Vier Jahre Haft für ehemaligen SS-Mann Gröning


der-fruehere-ss-mann-oskar-groening-gilt-als-buchhalter-von-auschwitz-Im Auschwitz-Prozess hat das Landgericht Lüneburg den früheren SS-Mann Oskar Gröning zu vier Jahren Haft verurteilt. Er habe sich der Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen schuldig gemacht, urteilte der Richter.

Die Staatsanwaltschaft muss nun prüfen, ob der gesundheitlich angeschlagene 94-Jährige haftfähig ist.

Das Gericht ging mit seinem Urteil über das von der Anklage geforderte Strafmaß von dreieinhalb Jahren hinaus.

94-Jähriger räumte moralische Mitschuld ein

Gröning hatte im Prozess seine Beteiligung und moralische Mitschuld am Holocaust eingeräumt.

Der „Buchhalter von Auschwitz“ hatte gestanden, Geld von Verschleppten gezählt und zur SS nach Berlin weitergeleitet zu haben. Er sagte aus, zwei- bis dreimal vertretungsweise an der Rampe Gepäck bewacht zu haben.

Ermittlungen begannen schon 1977

Erste Ermittlungen hatte es 1977 gegeben. Anwälte der über 70 Nebenkläger hielten das von der Staatsanwaltschaft verlangte Strafmaß für zu gering.

Die Verteidiger plädierten auf Freispruch, weil Gröning den Holocaust im strafrechtlichen Sinne nicht gefördert habe. Im Falle eines Schuldspruchs sollte von einer Strafe abgesehen werden.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/justiz/id_74710996/vier-jahre-haft-fuer-ehemaligen-ss-mann-oskar-groening.html

Gruß an die Wahrheit

TA KI

Werbeanzeigen

21.04.2015 Lüneburg: Das System zeigt seine ganze Schmutzigkeit


Nachtrag:

Hauptverhandlung wegen Beihilfe zum Mord im Konzentrationslager Auschwitz

Hauptverhandlung wegen Beihilfe zum Mord im Konzentrationslager Auschwitz

Lüneburg. Vor der 4. großen Strafkammer beginnt am 21.04.2015 um 09.30 Uhr im großen Saal der Ritterakademie, Am Graalwall 12, 21335 Lüneburg die Hauptverhandlung gegen den 93 Jahre alten Angeklagten, dem die Staatsanwaltschaft Hannover vorwirft, zwischen dem 16.05.1944 und 11.07.1944 im Konzentrationslager Auschwitz Beihilfe zum Mord in 300.000 rechtlich zusammentreffenden Fällen geleistet zu haben (vgl. wegen der Einzelheiten Pressemitteilung vom 17.09.2014 Nr. 27/14; abrufbar auf der Homepage des Landgerichts Lüneburg unter http://www.Landgericht-Lueneburg.de).

Dem Verfahren haben sich mittlerweile 55 Nebenkläger und Nebenklägerinnen angeschlossen.

Die Ladung von eventuellen Zeugen und Sachverständigen wird zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Fortsetzungstermine sind bestimmt für den 22.04.2015, 23.04.205, 28.04.2015, 29.04.2015, 06.05.2015, 07.05.2015, 12.05.2015, 13.05.2015, 21.05.2015, 26.05.2015, 27.05.2015, 02.06.2015, 03.06.2015, 09.06.2015, 10.06.2015, 17.06.2015, 01.07.2015, 02.07.2015, 07.07.2015, 08.07.2015, 14.07.2015, 15.07.2015, 21.07.2015, 22.07.2015, 28.07.2015 und 29.07.2015 jeweils um 09.30 Uhr im großen Saal der Ritterakademie.

Aufgrund des überregionalen und internationalen Medieninteresses hat der Vorsitzende der Kammer eine Medienverfügung erlassen. Dadurch sollen sowohl eine angemessene Medienberichterstattung als auch der geordnete Verlauf der Hauptverhandlung sichergestellt werden. Eine Akkreditierung wird im Zeitraum vom 16.02.2015, 10.00 Uhr bis 20.02.2015, 12.00 Uhr unter der Faxnummer +49 4131 202 325 möglich sein. Die Einzelheiten ergeben sich aus Ziffer III.2 der nachstehenden Verfügung. Die Medienvertreter werden um Beachtung der Verfügung gebeten.

