Russland: US-GPS-Stationen abgeschaltet; Nato-Truppenaufstockung an der Grenze; 150 US-amerikanischen Fallschirmjägern nach Polen entsandt; Russland entwickelt neue Atomrakete


Russland hat die US-amerikanischen GPS-Stationen auf seinem Territorium vorläufig außer Betrieb gesetzt

GPS abgeschaltet

Russland hat die US-amerikanischen GPS-Stationen auf seinem Territorium vorläufig außer Betrieb gesetzt, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Dienstag.

Laut einer Pressemitteilung der russischen Raumfahrtagentur (Roskosmos) wurden entsprechende Maßnahmen am 1. Juni „im Auftrag der Regierung“ ergriffen.Mitte Mai hatte Vizepremier Dmitri Rogosin gewarnt, dass die GPS-Stationen in Russland außer Betrieb gesetzt würden, falls die Verhandlungen mit den USA über die Aufstellung der russischen GLONASS-Stationen bis zum 31. Mai kein Ergebnis bringen sollten. Sollte bis zum 31. August keine Einigung erreicht werden, dann würden die GPS-Anlagen endgültig außer Betrieb gesetzt, ergänzte er.Aber warum gibt es überhaupt Bodenstationen des US-amerikanischen Navigationssystems in Russland?Es geht um eine rein technische Sache: Für einen sicheren Empfang der Signale von Navigationssatelliten und ihre Verbreitung unter den Nutzern ist ein umfassendes Netzwerk von bodengestützten Kommunikationsstationen nötig.Bereits seit mehr als 25 Jahren errichten die Amerikaner ihre GPS-Stationen weltweit.

In Russland gibt es sie seit den frühen 1990er-Jahren. Die meisten von ihnen wurden in Sibirien und im Fernen Osten aufgestellt und sind für den einfachen Bürger somit kaum von Bedeutung. Militärexperten sind sich bewusst, dass diese Stationen für die präzise Erfassung von Raketen erforderlich sind. Doch unmittelbar nach dem Zerfall der Sowjetunion dachte das freie und demokratische Russland, keine Feinde mehr zu haben.

Außerdem hatten die USA damals versprochen, die Aufstellung von Stationen des russischen Navigationssystems GLONASS auf ihrem Territorium zuzulassen, wenn dieses in Betrieb genommen würde. Seit den frühen 2000er-Jahren gibt es GLONASS-Anlagen in Russland, Kasachstan, Brasilien und sogar in der Antarktis.In den USA sollten fünf Stationen errichtet werden, und zwar in Honolulu (Hawaii), auf Guam, in Denver (Bundesstaat Colorado), Los Angeles (Kalifornien) und Greenbelt (Maryland). Überraschend erklärte Washington jedoch, diese Stationen würden die nationale Sicherheit gefährden.

Deshalb musste Moskau auf die Absage der Amerikaner reagieren.Die von den Russen geplanten Maßnahmen sehen eine Verlangsamung der Signalversendung der GPS-Stationen vor, was das Erfassen von Raketen beinträchtigt. Da US-Raketen jedoch nicht über Sibirien fliegen, bräuchte sich das Pentagon keine Sorgen zu machen. Die Autofahrer können ihre GPS-Geräte problemlos weiter verwenden. Außerdem können sie auch auf das GLONASS-System zurückgreifen. RIA Novosti/STIMME RUSSLANDS

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Quelle: http://german.ruvr.ru/news/2014_06_03/Russland-schaltet-GPS-Stationen-ab-1979/

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Russland reorganisiert Streitkräfte wegen Nato-Truppenaufstockung an der Grenze

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Russland will angesichts der Aufstockung der Nato-Truppen unweit der Grenze des Landes die eigenen Streitkräfte reorganisieren, teilte der Vorsitzende des Duma-Verteidigungskomitees Wladimir Komojedow Journalisten mit.

Er fügte hinzu, das Militärpotenzial werde in allen Bereichen gefördert, ob im All, auf der Erde oder im Meer.

„Wir finden, dass die Streitkräfte zurzeit bereit sein sollen, auf neue Gefahren an der russischen Grenze, von Kaliningrad bis zur Kamtschatka, zu reagieren“, sagte Komojedow.

