Das Immunsystem stärken – Die besten Tipps für eine starke Abwehr


Wie das Immunsystem natürlich gestärkt werden kann

Das Immunsystem besteht nicht nur aus einem Organ sondern, so wie es der Name schon verrät, aus einem ganzen System. Zu diesem gehören alle lymphatischen Organe, lymphatischen Gewebe, Hormonsystem und Nervensystem. Bei dieser Komplexität ist verständlich, dass sich Einflüsse wie Stress, massive Belastungen im Leben oder Hormonschwankungen negativ auf das Immunsystem auswirken können. Um dieses zu stärken, müssen verschiedene Aspekte bedacht und organübergreifend therapiert werden.

Das Abwehrsystem: Aufbau und Entwicklung

Zu den Organen des Abwehrsystems gehören das Knochenmark, die Milz, der Thymus, Lymphknoten, Rachen-, Zungen- und Gaumenmandeln sowie das lymphatische Gewebe im Darm. Die Zellen, die mit der Abwehr beschäftigt sind, entwickeln sich alle aus einer sogenannten Stammzelle im Knochenmark. Anschließend wandern diese Zellen dann an die verschiedensten Stellen im Körper, um dort ihrer Abwehrarbeit nachzukommen.

Die zum Immunsystem zählenden Organe werden in primäre und sekundäre lymphatische Organe unterteilt. (Bild: Henrie/fotolia.com)

Die Organe und das Gewebe des Immunsystems werden in zwei Kategorien eingeteilt: Erstere bilden die primären lymphatischen Organe wie Thymus und Knochenmark. Hier reifen die unreifen Immunzellen zu sogenannten immunkompetenten Zellen heran und gelangen dann in die zweite Kategorie, die sekundären lymphatischen Organe. Diese bestehen aus den Lymphknoten, dem sogenannten lymphatischen Rachenring (Rachen-, Zungen- und Gaumenmandeln), der Milz, den Peyer-Plaques (lymphatisches Gewebe im Dünndarm) und weiteren Lymphgeweben im Körper. Dort gehen die Immunzellen ihrer Arbeit nach.

Ein Baby kommt mit einem sogenannten Nestschutz auf die Welt. Das bedeutet, dass die Mutter, solange das Kind noch im Mutterleib ist, plazentagängige Antikörper auf das Ungeborene, (Immunglobuline der Klasse G, kurz: IgG ) überträgt. Somit besitzt das Kind gleich nach der Geburt für die ersten Monate eine passive Immunität in Bezug auf Krankheiten wie z.B. Masern, Röteln und Mumps.

Nach den ersten Monaten sinkt dieser Antikörperspiegel im Blut ab und die Kleinen sind in den ersten Lebensjahren äußerst anfällig für Infektionen. Der Organismus des Kindes wird im weiteren Lebensverlauf mit vielen Erregern konfrontiert und legt sich dadurch, über Jahre hinweg, selbst eine aktive Immunität zu.

Zellen der Abwehr

Die eigentlichen Abwehrzellen gehören alle zu der Gruppe der Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Diese werden aus der Stammzelle im Knochenmark gebildet. Diese Vorläuferzellen der Leukozyten können zwei verschiedene Entwicklungswege einschlagen. Entweder werden sie zu Granulozyten, Monozyten oder Makrophagen, wobei diese drei Zellarten zu dem sogenannten unspezifischen Abwehrsystem gehören. Oder sie entwickeln sich zu den lymphatischen Vorläuferzellen, aus denen dann später Lymphozyten oder natürliche Killerzellen werden. Diese Zellarten wiederum bilden einen Teil der spezifischen Abwehr.

Unspezifische Abwehr

Die unspezifische Abwehr ist für eine schnelle Reaktion verantwortlich. So ist zum Beispiel gewährleistet, dass die bei einer kleinen Schnittwunde eingedrungenen Erreger, schnellstens unschädlich gemacht werden. Zu der unspezifischen Abwehr gehören auch Substanzen, die sich im Speichel befinden, um hier schnell für eine Abwehr zu sorgen.

Spezifische Abwehr

Diese Art der Abwehr braucht etwas länger, um effektiv wirken zu können. Sie hat die Gabe, sich Erreger merken zu können um bei einem erneuten Eindringen sofort zu reagieren. Ein Beispiel dafür ist eine bereits durchgemachte Kinderkrankheit, die bei einem Neukontakt sofort vom Körper erkannt und abgewehrt wird.

Das unspezifische und spezifische Abwehrsystem arbeiten nicht getrennt sondern übergreifend. So ist es möglich, dass erstere zum Beispiel einen Erreger „markiert“, damit dieser von der spezifischen Abwehr anschließend schneller erkannt und eliminiert werden kann.

Das Immunsystem ist entscheidend für die Abwehr von Krankheitserregern wie Viren oder Bakterien. (Bild: ag visuell/fotolia.com)

Das Immunsystem

Das Immunsystem ist kein isoliertes System, sondern arbeitet eng mit dem Abwehrsystem, dem Hormonsystem und dem Nervensystem zusammen. Dementsprechend ist es auch beeinflussbar durch Gedanken, Gefühle und Stress.

Das Immunsystem hat die Aufgabe abzuwehren, zu zerstören oder zu adaptieren. Damit ist nicht nur Arbeit auf der rein körperlichen Seite gemeint, sondern auch auf seelischer und geistiger Ebene. So gelingt es dem einen Menschen Dinge, die auf ihn einstürmen, abzuwehren und dabei gesund zu bleiben. Der andere reagiert auf nahezu dieselben Lebensumstände mit ständig wiederkehrenden Infekten. Jeder Mensch hat seine „schwachen“ Körperregionen, die am ehesten zu Erkrankung neigen, wenn Stress, Trauer oder massive Belastungen das Leben erschweren.