Für sonstige Zuschauer ist eine vorherige Anmeldung nicht möglich.

Landgericht Lüneburg
27 Ks 9/14
1191 Js 98492/13 StA Hannover

Verfügung

In der Strafsache

g e g e n

Oskar G.

w e g e n Beihilfe zum Mord

I. Allgemeines

1. Die Sitzungen des Schwurgerichts finden im großen Saal der Ritterakademie an den anberaumten Sitzungstagen jeweils ab 9.30 Uhr statt. Das Hausrecht für das
gesamte Gebäude und zugehörige Grundstück ist dem Kammervorsitzenden übertragen.

2. Die Sicherheit und Ordnung im Gebäude und im Saal wird von Justizwachtmeistern des Landgerichts und der Staatsanwaltschaft Lüneburg sowie der Einsatzreserve
gewährleistet. Im Wege der Amtshilfe werden zusätzliche Polizeikräfte eingesetzt. Im gesamten Gebäude gilt grundsätzlich ein absolutes Verbot von Waffen und
gefährlichen Werkzeugen, ausgenommen von diesem Verbot sind die Wachtmeister und Polizeikräfte hinsichtlich ihrer Dienstausrüstung.

3. Der Zugang zur Hauptverhandlung erfolgt für Medienvertreter, Nebenkläger, Nebenklagevertreter, Sachverständige, Zeugen und Zuhörer über den Haupteingang im
Erdgeschoss. Dort ist eine Sicherheitsschleuse zu passieren. Es erfolgt eine körperliche Durchsuchung im Bedarfsfall ergänzend durch Abtasten, bzw. Absonden der
Kleidung (vgl. Sonderregelungen im Folgenden). Die Zugänge werden eine Stunde vor Sitzungsbeginn geöffnet.

4. Die bei der körperlichen Durchsuchung von den Kontrollbeamten festgestellten Gegenstände, die nach den vorstehenden und folgenden Vorschriften nicht in den
Saal bzw. in den Sicherheitsbereich hinter der Schleuse eingebracht werden dürfen, sind amtlich zu verwahren. Eine Haftung für diese Gegenstände ist
ausgeschlossen. Personen, die mit der Hinterlegung unerlaubter Gegenstände nicht einverstanden sind, erhalten zum Sicherheitsbereich und zum Saal keinen
Zutritt.

5. Das Telefonieren, Twittern und sonstige Versenden von Nachrichten, das digitale Abrufen von Daten sowie jegliche Nutzung des Internets im bzw. aus dem
Sitzungssaal sind nicht gestattet. Für diese Zwecke nutzbare elektronischen Geräte, insbesondere Mobiltelefone, Laptop-Computer oder Tablet-Computer, dürfen
nicht in den Sitzungssaal mitgenommen werden.

6. Mitarbeiter der Ritterakademie betreten das Gebäude über den Haupteingang. Sie nutzen ausschließlich zum Erreichen ihrer Arbeitsplätze sodann den rechts
dahinter gelegen Eingang zum Treppenhaus. Einem dort postierten Wachtmeister/Polizeibeamten sind Berechtigungsausweise beim Betreten vorzuweisen. Andere
Personen haben zum Treppenaufgang keinen Zutritt.

7. Das am Treppenaufgang gelegene Behinderten-WC kann von Verfahrensbeteiligten und Zuhörern genutzt werden.

II. Verfahrensbeteiligte

III. Vertreter von Presse, Rundfunk und Fernsehen

1. Akkreditierung: Da Presseplätze nur in begrenztem Umfang vorhanden sind, können nur akkreditierte Pressevertreter, die sich mit einem Presseausweis oder
anderem geeigneten Nachweis legitimieren, zur Hauptverhandlung zugelassen werden; für sie stehen die Plätze im vorderen Bereich des Zuhörerraums im
Sitzungssaal zur Verfügung. Insgesamt sind 60 gekennzeichnete Plätze für Medienvertreter vorhanden.

