierung wurde dann dieser bedeutende Kultort einfach als Marienheiligtum übernommen. Die Kathedrale von Chartres ist demzufolge auch der Jungfrau Maria geweiht und trägt bis heute den Namen Notre-Dame.

Bei diesem Namen fällt einem natürlich sofort die viel bekanntere Kathedrale Notre-Dame in Paris ein, und dies führt uns zum nächsten Geheimnis. In nur wenig mehr als hundert Jahren, also für die damalige Zeit nahezu gleichzeitig, sind im 12. und 13. Jahrhundert in Nordfrankreich eine große Anzahl gotischer Kathedralen gebaut worden, die alle Notre-Dame heißen, also der Jungfrau Maria geweiht sind. Die bedeutendsten befinden sich außer in Chartres und Paris noch in Reims, Amiens, Rouen, Bayeux, Laon, L’Epine und Evreux.

Verbindet man diese Städte auf der Landkarte durch Linien, so bilden sie das Sternbild Jungfrau.

Diese Tatsache beweist eindeutig, daß die Verehrung der gebärenden Jungfrau vorchristliche Wurzeln haben muß, denn die meisten genannten Städte sind uralte keltische Siedlungen, die bereits zur Zeit des gallischen Kriegs existierten, als Cäsars Legionen ins Land einfielen.

Und doch haben die Baumeister der gotischen Kathedralen ihr Wissen nicht von den »heidnischen« Druiden übernommen, denn die ältesten erhaltenen schriftlichen Zeugnisse über die Jungfrauenverehrung der Kelten stammen erst aus dem 14. Jahrhundert, also aus einer Zeit, da die gotischen Kathedralen allesamt schon errichtet waren.

Das Rätsel löst sich auf ganz andere Weise: Paradoxerweise mußten die Franzosen des Mittelalters weite Reisen unternehmen, um das gleiche Wissen zu erwerben, das ihre eigenen Vorfahren auch besessen haben. Erst später dann ist ihnen ganz offenbar diese Übereinstimmung aufgefallen. So kann dogmatisches Denken den Blick des Menschen trüben.

Anfang des 12. Jahrhunderts zogen neun französische und flämische Ritter ins Heilige Land, um – wie es offiziell hieß – die Pilgerwege nach Jerusalem vor Räubern zu schützen. Eine seltsame Aufgabe für Männer, die größtenteils dem Hochadel angehörten. Bald schon zeigte es sich, daß ihr eigentlicher Auftrag ganz anderer Natur war. Der König von Jerusalem, Balduin II., wies den Rittern ein Quartier fernab von der kämpfenden Truppe an, auf dem Gelände der Al-Aksa-Moschee, wo sich früher der Tempel Salomos befunden hatte. Sie nannten sich dementsprechend »Arme Ritter Christi vom Salomonischen Tempel« oder kurz Templer. Keiner von ihnen war je im Kampfeinsatz gegen räuberische Beduinen. Statt dessen suchten sie in den Ruinen des Tempels nach geheimem Wissen – nach der Bundeslade.

Viel ist schon über Konstruktion und Inhalt der Bundeslade geschrieben worden. Fest steht, daß die Israeliten sie wie einen Schatz gehütet und durch mehrere Stufen von Sicherheitsvorkehrungen vor unerlaubtem Zugriff bewahrt hatten. König Salomo schließlich baute den Tempel in Jerusalem eigens zu dem Zweck, einen sicheren Ort zur Aufbewahrung der Lade zu erhalten.

Was befand sich in dieser Lade? Nach dem alten Testament waren es zwei steinerne Gesetzestafeln, die Moses auf dem Berg Sinai von Gott empfangen hatte. Das mag ja sein, aber welcher Art waren diese Gesetze? Waren es die zehn Gebote, so wie man es uns offiziell weismachen will? Wieso sollte man Steintafeln, die die zehn Gebote enthalten, so sorgsam vor der Öffentlichkeit verstecken? Diese Gesetze waren und sind schließlich jedermann bekannt und sollten es auch sein.

Waren möglicherweise andere Gesetze in der Bundeslade verborgen? Waren es, wie Louis Charpentier vermutet, die Gesetze der Harmonie und der heiligen Geometrie, die uns nicht nur als äußere Zeichen die herrlichen Bauwerke der Gotik bescherten, sondern dem Eingeweihten auch große Macht verliehen? Ist dies der Grund, daß die zweite Gralstafel in ihren Proportionen der Grundfläche der Cheopspyramide entspricht? Moses war in Ägypten geboren und in ägyptisches Geheimwissen eingeweiht.

Stand auf den Gesetzestafeln des Moses das Wissen über den Heiligen Gral? Wir müssen bedenken, daß die Vorstellung des Grals als Kelch eine christianisierte Form der Legende ist. Wolfram von Eschenbach, angeblich selbst ein Templer, bezeichnete hingegen in seinem Parzival-Epos den Gral ausdrücklich als einen Stein. Im Grunde aber sollte man sich den Gral vermutlich überhaupt nicht als irgendeinen Gegenstand vorstellen, sondern eher als einen Einweihungsweg, ein geheimes Wissen, so wie es durch die drei Gralstafeln von Chartres repräsentiert wird.

Jetzt paßt jedenfalls alles zusammen: Nach etwa zehn Jahren im Heiligen Land kehrten die Templer im Jahre 1128 nach Frankreich zurück. Ihr Auftrag war erfüllt, obwohl mit Sicherheit immer noch räuberische Araberstämme die Pilgerwege bedrohten. Und kurz nach dem Eintreffen der Tempelritter in der Heimat begann man allenthalben in Nordfrankreich fieberhaft Kathedralen zu bauen, in einem Baustil, der bislang unbekannt war – der Gotik.

Die Templer lieferten das Wissen dazu, aber sie lieferten auch die notwendige Infrastruktur. Von König und Papst mit weitreichenden Privilegien ausgestattet, bauten sie in kurzer Zeit eine Art Staat im Staate auf, verfügten über riesige Güter und Geldmengen – die »Armen Ritter Christi«!

Dieses Geld benutzten sie nicht für sich selbst, sondern zum Bau der gotischen Kathedralen.

Als der Templerorden Anfang des 14. Jahrhunderts durch Philipp den Schönen aufgelöst wurde und die letzten Templer den Weg zum Scheiterhaufen antreten mußten, verschwand auch der Baustil der echten Gotik so plötzlich, wie er gekommen war. Wohl baute man weiterhin Kirchen mit hohen Gewölben und Spitzbögen, aber dies waren nur noch äußerliche Kunstwerke, teilweise bis ins Groteske überladen, die nichts mehr mit der heiligen Geometrie des Originalbaustils zu tun hatten.

Welcher Art war die Macht, die die Anwendung der heiligen Geometrie den Menschen verlieh? Welche Kräfte stecken in gotischen Kathedralen wie der von Chartres, wenn sie an Orten der Kraft gebaut wurden? Es wird hier ganz deutlich, daß es nicht nur um Ausstrahlungen von unterirdischen Wasseradern geht. Die Gralstafeln werden von den Zigeunern zur Bewußtseinsveränderung benutzt – eine Technik, die von jedem nachvollzogen werden kann. Weckte auch die Kathedrale Bewußtseinskräfte, die uns noch unbekannt sind?

Hierzu müssen wir noch auf eine andere Besonderheit eingehen, nämlich das Labyrinth. In mehreren Kathedralen der Gotik findet sich im Fußboden ein Labyrinth. Chartres ist die einzige von ihnen, in denen das ursprüngliche Labyrinth noch nahezu vollkommen erhalten ist. Es ist auch mit fast 13 Metern Durchmesser das größte. Ein weiteres Labyrinth ist noch in Amiens zu besichtigen. Es wurde aber nur nach alten Vorlagen rekonstruiert. Das Labyrinth in der Kathedrale von Reims hingegen wurde zerstört, weil es angeblich von Kindern als Spielplatz mißbraucht wurde.

Nach verbreiteter Ansicht der Kunsthistoriker ist das Labyrinth von Chartres ein Sinnbild für das menschliche Leben von der Geburt bis zum Tode. Dies mag oberflächlich richtig sein, nur sollte man nicht vorschnell alles zu bloßen Sinnbildern erklären, dessen wahren Sinn man nur nicht verstanden hat.

Zunächst einmal ist der Begriff Labyrinth irreführend. Im Gegensatz zu dem wirklichen Labyrinth, das Daedalus der Sage nach im Tempel zu Knossos auf Kreta als Gefängnis für den Minotaurus errichtete, kann man sich im Labyrinth von Chartres nämlich nicht verirren. Es stellt nur einen einzigen, wenn auch verschlungenen Weg dar, der von der Peripherie ins Zentrum führt, und es ist überliefert, daß in früheren Zeiten Menschen diesen Weg zu Zwecken der Meditation auch tatsächlich abgegangen sind. Heute ist dies nicht mehr möglich, da der größte Teil des Labyrinths durch Stuhlreihen verstellt ist.

Nur der mittlere Teil im Gang liegt frei, und täglich marschieren Tausende von Touristen über diesen uralten Einweihungsweg, ohne sich dessen bewußt zu sein. Die abwechselnd hellen und schwarzen Steine weisen eine sehr starke, abwechselnd positive und negative Ausstrahlung auf, die sich radiästhetisch einwandfrei messen läßt. Ganz offenbar diente das Labyrinth ursprünglich dazu, Menschen durch das Abgehen der verschlungenen Wege unter dem Einfluß dieser Erdkräfte in veränderte Bewußtseinszustände zu versetzen.

Auch König David, der selbst ein Eingeweihter war, tanzte vor der Bundeslade. Rituelle Tänze zur Bewußtseinserweiterung sind auch aus anderen Kulturen bekannt, etwa von den tanzenden Derwischen, einer geheimen islamischen Bruderschaft. Das Labyrinth von Chartres liegt inmitten der runden Gralstafel. Sollte der Mensch durch einen rituellen Tanz auf die Einweihung in höhere Geheimnisse vorbereitet werden?

Warum wurde dieses Wissen seit der Zeit der biblischen Könige vor der ganzen Welt geheimgehalten? Konnten dadurch Kräfte geweckt werden, die der Mensch ohne genügende Vorbereitung nicht beherrschen konnte? Hinweise darauf finden sich bereits im Alten Testament, und zwar in einem Buch, in dem man es vielleicht am wenigsten vermuten könnte – im Hohenlied Salomos.

König Salomo, der Erbauer des Tempels in Jerusalem und bis heute sprichwörtlicher Weiser, war ganz offenbar in das Geheimnis der Bundeslade eingeweiht. Das Hohelied, das er verfaßte, erscheint äußerlich als ein ganz profanes Liebeslied, so daß es eigentlich verwundert, einen solchen Text in der Heiligen Schrift überhaupt zu finden. Man sollte aber nicht vergessen, daß das hebräische Alphabet zugleich ein Zahlsystem war, das über das geheime Buch der Kabbala entschlüsselt werden konnte. Louis Charpentier jedenfalls vermutet, daß Salomo genau in diesem Buch geheimes Wissen über die Bundeslade versteckt hat.

Natürlich kann man mit Hilfe einer neuzeitlichen Bibelübersetzung dem wahren Sinn nicht mehr auf die Spur kommen. Hierzu müßte der hebräische Urtext – der eigentliche Geheimcode – untersucht werden. Immerhin finden sich auch im äußeren Text bereits Hinweise auf die Verehrung der schwarzen Madonna sowohl in gotischen Kathedralen als auch in keltischen Druidentempeln, so z. B. im Kapitel 1, Vers 5: »Ich bin schwarz, aber gar lieblich, ihr Töchter Jerusalems.«

Schwarze Madonnengestalten sind weltweit zu finden. Die Jungfrau im Dolmen von Chartres ist kein Einzelfall. In der Kathedrale ist die heilige Anna, die Mutter Marias, mit schwarzem Gesicht in einem Kirchenfenster dargestellt. Und vergessen wir nicht die »Königin Polens«, die weltberühmte schwarze Madonna von Tschenstochau, zu der jährlich Millionen Gläubiger pilgern.

Mehrmals in seinem »Liebeslied« verkündete Salomo dann aber auch eine ernsthafte, fast leidenschaftliche Warnung, so zum Beispiel im 2. Kapitel, Vers 7: »Ich beschwöre euch, Töchter Jerusalems, bei den Rehen oder bei den Hinden auf dem Felde, daß ihr meine Freundin nicht aufweckt noch regt, bis es ihr selbst gefällt.«

Möglicherweise waren in der Bundeslade geheime Formeln der heiligen Geometrie versteckt, deren Anwendung durch Unbefugte gefährlich wäre. Genaueres könnte man wohl nur erfahren, wenn man den Originaltext mit Hilfe kabbalistischer Schlüssel dechiffrieren würde.

Es gibt aber noch einen anderen Weg. Wie wir inzwischen herausgefunden haben (und wie auch den Baumeistern des Mittelalters zunehmend bewußt wurde), verfügten auch die keltischen Druiden über das gleiche Geheimwissen, wie es die Templer aus Salomos Tempel mitgebracht hatten. Eine Pilgerfahrt zum Dolmen von Chartres und zur schwarzen Madonna diente nicht nur der Anbetung von Göttern. Dies sind nur ritualisierte Symbolhandlungen, die wir mit unseren vom Christentum geprägten Augen erkennen können. Wir schauen nach wie vor nur auf die Oberfläche eines magischen Bildes, und die dahinterliegenden eigentlichen Wahrheiten haben sich vor unseren Augen noch nicht entfaltet.

Dieses Geheimnis muß etwas mit Erdkräften zu tun haben. Erinnern wir uns an den Steinkreis von Château Bû, in dem das Gras auch im trockensten Hochsommer noch grün und frisch war. Erinnern wir uns daran, daß unter heiligen Orten zumeist auch heilige Quellen sprudeln, so wie in Chartres, aber auch in Glastonbury mit seiner berühmten Gralsquelle, oder am Mont St. Odile im Elsaß. Wir könnten noch beliebig viele Beispiele angeben.

Ganz offenbar dienten prähistorische Dolmen und Tempel, aber auch gotische Kathedralen des Mittelalters, dazu, geeignete Resonanzkörper zu schaffen, die die vorhandenen Erdkräfte verstärken sollten. Die Verehrung gebärender Jungfrauen an solchen Orten zeigt deutlich, daß es hier vorrangig um den Kontakt zur Mutter Erde ging – der ältesten Religion der Menschheit, deren Wurzeln bis tief in die Altsteinzeit zurückreichen.

Die Impulse, die ein Mensch an solchen Orten erhalten kann, beziehen sich nicht nur auf heilende Kräfte, sondern eröffnen ihm auch den Zugang zu anderen Dimensionen des Bewußtseins. In der Regel sind solche Impulse schwach, und erst durch jahrelange Schulung konnte ein Mensch darauf vorbereitet werden, sie zu empfangen.

Dieser Weg führte den Einzuweihenden stets durch die Tiefen seines eigenen Selbst, so daß er lernte, seine egoistischen Bedürfnisse zu erkennen und schließlich zu überwinden. Durch Resonanzverstärkung hingegen wurde es möglich, den Zugang zu spirituellen Dimensionen nunmehr auch unvorbereiteten Menschen zugänglich zu machen, die dieses Wissen später in den Dienst ihres persönlichen Strebens stellen konnten. Genau hier liegen die Gefahren des Mißbrauchs, die schon König Salomo gekannt hatte, als er so leidenschaftlich davor warnte, diese Kräfte vor der Zeit zu wecken.

Wir sehen, daß das höhere Wissen stets die Tendenz hatte, sich selbst zu schützen. Einem Menschen, der das kleine Einmaleins nicht beherrscht, kann man unbesorgt ein Lehrbuch der Atomphysik in die Hand geben. Er wird dennoch nicht in der Lage sein, eine Atombombe zu bauen. Die Technik erst versetzt uns in die Lage, Wissen mißbräuchlich anzuwenden. Gibt man dem Ungebildeten die fertige Atombombe in die Hand, so kann er sehr wohl damit Schaden anrichten.

Genauso bergen die mystischen Einweihungsstätten von den Pyramiden des alten Ägypten bis hin zu den gotischen Kathedralen des Mittelalters Geheimnisse, die nicht vor der Zeit geweckt werden sollten. Dieses Wissen schützt sich nicht mehr von selbst, denn es liegt für jeden greifbar offen da. Wir selbst sind es, die nur nicht in der Lage sind, es zu erkennen. Durch unsere eigenen Vorurteile, durch die Doktrinen und Dogmen unserer Zeit, die vorrangig von einer zu einseitig materialistisch ausgerichteten Wissenschaft definiert werden, versperren wir uns selbst den Blick auf höhere Erkenntnisse – vielleicht zu unserem eigenen Schutz. Wir sind so etwa in der gleichen Situation wie die Templer, die auf der Suche nach dem geheimen verlorenen Wissen die mühevolle und gefährliche Pilgerreise ins Heilige Land auf sich nehmen mußten, weil sie in ihrem religiösen Eifer nicht in der Lage waren zur Kenntnis zu nehmen, daß die »heidnischen« Druiden direkt vor ihrer Haustür steinerne Zeugen der gleichen universell gültigen Gesetze hinterlassen haben.

Es geht uns im Moment um weitaus mehr als um die Regeln der heiligen Geometrie und des harmonikalen Bauens. Louis Charpentier gibt selbst zu, in seiner jahrelangen Forschungsarbeit noch nicht alle Geheimnisse der Kathedrale gelüftet zu haben. Es gelang ihm immerhin, zwei geheime Maßeinheiten zu finden: Eine, die den Grundriß, also die ersten zwei Dimensionen, festlegt, und eine weitere, die die Konstruktion des Gewölbes, also die dritte Dimension, bestimmte.

Er war sich jedoch darüber im Klaren, daß die Kathedrale von Chartres ein Ort der Begegnung zweier Welten ist, wie so viele andere mystische Stätten auch. Es muß daher noch ein drittes verborgenes Maß – entsprechend der dritten Gralstafel – geben, das folgerichtigerweise den Zugang zur vierten Dimension eröffnet. Diese ist aber die Dimension der Zeit. Hier liegt die eigentliche Gefahr. Wer das dritte Maß der Kathedrale von Chartres kennt, der wird zum Herrn der Zeit und damit – wenn er noch nicht genügend persönliche Reife erworben hat – zum Herrscher der Welt.

Drudenfuß

Auch in den verschiedenen Gralslegenden ist immer wieder die Rede davon, daß der Gral seinem Besitzer große – auch weltliche – Macht verleiht.

Steht dieses geheime dritte Maß in Zusammenhang mit der dritten Gralstafel, mit dem Rechteck, »dessen Zahl 21 ist«? Liegt dieses Geheimnis dort bis heute unerkannt verborgen? Es dürfte kaum ein Zufall sein, daß im Chorumgang von Chartres in allen Fensternischen schmiedeeiserne Gitter angebracht wurden, an denen große Pentagrammsymbole befestigt sind! (Abb. 5) Soll im Chor der Kathedrale, am Ort des Allerheiligsten, der dritten Gralstafel, etwas vor unbefugtem Zugriff geschützt werden?

Leider hat es den Anschein, daß das Sicherheitssystem Lücken hat, daß Spuren des verlorenen Wissens über die Jahrhunderte immer wieder durchgesickert und zu Machtzwecken mißbraucht worden sind.

 

Quelle: http://www.fosar-bludorf.com/chartres/

Gruß an die heilbringende Weiblichkeit

TA KI

Schlaf und Traum


Eine geheimnisvolle Doppelstrategie

von Grazyna Fosar und Franz Bludorf

 

Dieser Artikel ist aus ausgewählten Passagen des Buches „Spektrum der Nacht“ zusammengestellt.

  1. Indiskret (Schlafzimmerprobleme)
  2. Der Harry-Potter-Effekt (Die Magie des Klartraums)

Indiskret (Schlafzimmerprobleme)

Haben Sie schon daran gedacht, dass einer der möglichen Gründe für Ihre schlaflosen Nächte in Ihrem eigenen Schlafzimmer liegen könnte?

Ihr Schlafzimmer ist Ihr Rückzugsort und kann gut zum Ausdruck bringen, wie Sie Ihr Inneres selbst wahrnehmen.

Im Gegensatz zu anderen Räumen im Haus, die Ihre Präsentation nach außen widerspiegeln oder Ihre intellektuellen und intuitiven Möglichkeiten zeigen, ruht sich im Schlafzimmer Ihr eigenes Ich aus, und es soll sich dabei wohlfühlen.

Selbstverständlich sollte man das ruhigste Zimmer zum Schlafen auswählen.

Die Innenausstattung des Raumes verdient ebenfalls unsere Aufmerksamkeit. Farben wirken sehr nachhaltig auf unsere Stimmung, und unsere Stimmung wiederum wirkt sich auf die Raumenergie aus. Farbtöne wie Rot, Orange, Gelb, Grau oder Schwarz sind für den Schlafraum ungeeignet.

Die in Deutschland so beliebten weißen Schlafzimmer erinnern eher an die sterile Atmosphäre eines Krankenhauses. Solche Räume sind ein Mord an der Seele, ein kühles, unpersönliches Missverständnis.

Wenn wir uns entlang der Frequenzen des Regenbogens bewegen, haben wir die Wahl zwischen Grün, Blau, Hellrosa, Champagner oder Creme. In Abhängigkeit von den Bedürfnissen Ihrer Persönlichkeit können die Farbtöne hell oder auch etwas kräftiger sein.

Wenn Sie einen Energieüberschuss in sich haben, können Sie überwiegend helle Töne benutzen und viel Licht durch die Fenster Ihres Schlafzimmers fließen lassen. Müssen Sie aber häufig Ihre Energie an andere Menschen abgeben – beruflich oder privat – sind etwas kräftigere, dunkle, warme Töne besser für Sie geeignet. Sie können in diesem Fall auch am hellen Tag die Vorhänge zuziehen.

So können Sie sich auch am Nachmittag eine Ruhepause gönnen und dem Raum seine Rolle als Schutz- und Zufluchtsort mental einprägen. Hiervon können Sie dann in der Nacht profitieren.

Sensitive Menschen, die zum Beispiel die Aura wahrnehmen können, sollten immer auf ihre Augen achten und auch im Schlafzimmer dafür sorgen, dass es nicht zu hell ist.

An das Fenster gehören immer Vorhänge, egal, ob Sie sie zuziehen wollen oder Jalousien bevorzugen. Die Vorhänge verleihen dem Raum eine Atmosphäre des Schutzes und der Abgrenzung von der Außenwelt, was gerade in der Nacht wichtig ist. Oder wollen Sie Ihre Nachbarn in Ihr Schlafzimmer einladen? Dies gilt vor allem, wenn Sie ein „Fenster zum Hof“ haben, wie schon Alfred Hitchcock wusste!

Die „nackten“ Fensterfronten, die in den letzten Jahren so sehr im Trend waren, sind längst passé. Endlich haben die Menschen verstanden, dass sie in der Nacht einen Anspruch auf etwas mehr Intimsphäre haben. Auch während der nächsten Vollmondnacht, die unweigerlich kommen wird, werden Sie dies zu schätzen lernen.

Der Fußboden in Ihrer Wohnung symbolisiert die Fundamente Ihres Lebens. Wenn sich dort viele Risse oder Wölbungen zeigen, dann heißt das, dass Sie in irgendeinem Lebensbereich auf wackligem Untergrund stehen. Dann sollten also erst einmal die Handwerker ins Haus kommen.

