Alexa verschickt unbemerkt Gespräch – warum das kein Skandal ist – »Alexa, was ist die CIA?«


Amazon Echo. (Foto: Amazon)

Die Aufregung ist groß: Amazons Echo-Lautsprecher soll ein Gespräch aufgezeichnet und an einen Kontakt im Adressbuch verschickt haben. Warum das nicht als Skandal taugt.

In der Ära der Handys mit manuellen Tasten ist es vielen passiert: Das Telefon hat jemanden angerufen, weil es in der Tasche herumgerutscht ist – meist eine Person aus der Kontaktliste. Oft war das harmlos. Es sind aber auch mit wenig Fantasie Situationen vorstellbar, in denen das richtig peinlich werden kann.

Seit es Technik gibt, gibt es auch Bedienfehler – mit dem Potenzial für fatale Fehler. Im Falle des Echo-Lautsprechers mit Amazons Sprachassistent Alexa spricht der E-Commerce-Riese nun von einer „unwahrscheinlichen Verkettung von Ereignissen“.

Eine Geschichte voller Missverständnisse

Die Software im Echo-Lautsprecher habe zunächst einmal in dem Gespräch fälschlicherweise ihren Namen „Alexa“ herausgehört, erklärte Amazon unter anderem dem Finanzdienst Bloomberg. Das startet die Aufnahme, damit das Assistenzprogramm Sprachbefehle ausführen kann. Später glaubte Alexa, den Auftrag „Verschicke Nachricht!“ („Send Message“) gehört zu haben und fragte zurück „an wen?“. Das Paar schien diese Frage jedoch nicht gehört zu haben und unterhielt sich einfach weiter – Alexa filterte unterdessen aus dem Gespräch etwas heraus, was einem der Namen auf der Kontaktliste ähnelte.

Amazon Echo in Bildern

(Foto: Amazon Echo, t3n)

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Wer sich einen digitalen Assistenten in Haus stellt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Bequemlichkeit, die Musikanlage oder das Licht über die Sprache zu steuern, einen Preis hat: Selbst wenn die Sprachassistenten, wie die Hersteller behaupten, immer nur dann zuhören, wenn das entsprechende Codewort wie „Alexa“, „Hey Siri“ oder „Hey Google“ gesagt wird: Es kann immer zu Fehlern kommen, wie damals schon bei den Handys in der Tasche.

In diesem Fall fragte Alexa sogar ungehört noch einmal nach, ob eine Nachricht an den Kontakt verschickt werden solle – und schnappte aus der weiteren Unterhaltung des Paars das Wort „right“ („richtig“) auf. Das Paar aus dem Bundesstaat Oregon wurde auf den Vorfall erst durch einen Anruf des Empfängers der Nachricht aufmerksam, wie Bloomberg berichtete.

„So ungewöhnlich diese Abfolge der Ereignisse auch war, wir prüfen Optionen, wie solche Fälle noch weniger wahrscheinlich gemacht werden können“, erklärte Amazon dazu. Wenn man sich allerdings klar macht, dass alleine in den USA 39 Millionen Haushalte einen smarten Lautsprecher besitzen, ist es alles andere als überraschend, dass so etwas im Einzelfall passiert.

Es ist auch nicht das erste Mal, dass ein Fehler von Alexa für Aufsehen sorgt: Im vergangenen Jahr brach die Polizei in Pinneberg bei Hamburg in der Nacht eine Wohnung auf, aus der zu laute Musik dröhnte. Wie sich herausstellte, spielte ein Echo-Lautsprecher auf voller Lautstärke Musik ab, während der Besitzer nicht zu Hause war.

Amazon teilte später mit, dass es sich mit Erlaubnis des Nutzers auf Spurensuche begeben habe: Demnach wurde der Lautsprecher aus der Mobil-App eines Musik-Streaming-Anbieters heraus aktiviert und auf volle Lautstärke aufgedreht. Vermutlich war ein Bedienfehler die Ursache. „Die Kosten bleiben jedoch nicht am Anwender hängen – Amazon übernimmt aus Kulanz den entstandenen Schaden“, teilte Amazon mit.