Ursachen für ein schwaches Immunsystem

Starke Störungen im Immunsystem entstehen durch Autoimmunerkrankungen. Bei diesen richten sich die Abwehrmechanismen nicht gegen Eindringlinge, sondern gegen körpereigenes Gewebe. Das Immunsystem bei diesen Erkrankungen zu stärken, erfordert große Vorsicht, da eine Stimulation hier eventuell zu einer Verschlimmerung führen kann. Bei Autoimmunerkrankungen darf daher nur moduliert und niemals stimuliert werden.

Medikamente, wie Schmerzmittel oder Zytostatika, können auch zu einer Schwäche des Immunsystems führen. Massive Nierenerkrankungen, bei denen es zu Eiweißverlusten kommt, haben häufig ein gestörtes Immunsystem zur Folge.

Gleiches gilt für Hungerzustände, Diabetes, Kinderkrankheiten sowie über kurze Zeiträume auch für akute und chronische Infektionen. Übermäßiger Sport, massive Sonnenexposition, Hormonstörungen, Stress und starke seelische und körperliche Belastungen führen unter Umständen auch zu einem geschwächten Immunsystem.

Stress, Krisen und starke seelische Belastungen können die Abwehrkräfte schwächen. (Bild: vgstudio/fotolia.com)

Stärkung des Immunsystems

Um das Immunsystem zu stärken muss der Mensch als Ganzes gesehen werden. So sollte nicht nur etwas für die Körperabwehr getan, sondern auch der Mensch als Gesamtheit mit Seele und Geist gestärkt werden.

Einerseits müssen die Schleimhäute in den Atemwegen und im Darm abgehärtet werden. Andererseits ist es wichtig, die Betroffenen dabei zu unterstützen, (wieder) zu einem inneren Gleichgewicht bzw. einem Wohlfühlzustand zu gelangen. Hier ist kein allgemeingültiges Rezept vorhanden, das jedem Menschen bei der Stärkung seiner Abwehr hilft. Jeder Mensch reagiert individuell und genau so ist auch sein Immunsystem zu behandeln.

Die richtige Ernährung für eine starke Abwehr

Grund für eine geschwächte Abwehr und damit verbundene häufige Infektionskrankheiten wie Erkältung, Bronchitis etc. kann auch eine mangelhafte Ernährung ohne ausreichend Vitamine und Mineralstoffe sein. Gerade Menschen, die viel Stress haben und ständig unter Zeitdruck stehen, neigen häufig zu ungünstige Ernährungsgewohnheiten. Sie verzehren öfter Fast-Food, essen im Stehen bzw. Gehen und greifen schnell zwischendurch zu ungesunden Snacks, anstatt sich Zeit für eine gesunde, ausgewogene Mahlzeit zu nehmen.

Um die Abwehr zu stärken, sollte daher das eigene Ernährungsverhalten kritisch geprüft und gegebenenfalls rasch geändert werden. Versuchen Sie, möglichst ausgewogen und vielfältig zu essen und vor allem viel Gemüse und Obst zu sich zu nehmen. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) empfiehlt hier täglich fünf Portionen, die möglichst frisch bzw. kurz gegart oder zum Teil auch in Form von Saft oder Smoothie zu jedem Essen gehören sollten.

Ernährungsexperten empfehlen für eine gesunde Ernährung fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag. (Bild: Alexander Raths/fotolia.com)

Bei den Vitaminen sind vor allem die vor freien Radikalen schützenden Vitamine A, C und E wichtig. Erstere finden sich z.B. in Möhren, Tomaten und Spinat. Reich an Vitamin C sind unter anderem Zitronen, Kiwis, Brokkoli und Paprika. Vitamin E bekommen Sie z.B. durch Sonnenblumen- und Olivenöl, Mandeln und Walnüsse.

Die Ernährung sollte reichlich Vollkornprodukte, Reis, Kartoffeln und Hülsenfrüchte enthalten. Denn diese enthalten viele Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe, gleichzeitig aber kaum Fett und Cholesterin. Die Ballaststoffe sorgen zudem dafür, dass die Darmschleimhaut ihre Aufgabe als Schutzschild gegen schädliche Erreger besser wahrnehmen kann.

Milchprodukte gehören (in Maßen) zu einer ausgewogenen Ernährung, da die enthaltenen Milchsäurebakterien positiv auf die Darmflora und damit auf das Immunsystem wirken. Andere tierische Produkte wie Fleisch, Wurstwaren und Eier sollten hingegen nur sparsam eingesetzt werden. Seefisch (mit anerkannt nachhaltiger Herkunft) als Lieferant für Omega-3-Fettsäuren, Jod und Selen, empfiehlt sich ein- bis zweimal in der Woche.

Generell sollten pflanzliche Fette und Öle bevorzugt werden (z. B. Raps- und Sojaöl), da sie im Vergleich zu tierischen Fetten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten. Versuchen Sie, auf Zucker bzw. zuckerhaltige Lebensmittel so gut es geht zu verzichten und verwenden Sie wenig Salz. Geben Sie stattdessen Ihren Gerichten lieber mit Kräutern und Gewürzen den richtigen Geschmack.

Wichtig ist, stets auf eine ausreichende Trinkmenge zu achten. Am besten geeignet sind dabei Wasser bzw. Mineralwasser, Früchtetees sowie verdünnte Frucht- und Gemüsesäfte. Kaffee, schwarzer Tee und Alkohol sollten hingegen nur in geringen Mengen konsumiert werden.

Die Psyche stärken mit natürlichen Mitteln

Steht die Psyche im Vordergrund, das heißt werden Betroffene stark durch seelische Belastungen in ihrer Abwehr beeinflusst, so muss hier als Erstes gegengesteuert werden. Empfehlenswerte Entspannungsverfahren zum Stressabbau sind in diesem Fall zum Beispiel Yoga oder autogenes Training.