Im Schlafzimmer kommt es vor allem darauf an, Allergien gegen Fußbodenbeläge zu vermeiden, egal, ob man nun einen lackierten Holzfußboden oder Teppichboden hat. Zu viel Extravaganz ist auch fehl am Platze. Das Tigerfell mit Kopf gehört wohl eher ins Esszimmer. Da kann man dann wenigstens stilvoll darüber stolpern, wie wir alle wissen. Same procedure as last year…

Bücher gehören genauso wenig ins Schlafzimmer wie Topfpflanzen. Natürlich sind solche Elemente im Raum sehr dekorativ, doch haben Pflanzen leider die Eigenschaft, in der Nacht Sauerstoff ein- und Kohlendioxyd auszuatmen, genau wie Tiere und Menschen. Die Photosynthese, bei der die Pflanzen aus Licht, Wasser und Kohlendioxyd Zucker herstellen und dabei noch wertvollen Sauerstoff ausatmen können, funktioniert eben leider nur am hellen Tage. Nachts hingegen ist jede Pflanze ein „Luftverbraucher“ mehr.

Bücher rauben ebenfalls Atemluft, da sie immer ein wenig Staub erzeugen. Das Buch, in dem Sie vor dem Einschlafen noch geschmökert haben, kann natürlich auf dem Nachttisch liegen bleiben. Selbstverständlich dürfen Sie auch das Buch „Spektrum der Nacht“ oder Ihr Traumtagebuch gerne am Bett griffbereit haben, doch das bis zur Decke reichende Bücherregal gehört woanders hin in Ihrer Wohnung.

Auch bei der Installation der Beleuchtung im Schlafzimmer sollten wir Vernunft und Augenmaß wahren. Halogenleuchten jeder Art gehören mit ihren zwischengeschalteten Trafos zu den schlimmsten Verursachern von Elektrosmog und haben daher im Wohnbereich von Menschen generell nichts zu suchen. Im Schlafzimmer wird man vorrangig auf gedämpftes Licht Wert legen. Allerdings sollte die Nachttischlampe auch nicht zu schwach ausgelegt sein, zumindest dann nicht, wenn man ab und zu im Bett lesen möchte. Eine Deckenlampe sollte auf jeden Fall vorhanden sein, damit man zumindest im Notfall den Raum ausreichend beleuchten kann.

Ein nächstes, höchst umstrittenes Thema bilden Spiegel im Schlafzimmer. Einesteils dient ein Schlafzimmer seit jeher nicht nur zum Schlafen, sondern auch in gewissem Maße der Körperpflege. Frauen haben schon in alten Zeiten Frisierkommoden mit Spiegeln im Schlafzimmer gehabt, und verspiegelte Kleiderschränke erfreuen sich in unseren Tagen zunehmender Beliebtheit, um sich beim Umziehen „begutachten“ zu können.

Andererseits bestehen in weiten Teilen der Bevölkerung auch Vorurteile gegen die Verwendung von Spiegeln im Schlafzimmer. Vorurteile, die in dieser Strenge nicht immer gerechtfertigt sind. Sie basieren vorrangig auf der chinesischen Feng-Shui-Lehre, also der uralten Kunst des naturgemäßen Hausbaus und der Raumgestaltung. Vieles in dieser Lehre basiert auf uraltem Wissen und kann auch in unserer Kultur und unserem Zeitalter zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Andere Aspekte hingegen sind untrennbar mit religiösen und kulturellen Vorstellungen des alten China verbunden und nicht unbedingt auf unseren Kulturkreis übertragbar.

So glaubte man in China, ein Spiegel neben dem Bett sorge für Unruhe, weil die Seele nachts den Körper verlasse und dann bei der Rückkehr verwirrt sei, wenn sie scheinbar zwei Körper im Schlafzimmer sieht. Diese Vorstellung lässt sich nur schwerlich mit einem modernen, wissenschaftlich geprägten Weltbild vereinbaren.

In der europäischen traditionellen Überlieferung herrscht die Vorstellung, dass großflächige Spiegel die schädliche Ausstrahlung unterirdischer Wasseradern verstärken können.

Es ist uns aus unserer eigenen Erfahrung durchaus vertraut, dass unterirdische Wasserläufe unter dem Schlafzimmer der Gesundheit und der Schlafqualität abträglich sein können, wenn auch die physikalischen und medizinischen Hintergründe bis heute nicht ausreichend geklärt sind. Inwieweit aber ein Spiegel diese Wirkung beeinflussen kann, bleibt unklar und daher im wesentlichen eine Glaubensfrage.

Was jedoch nicht von der Hand zu weisen ist, ist ein anderer Aspekt. Spiegel bestehen aus Glas und einer darunter liegenden dünnen Metallschicht, die wie eine große Kondensatorplatte wirken kann. Befindet sich also in der Wand hinter dem Spiegel eine ungenügend abgeschirmte elektrische Leitung, so ist es ohne weiteres möglich, dass der Spiegel die von dieser Leitung ausgesandte elektromagnetische Strahlung wie eine große Flachantenne auffängt und dann diffus in den Raum wieder abstrahlt. Auf diese Weise ist es möglich, dass der Spiegel vorhandenen Elektrosmog verstärkt.

Insgesamt sollte man einen pragmatischen Standpunkt einnehmen. Ein Schlafzimmer ganz ohne jeden Spiegel ist in unserer Zeit sicher nicht ohne weiteres machbar. Auf großflächige Wandverspiegelungen hingegen sollte man vielleicht lieber verzichten, zumindest, wenn man sensibel ist.

Koffer und Reisetaschen sollte man im Schlafzimmer nicht aufbewahren, schon allein aus ästhetischen Gründen. Ebenso sollte man keine Gegenstände dort haben, die unbewusste negative Erinnerungen hervorrufen können. Das Foto von Ihrem geschiedenen „Ex“ oder die geschmackvolle, gemeinsam gekaufte Muschel, die Sie drei Monate vor der Scheidung aus Lanzarote mitgebracht haben, sollten also schnellstens verschwinden.

Nicht immer ist es einem Menschen bewusst, welcher Gegenstand bei ihm Unwohlseinsgefühle auslöst, und auch für einen Außenstehenden ist es nicht immer leicht, ihm beim Auffinden der Ursache behilflich zu sein, da die ausgelösten Gefühle in hohem Maße subjektiv sind.

Versuchen Sie also möglichst, in Ihrem Schlafzimmer mit der Vergangenheit gründlich aufzuräumen und dabei alle Gegenstände zu entfernen, die geeignet sind, Sie emotional zu irritieren. Lernen Sie dabei loszulassen, zum Beispiel von der geschmackvollen Vase, einem Geschenk Ihrer Tante, die Sie noch nie leiden konnten. Alles, was man nur aus Pietät aufhebt und im Grunde nicht mag, ist im Schlafzimmer fehl am Platze. Wenn Sie die Vase im wörtlichen Sinne loslassen, ist das Problem in Sekundenschnelle gelöst!

Damit kommen wir zum nächsten Punkt. Gerade bei Menschen, die sich zu esoterischem Gedankengut hingezogen fühlen, ist es heutzutage äußerst beliebt, die Wohnung mit riesigen Kristallen zu schmücken. Viele Menschen glauben, damit einen verstärkten Zugang zu einer irgendwie gearteten „kosmischen Energie“ zu erhalten.

Das Ganze wäre harmlos, wenn an dieser Vorstellung tatsächlich nichts dran wäre. Es ist zwar noch nicht restlos geklärt, ob es diese „Kristallenergie“ wirklich gibt und welcher Natur sie ist, aber es ist klar, dass in Kristallen Kräfte schlummern können, die wir zu wenig kennen, um sie voll beherrschen zu können.

Auch wir selbst sind von der geheimnisvollen Schönheit der Kristalle fasziniert und haben auch einige von ihnen in unserer Wohnung. Allerdings sollte man gerade hier darauf achten, das rechte Maß zu halten. Zu viele große „Briketts“ können auf jeden Fall so starke Energien freisetzen, dass es im günstigsten Fall zu Kopfschmerzen kommt. Zumindest sollte man sie nicht ins Schlafzimmer legen, damit sie nicht zu stark anregend (oder auch einschläfernd) wirken. (Mehr dazu im Buch „Spektrum der Nacht“)

Wenn Sie die Wände Ihres Schlafzimmers mit Bildern schmücken möchten, so sollten Sie ganz nach eigenem Geschmack vorgehen. Vermeiden Sie dabei allerdings zu exotische Motive. Düstere Landschaftsmalereien sind ebenso ungeeignet wie der röhrende Hirsch im Silberwald oder die Golden-Gate-Brücke in San Francisco mit Blinklämpchen. Wählen Sie statt dessen ruhige, aber positive, lebensbejahende Motive.

Insgesamt gilt für das Schlafzimmer das Gleiche wie für die gesamte Wohnung: Legen Sie Wert darauf, sich mit schönen Dingen zu umgeben. Wenn unser Auge in der Umgebung Schönheit wahrnehmen kann, so kann dies enorme positive psychische Energien in uns freisetzen. Mehr wollen wir zu diesem Thema nicht sagen, denn was „schön“ ist, ist ja zutiefst subjektiv und daher Ihrem eigenen Empfinden überlassen.

Aus vielen Hollywood-Filmen und Biographien weiß man, dass Frauen oft dazu neigen, in voller Montur, d. h. mit angelegtem Schmuck, zu Bett zu gehen. Bei allem Respekt für den Sinn für Schönheit sollten Sie dies jedoch lieber unterlassen. Denken Sie daran, was wir gerade über Kristalle gesagt haben (zu denen ja auch Brillanten und andere Edelsteine gehören, aus denen Schmuckstücke hergestellt werden). Aber auch Metall am Körper, also z. B. Gold- und Silberschmuck, sollte nicht übertrieben werden. Ihren Ehering können Sie natürlich am Finger behalten, aber ansonsten sollte man auch den Schmuckstücken ihre verdiente Nachtruhe gönnen.

Marilyn Monroe wurde übrigens einmal gefragt, was sie im Bett trage, und sie antwortete: „Chanel Nr. 5“…

Mittlerweile wissen wir also, wie sich Ihr Schlafzimmer anhören sollte (nämlich möglichst still) und wie es aussehen sollte. Es ist nunmehr an der Zeit zu ergründen, wie es sich anfühlt.

Um dies herauszufinden, geht man zunächst einmal langsam mit geöffneten Augen durch das Schlafzimmer und anschließend noch einmal mit geschlossenen Augen. Versuchen Sie dabei herauszufinden, wie sich das Zimmer anfühlt, welche Stellen Sie als angenehm empfinden, und wo Sie sich eher blockiert fühlen.

Wir haben absichtlich gesagt, „wo Sie sich blockiert fühlen“. So langsam nähern wir uns den hochinteressanten Gebieten der Radiästhesie und Geomantie, zweier Quellen uralten Wissens, die nichtsdestoweniger heute oft missverstanden werden. Wenn ein Rutengänger Ihre Wohnung abgeht, so sucht er nicht etwa nach „schlechten Plätzen“, sondern genau genommen nach Orten, an denen er sich schlecht fühlt. Da die Impulse oft schwach sind, hilft die Wünschelrute oder das Pendel lediglich dabei, sie wahrzunehmen.

Wir sollten uns darüber klar sein, dass es „objektiv schlechte Plätze“ auf unserer Erde nicht gibt. Es gibt auch Lebewesen, die gern auf Wasseradern schlafen. Katzen gehören etwa zu dieser Gruppe, während Hunde wiederum eher Orte bevorzugen, an denen auch wir Menschen uns wohlfühlen. Lösen wir uns also von der allzumenschlich-subjektiven Wertung, alles als schlecht hinzustellen, was lediglich für uns unangenehm oder gar schädlich ist, wie es auch der bekannte Geomant Marko Pogačnik einmal sehr richtig festgestellt hat. Die Erde ist schließlich auch noch für andere da.

Sollten Sie zu den radiästhetisch begabten Menschen gehören, die z. B. mit einem Pendel umgehen können, so kann Ihnen unsere im Buch „Spektrum der Nacht“ abgedruckte Bioenergie-Pendeltafel weitere Anhaltspunkte über „gute“ und „schlechte“ Stellen in Ihrem Schlafzimmer liefern.

Allerdings möchten wir Ihnen an dieser Stelle einen heißen Tipp geben, den Sie in keinem anderen Buch finden werden: Es ist sehr gut, von Zeit zu Zeit das Schlafzimmer mit einer ultravioletten Lampe zu reinigen, speziell während oder nach einer Infektionskrankheit. Das ist keine Magie, sondern dient dazu, Krankheitserreger abzutöten, die sich besonders gern in Tapeten, Matratzen oder Kissen festsetzen. Derartige UV-Lampen kann man in jedem Kaufhaus als Gesichts- oder Oberkörperbräuner kaufen. Die Prozedur sollte etwa eine Stunde dauern. Verlassen Sie während dieser Zeit das Zimmer und lüften Sie anschließend gut durch. Vergessen Sie bitte auf keinen Fall, dass man niemals ohne die dem Gerät beiliegende Spezialschutzbrille direkt in die Lampe schauen darf.

Es ist auch von Vorteil, im Schlafzimmer für ein Gleichgewicht der vier klassischen Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft zu sorgen.

Beginnen wir mit dem Luftelement. Das Schlafzimmer sollte oft und ausreichend gelüftet werden. Außerdem gehört in diesen Bereich die Anwendung von Düften und ätherischen Ölen. Für das Schlafzimmer eignet sich besonders gut Lavendelöl. Dieser Duft dient dem Schutz, reinigt die Atmosphäre von negativen Gedanken und sonstigen destruktiven Energien und ist auch gut gegen Schlaflosigkeit.

Wichtiger als die Raumtemperatur im Schlafzimmer ist die Aufrechterhaltung einer ausreichenden Luftfeuchtigkeit, womit wir zum Element Wasser kommen. Gerade während der Heizperiode ist die Luft in Wohnräumen oft erheblich zu trocken, was speziell während des Schlafes zur Austrocknung der Schleimhäute und damit zu erhöhter Infektionsanfälligkeit führen kann. Gute Dienste leisten hier Wasserverdunster aus Ton, die man an den Heizkörper hängen kann. Wenn die Verdunstungsleistung nicht ausreicht, muss man auf einen elektrischen Luftbefeuchter zurückgreifen.

Es ist auch komfortabel, auf seinem Nachttisch ein Glas mit Mineralwasser oder einem anderen Getränk stehen zu haben. Falls Sie einmal in der Nacht aus einem schönen Traum in der Wüste durstig erwachen, werden Sie sich selbst dafür danken, sich den Weg zur Küche erspart zu haben.

Wenn wir jetzt zum Element Feuer kommen, so wollen wir Sie keinesfalls auffordern, im Bett zu rauchen. Falls Sie dabei einschlafen, könnte es Ihre letzte Zigarette gewesen sein. Erinnern wir uns aber daran, woher der Brauch des Rauchens eigentlich stammt. Räucherungen mit duftenden oder bewusstseinsverändernden Substanzen sind seit Menschengedenken in allen Kulturen verbreitet. Man inhalierte den Rauch entweder zum Zweck der Bewusstseinserweiterung oder man ließ sich den Rauch ganz einfach im Raum verteilen, um die Atmosphäre zu verbessern. Letzteres möchten wir Ihnen von Zeit zu Zeit auch für Ihr Schlafzimmer empfehlen (wobei Sie allerdings hinterher gut lüften sollten). Solche Dufträucherungen können ebenso wie die bereits erwähnten ätherischen Öle zur Reinigung des Raumes und zur Erhöhung der Lebensqualität beitragen. Wenn Sie sich etwas besonders Gutes antun wollen, besorgen Sie sich dazu Räucherkegel aus ayurvedischem Sandelholz.

Kommen wir als letztes zum Erdelement. Dies ist in heutiger Zeit am schwersten in einer Wohnung zu realisieren. Frühere Kulturen führten entsprechende Zeremonien und Opferungen im Freien durch.

Die klassischen Symbole des Erdelements im Zusammenhang mit dem eigenen Heim sind Brot und Salz. Noch heute übergibt man diese Lebensmittel in vielen Gegenden als Geschenk an neu zugezogene Nachbarn. Sie könnten also auch in den vier Ecken Ihres Schlafzimmers ein wenig Salz verstreuen.

Zeitgemäßer ist es da sicherlich, das alte hermetische Gesetz des „Wie oben, so unten“ anzuwenden und sich Entsprechungen des Erdelements auf anderen Ebenen zu suchen. Zum Beispiel ist es ja sehr beliebt, ein oder mehrere Stofftiere oder andere Maskottchen als „Kuscheltiere“ am oder im Bett zu haben. Als Entsprechung des Erdelements gelten dabei u.a. folgende Tiere: Hamster, Eule, Hase, Kaninchen, Maus (muss aber keine Diddl-Maus sein). Siehe hierzu auch das Buch „Dialog mit dem Unsichtbaren“.

Zu den unschönsten Begleitumständen des Schlafes gehört es sicherlich, dass man morgens zumeist recht unsanft aus ihm aufgeweckt wird. Die Uhrenindustrie stellt eine Vielzahl solcher „Mordinstrumente“ bereit, um zu gewährleisten, dass wir rechtzeitig zur Arbeit kommen.

Während der Pennäler Johannes Pfeiffer (der mit den „drei F“ aus der „Feuerzangenbowle“) noch einen richtigen Tick-Tack-Wecker hatte, dessen er sich nur durch einen kühnen Wurf in den Wasserkrug entledigen konnte, besitzen die meisten Menschen heutzutage elektrische Wecker mit Digitalanzeige. Sie haben den Vorteil, dass man anstelle eines ratternden Geräuschs nunmehr durch sanfte Radiomusik oder zumindest ein etwas dezenteres Piepsignal geweckt wird.

Der Nachteil ist, dass diese elektrischen Wecker meistens starke Magnetfelder ausstrahlen. Sie sollten also mindestens zwei Meter vom Bett entfernt stehen. Fernsehapparate hingegen haben im Schlafzimmer überhaupt nichts zu suchen, eher schon ein kleiner Kassettenrecorder oder ein Diktiergerät, das Sie griffbereit neben dem Bett haben können, um nach dem Aufwachen Stichpunkte zu Ihren Träumen darauf zu sprechen. Dies ist besonders von Vorteil, wenn Sie mitten in der Nacht aufwachen und hinterher weiterschlafen wollen. Das Sprechen auf das Band macht Sie weniger wach, als wenn Sie das Licht einschalten und den Traum aufschreiben würden.

Ein Telefon kann natürlich im Schlafzimmer sein, wenn Sie es möchten, aber bitte kein Handy oder sonstiges schnurloses Gerät, sondern ein althergebrachter Festnetzanschluss. Diesen sollten Sie aber auch nicht nach bewährter amerikanischer Sitte direkt neben Ihrem Schlafohr platzieren. Während der Nacht sind unsere Ohren um ein Vielfaches empfindlicher als am Tage, und wenn es dann plötzlich um halb drei Uhr morgens bei Ihnen klingelt, weil irgendein betrunkener Spaßvogel die falsche Nummer gewählt hat, könnten Sie ganz empfindlich aus dem Schlaf aufschrecken.

Es ist übrigens kaum bekannt, dass Schlafzimmer im engeren Sinne, die also ausschließlich zum Schlafen dienen, noch gar nicht so lange existieren. Im Mittelalter war es noch weitgehend üblich, dass Menschen gemeinsam in einem Mehrzweckraum schliefen, in der kalten Jahreszeit meist um die Feuerstelle herum. Selbst in Adelskreisen schlief die Dienerschaft in der Nähe der Herrschaften.

Ein eigentlicher Schlafraum fand sich erstmals im Schloss von König Ludwig XIV. von Frankreich, der im 17. Jahrhundert allmorgendlich vom Bett aus sogar einen offiziellen Empfang, das „Lever du Roi“, abhielt, der das wichtigste gesellschaftliche Ereignis des Tages darstellte.

Erst der Puritanismus des 19. Jahrhunderts sorgte dafür, dass auch in bürgerlichen Kreisen separate Schlaf- und Ankleidezimmer in Mode kamen, meistens fein säuberlich nach Männlein und Weiblein getrennt.

Das wichtigste Element des Schlafzimmers für jeden von uns ist natürlich das Bett. Der Rahmen des Bettes sollte aus Holz sein, nicht aus Metall. Auch die heutzutage so beliebten Wasserbetten sind nicht zu empfehlen. Vor allem aber sollte das Bett nach Möglichkeit an einem energetisch ausgeglichenen Platz stehen.

Um den besten Stellplatz für das Bett zu finden, können Sie natürlich zunächst nach Ihrem Gefühl vorgehen. Wenn Sie sich aber dann noch nicht sicher sind, dann sind die Impulse, die von dem Ort Ihr Bewusstsein erreichen, zu schwach. In solchen Fällen bedient man sich bereits seit jeher gewisser Verstärkermethoden. Hieraus entstand das Wissensgebiet der Radiästhesie.

Die Erfahrung zeigt, dass es unterschiedliche Ursachen dafür gibt, dass ein Mensch sich an einem Ort unwohl fühlt. Es geht bei weitem nicht nur um die vielzitierten „Wasseradern“. Auch unterirdische Erzlagerstätten, Erdverwerfungen und andere geophysikalische Gegebenheiten können auf das Empfinden eines Menschen Einfluss nehmen. In früheren Zeiten wusste man darüber intuitiv Bescheid und vermied es von vornherein, an solchen Stellen Wohnhäuser zu bauen. Die chinesische Feng-ShuiLehre und das aus der keltischen Tradition stammende alte europäische Wissen der Geomantie sind Beispiele dafür, wie Menschen früherer Zeiten es verstanden, ihre Wohnstätten in Harmonie mit der Umwelt zu errichten.

Seitdem unser modernes technisches Zeitalter viele dieser Umwelteinflüsse schlichtweg ignoriert, hängt die Wahl eines Bauplatzes zumeist nur von kaufmännischen und kommunalpolitischen Entscheidungen ab. Die Qualität des Untergrundes wird nur noch in den seltensten Fällen berücksichtigt. So ist es kein Wunder, dass man in der heutigen Zeit mehr und mehr belastete Zonen in Wohnungen und Einfamilienhäusern findet.

Über die genannten geophysikalischen Einflüsse hinaus gibt es aber noch weitere Faktoren, die für die Qualität eines Wohn- oder Schlafplatzes von Bedeutung sind. Der wichtigste ist das nach seinem Entdecker Dr. Hartmann, einem deutschen Arzt, benannte Hartmann-Globalgitter. Dr. Hartmann hatte in seiner Praxis festgestellt, dass es Häuser gibt, in denen über Generationen hinweg immer wieder Menschen an Krebs erkrankt waren. Seine Untersuchungen führten zu der Entdeckung eines auf der ganzen Welt vorhandenen Reizzonengitters. Die Gitterlinien sind exakt entlang der Nord-Süd- bzw. Ost-West-Richtung ausgerichtet und haben einen Abstand von 2 bzw. 2,5 Metern.

Die physikalischen Grundlagen des Hartmann-Gitters sind bis heute nicht bekannt, aber die Ausrichtung der Linien lässt natürlich vermuten, dass es im weitesten Sinne mit dem Erdmagnetismus zu tun hat. Dass Menschen aber auf natürliche und technische elektromagnetische Felder reagieren, ist inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen (s. hierzu unser Buch „Zaubergesang“).