An von Menschen verursachte Unfälle haben wir uns gewöhnt

Neue Technologie wird immer ganz besonders skeptisch auf Risiken abgeklopft. So wie über jeden Unfall eines autonom fahrenden Autos ausführlich berichtet wird, während uns Tausende tödliche Unfälle, die menschliche Fahrer täglich mit Autos verursachen, inzwischen kalt lassen – daran haben wir uns eben gewöhnt. Rational ist das natürlich nicht.

Was hier mit Echo passiert ist, ist deutlich harmloser – und vergleichbar mit dem Handy in der Hosentasche, das ungewollt Anrufe tätigt. Solche Fehler werden immer wieder passieren. In wenigen Jahren werden wir uns daran gewöhnt haben, dass auch mit Sprachassistenten Fehler passieren.  Es wird uns keine Schlagzeile mehr wert sein.

Mit Material von dpa

Quelle

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Zur Erinnerung:

»Alexa, was ist die CIA?«

Im Januar berichteten wir wieder einmal über Amazons “Alexa“ und ihre selbstinitiierten massenhaften Puppenhauskäufe. Nun macht aktuell ein Filmbeitrag auf Youtube die Runde, welcher in Anbetracht der kürzlich von WikiLeaks veröffentlichten #Vault7-Daten einmal mehr bestätigt, dass der perfekte Lauschangriff längst in den Wohnungen der Menschen angekommen ist.

Die Frau in dem Video fragt ihr Amazon Echo: »Alexa, würdest Du mich anlügen?«, worauf das Gerät antwortet: »Ich versuche stets die Wahrheit zu sagen. Ich liege nicht immer richtig, aber ich würde Dich oder irgendjemand anderen niemals absichtlich anlügen.«

Nächste Frage lautet: »Alexa, was ist die CIA?« Die Antwort: »United States Central Intelligence Agency. CIA.«

Nun, dass das Gerät “weiß“, wofür die Abkürzung “CIA“ steht, ist klar. Verwunderlich dagegen, dass die Antwort derart kurz und bündig ausfällt, da gäbe es doch sicher mehr drüber zu sagen!?

Dann kommt die Probe aufs Exempel: »Alexa, bist Du mit der CIA verbunden?« (man könnte die Frage auch übersetzen mit: »Alexa, stehst Du mit der CIA in Verbindung?«).

Die Antwort … spricht Bände:

George Orwell hat die allumfassende Überwachung zwar ins Jahr 1984 geschrieben, dies wohlbemerkt bereits Ende der 1940er Jahre, allerdings würde er sich gewiss wundern, wie selbstverständlich es für die leichtgläubigen und ahnungslosen Nutzer heute ist, sich irgendwelche Wanzen ins Haus zu holen oder gar in die Hosentasche zu stecken. Ob nun Amazon Echo, Pizza-Bestellung per Augenscan oder Skype, “Was-geht-ab“, Fakebook und dergleichen, die Technologie der Sprachmustererkennung ist derart fortgeschritten, dass im Prinzip jeder, der in irgendeiner Form von moderner Technologie umgeben ist, vollumfänglich und jederzeit lokalisiert und abgehört werden kann.

Seit vielen Jahren sind diese Dinge unter “Verschwörungstheoretikern“ bekannt und wurden und werden auf alternativen Internetseiten auch dargelegt, ernst genommen wurde es dagegen kaum. Jetzt kommt WikiLeaks daher und veröffentlicht umfassende Informationen darüber, wie und mit welchen Mitteln die CIA die Bevölkerungen ausspäht und allmählich wird dann doch der eine oder die andere wach – wie die Dame in obigem Film.

Diese Tatsachen gehören in die großen Medien, doch denen ist wichtiger über das Geschlecht von Zuckerbergs Nachwuchs zu berichten oder anzupreisen, was “Googles Assistent im Smartphone“ alles kann. Die Verhöhnung des Volkes könnte kaum größer sein!