2. Das Akkreditierungsverfahren beginnt am 16.02.2015 um 10.00 Uhr und endet am 20.02.2015 um 12.00 Uhr. Vor diesem Zeitpunkt eingehende
Akkreditierungen werden nicht berücksichtigt. Mitteilungen über einen verfrühten Eingang erfolgen nicht. Nach Ablauf der Frist sind keine Dauerakkreditierungen für
das Verfahren mehr möglich.

Akkreditierungsgesuche sind ausschließlich per Telefax möglich. Sie sind ausschließlich an die Rufnummer 04131/202325 zu richten. Akkreditierungsgesuche an sonstige Telefaxanschlüsse des Gerichts werden nicht berücksichtigt, ebenso wenig Akkreditierungsgesuche, die per E-Mail eingehen.

Für die Akkreditierung ist das auf der Homepage des Landgerichts Lüneburg bereitgestellte Formular zu benutzen. Dieses muss vollständig ausgefüllt sein. Im Formular ist auch anzugeben, für welches der ausgeschriebenen Kontingente eine Akkreditierung erfolgen soll. Dabei kann sich jedes Presseorgan nur für eines der Kontingente bewerben.

Die zur Verfügung stehenden Plätze werden wie folgt auf nachfolgende Kontingente verteilt:

a) Deutsche Print- und Online-Medien – 11 Plätze

davon

aa) Tageszeitungen
(I) regional
– Sitz in Lüneburg – 1 Platz
– Sitz in Niedersachsen – 2 Plätze

(II) überregional
– Sitz in Deutschland außer Niedersachsen – 5 Plätze

bb) Wochen- und Monatszeitschriften, Nachrichtenmagazine – 3 Plätze

b) Deutsches Fernsehen – 7 Plätze

davon

aa) öffentlich-rechtlich – 3 Plätze
– regional (Studio in Niedersachsen) – 1 Platz
– überregional – 2 Plätze

bb) privatrechtlich – 4 Plätze

c) Deutscher Rundfunk – 7 Plätze

davon

aa) öffentlich-rechtlich – 3 Plätze
– regional (Studio in Nds.) – 1 Platz
– überregional – 2 Plätze

bb) privatrechtlich – 4 Plätze

– regional (Studio in Nds.) – 1 Platz
– überregional – 3 Plätze

d) Deutsche Nachrichten- und Presseagenturen – 5 Plätze

e) Freie Journalisten – 3 Plätze

f) Auslandsmedien – 23 Plätze

– USA/Canada – 5 Plätze
– Israel – 3 Plätze
– Ungarn – 2 Plätze
– Großbritannien – 2 Plätze
– übriges Ausland – 11 Plätze

g) Verfügungskontingent (Poolführer, falls keine
Akkreditierung; Tagesinteressenten) – 4 Plätze

Die Akkreditierungsgesuche werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Maßgeblich ist der Eingangsvermerk im Journal des Faxservers zur Rufnummer. Bei etwaiger Zeitgleichheit entscheidet das Los.

Für Übertragungsfahrzeuge steht nur eine begrenzte Anzahl von Standplätzen zur Verfügung. Falls Standplätze benötigt werden, ist die im Akkreditierungsformular anzugeben. Die Plätze werden nach Eingang des Antrags vergeben.

Spätestens eine Woche nach Ablauf der Frist werden durch das Landgericht die erfolgreichen Akkreditierungen auf der Homepage des Landgerichts veröffentlicht. Eine weitere Benachrichtigung erfolgt nicht.

Jedes fristgerecht akkreditierte Medium erhält nur einen Sitzplatz. Soweit einzelne Kontingente nicht ausgeschöpft worden sind, werden die freien Plätze dem Verfügungskontingent zugeschlagen. Für Plätze aus dem Verfügungskontingent können sich nicht akkreditierte Medienvertreter am jeweiligen Sitzungstag persönlich mit Presseausweis oder anderem geeigneten Nachweis jeweils in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis bewerben. Dazu liegt am jeweiligen Sitzungstag eine Bewerbungsliste bei der Sicherheitsschleuse aus. Die Zuteilung erfolgt in der Reihenfolge des Listeneintrags.

Nr. I. 5.) dieser Verfügung gilt auch für die Medienvertreter.