Ein weiteres Reizzonengitter, das in der Radiästhesie bekannt ist, ist das sogenannte Curry-Gitter. Seine Linien verlaufen zum Hartmann-Gitter um 45 Grad geneigt und haben einen Abstand von etwa 4 bzw. 5 Metern.

Die Engmaschigkeit beider Gitternetze macht schon deutlich, dass sich der Mensch dieser Reizzonen praktisch nicht entziehen kann. Es gibt keinen Wohn- oder Schlafraum, in dem keine Hartmann- und Curry-Gitterlinien verlaufen.

bild franz bludorf

Abb. 1: Typischer Lageplan einer Wohnung mit Hartmann-Globalgitter (durchgezogene Linien) und Curry-Gitter (gestrichelte Linien). Im Schlafzimmer befindet sich am unteren Ende des linken Bettes eine Doppelkreuzung, dazu vom Kopfende des rechten Bettes bis zur Sitzecke im Wohnzimmer eine Wasserader (schraffiert).

Das ist aber auch nicht schlimm, denn der Mensch hat sich natürlich im Verlauf der Evolution an diese Bedingungen auf der Erde angepasst.

Worauf man achten muss, sind lediglich die Kreuzungspunkte, vor allem mögliche Doppelkreuzungen, also Punkte, an denen sich sowohl die Hartmann- als auch die Curry-Gitterlinien schneiden. Solche Punkte stellen tatsächlich ernstzunehmende Reizzonen dar. Dass es sich dabei nicht um „Einbildung“ handelt, folgt schon aus der Tatsache, dass auch Pflanzen an solchen Stellen nicht gut gedeihen oder gar Missbildungen entwickeln. Oft sieht man im Wald Bäume mit knotenartig-krebsigen Verdickungen im Stamm. Dies hat oft die Ursache darin, dass der Baum an einer solchen Doppelkreuzung steht.

Im Gegensatz zu den ortsgebundenen Pflanzen, die keine Chance haben, dem Ort zu entfliehen, an denen einst der Same keimte, aus dem sie hervorgegangen sind, kann der Mensch diese Faktoren berücksichtigen und ihnen auszuweichen versuchen.

Unserer Erfahrung nach gibt es kaum eine Wohnung, in der sich nicht mindestens eine solche Doppelkreuzung findet. An einem solchen Ort sollte man weder seinen Schreibtisch noch gar sein Bett stehen haben. Befindet er sich hingegen lediglich irgendwo mitten im Zimmer auf dem Teppich, so dass man nur ab und zu darüber hinwegläuft, so ist kein gesundheitlicher Schaden zu befürchten.

Das fachgerechte Ausmuten des Hartmann- und Curry-Gitters verlangt einige Erfahrung und sollte von einem guten Baubiologen oder Radiästheten durchgeführt werden. Wenn Sie allerdings gar nicht die vollständige energetische Topographie Ihrer Wohnung kennenlernen, sondern nur die Qualität des Schlafplatzes abschätzen wollen, dann reicht es im Grunde aus herauszufinden, ob eine Stelle belastend ist oder nicht, ohne genau zu klassifizieren, ob es nun ein Kreuzungspunkt, eine Erdverwerfung oder eine Wasserader ist. Eine solche grobe Abschätzung kann auch ein interessierter Laie durchführen, sofern er etwas Erfahrung in der Benutzung des Pendels hat.

Beachten Sie dabei bitte lediglich, dass das Pendel selbst keine „Antworten“ erteilt. Es „weiß“ gar nichts von Ihrer Untersuchung, sondern verstärkt nur winzige Muskelregungen Ihrer Hand, die wiederum Ausdruck unbewusst empfangener Impulse sind. Der Mensch selbst ist also das eigentliche Messinstrument in der Radiästhesie, und seine Untersuchungen können nur dann erfolgreich sein, wenn er sich dabei innerlich die richtigen Fragen stellt, die dann mit Hilfe des Pendelausschlags „beantwortet“ werden.

Um dem Laien dabei zu helfen, haben wir die im Buch „Spektrum der Nacht“ abgedruckte Bioenergie-Pendeltafel entwickelt, die bereits die wichtigsten gängigen Fragen in Form von Alternativen enthält. Ihre Benutzung dürfte in vielen Fällen vollkommen ausreichend sein, um das Bett an die bestmögliche Stelle zu rücken.

Unsere Erfahrungen aus zahlreichen bio-elektro­ener­geti­schen Untersuchungen zeigen, dass die meisten Schlafplätze von Menschen in irgendeiner Form radiästhetisch oder geomantisch belastet sind. In solchen Fällen kommt es nicht nur darauf an, die Fakten festzustellen, sondern auch für entsprechende Abhilfe zu sorgen. Die einfachste Möglichkeit ist es natürlich, das Bett an eine andere Stelle zu rücken oder schlimmstenfalls ein anderes Zimmer zum Schlafzimmer zu deklarieren.

Hin und wieder kommt es jedoch vor, dass auch dies nicht möglich ist, weil etwa die Belastungen zu großflächig sind oder die baulichen Gegebenheiten kein Umstellen der Möbel erlauben. Dann gibt es aber zumindest noch die Möglichkeit, die schädlichen Einwirkungen des Ortes auf den Schlafplatz durch Abschirmungsmaßnahmen zu mildern.

Leider sind in diesem Bereich eine ganze Reihe von Produkten auf dem Markt, die lediglich dem Hersteller helfen, sein Bankkonto aufzubessern, ansonsten aber keinerlei Wirkung zeigen. Hierzu gehören eine ganze Reihe spezieller Matten, z. B. aus Kork und anderen Materialien.

Die Erfahrung zeigt, dass jegliches pflanzliche Material ungeeignet ist, um radiästhetische Störeinflüsse ausreichend abzuschirmen. Eine nennenswerte Wirkung kann nur durch tierische Materialien erreicht werden. Im Grunde gibt es also nur zwei Möglichkeiten: Seide oder Leder.

Zur Abschirmung von Störzonen unter dem Bett benutzt man am besten genügend große Lederstücke, die auf die entsprechende Stelle unter dem Bett gelegt werden.

Außer den genannten radiästhetischen Untersuchungen mit Wünschelrute und Pendel gehören zur Beurteilung der Wohn- und Schlafqualität natürlich auch Messungen physikalischer Größen wie Elektrosmog, Radioaktivität oder mögliche Belastungen durch Mikro- oder Radarwellen. Ein wirklich qualifizierter Fachmann wird derartige Untersuchungen immer mit Hilfe physikalischer Messgeräte durchführen, niemals mit der Wünschelrute! Es kann nicht Sinn der Sache sein, etwas mit Rute und Pendel auszumuten, was man auf wissenschaftlich exakte Art messen kann.

Zu den häufigsten Fehlern, die Menschen im Schlafbereich begehen, gehört es zum Beispiel, Elektrokabel oder gar Verteilersteckdosen unter dem Bett liegen zu lassen. Die Anschlüsse der Nachttischlampen sollten auf jeden Fall so installiert sein, dass unter dem Bett keine stromführende Leitung verläuft.

Das Bett sollte, sofern möglich, in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet werden, so dass der Körper in der Nacht parallel zu den Feldlinien des Erdmagnetfeldes liegt.

Die Wahl der richtigen Matratze ist heutzutage fast schon eine Wissenschaft für sich geworden. Die Wirtschaft wird nicht müde, uns immer ausgeklügeltere computergesteuerte oder sonst wie spezialisierte Ausführungen anzubieten. Leider hat unser Körper nicht das dazu passende computererzeugte Design. Verlassen Sie sich also beim Kauf der Matratze vor allem auf Ihr persönliches Gefühl beim Probeliegen und lassen Sie sich nicht vom Verkäufer etwas aufschwatzen, was Sie gar nicht haben wollen. Auf jeden Fall sollte die Matratze weder zu weich noch zu hart sein. Wir sind keine indischen Yogis, die auf Nagelbrettern schlafen. Wenn man aber in seinem Bett zu tief einsinkt, kann dies sehr schnell zu Rückenschmerzen führen.

Die Bettwäsche ist natürlich Geschmackssache, was Farbe, Muster und Stoff betrifft. Als Material sind Seide oder Baumwolle zu bevorzugen. Wichtig ist vor allem, dass die Wäsche gemäß Ihrem persönlichen Geschmack schön ist.

Wir haben Ihnen in diesem Kapitel eine Vielzahl von Tipps und Ratschlägen erteilt, die Sie natürlich nicht alle auf einmal befolgen müssen. Es ist wichtig, dass sie die Sache ganz locker angehen und sich keineswegs sklavisch an irgendwelche „Vorschriften“ halten. Letztendlich muss jeder individuell für sich beurteilen, in welcher Art von Schlafraum er sich wohlfühlt.

Wenn es also Ihr Bedürfnis ist, auf einem Wasserbett zu schlafen und dabei auf einen riesigen, an der Decke montierten Spiegel zu schauen, dann tun Sie dies ruhig. Neben den vielerlei erotischen Reizen einer solchen Konstruktion haben Sie dann schließlich auch noch den Vorteil, in einer stillen Stunde das „Handelsblatt“ seitenverkehrt lesen zu können. Und wer weiß – vielleicht können Sie danach prima schlafen?

Beschäftigen wir uns aber jetzt mit der Innenwelt des Schlafes, denn dort geht beileibe auch nicht immer alles so glatt vonstatten, wie wir es gerne hätten. Aber das wäre ja wohl auch langweilig…

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Der Harry-Potter-Effekt (Die Magie des Klartraums)

„Der Marlene-Dietrich-Platz war voller Menschen, obwohl es schon etwas dämmerig wurde. Ich war schon eine ganze Zeit unterwegs gewesen, denn ich war frustriert. Peter und ich hatten uns entsetzlich gestritten. Meine Füße waren schon müde, aber um mir eine Freude zu machen, ging ich noch hinüber zu den Arkaden am Potsdamer Platz und wollte mir etwas ganz Tolles zum Anziehen kaufen.

Gleich hinter dem Eingang sah ich links eine top-elegante Boutique, die mir bislang dort nie aufgefallen war. Na warte, dachte ich, ich werde jetzt ordentlich zuschlagen. Drinnen sah ich jede Menge Designerkleidung hängen, und die Preise waren entsprechend.

Eigentlich weiß ich ganz genau, dass das eine ganz blöde Reaktion ist, sich einen ‚Frustpulli‘ zu kaufen, aber in diesem Moment war es mir egal.

Ich probierte mehrere Teile an, hatte mich schon nach kurzer Zeit für ein paar Sachen entschlossen und ging in Richtung Kasse. Es war mir von vornherein klar, dass ich nicht genügend Bargeld für die notwendige Summe bei mir hatte, und so zog ich gleich meine Scheckkarte heraus.

Die Kasse stand auf einem altmodischen Barocktischchen, und die Verkäuferin saß dahinter auf einem gemusterten Sessel. Sie bat auch mich, vor dem Tisch auf einem bequemen Stuhl Platz zu nehmen. Eigentlich passen diese Möbel gar nicht zu dem sonst so modernen Ambiente der Boutique, dachte ich bei mir, und während ich der Kassiererin meine Scheckkarte hinüberreichte, wurde ich endgültig stutzig, denn ich konnte kaum glauben, was ich sah: die kleine Plastikkarte in meiner Hand verwandelte sich vor meinen Augen in eine kleine Weltkarte mit den Kontinenten und Ozeanen. Verschwunden waren der Name der Bank, meine Kontonummer und das Hologramm. Hier war etwas absolut falsch!

In diesem Moment wurde es mir schlagartig bewusst: das geschieht nicht wirklich – ich träume nur!

Aber ich wollte ganz auf Nummer sicher gehen: Na gut, wenn ich schon träume, dann wünsche ich mir, dass anstelle der Kassiererin Hillary Clinton höchstpersönlich hinter der Kasse sitzen möge.

Und in der Tat – es klappte! Sie trug nicht nur ihr diskretes Lächeln, sondern auch das allbekannte Kostüm und das unvermeidliche Perlencollier um den Hals.

Sie hatte inzwischen bereits alle meine gekauften Sachen in elegante Tragetaschen verpackt und wollte nach meiner Kreditkarte greifen. Stop – dachte ich – warum soll ich das eigentlich alles bezahlen, wenn es sowieso nur ein Traum ist?

Also stand ich auf, nahm meine Taschen und ging einfach hinaus.

Gleich als ich vor dem Laden stand, kam mir zu Bewusstsein, dass es eigentlich schade ist, einen solchen bewussten Traum mit derlei Kinkerlitzchen wie Einkäufen in einer Boutique zu verschwenden. Statt dessen könnte ich doch die ganze Umgebung verschwinden lassen und lieber ein Skilauftraining absolvieren, da ich immer noch nicht sicher auf den Brettern stehe, und wir wollten doch im Winter in die Schweiz fahren.

Doch mein Gewissen wurde jetzt bockig: das kannst du doch nicht machen, sagte ich zu mir, einfach weggehen, ohne zu bezahlen. Also machte ich auf dem Absatz kehrt und ging zurück zur Kasse.

Aber jetzt gingen die Schwierigkeiten erst los: die Kassiererin ‚Hillary Clinton‘ wollte meine seltsame Kreditkarte nicht akzeptieren, die immer noch die fünf Kontinente zeigte. Sie verlangte, ihr entweder eine andere Karte zu geben oder bar zu bezahlen. Ich holte also mein Portemonnaie aus der Tasche und checkte meinen Bargeldbestand. Es waren viele kleinere Scheine darin und eine Unmenge Münzen, und ich machte mich an die Sisyphusarbeit nachzuzählen, ob es reichen würde.

Vergessen waren alle meine Pläne vom Skilaufen, vergessen auch, dass ich ja nur träumte. Es gab jetzt für mich nur noch meine Geldbörse und die Verkäuferin, die mich die ganze Zeit wie ein Wachhund misstrauisch beobachtete.

Kurze Zeit später wachte ich in meinem Bett auf und war immer noch sauer. Nicht auf Peter natürlich, sondern auf mich selbst, weil ich mir den tollen Traum so vermasselt hatte.“

Patricia erzählte diesen Traum unserer ganzen Gruppe und löste bei allen ein wieherndes Gelächter aus. Gerade zu jener Zeit leiteten wir ein Intensivtraining für Klarträume, das sich über mehrere Monate hinzog. Alle Teilnehmer waren Anfänger auf dem Gebiet, und so gab es bei unseren wöchentlichen Treffen immer viel zu lachen, wenn jeder von seinen Versuchen berichtete.

Ein Klartraum ist ein Traum, in dem der Mensch weiß, dass er träumt, und sich zusätzlich der Tatsache bewusst ist, dass er in die Traumhandlung steuernd eingreifen kann.

Auf diese Weise kann der Träumende nicht nur die Inhalte des Traumes verändern. Ein Klartraum ist vor allem ein außerordentlich profundes Mittel zur Selbsterkenntnis, aber auch zum Erlernen der unterschiedlichsten Fähigkeiten.

Ein Klartraum unterscheidet sich von einem gewöhnlichen Traum in grundlegender Weise. Es handelt sich um einen eigenen Bewusstseinszustand, in dem für das menschliche Bewusstsein praktisch keine Beschränkungen mehr bestehen. Man kann Reisen durch Raum und Zeit unternehmen, die – wie unsere Beispiele zeigen werden – keineswegs nur auf Phantasie beruhen. Auf diese Weise kann der Mensch durchaus auch im wissenschaftlichen Sinne vollkommen neues Wissen und Informationen erwerben.

Der Klarträumer hat die Macht, während seines Traums praktisch alle Naturgesetze außer Kraft zu setzen. Er kann, wenn er will, wie ein Zauberlehrling fliegen oder auch auf einem Besen reiten, er kann auf Wunsch Gegenstände verwandeln oder mit einer Handbewegung ganze Realitäten fortwischen und neue schaffen.

Es ist auch möglich, bestimmte Fähigkeiten und Bewegungsabläufe einzuüben, was speziell von Leistungssportlern gern genutzt wird. Die Bewegungsübungen im Klartraum sind frei von Verletzungsgefahren und prägen sich dennoch genau so tief ins Unterbewusstsein ein wie ein reales Training am Tage in unserer „Wach-Welt“.

Sehr häufig nutzen Menschen Klarträume auch zur Lösung zwischenmenschlicher Probleme, die im Traum oft auf einer psychologisch viel tieferen Ebene behandelt werden können, als es bei realen Begegnungen mit den betroffenen Personen möglich wäre.

Wofür auch immer man diese Techniken nutzt – was die Klarträume so besonders wertvoll macht, ist die Tatsache, dass sie einem erfahrenen Klarträumer ein Mittel an die Hand geben, um die eigene Zukunft besser und erfolgreicher zu gestalten. Wohlgemerkt – nicht die Zukunft zu erkennen, sondern sie zu gestalten. Es geht hier nicht um die so oft zitierten präkognitiven Träume, sondern darum, alternative Wege zur Lösung eines Problems oder zur Erreichung eines Ziels zu erproben und die Resultate zu vergleichen. Im realen Leben müssen wir uns oft vorab für eine Möglichkeit entscheiden, ohne vorher alle praktisch durchgespielt zu haben. Hier bietet der Klartraum ein unschätzbares Übungsfeld. Die erfolgversprechendste Alternative kann der Klarträumer dann in seinem Unterbewusstsein so verankern, dass er diesen Weg im realen Leben nachzuvollziehen versucht.

Kann man so etwas lernen? Ja.

Ist das einfach? Nein, aber es lohnt sich unbedingt, es zu probieren. Also dann: auf nach Hogwarts!

Zunächst stellt sich die Frage, warum wir das überhaupt lernen müssen. Warum hat der Mensch nicht von sich aus ständig Klarträume, sondern hält seine Träume für die Realität?

Beim Klartraum handelt es sich um einen speziellen Bewusstseinszustand. Um ihn genauer zu charakterisieren, müssen wir zunächst die normalen Bewusstseinszustände des Wachens und des Träumens eingehender betrachten.

Wie ist es eigentlich möglich, dass wir zwischen Wach- und Traumzustand unterscheiden können? Wenn Sie jemanden fragen, ob er eigentlich weiß, ob er gerade wach ist oder träumt, dann wird er mit fast hundertprozentiger Sicherheit aussagen, dass er wach sei – selbst wenn er kurze Zeit später in seinem Bett erwachen sollte. Wir sehen schon – unser Gefühl der Sicherheit, jederzeit unseren momentanen Bewusstseinszustand richtig einordnen zu können, steht in krassem Gegensatz zu unserer realen Fähigkeit, dies auch zu tun.

Die Frage bleibt offen: was unterscheidet unser Wacherleben vom Traumerleben? Wie wir alle wissen, können unsere Träume bisweilen so realistisch sein, dass sie sich im Grunde wirklich nicht von realen Erlebnissen unterscheiden.

Der Hauptunterschied ist es, dass es sich um zwei verschiedene Bewusstseinszustände handelt. Diese unter­scheiden sich nicht nur dadurch, dass wir im Traum eine veränderte, meist bizarre Umwelt erleben und dass unsere Kritikfähigkeit gegenüber dem Wachzustand herabgesetzt ist:

  • Im Wachzustand sind wir an ein festes Zeitempfinden gebun­den, das im Traum nicht verfügbar ist. Im Traum sind wir von den Fesseln der Zeit relativ frei, zumindest aber läuft die Zeit in diesem Bewusstseinszustand anders. Dringt das Tagesbewusstsein hier ein, so kommt es zunächst zu Gefühlen der Desorientiertheit oder gar zu Angst. Man glaubt, sich rasend schnell zu bewegen oder empfindet möglicherweise eine veränderte Puls- und Atemfrequenz. Die glei­chen Phänomene werden auch von Träumern beim Eintreten des Klartraumzustandes bisweilen berichtet.
  • Das Wachbewusstsein ist auch gekennzeichnet durch ein festes Kör­pergefühl. Wir verfügen in unserem Gehirn über einen zuverlässigen Lageplan, wo sich unsere einzelnen Körperteile zur Zeit befinden, und wir sind in der Lage, auch bei geschlossenen Augen jederzeit, ohne zu überlegen, unsere Nasenspitze, unseren großen Zeh etc. wie­derzufinden. Jeder von uns hat wohl schon einmal bei einer ärztli­chen Untersuchung diese Fähigkeit unter Beweis stellen müssen.
  • Im Traum löst sich dieses innere Körpergefühl natürlich auf, denn sonst wären wir ja nicht in der Lage, uns mit einem virtuellen Traumkörper in der Traumlandschaft frei zu bewegen, während unser physischer Körper im Bett liegt und schläft. Klarträumer berichten auch regelmäßig darüber, dass sich beim Ein­schlafen ein Gefühl der körperlichen Auflösung einstellt, so als würde tatsächlich ein feinstofflicher Astralkörper den materiellen Körper verlassen. Wenn unser Tagesbewusstsein in das Traumbewusstsein eindringen soll, muss es auch in der Lage sein, mit diesem Phänomen fertigzuwerden.
  • Schließlich wäre es absolut nicht ratsam, Wach- und Traumbewusstsein fest aneinander zu ankern. Der Grund ist, dass das Traumbewusstsein tief in unbewusste Schichten hineinreicht, die für die Steuerung lebenswichtiger Körperfunktionen verantwortlich sind, z. B. für den Herzschlag. In Teilen der Nacht läuft nämlich während des Schlafes ein Programm ab, das alle diese unbewussten Steuerzentralen durch­checkt, damit der Körper für den nächsten Tag wieder auf Vorder­mann gebracht wird. In diesen Steuerzentralen tief in unserem Unbewussten hat das Tagesbewusstsein nun absolut nichts verloren, denn es wäre fatal, müssten alle diese Körperfunktionen von nun an unter bewusster Kontrolle ablaufen.

Für einen Klartraum ist es vor allem notwendig, eine Zeitsynchronisierung zu erreichen, da das Wachbewusstsein (Ego-Bewusstsein) und das Traumbewusstsein (Unterbewusstsein) wie gesagt in unterschiedlichen Zeiten leben. Es geht hier also im Grunde um das bewusste Wahrnehmen der vierten Dimension. Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht die Zeit ja nicht mehr unserer herkömmlichen Vorstellung einer linearen, unveränderlichen Größe (s. hierzu „Vernetzte Intelligenz“). Eine der wichtigsten Fähigkeiten, die der angehende Klarträumer zu erlernen hat, ist es daher, in seinem Wachbewusstsein mit der größeren Flexibilität von Zeit und Raum während des Traums klarzukommen. Gerade diese höhere Freiheit im Gegensatz zum normalen Wach­erleben, durch die der Traumzustand charakterisiert ist, ist für unser normales Wachbewusstsein problematisch. Ein Klarträumer, der die Technik des Klartraums beherrscht, ist also ein Mensch, der die Barriere der Zeit (im herkömmlichen Sinne) überwunden hat.

Ein Beispiel: Roland erreichte eines Nachts den Klartraumzustand und fasste den spontanen Entschluss, dass er eigentlich seine Tante Käthe aufsuchen könnte, um ein Problem mit ihr zu klären. Wie oft während unseres normalen Tagesablaufs gehen uns solche Gedanken durch den Kopf, ohne dass wir daraus irgendwelche Konsequenzen ziehen.

Im Klartraum funktioniert das ganz anders. In dem Moment, als der Gedanke in Rolands Kopf Gestalt angenommen hatte, realisierte er sich auch sofort. Das heißt, die Umgebung begann zu verschwimmen, und Roland hatte das Gefühl einer rasenden Geschwindigkeit, so als ob er in einer Rakete sitzen würde. Eigentlich fand die Bewegung in einem Medium nach Art eines grünen Nebels statt. Natürlich löste das bei ihm Angst aus, und anstatt im Klartraum seine Tante Käthe zu besuchen, wachte er ganz einfach auf.