Dennoch zeigt sich ein grell leuchtendes Licht am Horizont und es bricht sich zunehmend bahn, denn mehr und mehr Menschen nutzen inzwischen die im Weltnetz angebotenen alternativen Inhalte und beginnen zu begreifen, wie sehr sie in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten an der Nase herumgeführt wurden. Willkommen in der Wirklichkeit.

Alles läuft nach Plan…

Der Nachtwächter

***

Übersetzungen aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle:http://n8waechter.info/2017/03/alexa-was-ist-die-cia/

Gruß an die Erwachten

TA KI

Quelle

Gruß an die pawlowschen Hunde

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TA KI

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»Alexa, was ist die CIA?«


Im Januar berichteten wir wieder einmal über Amazons “Alexa“ und ihre selbstinitiierten massenhaften Puppenhauskäufe. Nun macht aktuell ein Filmbeitrag auf Youtube die Runde, welcher in Anbetracht der kürzlich von WikiLeaks veröffentlichten #Vault7-Daten einmal mehr bestätigt, dass der perfekte Lauschangriff längst in den Wohnungen der Menschen angekommen ist.

Die Frau in dem Video fragt ihr Amazon Echo: »Alexa, würdest Du mich anlügen?«, worauf das Gerät antwortet: »Ich versuche stets die Wahrheit zu sagen. Ich liege nicht immer richtig, aber ich würde Dich oder irgendjemand anderen niemals absichtlich anlügen.«

Nächste Frage lautet: »Alexa, was ist die CIA?« Die Antwort: »United States Central Intelligence Agency. CIA.«

Nun, dass das Gerät “weiß“, wofür die Abkürzung “CIA“ steht, ist klar. Verwunderlich dagegen, dass die Antwort derart kurz und bündig ausfällt, da gäbe es doch sicher mehr drüber zu sagen!?

Dann kommt die Probe aufs Exempel: »Alexa, bist Du mit der CIA verbunden?« (man könnte die Frage auch übersetzen mit: »Alexa, stehst Du mit der CIA in Verbindung?«).

Die Antwort … spricht Bände:

George Orwell hat die allumfassende Überwachung zwar ins Jahr 1984 geschrieben, dies wohlbemerkt bereits Ende der 1940er Jahre, allerdings würde er sich gewiss wundern, wie selbstverständlich es für die leichtgläubigen und ahnungslosen Nutzer heute ist, sich irgendwelche Wanzen ins Haus zu holen oder gar in die Hosentasche zu stecken. Ob nun Amazon Echo, Pizza-Bestellung per Augenscan oder Skype, “Was-geht-ab“, Fakebook und dergleichen, die Technologie der Sprachmustererkennung ist derart fortgeschritten, dass im Prinzip jeder, der in irgendeiner Form von moderner Technologie umgeben ist, vollumfänglich und jederzeit lokalisiert und abgehört werden kann.

Seit vielen Jahren sind diese Dinge unter “Verschwörungstheoretikern“ bekannt und wurden und werden auf alternativen Internetseiten auch dargelegt, ernst genommen wurde es dagegen kaum. Jetzt kommt WikiLeaks daher und veröffentlicht umfassende Informationen darüber, wie und mit welchen Mitteln die CIA die Bevölkerungen ausspäht und allmählich wird dann doch der eine oder die andere wach – wie die Dame in obigem Film.

Diese Tatsachen gehören in die großen Medien, doch denen ist wichtiger über das Geschlecht von Zuckerbergs Nachwuchs zu berichten oder anzupreisen, was “Googles Assistent im Smartphone“ alles kann. Die Verhöhnung des Volkes könnte kaum größer sein!

Dennoch zeigt sich ein grell leuchtendes Licht am Horizont und es bricht sich zunehmend bahn, denn mehr und mehr Menschen nutzen inzwischen die im Weltnetz angebotenen alternativen Inhalte und beginnen zu begreifen, wie sehr sie in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten an der Nase herumgeführt wurden. Willkommen in der Wirklichkeit.