Die vergebenen Sitzplätze sind am jeweiligen Verhandlungstag spätestens fünfzehn Minuten vor dem vorgesehenen Sitzungsbeginn einzunehmen. Ist ein Sitzplatz zu diesem Zeitpunkt nicht eingenommen, wird er für diesen Tag ggf. an nicht akkreditierte anwesende Medienvertreter vergeben. Akkreditierte Journalisten können ihren Platz schriftlich an einen Journalisten eines anderen Mediums abgeben, wenn dies bis 24 Stunden vor dem jeweiligen Sitzungsbeginn der Pressestelle des Landgerichts unter Vorlage der erforderlichen Aus- und Nachweise (s. o.) angezeigt worden ist.

3. Für Foto- und Filmaufnahmen im Gebäude werden vier Fernsehteams mit jeweils zwei Kameras (ein deutscher öffentlich-rechtlicher, ein deutscher privat-rechtlicher und zwei ausländische Sender) sowie vier Fotografen (zwei Agenturfotografen und zwei freie Fotografen) zugelassen (Pool-Bildung). Diese dürfen im Sitzungssaal an allen Verhandlungstagen ab 15 Minuten vor dem vorgesehenen Beginn der Hauptverhandlung bis 30 Sekunden nach Einzug der Kammer bzw. bis zu meiner Aufforderung zum Einstellen der Aufnahmetätigkeit filmen und Tonaufnahmen machen bzw. fotografieren. Film- und Fotoaufnahmen dürfen nur aus einem besonders gekennzeichneten Bereich heraus gemacht werden. Danach haben die Fernsehteams und Fotografen den Saal zu verlassen.

Die Bereitschaft zur Übernahme einer Poolführerschaft ist mit dem Antrag auf Akkreditierung zu erklären. Die Poolführer verpflichten sich schriftlich, auf entsprechende Aufforderung hin, gefertigte Foto- und Filmaufnahmen anderen Rundfunk- und TV-Anstalten sowie Fotoagenturen auf Anfrage zur Verfügung zu stellen.

Auch die Vergabe der Poolführerschaft erfolgt nach der Reihenfolge des Fax-Eingangs. Maßgeblich ist der Eingangsvermerk im Journal des Faxservers zur Rufnummer bei etwaiger Zeitgleichheit entscheidet das Los.

Die Bestimmung der konkret mitwirkenden Personen bleibt den Fernsehsendern bzw. den Agenturen und Fotografen selbst überlassen. Die Anzahl der mitwirkenden Personen ist spätestens 24 Stunden vor dem jeweiligen Sitzungsbeginn dem Pressesprecher mitzuteilen. Es bleibt vorbehalten, die Anzahl der Mitwirkenden zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung zu begrenzen.

Wegen der beengten räumlichen Verhältnisse und der Vielzahl der Personen, die sich an den Verhandlungstagen während der Verhandlungspausen und nach dem Ende der Sitzung im Gebäude aufhalten, sind Film- und Fotoaufnahmen im Sitzungssaal dort zu diesen Zeiten nicht gestattet. Die hieraus resultierende Einschränkung von Artikel 5 Abs. 1 GG ist zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung in der Hauptverhandlung nach § 176 GVG zwingend geboten und verhältnismäßig. Die Durchführung von Interviews im Sitzungssaal ist zu keinem Zeitpunkt gestattet.

Die unter 1.) und 3.) aufgeführten Pressevertreter erhalten Zugang zum Sitzungssaal durch den Haupteingang, wobei sie die Eingangskontrolle (I. 3.) zu passieren haben. Sie haben sich dort mit einem amtlichen Lichtbildausweis zu legitimieren. Sie sind auf Waffen und gefährliche Werkzeuge durch Abtasten und Absonden der Kleidung zu kontrollieren. Mitgeführte Behältnisse sind zu durchsuchen. Die Einbringung von Hilfsmitteln journalistischer Art (Diktiergeräte, Tonbandgeräte und zu Film- oder Fotoaufnahmen geeignete Geräte wie etwa Fotohandys u.a.) ist aus Sicherheitsgründen untersagt. Dies gilt nicht für das Equipment der zugelassenen Poolführer.

Sämtlichen Pressevertretern wird es untersagt, Gegenstände an Personen im Zuschauerraum zu übergeben.

