Spanien: Das Geschäft mit geklauten Kindern


Diktator Franco ließ vielen Dissidenten die Kinder zur faschistischen Umerziehung wegnehmen. Nach dem Ende der Diktatur machte eine Mafia den Kinderklau zum Geschäft.

ARD

 

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Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität


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Pharma-Industrie – ein organisiertes Verbrechen? Dänischer Mediziner deckt auf

 

Das atemberaubende  Buch: „Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität – Wie die Pharmaindustrie das Gesundheitswesen korrumpiert“ des dänischen Medizinprofessors Peter Christian Gøtzsche öffnet dem Leser die Augen über das Versagen der Politik. „Wir könnten auf ziemlich einfachem Weg 95 Prozent der Medikamenten-Ausgaben sparen und hätten sogar eine gesündere Bevölkerung“, schreibt der Autor.

Ein sensationelles Aufklärungsbuch, das jeder Arzt dringend genau studieren sollte. Peter Christian Gøtzsche hat für seine 2013 in England erschienene Publikation den „BMA-Award“ der British Medical Association bekommen, die seit wenigen Monaten vorliegende deutsche Ausgabe ist leider kaum ins Bewusstsein der Bevölkerung vorgedrungen. Die führenden Medien hier müssten wohl einen Wegfall des lukrativen Anzeigengeschäfts mit Pharma-Produkten befürchten.

Professor Peter Christian Gøtzsche, 1949 geboren, Facharzt für Innere Medizin, ist Direktor des Nordic Cochrane Centers, einem Institut, welches sich mit der Erstellung, Aktualisierung und Verbreitung systematischer Übersichtsarbeiten zur Bewertung von Therapien beschäftigt. Im Rahmen seiner Arbeit erhielt er tiefe Einblicke in das Gesundheitssystem – ein System, dem er unwissenschaftliches, korruptes und kriminelles Verhalten attestiert. Der Pharmaindustrie wirft Gøtzsche aggressive Verkaufsstrategien vor. Klinische Studien seien getarntes Marketing. Das Geschäftsmodell der Pharmaindustrie sei organisierte Kriminalität und Hoffmann-La Roche der größte Drogenhändler.

Dritthäufigste Todesursache

Seine Beispiele für Medikamente mit tödlichen Nebenwirkungen haben schwindelerregende Dimensionen. Wie etwa das vor einigen Jahren vom Markt genommene Rheumamittel Vioxx: „Ich habe berechnet, dass Vioxx 125.000 Leute umgebracht hat. Wir haben auch Psychopharmaka. Eins der populärsten ist Olanzapin (Zyprexa), das zum Beispiel bei Schizophrenie verschrieben wird. Nach meinen Schätzungen hat allein dieses Medikament 200.000 Leute umgebracht.“

Pharmazeutische Studien, die nicht die gewünschten Ergebnisse erbringen, würden geheim gehalten oder manipuliert. Insidern sei das längst bekannt. Aber es müsse endlich ein Thema werden, das breit in der Öffentlichkeit diskutiert wird. „Ich wundere mich, dass das kein öffentliches Thema ist, wenn wir so viele Leute mit Arzneien umbringen. Wenn ein neues Virus nur einen Bruchteil dieser Leute umbringen würde, würden wir uns sehr anstrengen, um das Virus zu bekämpfen. Aber wenn es sich um Medikamente handelt, tun wir praktisch nichts. Der Grund dafür ist, dass die Pharmaindustrie unglaublich mächtig ist und reich und weite Bereiche unserer Gesellschaft korrumpiert hat.“

Die Psychiatrie bezeichnet Gøtzsche als das Paradies der Pharmaindustrie. Das Kapitel zu diesem Thema leitet er mit einem Zitat des englischen Psychiaters David Healy ein: „Es gibt wahrscheinlich keinen anderen Bereich der Medizin, in dem die wissenschaftliche Literatur so sehr den Rohdaten widerspricht“.