Ein Mensch, der das Klarträumen erlernt, ist also vergleichbar mit jemandem, der bislang nur Fahrrad gefahren ist und den man nun unvermutet an das Steuer eines Porsche setzt. Er muss lernen, die Macht, die er plötzlich über Raum und Zeit besitzt, vernünftig und maßvoll zu lenken, was zunächst einmal bedeutet, seine eigenen Gedanken unter Kontrolle zu halten.

Im normalen Traum, der nur vom Unterbewusstsein erlebt wird, fehlt die Bewusstheit, in den Traum überhaupt steuernd eingreifen zu können. Die Traumhandlung entwickelt sich spontan, gemäß der andersartigen Struktur des Unterbewusstseins, nämlich nicht linear, sondern assoziativ zu denken. So entstehen unsere häufig bizarren Träume, in denen sich unterschiedliche Orte und Zeiten miteinander mischen.

Im Wachbewusstsein hingegen sind unsere Möglichkeiten des Eingreifens in die Struktur von Raum und Zeit beschränkt, zum einen durch Naturgesetze, denen wir uns unterwerfen, zum anderen durch gesellschaftliche, moralische und persönliche Begrenzungen.

Die Kunst des Klarträumens ist es vor allem, diese Gefühle der Begrenzung als nicht mehr zwingend anzusehen (und damit eben möglicherweise doch das Geschäft zu verlassen, ohne zu bezahlen – schließlich ist es ja nur ein Traum), sowie angesichts der dadurch entstehenden unbegrenzten Freiheiten nicht den Überblick und die Orientierung zu verlieren.

Es gehört aber auch eine Portion Mut dazu, derartige Abenteuerreisen des Bewusstseins zu unternehmen.

Grazyna entschied sich eines Nachts, noch vor dem Schlafengehen, dazu… (mehr dazu im Buch „Spektrum der Nacht“).

Es ist an dieser Stelle wichtig anzumerken, dass sich Klarträume nicht unbedingt nur im Kopf abspielen müssen, sondern dass tatsächlich korrekte Informationen über real existierende und möglicherweise unerreichbar ferne Orte für den Klarträumer zugänglich sind.

Dies beweist ein Traum, den Franz vor vielen Jahren einmal hatte… (mehr dazu im Buch „Spektrum der Nacht“).

Wir wollen jetzt nicht behaupten, dass in jedem Klartraum eine reale Projektion des Bewusstseins an andere Orte oder gar in andere Dimensionen stattfindet. Es könnte sich auch um eine Form der Hyperkommunikation (s. hierzu „Vernetzte Intelligenz“) handeln, z. B. mit einem Informationsfeld (morphogenetischen Feld).

Entscheidend für solche interessanten Erlebnisse ist es natürlich, dass man überhaupt erst einmal Klarträume hat. Bei manchen Menschen geschieht dies ab und zu spontan, dass ihnen während des Traumes bewusst wird, dass sie träumen. Sehr oft wissen diese Menschen dann gar nichts mit ihrer neu gewonnenen Freiheit anzufangen, zumindest, wenn sie sich nicht vorher mit der Materie beschäftigt haben. Oft benutzen sie diese Fähigkeiten dann nur, um gezielt aufwachen zu können.

Bei den meisten Menschen jedoch kommen Klarträume nicht von selbst. Wir sagten jedoch schon, dass man es erlernen kann, und wie jetzt unmittelbar klar ist, geht es dabei vorrangig um die Frage: Wie erreiche ich es, während des Träumens zu erkennen, dass ich träume?

Wenn man es genau nimmt, beginnen die meisten Klarträume als ganz gewöhnliche Träume (zu den Ausnahmen kommen wir später). Irgendwann jedoch kommt ein Moment, wo dem Träumer aus irgendwelchen Gründen bewusst wird, dass er träumt. In diesem Augenblick hat er die Chance, einen Klartraum zu starten.

Wir können es nun dem Zufall überlassen, ob und wann wir einmal während des Träumens den Traumzustand erkennen, und dann vielleicht lebenslang vergeblich auf unseren ersten Klartraum warten, oder wir arbeiten gezielt daran zu lernen, wie man diesen Moment, diesen entscheidenden „Knackpunkt“, bewusst herbeiführt.

Das sprichwörtliche „Kneifen“ funktioniert nämlich nicht, wie Stephen LaBerge herausgefunden hat: Ein Träumer, der sich im Traum in seinen Traumkörper kneift, kann dabei durchaus einen ganz realistischen Schmerz empfinden.

Woran hatte Patricia in unserem einleitenden Beispiel erkannt, dass sie sich in einem Traum befand? Daran, dass die Kreditkarte in ihrer Hand sich plötzlich in eine Landkarte verwandelte und ihr klar wurde, dass so etwas nicht möglich ist. Bei genauerer Analyse ihres Traumes sehen wir, dass es bereits vorher auch Indizien gegeben hatte, die ihr das Erkennen des Traumzustandes hätten ermöglichen können – die elegante Boutique, die sie an dieser Stelle nie zuvor gesehen hatte, die barocken Polstermöbel an der Kasse in einem sonst sehr modern eingerichteten Laden. Auch das sind im Grunde Widersprüchlichkeiten in der von ihr erlebten Realität gewesen, doch sie waren noch nicht „unglaublich“ genug, um bei Patricia den Erkenntnisprozess reifen zu lassen, dass sie sich hier nicht in der normalen Tagesrealität befand. Sie wunderte sich zwar darüber, nahm es aber dann doch hin.

Fazit: Die Chance, einen Traum als solchen zu erkennen, bietet sich uns immer dann, wenn wir auf Ungereimtheiten treffen, auf Dinge, die nicht so sind, wie sie unserer Meinung nach sein sollten.

Die Möglichkeiten, in unseren Träumen derartige Ungereimtheiten zu finden, sind vielfältig. Das liegt an der anderen Art, wie das Unterbewusstsein denkt. Es vollzieht keine logisch-linearen Schlüsse wie unser wacher Verstand, wo immer alles nach einer streng zeitlichen Ordnung hübsch nacheinander geschieht, sondern arbeitet assoziativ und emotional.

Wenn wir zum Beispiel während des Tages ein Bild sehen, das in ähnlicher Form auch in der Wohnung der lange verstorbenen Großmutter gehangen hatte, so wird dies sicher in uns spontan Erinnerungen an die Großmutter und damit verbundene Emotionen auslösen. Im Traum dagegen, wo sich jeder Gedanke augenblicklich realisiert, würde dies vermutlich dazu führen, dass die Großmutter in diesem Moment in unserem Traum erscheinen würde.

Solche Ungereimtheiten in unseren Träumen bezeichnen wir als Traumsymbole. Es geht uns wie gesagt nicht um Traumdeutung, das heißt, es interessiert uns im Moment nicht, was diese Symbole bedeuten und weshalb sie in unserem Traum erscheinen. Diese Fragen werden wir bald schon viel eleganter beantworten können, als es die klassische Traumdeutung in der Lage war zu tun.

Wichtig ist jetzt nur, dass diese Traumsymbole in unseren Träumen existieren. Diese Tatsache ist für uns die einzige Chance, sicher zwischen Traum- und Wachzustand zu unterscheiden. Wenn wir im Traum erst einmal ein Traumsymbol bewusst erkannt haben, ist dies für das Erreichen eines Klartraums schon die halbe Miete.

Um die ganze Sache etwas systematischer anzugehen: man kann die möglichen Traumsymbole in vier unterschiedliche Kategorien einordnen:

Kategorie Bedeutung
Kontext Dinge, Personen oder der Träumer selbst erscheinen am falschen Ort oder zur falschen Zeit. (Beispiele: die verstorbene Großmutter erscheint in unserer heutigen Umgebung, in einem modernen Laden stehen alte Möbel, man geht mit Königin Elizabeth, Prinz Charles und Prinzessin Diana ins Kino – alles schon vorgekommen!)
Aktion Der Träumer, andere Personen oder Dinge vollführen unmögliche oder unwahrscheinliche Handlungen. (Beispiele: man kann fliegen, Gegenstände bewegen sich von selbst, Ihre Geschirrspülmaschine kommt ins Wohnzimmer und sagt Bescheid, dass das Geschirr fertig abgewaschen ist)
Form Der Träumer, Dinge oder Personen sehen anders aus als sonst oder verwandeln sich. (Beispiel: die Kreditkarte verwandelt sich in eine Landkarte, man besitzt plötzlich ein anderes Auto als sonst)
Innere Wahrnehmung Der Träumer hat ungewöhnliche Gefühle, ein unerklärliches Wissen, Ahnungen etc. (Beispiel: mehrere Menschen haben vorausgeträumt, dass die Titanic sinken würde, und daraufhin ihre Tickets zurückgegeben)

Tabelle 1: Kategorien der Traumsymbole

Wenn Sie unserer Empfehlung folgend regelmäßig ein Traumtagebuch führen und sich an einige Träume erinnern, so werden Sie schnell erkennen, dass auch Ihre Träume voll mit solchen Symbolen sind.

Nehmen Sie sich jetzt ruhig einen Augenblick Zeit und gehen Ihre protokollierten Träume daraufhin noch einmal durch. Wo sind in den Träumen Traumsymbole aufgetreten? Zu welcher Kategorie gehören sie? Gibt es eine Kategorie, die bei Ihnen besonders häufig auftritt?

Welche Sorte von Traumsymbolen vorherrscht, ist bei jedem Menschen individuell anders, wenn auch jeder von uns irgendwann einmal ein Symbol aus jeder Kategorie im Traum gesehen haben dürfte. Dennoch scheint es bestimmte individuelle Vorlieben zu geben. Der eine mag mehr dazu neigen, im Traum „unmögliche Dinge“ (Kategorie „Aktion“) zu sehen. Die Träume dieser Menschen sind oft außerordentlich bizarr und phantasievoll, es können dabei tiefe Emotionen auftreten (z. B. bei Flugträumen).

Andere Menschen träumen besonders häufig von bereits verstorbenen Angehörigen (Kategorie „Kontext“) oder begegnen Prominenten, die sie im normalen Leben nicht persönlich zu Gesicht bekommen würden. Es müssen ja nicht gleich Königin Elizabeth, Ronald Reagan oder Michail Gorbatschow sein.

Wenn Sie eine Anzahl Ihrer eigenen Träume nach diesen Gesichtspunkten durchforsten, werden Sie schnell feststellen, welche Symbolkategorie bei Ihnen besonders häufig auftritt. Das zu wissen ist sehr wertvoll, denn es ist ja erfolgversprechender, sich auf solche Symbole zu konzentrieren, die bei Ihnen relativ häufig auftreten.

Am leichtesten haben Sie es zweifellos, wenn Sie sich wiederholende Träume gleichen Inhalts haben, wie es bei vielen Menschen der Fall ist. Wenn auch Sie so einen typischen Traum haben, der sich mit schöner Regelmäßigkeit alle paar Wochen oder Monate wiederholt, dann brauchen Sie sich nur immer wieder während des Tages oder kurz vor dem Einschlafen innerlich vorzusagen: „Wenn ich diesen Traum das nächste Mal habe, werde ich mich sofort daran erinnern, dass ich träume.“

Damit haben Sie sich eine sehr wirkungsvolle Autosuggestion erteilt. Genau genommen, ist es sogar etwas, was der Fachmann als posthypnotische Suggestion bezeichnet. Indem Sie sich an den wiederkehrenden Traum erinnern, entfernen Sie sich ein wenig aus der Tagesrealität und gehen in einen leicht veränderten Bewusstseinszustand, in dem Ihnen möglicherweise die Traumbilder ganz plastisch vor dem inneren Auge wieder entstehen. In diesem Moment erteilen Sie sich die oben aufgeführte Suggestion, und zwar genau wortwörtlich so, wie sie da steht! (Wir haben uns schon bei der Formulierung jedes Wortes etwas gedacht.)

Auf diese Weise verknüpft das Unbewusste die Traumbilder mit der verbalen Suggestion, und zwar um so stärker, je häufiger Sie diese einfache Übung wiederholen. Sobald Sie dann tatsächlich einmal wieder diesen Traum haben, sind die Chancen sehr gut, dass das Unbewusste auch dann diese Bilder wieder mit Ihrer Suggestion assoziiert und sie Ihnen ins Gedächtnis zurück ruft. Ihr Klartraum kann beginnen.

Für uns andere, die wir nicht solche „Wiederholer“ sind, geht die elementare Übung, den Klartraumzustand zu erreichen, im Prinzip nicht viel anders. Es geht darum, Traumsymbole zu erkennen. Die Schwierigkeit im Vergleich zum Wiederholungstraum liegt nur darin, dass wir jetzt nicht wissen, welche Traumsymbole wir erkennen sollen.

Daher müssen wir uns darauf trainieren, diese Traumsymbole zu erkennen, welche auch immer es sind und wo auch immer wir ihnen begegnen mögen. Das ist nicht ganz leicht, denn wie wir alle aus Erfahrung wissen, sind unsere Träume voll mit solchen Symbolen, doch unser Unterbewusstsein geht in der Regel völlig kritiklos darüber hinweg.

Der Frankfurter Psychologe Paul Tholey, selbst spontaner Klarträumer und Begründer der deutschen Klartraumforschung, entwickelte eine sehr einfache Technik, die er das „Stellen der kritischen Frage“ nannte.

Tholey war erstmals auf dieses interessante Thema gestoßen, als er als junger Student eines Nachts träumte, von einem Tiger verfolgt zu werden. In blanker Panik rannte er davon, bis ihm plötzlich klar wurde, dass es in Deutschland keine Tiger gibt und er daher träumen müsse. Mutig, wie er nun einmal war, blieb er stehen und stellte sich dem Tiger. Es war tatsächlich ein Traum – glücklicherweise – nicht nur für ihn selbst, sondern für uns alle, denn sonst hätte die Nachwelt nichts von all den interessanten Dingen erfahren können, die Paul Tholey von nun an in seinem Leben noch erforschen sollte.

Interessant war schon, was er aus diesem Klartraum machte. Anstatt vielleicht auf den Tiger zu schießen oder ihn mit einem Knüppel zu erschlagen, wie es so manch einer von uns vielleicht tun würde, ging Tholey logisch, um nicht zu sagen: psycho-logisch vor: er hatte den Klartraumzustand erreicht, weil ihm klar geworden war, dass ihn hier in Deutschland unmöglich ein Tiger verfolgen konnte. Also war das, was da vor ihm stand, auch kein Tiger! Konsequenterweise stellte er an die Tigergestalt die Frage: „Wer bist du, und was willst du von mir?“

In dieser Sekunde verwandelte sich der Tiger in Paul Tholeys verstorbenen Vater. Der Klartraum bot eine ausgezeichnete Möglichkeit, damit sich Vater und Sohn aussprechen konnten, was ja im realen Leben nicht mehr möglich war.

Paul Tholey zog aus diesem Traum die Konsequenz, das Klarträumen zunächst für sich selbst systematisch zu erlernen. Seiner Ansicht nach war dazu nur nötig, das Bewusstsein darauf zu trainieren, jede ungewöhnliche Situation im Tageserleben kritisch zu hinterfragen, in der Hoffnung, dass dies eines Tages zur Gewohnheit wird und dann auch im Traum vom Unterbewusstsein angewendet wird.

Die kritische Frage lautet zunächst ganz banal:

„Wach‘ ich oder träum‘ ich?“

Gewöhnen Sie sich also daran, sich diese Frage regelmäßig mehrmals täglich zu stellen, und zwar in unterschiedlichen Situationen, zu Hause, beim Spaziergang oder Einkauf, am Arbeitsplatz usw. Alle diese Umgebungen können Ihnen schließlich auch im Traum begegnen.

Stellen Sie sich vor allem dann die kritische Frage, wenn Ihnen im Leben etwas Unvorhergesehenes, Ungewöhnliches etc. begegnet.

Mit dem bloßen Stellen der Frage ist es allerdings nicht getan, denn nun müssen Sie sich selbst die Frage beantworten, ob Sie wach sind oder träumen.

Schauen Sie sich also um, ob alles um Sie herum so ist, wie es sein soll. Stehen alle Möbel am richtigen Platz und sehen aus wie immer? Sind alle Personen zur richtigen Zeit am richtigen Ort, oder ist da vielleicht ein verstorbener Verwandter darunter oder der Kaiser von Japan oder Boris Becker? Geschehen um Sie herum Dinge, die eigentlich nicht möglich sein sollten?

Im Grunde sollten Sie in der Lage sein, diese Prüfung unauffällig für andere Anwesende in jeder Situation in wenigen Sekunden durchzuführen. In der Regel wird die Prüfung negativ ausfallen, d. h. Sie werden zu dem Schluss kommen, dass Sie wach sind. Ärgern Sie sich nicht, wenn Sie kurz danach in Ihrem Bett aufwachen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, und wenn Sie bemerken, dass Sie sich tatsächlich einmal im Traum bereits die kritische Frage gestellt haben, dann sind Sie schon fast am Ziel, selbst wenn Sie dann auf irgend eine Täuschung hereingefallen sind.

Verlassen Sie sich ruhig auf sich selbst. Sie haben sich schon so oft im Leben geirrt…

Seien Sie aber bitte auch vorsichtig, wenn Sie zu dem umgekehrten Schluss kommen sollten, dass Sie nämlich träumen. Viele Träumer sind fasziniert von der Möglichkeit, sich im Klartraum über sämtliche Naturgesetze hinwegzusetzen. Doch sollte man auch dann nicht alle Vorsichtsmaßnahmen außer acht lassen.

Wir empfehlen daher immer, in diesem kritischen Moment, wo man den Klartraumzustand erreicht zu haben glaubt, diesen Zustand durch weitere unmögliche, aber ungefährliche Aktionen zu untermauern, bevor man sich auf eventuell riskante Unternehmungen einlässt. In unserem einleitenden Beispiel etwa hatte Patricia sich als erstes gewünscht, die Verkäuferin im Laden möge sich in Hillary Clinton verwandeln. Als das klappte, konnte sie sich noch sicherer sein, tatsächlich zu träumen. Sie können dabei Ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Je bizarrer die Versuche sind, die Sie unternehmen, desto besser. Springen Sie also bitte nicht gleich vom Dach!

Es gibt heutzutage eine ganze Reihe von Forschern, die sich mit der Technik des Klarträumens beschäftigen, und jeder hat natürlich diese Technik auf seine Weise im Laufe der Jahre verfeinert und erweitert, doch das ursprüngliche Prinzip, die kritische Frage von Paul Tholey, ist als zentraler Bestandteil unverzichtbar geblieben.

Auf der Basis unserer eigenen Forschungen haben wir ein kleines Hilfsmittel entwickelt, das dieses Stellen der kritischen Frage standardisiert und vereinfacht. Anstatt in irgendeiner Lebenssituation die Gegenstände der Umgebung zu überprüfen (bei denen man sich nicht immer sicher sein kann, wie sie „im Normalzustand“ aussehen müssten), überprüft man nur immer den gleichen Gegenstand – die Dreamcard.

Unsere Dreamcard ist ein kleines Kärtchen nach Art einer Scheckkarte, auf der die kritische Frage von Paul Tholey aufgedruckt ist. Wenn Sie mit Hilfe der Dreamcard Klarträume üben wollen, so prüfen Sie im Verlauf des Tages nicht irgendwelche Elemente Ihrer Umgebung, sondern betrachten zunächst einmal nur Ihre Dreamcard, die absichtlich so klein und handlich gehalten ist, dass Sie sie immer in Ihrer Brieftasche dabei haben können.

Die Erfahrung zeigt, dass in Träumen auch gedruckte Schrift sich als sehr flexibel erweist und zum Beispiel dazu neigt, sich aufzulösen oder in anderen Text zu verwandeln. Prüfen Sie also, ob auf Ihrer Dreamcard tatsächlich der Satz „Wach‘ ich oder träum‘ ich?“ steht. Wenn nicht, dann träumen Sie vermutlich.

Wenn der Text aber stimmt, dann drehen Sie die Karte um und prüfen Sie sie weiter von allen Seiten. Ist die Rückseite leer (wie es sein sollte), oder steht dort möglicherweise ein anderer Text oder ein Bild? Wenn nein, dann drehen Sie die Karte nochmals um und prüfen, ob die richtige kritische Frage immer noch da steht. Gerade beim Umdrehen einer bedruckten Karte neigt ein Text im Traum besonders stark zur Auflösung. Denken Sie an Patricias Traum mit der verwandelten Kreditkarte.

Der Vorteil der Dreamcard besteht darin, dass der Anfang der Prüfung immer gleichartig ist, egal, wo Sie sich befinden. Sie prüfen als erstes immer den gleichen Gegenstand. Das ist von großem Vorteil, denn das Unterbewusstsein prägt sich stereotype Wiederholungen am besten ein und kann sie schneller zur Gewohnheit werden lassen.

Denken Sie aber daran, dass Sie auch bei positivem Resultat weitere Prüfungen durchführen sollten, um sich Ihres Bewusstseinszustandes wirklich sicher zu werden.

Einige Beispiele aus unseren Klartraum-Intensiv-Trainingskursen sollen nicht nur beleuchten, welche Fallstricke auch bei dieser Technik auf uns warten, sondern auch, wie viel Spaß die Arbeit mit der Dreamcard machen kann.

Die 65jährige Rentnerin Ursula träumte eines Nachts davon, in der Eisenbahn zu fahren. In ihrem Abteil saß ihr gegenüber auf dem Sitz ein großer Schäferhund. Da ihr dies merkwürdig vorkam, entschloss sie sich, ihre Dreamcard aus der Tasche zu holen, um zu prüfen, ob sie nicht vielleicht träumte. Der Versuch scheiterte, da der Hund nach ihrer Dreamcard schnappte und sie ihr entriss…

Sehr akribisch ging auch die 40jährige Sekretärin Andrea vor. Sie träumte, in ihrem Bett zu erwachen. Ein solches „falsches Erwachen“ ist bei Klartraumübungen übrigens sehr häufig, und wir werden darauf noch zu sprechen kommen. Als sie aufstand, bemerkte sie, dass der Blick aus ihrem Fenster nicht der gewohnten Aussicht entsprach. Sie vermutete, dass dies ein Traum sein könnte. Sofort erinnerte sie sich: „Grazyna und Franz haben gesagt, ich muss jetzt meine Dreamcard prüfen. Verdammt, wo habe ich die jetzt hingelegt?“

Sie können sich vorstellen, wie der Traum weiterging. Andrea stellte die ganze Wohnung auf den Kopf auf der Suche nach ihrer Dreamcard, wodurch natürlich am Ende ihr ganzer Klartraum zum Teufel ging. Wohl jeder von uns hatte schon solche lähmenden Träume, wo man etwas sucht und nicht finden kann.

Diese zwei lustigen Beispiele zeigen uns zwei typische Muster der Klartraumverhinderung. Das eine ist eine irgendwie geartete Autoritätsperson oder –gestalt, die das weitere Eintreten in den Klartraum verhindert. In Ursulas Traum war dies, fast schulmäßig-archetypisch, ein Schäferhund, denn in der Psychologie werden solche autoritären Traumsymbole auch als „Topdog“ („Oberhund“) bezeichnet, im Gegensatz zum unterwürfigen und jammernden „Underdog“, der das entgegengesetzte Symbol darstellt. Beide müssen nicht unbedingt die Gestalt von Hunden oder sonstigen bedrohlichen Tieren haben (wie zum Beispiel der Tiger in Paul Tholeys Traum). Es kann sich auch um Respektspersonen wie Polizisten, Richter, aber auch um den eigenen Vater handeln. In Patricias Traum war die Verkäuferin der Topdog, die ihr sehr autoritär zu verstehen gab, dass sie die Kreditkarte nicht akzeptierte.

