Die ungelösten Geheimnisse von Shambhala und Agartha


Von Jason Jeffrey, New Dawn Magazine; übersetzt von Annadora & Kleines Sandkorn

„Ich denke, das Verständnis der Idee von Shambhala ist noch nicht ausgereift, aber wenn der Tag kommt, dann wird diese Idee enorme Kraft haben, die Zivilisation neu auszurichten, denn sie weist die Zukunft. Die Suche nach einem neuen Prinzip das uns vereinen kann, und welche unsere Zivilisation jetzt beginnen muss wird, davon bin ich überzeugt, zu dieser Quelle höherer Energien führen, und Shambhala wir die große Ikone des neuen Millenniums werden.“ Victoria LePage, „Shambhala“

Durch die Jahrtausende hindurch haben Gerüchte und Berichte zirkuliert, dass irgendwo hinter Tibet, zwischen den eisigen Bergen und in den abgeschnittenen Tälern Eurasiens ein unzugängliches Paradies liegt, ein Ort universeller Weisheit und unverbrüchlichen Friedens namens Shambhala, welcher allerdings auch unter anderen Namen bekannt ist.

James Hilton schrieb 1922 darüber in seinem Buch „verlorener Horizont“; Hollywood stellte es in den sechziger Jahren dar in dem Film „Shangri-La“, und neuere Filme wie „Kundun“, „Little Buddha“ und „Sieben Jahre in Tibet“ spielen ebenfalls auf diese magische Utopie an.

Auch der Schriftsteller James Redfield, bekannt für seinen New Age Best Seller „Die Prophezeiung der Celestine“, hat ein Buch geschrieben namens „Das Geheimnis von Shambhala: Auf der Suche nach der Elften Einsicht“.

Shambhala, was auf Sanskrit soviel bedeutet wie „Ort des Friedens“ oder „Ort der Ruhe“, bedeutet den Tibetern eine Gemeinschaft wo perfekte und halb perfekte Wesen leben, welche die Evolution der Menschheit führend begleiten.

Legenden sagen, dass nur reine Seelen in Shambhala leben können, wo sie sich vollkommener Glückseligkeit erfreuen und niemals Leid, Not oder Gebrechlichkeit erfahren. Liebe und Weisheit regieren und Ungerechtigkeit kennt man nicht.

Die Einwohner leben lange, tragen wunderschöne und perfekte Körper und besitzen übernatürliche Kräfte; ihr spirituelles Wissen ist tief, sie sind technologisch fortgeschritten, ihre Gesetze sind milde und ihr Studium der Künste und der Wissenschaften erstreckt sich über das volle Spektrum kultureller Errungenschaften, auf einer weit höheren Ebene als dies sonst irgendwo auf der Welt erreicht wurde.

Shambhala gilt per Definition als verborgen. Keiner der zahlreichen Abenteurer und Suchenden nach spiritueller Weisheit, der sich auf den Weg gemacht hat Shambhala zu finden, kann seinen physischen Ort auf einer Karte aufzeigen, obwohl sie alle sagen dass es sich in den Bergen Eurasiens befinde.

Shambhala 1

Viele Zurückgekehrte glauben auch dass Shambhala sogar an der Grenze des physischen Seins liege, eine Brücke sei zwischen dieser Welt und der nächsten.

Das Sanskrit- und das Tibetische Shambhala wurde auch von der bekannten Autorität Alexandra David-Neel identifiziert, die viele Jahre in Balkh in Afghanistan verbrachte, einer uralten Siedlung bekannt als „die Mutter aller Städte“.

Das heutige Volkswissen in Afghanistan behauptet, dass nach der Eroberung durch die Muslime Balkh bekannt war als die „erhobene Kerze“ („Scham-i-Bala“) (Anmerkung des Übersetzers: die eigentliche Bedeutung wäre „Licht/Kerze von oben“), was im Persischen dem Sanskritwort Shambhala ähnlich lautet.

Tibetische Lamas verbringen einen großen Teil ihres Lebens mit ihrer spirituellen Entwicklung, bevor sie eine Reise nach Shambhala wagen. Vielleicht geschieht es in voller Absicht, dass Wegbeschreibungen nach Shambhala so wage gehalten sind, dass nur diejenigen, die voll eingeweiht sind in die Lehre des Kalachakra, sie verstehen können.

Edwin Bernbaum sagt in „Der Weg nach Shambhala“:

„Je näher der Reisende an Shambhala herankommt, desto mystischer werden die Anleitungen und desto schwieriger sind sie mit der physischen Welt abzugleichen. Mindestens ein Lama hat geschrieben dass die Vagheit dieser Bücher Absicht ist und Shambhala vor den Barbaren verbergen soll, welche sich der Welt bemächtigen werden.“ (1)

Der Hinweis des Lamas auf Barbaren, welche „sich der Welt bemächtigen wollen“ ist direkt verbunden mit der Prophezeiung von Shambhala, welche vorhersagt, dass die Menschheit langsam verfallen wird durch eine Ideologie des Materialismus, welcher sich über die Welt verbreiten wird.

Wenn dann die „Barbaren“, welche dieser Ideologie folgen, unter einem bösen König vereint sein werden und glauben es gäbe nichts mehr zu erobern, dann wird der Nebel sich lüften und die schneeglänzenden Berge von Shambhala offenbaren.

Die Barbaren werden Shambhala mit einer riesigen Armee und schrecklichen Waffen angreifen. Dann wird der zweiunddreißigste König von Shambhala, Rudra Cakrin, eine große Schar gegen diese Eindringlinge anführen. In einem letzten großen Kampf wird der böse König und sein Gefolge zerstört werden.

Im Zusammenstoß der Kulturen des Westens und Ostens erhebt sich der Mythos von Shambhala aus den Nebeln der Zeit. Wir haben heutzutage Zugang zu zahlreichen buddhistischen Texten zu diesem Thema, und auch zu Berichten von westlichen Forschern welche den beschwerlichen Weg nach Shambhala auf sich genommen haben. Dadurch können wir viel lernen für unsere persönliche Reise ins spirituelle Verstehen.

Die verlorene Welt von Agharta

Die Idee einer verborgenen Welt unter der Oberfläche des Planeten ist wirklich sehr alt. Man findet zahllose Volksmärchen und mündliche Traditionen in vielen Ländern, die von unter der Erdoberfläche lebenden Menschen erzählen die ein Reich gegründet haben indem Harmonie, Zufriedenheit und spirituelle Macht herrschen.

Die frühen europäischen Tibet-Reisenden haben immer wieder von genau so einem Kraftzentrum gesprochen. Abenteurer erzählten fantastische Geschichten von einem verborgenen Königreich in der Gegend von Tibet.

Dieser besondere Ort ist bekannt unter verschiedenen örtlichen und regionalen Namen, welche wohl beigetragen haben zu der Verwirrung unter frühen Reisenden. Man kannte ihn als Agharta, auch geschrieben Agharti, Sagharta oder Agarttha, aber heute wird es allgemein Shambhala genannt.

Wenn man die Legende in ihrer grundlegenden Form betrachtet so sagt sie aus, dass Agharta ein mysteriöses, unterirdisches Königreich sei, welches sich irgendwo unter Asien befindet und durch ein gigantisches Netzwerk von Tunneln mit den anderen Kontinenten verbunden ist.

Diese Gänge sind teils natürlich und teils die Arbeit der Rasse, welche die unterirdische Welt erschuf, und es ihnen möglich machte überall hin in Verbindung zu treten, wie sie es schon seit uralten Zeiten tun. Der Legende nach existieren noch immer weite Strecken von Tunneln, obwohl auch einiges durch Katastrophen zerstört wurde.