Arzneimittel-Epidemie

 Das 500-Seiten-Buch handelt vom Versagen eines Systems, das völlig aus den Fugen geraten ist. Unsere Politiker tun offenbar gar nichts, etwas zu verändern und sich von der Macht der Lobbyisten zu befreien. Erinnert sei an die Bankrott-Erklärung vom CSU-Ministerpräsidenten Horst Seehofer, ehemaliger Bundesgesundheitsminister und Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in der ZDF-Sendung „Frontal 21“ vom 6. Juni 2006: Seit 30 Jahren bis zur Stunde sind sinnvolle strukturelle Veränderungen auch im Sinne von mehr sozialer Marktwirtschaft in deutschen Gesundheitswesen nicht möglich wegen des Widerstandes der Lobby-Verbände“.

Das Hauptproblem unseres Gesundheitssystems sind die finanziellen Anreize, die es in Gang halten. Sie verhindern einen vernünftigen, wirtschaftlichen und ungefährlichen Umgang mit Medikamenten. Die Pharmaindustrie floriert dabei und hat die Informationen voll unter Kontrolle. Die wissenschaftliche Literatur über Medikamente wird durch Studien mit fehlerhaftem Design und unzutreffenden Analysen sowie durch selektive Veröffentlichung von Studien und Daten, Unterdrückung unerwünschter Ergebnisse und durch von Ghostwritern verfasste Artikel systematisch verfälscht.

Bildungsforscher Gerd Gigerenzer: Dieses Buch ist ein Augenöffner

„Peter Christian Gøtzsche erklärt, wie die profitorientierte Vermarktung von Medikamenten dabei ist, das Vertrauen zwischen Arzt und Industrie langfristig zu zerstören. Es ist nur zu hoffen, dass dieses mutige Buch Politik und Öffentlichkeit wachruft, etwas zu tun, um dem Gesundheitssystem die ganz große Vertrauenskrise zu ersparen. Bevor Sie das nächste Medikament nehmen, sollten Sie auf jeden Fall erst einmal dieses Buch lesen.“  (Professor Dr. Gerd Gigerenzer, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin).

Die „Hall of Shame“ der Pharmariesen

Ein geradezu erschütterndes Buchkapitel, wo der Autor ausführlich von Strafzahlungen wegen Betrugs berichtet:

Pfizer im Jahr 2009: 2,3 Milliarden US-$,

Novartis im Jahr 2010: 423 Millionen US-$,

GlaxoSmithKline im Jahr 2011: 3 Milliarden US-$,

AstraZeneca im Jahr 2010: 520 Millionen US-$,

Johnson& Johnson im Jahr 2012: mehr als 1,1 Milliarden US-$,

Merck im Jahr 2007:  670 Millionen US-$,

Elly Lilly im Jahr 2009:  mehr als 1,4 Milliarden US-$,

Abbott im Jahr 2012:  1,5 Milliarden US-$, u.v.a.m..

Unvorstellbare Betrugssummen. Professor Gøtzsche zitiert einen ehemaligen Vizepräsidenten des Pharma-Giganten Pfizer: „Die Mafia verdient unverschämt viel Geld, diese Industrie ebenfalls. Die Nebenwirkungen des organisierten Verbrechens sind Morde und Tote, und das sind auch die Nebenwirkungen dieser Industrie. Die Mafia besticht Politiker und andere Leute, die Pharmakonzerne tun das ebenfalls.“

Die Korruption muss ein Ende haben

Der mutige dänische Medizinforscher, der ständig weltweit Vorträge hält, macht sinnvolle Vorschläge:

„Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen, das mit schöngefärbten Studien Milliarden Euro oder Dollar verdienen kann, meist der einzige ist, der jemals die Rohdaten der Studien zu Gesicht bekommt.  Wir haben ein System, in dem die Pharmaunternehmen ihre eigenen Richter sind. Es wäre zum Beispiel lächerlich, zu einem Richter zu sagen: „Ich habe selbst ermittelt, hier sind alle Beweise“. Aber genau dieses System haben wir im Gesundheitswesen akzeptiert. Die Industrie macht ihre eigenen Studien und manipuliert sie häufig in einem schrecklichen Ausmaß. Aus diesem Grund können wir den Veröffentlichungen der Unternehmen – selbst in angesehenen Fachzeitschriften – nicht vertrauen.