Die Bachblütentherapie eignet sich gut zur Stärkung der psychischen Gesundheit. Die Auswahl der richtigen Blüte(n) erfolgt hier entsprechend des aktuellen Gemütszustandes des Patienten. (Bild: Johanna Mühlbauer/fotolia.com)

Um die Psyche positiv zu stärken, kann eine individuell abgestimmte Bachblütentherapie sehr wirksam sein. Dr. Bach, der Begründer dieser Therapie, hat 38 Blüten entdeckt, die jeweils für einen bestimmten Seelenzustand stehen. Leidet der Patient beispielsweise an mangelndem Selbstvertrauen, hilft Cerato. Mentale Erschöpfung kann mithilfe von Hornbeam gelindert werden und gegen depressive Stimmung wird Mustard eingesetzt. Bei Angstzuständen wäre Aspen das Mittel der Wahl, innere Unruhe lässt sich wiederum mit Rock Rose behandeln.

Um die richtige Blüte bzw. Kombination zu ermitteln, muss der aktuelle Seelenzustand genau analysiert werden. Sind die passenden Blüten identifiziert, wird daraus eine Tropfenlösung für die orale Einnahme erstellt. Andere Therapeuten arbeiten mit der klassischen Homöopathie, die ebenfalls sehr erfolgreich eingesetzt werden kann. Nach einer ausführlichen Anamnese wird das, für den Menschen passende, homöopathische Mittel verabreicht.

Weitere naturheilkundliche Mittel für die Seele liegen im Bereich der Komplexhomöopathie (Arzneimittel aus mindestens zwei Wirkstoffen), der Mineralstofftherapie mit Schüßler-Salzen (Heilen mit Mineralsalzen), der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) und Aromatherapie (Heilen mit ätherischen Ölen).

Gesund durch pflanzliche Immunmodulatoren

Naturheilmittel, die das Immunsystem stärken sollen, wurden früher mit dem Begriff „Abhärtung“ bezeichnet. Dazu gehören Kneipp´sche Güsse, Sauna und tägliche Bürstenmassagen.

In der heutigen Naturheilkunde werden die Formulierungen Immunstimulation (Anregung der Immunantwort) und Immunmodulation (Veränderung der Immunantwort) gebraucht. Das Immunsystem unterliegt dabei heutzutage einer hohen Anforderung. Umweltgifte, Zivilisationskost und Stress bringen erhebliche Belastungen des Immunsystems mit sich. Deshalb wird in der Therapie meist eine Immunmodulation bevorzugt und auf eine Immunstimulation verzichtet.

Zu den Immunmodulatoren gehören Pflanzen wie Sonnehut (Echinacea), Mistel, Taigawurzel (Eleutherokokkus) oder der Lebensbaum (Thuja). Diese Pflanzen müssen jedoch in bestimmten Dosierungen und Potenzierungen eingesetzt werden, um ihre modulatorische Wirkung entfalten zu können.

Ein leckerer Tee mit Hagebutte stärkt die Abwehr und fördert die Selbstheilungskräfte des Körpers. (Bild: laboko/fotolia.com)

Heilpflanzen wie Hagebutten und Lindenblüten können ebenfalls zu einem gesunden und starken Immunsystem beitragen. Ein Tee aus diesen Pflanzen kann dabei nicht die Abwehr positiv beeinflussen, sondern wirkt zugleich schleimlösend und ist daher ein gutes Hausmittel bei Erkältung.

Teemischung zur Abwehrstärkung:

  • 25 Gramm Hagebutten
  • 25 g Lindenblüten
  • 15 g Orangenschalen
  • 15 g Holunderblüten

Vermischen Sie die Zutaten und geben Sie einen gehäuften Esslöffel der Mischung in eine Tasse Gießen Sie einen Viertelliter kochendes Wasser darüber. Lassen Sie den Aufguss vor dem Abseihen 10 Minuten zugedeckt ziehen. Trinken Sie den Tee zwei bis drei Mal am Tag möglichst heiß. Bei Bedarf kann etwas Honig zum Süßen hinzu gegeben werden.

Eigenbluttherapie zur Aktivierung der Abwehr

Eine häufig eingesetzte Therapie zur Stärkung des Immunsystems ist die Eigenbluttherapie. Dabei wird aus der Vene Blut entnommen und dem Körper direkt oder aufbereitet in Form einer intramuskulären (in den Muskel) oder subcutanten (unter die Haut) Injektion wieder zurückgegeben. Durch diese Injektion bildet sich eine Entzündung, die wie eine kleine Infektion den ganzen Körper betrifft. Daraufhin werden verschiedene Immunreaktionen ausgelöst, da das injizierte Blut als fremd erkannt wird.

Durch die Aktivierung der Abwehr werden die körpereigenen Selbstheilungskräfte angeregt und dadurch längerfristig das Immunsystem gestärkt. Bei einer Eigenbluttherapie wird meist über einen Zeitraum von 10 Wochen, einmal wöchentlich, Blut entnommen und injiziert. (sw, nr; zuletzt aktualisiert am 4.3.2017)

Quelle: http://www.heilpraxisnet.de/hausmittel/immunsystem-staerken.html#Wie_das_Immunsystem_natuerlich_gestaerkt_werden_kann

Gruß an die Wissenden

TA KI

Speisekarte und Apotheke am Waldrand und draußen. Wildkräuter, kostenloses Superfood der Natur


Aus Rasen und Beet auf den Teller

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Die oft als „Unkräuter“ bezeichneten Wildkräuter und Pflanzen sind eigentlich die vollkommensten und wirksamsten Nahrungsergänzungsmittel – oder besser gesagt ein wahres Lebensmittel dar. Und außerdem wachsen diese gratis vor ihrer Haustüre, Balkon oder Garten.
Quelle: Rosemarie Hein, D-14532 Stahnsdorf – http://www.heilpraktikerinnen-stahnsdorf.de/ – Danke für die freundliche Bereitstellung
Die „Naturapotheke“ vor Ihrer Haustür