Sämtliche Pressevertreter haben den Anordnungen der Wachtmeister unverzüglich zu folgen. Kommen Sie den Anordnungen nicht nach, so verlieren sie ihre Akkreditierung bzw. die Zugehörigkeit zum Poolteam.

Ein Gerichtszeichner kann auf Antrag und nur mit meiner ausdrücklichen Genehmigung zum Saal zugelassen werden. Er unterliegt denselben Auflagen wie die Pressevertreter zu 1.) mit Ausnahme der für seine Berufsausübung erforderlichen Unterlagen und Gegenstände. Sollten mehrere Anträge von Gerichtszeichnern eingehen, entscheidet auch hier die Reihenfolge des Eingangs unter der Fax-Nr: 04131/202325 innerhalb der o. g. Frist.

IV. Zuhörer

1. Zuhörer sind alle Personen, die nicht unter Ziffern II. und III. aufgeführt sind.

2. Der Einlass für Zuhörer erfolgt ausschließlich über den Haupteingang. Aus Platzgründen können jeweils nicht mehr als 60 Zuhörer in den Sitzungssaal eingelassen
werden. Der Einlass in den Saal erfolgt jeweils 60 Minuten vor dem vorgesehenen Sitzungsbeginn. Bevor das Publikum in den zu kontrollierenden Bereich kommt,
warten diese bis auf eine Aufforderung durch das Wachtmeisterpersonal vor der Zwischentür

3. Für die Kontrolle der Zuhörer gilt Folgendes:

a) Die Zuhörer haben einen gültigen, auf ihren Namen ausgestellten amtlichen Lichtbildausweis vorzulegen.

b) Sie haben sich einer körperlichen Durchsuchung auf Waffen (auch gefährliche Chemikalien, Messer u.a.), gefährliche Werkzeuge (auch Feuerzeuge und
Streichhölzer), zu Film- und Tonaufnahmen geeigneter Gegenstände, insbesondere Mobiltelefonen, Smartphones und Tabletcomputer, sowie Wurfgegenstände (z.B.
Flaschen, Dosen, Obst, Eier, Haarbürsten, Farbbeutel, Bücher) zu unterziehen. Das Gleiche gilt für Flugblätter, Transparente, Trillerpfeifen, Glocken und ähnliche
zur Verursachung von Lärm geeignete Gegenstände sowie für Kugelschreiber und Füllfederhalter. Die Untersuchung wird durch Abtasten bzw. Absonden der
Kleidung einschließlich etwaiger Kopfbedeckungen vorgenommen. Unter Umständen kann die Ausleerung und Vorlage des Tascheninhalts verlangt werden.

Das Kopieren der Ausweise der Zuhörer für die schnelle Identifizierung von Störern wird angeordnet. Die Kopien sind unverzüglich nach Schluss der Sitzung zu vernichten.

c) Die Zuhörer dürfen keine Taschen bei sich tragen.

d) Die Zuhörer erhalten Kontrollkarten, die den Beamten vor Betreten des Saales vorzuweisen sind. Bei Verlassen des Gebäudes vor Ende der jeweiligen Sitzung ist
die Kontrollkarte dem am Ausgang postierten Wachtmeister abzugeben. Die Karte und der Sitzplatz im Saal werden dem nächsten präsenten Interessenten zur
Verfügung gestellt.

4. Zuhörer, die des Saales verwiesen worden sind, haben auch das Sitzungsgebäude zu verlassen. Ein erneuter Zutritt am selben Tag ist ihnen zu verwehren.

Quelle: http://www.landgericht-lueneburg.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=13828&article_id=130959&_psmand=56

Prozess gegen Buchhalter von Auschwitz Beihilfe zum Mord an 300.000 Menschen

Am Dienstag startet in Lüneburg der Prozess gegen den 93-jährigen früheren SS-Mann Oskar Gröning, der als „Buchhalter von Auschwitz“ bekannt wurde. Gegenwärtig gibt es zwölf Vorermittlungsverfahren in Deutschland gegen weitere NS-Täter.