Wir stoßen überall auf das Geld der Industrie. Ich schlage daher vor, Pharmawerbung schlichtweg zu verbieten. Gute Medikamente werden sich immer durchsetzen, hierfür benötigen wir keine Werbung.  Ein Werbeverbot würde dazu führen, dass Ärzte nicht mehr von Pharmareferenten korrumpiert werden können. Die Herausgeber medizinischer Fachzeitschriften hätten nicht mehr so große Angst, Artikel zu veröffentlichen, die nicht im Interesse der Industrie sind. Mit Hilfe einer solchen Reform könnten wir die Fachmagazine aus der Umklammerung von „Big Pharma“ befreien.

Die Industrie behält die Rohdaten ihrer Studien für sich. Stattdessen sollten wir neue Medikamente von öffentlichen Einrichtungen untersuchen lassen. Die Hersteller könnten die Tests bezahlen, sollten aber mit den Studien selbst nichts zu tun haben. Ärzte sollten auch keine Zuwendungen der Industrie annehmen dürfen.

Aktuell sind leider viele Mediziner bereit, als Mit-Autoren von Studien zu fungieren, zu deren Rohdaten ihnen der Zugriff verweigert wird und die in Wahrheit von den Firmen verfasst werden. Dabei könnten die Studien ohne die Mitwirkung der Ärzte und ihrer PatientInnen nicht durchgeführt werden. Dies ist ein Verrat akademischer Integrität und ein Bruch des Patienten-Vertrauens. Ärzte und Selbsthilfegruppen müssen das Geld einer derart korrupten Industrie schlichtweg zurückweisen“.

(…)

Quelle: http://www.epochtimes.de/Toedliche-Medizin-und-organisierte-Kriminalitaet-Pharma-Industrie-%E2%80%93-ein-organisiertes-Verbrechen-Daenischer-Mediziner-deckt-auf-a1233167.html

Gruß an die Aufdecker

TA KI

Organspende nach Hirntod: Zweifel an Qualität der Diagnostik


War die Frau hirntot oder nicht? In Bremerhaven wurde eine Organentnahme abgebrochen, weil es Zweifel an der Diagnose gab. Ein Skandal, der eine alte Diskussion neu entfacht: Sind Ärzte gut genug ausgebildet für diese folgenschwere Diagnose?

Quelle: http://www.netzplanet.net/organspende-nach-hirntod-zweifel-an-qualitaet-der-diagnostik/20109

 

Jörg Przybilla ist 62 Jahre alt, fit, sportlich. Das ist keine Selbstverständlichkeit: Seit zehn Jahren lebt er mit einem Spenderherz. Er war darauf angewiesen, dass ihm ein anderer Mensch, für den es keine Rettung mehr gab, sein Herz spendete. Jetzt kann Jörg Przybilla sogar wieder Tennis spielen. Es ging ihm nie so gut wie heute, sagt er.

Rund 11.000 Schwerkranke warten in Deutschland auf lebensrettende Organe. Doch die Zahl potentieller Spender geht zurück. Skandale in der Transplantationsmedizin haben das Vertrauen vieler erschüttert. So wie jetzt der Fall aus Norddeutschland: Im Dezember musste in Bremerhaven eine Organentnahme abgebrochen werden, weil plötzlich Fehler in der Hirntod-Diagnose aufgefallen waren.