 

Es ist wieder so weit: Frühling lässt sein blaues Band… Aber auch die grünen Schätzchen lassen nicht auf sich warten! Die ersten Brennnessel-Winzlinge lugen frech aus der Laubdecke, in der Hoffnung, dass man ihnen kein (Brenn-)Härchen krümme, der Giersch, ungeliebtestes „Unkraut“ hat sich wieder mal allen Ausrottungsbestrebungen widersetzt, erste harmlos wirkende Hopfentriebe lassen noch nicht auf die verschlungenen Wege schließen, die sie über alle Nachbarzäune hinweg gehen, sobald sie der Pubertät entwachsen sind. Und die Löwenzahnstauden im Rasen? Hatte man sie nicht sorgsam ausgestochen, um die uni-grüne Ordnung nicht mit den unberechenbaren gelben Farbtupfern zu zerstören?
Bevor Sie nun erneut Kampfpläne schmieden, möchte ich Ihnen das vollkommenste und wirksamste Nahrungsergänzungsmittel – oder eher ein wahres Lebensmittel – vorstellen, das außerdem auch noch gratis vor Ihrer Haustür wächst.
Ja, Sie lesen richtig: Das Arsenal einer ganzen Apotheke an Multivitaminen, Mineral- und Arzneistoffen verbirgt sich in Ihrem Garten, auf der Wiese, im Gemüsebeet, zwischen den Sträuchern: Ungeliebt, bis aufs (Rasenmäher-)Messer bekämpft, Unkraut geschimpft:

Nennen wir sie doch liebevoll „Wildkräuter“!

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Die verkannten Vitaminbomben

 

Schauen wir uns doch mal die „Sonnenseite“ von Löwenzahn, Brennnessel, Giersch & Co. an:

Grünkräuter in ihrer Vielfalt enthalten alle dem menschlichen Organismus dienlichen Vitalstoffe, nämlich sämtliche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme und Aminosäuren, das so wertvolle Chlorophyll sowie Ballaststoffe in perfekter Ausgewogenheit.
Chlorophyll, das Blattgrün, ist dem Hämoglobin unseres Blutes sehr ähnlich. Es hat stark entgiftende und vitalisierende Wirkung und versorgt unsere Zellen mit einer Extraportion Sauerstoff. Außerdem wirkt es jeder (unangenehmen) Art von Körpergeruch entgegen.Die Faserstoffe „fegen“ den Darm regelrecht, binden Toxine und Entzündungsstoffe und wirken so Darmerkrankungen entgegen.
Wildpflanzen sind durch den hohen Mineralstoffgehalt stark basisch und damit ein ideales Mittel, um den Körper zu entsäuern, zu entgiften und zu entschlacken.
Wildkräuterkost unterstützt gewünschten Gewichtsabbau sehr wirksam. Mehrmals täglich genossen, verhindern sie Heißhungergefühle und besonders „Süßhunger“. Durch die Bitterstoffe werden die Verdauungssäfte gefördert, der gesamte Stoffwechsel wird angeregt und der Blutzuckerspiegel reguliert.
Die Konzentration der Vitalstoffe in Wildpflanzen ist so hoch, dass wir uns bei regelmäßigem Verzehr keine Gedanken über irgendwelche Mängel machen müssen (siehe Tabelle).
Wildkräuter enthalten viel resorbierbares Kalzium und hochwertiges, für den menschlichen Organismus rückstandslos verwertbares Eiweiß (im Gegensatz zu tierischem Eiweiß).
Wildpflanzen sind ein Lebenselixier erster Güte, denn sie enthalten feinstoffliche Energiefelder (Biophotonen / Lichtteilchen) und haben somit eine direkte energetisierende und formbildende Wirkung auf den Körper.
Fast alle Wildpflanzen sind auch „Heilkräuter“, und Sie machen sich deren jeweiliges Heilprinzip zunutze, in vorbeugender oder auch heilender Weise.
Wir können sie stets frisch und jung ernten.
Wildpflanzen wachsen ohne chemische Keule auf, vorausgesetzt, Sie sammeln an einem unbelasteten Ort.

Vergleich Wildpflanzen und Kulturpflanzen

 

Erkenne: Überlegenheit der Wildpflanzen bei Magnesium: 3-fach, bei Eisen: 10-fach! Ähnliches trifft für den Kalziumgehalt zu.

Man staune: Überlegenheit der Wildpflanzen 23-fach!

(Quelle: FRANKE, W., Institut für Landwirtschaftliche Botanik der Universität Bonn, Ernährungswiss. Umschau 28.6.1981)
Hinweise für das Sammeln von Wildkräutern