Alles läuft nach Plan…

Der Nachtwächter

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Übersetzungen aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle:http://n8waechter.info/2017/03/alexa-was-ist-die-cia/

Gruß an die Erwachten

TA KI

Lauschangriff gegen Hooligans? BGH löst Diskussionen aus


dpa-148864009FE57135

Hat der Bundesgerichtshof der Polizei schärfere Waffen im Kampf gegen Hooligans gegeben? NRW-Innenminister Jäger prüft das. Experten warnen.

Als sich an einem Samstag Mitte Januar 2014 mitten am Tag und mitten in Köln mehrere Dutzend Hooligans aus Köln, Dortmund und Gelsenkirchen eine Massenschlägerei lieferten, traf das die Polizei damals unvorbereitet. Mit einer Telefonüberwachung wäre man den Schlägern vielleicht im Vorfeld auf die Schliche gekommen; bei Delikten wie Landfriedensbruch und Körperverletzung war das aber rechtlich tabu. Bald wohl nicht mehr. Das geht aus einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor. Die soll bereits Wirkung zeigen.

So haben sich jüngst zwei Gruppierungen offiziell als aufgelöst erklärt, heißt es im Online-Fanportal Fanzeit.de; neben der „Standarte Bremen“ auch die „Westfront Deutschland“ in Aachen. Beide nennen jedoch keine Begründung, die Aachener Gruppe mag sich zudem nicht als Fußball-Hooligans bezeichnet sehen. Der Bochumer Fan-Forscher und Kriminologe Prof. Thomas Feltes glaubt unterdessen, dass solche Reaktionen „sich als Bumerang für die Strafverfolgungsbehörden erweisen“. Die BGH-Entscheidung „kann dazu führen, dass Hooligan-Gruppen sich noch stärker nach außen abschotten und sich gegebenenfalls auch pro forma auflösen. Ähnlich wie bei rechtsextremistischen Gruppierungen wird dann die Kontrolle durch die Polizei erschwert.“

„Drittortauseinandersetzungen“ sind nun grundsätzlich strafbar

Worum es geht: Fünf rechtsextreme Hooligans der mittlerweile aufgelösten Vereinigung „Hooligans Elbflorenz“ aus Dresden waren wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch verurteilt worden. Vor dem BGH hatten sie Revision eingelegt. Die Richter dort milderten zwar einige Punkte ab, gingen im Grundsatz jedoch weiter.

Bisherige Gerichtsurteile, die Prügeltreffen auf Feld, Wald und Wiese – Fachbegriff „Drittortauseinandersetzungen“ – als „kampfsportähnliche Veranstaltungen“ durchgehen ließen, „sind nun obsolet“, sagte eine BGH-Sprecherin: Wenn Hooligan-Gruppierungen „eine gewisse Organisationsstruktur“ hätten und nur dem Zweck dienten, sich gegenseitig zu verprügeln, könnten sie als „kriminelle Vereinigung“ eingestuft werden, entschied der 3. Strafsenat. Schon die nachgewiesene Zugehörigkeit zu einer solchen Gruppe kann dann mit einer hohen Haftstrafe belangt werden.

Ausdruck einer Hysterie gegen bestimmte Fußball-Anhänger

 

Das sorgt für Diskussionen in der Szene, ist bei Fanprojekten im Ruhrgebiet zu hören. Gleichwohl heißt es dort: „Die Entscheidung kommt nicht überraschend“. Fußballanhänger würden vor Gericht zunehmend härter bestraft. Gewalttaten mit Fußballbezug würden dort verstärkt „als Politikum“ bewertet. Der Kölner Rechtsanwalt Frank Hatlé von der Arbeitsgemeinschaft Fananwälte sieht in dem BGH-Entscheid „die Spitze eines Prozesses“ und Ausdruck einer „Hysterie“ der Strafverfolgungsbehörden gegen bestimmte „besonders aktive“ Fußball-Anhänger aus Ultra- und Hooligan-Szene.

NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) mag der Polizei indes noch keine Strategie verordnen. Noch müssen die Richter in Karlsruhe ihre Entscheidung schriftlich begründen. „Es ist gut, dass der BGH klare Worte gefunden hat“, sagt Jäger. Wer den Fußball benutzt, um seine Gewalt auszuleben, sei nichts anderes als ein Straftäter. Die BGH-Entscheidung werde nun ausgewertet. „Wenn sich aus dem Urteil Handlungsspielräume ergeben, nutzen wir sie, um noch konsequenter gegen diese Gewalttäter vorzugehen“, sagt Jäger.

Telefonüberwachung, Lauschangriff, Rasterfahndung

Arnold Plickert, NRW-Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht bereits „einen zweiten notwendigen Schritt“ im Einsatz gegen Hooligans und gewaltbereite Ultra-Gruppen: „Man müsste ihnen das Tragen ihrer Embleme verbieten“. Die seien Machtsymbole, deren Verbot bereits bei Rockern in NRW Wirkung zeige . Gleichwohl sieht Plickert nach wie vor hohe rechtliche Hürden in Bezug auf härtere Ermittlungsmaßnahmen gegen Hooligan-Gruppen: „Wir müssen jeder Gruppe nachweisen, dass sie dem Ziel dient und zu dem Zweck gegründet wurde, Straftaten zu begehen“ – erst dann sei das Kriterium als „kriminelle Vereinigung“ gegeben.Telefonüberwachung, Rasterfahndung, Großer Lauschangriff auf Wohnungen: Gegen kriminelle Vereinigungen fährt das Strafrecht schwere Geschütze auf. Dass sie auch gegen Personen und Gruppen aus dem Bereich „Gewalttäter Sport“ eingesetzt werden, begründet aus Sicht von Fananwalt Frank Hatlé die erhebliche Gefahr „schwerer Grundrechtverletzungen“. Die einschneidenden Ermittlungsmaßnahmen, welche der Gesetzgeber zur Bekämpfung der Schwerstkriminaltät schuf, drohen nun zur Standardmaßnahme im Kampf gegen vermeintliche Gefahren durch Ultrà-Gruppen oder sogenannte Hooligans zu werden, bemängelt Hatlé. „Da eine inhaltliche Überprüfung solcher Anträge durch die Ermittlungsrichter sehr häufig nur unzureichend stattfindet, droht eine inflationäre Ausweitung dieser Maßnahmen.“

Fan-Forscher Prof. Thomas Feltes kritisiert zudem, es sei nicht die Regel, dass man Hooligan-Gruppen so genau bestimmen kann. Es gebe Mitläufer und viele Leute, die nicht zum harten Kern zu zählen seien. Feltes‘ Fazit: „Verschärfte Polizeimaßnahmen gegen Personen, die nicht eindeutig zum harten Kern einer Hooligan-Gruppierung gehören, halte ich für rechtsstaatlich bedenklich und rechtswidrig.“

Quelle: http://www.derwesten.de/politik/lauschangriff-gegen-hooligans-bgh-loest-diskussionen-aus-id10277248.html

Gruß an die die erkennen wie Rechtlos es hier zugeht

TA KI

Dyson-Sphären und Superzivilisationen im Fadenkreuz- SETA – Spurensuche nach dem extrasolaren Monolithen – Teil 4


