Leylinien & Ley-Punkte


Neben den verschiedenen Erdstrahlen kennt man in der Geomantie weitere Strukturen. Die heute am weit verbreitesten – besonders durch die New Age-Bewegung – sind die sog. ley-lines / Ley-Linien, unsichtbare, geradlinige Linien, welche verschiedenste prähistorische Kultstätten und sog. Orte der Kraft (z.B. Kirchen, Megalithen) miteinander verbinden – hier und da werden diese Linien auch Drachenlinien genannt.

Greift man auf den Wortschatz der Kelten zurück bedeutet „ley“ Schiefer bzw. Schieferfelsen, im moselfränkischen Sprachgebrauch finden sich hierzu Hinweise auf „lay“.

Da die Kelten keine Literatur hinterließen … lassen wir diese Aussage über die Bedeutung des Begriffs ley an dieser Stelle „einfach“ stehen, ebenfalls auch die Überlieferung des moselfränkischen Begriffs lay und auch die Bedeutung des Wortes ley in der angelsächsischen, also altenglischen Sprache (leigh).

Dazu im Text unten allerdings ein paar Anmerkungen und Zusammenhänge…

Langjährig hat sich Alfred Watkins auf dem Gebiet der von ihm so genannten ley-lines in Großbritannien befasst, seine umfangreichen Recherchen und Veröffentlichungen sind (neben den Werken von Pennick und Michell) Standardwerke in der geomantischen Forschung geworden. Allerdings befassen sich diese weitgehend mit englischen geomantischen Studien und außereuropäischen Kraftorten und –plätzen. Fast zeitgleich veröffentlichte Wilhelm Teudt sein Buch „Germanische Heiligtümer“ – wodurch die Geomantie auch in Deutschland bekannter wurde. Wie Watkins kam auch Teudt zu der Erkenntnis, das heilige Orte durch ein Netz gerader Linien miteinander verbunden sind (Sakrallinien).

Eine Leylinie im Hinblick auf Städte und Landschaften kann als pulsierender Meredian oder analog der Geomantie als elektromagnetische Wellen verstanden werden.

Die „Leys“ bilden analog der Geomantie eine Art Energie-Netzwerk, das die ganze Erde umzieht. Da, wo sich Leylinien kreuzen, befindet sich ein sog. Leycenter – ein Kraftort, welcher auch als magisches Quadrat bezeichnet wird und wo bereits vor Urzeiten Kultstätten entstanden sind (siehe auch ***).

Als weltberühmte Kraftorte gelten beispielsweise Stonehenge, der schwarze Monolith in Mekka, Teotihuacan, die Götterstadt der Azteken, die Pyramiden von Gizeh oder die Stätte Maccu Picchu. Als einer von vielen euroäischen „ley-Punkten“ darf in diesem Zusammenhang das Beispiel der Kathedrale Notre-Dame-de Paris erwähnt werden, die als eine der frühesten gotischen Kathedralen Frankreichs an einem Überschneidungspunkt zweier magnetischer Energieströme steht, die Paris durchqueren; entspr. wird Notre- Dame auch dadurch als Kraftort bezeichnet, und schon aus der Geschichte des Jakobsweges kennen wir den Zusammenhang mit Paris, einem Ort, der wie es heißt seit eh und je unter Sternenlinien weilt…Paris wird in diesem Artikel im Zusammenhang mit einer Energielinie noch einmal erwähnt werden.

sternenwegueberparis1870_160Sieht man von der Steinzeit einmal ab, waren es vor allem die Kelten und später auch Römer und Germanen, die ihre Wege und Häuser auch im Hinblick auf Leylinien errichtet haben sollen. Wo Leylinien existieren, besteht erhöhte Lebensenergie. Erhöhte Lebensenergie inspiriert den Menschen, und auch die Natur, z.B. wird das Wachstum von Flora und Fauna gefördert. (Inspiration siehe auch Initiatonswege)

Es heißt, dass sich auf der gesamten Strecke des „Camino“ bis über Santiago de Compostela hinaus (Camino Fisterra) bis „ans (frühere) Ende der Welt“, dem Kap Finisterre Leylinien bzw. Ley-Punkte befinden.

Es gibt innerhalb der Gruppe der Ley-Linien eine Linie namens Atlantislinie. Im Zusammenhang mit Pilgerwegen zum Grab des Jakobus erwähnen wir die Ley-Linie, da diese von den Kultstätten in Kanada über den Atlantik (vermutlich durch das versunkene Atlantis) führt, weiter über Fatima in Portugal, Guadalupe/Spanien, Karthago, Tarxien (Malta) bis zu den Pyramiden von Gise/Gizeh, um von dort aus in östliche Richtung weiter zu laufen über den Berg Sinai , Susa (altertümliche Stadt/Iran), Satrunjara bei Palitana/Indien (HL.Berg des Dschainismus), Dwarka ( Hindu-Wallfahrtsort, Geburtsplatz v. Krishna Wasudewa), Angkor Wat (prähist.Hauptstadt von Kambodscha), Bangkok (Tempel d. Goldenen Buddha) bis zu Kultstätten auf den Philippinen.