Diese Tunnel und ihre Eingänge sollen nur besonderen, hohen Eingeweihten bekannt sein und die Details werden sorgfältig gehütet, denn das Königreich selber ist eine riesige geheimer Wissensspeicher.

Manche behaupten dieses Wissen sei aus der Zeit von Atlantis und eines noch früheren Volkes, welches die ersten intelligenten Wesen waren, die die Welt bevölkerten.

Joseph-Alexandre Saint-Yves (1842-1910), ein begabter französischer Schriftsteller, machte die westliche Welt als erster mit der Legende von Agharta bekannt. Er war ein autodidaktischer Okkultist und politischer Philosoph, der in seinen Büchern eine Regierungsform vorstellte, welche er „Synarchie“ nannte.

Er lehrte, dass der Volkskörper wie ein lebendiges Wesen behandelt werden solle, mit einer spirituellen und intellektuellen regierenden Elite als Gehirn.

Im Laufe seiner Suche nach universeller Weisheit begann er 1885 Sanskrit zu studieren, die klassische und philosophische Sprache Indiens.

Er lernte weit mehr als er erwartet hatte. Sein Lehrer war ein gewisser Haji Sharif, der ein Afghanischer Prinz gewesen sein soll. Durch diese mysteriöse Persönlichkeit lernte Saint-Yves eine Menge über orientalische Traditionen, einschließlich auch über Agharta.

Die Manuskripte seiner Sanskritlektionen sind in der Bücherei der Sorbonne aufbewahrt, geschrieben in Hajis exquisiter Handschrift. Joscelyn Godwin schreibt in „Arktos“:

„Haji signierte seinen Namen mit einem kryptischen Symbol und gab sich als ‚Guru Bandit der Großen Aghartischen Schule‘. Anderswo erwähnt er das „heilige Land Agharta’… Eines Tages informierte er Saint-Yves dass diese Schule die ursprüngliche Sprache der Menschheit und ihr 22-Buchstaben Alphabet bewahrt. Man nennt sie Vattan oder Vattanian.“ (2)

Bald erkannte Saint-Yves, dass sein Training ihn befähigt hatte, telepathische Botschaften des Dalai Lamas in Tibet zu empfangen und auch astral nach Agharta zu reisen.

Die detaillierten Berichte über das was er dort fand wurden zum krönenden Werk seiner politisch-hermetischen Serie „Aufträge“: Auftrag der Fürsten, Aufträge der Arbeiter, Mission der Juden und schlussendlich Mission Indiens (Mission de l’Inde).

In Mission de l’Inde erfahren wir, dass Agharta ein verborgenes Land ist irgendwo im Osten, unter der Erde, wo ein in die Millionen zählendes Volk von einem „souveränen Pontifex“ regiert wird, unterstützt von zwei Kollegen, dem „Mahatma“ und dem „Mahanga“.

Shambhala 2

Sein Reich wurde zu Beginn des Kali Yuga, welches Saint-Yves um 3200 v. Chr. ansiedelt, in den Untergrund überführt, um es vor den auf der Oberfläche Lebenden zu verbergen.

Saint-Yves zufolge mussten die „Magier Aghartas“ in die infernalischen Regionen hinabsteigen um daran zu arbeiten, das Chaos und die negative Energie der Welt zu beenden.

„Jeder diese Weisen,“ schrieb Saint-Yves, „vollbringt sein Werk alleine, weit entfernt von allem Licht, unter den Städten, unter Wüsten, unter Ebenen und Bergen.“ (3)

Ab und zu sendet Agharta Botschafter in die Oberwelt, von welcher es perfektes Wissen hat.

Agharta erfreut sich der Errungenschaften von Technologien, welche den unseren weit überlegen sind. Nicht nur die neuesten Erfindungen der Moderne, sondern das gesamte Wissen aller Zeiten wird in seinen Büchereien aufbewahrt. Darunter das Geheimnis der Beziehung von Seele und Körper und die Mittel verstorbene Seelen mit inkarnierten in Verbindung zu halten.

Saint-Yves sah diese erhabenen Wesen als die wahren Autoren von „Synarchy“ und meinte dass Agharta über tausende von Jahren Synarchie für den Rest der Welt ausgestrahlt hatte, welche aber in modernen Zeiten dummerweise beschlossen hat dies zu ignorieren. Wenn die Welt eine synarchische Regierung annimmt, dann wird die Zeit reif sein, dass Agharta enthüllt wird.

Vieles von dem, was Santi-Yves in seinen Büchern über Agharta enthüllt wird dem modernen Leser bizarr erscheinen. Seine Schriften ähneln den Berichten über eigenartige Welten zahlreicher Erforscher von out-of-body Reisen durch die Jahrhunderte. Nach seinem Studium von Saint-Yves schrieb der respektierte Historiker der Esoterik, Joscelyn Godwin:

Ich glaube Saint-Yves ’sah‘ was er beschrieb, und dass er nicht glaubte irgendwelche Fiktionen zu schreiben oder etwas von irgendeinem anderen übernommen zu haben. Der Beweis dafür liegt in der absoluten Seriosität seines Charakters und in seinen anderen Publikationen und seiner Korrespondenz, in welchen er Agharta als real beschreibt. Aber es ist natürlich nochmals etwas anderes, dieses sein Agharta in der vollen Realität zu akzeptieren welche er ihr beimaß.“ (4)

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts blieb die Legende von Agharta nur Legende. Geschichten von Agharta hatten sich weit verbreitet seit der Veröffentlichung von Saint-Yves Büchern, aber Beweise für seine wahrhafte Existenz blieben weiterhin aus.

Und wirklich, man sollte meinen, dass in diesem rationalen und materialistischen Jahrhundert solche Geschichten endlich dem Bereich der Fantasie zugeordnet werden würden, eine bunte Tradition der Art von Atlantis oder Mu.

Aber solche Annahmen lassen keinen Raum für die bemerkenswerten Entdeckungen zweier unerschrockener Forscher welche in den 1920er Jahren in die weiten Asiens reisten und dort Beweise fanden für die Existenz Aghartas, welche alle vorherigen Berichte weit in den Schatten stellten. Ihre Berichte wurden zum Eckstein unseres gegenwärtigen Wissens über das geheime Reich.

Eigenartigerweise kannten sich die beiden Männer überhaupt nicht, obwohl sie beide Russen waren. Der eine machte seine Entdeckungen auf der Flucht vor den Bolschewiken; der andere kam aus seinem selbst erwählten Exil in Amerika um in die Mysterien Tibets einzudringen. Ihre Namen waren Ferdinand Ossendowski und Nicholas Roerich.

Shambhala 3

Der König der Welt

Wir befinden uns nun in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Der russische Reisende Ferdinand Ossendowski beschreibt, dass es während seiner Reisen durch die Mongolei Zeiten gab, in denen Menschen und Tiere innehielten, still und unbeweglich, als lauschten sie.

Die Pferdeherden, die Schafe und Rinder, standen stramm oder kauerten dicht über dem Boden. Die Vögel flogen nicht, Murmeltiere rannten nicht und die Hunde bellten nicht.