Sammeln Sie nur an unbelasteten Standorten (eigener Garten, Wiesen abseits von Straßen).
Pflücken Sie nur junge, zarte, hellgrüne Pflanzenteile bzw. die oberen Triebe (z. B. bei Brennnessel), damit die Pflanze sich regenerieren kann und Sie über die ganze Vegetationsperiode „junges Gemüse“ haben.
Kosten Sie und erspüren Sie, von welchen Pflanzen Sie viel, von welchen wenig nehmen sollten. Bei mir z.B. bilden neutral schmeckende und in großen Mengen vorkommende Kräuter wie Löwenzahn, Brennnessel und Giersch den „Grundstock“.
Sammeln Sie nur Pflanzen, die Sie gut kennen und sicher identifiziert haben. Besorgen Sie sich ein gutes Wildpflanzenbuch.
Waschen Sie die Wildkräuter gut, und verbrauchen Sie diese möglichst gleich oder lagern Sie sie kurzzeitig im Kühlschrank. Einfrieren ist möglich, wenn auch nicht optimal.
Essen Sie die Wildkräuter möglichst roh und streuen Sie diese erst zum Schluss auf warme Speisen (nicht unterrühren). Brennnesselsuppe hat zwar „Tradition“, aber kaum noch Kraft, deshalb wenigstens einen Teil der Kräuter roh zusetzen.
Beginnen Sie mit kleinen Mengen, um sich an den leicht bitteren (aber verdauungsfördernden) Geschmack zu gewöhnen. Schneiden Sie die Kräuter anfangs sehr klein und streuen Sie sie über Ihre Gerichte, Salate, in den Quark, aufs Brot….
Richten Sie später ganze Salate damit (verzichten Sie dafür auf Kopfsalat), indem Sie die Grünkräuter nur grob zerschneiden und mit Gemüse oder Obst Ihrer Wahl kombinieren.
Fügen Sie Wildsalaten einen kleingeschnittenen Apfel oder einige Rosinen oder Bananenstücke hinzu, das nimmt die leichte Bitterkeit.
Erfinden Sie eine leckere Salatcreme mit Nuss-, Mandel- oder Sesammus, Zitrone, Joghurt o.ä.
Wenn Sie Nüsse, Mandeln, Sonnenblumen- oder Kürbiskerne hinzufügen, erhalten Sie eine mehr als vollwertige Mahlzeit.
Sollten Sie aufgrund von Versäuerung Obst nicht gut vertragen, essen Sie etwas Wildkraut dazu – das neutralisiert durch den hohen Mineralstoffgehalt. Trotz des Säuregehalts wird Obst im gesunden Organismus normalerweise basisch verstoffwechselt.
Naschen Sie auch Blüten, und dekorieren Sie Ihre Speisen damit! Sie führen sich damit neben der Lichtenergie auch noch die Information der „Schönheit“ zu: Nicht umsonst sagt man, dass das Essen von Blüten schön macht.
Sammeln Sie für Heilkräutertees, so dürfen die Kräuter vor dem Trocknen nicht gewaschen werden, d. h. sammeln Sie an sauberen Standorten und nicht in Erdnähe.

Gesundheit durch „Unkräuter“

 

Brennnessel (Urtica dioica):brennessel-426x500-914030
Zu Unrecht gefürchtet: Die Brennnessel wirkt blutreinigend, entwässernd, putzt den gesamten Verdauungstrakt durch, aktiviert die Abwehrkräfte, beruhigt die Nerven. Sie ist sehr siliziumhaltig, blutreinigend, entschlackend, stärkt Haut und Knochen, reich an Eisen, Vitamin C, A und K, wirkt lt. neueren Studien sehr gut gegen Rheuma und Gicht sowie gegen Arthrose. Nur ganz jung ernten, die Brennhaare brechen ab, wenn man sie zwischen den Fingern oder beim Schneiden zerdrückt.

Giersch/Geißfuß (Aegopodium podagraria):giersch
Die zarten, sich gerade entfaltenden Blätter schmecken sehr würzig, man kann sie in größerer Menge verzehren. Sie enthalten viele Mineralien, sehr viel Beta-Karotin und wirken – wie ihr lateinischer Name verrät – gegen Gicht (Podagra) und Rheuma, weil sie sehr viel Basen liefern und Säuren – wie Harnsäure – ausleiten können.

Löwenzahn (Taraxacum officinale):löwenzahn
wirkt aufgrund seiner Bitterstoffe besonders heilsam auf Leber und Nieren, ist blutreinigend (zur Frühjahrskur täglich 5 – 10 Stengel kauen!), ist nützlich bei Rheuma und Gicht, Hautkrankheiten, Fettsucht, Gallensteinen, Knorpeldegeneration. Das Kraut ist reich an Vitamin C und vielen Mineralien. Junge Blättchen verwenden, aber auch die Blütenblätter.

Hopfensprossen (Humulus lupulus):wpe39271
Junge Hopfensprossen schmecken sehr angenehm und knackig, fast spargelähnlich. Sie wirken gegen Leberstau, Gicht und Rheuma, Nervenunruhe und Depression, dies vielleicht aufgrund ihres Gehaltes an Cholin (Lezithin). Hopfen hat auch eine leichte phytoöstrogene Wirkung und lindert Beschwerden der Wechseljahre.

Schafgarbe (Achillea millefolium):f701abd974117431fdf532a9b6530aef
Die ganz kleinen zarten Blättchen schmecken sehr würzig und enthalten viele heilsame Stoffe für die Atemwege, für Magen, Darm und Herz. Sie ist ein erstklassiges Heilmittel für alle Frauenleiden.

Noch weitere essbare „grüne Schätze“:
Wilde Möhre, Ackerschachtelhalm (ganz zarte Triebe), Sauerampfer, Sauerklee, Spitzwegerich, Kapuzinerkresse, Ringelblume, Fenchel, Gänsefingerkraut, Gundermann, Weidenröschen, Vogelmiere, Franzosenkraut, Melde, Schlüsselblume, Veilchen, Maiaustrieb von Fichten und Lärchen, Lindenblüten und -blätter, Holunderblüten und -triebe, Scharbockskraut (vor der Blüte), Wiesenbocksbart, Brunnenkresse, Bärlauch, Knoblauchrauke, Nachtkerze

Immer nur ganz junge Triebe/Blättchen und nicht zuviel von einer Sorte!
Und hier noch ein paar Rezeptanregungen

Wildkräutersalat I
Junge, zarte Wildkräuter (größere Menge), Gewürzkräuter (kleinere Menge) und einige essbare Blüten im Garten sammeln, waschen, grob schneiden. In einer Schüssel mit Apfel- oder Bananenstückchen oder einigen Rosinen vermischen, mit Zitrone, etwas Honig und gutem Öl (Olivenöl, Lein-, Raps-, Weizenkeimöl) oder Nussmus anmachen. Sonnenblumenkerne oder Nüsse / Mandeln dazu.