Einzelne Ley-Punkte gibt es „über-all“…

Hinweise auf Ley-Punkte am Camino Francés dürften zum einen mit der ley-linie Atlantislinie in Zusammenhang stehen (… so mancher Jakobspilger hat in der Weinregion Rioja schon den weltberühmten Tropfen „Baron de ley“ gekostet …) und zum anderen auch im Zusammenhang mit einer Linie stehen, die über Prag – Bayreuth – Bamberg – Würzburg – Michelstadt – Lorsch – Worms – Merzig – Paris und Rennes verläuft und u.a. eine Kultstätte in Oberfranken ganz in der Nähe des Frankenwegs streift, den „Druidenhain“ südlich der Ortschaft Wohlmannsgesees, eine Region, wo einst ein Völkerstamm der Kelten ansässig war.

loreleyum19_160.jh.Der Begriff Ley (auch Lay, Lei oder Lai) ist im heutigen Rheinland-Pfalz auffällig anzutreffen. In prähistorischer Zeit waren Eifel, Saar und Hunsrück keltische Besiedlungsgebiete. Und so vermitteln nicht nur Eifelsteig und Rheinsteig mit grandiosen Ausblicken auf keltische Hügel Hinweise auf eine ‚sehr alte mystische Vergangenheit’.

Bei der ‚Erpeler Ley’ handelt es sich um einen Basaltfelsen in der Höhe der Ahrmündung (siehe auch Aar-Höhenweg & Limes), die Erhebung gehört neben dem „Drachenfels“ im Siebengebirge zu den bekanntesten Vulkanruinen am Mittelrhein. In der Eifel verweist auch heute noch ein Ort namens Prümzurlay auf die Historie, im Saarland (früher Rheinland) finden wir immer noch Orte wie Theley und Tholey.

Und auch nicht nur die „Lore von der Ley“, die germanische Dame am Rhein und heutige touristische Hochburg Loreley, erinnert an die Bedeutung von Ley-Linien und Ley-Punkten und an die damit verbundene sehr alte Geschichte innerhalb Deutschlands.
Im seitlich des Rhein gelegenen Nahetal gab es keltische Besiedlungen, wir finden dort zwar keine Hinweise auf leys….allerdings auf Wirkungsstätten der Hildegard von Bingen und Kraftorte, so z.B. Disibodenberg.

Nicht weit davon entfernt, zwischen Idar- und Soonwald an der Straße, die von der Nahe zur Mosel führt, kann heute eine „Keltensiedlung“ besichtigt werden – zwischen Oberthal und Tholey. Die „Keltensiedlung Altburg“ bei Bundenbach zählt zu den besterforschten keltischen Höhen-Siedlungen Mitteleuropas.

Da, wo einst der Kulturkreis der Kelten weilte, finden sich eine ganze Menge Hinweise auf „die leys und lays“ der Region. Im Moseltal scheint es, dass sich die vielen „lays“ wie Perlen auf eine Schnur reihen könnten….

… und entsprechend auch die eine oder andere Weinlage – ähnlich der Rioja-Region – die Namens-Endung „lay“ hat (z.B. Försterlay,Geierslay, Rosenlay, Letterlay, Blaufüssler Lay, Goldlay, Kirchlay, Burglay, Herzlay,Falklay, Schwarzley, Hubertuslay uvw.)

Ob zur Lay in der berühmten Stadt des Bernkasteler Doktors oder „von Lay zu Lay“ – mittlerweile pilgert man (wieder ?) „von Lay zu Lay“ – wie z.B. bei Traben-Trarbach, wo einst eine der ungewöhnlichsten Frauen des 14.Jh. lebte (Gräfin Loretta von Sponheim-Starkenburg) seit eh und je trotz Reformation auch jährlich ein Jakobstag gefeiert wird und Goethe schon weilte….(1792).

Es finden sich auch ganze Orte mit der Namensbezeichnung Lay. An der Untermosel z.B. das Weindorf Koblenz-Lay mit seinem Berg „Layer Kopf“, an der Mittelmosel Bullay ( bislang gilt lediglich als sicher, dass in der Gemeinde einst eine römische Siedlung war, es gilt eine nächste Flurbereinigung vielleicht abzuwarten* ?)

Leiwen (der Name entstand in diesem Fall wahrscheinlich aus dem lateinischen Wort clivus, jene Altstraße, die bei Leiwen die römische Handelsstraße auf der Höhe des Talrandes mit der Straße unten an der Mosel verband).

Ein paar Moselschleifen weiter – nicht weit entfernt vom sog. weltberühmten und ältesten Weinort Deutschlands, Neumagen-Drohn, findet sich in der Gemeinde Piesport findet sich die regional berühmte „Mosel-Loreley“, wo man „von der Ley“ einen wunderbaren Blick auf das Moseltal hat und auch neuzeitliche Pilger gerne per pedes oder mit einem Fahrrad Rast machen.