Strengere Regeln für die Hirntod-Bestimmung

Offenbar nicht der einzige Fall, in dem es Ungereimtheiten rund um eine Hirntod-Diagnose gibt. Aktuell prüft die Bundesärztekammer elf Fälle bundesweit. Und steht selbst in der Kritik: Seit Langem fordern Experten strengere Regeln für die Hirntod-Bestimmung und eine bessere Ausbildung der Ärzte. Doch noch ist nichts passiert, seit Jahren arbeitet die Bundesärztekammer an einer Aktualisierung der Richtlinien.

Patientenvertreter drängen jetzt auf die Bildung von Kompetenzteams für die Hirntod-Bestimmung, die unter staatlicher Aufsicht stehen sollen. Bei Diagnosen, die über Leben und Tod entscheiden, darf es keine Zweifel geben – zum Schutz der Spender und weil es um das Leben derer geht, die auf Spenderorgane angewiesen sind.

Organentnahme – Das fordert das Gesetz:

  • Ausschlaggebend für die Möglichkeit einer Organentnahme ist immer der Hirntod, also das vollständige und unwiderrufliche Erlöschen der Hirntätigkeit, welches den Todeszeitpunkt markiert.
  • Die Attestierung erfolgt nach einem genau festgelegten Prüfverfahrung – siehe unten – durch zwei speziell qualifizierte Ärzte. Beide untersuchen unabhängig voneinander und unabhängig vom Transplantationsteam.
  • Organentnahme, -vermittlung und -transplantation sind organisatorisch und personell voneinander getrennt. Die gemeinnützige Stiftung Eurotransplant, die in den Niederlanden ansässig ist, organisiert die Verteilung der Organe. Wer von den vielen Menschen auf der Warteliste ein Organ erhält, wird nach einem sehr komplizierten Verfahren entschieden, in das medizinische Gesichtspunkte genauso eingehen, wie etwa die räumliche Entfernung zwischen Spender und Empfänger.

Papst Franziskus exkommuniziert die Mafia


Franziskus spricht auch bei seinem Besuch der ‚Ndrangheta-Hochburg in Kalabrien Klartext. Die Mitglieder der Clans gehörten nicht der Kirche an.

Pope-Francis

Mit scharfen Worten hat Papst Franziskus die Mitglieder der Mafia verurteilt. Bei seinem Besuch in der von Armut und dem organisierten Verbrechen geplagten Region Kalabrien am Samstag erklärte er: „Diejenigen, die den Weg des Bösen gehen, so wie es die Mafiosi tun, sind nicht in der Gemeinschaft mit Gott. Sie sind exkommuniziert.“ Kalabrien ist die Hochburg der Mafia-Organisation ‚Ndrangheta.

Der Tagestrip in den Süden Italiens hatte ein gedrängtes Programm – und wie auch sonst in seinem Pontifikat standen die Menschen am Rande der Gesellschaft im Mittelpunkt. In der Stadt Castrovillari sprach er am Morgen zu 200 männlichen und weiblichen Häftlingen. Anschließend traf das Oberhaupt der katholischen Kirche gesondert mit dem Vater und den beiden Großmüttern eines ermordeten dreijährigen Jungen zusammen.

Der kleine Coco Campolongo wurde im Januar zusammen mit seinem Großvater und dessen Begleiter in einem Auto nahe der Stadt Cassano all’Jonio erschossen. Anschließend steckten die Täter das Fahrzeug mit den Opfern in Brand. Die Tat, die vermutlich auf Rivalitäten zwischen Drogenhändlern zurückging, hatte viele in Italien geschockt. Franziskus selbst hatte sein Entsetzen darüber geäußert und versprochen, die Stadt zu besuchen.