Das zweite Verhinderungsmotiv ist das Verfallen in eine Ersatzhandlung, die den Menschen vom Hundertsten ins Tausendste führt, auf jeden Fall jedoch weg vom Bewusstseinsfokus des Klartraums. In Patricias Fall war es der vergebliche Versuch, den Rechnungsbetrag durch Münzen und kleine Geldscheine irgendwie zusammenzukratzen. Ganz ähnlich erging es auch Paul Tholey einmal, als er sich nach Erreichen des Klartraumzustandes von einem autoritären Kellner-Topdog zum Bezahlen der Rechnung nötigen ließ. In diesem Fall konnte ihm der Kellner einen Geldschein nicht wechseln und hielt ihn dadurch von seinen eigentlichen Traumzielen ab. Andrea schließlich scheiterte an dem vergeblichen Versuch, ihre Dreamcard in ihrer Traum-Wohnung zu finden.

Warum existieren solche Verhinderungsmotive, und wer ist für sie verantwortlich? Auch auf diese Fragen werden wir noch eingehen müssen. Jeder angehende Klarträumer muss diese Fallstricke kennen, damit er sich beim nächsten Traum nicht ins Bockshorn jagen lässt.

Fangen Sie also am besten gleich heute an, regelmäßig Ihre Realität zu überprüfen, ob alles logisch und stimmig ist und so aussieht, wie es sein soll. Und wenn Sie dann feststellen, dass Sie auf dem Bahnhof stehen, Bahnsteig Neundreiviertel, und wenn Sie nicht zufällig Harry Potter heißen, dann können Sie einigermaßen sicher sein, dass Sie träumen!

Quelle: http://www.fosar-bludorf.com/schlaf%20und%20traum/index.htm

Gruß an die Träumer

TA KI

Synthetische Telepathie- Massenversuch in Berlin Sylvester 2001


 

Unser Geist hat keine Firewall

Grazyna Fosar und Franz Bludorf

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Wenn unser Geist keine Firewall hat, ist das dann gut oder schlecht? Wenn ein Computer keine hat, ist es schlecht. Für uns Menschen ist es zunächst einmal natürlich gut. Die Evolution hat uns eine Möglichkeit geschenkt, Zugang zu allen Informationen des Universums zu erhalten. Wir können untereinander intuitiv ohne Worte kommunizieren, erhalten Inspirationen, Impulse für kreatives Schaffen. Wir können uns empathisch auf einen Mitmenschen einstimmen, präkognitive oder psychometrische Eindrücke intuitiv empfangen. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, daß wir offen für jedermann sind. Wir sind ohne Schutz jedem möglichen mentalen Angriff ausgesetzt, sei es auf der geistigen oder technischen Ebene. Im Fall von Mentaltechniken gibt es bestimmte Methoden, die begrenzt helfen können. Im Fall technisch gestützter Mind Control fangen wir gerade erst an, Möglichkeiten der Gegenwehr zu erkunden.

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Natürliche Telepathie im Experiment

Die Telepathie ist ein Bereich, an dem man besonders gut die angesprochenen Gegensätze nachvollziehen kann. Meist bewundern wir Menschen, die telepathisch begabt sind. Daß viele von uns es sind, ohne es zu wissen, zeigt ein ungewöhnliches Experiment:

Der Warschauer Sender „Radio Zet“ veranstaltete ein großes telepathisches Experiment mit den Zuhörern. Das Experiment wurde vorbereitet in der Redaktion der polnischen Zeitschrift „Nieznany Świat“ („Unbekannte Welt“), also saß Chefredakteur Marek Rymuszko zusammen mit dem Moderator Robert Bernatowicz im Studio und erklärte vor dem Mikrofon den Zuhörern die ganze Prozedur. Alles mußte sauber und exakt verlaufen, so daß man sich im Falle eines Mißerfolgs nichts vorzuwerfen hatte.

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Abb. 1: In der Redaktion von „Nieznany Świat“ beginnt die telepathische Übertragung des Bildes an die Zuhörer. Die stellvertretende Chefredakteurin Anna Ostrzycka (links) und die Psychologin Janina Sodolska-Urbańska (rechts) konzentrieren sich auf das Bild.

Zur gleichen Zeit bereiteten sich in der Warschauer Redaktion der Zeitschrift die stellvertretende Chefredakteurin Anna Ostrzycka und die Psychologin Janina Sodolska-Urbańska auf eine ungewöhnliche Rolle vor. Die beiden Damen wollten in der Sendung auf telepathischem Weg ein Bild an die Zuhörer im ganzen Land übermitteln. In diesem Moment wußte noch kein Mensch außer ihnen, um was für ein Bild es sich handelte. Auch im Sender wurde noch gerätselt: Ist es die Mona Lisa? Eines der Werke von Picasso, ein Foto am Meer, oder sollte es ganz einfach nur ein Bild eines leeren Tellers sein? Auf dem Redaktionsschreibtisch lag das Bild bereits: Es war eine Zeichnung, die ein Kind gemalt hatte – die Sonne. In schönen gelb-orange Farbtönen machte das Bild den Eindruck, voller Energie aus Freude und Licht zu pulsieren.

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Abb. 2: Zielobjekt des Telepathie-Experiments von Warschau war eine Kinderzeichnung der Sonne.

Ania Ostrzycka kündigte live mit ihrer eigenen Stimme den Beginn der telepathischen Übertragung an. Die beiden „Senderinnen“ konzentrierten sich auf das Bild der Sonne – und los ging es! Alle Telefonanschlüsse im Sender waren freigeschaltet, jeder konnte anrufen und berichten, was er empfangen hatte.

Zu dieser Zeit waren viele Menschen bei der Arbeit, mit dem Auto unterwegs oder auch zu Hause, sie telefonierten, kauften und verkauften, vielleicht bügelten sie auch gerade. Manche von ihnen hörten die Radiosendung ganz gezielt, andere nur im Hintergrund.

Auch viele Leser von „Nieznany Świat“ machten mit, sie wurden entsprechend früher in der Zeitschrift über den geplanten Versuch informiert.

Die telepathische Übertragung dauerte zehn Minuten. Schon während der ersten Minuten klingelten die Telefone. Und es wurden mehr und mehr. Inzwischen wußten schon alle, daß das Experiment ein Erfolg war. Natürlich kann man im Nachhinein nicht wissen, wie viele Zuhörer tatsächlich an dem Experiment teilgenommen haben. Mit einiger Sicherheit kann man vermuten, daß es mehrere Tausend waren.

Doch die Ergebnisse waren phantastisch. Vierzig Zuhörer hatten exakt das Bild der Sonne empfangen, und viele von ihnen schickten später an die Redaktion selbstgemalte, auf telepathischem Weg empfangene Bilder. Die Übereinstimmungen sind verblüffend. Über hundert Zuhörer hatten Bilder empfangen, die zwar nicht direkt die Sonne zeigten, aber deren Elemente sehr nahe am realen Bild lagen, z. B. eine goldene Kugel, ein strahlendes Objekt, Strahlung, Wärme, eine Sonnenblume, starke, goldene Hitze, Licht, ein goldener Kreis, etc.

Die Berichte, wie das Bild empfangen wurde, waren auch nicht uninteressant. Die Ökonomin Anna G. schickte ihre Skizze mit dem Kommentar „Die Sonne hat dick gemalte Strahlen“. Dominika P., eine Sekretärin, schrieb: „Es war in der Mitte rot und hatte am Rande etwas Gelbes“.

Ein Zuhörer aus Krakau sagte: „Ich war mit dem Auto unterwegs und wollte an diesem Experiment nicht teilnehmen, weil ich vermutete, daß meine Konzentration nachlassen könnte, was beim Autofahren gefährlich ist. Doch in einem Moment habe ich ganz plötzlich vor meiner Windschutzscheibe eine große rote Kugel gesehen, von der pulsierende Wärme kam… so etwas wie die Sonne!“

Wir selbst staunten nicht schlecht über die Ergebnisse, die man in Polen erzielt hatte. An dieser Stelle ist es nämlich höchste Zeit zu verraten, daß wir von Anfang an an der Vorbereitung dieses Experiments mit beteiligt waren. Viele Details wurden mit uns besprochen, und so wurde die Basis für einen Erfolg sorgfältig vorbereitet.

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Übertragung der Information

Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen verläuft ein solcher telepathischer Informationsaustausch nicht allein auf der materiellen Ebene. Der Übertragungsweg in einem solchen Experiment verläuft danach auf folgende Weise:

Graphik-1Abb. 3: Zwei Menschen, holistisch dargestellt (Körper, Seele, Geist)

Graphik-2Abb. 4: Informationskette bei telepathischer Übertragung

Die eigentliche Übertragung findet im Hyperraum in Nullzeit statt (Hyperkommunikation). Der Sender leitet die Information, die er über seine Sinnesorgane aufgenommen hat, von seinem MS-Level an seinen feinstofflichen EI-Level weiter. Auf der EI-Ebene ist die Information allgegenwärtig und braucht daher nicht weiter transportiert zu werden. Jede Bewußtseinsform, also auch jeder Mensch, kann mit seinem eigenen EI-Level unmittelbar darauf zugreifen. Insbesondere kann es auf dieser Ebene keine gegenseitige Abgrenzung, also auch keine „Firewall“, geben. Der Empfänger erhält die Information also zuerst auf seinem EI-Level, von wo sie an seinen MS-Level, also in den Bereich seines Körpers, weitergeleitet wird.

Jeder Zugang zu unkonventionellen Informationen, egal ob Klartraum, veränderter Bewußtseinszustand, Telepathie, Astralreise, Remote Viewing, wäre ohne Hyperkommunikation nicht denkbar. Die Qualität dieser Informationen hängt hauptsächlich von unseren DNA-Antennen ab. 

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Synthetische Telepathie

Früher oder später war es klar, daß bestimmte Kreise in diese Prozesse eingreifen würden. Telepathie – eine direkte und unhörbare Kommunikation zwischen Menschen – war natürlich im Hinblick auf mögliche Nutzeffekte für Militär und Geheimdienste ein „Need to know“. Schon seit Jahrzehnten fanden geheime Forschungen über Telepathie und außersinnliche Wahrnehmung im Allgemeinen statt.

Das neueste Schlagwort heißt „synthetische Telepathie. Im Bereich der Hyperraumtechnologie macht das Militär gerade erst die er­sten Schritte (z. B. in der Antigravitationsforschung). Glücklicherweise scheint man in anderen Bereichen bei der technischen Nutzung des Hyperraums noch nicht so weit zu sein. Daher wird synthetische Telepathie auf der bekannten Ebene elektromagnetischer Frequenzen entwickelt.

Im Sommer 2008 erhielt eine Forschergruppe an der Universität of California in Irvine unter der Leitung von Michael D’Zmura, dem Chef des Instituts für kognitive Wissenschaften, Forschungsgelder in Höhe von vier Millionen Dollar von der Armee. Ziel des Projekts ist es, technische Möglichkeiten zur Verbesserung der telepathischen Kommunikation zu erproben.

Das Prinzip basiert auf einer Kopplung zwischen Mensch und Computer. Dieses Gehirn-Computer-Interface soll eine nicht invasive Technologie enthalten, die also keine Implantate erfordert und nach Art eines Elektroenzephalographen Gehirnwellenmuster eines Menschen erfaßt. Eine computergestützte Sprach- oder Bilderkennungssoftware soll die Gehirnwellen dann interpretieren und diese Informationen mit Hilfe gerichteter elektromagnetischer Strahlung direkt ins Gehirn anderer Menschen übertragen können. Die Empfänger bekommen die Informationen also direkt als Bilder oder innere Stimmen in den Kopf projiziert. Wie man sieht, betritt man hier bereits den Bereich Mind Control.

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Abb. 5: Für synthetische Telepathie braucht man eine Software, die menschliche Gehirnwellenmuster interpretiert und in Sprache verwandelt.

Auf diese Weise könnte ein militärischer Kommandeur seine Befehle für den Feind unhörbar direkt in die Gehirne seiner Soldaten übertragen lassen. Auch andere für Militär und Geheimdienst verlockende Anwendungen sind denkbar.

Seit Jahren haben die Leistungsfähigkeit unserer Computer und das wissenschaftliche Verständnis neuronaler Prozesse im Gehirn bedeutende Fortschritte gemacht. So gibt es bereits umfangreiche Erkenntnisse über die Struktur sogenannter neuraler Fingerabdrücke, also Gehirnwellenmuster, die z. B. entstehen, wenn ein Mensch Selbstgespräche führt. Ziel des neuen Projekts ist es, eine Software zu entwickeln, die diese Gehirnwellenmuster wieder in Sprache zurückverwandelt.

Dieser erste Teil des Projekts stellt die größte und im Grunde einzige Herausforderung dar. Für den zweiten Teil – die Übertragung von Sprachinformationen direkt ins menschliche Gehirn, unter Umgehung der normalen Wahrnehmung durch die Ohren – existieren technische Lösungen seit langem und sind als Patente verfügbar.

Wie so etwas möglich ist, ist nicht schwer zu verstehen. Wir denken zwar immer, daß wir mit den Ohren hören, das ist aber so nicht ganz korrekt. In Wahrheit hören wir mit dem Gehirn.

Wenn ein akustischer Reiz, also eine Schallwelle, auf das Trommelfell in unserem Ohr trifft, versetzt er dieses in Schwingung. Diese noch rein mechanischen Schwingungen werden dann im Innenohr in elektromagnetische Impulse übersetzt, die über den Hörnerv ans Hörzentrum im Temporallappen des Großhirns weitergeleitet werden.

Erst dort entsteht der bewußte Höreindruck, den wir wahrnehmen können. Das läßt sich beweisen, denn wenn man bei einem Menschen diese Gehirnregion mit einem passenden elektromagnetischen Impuls stimuliert, glaubt dieser tatsächlich, ein Geräusch zu hören.

Robert G. Malech aus New York erhielt 1976 ein Patent für einen „Apparat und Methode zur Überwachung und Veränderung von Gehirnwellen aus der Ferne“. In der Patentbeschreibung heißt es, das Gerät sei in der Lage, ohne direkte Verbindung zu einem Menschen aus der Entfernung seine Gehirnwellen zu registrieren, sie zu modulieren und diese modulierten Wellen in sein Gehirn zurückzustrahlen, wodurch seine Gehirn­wellenstruktur verändert wird. Die nüchterne Sprache der Technik verschleiert ein wenig, wozu diese Technologie in der Lage ist. Gehirnwellen lösen schließlich im Gehirn bestimmte Reaktionen bzw. Wahrnehmungen aus. Dies können Schmerzreaktionen, aber z. B. auch Höreindrücke sein, je nachdem, welche Art von Information man der zurückgestrahlten Welle aufmoduliert hat. Dadurch, daß man als Trägerwelle eine Original-Gehirnwelle des Menschen benutzt, kann man sogar eine optimale Resonanz herstellen. Höreindrücke, die auf diese Weise in seinem Gehirn erzeugt werden, wären daher für andere anwesende Personen nicht wahrnehmbar. Das kann im Zusammenhang mit der Thematik Mind Control schon eine ganze Menge erklären.

Es gibt mittlerweile noch haufenweise weitere Technologien, die auf ganz ähnlichen Grundlagen basieren. Philip L. Stocklin erhielt z. B. 1989 ein Patent auf ein Hörgerät, bei dem die Hörinformationen mittels einer Trägerwelle im Mikrowellenbereich direkt ins Hörzen­trum transportiert werden. Das Silent Subliminal Presentation System der Firma Silent Sounds Inc. kann mit Hilfe modulierter Frequenzsignale

synthetische Emotionen im Gehirn eines Menschen entstehen lassen.

Die Trägerfrequenz liegt hier bei 14,5 Kilohertz, einer Frequenz, 

die auch schon bei Mind-Control-Massen­versuchen wie dem Berliner „Glückssignal“ erprobt wurde, das vor einigen Jahren in der Silvesternacht über einen Berliner Rundfunksender in der ganzen Stadt ausgestrahlt wurde. (*)

Halten wir fest: Geräte zur drahtlosen Erzeugung von Stimmen und anderen Höreindrücken sowie künstlichen Emotionen im Kopf eines Menschen gibt es schon längst. Die Interpretation von Gehirnwellen ist in begrenztem Rahmen bereits möglich, und die Entwick­lung einer funktionierenden Technologie für synthetische Telepathie ist nur noch eine Frage der Zeit.

Aaron_Cohen 2Abb. 6: Eine junge Frau liegt als Testperson in einem MEG Brain Scanner (Magnetoenzephalograph). Wissenschaftler messen die elektromagnetischen Signale, die ihr Gehirn als Reaktion auf bestimmte auditive und visuelle Sinnesreize aussendet. (Bild: Aaron Cohen)

Um die Technologie einzusetzen, ist es geplant, in die Stahlhelme von Soldaten im Kriegseinsatz Sensoren einzubauen, die ihre Gehirnwellen abgreifen bzw. empfangene Signale wieder an das Gehirn weiterleiten können. Auf diese Weise wird es in den Schützengräben künftiger Kriege sehr still werden. Die Kommunikation wird rein telepathisch ablaufen, unterstützt durch drahtlose elektromagnetische Signale.

„Das Schlachtfeld der Zukunft wird das menschliche Gehirn sein“.

Zu dieser Schlußfolgerung kam die Defense Intelligence Agency, das militärische Pendant zur CIA, auf der Basis einer Studie, mit der sie führende Wissenschaftler beauftragt hatte. Zu den wichtigsten Zukunftsvisionen der Militärs gehören heute weniger Bomben oder Raketen, sondern vielmehr neuartige bewußtseinsverändernde Drogen, Scanner, die den mentalen Zustand eines Menschen analysieren können, Sinnesverstärker für besseres Hören und Sehen usw. Auf dem Schlachtfeld wird möglicherweise gar nicht mehr geschossen werden, sondern man wird „pharma­ko­logische Landminen“ ausstreuen, mit denen der Gegner nur verteidigungsunfähig gemacht wird. Militär- und Geheimdienstforscher lenken jetzt also das Schwergewicht ihrer Bemühungen auf die Gehirn- und Bewußt­seinsforschung, wobei außer­sinnliche Wahrnehmungsformen wie die Telepathie eine herausragende Rolle spielen.

Lange Zeit war der menschliche Geist aus der wissenschaftlichen Forschung ausge­klammert worden, da man keine passende Terminologie dafür hatte. Das hat sich inzwischen geändert. Der Geist kam zurück. Neben Raum, Zeit, Materie und Energie gilt er plötzlich als ein weiteres Grundelement der Welt.

(…)

Quelle: http://www.fosar-bludorf.com/telepathie/telepathie.htm

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Berliner Radiosender strahlte eine Frequenzdroge aus

von Grazyna Fosar und Franz Bludorf

Ein gefährlicher Präzedenzfall mitten in Deutschland. In Berlin wurde in der Silvesternacht 2001 eine größtenteils ahnungslose Bevölkerung über den Rundfunk einer Frequenzdroge ausgesetzt. Der verantwortliche Radiosender äußert sich zu dem Vorfall höchst widersprüchlich.

Die Chronologie der Ereignisse

31. Dezember 2001, 18.00 Uhr, Berlin.

Zu diesem Zeitpunkt beginnt der private Berliner Radiosender 94,3 r.s.2, seinem Musikprogramm ein unhörbares Frequenzssignal zu unterlegen, und zwar sogenannte „Glücksfrequenzen“.

Tausende Berliner, die sich auf ihren Gang zur Silvesterparty vorbereiten, lassen dabei wie üblich im Hintergrund das Radio laufen. Nach wie vor bevorzugen viele von ihnen „ihren“ altgewohnten RIAS. Auch viele Brandenburger verfolgen das Programm an ihren Rundfunkempfängern. Die meisten wissen nicht, warum sie sich plötzlich mehr und mehr glücklich fühlen.

Dieser Tag markiert den Beginn einer neuen Ära. Zum ersten Mal ist technische Bewusstseinskontrolle öffentlich geworden.

Massenbestrahlung

Abb. 1: Die Silvesterparty am Brandenburger Tor

 

31. Dezember 2001, 20.00 Uhr, Berlin.

Auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor sammeln sich langsam Hunderttausende von Menschen zur großen Silvesterparty. Die Live-Bands machen gerade eine Pause, und so ertönt auch hier über den ganzen Platz lautstark das Programm von r.s.2. Wer gut informiert ist, konnte schon rechtzeitig wissen, was hier eigentlich ausgestrahlt wird, denn schon einen Tag zuvor hatte r.s.2 eine Pressemeldung veröffentlicht:

„Der private Berliner Radiosender 94,3 r.s.2 wird an Silvester ein Glückssignal über das Radioprogramm auf allen Berliner – und Brandenburger UKW-Frequenzen von 18.00 – 2.00 Uhr ausstrahlen.

Wir werden im Programm jeweils nach dem Verkehrsblock eine Glückssignal-Pause von ca. 3 sec haben. Mit sehr empfindlichen Boxen ist es dann sogar hörbar,‘ sagt 94,3 r.s.2 Programmdirektor Stephan Hampe.

Dieses Glückssignal setzt sich aus einer bestimmten Kombination von Hochfrequenztönen zusammen. Amerikanische Wissenschaftler haben in Langzeituntersuchungen festgestellt, dass derartige Hochfrequenztöne beim Menschen Glücksgefühle erzeugen können. Denn motiviert durch die Töne setzt der Körper Endorphine (Glückshormone) frei. Diesen Umstand macht sich der private Berliner Radiosender 94,3 r.s.2 zu Nutze.“

Aber wer liest schon einen Tag vor Silvester Pressemitteilungen…. Schlagzeilen in der Berliner Presse machte diese Meldung jedenfalls nicht! Zu dieser Zeit ist aber die Ausstrahlung der Frequenzdroge „Happy Holiday“ schon in vollem Gange.

 31. Dezember 2001, 22.00 Uhr, Berlin.

Pariser Platz. Die Stimmung wird immer besser. Eigentlich ist das ja zu Silvester nicht ungewöhnlich. Von der unhörbaren Frequenzdroge ahnt kaum jemand etwas. Auch die Zuhörer zu Hause, die dort allein oder im Freundeskreis feiern, werden mitberieselt. Inzwischen ist die „Diskothek 94,3 r.s.2“ auch noch an anderen Plätzen der Stadt regelmäßig zu hören: auf der Bühne an der Straße des 17. Juni, Unter den Linden nahe der Schadowstraße und der Wilhelmstraße, an der Entlastungsstraße im Tiergarten, am Großen Stern rund um die Siegessäule. Auch die Fernsehzuschauer, die die Live-Übertragung des SFB von der Party am Brandenburger Tor am Bildschirm verfolgen, sind inzwischen dabei und werden mit der Silvester-Frequenzdroge bestrahlt. Überall fühlen die Leute sich ausgelassen und glücklich. Die Berliner Presse schweigt dazu. Hätte der Veranstalter stattdessen in die Silvestergetränke Ecstasy gemixt – ein Aufschrei der Empörung hätte die Stadt erschüttert. Aber wen interessieren schon ein paar Frequenzen, die man weder sehen noch hören noch riechen kann. Aber fühlen kann man sie …. Egal, Hauptsache, wir amüsieren uns. Wem fällt es schon auf, wenn die Leute zu Silvester ein wenig ausgelassener sind als sonst?