Ein paar Moselschleifen weiter – Richtung Kondelwald – platzte in den 1980er Jahren eine „archäologische Bombe“.

Bei einer Flurbereinigung * wurden in der Gemeinde Kinheim zum einen Reste einer sehr großen römischen Villen-Anlage aus der Zeit Ende 3.Jh. und zum anderen auch noch eine Statue des gallisch/keltischen Gottes Sucellus entdeckt. Es versteht sich in diesem Zusammenhang mit den Kelten fast von selbst, dass Kinheim eine Weinlage hat, deren Namensendung „ley“ bzw. abgeleitet „lay“ ist: Kinheimer Hubertuslay.

sucellus_160Der archäologische Fund aus 1976 ist von daher einzigartig, da dieser keltische Gott neben seinem Schlegel auch Weintrauben und Weinlaub bei sich trägt und der ‚Kinheimer Fund’ (zu besichtigen im Landesmuseum in Trier) daher im einen als ältestes Zeugnis auf einen Weinbau an der Mosel hinweist, zum anderen, das auch das Beispiel Kinheim verdeutlicht, dass eine urkundliche Überlieferung nicht unbedingt auch auf das tatsächliche Besiedlungsdatum verweisen mag – im Beispiel Kinheim hatte sich die einstige überlieferte Berechnung vertan: lt. Urkunde gibt es den Ort „erst“ seit dem frühen Mittelalter (1161) – man hatte sich bis 1976 um „nur“ rd. 800 Jahre geirrt…. Kinheim heute darf jetzt auf eine Historie bis mindestens ins 3.Jh. zurückblicken und reiht sich damit in die direkte Nähe zum „weltberühmten ältesten Weinort“.

Inwieweit die Statue des Keltengott Sucellus im 2.bzw.3.Jh. in die römische Villenanlage gekommen ist – darüber lassen sich bislang leider nur Vermutungen erstellen, da es eben von den Kelten keine überlieferte Literatur gibt. Schaut man sich im Trierer Museum die Originalfundstücke aus der Villa in Kinheim an……erkennt man Amphoren …..- dies ist von daher äußerst bemerkenswert, da die Römer ihren Wein zuerst in Amphoren , erst später in Holzfässern an die Mosel brachten…..Von daher ist der Kinheimer Fund eigentlich viel älter als das weltberühmte NeumagenerWeinschiff…..das als Beweis dafür dienen soll, dass die Gemeinde Neumagen-Drohn ältester Weinort Deutschlands sei. Die archäologischen Ausgrabungen und auch die neuzeitlichen Flurbereinigungen *) bleiben spannend… , und so manches „Moselörtchen“ wird sich irgendwann seiner wirklichen Historie stellen müssen….

An der Obermosel finden wir die Geyersley in der Nähe von Trier

Wenn wir an dieser Stelle und im Hinblick auf die vielen „Leys“ und „Lays“ wie oben erwähnt…..bemerken, .was die Silbe „Geyer“, „Geier“ oder „Gayer“ bedeutet bzw. wo sie ihren Ursprung zu haben vermag….dann wird die spannende Historie noch deutlicher: Gaia… ein Begriff in der Mythologie

Glaubt man an esoterischen Lehren, so können wir unsere eigene physische und spirituelle Gesundheit verbessern, indem wir als Alternative des Verbauens unseren Lebensraum dem Ley-System anpassen.

(…)

Gaia

Aus der griechischen Mythologie kennen wir Gaia, die Erde in Göttergestalt,

die Allmutter, Urgottheit oder Göttin der Erde -entstanden aus dem Chaos.

Einen Gaiakult gab es vor allem in Delphi, eine wie wir wissen, berühmte Pilger- und Weissagungsstätte.

Zur Zeit um 500 v.Chr., in der sog. Hallstattzeit (ältere Eisenzeit), die den Kelten zugeordnet wird und für das Antike Griechenland Blütezeit und beginnender Niedergang bedeutet wurde die Erdgöttin Gaia ( deutsch Gäa) im Orakel von Delphi verehrt, derzeit wie es heißt die wichtigste Kultstätte in der hellenistischen Welt. Lange Zeit galt sie sogar als Mittelpunkt der Welt.

Wir kennen eine Gaia-Hypothese, aus dieser ist die Physiologie der Erde – die heutige Geophysik – entstanden.

Dass der Name Gaia heutzutage auch gerne im Zusammenhang mit dem Schamanismus ergibt sich aufgrund dieser verschiedenen Hinweise fast von selbst.

Glaubt man an esoterischen Lehren, so können wir unsere eigene physische und spirituelle Gesundheit verbessern, indem wir als Alternative des Verbauens unseren Lebensraum dem Ley-System anpassen.

Quelle: http://www.pilger-weg.de/pilgergebiete/leylinien/index.html

Gruß an das heilige Land

TA KI

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