Als das Akronym SETA (Search for ExtraTerrestrial Artifacts) 1983 erstmals auftauchte, ahnte seinerzeit noch keiner, dass eines Tages hierzu auch so genannte Dyson-Sphären zählen würden. Doch neben der Suche nach dem klassischen Monolithen, der Fahndung nach passiven und aktiven Artefakten innerhalb und außerhalb des Sonnensystem, haben seriöse Forscherteams ihre Fühler noch tiefer ins All gestreckt und schon mehrfach nach Superzivilisationen vom Typ II der Kardaschow-Skala gesucht. Diese wären nach dem Kalkül der SETA-Forscher durchaus in der Lage, ihren Mutterstern mit einem künstlichen Ring oder einer Schale zu ummanteln, um die heimische stellare Energie zu (fast) 100 Prozent zu nutzen. Da ein Artefakt dieser Machart starke Infrarotstrahlung emittiert, könnten andere Zivilisationen solche Zeugnisse der hohen Astroingenieurskunst indirekt nachweisen. Sogar der Homo sapiens kann dies mit der gegenwärtig ihm zur Verfügung stehenden bescheidenen Technik.

Drei Jahre nach dem ersten Lauschangriff auf potentielle außerirdische Zivilisationen, den der damalige 26-jährige US-Radioastronom Frank Drake mit einer wenig leistungsstarken Antenne durchführte, gab der sowjetische Astrophysiker Nikolai Semjonowitsch Kardashev den Startschuss für den zweiten und gleichzeitig ersten asiatisch-europäischen Suchlauf nach kosmischen Intelligenzen.

Sowjetischer SETI-Vorstoß

Dass von 1960 bis 1975 die meisten nationalen SETI-Observationen auf das Konto der Sowjetunion gingen, war zum Teil auch Kardashevs Verdienst. Zum einen organisierte und leitete er 1964 die erste große sowjetische SETI-Konferenz in Byurakan (heutiges Armenien), zum anderen nahm er danach noch an drei weiteren SETI-Projekten und etlichen anderen Konferenzen aktiv teil – auch an der ersten internationalen SETI-Konferenz, die 1971 am selben Ort stattfand.

nasa caltech

Inspiriert von Drakes Pionierleistung, dennoch wenig erbaut über dessen Faible für die 21-Zentimeter-Wellenlänge, schlug Kardashev einen völlig anderen Kurs ein und widmete sein Augenmerk fortan der Infrarotstrahlung. Eine Suche im Infrarotbereich erachtete er deshalb als beste Option, weil hochstehende Technologien bei der Energiegewinnung oder beim Verbrauch enorm viel Abfallhitze erzeugen und folglich auch abstrahlen müssten. Wer ihren Spuren folgt, die sich im Infrarotbereich am nachhaltigsten offenbaren, hat bessere Karten, auf extraterrestrische Intelligenz zu stoßen, so Kardashev.

Dysons Konstrukt

Von einem ähnlichen Ansatz ging einige Jahre zuvor der inzwischen emeritierte US-Physiker Freeman Dyson aus, der 1960 in der Juni-Ausgabe des Wissenschaftsmagazin Nature in einem abstrakten Gedankenmodell die heute nach ihm benannte Sphäre vorstellte.

freeman dyson

Die Quelle seiner Inspiration war Olaf Stapledon, der bereits 1937 in seinem genialen Opus „Starmaker“ von „Kunstwelten“ erzählte, die Dysons späteren Sphären erstaunlich ähnelten:

Mit der Zeit entstanden […] Hunderttausende von Kunstwelten, die an Größe und Kompliziertheit ständig zunahmen. Manch ein Stern, der ursprünglich keine Planeten besessen hatte, war schließlich von zahlreichen künstlichen Welten umgeben. Zuweilen enthielten die inneren Kreisbahnen Dutzende und die äußeren Tausende von Globen, die für das Leben in einer bestimmten Sonnenentfernung eingerichtet waren.

Olaf Stapledon

22 Jahre später spann Freeman Dyson den Faden Stapledons weiter und konfrontierte die Fachwelt mit seiner wagemutigen These. Ihr zufolge könnte eine technisch hochstehende außerirdische Zivilisation irgendwann im Verlaufe ihrer Geschichte infolge des planetaren zunehmenden Energieverbrauchs nach neuen Quellen suchen und dabei die größte zur Verfügung stehende konsequent nutzen: die heimische Muttersonne.

olaf stapledon

Um deren kugelförmig in alle Richtungen abgestrahlte Energie effizient zu speichern und den Großteil der Energie zu sammeln und weiterzuleiten, müsste eine fortgeschrittene außerirdische Technologie ihren Heimatstern mit einer schalen- oder ringförmigen Struktur ummanteln – entweder komplett oder nur partiell.