Wildkräutersalat II
Wildkräuter vorbereiten wie oben und mit kleingeschnittenem Gemüse kombinieren (Tomate / Gurke / Zucchini oder Wurzelgemüse, Zuckerschoten o.a.) mit Salatdressing oder Avocado-Salatcreme anrichten.

Salatdressing – (den besten Salat kann man mit einem Supermarkt-Dressing erschlagen!)
Zitronensaft oder Balsamico-Essig, Olivenöl, Shoyu oder Tamari, etwas Wasser und ev. Gewürze verschütteln.

Grüner Schönheits-Trunk – statt Abendbrot, für einen regelrechten „Verjüngungsschlaf“ oder als „Morgenstarter“
Milch/Sojamilch/Ziegenmilch oder Joghurt/Kefir, Banane und viel Wildkräuter cremig mixen. Variationen: etwas Honig, Pollen, Weizenkeime, Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Mandelmus, Lein- oder Weizenkeimöl o. ä. mitmixen. Langsam löffeln (kauen!).

Schlaf-Trunk hilft, das schlaffördernde Hormon Melatonin zu bilden
1 Tasse Milch/Joghurt, 1 Banane, 2 Datteln oder 1 Tl Honig, gemahlener Mohn, einige beruhigende Kräuter wie Melisse, Borretsch, Lavendel, Pfefferminze, Hopfensprossen mixen.

Wildkräuter-Spinatspinat-sauerampfer-suppe
Eine große Menge Wildkräuter (bes. Brennnessel und Giersch) waschen und blanchieren (kurz in heißes Wasser) oder dämpfen, dann im Mixer oder mit Pürierstab pürieren. Zwiebeln in Olivenöl glasig dünsten, evtl. etwas Vollkornmehl-Schwitze machen und grüne Masse dazugeben, mit saurer Sahne, Salz und Muskat abschmecken. Zu Kartoffeln oder Vollkorn-Nudeln.

Wildkräuter-Pesto Multivitamine zum Würzen, für Pasta oder auf Brot
Verschiedene Wildkräuter, z.B. Giersch, Brennnessel, viel Knoblauchrauke ganz fein mit etwas Meersalz oder Shoyu und gutem Olivenöl pürieren (evtl. Knoblauch oder andere würzige Küchenkräuter und Sonnenblumenkerne mitpürieren). In ein Glas füllen, mit Olivenöl bedecken, ab in den Kühlschrank und rasch verbrauchen.

Wildkräuter-Quarkwildkräuterquark
Magerquark mit Salz, frischem Leinöl und viel grob geschnittenen Wildkräutern vermischen, zu Pellkartoffeln oder Vollkornbrot.
Noch ein kleiner Exkurs in „Nahrhafte Landschaften“ früherer Jahrhunderte

In vielen Gegenden Deutschlands, Österreichs und der Schweiz wurden noch bis in die Nachkriegsjahre hinein die in den jeweiligen Landstrichen natürlich wachsenden Pflanzen für die menschliche Ernährung genutzt. So wurde in den rauen Lagen der Alpen, in denen wenig Obst- und Gemüseanbau möglich war, der Alpenampfer, auch „Blacken“ genannt, umfangreich als Futter-, Nahrungs-, Heil- und Hilfsmittel genutzt. Nicht nur eine nahrhafte Silage für die Tiere wurde daraus hergestellt, sondern auch eine Art Spinat und Sauerkraut für die Menschen, die Stiele wurden wie Rhabarber verwendet. Die Nachtkerzenwurzel wurde als „Schinkenwurz“ zubereitet, die Triebe des Waldgeißbartes und des Wilden Hopfens als Spargelgemüse. Eicheln wurden entbittert und zu Kaffee geröstet, das Eichelmehl verbacken. Holzasche wurde als Wasch-, Desinfektions- und Heilmittel eingesetzt, Blätter und Rinde verschiedener Bäume getrocknet, vermahlen und als „Streckmittel“ dem Brotmehl und Suppen zugesetzt, – eine wahrhaft gesunde Sparmaßnahme! Wildobst wie Hagebutten und Kornelkirschen, Berberitzen, Waldbeeren, Schlehen, Holunder, Trauben- und Judenkirschen wurden zu Marmelade, Most, Suppen, Früchtetee, Wein und Likör verarbeitet. Pilze, das „Fleisch des Waldes“, Flechten und Farne wurden ebenfalls vielfältig genutzt. Das Isländische Moos galt nicht nur als hervorragendes Heil- und Nahrungsmittel, – man kochte eine nahrhafte „Moossuppe“ daraus -, sondern es diente auch – wie die Farne – als Konservierungs- und Frischhaltemittel für Obst, Gemüse und Käse. Farne stopfte man außerdem in Matratzen und Oberbetten gegen Rheuma und Gicht sowie Ungeziefer aller Art, außerdem waren sie zur Schneckenbekämpfung und Bodendüngung willkommen.

Es war vielerorten üblich, Kräuter, Wildgemüse und Wildobst zu sammeln und zu verarbeiten und an sogenannte „Dürrkräutler“ in Städten zu verkaufen, Medizinalhandlungen, deren es z. B. in Wien viele gab.