Mittagessen mit Armen und Drogensüchtigen

 

Der Vater des Jungen saß damals im Gefängnis und ist weiter inhaftiert, der Papst besuchte ihn in der Haftanstalt. Er habe den Mann umarmt und ihn ermutigt, für sein Kind zu beten, sagte Vatikan-Sprecher Ciro Benedettini. „Mögen Kinder niemals wieder so leiden müssen“, habe das Kirchenoberhaupt gesagt.

Das Mittagessen nahm Franziskus mit Armen und Drogensüchtigen in einer Rehabilitationsklinik ein. Bei einem Besuch in einem Hospiz spendete der Papst den Insassen Trost und ließ sich bei dieser Gelegenheit von einem der Ärzte dort einen lästigen Holzsplitter aus dem Finger entfernen. Bei einer Messe unter freiem Himmel ging er schließlich mit der Mafia hart ins Gericht. Die ‚Ndrangheta bete das Böse an und verachte das Gemeinwohl. Ihre Mitglieder gehörten deswegen nicht der katholischen Kirche an.

Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/article129331636/Papst-Franziskus-exkommuniziert-die-Mafia.html

Gruß an die Soldaten des Vatikan

TA KI

Eine hoch organisierte, mafiöse Verbrecherbande ….


gefälschte medikamente

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Eine hochorganisierte, mafiöse Verbrecherbande schleust nach Erkenntnissen italienischer Fahnder in großem Stil gestohlene und gefälschte Krebsmedikamente aus Italien nach Westeuropa. Diese neue Erkenntnis italienischer Fahnder versetzt Apotheker und andere Pharmaexperten in Alarmbereitschaft. Gefälschte oder manipulierte Medikamente schmälern die Umsätze von Arzneimittelherstellern und sind häufig wirkungslos oder sogar tödlich sein.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur warnte Mitte April, dass in Italien gestohlene Fläschchen mit dem Krebsmedikament Herceptin des Schweizer Pharmakonzerns Roche ROG.VX -0,35% Holdings verunreinigt wieder in Deutschland, Großbritannien und Finnland aufgetaucht seien. Zudem seien auch einige Chargen der Medikamente Alimta und Remicade des Produzentn Eli Lilly LLY +0,71% & Co. gestohlen worden, teilte die Agentur später mit. Diese beiden Arzneimittel werden von Johnson & Johnson JNJ -0,76% sowie Merck vermarktet.

Camorra und Banden aus Osteuropa machen gemeinsame Sache

Roche, J&J und Lilly teilten diese Woche mit, dass sie mit den Gesundheitsbehörden und den Strafverfolgern zusammenarbeiteten, um die Quelle der gefälschten oder abgezweigten Arzneimittel zu bestimmen. J&J kooperiert nach eigenen Angaben auch mit Merck in der Sache.

Wie der Spitzenermittler der italienischen Pharmaaufsicht Agenzia Italiana del Farmaco, Domenico Di Giorgio, nun offenbarte, sind die jüngsten Funde keine Einzelfälle. Vielmehr hätte eine Untersuchung ergeben, dass sie das Werk hochgradig organisierter Verbrechernetzwerke sind.

Zu dem Verbrecherring scheint auch die Camorra zu gehören – eine mafiöse italienische Verbrecherbande, die von Neapel aus agiert – sowie Banden aus Osteuropa, darunter russische Staatsangehörige in Zypern. Das berichten Personen, die sich mit dem Ermittlungen auskennen.

„Organisisertes Verbrechen ist auf jeden Fall beteiligt; es gibt eine zentrale Struktur, die offensichtlich in Italien sitzt und die Arzneimitteldiebstähle aus Krankenhäusern in Auftrag gibt“, sagte Di Giorgio auf Anfrage des Wall Street Journal. Seine Behörde koordiniert die Ermittlungen, an denen auch Betrugsbekämpfer von der italienischen Polizeieinheit Nuclei Antisofisticazioni e Sanità Carabinieri teilnehmen.