„Himmel und Erde hörten auf zu atmen. Der Wind blies nicht und die Sonne bewegte sich nicht …. Alle mit Angst erfüllten Lebewesen waren unfreiwillig ins Gebet geworfen, harrend auf ihr Schicksal. “ (5)
„So war es immer schon gewesen,“ erklärte ein alter mongolische Schäfer und Jäger, „immer, wenn der König der Welt in seinem unterirdischen Pallast betet und das Schicksal aller Menschen auf der Erde auswählt.“ (6)

Denn in Agartha, sagte er, „leben die unsichtbaren Lenker aller frommen Menschen, der König der Welt oder Brahatma, der mit Gott sprechen kann so wie ich mit euch spreche, zusammen mit seinen beiden Assistenten: Mahatma, der die Bedeutung von zukünftigen Ereignissen kennt und Mahinga, die Ursachen solcher Ereignisse regierend…. Er kennt alle Kräfte der Welt und liest alle Seelen der Menschheit und das große Buch ihres Schicksals.“ (7)

Ferdinand Ossendowski (1876-1945), ein polnischer Wissenschaftler, der die meiste Zeit seines Lebens in Russland verbracht hatte, war ebenso fasziniert von okkulten Legenden wie er es von der Politik war.

Als er durch die „Mysteriöse Mongolei….das Land der Dämonen“ floh, machte er regelmäßig Pausen, um sich mit buddhistischen Mönchen und Lamas über die mit Seen, Höhlen und Klöstern verbundenen Traditionen zu unterhalten. Eine Geschichte, so sagte er, begegnete ihm überall in Eurasien: Er nannte sie „das Königreich von Agarthi“, und er betrachtete diese als nichts weniger als „das Geheimnis aller Geheimnisse.“ (8)

Ossendowski erlangte das Wissen über das verborgene Königreich als er mit einem bemerkenswerten russischen Prediger zusammentraf, einem Priester namens Tushegoun Lama, der ebenfalls der russischen Revolution entflohen war, und der sich sogar einer persönlichen Freundschaft mit dem Dalai Lama rühmen konnte, welcher damals der oberste Herrscher von Tibet war.

Es war durch Tushegoun Lama, dass Ossendowski die ersten Hinweise über Agartha bekam und dazu inspiriert wurde, die Geschichten zu erforschen, auf denen das heutige moderne Wissen über das unterirdische Königreich beruht. Er nannte seine Reportagen „Bestien, Menschen und Götter“ (1922) welche heutzutage in einem seltenen, sehr gefragten Buch niedergeschrieben sind.

Während ihres gemeinsamen Reisens erzählte Tushegoun Lama Ossendowski über die wundersamen Kräfte der tibetischen Mönche, den Dailai Lama im besonderen – Kräfte, die Ausländer kaum beginnen wertzuschätzen.

Weiter sagte er:

„Doch dort existiert ein noch mächtigerer und noch heiligerer Mann… Der König der Welt in Agarthi.“ (9)

An diesem Punkt angelangt wollte der Lama, laut den Aufzeichnungen Ossendowskis, keine weiteren Fragen beantworten, sondern ritt auf seinem Pferd von dannen. Der arme Russe war im sich setzenden Staub stehengelassen worden mit einer Reihe von Fragen, die durch seinen Kopf schwirrten. Er musste mehrere Monate warten bis er begann, irgendwelche Antworten zu diesen Fragen zu erhalten.

Später erfuhr er von einem anderen Tibeter, genannt Prinz Chultun Beyli, dass vor sechzigtausend Jahren ein heiliger Mann einen Stamm seiner Anhänger tief in die Erde geführt hat.

Sie liessen sich dort nieder, unter Zentralasien, und durch die Anwendung des heiligen Mannes‘ unglaublicher Weisheit und Macht und durch die Arbeit seiner Leute wurde Agartha zum Paradies. Die Bevölkerung wuchs in die Millionen und alle waren glücklich und wohlhabend.

Der Prinz fügte noch die folgenden Details hinzu:

„Das Königreich wird Agarthi genannt. Es erstreckt sich durch die gesamten unterirdischen Gänge der ganzen Welt… Diese unterirdischen Völker und Orte werden durch Lenker, die in treuer Ergebenheit mit dem „König der Welt“ verbunden sind, regiert… Du weißt, dass in den beiden größten Ozeanen im Westen und im Osten früher zwei Kontinente bestanden. Sie verschwanden unter dem Wasser, doch ihre Bevölkerung ging in das unterirdische Königreich. In den unterirdischen Höhlen gibt es ein besonderes Licht, das das Getreide wachsen und das Gemüse reifen lässt, und das den Menschen ein langes Leben ermöglicht ohne dass sie erkranken.“ (10)

Ossendowski fand verständlicherweise vieles von diesen Erzählungen ebenso rätselhaft wie verwirrend. Nichtsdestotrotz war er überzeugt davon, auf mehr als auf nur eine Legende gestoßen zu sein – oder sogar auf ein Beispiel einer Hypnose oder Massenvision. Vielmehr nahm er eine kraftvolle Macht irgendeiner Art dahinter wahr, die offensichtlich dazu fähig war, den Kurs des Lebens auf dem Planeten Erde zu beeinflussen.

Interessant ist, dass Ossendowski berichtet, dass die enormen Kräfte, die die Menschen in Agartha wohl beherrschten, so stark waren, dass sie ganze Teile des Planeten zerstören könnten, wenn sie wollten und gleichzeitig die Antriebskraft darstellten für die allererstaunlichsten Transportmittel.

Es wurde bereits der Vorschlag gemacht, dies als eine Prophezeihung von Atomkraft und fliegenden Untertassen zu betrachten. („Bestien, Menschen und Götter“ wurde, selbstverständlich, 1922 veröffentlicht, lange bevor solche Themen überhaupt diskutiert wurden).

Ossendowski schließt sein Buch ab mit der Prophezeiung des Königs der Welt (siehe auch „Eine Prophezeiung aus der inneren Erde!“, Seite 33), in welcher besagt wird, dass der Materialismus die Erde zerstören wird, schreckliche Kriege Nationen der Welt verschlingen werden und im Höhepunkt dieses Blutvergießens im Jahre 2029 die Menschen aus Agartha aus ihrer Höhlenwelt hervorkommen werden.

Ergänzende Lektüre, damit im Zusammenhang stehend [englische Artikel; wir hoffen, gelegentlich Übersetzungen auf unserer Webseite bringen zu können] :

–   Hollow Earth: Agartha – Complete Accounts (Hohle Erde: Agartha – Komplette Aufzeichnungen):   http://humansarefree.com/2011/05/hollow-earth-agartha-complete.html)

–   Nazi Maps and Documents to Agartha Confirm the Hollow Earth Accounts (Nazi Landkarten und Dokumente über Agartha bestätigen die Hohle-Erde-Theorie): http://humansarefree.com/2015/07/nazi-maps-and-documents-to-agartha.html

–   Hollow Earth: the Forbidden Land of Agartha and the Thule Secret Society (Hohle Erde: Das verbotene Land von Agartha und die Thule Geheimgesellschaft) http://humansarefree.com/2014/10/hollow-earth-forbidden-land-of-agartha.html

–   The Black Sun and the Vril Society (Die schwarze Sonne und die Vril Gesellschaft):  http://humansarefree.com/2015/02/the-black-sun-and-vril-society.html

–   In deutsch [Hinweis durch d.Ü.]:   https://waldorfblog.wordpress.com/2012/04/09/nazi-ufos/

Botschafter von Shambhala

Nicholas Roerich (1874-1947), ein russisch-geborener Künstler, Dichter, Schriftsteller, Mystiker und angesehenes Mitglied der theosophischen Gesellschaft, führte von 1923 bis 1928 eine Expedition durch die Gobiwüste zur Altai-Gebirgskette durch, eine Reise, die 15.500 Meilen über 35 weltweit höchste Gebirgspassagen ging.