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Quelle: http://german.ruvr.ru/news/2014_06_03/Russland-reorganisiert-Streitkrafte-wegen-Nato-Truppenaufstockung-an-der-Grenze-7165/

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Polen kann aufgestocktes Nato-Kontingent aufnehmen

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Das aufgestockte Militärkontingent aus den USA und Europa soll in Polen stationiert werden, erklärte der polnische Außenminister Radosław Sikorski in einem Interview für US-amerikanische Journalisten.

Zuvor stockte die Nato seine Truppen angesichts der Ukraine-Krise an der russischen Grenze auf, indem sie ein Kommando aus fast 150 US-amerikanischen Fallschirmjägern nach Polen entsandte.

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Quelle: http://german.ruvr.ru/news/2014_06_03/Polen-bereit-ausgeweitetes-Nato-Militarkontingent-zu-stationieren-3679/

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Moskauer Antwort ans Pentagon: Russland entwickelt neue Atomrakete

Nesawissimaja Gaseta

Russlands strategische Raketentruppen werden in diesem Jahr 50 taktische Übungen, darunter Taktik-Spezialübungen, absolvieren, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Dienstag.

Am Montag gab das russische Verteidigungsministerium bekannt, dass der Raketenverband des Militärbezirks West und das Kommando der Fernfliegerkräfte vom 27. Mai bis zum 5. Juni taktische Übungen abhalten. Bei den Übungen soll die Genauigkeit der Langstrecken-Hochpräzisionswaffen geprüft werden, die auch mit Atomgefechtsköpfen bestückt werden können.

An der Übung ist ein Raketenverband beteiligt, der über einen Iskander-M-Komplex und  über Langstreckenbomber verfügt.

Bis Jahresende würden insgesamt 12 Interkontinentalraketen gestartet, teilte der Sprecher der strategischen Raketentruppen, Oberst Igor Jegorow, am Montag mit.

Dem Sprecher zufolge sollen im Sommer mehr als 40 Stabs- und 20 Kommandostabstrainings, rund zehn Kommandostabsübungen sowie 50 taktische Übungen und Taktik-Spezialübungen durchgeführt werden.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums gehört die Indienststellung der Raketenregimenter der Verbände Koseljsk, Tagil und Nowosibirsk mit dem Jars-Raketenkomplex zu den wichtigsten Ereignissen in diesem Jahr.

Laut Vizeverteidigungsminister Juri Borissow sollen die strategischen Raketentruppen bis 2020 komplett umgerüstet werden.

Einen besonderen Platz in den Raketentruppen wird die neue schwere Flüssigkeits-Interkontinentalrakete ‚Sarmat’ einnehmen. Laut dem ehemaligen Chef des Hauptstabs der strategischen Raketentruppen, Viktor Jessin, wird sie die aus ukrainischer Produktion stammende Rakete RS-20W ersetzen.

Borissow zufolge handelt es sich um einen einzigartigen Waffentyp. Selbst die USA verfügen über nichts Vergleichbares. Die Nutzlast der neuen Rakete bestünde aus manövrierfähigen Gefechtsköpfen. Die Rakete verfüge über verbesserte Energiekennwerte, weshalb sie mit zusätzlichen Mitteln zur Überwindung der US-Raketenabwehr ausgerüstet werden kann. Die Rakete kann in alle Richtungen gestartet werden und auch über den Nord- bzw. Südpol fliegen. Die Entwicklungsarbeiten sollen 2018/2020 abgeschlossen werden.

Laut dem Generalleutnant a.D. Anani Polizy sind die Ereignisse in der Ukraine nicht nach den Vorstellungen der USA verlaufen. Sie hätten Russland theoretisch demonstrativ bestrafen können, einschließlich Bombenangriffe nach dem Jugoslawien-Szenario. Doch Russlands Atomwaffen haben Washington davon abgehalten.

Die neue Atomwaffe wird in Russland wegen der auch von den USA ausgehenden Bedrohungen entwickelt. Die „Sarmat“-Rakete könnte als Antwort an das Pentagon bezeichnet werden.

Quelle: http://de.ria.ru/zeitungen/20140603/268664150.html

Gruß an die Säbelrasseler

TA KI

 

 

Herumgereicht wie ein Stück Fleisch


Regisseur Bryan Singer soll einen früheren Nachwuchsschauspieler als Jugendlichen vergewaltigt haben. Die Klage gegen ihn ist nur der Anfang. Hollywood droht eine Prozesslawine wegen Kindesmissbrauchs.