Sammelnutzungen hat es schon immer gegeben. Sie waren ein Hauptbestandteil unserer Ernährung bis weit in unsere Zeit. Besonders in den Gebirgsregionen fußte die Ernährung der Bewohner auf der breiten Nutzung dessen, was die umgebende Natur ihnen darbot.
Erprobtes Wissen unserer Vorfahren über die Nutzbarkeit von Pflanzen als Nahrung, Nahrungsstreckmittel, Heilmittel, Konservierungs- und landwirtschaftliche Hilfsmittel ist verloren gegangen und damit auch kluge, zusammenhängende Wirtschaftsprinzipien wie Vielfachnutzung, Tauschen, Bewirtschaftung mit mehreren Standbeinen, Abfallverwertung, ortsbezogene Nutzung, Vorratswirtschaft, Hilfsmittel aus der Natur usw. Die Industrialisierung von Landwirtschaft und Nahrungsmittelherstellung führte nicht nur zur Entwertung und „Entleerung“ von Landschaftsstrukturen, sondern auch von einstmals vitalstoffreichen Lebensmitteln. Machen wir uns die außerordentlich großen „Geschenke“ unserer Natur wieder bewusst, indem wir sie aufmerksam, liebe- und achtungsvoll annehmen und altes Wissen wiederzuerlangen und zu erhalten suchen!
Zu guter Letzt…

Nehmen Sie sich Zeit, machen Sie das „Kräutli-Sammeln“ zur Meditation. Freuen Sie sich über den „Schatz“ in Ihrem Garten, treten Sie in Kontakt mit jeder Pflanze, danken Sie ihr! Schon allein dieser bewusste Umgang mit den Pflanzenwesen wird Ihnen unschätzbaren gesundheitlichen Gewinn bringen! Beobachten Sie, wie sich die Kräuterflora in Ihrem Garten verändert: Jahrhundertealte Überlieferungen besagen, dass immer genau die Kräuter in unsere nähere Umgebung kommen, die wir gerade benötigen, aber auch annehmen und schätzen können. Ich kann dies aus eigener Erfahrung bestätigen: Seit die Wildkräuter von März bis Oktober zu meiner täglichen Ernährung gehören, hat sich die Artenvielfalt in meinem Garten auffällig vergrößert. Und „Beziehungsprobleme“ mit „Un“kräutern gibt’s auch nicht mehr!
Sogar „Wunschkräuter“ (z. B. Knoblauchrauke und Herzgespann – vorher nie in meinem Garten gesehen) waren urplötzlich da. Und jedes Jahr kommen neue Arten hinzu. Als ob sie spüren, dass sie hier gebraucht, geschätzt und geliebt werden…
Mehr zum Thema Wild- und Heilkräuter erfahren Sie in meiner Broschüre „Grüne Kraft aus dem Garten“ und in meinen Kräuterseminaren.
Hier meine weiteren Alben:

HEILKRÄUTER – Wirkung und Anwendung:

https://www.facebook.com/AshjoPaya/media_set?set=a.10200615245519528.1111451671&type=3

Experiment Selbstversorgung:

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Unser tägliches Gift und was wir dagegen tun können:

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Vegetarische Rezepte:

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Über Menschen, wahre Schönheit & bedingungsloser Hingabe:

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Die heilige Hochzeit – Die Befreiung unserer Beziehungen:

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Und der noch mehr:

https://www.facebook.com/AshjoPaya/photos_albums

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Quelle: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10200859663989837&type=3&comment_id=10204986481077685&offset=0&total_comments=157&comment_tracking=

 

Wildkräuter, kostenloses Superfood der Natur

– von Burkhard Hickisch

So manch einer glaubt, die wilden Zeiten seien vorbei, dabei fangen sie gerade erst an! Wildkräuter kommen immer mehr in Mode, selbst die gehobene Gastronomie setzt inzwischen wilde Pflanzen auf die Speisekarte.

Dies ist kein Wunder, denn immer mehr Menschen machen sich Gedanken über das, was sie zu sich nehmen. Obwohl die Supermärkte überquellen, ist das Angebot erschreckend eintönig – es stammt zum überwiegenden Teil von hochtechnisierten Agrargroßbetrieben und global agierenden Nahrungsmittelkonzernen. Entscheidend sind nicht mehr die Inhaltstoffe der Nahrung und der natürliche Bedarf des Körpers, sondern die Möglichkeit zur massenhaften Herstellung und zum flächendeckenden Vertrieb, die Normierung des Geschmacks und die Wiedererkennbarkeit der Produkte. So bevorzugen wir irgendwann bestimmte Marken und Preisklassen (wobei unsere Geldbörse auch ein Wörtchen mitredet). Dazu hat unser Essen eine starke soziale Komponente, denn am liebsten essen wir mit anderen zusammen. Und zwar in der Regel das, was alle schon immer gegessen haben.

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Auf zu neuen Ufern

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Sie nicht gesünder und energiegeladener sind? Haben Sie den Wunsch, geistig konzentrierter und seelisch ausgewogener zu sein? Wären Sie lieber mitfühlender, gelassener und glücklicher? Die Ernährung kann dabei eine große Rolle spielen. Sie ist nicht nur dazu da, uns satt zu machen und unseren Drang nach sozialer Akzeptanz zu befriedigen – sie kann uns auch wirklich „nähren“, wenn wir selbst dafür sorgen, dass unser Körper das bekommt, was er wirklich braucht.
Aber was bedeutet es, rundum genährt zu sein? Was brauchen wir, um gesund, fit und glücklich zu leben? Die Beantwortung dieser Frage ist nicht schwer. Unsere körperliche Funktionsfähigkeit unterliegt natürlichen Gesetzmäßigkeiten, die es zu beachten gilt. Zwar besitzt unser Körper die außerordentliche Fähigkeit, Ernährungsfehler zwanzig, dreißig, ja sogar bis zu vierzig Jahre lang auszuhalten. Krankheiten brechen oft erst spät aus, scheinbar ohne erkennbaren Zusammenhang mit unseren Essgewohnheiten, die – wie wir irrtümlich annehmen – uns ein Leben lang nicht geschadet haben.
Ein Grundprinzip der Natur besteht darin, dass Lebendiges nur aus Lebendigem kommen kann. Aus einem Stein wird nicht einfach eine Blume, auch wenn die Sonne noch so viele Äonen auf ihn scheinen würde. In Bezug auf die Ernährung bedeutet dies, dass wir nur dann vital – also wirklich lebendig – sind, wenn unsere Nahrung voller Lebensenergie steckt.