Victoria LePage sagt es in ihrem Buch „Shambhala“ so:

„Roerich war ein Mann mit unantastbarem Charakter: ein berühmter Mitarbeiter in Stravinskys Frühlingweihe (le sacre du printemps), ein Kollege des Impresarios Diaghilev und ein hochtalentiertes und respektiertes Mitglied der Vereinten Nationen.“ (11)

Er war ebenfalls einflussreich in der USA-Verwaltung unter Franklin Delano Roosevelt, sowie eine Schlüsselperson hinter dem großen Siegel auf der Dollarnote.

Nicholas Roerich kam zuerst in St. Petersburg (Russland) mit dem Buddhismus in Berührung und hörte von Shambhala während er miteingebunden war in den Bau eines buddhistischen Tempels unter der Führung des Lama Agvan Dordgiev. (12)

Einer der Gründe für Roerichs Expedition mag gewesen sein, einen Stein zurückzubringen, der Teil eines viel größeren Meteorites sei und der okkulte Eigenschaften besitze, genannt der Cintamani-Stein, angeblich von einem Sonnensystem aus der Orionkonstellation kommend.

Der Stein, so LePage, „war fähig, telepathische innere Führung zu vermitteln und eine Transformation der Bewusstseins desjenigen herbeizuführen, der damit in Kontakt komme.“ (13)

Laut einer lamaistischen Legende ist ein Bruchstück des Steines ausgesandt worden, um spirituelle Missionen zu erfüllen, die für Menschheit wichtig seien, und werde in den Turm des Königs im Zentrum von Shambhala zurückgebracht, wenn die Missionen erfüllt sind. (14)

Es wurde gesagt, dass solch ein Stein im Besitz der gescheiterten Vereinten Nationen war, der dann Roerich für die Rückgabe anvertraut wurde. Obwohl es nicht bekannt ist, ob er den Stein zurückbringen konnte oder nicht, hat seine Expedition diejenigen weitergebracht, die daran glauben, dass Shambhala mehr als nur ein Mythos ist.

Roerich glaubte an die transzendentale Einheit aller Religionen – in der Vorstellung, dass eines Tages die Buddhisten, die Muslime und die Christen realisieren werden, dass alle trennenden Dogmen nur die Hülsen sind, die denselben Kern bergen.

All seine Werke beinhalteten die Überzeugung, dass alle Glaubensrichtungen ein neues Zeitalter erwarte, in dem alle herkömmlichen Überzeugungen abgestreift werden, die Menschheit ihre Unstimmigkeiten beiseite werfen wird und alle zusammenkommen in einem Paradies universeller Bruderschaft. Sein Symbol für das kommende Paradies war Shambhala.

Roerich schrieb ein Tagebuch während seiner Reise (veröffentlicht als ‚Altai-Himalaya: Ein Reisetagebuch’) (15) und in der Mongolei notierte er, dass sein „Glauben an das nahe Bevorstehen der Ära von Shambhala sehr stark war.“

Shambhala 4

In seinem Buch „Herz von Asien“, beschreibt Roerich beides, seine wissenschaftlichen Untersuchungen und seine persönliche spirituelle Suche.

Obwohl er bereit war Geschichten von unterirdischen Städten zu lauschen, als Teil seines Abenteuers, galt sein Hauptinteresse der spirituellen Dynamik von Shambhala und dessen Wichtigkeit als ein Symbol des kommenden Zeitalters des Friedens und der Erleuchtung. Die Verschmelzung von Wissenschaft und Spiritualität ist auch in seinen hunderten von Bildern ersichtlich, die er auf seinen Reisen anfertigte.

„Sein Auge erfasste die Formen und Farben der Berge, Klöster, Felsrundungen, Stupas, Städte und Menschen von Asien,“ schreibt Jaqueline Decter in ‚Nicholas Roerich’. „Seine Seele verstand ihren Geist; und sein Pinsel schmiedete diese Synthesis aus Schönheit.“

Während seines Lebens strebte Roerich danach, alle wissenschaftlichen und kreativen Disziplinen zu verbinden, um wahre Kultur und Frieden voranzubringen, die Macht von Kunst und Schönheit dabei beschwörend, um solch eine Heldentat vollbringen zu können.

Der Roerich-Friedenspakt, der Nationen dazu verpflichtete, Museen, Kathedralen, Universitäten und Bibliotheken sowie Krankenhäuser zu respektieren, wurde 1935 gegründet und war Teil der organisatorischen Charta der Vereinten Nationen. Die Verbindung zwischen Shambhala und dem Friedenspakt ist klar ersichtlich in der folgenden Rede, die während des dritten internationalen Roerich-Friedensfahnen-Kongresses im Jahre 1933 gehalten wurde:

Der Osten hat gesagt, dass, wenn die Fahne von Shambhala die Welt umkreisen wird, gewisslich die neue Morgendämmerung folgt. Diese Legende aus Asien borgend, lasst uns festlegen, dass die Friedensfahne die Welt umkreisen soll, das Wort des Lichtes tragend, einen neuen Morgen menschlicher Verbrüderung ankündigend. (16)

„Heute“, notiert LePage, „hat jede grössere russische Stadt eine Roerich-Organisation, die seine Ideen einer neuen, erleuchteten Zivilisation zum Ausdruck bringt, basierend auf den utopischen Prinzipien von Shambhala.“ (17)

Das Zeichen von Shambhala

Shambhala selbst ist der heilige Ort, wo die irdische Ebene mit den höchsten Bewusstseinsebenen verbunden ist. Im Osten wissen sie, dass es zwei Shambhalas gibt – ein irdisches und ein unsichtbares. – Nicholas Roerich, „Das Herz von Asien“

Nicholas Roerich und seine Gruppe brachen 1924 auf um Indien, die Mongolei und Tibet zu erforschen. Wie Ossendowski zuvor, begegnete auch Roerich Geschichten über ein geheimes, unterirdisches Königreich. Er schrieb, während er unterwegs war, seine Gedanken zu diesem versteckten Königreich nieder, und diese Notizen wurden später in einem bemerkenswerten Bericht über die Expedition veröffentlicht, genannt ‚Altai-Himalaya: Ein Reisetagebuch’. (18)

Im Sommer 1926 berichtet Roerich in seinem Reisetagebuch über ein seltsames Ereignis. Er lagerte mit seinem Sohn Dr. George Roerich und einem Gefolge von mongolischen Führern im Sharagol Tal, nahe der Humbold-Gebirgskette zwischen der Mongolei und Tibet. Zur Zeit des fraglichen Ereignisses war Roerich gerade von einem Trip nach Altai zurückgekehrt und hatte eine Stupa, „eine prächtige weisse Struktur“ geformt, zu ehren von Shambhala.

Im August wurde das Heiligtum in einer feierlichen Zeremonie geweiht, zu der eine Reihe bedeutender Lamas an diesen Ort und zu diesem Zwecke eingeladen worden waren. Nach dem Event, so schreibt Roerich, sagte die Führer der Buriat ein glückverheissendes Geschehnis voraus. Einen oder zwei Tage später wurde ein großer schwarzer Vogel beobachtet, wie er über das Gelände flog.

Über diesem Vogel, weit oben sich durch den wolkenlosen Himmel bewegend, wurde plötzlich ein großer, goldener, sich drehender und in der Sonne wundervoll strahlender kugelförmiger Körper erspäht. Durch drei Paare von Fernrohren sahen ihn die Reisenden rasant von Norden, von Altai her fliegen, dann sehr scharf in Richtung Südwesten hinter den Humboldbergen verschwinden.

Einer der Lamas sagte Roerich, dass das, was er gesehen hatte, „das Zeichen von Shambhala“ war, anzeigend, dass seine Mission von den Großen von Altai, den Meistern von Shambhala, gesegnet worden war. Sie waren Zeugen einer klassischen Ufo-Sichtung geworden, 20 Jahre bevor der „offizielle“ Beginn dieses Phänomens durch Kenneth Arnolds Sichtung 1947 stattfand.