Nach Angaben einer mit der Untersuchung vertrauten Person wurden die Medikamente in Italien aus Krankenhäusern oder Lieferantenlastwagen gestohlen und an einen registrierten italienischen Großhändler überführt. Dieser Großhändler habe Quittungen für die Medikamente von falschen Großhändlern erhalten, die ihren Sitz in Ungarn, Rumänien und Lettland hätten, sagt die informierte Person. Von Italien aus seien die Medikamente dann in andere europäische Länder verkauft worden.

Jeden Monat verschwinden fünf Ladungen mit Medikamenten aus Lieferwagen, erzählt einer

Wie ein Vertreter eines Pharmakonzerns berichtet, verschwänden jeden Monat durchschnittlich fünf Ladungen mit Produkten des Unternehmens in Italien. Die Fahrer der Lieferwagen brächten dafür undurchsichtige Erklärungen vor, sagt er.

Der Diebstahl von Krebsmedikamenten kann ein lukratives Geschäft sein. In Großbritannien kostet ein Fläschchen Herceptin in der Größe der gestohlenen Ampullen rund 400 britische Pfund (rund 487 Euro). Wird der Flascheninhalt verdünnt oder sein Wirkstoff entfernt und durch ein billigeres Antibiotikum ersetzt, lässt sich die so gewonnene Originalarznei teuer weiterverkaufen.

Roche fand tatsächlich ein Fläschchen des gestohlenen Medikaments Herceptin, in dem der eigentliche Wirkstoff durch ein Antibiotikum ersetzt worden war.

Nach Angaben der britischen Aufsichtsbehörde Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency gibt es noch keine Anhaltspunkte dafür, dass gefälschtes Herceptin an Krankenhäuser oder in die Hände von Patienten gelangt sei. Krankenhäuser in Großbritannien würden nur direkt von Roche beliefert. Jegliches gefälschtes Herceptin, das in Großbritannien aufgetaucht sei, sei insofern vermutlich für den Weiterverkauf in Europa bestimmt, sagt eine mit der Lage vertraute Person.

Während der illegale Handel mit gefälschten und abgezweigten Krebsmedikamenten in Afrika und dem Nahen Osten schon lange blüht, ist er im Westen erst seit zwei Jahren öffentlich bekannt. Damals fanden Ärzte in den USA gefälschte Fläschchen des Roche-Blockbuster-Medikaments Avastin.

Parallelvertrieb gerät ins Zwielicht

Regierungsvertretern gelang es nach eigenen Angaben, den Großteil der Arzneimittelfälschungen einem türkischen Unternehmen zuzuordnen. Diesem Unternehmen werfen sie auch vor, abgezweigte Medikamente zu verkaufen. Das türkische Unternehmen streitet jegliches Fehlverhalten ab.

[image] Associated Press

Roche-Krebsmittel Avastin: Fälschungen bei US-Ärzten aufgetaucht.

Mit dem Fund gefälschter und abgezweigter Krebsmedikamente in den USA und nun auch in Europa geraten Großhändler ins Zwielicht, die dem sogenannten Parallelvertrieb zugerechnet werden. Solche Vertriebsfirmen kaufen Medikamente von den Originalherstellern in einem Land, in dem sie billig zu haben sind, und verkaufen sie mit neuem Etikett in Ländern weiter, in denen diese Medikamente teurer wären. Auf diese Art sparen Regierungen und Krankenkassen Geld, die Vertriebsfirmen hingegen machen Gewinn.

Der Parallelvertrieb macht auf dem Gesamtmarkt für Krebsmedikamente zwar nur einen relativ geringen Anteil aus. Nach Angaben von Branchenvertretern und Ermittlern stammen jedoch die meisten gefälschten oder minderwertigen Arzneimittel in der westlichen Erdhalbkugel aus diesen Vertriebskanälen.

Quelle:http://www.wsj.de/article/SB10001424052702303678404579536612820672836.html

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Gruß an die Giftmischer

TA KI