Das Geheimnis der Vitalstoffe

Die wilde Pflanze ist in dieser Hinsicht ein wahres Wunderwerk! Sie wandelt nicht nur Sonnenlicht in organisch gebundene Energie, die sie uns zur Verfügung stellt, sondern reichert auch die sogenannten „Vitalstoffe“ an, die der Körper braucht, um seine Lebensfunktionen reibungslos ausüben zu können und sich rundum wohl zu fühlen. Zu den Vitalstoffen zählen u.a. Vitamine, Mineralien, Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe und Aminosäuren. Wussten Sie, dass alle Aminosäuren, die unser Körper braucht, um daraus komplexe Eiweißstrukturen zu bilden, in den grünen Pflanzen vorhanden sind? Wie sollte es auch anders sein, ernähren sich doch viele Säugetiere – wie z.B. Kühe, Pferde und Elefanten – ausschließlich von wilden Pflanzen und Blättern. Auch Milch ist vier Stunden vor dem Melken noch frisches Gras! Die pflanzlichen Aminosäuren bieten den Vorteil, dass sie leicht vom Körper aufzunehmen sind. Wenn wir unsere Aminosäuren aus tierischem Eiweiß beziehen, muss der Körper die komplexen tierischen Eiweiße erst wieder in die ursprünglichen Aminosäuren zerlegen, was viel Zeit und Energie benötigt und einer der Gründe ist, warum wir nach Fleischverzehr müde werden. In den Wildkräutern liegen die Vitalstoffe in geballter und leicht aufzunehmender Form vor. Wir sind nur dann vital und lebensfroh, wenn unsere Nahrung lebendig ist und uns spürbar Energie liefert. Die konventionelle Ernährungsweise liefert uns zwar Makronährstoffe in Form von Fetten, Eiweißen und Kohlenhydraten, ist aber an Vitalstoffen und Lebensenergie verarmt. Zu massiv sind die Beeinträchtigungen, denen die Pflanzen vom Anbau, ihrer industriellen Verarbeitung, Lagerung und Zubereitung in der Küche unterworfen sind. Auf Dauer geht das auf Kosten unserer Gesundheit und Vitalität.

Grüne Wildkräuter-Smoothies

Seit der Erfindung der grünen Smoothies sind wir in der Lage, frische Wildkräuter in ausreichender Menge zu uns zu nehmen. Da die wilden Pflanzen so viele gesunde Inhaltsstoffe haben, schmecken sie oft streng und bitter. Wenn wir sie zusammen mit Früchten (und etwas Wasser) im Verhältnis von 50:50 im Mixer pürieren, haben wir eine leckere und sehr nahrhafte Mini-Rohkost-Mahlzeit, die uns täglich mit allen Vitalstoffen versorgt, die unsere Zellen brauchen, um optimal zu arbeiten. Der Mixer nimmt uns darüber hinaus einen Teil der Verdauungsarbeit ab, was bei Wildkräutern ein großer Vorteil ist, denn sie sind natürlich viel schwerer zu kauen als weichgekochtes Essen. Im grünen Smoothie können wir daher Wildkräuter und grüne Blätter in einem noch nie dagewesenen Ausmaß zu uns nehmen, wodurch unsere Gesundheit und Vitalität einen enormen Schub erhalten. Dieser ist auch dringend notwendig, denn die moderne Lebensweise erzeugt viel Stress und Hektik und unsere konventionelle Ernährung ist zu einseitig, um den Körper in die Lage zu versetzen, mit den ständig steigenden Anforderungen fertig zu werden. Grüne-Wildkräuter-Smoothies sind daher ein idealer Ernährungsbaustein. Sie geben uns die Gewissheit, jeden Tag mit dem Lebensnotwendigen versorgt zu sein. Und das Schöne ist: Wir spüren es sofort und brauchen dennoch unsere Ernährung nicht von heute auf morgen komplett umzustellen. Wenn wir anfangen, täglich „wilde“ grüne Smoothies zu trinken, verlangt unser Körper auf natürliche Weise immer mehr nach Vitalstoffen aus lebendiger Nahrung und der Appetit auf Ungesundes lässt nach. Auf diese Weise können die wilden Pflanzen Körper, Geist und Seele nähren, harmonisieren und auf eine gesunde Lebensweise ausrichten.

Der Autor Burkhard Hickisch ist Ernährungsberater, lebt und arbeitet in Berlin.

Grüne Wildkräuter-Smoothiesgruene-smoothies-wildkraeuter

Rezept 1:
1 Banane
2 Birnen
2 Handvoll Giersch
10 Brennnessel-Blätter
½ Liter Wasser (gefiltert)
Ergibt ca. 1,5 Liter grünen Smoothie

Rezept 2:
2 süße Äpfel
½ Avocado
1 Handvoll Babyspinat
1 Handvoll gemischte Wildkräuter (z.B. Löwenzahn, Spitzwegerich. Klee, Sauerampfer, Gänseblümchen)
½ Liter Wasser (gefiltert)
Ergibt ca. 1,5 Liter grünen Smoothie

Rezept 3:
200g frische Erdbeeren
2 TL Kokosöl von Dr. Goerg
4 Datteln (entsteint)
1 Handvoll Feldsalat
4 Linden-Blätter
4 Haselnuss-Blätter
6 Brombeer-Blätter
6 Kirschbaum-Blätter
½ Liter Wasser (gefiltert)
Ergibt ca. 1,5 Liter grünen Smoothie

Quelle: http://www.kgsberlin.de/archiv/eintrag/art72875.html?PHPSESSID=5jegerj3nekq8e3nanblv1r8c0

Gruß an die Gesunden

TA KI