Roerichs Bericht einer solchen Sichtung erregte großes Aufsehen in Europa und, durch George Roerich untermauert, wurde der erste konkrete Beweis in den Westen gebracht, dass es in Eurasien etwas gibt, das eine Herausforderung für das Verständnis darstellt. Victoria LePage beschreibt die Bedeutung dessen folgendermaßen:

„In seiner lebhaften Farbe und seiner Tatsächlichkeit ist es bizarr, doch es ist eine unbestrittene Bezugnahme auf ein unbekanntes, goldenes Flugobjekt, das sich verhielt, wie es kein normales Flugzeug imstande gewesen wäre. Die Roerich-Geschichte konnte zu Recht als die erste glaubwürdige Andeutung bezeichnet werden, dass das Königreich von Chang Shambhala vielleicht mehr war als nur eine intellektuelle Kuriosität, eine berühmte asiatische Fabel… und von 1927 aufwärts übertrug das Welt-Zentrum in den nördlichen Bergen auf die okkulten Kreise des Westens die Faszination einer Idee, deren Zeit gekommen ist.“ (19)

Was uns zu der eigentlichen Natur der Realität hinführt. Paranormale Erfahrungen, UFO-Sichtungen miteinschließend, sind immer ein Anzeichen eines veränderten Bewusstseinszustandes, der es erlaubt, andere Realitäten wahrzunehmen. Oftmals ähneln diese Erfahrungen einem luziden Traum, in dem gewöhnliche Raum-Zeit-Physikalität nicht länger gültig ist.

Der östliche mystische Blick auf die Welt kann ziemlich von der westlichen wissenschaftlichen Sicht abweichen. Es mag sein, das die Reiseführer nach Shambhala eine Landschaft beschreiben, transformiert durch die Visionen eines Yogis, der dorthin reist: Wir würden dann einen im Schnee schimmernden Berggipfel sehen, er hingegen einen goldenen Tempel mit einem strahlenden Gott. In diesem Fall könnten wir denselben Pfad beschreiten, doch mit einer von der des Yogis abweichender Wahrnehmung.

Shambhala 5

Um nach Shambhala zu reisen, so wie es Nicholas Roerich tat, begibt man sich gleichzeitig auf eine innere mystische und eine äußere physische Reise, die durch ödes und gebirgiges Territorium führt hin zu einem kosmischen Kraftplatz.

Eine alte tibetische Geschichte erzählt von einem jungen Mann, der sich aufmachte, um Shambhala zu finden. Nachdem er viele Berge überquert hatte, kam er zu der Höhle eines alten Einsiedlers, der ihn fragte:

„Wo gehst du hin durch diese Abfälle von Schnee?“

„Um Shambhala zu finden,“ antwortete der Jugendliche.

„Ah, gut, da brauchst du nicht weit zu reisen,“ sagte der Einsiedler. „Das Königreich von Shambhala befindet sich in deinem eigenen Herzen.“ (20)

 

Literaturhinweise (englische Literatur, aus dem Originalartikel übernommen):

(1) Edwin Bernbaum, The Way to Shambhala: A Search for the Mythical Kingdom Beyond the Himalayas, 2001, p.25.

(2) Joscelyn Godwin, Arktos: The Polar Myth in Science, Symbolism and Nazi Survival, 1993, p.83.

(3) Subterranean Worlds: 100,000 Years of Dragons, Dwarfs, the Dead, Lost Races & UFOs from Inside the Earth, Walter Kafton-Minkel, 1989, p.188.

(4) Joscelyn Godwin, Arktos: The Polar Myth in Science, Symbolism and Nazi Survival, 1993, p.85.

(5) Ferdinand Ossendowski, Beast, Men and Gods, 1922, p.300.

(6) Ibid, p.300.

(7) Ibid, p.303.

(8) Ibid, p.300.

(9) Ibid, p.118.

(10) Alec Maclellan, The Lost World of Agharti: The Mystery of Vril Power, 1982, p. 66.

(11) Victoria LePage, Shambhala: The Fascinating Truth Behind the Myth of Shangri-la, 1996, p.11.

(12) See New Dawn No. 68, p. 85.

(13) Victoria LePage, Shambhala: The Fascinating Truth Behind the Myth of Shangri-la, 1996, p.10.

(14) Andrew Tomas, Shambhala: Oasis of Light, 1976, p.32.

(15) Nicholas Roerich, Altai-Himalaya: A Travel Diary (1929); Other books by Roerich: The Heart of Asia (1930); Shambhala (1930)

(16) Speech by Francis Grant in The Roerich Pact and Banner of Peace, 1947

(17) Victoria LePage, Shambhala: The Fascinating Truth Behind the Myth of Shangri-la, 1996, p.12.

(18) Nicholas Roerich, Altai-Himalaya: A Travel Diary (1929).

(19) Victoria LePage, Shambhala: The Fascinating Truth Behind the Myth of Shangri-la, 1996, p.12.

(20) As quoted in Edwin Bernbaum, The Way to Shambhala; Jacques Bacot, Introduction a l’histoire du Tibet, 1962, p.92N.

Quelle: http://transinformation.net/die-ungeloesten-geheimnisse-von-shambhala-und-agartha/

Gruß an die Nachforscher

TA KI

Archäologen finden Hinweise auf Untoten-Bestattung


Lange herrschte der Glaube, Tote könnten aus ihren Gräbern auferstehen. Jetzt zeigen Spuren auf einem Grab bei Stade: Unsere Vorfahren versuchten mit großem Aufwand, Auferstehungen zu verhindern.

AUSGEGRABEN Untote / Harsefeld

Tot ist tot. Zombies und Vampire sind Legenden. Doch es ist gar nicht so lange her, dass die Menschen im Landkreis Stade sich bei einigen Toten große Mühe gaben, sie am Wiederkehren zu hindern. Archäologen haben erste Belege für einen regen Glauben an Untote gefunden – und sind sich sicher, dass dies erst der Anfang ist.

Vor 150 Jahren wusste man in Norddeutschland noch genau, was man tun muss, damit ein Toter im Grab bleibt. Ludwig Strackerjan hat es in seiner Sammlung von Aberglauben und Sagen aus dem Herzogtum Oldenburg zusammengetragen: die Totenkleidung vollständig mitgeben, Hobelspäne in den Sarg legen, ebenso die Nadel, mit der das Totenhemd genäht wurde, und sofort das Herdfeuer ausgießen, wenn die Leiche aus dem Haus getragen ist, sie tief genug begraben. Und auf keinen Fall den Toten berauben oder mit den Gebeinen Spott und Unfug treiben.

Und wenn die Magd vergaß, das Feuer zu löschen? Oder die Nadel verloren gegangen war? Dann hatte man ein Problem: einen Wiedergänger.

Schädel beiseitegedrückt

Einen dieser Untoten hat der Kreisarchäologe des Landkreises Stade, Daniel Nösler, gefunden. Und zwar auf seinem Computerbildschirm. „Ich habe mir alte Fotos von einer Grabung im Kreuzgang des ehemaligen Klosters Harsefeld angeschaut, und da fiel mir dieser seltsame Stein auf“, sagt er und zeigt auf einen riesigen Brocken neben einem Totenschädel. Der Koloss hat den Schädel beiseitegedrückt und auch die übrigen Knochen verschoben.