3-format530

Der „Marsch der Überlebenden“ gedachte am 16. April 2015 in Auschwitz den Ermordeten des Vernichtungslagers. – Foto: Stanislaw Rozpedzik/dpa

Ein halbes Jahrhundert nach den Frankfurter Auschwitz-Prozessen und fast 70 Jahre nach Kriegsende geht es vor einem deutschen Gericht noch einmal um das nationalsozialistische Vernichtungslager, das wie kein anderes für den Holocaust steht. Am Dienstag beginnt vor dem Landgericht Lüneburg der Prozess gegen Oskar Gröning, der als „Buchhalter von Auschwitz“ bekannt wurde. Das Verfahren geht in vielfacher Hinsicht über den Rahmen anderer Strafprozesse hinaus. Die Staatsanwaltschaft Hannover wirft dem 93-jährigen Gröning vor, zwischen Mitte Mai und Mitte Juli 1944 Beihilfe zum Mord an mindestens 300 000 Menschen geleistet zu haben.

Er sortierte und verbuchte das Geld der Ermordeten

In diesen zwei Monaten kamen 137 Züge in Auschwitz an, in den Viehwaggons wurden vor allem ungarische Juden aus ihrer Heimat deportiert. Die meisten von ihnen wurden an der Rampe von Auschwitz-Birkenau direkt in die Gaskammern geschickt. Auch Oskar Gröning war mindestens einmal selbst auf der Rampe. Seine Aufgabe war es, das Gepäck der in den Tod geschickten Menschen zu bewachen. Später zählte, sortierte und verbuchte er das Geld, das in der Kleidung oder im Gepäck der Ermordeten gefunden worden war. Nach Auffassung der Staatsanwälte unterstützte Gröning auf diese Weise das Morden in Auschwitz. Dass er in dem Vernichtungslager war, hat Gröning nie bestritten. Vor Gericht will er nun aussagen.

Für den Prozess haben sich 67 Nebenkläger gemeldet, sie werden von 14 Anwälten vertreten. Alle Nebenkläger sind Angehörige von Menschen, die in Auschwitz ermordet wurden. Einige haben sogar selbst das Vernichtungslager überlebt, sie sollen im Prozess als Zeugen zu Wort kommen. „Sie werden den Toten eine Geschichte und eine Stimme geben“, sagt der Rechtsanwalt Thomas Walther, der viele Nebenkläger vertritt. Wegen der großen Zahl der Prozessbeteiligten und des internationalen Medieninteresses findet der Prozess nicht im Lüneburger Landgericht, sondern in einem Saal der Ritterakademie statt.

Vor 30 Jahren wurden Ermittlungen gegen ihn eingestellt

Der Prozess steht auch für den späten Versuch der deutschen Justiz, die Versäumnisse und Fehler der vergangenen Jahrzehnte beim Umgang mit NS-Verbrechen zumindest nicht zu wiederholen. Tausende deutsche SS-Leute, die in Auschwitz beim Mord an den europäischen Juden mitmachten, mussten sich nie vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main stellte vor 30 Jahren Ermittlungen gegen Oskar Gröning und andere SS-Männer ein. Jahrzehntelang wurde bei der juristischen Verfolgung von NS-Tätern in der Regel der Nachweis eines einzelnen Mordes gesucht – doch das ist in einem Vernichtungslager wie Auschwitz kaum möglich. So lebte Gröning jahrzehntelang unbehelligt von der Justiz in der Lüneburger Heide.

Im Jahr 2011 wurde in München der frühere SS-Wachmann John Demjanjuk wegen Beihilfe zum Mord im Vernichtungslager Sobibor schuldig gesprochen. Das Urteil wurde nicht rechtskräftig, weil Demjanjuk vor der Revision starb. Dennoch änderte daraufhin die Zentrale Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg ihre bisherige Praxis und suchte nun gezielt nach Wachleuten in Vernichtungslagern.

Die juristische Aufarbeitung ist noch nicht beendet

Insgesamt 30 Auschwitz-Verfahren leiteten die Ermittler an die Staatsanwaltschaften weiter. Neben Gröning wurden zwei weitere SS-Männer angeklagt, denen Beihilfe zum Mord in Auschwitz vorgeworfen wird. Das Landgericht Neubrandenburg lässt derzeit die Verhandlungsfähigkeit eines früheren SS-Sanitäters prüfen. Auch das Landgericht Detmold muss entscheiden, ob einem ehemaligen Wachmann der Prozess gemacht wird.