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Die Anschuldigungen gegen Bryan Singer waren angeblich nur der Anfang. Nach der Klage des früheren Nachwuchsschauspielers Michael Egan, der „X-Men“-Regisseur habe ihn als Jugendlichen mit Drogen gefügig gemacht und bei Sexpartys immer wieder vergewaltigt, droht Egans Anwalt Jeff Herman mit neuen Enthüllungen. „Hollywood hat ein Problem mit der sexuellen Ausbeutung von Kindern. Die Causa Egan ist der erste von vielen Fällen, die ich vorbringen werde“, sagte der Jurist. Schon die Klageschrift, die Herman in der vergangenen Woche bei einem Bundesgericht in Hawaii einreichte, garantierte erdbebenartige Erschütterungen.

„Der beschuldigte Singer gab dem Kläger Alkohol und erwähnte, ihn in einem seiner nächsten Filme zu besetzen. Der beschuldigte Singer sagte dem Kläger, dass ,seine Gruppe‘ Hollywood kontrollierte. Anschließend befriedigte er ihn mit der Hand und hatte Oralsex mit ihm“, beschrieb Herman eine Begegnung Egans mit dem Filmemacher im Jahr 1999. Als sich der damals Fünfzehnjährige später gegen weitere Übergriffe wehrte, soll der Regisseur und Produzent ihn zum Analverkehr gezwungen haben. „Wir waren wie ein Stück Fleisch, das diese Leute untereinander herumreichten“, sagte Egan bei einer Pressekonferenz, zu der Herman in der vergangenen Woche im kalifornischen Beverly Hills eingeladen hatte.

Der Missbrauch fand angeblich am Swimmingpool der Villa des Medienunternehmers Marc Collins-Rector in Encino bei Los Angeles und auf Hawaii statt. Collins-Rector, ein verurteilter Sextäter, soll die Vereinigten Staaten vor einigen Jahren mit unbekanntem Ziel verlassen haben. Der 48 Jahre alte Singer, der sich gerade auf die Premiere seines Actionfilms „X-Men – Zukunft ist Vergangenheit“ vorbereitete, als ihn Egans Zivilklage erreichte, schrieb die Anschuldigungen einer Rufmordkampagne zu. Den geplanten Auftritt mit dem amerikanischen Vizepräsidenten Joe Biden bei einer Konferenz über „Kreativität und Unterhaltung“ in Washington sagte der Filmemacher dennoch ab.

„Angeblich machen das alle“

Dass sich viele Nachwuchsschauspieler in der Hoffnung auf lukrative Rollen missbrauchen lassen, ist längst kein Geheimnis mehr. Spätestens seit der frühere Kinderstar Corey Feldman („Gremlins“) vor einigen Monaten in der Autobiographie „Coreyography“ Übergriffe von Agenten und Produzenten in Toiletten beschrieb, sind die sexuellen Abgründe des zumindest vor der Kamera als prüde verschrieenen Hollywood bekannt.

„Während der Dreharbeiten lernten wir, dass sexuelle Beziehungen zwischen älteren Männern und Jungen in der Branche ganz normal sind. Angeblich machten das alle“, erinnerte sich der heute 43 Jahre alte Kalifornier, der mit seinem Freund und Ko-Star Corey Haim in den achtziger Jahren zu den Jugendidolen der Film-Enklave gehörte. „In der Mittagspause bei einem Dreh ging Haim mit einem älteren Typen zwischen zwei Wohnwagen und ließ sich dort, unschuldig und ehrgeizig, wie er war, von hinten besteigen“, schrieb Feldman. Haim, der vor vier Jahren nach langer Drogensucht an Herzversagen starb, war damals 13 Jahre alt.

Auch Shirley Temple, in den späten Dreißigern Amerikas beliebtester Filmstar, machte Erfahrungen mit Hollywoods Appetit auf Kinder. Als Hauptdarstellerin in den Kurzfilmen „Baby Burlesks“ stand sie schon im Alter von fünf Jahren als Bardame in schulterfreien Kleidern vor der Kamera, um die Zuschauer mit Lolita-Posen zu bespaßen. Acht Jahre später warf der Produzent Arthur Freed die sexuell unerfahrene Schauspielerin aus seinem Büro, als sie das Herunterlassen seiner Hose mit einem Lachen beantwortete.