Von alleine wird er kaum ins Grab gerollt sein. Mindestens zwei starke Männer müssen mit angepackt haben, um ihn überhaupt bewegen zu können. Und zufällig herum lag er garantiert auch nicht. „Der Boden des Friedhofes ist sehr feinkörnig. Darin liegen sonst nicht mal Kieselsteine.“

Und da war noch etwas: „Die Erde genau darüber hat eine ganz leicht andere Färbung als die übrige Verfüllung des Grabes“, sagt der Archäologe. Die haben den Stein nicht gleich reingeworfen – sondern das Grab an dieser Stelle noch mal aufgemacht, als der Tote schon einige Zeit dringelegen haben muss.“

Vampire an der Elbe?

Tatsächlich kommt die Figur des Wiedergängers in Norddeutschland ganz häufig vor. Da ist zum Beispiel die Sage von der armen Frau bei Brake, die auf ihrem Sterbebett einer anderen Frau ihr Versteck für fünfzehn Taler verriet. Für das Geld wolle sie anständig beerdigt werden. Die Frau versprach zwar, für die Beerdigung zu sorgen, aber nachdem die Kranke verstorben war, behielt sie das Geld für sich.

Fortan erschien die Tote allnächtlich wieder und suchte nach dem Geld, bis sie endlich gebannt wurde. So enden viele der Geschichten: …bis der oder die Untote gebannt wurde. Nur wie man die ruhelosen Toten bannte – darüber schweigen sich die Legenden aus.

Zeit der großen Seuchen

Als Nösler seinen Kollegen von dem Grab in Harsefeld erzählte, erinnerte sich auch Dietrich Alsdorf an ein ungewöhnliches Begräbnis ganz in der Nähe. Er hatte es ebenfalls vor 32 Jahren im westlichen Kreuzgang des Klosters von Harsefeld ausgegraben. „Der Sarg lag verkehrt herum in der Erde – mit dem Deckel nach unten“, erinnert er sich.

Außerdem lagen Ziegelsteine auf dem Grab, und der Sarg lag tiefer als gewöhnlich. „Jemand wollte diesen Toten definitiv sicher in der Erde wissen“, sagt Alsdorf.

Beide Wiedergängerbestattungen stammen aus dem 14. oder 15. Jahrhundert. „Es war die Zeit der großen Seuchen“, erklärt Nösler. „Wenn einer starb, dann folgten oft weitere Familienmitglieder. Damals war eine gängige Erklärung, dass der erste Tote die anderen ins Grab nachholt.“

Knochen über dem Hals

Die sogenannten Nachzehrer waren ebenfalls häufig vorkommende Untote in den mittelalterlichen Legenden: Lag versehentlich ein Stück Stoff über dem Mund eines Toten, so saugte dieser daran – und holte so die Lebenskraft aus allen, die dieses Stück Stoff zuvor berührt hatten.

In Oldendorf an der Niederelbe haben Nösler und seine Kollegen einen Nachzehrer gefunden. „Bei der Bestattung aus dem 11. oder 12. Jahrhundert lag ein fremder menschlicher Oberarmknochen quer über dem Hals“, berichtet der Forscher. Der Knochen habe verhindern sollen, dass das Totenhemd mit dem Mund in Kontakt kommt.

Nösler und Alsdorf sind sich sicher, noch mehr Untote auf den Friedhöfen im Landkreis Stade zu finden. „Jetzt wissen wir, dass die Leute in dieser Gegend tatsächlich an Wiedergänger geglaubt haben – und können ganz gezielt nach entsprechenden Hinweisen suchen.“

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/bestattung-von-untoten-und-wiedergaengern-spuren-auf-grab-a-990668.html

Gruß an die Sagen und Legenden….Oder besser doch – an die Geschichte?!

TA KI

Verbotene Archäologie


verbotenearchologieDiese Woche geht es in dieser Rubrik ausschliesslich um Geheimnisvolles, Mysteriöses, Unerklärliches, Unbeantwortetes. Oder mit anderen Worten: Wir machen eine Woche Ferien und wärmen für Sie alte Kost auf. Zum Glück sind die meisten Fragen bis heute unbeantwortet und darum so aktuell, als hätten wir es gestern geschrieben.

Wussten Sie, dass die ältesten figürlichen Kunstwerke der Welt aus Deutschland stammen? Wie gelangte eine Skulptur der alten Römer in ein mittelamerikanisches Grab bei Mexico City, lange bevor die Europäer Amerika entdeckten? Und wie schafften es die alten Chinesen bereits 2.000 Jahre vor uns Waffen zu verchromen, die bis heute nicht rosten? Ob Fussspuren moderner Menschen vor Jahrmillionen, Saurierzeichnungen aus grauer Vorzeit oder uralte menschliche Haare, deren DNA sich keiner irdischen Rasse zuordnen lässt: Das Lexikon der verbotenen Archäologie fördert mysteriöse Relikte ans Tageslicht, die unsere Geschichtslehrer erblassen lassen. Bizarre Zeugnisse der Vorzeit, die alles in Frage stellen, was uns in der Schule gelehrt wurde.

„Die Geschichte der Menschheit muss umgeschrieben werden!“ fordert der Mystery- Jäger und Journalist Luc Bürgin und dokumentiert die provokativen Ergebnisse seiner neusten Spurensuche. In seinem Buch führt Bürgin auf, was uns Archäologen verschweigen. Zum Beispiel das Geheimnis des blauen Feuers im Jesusgrab von Jerusalem, von magischen Ringen und Schwertern, flüsternden Totenschädel, von Rebellenkämpfer in den slowakischen Tatra-Berge, wo seit Jahrhunderten eines der grössten Geheimnisse der Menschheit schlummert.

In der folgenden Doku geht es um eine alte indianische Legende um 13 Kristallschädel. Es heisst, dass die 13 Kristallschädel für die 13 Menschheiten stehen, die im Kosmos verteilt leben. Eines Tages würden die 13 Kristallschädel zusammenkommen, woraufhin sich die Welt verändern werden. Tatsächlich sind in den letzten Jahren einige Schädel aufgetaucht, vieles davon Fälschungen, aber bei einigen Kristallschädel ist die Wissenschaft ratlos.

Quelle: http://www.seite3.ch/Mystery+Special+Woche+Heute+Verbotene+Archaeologie+/421254/detail.html

Heinrich Schirmbeck und der Untergang der Zivilisation: ketzerische Gedanken zu Karfreitag.


 

Heute ist Karfreitag. Heute vor über zweitausend Jahren starb der Sohn Gottes an einem Kreuz, hingerichtet vom römischen Imperium. Die Legende sagt: er starb, um unsere Sünden zu tilgen – eine Botschaft, deren Wichtigkeit man erst versteht, wenn man sich anschaut, welche Lasten die Religionen der Welt den Menschen sonst aufbürdeten, um sich von ihren Sünden (oder Schwächen) zu befreien, um Erleuchtung oder Erlösung zu finden. Deshalb nennt man die Legende von Christus ja die “Frohe Botschaft”. Was man von ihr allerdings in Kirchen und an öffentlichen Plätzen sehen kann, ist etwas anderes: ein Leichnam, hingerichtet von den Mächten und Gewalten der damaligen Gegenwart – nicht das geschickteste Symbol für eine “frohe Botschaft”, möchte man meinen.

Die frohe Botschaft? Ja – durch den Kreuzestod Jesu wurde – der Legende nach – die Menschheit befreit von der Herrschaft der “Mächte und Gewalten”.