In Ludwigsburg wird derweil weiter nach NS-Tätern gesucht. Derzeit gebe es zwölf Vorermittlungsverfahren, sagte der stellvertretende Leiter der Zentralen Stelle, Thomas Will. Noch ist die juristische Aufarbeitung der NS-Vergangenheit nicht vorbei.

Quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/prozess-gegen-buchhalter-von-auschwitz-beihilfe-zum-mord-an-300-000-menschen/11658762.html

Gruß an die Prozeßbeobachter

TA KI

Im Alter von 93 Jahren:SS-Mann in mindestens 300.000 Mord-Fällen angeklagt


Ausschwitz

Ein heute 93-Jähriger ist wegen der Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen während der NS-Zeit angeklagt worden. Der SS-Mann arbeitete im Konzentrationslager Auschwitz an der Bahnrampe und nahm den ankommenden Häftlingen das Gepäck ab.

Ein 93-jähriger ehemaliger Freiwilliger der Waffen-SS ist wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft Hannover wirft ihm vor, 1944 im Vernichtungslager Auschwitz zurückgelassenes Gepäck angekommener Häftlinge weggeschafft zu haben. Dem Mann sei bewusst gewesen, dass die als nicht arbeitsfähig eingestuften, überwiegend jüdischen Häftlinge nach der Ankunft in den Gaskammern ermordet wurden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Durch seine Arbeit habe er das systematische Morden unterstützt.

Über die Eröffnung des Verfahrens muss nun die zuständige Schwurgerichtskammer des Landgerichts Lüneburg entscheiden. Bei der Staatsanwaltschaft Hannover, die in Niedersachsen für die Verfolgung von NS-Verbrechen zuständig ist, waren insgesamt vier Ermittlungsverfahren gegen SS-Angehörige aus dem Lager Auschwitz anhängig. Drei seien wegen Todes oder dauerhafter Verhandlungsunfähigkeit der Verdächtigen eingestellt worden.

An der Bahnrampe beschäftigt

In dem aktuellen Fall lägen bereits 16 Anträge von Überlebenden und Angehörigen der Opfer der sogenannten „Ungarn-Aktion“ vor. Weitere seien angekündigt. Der angeklagte 93-Jährige soll zwischen Mai und Juli 1944 während der „Ungarn-Aktion“ in Auschwitz an der Bahnrampe im Lagerabschnitt Birkenau beschäftigt gewesen sein. Die Anklage sei wegen der Rechts- und Beweislage auf diesen Zeitraum eingeschränkt worden.

Zwischen dem 16. Mai und dem 11. Juli 1944 trafen in Auschwitz-Birkenau 137 Eisenbahntransporte mit rund 425.000 Menschen aus Ungarn ein. Der Anklage zufolge wurden mindestens 300.000 von ihnen in den Gaskammern getötet. Der 93-Jährige soll nicht nur das Gepäck weggeschafft und damit Spuren für nachfolgende Häftlinge verwischt haben, sondern auch dem Gepäck entnommenes Geld an die zuständige SS-Behörde in Berlin weitergeleitet haben.

Frühere Ermittlungen eingestellt

Frühere Ermittlungen gegen den Mann hatte die Staatsanwaltschaft Frankfurt 1985 mangels Beweisen eingestellt. Das neue Verfahren beruht auf Vorermittlungen der Zentralstelle für NS-Verbrechen in Ludwigsburg bei Stuttgart. Diese hatten im Februar bundesweit zu zahlreichen Durchsuchungen von Wohnungen ehemaliger SS-Angehöriger geführt. Mehrere Ermittlungsverfahren mussten jedoch eingestellt werden, weil die Beschuldigten nicht mehr verhandlungsfähig sind.

(…)

Quelle: http://www.focus.de/finanzen/recht/im-alter-von-94-jahren-ss-mann-in-mindestens-300-000-mord-faellen-angeklagt_id_4135256.html

Gruß an unsere  Senioren, die in  diesem faschistisch anmutendem  Staat wehrlos den größten Lügen ausgesetzt sind!!

Bald wird ein höheres Gericht eure Richter richten!!

TA KI