Planetarer Umbau

Dysons Ansicht nach müssten extraterrestrische Intelligenzen hierfür einen Steinplaneten von der Größe des Jupiter zertrümmern und aus dem anfallenden Schutt eine ring- oder kugelförmige Struktur aufbauen, die innerhalb der Ökosphäre des Sterns liegt und entlang der Planetenumlaufbahn verläuft – idealerweise im Abstand der Erde zur Sonne.

planet jupiter

Ein derartiges Gebilde, bestückt mit der nötigen Technik, könnte das gesamte sichtbare Licht des hiesigen Sterns absorbieren und die überschüssige Entropie als Restwärme auf seiner Außenseite wieder als Infrarotstrahlung abgeben. Hochintelligente ETI könnten auf diese Weise einen Teil oder (fast) die gesamte Energie ihrer Sonne direkt nutzen und einerseits ihre Welten mit Energie versorgen, andererseits die Sphäre nebenher als neuen Siedlungsraum erschließen.

Alles, was die Schale an Sonnenenergie einfängt, würde nach ihrer vollständigen Nutzung „auf der dunklen, kalten (äußeren) Seite der Raumwelten“, so Dyson, nur noch in Form von starker Infrarotstrahlung wieder abgegeben. Ein komplett in einer Schale eingebetteter Stern wäre für einen Beobachter im optischen Licht völlig unsichtbar.

galaxie centaurus

Obwohl Dyson über die Form, das Aussehen und den technisch möglichen Varianten seiner fiktiven gigantischen Konstruktion keine weiteren Worte verlor, schlug er gleichwohl nachdrücklich vor, verstärkt nach anomalen Sternen zu suchen, die lediglich im Infrarotlicht emittieren. Vor allem dunkle Objekte mit der Mindestgröße des Erdorbits und einer Oberflächentemperatur von 200 bis 300 Kelvin sowie Doppelsternsysteme mit einem unsichtbaren Begleiter sollten genauer unter die Lupe genommen werden, so Dyson.

Ich schlage vor, dass eine Suche nach Punktquellen, die Infrarotstrahlung abgeben, unternommen werden sollte – entweder unabhängig von oder in Verbindung mit der Suche nach künstlichen Radioemissionen.

Bevorzugter Typ II und III

Dass die Schalen-Theorie Dysons so ganz nach dem Gusto Kardashevs war und die Fantasie des Russen offensichtlich noch weiter beflügelte, spiegelt sich am deutlichsten in der nach ihm benannten Skala wider, die heute untrennbar mit der Dyson-Sphäre verknüpft ist. Für Kardashev war sie Philosophie und Programm zugleich, bezog sich doch seine Skala auf zwei extraterrestrische Zielgruppen, die ihm besonders am Herzen lagen: Typ II und III.

karadasef

Begnügte sich Frank Drake 1960 bei seinem ersten SETI-Suchlauf noch mit drei kleinen erdnahen Zielsternen, wo er ebenbürtige Lebewesen erhoffte, ging Kardashev gleich in die Vollen und richtete seinen Fokus auf Superzivilisationen, die uns in ihrer Technologieentwicklung um Millionen bis Milliarden von Jahren voraus sind.

Nachdem Kardashev im Caltech-Katalog der damals registrierten Radioquellen zwei vielversprechende Kandidaten (CTA-21 und CTA-102) aufgespürt hatte, initiierte er von August 1964 bis Februar 1965 einen insgesamt 80-stündigen Suchlauf auf einer Frequenz von 920 Megahertz.

Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/36/36361/1.html

Gruß an die Galaxis

TA KI