“Mächte und Gewalten”? Zweitausend Jahre nach dem Kreuzestod wissen wir so gut wie gar nicht mehr, was damit gemeint war. Die Zeitgenossen Christi wussten das noch sehr gut. Sie repräsentieren die gefallene Seite der Schöpfung, zwar auch von Gott geschaffen, aber nicht gerade freundlich zu Menschen. Sie bringen Tod, Hass und Angst in das Leben der Menschen, Sünde, Tod und Teufel sind ihre Manifestationen. Sie gleichen jenen falschen Göttern, vor denen Gott selbst einst das Volk Israel gerettet hatte. Auch das war nichts Neues: die älteste menschliche Existenzweise ist die der nomadischen Stammesgesellschaften – und die hatten nur einen Gott, der im Himmel wohnte und sie behütete. Mit den Städten begann dann die Vielgötterei, es gab Götter für jede Gelegenheit, Mächte und Gewalten, die sich in alle Bereiche des menschlichen Lebens einmischten. Der Legende nach waren es – von Griechenland über Rom bis nach Germanien – vor allem die jungen, hübschen Töchter der Menschen, nach denen ihnen der Sinn stand: der Feudalstaat schuf sich so ein Abbild im Himmel.

Ja – der heutige Tag sollte eine große Befreiung mit sich bringen – schon vor zweitausend Jahren. Hat er ja auch. Niemand fürchtet sich mehr davor, dass ein blitzwütiger Odin die eigenen Töchter schändet, dass ein hintertriebener Loki die Ernte misslingen läßt oder ein wütender Thor das Gehöft mit seinem Hammer in Stücke schlägt. Was muss das für ein Leben gewesen sein, damals. Überall versteckten sich mächtige Götter, die übermächtigen, unsichtbaren, allgegenwärtigen Königen gleich über das ganze Erdenrund herrschten, unten auf der Erde hingegen der kleine, hilflose Bauer, gefesselt an die Scholle, jeden Launen seiner göttlichen Herren hilflos ausgeliefert.

Ich denke, man muss das mal erlebt und gelebt haben, um so ein Lebensgefühl nachvollziehen zu können.

Wir modernen Menschen können das gar nicht mehr. Wir sind vollkommen Herren über unser eigenes Schicksal, keine Mächte und Gewalten dirigieren unser Verhalten in unserem Leben, wir gestalten unseren Alltag ganz nach unserem eigenen, freien Willen: wie sollen wir nachempfinden können, wie es ist, das Niederste vom Niedersten zu sein, Gewürm unter den Stiefeln der mächtigen Germanengötter?

Nun – einer konnte das. Heinrich Schirmbeck war sein Name. Starb neunzigjährig im Jahre 2005 – am amerikanischen Unabhängigkeitstag. Auf der Internetseite der Heinrich Schirmbeck Gesellschaft findet man ein Zitat von ihm:

„Und wie dem Schöpfer seine Schöpfung, nämlich der Mensch, durch die Hybris der Erkenntnis gewissermaßen entglitt, so begann dem Menschen seine Schöpfung zu entgleiten, nämlich die Gesellschafts-, die Staaten-, die Institutionen- und Apparatenwelt. Wie Gott des Menschen nicht mehr Herr zu werden scheint, so wird der Mensch seiner Schöpfung nicht mehr Herr: sie entwickelt eine Eigengesetzlichkeit, die ihn in seiner Freiheit und Existenz bedroht”.

Eine Schöpfung, die uns in unserer Freiheit und Existenz bedroht? Unglaublich, oder?

Sie als moderner, aufgeklärter Mensch stehen dieser angedeuteten Rückkehr der alttestamentarischen “Mächte und Gewalten” selbstverständlich skeptisch gegenüber. Wir leben in einer aufgeklärten Demokratie, haben seit bald siebzig Jahre Frieden und sind frei wie nie ein Mensch zuvor!

Schauen wir mal genauer hin. Schon mal überlegt, wo Ihr Essen herkommt?

Klar – aus dem Supermarkt. Wir alle bekommen es aus dem Supermarkt.

Wer füllt die Märkte? Wissen Sie das überhaupt noch?

Fünf – bis sechs “Konzerne”. Mehr nicht. Gigantische Institutionen mit unglaublicher Macht, reicher als die meisten Staaten, liefern Ihnen das Essen – jenes Essen, das früher von ganz allein im Wald und auf den Feldern wuchs – umsonst. Der “freie” Mensch wurde so zu dem einzigen Wesen, das für seine Existenzs auf Erden bezahlen muss – als ob er ein fremdartiger Eindringling ist, der bloß geduldet wird.  Egal wie reich Sie nun sind, wie reich Sie sich fühlen: in Ihrer ganzen Existenz sind sie auf Gedeih und Verderb diesen Konzernen ausgeliefert.  Haben die Konzerne mal keine Lust mehr, ihre Arbeit zu machen (was SOFORT geschieht, wenn die Rendite zu niedrig ist), dann stellen sie ihre Arbeit ein, die Regale bleiben leer und Sie verhungern. Wer kontrolliert diese Gebilde, die uns auch mit Öl, Baustoffen, Waffen, Automobilen und enorm viel Unterhaltung versorgen?

Theoretisch: Menschen. Praktisch: Niemand. Diese Kapitalballungen haben ein Eigenleben. In dem kanadischen Film “Corporation” wurde dies im Detail beschrieben, hier bei Facebook:

The Corporation ist ein kanadischer Dokumentarfilm aus dem Jahr 2003. Der Film analysiert das Verhalten von Großunternehmen im Geschäftsleben. Er kommt dabei zu dem Schluss, dass solche Unternehmen in der Regel alle Kriterien für einen Psychopathen erfüllten, wenn Bewertungsmaßstäbe für menschliches Verhalten angelegt würden. Zudem wird dargelegt, dass solch ein Vergleich durchaus seine Berechtigung habe – weil Unternehmen als juristische Personen rechtlich größtenteils mit Menschen (Natürliche Personen) gleichgestellt seien. Einer der wesentlichen Aspekte des Films ist, dass Großunternehmen nur die eigenen Interessen verfolgen und dabei prinzipiell keinerlei Interessen anderer Personen – insbesondere von Menschen – berücksichtigen. Der Film wurde vom Rechtswissenschaftler Joel Bakan geschrieben und von Mark Achbar und Jennifer Abbott produziert.

Sie haben einen einzigen Zweck: soviel Geld wie nur irgend möglich aus dem Markt zu pressen – ohne Rücksicht auf Verluste. Selbst verantwortungsbewusste Geschäftsleiter scheitern an den Automatismen dieser künstlichen Konstrukte, die durch Verträge und Gesetze geschaffen wurden.

Gewaltige Psychopathen, mit gottähnlicher Macht ausgestattet – das hatten wir schon mal. Die Menschen hatten sie damals Odin, Zeus und Jupiter genannt.

Gehen wir weiter zu Ihrem politischen Leben. Sie haben ja mal einen Staat geschaffen, um vor solchen geistlos plündernden unmenschlichen Horden geschützt zu werden. Die Kräfte der Menschen sollten geeint werden, um selbst eine Macht zu bilden, die größer ist als das Schicksal selbst. Hungersnöte, Armut, willkürliche Not, Folter, Krieg – all das sollte für immer der Vergangenheit angehören. Zur Jahrhundertwende (1899) war man auch der Meinung, das Kriege in Europa völlig ausgeschlossen sind – man sei zu zivilisiert, um sich solcher Barbarei zuzuwenden.