Aus Kindern Profit schlagen

„Ihre Verehrer, Männer mittleren Alters und Geistliche, mögen ihre halbseidene Koketterie und ihren wohlgeformten, begehrenswerten kleinen Körper, weil die Filmhandlung ein Sicherheitsnetz zwischen ihren Verstand und ihre Lust spannt“, schrieb der Schriftsteller und Kritiker Graham Greene im Jahr 1937 über Temples Rolle in dem Abenteuerfilm „Rekrut Willie Winkie“. Das Statement über die Anziehungskraft der damals Neunjährigen, die vor zwei Monaten im Alter von 85 Jahren starb, endete in einem Verleumdungsprozess gegen Greenes Herausgeber der Zeitschrift „Night and Day“.

In den folgenden Jahrzehnten wurde Michael Jacksons Nähe zu Kinderstars wie Macaulay Culkin ebenso argwöhnisch beäugt wie Roman Polanskis Faible für das amerikanische Fotomodell Samantha Geimer und den deutschen Nachwuchsstar Nastassja Kinski. Die Schauspielerin Alison Arngrim, vor 40 Jahren als zickige Kaufmannstochter Nellie Oleson in der Serie „Unser kleine Farm“ bekannt geworden, vermutet hinter Hollywoods kollektivem Wegsehen den Drang, aus Kindern Profit zu schlagen.

„Wer soll denn Anzeige erstatten, wenn ein Nachwuchsschauspieler sexuell missbraucht wird? Die Eltern, Agenten oder Manager? Ausgerechnet die Leute, die Geld mit dem System verdienen? Nein, sie schweigen, um die Dreharbeiten und damit die Honorare nicht zu gefährden“, sagte die Sprecherin der Kinderschutzorganisation Protect.

Missbrauch mehrerer Jungen

Während Kalifornien schon im Jahr 1939 das sogenannte Coogan-Gesetz verabschiedete, das einen Teil der Honorare von Kinderstars vor dem Zugriff gieriger Eltern oder Manager schützt, unterzeichnete Gouverneur Jerry Brown erst vor zwei Jahren das Verbot, Hollywoods Nachwuchs mit verurteilten Sextätern zusammenarbeiten zu lassen. Neben Feldman hatte sich der ebenfalls missbrauchte ehemalige Serienstar Todd Bridges („Noch Fragen Arnold?“) für die Gesetzesvorlage der Demokratin Nora Campos eingesetzt.

„Ohne Vorsichtsmaßnahmen wie diese zieht Hollywood als unbeaufsichtigter Spielplatz auch in Zukunft weiter haufenweise Pädophile an“, sagte Bridges. Die Festnahme des Schauspielagenten Martin Weiss nach dem Missbrauch mehrerer Jungen und die Verhaftung des wegen Vergewaltigung vorbestraften Casting-Chefs Jason James Murphy Ende 2011 überzeugten schließlich auch die letzten Zweifler.

Weil Gouverneur Brown im Oktober 2013 aber nicht zustimmte, die Verjährung von Sexualstraftaten an Kindern wie vorgeschlagen für ein Jahr aufzuheben, wich Singers angebliches Opfer Egan jetzt auf das Bundesgericht in Hawaii aus. Der gut fünf Flugstunden von Los Angeles entfernte Bundesstaat, in dem der Filmemacher den ziemlich unbekannten Schauspieler während eines Urlaubs im Jahr 1999 angeblich zweimal missbrauchte, hatte vor einigen Monaten die Verjährungsfrist für Sexualverbrechen gegen Kinder vorübergehend verlängert.

„Ich hatte die Übergriffe lange verdrängt. Jetzt sind sie durch eine Traumatherapie wieder hochgekommen“, erklärte Egan die späte Klage gegen seinen angeblichen Peiniger. Laut Anwalt Herman hatte die Mutter seines Mandanten den Missbrauch vor 15 Jahren zum ersten Mal angezeigt. Das Los Angeles Police Department habe aber nichts gegen die mutmaßlichen Vergewaltiger unternommen. Wie der Polizeisprecher Andrew Smith ankündigte, soll nun untersucht werden, warum damals nicht weiter gegen Hollywoods angeblichen Pädophilenring ermittelt wurde.

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/kindesmissbrauch-in-hollywood-klage-gegen-bryan-singer-12905330.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

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Gruß an die beschützten Kinder

TA KI