 

1.Januar 2002, 0.05 Uhr, Berlin.

Pariser Platz. Mehr als eine Million Menschen sind am Brandenburger Tor versammelt und haben mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr angestoßen. Das Feuerwerk ist in vollem Gange, und fast unbemerkt hat Finanzminister Hans Eichel gleich nebenan in der Dresdner Bank seine ersten Euro-Scheine abgeholt. Die Stimmung ist toll. Gleichzeitig wobbelt die Glücksfrequenz von r.s.2 unablässig rauf und runter. Nur hören kann man sie nicht, und wer hat bei der Silvesterparty schon ein Messgerät dabei?

r.s.2-Programmdirektor Stephan Hampe in seiner Presseerklärung: „Wir wollen, dass alle Berliner und Brandenburger in diesem Jahr ein glückliches Silvester erleben werden und sehen dieses Glückssignal als unseren Beitrag für einen guten Start mit Hoffnung auf ein besseres 2002. Deshalb laden wir jeden ein, nach Berlin zu kommen und mit uns zusammen das glücklichste Silvester in Deutschland zu begehen“.

Wir hören alle r.s.2 und sollen uns dabei glücklich fühlen. Und wie lange wird das anhalten, und was sind die Nebenwirkungen? Keine Ahnung.

 

Szenenwechsel oder „Der Tag danach“

Im neuen Jahr war es nicht mehr so einfach, an detaillierte Informationen zu dem Vorfall bei r.s.2 heranzukommen. Programmdirektor Stephan Hampe hat uns zwar bestätigt, dass er die ganze Sache „angezettelt“ hat, bezüglich weiterer Informationen verwies er uns jedoch an seinen Pressesprecher Michael Weiland, damit dieser uns dann mitteilte, dass nichts mehr mitzuteilen ist.

Sendestudio BerlinAbb. 2: Das r.s.2-Sendestudio in der Voltastraße in Berlin-Wedding

Fairerweise wollten wir dem Sender die Gelegenheit geben, sich zu der Sache zu äußern. Tagelang versuchten wir vergeblich, telefonisch oder per E-Mail Stellungnahmen zu erhalten. Nur mit großer Beharrlichkeit und ständigem Nachhaken gelang es uns schließlich, an Bruchteile der Informationen zu gelangen, die zwar zu der Sache selbst kaum etwas aussagen, aber dennoch sehr aufschlussreich sind.

 

Natürlich wollten wir genauer wissen, wer diese „amerikanischen Wissenschaftler“ waren und wo die Ergebnisse ihrer „Langzeituntersuchungen“ publiziert sind. Hierzu r.s.2-Pressesprecher Weiland:

–          Wir haben das mitbekommen aus den USA, aus einer Studie, die noch nicht veröffentlicht war, und wir haben das einfach mal ausprobiert.

–          Wissen Sie, wer die Untersuchung in den USA gemacht hat?

–          Nein, weiß ich nicht.

–          Wer weiß das denn dann?

–          Das sind eigentlich Interna, die unserem Haus zugänglich waren über unsere amerikanischen Berater, die an diese Studie, die noch nicht veröffentlicht war, herangekommen sind.

–          Ist das also geheim?

–          Es ist noch nicht veröffentlicht, aber wir haben es einfach mal ausprobiert.

–          Ist r.s.2 immer noch mit den Amerikanern in Verbindung, so wie früher der RIAS?

–          Nein, das hat damit nichts zu tun. Das ist eine amerikanische Beratergesellschaft, die unser Haus berät.

–          Die haben Zugang zu dieser Studie?

–          Genau.

–          Kann man Kontakt zu dieser Beratungsfirma aufnehmen?

–          Eher nicht. Das sind interne Geschichten, die auch nicht für die breite Öffentlichkeit gedacht sind.

–          Aber das Signal ist ja an die breite Öffentlichkeit ausgestrahlt worden.

–          Haargenau.

–          Insofern ist es ja auch von öffentlichem Interesse. Durch diese Frequenzen werden Endorphine ausgeschüttet?

–          Das war es, was uns da vermittelt worden ist. Es regt die Endorphinproduktion an.

–          Also die gleichen Glückshormone, die auch z. B. bei Marathonläufern freigesetzt werden.

–          Ich bin kein Arzt, aber wenn Sie das sagen, wird das wohl so sein.

–          Wissen Sie genaueres über Langzeitwirkungen?

–          Nein. Wir haben diese These übernommen, haben sie publiziert in dieser Form und das technisch umgesetzt.

–          Sie wissen keinen, der uns genauere Details über diese Studie geben könnte?

–          Es war eine Geschichte, die uns von unseren amerikanischen Beratern angetragen worden ist, die halt dort das mitbekommen haben, was dort gemacht wurde, eine derartige Studie, und das haben wir dann einfach mal probiert.

–          Wissen Sie, ob das in Amerika auch schon ausprobiert worden ist?

–          Nein, weiß ich nicht.

Millionen von Menschen werden also – größtenteils ahnungslos – mit einer „Happy-Holiday“-Frequenz bestrahlt, die in ihren Gehirnen chemische Reaktionen auslöste, aber die Hintergründe dieses Vorganges sind nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmt. Hierauf erübrigt sich wohl jeder Kommentar.

Früher nannte man so etwas eine „Verschwörungstheorie“. Heute ist aus der Theorie die Praxis geworden.

 

Der Programmdirektor nimmt Stellung

In dieser Situation wandte sich Grazyna Fosar persönlich an den Programmdirektor Stephan Hampe. Dieser Kontakt erwies sich als durchaus fruchtbar. Herr Hampe reagierte freundlich und bereitwillig, Informationen herauszugeben, sofern sie ihm zur Verfügung standen.

Er erklärte, dass die ganze Sache als Silvestergag gedacht war. Im Vorfeld des Ausstrahlungstermins hatte er zwei Psychologieprofessoren befragt, die aber beide die besagte amerikanische Studie nicht kannten. Gleichzeitig verstiegen sie sich zu der kühnen Behauptung, eine mögliche Wirkung der Frequenzen auf das Gehirn könne „höchstens ein Placebo-Effekt“ sein. Dass die beiden Wissenschaftler Forschungsergebnisse, die ihnen vollkommen unbekannt waren, derart abtaten, war umso erstaunlicher, als Herr Hampe anmerkte, dass beide über die möglichen Wirkungen elektromagnetischer Niedrigfrequenzen (ELF-Frequenzen) auf das Gehirn wussten.

Nachdem wir Herrn Hampe einige Fakten zum Thema Bewusstseinsmanipulation durch Frequenzen mitgeteilt hatten (so z.B. auch den Beschluss des Europaparlaments zu HAARP, s. unseren Artikel Codename „Teddybär“ und Brummsignale), wurde er erkennbar nachdenklich und räumte ein, die Sache selbst nicht ernst genug genommen zu haben.

Er versprach, uns die genauen Parameter des „Glückssignals“ mitzuteilen, was er auch schriftlich tat, ohne allerdings die Modulationsfrequenz des Wobbelsignals zu nennen. Auf Grazynas Bitte, über die amerikanische Beratungsfirma vielleicht an genauere Informationen über die Studie zu gelangen, erklärte er sich auch dazu bereit. Später teilte er uns jedoch mit, dass er nichts weiter in Erfahrung bringen konnte. Offenbar hatte die Bereitschaft der Amerikaner zur „Beratung“ schlagartig nachgelassen, nachdem Stephan Hampe ihnen die ihm nun bekannten Fakten vorgetragen hatte.

 

Ein Signal verschwindet

Parallel hierzu hatte sich Franz Bludorf Herrn Altmann „vorgenommen“, seines Zeichens Leiter der Technik bei r.s.2. In einem ersten Telefonat erfuhr er von ihm bereits einige technische Details des ausgestrahlten Glückssignals. Hier ein Gesprächsausschnitt:

–          Welche Frequenz wurde am Silvesterabend ausgestrahlt?

–          Sie lag zwischen 13,5 und 14,5 kHz. … Wir haben es technisch realisiert, einen Ton unter die Modulation gelegt, unter die Musik.

–          Es war keine reine Sinuswelle?

–          Eine Wobbelfrequenz, die immer hoch und runter ging.

–          Die zwischen 13,5 und 14,5 kHz schwankt. Wie war der Rhythmus, die Modulationsfrequenz?

–          Weiß ich nicht genau, ich muss es nachsehen. Ich rufe zurück.

Die letzte Äußerung hört sich so an, als würde er nur einmal kurz zu einem Aktenordner gehen und nach ein paar Minuten zurückrufen. In Wahrheit erfolgte sein Rückruf etwa zwei Wochen später, nachdem wir von Herrn Hampe erfahren hatten, dass von den Amerikanern nichts mehr herauszubekommen war.

Bei diesem zweiten Gespräch korrigierte Herr Altmann plötzlich seine ersten Aussagen. Mit dem Wobbelsignal habe er sich geirrt, es sei eine reine Sinusfrequenz von 14,5 kHz ausgestrahlt worden. Die Vorgabe der Amerikaner sei es lediglich gewesen, „etwas im Bereich von 13,5 bis 14,5 kHz“ auszustrahlen, und man habe sich aus Gründen der Einfachheit zu der Sinusfrequenz entschieden. Gleichlautend nunmehr auch die Äußerungen von Stephan Hampe, im klaren Widerspruch zu den Aussagen, die auch er uns gegenüber zwei Wochen zuvor schriftlich gemacht hatte.

Man konnte regelrecht mitverfolgen, wie die Aussagen von Minute zu Minute immer unpräziser und schwammiger wurden. Zudem sind sie aus mehreren Gründen unglaubwürdig:

  1. Da es in der Natur keine reinen Sinusfrequenzen gibt, ist es unklar, ob das Gehirn auf eine solche Frequenz überhaupt reagieren würde. Die uns bekannten Untersuchungen zum Elektrosmog zeigten in den meisten Fällen, dass die Modulation entscheidend war.
  2. Mit der heutigen Digital- und Computertechnik ist es keineswegs komplizierter, ein Wobbelsignal zu erzeugen als einen Sinuston. Beides benötigt auf dem heutigen Stand der Softwaretechnik so um die drei Mausklicks!
  3. Noch im Dezember wurde in der Presseerklärung von r.s.2 vollmundig behauptet: „Dieses Glückssignal setzt sich aus einer bestimmten Kombination von Hochfrequenztönen zusammen.“

Alle diese seltsamen Sinnesänderungen traten schlagartig nach dem erneuten Kontakt von r.s.2 zu seinen amerikanischen Beratern auf. Plötzlich soll es kein Wobbelsignal mehr gegeben haben – zumindest ist jetzt gründlich Unklarheit darüber geschaffen worden, was sie überhaupt zu Silvester ausgestrahlt haben. Hatte sich der Sender tatsächlich nicht an die amerikanischen Vorgaben gehalten (wovon bis zum 9. Januar noch keine Rede war), oder soll nur niemand Gelegenheit bekommen, das Originalsignal nachzuvollziehen und möglicherweise auf Risiken und Nebenwirkungen zu untersuchen?

 

… denn sie wissen nicht, was sie tun

Alle Aussagen von r.s.2-Mitarbeitern, die mit uns gesprochen haben, weisen darauf hin, dass keiner von ihnen auch nur ansatzweise über die Wirkungsweise der Frequenzdroge informiert war. Keiner hat laut Aussage des Senders die Studie gelesen (die ja nur diesen ominösen „amerikanischen Beratern“ vorlag), und keiner konnte uns Angaben über mögliche Wirkungen und Nebenwirkungen machen. Keiner machte auch aus seinem Unwissen über die wissenschaftlichen Fakten ein Hehl.

Sie haben davon gehört und es ganz einfach mal ausprobiert.

Wechselwirkungen menschlicher Körperfunktionen mit elektromagnetischen Frequenzen sind in der modernen Wissenschaft inzwischen unumstritten. Wie die moderne Theorie der Wellengenetik beweist, kann dadurch sogar die Erbsubstanz beeinflusst werden (vgl. hierzu unser Buch „Vernetzte Intelligenz“).

Endorphine sind körpereigene hormonähnliche Substanzen, die chemisch dem Morphium eng verwandt sind. Wörtlich bedeutet das Kunstwort „Endorphin“ so etwas wie „inneres (körpereigenes) Morphium“. Genau wie das bekannte Betäubungsmittel dienen Endorphine der Schmerzdämpfung bei gleichzeitiger Erzeugung eines Glücksgefühls, und genau wie Morphium können sie natürlich süchtig machen. Bekannt ist dies vor allem von Hochleistungssportlern, zum Beispiel bei Marathonläufern. Während des Laufes kommt meist ein Moment, in dem es im Gehirn des Sportlers zur vermehrten Ausschüttung von Endorphinen kommt. Der Sportler fühlt dann die Schmerzen und die Anstrengung nicht mehr, und gleichzeitig stellt sich ein Hochgefühl ein. Sportmedizinern ist in diesem Zusammenhang seit langem bekannt, dass dieser Effekt viele Sportler dazu verleitet, sich über Gebühr zu verausgaben, um diesen Zustand zu erreichen, und dass dabei durchaus auch suchtähnliche Symptome auftreten können, auch bei Menschen, die niemals Drogen genommen haben. Wie gesagt: hätte man statt dessen den Teilnehmern der Silvesterparty eine Dosis Morphium in den Sekt gemischt – ein Schrei der Entrüstung wäre durch die Bevölkerung gegangen. Aber wen interessieren schon ein paar Frequenzen…

 

Beim ersten Mal tut’s (noch) nicht weh…

Noch ein weiterer Gesichtspunkt darf nicht außer acht gelassen werden. Natürlich: die Teilnehmer einer Silvesterfeier, die ohnehin in Partylaune sind, mit Hilfe einer Frequenz noch ein wenig glücklicher zu machen, das klingt auf den ersten Blick harmlos. Wir wollen hier klarstellen, dass wir keineswegs r.s.2 hinsichtlich der Sendung von Silvester 2001 irgendwelche böswilligen Absichten unterstellen. Vermutlich ist auch keinem r.s.2-Hörer ein ernsthafter Schaden zugefügt worden. Doch in Wahrheit ist dieser Vorgang ein Tabubruch, ein Punkt ohne Wiederkehr.

Am 31.12.2001 wurde ein Präzedenzfall geschaffen, und das ist das Entscheidende an der ganzen Sache. Eine Hemmschwelle wurde erstmals öffentlich überschritten, was die Bewusstseinsmanipulation der Bevölkerung angeht. Was einmal gemacht wurde, wird in der Zukunft um so leichter wieder gemacht. Genau so war es auch in anderen Bereichen der Wissenschaft. Auch die erste Kernspaltung durch Otto Hahn in dessen Physiklabor war im Grunde ein Ereignis, das niemandem schadete. Doch es bereitete den Weg zur Atombombe. Ähnliches gilt für das erste Klonen des Schafes Dolly. So kann man sich fragen: Wer hat eigentlich das Recht, darüber zu entscheiden, in welcher Stimmung die Bevölkerung sein soll? Selbst wenn es um Glückssignale, also um positive Emotionen geht? Was wäre, wenn in Zukunft ein Wahlwerbespot einer politischen Partei mit einem solchen Signal unterlegt würde? Oder die Ankündigung eines unpopulären Gesetzes durch einen Minister? Es gibt mehr beunruhigende Szenarien, als sich unsere Phantasie ausmalen kann.

Eine Welt, in der der Staat oder die Massenmedien für eine gleichbleibend wohlige Stimmung in der Bevölkerung sorgen? All das war lange Zeit nur Science Fiction, erdacht von phantasievollen Autoren. Seit dem 31. Dezember 2001 ist es Realität. Wer kann uns übrigens garantieren, dass die ganze Sache nur mit „Glückshormonen“ funktioniert? Es ist bereits seit Jahren bekannt, dass amerikanische Wissenschaftler zu Forschungszwecken auch Gehirnwellenmuster von Depressionskranken in großem Stil analysiert haben, um diese mit Hilfe einer Frequenzmodulation künstlich nachzuahmen (s. hierzu auch unser Interview mit Dr. Nicholas Begich in unserem Buch „Zaubergesang“) Wir wollen r.s.2 auf keinen Fall unterstellen, dass sie planen, uns in Zukunft auch mit negativen Frequenzen zu bestrahlen, oder dass sie sonst irgendwelche üblen Absichten hätten. Aber um die berechtigten Zweifel zu zerstreuen, müsste der Sender jetzt seine Quellen offen legen, d.h. die Studie öffentlich zugänglich machen sowie die Widersprüche bzgl. der genauen technischen Details der Ausstrahlung aufklären, also die exakten Grundfrequenzen und eventuellen Modulationsfrequenzen des Signals nennen, damit unabhängige wissenschaftliche Analysen erfolgen können.

Beispiele:

WobbelsingnalAbb. 3: Wellenbild eines Wobbelsignals zwischen 13,5 und 14,5 kHz

.

Spektraldarstellung WobbelsignalAbb. 4: Das gleiche Signal, diesmal in Spektraldarstellung

.Fourier-Analyse

Abb. 5: Die Fourier-Analyse zeigt, dass das Signal zwischen 13,5 und 14,5 kHz pendelt

Natürlich haben Personen und Institutionen das Recht, interne Vorgänge und Studien vertraulich zu behandeln. Wenn aber dann weite Bevölkerungskreise mit den Resultaten konfrontiert werden, hat die Öffentlichkeit auch ein Recht auf umfassende Information. Nur „glücklich“ zu sein, reicht bei weitem nicht aus.

Achtung: Wichtige Ergänzung!

  1. Wir distanzieren uns bereits jetzt ausdrücklich von allen angeblichen „r.s.2-Mitschnitten“, die möglicherweise jetzt oder in Zukunft verbreitet werden. Da die Angaben von r.s.2 über die genauen Parameter widersprüchlich sind, ist eine Überprüfung angeblicher „Happy-Holiday-Signale“ auf Echtheit nicht möglich. Die heutige Technik erlaubt es, mit einfachsten Mitteln solche Frequenzen zu erzeugen und einem Musikstück zu unterlegen.
  2. Die in unserem Artikel veröffentlichten Graphiken 3-5 stellen keine Abbildungen des Original-Happy-Holiday-Signals dar (dieses ist aufgrund des momentanen Kenntnisstandes nicht originalgetreu rekonstruierbar), sondern dienen nur der prinzipiellen Veranschaulichung.
  3. Wir warnen ausdrücklich und eindringlich vor Experimenten mit selbsthergestellten oder über das Web verbreiteten Frequenzsignalen. Solange die amerikanische Studie nicht veröffentlicht ist, gibt es keinerlei Erkenntnisse über die wahren Wirkungen und Nebenwirkungen derartiger Signale. Durch Einwirkung elektromagnetischer Frequenzen kann es nach heutiger wissenschaftlicher Erkenntnis zu langanhaltenden Veränderungen im Bereich der Gehirnströme (EEG) kommen.

Quelle: http://www.fosar-bludorf.com/archiv/rs2/impuls_happy_holiday.htm

Gruß an das geschützte Hirn

TA KI

Der Übergang ins Frequenz-Zeitalter


Schumann-Wellen, Wetter- und Gehirnkontrolle

von Grazyna Fosar und Franz Bludorf

Das Jahr 1998 hat begonnen – sicher ein entscheidendes Jahr kurz vor der Jahrtausendwende. In dieser Zeit haben natürlich wieder einmal allerlei Endzeitprophezeiungen Hochkonjunktur, zu denen wir in diesem Heft auch Stellung nehmen wollen.

Nun betätigen wir uns bekanntlich nicht als Zukunftspropheten, doch einige wichtige Trends sind bereits seit einiger Zeit absehbar, so daß man über sie fundiert reden kann. Der wichtigste dieser Trends ist sicher, daß die Menschheit sich im Übergang vom Zeitalter der Materie ins Zeitalter der Frequenzen befindet.

Was bedeutet das? Zunächst einmal noch im ganz klassisch-materialistischen Sinne den Übergang in eine globalisierte Kommunikationsgesellschaft. Weltweite Telefon-, Telefax- und Computernetze oder das Internet deuten darauf hin. Speziell das Internet ist nicht mehr, und das ist das fundamental Neue, restlos technisch erklärbar, sondern es handelt sich um eine immaterielle selbstorganisierende Struktur im Sinne der Chaostheorie.

Auch in der Medizin setzen sich Frequenzmethoden mehr und mehr durch. Sanfte Ultraschalloperationen werden durch exotische Techniken wie die Verwendung „akustischer Spiegel“ verfeinert, wodurch eine exakte Ortung zum Beispiel von Gallen- oder Nierensteinen mit Hilfe von Reflexions- und Resonanzverfahren ermöglicht wird.

Doch wenn wir von einem Übergang ins Frequenz-Zeitalter sprechen, so meinen wir noch weitaus mehr. Die Wahrnehmungsfähigkeit der Menschen macht zur Zeit einen entscheidenden Wandel durch. Immer mehr Menschen sind in der Lage, feinstoffliche Energiefelder wahrzunehmen und dadurch Kontakt aufzunehmen zu anderen Ebenen der Existenz. Hierzu gehören sicher geistige Bereiche, aber auch unsichtbare Intelligenzen wie die Elfenwesen unserer Märchen und Sagen, möglicherweise sogar bizarre Begegnungen mit außerirdischen Intelligenzen, die man lange Zeit unter dem etwas mißverständlichen Begriff der „UFO-Entführungen“ zusammenfaßte.

Im weitesten Sinne gehören zu dieser erweiterten Wahrnehmung auch die Techniken des „Remote Viewing“, einer kontrollierten außersinnlichen Wahrnehmung, die von amerikanischen Militärs in den siebziger Jahren unter dem Decknamen „Project Stargate“ entwickelt wurden. Es zeigt sich, daß diese inzwischen weitgehend veröffentlichten Fernwahrnehmungsprotokolle nicht nur die Erkundung weit entfernt liegender materieller Objekte ermöglichen, sondern auch den Zugang zu verborgener Wirklichkeiten im Hier und Jetzt eröffnen, wie wir durch eigene Experimente darlegen konnten:

Mit den gleichen Methoden kann das menschliche Bewußtsein sich nämlich nicht nur im Raum, sondern auch in der Zeit frei bewegen. Durch unsere Experimente fanden wir heraus, daß es Menschen dadurch sogar möglich ist, eigene frühere Inkarnationen zu erkunden und die Grenzen der persönlichen Wahrnehmung zu überschreiten – auch in kosmischen Dimensionen!

Anstelle des zu eng gefaßten Begriffs des „Remote Viewing“ prägten wir daher den neuen Terminus „Refined Perception“ (verfeinerte Wahrnehmung). Er beinhaltet damit auch nicht nur das „Sehen“, sondern auch andere Sinnesbereiche wie das Fühlen, radiästhetische Phänomene, vor allem aber auch die Wahrnehmung mit Hilfe des menschlichen Energiekörpers, der Aura.

Neueste wissenschaftliche Forschungen ergaben, daß der Mensch vor allem über seine unterschiedlichen körpereigenen elektromagnetischen Felder in Resonanz mit der Erde und mit anderen Lebewesen treten kann. In diesem Artikel beschäftigen uns dabei vorrangig die vom menschlichen Gehirn produzierten elektromagnetischen Wellen.