Zwei Weltkriege später steht das inzwischen durch und durch demokratische Europa wieder am Abgrund eines Krieges, Truppen werden an die Ostfront verlegt, ein weiterer Krieg mit Russland steht bevor, federführend hier: die NATO und die STAATEN, weitere von Menschen geschaffene Mächte und Gewalten. Klar – die Nato und Deutschland: das sind WIR. WIR wählen unsere Abgeordneten, die wählen die Bundeskanzlerin und die schützt uns mit der Gewalt des Staates vor Not und Elend – und erst recht vor Krieg. So dachten wir jedenfalls, bis wir merkten: die Kanzlerin ist ja völlig hilflos – so hilflos wie der germanische Bauer angesichts der Allmacht seiner Götter. Das hat sie selbst zugegeben … und deshalb wurde “alternativlos” zum Unwort des Jahres 2010 (siehe Spiegel). Sind Entscheidungen alternativlos, ist der Mensch hilflos … fremden Gewalten ausgeliefert. Momentan müssen wir hoffen, dass der Krieg gegen Russland nicht auch alternativlos ist.

Heinrich Schirmbeck übrigens hat diese “Alternativlosigkeit” angesichts der Mächte und Gewalten schon früher kennenlernen dürfen. Als Gründungsmitglied der Grünen und Mitglied der Friedensbewegung durfte er eine ganz besondere Erfahrung machen – er, der 1991 noch eine umfangreiche Studie zum Völkerrechtsbruch durch die USA und die Vereinten Nationen im ersten Irakkrieg an alle wichtigen Politiker verschickte, erlebte, wie die einst so friedliebenden Grünen “alternativlos” den ersten Einsatz deutscher Kampfbomber im Ausland seit 1945 befahlen – und bejubelten.

Die Sorge, dass die gleichen Automatismen einen weiteren Weltkrieg ins Leben rufen werden, scheint begründet – erst recht, seitdem die Politik auch ihre Hilflosigkeit gegen die agierenden Mächte und Gewalten eingestanden hat … ohne jedoch auch nur im Geringsten den Versuch zu unternehmen, sich die politische Macht zurück zu erobern: gegen Götter kämpfen halt selbst Könige vergebens.

Ja – sie sind wieder da, die Götter. Der Kreuzestod Christi scheint sinnlos, ja, das Symbol des Gottessohnes am Kreuz scheint ein höhnisches Symbol des Triumphes von Menschen geschaffener Imperien über Gott selbst geworden zu sein, Imperien, die sich selbst ganz offen als Gott ausgeben … oder haben Sie etwa noch nie von den “Märkten” gehört, die mit “unsichtbarer Hand” Ihr Leben dirigieren, ihren Arbeitsplatz nach China verlegen, ihren Sozialstaat vernichten (wobei das “Soziale” der einzige legitime Grund für den Schutzbund “Staat” ist), die Krümmung ihrer Banane vorschreiben oder die Art der Beleuchtung in ihrem Schlafzimmer bestimmen?

Die Herausforderung der Menschheit des 21. Jahrhundert erinnert an die Herausforderung vorchristlicher (und vorjüdischer) Zeiten. Auch damals war der Normalbürger unsichtbaren Mächten und Gewalten ausgeliefert, die ihn wie Spielzeug hin- und herschubsten. Wenn der Kriegsgott zur Feier rief, gab es keine Diskussionen mehr … jedenfalls so lange nicht, bis sich der alte Gott der Nomadenvölker mit seinen zehn Geboten durchsetzte, jener Gott, der letztlich vor 3000 Jahren die biblische Geschichte inspirierte und ein für allemal dem idiotischen Treiben der Mächte und Gewalten ein Ende setzte: es gab nur ein einen Gott – und der war lieb und gerecht und verbot das Töten.

Heute sind sie wieder da, die Mächte und Gewalten. Anders als Zeus und Ares haben sie jedoch reale Macht – Supermacht, sozusagen.

Als Staatenbünde, Wirtschaftskonzerne, Regierungsorganisationen, Parteien, die den Menschen seiner Freiheit berauben und in seiner Existenz bedrohen – doch anders als der Götterterror der Vergangenheit verfügen diese Mächte und Gewalten über reale Macht: Atomwaffen (die schon in den nächsten Wochen in Europa zum Einsatz kommen könnten), gentechnisch veränderte Nahrungsmittel (die von der Kanzlerin gegen den erklärten und erkannten Willen des Volkes eingeführt werden – alternativlos), chemisch und biologisch bis auf zelluläre Ebene hinab verseuchte Umwelt (man denke nur an … Plastik): die Bilanz unserer Zivilisation ist vernichtend – ihr Untergang scheint unausweichlich, so jedenfalls erklärt uns dies aktuell eine Studie der Nasa (siehe    N 24):

Fünf Risiko-Faktoren für den Kollaps der menschlichen Zivilisation haben der Mathematiker Safa Motesharrei und sein Team ausgemacht. Die Analyse der Entwicklung von Bevölkerungswachstum, Klimawandel, Wasserversorgung, Landwirtschaftsentwicklung und Energieverbrauch gibt Rückschlüsse auf die Stabilität unseres Wohlstandes.

Wenn diese fünf Faktoren so zusammenwirken, dass zwei bestimmte Entwicklungen einsetzen, ist der Kollaps unausweichlich. Diese beiden Entwicklungen sehen die Forscher als bereits eingetreten an: die Überlastung der Ökosysteme durch zu hohen Verbrauch der globalen Ressourcen bei gleichzeitiger Aufspaltung der Gesellschaft in reiche Eliten und den armen Rest. Beim Untergang aller großen Hochkulturen in den letzten fünftausend Jahren haben diese beiden Dynamiken eine zentrale Rolle gespielt.

Das ist die Erfahrung der Menschheit in den letzen siebentausend Jahren: Hochkulturen rotten sich selber aus. So sind wir bei ein paar Überlegungen zu Karfreitag mitten in den laufenden, alternativlosen Untergang unserer Hochkultur geraten.

Wie wir sehen, können wir eigentlich doch ganz gut nachempfinden, wie sich der kleine Bauer vor Ort gefühlt haben muss, in seiner Existenz ständig bedroht von großen, unsichtbaren Mächten und Gewalten.

Der Unterschied zu uns?

Er brauchte nicht von Konzernen durchgefüttert zu werden, durfte noch von dem leben, was das Land hergab. Und seine Götter hatten keine Nuklearwaffen, produzierten keine künstlichen Seuchen, verwüsteten ganze Landstriche oder rotteten in nie dagewesenem Maße Pflanzen und Tiere der natürlichen Umwelt des Menschen aus.

Letztendlich bleibt nicht viel übrig von unserem kulturellen Überlegensheitsgefühl, oder? Wir gleichen eher den Luxuspassagieren einer sinkenden Titanic, die noch Musik und Tanz pflegten, als die ersten Menschen in den weniger gut versorgten Gebieten des Schiffes schon ertranken.

Hören wir nochmal Heinrich Schirmbeck dazu, hier aus einer Rede zu seinem 90. Geburtstag auf Literaturkritik:

“In unserer Zeit vollzieht sich ein Vorgang, der wesentlich mehr zu sein scheint als die Bereicherung des Wirklichen um einen neuen Aspekt: es ist der Einbruch der Naturwissenschaften in unser Leben. Dieser Einbruch zeigt sich einmal in der Überflutung unseres Alltags mit technischen Geräten, in der Beschleunigung aller materiellen und informativen Prozesse. Er zeigt sich aber noch viel unheimlicher in der Entsinnlichung aller traditionellen Lebensverhältnisse. Es ist, als werde ihnen die Substanz zunehmend entzogen, so daß nur ein abstraktes Skelett von Funktionen übrigbleibt.”

Das schrieb er 1964.

Da gab es noch keine Handys, kein Privatfernsehen und keine Alternativlosigkeit in politischen Entscheidungen.

Quelle: http://www.nachrichtenspiegel.de/2014/04/18/heinrich-schirmbeck-und-der-untergang-der-zivilisation-ketzerische-gedanken-zu-karfreitag/

Gruß an die „halben Wahrheiten“

TA KI