Den Schlüssel für die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse bildet die Wiederentdeckung der Erdresonanzfrequenzen bzw. der sogenannten Schumann-Wellen. Diese sind derzeit auch in esoterischen Kreisen in aller Munde, werden jedoch in der Regel meist physikalisch inkorrekt dargestellt.

Nichtsdestoweniger werden Schumann-Wellen schon jetzt zunehmend für uns alle bedeutsam werden. Diese natürlichen „Zaubergesänge“ der Erde haben einen großen Einfluß auf unser Weltklima, aber auch auf die Entwicklung des menschlichen Bewußtseins, und sie werden längst in den Dienst fragwürdiger militärischer Technologien gestellt. Schon die Entdeckung dieser Wellen gestaltete sich zu einem Wissenschaftskrimi erster Ordnung. Hierüber schreiben wir in unserem Buch „Zaubergesang“:

»Seit langem weiß man bereits, daß die elektrisch positiv aufgeladene Ionosphäre einen Gegenpol zur negativ geladenen Erdoberfläche bildet, und daß zwischen beiden ständig eine elektrische Spannung herrscht. Diese Spannung entlädt sich regelmäßig, indem irgendwo auf der Erde ein Gewitter stattfindet. Ein solches System aus zwei konzentrischen, entgegengesetzt elektrisch geladenen Kugeln nennt man in der Physik auch einen Kugelkondensator.

Diese physikalischen Eigenschaften der Ionosphäre macht man sich technisch zunutze in der drahtlosen Informationsübertragung. Für Radiowellen, die von einem Sender auf der Erde abgestrahlt werden, wirkt die Ionosphäre nämlich wie ein riesiger Hohlspiegel. Von ihm werden die Radiowellen reflektiert und können so über große Entfernungen übertragen werden.

Jeder, der einmal versucht hat, mit einem Mittelwellenempfänger einen fern gelegenen Sender zu hören, kennt den Effekt, daß der Empfang nach Sonnenuntergang deutlich besser wird. Der Grund ist, daß die Störeffekte durch die Sonneneinstrahlung auf die Ionosphäre dann fortfallen.

Diese physikalischen Fakten wurden erstmals Anfang unseres Jahrhunderts von dem kroatischen Physiker und Erfinder Nikola Tesla beschrieben, der zu dieser Zeit in Colorado Springs Experimente zur drahtlosen Energieübertragung durchführte.

Tesla erzeugte damals mit seinen Versuchsanordnungen gewaltige elektrische Spannungen von mehreren hunderttausend Volt, mit denen er sogar künstliche Blitze erzeugen konnte. Er fand dabei heraus, daß mit jedem solchen Blitz auch Radiowellen extrem niedriger Frequenz ausgestrahlt werden, die nahezu widerstandslos in die Erde ein- und durch sie hindurchdringen können. Damit hatte er die elektromagnetische Resonanzfrequenz der Erde entdeckt.

Teslas Arbeiten stießen damals auf wenig Gegenliebe, und da der wirtschaftliche Nutzen nicht sofort absehbar war, zogen sich auch seine Geldgeber rasch zurück, so daß er seine Forschungsarbeit nicht beenden konnte. So dauerte es fast ein halbes Jahrhundert, bis erneut jemand _ mehr durch Zufall _ auf diesen Effekt stieß.

Es war im Jahre 1952. Der deutsche Physiker Prof. Dr. W. O. Schumann von der Technischen Universität München wollte seinen Studenten Übungsaufgaben zur Elektrizitätslehre stellen. Auf dem Programm stand damals die Berechnung von Kugelkondensatoren. Um es nun nicht zu theoretisch und abstrakt werden zu lassen, sagte Prof. Schumann den Studenten: >Stellen Sie sich doch einmal die Ionosphäre als die eine Kugel und die Erdoberfläche als die andere Kugel vor. Rechnen Sie dann ganz einfach einmal aus, was da als Eigenfrequenz herauskommt.<

Schumann hatte keine Ahnung, welcher Wert sich aus seiner Ad-hoc-Idee ergeben würde, und da er hinterher prüfen mußte, ob die Studenten richtig gerechnet hatten, nahm er selbst auch Bleistift und Papier zur Hand und machte eine Überschlagsrechnung. Er kam dabei auf einen Wert von ungefähr 10 Hertz.

Noch einmal zur Veranschaulichung: Dieser Wert ist die Resonanzfrequenz der Erde, also die Frequenz, bei der die Erde mitzuschwingen beginnt. Jede Energieentladung zwischen Ionosphäre und Erdoberfläche, also jeder normale Blitzschlag, erzeugt als Nebenprodukt Radiowellen einer solchen Frequenz, die mit der Erde resonanzfähig sind. Sie können daher nicht nur in die Erde eindringen, sondern verstärken sich dabei noch, wodurch es zur Ausbildung gewaltiger stehender Wellen kommt, die über lange Zeit stabil bleiben können.

Schumann war sich der Tragweite seiner Entdeckung damals in keiner Weise bewußt. Dennoch veröffentlichte er das Ergebnis in einer physikalischen Fachzeitschrift.

Damit wäre die Schumann-Frequenz, wie man sie heute zu Ehren ihres Entdeckers nennt, wohl im Papierkorb der Wissenschaftsgeschichte gelandet, hätte nicht ein physikalisch interessierter Arzt die Abhandlung zufällig gelesen. Er rief Schumann sofort an, denn ihm _ dem Mediziner _ standen die Haare zu Berge, als er sah, was er dort las. Die Schumann-Frequenz ist nämlich auch eine Resonanzfrequenz des menschlichen Gehirns.

Durch Messungen der Gehirnströme eines Menschen mittels eines Elektro-Enzephalographen kann man feststellen, daß das Gehirn elektromagnetische Wellen produziert, die im Bereich zwischen 1 und 40 Hertz liegen. Man unterteilt dieses Spektrum in der Medizin in insgesamt vier Bereiche, die mit unterschiedlichen Bewußtseinszuständen einhergehen:

1. Delta-Wellen (1-3 Hertz) sind charakteristisch für traumlosen Tiefschlaf und komatöse Zustände.

2. Theta-Wellen (4-7 Hertz) sind charakteristisch für den Traumschlaf.

3. Alpha-Wellen (8-12 Hertz) treten im entspannten Wachzustand auf, etwa in einer Meditation oder kurz vor dem Einschlafen bzw. unmittelbar nach dem Erwachen.

4. Beta-Wellen (13-40 Hertz) herrschen im normalen Wachzustand vor.

Der Arzt erklärte Schumann, daß es doch ein merkwürdiger Zufall sei, daß Erde und Gehirn gleichartige Resonanzfrequenzen haben, und so setzte Schumann seinen Doktoranden und späteren Nachfolger auf seinem Lehrstuhl, Herbert König, an, der Sache weiter nachzugehen.

König, der vor einigen Jahren auch durch seine wissenschaftlichen Untersuchungen zum Wünschelrutenphänomen ins Licht der Öffentlichkeit rückte, führte nun im Rahmen seiner Doktorarbeit umfangreiche Messungen der Erdresonanzfrequenz durch und kam damit natürlich auf einen genaueren Wert als Schumann bei seiner Überschlagsrechnung. Der exakte Wert der Schumann-Frequenz liegt danach bei 7,83 Hertz.

Damit ist es endgültig klar, daß die Übereinstimmung mit den menschlichen Gehirnfrequenzen nicht zufällig ist, denn dieser Wert entspricht exakt der fundamentalen Gehirnfrequenz der meisten Säugetiere. Beim Menschen liegt sie dagegen knapp an der unteren Grenze des Alpha-Bereiches, also an der Grenze zwischen Schlaf und Wachen. Ist dies der Grund, daß Tiere dem Menschen gegenüber einen geringeren Bewußtheitsgrad haben? Befinden sie sich sozusagen erst an der Schwelle höherer Bewußtheit?

Die Übereinstimmung zwischen Erd- und Gehirnfrequenz ist schon deshalb kein Zufall, weil Tiere und Menschen schließlich Kinder der Erde sind und ihre Gehirnfrequenzen im Verlauf der Evolution ganz einfach den natürlichen Gegebenheiten ihres Lebensraumes angepaßt haben. Ganz Ähnliches hat ja auch Miloslaw Wilk bei seiner Untersuchung der Energiespektren der Erde und des Menschen herausgefunden.

Man hat nämlich festgestellt, daß das Gehirn auf elektromagnetische Frequenzen, die ihm von außen >angeboten< werden und die im richtigen Frequenzbereich liegen, reagiert. Auch hier liegt also eine Resonanzwirkung vor. Auf diesem Prinzip basieren viele der zur Zeit im Handel angebotenen >Mind Machines<, die dem Menschen behilflich sein sollen, einen entspannten, meditativen Zustand zu erreichen, also den Alpha-Zustand, in dem die ruhigen Wellen von 8-12 Hertz vorherrschen und durch den die rastlosen Gedankenaktivitäten des normalen Beta-Zustandes zur Ruhe kommen.«

Halten wir fest: Durch die Schumann-Wellen steht jeder Mensch in Resonanz zur Erde, da die fundamentalen Gehirnfrequenzen mit der Erdresonanzfrequenz konform gehen. Dies ermöglicht es dem Menschen, mit seinem Bewußtsein in direkten Kontakt zur Erde zu treten und Informationen außerhalb seiner fünf Sinne aufzunehmen, wenn sie zum Beispiel einer solchen Schumann-Welle aufgeprägt sind.

Und hier setzen auch schon die Gefahren ein, daß mit Hilfe technisch manipulierter Schumann-Wellen eine unhörbare und unsichtbare Beeinflussung der Menschheit möglich wird, sei es, um die Stimmungslage oder den Gesundheitszustand ganzer Bevölkerungskreise zu manipulieren, oder um ganz direkt Suggestionen in die Gehirne der Menschen einzuspeisen. Eine solche Technologie beruht nicht auf Science fiction, sondern existiert bereits, und zwar in Form der HAARP-Anlage in Alaska. Wir berichteten darüber in unseren Ausgaben vom Dezember 1996 und März 1997. Bereits damals wiesen wir darauf hin, daß diese Anlage im Jahre 1998 voll ausgebaut in Betrieb gehen wird.

Auch die Auswirkungen der Schumann-Wellen bzw. einer auf diesen Wellen basierenden Technologie auf das Wetter wurden lange Zeit abgestritten, doch im Zuge der Recherchen für unser neues Buch „Zaubergesang“ fanden wir die nötigen Beweise. In einer amerikanischen Patentschrift aus dem Jahre 1987, die zur Grundlage der HAARP-Antennen wurde, ist die Möglichkeit einer solchen Wettermanipulation ausdrücklich erwähnt. Wir können im Rahmen dieses Artikels auf die Fakten, die im Buch umfassender untersucht werden, nicht weiter eingehen. Statt dessen wollen wir uns den aktuellen Ergebnissen bei der Erforschung der Schumann-Frequenzen zuwenden. Hier wird in vielen Veröffentlichungen, speziell aus dem spirituellen Bereich, einiges mißverstanden.

Worum es geht: Die derzeitigen Entwicklungen im Klimabereich, aber auch zunehmende Tendenzen globaler Gedanken- und Bewußtseinskontrolle, erwecken bei vielen Menschen den Eindruck, daß eine Art von „Endzeit“ jetzt gekommen sei, so wie sie in vielen alten Prophezeiungen der heiligen Schriften der Menschheit vorhergesagt wird. Dies ist das erste grundlegende Mißverständnis, das darauf beruht, daß meist die alten Prophezeiungen nur zu oberflächlich interpretiert werden. Hierauf werden wir in einem gesonderten Artikel noch ausführlich eingehen.

In anderen Publikationen wird die wahre Aussage z. B. der Johannes-Offenbarung in der Bibel richtig gesehen, daß es sich nämlich um einen Transformationsprozeß der Menschheit und der Erde handelt. Hierzu wird dann in der Regel die Schumann-Frequenz herangezogen. Es heißt dann, diese Frequenz würde sich zur Zeit erhöhen und schon bald Werte um 13 Hertz erreichen, wodurch das menschliche Bewußtsein aufgeweckt würde.

Wir befragten hierüber die derzeit weltweit besten Experten auf dem Gebiet der Schumann-Frequenz, so zum Beispiel Prof. Dr. Davis Sentman (Universität Fairbanks, Alaska), Dr. Earle Williams (Massachusetts Institute of Technology) und Dr. Gabriella Sátori (Akademie der Wissenschaften, Sopron, Ungarn).

Die Aussagen dieser Wissenschaftler waren einigermaßen überraschend. Teilweise wußten sie sogar darüber Bescheid, welche Gerüchte über die Schumann-Frequenz zur Zeit im esoterischen Bereich kursieren. Sie erklärten, daß diese Behauptungen nicht durch wissenschaftliche Fakten begründbar seien. Allerdings – und jetzt kommt das große Aber – sie bestätigten uns auch, daß die Schumann-Wellen derzeit tatsächlich einen Veränderungsprozeß durchmachen. Auch hierzu möchten wir eine Passage aus unserem Buch „Zaubergesang“ zitieren:

»Zunächst einmal kann man nach neueren Forschungsergebnissen nicht mehr nur von der Schumann-Frequenz reden, denn es gibt mehrere davon.

Die Erde ist nicht nur zu einer einzigen Frequenz, also einem bloßen Ton, resonanzfähig, sondern singt tatsächlich einen mehrstimmigen Zaubergesang.

Bereits seit etwa dreißig Jahren ist es der Wissenschaft bekannt, daß bei Gewittern tatsächlich neben der elementaren Schumann-Frequenz von 7,83 Hertz noch weitere Resonanzschwingungen erzeugt werden. Bis heute konnten mindestens acht solche Frequenzen identifiziert werden. Die _ abgerundeten _ Schwingungszahlen liegen bei 8, 14, 20, 26, 33, 39, 44 und 50 Hertz.

Nicht nur die erste Schumann-Frequenz liegt in einem Bereich, für den das menschliche Gehirn empfänglich ist, sondern dies gilt mindestens für die ersten sechs.

Damit wird der Mensch also nicht nur mit den >einschläfernden< Theta-Wellen von 7,83 Hertz bombardiert, sondern gleichzeitig auch mit zusätzlichen Wellen, die allesamt im Beta-Wellenbereich liegen, die als charakteristisch für den Wachzustand gelten.

Nun ist die unterste, klassische 7,83-Hertz-Frequenz zweifellos die intensivste. Dafür bilden die höheren ein Spektrum unterschiedlicher Schwingungen, für die das Gehirn allesamt empfänglich ist. Das Schumann-Frequenzspektrum (s. Abb. S. 7) ist dem des menschlichen Gehirns auffallend ähnlich, denn auch bei EEG-Messungen sind die Alpha- und Theta-Frequenzen durch weite, hohe Ausschläge gekennzeichnet, während die Beta-Wellen flach und unruhig sind.

Die Schumann-Wellen tendieren also als Ganzes eher dazu, gleichzeitig das menschliche Gehirn zu beruhigen und aufzuwecken.

Das Resultat dürfte ein Zustand der Gehirnsynchronisation sein, der für uns momentan noch schwer vorstellbar ist. Neueste Ergebnisse der Gehirnforschung zeigen nämlich, daß die alte Vorstellung, daß das Gehirn einfach von außen angebotene Frequenzen nachvollzieht, zu naiv war und den wirklichen Vorgängen nicht gerecht wird.

Statt dessen reagiert das Gehirn auf äußere Energien und Schwingungen, für die es empfänglich ist, mit einer umfangreichen Neuorganisation seiner inneren Schaltkreise. Dies führt _ ähnlich wie die Abnahme des Magnetfeldes _ natürlich kurzfristig zu einem chaotischen, streßfördernden Unruheeffekt. Dann jedoch neigt das Gehirn dazu, sich auf einer höheren Schwingungsebene neu zu organisieren. Es erreicht einen höheren Bewußtseinszustand, der nicht nur aus der Summe der beiden Einzelzustände zu erklären ist.

Dieser Zustand läßt sich nicht nur lapidar als >Gehirnsynchronisation< beschreiben, wie es durch Meditationstechniken wie die Tafeln von Chartres oder bestimmte Tonbandcassetten erreicht wird. Dieser höhere Bewußtseinszustand ist etwas viel Mächtigeres. Man kann ihn vielleicht am besten beschreiben als einen Zustand, in dem der Mensch zugleich wach ist und schläft, in dem ihm sein normales Tagesbewußtsein mit der Fähigkeit zur kritischen, freien Entscheidung und die unermeßlichen Möglichkeiten des Unterbewußtseins gleichzeitig zur Verfügung stehen.

In diesem Zustand transzendiert das menschliche Bewußtsein die vierte Dimension – es wird zum Herrn der Zeit.

Es gibt _ zumindest in unserer Kultur _ derzeit nur einen Bewußtseinszustand, in dem dies realisiert ist. Es handelt sich um den sogenannten Klartraum.

Normalerweise ist während eines gewöhnlichen Traumes das Wachbewußtsein mehr oder weniger abgeschaltet, was auch dadurch erkennbar ist, daß im Traumzustand die Theta- und Alpha-Wellen überwiegen. Der Mensch ist daher im Traum überwiegend passiv und läßt die Traumhandlung über sich ergehen.

Seine Kritikfähigkeit ist weitgehend unterdrückt, so daß ihm auch die bizarren Realitäten, denen man üblicherweise in Träumen begegnet, nicht auffallen.

Dies entspricht im wesentlichen dem Bewußtseinszustand der >Traumzeit<, in der die Menschen auch im täglichen Leben äußeren Einflüssen mehr oder weniger ausgeliefert waren und auf sie nur reagieren konnten. Sie konnten _ ähnlich wie die Tiere _ trotzdem überleben, da sie in das Gesamtgefüge der Natur eingebunden waren. Es fehlte ihnen ganz einfach das Bewußtsein des freien Willens, um sich dagegen auflehnen zu können.

Im Tagesbewußtsein überwiegt dagegen unser rationaler Verstand, der uns kritische und selbstbestimmte Entscheidungen treffen läßt. Andererseits sind jetzt die unermeßlichen schöpferischen Kräfte des Unbewußten im Hintergrund _ Kräfte, die uns im Traum ganze Realitäten zu schaffen erlauben. Auch dies schränkt unseren Handlungsspielraum ein, denn unser wacher Verstand ist nicht in der Lage, die Natur in ihrer Ganzheit zu erfassen und zu beherrschen. Unser rationaler Verstand neigt dazu, sich abzugrenzen, und so fehlt ihm die Weisheit des Unbewußten, das Eingebundensein in eine größere Ganzheit.

Im Zustand des Klartraums werden diese zwei Gegensätze überbrückt. Der Mensch wird sich während des Traumes der Tatsache bewußt, daß er träumt, und so weiß er einerseits, daß die Realität, die er erlebt, vollkommen von ihm erschaffen wurde. Die schöpferischen Kräfte des Unbewußten stehen ihm voll zur Verfügung. Andererseits ist auch sein kritischer Verstand aktiv, so daß ihm auch seine Fähigkeit zu selbstbestimmtem Handeln bewußt ist.

Im Klartraum kann der Mensch daher durch die Kraft seiner Gedanken die Traumhandlung nach eigenen Wünschen verändern. Es stehen ihm dabei Fähigkeiten zur Verfügung, die man als >magisch< bezeichnen könnte.

Dies sind keine spirituellen Spekulationen, sondern gesicherte Forschungsergebnisse der modernen Psychologie. Klarträume werden seit Jahren intensiv erforscht, zum Beispiel von den bedeutenden Klartraumpionieren Prof. Dr. Paul Tholey an der Universität Frankfurt/Main und von Dr. Stephen LaBerge an der Stanford Universität in Kalifornien.

Klarträume treten bei vielen Menschen zuweilen spontan auf. Meist sind die Betroffenen dann so überrascht, daß sie nichts damit anzufangen wissen, sondern nur verwirrt sind. Man kann das Klarträumen aber auch systematisch erlernen, wie wir selbst in unseren Klartraum-Intensivkursen immer wieder unter Beweis stellen konnten.

Was würde passieren, wenn der Mensch diesen Bewußtseinszustand am Tage erleben würde, wenn ihm also neben dem normalen Wachbewußtsein auch die schöpferische Kraft des Unbewußten voll verfügbar wäre? Man kann über diese phantastische Möglichkeit nur spekulieren. Wäre es uns dann möglich, mit der Kraft der Gedanken bewußt unsere Umgebung zu beeinflussen _ sozusagen auch am Tage Fähigkeiten zu benutzen, die man vor einigen Jahrhunderten noch als >magisch< bezeichnet hätte?…

Es ist momentan allerdings schwer, wirklich verläßliche Aussagen über die langfristige Entwicklung des irdischen >Zaubergesanges< zu machen, da hierfür einfach die Langzeitmessungen fehlen. In den vergangenen Jahrzehnten beschäftigte sich die Wissenschaft nur sporadisch mit diesem Thema, während systematische Untersuchungen erst seit einigen Jahren stattfinden.

Wir wissen immerhin, daß die Erde den Zaubergesang langsam lauter dreht, daß sich also die Intensität der Schumann-Wellen stetig erhöht und daß der Mensch dadurch auf natürliche Weise gleichzeitig mit Wellen aus dem Theta- und Beta-Bereich bestrahlt wird.

Doch es gibt noch einen weiteren Trend, der aus neuesten Forschungsergebnissen erkennbar ist und die bewußtseinsverändernde Wirkung der Schumann-Wellen noch verstärken wird.

Das Nagycenk-Observatorium in der ungarischen Stadt Sopron ist eine Einrichtung, die zum geophysikalischen Institut der Ungarischen Akademie der Wissenschaften gehört. Dort erforscht die Geophysikerin Gabriella Sátori mit ihren Kollegen seit einigen Jahren intensiv die Entwicklung der Schumann-Frequenzen.

Die ungarischen Wissenschaftler kamen dabei zu dem bemerkenswerten Resultat, daß nicht nur die Intensität dieser Wellen, sondern die Frequenzen selbst auch erheblichen Schwankungen unterliegen, die ebenfalls von der Erderwärmung gesteuert werden.

So liegt die unterste Schumann-Frequenz heute schon nicht mehr bei jenen 7,83 Hertz, die Herbert König in den fünfziger Jahren gemessen hat, sondern über weite Strecken des Jahres schon in der Nähe der >magischen< Grenze von 8 Hertz, manchmal sogar oberhalb davon.

Wir bezeichneten diese Grenze als >magisch<, weil sie genau den Übergang von den Theta- zu den Alpha-Frequenzen darstellt. Jetzt erst wird es möglich, den bewußtseinserweiternden Effekt des Schumann-Resonanzspektrums in seiner Gesamtheit voll wirksam werden zu lassen, da der einschläfernde, d.h. bewußtseinstrübende Effekt der Theta-Wellen entfällt.

Die höchsten Frequenzwerte treten dabei in den Sommermonaten (der Nordhalbkugel) statt, während sie im Winter wieder etwas absinken.

Der Trend wird durch Untersuchungen der zweiten und dritten Schumann-Resonanzfrequenzen noch bestätigt. Hier sind die jahreszeitlichen Schwankungen sogar noch stärker zu beobachten. Sie bewegen sich zwischen 13,8 und 14,1 Hertz bzw. zwischen 19,5 und 20,3 Hertz.

Was hat dies für unser Bewußtsein zu bedeuten? Forschungen über außergewöhnliche Bewußtseinszustände, wie sie etwa der Psychologe Michael Murphy dokumentiert, zeigen auf, daß zum Beispiel bei Schamanen oder indischen Fakiren die ausgeprägtesten metanormalen Fähigkeiten in Zuständen auftreten, die man nicht mit dem landläufigen Begriff der >Trance< beschreiben kann, worunter wir ja meistens einen schlafähnlichen Zustand abgesenkter Bewußtheit verstehen. Vielmehr handelt es sich um ein Gefühl gesteigerter Wachheit, einen Zustand der Erregung oder also, der im EEG eher durch die höheren Beta-Frequenzen oberhalb von 20 Hertz gekennzeichnet ist.

Wenn also aufgrund der klimatischen Veränderungen auf der Erde das natürliche Spektrum der Schumann-Wellen uns einerseits einer sich stetig verstärkenden Alpha-Frequenz, andererseits aber einem ebenfalls immer intensiver werdenden Beta-Wellenspektrum aussetzen würde, das größtenteils oberhalb von 20 Hertz liegt, so würde dies bedeuten, daß wir alle in unserem Bewußtsein zunehmend auf einen Zustand stark erhöhter Wachheit hinsteuern. Verstärkt wird dies noch, wie wir gesehen haben, durch den kontinuierlichen Rückgang des Erdmagnetfeldes.

Sehen wir jedoch diese Effekte in der Gesamtheit, so werden wir diesen Bewußtseinszustand nicht mehr als Streß empfinden oder gar dadurch krank werden. Hierfür sorgen die beruhigenden Alpha-Wellen, die ja im Schumann-Wellenspektrum die größte Intensität haben. Es dürfte eher ein sehr ausgeglichener, positiver Bewußtseinszustand sein.

Da es sich jedoch nicht um einen reinen Alpha-Zustand handelt, werden wir dennoch nicht der Gefahr erhöhter Manipulierbarkeit erliegen.«

Alles deutet also darauf hin, daß ungeachtet aller globaler Gefahren die Menschheit auf ein neues Zeitalter höherer Bewußtheit hinsteuert, und zwar nicht aus eigenem Antrieb, sondern gesteuert durch die „Zaubergesänge“ der Erde. Hatten die alten Prophezeiungen also unrecht? Im Gegenteil – wir werden sehen, daß bereits in 2000 Jahre alten Schriften diese Entwicklung exakt vorhergesehen wurde!

Quelle: http://www.fosar-bludorf.com/archiv/schum.htm

Gruß an die individuellen Zauberklänge

TA KI

 

Schumann-Frequenzen, Gruppenbewußtsein und Individualität


von Grazyna Fosar und Franz Bludorf

 

Jeden Nachmittag findet in der nordaustralischen Stadt Darwin das gleiche Schauspiel statt. Eine große Menschenmenge versammelt sich in neugieriger Erwartung am Strand – nicht um zu baden, obwohl dies in der feuchten Hitze der Tropen sicher ein angenehmer Zeitvertreib wäre. Nein – alle diese Menschen warten auf das Heranziehen der täglichen Gewitter.

Gewitter

Abb. 1: Die täglichen Gewitter am Strand von Darwin ? einmaliges Naturschauspiel und Touristenattraktion

Darwin ist die Stadt mit den meisten Gewittern weltweit. Und man muß es ehrlich zugeben – diese tropischen Gewitter bilden ein imposantes Naturschauspiel mit einer Farbenpracht, wie wir sie in unseren Breiten nicht kennen.

Es ist also kein Wunder, wenn Atmosphärenphysiker, die die Eigenschaften von Gewittern studieren wollen, einen solchen Ort aufsuchen, der ihnen Tag für Tag reiches Anschauungsmaterial bietet.

Es gehört zu den seltsamen Fügungen unseres Lebens, daß dadurch ausgerechnet die Stadt, die den Namen von Charles Darwin trägt, dem Entdecker der Evolutionslehre, zum Ausgangspunkt wissenschaftlicher Forschungen wurde, die uns revolutionäre Erkenntnisse über die Evolution des menschlichen Bewußtseins liefern werden.

Die Forschungen begannen, als Anfang der neunziger Jahre Dr. Earle Williams vom Meteorologischen Institut des Massachusetts Institute of Technology und seine Kollegen Rutledge und Keenan nach Darwin kamen, um die Häufigkeit der Blitze in dieser Region zu messen. Dabei kamen sie zu einer bemerkenswerten Erkenntnis, die auf den ersten Blick fast komisch klingt: Blitze sind nämlich hochgradig hitzeempfindlich!

Genauer gesagt: Wenn in einer tropischen Region wie der Gegend um Darwin die Lufttemperatur nur um ein Grad steigt, dann steigt die Anzahl der Blitze um 400%-800%.

Später fand man heraus, daß auch in den anderen Klimazonen der Erde die Blitzaktivität temperaturbedingt ansteigt, und zwar in den Subtropen immerhin noch um 200%-400%, in gemäßigten Regionen um 100%-200%, jeweils bezogen auf ein Grad Erwärmung.

Entdeckung der Schumann-Frequenzen

Die elektrisch positiv aufgeladene Ionosphäre bildet einen Gegenpol zur negativ geladenen Erdoberfläche, wobei zwischen beiden ständig eine elektrische Spannung herrscht. Diese Spannung entlädt sich regelmäßig, indem irgendwo auf der Erde ein Gewitter stattfindet. Ein solches System aus zwei konzentrischen, entgegengesetzt elektrisch geladenen Kugeln nennt man auch einen Kugelkondensator.

Schichten der Erdatmosphäre

 

Abb. 2: Die Schichten der Erdatmosphäre

Diese physikalischen Fakten wurden Anfang des 20. Jahrhunderts von dem kroatischen Physiker und Erfinder Nikola Tesla genutzt, der zu dieser Zeit in Colorado Springs Experimente zur drahtlosen Energieübertragung durchführte.

Tesla erzeugte damals mit seinen Versuchsanordnungen gewaltige elektrische Spannungen von mehreren hunderttausend Volt, mit denen er sogar künstliche Blitze erzeugen konnte. Er fand dabei heraus, daß mit jedem solchen Blitz auch Radiowellen extrem niedriger Frequenz ausgestrahlt werden, die nahezu widerstandslos in die Erde ein- und durch sie hindurchdringen können. Damit hatte er die elektromagnetische Resonanzfrequenz der Erde entdeckt.

Wissenschaftliche Anerkennung fand dieser Effekt erst viel später. Der deutsche Physiker Prof. Dr. W. O. Schumann von der Technischen Universität München entdeckte 1952 diese Frequenz eher durch Zufall, als er für seine Studenten Übungsaufgaben zur Elektrizitätslehre stellte. Durch grobe Überschlagsrechnung bestimmte Schumann die Frequenz damals auf etwa 10 Hertz.

Noch einmal zur Veranschaulichung: Dieser Wert ist die Resonanzfrequenz der Erde, also die Frequenz, bei der die Erde mitzuschwingen beginnt. Jede Energieentladung zwischen Ionosphäre und Erdoberfläche, also jeder normale Blitzschlag, erzeugt als Nebenprodukt Radiowellen einer solchen Frequenz, die mit der Erde resonanzfähig sind. Sie können daher nicht nur in die Erde eindringen, sondern verstärken sich dabei noch, wodurch es zur Ausbildung gewaltiger stehender Wellen kommt, die über lange Zeit stabil bleiben können.

Nach Veröffentlichung seiner Ergebnisse in einer physikalischen Fachzeitschrift erfuhr Schumann von einem physikalisch interessierten Arzt, daß die Schumann-Frequenz, wie man sie heute nennt, auch eine Resonanzfrequenz des menschlichen Gehirns ist .

Durch Messungen der Gehirnströme eines Menschen kann man feststellen, daß das Gehirn elektromagnetische Wellen produziert, die im Bereich zwischen 1 und 40 Hertz liegen. Man unterteilt dieses Spektrum in der Medizin in mehrere Bereiche:

  1. Delta-Wellen (1-3 Hertz) sind charakteristisch für traumlosen Tiefschlaf und komatöse Zustände.
  2. Theta-Wellen (4-7 Hertz) sind charakteristisch für den Traumschlaf.
  3. Alpha-Wellen (8-12 Hertz) treten im entspannten Wachzustand auf, etwa in einer Meditation oder kurz vor dem Einschlafen bzw. unmittelbar nach dem Erwachen.
  4. Beta-Wellen (13-40 Hertz) herrschen im normalen Wachzustand vor.

Nach neueren Erkenntnissen gibt es noch ein fünftes Gehirnwellenband, die sogenannten Gamma-Wellen (40-80 Hertz). Sie sind zuständig, um aus unterschiedlichen Sinnesinformationen (z. B. aus visuellen und akustischen Eindrücken) ganzheitliche Gestaltimpressionen zusammenzufügen. Die Gamma-Wellen haben eine große Bedeutung für das menschliche Orientierungsvermögen sowie für die subjektive Wahrnehmung von Raum und Zeit.

Elf Wellen -wirkung aufs Hirn

 

Abb. 3

Inzwischen weiß man übrigens, daß das Spektrum der menschlichen Gehirnwellen sogar noch weiter reicht und praktisch den gesamten ELF-Wellenbereich bis zu 1000 Hz abdeckt.

Professor Schumanns damaligen Doktorand Herbert König verfolgte den Zusammenhang zwischen Erdresonanz und Gehirnfrequenzen weiter. Seine umfangreichen Untersuchungen resultierten in einer ersten exakten Messung der Schumann-Erdresonanzfrequenz. Ihr Wert liegt danach bei 7,83 Hertz.

Beim Menschen liegt diese Frequenz knapp an der unteren Grenze des Alpha-Bereiches, also an der Grenze zwischen Schlaf und Wachen.

Die Übereinstimmung zwischen Erd- und Gehirnfrequenz ist kein Zufall, weil Tiere und Menschen ihre Gehirnfrequenzen im Verlauf der Evolution den natürlichen Gegebenheiten ihres Lebensraumes angepaßt haben.

Man hat nämlich festgestellt, daß das Gehirn auf elektromagnetische Frequenzen, die ihm von außen „angeboten“ werden und die im richtigen Frequenzbereich liegen, reagiert. Auch hier liegt also eine Resonanzwirkung vor.

Der „Zaubergesang“ der Erde

Mit der regelmäßigen Messung der Schumann-Wellen haben die Wissenschaftler ein Instrument gefunden, um die weltweite Temperaturentwicklung überwachen zu können. Aufgrund der sensiblen Reaktion der Blitze auf Temperaturänderungen braucht man nämlich nur regelmäßig die Anzahl der Blitze auf der Welt zu zählen. Wie wir inzwischen wissen, erzeugt aber jeder Blitz eine Schumann-Welle, die dann durch Resonanz mit der Erde rund um den Erdball läuft und praktisch überall gemessen werden kann.

Solche Messungen sind seither das Ziel mehrerer Forschungsprojekte, unter anderem in Massachusetts unter der Leitung von Earle Williams, aber auch an der Universität Fairbanks in Alaska, wo Prof. Davis Sentman lehrt und forscht, sowie am Nagycenk-Observatorium der Ungarischen Akademie der Wissenschaften in Sopron unter der Leitung von Dr. Gabriella Sátori.

Unter den Wissenschaftlern herrscht derzeit Einigkeit: Die Veränderung der Intensität der Schumann-Wellen – irgendwo auf der Welt gemessen – ist ein verläßlicher Indikator für die globale Klimaentwicklung. Doch es gibt auch eine umgekehrte Schlußfolgerung:

Durch die globale Erwärmung der Erdatmosphäre steigt die Intensität der Schumann-Wellen unaufhaltsam an. Dies bewirkt, daß die extrem niedrigen Frequenzen dieser Wellen zunehmend stärker auf unser aller Bewußtsein einwirken werden.

Unsere Generation wird möglicherweise keine Antennen brauchen, um diese Frequenzen zu spüren. Die Erde selbst dreht den „magischen Zaubergesang“ langsam lauter. Und was noch paradoxer – fast komisch – ist (wenn es nicht so ernst wäre): Die Ursache für diese Entwicklung sind unsere eigenen menschlichen Fehler, unser Unvermögen, auf technische Entwicklungen zu verzichten, die unsere Umwelt langsam zu zerstören drohen.

Mittlerweile hat die Erde selbst Gegenmaßnahmen gegen unsere verfehlten Aktivitäten in Wirtschaft und Politik in die Wege geleitet, indem sie auf die globalen Veränderungen reagiert – zum Beispiel mit der Erhöhung der Intensität der Schumann-Wellen. Dies kann ungeheure Wetterkatastrophen herbeiführen, möglicherweise auch Erdbeben und Vulkanausbrüche.

Gleichzeitig wirken aber die Schumann-Wellen auch direkt auf unser Bewußtsein ein. Sie könnten uns helfen, eine höhere Bewußtseinsstufe zu erlangen, auf der wir dann unsere irdischen Probleme leichter lösen würden. Es drohen durchaus Umweltkatastrophen nie gekannten Ausmaßes, doch die Erde selbst läßt uns Menschen ein Hintertürchen offen!

Individualität und Gruppenbewußtsein

Zunächst einmal kann man nicht nur von der Schumann-Frequenz reden, denn es gibt mehrere davon.

Die Erde ist nicht nur zu einer einzigen Frequenz, also einem bloßen Ton, resonanzfähig, sondern singt tatsächlich einen mehrstimmigen Zaubergesang.

Bereits seit etwa dreißig Jahren ist es der Wissenschaft bekannt, daß es neben der elementaren Schumann-Frequenz von 7,83 Hertz noch weitere Resonanzschwingungen gibt. Bis heute konnten mindestens acht solche Frequenzen identifiziert werden. Die – abgerundeten – Schwingungszahlen liegen bei 8, 14, 20, 26, 33, 39, 44 und 50 Hertz.

Mindestens die ersten sechs dieser Frequenzen beeinflussen das menschliche Bewußtsein.

Damit wird der Mensch also nicht nur mit den „einschläfernden“ Theta-Wellen von 7,83 Hertz bombardiert, sondern gleichzeitig auch mit zusätzlichen Wellen, die allesamt im Beta- und Gamma-Wellenbereich liegen, die als charakteristisch für den Wachzustand gelten bzw. die Koordination unserer Wahrnehmung beeinflussen.

Nun ist die unterste, klassische 7,83-Hertz-Frequenz zweifellos die intensivste. Dafür bilden die höheren ein Spektrum unterschiedlicher Schwingungen, für die das Gehirn allesamt empfänglich ist. Das Schumann-Frequenzspektrum in Abb. 4 ist dem des menschlichen Gehirns auffallend ähnlich, denn auch bei EEG-Messungen sind die Alpha- und Theta-Frequenzen durch weite, hohe Ausschläge gekennzeichnet, während die Beta-Wellen flach und unruhig sind.

Die Schumann-Wellen tendieren also als Ganzes eher dazu, gleichzeitig das menschliche Gehirn zu beruhigen und aufzuwecken.

Das Resultat dürfte ein Zustand der Gehirnsynchronisation sein, der für uns momentan noch schwer vorstellbar ist. Neueste Ergebnisse der Gehirnforschung zeigen nämlich, daß die alte Vorstellung, daß das Gehirn einfach von außen angebotene Frequenzen nachvollzieht, zu einfach war und den wirklichen Vorgängen nicht gerecht wird.

Statt dessen reagiert das Gehirn auf äußere Energien und Schwingungen, für die es empfänglich ist, mit einer umfangreichen Neuorganisation seiner inneren Schaltkreise. Dies führt – ähnlich wie die Abnahme des Magnetfeldes – natürlich kurzfristig zu einem chaotischen, streßfördernden Unruheeffekt.

Dann jedoch neigt das Gehirn dazu, sich auf einer höheren Schwingungsebene neu zu organisieren. Es erreicht einen höheren Bewußtseinszustand, der nicht nur aus der Summe der beiden Einzelzustände zu erklären ist.

Spektrum der Schumannwellen

Abb. 4: Das Spektrum der Schumann-Wellen. Die ersten acht bekannten Resonanzfrequenzen sind mit 1-8 markiert. Die Messung erfolgte an drei unterschiedlichen Orten: Stanford-Universität Kalifornien (SU), Arrival Heights, Antarktis (AH) und Sondrestromfjord, Grönland (SS). (Quelle: Universität Stanford, Kalifornien)

Dieser Zustand läßt sich nicht nur lapidar als „Gehirnsynchronisation“ beschreiben, wie er etwa durch Meditationstechniken erreicht wird. Dieser höhere Bewußtseinszustand ist etwas viel Mächtigeres. Man kann ihn vielleicht am besten beschreiben als einen Zustand, in dem der Mensch „zugleich wach ist und schläft“, obwohl auch das die wahren Verhältnisse nicht trifft.

Es gibt – zumindest in unserer Kultur – derzeit nur einen Bewußtseinszustand, der eine Vorstufe davon ist. Es handelt sich um den sogenannten Klartraum (s. hierzu Fosar/Bludorf: „Spektrum der Nacht“).

Der neue Bewußtseinszustand, um den es hier vermutlich geht, ist eine flexible Synthese aus Individualität und transpersonalem Gruppenbewußtsein, also etwas, das wir als „Vernetzte Intelligenz“ bezeichnen (mehr dazu bei Fosar/Bludorf: „Vernetzte Intelligenz“).

Die Flexibilität besteht darin, daß man seine Individualität ausleben und sich gleichzeitig an unbewußte Schichten einer Gruppe anschließen kann (siehe „Vernetzte Intelligenz“). Leider können sich in diesen Prozeß auch vernetzte technische Anlagen wie HAARP oder „Teddybär“ störend einklinken.

Was würde passieren, wenn ein Mensch diesen Bewußtseinszustand erreichen würde, wenn ihm also neben dem normalen Wachbewußtsein auch die schöpferische Kraft des kollektiven Unbewußten voll verfügbar wäre? Man kann über diese phantastische Möglichkeit nur spekulieren. Wäre es uns dann möglich, mit der Kraft der Gedanken bewußt unsere Umgebung zu beeinflussen – sozusagen Fähigkeiten zu benutzen, die man vor einigen Jahrhunderten noch als „magisch“ bezeichnet hätte? Die Barriere der Zeit zu überschreiten? Hinter abgrenzende Frequenzbarrieren schauen zu können?

Der Übergang ins Frequenz-Zeitalter

Doch es gibt noch einen weiteren Trend, der aus neuesten Forschungsergebnissen erkennbar ist und die bewußtseinsverändernde Wirkung der Schumann-Wellen noch verstärken wird.

Am Nagycenk-Observatorium in der ungarischen Stadt Sopron erforscht die Geophysikerin Gabriella Sátori mit ihren Kollegen seit einigen Jahren intensiv die Entwicklung der Schumann-Frequenzen.

Die ungarischen Wissenschaftler kamen dabei zu dem bemerkenswerten Resultat, daß nicht nur die Intensität dieser Wellen, sondern die Frequenzen selbst auch erheblichen Schwankungen unterliegen, die ebenfalls von der Erderwärmung gesteuert werden.

 

Schwankungen der SchumannwellenWinter Schumann

Abb. 5: Die täglichen Schwankungen der Schumann-Frequenzen sind von der Jahreszeit abhängig. Im Sommer (linke Graphik) liegen die Werte der untersten Frequenz zwischen 7,95 und etwas über 8 Hz, im Winter (rechte Graphik) zwischen 7,8 und 7,95 Hz. (Quelle: Nagycenk-Observatorium, Sopron, Ungarn).

So liegt die unterste Schumann-Frequenz heute nicht mehr bei 7,83 Hertz, sondern über weite Strecken des Jahres schon in der Nähe der „magischen“ Grenze von 8 Hertz (manchmal sogar schon deutlich oberhalb davon).

Wir bezeichneten diese Grenze als „magisch“, weil sie genau den Übergang von den Theta- zu den Alpha-Frequenzen darstellt. Jetzt erst wird es möglich, den bewußtseinserweiternden Effekt des Schumann-Resonanzspektrums in seiner Gesamtheit voll wirksam werden zu lassen, da der einschläfernde, d.h. bewußtseinstrübende Effekt der Theta-Wellen entfällt.

Die höchsten Frequenzwerte treten dabei in den Sommermonaten (der Nordhalbkugel) auf, während sie im Winter wieder etwas absinken.

Dabei zeigen die zeitlichen Frequenzverläufe statistische Selbstähnlichkeit, also eine fraktale Struktur. Dies wirkt als stabilisierender Faktor (s. Fosar/Bludorf: „Zeitfalle“).

Speziell die höheren Schumann-Frequenzen im Gamma-Bereich können erhebliche Auswirkungen auf unseren Bewußtseinszustand und unser Befinden haben.

Beispielsweise liegt die fünfte Schumann-Resonanz derzeit bei knapp 33 Hertz. Laut Tabelle der Monroe-Frequenzen (s. Fosar/Bludorf: „Zaubergesang“) kann dies beim Menschen Gefühle der Vibration und Unruhe auslösen. Viele sensible Menschen können dies in unserer Zeit an sich beobachten. Eine Erhöhung dieser Frequenz, beispielsweise auf 35 Hertz, würde diesen Effekt abklingen lassen und gleichzeitig zu einer Öffnung der mittleren Chakren des Körpers führen. Eine Erhöhung der achten Schumann-Resonanz von derzeit 50 Hertz auf 55 Hertz könnte sogar die Kundalini-Kraft im Menschen freisetzen.

Wenn uns also das natürliche Spektrum der Schumann-Wellen aufgrund der klimatischen Veränderungen auf der Erde einerseits einer sich stetig verstärkenden Alpha-Frequenz, andererseits aber einem ebenfalls immer intensiver werdenden Beta- und Gamma-Wellenspektrum aussetzen würde, so würde dies bedeuten, daß wir alle zunehmend auf einen Zustand stark erhöhter Wachheit und erweiterter Fähigkeiten hinsteuern. Verstärkt wird dies noch durch den kontinuierlichen Rückgang des Erdmagnetfeldes.

Es wird also – in nicht so sehr naher Zukunft – tatsächlich eine neue Erde geben, mit veränderten klimatischen und elektromagnetischen Lebensbedingungen, die aber dann auch ganz automatisch neue Menschen hervorbringen wird, die an diese Verhältnisse angepaßt sind.

Keiner von uns kann wissen, wie diese Entwicklung in der Zukunft ablaufen wird, aber schon jetzt steht fest: Wir treten ein in ein neues Frequenzzeitalter.

 

Quellen:

Fosar/Bludorf: Spektrum der Nacht. Aachen 2002.

Fosar/Bludorf: Vernetzte Intelligenz. Aachen 2001.

Fosar/Bludorf: Zaubergesang. Marktoberdorf 2002.

Fosar/Bludorf: Zeitfalle. Peiting 2005.

Sátori/Szendröi/Verö: Monitoring Schumann Resonances – I. Methology. Journal of Atmospheric and Terrestrial Physics, Vol 58, No. 13, 1996.

Sátori: Monitoring Schumann Resonances – II. Daily and seasonal frequency variations. Journal of Atmospheric and Terrestrial Physics, Vol 58, No. 13, 1996.

Schumann: Über die strahlungslosen Eigenschwingungen einer leitenden Kugel, die von einer Luftschicht und einer Ionosphärenhülle umgeben ist. Zeitschrift für Naturforschung 7a, 1952.

Williams: Schumann Resonance Measurements as a Sensitive Diagnostic for Global Change. North East Regional Center Directors Report, 1994.

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Quelle: http://www.fosar-bludorf.com/schumann_gruppen/index.htm

Gruß an die Zauberklänge

TA KI